aktiv Radfahren

bvamedia

3/2014

www.aktiv-radfahren.de

3

2014

März

€ 4,90 • Österreich € 5,60 • Benelux € 5,80 • Italien € 6,60 • Griechenland € 7,50 • Spanien € 6,60 • Schweiz sfr 9,80 • ISSN 0940-4929 • H 06768

IM TesT

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Reiseräder

8 Randonneure

Clever: Reiseanhänger

7000 km!

Dauertest Simplon

Alltagsräder mit

Riemenantrieb

Hammer!

Rohloff-Rad für

2.000 Euro

ReIse

Himalaya

Endstation Sehnsucht

TEST: Scheibenbremsen & Reifen


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Zweiräder, 28844 Weyhe | Tippenhauer-Zweiräder, 32825 Blomberg | Feine Räder GmbH, 33602 Bielefeld | Feine Räder, 39108 Magdeburg | Rad Ab, 40217 Düsseldorf |

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GmbH, 50733 Köln | Pützfeld GmbH, 50739 Köln | Velo – Räder die bewegen GmbH, 52064 Aachen | Fahrrad XXL Feld GmbH, 53757 Sankt Augustin | Per Pedale GmbH,

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Foto: jürgen Amann

Editorial

Volldampf

in die neue Saison

Die Fahrradwelt

in einer App!

Liebe Leser …

Daniel O. Fikuart,

Chefredakteur

Heute scheint endlich wieder die Sonne – und es

zieht mich auf Rad, bei frühlingshaften Temperaturen

über Felder zu heizen. Welches Rad nehme

ich dafür? Stimmt, solche Fragen können nur

Redakteure stellen, vor allem wenn man sieht,

was momentan im aktiv Radfahren Testkeller

steht: Allen voran die Phalanx der Randonneure,

hochstabile aber filigran wirkende Reiseräder

mit Rennlenker, die Tester Sebastian Böhm über

den Winter für sie getestet hat. Oder sollte ich in

Anbetracht der vielen Matschlöcher da draußen

doch lieber ein NoProblem-Rad aus dem Testfeld

von Jens Kockerbeck ziehen: Top-Alltagsräder,

alle ausgestattet mit langen Schutzblechen

... und Riemenantrieb statt Kette. Der Mittelweg

zwischen beiden wäre das mattschwarze Pegasus

Estremo. Seine blitzende Rohloff-Nabe zieht

meinen Blick magisch an. Faire 2000 Euro kostet

dieser rassige Rohloff-Renner, den sich unser Fo-

tograf Jürgen Amann, einst Extremradler, heute

Genuss-Tourer mit Reiseambitionen, sofort

kaufen würde. Also Sattel in der richtigen Höhe

justiert – und ab die Post. Mit Volldampf in die

neue Saison 2014.

Dieses Heft möchte Sie sattelfest machen

für die neue Saison. Im Test Reifen, bei dem

im ersten Teil Trekking und City-Reifen im

Praxis- und Labortest waren, sind nun in Teil

zwei die sportlichen Pneus dran, gemacht

für Speed, Mountainbike und Cross. Außerdem

prüften wir aufwändig Scheibenbremsen.

Wer sich kein neues Trekkingrad kaufen mag,

kann mit unseren Umrüsttipps seinen Alltagszum

Tourenrad umbauen. Nach der Vorstellung

einiger „Da wollte ich schon immer mal hin“-

Traumregionen wagen wir am Heft-Ende einen

ruhigen Blick zurück in die Zukunft: In der Serie

„Reise meines Lebens“ kommt diesmal Reise-

Ressortleiter Sixtus Reimann zu Wort. Er fand

im Himalaya seine Endstadtion Sehnsucht.

Viel Spaß mit dieser Ausgabe wünscht Ihnen ...

Mit dem BVA-BikeMedia-Radkatalog

im Internet finden Sie im Handumdrehen

Ihr Traumrad. Anhand verschiedener

Kriterien wie Kategorie, Marke,

Modelljahr

aber auch

Preisbereiche

und Gewichts-

klassen können

Sie nach Ihrem

Wunschrad

suchen und sich

einen Überblick über ein vielfältiges

Angebot verschaffen. Neben Kurzbeschreibungen

mit Bild sind zum Teil

auch Testberichte und Videos zu den

Rädern verfügbar. Einfach im Internet

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Eine für Apple-iPhone und -iPad

optimierte App ist kostenfrei im

iTunes-Store erhältlich: https://itunes.apple.com/de/app/radkatalog/

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Viel Spaß mit dem neuen Radkatalog

und der Radkatalog-App!

Lasst uns Freunde sein!

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aktiv Radfahren 3/2014 | 3


Seite 24

TEST: 8 Randonneure – Reiseräder

in Bestform

.

Fotos: Jürgen Amann

Seite 66

TEST

No Problem– 6 Alltagsräder mit

Riemenantrieb statt Kette

Seite 46

ausprobiert

pegasus estremo - auch für extreme touren

4 | aktiv Radfahren 3/2014


Inhalt

Test & Technik

TesT: LangsTrecken-könige

8 Spitzen-Reiseräder im großen Test ............................24

ausprobierT

Rohloff-Rad für 2000 Euro: Pegasus Estremo ............46

BMC Alpenchallenge – Fetziges für Tempo-Fans ...... 58

LangzeiT-TesT

7.000 Kilometer: Simplon Scan K1 im Dauertest ..... 60

TesT: aLLTagsräder miT riemenanTrieb

Keine Kette, lautlos, langlebig – sechs Räder mit dem

innovativen Riemenantrieb im Test ..............................66

TesT: reifen - TeiL 2

Gib Gummi: Speed, Cross, MTB –

jeweils 6 Reifen in drei Kategorien im Vergleich ...... 78

TesT: scheibenbremsen

Verschiedene Bremssysteme im Test ......................... 94

Workshop: Scheibenbremse einstellen ................... 102

Seite 130 REISE

Himalaya - Endstation Sehnsucht

Reportage

experTen für QuaLiTäT

Die Marke Pegasus formiert Qualitäts-Rat .................86

premium-produkTion

Exklusiv: Werks-Besuch bei Bulls und Pegasus .........88

LichT-experTen

Die Erleuchtung: Besuch bei SON in Tübingen .......112

Vorstellung

reiseanhänger

Interessante Lastentransporter-Konzepte ................ 40

furnier in VoLLendung

Nemus Cajalun: Harmonie aus Holz & Technik .........42

im fokus

Sportiv & alltagstauglich: Pegasus Solero SL Disc ....54

Service

das bessere rad

Rüsten Sie Ihr Stadtrad zum Tourenrad um ............... 50

produkTe

Ausprobiert und vorgestellt .........................................104

sLide To go

Cleverer Adapter für den Taschen-Transport ............106

fahrrad-projekTe

Radlhauptstadt München .............................................108

Reise

Traumregionen

Sizilien, Provence, Toskana, Apulien, Périgord .......... 16

die reise meines Lebens

Himalaya – Endstation Sehnsucht ............................ 130

Foto: Sixtus Reimann

Rubriken

Editorial ................................................................................. 3

News ....................................................................................... 8

Leserforum .......................................................................... 14

Radclub Deutschland .......................................................118

Kleinanzeigen und Impressum (S. 124) ....................... 122

ReiseNews ......................................................................... 126

Vorschau ............................................................................ 138

TITELFOTO: Ortlieb/Lars Schneider

aktiv Radfahren 3/2014 | 5


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News

Verkehrssicherheitsaktion des

Auto Club Europa

Rüpel-Radler am

Zebrastreifen

Die Bereitschaft, an Zebrastreifen gewisse

Regeln zu befolgen, schwindet; gleichgültig, ob

es sich um Fußgänger, Autofahrer oder Radler

handelt. So lautet das Fazit des ACE (Auto Club

Europa) nach Auswertung einer bundesweiten

Verkehrssicherheitsaktion. Ehrenamtliche Inspektoren

des Clubs hatten im vergangenen Sommer

akribisch das Verhalten von insgesamt 30.055

Kraftfahrern, 36.073 Fußgängern und 13.324

Radfahrern beobachtet und analysiert. Im Schnitt

missachten mehr als jeder zweite Radfahrer

(56,77 %) das Haltegebot am Zebrastreifen, wenn dort Fußgänger unterwegs sind. Durchschnittlich 67,56 Prozent von ihnen steigen

beim für Fußgänger bevorrechtigten Queren der Straße nicht wie vorgeschrieben ab und schieben ihr Gefährt über den Zebrastreifen,

sondern sie wechseln verbotenerweise fahrend die Straßenseite. Der ACE nennt sie „Rüpel-Radler“. Auf dem Fahrrad ist man

auf dem Zebrastreifen nicht bevorrechtigt (OLG Hamm 13 U 219/91). „Radfahrer dürfen einen Fußgängerüberweg durchaus befahren.

Gleichen Vorrang wie Fußgänger haben sie indes nur, wenn sie absteigen“, stellt Bernhard Glatthaar vom ADFC klar.

Foto: www.pd-f.de / brompton

Das aktuelle Urteil

Keine Vorfahrt

am Kreisverkehr

Die Vorfahrtsregelung am Kreisverkehr ist

für viele Radfahrer nicht gleich eindeutig.

Nun gibt es dazu ein Urteil des Oberlandesgerichts

Hamm. Ein um einen Kreisverkehr herumführender

Radweg ist nicht dem eigentlichen

Kreisverkehr gleichgestellt. Will ein

Autofahrer in den Kreisverkehr fahren, findet

er die Verkehrsschilder „Vorfahrt gewähren“

und „Kreisverkehr“ vor. Diese Wartepflicht

bezieht sich aber nur auf den Verkehrsstrom

im Kreisverkehr und nicht auf die Radfahrer,

die außen herum fahren. Die Radfahrer

müssen den Autos Vorfahrt gewähren.

Das gilt nicht nur für aus dem Kreisverkehr

kommende, sondern auch für hineinfahrende

Fahrzeuge.

Alarm, Diebstahlschutz und Ortung in einem

Smarter abschließen

Hersteller Lock8 bringt das erste Fahrradschloss, welches das Smartphone

als digitalen Schlüssel verwendet. Mittels der Lock8-App werden Schloss und

Handy zu einer Einheit. Die App alarmiert den Benutzer, sobald sich jemand am

Schloss zu schaffen macht. Die Bedienung ist einfach: Mit nur einer Berührung kann

das Rad ver- und entriegelt werden. Die App kann sogar so programmiert werden,

dass sich das Schloss automatisch entriegelt, sobald sich der Benutzer nähert. Zusätzliche

Sicherheit bietet die GPS-Ortung des Schlosses.

www.lock8.me

Foto: lock8

8 | aktiv Radfahren 3/2014


Norm wird überarbeitet

Neue

Anforderungen

an Fahrradträger

Kein Platz für Skier oder Fahrräder im Innenraum

des Fahrzeugs? Aus diesem Grund

wird die Ladung häufig auf dem Dach oder

am Heck von Autos befestigt. Korrekte

Verschraubung und Befestigung sind bei

hohen Geschwindigkeiten von besonderer

Bedeutung. Denn der Verlust der Ladung oder

des gesamten Trägers kann zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer führen. Dem Ausschuss Sport- und Freizeitgerät

(NASport) im Deutschen Institut für Normung e. V. liegen zwei Anträge zur Normung von Dachlastträgern für Personenkraftwagen

und Fahrradhecktragesystemen an Kfz vor. Die derzeit noch gültige DIN 75302 über Dachlastträger ist

aus dem Jahr 1991 und entspricht aus Sicht des Normantragstellers in vielerlei Hinsicht nicht mehr dem aktuellen Stand

der Technik. Zum Beispiel sind bisher keine Anforderungen enthalten, wo der Grundträger an der Dach-Reeling befestigt

wird. Darüber hinaus sind durch die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrrädern am Markt bisher etablierte Trägersysteme

erhöhten Belas tungen unterworfen. Auch Anforderungen an die Kennzeichnung und die Gebrauchsanleitung

fehlen in der bisherigen Norm. Für Fahrradhecktragesysteme fehlen generell normative Anforderungen, weshalb nach

Auffassung des Antragstellers im Interesse der Sicherheit und des Verbraucherschutzes eine Überarbeitung der Norm

erforderlich ist.

X-Bikeman gewinnt ISPO Award

Blinkender Rucksack

Auf der Messe „ISPO Munich“ wird jedes

Jahr ein Award für die besten Sportprodukte

vergeben. Der Rucksack X-Bikeman erhielt einen

der Awards „Product of the Year“. Der Rucksack

beinhaltet ein System aus drahtlosem Sender,

einem Empfänger und eine Art Display, mit

dem Verkehrsteilnehmer hinter dem Radfahrer

über Fahrmanöver informiert werden können.

Auf einem 105 Millimeter breiten Display wir

ein Signal angezeigt, wie zum Beispiel grüne

oder gelbe LED-Pfeile, um beim Abbiegen nach

links oder rechts, beim Geradeausfahren oder

Anhalten andere Verkehrsteilnehmer darüber zu

informieren. Die Jury kam zu dem Schluss, dass

der Bikeman ein einzigartiger, neuer Beitrag zur

Verbesserung der Sicherheit und Kommunikation

beim Fahrradfahren sei.

Und so sieht

der Rucksack

im Betrieb aus:

Foto: Bikeman / Messe München

aktiv Radfahren 3/2014 | 9


News

Foto: Fraunhofer Institutt

Fitness-Shirt und E-Bike in Kombination

Vernetzte Wäsche

Das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen hat ein Fitness-Shirt

entwickelt, das sich als intelligentes Trainingsgerät eignet. Über Sensoren

im Gewebe registriert das Funktionshemd wichtige Körperdaten wie Atmung,

Puls und Herzrhythmus, digitalisiert diese und überträgt sie an ein Smartphone.

Dabei ist die Anwendung nicht nur für Leistungssportler interessant. Auch

Freizeitsportler und besonders Reha-Patienten können von der kontinuierlichen

Messung wichtiger Belastungsdaten profitieren. Sie können Überanstrengung

feststellen und gezielt vermeiden. Intelligente E-Räder könnten künftig auch ge-

zielt die Motorunterstützung anhand der Belastungsdaten steuern und so gezielt

Fitness und Wohlbefinden des Fahrers verbessern. Das Shirt soll im Laufe des

Jahres auf den Markt kommen.

Radverkehr im Koalitionsvertrag

Mehr Helm tragen

Foto: Cube

„Deutschlands Zukunft gestalten“. So heißt der Koalitionsvertrag

von CDU, CSU und SPD. Unter dem Punkt „Infrastruktur“

finden sich darin auch einige Zeilen zum Fahrradverkehr:

Zum Beispiel soll der Anteil des Fahrradverkehrs als umweltfreundliche

Mobilitäts-Alternative weiter gesteigert werden.

Weitere Ziele sind der Ausbau von Radwegenetzen, die Verkehrssicherheit

im Radverkehr zu verbessern und die Förderung von

Zukunftsprojekten, die an der Schnittstelle ÖPNV/Carsharing/

Fahrrad ansetzen. Ein weiteres Anliegen ist der Großen Koalition,

dass in Zukunft „deutlich mehr Fahrradfahrer Helm tragen.“

Foto: Derby Cycle

Fahrradpublikumsmessen im Frühjahr 2014:

Free. die Freizeitmesse München – 19. bis 23.02.2014: Bayerns größte Reise- und Freizeitmesse (www.free-muenchen.de)

Fahrrad Essen – 20. bis 23.02.2014: Fahrräder, Radsport, Zubehör und Radtouristik (www.fahrrad-essen.de) - hier ist Ihre „ElektroRad“

4 Tage vor Ort, auf der Aktionsbühne gibt es spannende Infos (u.a. Das richtige Elektrorad für Sie“, Ergonomie, Licht, „sicher abschließen“,

alles über Versicherungen & mehr. Rad + Outdoor Bremen – 08. bis 09.03.2014: größte Rad- und Outdoor-Messe Norddeutschlands

(www.rad-outdoor.de). Velo Berlin – 29. und 30.03.2014: Die Messe rund ums Fahrrad, Elektromobilität und Tourismus (www.

veloberlin.com)

10 | aktiv Radfahren 3/2014


EU-Trend

Fahrrad statt Auto

Foto: Cube

Europäer lieben das Rad. Gerade in den Metropolen wie beispielsweise

Amsterdam oder Paris ist das Fahrrad ein beliebtes Transportmittel.

In Dänemark gibt es sogar separate Schnellstraßen – für Fahrräder

wohl gemerkt. Nun auch Spanien. Lange Zeit hatten die Spanier

einer bessere Beziehung zum Auto, nun aber empfangen sie offenbar

das Fahrrad mit offenen Armen. Im Oktober 2013 wurden erstmals mehr

Fahrräder als Autos verkauft, fand NPR-Reporterin Lauren Frayer bei

ihrer Recherche heraus. Als Grund für den Erfolg des Fahrrads wird auf

die Wirtschaftskrise von 2008 verwiesen. Sie hinterließ ihre Spuren in

den Geldbörsen der krisengebeutelten Spanier und änderte ihr Mobilitätsverhalten.

Der Trend beschränkt sich nicht nur auf Spanien: Das Team der NPR-

Reporter fand heraus, dass – mit Ausnahme von Belgien und Luxemburg

– in allen 27 Mitgliedsstaaten Europas das Fahrrad die Nase vorn

hat. Deutschland ist sogar Spitzenreiter der Statistik: Knapp 4 Millionen

Radneukäufe stehen 2012 rund 3 Millionen Autoneukäufen gegenüber.

Location: Südtirol | Fahrer: S. Teltscher, M. Schumann

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Rahmen Aluminium Triple Butted | Gabel SR Suntour NCX-D-LO Lite Air | Komponenten

Carver | Beleuchtung AXA Pico Switch/Busch und Müller Seculite | Shimano

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Die Abbildung kann in Details von dem Serienrad abweichen.

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News

Karlsruhe

Neues

Fahrradverleihsystem

Foto: nextbike

Die Stadt Karlsruhe hat sich im Zuge einer europaweiten

öffentlichen Ausschreibung für einen neuen Fahrradverleihsystem-Anbieter

entschieden und wechselt von Call a Bike zu

nextbike. Neben dem Preis gehörten zu den ausschlaggebenden

Bewertungskriterien die zusätzliche Betriebslaufzeit im Winter, die

Tarifhöhe für die Nutzerinnen und Nutzer, die Art der Räder sowie

das Buchungsverfahren und die Genauigkeit der Lokalisierung der

Räder. Der Stadtrat folgte ohne Debatte einstimmig dem Vorschlag

der Stadtverwaltung und erteilte dem Leipziger Unternehmen den

Zuschlag für die kommenden fünf Jahre. Start ist im Frühjahr 2014.

Der Verleih wird rund um die Uhr automatisch per Anruf, App

am Stationsterminal und ganz neu über Bordcomputer direkt am

Rad möglich sein. Die Mieträder können in der Kernzone flexibel an jedem beliebigen Standort abgegeben werden. Darüber hinaus wird es in

außerhalb liegenden Stadtteilen feste Standorte mit Verleihstationen geben. Die ersten 30 Minuten je Fahrt kosten 1 Euro. Wer das Rad den

ganzen Tag ausleihen möchte, bezahlt eine Pauschale von 9 Euro.

Mit dem Fahrrad auf Flugreise

Surftipp

Viele möchten den heimischen Winter lieber fernab in

der Sonne genießen. Das geliebte Rad bleibt zuhause

und wird vielleicht durch eine nicht gleichwertige

Urlaubs-Leihrad-Bekanntschaft ersetzt. Die Möglichkeit

einer Fahrradmitnahme bei Flugreisen wird oft

vergessen. Dabei sind die Preise vieler Fluggesellschaften

durchaus konkurrenzfähig zu Leihradpreisen – und man

muss nicht auf sein gewohntes Rad verzichten. Die Kosten

der Fahrradbeförderung unterscheiden sich jedoch von

Airline zu Airline und die Buchung und Anmeldung sind oft

komplexe Vorgänge, die abschreckend wirken. Auch findet

sich die Option der Mitnahme von Sonder- und Sportgepäck

zumeist versteckt im Kleingedruckten. Diesen Dschungel

zu durchforsten hat sich das Flugsuchportal „Skyscanner“

zum Anliegen gemacht und dabei eine praktische Übersicht

über die Konditionen der großen Airlines zusammengestellt:

www.skyscanner.de/nachrichten/fahrradmitnahme-imflieger-alle-infos-auf-einen-blick

Das Fliegen mit dem Elektrorad ist leider sehr kompliziert,

da der Akku als Gefahrengut gilt. Ein Rad zu leihen, ist hier

sicherlich die einfachere Lösung. Wer dennoch nicht auf

sein Elektrorad im Urlaub verzichten möchte, erhält auf der

Internetseite von ExtraEnergy (www.ext raenergy.org) Rat

zum Thema „Fliegen mit dem Pedelec“.

Falkenjagd Titan-Tourer

Schnupper-Stunde

Es heißt, Vorfreude

sei die schönste

Freude. Manchmal

kann sie

aber auch

zur Qual

werden.

So wie in

diesem

Fall. Vor ein

paar Tagen nämlich

steht Andreas Kirschner

von Falkenjagd bei uns im Büro und präsentiert uns den fertigen Rahmen

für unser baldiges Dauertestrad. Anders als Schmuckstücke aus Gold

und Diamanten steckt er nicht hinter Glas in einer Vitrine – obwohl er sich

dort gut machen würde. Wir dürfen ihn anfassen, anschauen, fotografieren.

Von der Möglichkeit machen wir reichlich Gebrauch. Dann heißt es aber:

„Den nehme ich jetzt wieder mit.“ Genau hier beginnt das Leiden, denn

ungern geben wir ihn aus der Hand, deren Wärme das edle Metall schon

angenommen hat. Aber schließlich siegt die Vorfreude. Denn wir wissen:

Der Rahmen wird geschmückt mit allerlei Zierde zurückkommen. Offensichtlich

ist, dass ein Pinion-Getriebe dazu gehört. Alles andere wird noch nicht

verraten. Ob wir das feine Radl dann hinter Panzerglas betrachten oder doch

lieber ausgiebig fahren wollen? Man wird sehen ....

12 | aktiv Radfahren 3/2014


Foto: Koga

Auszeichnungen für Koga

F3 und BeachRacer erhalten

iF Design Award 2014

Das Koga BeachRacer und die Koga F3-Serie wurden mit dem

„iF Product Design Award 2014“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung

ist für diese beiden sehr unterschiedlichen Räder

bereits der zweite Preis. 2013 räumte das BeachRacer einen

„Eurobike Award“ ab und die F3-Serie einen „Red Dot Product

Design Award“. Das Koga BeachRacer und das Koga F3 sind Gewinner

in der Kategorie „Freizeit und Lifestyle“. Der „iF Product

Design Award“ ist seit 60 Jahren ein weltweit anerkanntes Markenzeichen,

wenn es um ausgezeichnete Gestaltung geht. Im

Wettbewerb 2014 wurden 3.249 Produkte von Design-Experten

beurteilt. Die Jury bewertete die Einsendungen nach Kriterien

wie Gestaltungsqualität, Verarbeitung, Materialauswahl, Innovationsgrad,

Umweltverträglichkeit, Funktionalität, Ergonomie,

Gebrauchsvisualisierung, Sicherheit, Markenwert und Branding

sowie Aspekte des universal Designs.

Charakteristisch für das F3 (s. Bild) ist die Form der Rahmenrohre,

bei denen runde und scharfkantige Linien sich abwechseln.

Kogas Designer haben ein cleanes Fahrradkonzept entworfen,

bei dem Funktionalität, Integration und Design ausgewogen

sind. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kabel für das Rücklicht, das

komplett durch den Rahmen und den Gepäckträger geführt

wird. Auch das hintere Schutzblech und der Gepäckträger sind

prägnante Beispiele für die umfassende Integration: Die Befestigungspunkte

sind nicht oder kaum sichtbar.

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TEST | Trekking- und Cityreifen

128 | aktiv Radfahren 1-2/2014

DAUERTEST | VSF Fahrradmanufaktur T300

72 | aktiv Radfahren 1-2/2013

Redaktion: Sebastian Böhm, Radwerk

Fotos: Jürgen Amann, Gideon Heede, Hersteller

er heutzutage ins Internet müssen, sollte der Preis zudem nicht so

geht und sich etwa nach hoch ausfallen.

einem Trekkingreifen umsieht,

wird von Informationen

schlichtweg erschlagen: Preise im Luftdruck!

Wichtig für die Praxis: der richtige

Bereich von 20,– bis 60,– Euro, faltbare In der Praxis fahren die meisten Radfahrer

im Trekking- und Citybereich mit viel

oder starre Ausführung, Gewebe- oder

Gummischicht, mittleres oder gröberes zu wenig Druck in den Reifen. Grund:

Profil und unzählige Hersteller – Wer die Sie kontrollieren schlichtweg zu selten.

Wahl hat, hat die Qual. – Um Ihnen die Dabei reicht ein Kurzcheck mit einem

Entscheidung etwas leichter zu machen, Luftdruckprüfer oder an der Tankstelle

haben wir die jeweils sechs wichtigsten einmal im Monat vollkommen aus, um die

Hersteller in den für aktiv Radfahren fünf Performance bezüglich Fahreigenschaften,

Komfort und Haltbarkeit zu gewähr-

wichtigsten Kategorien Trekking, City,

Speed, Cross und Mountainbike zu einem leisten. Welcher Druck dabei der richtige

Test geladen und in der Praxis und im Labor

genau unter die Lupe genommen. Faktoren ab, so ist etwa der Minimal- oder

ist, hängt hingegen von verschiedenen

Dabei behandeln wir in dieser Maximaldruck mitnichten der Beste. Viel

Ausgabe Trekking- und Cityreifen,

die drei sportlichen 1 Einsatzbereich – siehe Grobwerte in

entscheidender sind folgende Faktoren:

Kategorien finden Sie in der Tabelle auf der nächsten Seite.

der nächsten Ausgabe. 2 Fahrergewicht/Gepäck – hohes Gewicht,

hoher Druck

Lastenheft 3 Reifenbreite – mehr Volumen, niedriger

Druck

Trekkingreifen

Ein Trekkingreifen

muss hoch cher Untergrund, mehr Luftdruck

4 Untergrund – guter, sauberer und fla-

gesteckte Bedürfnisse

be-

Druck

5 Komfort – mehr Komfort bei geringem

friedigen. Dabei 6 Traktion – mehr Traktion bei niedrigem

Druck

steht ein möglichst

homogenes 7 Rollwiderstand – höherer Druck ist

Gleichgewicht von besser

Rollwiderstand, 8 Verschleiß – mittlerer Luftdruck ideal

Pannensicherheit, 9 Pannenanfälligkeit – mittlerer Luftdruck

ideal

Gewicht, Laufleistung

und Preis auf der Falls bezüglich Ihrem persönlichen Idealdruck

spezielle Fragen auftauchen, wen-

Wunschliste, wobei Rollwiderstand

und Gewicht den Sie sich an Ihren Händler vor Ort, der

eine etwas höhere Priorität hilft Ihnen gerne weiter und überprüft bei

zugerechnet wird, um im Alltag dieser Gelegenheit gleich ihren Luftdruck

und der Reise ein zügiges Vorankommen

zu gewährleisten.

und passt diesen gegebenenfalls an.

ETRTO-Maß

Lastenheft Cityreifen

Die European Tire and Rim Technical

Dank kurzer Strecken, geringen Durchschnittsgeschwindigkeiten

und oft zu welchem Verhältnis die Felgen- zur Rei-

Organisation gibt recht genau vor, in

transportierendem Zusatzgewicht (Kinder,

Gepäck, Anhänger) muss ein Reifen diese Werte (in nebenstehender Tabelle)

fenbreite steht. Wer sich in der Praxis an

für die Stadt vor allem pannensicher sein. hält, fährt generell richtig und gut.

Dazu zählen eine gute Resistenz gegen

Gullideckel, Glasscherben, Draht- und So testet aktiv Radfahren

Nageldurchstiche. Weil Stadträder eher Praxistest: Erfahrung ist ein wichtiger

günstiger sind und bei vielen Radfahrern Punkt in unserem Test und zeigt, ob der

in der Instandsetzung ebenso günstig sein Reifen leise rollt, in Kurven gutmütig re-

Redaktion: Sixtus Reiman

Fotos: jürgen Amann

aktiv Radfahren 1-2/2014 | 129

eicht hatte es das T300 anfangs nicht.

Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen

war die Konkurrenz hart: Kurz vor Beginn

des Dauertests hatte ich für den

Megatest 2012 nicht weniger als 18 Trekkingräder

verschiedenster Qualitäts- und Preisklassen

getestet. Diese waren zwar allesamt gute

Fahrräder, aber wirklich begeistern konnte

mich keines. Dies dürfte vor allem daran gelegen

haben, dass ein paar Wochen zuvor mein

15 Jahre altes Tourenrad, das mich deutlich

über 100.000 Kilometer auf vier Kontinenten

begleitet hatte, bei einem Unfall den Geist aufgab

und ich den Tränen sehr nah war. Als Ersatz

war mir nichts gut genug. Zwar ist die heutige

Technik der von vor anderthalb Jahrzehnten

um Lichtjahre voraus, aber Entscheidungen

für Fahrräder sind nicht unbedingt rational,

da sind immer auch Emotionen im Spiel. Die

weckte schließlich das T300 bei mir: Während

mir beim Megatest auch edle Gefährte wie

Fremdkörper unter mir vorkamen, habe ich

mich im Sattel des T300 sofort wohlgefühlt.

Richtig wohl. Hinzu kam das klassische Design,

das natürlich immer auch Geschmacks-

aktiv Radfahren 1-2/2013 | 73

Leserforum

„Toller Fahrradzaun“

Liebe Redaktion,

in Eldagsen im Landkreis Hannover haben wir diesen wunderschönen

und ungewöhnlichen Grundstückszaun entdeckt,

hergestellt aus alten Fahrrädern, bunt und phantasievoll

angestrichen und mit Blumen verziert. Dies war für uns Grund

genug, auf unserer Tour anzuhalten und ihn für die aktiv

Radfahren zu fotografieren. Es wäre schön, wenn diese hübsche

Idee die Leser begeistern würde.

Viele Grüße aus Laatzen bei Hannover,

Anke und Rainer V., per E-Mail

Wunderbar, vielen herzlichen Dank für diese originellen

Fotos!

Ihre Redaktion

„Gemischtes Gummi“

aR 1-2/2014

Hallo, aktiv-radfahren!

Bei intensivem Studium Ihres Reifentestes

ist mir negativ aufgefallen,

dass anscheinend zwischen Schwalbe

und Continental ein bizarrer

Wettbewerb entbrannt ist!

In diesem Wettstreit geht es offen-

sichtlich darum, nicht nur den besten, sondern auch gleich den teuersten Reifen

auf den Markt zu bringen. Wobei zur Zeit Continental mit 62,90 € für seinen „Top

Contact 2“ die Nase leicht vorne hat .

Wer zahlt denn diesen Preis? Sind beim Kauf von zwei Stück Aktien von Conti

dabei? Generell sind die Preise in der gesamten Radelbranche auf ein immenses

Niveau geklettert:

Ich habe einmal im Geschäft meines damaligen Händler des Vertrauens sein

bestes und auch teuerstes Fahrrad erstanden:

Ein Gazelle mit Sturmey-Archer-3-Gang (natürlich mit Freilauf) und als technisches

Leckerli über Gestänge synchron betätigte Trommelbremsen! Das hat mich

1.100 DM gekostet ...

Mit freundlichen Grüßen und einem guten Start in die neue Radelsaison

Hans W. per E-Mail

Lieber Hans W.,

klar, die Preise für die Topmodelle

der Reifenhersteller sind nicht

niedrig, und auch für Fahrräder der

Spitzenklasse kann man eine Menge

Geld ausgeben – aber schließlich

wird niemand gezwungen,

dies auch zu tun. Einer unserer

7.500 Kilometer durch Städte und

Felder, Berge und Wälder: Das Fahrradmanufaktur

T300 im Dauertest

Redakteure ist für seinen letzten Ein Klassiker

Dauertest (aR 1-2/13) tagtäglich

gut 50 Kilometer zur Arbeit und zurück geradelt, und zwar mit einem Fahrrad,

das damals 939 Euro gekostet hat und für die Saison 2014 mit 949 Euro zu Buche

schlägt. Dass die Preise gerade im Spitzensegment in den letzten 15 Jahren

deutlich gestiegen sind, steht außer Frage, aber das Gleiche gilt auch für die

Qualität der Fahrräder und Anbauteile.

In unserem aktuellen Dauertest haben

wir die relativ günstigen CST „Sensamo“-

Reifen verwendet, die bis zu einer Laufleistung

von ca. 7.000 Kilometern eine

wirklich gute Figur gemacht haben.

Dass Continental beim Kauf eines

Reifenpaares zwei Aktien obendrauf legt,

können wir leider nicht bestätigen.

Ihre Redaktion

Technik: 12 Trekking- und Cityreifen im Praxis- und Labortest

Gemischtes

Gummi

Der richtige Reifen bringt

Fahrspaß, Sicherheit und Komfort.

Doch welcher ist der

Richtige? aktiv Radfahren hat

je sechs Reifen aus fünf Kategorien

für Sie unter die Lupe

genommen. Wie dabei die

aktuellen Trekking- und Cityreifen

abschneiden, erfahren

Sie auf den nächsten Seiten.

W

Prima Geschenk

aktiv Radfahren-ABO

Abo-Service c/o

Telefon: 0221-2587-248

oder per E-Mail:

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Das aktiv Radfahren-Abo

beinhaltet 8 Ausgaben sowie

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immer pünktlich & frei Haus!

Kultiviert in der Stadt, sportlich

über Land: Das T300 ist

ein gediegender Tourer im

klassischen Look, der vor allem

durch seine Individualität

punktet.

L

14 | aktiv Radfahren 3/2014


Cross Line

Der Weg ist

das Ziel.

ˆ Cross Line Ultimate

Frei·zeit·sport·ler [ˈfʀaɪ̯ ʦaɪ̯ tˈʃpɔʁtlɐ], der: jemand, der sich in seiner Freizeit

sportlich betätigt. Seien Sie ehrlich: Wünschen Sie sich nicht auch, dass Ihnen

das Leben mehr Freiräume böte? Mit Zeit für die Familie, Zeit für sich selbst,

Zeit für Hobbys? Wir bei CENTURION sind davon überzeugt, dass es immer

wichtiger wird, die eigene Freizeit maximal positiv zu gestalten – deshalb bauen

wir Fahrräder, die Ihnen immer das Beste bieten. Zum Beispiel ein Maximum

an Freude an der Bewegung. Dank ihrer zuverlässigen und leichten Aluminium-

Rahmen mit der moderat sportlichen Geometrie sowie der durchdachten

Ausstattung sind Ihnen die Bikes unserer Crossline-Serie gerne ein jederzeit

Freude bringender Partner in Ihrer Freizeit.

ˆ Cross Line Ultimate Lady

Pioniergeist weitergedacht

www.centurion.de


TRaumRegionen| Von Sizilien bis Périgord

Traumregionen

„Da wollte ich schon

immer mal hin!“

Machen Sie Ihre Touren-Wünsche wahr, lassen Sie sich inspirieren

von unseren Traumregionen im südlichen Europa, wo Kultur, Kulinarisches

und traumhafte Landschaften eine vollendete Harmonie

bilden und die Seele schwingen kann.

Redaktion: Daniel O. Fikuart, Dr. Franz Hofmann

Fotos: Dr. Franz Hofmann

16 | aktiv Radfahren 3/2014


Sizilien

„insel unter dem Ätna“

Radeln rund um den aktivsten Vulkan Europas,

durch duftende Orangenhaine und

blühende Zitronenbäume, durch eine grüne,

blühende Insellandschaft – das bietet die

größte Insel im Mittelmeer. Von den Spuren

der Griechen über die Relikte der Römer bis

zum Barock bietet die sizilianische Kultur

ein weites Spektrum. Keine Angst vor dem

sizilianischen Fahrstil, auf ruhigen Nebenwegen

genießen Radfahrer Respekt und motivieren

die Einheimischen zu „Forza, Forza“-

Rufen. Sizilien im Frühjahr oder Herbst ist

wie ein früher oder verlängerter Sommer

mit angenehmen Temperaturen und traumhaften

Ausblicken. Wer mediterrane Esskultur

schätzt, ist bei der Auswahl an Antipasti,

Fisch, Gemüsen und Pasta am richtigen Ort.

Freuen Sie sich auch auf die hervorragenden

Weine, die diese Genießerinsel hervorbringt.

Bei den meisten Radtouren um oder durch die Mittelmeerinsel

Sizilien bleibt der Ätna, mit 3.323 Metern über

dem Meer der höchste und aktivste Vulkan Europas, imposant

im Blick. Links: Beobachten Sie die Salzgewinnung

in den Salinen zwischen Trapani und Marsala.

aktiv Radfahren 3/2014 | 17


TRaumRegionen| Von Sizilien bis Périgord

Auf Dampfross-Sp

zu genießer-Touren

18 | aktiv Radfahren 3/2014


uren

Provence

„Wo der Lavendel blüht“

Lavendel, Flamingos und die weißen

Camargue-Pferde, herrliche römische und

romanische Baudenkmäler und die abwechslungsreiche,

traumhafte Landschaft sind

nur ein paar der vielen Bilder, die aufscheinen,

wenn man an die Provence denkt. Der

würzige Duft von Kräutern, die Lieder der

Zirpen und die intensive Farbenpracht tragen

uns Radfahrer durch die südfranzösische

Landschaft. Ein Glas Rotwein mit französischem

Käse und einem frischen Baguette

dazu der Ausblick auf Gordes oder den Pont

du Gare – was will man mehr? Genuss pur

mit feinster französischer Küche und Gastronomie,

ein Traum, der sich am besten mit

dem Rad im Frühjahr verwirklichen lässt.

Schließen Sie die Augen, Nase auf ... Von Juni bis Anfang

August wiegen sich violette Lavendelfelder im Wind –

hauptsächlich am Fuße des Mont Ventoux, im Pays

d´Apt im Luberon oder in Valréas. Links: „Sur le pont ...

d´Avignon“ – mittelalterliche Brücke über die Rhone.

aktiv Radfahren 3/2014 | 19


TRaumRegionen| Von Sizilien bis Périgord

Toskana „Zypressen, Palazzi, Cappuccino“

Typisch Toskana: Geschotterte Strada Bianche im Chianti-Gebiet. Mitte: San Antimo bei Castelnuovo dell´Abbate. Vor allem in Italien ist ein

Café immer eine Rast wert. Oder die Gelateria. Oben: Blick über Monalcino, die Heimat des tiefroten Brunello.

20 | aktiv Radfahren 3/2014


Entdecken Sie

Trends und

Neuheiten

auf unseren

Publikumsmessen

rund um Fahrrad,

Tourismus und

Elektromobilität.

München

19.–23.02.2014

www.free-muenchen.de

Bremen

8.–9.03.2014

www.rad-outdoor.de

Toskana – das ist Magie und Traum zugleich. Denn hier weiß man,

was Genießen heißt. Die faszinierende und allgegenwärtige Kunst

vom sagenumwobenen Volk der Etrusker bis zu den weltberühmten

Kulturschätzen der mondänen Medicis bietet die Toskana ein reiches

Erbe, das sich in Gastfreundschaft, Küche und Wein widerspiegelt.

Hier finden Toskana-Fans alles was das Herz begehrt: landschaftliche

Vielfalt von sanft geschwungenen Hügeln über flache Täler bis zu den

schönsten Stränden Italiens. Der intensive Duft des Weines, der im

Herbst den vielen Cantinas der Weinbauern entströmt und die Radlernasen

umweht, nährt das Verlangen, immer wieder in das Traumland

Toskana zurückzukehren.

Berlin

29.–30.03.2014

www.veloberlin.com

messen@velokonzept.de Tel. +49 30 311 65 14 – 0

www.velokonzept.de aktiv Radfahren 3/2014 Fax +49 30 | 21 311 65 14 – 69


TRaumRegionen| Von Sizilien bis Périgord

Apulien

„Das ende der Welt …“

zu genießer-Touren

Das Land der Trulli und Oliven, mit uralter

Kultur und wunderschönen Küsten – so präsentiert

sich Apulien, der unentdeckte Stiefelabsatz

Italiens. Eine Brise Salz umweht

den Radler auf den herrlichen Küstenstraßen.

Jahrtausendalte Olivenbäume spenden

Schatten. In strahlenden Kirchen, prunkvollen

Palästen und versteckten Höhlen spiegelt

sich gelebte und uralte Kultur wider.

Apulien ist ein Land für den erfahrenen

Reisenden, der das Besondere, die Herzlichkeit

der Bewohnern sucht und auf kleinen

verkehrsarmen Straßen Ruhe und Entspannung

auf dem Rad findet. Ein Land, ideal

zum Erradeln – auch um die apulische Küche

ohne Reue genießen zu können.

Apulien: für manche

die schönste Radregion

Europas, urwüchsig und

wild-romantisch. Eine

Fahrt durch die endlosen

Klatschmohnfelder vergisst

man nie. Oben: Trulli bei

Alberobello. Die Kegelbautensiedlungen

sind

UNESCO-Weltkulturerbe.

Geheimtipp im Ort: die

Kult-Eisdiele „Gelateria

Arte Fredda“. Probieren

Sie Mandeleis aus Bronte-

Mandeln. Oder in Bari

die Pasta all’assassina im

„Bella Bari“. Links: Sonnenuntergang

bei Santa Maria

di Leuca

22 | aktiv Radfahren 3/2014


Eine Autostunde östlich von Bordeaux

bietet Périgord-Dordogne Natur pur und

geschichtsträchtige Orte. Zupfen Sie Erdbeeren

am Wegesrand, probieren Sie Weine

aus Bergerac und den schwarzen Trüffel,

das Prunkstück der dortigen Gastronomie.

Links: Abteikirche von Souillac. Unten: die

Höhlen von Lascaux

P érigord

„Höhlenzeichnungen

bestaunen“

Das Périgord ist eine abwechslungsreiche

Landschaft im Herzen Südwestfrankreichs.

Entlang der Dordogne sind auf engem Raum

alle Epochen der abendländischen Kunst

vertreten. Von Höhlen mit prähistorischen

Felsbildern über Kuppelkirchen, Kreuzgänge

und Portale der Romanik bis hin zu Burgen

und Schlössern des Spätmittelalters und der

Renaissance finden sich überall verborgene

Schätze.

Gourmets und Weinkenner kommen hier

gleichermaßen auf ihre Kosten wie auch der

Kunstliebhaber, denn die Küche des Périgord

ist eine der renommiertesten in ganz Frankreich.

Trüffel, Bergerac-Weine, Ziegenkäse

und Fois Gras gepaart mit steinzeitlicher

Höhlenmalerei in Lascaux, traumhafte Landschaften

und die meisten „plus belle villes

de France“ sind hier zu finden.

Wir danken dr. Franz Hofmann von Eurovelo (www.eurovelo.info) für die Engagierte Unterstützung bei der Konzeption dieser

Traumregionen-Strecke.

aktiv Radfahren 3/2014 | 23


TesT | Randonneure im Test

8 Randonneure von 1.500 bis 4.500 Euro im Test

Renntourer

24 | aktiv Radfahren 03/2014


Randonneure sind Zwitter

aus Rennrad und Trekkingrad.

Dank ihrer Geometrien

und dem Rennradlenker

sind sie breitbandig einsetzbar.

Wir haben acht

interessante Modelle für

Sie genauer unter die Lupe

genommen. Können dabei

alle die hohen Erwartungen

erfüllen?

Redaktion: Sebastian Böhm, Radwerk

Fotos: Jürgen Amann, Gideon heede

Ach ist das herrlich. Wenn die frische

Luft den Kopf durchpustet und die

Landschaft vorbeifliegt, bin ich frei!“

Da stören die lediglich sechs Grad

Außentemperatur am frühen Morgen gar nicht.

Mit langer Radbekleidung befinden wir uns bereits

auf der Testfahrt auf dem Donau-Radweg.

Denn acht aktuelle Randonneure in unterschiedlichster

Ausführung wollen von uns für Tour und

Alltag erprobt werden .

Was macht einen Randonneur aus?

ein Randonneur ist im klassischen sinne ein

schnelles Reiserad für Langstrecken auf recht

gutem Untergrund. Die Geometrie fällt bei einem

Randonneur im Vergleich zu Trekkingrädern

meist etwas lebendiger aus. Dadurch sind

die Fahreigenschaften gefühlt nahe am Rennrad,

wodurch sich auch schnelle Feierabendrunden

oder Trainingstouren bei schlechtem Wetter

ohne Probleme durchziehen lassen.

Der Lenker ist im Randonneur-Bereich nicht als

sportlenker, sondern als Multipositionslenker zu

verstehen, welcher im Alltag, bei der sportlichen

Ausfahrt oder der Radreise viele bequeme und

sinnvolle Griffpositionen bietet.

Durch die Bank rücken höhere steuerrohre,

spacer-Türme und nach oben positionierte Vorbauwinkel

den Lenker oft über das sattelniveau

hinaus, wodurch auch das Fahren in der Unterlenkerposition

als sehr angenehm empfunden

wird (gerade im Vergleich zu sportlichen Rennrädern).

Die Oberlenkerposition bringt den Fahrer

in eine komfortable, aufrechte sitzposition

mit guter Übersicht.

aktiv Radfahren 03/2014 | 25


TesT | Randonneure im Test

Echter Fahrradgenuss: Zu zweit die Weite erkunden.

Meist sind die Reifen in der Dimension 35 bis

40-622 Millimeter montiert, weil es in dieser

Größenordnung leichte, schnelle und trotzdem

pannensichere Modelle zur Auswahl gibt. Diese

Reifen sind auf Asphalt und befestigten Radwegen

eine gute Wahl.

Im Vergleich zu Trekking- oder Reiserädern besitzen

die meisten Randonneure ein deutlich

niedrigeres zulässiges Gesamtgewicht, was sie

vor allem für zügige Radreisen mit leichtem Gepäck

prädestiniert. Dies erklärt teils auch die

„Wenn frische Luft den Kopf

durchpustet und die Landschaft

vorbeifliegt, bin ich frei!"

Ausführung mit nur einem Gepäckträger am

Heck – auch wenn an der Gabel Ösen für einen

Lowrider-Träger vorhanden sind. Ausnahmen

gibt es natürlich – gerade wenn Rahmen beim

spezialisten auf Maß gebaut werden.

Rahmentechnologie

Da Randonneure oft auf Radreise und/oder

im Alltag als Pendlerräder eingesetzt werden,

besitzen auch unsere Testkandidaten allesamt

Rahmen aus stahl oder Aluminium. Die Materialien

sind seit Jahrzehnten bewährt, in der Beschaffung

wie Verarbeitung günstiger als Titan

und Carbon, und auf Weltreise eventuell noch

reparabel.

Um mit Gepäck oder bei schweren

Fahrern gute steifigkeiten zu generieren,

kann einerseits die Rohrwand

dicker gefertigt sein, was das

eigengewicht erhöht. Andererseits

und häufiger wird auf große Rohrdurchmesser

gesetzt – wie es auch an den meisten unserer

Testräder der Fall ist.

Ausstattung

Die Ausstattung von Randonneuren entscheidet

sich in manchen Teilen grundsätzlich von Trekkingrädern:

Da wäre einmal die schaltung. Da der einsatzbereich

meist auf der straße und befestigten

Wegen ist, werden meist 3-x-10-Rennradschaltungen

eingesetzt, die neben der klassisch langen

Übersetzung auch angenehme Gänge für

Anstiege besitzen. Variationen im Test sind die

3-x-9- (Cinelli) sowie 3-x-11- (Norwid) schaltungen

sowie die 11-Gang „Alfine“-Getriebenabe

am simpel.

Die Nähe zu straßenrädern zeigt sich im einsatz

von sogenannten Mini-V-Bremsen etwa am

Norwid oder VsF. sie sind mit Rennradgriffen

deutlich kraftvoller als traditionelle Cantilever–

Bremsen (am Cinelli). Lobenswert ist die breite

Nutzung von mechanischen scheibenbremsen,

die im Test allesamt deutlich besser funktionierten

als der Ruf der ihnen teilweise vorauseilt.

26 | aktiv Radfahren 03/2014


SUNSET Series

Bestnoten für Rahmen, Komponenten und Zubehör.

Sportlich, komfortabel, hochwertig und absolut verlässlich.

Für Sie heißt das konkret: Besser ankommen und den

Kopf frei haben für die wirklich wichtigen igen

Dinge...

SEHR GUT

RADON SUNSET SUPREME

Hersteller/

Vertrieb

Preis/Gewicht *

Rahmenmaterial/

-größen

Gabel/Federweg

H&S Bike-Discount GmbH,

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1599 Euro/13,40 kg

Alu/H: 48, 52, 56, 60 64 cm;

D: 48, 52 56 cm

Suntour NRX-S, luftgefedert,

Zugstufe einstellbar

Schaltung Shimano XT HT II, 48, 36, 26

Z:, XT Dynasys, CS-HG62-10,

11-34 Z., 10-fach

Bremsen/ø Shim. XT Disc 180/160 mm

Laufräder Supernova Infi nity S, XT/DT

Swiss 545 D/Schwalbe

Marathon Racer 40-622 Evo

Ausstattung Rohre hydrof.; Züge innen; SiR

konisch; Racktime Stand-it

Shine, 30 kg; Supernova E 3

Pro; Hebie HB-Std; Ergon GP1

SEHR GUT

* ohne Pedale, ** maximal zulässiges

Gesamtgewicht von Rad, Fahrer, Gepäck

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TesT | Randonneure im Test

Das gefällt uns ...

3

2

1

6

1 Der Lenkanschlag am Cinelli sorgt für kürzestmögliche

Bedienkabel und schont den

Rahmen vor Lenkerkratzern.

2 Mit Abstand die hellste und beste Lichtanlage

ist mit dem „Luxos“ am simpel zu finden.

3 MAXX bietet dank „ThePlug" UsB-Lader für

GPs-Geräte und smartphone frische Power.

4 Ab Werk erstellte Fahrrad-Codierungen

(MAXX, VsF) schützen vor Gelegenheitsdiebstahl.

5 Hochwertige Rohrsätze vom Markenhersteller

überzeugen auch Kenner. Zu finden am

Cinelli, Norwid und Patria.

6 Fast wartungsfrei: shimano „Alfine“-Nabenschaltung

und Gates-Carbonriemen am

simpel erfreuen Vielfahrer und Putzmuffel.

7 Der Mix aus MTB- und Rennradschaltung

bringt eine gute, an die Radgattung angepasste

Übersetzungsvielfalt. sehr gut gefallen hat

die Übersetzung etwa am salsa.

7

Das geht besser ...

8 Zusatzbremshebel wie am VsF sind an sich super. Leider sind sie viel

zu weit außen im Bogen montiert und sind so schwer zu greifen.

9 Die Mini-V-Brakes am Norwid sind bei Trockenheit extrem kraftvoll,

besitzen aber bei Nässe eine spürbar schlechtere Performance und

schleifen durch den minimalen Luftspalt zur Felge recht schnell.

10 Lenkerendschalthebel sind sehr robust und leicht, sind aber ein Rückschritt

in Bedienkomfort und -sicherheit.

9

10

8

28 | aktiv Radfahren 03/2014


4

5

sie sind sehr gut zu dosieren, bei schlechtem Wetter deutlich

kraftvoller als Felgenbremsen und auch in der einstellung einfach

zu handhaben.

Randonneure besitzen mindestens einen Gepäckträger im

Heck. Da sie oft auch auf Radreisen eingesetzt werden, sind

in der Front bei vielen Modellen aber zusätzliche Lowrider

montiert, um das Gepäck gleichmäßiger am Rad verteilen zu

können. Positiver Aspekt sind die damit einhergehenden besseren

Fahreigenschaften.

Durch schlanke Reifen, sportlichere sättel und sportivere

sitzpositionen fahren sich Randonneure oft etwas härter

als klassische Trekkingräder. Die im Test einzige Ausnahme:

Das salsa punktet mit 2,25-Zoll-Ballonreifen, Federstütze und

MTB-sattel durch wahrhaft königlichen Komfort.

schutzbleche gehören normalerweise an jedes Alltagsrad.

Doch auf manchen Radreisen sind sie schlicht dem Dreck im

Weg. einige Radler verzichten deshalb darauf, was vor allem

die fehlenden Bleche am salsa erklärt.

Fazit

Wer im klassischen sinne eine Radreise

um die Welt machen will und

überall auf einfache, günstige und erhältliche

Teile setzt, kommt nicht um

das Cinelli herum. Bei den klassischen

Randonneuren bietet VsF das beste

Preis-Leistungs-Verhältnis, Norwid

das rundeste Gesamtpaket, Maxx den

interessanten und guten Onlinekonfigurator.

Alltagsfahrer und Pendler hingegen

lieben das simpel für seinen fast

wartungsfreien Antrieb. Für entdecker

lohnt sich der Blick auf das extrovertierte

salsa mit seinem sehr variablen

einsatzgebiet. Für sportive bietet

Gebla das interessanteste Rad dank

sportiv angenehmer sitzposition und

passender Ausstattung. In allen Belangen

hervorragend hat uns das neue

Patria am besten gefallen. Dank bester

Gesamt-Performance hat es sich den

Testsieg verdient.

MeINe MeINUNG

Spaßgaranten

„Randonneure sind wie

das Salz in der Suppe –

sie machen es möglich,

kraftsparend und sportlicher

dahinzugleiten. Das

macht einfach irre Spaß!“

Sebastian Böhm,

Radwerk Fahrradagentur


TesT | Randonneure

Cinelli Hobo

Praktisch auf Radreise: ersatzspeichen

sind gleich mit an bord.

Langstrecken-Roller

Das Hobo ist ein Randonneur der

alten schule. Am hochwertigen

Rahmen aus Columbus Cromor verbaut

Cinelli nette Details wie eine

durchgängig verlegte Zugführung,

drei Flaschenhalterpositionen, einen

integrierten Lenkanschlag sowie ersatzspeichen

auf der Kettenstrebe.

Dies alles zeugt von der Detailliebe

und erfahrung, die man während der

entwicklung – unter anderem auf

der Tour D’Afrique von Kairo nach

Cape Town mit 11.500 Kilometern –

gesammelt hat.

Bei den Anbauteilen setzt man auf

solide und günstige Komponenten,

die man überall auf der Welt einfach

tauschen kann. Die Railway genann-

immer weiter

„Mit dem Hobo

hat man vor

allem auf langer

Tour viel Freude

für wenig Geld!“

Michael Ziegler,

Testfahrer Radwerk Fahrradagentur

te Lackierung ist dezent, das italienische

Flair kommt dank bunter Züge

und beim Rahmendekor durch.

Fahreindruck

Das Hobo ist via Front- und Heckträger

sehr gut bepackbar. Der schwerpunkt

liegt sehr tief, wodurch ein

gutmütiges Fahrverhalten entsteht.

Die Geometrie ist sehr laufruhig.

Rahmen und Gabel sind steif genug,

bieten aber noch einen Rest

Fahrkomfort. schaltungstechnisch

kommt man nicht ans Limit, anfangs

sind die Lenkerendschalthebel aber

etwas ungewohnt. Bremstechnisch

benötigt man beim Cinelli am meisten

Handkraft – die alte Technologie

aktiv

TesTuRTeiL

Gut

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

lässt grüßen. Die Reifen rollen subjektiv

etwas schwer, gefallen aber

abseits der straße auf schotter und

leichten Waldwegen mit Traktion.

Fazit

Das Cinelli ist ein interessanter

Randonneur, der vor allem Langstreckler

mit Hang zu traditionellen,

leicht zu besorgenden und einfach

auszutauschenden Anbauteilen anspricht.

Das alles ist auf Reisen ein

guter Mix, um mit wenig Problemen

um die Welt zu fahren. im Alltag

fehlt aber etwas esprit und eine

modernere Ausstattung. im direkten

Vergleich zur Konkurrenz hinkt

das Preis-Leistungs-Verhältnis.

PLus/Minus

+ einfache Technik

+ viele spezielle Details

+ hochwertiger Rahmen

+ höhere Zuladung

– fährt sich sehr hart

Die bunten Zughüllen sind ein echter

Augenschmaus!

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

46, 49, 53, 56, 59, 61 cm (Test)

13,9,0 kg (inkl. Pedale)

150 kg

1.499,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

Columbus Cromor DB stahl

Gabel

Cinelli CroMo stahl

AntRieb, bRemsen

Schaltwerk

umwerfer

shimano Deore

shimano Deore

Schalthebel Microshift, 3 x 9 Gänge

Kurbel

FsA Alpha Drive Trekking

Übersetzung (v/h) 26-36-48/13-34 Zähne

Felgen

Alex Bootleg edit., 32-Loch

naben v/h shimano Deore

Reifen

Vittoria Randonneur Trail,

38-622

bremsen

Tektro Oryx Cantilever

AusstAttung

Vorbau

Cinelli Hobo, Aluminium

lenker

Cinelli Hobo, Aluminium

Griffe

Cinelli Hopo Alphabet Volee

Sattelstütze Cinelli Bootleg, 31,6 mm

Sattel

san Marco ischia Bootleg

Gepäckträger v/h Tubus

Sonstiges integrierter Lenkanschlag im

Rahmen, durchgängige Züge,

KMC-Kette, FsA-innenlager,

Tange-steuersatz, in serie mit

sKs-schutzblech

KOnTAKT

RTi Sports GmbH,

Tel.: 0261-89999828,

service@rtisports.de

30 | aktiv Radfahren 03/2014


GeblA RAnDonneuR

eindrückliche Detailliebe: Das Gebla

G ist in die Stahlgabel eingraviert.

gesamtkunstwerk

Gebla baut Räder auf Maß und mixt

dabei unterschiedliche Rohrsätze,

um das bestmögliche Gesamtpaket

in Optik, steifigkeit und Gewicht

für den Kunden bieten zu können.

unser Testrad ist für den Alltag wie

auch für kurze und schnelle Radreisen

gemacht. Der eigentümer ist

der Macher selbst (Georg Blaschke).

sein Design-Ziel, das Rad dezent und

grazil wirken zu lassen, hat er mit

Bravour erreicht, zahlreiche Details

wie ein edelstahl-steuerrohrlogo,

Monostay-Hinterbau und -Gabel,

Ausfallenden mit edelstahlinserts

sowie eine sehr direkte und kraftschonende

Zugverlegung spricht

auch Liebhaber an.

Sebastian böhm,

Radwerk Fahrradagentur

Super gemacht

„Bei Gebla

bekommt man

sein individuelles

Traumrad bis ins

Detail – klasse!

Bei der Ausstattung ist leichtes Gewicht

und beste Funktion oberste

Prämisse. Dafür sorgen eine sram

„Red“ High-end-Rennradschaltung,

ein solider Laufradsatz und sehr lange

Gilles Berthoud schutzbleche.

Fahreindruck

Das Gebla besitzt eine ausgewogene

sitzposition aus sportlichkeit und

Langstreckentauglichkeit. es beschleunigt

leicht und macht bei einer

Trainingsausfahrt ohne Gepäck

riesigen spaß. Auf Tour erfreuen geringste

Bedienkräfte von schaltung

und Bremsen – die besten im Test!

Die vom eigentümer geforderte Lebhaftigkeit

von stahl ist hier definitiv

aktiv

TesTuRTeiL

Sehr gut

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

vorhanden und bringt einen guten

Komfort. Das Rad wirkt auf ruppigerem

untergrund nicht so hart wie

die Konkurrenz, auch wenn es bei

Touren mit Gepäck nur das notwendigste

in den Taschen fordert.

Fazit

Das Gebla ist ein gelungener Mix

aus Komfortrennrad und sportivem

Trekkingrad. Auf schnellen Touren

ist es mit wenig Gepäck eine Offenbarung,

zumal auch die Ausstattung

extrem leichtgängig und hochwertig

ist. Beim Preis muss man

etwas tiefer in die Tasche greifen,

bekommt dafür aber ein absolutes

unikat: Haben-will-Faktor.

PLus/Minus

+ perfekte Handwerkskunst

+ super bremsanlage

+ sportliche Fahreigenschaften

+ hochwertige Ausstattung

– Rahmen/Vorbau etwas weich

bei Gebla wird sogar der Vorbau

passend zum Rad gefertigt.

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

auf Maß, 58 cm (Test)

13,3 kg (inkl. Pedale)

140 kg

ca. 4.500,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

stahlmix, dreifach konifiziert

Gabel

Gebla Custom

AntRieb, bRemsen

Schaltwerk sram Red

umwerfer sram Red

Schalthebel sram Red, 2 x 10 Gänge

Kurbel

sram Red

Übersetzung (v/h) 34-50/11-26 Zähne

Felgen

Maddux DC 3.0 Disc, 32-Loch

naben v/h nabendynamo shimano

Alfine/shimano Deore XT

Reifen

Vredestein Perfect Girando,

37-622

bremsen/scheiben sram BB7, Road mech. scheibenbremse,

160/160 mm

AusstAttung

Vorbau

Gebla Custom

lenker

Coda Competition Aluminium

Griffe

sram Microtex

Sattelstütze Truvativ Team, 27,2 mm

Sattel

selle italia Flite

Scheinwerfer B&M iQ-Cyo senso plus,

standlicht

Rücklicht B&M Toplight line plus,

standlicht

Gepäckträger v Tubus

Ständer

Pletscher esGe Comp

Sonstiges Gilles Berthoud stahlschutzbleche,

sram schaltund

Bremszüge, Chris King

steuersatz

KOnTAKT

Gebla,

Tel.: 09721-25194

info@gebla.de

aktiv Radfahren 03/2014 | 31


TesT | Randonneure

MAxx RoADMAxx RAnDonneuR

Die Vorabregistrierung des Rades

gibt ein gutes Gefühl.

treuer Wegbegleiter

Die Basis des klassischen Trekkingrades

mit top Details wie innen verlegten

schalt- und Bremszügen sowie

großen Rohrdurchmessern gefällt.

Kinesis steuert die gute Gabel bei,

die dank Aluminiumbauweise ein

paar Gramm spart.

Die Ausstattung wird bei Maxx

über einen leicht verständlichen

Konfigurator gewählt. shimanos

„105“-Rennradgruppe mit Dreifach-Kurbel,

sram „BB7 Road“-

Bremsanlage mit 180er-scheibe am

Vorderrad, sOn-Lichtanlage mit

Bumm-Rücklicht, Maxx-Anbauteile.

Top: „ThePlug“-usB-Lader für GPs

oder smartphone.

Auch sonderwünsche sind möglich.

Traumrad

„Die Konfigurationsmöglichkeiten

sind Wahnsinn.

super!

Michael Ziegler,

Testfahrer Radwerk Fahrradagentur

Rahmen, Gabel und Gepäckträger

können in unzähligen RAL-Farben

lackiert werden, wobei auch der

eigene name auf dem Oberrohr

realisiert werden kann. Dekore,

schriftzüge und hauseigene Bike-

Codierung befinden sich unter haltbarem

Klarlack.

Fahreindruck

unsere im Konfigurator angegebene

normal sportliche sitzposition wurde

genau getroffen. Man nimmt entspannt

Platz, hat auf kurzen strecken

einen guten Überblick und kann auf

langen strecken ordentlich Druck

geben. schaltung und Bremsen

funktionieren top. Beim sitzkomfort

aktiv

TesTuRTeiL

Gut

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

passt bis auf die unnachgiebige sattelstütze

alles. im Antritt und Kurven

ist das Rad sehr steif, führt auch mit

Gepäck sicher. Die Geometrie ist extrem

laufruhig. Tipp: Rahmen kleiner

und Vorbau länger wählen.

Der Reifen ist für die meisten Radler

ein idealer Kompromiss aus Haltbarkeit,

Grip, sicherheit und Leichtlauf.

Fazit

Das Roadmaxx ist ein grundsolide

ausgestattetes Rad, das via Konfigurator

zahlreiche Möglichkeiten für

individualisierung bietet. Das gute

Preis-Leistungs-Verhältnis gefällt.

Verpasst wegen falscher Rahmenhöhe

das „sehr gut“ ganz knapp.

PLus/Minus

+ sehr steifes Chassis

+ Rahmendetails

+ uSb-ladeport

+ baukastensystem

– Geometrie zu spurtreu

So muss eine Zugführung sein: praktisch

und klapperfrei.

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

46, 50, 54, 58, 62, 66 cm (Test)

13,4 kg (inkl. Pedale)

140 kg

2.331,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

AL 6061-T6, dreifach konifiziert

Gabel

Kinesis Aluminium

AntRieb, bRemsen

Schaltwerk shimano 105

umwerfer shimano 105

Schalthebel shimano 105, 3 x 10 Gänge

Kurbel shimano 105

Übersetzung (v/h) 30-39-52/11-38 Zähne

Felgen

Mavic A-317 Disc, 32-Loch

naben v/h nabendynamo sOn Deluxe/

sram X9

Reifen

schwalbe Marathon Mondial,

42-622

bremsen/ scheiben Avid BB7 Road, mech. scheibenbremse,

180/160 mm

AusstAttung

Vorbau

Maxx Aluminium

lenker

Maxx Aluminium

Griffe

Pro Kork

Sattelstütze Maxx Aluminium, 31,6 mm

Sattel

Fizik Rondine

Scheinwerfer sOn, standlicht

Rücklicht B&M Toplight line plus,

standlicht

Gepäckträger v/h Tubus

Ständer

Hebie

Sonstiges usB-Anschluss The Plug iii,

teilbare Maxx Bike Codierung,

shimano PD-M324 Pedale,

Maxx-Flaschenhalter, sKsschutzbleche,

KOnTAKT

MAxx,

Tel.: 08031-260515

info@maxx.de

32 | aktiv Radfahren 03/2014


Der Fall ist klar: Transportalarm.

Harry, hol schon mal das PINO!

Mobilität kann kriminell spannend sein. Zum Beispiel, wenn

man auf das Auto verzichtet und der Spaß sich dabei noch

vergrößert. Wie bei der neuen Variante unseres Stufentandems:

Mit dem PINO PORTER stehen Sie im Verdacht, leidenschaftlich

gern zu zweit unterwegs zu sein, sich aber auch für Ihren

Kinder- Chauffeurservice, den City-Alltag und den Großeinkauf

zu rüsten. Flexibilität ist bei HASE BIKES kein Alibi, sondern

Fakt: Das PORTER BAG verschwindet nach der Tat spurlos

hinter dem Frontsitz, und schon liegt der Komplize bequem in

Flüsternähe vor dem Boss. Für den Transport ist das Tandem

auch noch faltbar. PINO PORTER. Alle Indizien sprechen dafür.

Trittbrettfahrer welcome!

Das PORTER RACK nimmt dicke

Brocken auf – zum Beispiel

zwei Getränkekisten. Das Rad

bleibt durch den tiefen Schwerpunkt

dabei fahrstabil.

Mehr Beute geht nicht.

Das PORTER BAG fasst bis zu

120 Liter Einkauf. Da ist alles drin.

Bis zu 40 Kilo Gewicht können

Sie getrost nach Hause fahren –

Reißverschluss zu und los!

Schnelle Verwandlung.

Mit ein paar Handgriffen nimmt

die Tasche eine neue Existenz an –

zusammengefaltet harrt sie

hinter dem Liegesitz auf weitere

Beutezüge.

Mehr Spaß im Duo.

Ob Urlaub oder Wochenendtour:

Der Entspannungs- und Kommunikationsfaktor

ist mit dem

Liege/Sitz-Tandem PINO größer als

beim klassischen Rad-Duett.

Perfekte

Nachwuchsförderung.

Mit dem optionalen Kindertretlager

können auch kleine Strolche ab

einem Meter mitpedalieren. In fünf

Minuten fertig montiert.

W W W . H A S E B I K E S . C O M


TesT | Randonneure

noRwiD SKAGeRRAK-RAnDonneuR

Zu unrecht selten verbaut: Die

Campagnolo-Schaltung ist Spitzenklasse.

maß-traditionalist

Bei norwid ist das Chassis hundertprozentig

auf Maß gefertigt. nur so

kann Rudolf Pallesen einsatzbereich,

steifigkeit, und Kundenwünsche perfekt

unter einen Hut bringen. Beim

skagerrak-Randonneur stammt der

Rohrsatz vom italienischen Hersteller

Columbus und hört auf den namen

Zona. Gebaut wird mit Muffen

– sehr schön! Wer will, kann neben

klassischen Farben aus der RAL-

Farbpalette in Metallic oder Matt

wählen. Vertrauen schaffen eine

10-Jahres-Garantie auf den Rahmen

und 3 Jahre auf die Beschichtung.

Die Ausstattung ist extrem hochwertig,

bewährt, robust – perfekt auch

auf großer Tour. interessant ist die

Toll gemacht!

„norwid verbindet

traditionellen

Rahmenbau mit

besten Fahreigenschaften.“

Martin Danzer,

Testfahrer Radwerk Fahrradagentur

eher seltene Campagnolo „Athena“-

schaltung mit 33 Gängen.

aktiv

TesTuRTeiL

Sehr gut

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

Fahreindruck

Auf dem norwid nimmt der Fahrer

modern sportlich Platz. Daher ist gemütliches

Cruisen genauso wie eine

schnelle Feierabendrunde möglich.

Auf langer Tour sitzt man geradezu

perfekt, weil genau im Rad zentriert.

Die Geometrie ist dabei ein toller

Kompromiss aus Tourentauglichkeit

und spritzigkeit, wobei der Fahrspaß

hier ganz groß geschrieben wird. Die

ergonomie des Lenkers sowie der

Campagnolo schalt-Brems-Griffe ist

spitze und fand großen Anklang. Das

Chassis ist dank größerer Rohrdurchmesser

enorm steif. Komfort bringt

der sehr gute Brooks-sattel welcher

im Laufe der Zeit noch besser wird.

nervig: die sehr eng an der Felge anliegenden

Mini-V-Bremsen

Fazit

norwid liefert mit dem skagerrak

einen absolut ausgereiften, klassischen

Randonneur, der bei Rahmen

und Ausstattung zur absoluten spitzenklasse

zählt. Das Überragend

verpasst er überaus knapp durch

die teils schleifende, eng an der Felge

sitzenden Mini-V-Bremsen. Wer

solch ein Rad will, sollte vorab eine

Lieferzeit von gut vier Monaten

einplanen.

PLus/Minus

+ tolles Rahmen-Gabelset

+ brooks-Sattel

+ Campagnolo-Ausstattung

+ 100 % customized

– Mini-V-brakes

Je mehr und länger man fährt, umso

besser wird der brooks-ledersattel.

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

59 cm, Maßrahmen (Test)

14 ,1 kg (inkl. Pedale)

150 kg

4.049,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

Columbus Zona nivachrom

Gabel

norwid stahl

AntRieb, bRemsen

Schaltwerk

umwerfer

Campagnolo Athena

Campagnolo Athena

Schalthebel Campagnolo Athena, 3x11

Gänge

Kurbel

Campagnolo Athena

Übersetzung (v/h) 30-39-52/11-32Zähne

Felgen

Mavic A-719, 32-Loch

naben v/h nabendynamo sOn Delux/

Hope

Reifen

schwalbe Marathon Deluxe,

37-622

bremsen

shimano BR-R573 V-Brake

AusstAttung

Vorbau

Ritchey Classic, Aluminium

lenker

Ritchey Classic, Aluminium

Griffe

Fizik Bar Gel, Cinelli Kork

Sattelstütze Thomson elite AL, 30,6mm

Sattel

Brooks B-17 imperial

Scheinwerfer B&M iQ Cyo senso plus,

standlicht

Rücklicht B&M Toplight line plus,

standlicht

Gepäckträger v/h Tubus Duo/Tubus Logo

Ständer

Pletscher esGe Comp

Sonstiges sKs-schutzbleche, Tecora

steuersatz, shimano PD-T 324

Pedal, Glocke,

KOnTAKT

noRwiD Fahrradbau GmbH,

Tel.: 04121-24658

info@norwid.de

34 | aktiv Radfahren 03/2014


aktiv

PATRiA RAnDonneuR

Testsieger

Das Ausfallende bietet alle Aufnahmen

und ist sehr gut gelungen!

Reisesportler

Rahmen und Gabel sind Patria-typisch

aus stahl – im Falle des Randonneur

aus hochwertigem Columbus

„Zona“-Rohr. Die Verarbeitung

ist spitzenklasse, was die Lötstellen

der Muffen und zahlreiche durchdachte

Details zeigen. Die Gabel fügt

sich in das Chassis durch ihre schlanke

und gemuffte Bauweise perfekt

ein. Optisch ist das Rad mit den

Farben Orange und schwarz perfekt

durchgestylt. Besser macht das im

Test keiner. Die Ausstattung selbst

ist hochwertig und durchdacht gewählt.

Mehr Luxus braucht man im

Alltag und der Radreise nicht. Wer

die Ausstattung anders wünscht,

bekommt bei Patria mittels Baukas-

Super gemacht

„Optik, Ausstattung

und Fahreigenschaften:

alles

top. Mehr geht

nicht!“

Matthias böhm,

Testfahrer Radwerk Fahrradagentur

tensystem sein Lieblingsrad.

Fahreindruck

im Patria nimmt der Fahrer sportlich

gestreckt und trotzdem bequem

Platz. Das bringt im Alltag gute Übersicht

und solide Kraftübertragung.

Der Rohrsatz zeigt sich im Antritt

sehr steif und ist auch mit schwerem

Gepäck nicht aus der Ruhe zu bringen.

Durch dicke Rohrdurchmesser

bei Rahmen und sattelstütze ist der

sitzkomfort etwas verbesserungswürdig.

super geschmeidig und

leise: die ultegra-Gruppe. Bergab

lässt sich die Avid-Bremsanlage gut

dosieren, wenn am Vorderrad gerne

eine 180er-scheibe arbeiten dürfte.

aktiv

TesTuRTeiL

Überragend

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

Die schwalbe-Bereifung ist erste

Wahl für Fahrten mit schwerpunkt

auf Asphalt. Die dezente Lichtanlage

gefällt im Alltag sehr gut.

Fazit

Der Randonneur ist in der Testkonfiguration

auf zügige Asphalttouren

ausgelegt und begeistert dort mit

ausgewogener Geometrie, der für

stahlrahmen hohen steifigkeit und

mit toller Ausstattung. Via Baukastensystem

kann das Patria in Farbe

und Ausstattung individuell bestellt

werden. Der Rahmen ist auch als

Maßrahmen verfügbar. in summe

aller eigenschaften ein überragendes

Rad!

PLus/Minus

+ tolle optik

+ hochwertige Ausstattung

+ beste Verarbeitung

+ super Chassis

– im Sattel etwas zu hart

neben klassischen Muffen findet man

auch eine Pumpenaufnahme.

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

50, 53, 56, 59, 62 cm (Test)

14,2 kg (inkl. Pedale)

140 kg

ab 2.495, 3.659,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

Columbus Zona, dreifach

konifiziert

Gabel

Patria stahl

AntRieb, bRemsen

Schaltwerk shimano ultegra

umwerfer shimano ultegra

Schalthebel shimano ultegra, 3 x 10 Gänge

Kurbel

shimano ultegra

Übersetzung (v/h) 30-39-52/11-28 Zähne

Felgen

exal DC19, 32-Loch

naben v/h nabendynamo sOn Deluxe/

shimano Deore XT

Reifen

schwalbe Marathon Racer,

35-622

bremsen/ scheiben Avid BB7 Road, mech. scheibenbremse,

160/160 mm

AusstAttung

Vorbau

X-tas-Y Aluminium

lenker

X-tas-Y Aluminium

Griffe

Deda Kork

Sattelstütze X-tas-Y Aluminium, 30,2 mm

Sattel

selle italia Flite, Titanstreben

Scheinwerfer B&M iQ2 eYC T senso Plus,

standlicht

Rücklicht B&M Toplight Mini plus,

standlicht

Gepäckträger h Tubus

Ständer

Pletscher esGe

Sonstiges sKs-schutzbleche, 3 Flaschenhalterpositionen,

ergoTec

steuersatz,

KOnTAKT

Kleinebenne GmbH (Patria),

Tel.: 05202-983833

kontakt@patria.net

aktiv Radfahren 03/2014 | 35


TesT | Randonneure

aktiv

SAlSA FARGo 2

Kauftipp

MTb-Sattel und Federstütze ergeben

mit Abstand den besten Komfort.

expeditionsmaschine

Das Fargo besteht aus hochwertigem,

dreifach konifiziertem, japanischem

sanko-stahl. Drei Flaschenhalterpositionen

sowie Ösen

für zusätzliche schutzbleche sind

vorhanden. Verstellbare Ausfaller

ermöglichen das Kettenspannen bei

nabenschaltungen.

Bei der Ausstattung fällt Vollcarbongabel

mit zahlreichen Ösen

für Getränke- sowie Gepäckhalter,

15-Millimeter-steckachse sowie Federgabelkorrektur

auf. Die schaltung

ist ein Mix aus sram-Rennrad und

MTB-Komponenten, die Übersetzung

recht untypisch. Der Laufradsatz

kann „tubeless ready“ gefahren

werden. Top: durchgängige Züge.

Sebastian böhm,

Radwerk Fahrradagentur

expeditioneur

„Mit dem salsa

erlebt man das

Thema Radreise

auf ganz neue

Weise!“

aktiv

TesTuRTeiL

Überragend

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

Fahreindruck

Auf dem salsa nimmt man aufrecht

Platz. Der Fahrer sitzt angenehm

mittig im Rad. Auffallend: Dank sehr

gutem sattel, Federstütze und großvolumigen

Reifen meistert das Fargo

schlechte straßen sowie Kopfsteinpflaster

unglaublich komfortabel.

Die steifigkeit ist dabei sehr hoch

und profitiert im Lenkkopf vom

großvolumigen steuerrohr sowie

dem konischen schaft der Gabel.

Die Reifen rollen trotz MTB-Profil

sehr leicht und bieten beste Traktion

auch in richtigem Gelände. Die

Bremsanlage ist top – könnte aber

für lange Abfahrten mit schwerem

Gepäck eine große scheibe am Vorderrad

vertragen. Die Geometrie ist

recht verspielt und kommt einem

Mix aus Crossrad und Mountainbike

nahe. super: die hohe schrittfreiheit

dank nach hinten stark abfallendem

Oberrohr. Der Lenker mit seiner

sehr speziellen ergonomie hat uns

gut gefallen.

Fazit

Das Fargo 2 ist einfach anders, es

gefällt durch seinen unvergleichlichen

Komfort, das hohe spaßpotenzial

und den riesigen einsatzbereich.

Der Preis ist gemessen an

Fahreigenschaften und Ausstattung

sehr fair. Wie ein schweizer Taschenmesser:

ein Rad für alle Fälle.

PLus/Minus

+ Fahrkomfort

+ leichte, steife Carbongabel

+ Übersetzung

+ Geländegängigkeit

– kleine bremsscheibe vorn

Die CFK-Gabel ist leicht, steif

und bietet Gepäckaufnahme und

Steckachse.

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

41, 46, 51, 56 cm (Test)

13,1 kg (inkl. Pedale)

136 kg

2.099,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

KungFu stahl, dreifach

konifiziert

Gabel

salsa Carbongabel

AntRieb, bRemsen

Schaltwerk

umwerfer

sram X9

sram X7

Schalthebel sram Apex, 2 x 10 Gänge

Kurbel

sram s1000

Übersetzung (v/h) 28-42/11-36 Zähne

Felgen

noTubes ZTR Rapid, 32-Loch

naben v/h salsa by Formula

Reifen schwalbe RacingRalph, 57-622

bremsen/ scheiben Avid BB7 Road, mech. scheibenbremse,

160/160mm

AusstAttung

Vorbau

salsa ProMoto

lenker

salsa Woodchipper2

Griffe

salsa Gel

Sattelstütze CaneCreek Thudbuster sT

Sattel

WTB PureV

Gepäckträger h salsa

Sonstiges salsa LipLock sattelklemme,

CaneCreek 40-series

steuersatz,

KOnTAKT

Cosmic Sports GmbH,

Tel.: 0911-3107550

info@cosmicsports.de

36 | aktiv Radfahren 03/2014


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TesT | Randonneure

aktiv

SiMPel.CH RAnDonneuR

Kauftipp

intelligent: Spezielle „Versa11“-Schalthebel

mixen Schaltung und bremsen.

innovativer individualist

Rahmen und Gabel des simpel haben

neben fünf Jahren Garantie

etliche Finessen an Bord. Bei der

Hinterbau-Konstruktion hat Kalle

nicolai die Finger im spiel, damit

die Anbindung des Riemens perfekt

passt. so ermöglicht ein spezialteil

die Teilung des Rahmens, um den

Riemen einzulegen.

Die Ausstattung ist innovativ und

praxisgerecht zugleich: nabenschaltung,

Gates-Riemen, beste Lichtanlage

inkl. usB-Ladebuchse.

Fahreindruck

Die sitzposition ist mittig austariert

– man fühlt sich im Rad integriert.

Dank hohem steuerrohr kommt der

echt innovativ!

„Das simpel ist

dank Riemen und

„Alfine“ definitiv

das innovativste

Rad im ganzen

Test!“

Martin Danzer,

Testfahrer Radwerk Fahrradagentur

Lenker angenehm hoch, wodurch

im Alltag eine sehr gute Übersicht

erreicht wird. Der Rahmen ist im Antritt

brutal steif, was der Konstruktion

mit dem Riemen geschuldet ist.

Das Rad zieht dadurch unbeirrbar

seine Bahn, was auch die laufruhige

Geometrie unterstützt. Viel Gepäck

lässt das simpel kalt – hier gibt es sich

stoisch und gelassen. Die elf Gänge

der „Alfine“ reichen für Alltag und

größere Touren jederzeit aus – einzig

wenn es generell bergiger wird oder

extrem schnell sein soll, muss man

gegebenenfalls die Primärabstufung

anpassen. Der Gates-Riemen ist

sehr steif und gibt nicht nach. Kurios:

einzig die „Alfine“ erzeugt in ein

aktiv

TesTuRTeiL

Sehr gut

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

paar Gängen einen minimal teigigen

Antritt. Beim Komfort kann sich das

simpel nicht mit den Konkurrenten

messen – der harte Rahmen und die

dünnen Reifen geben jeden stein

an den Fahrer weiter. Anders die

Brems- und Lichtanlage: dank 180erscheiben

benötigt man geringste

Handkräfte, die Lichtanlage leuchtet

Wege sensationell gut aus.

Fazit

sehr innovativ, wartungsarm und

Fahrstabil präsentiert sich das simpel

von seiner besten seite. Trotz

dem hohem Gewicht und geringem

Fahrkomfort schafft es das Rad gerade

noch auf ein „sehr gut“.

PLus/Minus

+ wartungsarme Schalttechnik

+ beste lichtanlage im Test

+ kräftigste bremsanlage

+ uSb-ladeport

– zulässiges Gesamtgewicht

Schön: bei der Konstruktion hatte

Kalle nicolai die Finger im Spiel.

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

48, 52, 56, 58 cm (Test)

15,9 kg (inkl. Pedale)

125 kg

2.533,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

stahl

Gabel

simpel, stahl

AntRieb, bRemsen

Schaltung shimano Alfine 11

Schalthebel shimano Alfine, 1x11 Gänge

Kurbel

Truvativ Firex

Übersetzung (v/h) 40/20 Zähne

Felgen

Rigida ZAC 2000, 32-Loch

naben v/h nabendynamo ssOn Deluxe/

shimano Alfine

Reifen

schwalbe Marathon Racer,

30-622

bremsen/ scheiben sram BB7 Road, mech. scheibenbremse,

180/180 mm

AusstAttung

Vorbau

PRO XLT Aluminium

lenker

PRO XLT Aluminium

Griffe

simpel Lenkerband

Sattelstütze PRO XLT Aluminium, 27,2 mm

Sattel

Fizik Aliante

Scheinwerfer B&M iQ2 Luxos senso plus,

standlicht

Rücklicht B&M Toplight line plus,

standlicht

Gepäckträger h Tubus

Ständer

Hebie

Sonstiges Gates CDT CenterTrack

Riemen, Hebie Chainbar

Riemenschutz,

KOnTAKT

Simpel Deutschland GmbH,

Tel.: 0761-28539450,

de@simpel.net

38 | aktiv Radfahren 03/2014


aktiv

VSF Tx-RAnDonneuR

Preis-Leistung

Der kniefreundliche Vorbau vermeidet

Spacertürme.

Alltagsfahrer

Rahmen und Gabel sind klassisch

aus recht schlanken Chrom-Molybdän-stahlrohren

gefertigt, besitzen

alle wichtigen Ösen und sind haltbar

beschichtet. Die drei Größen sind etwas

spärlich, passen aber dem Großteil

der Käuferschicht. Rahmen und

Gabel besitzen einen lobenswerte

10-Jahres-Garantie. Zwei standardfarben

sind erhältlich. Für einen Aufpreis

von 119 euro ist aber auch eine

RAL-Wunschfarbe möglich.

Die Ausstattung gibt sich ohne Allüren

mit klassischen und verlässlichen

standardkomponenten. Durchdacht

ist der Mix der Verschleißkomponenten:

Die schaltgruppe etwas

einfacher, die nabenlagerung aber

Klassiker

„Traditionelle,

bewährte Technik

und tolle Fahreigenschaften.

einfach klasse.

Matthias böhm,

Testfahrer Radwerk Fahrradagentur

sehr hochwertig. schönes Detail:

Der kniefreundliche Vorbau, der mit

seinem steilen Winkel einen unschönen

spacerturm unnötig macht.

aktiv

TesTuRTeiL

Sehr gut

FAHRVeRHALTen

SPoRT

TouR

Fahreindruck

Der Fahrer nimmt aufrecht bequem

auf dem Rad Platz. Dabei steht genügend

Übersicht für den Alltag

bereit. im Wiegetritt steht man

indessen etwas höher über dem

Vorderrad. Die Übersetzung ist top,

die klassischen Mini-V-Brakes verzögern

gut, benötigen im Vergleich zur

scheibenkonkurrenz bei schlechtem

Wetter aber einen längeren Bremsweg.

Lichtanlage und Gepäckträger

überzeugen auf ganzer Linie, gefallen

gerade auch im Alltagsbetrieb.

Die steifiggkeit des Chassis geht voll

in Ordnung, ordnet sich unspektakulär

im Mittelfeld an. Der Komfort ist

noch gut. unschön: die an sich praktischen

Zusatzbremshebel sind extrem

weit außen montiert, wodurch

sie nicht sehr gut greifbar sind.

Fazit

Für knapp 1.500 euro bekommt

man bei VsF ein durchdacht ausgestattetes

Rad, das im Alltag wie

auch auf Radreise gefällt. Ändert

man ein paar Kleinigkeiten wie die

Bremshebelposition und die Länge

der schutzbleche, gibt es nix mehr

zu meckern.

PLus/Minus

+ dezente optik

+ sehr gute Übersetzung

+ Vorbau (wenig Spacer)

+ gute Garantie (10 Jahre)

– Position der Zusatzbremshebel

Super: Das Rad ist vom Hersteller

registriert – das schreckt Diebe ab.

TeCHniK

ALLgemein

Größen

Gewicht

Max.

Gesamtgewicht

Preis

52, 57, 61 cm (Test)

15,1 kg (inkl. Pedale)

140 kg

1.499,– euro

RAhmen, gAbeL

Rahmen

CroMo stahl

Gabel

VsF stahl

AntRieb, bRemsen

Schaltwerk

umwerfer

shimano 105

shimano 105

Schalthebel shimano 105, 3 x 10 Gänge

Kurbel shimano 105

Übersetzung (v/h) 30-39-51/11-32 Zähne

Felgen

exal MX 19, 32-Loch

naben v/h nabendynamo shimano DHT-

780/shimano Deore XT

Reifen

schwalbe Marathon Racer,

35-622

bremsen

shimano BR-573, V-Brake

AusstAttung

Vorbau

ergoTec

lenker

Humpert Road Race Alu

Griffe

Velo Kork

Sattelstütze Kalloy sP-DC1 Aluminium

Sattel

selle Royal Lookin 30° Athletic

Scheinwerfer B&M iQ-Fly senso plus,

standlicht

Rücklicht B&M Toplight line plus,

standlicht

Gepäckträger v/h Tubus

Ständer

Hebie

Sonstiges 10 Jahre Garantie auf Rahmen

und Gabel, sKs-schutzbleche,

Klingel

KOnTAKT

Cycle union GmbH

Tel.: 0441-920890

info@fahrradmanufaktur.de

aktiv Radfahren 03/2014 | 39


Vorstellung | reiseanhänger

Reiseanhänger im Portrait

Anhänglich und

40 | aktiv radfahren 3/2014


Auf Randonneuren kann man genussvoll die

Welt erkunden. Dafür bringen sie selbst schon

viel Luxus mit. Es lohnt sich aber, sein Gepäck

trotzdem auf einen Anhänger zu laden. Sie

können sich als treue Begleiter entpuppen.

Wir stellen verschiedene Modelle vor und

erklären, worauf Sie achten sollten.

treu

Redaktion: Jens Kockerbeck

Fotos: Jürgen Amann, Hersteller

Ganz spontan betrachtet, mag es vielleicht

etwas befremdlich sein, zusätzlich

einen Anhänger mit auf reisen

zu nehmen. Das ist nicht nur ein teil

mehr, sondern auch mehr gewicht und zusätzliche

Ausrüstung, die ihren Platz benötigt und die bewegt

werden muss. Man benötigt mehr und andere

ersatzteile. Zudem fährt man permanent ein langes

gespann.

Wer aber z. B. mit seinem Mountainbike verreisen

möchte, der hat jenseits von trägern für die sattelstütze

nur wenige Möglichkeiten, sein gepäck

zu verstauen. Dafür ist ein Anhänger eine ideale

lösung. selbst, wenn man ein trekking- oder reiserad

besitzt, das alles mitbringt, um eine Weltumrundung

zu meistern. ein reiseanhänger hat

einige praktische Vorteile, die für alle gelten.

Praktische Vorteile

Auf einem trailer liegt das gepäck tiefer als am

rad. Das bringt natürlich einen tieferen schwerpunkt.

Beim Fahren pendelt das rad permanent,

mal mehr mal weniger. Dabei wird auch immer

das gepäck am rad mitbewegt. Das kostet Kraft

und geht auf Kosten der stabilität. Bei einem

Anhänger ist das weniger oder gar nicht der Fall,

je nach system. Durch solche physikalischen effekte

beruhigt sich das Fahrgefühl mit Anhänger

merklich. Zusätzlich läuft ein gespann durch seine

länge auch etwas ruhiger.

es gibt verschiedene Anhängertypen, bei denen

einzelne Aspekte individuell zum tragen kommen.

Vor- und nachteile sind unterschiedlich ausgeprägt.

Bild: Tout Terrain

Einfach oder zweifach

Dem geneigten Kunden bieten sich ein- oder

Zweispuranhänger für den gepäcktransport an.

In den allermeisten Fällen werden sie an der Hinterradachse

befestigt. Dadurch bleibt die Möglichkeit,

einen gepäckträger zu nutzen. ein Zweispuranhänger

rollt stabil, ruhig und ausbalanciert

auf seinen zwei rädern hinterher. so reicht eine

einseitige Deichsel, die per beweglicher Kupplung

links am Hinterrad sitzt. Durch diese Art

der Aufhängung bewegt sich der Anhänger weitestgehend

isoliert. Die träge Masse stört so gut

wie gar nicht beim Fahren. Auf der anderen seite

neigt so ein Zweispurer dazu, Kurven abzukürzen.

so kann man zwar sehr enge radien fahren. Bei

zu umkurvenden Hindernissen fädelt er aber

ein. Mit Übung hat man den Bogen aber schnell

raus. ein weiterer Vorteil ist die höhere mögliche

Zuladung. Fährt man mit einem zweirädrigen Anhänger

ins gelände, erweist sich die breite spur

aktiv radfahren 3/2014 | 41


Vorstellung | reiseanhänger

als nachteil. sind die Fahrwege nicht auf ausreichender

Breite eben, neigt der trailer zum

umkippen.

Das gilt nicht für einen zweiseitig zu befestigenden

einspuranhänger. er folgt dem rad

sauber in der spur. gerade auf engen, unebenen

Wegen kann er so alle Vorteile ausspielen.

Durch die doppelte Aufhängung reagiert der

Anhäger ganz direkt auf das Zugrad. Das heißt

aber auch, dass die ladung jede Pendelbewegung

mitmacht und man selber mehr ausbalancieren

muss. Besonders anfangs wirkt das

etwas unruhig. Die gewöhnung folgt aber

schnell. etwas schwierig ist das Abstellen des

gespanns, wenn man keinen zusätzlichen

ständer hat, der beides stabilisiert. ein trick

ist es, rad und Anhänger im 90-grad-Winkel

zueinander zu stellen. Dazu muss der Anhänger

aber schwerer als das rad sein.

Optionen

Die Befestigung am Hinterrad bringt besonders

beim einspuranhänger Vorteile

im Bremsverhalten. gleichzeitig kommt

bei beiden systemen eine ständige Belastung

auf die Achse und die lager. Je mehr

gewicht man zieht, desto größer sind die

Kräfte dort. Deswegen gibt es alternativ

Anhänger, die an der sattelstütze befestigt

werden können. Das geht aber nur,

wenn diese robust genug ist. Für Carbonund

leichtbaustützen ist das nicht geeignet.

Weitere Vorteile der Anbindung per

sattelstütze sind die nochmal höhere

Wendigkeit und Bewegungsfreiheit.

Manche Anhänger, vor allem einspur-Versionen,

gibt es noch mit Federungen. Die

erhöhen nicht nur den Komfort sondern

schonen auch die ladung.

Anhänglich

um den trailer mit dem rad zu verbinden, hat

fast jeder Hersteller eigene Kupplungssysteme.

ganz oft werden aber auch die sehr hochwertigen

Kupplungen von Weber (Weber-Kupplung)

angeboten.

ob man sich für ein- oder zweispurige Anhänger

entscheidet, hängt auch von den möglichen

einsätzen ab. Durch seine meist offene, ebene

ladefläche und den sicheren stand eignet sich

ein zweirädriges system besonders gut für den

stadteinsatz und Asphaltreisen. ein einradanhänger

ist mit seiner Wendigkeit prädestiniert für den

expeditionseinsatz.

Wie die eigenen Vorlieben auch sind, hat man

sich erst einmal einen Anhänger zugelegt, folgt

er einem immer treu und ergeben. Zur not auch

einmal um die Welt.

Viel schlichter geht es kaum: der

„Y Frame“ von Carry Freedom

besteht aus einem Alurahmen,

Aludeichsel, Holzbrett und zwei

Laufrädern. Konstruiert nach

dem Motto „möglichst einfach“,

erweist er sich aber als wahres

Multitalent.

Aufbau: so einfach, wie er

aufgebaut ist, so leicht lässt

sich der „Y-Frame“ auch ans rad

bringen. Wenn der „Y-rahmen“

vormontiert ist, dann muss man

nur die Deichsel links oder rechts

einstecken, Kupplung und Deichsel

Carry Freedom

Y-Frame

mit den splinten sichern und die

laufräder in die Hülsen stecken.

Das ist werkzeuglos in wenigen

Augenblicken erledigt. schlimmstenfalls

muss der rahmen vorher

noch mit vier schrauben unter das

Brett geschraubt werden.

Praxis: einseitig eingehängt folgt

der „Y-Frame“ klaglos seinem

Zugrad. nur die Kurven nimmt er

typischerwiese auf dem kürzesten

Weg. Das ist insofern positiv, als

dass man so sehr kleine radien

fahren kann. Fast bis 90 grad können

rad und Anhänger problemlos

zueinander stehen. Danach würde

man an die Deichsel stoßen. Wenn

man um Hindernisse fährt, ist

der Hang zur Abkürzung problematisch,

der Anhänger kann sich

einfädeln. Besser man holt dann

etwas weiter aus. ein kurzer Blick

nach hinten (oder in den spiegel)

bringt anfangs sicherheit.

Auf leerfahrten klappert der

„Y-Frame“ deutlich. Beladen hört

man fast nichts mehr. gerade beim

Beladen zeigt sich der trailer durch

seine offene Plattform extrem

flexibel. Man kann güter in vielen

längen und Formen transportieren.

Mit der extra langen Deichselverlängerung

namens „looong“

wird er sogar zum Bootsanhänger.

Dank des Antirutschbelags ist die

ladung schon so ganz sicher. es

empfiehlt sich aber, sie zusätzlich

mit den beiliegenden Klettbändern

zu fixieren. erst recht, wenn man

die möglichen 45 Kilo ausnutzt.

optional gibt es eine Klappbox,

die in die vier löcher passt. Zum

Verstauen lässt sich der Y-Frame

kurzerhand ganz flach zusammenlegen.

Fazit: Der auf das Wesentliche

reduzierte „Y-Frame“ macht sich

ganz klein, wenn es um Preise und

den Platz geht. Aber er wird riesig,

wenn es ums Beladen geht. Diese

Vorteile kann er auch auf langen

reisen sehr gut ausspielen. Wem

die vielen Möglichkeiten nicht

reichen, greift zur large-Version

mit größerer ladefläche und bis zu

90 Kilo Zuladung.

Technische Daten: Material

rahmen und Deichsel: Aluminium

anodisiert; Platte: verleimtes

schichtholz mit Antirutschbeschichtung;

Maße Platte: 58 x 38

cm; spurbreite: 56 cm; max. Breite:

61 cm; Zuladung: 45 kg; laufräder:

16“ mit schnellverschluss;

Kupplung: elastomer; gewicht: 5,8

kg; Preis: „Y-Frame“ small: 249,– €,

„Y-Frame“ large: 269,– €

Carry Freedom c/o USED GmbH,

tel.: 05431-908998-0,

info@used-HQ.com

42 | aktiv radfahren 3/2014


Radical Design Cyclone IV Trekking

Burley Nomad

Dass der „Kofferraum“ ein großzügiges Volumen von 105

litern fasst, sieht man dem „nomad“ gar nicht an. Für mehr

ordnung ist der Innenraum geteilt. unter einem wetterfesten

Verdeck ist das reise-equipment vor der Witterung

geschützt. unbepackt lässt sich der robuste „nomad“ klein

zusammenlegen.

Daten: gewicht: 6,7 kg; Zuladung: 45 kg; ladevolumen:

105 liter; laufräder: 16“; Maße offen (l x B x H): 82,3 x 68 x

58 cm; Maße gefaltet: 82,3 x 54,6 x 16,5 cm; Deichsel und geschmiedete

Kupplung: Aluminium; gestell: Aluminium; stoff:

wasserabweisendes 600 D Polyester; Preis: 439,– €

Burley c/o Merida & Centurion Germany GmbH, tel.:

07159-9459-600, vertrieb@merida-centurion.com

Der „Cyclone“ besteht quasi aus einer riesigen tasche,

in die ein Alurahmen integriert ist. Clever:

Für die laufräder gibt es zwei Positionen. so ist

er auch als Wanderanhänger zu nutzen. Baut man

Deichsel und räder ab, kann man den „Cyclone“

wie eine schultertasche tragen. so gilt er z.B. in

der Bahn nicht als ticketpflichtiger Anhänger.

Daten: gewicht: 5,5 kg; Zuladung: 40 kg; Abmessungen

tasche: l x B x H 92 x 48 x 30 cm,

zusammengelegt: 91 x 47 x 5 cm, Volumen: 100

liter; räder: 16“; gestell: Aluminium; Kupplung:

stahl und Kunststoff; erhältlich für 16-20 und 26-

29 Zoll Hinterrad. Preis:

479,95 euro

Radical Design

Manufacturing

BV, tel.: 0031-

599-513482,

verkauf@

radicaldesign.nl

MAXIMALER MINIMALISMUS.

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Das CHARGER HYBRID NAKED BELTDRIVE ist das neue, preisgekrönte Flaggschiff von

blueLABEL. Der Riemenantrieb aus Karbon sorgt in Verbindung mit dem kraftvollen Bosch Performance-Antrieb

für eine geschmeidige Kraftübertragung, 29“-Laufräder bringen hohen Fahrkomfort.

Die hydraulischen Scheibenbremsen garantieren kurze Bremswege auf dynamischen Touren in der

Stadt und in der Natur. Ausführliche Informationen unter www.r-m.de.

built by


Vorstellung | reiseanhänger

Weber Monoporter

Der tief liegende Weber „Monoporter“ ist einer

der bekanntesten Reiseanhänger. Auch tilmann

Waldthaler ist damit schon gereist. Die geräumige,

passende tasche wird einfach auf die

stabile Kunststoffplatte geklickt. Die Weber-

Kupplung hat Weltruf und wird von vielen

systemen genutzt.

Daten: Beladung max. 20 kg; gewicht: 5,75 kg;

nachlauflänge: 125 cm; Breite: 44 cm; ladefläche 36 x 56 cm;

laufradgröße: 20“; für 24-28 Zoll Zugräder; speziallösungen

für 29-Zöller und Weber-steckachse; Deichsel abschließbar;

Preise: 489,– euro, tasche: 94,90 euro

Weber Technik GmbH, tel.: 08056-902088-0,

info@weber-products.de

Bob Ibex

Der gefederte Einspuranhänger

„BOB Ibex“ ist einer

der Reiseklassiker. Übertroffen

wird er wahrscheinlich nur noch

vom „BOB Yak“, seinem ungefederten

älteren „Bruder“.

Aufbau: Der Aufbau des „Ibex“

ist etwas aufwendiger aber nicht

sonderlich kompliziert. Wer das

passende Werkzeug zur Hand hat,

ist schnell damit durch. Von der

Anleitung sollte man sich nicht

abschrecken lassen. Anschließend

montiert man am Fahrrad die

passenden Deichselaufnahmen (als

schnellspanner oder für Vollachsen),

hängt die Deichsel ein und

sichert sie mit den stiften. Mit der

optionalen wasserdichten tasche

hat man sein gepäck dann schnell

auf den Anhänger geladen und per

gummispinne verspannt.

Praxis: Der „Ibex“ ist ordentlich

lang. Aber länge läuft ja bekanntlich.

und genauso ist es in der

realität. Anfangs fühlt sich

das gespann noch ziemlich

wackelig an. Mit etwas

Übung legt sich die nervosität

aber. Dann muss

man feststellen, dass die

Kurven nicht mehr ganz

so eng zu fahren sind und

schlenker besser großzügig

ausfallen. Vorausschauendes

Fahren hilft, die situation zu

meistern. Dabei allerdings folgt

der Anhänger perfekt. er legt sich

schön mit in die Kurven. Dank des

mehrfach einstellbaren Dämpfers

muss man sich auf rüttelpisten nur

wenig sorgen um sein gepäck machen.

so ganz ohne Hüpfen geht

es aber trotzdem nicht. Auf der

straße schnurrt der „Ibex“ sowieso

wie ein Kätzchen auf samtpfoten.

Auch das Abstellen erfordert

etwas Übung oder einige tricks.

Wie etwa einen kleinen ständer zu

montieren (gibt es nicht von BoB).

Alternativ kann man den – schwer

beladenen – Anhänger und das

rad im 90-grad-Winkel zueinander

stellen. Auf der ladefläche mit

dem typischen gitterboden findet

reichlich gepäck Platz. Bis zu 32

Kilo darf es offiziell schwer sein.

Zum schnellen Verstauen lässt er

sich nur wenig verkleinern.

Fazit: Der „BoB Ibex“ ist ein

robuster, vielfach bewehrter

reisepackesel. sein revier ist mehr

die große, weite Welt als die stadt.

Die Federung beruhigt die Fahrt

effektiv.

Technische Daten: ladefläche 62

x 40 cm; laufrad: 16“; Zuladung:

max. 32 kg; eigengewicht: 7,7 kg;

Material: Chrom-Molybdän-stahl;

stahlfederdämpfer, Federweg 76

mm, einstellbar für 6,8 kg bis 32

kg; Kupplung: mit schnellspannern

(BoB Qr) oder Muttern (BoB

nutZ); erhältlich für 26- und

28-Zoll-Fahrräder; Preis: 525,–

euro; tasche einzeln: 69,– euro;

set: 575,– euro

BOB c/o Zwei plus zwei GmbH,

tel.: 0221-951470-0, info@zweipluszwei.com

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tout terrain Mule

sein Dämpfer lässt sich auf straße und gelände einstellen

(120/ 160 mm Federweg). Vom CrMo-rahmen bis zu den

gelenken ist alles sehr hochwertig ausgeführt. Der optionale

ständer stabilisiert auch das Fahrrad.

Daten: nutzlast: bis 30 kg einstellbar, ladevolumen: ca.

50 liter ( 90 liter m. tasche); gewicht mit ständer: 6,5 kg;

Breite: 45 cm; Dämpfer: einstellbares luftfederelement;

schnellkupplung mit Kreuzgelenk; laufradgröße: 20“; Preis:

Mule Classic: 549,– euro,

Mule Plus (m. ständer, Innentasche, schutzblech): 669,– euro

Tout Terrain, tel.: 0761-205510-00,

info@tout-terrain.de

extrawheel

Der „extrawheel“ ist in gewisser Weise extravagant. Der nachläufer

ist auf das Wesentliche reduziert: eine Deichsel, ein rad, ein gepäckträger.

sein rad kann als ersatzrad fungieren und ist entsprechend in

28“ oder 26“ erhältlich. Mit einer Federstahldeichsel ist er schnell anund

abgehängt und hält bombensicher – getestet in aktiv radfahren

Ausgabe 5-2013.

Daten: gewicht: 5,2 kg komplett; Zuladung: ca. 30 kg; Deichsel:

gehärteter stahl; gestell: Aluminium; Preis: Anhänger m. laufrad und

gepäckträger: 246,– euro

Extrawheel, tel.: 02302-963403, info@extrawheel.de

HINTERM HORIZONT

GEHT´S WEITER.

RADTOUREN 03/2013

TESTURTEIL: HERVORRAGEND. DIE FAHRLEISTUN-

GEN GEHÖREN ZU DEN AUSGEWOGENSTEN, DIE

AUSSTATTUNG ZU DEN BESTEN, DAS GEWICHT

ZU DEN NIEDRIGSTEN. HERVORRAGENDES RAD

FÜR ENTSPANNTE UND SCHNELLE KILOMETER.

8X LITE TOUR

Keine Federung = Top Gewicht. Das 8X Lite Tour ist ein Sport-Tourer mit makelloser Top-Ausstattung – hier summieren

sich Deore XT-Antrieb, SLX-Scheibenbremsen und die Supernova-Lichtanlage zu gerade mal 12,2 kg. Alles an ihm

drängt nach vorne, nach oben, zum Tagesziel oder hinter den Horizont, dort geht es weiter, weiter, immer weiter.

Erfahren Sie mehr über Ihren neuen Freund für die Ewigkeit und besuchen Sie uns auf STEVENSBIKES.DE


Ausprobiert | pegasus estremo

Premiere!

aktiv Radfahren

testet das

Pegasus Estremo

als erstes Magazin

weltweit!

Auch für

extreme einsätze

Redaktion: Daniel O. Fikuart, Georg Zeppin

Fotos: Jürgen Amann

46 | aktiv radfahren 3/2014


Premiere: Mit dem Estremo, einem Modell

für extreme Einsätze, trumpft die große

deutsche Marke Pegasus erstmals in der

Eliteklasse auf. Ausgestattet mit Rohloff

„Speedhub“-Nabe und besten Komponenten

ist es doppelt so teuer wie andere Modelle

der Marke – auch doppelt so gut?

schon der Name „estremo“ macht neugierig:

einerseits ähnelt er dem „premio“,

dem bisherigen topmodell der

Marke pegasus. Andererseits lässt er

sofort an extreme denken. Gemacht für extreme

einsätze, gemacht für Langstreckenfahrer, die

extremes Material brauchen: ein rad, das dauerhaften

Fahrspaß, stabilität und Langlebigkeit

vereinen soll, gemacht für pendler, die auf ihren

täglichen Wegen im rauen Alltag ein zuverlässiges

rad brauchen, das sie nicht im stich lässt.

Wer wie pegasus in das premiumsegment eindringen

will, muss clever sein. sucht doch die

Käuferschaft, die Wert auf räder mit der unverwüstlichen

rohloff-Getriebenabe legt, weniger

bei pegasus sondern eher bei bekannten

topmarken wie patria, Velotraum, utopia oder

idworx. Da man sich bei diesen arrivierten Anbietern

schnell in preisregionen bewegt, die weniger

betuchten rohloff-Fans die tränen in die

Augen treiben, sind Alternativen gefragt. Weil

man aber unter der 2.000 euro schallgrenze die

rohoff-Modelle an einer Hand abzählen kann,

stellt das brandneue pegasus estremo ein hochattraktives

und willkommenes Angebot dar.

Das aktiv radfahren exklusiv zu testzwecken

eingeflogene Musterrad besitzt keine ellenlangen

Ausstattungslisten und ist auch nicht

wie ein Velotraum oder patria auf Maß gebaut.

Dafür bietet es ein hoch attraktives preis-Leistungs-paket,

eine treffsichere Ausstattung sowie

spannende Details, die auf ein erstklassiges

Know-how hinweisen: es stammt einerseits aus

dem erfahrungsschatz des pegasus-entwicklerteams.

Andererseits hatte der innovative idworx-Macher

Gerrit Gaastra die Finger im spiel.

seine einflüsse im estremo sind unübersehbar.

Neben der auf Hochglanz polierten „speedhub“

14-Gang rohloff-Nabe fällt sofort die bremsanlage

auf: Vorn verzögert eine hydraulische

Firmtech-Felgenbremse. um höchstmögliche

bremskraft bei perfekter Dosierbarkeit zu erzielen,

sind die bremskörper hinter der Federgabel

montiert. Als sogenannte „auflaufende

bremse“ kann sie so ihr volles potenzial entfalten.

Hinten dagegen sitzt eine klassische

Magura „Hs11“-Hydraulikbremse, eine weitere

Firmtech-Version hätte den Gesamtpreis über

die 2.000er-Marke getrieben. Auffallend am für

Langstreckeneinsätze konzipierten rad ist die

offen geführte Kette. sinnvolle sache: optional

ist für knapp 50 euro eine Vollkettenschutz

von Hesling erhältlich, der in der topvariante

auch in idworx-rädern zum einsatz kommt. Die

Kette stammt von KMC, besitzt extra gehärtete

pinns und rollen. sie entspricht in ihrer Qualität

einer top-Kettenschaltungskette ... ist aber

breiter, langlebiger und stabiler! Aus stahl ist

das estremo-Kettenblatt gefertigt. es „schmilzt“

daher weniger schnell als ein pendant aus Alu.

Zum Nachspannen der Kette kommt ein großdimensioniertes

exzenter-tretlager zum einsatz

Die Federgabel bringt Komfort. sie ist qualitativ

gut, bietet 63 Millimeter Federweg, ist vom Lenker

aus blockierbar und sollte mit zunehmender

einfahrdauer immer besser ansprechen.

racktime, die Zweitmarke des reiseradausstatters

tubus, steuert den Gepäckträger bei. er bietet

extrastreben für eine tiefere befestigung von

packtaschen aber auch eine integrierte, nicht

stoßgefährdete position des rücklichts. Vorn

flutet nächtens ein 70 Lux heller scheinwerfer

die Fahrbahn aus. Der „Luxos“, strahlender

Überflieger im programm von busch & Müller,

bietet eine perfekte breitband-Ausleuchtung

sowie einen (wichtig für reiseradler) usb-Anschluss

zum autarkes Aufladen von smartphone

& Co. Nicht zu vergessen: eine 90 Lux „Fernlichtfunktion“

via Daumenschalter. Für mehr reifenfreiheit

wurden am estremo-Heck zusätzliche

streben für die radschützer montiert – nicht

gerade elegant dafür höchst praxisrelevant. Die

Laufräder bestehen aus hochwertigen ryde-

Hohlkammerfelgen. Die speichen aus Niro-stahl

stammen vom belgischen Hersteller sapim.

aktiv radfahren 3/2014 | 47


Ausprobiert | pegasus estremo

Preis-Leistung

Wichtiges thema für extrem- und reiseradfahrer:

die reifen. Montiert sind die brandneuen

schwalbe „Almotion“-pneus, die von schwalbe

berater und breitreifen-Liebhaber Gaastra entwickelt

wurden. obwohl sie hier in der schmaleren

40-Millimeter-Variante an den start gehen,

bestechen sie durch einen um 25 prozent verbesserten

rollwiderstand bei gleich hoher pannensicherheit.

Wir meinen: Das ist definitiv der

wohl beste tourenreifen auf dem Markt!

Stark trumpft auch die Optik des Estremo auf. Sie erinnert im Ansatz an ein Idworx.

beim rahmen fallen weniger die verschliffenen

Nähte für geglättete optik auf. seine Geometrie

soll eine mehr aufrechte denn gestreckte sitzposition

garantieren – genau richtig für lange einsätze

im sattel. Gleiches gilt für den gekröpften

Lenker, dessen ergonomische Griffe für perfekten

Formschluss sowie sportliches Fahr-Feeling

sorgen. Die rahmenrohre sind sichtbar größer

dimensioniert als bei üblichen trekkingradrahmen:

sowohl das 3-fach konifizierte unterrohr

mit 51 Millimetern Durchmesser (üblich: 44 mm)

wie auch das oberrohr mit fast 40 Millimetern

Diagonale besitzen Maße wie ... Mountainbikes!

Das tretlager ist leicht tiefergelegt (besserer

schwerpunkt) und sollte dank des 62,5 Millimeter

Durchmesser tretlagers erstklassige steifigkeit

bei Wiegetritt-Attacken bieten. Also los ...

Steifes XXL-Tretlager, ideal für Wiegetritt-

Attacken: Durch das Extender-Tretlager

lässt sich zudem die Kette einfach spannen.

Superlicht: Am Estremo ist die Top-LED-

Frontlicht von Busch & Müller verbaut –

klasse Breitbandoptik, besser geht`s nicht!

Agil, toller Geradeauslauf, rollt perfekt

bereits beim Aufsteigen fällt das ungewöhnlich

leichte Handling auf. Das hat seinen Grund:

Durch das tiefer liegende tretlager erreicht man

aus dem stand leichter den sattel und die pedale.

eingewöhnungszeit braucht das estremo absolut

keine. Die kompakte sitzposition gewährt

eine überragende Übersicht über den straßen-

Rücklicht integriert: stabiler Träger mit Extrastreben

für tiefe Packtaschen-Montage

Im Heck: eine auf Hochglanz polierte

Rohloff 14-Gang Speedhub Getriebenabe

Meine MeinunG

Doppelt Spaß

„Ein Rad für die Stadt und

weite Touren nahe an der

Referenz: Handlichkeit,

gefühlte Leichtigkeit und

hervorragende Komponenten

wie Schaltung und Lichtanlage

sind nicht zu toppen!“

Georg Zeppin,

Testredakteur aktiv Radfahren

48 | aktiv radfahren 3/2014


Unglaublich wie leicht das

Estremo rollt! Grund dafür ist der

neue Schwabe „Almotion“, der

laut Mitentwickler Gerrit Gaastra

in der montierten 40er-Version

„25 % besseren Rollwiderstand

zeigt. Ab 8 % spürt man Unterschiede

im Rollwiderstand.“ Der

Neue kombiniert Rennradtechnologie

mit Trekkingrad-Pannenschutz,

auch sein Flachstollenprofil

trägt zum sanften Abrollen bei.

verkehr und ist perfekt. Auffallend

ist die hervorragende Wendigkeit

des pegasus, das aufgrund seiner

steifigkeit jedes Wiegetritt-Attacke

in Vortrieb umsetzt. schaltung,

Glocke, die Fernbedienung für die

Federgabel sowie das Licht sind

sehr gut angeordnet, alle lassen sich

auch mit Handschuhen bestens bedienen.

Der nun etwas kleinere und

runde rohloff-Drehgriff lässt sich

ohne viel Kraftaufwand schalten

und garantiert exakte schaltmanöver.

bei steilen Anstiegen verhelfen

kurze Lastwechsel zu leichteren

Gangwechseln. Die komfortablen

ergon-Griffe begeistern. Mit ihnen

hat man das estremo auch immer

Pegasus estReMO

Technische Daten

Größen:

Gewicht (m. p.):

preis:

sicher im Griff. Großes Lob für die

erstklassig bedienbaren, top verzögernden

bremsen. ebenso für die

Lichtanlage: super hell, breitbandformat,

mit zwei Hellig keitsstufen

für bestes sehen und Gesehen

werden! sensationell: Die reifen

rollen superleicht.

Fazit: Überragend

Das estremo mischt die rohloffszene

mächtig auf: starke Details,

beste reifen, super Fahreigenschaften

– und das zum fairen

preis. Nicht nur das rad, auch das

preis-Leistungs-Verhältnis ist überragend.

50, 55, 60 cm (Test); auch mit trapezrahmen

erhältlich

16,1 kg

1.999,– euro

rahmen Aluminium 7005

Federgabel suntour NCX-Ft-rL Lite Air, remote

Lockout

schaltung rohloff speedhub, 14-Gang Nabenschaltung

mit Freilauf

schalthebel rohloff Drehgriffschalter

bremsen

Magura Hs11 hydraulische Felgenbremse

vorn Firmtech-Version

Kurbelgarnitur truvativ

Felgen

ryde X-plorer

reifen

schwalbe Marathon Almotion,

40 mm breit

sattel

selle royal Lookin Freccia

scheinwerfer b&M Lumotec iQ Luxos LeDscheinwerfer

mit boost-, taglichtund

sensorfunktion

Kontakt

pegasus c/o ZeG Zweirad-einkaufs-Genossenschaft eG

tel.: 0221-17959-0, info@zeg.de


7e

statt

8,50e

SpecialS:

• Test-Parcours für alle Räder,

Special Parcours für E-Bikes

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Truck mit Infoprogramm

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20. – 23.02.2014 20. – 23.02.2014


SErvicE | Fahrrad verbessern

So verwandeln Sie Ihr Rad …

... in ein Tourenrad

Tourenradler wissen: Ein normales

Alltagsrad taugt für Ausflüge,

nicht aber für eine Packtaschen-

Tour. Hier kommen die besten

Tipps, wie Sie Ihr Stadt- zum

Tourenrad aufrüsten. Wenn Sie

dann der Reise-Virus gepackt hat,

können Sie sich ja immer noch ein

fix & fertiges Trekkingrad zulegen.

Redaktion: Daniel O. Fikuart

Fotos: Jürgen Amann

Zugegeben – mit einem stabilen Alltagsrad

kann man auch längere Strecken zurücklegen:

Für Ausflüge taugt es eigentlich immer,

für längere Runden zum Biergarten

und zurück bedingt, für eine Mehrtagestour aber nur,

wenn man es aufrüstet. Denn bei einer Langstreckenfahrt

sitzen Sie länger im Sattel. Damit sich keine Beschwerden

einstellen, sollten Sitz- und Lenkerposition

ergonomisch sein. Und weil Sie bei einer Mehrtagestour

in den Packtaschen auch Klamotten & Co transportieren,

steigt mit zunehmender Zuladung auch die

Notwendigkeit für einen stabilen Gepäckträger und

sichere Bremsen. Empfehlenswert daher: eine ergonomische

sowie technische Aufrüstung.

Die folgenden Umbauvorschläge beziehen auch

Komforttipps ein – etwa eine Federsattelstütze oder

breitere Reifen. Diese dämpfen besser als schma le

Pneus und rollen leichter. Diese Vorteile gleichen das

erhöhte Gewicht eines breiteren Reifens aus.

Ein Stadtrad mit Nabenschaltung ist prima für Genusstouren.

Wer über die Berge zu den sieben Zwergen

will, steigt auf ein Stadtrad mit vielgängiger Kettenschaltung.

Das beste an der Umrüstaktion ist: Sie

besitzten danach auch ein besseres, noch alltagstauglicheres

und sicheres Stadtrad.

Gepäckträger für

Packtaschen

Ein Tourengepäckträger muss

viel Zuladung „ertragen“.

Deshalb besitzt er dickere

Rohre und eine spezielle

Trapezform. Gute Träger

zeichnen sich durch eine

zweite Hakenleiste aus, was

tiefer sitzende Packtaschen

ermöglicht – für bessere

Fahreigenschaften.

Hydraulikbremsen für

Sicherheit auch bei Nässe

Aufwand der sich lohnt: das Umrüsten

von klassischen V-Bremszangen auf

hydraulische Bremsen. Diese ziehen bei

hoher Zuladung aber auch bei Nässe

deutlich besser – das ist auch bei einem

Stadtrad wichtig für Ihre Sicherheit.

Tourenreifen

für mehr Grip

50 | aktiv Radfahren 3/2014


Ergonomischer Sattel

gegen Sitzbeschwerden

und für mehr Komfort

Die Losung bei einem

tourentauglichen Sattel:

lieber straff in der Polsterung

als undefiniert weich.

Bewährt haben sich Sättel mit

Stufenform und Ausformung

im Genitalbereich – wie sie etwa

SQ-Lab Sättel zeigen.

Federsattelstütze für

mehr Komfort

Sitzbeschwerden bei längeren Ausfahrten

vermeiden gefederte Sattelstützen.

Da übliche Teleskop-Sattelstützen

verkanten und deshalb

weniger feinfühlig einfedern,

empfehlen wir Parallelogramm-

Sattelstützen– etwa von

Suntour oder Contec.

Ziehen Sie breitere

Reifen auf, sie sind die

bessere Wahl. Achten

Sie auf einen guten

Pannenschutz und

gröberes Profil, weil

Ihr Rad damit auf

Naturpisten deutlich

besser spurt.

Schutz für Kette

und Hose

Am Tourenrad schützt ein

Kettenschutz nicht nur die Kette

sondern vor allem Ihre Hosenbeine

gegen Verschmutzung.

Ein Kettenschutz

ist bei Nabenschaltungen

üblich, dieser hier

wurde von Hebie speziell

für Kettenschaltungen

entwickelt.

Clickpedale für

optimales Kurbeln

Für Tourenanfänger gewöhnungsbedürftig,

für

Experten unverzichtbar

für optimalen Halt und

Treteffizienz. Diese

Clickpedale sind für

Einsteiger gemacht

und kombinieren

eine Click- und eine

flache Pedalseite.


SErvicE | Fahrrad verbessern

Lenkercockpit

optimieren

Weg mit der geraden Stange, schneiden Sie

ihre ollen Griffe runter: Beschwerdefreies

Langstreckenfahren garantieren gekröpfte und

leicht zum Fahrer gewinkelte Lenker sowie ergonomische

Flossengriffe, am besten mit Lenkerhörnchen

für eine zusätzliche Griffposition.

Vorbau-Verstellung

für die optimale

Sitzposition

Beim Tourenradeln ermöglicht eine

etwas vorgebeugte Sitzposition

effizienteres Kurbeln. Die Einstellung

der optimalen Lenkerhöhe erlauben

Distanzscheiben (Shims), verstellbare

Schaftvorbauten oder – wie hier – ein

vom Händler eingebauter „Speedlifter“-

Vorbau. Schnellspanner auf, Lenker runter

oder hoch, Schnellspanner zu, fertig.

Spritzschutz-Spoiler für

trockene Schuhe

Auf Touren haben Sie meist nur ein Paar Schuhe dabei:

Dasjenige, welches Sie am Fuß tragen. Damit Sie bei nassen

Fahrbahnen nicht feuchte Schuhe bekommen (und damit

beim Etappenziel beim Abendessen sitzen), sollten Sie am

vorderen Radschützer einen Spritzschutz-Spoiler befestigen.

52 | aktiv Radfahren 3/2014


Mehr Licht

für bessere

Sicht

Halogen ist out – die

bessere Wahl auf

Touren (aber auch in

der Stadt) sind Frontlichter

mit LED-Technik,

die ein helleres und weiter

ausstrahlendes Licht abgeben

und ein Fahrradleben lang

halten.

Nabendynamo

besser als

Seitenläufer

An unserem Beispielrad links

schon montiert. Aber wer ihn

noch nicht hat, sollte als

Alternative zum jaulenden

und durchrutschenden

Seitenläuferdynamo ein

Frontrad mit Nabendynamo

einbauen – der

läuft immer problemlos.

Wie sagte ein Leser: „Die

beste Umrüstung in meinem

Fahrradleben.“

Weitere Infos/

Bezugsadressen

(ausgewählte Hersteller)

Sattel, Lenker, Griffe

SQ-Lab, Tel.: 089-66610460,

info@sq-lab.com

Selle Royal, Tel.: +39-0444-461100,

mail@selleroyal.com

Ergon c/o RTI Sports GmbH,

Tel.: 0261-8999980, info@ergon-bike.com

Federsattelstütze

Suntour, Tel.: 0802-150793-0,

service@srsuntour-cycling.com

Contec c/o Hartje, Tel.: 04251-811-500,

info@hartje.de

Vorbau

Humpert, Tel.: 02377-9183-0,

info@humpert.com

SQ-Lab, Tel.: 089-66610460,

info@sq-lab.com

Verstellbarer Vorbau:

Speedlifter, Tel.: 0681-93815380,

info@speedlifter.com

Radschützer

SKS, Tel.: 02933-831-0,

sales@sks-germany.com

Reifen

Schwalbe c/o Ralf Bohle GmbH,

Tel.: 02265-109-0, info@schwalbe.com

Continental, Tel.: 0511-938-01,

mail_service@conti.de

Dynamo, Pedale

Shimano c/o Paul Lange & Co.,

Tel.: 0711-2588-02, info@paul-lange.de

Hyraulikbremsen

Magura, Tel.: 07125-1530,

passionpeople@magura.de

Licht

Busch & Müller, Tel.: 02354-915-6,

info@bumm.de

Kettenschutz

Hebie, Tel.: 0521-91419-0, service@hebie.de

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DAS beSonDere rAD

54 | aktiv radfahren 3/2014


Nemus Cajalun

Schräg gewickelt

Aluminium und Holz – ein Metall und ein

natürlich gewachsener Rohstoff.

Beide haben nur wenig Gemeinsamkeiten.

In dem Design-Objekt Nemus Cajalun gehen

sie trotzdem eine wunderschöne

Symbiose ein.

Redaktion: Jens Kockerbeck;

Fotos: Jürgen Amann

Bitte nicht anfassen“ – diese Worte wirken

geradezu wie eine Aufforderung

zum berühren. beim nemus Cajalun

wäre diese bitte sie sowieso komplett

nutzlos. Denn anfassen muss es jeder. Früher

oder später wandern die Finger unweigerlich

über die fein gemaserte, geölte, samtweiche

Holzoberfläche.

Dabei sind die reaktionen auf das Designrad

anfangs durchaus unterschiedlich. Die einen,

die Spötter, sehen in der schräg gewickelten

oberfläche Ähnlichkeiten zu einer Papprolle.

Die anderen, die bewunderer, sind gleich vom

Holz fasziniert.

Das nemus ist aus einem Studienprojekt hervorgegangen.

robert Taranczewski ist Diplom-

Designer und hat 2008 den ersten Prototypen

entworfen und gebaut. Zusammen mit seinem

jetzigen Geschäftspartner Curt beck, Verfahrenstechniker

mit Schwerpunkt Holz, hat er es

zur Serienreife weiterentwickelt.

„nemus“ ist einerseits das lateinische Wort für

Wald oder Hain und andererseits die Kurzform

für „new ecological Mobility in Urban

Space“. Ursprünglich haben sie nichts gemein,

passen in bezug auf das so betitelte rad aber

perfekt zusammen. robert Taranczewski

scheint ein glückliches Händchen beim Verbinden

zu haben. Das zeigt sich eben auch in

seiner Symbiose aus Aluminium und Holz.

Nicht von Pappe

Dabei sind die rohre nicht irgendein ausgehöhltes

Holz. Auch mit einer Papprolle haben

sie nichts gemeinsam, außer, dass beide

schräg gewickelt sind. Die rohre bestehen aus

mehreren Lagen gegeneinander gewickelten

eschen-Furniers, das verklebt und verpresst

wurde. So entsteht ein Sperrholz, „nur mit

rundem Querschnitt“, wie robert Taranczew-

aktiv radfahren 3/2014 | 55


DAS beSonDere rAD

Oben links: Tretlagerbereich mit Exzenter. Die Holzrohre

sind mit den Aluminiummuffen an allen Kontaktstellen

fest verklebt.

Oben Mitte: Das Steuerrohr mit der feinen Plakette und

dem integrierten Steuerlager.

Oben rechts: Die Ledergriffe von Brooks runden die

Eleganz des Rades schön ab.

Links: Der Sitzrohrknoten

Links unten: Das Steuerrohr von hinten.

Ganz unten: Die ohnehin schon eleganten Ausfallenden

werden noch einmal überarbeitet. Im Hintergrund die

hochwertigen „DTSwiss“-Naben

ski es gern verdeutlicht. Durch die diagonal zueinanderstehenden

Fasern und die so gesperrten Lagen ist

der Verbund extrem belastbar. Die mit Spezialleim

verklebten rohre sind auch unempfindlich gegen

Feuchtigkeit oder nässe. ein Decklack macht den

Klebeverbund noch unempfindlicher. „Allerdings

wollen wir den naturstoff Holz nicht durch dick aufgetragenen

Lack verfremden“, sagt der Designer Taranczewski.

eine gölte oberfläche soll eine mögliche

Alternative sein, bedarf aber mehr Pflege. Apropos

oberfläche: Für die Decklage kann man jedes Furnier

verwenden. Auch farbige, kreative Furniere sind

daher eine mögliche option zur Gestaltung.

Im Prinzip kann auch für die rohre jedes Holz benutzt

werden. Für ein Fahrrad ist esche das Mittel

der Wahl. Dieses Holz haben schon die Wagner am

liebsten benutzt. es besitzt lange Fasern, die es sehr

stabil machen und dabei elastisch halten. esche wird

gerne dort eingesetzt, wo es auf eine hohe Schwingfestigkeit

ankommt. Dass eschenholz so gut wie nicht

splittert, ist eine weitere willkommene eigenschaft.

Um den ökologischen Aspekt zu erfüllen, kommt das

Holz aus nachhaltiger Produktion. Die Aluminiummuffen

werden in europa gefertigt wie auch die Komponenten

möglichst aus deutscher oder europäischer

Produktion kommen. In Dresden werden die rohre

56 | aktiv radfahren 3/2014


Ein Musterrohr von LignoTube. Diese Rohre sind die

Basis für das Nemus. Im Rahmen sind sie aber noch

einmal fast doppelt so stark.

gefertigt und das rad zusammengefügt. Um

Holz und Alu zu verbinden, kommt ein spezieller

Kleber um einsatz. Allein den zu finden,

war ein eigenes Thema für eine Diplomarbeit.

dass das tragende Konstrukt „größtenteils aus

leichten hölzernen rohren besteht“, heißt es

bei nemus Cycles.

Der Plan ist, das rad ab Mai verfügbar zu

haben. Zunächst wird es nur dieses eine,

nackte Urbanbike-Modell in Singlespeed-Ausführung

geben. Im Laufe des Jahres soll eine

City-Version mit Licht und Schutzblechen dazukommen.

Auch auf eine Modellvariante mit

Getriebeschaltung dürfen sich Interessierte

noch in 2014 freuen.

Praktisch betrachtet

Um die hohe Festigkeit für einen Fahrradrahmen

zu erreichen, ist letztlich die Wanddicke

entscheidend und weniger die Anzahl der Lagen.

5,5 Millimeter beträgt die Materialstärke

hier. „Und trotzdem sind wir so leicht wie die

anderen“, sagt Taranczewski. Die Waage gibt

ihm recht. Keine zehn Kilogramm präsentiert

deren Anzeige. Auch auf der Straße zeigt sich

das rad nur von seiner besten Seite. Die Geometrie

und ergonomie sind wunderbar ausgewogen.

Das rad ist sehr wendig, übertreibt es

damit aber nicht. Sorgen, die Holzrohre könnten

zu labil sein, sind gänzlich unbegründet.

Die Kraftübertragung ist im Gegenteil angenehm

direkt. Die Seitenstabilität steht hier anderen

bikes in nichts nach, wenn man bedenkt, sen, auch fahren!

ATLANTIC_Anz_neues_Konzept_210x75_HeldenAnzeige_Entwurf 06.12.13 12:21 Seite 1

Anfassen unbedingt erlaubt

Mit dem nemus Cajalun haben robert Taranczewski

und Curt beck ein wunderbares, ausgewogenes

Design-Fahrrad geschaffen. Sie

verstehen es nicht nur, Holz und Metall fein

und materialgerecht miteinander zu kombinieren.

Auch das endprodukt, das Fahrrad, ist

ihnen wirklich gelungen. Deswegen kann die

empfehlung nur lauten: bitte nicht nur anfas-

TeCHnIK

rAHMen: Aluminium und Holz-Funier mit

esche-Decklage

GAbeL: Aluminium

KUrbeL: Truvativ X9

breMSen: Avid elixier 9 Disc

nAben V/H: DT Swiss 240S

FeLGen: DT Swiss Xr350

reIFen: Schwalbe Kojak

SATTeL, GrIFFe: brooks

STüTZe, LenKer, VorbAU: Syntace

PreIS: 4.000 - 5.000,– euro

KonTAKT

neMUS CyCLeS

c/o LIGnoTUbe TeCHnoLoGIeS GMbH

Tel.: 0351-2048452,

welcome@nemuscycles.de

Robert Taranczewski, Diplom-

Designer, hat das Nemus

entwickelt und die Firmen

Nemus Cycles und LignoTube

gegründet.

Die Teufelskerle

des Bikesports!

Die Profis von ATLANTIC ®

geben immer 100 Prozent und gehören zu den

Besten. Sie meistern jede Herausforderung und

holen alles aus dem Bike. Keine Abfahrt ist zu

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Die »Stoked Crew« in ihrer Werkstatt

aktiv radfahren 3/2014 | 57


AuspRobieRt | bMC Alpenchallenge

Speed in

Reinkultur

Es liegt wie ein Brett auf der

Straße und fährt sich wie ein

richtiges Rennrad:

Das Alpenchallenge von BMC

Wir haben´s getestet...

Redaktion: Georg Zeppin

Fotos: Georg Zeppin

Glück muss man als Testredakteur einfach

haben: Kurz vor Weihnachten

ist es zwar kalt, aber schneefrei und

trocken in der Oberpfalz. Nichts steht

einer ausführlichen Testfahrt im Weg, der ich nun

schon seit geraumer Zeit entgegenfiebere: Das

BMC Alpenchallenge ist ein Speedbike mit Rennradcharakter,

das sieht man ihm an. Aufgeräumte

Optik mit innen verlegten Zügen im fein gebürsteten

Aluminiumrahmen. Die Ausstattung ist spartanisch

und trotzdem durchdacht.

Innovatives Konzept

Eine technische Raffinesse am Alpenchallenge

sticht sofort ins Auge: Der BMC-typisch ungewöhnlich

tief angesetzte Hinterbau mit dem kurzen

Radstand. Die durch den engen Radstand im Sitzrohr

notwendig gewordene Vertiefung gibt dem

Hinterrad genügend Luft zu Rotation und Ausbau.

Die Kettenstrebe und die gegenüberliegende Strebe

sind abgesenkt, so werden „Kettenklatscher“, die

den Rahmen beschädigen, elegant verhindert. Eine

gerade Carbongabel unterstreicht den sportlichen

Anspruch des BMC. Beim Thema Bremsen setzen

die Schweizer auf den im Rennradbau neuen Trend:

Die Scheibenbremsen von Shimano verzögern

sehr bissig und wirkungsvoll.

38 Zähne umfasst das Kettenblatt am BMC,

zusammen mit dem größten Ritzel (42 Z.)

ergibt sich sogar eine Untersetzung.

hydraulische Scheibenbremsen. Die Vorteile liegen

klar auf der Hand: Heiße Felgen beim Abfahren mit

Felgenbremsen gehören der Vergangenheit an, gegen

Witterungseinflüsse sind die Scheibenbremsen

einfach resistenter. Sicherheit geht vor!

Soloblatt

Für Gewichtsfanatiker eine ausgefeilte Sache: An

der superleichten Sram Carbon-Kurbelgarnitur des

Testrades blitzt ein einziges Kettenblatt mit 38 Zähnen,

einen Umwerfer sucht man vergebens. Am Hinterrad

sorgt ein 11-facher Zahnkranz von 10 – 42(!)

Zähnen für (ver-)tretbare Übersetzungen. Im kleinsten

Gang (38 x 42 Z.) bewegt sich das BMC pro

Kurbelumdrehung 1,95 Meter vorwärts, im Größten

8,17 Meter. Die Entfaltung einer kompakten Kurbelgarnitur

mit 34/50 vorne und 12 – 27 Zähnen hinten

beträgt zum Vergleich 2,71 Meter im kleinsten und

8,96 Meter im größten Gang. Bergauf ist das Alpenchallenge

somit respektabel bestückt, bergab

muss man etwas schneller kurbeln. Die elf zur Verfügung

stehenden Gänge sind so abgestuft, das für

viele Trittfrequenzbereiche ein adäquater Gang zur

Verfügung steht. Alternative Antriebskonzepte wie

Kettenschaltung mit Doppelkettenblatt-Kompaktkurbeln

oder „Alfine“-Nabenschaltung runden die

Alpenchallenge-Modellpalette ab. Die 28 Millimeter

breiten Conti „Grand Prix“-Reifen vermitteln nur

58 | aktiv Radfahren 3/2014


BMC AlpenchAllenge Ac01

dürftigen Komfort, dafür ist das Alpenchallenge

aber auch nicht gebaut.

Die Straße fliegt

Mit 8 Bar Druck in den Pneus geht´s los: Satt liegt

das BMC auf der Straße, der tiefe Lenkerstand nötigt

zur sportlich geduckten Sitzposition. Der Fahrer

sitzt aber nicht so gebückt wie bei einem Rennrad,

damit liefert das Alpenchallenge eine wesentlich

bessere Übersicht im Straßenverkehr.

Schon die ersten Tritte setzt das Alpenchallenge

perfekt auf die Straße um, der Rahmen ist extrem

steif! Das geringe Gewicht von unter 9 Kilo (mit

Pedalen) wirkt Wunder: Mit wenig Krafteinsatz beschleunigt

der „Halb“-Renner sehr flott und nimmt

schnell Fahrt auf. Richtig Spaß kommt beim Kurvenfahren

auf: Der geringe Radstand macht aus

dem Speedbike einen echten Kurvenflitzer. Hierfür

bieten die Conti „Grand Prix“-Reifen ausreichend

Grip, ohne dass der Flitzer selbst in engen und

schnellen Kurven aus der Ruhe kommt. Meine Erfahrung,

dass die meisten Reifen mehr Schräglage

vertragen als man sich selbst zutraut, bestätigt sich

beim BMC wieder.

Die Sram „XX1“-Schaltung mit 11 Ritzeln schaltet

fließend hoch und runter. Auch unter Last rastet

die „XX1“ exakt ein: Im Wiegetritt bergauf schiebt

das Schaltwerk die Kette ohne Ruckler auf das

42er-Ritzel. Ob bergan oder bergab, in engen Kurven

oder geradeaus, das Alpenchallenge fährt sich

wie ein spritziges Rennrad mit weniger „würziger“

da geduckter Sitzposition. Allerdings: Während ein

Technische Daten

Größen:

Gewicht (m. P.):

Preis:

44, 48,5, 51,5, 56 cm (Test)

8,9 kg (mit Pedale),

3.599,- Euro

Rahmen:

Aluminium, dreifach konifiziert

Gabel:

Alpenchallenge AC01 Carbon

Schaltung: SRAM XX1, 11-Gang Kettenschaltung

Schalthebel: SRAM XX1, Trigger (nur rechts)

Gänge: 1 x 11

Übersetzung v/h: 38/10-42 Zähne

Bremsen: Shimano M615, hydr. Scheibenbremse,

v/h 160/160 mm

Felgen:

Alex Rims ATD490 mit Reflektoren

Naben: DT Swiss 350

Reifen: : Continental Grand Prix 2, 700 x 28c,

Lenker/Vorbau: 3T Xida/3T ARX Pro

Sattel / -stütze: Fizik Rondine/BMC MSP01

Kontakt

BMC Switzerland AG

Tel.: +41-(0)32-654-14-54

E-Mail: info@bmc-switzerland.com

klassischer Rennlenker drei unterschiedliche Griffpositionen

bietet (Oberlenker, Bremsen, Unterlenker)

offenbart ein gerader Lenker eigentlich nur

eine: an den Griffen. Um die Schultermuskulatur

bei längeren Ausfahrten zu entlasten, darf gerne

mal im Wiegetritt gefahren werden.

Sehr bissig reagieren die Bremsen auf Befehle, eine

gewisse Eingewöhnungszeit verlangt das BMC

diesbezüglich seinem Besitzer (schon) ab.

Fazit: Wow!

Die sportliche Ausrichtung des Alpenchallenge

hat BMC exzellent umgesetzt, das Rad fährt sich

umwerfend klasse. Auch Kollege Robert ist hin und

weg. „Bretthart, aber super wendig und spritzig!“,

zeigt auch er sich begeistert.

Meine Meinung

Sehr direkt!

„Das BMC ist nichts für Langweiler:

Mit einer gemäßigten

Sitzposition bietet das Alpenchallenge

Fahrspaß wie ein

Rennrad. Es lässt sich sehr

direkt steuern und überträgt

jeden Tritt unmittelbar auf die

Straße.“

Georg Zeppin,

Testredakteur aktivRadfahren

Flotter

Dreier!

Immer mehr aktive Menschen entdecken

lässig zurück gelehnt den einzigartigen Sitzkomfort

und die kraftsparende Windschnittigkeit

unserer Liegeräder. Mit dem schnellen

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Fazit: „HP Velotechnik bringt

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Infos & Händlernachweis:

aktiv Radfahren 3/2014

www.hpvelotechnik.com

| 59


DAUERTEST | Simplon Scan K1

7.000 schnelle Kilometer: Das Simplon Scan K1 im Dauertest

Der Simplon-Spaß

60 | aktiv Radfahren 3/2014


Kaum schwerer als ein

Rennrad, voll ausgestattet

und gar nicht einmal

allzu teuer – das Simplon

Scan K1 klingt fast wie ein

Traum, der nicht wahr sein

kann. Ist er aber, wie wir im

Dauertest erfahren haben.

Redaktion: Sixtus Reiman

Fotos: Gideon Heede

Der erste Eindruck ist oft der wichtigste.

Besser hätte er für das Simplon

Scan K1 wirklich nicht mehr sein

können: Ein klarer Spätwintertag

Anfang März, Temperaturen knapp unter null

Grad, tief verschneite Berge, trockene und

vor allem vollkommen leere Straßen. Beste

Voraussetzungen für einen Radeltag wie im

Rausch – ganz besonders, wenn man auf solch

einer Rakete sitzt wie dem voll ausgestatteten

Renner der österreichischen Kultmarke.

Schon auf den ersten, noch sehr verhalten

gefahrenen Metern zum Bahnhof und beim

Einladen in den Regionalzug fällt auf, wie

unglaublich leicht das Rad ist. Als ich am Fuß

der Alpen aussteige, mich in den Sattel setze

und durch die Berge rausche, frage ich mich

als erstes, ob vielleicht der Tacho nicht richtig

eingestellt ist – so locker flockig zieht das mit

leichtem Gepäck beladene Rad bis deutlich

jenseits der 30-km/h-Marke an, ohne dass

ich den Eindruck habe, mich nennenswert

anzustrengen. Zumindest nicht auf den ersten

Kilometern, und auch nachdem am frühen

Nachmittag die 100-Kilometer-Marke überschritten

ist und die Sonne nicht mehr weit

von den Schneegipfeln entfernt, schmerzen

die Schenkel nicht, das Simplon stürmt weiter

so federleicht dahin, als ob ich gerade erst anfangen

würde, mich warm zu fahren.

Besonders freut mich, dass das Rad auch meiner

Vorliebe für komfortable Sitzpositionen

weit entgegenkommt, als ich nach einem langen,

traumhaft schönen Tag im Sattel wieder

im Regionalzug Platz nehme, tut kein einziger

Muskel weh. Aber wie bewährt sich der Luxusrenner

im Alltag?

aktiv Radfahren 3/2014 | 61


DAUERTEST | Simplon Scan K1

„Leidenschaft auf

zwei Rädern!“

Links: Die Carbongabel ist leicht und flext

genau so viel, dass das Fahrgefühl angenehm

ist, aber keine Energie verloren geht.

Oben: Das Deore-Schaltwerk ist grundsolide

und arbeitet auch nach 7.000 zum Teil

schmutzigen Kilometern präzise.

Sixtus

Reimann,

Redakteur

„Auch wenn ich gelegentlich deutlich

teurere und besser ausgestattete Räder

gefahren bin, habe ich mich immer darauf

gefreut, wieder das Scan K1 fahren

zu können. Es macht einfach unglaublich

viel Spaß, in allen Situationen.“

Ein Rad für jede Jahreszeit

Es wäre nicht das erste Mal, dass die feurige

Geliebte mit einem Mal deutliche Schwächen

offenbart, wenn man(n) jeden Tag mit ihr am

Frühstückstisch sitzt bzw. in unserem Fall im

Sattel – aber auch hier macht das Simplon

eine richtig gute Figur.

Besonders auffällig: Das Rad ist über vier Kilo

leichter als mein letztes Dauertestrad (vgl. aR

1-2/13 S. 72-75), und wenn ich gedacht habe,

dass das bei einer Zuladung von gut zehn Kilo

(Wechselkleidung, Sportsachen, Einkäufe, Abus-Schloss

und Ersatzteile) kaum ins Gewicht

fällt, dann habe ich mich gründlich getäuscht.

Das Simplon fühlt sich nicht nur beim Fahren

deutlich leichter an, es beschleunigt auch rascher

und fährt deutlich schneller: Während

ich die Strecke zur Arbeit mit dem T300 unter

günstigsten Bedingungen knapp unter 40

Minuten zurückgelegt habe, habe ich mit dem

Scan nur 35:35 min gebraucht.

Das Rad ist aber keineswegs nur für Schönwetterfahrer

geeignet: Auch als im Frühsommer der

Himmel tagelang die Schleusen öffnet und das

Wasser zentimeterhoch auf den Münchener

Straßen steht, fährt das Simplon wie eine Eins.

Die 32 Millimeter breiten CST „Sensamo"-Reifen

(ab Werk sind 30 mm Schwalbe „Marathon

Racer“ montiert) liefen sauber und souverän,

Auszüge Protokoll

Anfang März: Die erste Tagestour ist der

pure Wahnsinn! Das Simplon

jagt wie ein schwereloser

Pfeil durch die winterlichen

Berge, Enthusiasmus pur.

150 km: Regen oder Schnee, Straßen

oder Waldwege, Berge oder

Stadt – das Rad macht auch

im Alltag eine gute Figur.

200 km: Auf einer Neuschneefahrt

von der Arbeit nach Hause

kommt der erste Plattfuß.

Ich tausche den schmalen

und schnellen Schwalbe

„Marathon Racer“ gegen

den robusteren und etwas

breiteren CST „Sensamo“.

4.700 km: Die Bremsgummis der V-

Brakes sind abgefahren. Der

Austausch geht schnell und

problemlos. Wer nicht selber

schrauben mag, zahlt in der

Werkstatt nur ein paar Euro.

7.000 km: Die CST „Sensamo“-Reifen

sind deutlich abgenutzt,

aber ansonsten zeigt das

Rad kaum Verschleißerscheinungen.

Auch Kette, Ritzel

und Kränze, gepflegt mit

Hanseline Kettenwachs, sind

in Topform.

und die V-Brakes verzögern auch im dicksten

Wolkenbruch sicher.

Wer möchte, findet natürlich immer etwas zu

meckern. Mit dem serienmäßigen Sattel bin

ich nie richtig glücklich gewesen, aber der ist

schnell ausgetauscht. Auch ein leichterer Nabendynamo

mit einem besseren Wirkungsgrad

wäre schön gewesen, aber das Preis-Leistungs-

Verhältnis des Rades ist ohnehin schon sensationell.

Wer statt der V-Brakes hydraulische

Felgenbremsen von Magura möchte, kann sie

gegen Aufpreis direkt ordern – Simplon bietet

einen ausgesprochen übersichtlichen und

praktischen Konfigurator an, der eine Menge

weiterer Optionen bereithält.

Fazit: Lebensfreude auf zwei Rädern

Immer wenn ich beruflich unterwegs oder im

Urlaub bin, freue ich mich wie ein Schneekönig

darauf, mit dem Simplon zur Arbeit oder

besser noch durch die Berge zu fahren. Ich

denke, das sagt alles.

62 | aktiv Radfahren 3/2014


Technische Daten

Kein Schnickschnack! Der Lenker ist gerade, kurz und straff. Trotzdem sitzt

man auf dem Simplon komfortabel aufrecht.

Der elegante und stabile Gepäckträger trägt bis zu 20 Kilo, was für den Alltagsbetrieb

und Touren ohne Campingausrüstung mehr als genug ist. Die Verarbeitung

ist auch hier top, das schmale Rücklicht ist bestens zu sehen.

Größen: He: 46, 51, 56, 61 cm (Test)

Preis:

1.514,– Euro

Gewicht: 12,3 kg

Rahmen: Alu 7005-T6 SL

Gabel: Carbongabel Simplon F-1010

Antrieb: Shimano Deore

Übersetzung: 48,36,26/11-34 Zähne

Felgen:

Simplon 6.6 ELD, 36 L

Reifen:

Schwalbe Marathon Racer, 28“, 30 mm

Bremsen: mech. Felgenbr. Avid Single Digit 7,

Hebel: Avid Speed Dial 7

Vorbau/Lenker: Simplon MB-3/Simplon Straightbar

Griffe:

Velo, ergon.

Stütze/Sattel: Simplon Lite Rod 2/Sportourer

Zoo flow

Lichtanlage v/h: B&M Lumotec IQ CYO RT/ Herrmans

integr.

Weiteres: Gepäckträger: Racktime i-Valo mit

integr. Rücklicht,

Seitenständer: Hebie,

Schutzbleche: SKS

Kontakt

Simplon Fahrrad GmbH

Tel.: 0043-(0)5574-72564,

www.simplon.com

office@simplon.com

aktiv_Radfahren_3.14_210x95-Finale 07.01.2014 11:30 Uhr Seite 1

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ZYANKALI 29”

FOR

2014


Im Fokus | PEGAsus solero Disc

Im Fokus

Pegasus Solero SL Disc

Rassig und sicher

Immer wieder interessant, ein Rad aus der „Solero“-Reihe der großen deutschen

Marke Pegasus auszuprobieren: Fetzigen Spaß verspricht die 2014er „Disc“-Version

– mit Scheibenbremsen und Federgabel. Farbige Details wie die roten Bremssättel

bringen rassige Optik ins mattschwarze Rad, das sportliche Fahrdynamik

mit sicherer Verzögerung kombiniert.

Redaktion: Daniel O. Fikuart; Fotos: Jürgen Amann, Thomas Heinze

64 | aktiv Radfahren 3/2014


Seit drei Jahrzehnten hat die große deutsche

marke Pegasus Fahrräder im Programm,

bei deren Entwicklung „Qualität

und sicherheit im Vordergrund

stehen“, erklärt sören mühle, Produktmanager

der marke. „Durch die Rückmeldungen von unseren

Fachhändlern wissen wir genau, worauf

Pegasus-kunden Wert legen und welche Anforderungen

sie stellen.“

Rassige Optik, sichere Komponenten

Während das klassische solero sL durch understatement

gepaart mit wertigem komponenten-

Paket als Allrounder überzeugt, soll das solero

sL Disc mehr die sportlich ambitionierte käuferschicht

ansprechen, die Fahrspaß in Freizeit und

auf Touren bevorzugen. Dem entspricht schon

der optische Auftritt des „Disc“. Plakativ aber

edel setzen sich rote Details vom mattschwarzen

Rahmen ab. Perfekt passen dazu die roten

Bremssättel der scheibenbremsen. Hingucker

ist auch das rot eloxierte, extra groß ausgeführte

Riesen-Ritzel im Hinterrad – perfekt zum Erklimmen

von Anstiegen.

sportliche Dynamik vermittelt auch die durchdachte

komponenten-Auswahl – und das bei einem

Preis von 599,95 Euro! Der stabile und steife

Rahmen besitzt eine blockierbare Federgabel,

die selbst bei Tempofahrten über Naturpisten

und Pflasterstrecken hohen komfort und beruhigende

sicherheit schenkt. Letzteres trifft auch

auf die Tektro-scheibenbremsen zu: Nach einer

Einbremsphase bieten sie kurze Bremswege

auch in kritischen situationen. Daumen hoch für

die 24-Gang-kettenschaltung. sie agiert mit einer

klar indexierten Hebelage, überzeugt durch

leichte Bedienbarkeit, Präzision und schnelle Reaktionszeit.

Beruhigend, dass ihre untersetzung

– selbst wenn der tourentaugliche Gepäckträger

mal schwere Last zu tragen hat – auch steile

Rampen locker befahrbar macht.

Clevere Wahl der Ausstattung

Positiv fällt neben der sitzposition und dem Lenkercockpit

(top: Hörnchen für Greifalternativen)

der helle Fuxon-LED-Frontscheinwerfer auf. Er

und das Rücklicht besitzen standlichtfunktion

– vorbildlich. Leichtrollende, pannengeschützte

markenreifen runden das konzept „sportliches

solero Disc“ überzeugend ab. Das Rad hat alles,

was man im täglichen Einsatz benötigt.

Fazit

mit dem solero sL Disc bringt Pegasus ein schickes

Alltagsrad, das auch sportiven Ansprüchen

mehr als gerecht wird. klare sache: optik und

Fahrfreude zum top Preis-Leistung-Verhältnis.

Zuverlässigkeit, Sicherheit, Optik: Scheibenbremse

und dahinter der Nabendynamo

Auffallend im Hinterrad: das große, rot eloxierte

Ritzel. Es ist am Berg Gold wert.

i M GeS p R äcH MiT…

Sören Mühle, Produktmanager bei Pegasus

Auch alltagstauglich

Die Produktgruppe Solero ist seit neun Jahren

im Pegasus-Programm, steht für die obere

Mittelklasse und wird kontinuierlich optimiert.

Seit wann gibt es das Solero Disc?

sören Mühle: seit 2013. Wir reagierten damit

auf die kundennachfrage für ein sportliches

Alltagsrad. Das unterstreicht auch das Design.

Zielgruppe sind nicht allein sportive Kunden?

Das solero Disc ist ein Rad für Jedermann und

guter Partner im Alltag, das mit seinem sehr

guten Preis-Leistungs-Verhältnis und einem

schicken Design punktet. Im täglichen Einsatz

sind komfort, sicherheit und Verlässlichkeit

wichtig. Deshalb haben wir einige Features wie

Nabendynamo, sehr helle Beleuchtung und

sks-schutzbleche verbaut. Auf Trekkingtouren

am Wochenende zeigt sich das Bike sportlich

und bringt jede menge spaß.

Warum sind Scheibenbremsen montiert?

Hydraulische scheibenbremsen richten sich

an Fahrer, die sportlicher unterwegs sind oder

ein erhöhtes sicherheitsbewusstsein besitzen.

sie garantieren super Brems-Performance

bei jedem Wetter – auch mit Gepäck. Zudem

ist die Bremsanlage selbst nachstellend und

daher sehr kundenfreundlich.

Was ändert sich im Vergleich zum Vorjahr?

Beim solero Disc fiel das Feedback von kunden

und Händlern durchwegs sehr positiv aus.

Dennoch haben wir zwei Dinge verbessert:

Die Anbindung des Gepäckträgers wurde –

für eine cleanere optik – unsichtbar unter das

schutzblech versetzt. so scheint es, als würde

der Gepäckträger schweben. und wir haben

das vordere schutzblech verlängert – um den

Fahrer noch besser vor Nässe zu schützen.

Pegasus SOleRO Sl DiSc

aktiv

Preis-Leistung

empfehlung

Größen Herren: 48, 53, 58, 61 cm

Damen (Trapez): 45, 50, 53, 58 cm

Gewicht (m. P.): 17,3 kg

Aktionspreis: 599,95,– Euro

Rahmen: Alu 7005

Federgabel: suntour, blockierbar

Schaltung: shimano, 24 Gang

Bremsen: Tektro

scheibenbremsen

Sonstiges: Nabendynamo,

sks-Radschützer,

Fuxon-LED-Licht

ZEG

Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft eG

Tel.: 0221-17959-0, info@zeg.de

www.pegasus-bikes.de

aktiv

TEsTuRTEIL

Sehr gut

aktiv Radfahren 3/2014 | 65


TesT | Alltagsräder mit Riemenantrieb

Keine

Ausreden

mehr

6 Alltagsräder mit Riemenantrieb im Test

66 | aktiv Radfahren 3/2014


Die guten Vorsätze sind da.

Doch der innere Schweinehund

ist oft genug stärker.

Mit den wartungsarmen

Rädern in unserem Test hat

er ein paar Argumente weniger,

uns vom Radeln im

Winter abzubringen.

Redaktion: Jens Kockerbeck

Fotos: Jürgen Amann, Gideon heede

Na, gut geschlafen? Langsam tauche

ich aus dem Dämmerzustand

auf, kurz bevor meine Haltestelle

kommt. Daran hat sich mein Körper

längst gewöhnt. Das ein oder andere Quäntchen

schlaf kann ich so gut nachholen.

Aber ist es wirklich so erstrebenswert, in der dicken,

miefigen Luft der s-Bahn wieder vor sich

hin zu dämmern, wo man sich doch kurz vorher

erst mühsam aus dem Bett gequält hat?

Die Alternativen sind allerdings dünn. Mit dem

Auto habe ich zwar so etwas wie die eigenen

vier Wände um mich herum. Dafür stehe ich

möglicherweise im üblichen, zähen Pendlerstau.

Von frischer Luft auch bei offener schiebe keine

spur. Was dann? Rad fahren? Bei dem nasskalten

Wetter? Dazu sind die Wege matschig und

zu der Kälte kommt noch der Dreck, der sich

fröhlich auf Rad und Reiter verteilt. Teile wie die

Kette finden das salz auf den straßen auch nicht

gut. – Aber die frische Luft wäre schon schön!

Es gibt kein schlechtes Wetter

Mit ein wenig Aufwand kann man sich selbst

ganz gut gegen Kälte und Nässe schützen. Die

Ausrede zählt also nur bedingt. Wer sein Rad

gut pflegt und präpariert, bringt es ebenfalls gut

durch das ganze Jahr. Zum Glück gibt es Räder,

die einem die Arbeit so einfach wie möglich machen.

solche testen wir hier. Das Anforderungsprofil

für die Testräder: ein Rad für jeden Tag,

jede Jahreszeit, jedes Wetter. ein Rad, mit dem

man das ganze Jahr fahren kann, wenn man will.

Die Ausstattung mit einem Riemen haben wir

vorgegeben, weil er in vielen Belangen und unter

vielen Bedingungen unempfindlicher ist als

aktiv Radfahren 3/2014 | 67


TesT | Alltagsräder mit Riemenantrieb

Ein Rad mit Riemenantrieb macht natürlich auch bei gutem Wetter viel Spaß.

eine Kette. Für uns eine der besten Optionen für

ein Ganzjahresrad.

Das Testfeld

Böttcher stellt mit dem expedition ein Reisemodell

mit Pinion-Getriebe. Auch auf extremen

Touren sollte das wartungsarme system rund

um den Riemen von Vorteil sein. Ganz ähnlich

ist das santos Travel Lite mit Rohloff einzuordnen.

Breezer lobt sein Beltway 11 genauso eher

als Pendlerrad aus wie Tout Terrain das Via Veneto.

Alltagsfunktion dürfte also für beide eine

„Ein Riemen ist eine der

besten Optionen für ein

Ganzjahresrad.“

hohe Priorität besitzen. Für sportliches schalten

steht dabei die „Alfine“-11-Gang-Nabe. etwas

klassischer in die Kategorie Trekkingrad fallen

das Gudereit sX-P 4.0, ebenfalls mit Pinion-

Getriebe und das Rose Black Water, wiederum

mit Rohloff-schaltung. Damit haben wir allein

auf der Antriebsseite die Crème de la Crème der

sorglospakete versammelt.

Auch bei der sonstigen Ausstattung lässt sich

kein Kandidat lumpen. Hochwertige, leichtlau-

fende Nabendynamos sind standard, helles zuverlässiges

Licht ebenso. Tagfahrlicht ist in jeder

Jahreszeit ein sicherheitsplus. Bei den Bremsen

das gleiche hochwertige Bild: entweder die Räder

stoppen mit Maguras hydraulischen Felgenbremsen,

die auch bei Nässe und Matsch noch

kräftig zupacken. santos montiert sie sogar

vorne und hinten in der sogenannten Firmtech-

Version. Das bringt weitere Bremskraft. Oder es

kommen alternativ scheibenbremsen zum einsatz,

die sich noch weniger von den Weg- und

Wetterbedingungen beeinflussen lassen.

Wer sich so ein Rad anschafft, fährt vermutlich

nicht nur damit zum einkaufen und

ganzjährig zur Arbeit sondern auch die ein

oder andere Tour. Daher dürfen Faktoren

wie Komfort, Laufruhe, ergonomie nicht

vernachlässigt werden.

Nur bei den Reifen lassen fast alle sechs

Testräder etwas Ganzjahres- und vor allem Wintertauglichkeit

vermissen. Da sich die Pneus

aber relativ leicht austauschen lassen, sehen

wir das nur als finanzielles, nicht aber als technisches

Problem.

Rund um den Riemen

Der Antrieb per Riemen war unser zentrales

element für die Testräder. Deshalb widmen wir

uns diesem Aspekt noch einmal näher. Dass alle

Testräder ausschließlich mit dem Gates „Carbon

Drive“ ausgestattet sind, liegt daran, dass

Gates nicht nur den Markt beherrscht, sondern

ihn auch beinahe für sich alleine hat. Mit dem

„Conti Drive system“ von ContiTech steht zwar

ein potenzieller, mächtiger Konkurrent in den

startlöchern, aber der deutsche Autozulieferer

ist noch nicht ganz so weit. Räder mit diesem

system gibt es noch nicht wirklich – ist aber

wohl nur noch eine Frage der Zeit. Wer mehr

darüber erfahren möchte: In Ausgabe 6/2013

haben wir das system vorgestellt und erstmals

ausprobiert. eine andere Option ist der Riemen

von schlumpf Drives (Haberstock Mobility)

– schlumpf ist bekannt für die mit der Ferse

schaltbare Zweigang-Getriebe-Kurbel. Obwohl

deren system sehr innovativ ist, besonders was

die einstellung der Riemenlinie angeht, findet es

leider im Markt nur wenig statt.

Über die Vorteile einer riemenbasierten Kraftübertragung

herrscht weitgehend einigkeit: Der

Riemen läuft geräuschlos und muss nicht geschmiert

werden. Wartungsarmut und Unempfindlichkeit

gegen schmutz und Nässe sind weitere

wichtige Aspekte. Und ein aktueller Riemen

längt sich – anders als eine Kette – auch nicht.

Realisiert wird das durch unelastische, sehr robuste

synthetik- oder Carbonfasern. Die stränge

haben auch bewiesen, dass sie sehr lange halten

68 | aktiv Radfahren 3/2014


Der Gates „Centertrack“-Riemen mit der

Führungsnut und der offenen Riemenscheibe

Der „Conti Drive“ ist dank

hochfester Aramidfasern sehr

unempfindlich im Umgang.

– wenn man richtig mit ihnen umgeht. Besonders

der Gates-Riemen muss vorsichtig behandelt

werden. seine empfindlichen Carbonfasern

brechen leicht, wenn man den Riemen unsachgemäß

behandelt, zum Beispiel knickt, verdreht

oder überbiegt. Durch solchen schaden, den

man von außen nicht sieht, kann der Gates-

Riemen plötzlich reißen. Gefährliche stürze

könne die Folge sein. Deswegen sollte man die

Montage am besten einem geschulten Fachhändler

überlassen. Das Rad auszubauen, etwa

bei einem Platten, ist aber problemlos möglich.

Auch benötigt er eine hohe Vorspannung, um

nicht überzuspringen. Dafür wiederum müssen

die Kettenstreben sehr steif sein und die Belastungen

für Naben und Tretlager sind sehr hoch.

Für den neueren „Centertrack“-Riemen von Gates

muss die Vorspannung nicht mehr so hoch

sein, mit den entsprechend positiven Folgen.

Der „Centertrack“ wird anders als der klassische

„Carbon Drive“ über eine mittige Nut zentriert.

Mit den passenden, offen konstruierten Riemenscheiben

können sich steinchen kaum noch

festsetzen und den Riemen zerstören.

Bei Continental und schlumpf gibt es einige

dieser Probleme erst gar nicht, weil beide auf

einen Kern aus hochfesten Kunststofffasern setzen,

die nicht brechen können. so sind sie viel

unkomplizierter im Umgang. Bei beiden sind

die Zähne nicht nur weiter auseinander (14-mmstatt

11-mm-Teilung), was sie flexibler macht. Die

erhebungen sind auch höher. Dadurch springen

sie trotz geringer Vorspannung nicht über. Rahmen

und Lager werden daher weniger belastet.

Allerdings ist vor allem für das Conti-system

noch wenig bekannt über seine Dauerlaufeigenschaften

und mögliche Dehnung.

Kreative Lösungen gefragt

ein Nachteil eint aber alle Riemensysteme: Da

ein Riemen endlos ist, kann man ihn nicht an

jedem Rad einfach nachrüsten. Dazu muss der

Rahmen am Hinterbau entweder teilbar oder so

konstruiert sein, dass Rahmen und Riemen sich

gar nicht erst in die Quere kommen. Der Kreativität

sind dabei kaum Grenzen gesetzt, solange

der Rahmen nicht geschwächt wird. Dieser

Aufwand trägt neben dem Riemensystem selbst

dazubei, dass die Räder etwas teurer ausfallen.

Mit etwa 200 euro kann man ganz gut rechnen.

Vor allem bei der erstmontage muss der Riemen

richtig gespannt werden. Dafür setzen die Hersteller

entweder auf ein exzenter-Tretlager oder

verschiebbare Ausfallenden. einen Tausch oder

die Wartung überlässt man dann am besten dem

Händler.

Bald günstiger?

Noch ist so ein Riemen teuer. Das gleiche gilt

auch für fast alle unserer Testräder. Bringen sie

doch viel alltagspraktische und hochwertige

Technik mit, die durch die Bank hervorragend

funktioniert. Am erschwinglichsten ist das Breezer

Beltway. es steht den anderen kaum oder gar

nicht nach und glänzt dennoch mit einem tollen

Preis. Wer trotz kleinen Budgets die Vorteile

eines Riemenantriebs nutzen möchte, dürfte

bald die Möglichkeit

bekommen. Denn es

gibt Gerüchte, dass

Gates eine günstigere

Version plant, die

auch an weniger teureren

Rädern zum

einsatz kommen

kann. Das können

wir nur begrüßen,

weil ein Riemen

wirklich eine wunderbare

Alternative

zur Kette ist.

Man muss also kein

Träumer sein, um

sich als tapferer aber

frischer Ganzjahresradler

zu sehen.

MeINe MeINUNG

Eine echte

Alternative

„Wer nicht unbedingt auf

Kettenschaltungen steht,

findet im Riemenantrieb

eine wunderbar wartungsarme

Lösung.“

Jens Kockerbeck,

Redakteur Test & Technik

aktiv

aktiv Radfahren 3/2014 | 69


TesT | Alltagsräder mit Riemenantrieb

Das gefällt uns ...

1

2

3

6

1 scheinwerfer mit Tagfahrlicht sorgen das ganze Jahr über für mehr sicherheit.

2 Pinion und Gates bilden eine zuverlässige, wartungsarme einheit.

3 Obwohl ein Reimen nicht schmiert, hilft ein guter Hosenschutz gegen einklemmen und

schmutz. Hier eine Kombination aus Hebie „Chainbar“ und Hosenschutz auf der Kurbel.

4 Der „Centertrack“-Riemen von Gates mit zentraler Führung benötigt weniger spannung

und dank der offenen Riemenscheiben können Dreck und steinchen ihm weniger

anhaben.

5 ein breiter, robuster Lenker mit ergonomischen Griffen und Hörnchen sorgt für entspanntes,

kontrolliertes Radeln im Alltag und auf Touren.

6 Für zusätzliche sicherheit sorgen die optionalen Reflektorflächen am Tout Terrain. In

serie sind sie unter Lack.

7 In der Firmtech-Version sind die Magura-Bremsen noch kräftiger.

8 ein stabiler Gepäckträger ist ein praktischer Helfer im Alltag. Hier ist zusätzlich noch das

sehr gut sichtbare Rücklicht integriert.

Das geht besser ...

10

9 Hier ist der Rahmenteiler ziemlich hoch angesetzt. Praktischer

wäre er näher oder direkt am Ausfallende.

10 Der Klassiker: Das Rücklicht steht uns zu exponiert. Dadurch ist es

empfindlich im Alltag.

11 ein Mittelständer stört besonders im Alltag. Wenn er ausgeklappt

ist, nervt er oft beim Rangieren. Hier stößt auch noch der Fuß

während der Fahrt dran.

9 11

70 | aktiv Radfahren 3/2014


5

4

8

7

aktiv Radfahren 3/2014 | 71


TesT | Alltagsräder mit Riemenantrieb

BöTTcHeR exPediTioN

elegante Technik am Ausfallende

das Pinion-Getriebe veredelt den

schönen Rahmen.

Robuster Recke

Mit dem Namen „expedition“ spricht

Böttcher die Zielgruppe für dieses

Rad direkt an. echte Globetrotter

sollen auf ihm die Welt erkunden.

Dafür bietet das Rad nicht nur den

problemlosen stahlrahmen, sondern

auch robuste 26er-Laufräder

mit passendem schwalbe „Marathon

Mondial“-Reifen. Die Magura-

Bremsen sind ebenfalls schon welterfahren

und auch die Tubus-Träger

haben schon manches Reisegepäck

geschultert. Gute schutzbleche

und die Oberklasse-Beleuchtung

sind praktisch für Reise und Alltag.

Mit dem Pinion-Getriebe und dem

Gates-Riemen hievt Böttcher das

expedition noch eine ebene höher.

Denn dadurch wird das Rad nur bes-

Hohes durchsetzungsvermögen

„Dieses Rad in

seinem Lauf, hält

weder Matsch noch straße auf.“

Jens Kockerbeck

Redakteur Test & Technik

ser: zentraler schwerpunkt zentraler

Antrieb, wartungsarmer, geräuschloser

Kraftüberträger ...

Fahreindruck

ein langes Oberrohr und kompakte

Laufräder ergänzen sich zu einem

harmonischen Gesamteindruck auf

der Teststrecke. eine eher wendige

Auslegung fällt aber trotzdem auf.

Ausstattung und robuster Rahmen

bringen reichlich Masse zusammen,

die besonders am Berg ins Gewicht

fällt. Durch die spürbare stabilität

und steifigkeit ergeben sich aber

kraftschonende Antritte, die einiges

davon ausgleichen. Die Übersetzung

ist nicht unsportlich und

könnte für Kletterei mit Gepäck

aktiv

TesTURTeIL

Sehr gut

FAHRVeRHALTeN

SPoRT

TouR

noch berggängiger sein. Der stabile

Lenker kompensiert das lange,

hohe und damit flexiblere steuer

sehr gut. seine kräftigen Laufräder

wühlen sich auch durch schwierigste

Verhältnisse. Positiv ist, dass der

Freilauf nicht summt. Allerdings

sorgt seine etwas gröberer Rasterung

für mehr Leerweg an der

Kurbel. Die mögliche Zuladung von

maximal 100 Kilo ist für ein expeditionsrad

eindeutig zu wenig.

Fazit

Das durch und durch robuste Wesen

des expedition bewährt sich

im Alltag perfekt. Für ausgedehnte

Reisen ist die Zuladung aber leider

zu gering.

PLUs/MINUs

+ sehr wendig

+ Ausstattung

+ unaufhaltsam

– schwer

– wenig Zuladung

TeCHNIK

Allgemein

Größen

Gewicht

Max. Zuladung

Preis

He: 48, 52, 57, 61 cm (Test)

17,8 kg (ohne Pedale)

ca. 100 kg

3.699,– euro

RAhmen, gAbel

Rahmen

CrMo-stahl, 2-fach konifiziert

Gabel

CrMo-stah

AntRieb, bRemsen

Schaltung Pinion P1.18, 18 Gänge

Schalthebel Pinion Drehgriff

Kurbel

Pinion

Übersetzung (v/h) 39/30 Zähne

Naben v/h Nabendynamo shimano XT/

shimano XT

Felgen Rigida Zac 2000, 36-L

Reifen

schwalbe Marathon Mondial

26“ x 50 mm

Bremsen

Magura Hs 33, hydr. Felgenbremse

AusstAttung

Vorbau

Humpert Octopus II

Lenker

Humpert X-TAsy flat bar

Griffe

ergon GP1, geschraubt, ergon.

Sattelstütze Promax sP-785

Sattel

selle Royal Respiro

Scheinwerfer

Rücklicht

Sonstiges

B&M Luxos U, Fernbedienung

B&M Toplight Line plus

Gates Centertrack Riemen;

Rahmenschloss; Hebie

Chainbar; Tubus Logo evo

Gepäckträger; Tubus Tara

Lowrider; sKs-schutzbleche,

Hinterbauständer

KONTAKT

Böttcher Fahrräder GmbH

Tel.: 0481-7950

info@boettcher-fahrraeder.de

72 | aktiv Radfahren 3/2014


aktiv

BReeZeR BeLTwAy 11

Empfehlung

Qualität muss nicht immer „made in

Germany“ sein.

in dem 3-d-Ausfallende versteckt

sich der Rahmenteiler.

eines für alles

Das Breezer bewegt sich zwischen

stadt und Land, zwischen Pendler-

Rad und Tourer. selbst bei Breezer

kann man sich nicht so ganz entscheiden.

ein Problem ist das natürlich

nicht. Im Gegenteil. Die Frage

ist nur, ob man den spagat auch gut

umgesetzt hat. Die Technik jedenfalls

ist wartungsarm, sicher, zuverlässig

und hochwertig. Mit dem Gates-Riemen

treibt man eine 11-Gang

„Alfine“-Nabe an. Hydraulische

shimano-scheibenbremsen verzögern

zuverlässig. Die Beleuchtung

mit stand- und Tagfahrlicht ist ein

weiterer sicherheitsaspekt. ergonomisch

nicht unwichtig sind der Tourenlenker

und die Griffe. Der Rahmen

bietet die Breezer-typischen

Jens Kockerbeck

Redakteur Test & Technik

Meine empfehlung

„Das Beltway

ist einfach rund.

es gefällt mir in

jeder situation.“

inneren Verstärkungen, „D‘Fusion

Tubing“ genannt. Intelligent ist

der Rahmenteiler für den Riemen

gelöst. Unauffällig von unten geschraubt

sitzt die Öffnung zwischen

sitzstrebe und Ausfallende.

Lowrider-Ösen an der Gabel bieten

Optionen für die große Tour. Beste

Vorraussetzunge also für Vielfalt.

Dabei kostet das Rad alles andere

als ein Vermögen.

aktiv

TesTURTeIL

Überragend

FAHRVeRHALTeN

SPoRT

TouR

Fahreindruck

Nicht zu kurz, nicht zu lang ist die

sitzhaltung auf dem Beltway. Dazu

ein gekröpfter Tourenlenker mit

ergon-Griffen. Im Zusammenspiel

mit dem schlanken, festen sattel

kann man die ergonomie des Rades

als sehr stimmig bezeichnen.

Auch der Komfort ist wirklich hoch.

Dafür sorgen auch die eher breiten

Reifen. Die Geometrie steht dem

in Nichts nach. Denn das Rad fährt

sich perfekt ausgewogen und lässt

sich souverän steuern. Auszeichnen

kann es sich auch mit leichtem Lauf

und direkter Kraftübertagung. so

lässt es sich sportlich beschleunigen,

wenn nötig. Nur die scheibenbremse

könnte vorne größer sein.

Fazit

Ob sportlich oder gemütlich, kurz

oder lang: auf dem Breezer Beltway

11 ist jeder Meter ein Vergnügen.

Unsere empfehlung, zumal für diesen

tollen Preis!

PLUs/MINUs

+ Preis-Leistungs-Verhältnis

+ sehr ausgewogen

+ durchdachte Ausstattung

– etwas kleine

Bremsscheibe vorn

TeCHNIK

Allgemein

Größen

Gewicht

Max.

Zuladung

Preis

He: 52, 56, 60 cm (Test)

13,9 kg (ohne Pedale)

125 kg

1.699,– euro

RAhmen, gAbel

Rahmen

Aluminium - Breezer D‘Fusion

Gabel

Breezer Aluminium

AntRieb, bRemsen

Schaltung shimano Alfine 11

Schalthebel shimano Alfine Rapidfire

Kurbel

Breezer Alu geschmiedet

Übersetzung (v/h) 46/24

Naben v/h Nabendynamo shimano ALfine/

shimano Alfine s700

Felgen Ryde Taurus 19 Disc-Only, 32 L.

Reifen schwalbe Marathon Racer ,

28“ x 40 mm

Bremsen

shimano T445 hydr. scheibenbremse,

160/160 mm

AusstAttung

Vorbau Breezer Alu, 31.8

Lenker Breezer ergo Lite Alu, 31,8

Griffe

ergon GP1, geschraubt, ergon.

Sattelstütze Breezer Aluminum, 27.2

Sattel

Breezer Performance

Scheinwerfer B&M Lumotec IQ Fly RT

Rücklicht B&M Toplight flat

Sonstiges Gates Centertrack-Riemen;

Rahmenschloss; Atran seitenständer;

sKs-schutzbleche;

Gepäckträger

KONTAKT

Advanced Sports GmbH

Tel.: 07171-779900

info@advancedsports.eu

aktiv Radfahren 3/2014 | 73


TesT | Alltagsräder mit Riemenantrieb

GudeReiT Sx-P 4.0

Auch Gudereit setzt auf Pinion.

Gute, simple Zugführung am

Steuerrohr

Zuverlässig

Das sX-P 4.0 ist nicht nur das Topmodell

der Ostwestfalen, sondern

auch eines der noch wenigen Räder,

die das Pinion-Getriebe mit

Riemenantrieb kombinieren. Hier

mit dem bewährten Gates „Carbon

Drive“. Zum status des Topmodells

passt auch die sonstige Ausstattung

ganz gut. Wie etwa die edle Lichtanlage

von supernova (Dynamo

und scheinwerfer) mit im Gepäckträger

integriertem B&M-Rücklicht.

Der neue radiale Geberzylinder der

Magura „Hs 33 R“ macht die Bremse

noch hochwertiger. ständer, Gepäckträger

und Hosenschutz von

Hebie runden das Paket ab. Bei den

Rahmengrößen vergisst Gudereit

auch große Menschen nicht. An

Jens Kockerbeck

Redakteur Test & Technik

Schön direkt

„Mit dem sX-P 4.0

ist Gudereit ein

schön direkt zu

fahrendes Tourenrad

gelungen.“

unserem Testrad ist noch nicht alles

endgültig. In der serie bekommt

es etwa noch ein verschiebbares

Ausfallende. Womit der Riemen

einfacher gespannt und das Rad

leichter ausgebaut werden kann.

Der Rahmenteiler ist zumindest

aktuell noch etwas hoch angesetzt.

Besser gefällt uns die Zugführung

am steuer.

aktiv

TesTURTeIL

Sehr gut

FAHRVeRHALTeN

SPoRT

TouR

Fahreindruck

Das sX-P ist sehr gut ausgewogen

zu fahren. Wenn nötig, lässt es sich

leicht und direkt dirigieren. Lässt

man es laufen, fährt es auch wie auf

schienen. Das Rad ist etwas straffer

abgestimmt aber der Komfort

kommt nicht zuletzt dank der breiteren

Reifen und des Tourenlenkers

nicht zu kurz. Die Übersetzung ist

gut mittig ausgelegt und bringt am

Hinterrad Potenzial für steigungen

und Tempo. Dabei ist die Kraftübertragung

schön direkt. schließlich versteift

der Getriebeblock im Tretlager

den Rahmen merklich. Zudem spürt

man die sehr zentrale Krafteinleitung

förmlich. Die ebenfalls direkte Magura-Bremse

rundet den stimmigen

Gesamteindruck des Rades ab.

Fazit

Das Gudereit sX-P 4.0 bringt alles

für ein gutes Alltagsrad mit: zuverlässige,

wartungsarme Technik

tolle Fahreigenschaften in vielen

situationen.

PLUs/MINUs

+ direkte Kraftübertragung

+ sehr gute Kontrolle

+ Alltagstauglichkeit

– hoher Rahmenteiler

TeCHNIK

Allgemein

Größen

Gewicht

Max. Zuladung

Preis

He: 48, 53, 57, 61, 64 cm

(Test) Trapez: 45, 48, 53,

57 cm

15,3 kg (ohne Pedale)

ca. 105 kg

3.299,– euro

RAhmen, gAbel

Rahmen Aluminium 6061

Gabel Aluminium 6061

AntRieb, bRemsen

Schaltung Pinion P1.18, 18 Gänge

Schalthebel Pinion Drehgriff

Kurbel

Pinion

Übersetzung (v/h) 39/30 Zähne

Naben v/h Nabendynamo supernova

Infiity s/ KT QL-YKMR

Felgen schürmann Tour sX , 36-L

Reifen

schwalbe Marathon supreme

28“ x 42mm

Bremsen

Magura Hs 33 R, hydr.

Felgenbremse

AusstAttung

Vorbau

satori Turn up

Lenker

Kalloy Aluminium Riserbar

Griffe

ergon GP1, geschraubt, ergon.

Sattelstütze Kalloy Aluminium 31,8

Sattel

selle Royal Freccia

Scheinwerfer supernova scheinwerfer e3

PRO2

Rücklicht B&M shine, integriert

Sonstiges Gates-Riemen; Rahmenteiler;

Pinion-schutzring; Hebie

Chainbar; Hebie Tour Gepäckträger

m. integr. Rücklicht;

in serie: Rohloff-Ausfallende

m. Kettenspanner; sKsschutzbleche

KONTAKT

Kurt Gudereit GmbH

Tel.: 0521-92812-0

info@gudereit.de

74 | aktiv Radfahren 3/2014


RoSe BLAcK wATeR-3 cd

Ganz schön technisch: der Bereich

des Ausfallendes

der breite Lenker ist die Basis für

eine sehr gute Kontrolle.

technisch versiert

Das Black Water ist Roses Trekking-Touren-Flaggschiff.

Das gilt

insbesondere für die Version mit

Rohloff-schaltung und Riemenantrieb.

Typisch für den Bocholter

Versender ist das Rad mit allerlei

bepackt. Das reicht vom höhenverstellbaren

speedlifter, über die

vom Lenker blockierbare Gabel,

das Rahmenschloss bis hin zum

sehr technischen Ausfallende samt

mächtigem Rahmenteiler für den

Gates-Riemen und natürlich der

Rohloff-Nabe. Nicht zu vergessen

die Federsattelstütze und die hochwertige

Lichtanlage. Das alles bringt

ordentlich Masse auf die Waage. Im

Alltag ist vieles davon aber oft sehr

praktisch. Die eigene sicherheit

Viele Möglichkeiten

„Das Black Water

bietet viele Optionen.

es hat aber

selbst noch etwas

Potenzial für Verbesserungen.“

Jens Kockerbeck

Redakteur Test & Technik

wie die Betriebssicherheit kommen

ganz bestimmt nicht zu kurz.

Fahreindruck

Den Fahreindruck beeinflusst das

insofern, als dass das Gewicht am

Berg schon spürbar ist. In der ebene

weniger. Da beschleunigt das

Rad zügig und behände. Das steuer

ist auch in der tiefsten stellung

relativ hoch, was die Übersicht

günstig beeinflusst. Das Rad ist gut

ausgewogen zwischen spurtreue

und Wendigkeit. eine gute ergonomie

zeichnen den breiten Tourenlenker

und die Hörnchengriffe aus.

so lässt sich das Rad auch sehr gut

kontrollieren. Für etwas Missstimmung

sorgt die sattelstütze. sie

aktiv

TesTURTeIL

Gut

FAHRVeRHALTeN

SPoRT

TouR

ist entweder zu fest oder zu weich.

Nicht zeitgemäß für ein Rad dieser

Klasse ist der Mittelständer. er behindert

nicht nur beim Ausparken

im Alltag, sondern beim Kurbeln

gelegentlich auch den Fuß. schräge

Ausfallenden, Bremsen, schloss

und snubber (schützt vor Überspringen)

sowie wenig Platz im

Hinterbau machen den Radausbau

leider unnötig kompliziert.

Fazit

Das Black Water-3 bietet überzeugende

Fahreigenschaften. Bei der

reichhaltigen Ausstattung gibt es

noch Optimierungsmöglichkeiten.

so stört sie sogar beim Radausbau

unnötig. ein gutes Tourenrad.

PLUs/MINUs

+ sehr gute Fahreigenschaften

+ hochwertige Ausstattung

– umständlicher Radausbau

– störender Mittelständer

TeCHNIK

Allgemein

Größen

Gewicht

Max.

Zuladung

Preis

He: 17, 19, 21, 23, 25 Zoll (Test)

Unisex: 17, 19, 21, 23 Zoll

16,4 kg (ohne Pedale)

ca. 130 kg

2.685,– euro

RAhmen, gAbel

Rahmen

6066 T6 Aluminium

Gabel suntour NCX-e-P-RL LITe, 63

mm, Lockout

AntRieb, bRemsen

Schaltung Rohloff, 14 Gang

Schaltgriff Rohloff Drehgriff

Kurbel

Truvativ stylo

Übersetzung (v/h) 55/22 Zähne

Naben v/h Nabendynamo shimano XT/

Rohloff speedhub

Felgen Mavic A19, 32 L.

Reifen

schwalbe Marathon supreme,

28“ x 40 mm

Bremsen

Magura Hs33 R, hydr. Felgenbremsen

AusstAttung

Vorbau

Xtreme Pro High Comfort

Lenker

Rose XC Low Rizer

Griffe

ergon GP 3, geschraubt

Sattelstütze Xtreme Pro Body Protector,

40mm Federweg

Sattel

selle Royal Lookin

Scheinwerfer B&M IQ Cyo RT senso plus

Rücklicht B&M Linetec, integriert

Sonstiges Gates Centertrack-Riemen,

Rahmneteiler; schloss Abus

Amparo, sKs-schutzbleche,

speedlifter, Mittelständer

KONTAKT

Rose Versand GmbH

Tel.: 02871-275570

radverkauf@rose.de

aktiv Radfahren 3/2014 | 75


TesT | Alltagsräder mit Riemenantrieb

SANToS TRAVeL LiTe

aktiv

Empfehlung

das Santos bietet die kräftige

Firmtech-Bremse vorne und hinten.

Feine Verarbeitung und edle Lösungen

zeichnen das Santos aus.

Alltäglicher Verführer

santos aus den Niederlanden ist

einer der wichtigsten Unterstützer

der (Gates-)Riemen-Idee. Der erfolg

gibt ihm recht. Darüber hinaus

stehen santos-Räder für höchste

Rahmen- und Produktqualität. Indizien

dafür sind die durchgehend

geglätteten Nähte. Ungewöhnlich

und ein weiterer Hinweis auf die

hohe Qualität sind die Firmtech-

Bremsen vorne und hinten. sie

versprechen eine nochmal höhere

standfestigkeit als normale Maguras.

Gleichzeitig erleichtern sie den

Radausbau. Wie der Name schon

verrät, ist das Travel Lite in erste Linie

als Reiserad gedacht. Das macht

es als Alltags- und Tourenrad nicht

schlechter. Denn auch im täglichen

Jens Kockerbeck

Redakteur Test & Technik

Zum Träumen

„Auf dem santos

könnte man bedenkenlos

abschalten und

von der nächsten Reise

träumen.“

einsatz helfen ein wartungsarme

Rohloff-Gates-Kombination und

eine helle, hochwertige sON-Lichtanlage.

Leider fehlt hier ein Rücklicht,

genau wie ein ständer. Den

Lowrider kann man abschrauben.

aktiv

TesTURTeIL

Sehr gut

FAHRVeRHALTeN

SPoRT

TouR

Fahreindruck

Wie ein echter Friese lässt sich

das Travel Lite nicht aus der Ruhe

bringen. es fährt jederzeit gutmütig

bleibt dabei auch elegant

und sportlich leicht. seine enorme

spurstabilität ist auffällig, trotzdem

ist es, wenn nötig, wunderbar

wendig. Zusätzlich zeichnet es sich

durch eine starke, verlustarme

Kraftübertragung aus. Die Übersetzung

ist leicht ins Klettern verschoben.

Zügig fährt das Rad natürlich

trotzdem. Die voluminösen Reifen

sorgen mit und ohne viel Gepäck

für den nötigen Komfort an diesem

sonst starren Rad. Nicht ganz

so optimal ist der lange Vorbau. er

macht die Lenkung manchmal etwas

träge. Mit kürzerer Reichweite

und einem breiteren Lenker wäre

das Rad agiler und der Fahreindruck

noch runder.

Fazit

Auf dem feinen, nicht ganz günstigen

santos Travel Lite gerät man

durchaus ins Träumen, so spielend

leicht fährt es sich. Das Rücklicht

und einen ständer müsste man

noch nachrüsten.

PLUs/MINUs

+ tolle Fahreigenschaften

+ hohe Qualität

+ viele Größen

– kein Ständer, kein Rücklicht

TeCHNIK

Allgemein

Größen

Gewicht

Max.

Zuladung

Preis

He: 49, 53, 57, 61, 65 cm (Test)

Da: 45, 49, 53, 57, 61 cm

14,8 kg (ohne Pedale)

ca. 145 kg

4.218,– euro

RAhmen, gAbel

Rahmen

Aluminium

Gabel

Aluminium

AntRieb, bRemsen

Schaltung Rohloff, 14 Gang

Schalthebel Rohloff Drehgriff

Kurbel

Truvativ

Übersetzung (v/h) 55/22 Zähne

Naben v/h Nabendynamo sON delux/

Rohloff speedhub

Felgen Rigida Andra, 36 L.

Reifen

schwalbe Marathon supreme,

28“ x 50 mm

Bremsen

Magura Hs 33 Firm-tech, hydr.

Felgenbremse

AusstAttung

Vorbau

santos

Lenker

santos

Griffe

ergon GP3 geschraubt

Sattelstütze santos

Sattel sQ Lab 612

scheinwerfer sON edelux

Rücklicht -/-

Sonstiges Gates Centertrack-Riemen;

Rahmenschloss; Tubus Vega

Gepäckträger; Tubus Duo

Lowrider, integrierter Lenkanschlag;

sKs-schutzbleche

KONTAKT

Santos Bikes

Tel.: 0031-252-426123

info@santosbikes.com

76 | aktiv Radfahren 3/2014


TouT TeRRAiN ViA VeNeTo

Typisch: der integrierte und

robuste Gepäckträger

Feine, exzellente Rahmenqualität ist

ein Markenzeichen von Tout Terrain.

schlank und elegant

Wie von Tout Terrain gewohnt, ist

auch das urbane Via Veneto eine

echte Augenweide. Man kann das

problemlos auf so ziemlich jeden

Aspekt des Rades beziehen. Zum

Beispiel auf die schutzbleche, die

allerdings bei schlechtwetter etwas

unpraktisch sind – Optional

gibt es sKs-schützer. Details, die

ein Tout Terrain ausmachen, sind

elegante Lösungen wie der unauffällig

ins Ausfallende integrierte

Rahmenteiler oder die asymmetrische

Gabel, um den Bremskräften

zu begegnen. Der integrierte edelstahlgepäckträger

ist ein weiteres,

typisches schmankerl. Trotz vieler

Raffinessen bleibt das Via Veneto

total reduziert und legt einen

Jens Kockerbeck

Redakteur Test & Technik

Typisch

„Von der Qualität

bis zur Abstimmung

ist das Rad ein

typisch edles Tout-

Terrain-Produkt“

sportlich schlanken Auftritt hin.

Dazu passen der Gates-Riemen

und die sportliche „Alfine“-Nabe.

Für viel sicherheit im Alltag sorgen

optionale, strategisch verteilte Reflektoren

unter dem Decklack.

Fahreindruck

Passend zu dem athletischen Auftritt

ist die sitzhaltung auf dem Via

Veneto leicht sportlich einzuordnen.

Das Rad lässt sich dabei hervorragend

direkt lenken und leicht

auf hohes Tempo beschleunigen.

schließlich ist die Kraftübertragung

auffällig und angenehm direkt. Der

Komfort ist entsprechend nicht

überwältigend hoch aber durchaus

in gutem Maß vorhanden. Der

aktiv

TesTURTeIL

Sehr gut

FAHRVeRHALTeN

SPoRT

TouR

direkte Gates-Riemen und die knackig

schaltende 11-gängige „Alfine“-

Nabe korrespondieren bestens

mit der sportlichen Gangart, die

sich durch Übersetzung und Abstimmung

des Rades ergibt. Beim

sattel sollte man ein sportlicheres

Modell vorziehen. Dann machen

auch längere Touren richtig spaß

und das Fahrgefühl ist vollkommen

stimmig.

Fazit

Das Via Veneto ist ein flotter Pendler,

auch für sportliche Touren.

Für den Alltag bringt es alles Nötige

mit, auch wenn man das dem

schlichten Rad nicht sofort ansieht.

Die Abstimmung ist sehr gelungen.

PLUs/MINUs

+ agiles Fahrverhalten

+ sehr gute Kontrolle

+ elegante optik

+ Ausstattung

– Schutzbleche

TeCHNIK

Allgemein

Größen He: 45, 50, 55, 60 cm (S, M, L,

xL) (Test)

Gewicht

15,5 kg (o. Pedale)

Max.

Zuladung

Preis

ca. 145 kg

2.601,40 (ab 1.850,–) euro

RAhmen, gAbel

Rahmen

ChroMo stahl

Gabel

ChroMo stahl

AntRieb, bRemsen

Schaltung shimano Alfine 11

Schalthebel shimano Afine Rapidfire, 11 G.

Kurbel

Truvativ FireX

Übersetzung (v/h) 46/24 Zähne

Naben v/h Nabendynamo shimano LX/

shimano Alfine s700

Felgen Rigida Andra 210, 32-L

Reifen schwalbe Marathon Racer 28

x 40 mm

Bremsen

shimano T615, hydr. scheibenbr.,

180/160 mm

AusstAttung

Vorbau

tout terrain Black Label

Lenker

tout terrain Black Label ergo

Griffe

tout terrain Black Label, fix.

Sattelstütze tout terrain Black Label

Sattel

selle Royal Dardo

Scheinwerfer B&M IQ Cyo T

Rücklicht B&M Toplight Line

Sonstiges Gates-Riemen; Rahmenschloss;

Tretlager-exzenter

mit VBA; Lenkanschlag; integr.

ChrMo-Gepäckträger m.

Racktime-Adapter; seitenständer;

Curana schutzbleche;

schloss Abus Amparo, Reflexfolie

unter Lack,

KONTAKT

tout terrain oHG

Tel.: 0761-20551000

info@tout-terrain.de

aktiv Radfahren 3/2014 | 77


TEST | Sportreifen

Technik: Mountainbike-, Speed-, Crossreifen im Praxis- und Labortest

Spurensuc

78 | aktiv Radfahren 3/2014


Die Wahl des Reifens gibt

den Ausschlag bezüglich

Komfort, Sicherheit und

Fahrspaß. Doch welcher ist

der richtige? aktiv Radfahren

hat je sechs Reifen aus dem

Speed-, Cross- und MTB-

Segment für Sie unter die

Lupe genommen. Wie diese

abschneiden, erfahren Sie auf

den nächsten Seiten.

Redaktion: Sebastian Böhm, Radwerk

Fotos: Jürgen Amann, Gideon Heege

Matsch auf allen Wegen, der Nebel

verhindert eine gute Sicht.

Da passiert es – in der steilen

ausgesetzten Abfahrt rutscht

auf einem nassen Stein das Vorderrad weg, der

Fahrer landet in der nächsten Hecke. Die Mitfahrer

krümmen sich vor lachen – beim Blick

auf den Reifen ist uns klar: mit einem alten, abgefahrenen

Profil geht es einfach nicht besser!

he

Lastenheft Speedreifen

Speedreifen müssen, wie der Name schon

sagt, vor allem eines: schnell rollen! Das ist die

oberste Prämisse, denn sie sind auf Speedbikes

und schnellen Trekkingrädern montiert. Die

Pannensicherheit ist dabei wichtig, ihr Gewicht

aber der Endgeschwindigkeit untergeordnet.

Lastenheft Crossreifen

Crossreifen müssen sehr variabel agieren können.

Einerseits ist der Rollwiderstand wichtig,

um auch auf der Straße nicht zu viel Energie

zu verschwenden. Weiterhin spielt die Pannensicherheit

im Gelände eine nicht zu unterschätzende

Rolle. Und schlussendlich darf die

Traktion nicht zu kurz kommen, um auch abseits

der Straße auf Radwegen und im Gelände

hohen Fahrspaß zu generieren.

Lastenheft Mountainbikereifen

Im Gelände ist die oberste Prämisse: Traktion.

Dabei muss ein MTB-Reifen auf Steinen,

Wurzeln, Schotter und Waldwegen zeigen,

was er kann. Im Schlamm ist zudem eine gute

Selbstreinigung für sicheres Weiterkommen

aktiv Radfahren 3/2014 | 79


pa

Schwalb

Mich

Continen Vrede

TEST | Sportreifen

Testwerte im Überblick

Vittor pa

Continental

Schwalb Mich

Schw

Continen

e Speedbike Speedbike Crossbike Crossbike Crossbike Mtb

Mtb unabdingbar. Mtb Zweiter wichtiger Aspekt ist die

Rollwiderstand

Einheit: Watt Pannensicherheit, denn niemand kann einen

39,8

39

Platten mitten im Wald wirklich gut gebrauchen.

35,6

31,4 31,9

25,4

23,2 23,5

21,9 23,4 25,1 27 28

25 25,8 26

27,6 27,6

Der Rollwiderstand wird den ersteren

Punkten klar untergeordnet, spielt nur bei

Rennfahrern eine wirklich wichtige Rolle.

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

Vredestein perfect Lite

Vittoria Voyager Hyper

Schwalbe Marathon Racer

Continental Sport Contact

Durchstich spitz

0,7

0,6

0,5

0,4

0,3

0,2

0,1

0

Michelin

Continental pa

panaracer t-Serv pt

0,29 0,31 0,34 0,35 0,36

Vittoria Voyager Hyper

Vredestein perfect Lite

panaracer t-Serv pt

Michelin protek Urban

Schw Mich

W

Michelin

kenda

Continental

Continental Mountain king CX

Schwalbe Racing Ralph

Michelin Cyclocross Mud 2

Speedbike Crossbike Mtb

Continental Sport Contact

Durchstich flach

1,8

1,6

1,4

1,2

1

0,8

0,6

0,4

0,2

0

900

800

700

600

500

400

300

200

100

0

Michelin protek Urban

0,58

Schwalbe Marathon Racer

Vittoria Xg pro

Schw W

Sch

Michelin kenda

Wtb Crosswolf tCS

kenda Small block Eight

0,16 0,18 0,22 0,24 0,24 0,31

kenda Small block Eight

Wtb Crosswolf tCS

Michelin Cyclocross Mud 2

Continental Mountain king CX

Schwalbe Racing Ralph

Vittoria Xg pro

Schwalbe Nobby Nic

Continental X

Sch W

Specialize

kenda

geax Saguaro

Continental X-king pro tection

Specialized ground Control

Vredestein black panther Xtreme

Vredestein blac

Continental X

Michelin Wild

Specialize Sch

Michelin Wild grip'R advanced

0,2 0,22 0,26 0,26 0,27 0,31

Speedbike Crossbike Mtb

1,55

1,27

1,17

0,96 1 1,03

0,85 0,88 0,94 0,94 1,01 1,13

1,2 1,22

0,94 0,98 1 1,02

Vittoria Voyager Hyper

375

Vredestein perfect Lite

panaracer t-Serv pt

425

Vittoria Voyager Hyper

Continental Sport Contact

Durchschlag

487 512

panaracer t-Serv pt

Vredestein perfect Lite

Schwalbe Marathon Racer

Michelin protek Urban

787

Continental Sport Contact

Schwalbe Marathon Racer

837

Michelin protek Urban

Continental Mountain king CX

Specialized ground Control

287 287 312 312 337 362 387

kenda Small block Eight

kenda Small block Eight

Michelin Cyclocross Mud 2

Michelin Cyclocross Mud 2

Speedbike Crossbike Mtb

Schwalbe Racing Ralph

Wtb Crosswolf tCS

Continental Mountain king CX

Vittoria Xg pro

Vredestein black panther Xtreme

Michelin Wild grip'R advanced

Schwalbe Nobby Nic

Vredestein black panther Xtreme

487 512 525

Speedbike Crossbike Mtb

Wtb Crosswolf tCS

Schwalbe Racing Ralph

Vittoria Xg pro

Specialized ground Control

Einheit: Newtonmeter

Michelin Wild grip'R advanced

geax Saguaro

Schwalbe Nobby Nic

Continental X-king pro tection

geax Saguaro

Einheit: Newtonmeter

Continental X-king pro tection

Michelin Wild grip'R advanced

Vredestein black panther Xtreme

Schwalbe Nobby Nic

Einheit: mm

562 562

Continental X-king pro tection

geax Saguaro

Specialized ground Control

Vredestein blac

Michelin Continental Wild X

Specialize

Vredestein blac

Michelin Wild

So testet aktiv Radfahren

Elementar – der Praxistest: Die wortwörtliche

Erfahrung ist ein wichtiger Punkt in unserem

Test. Sie zeigt, wie gut die Reifen in Ihrem jeweiligen

Einsatzbereich sind und wie sie sich

gegen ihre Konkurrenten schlagen.

Prüfstand: Auf den Prüfständen bei Schwalbe

wurden Rollwiderstand, Durchschlag, Durchstich

spitz und Durchstich flach gemessen. Die

Ergebnisse sehen Sie nebenan in unseren Testabellen,

wo Sie auch gleich die jeweiligen Reifen

sehr gut miteinander vergleichen können.

Ergebnisse

Die Zusammenführung von Prüfstand- und

Praxiswerten ist aufwendig, wobei die Praxis

für uns den wichtigeren Ausschlag gibt. Wie

schon im letzten Heft fällt auch bei den Sportreifen

auf: Im Großen und Ganzen gibt es keine

schlechten Reifen und große Ausreißer – in jeder

Hinsicht. Sie fahren also mit keinem Reifen

aus diesem Test schlecht.

Fazit

Im Speedbereich hat sich Vredestein mit seinem

„Perfect Lite“ durch solide Leistungen

eine Empfehlung verdient. Testsieger wird indessen

Schwalbes „Marathon Racer“, der sich

in jeder Hinsicht exzellent schlägt.

Bei den Crossreifen kann sich trotz sehr grobem

Profil Continental mit seinem „Mountain

King“ behaupten und erhält den Testsieg.

Knapp dahinter reihen sich Schwalbe und Vittoria

mit ebenfalls sehr guten Leistungen ein

und bekommen deshalb eine Empfehlung.

Bei der Sicht auf die MTB-Reifen gibt es eine

kleine Überraschung: Geax schafft es mit seinem

„Saguaro“ Platzhirschen wie Continental

oder Schwalbe den Rang abzulaufen und den

Testsieg zu ergatten. Continental und Schwalbe

folgen knapp mit einer Empfehlung.

Fehlerkorrektur Heft 01/2014

Das Balkendiagramm weist bezüglich des

Vittoria-Reifens einen falschen Wert aus.

Der richtige Wert ist wie im Testbrief geschrieben

27,7 Watt. Wir bitten dies zu entschuldigen.

80 | aktiv Radfahren 3/2014


INTERVIEW

Rene Marks

Produkt-Manager

Ralf Bohle/

Schwalbe

Welche Details sind bei Sportreifen wichtig?

Die Performance im Allgemeinen. Hochwertige

und leichte Materialien sparen viel Gewicht. Feine

Karkassen bieten geringen Rollwiderstand. Im MTB-

Bereich bieten TubelessReady-Systeme nochmals

mehr Traktion und geringeren Rollwiderstand.

Haltbarkeit und Pannenschutz spielen hingegen

eine eher untergeordnete Rolle.

Worin liegen bei Gummimischungen die Unterschiede

zum Trekkingreifen?

Es wird viel schneller gefahren. Höhere Kurvengeschwindigkeiten

benötigen ein höheres Potenzial an

Grip. Die bestmögliche Kombination aus Traktion

und Rollwiderstand ist gefragt. Beim Mountainbike

geht man mit unterschiedlichen Profilen und

variierenden Gummimischungen am Vorder- und

Hinterreifen noch viel weiter.

RegionalkAnz aR:Layout 1 23.01.2013 15:00 Uhr Seite 1

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BVA Bielefelder Verlag

Tel. 0521/59 55 40 • bestellung@bva-bielefeld.de • www.fahrrad-buecher-karten.de


TEST | Sportreifen

SpEEdREiFEN iM ÜbERbLiCk

CoNtiNENtaL

SpoRt CoNtaCt

Sportsfreund

Preis: 27,90 Euro

Herstellungsland: Indien

Testgröße: 37-622

erhält. Größen:

28-406, 32/42/50-559, 28/32/37-622

Version: Drahtreifen

Gewicht: 522 g

Rollwiderstand: 31,4 W

Durchschlag: 787 mm

Durchstich spitz: 0,35 Nm

Durchstich flach: 1,03 Nm

Fazit: Contis Sportklassiker ist trotz

Drahtausführung noch recht leicht,

muss sich aber beim Rollwiderstand und

der Pannensicherheit den Topreifen im

Test geschlagen geben.

Kontakt:

Continental

Tel.: 05631-581179

Mail: msi.2wheel@conti.de

MiCHELiN

pRotEk URbaN

Stadtgeselle

Preis: 31,95 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 42-622

Erhält. Größen:

35/47-559, 28/37/40/42-622

Version: Drahtreifen

Gewicht: 686 g

Rollwiderstand: 35,6 W

Durchschlag: 837 mm

Durchstich spitz: 0,36 Nm

Durchstich flach: 1,27 Nm

Fazit: Im Preis attraktiv und im

Pannenschutz vorne dabei rollt

der schwere Protek Urban spürbar

zäher als seine Konkurrenz.

Für die Stadt trotzdem top!

Kontakt:

Michelin Reifenwerke

Mail: vertrieb-zweirad@

de.michelin.com

paNaRaCER

t-SERV pt

alltagspartner

Preis: 44,95 Euro

Herstellungsland: Japan

Testgröße: 35-622

Erhält. Größen:

40-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 415 g

Rollwiderstand: 31,9 W

Durchschlag: 487 mm

Durchstich spitz: 0,34 Nm

Durchstich flach: 1,00 Nm

Fazit: Der T-Serv ist ein guter

Allrounder mit geringstem Gewicht

und hoher Haltbarkeit. Top verarbeitet

muss er allerdings beim

Pannenschutz etwas Federn lassen.

Kontakt:

WM-Trading

Tel.: 07195-580985

Mail: info@wm-trading.com

SCHWaLbE

MaRatHoN RaCER

Sportklassiker

aktiv

Preis: 49,90 Euro

Herstellungsland: Indonesien

Testgröße: 40-622

Erhält. Größen:

40-559, 35/40-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 438 g

Rollwiderstand: 25,4 W

Durchschlag: 512 mm

Durchstich spitz: 0,58 Nm

Durchstich flach: 1,55 Nm

Fazit: Schwalbes Dauerbrenner

läuft schnell, ist sehr sicher und

fährt sich sehr ausgewogen. So

muss ein Testsieger aussehen!

Kontakt:

Ralf Bohle

Tel.: 02265-1090

Mail: info@schwalbe.com

Empfehlung

Testsieger

VittoRia

VoyagER HypER

Leichtläufer

Preis: 41,95 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 40-622

Erhält. Größen:

40-559, 32/37/40-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 433 g

Rollwiderstand: 23,6 W

Durchschlag: 425 mm

Durchstich spitz: 0,29 Nm

Durchstich flach: 0,96 Nm

Fazit: Mit geschmeidiger Karkasse

und Profi-Gummimischung

läuft der Voyager verboten leicht.

Der Pannenschutz ist trotz 3-fach-

Schutz verbesserungswürdig.

Kontakt:

Vittoria

Tel.: 0039-035-4993911

Mail: info@vittoria.com

Tipp

aktiv

Empfehlung

VREdEStEiN

pERFECt LitE

Speedfanatiker

Preis: 39,95 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 35-622

Erhält. Größen: 35-622,

Version: Drahtreifen

Gewicht: 435 g

Rollwiderstand: 23,2 W

Durchschlag: 375 mm

Durchstich spitz: 0,31 Nm

Durchstich flach: 1,17 Nm

Fazit: Den geringsten Rollwiderstand

spürt man auch auf der

Straße. Bestens kontrollierbar und

gutmütig verdient sich der Perfect

Lite eine Empfehlung.

Kontakt:

Paul Lange

Tel.: 0711-2588-02

Mail: info@paul-lange.de

82 | aktiv Radfahren 3/2014


aktiv

Empfehlung

Testsieger

CoNtiNENtaL

MoUNtaiN kiNg CX

Rennspezialist

Preis: 59,90 Euro

Herstellungsland: Deutschland

Testgröße: 32-622

erhält. Größen:

32-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 299 g

Rollwiderstand: 21,9 W

Durchschlag: 337 mm

Durchstich spitz: 0,24 Nm

Durchstich flach: 0,85 Nm

Fazit: Made in Germany und mit

bewährtem „Black Chili“-Gummi mischt

der MK die Konkurrenz auf. Super

Gewicht, geringster Rollwiderstand

und noch gute Sicherheit geben den

Testsieg.

Kontakt:

Continental

Tel.: 05631-581179

Mail: msi.2wheel@conti.de

CRoSSREiFEN iM ÜbERbLiCk

kENda

SMaLL bLoCk EigHt

preisdrücker

Preis: 27,90 Euro

Herstellungsland: Taiwan

Testgröße: 32-622

Erhält. Größen:

32/35-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 339 g

Rollwiderstand: 39,8 W

Durchschlag: 287 mm

Durchstich spitz: 0,16 Nm

Durchstich flach: 0,88 Nm

Fazit: Bei der Entwicklung hat

Legende John Tomac Erfahrung mit

eingebracht. Überrascht hat am

Ende aber der hohe Rollwiderstand

und die geringe Sicherheit.

Kontakt:

Kenda Rubber Europe

Tel.: 04419-9875515

Mail: info@kendaeurope.eu

MiCHELiN

CyCLoCRoSS MUd 2

Crossklassiker

Preis: 54,00 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 30-622

Erhält. Größen:

30-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 330g

Rollwiderstand: 25,1 W

Durchschlag: 287 mm

Durchstich spitz: 0,22 Nm

Durchstich flach: 0,94 Nm

Fazit: Der Klassiker im Crossbereich

ist dank variablem Profil

ein super Allrounder. Im Labor im

Mittelfeld muss er die Konkurrenz

am Ende ziehen lassen.

Kontakt:

Michelin Reifenwerke

Mail: vertrieb-zweirad@

de.michelin.com

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RoCkEt RoN

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Speedfreund

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Preis: 54,90 Euro

Herstellungsland: Indonesien

Testgröße: 33-622

Erhält. Größen:

33/54/57-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 320 g

Rollwiderstand: 23,4 W

Durchschlag: 312 mm

Durchstich spitz: 0,24 Nm

Durchstich flach: 1,01 Nm

Fazit: Dank Evo-Karkasse und

bewährtem MTB-Profil ist der

Rocket Ron schnell und recht

sicher. Seine Variabilität bringt

ihm eine klare Empfehlung.

Kontakt:

Ralf Bohle

Tel.: 02265-1090

Mail: info@schwalbe.com

Empfehlung

Tipp

aktiv

Empfehlung

VittoRia Xg pRo

komfortgeber

Preis: 69,95 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 34-622

Erhält. Größen:

32/34-622, 32-622 TNT

Version: Faltreifen

Gewicht: 384 g

Rollwiderstand: 27,0 W

Durchschlag: 362 mm

Durchstich spitz: 0,31 Nm

Durchstich flach: 1,13 Nm

Fazit: Der sehr teure XG Pro biete

Komfort satt, ist sehr sicher und empfiehlt

sich so mit seinem spurtreuen

Profil für einen großen Einsatzbereich.

Kontakt:

Vittoria

Tel.: 0039-035-4993911

Mail: info@vittoria.com

Wtb

CRoSSWoLF tCS

innovateur

Preis: 40,– Euro

Herstellungsland: China

Testgröße: 32-622

Erhält. Größen:

32-622 TCS

Version: Faltreifen

Gewicht: 391 g

Rollwiderstand: 28,0 W

Durchschlag: 312 mm

Durchstich spitz: 0,18 Nm

Durchstich flach: 0,94 Nm

Fazit: Der Allrounder mit

schnellem Mittelsteg gibt sich

Variabel und kann gerne auch mit

TubelessCompatible-System noch

schneller und sicherer gefahren

werden.

Kontakt:

Shocker-Distribution

Tel.: 09441-179882

Mail: info@shocker-distribution.de

aktiv Radfahren 3/2014 | 83


TEST | Sportreifen

MoUNtaiNbikEREiFEN iM ÜbERbLiCk

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Empfehlung

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Speedspezialist

Preis: 54,90 Euro

Herstellungsland: Deutschland

Testgröße: 55-622

erhält. Größen:

50/55/60-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 668 g

Rollwiderstand: 26,0 W

Durchschlag: 562 mm

Durchstich spitz: 0,27 Nm

Durchstich flach: 0,98 Nm

Fazit: Bewährter Allrounder mit „Black

Chili“-Compound, „made in germany“,

wird auch vom Topeak Ergon MTB-Team

gefahren, überzeugt auf ganzer Linie.

Kontakt:

Continental

Tel.: 05631-581179

Mail: msi.2wheel@conti.de

aktiv

aktiv

Empfehlung

Testsieger

gEaX SagUaRo

Rennfahrer

Preis: 40,95 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 56-622

Erhält. Größen:

51/56-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 699 g

Rollwiderstand: 25,8 W

Durchschlag: 512 mm

Durchstich spitz: 0,31 Nm

Durchstich flach: 1,22 Nm

Fazit: Der Saguaro bietet als ausgewiesener

Allrounder einen großen

Einsatzbereich, ist jederzeit sehr

gutmütig kontrollierbar und ist auch

dank des Preises unser Testsieger.

Kontakt:

Vittoria

Tel.: 0039-035-4993911

Mail: info@vittoria.com

MiCHELiN

WiLd gRip‘R adVaNCEd

gripkönig

Preis: 44,95 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 57-622

Erhält. Größen:

52/57-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 790 g

Rollwiderstand: 39,0 W

Durchschlag: 487 mm

Durchstich spitz: 0,22 Nm

Durchstich flach: 1,00 Nm

Fazit: Der 3-fache Weltmeister

Fabien Barel hat diesen Reifen

mit entwickelt. Das merkt man

beim enormen Grip. In der Praxis

läuft der Reifen aber etwas zäh.

Kontakt:

Michelin Reifenwerke

Mail: vertrieb-zweirad@

de.michelin.com

SCHWaLbE

Tipp

Nobby NiC

tourenpartner

Empfehlung

Preis: 54,90 Euro

Herstellungsland: Indonesien

Testgröße: 57-622

Erhält. Größen:

57/60-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 663 g

Rollwiderstand: 25,0 W

Durchschlag: 525 mm

Durchstich spitz: 0,26 Nm

Durchstich flach: 1,20 Nm

Fazit: Schwalbes Dauerbrenner

überzeugt mit exzellenten

Technologien und zeigt sich in der

Praxis sehr gutmütig. Eine klare

Empfehlung für Allrounder.

Kontakt: Ralf Bohle

Tel.: 02265-1090

Mail: info@schwalbe.com

SpECiaLizEd

gRoUNd CoNtRoL

traktionsfreund

Preis: 34,90 Euro

Herstellungsland: Taiwan

Testgröße: 58-622

Erhält. Größen:

52/58-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 714 g

Rollwiderstand: 27,6 W

Durchschlag: 562 mm

Durchstich spitz: 0,20 Nm

Durchstich flach: 0,94 Nm

Fazit: Der Ground Control wird

seinem Namen gerecht: exzellente

Traktion sorgt für viel Sicherheit.

Einzig die Pannensicherheit

könnte besser sein. Top Preis.

Kontakt: Specialized

Tel.: 0031-314676676

Mail: specialized@specialized.nl

VREdEStEiN

bLaCk paNtER EXtREME

Neueinsteiger

Preis: 50,95 Euro

Herstellungsland: Thailand

Testgröße: 55-622

Erhält. Größen:

55-622

Version: Faltreifen

Gewicht: 638 g

Rollwiderstand: 27,5 W

Durchschlag: 387 mm

Durchstich spitz: 0,26 Nm

Durchstich flach: 1,02 Nm

Fazit: Der recht neue Vredestein

bietet mit seinem Allroundprofil

Toptraktion auf jeglichem Untergrund.

Ein guter Reifen, der am

Ende im Mittelfeld landet.

Kontakt: Paul Lange

Tel.: 0711-2588-02

Mail: info@paul-lange.de

84 | aktiv Radfahren 3/2014


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HinteRgRund | PegASuS Qualitätsrat

ZEG formiert Pegasus-Qualitätsrat

Gruppenbild mit damen

die mitglieder des pegasus-Qualitätsrates

(v. l. n. r.): Helmut Stadler (mit tochter

Carolin), dahinter egbert Hageböck (stellv.

ZeG-Vorsitzender), Georg Honkomp (ZeG-

Vorsitzender), dr. Wendelin Wiedeking,

mariella ahrens, Sebastian Krumbiegel,

prof. dr. thomas Schwartz, dr. michael

lehmann, marcel reif, erwin Huber

Botschafter

für das bessere Rad

Redaktion: Daniel O. Fikuart, Foto: ZEG

Tradition und Innovation: Um seine Marke Pegasus fit für die Zukunft zu machen, formierte

die große Fachhandelsgruppe ZEG den Pegasus-Qualitätsrat. Hochkarätige Persönlichkeiten

aus allen Sparten der Gesellschaft sind konstruktiv-kritische Hinterfrager

aber auch Impulsgeber und Botschafter für das bessere Fahrrad.

86 | aktiv Radfahren 3/2014


Das ist einmalig in der deutschen

Fahrradszene: um weiterhin

konsequent an der Konzeption

qualitativ hochwertiger Fahrradkonzepte

zu arbeiten, hat deutschlands größte Fahrrad-Fachhandelsgruppe

Zeg – quasi als instanz

der freiwilligen Selbstkontrolle – den

„Pegasus-Qualitätsrat“ formiert. um auch

weiterhin ihrer Philosophie „Qualität aus

tradition“ nachhaltig gerecht werden.

dieses expertengremium fungiert als

zusätzliche ebene der Qualitätssicherung,

die intern die entwicklung der Räder

aber auch die Serviceleistungen der

Marke immer wieder auf den Prüfstand

stellt. „Mit dieser freiwilligen Selbstkontrolle

verfolgen wir nur ein Ziel: Wir wollen

allen Pegasus-Fahrern das Maximum

an Sicherheit und ungebremsten Fahrspaß

bieten“, erklärt Zeg-Vorstand georg

Honkomp, der die mehrmals im Jahr

stattfindenden treffen des inzwischen

sehr aktiven Qualitätsrates als Chefsache

ansieht.

Gebündelte Kompetenz

die Mitglieder dieses expertengremiums

repräsentieren verschiedenste Sparten

der gesellschaft: Zu dr. Wendelin Wiedeking,

der als ingenieur und ehemaliger

Porsche-Vorstand für den Bereich technik,

Sicherheit und Fortschritt steht, gesellt

sich der Fußball-Kommentator Marcel

Reif (Medien) und der ehemalige bayerische

Finanzminister erwin Huber (Politik).

Aus dem Bereich Kunst und Kultur sind

die Schauspielerin Mariella Ahrens sowie

der Musiker und Frontmann der „Prinzen“

Sebastian Krumbiegel an Bord. die Runde

vervollständigen der unternehmens-ethiker

Professor thomas Schwartz und dr.

Michael Lehmann, einer der bekanntesten

deutschen Sportmediziner.

Seit ende ´13 neu im gremium ist der profilierte

Zweiradhändler Helmut Stadler,

der die Branche repräsentiert aber auch

die Wünsche der Fahrradkunden bestens

kennt.

Kritische Fragen vor Ort

neben der Sicherung von Qualität und

Sicherheit setzen die Mitglieder des Qualitätsrates

neue impulse, die in die tägliche

entwicklungsarbeit einfließen und

deutschlands meistverkaufter Radmarke

zusätzlichen Antrieb verleihen sollen.

und das nicht nur vom Konferenztisch

aus. ein starkes Anliegen des Qualitätsrates

war ende 2013 eine Reise nach Vietnam

und Kambodscha. Vor Ort und

über mehrere tage bei schwül-heißem

Klima nahm das Kontrollgremium akribisch

die Pegasus-Produktion unter die

Lupe. elektroRad begleitete als einziges

Fachmagazin die Reise (siehe Reportage

Folgeseiten). dabei wurde offensichtlich,

dass sich die expertenrunde kritisch und

„Wer in der Qualität nicht ständig

besser wird, hat mittelfristig verloren.“

Dr. Wendelin Wiedeking, langjähriger Porsche-Vorstand

verantwortungsvoll mit Qualität und Arbeitsbedingungen

beschäftigt. Hartnäckig

hinterfragten sie die Herstellung, hakten

bezüglich der umweltauflagen nach,

prüften Zertifikate, die der dortigen Fabrikation

beste industriestandards bescheinigen,

die deutlich über norm liegen. Keiner

scheute sich, hinter die Kulissen zu schauen

oder unbequeme Fragen zu stellen. Wir

waren äußerst beeindruckt und stellten

bei vielen gesprächen fest: Jedes Mitglied

des Pegasus-Qualitätsrates sieht sich nicht

nur als Wegbereiter für zukunftsweisende

innovation und nachhaltige Qualität sondern

auch als Botschafter für das bessere

Fahrrad. Was nicht nur der Marke zugute

kommt, sondern auch der Stellung des

Fahrrads an sich kräftigen Auftrieb gibt.

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RepoRtage | Besuch bei pegasus und Bulls

Premium

88 | aktiv Radfahren 3/2014


Exklusiv-Einblick:

Herstellung Pegasus- und

Bulls-Räder in Vietnam

-Produktion

Die Räder der größten

deutschen Traditionsmarke

Pegasus kennt jeder. Ihre Herstellung

aber blieb bislang der

Öffentlichkeit verborgen.

aktiv Radfahren konnte als

erstes Magazin die Fabrikationen

in Vietnam und Kambodscha

besichtigen – echte

Vorzeigebetriebe die höchste

Industriestandards übertreffen,

für beste Qualität.

Redaktion und Fotos:

Daniel O. Fikuart

aktiv Radfahren 3/2014 | 89


RepoRtage | Besuch bei pegasus und Bulls

Riesige Rahmenproduktion: In zwölf Schweißerstraßen werden pro Jahr fast eine

Million Rahmen-/Gabelsets produziert.

Normalerweise bleibt der

viel beschäftigte Chef einer

Fahrradfabrik im Hintergrund

und überlässt produktmanagern

bei einem Besuch die organisation

der Werksführung. Nicht so Jocky

Strong, charismatisch-lässiger Boss von

mehreren Fahrrad-produktionsfirmen in Vietnam,

Kambodscha sowie im fernen thailand.

Jocky schiebt am Flughafen die Koffer

persönlich in den Shuttlebus, übernimmt

auf der Fahrt nach Kambodscha das Mikrofon,

führt uns erklärend durch seine drei Fabrikationsstätten,

teilt Lunch pakete aus. ein

gut gelaunter Boss im Businesshemd, die

silbernen Haare zum Zopf gebunden, wache

augen und ...

... ähnlich smart wie georg Honkomp, der als

Vorstand der Zweirad-einkaufs-genossenschaft

Zeg mit Strong schon vor Jahren den

idealen produktionspartner für seine pegasus-,

Zemo- und Bulls-Räder gefunden hat.

Beide beseelt vom Fokus auf beste Qualität

zum besten preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach zwei Stunden Fahrt über die von Rollern

überfluteten Straßen Saigons und dann weiter

nach Westen, erreichen wir gleich hinter der

grenze Kambodschas ein karges Industriegebiet,

in dem auch andere europäische Markenhersteller

Fahrräder produzieren lassen.

Sie umgehen durch die Verlagerung der produktionskapazitäten

nach Vietnam und Kambodscha

den hohen Zoll, der zwangsläufig auf

in China gefertigte Räder anfällt. Das ersparte

geld kann so einerseits in die Qualität fließen

und dämpft andererseits den preisanstieg,

was dem Verbraucher zugute kommt.

Hier in Kambodscha stellt Strongs Firma

Smarttech neben pegasus-Modellen der Mittel-

und einsteigerklasse auch Komponenten

für diese her. 1.000 Kambodschaner arbeiten

hier, heute durchwegs in weißblauen Ringelpolos

gekleidet. Hinter Bergen von Felgen

betreten wir eine großflächige Laufradproduktion,

wo teilweise mit der Hand, teilweise

maschinell eingespeicht wird. Zwischen den

Hallen eine open-air-Klasse vor einer breitflächigen

tafel: 50 Jugendliche werden ge-

rade auf die nächsten produktionsaufgaben

hin geschult. es riecht kaum nach Lack in der

Lackiererei. gleich mehrere Farbstraßen sind

komplett hinter glas gesetzt, was die abluftarbeit

perfektioniert. auch hier läuft – wie

überall in dieser Fabrik – kein arbeitsschritt

ab, ohne dass Männer und Frauen mit roten

QR-Binden am oberarm als Qualitätskontrolleure

jedes Werkstück zigmal in augenschein

nehmen, nachmessen oder nachbessern lassen.

Beste Qualität wird hier gelebt: mit den

augen und viel ... Fingerspitzengefühl.

Nein, schüttelt Jocky den Kopf, die Rahmenproduktion

aller pegasus-, Bulls- und Zemo-

Räder sowie die komplette elektroradherstellung

befinden sich nicht in Kambodscha.

„Dafür ist enorme präzision vonnöten. Warte

bis wir zurück in Saigon sind, dort macht mir

das produzieren richtig Freude.“ auch ich habe

Freude, als ich durch die phalanx der Mädels

kurve, die auf Solero-Rahmen mit höchster

Sorgfalt wassernasse, hauchdünne Rahmenfolien

aufsetzen und mit Spachteln glattstreichen.

Weiter hinten werden in einer ecke in

90 | aktiv Radfahren 3/2014


Dr. Wendelin Wiedeking (Mitte) macht Vorschläge zur Optimierung der

Qualität. Flankiert von Fabrikant Jocky Strong (li.) und Georg Honkomp

(Vorstand ZEG, re.)

DIE CHECKER

Pegasus-Qualitätsrat vor Ort aktiv

Mariella Ahrens: Durchblick in der Felgenfertigung. Oben rechts: Professor

Thomas Schwartz im Gespräch. Mitte: Dr. Michael Lehmann erprobt die Ergonomie

des brandneuen Pegasus Shimano „Steps“-Pedelecs. Rechts: Marcel

Reif prüft die Bündigkeit eines Felgenstoßes.

aktiv Radfahren 3/2014 | 91


RepoRtage | Besuch bei pegasus und Bulls

einzelfertigung blaue Bulls-Räder beklebt.

Später durchschreiten wir Lagerhallen, in denen

tausende von braunen Fahrradkartons mit

pegasus- und Bulls-Logo auf ihren Schiffstransport

nach Deutschland warten. alle schon mit

adressaufklebern versehen. Mal schauen, zu

welchen Händlern im 10.000 Kilometer entfernten

Deutschland sie gehen. Schnell noch

grüße draufgekritzelt, ab die post.

Rahmenproduktion XXL

Zurück in Vietnam, einen tag später. ein gepflegtes

Industriegebiet, auch Fabrikationsstätten

amerikanischer Markenhersteller

ziehen am Busfenster vorbei. Man ist in guter

gesellschaft hier. Zunächst lassen wir die

elektrorad-produktionsstätte der kleineren

tochterfirma Strongman links liegen. Kurz

darauf erwartet uns eine Delegation vor dem

Hauptgebäude von always. Jocky Strong hat

seinen hochkarätigen Führungsstab von tai-

Oben: In der Elektrorad-Fertigung von Pegasus werden bei der Hochzeit

sorgfältig die Antriebe in die Rahmen eingesetzt und verschraubt.

Rechts: In der Parade-Abteilung Musterbau ist der Boden grün lackiert.

Die Arbeitsbedingungen ähneln dem Automobilbau.

wan komplett hierher nach Vietnam verlegt

und kann so seinem Kunden Zeg taiwanisches

Know-how zu vietnamesischen erzeugerpreisen

anbieten. Das erklärt auch, warum sich

die Räder der Zeg-Händler auch preislich auszeichnen.

Jockys elite wohnt in einem vierstöckigen

gemeinschaftshaus zusammen – kurze

Wege, gemeinsame essen und gemeinsame

Ziele schweißen das team zusammen – auch

das steigert die Qualität. Das Fabrikgelände ist

im Layout auf den perfekten produktionsfluss

ausgerichtet. Die auf einer riesigen Fläche platzierte

Rahmenfertigung findet in zwölf parallelen

Schweißstraßen statt. Jeder von Funken

umtosten arbeitsstelle ist ein Qualitätskontrolleur

zugeordnet, der jeden Rahmen aufwendig

begutachtet – und das bei einer produktion

von 920.000 Rahmen-/gabelsets pro Jahr.

Faire Arbeitsbedingungen

2.000 Menschen arbeiten in dieser Megafabrik,

die sämtliche Qualitätsstandards erfüllt

und in Sachen arbeitsschutz, faire Löhne, Umweltschutz,

gesundheitsfürsorge und arbeitsbedingungen

ständig top-Ratings einfährt.

Das riesige ausmaß der Fabrikation – die

größte und beste, die ich jemals besichtigen

konnte – ist nicht aus der ebene überschaubar.

Von einer unter der Hallendecke hängenden,

92 | aktiv Radfahren 3/2014


Links: Die Abteilung Test

besitzt mehrere Maschinen

für statische und dynamische

Prüfungen.

Unten: Die Marke Bulls ist

Vorreiter in Sachen Sicherheit.

In mehreren Top-Rennrädern

für 2014 – hier ein

Musterrad aus dem ´14er Modellprogramm

– sind bereits

Scheibenbremsen verbaut –

für optimale Verzögerung.

hundert Meter langen Brücke aus beobachten

wir jeden arbeitsschritt der Rahmenproduktion:

auch dass in einem rückwärtigen teil der

Riesenhalle Mitarbeiter mit großen tüchern

emsig verchromte Rahmen auf Hochglanz

polieren, sodass man fast eine Sonnenbrille

tragen müsste. gigantische ausmaße zeigt

auch hier die Lackiererei, sie arbeitet nach

modernsten Standards und erfüllt höchste

Umweltrichtlinien. auch Multicolor-aufträge

sind hier möglich, wie sie etwa die auffälligen

Bulls Lifestyle-Räder für 2014 zeigen. auffällig

freundlich sind auch die Mitarbeiterinnen

in der abteilung Rahmenfolierung. trotz aller

Konzentration huscht immer mal wieder ein

Lächeln über ihre gesichter. Kurz rüber in die

Fräserei: Computergesteuert werden hier ausfallenden

aus dem Vollen gefräst – die enorme

Fertigungstiefe bei always hält die Qualität

auf top-Niveau.

Heute: Besichtigung der elektroradproduktion.

Da sie sehr aufwendig ist, hat sie ein eigenes

gebäude innerhalb des Strongman-Komplexes.

100 speziell ausgebildete Mitarbeiter

arbeiten hier. In mehreren Montage-Linien

werden bei der Hochzeit Motoren in die Rahmen

verpflanzt. alle e-Bikes durchlaufen eine

aufwendige prüfung sämtlicher antriebs- und

akkukomponenten. Dabei erhält jedes elektrorad

der Zeg Marken pegasus, Bulls und auch

der premium-elektroradmarke Zemo seine

einzigartige Identifikations-Nummer. Der dahintergelegte

Datensatz bleibt zeitlebens mit

dem Rad verbunden.

Diamanten im Herzen der produktion sind die

testabteilung sowie der Musterbau: auf grünem

Lackboden werden nach automobilstandard

in einzelfertigung Musterräder aufgebaut,

im nahen Fotostudio abgelichtet und noch geheime

prototypen realisiert. Sie werden auch

künftig die Innovationskraft, Kompetenz und

den Führungsanspruch der Marken pegasus

und Bulls unterstreichen.

aktiv Radfahren 3/2014 | 93


TEST | Scheibenbremsen

Stopp!

11 Scheibenbremsen im Praxistest

Bremsanlagen sind stark sicherheitsrelevante

Bauteile

und entscheiden auf langen

Abfahrten über sicheren

Fahrspaß oder Frust. aktiv

Radfahren hat elf aktuelle

Modelle für sie aufwendig

in der Praxis getestet.

Welche am besten ist? Die

Ergebnisse lesen sie auf

den nächsten Seiten.

Redaktion: Sebastian Böhm, Radwerk

Fotos: Jürgen Amann, Gideon Heede, Hersteller

Aufmacher: Jakob Lauhoff, Brakeforceone

94 | aktiv Radfahren 03/2014


Da brauchst nix mehr!“, ruft Klaus

mit etwas fahlem Gesichtsausdruck

leicht geschockt aus einem

mit Dornen besetzten Strauch zu

uns herüber. Er hat sich mit seinem alten Rad

in der Geschwindigkeit überschätzt. Die in die

Jahre gekommene Cantilever-Bremsanlage

konnte das hohe Gesamtgewicht aus Reiserad,

Gepäck und Fahrer nicht rechtzeitig auf angemessene

Geschwindigkeit drosseln und so

blieb nur der Ausweg gerade durch – aus der

Kurve in besagten Dornenbusch ... Das wäre

mit Scheibenbremsen nicht passiert.

Scheibenbremsen als

Sicherheitsgarant

Scheibenbremsen machen es möglich, die

Sicherheit auf ein extrem hohes Niveau zu

bringen. Grund dafür ist die gänzlich andere

Anbringung im Fahrrad. Da der Bremsvorgang

auf einem eigens dafür vorgesehenen Reibring

– der Bremsscheibe – stattfindet, wird die

Laufradfelge als tragendes Bauteil geschont.

Durchbremsen der Felgenflanke ist damit unmöglich.

Zudem gehören Bremsplatten durch

geplatzte Schläuche wegen Reibungshitze der

Vergangenheit an. Gerade auf langen Passabfahrten

mit hohem Gepäck ist das ein schönes

Gefühl! Und nicht zuletzt ist die Bremskraft

bei schlechten Wetterbedingungen mit Wasser,

Schnee, Dreck und Kälte fast genauso gut

wie im Trockenen. Spätestens hier ist der Unterschied

zu Felgenbremsen eklatant.

Aus vorhergehenden Punkten erklärt sich

auch, warum fast alle Fahrradhersteller bei

Fahrrädern auch in günstigen Eckpreislagen

mittlerweile sehr gerne auf Scheibenbremsen

zurückgreifen: als Verkaufsargument aber auch

als Sicherheitsplus für den Endkunden!

Das Testfeld

Bezahlbare (bis maximal 200 Euro pro Bremse)

und weitverbreitete Modelle von Hayes,

Magura, Shimano, Sram und Tektro werden

aktiv Radfahren 03/2014 | 95


TEST | Scheibenbremsen

INTERVIEW

Jakob Lauhoff

Produktentwickler,

BrakeForceOne

„Das Sicherheitsgefühl

ist extrem wichtig!“

Auf was sollte man beim Bremsenkauf achten?

Eine sehr gute Dosierbarkeit mit geringen

Handkräften bei hoher Bremsleistung ist wichtig,

um eine hohe Sicherheit und Bedienungskomfort

gewährleisten zu können. Zudem ist im

Trekking- und Reisebereich eine hohe Wärmestandfestigkeit

bei langen Dauerbremsungen

mit Kindersitz, Gepäck oder einem Anhänger

sinnvoll. Eine gute Verarbeitung und Qualität

ist mit Blick auf die Bremse als sicherheitsrelevantes

Bauteil besonders wichtig.

Welche Tipps sind im Alltag Gold wert?

Dauerschleifbremsvorgänge sollten vermieden

werden – Stop-and-go-Bremsvorgänge sind zu

bevorzugen. Die Bremsscheibe sollte teilweise

heiß gefahren werden, damit Schmutz und

Ablagerung im Belag herausgebrannt werden.

Ganz wichtig: Schmiere oder Fingerfett sollte

nie auf die Scheibe gelangen – das ruiniert den

Bremsbelag.

Wie ist Euer Bremskraftverstärker entstanden?

Mit 13 Jahren suchte ich aus sportlicher Sicht

nach einer schleiffreien, gut dosierbaren und

kräftigen Bremse. Diese gab es in meinen Augen

nicht. Daher habe ich angefangen, meine

eigene Bremse zu entwickeln. Mit 15 Jahren war

dann der erste Prototyp fertig.

Was bietet Eure Bremse an Mehrwert?

Wir fertigen komplett in Deutschland. Die

Performance bietet wesentlich geringere

Handkräfte bei extrem hoher Bremskraft.

Dadurch bekommt der Fahrer ein extrem hohes

Sicherheitsgefühl.

Was muss bei der Bremstechnik besser werden?

Die Vorbereitung von Rahmen und Gabeln.

Das Planfräsen der Aufnahmepunkte wird fast

immer vernachlässigt. Bei hohen Gesamtgewichten

müssen alle Komponenten angepasst

werden – die Bremse funktioniert am Ende nur

so gut wie das naheliegend schwächste Glied.

durch preisgünstige und attraktive Marken wie

Promax und XLC ergänzt. Shimano nimmt als

Marktführer eine Sonderrolle ein und nimmt

mit einem preislich günstigen und einem teureren

Modell teil. Ergänzt wird das Testfeld durch

High-End-Bremsen von BrakeForceOne (BFO),

Hope und Cleg. Diese sind deutlich teurer,

werden aber in Deutschland (BFO, Cleg) und

England (Hope) hergestellt. Die extrem hochwertige

Ausführung wie auch der Einsatz an

teuren Edelrädern (etwa Tout Terrain, Idworx,

Bernds) macht sie aber für viele interessant.

Bremsendetails

Es gibt zwei Arten, den Bremshebel zu montieren.

Am weitesten verbreitet ist eine zweiteilige

Lenkerschelle, die über zwei zu lösende

Schrauben funktioniert. Die zweite Lösung ist

eine klappbare Schelle (Promax, Shimano).

Sind die Hebel „FlipFlop“-tauglich, lassen sie

sich auf der rechten oder linken Seite des Lenkers

montieren. Gerade Motorradfahrer die

ihren Bremshebel entgegen der allgemeinen

Praxis auf der linken Seite montieren, wissen

diese Möglichkeit zu schätzen, weil so kein aufwendiger

Umbau des Bremsschlauches anfällt

(BFO, Hayes, Magura, Sram, XLC).

Ein drehbarer Leitungsabgang am Bremssattel

ermöglicht die saubere und enge Verlegung

des Bremsschlauches an Rahmen und Gabel

ohne großen Luftspalt. So wird gewährleistet,

dass etwa im MTB-Einsatz kein Stock oder

Stein die abstehende Leitung beschädigt. Zu

finden an BFO, Hayes, Hope, Magura, Shimano

„XT“, Tektro und Cleg.

Damit die Bremse gut in der Hand liegt, muss

die Hebelweite auf die Fahrerhand einstellbar

sein. Im Test ist dies bei allen Modellen möglich.

Vorteilhaft sind Hebel, an denen das ohne

Werkzeug funktioniert (BFO, Hayes, Hope,

Shimano „XT“, Tektro).

Ein verstellbarer Druckpunkt ermöglicht eine

Feinjustierung des Hebelleerweges – sprich:

des Betätigungsweges bis die Beläge an der

Bremsscheibe anliegen. Für Vielfahrer und

Sportler eine angenehme Option, weil damit

auf individuelle Vorlieben eingegangen wird.

(BFO, Hope, Shimano „XT“).

Bezüglich des Bremsmediums setzen die Hersteller

auf zwei Varianten: synthetische Bremsflüssigkeit

(DOT) und Mineralöl. DOT besitzt

einen höheren Siedepunkt und ist damit im

Dauerbremsbereich etwas sicherer. Allerdings

ist es ökologisch kritisch, greift Haut wie Lacke

an und zieht Wasser, was einen jährlichen

Wechsel nötig macht. Mineralöl hingegen ist

bezüglich Ökologie und Lacken unbedenk-

lich und alterungsbeständig. WICHTIG: Beide

Bremsmedien sind nicht miteinander mischbar!

Bei den Bremsbelägen gibt es organische oder

Sintermetall-Varianten (Bild 1). Organische

Modelle schirmen den Bremssattel besser vor

hohen Temperaturen ab (besser für Mineralölbremsen)

und sind in der Regel deutlich geräuschärmer.

Ihre Sintermetall-Kollegen hingegen

fallen verschleißärmer aus.

Zwei Standards gibt es bei der Bremsscheibenmontage:

Der meistverwendete ist der 6-Loch-

Standard (Bild 2), bei dem sechs Stahlschrauben

die Bremsscheibe an die Nabe pressen und

die Bremskraft übertragen. Technisch besser

ist Shimanos „CenterLock“-Standard (Bild 3),

bei dem ein Aluminium-Spider die Kraft überträgt

und ein Lock-Ring die Scheibe an Ort und

Stelle hält.

Wichtige Praxiswerte

Um auch bei langen Abfahrten bequem bremsen

zu können, ist die Hebelergonomie sehr

wichtig. Dabei haben wir untersucht, wie die

jeweiligen Bremshebel mit einem oder zwei

Fingern zu betätigen sind und diese zudem in

Winkel, Breite, Länge und Fläche in der Hand

liegen.

Bezüglich Druckpunkt und Dosierbarkeit spüren

Radler beim Vergleich der Bremsanlagen

die Unterschiede. Ob weich, mittel oder hart

– der perfekte Druckpunkt ist Geschmackssache.

Über die Fingerkraft ist die Bremse zudem

dosierbar. Dabei stechen im Test vor allem

Hope und Shimanos „XT“ sehr positiv hervor.

Eine Besonderheit ist die BFO mit wegabhängigen

Druckpunkt. Hier benötigt man etwas

Umgewöhnungszeit, um mit der Bremse warm

zu werden.

Um eine hohe Bremsleistung und Standfestigkeit

zu generieren, spielt neben dem eigentlichen

Bremssystem aus Hebel und Sattel vor

allem auch die Bremsscheibe eine elementare

Rolle. Durchmesser (Bild 4), Dicke und Härtung

sind die Stichworte. Je größer und dicker

dabei die Scheibe ausfällt, desto besser ist die

Wärmestandfestigkeit. Je größer die Scheibe

ausfällt, umso geringer sind am Ende die benötigten

Handkräfte.

Besondere Details im Test:

Magura setzt bis auf die Entlüftungsschrauben

nur auf Torx „T25“-Schrauben. Das vereinfacht

die Montage und Einstellung durch die Verwendung

eines einzigen Werkzeugs.

Hayes generiert mit der „CrossHair“ genannten

Einstellhilfe am Bremssattel eine Feinausrich-

96 | aktiv Radfahren 03/2014


tung des Bremssattels via Madenschrauben.

So bewegt sich beim endgültigen Anziehen der

Befestigungsschrauben nichts mehr.

BFO arbeitet zudem im Bremssattel mit einem

Bremskraftverstärker ähnlich derer im Automobil.

Die Folge: Selbst geringe Fingerkräfte

und eine wegabhängige Dosierung generieren

eine enorme Bremsleistung.

Hope führt die Einstellschrauben am Bremshebel

groß und leichtgängig aus. So kann die

Bremse auch während der Fahrt und mit Handschuhen

feinjustiert werden.

Shimanos „IceTech“-Bremstechnologie mit

Sandwich-Bremsscheibe (ein Alukern zwischen

zwei Stahlplatten) und Kühlrippen am Bremsbelag

hält die Bremsanlage auf langen Abfahrten

spürbar kühler und damit standfester.

Hightech mit sinnvollem Praxishintergrund!

BFO, Hope, Magura, Shimano und Sram ermöglichen

via separat erhältlichen Adaptern

die Montage von Schalthebeln direkt am

Bremshebel (Bild 5). Der Vorteil: eine ordentliche

Optik und mehr Platz am Lenker.

Tipps und Tricks:

Rahmen und Gabel vorbereiten: Um das bestmögliche

Zusammenspiel von Bremsbelägen

und Bremsscheibe zu erhalten, sollten die Aufnahmen

an Rahmen und Gabel vor dem Anbau

der Bremsanlage mit Spezialwerkzeug plangefräst

werden. Der Grund: durch Schweißverzug

bei Metallrahmen oder generellen Fertigungstoleranzen

kann dies generell nicht sichergestellt

werden. Zudem sparen die Rahmen- und

Gabelhersteller hier oft am Arbeitsaufwand.

Am besten lassen Sie diesen Arbeitsschritt von

Ihrem Fachgeschäft durchführen.

Bremsscheibe sauber halten: Kommt Schmieröl

von der Kette oder Fingern auf die Bremsscheibe,

sollte Sie diese unverzüglich mit Bremsenreiniger

entfetten. Ansonsten kann der Belag

Schaden nehmen und die Bremsleistung abnehmen.

Hier besteht ein Sicherheitsrisiko.

Aufgeräumtes Cockpit: Adapter für Schalthebel

gibt es mittlerweile von vielen Firmen.

Diese ermöglichen die Montage der Schalthebel

am Bremshebel, wodurch mehr Platz und

Ordnung am Lenker entsteht.

Adapter für „CenterLock“-Nabenaufnahme:

Beim Einsatz etwa einer Shimano „Alfine“-Nabenschaltung

mit integrierter „CenterLock“-

Aufnahme und einem Bremsenhersteller einer

anderen Marke braucht man einen Adapter der

die 6-Loch-Bremsscheibe auf die „CenterLock“-

Nabe adaptiert (Bild 6).

Bremszughalter: Beim Nachrüsten einer Scheibenbremsanlage

ist es teilweise nötig, zusätzliche

Kabelhalter aus Metall (Bild 7) oder

Kunststoff (Bild 8) an Rahmen und Gabel anzubringen.

Sie vereinfachen die Zugverlegung

und vermindern Klappergeräusche und Scheuern

der Züge auf dem Lack.

Tuning-Bremsscheiben bringen Farbe und Design

ins Spiel. Stellen Sie aber unbedingt sicher,

dass die Reibringhöhe einwandfrei zu Ihrer

Bremsanlage passt (Bild 9).

So testet aktiv Radfahren

Um den Bremsen auf den Zahn zu fühlen haben

wir alle Bremsen miteinander verglichen.

Dabei sind wir wie folgt vorgegangen:

Jeder Testfahrer nutzt während des Tests immer

das gleiche Fahrrad. Die Bremsanlage wird

angebaut, justiert und ergonomisch auf den

jeweiligen Fahrer eingestellt. Anschließend

erfolgt ein Einbremsprozedere, welches zwanzig

Beschleunigungsvorgänge auf 30 km/h

mit anschließender Vollbremsung vorsieht.

So wird sichergestellt, dass sich Bremsbelag

und Bremsscheibe aufeinander „einreiben“.

Die erste Bergabfahrt ist für Dosierbarkeit,

Druckpunkt, Bremskraft und Hebelergonomie

ausgelegt. Eine zweite und dritte bringt

Aufschluss über die Standfestigkeit der Bremsanlage

durch je eine Stop-and-go- sowie eine

Dauerschleifbremsung. Dabei ist das Rad immer

mit vollen Packtaschen und einem 90 Kilogramm

schweren Tester bepackt.

Fazit

Die gute Nachricht vorweg: Die aktuellen

Bremsanlagen sind durchweg mindestens auf

gutem Niveau. Totalausfälle gab es in unserem

Test nicht zu vermelden. Das ist umso erfreulicher,

weil Scheibenbremsen exzellente Ganzjahresbremsen

sind und zudem in verschiedensten

Fahrradgenres eingesetzt werden.

Bei der Verarbeitung macht BFO, Hope und

Cleg keiner etwas vor – besser geht es einfach

nicht. Zudem überzeugt der Newcomer

BFO mit höchster Bremsleistung bei geringer

Handkraft. Am Ende aber gab es vor allem eine

Überraschung: Shimanos günstige „447/505“

bietet durch die Bank eine solide Leistung und

verdient sich dadurch den Preis-Leistungs-Tipp.

Wer mehr Bremskraft benötigt, liegt bei der

formidablen Hayes „Prime Comp“ richtig. Sie

legt für ein recht geringes Budget eine überaus

kraftvolle Bremsleistung an den Tag und zeigt

auch sonst keine Schwäche. Testsieger wird

am Ende aber Shimanos exzellente „XT“, da sie

auf ganzer Linie überzeugt, mit tollen technischen

Details und auch in der Praxis beste Performance

generiert.

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aktiv Radfahren 03/2014 | 97


TEST | Scheibenbremsen

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BRakeFoRceone

BFo 1

leichter kraftverstärker

hayeS

PRime comP

kräftiger US-Boy

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Kauftipp

Preis*: ab 434,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: ja

Hebelweite: werkzeuglos

Druckpunkt: werkzeuglos

Bremsmedium: Mineralöl

Beläge: Organisch

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 140/160/180/200

Gewicht Scheibe: 135 g

Gewicht Bremse: 176 g

Hebelergonomie: Befriedigend **

Druckpunkt: weich

Dosierbarkeit: Befriedigend **

Bremsleistung: Sehr gut

Fazit: Via Bremskraftverstärker geht die BFO eigene Wege, er

benötigt in der Dosierung eine Umgewöhnungszeit. Der Einfingerhebel

ist nicht jedermanns Sache (2-Fingerhebel erhältlich!). Bei

Gewicht, Bremsleistung und Verarbeitung absolute Spitzenklasse.

Made in Germany. Nicht ganz günstig!

Preis*: 109,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: ja

Hebelweite: werkzeuglos

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: DOT 4

Beläge: Organisch und Sintermetall

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 140/160/180/203

Gewicht Scheibe: 137 g

Gewicht Bremse: 269 g

Hebelergonomie: Gut

Druckpunkt: hart

Dosierbarkeit: Gut

Bremsleistung: Sehr gut

Fazit: Hayes ist ein Urgestein im Fahrradbereich, um den es zuletzt

etwas ruhig wurde. Das wird die „Prime Comp“ ändern! Sie

bietet einen harten, gut dosierbaren Druckpunkt bei sehr hoher

Bremskraft, ist am Bremssattel effektiv einstellbar. Trotz bulliger

Optik recht leicht. Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

hoPe

Tech3 X2

englische Fräskunst

Preis*: ab 220,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: nein

Hebelweite: werkzeuglos

Druckpunkt: werkzeuglos

Bremsmedium: DOT 5.1

Beläge: Organisch

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 140/160/180/203

Gewicht Scheibe: 141 g

Gewicht Bremse: 235 g

Hebelergonomie: Sehr gut

Druckpunkt: mittel

Dosierbarkeit: Sehr gut

Bremsleistung: Gut

Fazit: Hope ist einer der ersten Scheibenbremsenhersteller im

Fahrradbereich und bietet eine exzellente Fertigungstiefe seiner

Produkte „made in UK“. Technikliebhaber werden hier genauso fündig

wie Fahrer, die eine perfekte Dosierbarkeit, Einstellbarkeit sowie

geringes Gewicht schätzen. Der Preis ist gerechtfertigt.

magURa

mTS

Tausendsassa

Preis*: 189,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: ja

Hebelweite: mit Werkzeug

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: Mineralöl

Beläge: Organisch

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 140/160/180/200

Gewicht Scheibe: 143 g

Gewicht Bremse: 223 g

Hebelergonomie: Gut

Druckpunkt: weich

Dosierbarkeit: Gut

Bremsleistung: Gut

Fazit: Mit der „MTS“ bietet Magura eine „Made in Germany“-Bremse,

die in jeder Disziplin gute Werte und nirgends Anlass zur Klage liefert.

Dank Mineralöl und einfacher Einstellung für Alltagsfahrer sehr interessant,

bietet sie zudem einen sehr großen Einsatzbereich von Stadt, Tour

bis hin zu MTB-Rennen.

*Preis für Vorder- oder Hinterradbremse - **nach Umgewöhnung „Gut“

98 | aktiv Radfahren 3/2014


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Empfehlung

Preis-Leistung

PRomaX

DSk 909

Solider einsteiger

Preis*: 99,– Euro

Montage Hebel: klappbar

FlipFlop Möglichkeit: nein

Hebelweite: mit Werkzeug

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: DOT 4

Beläge: Sintermetall

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 160/180/203

Gewicht Scheibe: 151 g

Gewicht Bremse: 274 g

Hebelergonomie: Befriedigend

Druckpunkt: hart

Dosierbarkeit: Gut

Bremsleistung: Gut

Fazit: Die etwas unbekannte Marke Promax bietet mit der „DSK

909“ eine fair kalkulierte Bremse, die in allen Testparametern

nie schwächelt. Der Anbau und die Einstellung ist etwas zeitaufwendiger,

aber kein Problem. Einziger wichtiger Kritikpunkt: Die

Hebelergonomie sagte nicht jedem Tester zu.

Shimano

447/505

interessanter Sparfuchs

Preis*: ab ca. 65,– Euro

Montage Hebel: klappbar

FlipFlop Möglichkeit: nein

Hebelweite: mit Werkzeug

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: Mineralöl

Beläge: Organisch, Sintermetall

Discmontage: 6-Loch, CenterLock

Disc-Größen: 160/180/203

Gewicht Scheibe: 164 g

Gewicht Bremse: 280 g

Hebelergonomie: Sehr gut

Druckpunkt: mittel

Dosierbarkeit: Gut

Bremsleistung: Gut

Fazit: Die Überraschung im Test ist die günstige Disc von Shimano: Dank Mineralöl

sehr wartungsarm und mit einer sehr guten Hebelergonomie ausgestattet,

bietet die Bremse in der Praxis eine gute Dosierbarkeit und eine sehr solide

Bremsleistung. Gerade für Alltagsfahrer und Disc-Umsteiger die erste Wahl.

Shimano

m785 - DeoRe XT

Technologieträger

aktiv

Testsieger

Empfehlung

SRam

Via gT

citybegleiter

Preis*: ab ca. 165,– Euro

Montage Hebel: klappbar

FlipFlop Möglichkeit: nein

Hebelweite: werkzeuglos

Druckpunkt: mit Werkzeug

Bremsmedium: Mineralöl

Beläge: Organisch, Sintermetall

Discmontage: 6-Loch, Center Lock

Disc-Größen: 140/160/180/203

Gewicht Scheibe: 139 g

Gewicht Bremse: 291 g

Hebelergonomie: Sehr gut

Druckpunkt: mittel

Dosierbarkeit: Sehr gut

Bremsleistung: Sehr gut

Fazit: Die „XT“ stellt aktuell mit die innovativste Bremse auf den

Markt. „IceTech“-Sandwich-Bremsscheibe und gekühlte Bremsbeläge

sorgen in der Praxis für höchste Standfestigkeit. Die Hebelergonomie

samt allen Einstellparametern sind Spitzenklasse. Dank

Mineralöl sehr wartungsarm. Verdienter Testsieger!

Preis*: 127,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: ja

Hebelweite: mit Werkzeug

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: DOT 4

Beläge: Organisch

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 140/160

Gewicht Scheibe: 144 g

Gewicht Bremse: 243 g

Hebelergonomie: Sehr gut

Druckpunkt: hart

Dosierbarkeit: Gut

Bremsleistung: Gut

Fazit: Sram bietet mit der „Via GT“ bewährte Spitzentechnologie aus dem

MTB-Bereich. Die exzellente Hebelergonomie begeistert. Gewichtsmäßig

liegt die Bremse recht weit vorne und bietet bei Dosierbarkeit und

Bremsleistung solide Werte. Gut: Größere Bremsscheiben gibt es in Srams

MTB-Bereich.

*:Preis für Vorder- oder Hinterradbremse

100 | aktiv Radfahren 03/2014


TekTRo

aURiga PRo

Überraschungs-asiate

Preis*: 121,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: nein

Hebelweite: werkzeuglos

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: Mineralöl

Beläge: Sintermetall

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 160/180/203

Gewicht Scheibe: 157 g

Gewicht Bremse: 288 g

Hebelergonomie: Gut

Druckpunkt: mittel

Dosierbarkeit: Gut

Bremsleistung: Gut

Fazit: Die „Auriga Pro“ ist eine grundsolide Mittelklassebremse,

die für ihr Geld viel Leistung bietet. Einfach einzustellen,

gutes Gewicht und die restlichen Parameter stimmen durch die

Bank. Dank Mineralöl ist sie auch noch recht wartungsarm, was

sie gerade für Alltagsfahrer sehr interessant macht.

TRickSTUFF

cleg 2

Deutsches kunstwerk

Preis*: 399,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: nein

Hebelweite: mit Werkzeug

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: DOT 5.1

Beläge: Organisch

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 140/160/180/203

Gewicht Scheibe: 145 g

Gewicht Bremse: 281 g

Hebelergonomie: Befriedigend

Druckpunkt: hart

Dosierbarkeit: Sehr gut

Bremsleistung: Sehr gut

Fazit: Die Cleg wird komplett in und um Freiburg produziert,

was sie zu einer echten „Made in Germany“Bremse

macht. Die Verarbeitung ist Spitzenklasse, die Dosierbarkeit

und Bremsleistung ebenso. Einzig der Bremshebel

wurde von manchem Tester kritisiert. Sehr schönes High-

End-Modell, das sein Geld wert ist.

Xlc

PRo

Schwerer anker

Preis*: 89,– Euro

Montage Hebel: 2-teilig

FlipFlop Möglichkeit: ja

Hebelweite: mit Werkzeug

Druckpunkt: nein

Bremsmedium: Mineralöl

Beläge: Sintermetall

Discmontage: 6-Loch

Disc-Größen: 160/180/203

Gewicht Scheibe: 157 g

Gewicht Bremse: 320 g

Hebelergonomie: Befriedigend

Druckpunkt: hart

Dosierbarkeit: Gut

Bremsleistung: Gut

Fazit: Die preislich attraktive XLC „Pro“ wird beim Bremsenriesen

Tektro gefertigt, was für eine hohe Qualität sorgt. Die

Einstellung gelingt einfach. Das Gewicht ist das höchste im

Test, das spielt im Alltag aber so gut wie keine Rolle. Dosierbarkeit

und Bremsleistung liegen im guten Mittelfeld, die

Hebelergonomie ist aber nicht perfekt.

herstellerkontakte:

Hersteller: Telefon: Mail:

BrakeForceOne 07071-9698637 info@brakeforceone.de

Hayes 089-37419310 techsupportEU@hayesbicycle.com

Hope 0044-1282-818426 robin@hopetech.com

Magura 07125-969460 Kontaktformular Website

Promax 09544-9444463 bt@messingschlager.com

Shimano 0711-258802 info@paul-lange.de

Sram 09721-29230 info@sram.com

Tektro 07159-9459600 vertrieb@merida-centurion.com

Trickstuff 0761-7074192 info@trickstuff.de

XLC 09721-65010 info@xlc-parts.com

aktiv Radfahren 03/2014 | 101


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WoRkshop | scheibenbremsen

Scheibenbremsen richtig einstellen

Stellen Sie für eine perfekte Funktion

Ihre Bremsanlage richtig ein und

beseitigen Sie nervendes Quietschen.

Anbei finden Sie dazu eine

detaillierte Beschreibung, wie Sie

am besten vorgehen.

Wichtig: Im Zweifel sollten Sie diese

Arbeiten Ihren Händler durchführen

lassen. Stichwort: Sicherheit.

Redaktion: Sebastian Böhm, Radwerk

Fotos: Jürgen Amann

Ergonomie Unterarm:

stellen sie den Bremshebel so

ein, dass dieser in einer Verlängerung

zum Unterarm steht.

Tipp: suchen sie sich einen

helfer, der die hebellage von

außen begutachtet.

Ergonomie Finger:

Für gute Erreichbarkeit und

kraftübertragung der Fingerkraft

sollte der Bremshebel

perfekt in der hand liegen.

Wenn nötig, verschieben sie

diesen nach außen/innen.

Ergonomie Druckpunkt:

Justieren sie den Druckpunkt

des Bremshebels so, dass der

hebel parallel zum Lenker

steht, wenn die Bremskraft

spürbar einsetzt (via Madenschraube

oder Einstellrad).

Bremsbeläge spreizen:

Um die Bremse perfekt justieren

zu können, sollten sie

gleich zu Anfang die Bremsbeläge

im Bremssattel mit einem

spezialwerkzeug (rechte seite

Bild 1) komplett zurückstellen.

Bremssattel ausrichten:

Bremssattelschrauben lockern,

Bremshebel ziehen und dann

vorsichtig die Befestigungsschrauben

anziehen. Jetzt sollte

der Bremssattel einigermaßen

mittig sitzen.

Bremsspalt fein justieren:

Der Bremsspalt sollte links

und rechts der scheibe gleich

groß sein. Gegebenenfalls je

eine schraube lösen und den

Bremssattel fein justieren.

102 | aktiv Radfahren 03/2014

ENTSPANNT FAHREN

UND MAXIMAL SPAREN


13.11.13 13:32

Drehmoment Bremssattel:

Für volle sicherheit müssen sie

die Befestigungschrauben des

Bremssattels mit einem Drehmomentschlüssel

festziehen.

Angabe des herstellers beachten.

Drehmoment Bremsscheibe:

Gleiches gilt für die Bremsscheibe.

Tipp: Ziehen sie die Befestigungsschrauben

sternförmig fest.

Erst das erste, dann das zweite

Dreieck.

Werkzeuge und Helferlein:

1 Zum Aufspreizen

der Bremsbeläge

– etwa zum

Entlüften der

Bremsanlage

oder dem Öffnen

der Beläge nach

unbeabsichtigtem

Zusammendrücken

– nutzt

man einen Bremsbelagspreizer. Dieser schont durch eine große

Fläche samt abgeschrägten kanten den Belag vor Beschädigung

(Bild: superB).

2 Zur Reparatur

von verbogenen

Bremsscheiben

eignet sich zum

Beispiel das

spezialwerkzeug

von XLC. seine

handliche Form

sorgt mit den zwei Montageschlitzen für einfaches Arbeiten.

Quietschen beseitigen

Bremsscheibe reinigen:

Reinigen sie die Bremsscheibe

mit einem speziellen, kraftvollen

Bremsenreiniger und nutzen

dazu ein fett- und sauberes Tuch/

papier.

Bremsbeläge anschleifen:

Um Bremsgeräusche zu verringern

kann es sinnvoll sein, die kanten

der Bremsbeläge anzuschrägen.

Beseitigen sie dazu mit einer Feile

die kante im Winkel von 45 Grad.

Bremsscheibe ausrichten:

Durch Toleranzen in der Fertigung

oder durch hitzeverzug kann die

scheibe schleifen. Mit einem spezialhebel

kann die Disc vorsichtig

zurückgeschränkt werden.

Bremssattel ausrichten:

Leichtes scheibenschleifen kann

durch eine perfekte Ausrichtung

des Bremssattels vermieden werden.

Der Luftspalt sollte dabei parallel

gleich groß ausfallen.

Wählen Sie

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Weitere Informationen unter eurorad.de

* nach Gehaltsumwandlung

aktiv Radfahren 03/2014 | 103


Produkte

vorgestellt

Schwalbe

Pannenschutz für Preisbewusste

Mit dem neuen Trekkingreifen „Tour Plus“ bietet Schwalbe – zusammen mit dem Cityreifen „Road

Plus“ – hochwirksamen Pannenschutz zu einem günstigen Preis. Mit ihrem Plus an Sicherheit liegen

sie immerhin auf dem zweithöchsten Level (5) der sechsstelligen Pannenschutz-Skala. Gut drei

Millimeter bringt der Schutzgürtel „PunctureGuard“ zwischen Schlauch und Straße, für Glasscherben

und spitze Steine gibt es da kaum ein Durchkommen. „Der neue ‚Tour Plus‘ ist die perfekte

Alternative zum Schwalbe Klassiker ‚Land Cruiser‘. Zusätzlich zu den beliebten Allround-Eigenschaften

bringt er noch den Top-Pannenschutz mit“, erläutert Schwalbe-Marketingleiter Carsten

Zahn. Der „Tour Plus“ greift mit seinem kräftigen Trekkingprofil auch abseits der Straße, während

der „Road Plus“ mit seinem klassischen Mittelstegprofil angenehm leicht auf Asphalt rollt. Ihn gibt

es jetzt in der neuen Größe 50-559. „Tour Plus“ und „Road Plus“ sind in vielen gängigen Größen im

Fahrradfachhandel erhältlich. Preis: 21,90 Euro.

Schwalbe – Ralf Bohle GmbH, Tel.: 02265-109-0, info@schwalbe.com

bilder: Schwalbe

Shimano action Kamera

Alles im Blick

Mit der Multisport-Kamera CM-1000

bietet Shimano die Möglichkeit,

sportliche Erlebnisse im Bild festzuhalten.

Die CM-1000 ist laut Shimano eine

leichte, kompakte, hoch auflösende

Videokamera die gleichermaßen für den

Fahrrad- wie für den Angel-Markt entwi-

ckelt wurde und es Anwendern in beiden

Bereichen ermöglicht, ihre Erlebnisse als Fotos

oder HD-Videos festzuhalten. Das Objektiv mit einer

Lichtstärke von f2.0 ermöglicht hervorragende Aufnahmen auch bei

schlechten, dunklen Lichtverhältnissen, der 16-Megapixel-CMOS-Bildsensor

macht HD-Videoaufnahmen möglich. Mit 135° und der Super-

Weitwinkeleinstellung von 180° stehen zwei Bildwinkel-Modi zur

Verfügung, während es die Autorotations-Funktion in 90°-Schritten

dem Anwender ermöglicht, die Kamera in alle Richtungen zu drehen.

Mit 86 Gramm – inklusive Akku und Objektivabdeckung – und mit

Abmessungen von 44 x 70 x 30 Millimetern

passt die CM-1000 buchstäblich in

jede Hosentasche. Ohne ein sperriges,

umständlich zu montierendes,

zusätzliches Unterwassergehäuse ist

die CM-1000 selbst wasserdicht bis zu

einer Tiefe von 10 Metern.

Paul Lange & Co. OHG, Tel.: 0711-258802

www.shimano-sportcamera.com

Fotos: paul lange

FedergriFF VeloSpring Sen comFort

Edelholz

Sein Entwickler hat jahrzehntelange Erfahrung mit der Holzverarbeitung,

er ist ökologisch, handwerklich perfekt gemacht und soll

komfortabel sein. Und schließlich ist er ein Designobjekt

Mit dem „sen comfort“ präsentiert Velospring aus München den wohl

weltweit ersten gefederten Fahrradgriff, der noch dazu aus Holz gefertigt

ist. Seine leistungsfähige Federmechanik steckt im Lenker. Sie soll laut

Entwickler Klaus Mildenberger sehr fein ansprechen und eine Federgabel

„im Stadt- und Tourenbereich

überflüssig“ machen.

Über zwei Stunden Arbeitsaufwand

stecken pro

Paar in diesem Griff. Dabei

wird er aus edlem Nussbaumholz

in verschiedenen

deutschen Werkstätten gefräst,

von Hand geschliffen,

geölt und poliert. Seine feine

Maserung macht jeden

Griff zu einem Unikat. „sen

comfort“ gibt es bei aus-

gewählten

Fachhändlern

sowie direkt bei Velospring.

Preis pro Paar: 199,– Euro

Velospring GmbH,

Tel.: 089-2012455,

info@velospring.com

Fotos: Velospring

104 | aktiv Radfahren 3/2014


& ausprobiert

biKeSuit

Over all

Der Bikesuit bedeckt den Radlerkörper

von Kopf bis Fuß, lässt sich

bequem über die Kleidung ziehen

und hält auch den dicksten Regenguss

zuverlässig ab.

Da beklage ich mich in der Umkleide

beim Sport, dass es das nasskalte

Winterwetter gerade nicht zulässt,

meinen kurzen Weg in die Arbeit (ca.

3 km) mit dem Fahrrad zurückzulegen

(zum Verständnis für den Leser sei

erklärt, dass ich im Büro eine gewisse

Kleiderordnung einzuhalten habe). Und

was passiert? Eine Woche später drückt

mir einer meiner Sportfreunde doch

tatsächlich einen Bikesuit in die Hand. Der Hinweis, dass

es nun keine Ausrede mehr gäbe, folgt sogleich.

Bikesuit – wenn man sich das Wort in Gedanken auf der

Zunge zergehen lässt oder mit Freunden drüber spricht,

ist die erste Assoziation „Wie bitte? Ein Catsuit?“. Nein,

ein Bikesuit! Ganzkörperkondom? Nein … aber so ähnlich.

Zu den Fakten: Es handelt sich um eine Regenhose mit unten

offenen Füßlingen und oben angenähter Regenjacke

inklusiv Kapuze. Das ganze lässt sich durch einen langen

Reißverschluss an der Seite öffnen und wieder schließen.

Das Material besteht aus wasserdichtem Nylon (eben wie

ein Regenschutz sein sollte).

Motorradfahrer kennen den Begriff „Regenkombi“ und nutzen

ein vergleichbares Teil bei Regen als Überzug über die „Lederkombi“.

Man kann also in voller Montur (egal ob Handwerker-

Outfit oder Businessdress) hineinsteigen, den Reißverschluss

seitlich schließen und vor Feuchtigkeit geschützt, sich auf den

Weg machen. Gut durchdacht sind die eingenähten Schnüre mit

Klemmgriffen zum Anpassen der unterschiedlichen Beinlängen.

Für mich als anzugtragenden Schreibtischtäter ist es die ideale

Ergänzung und eine wunderbare Erfindung fürs herbstlich-winterliche

Radeln. Für Speedbiker, die auch in der Stadt immer am

Limit radeln, würde ich den Bikesuit nicht empfehlen. Perfekt

passend finde ich das Utensil für Strecken bis zu ca. 30 Minuten

für Menschen, die normal transpirieren und ihre Strecken mit

Gemach angehen. Sicherlich lässt es sich auch einen ganzen Tag

im Bikesuit radeln oder wenn man unter Zeitdruck steht. Wundern

sollte man sich aber nicht, wenn man dann innen genau so

viel Feuchtigkeit angesammelt hat, wie einem der Regen von

außen zugedacht hat …

Infos und Bezug: info@bikesuit.eu, www.bikesuit.eu

aktiv Radfahren 3/2014 | 105


Vorstellung | slide2go

Halterungssystem Slide2go

In einem Rutsch

Das Halterungssystem Slide2go wurde in Köln in Zusammenarbeit

mit einem Designer-Büro und kleinen mittelständischen

Unternehmen entwickelt. Das „Herzstück" des

Systems ist eine kleine Metallplatte mit einer V-förmigen

Aussparung, dem Einschub. Das Gegenstück ist an den

Slide2go-Taschen und -Körben befestigt. Das System

wird über Bike&Co.-Händler vertrieben.

Redaktion: Karola Hafner

Fotos: Jürgen Amann

ProDUKTE iM ÜBErBliCK

Rolltasche Wasserdicht

Preis: 49,95 Euro

Einkaufskorb Faltsystem

Korb: 19,95 Euro

plus Rahmen: 22,95 Euro

Naturkorb

Korb: 21,95 Euro

plus Rahmen: 18,95 Euro

plus Griffe: 7,95 Euro

Einkaufstasche Medium

Tasche: 17,95 Euro

plus Rahmen: 16,95 Euro

Einkaufskorb mit Abdeckung

Korb: 21,95 Euro

plus Rahmen: 17,95 Euro

DAS SliDE2Go-SySTEM: So fUnKTioniErT'S

Die zum System passenden Taschen und Körbe gibt es in verschiedenen Größen,

Farben und Formen. Durch ein baugleiches Teil am Adapter können die Taschen

sowohl vorne am Lenker als auch am Gepäckträger befestigt werden.

Das System ist integriert verbaut.

Der vordere ist baugleich mit dem

hinteren Adapter. Hinten gibt es

zwei Möglichkeiten den Adapter zu

befestigen.

Die Taschen lassen sich leicht einhängen.

Dazu schiebt man die Vorrichtung am Korb

in die Schiene am Adapter. Nach einem kurzen

„Klick“ ist das System eingerastet.

Zum Aushängen den roten Hebel nach

unten drücken, die Tasche hochziehen und

die Shoppingtour kann beginnen.

106 | aktiv radfahren 03/2014


4 Fragen an ...

Karsten Birkner, Produktmanager

Teile und Zubehör, Bike&Co.

„Integriert verbaut und

TÜV-geprüft auf 10 Kilo“

Was musste bei der Entwicklung des Systems beachtet

werden?

Die tragkraft des systems wurde vom tÜV auf 10 Kilo

geprüft. Wichtig war also ein system zu entwickeln, das

stabil genug war, 10 Kilo tragen zu können.

Wo liegt der Vorteil von Slide2go gegenüber anderen Halterungssystemen?

Das system ist im Bauteil des Fahrrads integriert verbaut,

sowohl vorne am lenker, an der Vorbaukappe, als auch

hinten am gepäckträger. Die Halterungen sind baugleich,

sodass die taschen beliebig eingehängt werden können.

Zudem besteht das system aus Aluminium, das macht es

sehr stabil im gegensatz zu Plastikhalterungen anderer

systeme.

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verstellbar, ergonomisch

Wir bauen die besten Teile für Ihr Rad.

Das ist unsere Natur...

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Für wen wurde das System entwickelt?

slide2go wurde zunächst für Fahrradhersteller entwickelt,

da es bereits bei der Fertigung integriert verbaut werden

kann. so bietet slide2go als einfache und sichere Fahrradhalterung

dem Hersteller einen Mehrwert für seine Marke.

und auch der endkunde hat einen Vorteil: Das Halterungssystem

ist beim Fahrradkauf schon vorinstalliert. Bei den

Falter e-Bikes mit Bosch- oder shimano „steps“-Antrieb

ist dies bereits der Fall. taschen oder Körbe können also

sofort transportiert werden, ohne dass ein Halterungssystem

erst kompliziert befestigt werden muss.

Wo kann man das System kaufen?

Das system ist bei den meisten Bike&Co.-Händlern erhältlich.

Auch räder, bei denen das system bereits vorinstalliert

ist, erhalten sie dort. genauere Fragen zum system

beantwortet gerne Herr Mühlberger, der Mitentwickler

des systems per e-Mail (slide2go@me.com).

Herstellerinfos Bike&Co.:

tel.: 05246-9201-0

e-Mail: info@bikeundco.de

Den nächsten Bike&Co.-Händler in Ihrer nähe finden sie hier:

www.bikeundco.de/retailers



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KoluMNE | Radlhauptstadt München

München – per Rad noch schöner!

München ist groß, flach

und rund wie eine Pizza.

Mittendurch fließt die

Isar und etliche Hauptstraßen

führen wie (Fahrrad-)

Speichen ins Zentrum.

Gute Bedingungen

zum Radfahren – sollte

man meinen. Doch München

will mehr. 2010 wurde

mit „Radlhauptstadt

München“ eine Kampagne

ins Leben gerufen, die

dort begann, wo andere

Städte aufhören.

Schon 2002 betrug der Münchner Anteil

der mit dem Fahrrad zurückgelegten

Wege zehn Prozent. Das entspricht

dem Wert, den die Erhebung „Mobilität

in Deutschland“ (MID) des Verkehrsministeriums

2008 als Mittelwert für alle deutschen

Städte ermittelt hat. Nicht schlecht, aber für

eine Stadt mit den verkehrstechnischen und

topografischen Voraussetzungen wie München

auch nicht besonders gut.

Mitte 2009 wurde vom Stadtrat der Grundsatzbeschluss

Radverkehr verabschiedet, der

die Mittel der Radverkehrspauschale von bisher

1,5 Millionen auf 4,5 Millionen Euro pro Jahr

erhöhte. Der Verdreifachung der Mittel und

der Aufstockung des städtischen Fahrradpersonals

(in der Verwaltung) auf 11 Mitarbeiter

war 2007 die Welt-Fahrradkonferenz Velo-City

in München vorausgegangen, die auf verschiedenen

politischen Ebenen und bei den Bürgern

im öffentlichen Diskurs psychologisch wichtige

Image-Arbeit pro Fahrrad leistete. Wäre der

stolze Betrag von 4,5 Millionen nicht schon bemerkenswert

genug, das eigentlich besondere

an der neuen Radlpauschale war ihr Verwendungszweck

für sogenannte weiche Maßnahmen.

Infrastruktur ist nicht alles, erkannten die

Münchner Stadtväter und investierten etwa 10

Prozent der Mittel in ein facettenreiches Marketingkonzept.

Das alles basierend auf der

Verkehrsleitlinie:

> „München ist kompakt – urban und grün“

> Über 80 Prozent der Einwohner besitzen ein

Fahrrad und könnten dies auch benutzen.

> Mehr als 60 Prozent der Wege sind kürzer als

fünf Kilometer.

> München wird weiter massiv wachsen mit

der Folge, dass der innerstädtische Verkehr

und Parkplatzprobleme weiter zunehmen.

Ziele der Kampagne

Ausgehend von einem Modalsplit, der 2008

noch 13,6 Prozent betrug, wollte die Radlhaupstadt-Kampagne

den Münchnern das Radeln

in vielerlei Hinsicht schmackhaft machen:

108 | aktiv Radfahren 3/2014


Fred

Rompelberg

Angebot

Mallorca

vom 25. Januar

bis 8. Juni 2014

> Radeln steht für unabhängigkeit, lifestyle

und Bewegungsfreude.

> Das positive Image des Fahrrads sollte gestärkt

und die Sicherheit sollte verbessert

werden.

> Schaffung einer nachhaltigen Fahrradkultur

> Etablierung des Fahrrads als das Verkehrsmittel

für den Alltag

Hehre Ziel, die ein Fachreferat allein nicht

schaffen kann. Deshalb wurde die umsetzung

des Grundsatzbeschlusses Radverkehr in der

Verwaltung gemäß der unterschiedlichen Zielrichtungen

in verschiedenen Ressorts angesiedelt,

sozusagen als Querschnittsaufgabe.

Die wichtigsten Aufgaben der Radverkehrsförderung:

Das Baureferat ist für Schaffung und

unterhalt des Radverkehrsnetzes/der Radverkehrsinfrastruktur

(= Radverkehrsanlagen +

Wegweisung + Abstellanlagen) verantwortlich.

Das Referat für Stadtplanung für den Verkehrsentwicklungsplan,

das Stellplatzkonzept,

Radverkehrszählungen und Bike & Ride. Das

(leitende) Kreisverwaltungsreferat für Verkehrsordnung

und Verkehrssteuerung, Fahrradstraßen,

Öffnung von Einbahnstraßen,

Überprüfung der Radweg-Benutzungspflicht,

die Verkehrssicherheit und die Radlhauptstadt-

Kampagne.

Das Referat für Gesundheit und umwelt bearbeitet

den Münchner Radlstadtplan, das Radl-

Routing und wirkt an verschiedenen städtischen

Arbeitsgruppen mit. Das Referat für

Arbeit und Wirtschaft ist für das betriebliche

Mobilitätsmanagement und den Tourismus zuständig.

und zuletzt ist das Büro des 3. Bürgermeisters

Monatzeder zuständig für Öffentlichkeitsarbeit,

die leitung des lenkungskreises

und des Arbeitskreises Radverkehr.

In welchem umfang die Referate unter leitung

des Kreisverwaltungsreferates an der umsetzung

der Radlhauptstadt-Kampagne beteiligt

waren, verdeutlicht das umfangreiche Maßnahmenpaket,

das ebenso eine Steigerung der

Quantität wie eine Verbesserung der Qualität

des Radverkehrs im Fokus hat und hier nur auszugsweise

vorgestellt werden kann:

> Münchener Radlnacht – viele Tausend Bürger

„cruisen“ auf dem Altstadtring und genießen

es, die Straßen an einem Samstagabend

für sich zu haben.

> Radlfrühjahrsmarkt und Münchner Radlflohmarkt

– testen, kaufen & verkaufen

> Wettbewerb „München sucht den Radlstar“

– Über 1.000 Teilnehmer ließen sich mit

ihrem Fahrrad fotografieren und gaben der

Radlhauptstadt ein Gesicht.

> Münchner Radl- und Fashionshow – mit Stil

& Eleganz: so schön kann Radfahren sein

und so gut kann man dabei aussehen

> Regelmäßige, kostenlose Radl-Sicherheitschecks,

bei denen an stark frequentierten

Plätzen Räder auf Verkehrstauglichkeit geprüft

und kleine Reparaturen durchgeführt

werden.

> (Stand-)Präsenz der Kampagne im öffentlichen

Raum und auf Messen, Großbanner an

öffentlichen Gebäuden, Plakat- und Postkartenaktionen,

Infostände bei Stadtteilfesten,


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Radrennfahrer.

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KoluMNE | Radlhauptstadt München

> umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit

über alle Medien und auf Konferenzen

Willkommen in der Realität

Wo licht, da gibt es auch Schatten beziehungsweise

Widerstand. Bürgermeister

Monatzeder zu aktuellen und zukünftige

Verkehrsproblemen: „Der Straßenraum

ist weitgehend überplant und verteilt.

Änderungen zugunsten des Fußgängerund

Radverkehrs sind deshalb in der Regel

nur noch zu lasten des motorisierten

Verkehrs möglich, und jede Baumaßnahme

bedeutet quasi eine „operation am

offenen Herzen“, da umleitungen kaum

möglich sind.“

Große Projekte entlang von Magistralen

wie der lindwurmstraße oder der Rosenheimer

Straße werden vom Stadtrat

auf die lange Bank geschoben oder abgeschmettert.

So sollten in der Rosenheimer

Straße in beide Fahrtrichtungen

eine der beiden Autospuren durch jeweils

einen Radfahrstreifen ersetzt werden. Die

vom Münchner Stadtrat bereits 2009 im

Grundsatzbeschluss Radverkehr geplante

Maßnahme wurde trotz zweier tödlicher

unfälle im Januar von SPD, CSu und FDP

abgeschmettert. Die Süddeutsche Zeitung

schreibt: „Es gibt einfach nicht genügend

Platz, um Radfahrer, Fußgänger und

Autofahrer störungsfrei auf den Straßen

unterzubringen. Am Ende werden wohl

Fahrspuren oder zumindest Parkplätze

weichen müssen.“

unabhängig davon hat die Radlhauptstadt-Kampagne

bereits nach zwei Jahren

deutliche Spuren in der bayerischen

Hauptstadt hinterlassen. Repräsentative

Telefonbefragungen ergaben 2011, dass

> über 90 Prozent der Befragten es generell

gut oder sehr gut finden, dass die

Stadt München den Radverkehr fördert.

> ca. 60 Prozent die Kampagne wahrgenommen

haben

> über 80 Prozent der Kampagnen-Wahrnehmer

die Fahrradmarketingkampagne

mit gut oder sehr gut bewerten.

Positive Auswirkungen auf das Mobilitätsverhalten

dokumentieren diese Analysen:

> Der Radverkehrsanteil ist von knapp 14

Prozent im Jahr 2008 auf über 17 Prozent

im Jahr 2011 gestiegen. Bezogen

auf 2002 ergab sich sogar eine Steigerung

um über 70 Prozent.

> Der Autoanteil (Selbstfahrer) ist von

27 Prozent (2008) auf 23 Prozent (2011)

gesunken.

> Der Anstieg des Radverkehrsanteils

ging nicht zu lasten des ÖPNV (umweltverbund

= Fuß + Rad + ÖV).

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sich

die Stadt München mit der Kampagne

auf einem guten, für andere Metropolen

nachahmenswerten Weg befindet. und

durch intelligente Verknüpfung anderer

Verkehrsträger, die weiter fortschreitende

zweirädrige Elektromobilität und wünschenswerterweise

damit verbundenen

Radschnellwege erschließen sich neue

Anbindungsmöglichkeiten von weiter außerhalb

liegenden Gemeinden.

Konrad Weyhmann

Konrad Weyhmann ist PR-Mitarbeiter

bei Paul Lange & Co und schreibt in

aktiv Radfahren zum Thema Urbane

Mobilität.

„München setzt

Prioritäten für die

Radkultur.“

Wigand von Sassen,

Projektleiter der

Kampagne:

aR: Um die Radlhauptstadt-Kampagne beneiden sie

viele andere Städte. Warum klappt das in München

so gut und was hindert andere Städte, es Ihnen

gleichzutun?

WvS: Das ist für mich eine Frage der politischen

Prioritätensetzung und unseres ganzheitlichen

Ansatzes der Radverkehrsförderung. Wir geben für

die weichen Maßnahmen nur etwa 10 Prozent des

gesamten Radlbudgets aus, erzielen damit aber

eine große Wirkung! Das können andere Städte

auch, sie müssen nur wollen.

aR: Immer weniger Jugendliche machen den Führerschein

und als Image-Träger hat das Auto angeblich

auch ausgedient. Woher kommen dann die zunehmenden

Verkehrsprobleme der Städte?

WvS: Münchens Verkehrsprobleme resultieren vor

allem aus dem starken Wachstum der Stadt und

den vielen Pendlern, die mit dem Auto in die Stadt

fahren. Da der Platz begrenzt und der öffentliche

Verkehr am limit ist, heißt für mich die sinnvollste,

stadtverträglichste und am schnellsten umsetzbare

lösung, den Radverkehr weiter auszubauen, denn

die Menschen wollen und werden Rad fahren.

aR: Welches Entwicklungspotenzial sehen Sie – wo

sind die (politischen) Grenzen?

WvS: Das neue Ziel liegt bei 20 Prozent Radverkehrsanteil

bis 2015, darüber hinaus ist aber noch

deutlich mehr drin, wie uns Amsterdam und Kopenhagen

zeigen. um dahin zu kommen, müssten die

Ressourcen deutlich erhöht werden, und da zitiere

ich gerne die Forderung im Nationalen Radverkehrsplan

2020 von Ex-Verkehrsminister Ramsauer:

Er empfiehlt Kommunen, 18 Euro pro Bürger und

Jahr auszugeben, was für München einer Radlpauschale

von 25 Millionen. Euro pro Jahr entspräche.

Start zur Radlnacht

auf dem

Münchner

Odeonsplatz

aR: Was ist das wichtigste Ziel der Kampagne?

WvS: Wir möchten mit der Initiative Radlhauptstadt

München zu einer echten Fahrradstadt machen.

Das bedeutet, den Radverkehr weiter zu steigern

und gleichzeitig sicherer und komfortabler zu

machen. Ziel ist es, eine tief verwurzelte Radlkultur

zu etablieren.

110 | aktiv Radfahren 3/2014


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RepoRtage | SoN

Die

Erleuchtung

112 | aktiv Radfahren 3/2014


MADE IN

GERMANY

Nabendynamos gibt es seit

knapp einem Jahrhundert,

doch es ist noch keine 20

Jahre her, dass Wilfried

Schmidt sie in edler Ausführung

zur Serienreife gebracht

hat. Wir haben den

Maschinenbauer besucht.

Text und Fotos: Sixtus Reimann

Es soll ja Menschen geben, die lieben

einfach, was sie tun. Wilfried Schmidt

ist so einer. Spricht man mit dem Ingenieur

aus dem Schwabenland über

Fahrradscheinwerfer oder, noch besser, über

Nabendynamos, leuchten seine augen wie der

hellste Scheinwerfer, der je gebaut wurde. Begeisterung

pur. Das trifft sich gut, denn Wilfried

Schmidt baut hauptberuflich Nabendynamos –

der Beruf als Berufung. Und was für welche!

In die Wiege gelegt wurde ihm das Fahrradbeleuchtungsmetier

nicht unbedingt; Die ersten

erfahrungen mit Konstruktion und Fertigung

von Maschinen kamen aus dem Klarinettenbau.

Die sollte man aber nicht unterschätzen, wie

der Nabendynamo-guru lächelnd erklärt: „So

habe ich praktische erfahrungen mit Metallbearbeitung

gesammelt, die mir aus dem Maschinenbau-Studium

hauptsächlich theoretisch bekannt

war. Mindestens ebenso wichtig wie die

praktischen erfahrungen waren die finanziellen

erträge : Ich habe eine Blattschleifmaschine für

Klarinetten konstruiert, die so gut gelaufen ist,

dass ich den gewinn in mein eigentliches Steckenpferd

investieren konnte: den Nabendynamo

für Fahrräder.“

aktiv Radfahren 3/2014 | 113


RepoRtage | SoN

Schmidts Original Nabendynamo ist längst eine feste

Größe in der Fahrradbranche, doch die Edelschmiede

ist überschaubar und familiär geblieben, wie auch der

Tisch im Besprechungszimmer zeigt.

Bekannt wurde SON mit seinem Nabendynamo, doch

die Qualität der Edelux-Scheinwerfer steht dem Urprodukt

der Schwaben in nichts nach.

„Früher war der

erste Tag mit Frost

der spannendste

des Jahres für uns.

Kommen Reklamationen?“

Wilfried Schmidt,

Inhaber Schmidt Maschinenbau

Das prinzip wurde schon vor über 100 Jahren

erfunden, und bereits in den 1920er-Jahren

wurden Nabendynamos in england in Serie gebaut.

Die haben sogar bis in die 1980er-Jahre

überlebt, aber sie waren schwer und haben

viel zu wenig Leistung entwickelt, um sich

wirklich durchzusetzen. Zwar waren sie theoretisch

auch in Deutschland erhältlich, aber

gekauft hat sie niemand: Mit 100 Mark waren

sie für damalige Verhältnisse für ein alltagsrad

einfach zu teuer. Darüberhinaus waren Spezialbirnen

nötig, die nicht einfach zu bekommen

waren. Noch gravierender: es gab keine

Straßenverkehrszulassung.“

Was es aber gab, war die erkenntnis, dass die

Lichtanlage der teil des Fahrrades war, über

den die alltagsradler am meisten geschimpft

haben. Und eine gute Menge Ingenieur-energie

und tüftler-ehrgeiz. „Ich war auch alltagsradler,

und ich habe mir gedacht, ich könnte

versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.“

Da hat es gut gepasst, dass das Maschinenbau-Studium

vor dem abschluss stand und

ein thema für die Diplomarbeit her musste.

Was lag näher, als einen stark verbesserten

Nabendynamo zu konstruieren? er sollte unbedingt

in eine Serien-Nabe passen, das hat

114 | aktiv Radfahren 3/2014


Hier schlagen Fahrradfahrerherzen!

Konstruktionskosten gespart und den Nabendynamo

für potenzielle partner interessanter

gemacht.

Dem Ingenieur ist bekanntlich nichts zu

schwör, auch dem angehenden nicht, und so

erblickte Wilfried Schmidts Ur-Nabendynamo

zur IFMa, der damaligen Fahrradleitmesse, das

Licht der Welt. Und wie: „er ist vier tage ohne

Unterbrechung gelaufen, während das dreimal

so schwere Konkurrenzmodell nur einen

tag funktioniert hat“, erzählt Wilfried Schmidt

nicht ohne Stolz.

Qualität setzt sich bekanntlich durch, aber

bis zur Serienfertigung war es noch ein weiter

Weg: Nach dem damaligen Stand der technik

konnte ein Nabendynamo nur die nötige Leistung

bringen, wenn er mit einem getriebe ausgestattet

war. Daran forschten mehrere große

Unternehmen, deren produkte sich jedoch alle

aufgrund mechanischer probleme nicht durchgesetzt

haben. Wilfried Schmidt ging einen anderen

Weg, setzte auf neuartige Magnetwerkstoffe,

um gewicht zu sparen und versuchte

die Leerlaufverluste zu reduzieren. Der ideale

Dynamo sollte gar nicht bremsen, wenn kein

Strom fließt.

Dem Ziel kam schon der erste in Serie Schmidt-

Nabendynamo ziemlich nah. aber der teufel

steckte wie so oft im Detail: trotz doppelter

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Reise RepoRtage | Kärnten | soN

abdichtung kam Wasser in das gehäuse der

Dynamos. Woran lag das? es dauerte eine Weile,

aber dann kam der geistesblitz: Die Luft

ändert ihr Volumen mit der temperatur, demzufolge

schwankt der Luftdruck im innenraum

des Dynamos. Dies greift die Dichtung an, sie

wird mit der Zeit porös und undicht. „Der erste

tag mit Frost war immer der spannendste des

Jahres für uns. Wie viele Leute rufen an, weil

ihr Dynamo nicht mehr funktioniert?“, berichtet

Wilfried schmidt.

allzu viele waren es nicht, und das problem

ist längst gelöst – nach typisch schwäbischer

art mit Köpfchen statt per Materialschlacht:

ein kleines Röhrchen in der achse wird mit

Links: Die Achse mit

Klauenpolkörper vor dem

Eingießen.

Unten: Der Lagersitz wird

bei jedem Gehäuseteil

aufs 1/1000 Millimeter

genau kontrolliert.

Rechte Seite unten: :

Die Speichenlöcher werden

von innen an einer

Ständerbohrmaschine

gesenkt.

116 | aktiv Radfahren 3/2014


einem spiralförmig um die achse gewickelten

Schlauch verbunden, sodass die Luft zirkulieren

kann und Nässe keine Chance hat, sich im

Dynamo abzulagern.

allzu viele geistesblitze dieser größenordnung

waren nicht vonnöten, um den Schmidtschen

Ur-Nabendynamo bis auf Weiteres das Maß

aller Dinge bleiben zu lassen – diese Verbesserung

war die wesentlichste seit den anfängen,

„und die Störfälle sind um einen Riesenfaktor

zurückgegangen“, wie Wilfried Schmidt freudestrahlend

erzählt. Wir freuen uns mit – wer

kann schon von sich behaupten, ein genre

quasi im alleingang revolutioniert zu haben?

27 Karten

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Der Geistesblitz: Anfänglich konnte Nässe in das Dynamogehäuse

eindringen. Ein Röhrchen mit Schlauch schuf

Abhilfe – so simpel wie genial.

1 Nordfriesland/Schleswig

2 Holstein/Hamburg

3 OstseekUste/Mecklenburg

4 Rügen/Vorpommern

5 Ostfriesland/Emsland

6 Zwischen Elbe und Weser

7 Lüneburger Heide/Hannover

8 Havelland/Magdeburger Börde

9 Brandenburg/Spreewald

10 Münsterland/Niederrhein

11 Ostwestfalen/Sauerland

12 Harz/Leinetal

13 Saale/Westliches Erzgebirge

14 Lausitz/Östliches Erzgebirge

15 Rheinland/Eifel

16 Rhein/Main/Nordhessen

17 Thüringer Wald/Rhön

18 Oberfranken/Vogtland

19 Mosel/Saarland

20 Rhein/Neckar

21 Mainfranken/Taubertal

22 Fränkische Alb/Altmühl

23 Bayerischer Wald/Donau

24 Schwarzwald/Oberrhein

25 Bodensee/Schwäbische Alb

26 Oberbayern/München

27 Chiemsee/Inn

Erhältlich im Buchhandel oder beim:

BVA Bielefelder Verlag, Niederwall 53, 33602 Bielefeld

Tel.: 0521 - 59 55 40, E-Mail: bestellung@bva-bielefeld.de

aktiv Radfahren 3/2014

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| 117


Willkommen im Club Infos & Vorteile für Sie!

Fotos: Heibrock

Glückstour 2013:

Spenden für kranke Kinder

Die Glückstour der Schornsteinfeger-Innung war auch 2013 ein

voller Erfolg: Sie führte eine Radtour durch und übergab dabei

Spenden für krebskranke Kinder.

Auch der RadClub Deutschland förderte die

Glückstour, auf der erneut eine Rekordsumme

gespendet wurde.

Die achte Auflage der Glückstour führte

die Teilnehmer von Verl bei Bielefeld nach

Würzburg zum Bundesverbandstag der

Schornsteinfeger. Auf der Tour selbst wurden

Spendengelder direkt und ohne Abzug

an 25 ortsansässige Initiativen übergeben.

Die Einnahmen von 125.000 Euro stellten

einen neuen Rekord dar.

Überall in Deutschland hatten Schornsteinfeger

und Firmen aus der Welt des

Fahrrades dafür Aktionen und Sammlungen

durchgeführt, um mit den Spenden krebskranken

Kindern und deren Familien zu

helfen. Auch das Medieninteresse ist über

die Jahre gestiegen. Oberbürgermeister der

Städte und Bundespolitiker wie Wolfgang

Bosbach, aber auch Radsportidole wie Rudi

Altig oder Jens Heppner waren dabei; selbst

die Bundeskanzlerin unterstützt die Aktion.

Im nächsten Jahr wird Berlin das Ziel der

Glückstour sein – und wieder wird eine Rekordsumme

an Initiativen und Einrichtungen

an der Strecke übergeben.

Weitere Informationen finden Sie auf

www.glueckstour.de.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel

zeigte sich schon bei der Glückstour.

Fahrrad und Recht

OLG Hamm zu E-Bikes: Wenig Antrieb, mehr Promille

§

Das Oberlandesgericht Hamm hat ein Urteil

des Amtsgerichts Paderborn aufgehoben.

Es hatte den Fahrer eines Elektrofahrrads

zu einer Geldbuße von 750 Euro und einem

dreimonatigen Fahrverbot verurteilt. Er

habe eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a

Straßenverkehrsgesetz begangen, weil er

mit 0,8 Promille im Blut mit seinem E-Bike

gefahren sei. Das Oberlandesgericht zweifelt

an, dass es sich bei dem E-Bike um ein Kraftfahrzeug

handelt, und nur dann würde die

0,5-Promille-Grenze gelten.

Das OLG hält die rechtliche Einordnung

solcher E-Bikes als Fahrrad oder Kraftfahrzeug

für teilweise unklar. Eine Ordnungswidrigkeit

nach § 24a StVG könne aber nur

vorliegen, wenn man diese als Kraftfahrzeuge

anerkenne. Von solchen gehe eine höhere

Gefahr aus, weil sie schneller seien und höhere

Leistungsanforderungen an den Fahrer

stellten.

Von dem E-Bike des Klägers sei aber

nicht viel bekannt. Das Amtsgericht habe

lediglich festgestellt, dass es von einem

Elektromotor angetrieben werden könne.

Informationen über nähere technische Eigenschaften

wurden nicht eingeholt. Daher

müsse das Gericht in Paderborn die Sache

neu verhandeln und entscheiden. Die Richter

in Hamm gaben jedoch zu verstehen,

dass ein Rad mit elektrischem Antrieb, welcher

sich bei einer Geschwindigkeit von 25

km/h abschalte, keinesfalls als Kraftfahrzeug

einzustufen sei (Beschl. v. 28.02.2013,

Az. 4 RBs 47/13).

Quelle: Legal Tribune Online

118 | aktiv Radfahren 3/2014 holen sie sich den RadClub Newsletter; alles zu den Regeln des RadClub Deutschland, sowie News aus Branche, Politik und Recht


Auf der Fahrrad Essen spielt die Musik:

Die Besucher bekommen ein breites

Angebot zu sehen.

Fahrrad Essen öffnet vom 20. bis 23. Februar 2014:

NRWs größte Fahrradmesse – mit RadClub Deutschland

Vom 20. bis zum 23. Februar 2014 ist die Messe Essen wieder

Schauplatz der Fahrradmesse für Endverbraucher in Nordrhein-

Westfalen: Dann präsentieren etwa 250 Hersteller und Händler

alles rund ums Rad. Wieder werden über 80.000 Besucher

erwartet.

Auf 16.000 Quadratmetern werden Stadträder,

Roadbikes, Mountainbikes, E-Bikes mit insgesamt über 2.500 Quadratmetern.

die Besucher drei verschiedene Testparcours

und Spezialräder gezeigt, dazu kommt Neben dem „Jedermann-Parcours“ gibt es

umfangreiches Zubehör wie Bekleidung, einen speziellen Testparcours für E-Bikes,

Helme und Reifen. Der Bereich Radtouristik

präsentiert Reiseangebote, Touren und sind. Für die jungen Messebesucher gibt es

die auch 2014 ein Schwerpunkt der Messe

Fahrradregionen. Neu im Angebot: der Bereich

Radsport für Hobby- und Profisportgeboten

wurde und jetzt noch größer wird.

den „Kids-Parcours“, der 2013 erstmals anler

mit sportiven Bikes, Hightech-Kleidung Starker Partner der Fahrrad Essen ist

und Zubehör.

2014 erneut der RadClub Deutschland der

Weil es sich 2013 bewährt hat, öffnet mit seinem Show-Truck wieder in Halle 9

die Messe auch 2014 an vier Tagen; es einlädt. Dort führen anerkannte Experten

geht also schon am Donnerstag los. So ist durch ein interessantes Programm mit

es auch zumindest am Anfang nicht so voll, Themen rund um Sicherheit, Touren, Zubehör

und E-Bikes. Für die Fahrradmesse

und es bleibt mehr Zeit für Beratung und

Ausprobieren; man kann Produkte auch direkt

kaufen.

Reise + Camping gibt es gemeinsame Ein-

und die gleichzeitig stattfindende Messe

Die Fahrrad Essen zeichnet sich aus trittskarten.

durch das große Angebot an Teststrecken, Weitere Informationen finden Sie unter

denn für viele Kunden ist eine Testfahrt vor www.fahrrad-essen.de und

dem Kauf unentbehrlich. Deshalb warten auf www.radclub-deutschland.de

Messetermine im

Frühjahr 2014

Über die aktuellen Trends beim Fahrrad

kann man sich auf verschiedenen

Publikumsmessen informieren. Hier

einige der wichtigsten Termine:

München: F.re.e

19.-23. Februar

Essen: Fahrrad Essen

20.-23. Februar

bremen: Rad + Outdoor

8.-9. März

Fürth: Rad 14

15.-16. März

berlin: Velo berlin

29.-30. März

Germersheim: Spezialradmesse

26.-27. April

Der RadClub Deutschland präsentiert

sich auf diesen Messen; in Essen

hat er sogar eine große Bühne mit

einem umfangreichen Infotainment-

Programm.

aktiv Radfahren 3/2014 | 119


Blau: HKS 42 Grün: HKS 56

Willkommen im Club Infos & Vorteile für Sie!

Ihre RadClub-Hotline.....

… zum RadClub Deutschland

Artur Michalczyk beantwortet Ihre Fragen rund um

den RadClub. Ein attraktiver Service für alle Mitglieder

und solche, die es noch werden wollen.

Tel.: 0221­2587244

… zu büchern und Karten

ulrike Krumme berät Sie rund um die richtige Buchund

Kartenauswahl und unterstützt Sie bei Ihren Radreisen

in Deutschland. Damit sind Sie bei Touren und

Reisen immer gut beraten. Tel.: 0521­595542

… zur Technik

Michael bollschweiler, der Chefredakteur des

»RadMarkt«, ist der richtige Ansprechpartner für alle

Fragen rund um die Radtechnik. Montag–Freitag,

14–16 Uhr, Tel.: 0800­7232582

… zu Mitgliederversicherungen

Ihre Fragen zu den Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Unfallversicherung

beantwortet Sibylle Mitbauer vom RadClub

Deutschland Partner ARAG Sportversicherungen. Montag–

Freitag, 10–12 Uhr, Tel.: 0211­963 36 33

… zur Hotline Fahrradversicherungen

Alle Fragen zum Schutz vor Kosten aufgrund von Fahrraddiebstahl,

Reparaturen, Verschleiß und Akkuschäden beantwortet Ihnen gern

Helen Janßen vom RadClub Deutschland-Partner WERTGARANTIE.

Montag–Freitag, 9–17 Uhr Tel.: 0511­71280806

Wir sagen unseren Förderkreismitgliedern danke für die unterstützung bei unseren Nachwuchsprojekten

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Standard­Mitgliedschaft* (enthält eine unfallversicherung,

nur 19,80 EuR im Jahr)

Classic­Mitgliedschaft (enthält eine Haftpflichtversicherung und

das Clubmagazin „aktivRadfahren“, nur 39,80 EuR im Jahr)

Super­Mitgliedschaft* (enthält eine unfall, Rechtsschutz­ und Haftpflichtversicherung

und das Clubmagazin „aktivRadfahren“, nur 52,80 EuR im Jahr)

Familien­Mitgliedschaft* (wie Supermitgliedschaft für alle Familienmitglieder,

nur 64,80 EuR im Jahr)

* nähere Angaben zu den Mitgliedschaftsformen finden Sie auf

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Einfach den Coupon ausfüllen, ausschneiden oder kopieren und gleich absenden an den RadClub

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Impressum

Verlag

BVA BikeMedia GmbH

Fraunhoferstraße 9-11 · 85737 Ismaning / München

T +49 (0) 89 / 416 15 40-0, F -19

kontakt@bva-bikemedia.de

Geschäftsführer: Lutz Bandte, Gerd Franz

HRB 40139 AG Bielefeld

BVA BikeMedia ist ein Unternehmen der

Gundlach Gruppe Bielefeld

aktiv Radfahren gegründet 1980, jetzt im 34. Jahrgang.

www.aktiv-radfahren.de

Lasst uns Freunde sein: aktiv Radfahren auf Facebook

www.facebook.com/aktivRadfahren

Verlagsleiter

Heribert Heuschneider

Chefredakteur

Daniel O. Fikuart

Redaktionsanschrift

aktiv Radfahren, Fraunhoferstraße 9-11,

85737 Ismaning, T +49 (0) 89 / 416 15 40-11, Fax: -19,

info@aktiv-radfahren.de, www.aktiv-radfahren.de

Leserbriefe an: sixtus.reimann@bva-bikemedia.de

Redaktion

Jens Kockerbeck, Sixtus Reimann, Karola Hafner,

Sebastian Böhm, Georg Zeppin, Volker Buchholz;

Fotoredaktion: Jürgen Amann, Gideon Heede; Online-WEB: Stefan

Löffler; Lektorat: Lena Thiem; CvD: Musa Saglam

Layout – Produktion

DSV Deutscher Sportverlag GmbH

Bernd Schulte zur Wißen (AD); Kristin Iven; Achim Klar

Dank an die Mitarbeiter dieser Ausgabe

Horst Maier, Matthias Böhm, Dr. Franz Hofmann, Daniel Osang, Konrad

Weyhmann, Janine Amann (Verlags- und Redaktionsbüro)

Anzeigen + Vertrieb

Karin van Tholen · T +49 (0) 89 / 416 15 40-33

karin.vantholen@bva-bikemedia.de

Christian Drews · T +49 (0) 89 / 416 15 40-30

christian.drews@bva-bikemedia.de

Mario Stützer · T +49 (0) 89 / 416 15 40-31

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Fabian Morlock · T +49 (0) 89 / 416 15 40-34

fabian.morlock@bva-bikemedia.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2014

Anzeigenverwaltung

Doris Baldwin · T +49 (0) 521 / 595-555 ·

F +49 (0) 521 / 595-556

doris.baldwin@bva-bielefeld.de

Nationalvertrieb

PARTNER Medienservices GmbH, Stuttgart

Abonnements, Schnupperabos, Beleghefte

BVA BikeMedia GmbH, Kundenservice Standort Köln,

T +49 (0) 221 / 2587-248, service@radfahren.de

Erscheinungsweise und Bezugspreise

aktiv Radfahren erscheint mit jährlich acht Ausgaben – monatlich

März bis Juni, 2-monatlich Juli bis Februar. Ergänzt durch SPEZIAL-

Ausgaben: RadParadiese“und „RadKatalog“ im Frühjahr

Erhältlich an Kiosken, im Bahnhofskiosk, in ausgewählten Zweiradfachgeschäften.

Oder direkt bei

BVA BikeMedia GmbH, Kundenservice,

T +49 (0) 221 / 2587-248, service@bva-bikemedia.de

(auch Nachbestellungen)

Einzelpreis: aktiv Radfahren 4,90 Euro

Schnupperabo: 3 aktuelle Hefte für faire 9,80 Euro

Jahresabo: 8 x aktiv Radfahren plus 2 Spezialhefte (u. a.„RadParadiese“,

„RadKatalog“): Inland 44,80 Euro; Ausland 50,80 Euro. Bei

Nichterscheinen (höhere Gewalt) besteht kein Ersatzanspruch.

Super spannend: „ElektroRad“

Interessiert am Thema Elektrorad? „ElektroRad“ bringt 5 Ausgaben in

2014: ER 1 (58 E-Bikes im Test) erschien 14.2. (Nachbestellmöglichkeit

s.u.), ER 2 (> 30 Räder im Test): 16.4., ER 3: Reportagen, großes Einsteiger-Spezial

am 23.5. ER 4: 18.7. (Reportage/Reise), ER 5: 26.9. (Neuheiten

2015). Einzelheft: 4,90 Euro. Mehr:

T +49 (0) 221 / 2587-248, service@bva-bikemedia.de

Nachdruck

Nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags

Druck

Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG,

Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel

Infos zum Radwanderkarten- und Radbücher-Programm der BVA unter

www.fahrradbuecherkarten.de

oder direkt bei Ulrike Krumme · T+49 (0) 521 / 595-540 · ulrike.

krumme@bva-bielefeld.de

aktiv Radfahren ist das Mitgliedermagazin des RadClubDeutschland ·

Freecall +49 (0) 800 / RADCLUB

(0800 / 723 25 82) · www.radclub.de

Im Verlag BVA BikeMedia erscheinen neben aktiv Radfahren diese

Magazine zum Thema Radfahren/Mobilität:

ElektroRad

RadMarkt

aktiv Radfahren wird selbstverständlich auf umweltschonendem, chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.


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REisE | News

ReiseNews

Die Saison beginnt ...

Eurobike

Prosecco-Sternfahrt, Bierbrauer’s Pilgerweg

und von der Bums’n zum Prater

Sorglos radeln – auf den schönsten Routen, mit den besten Unterkünften

und den ausführlichsten Unterlagen – darauf kann man sich bei Eurobike

verlassen.

Genauso, wie auf die Tatsache, dass jedes Jahr neue, spannende Touren angeboten

werden. Wer in den beiden Katalogen 2014 „So schön ist Deutschland“

und „Radspaß in Europa“ schmökert, würde am liebsten gleich losradeln, z. B.

auf Bierbrauer’s Pilgerweg von Salzburg nach Passau, auf dem Donauradweg

von der Bums’n zum Prater oder auf den prickelnden Etappen der Prosecco-

Sternfahrt in Venetien. Selbstverständlich werden für alle Reisen auch E-Bikes

angeboten. Neu bei Eurobike: das Angebot „Radeln mit Charme“. Bei diesen

Angeboten besticht jedes Hotel durch ein ganz besonderes Flair.

Infos: Eurofun Touristik GmbH, Mühlstraße 20, A - 5162 Obertrum /

Österreich, Tel.: 0043-(0)6219-7444, www.eurobike.at

126 | aktiv Radfahren 3/2014


Neuerscheinungen der BVA

Mit neuen Karten

auf Tour

Aktuell erschienen ist der neue Bücher & Karten-

Katalog 2014 vom BVA Bielefelder Verlag.

Darin enthalten ist das komplette Programm der

Radwanderkarten, Radwanderführer und Bücher

rund ums Rad.

Die ADFC-Radreiseführer und die

ADFC-Radausflugsführer – handliche

Kompakt-Spiralos mit einem

einmaligen Komfort-Konzept. Nach

der überaus gelungenen Einführung

im letzten Jahr werden diese

Serien mit insgesamt elf ganz neuen

Titeln fortgeführt, z. B. mit dem

Elberadweg, Neckartal-Radweg,

Oder-Neiße-Radweg, Bergischen

Bahntrassen sowie den Regionen

Münsterland, Ruhrgebiet und

Ostseeküste.

Die ADFC-Regionalkarten-Reihe wird um sieben neue Titel erweitert, davon drei im

Maßstab 1:50.000 für die Metropol-Regionen Berlin und Frankfurt. Zusätzlich erscheinen

noch acht überarbeitete Nachauflagen – alle auf wetter- und reißfestem Papier

und mit GPS-Track-Download.

Der Relaunch der ADFC-Radtourenkarten ist jetzt abgeschlossen: Im März erscheinen

die Blätter 2 Holstein/Hamburg und 23 Bayerischer Wald – dann sind alle 27 Karten

deutschlandweit einheitlich.

Katalogbestellungen direkt beim Verlag: Tel.: 0521-595540,

bestellung@bva-bielefeld.de, www.fahrrad-buecher-karten.de

Bett+Bike

5.500 mal gut

schlafen

Auch 2014 können sich Radurlauber bei der Suche

nach fahrradfreundlichen Übernachtungsbetrieben

wieder auf das Bett+Bike-Verzeichnis verlassen.

In der neuen Ausgabe 2014 sind im Vergleich zum letzten

Jahr 100 Gastbetriebe neu hinzugekommen. Insgesamt

5.500 Bett+Bike-Betriebe vom Sterne-Hotel bis zum

Campingplatz sind im Bett+Bike-Verzeichnis 2014 versammelt

– und alle erfüllen die vom ADFC festgelegten

Kriterien für fahrradfreundliche Unterkünfte. Sie bieten

zum Beispiel sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder

und nehmen Gäste auch für eine Nacht auf. Auch können

sie Tipps zu Werkstätten und Touren in der Umgebung

gebrauchen, ebenso wie Werkzeug für kleinere Reparaturen.

Das Verzeichnis präsentiert alle zertifizierten fahrradfreundlichen

Gastbetriebe, viele davon mit Foto, in

einem kompakten und lenkertaschentauglichen Format.

Der ADFC hat sie mit der Bett+Bike-Plakette und dem

aktuellen Jahresaufkleber ausgezeichnet.

Das Bett+Bike-Verzeichnis 2014 ist im Buchhandel

für 7,95 Euro erhältlich, im Internet unter

www.bettundbike.de oder über die ADFC-Hotline

01805-003479 (0,14 Euro/Min. aus dem dt. Festnetz,

mobil max. 0,42 Euro) für 9,45 Euro. ADFC-Mitglieder

zahlen 4,95 Euro (jeweils inkl. USt & Versand).

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REisE | News

Ötztaler Radmarathon

Radler sehen Rot

Die Registrierung für den Ötztaler Radmarathon

läuft noch bis zum 28.2.

Einer der wohl bekanntesten Radfahrer war

Pfarrer Don Camillo. Er sah des Öfteren

Rot, wenn er gegen seinen Widersacher

Peppone um des Friedens Willen für das

Dorf kämpfte. Die Teilnehmer beim Ötztaler

Radmarathon 2014 werden auch viel Rot

sehen, denn die Alpenrose ist die diesjährige

Symbolblume der Kultveranstaltung.

Bevor es aber soweit ist, werden die Radfreunde

in aller Welt aufgerufen, sich für

den Ötztaler Radmarathon einzuschreiben.

Nur wer sich bis zum 28.2. registriert, kann

bei der Startplatzverlosung am Freitag, den

7. März einen der begehrten Startplätze

zugelost bekommen.

Der 34. „Ötztaler“ wird am Sonntag, den

31. August ausgetragen. Startberechtigt

sind wiederum 4.000 RadfahrerInnen, der eine oder andere Radfahrer wird dann

bei der Veranstaltung auch Rot sehen, heißt es doch beim Ötztaler Radmarathon

5.500 Höhenmeter zu bezwingen, die auf 238 Kilometer verteilt sind und von der

Ötztaler Gletscherwelt, übers Tiroler Mittelgebirge durch die Weinberge Südtirols

zurück ins Ötztal nach Sölden führen. Voraussichtlich wird die Strecke die gleiche

sein wie in den vergangenen Jahren, so wie auch Don Camillo immer den gleichen

Weg vom Pfarrhaus zur Kirche und zu seinem streitbaren Dorfoberhaupt geradelt

ist.

Anmeldung und Teilnahmebedingungen: www.oetztaler-radmarathon.com

Zypern & Mallorca

Dem Winter

entfliehen

Radissimo bietet Aktivurlaubern auch in den kalten

Wintermonaten Zufluchtsorte. Zypern: Antike Ruinen

und scheue Wildesel

Bereits ab Januar kann man in einer achttägigen individuellen

Radreise Zypern erkunden. Die Tour führt auf die

abgelegene Halbinsel Karpas im türkischen Teil der Insel.

Bei milden Temperaturen gilt es, urtümliche zyprische

Dörfer, unberührte Traumstrände und einsame Buchten

zu entdecken − als sei die Zeit stehen geblieben. Zugvögel

rasten hier, Meeresschildkröten kommen aus dem Meer

und vergraben ihre Eier im Sand; mit etwas Glück begegnet

man einem Rudel scheuer Wildesel.

Ab März können Aktivurlauber dann mit Radissimo auch

wieder eine der beliebtesten Radlerdomizile besuchen:

Mallorca. Die spanische Insel im Mittelmeer wartet mit

vielen Eindrücken und wundervollen Landschaften auf. Von

El Arenal aus geht es bei dieser achttägigen Reise rund 280

Kilometer en vélo, Stationen sind San Jordi, Porto Christo,

C‘an Picafort und Port de Soller. Die Radler können sich auf

dieser Tour von reizenden Badebuchten oder kleinen Fischerdörfern

ebenso verzaubern lassen wie von gotischen

Kirchen oder einer bekannten Tropfsteinhöhle.

Infos: Tel.: 0721-3548180, www.radissimo.de,

info@radissimo.de

Niederrhein

Traditionell und modern

Alte Handwerkskunst, Traditionen, Wirtschafts- und Lebensweisen der

Menschen in früherer Zeit: Das sind die Themen, die den Besuchern im

niederrheinischen Freilichtmuseum anschaulich vermittelt werden. Das kulturelle Zentrum des Kreises Viersen steht gleich bei zwei mehrtägigen

Fahrradtouren des deutsch-niederländischen Tourismusunternehmens 2-LAND im Mittelpunkt. Vorgestellt werden sie im neuen Katalog „Rad- und

Wanderreisen zwischen Rhein und Maas“ für die Urlaubssaison 2014. 18 Arrangements, darunter auch zwei Wanderungen, zeigen die unterschiedlichen

Facetten der deutsch-niederländischen Grenzregion. „Mit dem Rad durch Heide und Dünen“ und „Radeln im Naturpark Maas-Schwalm-

Nette“ – die Touren mit einem Halt im Freilichtmuseum – sind zwei der Klassiker von 2-LAND. Sie führen die Radler durch die grüne Lunge des

Niederrheins. „Hauptdarsteller“ der Tour „Durch Heide und Dünen“ ist der nahe der niederländischen Grenze gelegene Nationalpark De Maasduinen.

Auf der viertägigen Rundtour von Kempen aus nach Arcen und Viersen bleibt der Nationalpark mit seinen echten Dünen in bleibender

Erinnerung. Die Tour „Radeln im Naturpark Maas-Schwalm-Nette“ verblüfft vor allem durch ihre Vielfalt. Feuchtgebiete in den Maasauen, Flüsse

und Kanäle, endlose Alleen und Wacholderheide wechseln sich ab mit Städten, Schlössern und Mühlen.

Infos: Tel.: 02162-8179-333, www.2-LAND.de, info@2-LAND.de

128 | aktiv Radfahren 3/2014


Mood Tour 2014

Mit dem Tandem gegen Depressionen

Die „Mood Tour“ sucht 2014 wieder Depressionserfahrene

Teilnehmer.

2012 fuhr die erste Mood Tour bereits 4.500 Kilometer

auf drei Tandems durch die ganze Republik: sieben

Etappen à zwei Wochen im Abenteuer-Modus, ohne

Begleitfahrzeug und des Nächtens meist im Zelt.

Zwischen Juni und September fahren dieses Jahr sogar

schon zwei Tandem-Teams insgesamt 12 mal 10 – 12

Tage lang insgesamt 7.000 Kilometer.

Es können wieder einige Menschen ohne und vor

allem auch mit eigenen Depressionserfahrungen

mitkommen – besonders solche, die nicht mehr akut

betroffen sind.

Die Tagesetappen

sind

lockere 40 –

60 Kilometer,

die Teilnehmer

kochen gemeinsam, leben gut, gesund und günstig. Sie treffen

täglich Journalisten und machen immer viele Bilder, um aufzuklären.

Niemand braucht sich zu verstellen, und wer Anonymität

benötigt, bekommt sie. Etwa alle drei Tage steht ein Ort mit Infostand-

und Mitfahr-Aktionen auf der Route, an denen der lokale

ADFC das „Mood Tour“-Team zusammen mit Radbegeisterten und

Freunden der Mood Tour einige Stunden lang begleitet.

Ein Vortreffen an der Sporthochschule in Köln am 3. & 4. Mai ist

verpflichtend. Abzüglich der ca. 10 € Essenskosten pro Tag und

den An- und Abreisekosten ist die Teilnahme an der ganzen Mood

Tour kostenlos.

Infos und Anmeldung: www.mood-tour.de

Ostfriesland

Radeln pur

Das neu aufgelegte Radmagazin „Radurlaub 2014 –

Ostfriesland naturnah erleben“ stellt das radtouristische

Angebot auf der ostfriesischen Halbinsel vor. Mit

seinem Radwegenetz von 3.500 Kilometer ist Ostfriesland

ein Paradies für Radfahrer. Um Ostfriesland mit

seinen Naturschätzen, Sehenswürdigkeiten und kulinarischen

Schmäusen kennenzulernen, finden Radfreunde im

Radkatalog viele Tourenvorschläge. Neben Sternfahrten,

Tagestouren und radfreundlichen Unterkünften werden

auch Klassiker wie die vier Ostfrieslandtouren präsentiert.

Die Ostfrieslandtouren erschließen die gesamte

ostfriesische Halbinsel nach den Mottos „Seeräuber und

Häuptlinge“, „Wasser und Weite“, „Alte und neue Häfen“

und „Gärten und Schlösser“. .

Bestellung und Infos: Tel.: 0491-91969660,

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BVA 2014


Reise | Die Reise meines Lebens

Endstation

Sehnsucht

Mit dem Fahrrad

aufs Dach der Welt – Teil 3

130 | aktiv Radfahren 3/2014


Zwei Jahre in Asien, 751

Tage große Freiheit. Mit

jedem Kilometer im Himalaya

wird die Reise mehr zum

Lebensinhalt, aus jedem

erfüllten Traum entstehen

drei neue. Mindestens.

Text und Bilder:

Sixtus Reimann

Manchmal muss es Marzipan sein.

Die ersten drei Himalayapässe

liegen hinter mir, bis nach Manali

sind es weitere vier, davon zwei

jenseits der magischen 5.000-Meter-Marke – da

kommt jede Kalorie gelegen. Ganz besonders,

wenn sie nicht in Gestalt tibetischer Teigtaschen

(Momos, mit Käse gefüllt besonders lecker) oder

dampfend heißen, frisch gebackenen Brotes mit

reichlich zerfließender Butter und noch mehr frischer

Aprikosenmarmelade den Weg in meinen

Magen (oder auch manchmal auf meine Hose)

finden, sondern wenn ich mir am frühen Nachmittag

in der „Pumpernickel German Bakery“ in

Leh das eine oder andere stück der ausgesprochen

leckeren Bismarck-Marzipan-Torte gönne,

die sich bei Rucksackreisenden aus aller Welt

größter Beliebtheit erfreut. Bei Langstreckenradlern

erst recht.

Leh liegt auf knapp 3.500 Metern Höhe, weit

hinter dem Hauptkamm des Himalaya, an dessen

Bergen sich die Monsunwolken abregnen.

Wo keine Bewässerungskanäle fließen, besteht

die Landschaft nur aus graubraunem Gestein,

dafür ist die Luft glasklar und der Himmel von

einem samtigen Blau, dessen Anblick grundlos

glücklich macht. Besonders, wenn man ihn nach

einer harten Fahrradtour bei Torte und Tee mit

viel Zucker genießt.

Alles, was schön ist, geht einmal vorbei, auch

meine Zeit in Ladakh. Langsam rolle ich aus

Leh hinaus. Laut Karte sind es 485 Kilometer bis

Manali, davon die Hälfte ungeteert. Aber mehr

als die Hälfte der Piste führt durch vollkommen

unbewohntes Gebiet, hinzu kommen die Pässe.

Der Taglang La gilt als zweithöchster befahrbarer

Pass der Welt – und obwohl mir solche superlative

ziemlich egal sind, flößt mir seine Höhe

von 5.317 Metern ganz gehörigen Respekt ein.

aktiv Radfahren 3/2014 | 131


Reise | Die Reise meines Lebens

Dem Monsun entgegen. Mit jedem Pass wird die Landschaft etwas grüner

und der Himmel spürbar grauer.

Nach gut 7.000 Kilometern in Asien ist das Fahrrad in erfreulich gutem

Zustand. Das ist auch gut so, meine Talente als Mechaniker halten sich eher

in Grenzen.

Die alte Regel, dass aller Anfang schwer ist, gilt

diesmal nicht – zum Glück: Gemächlich rolle ich

vor mich hin, die straße ist breit, bestens geteert

und steigt kaum merklich an. eine locker flockige

Tagesetappe bringt mich nach Thikse, eine deutlich

knackigere an den Fuß des Taglang La, dann

macht der Himalaya ernst. ich schlage mein Zelt

auf einer kargen Wiese auf und krabbele in den

schlafsack. Auf 4.500 Metern Höhe sind die

Nächte auch im August empfindlich kühl.

Neben mir murmelt ein Bach, mit einbruch der

Dunkelheit verschwinden die Motorgeräusche,

aber ich schlafe trotzdem nicht gut. Ob das an

der dünnen Höhenluft liegt? Nach gut zwei

Monaten, die ich konstant über 3.500 Metern

verbracht habe, müsste ich eigentlich gut akklimatisiert

sein. Also doch eher die Aufregung.

Allzu gerädert und zerschlagen fühle ich mich

gar nicht, als ich im ersten Dämmerlicht aus

dem Zelt krieche; vermutlich bringt die euphorie,

wirklich über den Taglang La zu fahren, den

Körper auf Touren. Ob ich das wirklich schaffe?

Wenn nicht, kann ich immer nach Leh zurück

fahren und das Rad auf einen Bus oder Lkw laden

– ein tröstlicher Gedanke, aber dafür bin ich

nicht hier.

132 | aktiv Radfahren 3/2014


Laut Karte sind es knapp 20 Kilometer und

knapp 900 Höhenmeter bis auf die Passhöhe.

Doch was bedeuten schon Karten in einem Land

wie indien? immerhin, diesmal hat das Land des

fröhlichen Chaos eindeutig seine Vorteile: Die

Luft ist hier oben so dünn, dass die schwach motorisierten

und meist hoffnungslos überladenen

tata-Lkws die Piste nicht schaffen würden, wenn

sie auch nur das geringste Bisschen zu steil wäre,

die steigung bleibt im Rahmen.

Was nicht heißt, dass ich mich nicht quäle. Ganz

im Gegenteil. im allerersten Gang taste ich mich

voran, die Knie sind butterweich, die Lungen

pfeifen, die schläfen hämmern, der Puls rast.

Alles scheint sich wie in Zeitlupe zu bewegen,

ich habe mir abgewöhnt, nach vorne zu gucken.

es wäre zu frustrierend, zu sehen, wie quälend

langsam ich vorwärts komme, und jederzeit

bremsbereit bin ich bei meinem schneckentempo

ohnehin. Die Beine murren und schmerzen,

aber zu meinem erstaunen bringen sie anstandslos

die gewünschte Leistung. Meter um Meter

holpere ich bergauf.

Vielleicht war es wirklich nicht ganz so clever,

gut 200 Diafilme, vier Objektive, zwei Kameras,

ein stativ und eine gut sortierte Privatbibliothek

mit hier hoch zu schleppen – schließlich müssen

auch Zelt, schlafsack, Kocher Vorräte und literweise

Wasser in den Packtaschen unterkommen.

„Aber wieso einfach, wenn es auch kompliziert

geht?“, frage ich mich mit einer leicht sarkastischen

selbstironie, während mein Blick über die

serpentinen und braunen Berge unter mir und

die schneegipfel am Horizont gleitet. Auch die

vielen Briefe von zu Hause bringen etwas auf

die Waage. Aber ich sehe die Taschen weniger

als mein Reisegepäck, sondern eher als eine konzentrierte

Form meines Haushalts. Was ich zum

Leben brauche. Nach einem Dreivierteljahr im

sattel ist das alte Leben zu Hause Welten weit

entfernt, mein Leben spielt sich in Asien ab. Losgelöst,

im Hier und Jetzt.

Links: Noch knapp 400 Kilometer

und vier hohe Pässe bis nach

Manali. Zugenommen habe ich

nicht gerade nach neun Monaten

in Asien.

Rechts oben: Kalorien, Kalorien,

Kalorien – die selbst gekochten

Spaghetti sind zwar oft schon kalt,

bevor der Topf leer ist, aber irgendwo

muss die Energie zum Radeln ja

herkommen.

Rechts unten: Nicht ohne meine

Bücher. Man mag es als leicht

schwachsinnig bezeichnen, eine

gut sortierte Privatbibliothek durch

den Himalaya zu kutschieren, aber

es ist ein grandioses Gefühl, auf

dem Dach der Welt Hesse zu lesen,

sich anschließend in den Sattel zu

setzen und wieder in den Süden zu

fahren – aus eigener Kraft.

aktiv Radfahren 3/2014 | 133


Reise | Die Reise meines Lebens

Erst Mitte Oktober ziehen sich die Monsunwolken langsam zurück und

geben den Blick auf die tief verschneiten Gipfel des Himalaya frei.

Durchweicht und mürbe von wochenlangem Dauerregen erlebe ich Momente

wie den klaren Bergmorgen in Kedarnath besonders intensiv.

Gegen Mittag bin ich oben. sechs stunden für

18 Kilometer. so dünn habe ich Luft noch nie geatmet.

Kühl und windig ist es auf der Passhöhe.

Der Himmel hat sich zugezogen, die schneegipfel

sind verschwunden, und ich bin viel zu fertig,

um mich zu freuen, dass ich es geschafft habe.

Außerdem liegt noch ein weiter Weg vor mir:

Gut 70 Kilometer sind es noch bis nach Pang,

wo es wieder Wasser und genug ebenen Boden

gibt, um ein Zelt aufzuschlagen. Wenn ich mir

gedacht hatte, dass auf dem Weg ins Tal alles

leichter ist, dann hab ich mich getäuscht: schon

nach ein paar hundert Metern bergab krampfen

die Hände, aber ich muss bremsen, alles andere

wäre lebensgefährlich. Als ich am ende der serpentinen

wieder in die Pedale trete, entspannen

die Finger sich nur mühsam, dafür fühlen sich

Oberschenkel und Waden an, als wären sie aus

Brei. Aber es hilft nichts, Pang ist noch weit,

und es bleiben vielleicht noch fünf stunden, bis

es dunkel wird. im allerletzten Tageslicht komme

ich an, vollkommen aufgerieben, aber überglücklich,

es tatsächlich geschafft zu haben.

134 | aktiv Radfahren 3/2014


Die blauen Berge der Sehnsucht. Im Monsun

bekomme ich wochenlang die Sonne nicht zu

Gesicht, die Luft ist so feucht, dass die Kleidung

nicht mehr trocknet – doch was macht das auf

solch einer langen Reise?

Vorhang auf im Wolkentheater Tunganath! Ein

kräftiger Wind weht die Regenwolken durcheinander

und pustet sie schließlich weg. Augenblicke

später sind nur noch ein friedlich scheinender

Mond und ein paar harmlose Wolkenfetzen

zu sehen.

Mit abnehmender Höhe ist die Landschaft deutlich

grüner geworden, der Himmel ist südlich des

Passes deutlich grauer. Der Monsun rückt näher

– mit jedem weiteren Pass wird die Luft feuchter,

bis ich unter bedrohlich schwarzen Wolken

durch die tropfnassen Nadelwälder der Himalayasüdseite

auf Manali zufahre. Die sauerstoffreiche,

feuchte Luft euphorisiert noch mehr als

vorher die dünne Höhenluft, fast wie Lachgas.

ich bin so aufgedreht, dass ich mir selber Witze

erzähle und aufpassen muss, nicht kurz vor dem

Ziel noch aus der Kurve zu rauschen.

Den Humor kann ich gut gebrauchen, die nächsten

zwei Monate werden so regennass, dass ich

beinahe vergesse, wie die sonne aussieht oder

blauer Himmel. es regnet und regnet und regnet,

die Luft ist so feucht, dass ich meine Brillengläser

nicht mehr sauberwischen kann. Aber

aktiv Radfahren 3/2014 | 135


Reise | Die Reise meines Lebens

was macht das schon? ich habe unendlich viel

Zeit, der Druck sie zu füllen, ist ewig weit weg.

ich bin unterwegs, lebe meinen Traum. Wenn ich

die Berge heute nicht sehe, sehe ich sie morgen.

Je länger ich auf gutes Wetter gewartet habe,

desto mehr freue ich mich, wenn es endlich

kommt. Mitte Oktober ist es endlich so weit: Die

Monsunwolken lösen sich auf, die schneegipfel

des Himalaya schimmern und leuchten in reiner,

kristallklarer Luft.

Wanderasketen auf dem Weg zur Ganges-Quelle. Die heiligen Männer in den

orange Gewändern haben ihr weltliches Leben aufgegeben und sich auf eine rein

spirituelle Suche gemacht.

Die nepalesische Grenze rückt näher, der Sommer im Himalaya liegt so gut wie

hinter mir. Nach einem Jahr in Asien staune ich, wie schnell die Zeit vergangen

ist.

Man könnte sagen, mit jedem erfüllten Traum

verliert die Welt ein Geheimnis. Aber aus erfüllten

Träumen entstehen neue Träume – die Welt

ist groß, es gibt noch so unglaublich viel zu entdecken.

Den Herbst will ich in Nepal verbringen,

den Winter in südostasien, den Frühling in Tibet.

Ob sich das alles realisieren lässt? Vielleicht ist

gerade das das schöne, am Leben wie am Reisen:

Wirklich am Ziel ist man nie. ein paar sehnsüchte

bleiben immer.

Teil 1: aktiv Radfahren 11-12/12

Teil 2: aktiv Radfahren 3/13

136 | aktiv Radfahren 3/2014


Kaputt, aber glücklich komme ich

in Kathmandu an, rolle mit dem

Rad über den Durbar Square (unten)

und schaue in die Augen des

Buddha, symbolisiert durch die

Stupa von Swayambunath (rechts).

„Nach einem Jahr in Asien

hat das Fernweh kein

bisschen nachgelassen.

Ganz im Gegenteil.“

aktiv Radfahren 3/2014 | 137


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