Industrie Report, Ausgabe 2005, deutsch - Hans Huber AG

huber.de

Industrie Report, Ausgabe 2005, deutsch - Hans Huber AG

2005

Industrie-

News

Das Industriemagazin der Hans Huber AG

Besuchen Sie uns auf der IFAT

vom 25.-29. April 2005 in München

Halle A2, Stand 339

Brasilien

Umweltschutz am

Amazonas

Südafrika

64 Rechenanlagen

zur Kühlwasserreinigung

Hammelburg

Besondere Herausforderung

in der

Fleischverarbeitung

The Quality

Company –

Worldwide


Liebe Leser,

„Geht nicht“ gibt es nicht: Abwasser, Prozesswasser

und Schlämme aus verschiedensten Branchen stellen für

uns im HUBER Geschäftsbereich Industrie eine

Herausforderung dar, welche gelöst werden muss!

Unter Industrieabwasser versteht man alle Abwässer,

die bei industrieller Produktion und Verarbeitung

anfallen.

Industrieabwasser enthält oft schwer abbaubare

organische Substanzen, Öle, Fette, Schwermetalle,

Salze, Gifte und ätzende Stoffe. Besonders hoch

belastet sind die Abwässer der Chemie-, Textil- und

Nahrungsmittelindustrie. Hier sind Vorbehandlungen

erforderlich, bevor die Abwässer in die öffentlichen

Kläranlagen eingeleitet werden können. Bei einer

direkten Einleitung in Oberflächengewässer ist eine

mehrstufige Reinigung des Industrieabwassers

notwendig.

Dabei wird es immer mehr erforderlich, unseren Kunden

Gesamtlösungen anzubieten. Es reicht bei weitem nicht

mehr aus, dass zwar die Abwässer bzw. Prozesswasser

chemisch, physikalisch und biologisch gereinigt werden,

jedoch dann der Kunde mit der anfallenden

Schlammproblematik alleine gelassen wird.

Die Hans Huber AG ist eine der wenigen Firmen

weltweit, welche in der Lage ist, nicht nur sämtliche

Anlagentechnologien für die Abwässer und

Prozesswasserbehandlung, sondern auch die

Technologie der Schlammbehandlung bis hin zur

Schlammtrocknung anzubieten.

Für unsere Kunden gibt es einen Ansprechpartner und

wir können von einer Vielzahl an verschiedensten

Technologien zur Abwasser-/ Prozesswasserbehandlung

bzw. Schlammbehandlung, die effektivste und

wirtschaftlichste Technologie anbieten. Andere haben

diese Möglichkeit nicht, da sie sich auf bestimmte

Technologien „versteift“ haben.

Unser junges, dynamisches Industrieteam besteht

ausschließlich aus Branchenspezialisten, welche ihr

spezifisches Wissen über Jahre hinweg ansammelten

und unseren Kunden ein kompetenter Ansprechpartner

sind.

Gerne stellen wir unsere Erfahrung zur Verfügung und

freuen uns auf Ihre Herausforderung, um diese

gemeinsam mit Ihnen zu lösen!

Ihr Peter Brechtelsbauer

Leitung Geschäftsbereich Industrie


Die Wüste lebt!

Umweltschutz am Am

Sensationell: Abwasserreinigung in Abu Dhabi, Seite 18

Atemberaubend: Umweltschutz am Amazo

➤➤➤ Seite 6-7:

HUBER Technology:

Geschäftsbereich Industrie

alles aus einer Hand

➤➤➤ Seite 8-9:

Schneckenpresse für die

Papierindustrie in Brasilien –

Umweltschutz mitten am

Amazonas

➤➤➤ Seite 10-11:

800 Meter unter der Erde:

Abwasser-, Schlammbehandlung

St.-Gotthard-

Tunnel

➤➤➤ Seite 12:

Größter Einzelauftrag für

mechanischen Stufenrechen

in der HUBER-

Geschichte

➤➤➤ Seite 13:

HUBER Membrantechnik

in der Stärkeindustrie

➤➤➤ Seite 14-16:

Neue Maßstäbe in der

Bioabfallbehandlung

➤➤➤ Seite 17:

Die Wüste lebt!

➤➤➤ Wir lösen Probleme


azonas

100. Flotation im Endzusammenbau

nas, Seite 8-9

Bemerkenswert: Endzusammenbau und 100. HUBER Flotation mit

50. Geburtstag von Herrn Summersammer, Seite 36

➤➤➤ Seite 18:

Komplette Abwasserbehandlung

für die fleischverarbeitende

Industrie

➤➤➤ Seite 19-21:

Sandaufbereitung – ein

komplettes System mit

eigener Waschwasserkreislaufführung

➤➤➤ Seite 22-23:

HUBER Maschinentechnik

in der biologischen

Abfallbehandlung

➤➤➤ Seite 24-25:

Eine besondere

Herausforderung!

➤➤➤ Seite 26-27:

Optimierung im Osten:

Schneckenpressen zur

Faserschlammentwässerung

➤➤➤ Seite 28-29:

HUBER Zentrifugen in der

Industrie setzen neue

Maßstäbe!

➤➤➤ Seite 30-31:

HUBER Teleservice schafft

hohe Sicherheit für Betrieb

und Kosten einer

Betriebskläranlage

➤➤➤ Seite 32:

Eine Erfolgsstory

geht weiter!

– Sprechen Sie uns an!


➤➤➤ HUBER Technology: Geschäftsbereich Industrie – alles aus einer Hand

Peter

Brechtelsbauer

Geschäftsbereich-

Leitung Industrie

-231

bre@huber.de

➤➤➤ Team Lebensmittel

-232

tr@huber.de

➤➤➤ Team Flotation

Thomas

Pohlers

Produkt- und

Projektmanager

Flotationsanlagen

-234

pt@huber.de

Ralph

Teckenberg

Branchenvertriebsleiter

Robin

Steinsdorfer

Branchenvertriebssachbearbeiter

-266

rs@huber.de

Nicole

Freihart

Auftragserfassung

-235

fn@huber.de

Wolfgang

Sichert

Projektmanager

➤ Schlachthöfe

➤ Fleischverarbeitung

➤ Brauereien

➤ Getränkeindustrie

➤ Hotels und Restaurants

➤ Kasernen

➤ Tierkörperbeseitigungsanlagen

➤ Krankhäuser

➤ Gülleaufbereitung

-233

siw@huber.de

Ihre Ansprechpartner

im Geschäftsbereich

Industrie mit Vorwahl

(0 84 62)- 201 - ...

HUBER – Kompetenz

nach Branchen!


➤➤➤ Team Sand

➤➤➤ Team Bio

-268

hao@huber.de

-236

dar@huber.de

Thomas

Nagler

Branchenvertriebssachbearbeiter

Ruben

Grönnert

Branchenvertriebssachbearbeiter

Oliver

Haub

Branchenvertriebsleiter

Rüdiger

Dalhoff

Branchenvertriebsleiter

-264

gr@huber.de

-267

nt@huber.de

Richard

Buchner

Projektmanager

Harald

Fierment

Projektmanager

-269

bri@huber.de

-238

fih@huber.de

➤ Papierindustrie

➤ Zellstoffindustrie

➤ Sandaufbereitung

➤ Holzindustrie

➤ Entsorgungsindustrie

➤ Abfallverwertung / -behandlung

➤ Bioabfallaufbereitung

➤ Metallindustrie

➤ Pharma- / Chemieindustrie

➤ Petrochemie

➤ Lederindustrie

➤ Kunststoffverarbeitung

➤ Deponie

➤ Kraftwerke


➤➤➤

Schneckenpresse für die

Papierindustrie in Brasilien –

Umweltschutz mitten am Amazonas

Brasilien ist eines der größten Länder der Erde und mit

seiner Vielzahl an Unternehmen auch das am meisten

industrialisierte Land in Südamerika. Dabei auf die

Belange des Umweltschutzes Rücksicht zu nehmen,

stellt eine große Herausforderung dar.

Wenn die Unternehmen ihre verschmutzten Abwässer

ungeklärt wieder in die Gewässer einleiten, kann dies zu

schweren Schäden am empfindlichen Ökosystem des

Regenwaldes führen.

Flockungsreaktor (Mitte) zur optimalen Polydosierung

Vor allem größere, international arbeitende

Unternehmen legen jedoch immer mehr Wert darauf,

die natürlichen Ressourcen nicht auszubeuten und zu

vernichten, sondern sie zu schützen, um auch in

Zukunft von einer intakten Umwelt profitieren zu

können.

Für Jari Cellulose ist der Naturschutz seit langem

wichtig. Abgeholzte Wälder werden wieder

aufgeforstet und Zug um Zug wurden moderne

Abwasserreinigungsanlagen geplant und errichtet.

Durch die hohen Abwassermengen fallen bei der

Reinigung natürlich auch große Schlammmengen an.

Diese galt es bei Jari Cellulose so weit wie möglich zu

entwässern und damit Entsorgungskosten zu minimieren.

Mit umfangreichen Informationen und Vorträgen

konnte HUBER in Zusammenarbeit mit der Firma

Centroprojekto die Unternehmensgruppe Jari davon

überzeugen, sich die Schlammbehandlungsanlagen von

HUBER in Deutschland anzusehen.

Bei diesem Besuch zeigten sich die Verantwortlichen

von Jari von Anfang an beeindruckt von der HUBER

Entwässerungstechnologie.

Speziell bei Industrien mit hohem Wasserbedarf, wie

z.B. der Papierindustrie, besteht die Gefahr von großen

Umweltbelastungen. Meistens sind diese Industrien an

größeren Flüssen oder Seen angesiedelt, um die

Wasserressourcen zu nutzen.


Vor allem die ROTAMAT ® Schneckenpresse RoS 3 für

Sedimentations-/Flotationsschlämme aus der Papierindustrie

konnte die Gäste aus Brasilien überzeugen.

Jari Cellulose testete auch verschiedenste andere

Produkte, von der Zentrifuge über die Siebbandpresse

bis hin zu Schneckenpressen. Am Ende entschied man

sich aber doch für die Schneckenpresse von HUBER.

Durch den sehr hohen Schlammanfall von bis zu

50 m 3 /h war es nötig, vier Entwässerungspressen

RoS3 2 zu installieren. Nach deren Inbetriebnahme war

schnell klar, dass die Ergebnisse der in Europa

installierten Anlagen noch übertroffen werden konnten.

Bei einem Eingangsfeststoffgehalt von 4-6 % TS

wurden problemlos Feststoffgehalte von über 58%

erzielt. Dadurch ist gewährleistet, dass der hoch

entwässerte Schlamm wieder verwendet werden kann.

Der entwässerte Schlamm kann beispielsweise zur

Energieerzeugung verbrannt werden. Durch den hohen

Brennwert ist die Zufeuerung mit Holz oder mit Öl nur

mehr bedingt nötig.

Ein weiterer Vorteil des Aggregates ist die hohe

Filtratrückhalterate von bis zu 99,8%, weil dadurch das

Filtrat als Reinigungs- und Prozesswasser ohne zusätzliche

Behandlung weiterverwendet werden kann. Bei

anderen Aggregaten, die Filtratrückhalteraten von

lediglich 80% erzielen, sei eine Verwendung des

Filtrates als Prozesswasser ausgeschlossen.

Entscheidende Kriterien für die Investition in eine Abwasser-,

Schlammbehandlungsanlage sind jedoch nicht

nur die Entwässerungsleistung, Filtratrückhaltung und

die Investitionskosten, sondern natürlich auch die laufenden

Kosten und die Polymerkosten, welche bei der

Entwässerung zwingend nötig sind.

Schneckenpresse RoS 3 –

die wichtigsten Parameter

Qmax: 48-50 m 3 /h

TS-Einlauf: 3-5%

TS-Austrag: 55-58%

Polyverbrauch:

0,5g/kg/TS

Filtratabscheidung: 99,8%

Energiebedarf:

4 KW/Einzelanlage

Drehzahl:

4-6 U/min

Mit der Schneckenpresse RoS 3 werden nur ca. 0,5 g/kg

Trockensubstanz benötigt, während HUBER für Konkurrenzprodukte

einen 2-4 Mal so hohen Wert angibt. Dies

bedeutet natürlich auch eine deutlich höhere laufende

finanzielle Belastung. Außerdem sei der Energiebedarf

einer ROTAMAT ® Schneckenpresse mit 4 KW pro Einzelmaschine

rund 10 Mal geringer als der einer Zentrifuge.

Mit der Investition in die Schlammentwässerung hat Jari

Cellulose den ersten Schritt zur wirtschaftlichen Lösung

ihres Abwasser- und Schlammproblems gemacht und

gleichzeitig zu einer Entlastung des empfindlichen Ökosystems

im Amazonasgebiet beigetragen.

Die Hans Huber AG zeigt sich erfreut darüber, zusammen

mit Jari Cellulose einen Beitrag zum Umweltschutz geleistet

zu haben. Weitere große Papierfabriken seien von

den Ergebnissen so überzeugt, dass sie in den nächsten

Monaten ebenfalls nachziehen würden.

von Peter Brechtelsbauer

Leitung GB Industrie,

Hans Huber AG, Deutschland

Vier baugleiche HUBER Schneckenpressen zur Entwässerung des Faserschlammes


HUBER Bogenpresse BS 251 im Gebäude zur Schlamm- und Sedimententwässerung

➤➤➤

800 Meter unter der Erde: Abwasser-,

Schlammbehandlung St.-Gotthard-Tunnel

HUBER Abwasser-, Schlamm- und

Sedimentbehandlung unter schwierigsten

Bedingungen!

In der Schweiz befindet sich ein Jahrhundert-Bahnprojekt

– der GOTTHARD-BASISTUNNEL – im Bau, um den

Norden mit dem Süden – insbesondere die Wirtschaftsräume

Deutschland und Italien – effizient zu verbinden.

Dazu wird ein Tunnelsystem für den Schienentransport

von Gütern und Personen mit zwei Einspurröhren von je

57 km Länge in einer Bauzeit von 14 Jahren erstellt, wie

man auf nebenstehendem Längenprofil erkennen kann.

Die Realisierung erfolgt in fünf Streckenabschnitten mit

einem Kostenaufwand von rund 7 Milliarden Euro.

Dabei werden 13,3 Millionen Kubikmeter

Ausbruchmaterial (entspricht 5 Mal dem Volumen der

Cheopspyramide) aus dem Berg herausgebrochen.

Während der Ausbrucharbeiten fallen riesige Mengen

von verunreinigtem Abwasser an, insbesondere durch

natürliche, schlagartig auftretende Bergwassereinbrüche.

PICATECH HUBER AG, KRIENS (www.picatech.ch), die

Schweizer Tochtergesellschaft der Hans Huber AG,

wurde im Streckenabschnitt AMSTEG mit der

Schlammentwässerung für bis zu 25 m 3 /h Leistung und

im Streckenabschnitt SEDRUN mit der sehr schwierigen

Abwasservorreinigung von 600 l/s beauftragt.

Zwischenangriff Sedrun –

Abwasservorreinigung beim Teufel unten

Die Abtrennung der Feststoffe erfolgt hier in 800 m

Tiefe im Bereich der Multifunktionsstelle, um danach

das gereinigte und klare Wasser zuverlässig mit über 80

bar Druck aus dem Berg heraufpumpen zu können, was

den einzig möglichen Weg der Abwasserentsorgung in

den Vorderrhein darstellt. Siehe Computergrafik der

Baustelle SEDRUN auf Seite 11.

Im November 2002 wurde vom Tunnelbauer der

Arbeitsgemeinschaft TRANSCO SEDRUN AG mit der

Installation einer vollautomatischen Mietanlage RO 6K

Sedimentabscheider (Leistung bis 100 l/s) mit

ergänzender Chemiedosierung beauftragt, um das

Abwasser auf < 100 mg/l gesamte ungelöste Stoffe

(GUS) und einer Partikelgröße von < 0,1 mm im 24 h

Betrieb, 7 Tage die Woche vorzureinigen.

Die erste der drei Abwasserreinigungsanlagen kurz vor

Inbetriebnahme

Abwurf des entwässerten Schlammes,

TS-Gehalte> 60%


Gotthard-Basistunnel

Geologisches Längenprofil

m.ü.M

3000

2000

1000

Nordpol

Erstfeld

Reusstal

Zwischenangriff

Amsteg

Chrüzlistock

Zwischenangriff

Sedrun

Piz Vatgira

Pizzo

dell`Uomo

Zwischenangriff

Faido

Südportal

Bodio

Leventina

➤ Keine Feststoffablagerungen im Pumpen-Vorlagebehälter,

die sonst aufwendig täglich gereinigt werden

müssten

➤ Minimierung des Pumpenverschleißes

➤ Die Abwasserreinigung folgt dem Tunnelvortrieb

➤ Kompakte Reinigungsanlage mit sehr geringem

Flächenbedarf

0

Aar-Massiv

Penninische

Gneiszone

0 km 57 km

Gotthard-Basistunnel: Geologisches Längenprofil

Die Anforderungen

Solch eine Anlage in 800 m Tiefe zu realisieren und

einen zuverlässigen 24 h-Betrieb zu garantieren, ist in

Bezug auf Logistik, die begrenzt zur Verfügung

stehender Fläche im Berg, dem speziellem Reinigungsverfahren,

der Einhaltung der besonderen Sicherheitsbedingungen

und Untertage-Anlagenbetrieb nicht mit

anderen Abwasserprojekten zu vergleichen.

Zusammenfassung

Die Anlagen werden nun in 800 m Tiefe während ca. sieben

Jahren im 24-Stunden-Betrieb das gesamte Tunnelabwasser

vorreinigen und in einer Klarheit vergleichbar

mit Trinkwasser die Hochdruckpumpen speisen.

Zwischenangriff Amsteg – Schlammentwässerung

von Tunnelschlamm – Sediment

In diesem Abschnitt wird das Tunnelabwasser ohne

Chemie direkt auf der rund 400 m langen Tunnelbohrmaschine

(TBM) vorgereinigt und dann über den fast

horizontalen 1,3 km langen Zufahrtsstollen der Nachklärung

zugeleitet.

Die Praxis

Die Praxis hat dann gezeigt, dass die Zulaufmengen

innerhalb weniger Sekunden um das Zehnfache steigen

und wieder fallen können, vor allem auf Grund der

nicht kontrollierbaren Bergwassereinbrüche. Das

Verfahren wurde so ausgelegt, dass solche

hydraulischen Spitzenbelastungen wie auch

entsprechende Feststofffrachten von unserer

Reinigungsanlage mit Chemiedosierung unter

Einhaltung der Reinigungsanforderungen zuverlässig

bewältigt werden können. Auf Grund der

ausgezeichneten Resultate hat unser Kunde die

Arbeitsgemeinschaft TRANSCO SEDRUN AG im April

2003 den Hauptauftrag für drei schlüsselfertige

Reinigungsanlagen RO 6K mit einer Leistung bis 600 l/s

Abwasseranfall der PICATECH HUBER AG erteilt. Eine

spätere Kapazitätserhöhung nach Bedarf von weiteren

zwei Mal 200 l/s Abwasserreinigung ist Teil des

Gesamtkonzeptes. Alleine schon die Einbringung eines

tonnenschweren Abscheiders RO 6K Baugrösse III in die

Liftanlage ist eine Millimeterarbeit, die erfolgreich in der

zweiten Augusthälfte durchgeführt wurde.

Die wichtigsten Vorteile für Transco Sedrun

AG mit unserem Verfahren sind:

➤ Sicherer Pumpenbetrieb

provisorische

Unterkünfte

Sedrun

Personenaufzug

Installationsplatz

Las Rueras

Brücke Vorderrhein

1336 m ü. M

Zugangsstollen

L = 990m

Tunnel

Sedrun

Vortrieb Nord

ca. 2,1 km

Nordportal 20,9 km

Entlüftungsbauwerk

Entlüftungsstollen

L = 450m

Fördermaschinenraum

Schacht II

Südportal

35,8 km

Vortrieb Süd

ca. 4,2 km

Pioramulde

Gotthard-

Massiv

Ursen-

Garvera-

Zone

Taventscher

Zwischenmassiv

Etzlital

Multifunktionsstelle

Sedrun

Gotthard-Tunnel: ZA Sedrun (Zwischenangriff)


547 m ü. M

Der Schlamm wird aus den Nachklärbecken homogenisiert

und anschließend unter kontrollierter Zugabe

von Flockungshilfsmitteln auf > 60 %

Trockenstoffgehalt entwässert.

Die besonderen Eigenschaften des Tunnelund

Sedimentschlammes sind:

➤ Hoher mineralischer Anteil

➤ Spontane Absetzungen statt

➤ Schwierige Schlammkonsistenz

➤ Der Anfall erfolgt stark schwankend sowohl in der

Menge als auch im Trockenstoffgehalt.

10 ‰

Schacht I

T=800m

Tgom

1517 m ü. M.

Die Inbetriebnahme

Es müssen bis zu 50 t Trockenmasse pro Tag bei

16h-Betrieb verarbeitet werden. Der Schlamm wird mit

mindestens 60 % Trockenstoffgehalt für die

Deponierung bereitgestellt.

Außenansicht der Anlage mit Schlammsilo

von Bruno Hils

Geschäftsführer, PICATECH HUBER AG Schweiz


28 HUBER STEP SCREEN ® Rechen auf dem Werksgelände vor der Auslieferung

➤➤➤

Größter Einzelauftrag für mechanischen

Stufenrechen in der HUBER-Geschichte

64 HUBER STEP SCREEN ® SSV zur Flusswassersiebung

nach Südafrika

Bereits letztes Jahr lieferten wir 54 HUBER STEP

SCREEN ® Rechen SSV 4300 x 776 x 3 mm zur Reinigung

des Flusswassers für die Firma Sasol in Südafrika. Sasol

war so zufrieden, dass zehn weitere HUBER STEP

SCREEN ® bestellt und Mitte Juli ausgeliefert wurden.

Dies bedeutet den größten Einzelauftrag für die

mechanische Vorreinigung in der HUBER-Geschichte.

Die Firma Sasol ist eine der zehn größten privaten

Unternehmen in Südafrika und zählt mit 35 000

Mitarbeitern und 15 000 Aktienbesitzern zu den großen

Unternehmen Afrikas.

Während der Ölkrise ging Sasol dazu über, aus Kohle

synthetische Stoffe herzustellen. Dies gelang derart gut,

dass seit 1980 700 Millionen Barrels produziert wurden.

Eine enorme Menge, die es Südafrika auch ermöglicht,

einigermaßen unabhängig von der OPEC zu sein. Die

Firma Sasol in Südafrika: Einbausituation im Gerinne

synthtischen Öle werden durch das Fischer-Tropsch-

Verfahren hergestellt. Fischer und Tropsch waren deutsche

Chemiker, die um die Jahrhundertwende ein Verfahren

zur synthetischen Gewinnung von aliphatischen

Kohlewasserstoffen erfanden. Hierbei wird ein aus Koks

und Wasserstoff bestehendes Gasgemisch (Wassergas,

Synthesegas) unter dem Einfluss von Katalysatoren bei

schwach erhöhtem Druck und etwa 200 °C (Hoch- oder

Niedertemperatur) in flüssige Kohlenwasserstoffe

(Kogasin) übergeführt. Hauptsächlich wird diese Art von

Treibstofferzeugung in Südafrika für Motorenbenzin

eingesetzt.

Beim Hochtemperaturprozess ist der Hitzeaustausch

äußerst wichtig, so dass es notwendig ist, sehr große

Wassermengen zur Kühlung des Wasserkreislaufes zu

haben. Das Wasser wird aus dem nahe gelegenen Fluss

entnommen. Dabei ist es sehr wichtig, das Kühlwasser

vor und nach den Kühltürmen und den Hitzeaustauschern

zu reinigen. Dies wird durch die gelieferten

HUBER STEP SCREEN ® mit einer Spaltweite von 3 mm

äußerst effektiv bewerkstelligt. Für jeden Kühlturm sind

auf Grund der großen Wassermenge

7 SSV der Größe 4300 x 776 x 3 mm nötig.

Durch diese Investition konnten Blockaden der

Hitzeaustauscher und Produktionsstillstände in

Millionenhöhe gesichert vermieden werden.

Die ersten 54 Rechen haben bewiesen, dass die

Produktion stabil gefahren werden kann. Die Firma

Sasol spart jährlich mehrere Millionen Euro für

aufwendige Reinigung und Revisionsarbeiten.

von Peter Brechtelsbauer

Leitung GB Industrie,

Hans Huber AG


HUBER VRM ® -Verfahren (rotierende Module)

➤➤➤

HUBER Membrantechnik in der

Stärkeindustrie

Die im März 2004 von der Ciba Spezialitätenchemie

übernommene finnische Raisio Chemicals erzielte 2003

einen Umsatz von 482 Mio. Euro. Die Firma Raisio Chemicals

stellt am Standort Veurne Stärkegrundprodukte

für die Pharmazie- und Nahrungsmittelindustrie her. Mit

insgesamt 1 100 Angestellten operiert die Raisio

Chemicals weltweit.

Für die Aufbereitung der Stärkegrundprodukte sind verschiedene

verfahrenstechnische Schritte notwendig, die

einen hohen Frischwasserbedarf bedingen. Das

genutzte Frischwasser wurde bisher als behandeltes

Abwasser abgegeben. Nach Vorüberlegungen zu einem

ökonomischen und ökologischen Wassermanagement

wurde die Schließung des Wasserkreislaufs als sinnvoll

identifiziert.

Aufgrund der begrenzten räumlichen Verhältnisse am

Standort Veurne bestanden besondere Anforderungen

an eine geeignete Abwasseraufbereitungsanlage in Bezug

auf die Leistungsfähigkeit und Kompaktheit. Die

Verfahrenstechnik der Gesamtanlage besteht aus einem

Einbau der HUBER VRM ® -Anlage

Misch- und Ausgleichsbecken, einem Belebungsbecken

mit 1800 m 3 Volumen und zwei darin integrierten

VRM ® 20/198 Membraneinheiten der Firma HUBER. Das

gereinigte Abwasser wird über einen Vorlagebehälter

dem Produktionsprozess zugeführt.

von Torsten Hackner (Produktmanager

Membranverfahren) und Ralph Teckenberg

(Branchenvertriebsleiter) Hans Huber AG

Abwasserstapelung

Gebläsestation

Membranbelebungsanlage

Permeatbehälter

Abwasser

aus der

Produktion

Produktionsprozess

Firma Raisio, Belgien: Verfahrensschema der Abwasserbehandlungsanlage


Bioabfall

➤➤➤

Neue Maßstäbe in der

Bioabfallbehandlung

Das ISKA ® -Konzept bietet neue Wege

zur mechanischen, biologischen

Abfallbehandlung

Die Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi) sowie

die EU-Deponierichtlinie untersagen ab 2005/2006 das

Ablagern unbehandelter Siedlungsabfälle auf

Deponien. Diese Vorgaben führten zur Entwicklung

alternativer Konzepte zur Behandlung von Hausmüll

und Siedlungsabfällen. Das mechanisch-biologische

Abfallbehandlungskonzept der ISKA ® GmbH bietet hier

Innenansicht des Perkolators

eine innovative, flexible und überzeugende Lösung. Das

ISKA ® -Konzept zielt darauf ab, mit Hilfe einer innovativen

mechanisch-biologischen Abfallbehandlung –

der Perkolation – die eingebrachten Restabfälle stark zu

reduzieren. Dieses wird erreicht durch Abtrennung von

verwertbaren Anteilen (Metalle, Mineralien), durch

aeroben und anaeroben biologischen Abbau und durch

intensive Be- und Entwässerung. Ein Teil der

verbleibenden Feststoffe fällt als verwertbare

heizwertreiche Fraktion an. Folgt eine Nachbehandlung,

so erhöht sich die erreichbare Massenreduktion durch

weiteren Wasserentzug (Trocknung, Nachrotte). Die

wichtigsten Verfahrensvorteile sind die hohe

Massenreduktion, der geringe Flächenbedarf, der hohe

Automatisierungsgrad, die weitgehende Energieautarkie

und die geringen Emissionen durch ein

innovatives Luftmanagement. Das ISKA ® -Konzept ermöglicht,

durch die Wahl der entsprechenden Nachbehandlung

alle heute bekannten Verwertungs- und

Beseitigungsmöglichkeiten zu wettbewerbsfähigen

Kosten zu nutzen. Dabei können Wünsche der Kunden

sowie bereits vorhandene Entsorgungs-Infrastrukturen

in das Konzept integriert werden.


Restmüll aus Haushalten – Hausmüllähnlicher Gewerbemüll

Überkorn

Abfallannahme

Mechanische Vorbehandlung

Unterkorn

Aerobe

Perkolatoin

Mechanische

Entwässerung

Fasern

Anaerobe

Vergärung

Sandwäsche

Biogas

Nachbehandlung

Ohne Stabilisierung Zerkleinerung/Trocknung/Sichtung

Eisenhaltige

Metalle

Grobe

Störstoffe

Abwasser

Stickstoff

Kohlendioxid

Strom

Wärme

Mineralien

Mineralien

Abwasser

Nach Reinigung und Aufbereitung hält das Abwasser

die Grenzwerte des Anhangs 23 der

Abwasserverordnung (AbWV) ein. Je nach

Anlagenkonzeption wird das Abwasser zur

Befeuchtung der Nachrotte genutzt oder es wird der

Kanalisation zugeführt.

Ammoniumsulfat

Das Endprodukt der Entstickung ist Ammoniumsulfat.

Kohlendioxid

Das während der Perkolation und der Nachbehandlung

entstehende Kohlendioxid ist ein Bestandteil der Abluft

und gelangt mit dieser in die Abluftreinigung.

C-plus ® lose

Dentrifikation

Abwasserbehandlung

Fasertrennung

Blockheizkraftwerk

Rücklaufwasser

Rücklaufwasser

Ablaufwasser

Müllverbrennung

Geostabilat ®

Deponie

Stoffströme des ISKA ® -Verfahrens

C-plus ®

Energetische

Verwertung

Kohlendioxid

Stoffströme

Bei der Behandlung von Restabfall nach dem ISKA ® -

Verfahren fallen unterschiedliche Stoffströme an, wobei

die Mengen abhängig sind von der Zusammensetzung

des zugeführten Restabfalls. Unterschiedliche Zusammensetzungen

des Inputs führen zu Schwankungen der

einzelnen Anteile der Outputströme. Schließt sich eine

Nachbehandlung an, so reduziert sich der zur Entsorgung

bzw. Verwertung verbleibende Anteil durch technische

Trocknung und Abtrennung der Inertstoffe und

Metalle. In einer optionalen Nachrotte erfolgt dann ein

weiterer biologischer Abbau und Verdunstung von

Wasser.

Störstoffe

Stoffe, die bei der Verarbeitung in der Anlage zu

Störungen und Beschädigungen führen könnten

(Matratzen, große Holzstücke, Steine, große Metallteile

etc.), werden bereits bei der Aufgabe in die

mechanische Vorbehandlung entfernt. Diese Abfälle

können in Schrott und Holzaufbereitungsanlagen

verwertet oder in Müllverbrennungsanlagen entsorgt

werden.

Metalle

Im Restabfall befinden sich verschiedene Metalle. Die Eisenmetalle

(Fe-Metalle) werden während der Vor- und

Nachbehandlung durch Überbandmagnete aus dem zu

behandelnden Material entfernt und können dem

Schrotthandel zur Verwertung übergeben werden. In

der Nachbehandlung besteht die Möglichkeit, zusätzlich

zur Fe-Abscheidung auch noch eine Ne-Abscheidung

(Nichteisenmetalle) zu integrieren.

Strom

Das in der Vergärung entstehende, hochwertige Biogas

(70 % Methan) wird in einem BHKW energetisch

verwertet. Die elektrische Energie wird in der Anlage

genutzt. In der Regel liegt beim Perkolationsprozess ein

Energieüberschuss vor. Die im BHKW gewonnene

Wärme wird für die Gebäudeheizung, die Erwärmung

des Prozesswassers und die Nachbehandlung

(Nachtrocknung des Materials) eingesetzt.

Mineralien

Die inerten, mineralischen Bestandteile (Sand, Steine,

Glas etc.) werden nach der Perkolation aus dem

Prozesswasser abgeschieden. Im Falle einer thermischen

Verwertung erfolgt eine weitere Sandabscheidung bei

der Nachbehandlung.

Kompost

In Deutschland ist die Nutzung von Kompost aus Hausmüll

und Siedlungsabfällen nicht erlaubt. In anderen

Ländern hingegen (z.B. Australien) wird der hergestellte

Kompost für Rekultivierungsmaßnahmen und Landschaftsbau

eingesetzt.

Geostabilat ®

Nach Durchlauf der Perkolation und der Nachrotte entsteht

ein stabilisiertes, annähernd inertes Material. Es

hält die Stabilitätsparameter der EU-Ablagerungsverordnung

bzw. der AbfAblV ein und kann anschließend

einer Deponie zugeführt werden.

C-plus ®

Der abgepresste Perkolatoroutput kann ohne jegliche

Nachbehandlung in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt

werden. Durch weitere Aufbereitung (Zerkleinern,

Trocknen, Kompaktieren) und unter Zugabe der

heizwertreichen Fraktion aus der mechanischen Vorbehandlung

kann auch Ersatzbrennstoff für die energetische

Verwertung hergestellt werden.


HUBER Siebtrommel RoMesh für die Spülwasseraufbereitung

HUBER Technology beim ISKA ® -Verfahren

Nach dem Schritt der Perkulation muss das durch den

Spaltboden abgesonderte Substrat weiter behandelt

werden. Mit einem Feststoffgehalt von unter 10 % gelangt

das Perkulationswasser in den speziell für diese

Anwendung umgebauten Sandwäscher RoSF4 –

Baugröße 3 bzw. 2. Damit kommt es zu keinerlei

Verdünnung des Substrates während der Aufbereitung.

Dies ist sehr wichtig, da wir uns mit den Maschinen im

Prozess der Abfallbehandlung vor der anaeroben Stufe

befinden. Das Substrat dient hier als Energieträger und

jedes Einbringen von sauberem Wasser würde eine

Erhöhung des benötigten Fermentervolumens mit sich

bringen.

Das Substrat gelangt über eine Förderschnecke im

Freispiegel in die Anlage. Hier werden grobe

Bestandteile abgeschieden. Im Austrag finden sich

Steine, grobe Sande. Aber auch Glas- und Metallteile

finden sich in der ausgetragenen Fraktion wieder. Nach

der ersten Behandlungsstufe gelangt das Substrat in die

Siebanlage Ro2 BG 1800 mit einer Spaltweite von

1mm. Auch hier wird der Siebkorb nicht wie sonst mit

sauberen Wasser gereinigt, sondern mit einem Teilstrom

des Substrates, das über eine RoMesh ® BG 1600 mit

0,5 mm Lochsieb weiter aufbereitet wurde,

abgespritzt. Das setzt zwar einen höheren Druck ( ca. 8

bar) und auch eine erhöhte Menge an Spülwasser

voraus, aber auch hier liegt die zu vermeidende

Verdünnung des Substrates im Vordergrund. Die

Siebanlage Ro2 weicht ebenfalls von der

Standartausstattung ab. Der Zu- und Ablaufbereich

sowie die Spritzdüsenleisten wurden den besonderen

Anforderungen angepasst.

Die Daten für die Auslegung und Anpassung der Anlagen

konnten durch einen halbtechnischen Versuch auf

der Anlage in Buchen gewonnen werden. So liegt der

Durchsatz pro Sandwäscher bei ca. 30 m 3 /h zuzüglich

Spülwasserbedarf von 15 m 3 /h. Jeweils zwei Sandwäscher

bedienen eine Siebanlage, die einen

stündlichen Durchsatz von 90 m 3 abarbeiten sollen.

Jedem der installierten Sandwäscher ist ein Perkulator

mit einem Volumen von ca. 330 m 3 zugeordnet.

Der Lieferumfang der Hans Huber AG beschränkt sich

hier nicht nur auf die Maschinentechnik, sondern erstreckt

sich auf die für den Betrieb der Anlage

benötigten Peripherie wie Prozessleittechnik, Pumpen

und Rohrleitungen. Ebenfalls obliegt die Bauleitung und

Inbetriebnahme der gesamten Anlage der Firma HUBER.

Die Übergabepunkte waren klar definiert und die

Aufgabe bestand darin, alles zwischen den beiden

Übergabepunkten zu liefern.

Das abgesonderte Rechengut der Sandwaschanlage

RoSF 4 und der Siebanlage Ro 2 wird über

Fördersysteme in Container abgeworfen und einer

Kompostierung bzw. Deponie zugeführt.

Blick in die Maschinenhalle mit der HUBER-

Anlagentechnik

Das Rechengut der Siebtrommel RoMesh ® wird wieder

dem Substratstrom zugegeben und in den Fermenter

geführt. Somit ist eine optimale Aufbereitung und

Nutzung des Rechengutes gewährleistet.

Insgesamt hat die Hans Huber AG Berching bereits den

Auftrag für die Ausrüstung der Anlagen in Buchen und

Heilbronn; für eine Anlage in Australien wurde nur die

Maschinentechnik geliefert, die Implementierung und

restliche Ausrüstung dieser Anlage oblag einer australischen

Partnerfirma.

Derzeit sind weitere Anlagen sowohl im In- wie auch im

Ausland in Planung.

von Rüdiger Dalhoff

Branchenvertriebsleiter,

Hans Huber AG, Deutschland


Abwasserreinigung im Schlachthof in Abu DHABI – Western Region – mitten in der Wüste

➤➤➤

Die Wüste lebt!

Die Hans Huber AG engagiert sich schon seit einigen

Jahren stark im arabischen Raum, denn sie sieht in dieser

Region einen Zukunftsmarkt mit großem Potenzial. Herr

Atif Gafar, verantwortlich für den Vertrieb in diesem Teil

der Welt, knüpfte in den letzten Jahren wichtige Kontakte

und legte damit den Grundstein für eine erfolgreiche

Entwicklung.

Die Industriemesse BIG 5 in DUBAI ist jedes Jahr ein wichtiger

Eckpunkt im Messekalender der Industrieabteilung.

Herr Brechtelsbauer, Geschäftsbereichsleiter Industrie, und

Herr Gafar stellten die Firma HUBER hier als kompetenten

und zuverlässigen Ansprechpartner im Bereich Industrie vor.

Das gezeigte Engagement zahlt sich aus. Der Geschäftsbereich

Industrie der Hans Huber AG hat den Auftrag zur

Ausrüstung der Abwasserreinigung von vier

Schlachthöfen der Firma Western Region in den

Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten. Es handelt sich

hierbei um Schlachthöfe, welche vornehmlich Ziegen und

Schafe schlachten bzw. verarbeiten. Zwei Schlachthöfe

werden jeweils mit einer so genannten Komplettlösung,

ROTAMAT ® Siebschnecke Ro9/500 und Flotationsanlage

HDF 1 mit chemischer Stufe, ausgerüstet.

Aufgabenstellung

Wie bereits vorher erwähnt, werden zwei Schlachthöfe mit

mechanischen Reinigungseinrichtungen ausgerüstet, da

hier das Augenmerk nur auf der Entfernung der Feststoffe

liegt. Bei den beiden anderen Schlachthöfen sind die

Anforderungen höher. Hier sollen die Schmutzfrachten so

weit wie möglich reduziert werden. Im Folgenden sind die

zu erwartenden Reduktionsraten aufgeführt:

Fett: 90 – 98 %

Feststoffe: 90 – 96 %

BSB5/CSB: 85 – 90 %

Das Konzept

Der ungeklärte Schlachtabwasserstrom von 10 m 3 /h

wird mit Hilfe der Siebschnecke Ro9/500 1 mm

vorgereinigt und fließt dann in den Pumpensumpf. Hier

wird der Abwasserstrom hydraulisch und frachtmäßig

vergleichmäßigt, bevor mit der Pumpe der

Röhrenflockulator beschickt wird. Im Röhrenflockulator

werden nacheinander FeCl3, NaOH und Polymer

zudosiert. Ziel ist es, mit Hilfe der Chemikalien so viele

Abwasserinhaltsstoffe wie möglich zu flocken und in

der Flotationsanlage HDF-1 zu flotieren. Die

Dosierpumpen für die Chemikalien sind auf einer

Konsole oberhalb von 1 m 3 fassenden Vorratsbehältern

angebracht. Die Polymeraufbereitung bzw. Dosierung

geschieht durch eine 500 l fassende halbautomatische

Aufbereitungsanlage der Fa. Prominent bzw. durch eine

Exzenterschneckenpumpe.

Der Sedimentabzug aus dem Sedimenttrichter der

Flotationsanlage erfolgt durch das Öffnen der

Pneumatikschieber in bestimmten Zeitabständen. Über

eine Rohrleitung werden die Feststoffe wieder vor die

Siebschecke zurückgeführt. Der Flotatschlamm fällt

direkt in einen Container, welcher täglich entleert wird.

von Ralph Teckenberg

Branchenvertriebsleiter, Hans Huber AG

Fertige Installation in Medinat Zawed U.A.E.

Vorortmontage durch geschultes HUBER

Servicepersonal bei Temperaturen > 50 °C


Fleischverarbeitende Industrie in den USA

➤➤➤

Komplette Abwasserbehandlung für die

fleischverarbeitende Industrie in den USA

Fresh Mark Inc., Ohio, gegründet 1920, legte das

Hauptaugenmerk schon immer auf Qualität und eine

breite Produktpalette – das Sortiment reicht von

geräucheter Wurst und Wienern über das komplette

Sortiment an Schinkensorten bis hin zu Feinkost – und

entwickelte sich so zu einem der führenden

fleischverarbeitenden Unternehmen in den USA.

Vor kurzem wurde HUBER Technology Inc. der Auftrag

erteilt zur Lieferung einer kompletten Abwasserreinigungsanlage

für die Behandlung des bei Fresh Mark

Canton, Ohio, anfallenden Prozesswassers. Der erste

Teil des Auftrags besteht in einer ROTAMAT ® Siebanlage

Ro 2 mit 1000 mm Siebdurchmesser und 2 mm

Spaltweite, einer HUBER Druckentspannungsflotation

HDF, Typ 20, mit Flockungsreaktor und Polymerstation

mit elektrischer Steuerung für das Gesamtprojekt sowie

Ersatzteilen für fünf Jahre. Die HDF-Anlage ist in der

Lage, einen durchschnittlichen Durchfluss von

ca. 170 m 3 /h und Spitzen deutlich über 200 m 3 /h zu

verarbeiten. In der nächsten Phase wird eine zweite HDF

20 Anlage installiert werden (um die volle Redundanz

zu gewährleisten) sowie eine RoS3 Schneckenpresse der

Baugröße 2 zur Schlammentwässerung.

Nach ersten Kontakten Mitte 2003 sowie mehreren

Besuchen und Meetings vor Ort wurde eine Vorplanung

für das Projekt entwickelt. Im Herbst 2003 sandte man

dann eine HUBER HDF-Pilotanlage nach Canton, Ohio,

um Tests mit dem Anlagenablauf durchzuführen. Dabei

konnten folgende Ergebnisse erzielt werden:

FOG (Fett/Öl),

zu 600 mg/l

Reduktion um mehr

als bis 99%

TSS, bis zu 98%

Reduktion um bis zu

2.000 mg/l

BSB, bis zu 2.000 mg/l Reduktion um 40-60%

TS-Konzentration ca. 8% im Flotatschlamm

Diese hervorragenden Ergebnisse spielten sicherlich

eine Hauptrolle bei der Entscheidung des Kunden

für das HUBER-Produkt. Der andere entscheidende

Faktor war die Tatsache, dass HUBER in der Lage

war, eine Komplettlösung anzubieten, und in jeder

Planungsphase unterstützend zur Stelle war.

Weder der Kunde noch HUBER ließen sich von kleineren

Hindernissen abschrecken, die z.B. von örtlichen

Behörden in den Weg gelegt wurden.

Wie auf dem Übersichtsplan ersichtlich, fließt das

Wasser zunächst in ein Ausgleichsbecken,

von wo es zu der in einem Behälter montierten Ro 2

Siebanlage gepumpt wird.

Das gesiebte Prozesswasser fließt in einen zweiten

Pumpensumpf bzw. ein zweites Ausgleichsbecken vor

den beiden HDF-Anlagen (die dem Kunden eine volle

Redundanz gewährleisten). Von dort wird das Wasser in

den Flockungsreaktor gepumpt, wo es chemisch

aufbereitet wird, bevor es in die HDF-Anlage gelangt.

Der Flotatschlamm und die Sedimente werden in einen

Behälter abgeführt, während das gereinigte

Prozesswasser in die öffentliche Kläranlage geleitet

wird. Der Schlamm wird mit der HUBER RoS3

Schneckenpresse entwässert.

Dabei wird der Schlamm zuvor mit Polymer behandelt,

um den TS-Gehalt noch weiter zu erhöhen.

Dank dieses Systems wird die Fresh Mark Inc. in

Zukunft keine Zuschläge mehr an die örtlichen

Abwasserbehörden zahlen müssen. Außerdem können

die Entsorgungs- und Transportkosten für den Schlamm

stark reduziert werden.

von Dr. Christian Rödlich

Sales Manager,

HUBER Technology Inc. USA


HUBER – Sandbehandlung für das neue Jahrtausend

➤➤➤ Sandaufbereitung –

ein komplettes System mit eigener

Waschwasserkreislaufführung

Im Zuge des umfassenden Umweltschutzes und auf

Grund gesetzlicher Bestimmungen ist es notwendig

geworden, auch einen Blick auf die Behandlung von

➤ Sandfangrückständen,

➤ Kanalspülsänden,

➤ Sänden aus Sinkkastenreinigung,

➤ sowie Straßenkehricht

zu werfen.

Die TA Siedlung setzt hier die Basis, und die

Abfall-Ablagerungsverordnung legt die Umsetzung der

Vorgaben auf den 31. März 2005 (AvfAblV §6 Abs.1)

fest. Danach dürfen Abfälle mit einem Glühverlust von

mehr als 3% (Deponieklasse1) bzw. 5% (Deponieklasse

2) nicht mehr auf der Deponie abgelagert werden.

Hier setzt das Verfahren zur Sandaufbereitung der Firma

HUBER ein. Mit innovativer, aber auch bewährter

Technik sind wir in der Lage, eine Reduktion des

organischen Anteils in der Sand-Splitt-Fraktion auf unter

3% Glühverlust und eine Abscheideleistung von mehr

als 95% der Korngröße 0,2 mm zu erreichen. Ergänzt

Sandaufbereitung, Cridec (CH)

wird dieses Verfahren jetzt mit einem System zur

kompletten Waschwasserkreislaufführung. Dadurch

ergibt sich nur noch eine sehr geringe Menge an

Frischwasser und praktisch kein Abwasser.

Eine unserer Referenzanlagen befindet sich bei der

Firma Cridec in der Schweiz, an deren Beispiel das

Verfahren im Folgenden kurz vorgestellt werden soll.


Die Firma Cridec AG ist ein Unternehmen zum Schutz

der Umwelt und besteht seit 1985 mit Sitz in der

Gemeinde Eclépens, in der Mitte der französischen

Schweiz im Kanton Waadt.

Das Einzugsgebiet umfasst drei Kantone mit 202 Gemeinden

und ca. 180 Unternehmen und

wirtschaftlichen Organisationen. Cridec ist auf die

Behandlung, Verwertung und Entsorgung von

Sonderabfällen spezialisiert.

Seit diesem Frühjahr ist dort auf der „grünen Wiese“ in

Zusammenarbeit mit unserer Schweizer Tochter

Picatech-HUBER eine Anlage zur Sandaufbereitung mit

kompletter Waschwasserkreislaufführung in Betrieb.

Hier werden bis zu 8000 t Rohmaterial pro Jahr

verarbeitet.

Das Rohmaterial, welches mit Saug- oder Druckwagen

angeliefert wird, kommt in zwei Tiefbunker. Von dort

aus wird der Vorratsbehälter zur Beschickung der

Waschtrommel mittels Greifarm befüllt.

In den folgenden Arbeitsschritten wird das Rohmaterial

in der HUBER Waschtrommel (RoSF9) zunächst

homogenisiert und von Grobstoffen (> 10mm) befreit.

Der Siebdurchgang gelangt auf das Herzstück des

Sandaufbereitungsverfahrens, die COANDA

Sandwaschanlage (RoSF4). Die von den organischen

Bestandteilen gereinigte mineralische Fraktion

(Sand,Kies,Splitt) wird automatisch mittels

Sandaustragschnecke ausgetragen, dabei statisch

entwässert und in einen Container abgeworfen.

Annahmebunker

Die ausgewaschene Organikfraktion wird über eine

1mm Siebung mit HUBER ROTAMAT ® Siebanlage Ro 2

aus dem Abwasserstrom entfernt und über eine

Presszone entwässert. Ein Teil des vorgereinigten

Abwassers wird als Waschwasser für die Waschtrommel

verwendet.

Der überschüssige Teil an Abwasser wird der

Brauchwasseraufbereitung zugeführt. Hier wird durch

die Zugabe von Flockungshilfsmittel eine Sedimentation

des mineralischen Anteils des Abwassers erreicht,

welches nach Zwischenlagerung über eine HUBER

Schneckenpresse RoS 3 entwässert wird. Das Klarwasser

läuft in einer letzten Stufe über eine HUBER Flotation

HDF und steht danach als Brauchwasser zur Versorgung

des Sandwäschers und der Siebkorbreinigung zur

Schematische Darstellung der Sandaufbereitung mit Kreislaufwasser

Aufnahmebunker

Container

Sedimentschlammentwässerung

Druckentspannungsflotation

Sedimentationsbehälter

Polymer

Waschtrommel

Siebanlage

Transportschnecke

Sandwäsche

Schlammvorlagebehälter

FeCl3

Polymer

Schmutzwasserbehälter Vorlagebehälter Flotation / Spülwasser Brauchwasserbehälter


Aus dem Verfahren ergeben sich folgende vier Outputströme:

Ausgewaschene Grobstoffe > 10 mm Organikabsiebung auf 1 mm, TR ca. 30 %

Gewaschener Sand GV < 3 %, TR > 90 %, d.h.

Deponieklasse I wird erreicht

Entwässerter Schlamm TR > 50 %

Verfügung. Damit schließt sich der Wasserkreislauf,

ohne dass Frischwasser benötigt wird und steht danach

als Brauchwasser zur Versorgung des Sandwäschers und

der Siebkorbreinigung zur Verfügung.

Die Anlage läuft störungsfrei und ist auch aufgrund der

hervorragenden Mitarbeit des Anlagenpersonals in

einem hervorragenden Zustand und eine echte

Referenz.

Das gesamte Verfahren kann der schematischen

Darstellung entnommen werden.

von Oliver Haub

Branchenvertriebsleiter,

Hans Huber AG, Deutschland

Waschwasseraufbereitung mittels HUBER


Firma Biobell – innovative, biologische Abfallbehandlung

➤➤➤

HUBER Maschinentechnik in der

biologischen Abfallbehandlung

Entwässertes Sediment aus der Störstoffabscheidung

Auf der Anlage „Biobell“ in der Nähe von Montabaur

werden biologische Abfälle anaerob behandelt und zu

Biogas und Komposterde umgesetzt. Bei der

angewandten Behandlungsmethode kommt das

„Biostab-Verfahren“ zum Einsatz. Es handelt sich hier

um eine mesophile Anlage mit einer Heißaufbereitung,

d.h. die Vergärung erfolgt bei Temperaturen von ca.

35°C. Die Hygienisierung ist der Vergärung

vorgeschaltet. Die Anlage verarbeitet eine

durchschnittliche Menge von ca. 300 m 3 /d.

Die Aufbereitung des Rohmaterials (BIO-Tonne) erfolgt

bei 90-95°C (Besonderheit des Biostab-Verfahrens). Der

eingesetzte Abfall stammt ausschließlich aus der so

genannten braunen Tonne aus den Haushalten der

Umgebung. Während der gesamten Abbaukette findet

die Anlagentechnik der Firma Huber bereits an zwei

Stellen ihren Einsatzort. Das angelieferte Material wird

grob zerkleinert und gesiebt, anschließend angemischt

und hygienisiert. Nach der Hygienisierung befindet sich

eine Sonderbaugröße der HUBER ROTAMAT ® Ro 5

Kompaktanlage mit diverseren Unterschieden zu der

Standartausführung, die auf die Behandlung von

biologischen Abfällen abgestimmt ist. So ist die

Spaltweite der vorgeschalteten Siebanlage auf 15 mm

erweitert, um die organische Fraktion nicht mit

abzutrennen. Die Ro 5 separiert in dieser Anlage

zuverlässig die nicht organischen Bestandteile wie Sand

und andere mineralische Bestandteile.


Diese Kompaktanlage wird chargenweise beaufschlagt,

da es sich aufgrund des Verfahrensschemas nur so

integrieren ließ. Durch den Einsatz der Anlage wird

der Fermenter nicht mit anorganischen

Substratbestandteilen belastet. Damit kann die volle

Nutzung des Reaktorvolumens zum Abbau der

organischen Fraktion genutzt werden.

An einer anderen Stelle im Verfahrensablauf steht eine

HUBER Flotationsanlage zur Aufbereitung des

Brauchwassers in der Anlage.

Um das Angebot an der HUBER Maschinentechnik im

Bereich der biologischen Abfallbehandlung ausweiten

zu können, wurde jetzt auch die Entwässerung der

Substratrückstände probeweise auf dieser Anlage mit

einer RoS 3 geübt.

Das Substrat ist nach etwa zweiwöchigem Aufenthalt in

dem Fermenter weitgehend abgebaut und stabilisiert.

Als abschließender Verfahrensschritt muss die vergorene

Suspension noch entwässert werden. Derzeit wird der

Schlamm über zwei Zentrifugen auf einen

Trockensubstanzgehalt von über 30% entwässert.

Ingesamt kann man auf Grund der Ergebnisse sagen,

dass der Einsatz einer HUBER RoS 3 Schneckenpresse

dieser Bauart durchaus sinnvoll ist. Die erreichten Werte

sind mit denen der Zentrifugen vergleichbar. Ein

weiterer Vorteil dieser Verfahrenstechnik besteht in den

wesentlich längeren Standzeiten der Schneckenpressen

im Vergleich zu Zentrifugen. Auch der geringere

Störstoffabscheidung mit HUBER ROTAMAT ®

Kompaktanlage

Verschleiß und Wartungsaufwand schlägt positiv zu

Buche. Gleichermaßen ist Huber als einziger Hersteller

in der Lage, die HUBER ROTAMAT ® Schneckenpresse,

die HUBER Zentrifuge RoD und die HUBER

Siebbandpresse anzubieten. So kann dem Kunden ein

individuelles Behandlungskonzept angeboten und so

die beste Lösung für das jeweilige Verfahren

ausgewählt werden.

von Rüdiger Dalhoff

Branchenvertriebsleiter

Hans Huber AG Berching, Deutschland

Besuchen Sie uns

auf der IFAT

in München vom

25.-29. April 2005

Entwässertes Agrarsubstrat

Halle A2,

Stand 339


Natronlauge-Dosierung

Fleischverarbeitung

Eisen (III)-chlorid-

Dosierung

Polyelektrolyt-

Dosierstation

Siebschnecke

Misch-, Ausgleichsbecken

(unterirdisch)

Stapelschlammbehälter

Röhrenflockulator

Transport zur

Bio-Gas-Anlage

gereinigtes

Abwasser

Druck-/

Entspannungsflotation

Problematische Abwässer aus der Lebensmittelindustrie

➤➤➤

Schematische Darstellung des Verfahrens zur

Abwasserbehandlung – Lutz Fleischwaren Hammelbau

Eine besondere Herausforderung!

Charakteristisch für Abwasser aus Schlachthöfen

und fleischverarbeitenden Betrieben

sind außergewöhnlich hohe Frachten an

Fetten, Feststoffen und hohe Konzentrationen

der Abwasserparameter CSB und BSB5.

Diese Größen werden behördlich überwacht

und bestimmen wesentlich die Abwassergebühren

und „starkverschmutzerzuschläge“

und damit auch direkt die Betriebskosten der

Produktionsstätte. Mit Hilfe der nachfolgend

beschriebenen Abwasserreinigungsanlage

konnten diese Forderungen bei einem

fleischverarbeitenden Betrieb erfüllt werden.

Der Betrieb Hammelburg der Lutz Fleischwaren AG ist

ein moderner Produktionsbetrieb für zeitgemäße Convenience-Produkte.

1995 entstand die moderne Produktionsstätte

für vorgegarte Produkte aus Schweineund

Geflügelfleisch. Gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt

Hammelburg wurden für das Jahr 2002

neue Zielabgaben für die relevanten Abwasserbestandteile

und Abwasserparameter festgelegt. (Tabelle 1)

Abwasserbestandteile/

Abwasserparameter

Fett

BSB5

CSB

Stichprobe

24-h Mischprobe

Messwert

250 mg/l

700 mg

1400 mg/l

900 mg/l

pH-Wert 6,5 - 9,5

Temperatur 35 °C

Tabelle 1: Vorgeschriebene Messwerte für

Abwasserbestandteile/Abwasserparameter bei der

Lutz Fleischwaren AG, Hammelburg

Neue Abwasserreinigungsanlage

Um die Abwasserreinigung zu optimieren, wurde mit

einer Druck-/Entspannungsflotation (HDF) der Hans

Huber AG ein innovatives Konzept zur hocheffizienten

Abtrennung fällbarer Abwasserinhaltsstoffe bei äußerst

kompakter Bauweise verwirklicht. Für das gesamte Chemical

Fluid Handling (Lagerung, Förderung, Messen, Regeln

und Dosierung von Chemikalien) werden von der

Hans Huber AG schon seit langem hochwertige und

hervorragend aufeinander abgestimmte Komponenten

von deutschen Unternehmen eingesetzt.

Die neue Abwasserreinigungsanlage ist komplett mit

Chemikalien- und Schlammstapelbehältern in einem separaten

Gebäude auf dem Firmengelände der Lutz

Fleischwaren AG untergebracht.

Mechanische Grobstoffabscheidung

Aus der Produktion wird das Abwasser mit einem Volumenstrom

von maximal 30 m 3 /h über Zwischenpumpstationen

zu einer ROTAMAT ® Siebschnecke gefördert,

die eigens für die besonders schleimige Konsistenz des

Feststoffanteils aus Abwässern der fleischverarbeitenden

Industrie entwickelt wurde. Die selbstreinigende

Siebschnecke kann in der vorliegenden Anlage mit einer

maximalen Feststofffracht von 4 l/min beaufschlagt

werden. Der abgetrennte Feststoffanteil wird in einen

fahrbaren Wagen gefördert, der manuell geleert wird.

Misch- und Ausgleichsbecken

Nach der mechanischen Grobreinigung läuft das Abwasser

im freien Gefälle in das ausgemauerte unterirdisch

gelegene Misch- und Ausgleichsbecken. Das Volumen

des Beckens entspricht mit 150 m 3 etwa einer

durchschnittlichen Tagesmenge der

Produktionsabwässer.


Chemikaliendosierung

Aus dem Misch- und Ausgleichsbecken wird das

Abwasser in turbulenter Strömung (1 m/s) in den Röhrenflockulator

gefördert. Bei definierter Verweilzeit des

Abwassers können nun optimiert nacheinander Chemikalien

in die turbulente Strömung zudosiert werden.

Dosierung von Eisen (III)-Chlorid

Zur Ausfällung der fällbaren Abwasserinhaltsstoffe wird

zuerst Eisen (III)-Chlorid-Lösung mittels einer Magnet-

Membran-Dosierpumpe (oszillierenden Verdrängerpumpe)

aus einem 10 m 3 fassenden Chemikalienbehälter

in die weiter entfernt liegende Impfstelle des

Röhrenflockulators dosiert. Die Dosierung erfolgt hier

mengenproportional zur durchgesetzten Abwassermenge.

Der Chemikalienbehälter erfüllt die besonderen

Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG § 19 I).

Dosierung und Natronlauge

Um die gefällten Abwasserinhaltsstoffe für die nachfolgende

Flockungsstufe zu konditionieren, muss der pH-

Wert auf einen Wert zwischen 6 und 7 eingestellt werden.

Da der pH-Wert des Abwassers zeitlich stark variieren

kann, wurde ein Regelkreis mit einer pH-Elektrode

als Messglied, einem Regler und einer Dosierpumpe für

Natriumhydroxid als Stellglied aufgebaut. Die Eignung

der pH-Elektrode für den Einsatz in feststoffhaltigen

Abwässern ist für die Zuverlässigkeit der pH-Wert-

Einstellung von entscheidender Bedeutung.

Abwasserbestandteile/

Abwasserparameter

Messwert

Fett 1 - 2 %

CSB

9 000 - 15 000 mg/l

pH-Wert 4 - 9

Tabelle 1: Vorgeschriebene Messwerte für

Abwasserbestandteile/Abwasserparameter bei der

Lutz Fleischwaren AG, Hammelburg

Auch der 10 m 3 fassende Natronlauge-Behälter erfüllt

die besonderen Bestimmungen des Wasserhaushaltsgesetzes

(WHG § 19 I). Für die Lagerung von Natronlauge

musste zusätzlich die Beheizung des Gebäudes vorgesehen

werden, da die Viskosität von konzentrierter

Natronlauge unterhalb von 10 °C zu Problemen bei der

Dosierung führen kann.

Dosierung von Flockungsmittel

Das im weiteren Verlauf des Röhrenflockulators vorkonditioniert

vorliegende Abwasser wird zur vollständigen

Ausflockung der gefällten Inhaltsstoffe mit einer polyelektrolythaltigen

wässrigen Lösung versetzt. Zur kontinuierlichen

Bereitung einer gebrauchsfähigen Polyelektrolyt-Dosierlösung

wird eine komplette Ansetzstation

eingesetzt.

Druck-/Entspannungs-Flotation

Nachdem die fällbaren Abwasserinhaltsstoffe im

Röhrenflockulator in Flocken umgewandelt wurden,

können diese in der nachgeschalteten Flotation

Entwässerter Flotatschlamm TS > 30 %

größtenteils zum Aufschwimmen gebracht werden. Ein

kontinuierlicher Bandräumer schiebt die auf der

Wasseroberfläche schwimmende Flotatschicht in den

Flotatabzugsschacht. Das so von der Flotatschicht

befreite Wasser entspricht den Einleiterbedingungen

der örtlichen Kläranlage und kann direkt an diese

abgegeben werden. Der Flotatschlamm wird über eine

Exzenterschneckenpumpe mit einer maximalen

Förderleistung von 8 m 3 /h zum Schlammstapelbehälter

gefördert. Ein kleinerer Anteil der ursprünglich

gebildeten Flocken sedimentiert zum Boden der

Flotationsanlage und wird ebenfalls zum

Schlammstapelbehälter transportiert.

Die hier zur Anwendung kommende HUBER Druck-/

Entspannungs-Flotation HDF kann als Herz der

gesamten Anlage betrachtet werden. Das Konzept

ermöglicht die hocheffiziente Feststoff-/Flüssig-

Trennung bei äußerst kompakter Bauweise mit

geringstem Platzbedarf. Eine spezielle

Zulaufkonstruktion garantiert die laminare

Durchströmung des Flotationsbeckens im Sinne einer

optimalen Phasentrennung. Durch den Einsatz einer

mehrstufigen Kreiselpumpe zur Sättigung des

Recycelwassers mit Luft kann auf den kosten- und

wartungsintensiven Druckbehälter verzichtet werden.

Der Flotatschlamm wird in einer Biogasanlage entsorgt.

Entwässerung mit RoS 3

Im letzen Schritt kann das Gemisch aus Abwasser,

Schlachtabfällen, Sediment und Flotatschlamm mit Hilfe

einer ROTAMAT ® Schneckenpresse RoS 3 Anlage von

einem TR-Wert (gibt an, welcher Feststoffanteil sich

noch im Substrat befindet) von 3,5% auf 25 %

entwässert werden. Dies geschieht, indem man dem

Abwasser erneut ein Polymer beimischt, um evtl. feine

Schwebstoffe noch auszuflocken und durch sich nach

oben verjüngende Trommelsiebe mit Hilfe einer

Exzenterschneckenpumpe gepresst wird. Das

Presswasser wird wieder dem Bunker der Flotation

zugeführt und erneut gereinigt. Das Siebgut fällt am

Ende in einen Container und wird in der

Verbrennungsanlage entsorgt.

von Ralph Teckenberg

Branchenvertriebsleiter,

Hans Huber AG, Deutschland


6 HUBER ROTAMAT ® Faserschlammpressen RoS 3 in Obukow/Ukraine (Kompakte Bauweise)

➤➤➤

Optimierung im Osten: Schneckenpressen

zur Faserschlammentwässerung

Der Investitionsentscheidung üblicherweise vorausgegangen

waren verschiedene Versuche und Tests mit

unterschiedlichen Schlammentwässerungssystemen,

wobei sich Kievskiy PPM nicht nur aufgrund der hohen

erreichten Trockengehalte nach der Presse für das

Produkt der Hans Huber AG entschieden hat. Weitere

Faktoren waren der niedrige Energieverbrauch pro

Schneckenpresse, der niedrigere Verbrauch an

Flockungsmittel sowie die geringen Wartungskosten,

die auf zwei Jahre errechnet wurden und die

24h-Verfügbarkeit bei minimalem Verschleiß.

Im Februar 2003 wurden dann von der Hans Huber AG

drei Schneckenpresseneinheiten, das heißt sechs Einzelschnecken,

geliefert. Die Montage sowie die Inbetriebnahme

der kompletten Anlage wurde nach nur

weiteren drei Wochen realisiert.

Die Anlieferung der Anlagen erfolgte im werkseitig vormontierten

Zustand, so dass bauseitig nur noch die Verrohrungen

und Anschlüsse vorgenommen werden

mussten.

Die im Werk Berching geprüften, voreingestellten und

in hohem Vorfertigungsgrad gelieferten Anlagen führen

zu niedrigen Montagezeiten, hoher Qualität der

Installation und somit insgesamt zu geringeren

bauseitigen Kosten.

Die Schneckenpressen wurden in einem extra dafür neu

renovierten und gefliesten Gebäudeteil, direkt über

dem Schlammsammelbehälter gelegen (siehe

nebenstehende Skizze), installiert. Die Beschickung der

sechs Einzelpressen erfolgt über drei Flockungsreaktoren,

wozu auch nur drei Polymerimpfstationen,

vorgeschaltet im Zulauf, zu den Flockungsreaktoren

nötig sind. Eine lange Reaktionsstrecke von der

Impfstation zum Reaktor kann entfallen, da die

Flockungsreaktoren, von unten beschickt, mit größerem

Volumen gebaut wurden. Diese sind ebenfalls mit

einem Rührwerk ausgestattet, um eine weitere

Homogenisierung und gleichmäßige Flockung des

zugeführten Mischschlammes zu erreichen.

Im unteren Teil der Presse erfolgt lediglich eine statische

Entwässerung, was zu einer Schonung der Schlammflocken

beiträgt und ein sehr sauberes Filtratwasser gewährleistet.

Druckaufbau und eigentliche Entwässerung

erfolgt durch eine Durchmesserreduzierung des


Siebkorbes am oberen Ende und durch Aufbau eines

Schlammkuchens, der im Gegendruck zu einem

pneumatisch gesteuerten Konus entwässert wird. Mit

dem frei ansteuerbaren Konus können verschiedene

TS-Gehalte gefahren werden, beziehungsweise die

Anpassung an unterschiedliche Schlammarten mit der

gleichen Maschine bei minimalstem Aufwand realisiert

werden.

Die Rückspülung der Siebbereiche erfolgt mit dem Filtratwasser.

Hierzu wird das von der Presse kommende

Filtratwasser über eine kleine Tuchfilteranlage, welche

die Funktion eines Polizeifilters trägt, geführt. Das

Abwasser für die Rückspülung der Tuchfilteranlage wird

wieder in den Schlammbehälter geleitet und erneut

entwässert. Im Zusammenhang mit der Nutzung des

Filtratwassers und der Rückführung des

Rückspülwassers ist ein geschlossener Kreislauf

geschaffen worden, der ohne Frischwassernutzung

auskommt.

Obwohl die großen Schlammmengen die Installation

mehrerer Schneckenpressen im parallelen Aufbau erforderten,

ergaben sich in der Summe doch mehr Vorteile

als bei im Volumen vergleichbarer Einzelmaschine. An

dieser Stelle sind die Investitionskosten, die in jedem Fall

im wettbewerbsfähigen Bereich liegen, zu erwähnen.

Die geringen nötigen Leistungsaufnahmen je Einzelschnecke

ergeben zudem einen niedrigen Energieverbrauch

in der Summe. Des Weiteren bewegen sich

die geringen Wartungs- und Verschleißkosten, bei

Bereitstellung auf zwei Jahre ausgelegt, im unteren Bereich.

Der größte Vorteil jedoch dürfte in der hohen Anlagensicherheit

liegen. Durch die gleichmäßige Beaufschlagung

der Anlagen, die nicht im obersten Leistungsbereich

zu betrieben werden brauchen, werden vor allem

die bewegten Teile weniger belastet und somit deren

Lebensdauer beträchtlich erhöht. Hierdurch entfällt die

Bereitstellung von Stand-by-Maschinen. Bei Ausfall

einer Schneckenpresse oder Wartungsarbeiten werden

einfach die verbleibenden Maschinen mit höheren

Technische Daten:

Schlammart: Mischschlämme aus

Papierindustrie

Ø Eingangs-TS: 3,2%

Polymerverbrauch:

1,5 – 2 g/kg TS

Polymerkonzentration:

0,05 – 0,1%ig

Durchsatz: ca. 500 kg TS/Presse

Qmax:

17 m 3 /h/Presse

Motorleistung:4,0 kW frequenzgesteuert

(Industrieversion)

Maschinen- 5.700x1.800x2.400 (LxBxH)

dimension: je Schneckenpresse

Maschinengewicht:

1.500 kg je Schneckenpresse

Lasten gefahren. Dadurch wird gewährleistet, dass

aufwändige Umstellungen auf Zweitmaschinen

entfallen und der Betrieb ohne jegliche Unterbrechung

fortgesetzt werden kann.

Nach nun dreimonatigem Betrieb der Schlammentwässerung

bei Kievskiy PPM sind ebenfalls die

Optimierungsphasen abgeschlossen, die nötig waren,

um die verschiedenen zusammengeführten Schlämme

und deren unterschiedliche Mischungsverhältnisse

immer mit nahezu gleichen Ergebnissen zu entwässern.

Die vorzeitige kundenseitige Abnahme der Anlage und

die Zufriedenheit des Kunden mit den erzielten

Ergebnissen zeigen, dass die HUBER ROTAMAT ®

Schneckenpressen zur Schlammentwässerung auch bei

schwierigen Schlämmen mit sehr guten Ergebnissen

aufwarten können.

von Peter Brechtelsbauer

Leitung Geschäftsbereich Industrie,

Hans Huber AG, Deutschland

Side view

top view

Coagulant

preparing station

3-K-4000

18 000

Compressor

Belt conveyor

8 000

Coagulant

preparing station

3-K-4000

sludge tank

sludge tank

Ro3.2 Ro3.2 Ro3.2

sludge tank

3670

Filtrate discharge

Filtrate tank

8 000

thin sludge pump

Schematische Darstellung des Projektes Obukow/Ukraine


Zentrifuge RoD auf Plattform, Installation auf engstem Raum

➤➤➤

HUBER Zentrifugen in der Industrie

setzen neue Maßstäbe!

Schlammentwässerung auf HUBER Art

Prozessbeschreibung

In Várpalota betreibt MABA FTI, gemeinsam mit einem

ungarischen Partner, ein modernes Spannbetonschwellenwerk.

Im Frühling 2004 wurde mit der Produktion der Eisenbahnschwellen

bei Maba Hungária Kft. in Várpalota

Ungarn begonnen.

Die Produktion läuft gegenwärtig auf drei Bahnen. Hierbei

wird der Beton strangförmig gegossen und anschließend

mit einer Diamant Schneidmaschine in die einzelnen

Schwellen zerteilt.

Für das Schneiden ist Kühlwasser erforderlich. Beim

Schneidvorgang fallen etwa 60 Liter/min Schneidschlamm

an.

Abtransport der Bahnschwellen

Das Abwasser fließt in einem Kanal zum Vorlagebehälter,

von wo aus es über eine Beschickungspumpe

in die HUBER Zentrifuge RoD gelangt.

Der TS-Wert des Zulaufes zur HUBER Zentrifuge RoD

liegt bei etwa 0,5-1,5%.

Die Dekanterzentrifuge sorgt für die Trennung der zwei

Phasen.

Die Durchflussmenge der Beschickungspumpe liegt

gleichmäßig bei 4m 3 /h. Die maximale Tagesmenge von

20m 3 /h kann somit im ca. 5-Stunden-Betrieb/Tag

abgearbeitet werden.

Nach der Phasentrennung entsteht einerseits klares und

feststofffreies Wasser, andererseits entwässerter

Schlamm mit einem TR-Wert größer gleich 65%.

Das klare Wasser fließt in den Kühlwasservorlagebehälter

und danach wieder in den Prozess. Der Schlamm

fällt aus der Schurre in den untergestellten Container,

wie man auf der nebenstehenden Grafik erkennen

kann. Durch die Kreislaufführung des Wassers kann eine

große Menge Frischwasser und somit viel Geld

eingespart werden. Der hohe Entwässerungsgrad und

die daraus resultierende geringe Schlammmenge sind

ebenfalls ein wesentlicher, wirtschaftlicher Vorteil für

den Betreiber.

Betrieb der HUBER Zentrifuge RoD

Die Zentrifuge ist seit August 2004 in Betrieb in

Várpalota. Die Anlage läuft jeden Tag einige Stunden,


Diamant Schneidemaschine

Kühlwasser

Betonstaub und Kühlwasser

Vorlagebehälter

Zentrifuge

Feststoffaustrag, TR > 65 %

abhängig von der Laufzeit der Schneidemaschine. Eine

Endoskopuntersuchung hat bewiesen, dass bis jetzt

kein Verschleiß auftrat.

Durch den Einbau einer so genannten „Rennbahn“

wurde der problemlose Austrag des zementhaltigen

Feststoffes verwirklicht. Der entwässerte Schlamm ist

besonders trocken, der TR-Wert liegt immer über 65%.

von Thomas Pohlers

Produktmanager Flotation

bei der Hans Huber AG, Deutschland

Schlamm

Klarwasserbehälter

Schematische Darstellung der Abwasserreinigung in der

Firma Maba Hungária Kft.

Einblick in die Fertigung

Besuchen Sie uns auf der IFAT

in München vom 25.-29. April 2005

Halle A2, Stand 339


➤➤➤

HUBER Teleservice schafft hohe

Sicherheit für Betrieb und Kosten

einer Betriebskläranlage

HUBER Teleservice schafft hohe Sicherheit für

Betrieb und Kosten auf der KA-Roskow-Ketzin

Wir, die Hans Huber AG, bieten unseren Kunden

mittlerweile wegweisende Serviceleistungen, die die

Maschinen und Anlagen ein Maschinenleben lang

begleiten. Der Nutzen für die Kunden ist konstant,

optimal arbeitende Maschinen bei gleichzeitig

niedrigem Verschleiß und dies mit höchster

Betriebssicherheit!

Dabei sind unsere durchdachten Servicepakete und -systeme

für jede Anlage und jedes Budget passend und

somit für jeden Kunden eine wirtschaftlich vorteilhafte

Lösung.

Davon überzeugten sich im September 2004 auch Verteter

der Berliner Wasserbetriebe. Für die Kläranlage

Roskow-Ketzin, wo seit über zehn Jahren zwei unserer

HUBER ROTAMAT ® Kompaktanlagen im Einsatz sind,

wurde jetzt ein HUBER-Servicevertrag vom Typ HS 3 plus

Teleservice abgeschlossen!

Neben den regelmäßigen Wartungs- und Inspektionsarbeiten

durch unsere Servicetechniker vor Ort werden

diese Anlagen jetzt über das von uns zum Patent angemeldete

HUBER Teleservice-System täglich überwacht

und inspiziert.

Vor Ort an den Kompaktanlagen wurde dazu die HUBER

Teleservicebox, Typ TSB2 installiert. Hierin ist die

entsprechende Hard- und Softwaretechnik zur

Erfassung, Aufbereitung und Übermittlung aller

HUBER

Service-Systeme

HS 1 HS 2 HS 3

Wartung Wartung Wartung

Schutzbrief Schutzbrief Schutzbrief

Teleservice Hotline-Dienst Hotline-Dienst

48-h

Reparaturdienst

Teleservice

48-h

Reparaturdienst

Maschinen- / Anlagen-

Optimierungspaket

Teleservice

relevanten Daten an das HUBER Service-Center

integriert. In unserem Service-Center ist der HUBER

Teleservice-Rechner stationiert, der diese Daten

aufnimmt, weiter aufbereitet und vollständig visualiert

auf Bildschirm darstellt. Somit haben die erfahrenen

Produkt- und Servicespezialisten in unserem Servicebereich

alle Möglichkeiten, jetzt auch die Anlagen der

KA-Roskow-Ketzin täglich „auf Herz und Nieren“ zu

prüfen. Hauptprüfkriterien und dabei Abgleich mit den

Sollwerten sind ein optimaler Anlagenbetrieb bei

gleichzeitig höchster Betriebssicherheit.

Ist auch nur ein Betriebswert im negativen Bereich, wird

der Betreiber hierüber umgehend informiert, wobei natürlich

gleichzeitig Optimierungsmaßnahmen von uns

vorgeschlagen werden. Dies schafft Leistung, Betriebssicherheit

und schützt vor vermeidbaren Folgeschäden,

z.B aufgrund überhöhtem Verschleiß durch ungünstige

Betriebsweisen!

Kläranlage Roskow-Ketzin – HUBER ROTAMAT ®

Kompaktanlagen

HUBER Service-Center – Prüfung auf optimalen

Anlagenbetrieb


Service

HUBER Teleservicebox Typ TSB 2 – installiert an einer Kompaktanlage in Roskow-Ketzin

Integriertes Störmeldesystem

Bei Störungen wird automatisch eine detaillierte Störmeldung

per E-Mail und SMS versandt. Für entsprechende

E-Mails wird in der Regel service@huber.de

gewählt. Damit sind wir sofort über eventuell

auftretende Betriebsstörungen informiert und können

entsprechend reagieren!

Unsere Kunden, die Verantwortlichen der KA-Roskow-

Ketzin, überzeugten sich von der HUBER Teleservicetechnik

persönlich, auch in unserem Haus.

„Ein beruhigendes und sicheres Gefühl!“ Die Anlagen

in Roskow-Ketzin werden ab sofort von den Spezialisten

des Herstellerwerkes HUBER täglich begutachtet und

alle relevanten Betriebs- und Leistungsdaten geprüft!

Der klare Nutzen, jetzt auch für die Berliner

Wasserbetriebe und dem Wasser- und

Abwasserverband Havelland

➤ Aufrechterhaltung optimaler Maschinenleistungen

➤ Dauerhaft höchste Betriebssicherheit

➤ rechtzeitiges Erkennen von Verschleißgrenzen,

damit weitgehender Ausschluss von vermeidbaren

Folgeschäden mit oft hohen Kosten

➤ längere Lebensdauer der Gesamtanlage

Das Preis-Leistungsverhältnis für das HUBER

Teleservicesystem ist ebenfalls absolut überzeugend.

Bei Abschluss eines Service-Vertrages z.B. vom Typ HS3-

plus Teleservice, der grundsätzlich die regelmäßigen

Vor-Ort-Inspektionen durch unsere Servicetechniker

beinhaltet, fallen keinerlei laufende Online-Kosten für

den Kunden an!

Wieder einmal ein klarer Beweis

HUBER-Kunden sind auch nach dem Kauf einer Anlage

von uns in besten und sicheren Händen, dies ein

Maschinenleben lang!

Wir bedanken uns bei den Berliner Wasserbetrieben,

Herrn Eltermann, und der BKC Kommunal Consult

GmbH – Potsdam, Herrn Siebold, für das in uns gesetzte

Vertrauen und freuen uns auf eine langfristig

erfolgreiche und enge Zusammenarbeit!

Wollen auch Sie die Vorteile aus der zukunftsweisenden

Technologie von HUBER Teleservice für sich und Ihre

Anlagen nutzen?

Dann sprechen Sie uns an!

Ihr HUBER Service-Center erreichen Sie:

Telefonisch: (0 84 62) 201 - 455

Per Telefax: (0 84 62) 201 - 459

Per E-Mail: service@huber.de

„Vollkommen überzeugt!“ – Herr Siebold, Herr

Eltermann und Herr Neumaier bei der Online-

Präsentation von HUBER Teleservice im HUBER Werk im

September 2004

Wir beraten Sie gerne und erstellen für Sie auch gerne

ein entsprechendes Angebot zu unseren

Serviceleistungen!

von Paul Neumaier

Leiter Geschäftsbereich Global Service

Hans Huber AG, Deutschland


➤➤➤

Eine Erfolgsstory geht weiter!

Herr Summersammer feiert seinen

50. Geburtstag mit dem Zusammenbau der

100. HUBER Druckentspannungsflotationsanlage

Herr Summersammer arbeitet seit mehr als 20 Jahren

bei der Firma HUBER im Endzusammenbau und ist nun

seit über 10 Jahren speziell für den Endzusammenbau

der Flotationsanlage zuständig.

Als wir vor 10 Jahren eine der ersten Druckentspannungsflotationen

konstruiert und gebaut hatten,

hätte sich niemand träumen lassen, dass diese

neuartige Technologie und der Schritt HUBERS in die

chemisch-physikalische Reinigung für die Firma Hans

Huber AG ein derartiger Erfolg wird.

Speziell in der industriellen Abwasser-, Prozesswasserund

Schlammbehandlung ist die immer wieder weiterentwickelte

HUBER Druckentspannungsanlage HDF

nicht mehr wegzudenken.

Die HDF ist dabei das Herzstück fast jeder Abwasserreinigung

in der Industrie und wir sind dadurch in der

Lage, komplette Lösungen für Kunden verschiedenster

Couleur anzubieten.

Im Gegensatz zu unserer Konkurrenz sind wir in der

Lage, nicht nur die Flotationsanlage, sondern auch die

Vorreinigungsstufe – nach der Flotationsanlage die

biologische Stufe – mittels HUBER VRM ®

Membrananlage und – last but not least – die

Schlammbehandlung für anfallende Schlämme,

Sedimente und Grobstoffe aus den mechanischen

Vorreinigunsanlagen zu bieten.

Heute – nach mehr als 10 Jahren erfolgreichem Bauen

und Weiterentwicklung der HUBER Druckentspannungsflotation

HDF – können wir auf stolze 120 verkaufte

Druckentspannungsflotationen zurücksehen.

Und so kam es auch, dass der Zusammenbau der

100. Flotationssanlage mit dem 50. Geburtstag des

Mannes zusammenfiel, der diese Anlagen in den letzten

10 Jahren zusammenbaute und durch seine

Anregungen und Verbesserungsvorschläge auch

maßgeblich zur Weiterentwicklung der Anlagen beitrug.

Wir wünschen Herrn Summersammer alles erdenklich

Gute, viel Glück und Gesundheit und hoffen, dass Herr

Summersammer seinen 60. Geburtstag auch wieder im

Kreise seiner Kollegen feiert und – wer weiß, vielleicht

mit einem weiteren Jubiläum, dem Zusammenbau

der 500. HUBER Druckentspannungsflotation?

von Peter Brechtelsbauer

Leitung Geschäftsbereich Industrie

Hans Huber AG, Deutschland

Impressum:

HUBER Industrienews

Aktuelle Nachrichten aus dem Industriebereich für

die Kunden und Freunde der Hans Huber AG

Ansprechpartner:

Peter Brechtelsbauer

Industriepark Erasbach A 1 · 92334 Berching

Telefon (0 84 62) 201 - 231

Satz / Layout:

HUBER Marketing

Erscheinungstermin: 1/05

Druck:

M.W. Bauer, Beilngries

Auflage dieser Ausgabe: 5.000

Erscheint:

2 Mal pro Jahr

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