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SUV MAGAZIN Dacia Duster (Vorschau)

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AUSGABE 2/14 WWW.<strong>SUV</strong><strong>MAGAZIN</strong>.DE<br />

Deutschland € 3,50 • Österreich € 4,00 • Schweiz sFr 7,20 • Benelux € 4,65 • Italien € 5,20 • Spanien € 5,20 • Slowakei € 5,70<br />

EINE PUBLIKATION VON<br />

UTILITY VEHICLE<br />

<strong>SUV</strong>SPORT<br />

<strong>MAGAZIN</strong><br />

Deutschlands erstes <strong>SUV</strong>-Automagazin<br />

❯ ❯ ❯ FASZINATION MATZKER EVOQUE:<br />

Nachgeschärftes Design-Coupé<br />

❯ ❯ ❯ FAHRBERICHT:<br />

Porsche Macan<br />

❯ ❯ ❯ SERVICE:<br />

Alle Infos zur<br />

Punkte-Reform<br />

BRANDNEU<br />

❯ ❯ ❯ AUTOSALON GENF: ALLE NEUEN <strong>SUV</strong> 2014<br />

FAHRBERICHT<br />

KONZERNDUELL<br />

NEU<br />

❯ ❯ ❯ Hyundai ix35: alt gegen neu<br />

PRAXISTEST<br />

DACIA<br />

❯ ❯ ❯ Audi A6 allroad<br />

IM TITELTEST<br />

❯ ❯ ❯ GEFAHREN & GETESTET DUSTER<br />

NEUVORSTELLUNG<br />

MERCEDES<br />

GLA<br />

IM VERGLEICHSTEST<br />

❯ ❯ ❯ Mitsubishi<br />

Outlander PHEV<br />

❯ ❯ ❯ Jeep Renegade<br />

❯ ❯ ❯ Land Rover Discovery | Toyota Land Cruiser | VW Touareg


DER NEUE RAV4.<br />

Fahrspaß überall. Jetzt auch<br />

als Sondermodell Edition 2014.<br />

RAV4, 2,2 l Diesel, mit dynamischem Allradantrieb, 110 kW (150 PS), 6-Gang-Schaltgetriebe<br />

• Fahrdynamik-Management IDDS (Integrated Dynamic Drive System)<br />

• Smart-Key-System: schlüsselloses Öffnen/Verschließen der Türen und Starten des Motors per<br />

Start-/Stop-Knopf<br />

• 18"-Leichtmetallfelgen „two tone“<br />

• Elektrische Heckklappe „Easy Load“<br />

• Privacy Glas<br />

Kraftstoffverbrauch innerorts/außerorts/kombiniert 8,1/5,9–5,8/6,7–6,6 l/100 km, CO-Emissionen<br />

kombiniert 176–173 g/km (nach EU-Messverfahren). Mehr dazu auf toyota.de/rav4<br />

Kundenvorteil von bis zu<br />

3.740 € *<br />

* Kundenvorteil gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten RAV4 Life, auf Basis der unverbindlichen<br />

Preisempfehlung der Toyota Deutschland GmbH per Januar 2014, zzgl. Überführung.


EDITORIAL TEAM IMPRESSUM<br />

Anlasser ...<br />

WER RASTET, ROSTET.<br />

FREI NACH DIESEM<br />

MOTTO dürfte das<br />

Punktesystem in Flensburg<br />

in den letzten<br />

Jahren zumindest ein<br />

wenig Flugrost angesetzt<br />

haben. Doch<br />

damit ist jetzt Schluss.<br />

Nach langen Diskussionen tritt am 1. Mai 2014<br />

die Reform des Flensburger Verkehrszentralregisters<br />

in Kraft. Damit Sie bei der nächsten<br />

Polizeikontrolle nicht überrascht werden,<br />

haben wir uns die Gesetzesnovelle zur Brust<br />

genommen und teilen Ihnen ab Seite 34 die<br />

wichtigsten Änderungen mit.<br />

NICHT PER GESETZ VERORDNET UND ALLEIN<br />

schon deshalb erfreulicher sind die Neuigkeiten<br />

aus dem französisch-rumänischen Lager. Der<br />

<strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> geht dezent geliftet in die<br />

nächste Generation und bleibt zumindest auf<br />

den ersten Blick seinen Werten treu: robust,<br />

güns tig und unschlagbar alltagstauglich.<br />

Joe Wörz hat den kleinen Rumänen ganz<br />

genau unter die Lupe genommen und klärt im<br />

Titeltest ab Seite 18, ob der Schein nur trügt<br />

oder der neue <strong>Duster</strong> doch wieder auf dem<br />

besten Wege ist, den absoluten Gipfel der<br />

Käufergunst zu erklimmen.<br />

WER MEHR AUF SPORTLICHKEIT IM ALLTAG SETZT,<br />

darf sich das neue Highlight aus Zuffenhausen<br />

nicht entgehen lassen – den Porsche Macan.<br />

Halb Sportwagen, halb <strong>SUV</strong>, aber ein vollwertiger<br />

Porsche will der kleine Bruder des Cayenne<br />

sein. Inwieweit das überhaupt möglich ist,<br />

verrät Ihnen Marc Ziegler, der mit dem Macan<br />

beim ersten Kennenlernen auf dem werkseigenen<br />

Testgelände einige Runden drehen durfte.<br />

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen<br />

Ihr <strong>SUV</strong> Magazin-Team<br />

Unser Team ...<br />

CORNELIA CZERNY<br />

Vorstand / Redaktion<br />

Rallyecopilotin, Harley-Fahrerin<br />

Hat gekämpft mit: dem blasphemischen Dämon, unbedingt<br />

ein Chevrolet Impala BJ 1959 Convertible kaufen zu wollen.<br />

Macht am Car-Freitag: fromm und vernünftig in den 4x4 einsteigen<br />

und an die teuflisch unvernünftige Amikiste denken.<br />

HANNES KOLLMANNSBERGER<br />

Chef vom Dienst / Art Direction<br />

Land Cruiser-Fahrer, HD-Treiber<br />

Hat gekämpft mit: der Frage, wo er mit dem Frühjahrsputz<br />

beginnen soll. Hat sich dann fürs Grillen entschieden ...<br />

Macht am Car-Freitag: die Harley in den Biergarten ausführen<br />

und dort Spareribs und eine Russ'n-Maß genießen.<br />

JULIAN HOFFMANN<br />

Redaktion<br />

Spritsparer, V8-Fetischist<br />

Hat gekämpft mit: den Schweizer Preisen beim Genfer<br />

Auto-Salon. 22 Franken für eine Pizza? Wahnsinn!<br />

Macht am Car-Freitag: den blubbernden Ami-V8<br />

irgendwo zwischen NY und Seattle besinnlich lauschen.<br />

GERHARD BIEBER<br />

Redaktion<br />

Akribischer Alltags-Tester<br />

Hat gekämpft mit: der Entscheidung, wann der Reifenwechsel<br />

fällig ist. Erst Frühlings- und dann Wintereinbruch.<br />

Macht am Car-Freitag: mich aufs Rum-Eiern<br />

am Ostersonntag freuen.<br />

BASTIAN HAMBALGO<br />

Redaktion<br />

Freund des Saugmotors<br />

Hat gekämpft mit: der finnischen Redseligkeit bei<br />

ausgedehnten Piano-Abenden.<br />

Macht am Car-Freitag: ein besinnlich-automobiles<br />

Barbecue an der Tankstelle meines Vertrauens.<br />

JÖRG KÜBLER<br />

Redaktion<br />

Unser Mann fürs ganz Grobe<br />

Hat gekämpft mit: frühsommerlichen Temperaturen und<br />

dem damit entstandenen Bastelstress in der Werkstatt.<br />

Macht am Car-Freitag: das Gleiche wie jedes Jahr – die<br />

Chiemgau-Trophy ruft und das Auto steht zerlegt am Hof.<br />

MARC ZIEGLER<br />

Redaktion<br />

Kälteopportunist<br />

Hat gekämpft mit: Kälte – oder besser der Abwesenheit<br />

davon. Und der Tatsache, dass Schnee schlecht bremst.<br />

Macht am Car-Freitag: Ausgedehntes Cardio-Training zu<br />

den lieblichen Klängen von CARCASS.<br />

JOE WÖRZ<br />

Redaktion<br />

Technikkonsum-Opfer<br />

Hat gekämpft mit: der Tatsache, dass tolle Autos nicht<br />

immer die Welt kosten müssen ... ein Herz für <strong>Dacia</strong>!<br />

Macht am Car-Freitag: bei Sonne den Grill (Fisch!),<br />

bei Regen den DMAX-Carfreitag genießen.<br />

GUNNAR BAYERL<br />

Testfahrer<br />

Fernreisender Dauer-Urlauber<br />

Hat gekämpft mit: der Entscheidung, auf wie vielen<br />

Tiefgaragen-Stellplätzen der Land Cruiser in Zukunft steht.<br />

Macht am Car-Freitag: eine etwas andere Brotzeit:<br />

Brot, Gurken, Eier, Thunfisch – und eben keine Wurst.<br />

MICHAEL WEPS<br />

Grafik<br />

Pixelschubser, Naturbursche<br />

Hat gekämpft mit: der alljährlichen Zeitumstellung.<br />

Kann ich jetzt eine oder zwei Stunden länger schlafen?<br />

Macht am Car-Freitag: mit dem familieneigenen<br />

Lamborghini zum Drachselsrieder Gottesdienst cruisen.<br />

Impressum<br />

REDAKTION<br />

redaktion@suvmagazin.de<br />

Herausgeberin/Aufsichtsratsvorsitzende/V.i.S.d.P. Cornelia Czerny<br />

Redaktionelle Leitung Cornelia Czerny<br />

CvD Hannes Kollmannsberger<br />

Redaktion Gerhard Bieber, Bastian Hambalgo<br />

Julian Hoffmann, Jörg Kübler,<br />

Joe Wörz, Marc Ziegler<br />

Art Direction DESIGNKONTOR communications<br />

Grafik Michael Weps<br />

Fotos Uwe Fischer, Markus Kehl, Robert Kranz, Felix Löchner<br />

Schlussredaktion Elisabeth Melachroinakes<br />

ANZEIGEN<br />

anzeigen@suvmagazin.de<br />

Director Sales & Marketing<br />

Thomas Merz (- 380) merz@suvmagazin.de<br />

Marketingassistenz<br />

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ABO<br />

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Leserservice OFF ROAD c/o ZENIT Pressevertrieb GmbH, Postfach 810580, 70522 Stuttgart<br />

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weiteres Ausland auf Anfrage<br />

VERTRIEB<br />

vertriebsservice@axelspringer.de<br />

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DRUCK<br />

Oberndorfer Druckerei, Mittergöming 12, A-5110 Oberndorf<br />

VERLAG<br />

zentrale@suvmagazin.de<br />

OFF ROAD Verlag AG, Alte Landstraße 21, 85521 Ottobrunn<br />

Telefon: 089/60 82 1-0, Fax: 089/60 82 1-200<br />

Vorstand Cornelia Czerny Sekretariat Renate Bischof (- 201)<br />

Namentlich bezeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion<br />

wieder. Copyright für alle Beiträge bei OFF ROAD Verlag AG. Nachdruck, auch auszugsweise,<br />

sowie Ver viel fältigung jedweder Art nur mit schriftlicher Genehmigung des<br />

Verlages. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos keine Gewähr. Honorierung<br />

veröffentlichter Beiträge nur gemäß unseren Honorarrichtlinien. In Fällen höherer<br />

Gewalt kein An s pruch auf Lieferung oder Rückzahlung des Bezugspreises.<br />

ISSN 0172-4185<br />

Zurzeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 4 von 2014 gültig.<br />

Erstverkaufstag dieses Heftes: 08. April 2014<br />

Erfüllungsort und Gerichtsstand: München<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 3


INHALT <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014<br />

Seite 28<br />

Fahrbericht | Porsche Macan<br />

Lange mussten wir auf ihn warten, jetzt ist er endlich da:<br />

der neue Porsche Macan. Hält der Schwabe, was uns die<br />

Ingenieure versprechen? Marc Ziegler hat den Baby-<br />

Cayenne schon gefahren – ein erstes Treffen.<br />

Vergleich | Land Rover Discovery, Toyota Land Cruiser,<br />

Volkswagen Touareg<br />

Wer in der Schwergewichtsklasse kämpfen will, muss größer,<br />

besser, luxuriöser und komfortabler sein als alle anderen.<br />

Wel ches der drei <strong>SUV</strong> Klassenmeister ist, lesen Sie ab Seite 50.<br />

Service | Neues Punktesystem<br />

Was genau kommt mit der Reform<br />

des Flensburger Punktesystems<br />

auf Autofahrer zu? Bastian<br />

Hambalgo klärt Sie auf.<br />

Seite 34<br />

Seite 50<br />

Konzernduell | Hyundai ix35 MJ 2012, ix35 MJ 2014<br />

Gleiches Modell, verschiedene Baujahre. Auf den ersten<br />

Blick wirkt das Facelift des Bestsellers ix35 nicht wirklich<br />

innovativ. Was also hat sich verändert? Wir sagen Ihnen,<br />

was die Hyundai -Käufer im Modelljahr 2014 erwartet.<br />

Seite 70<br />

4 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


INHALT <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014<br />

02.2014<br />

Seite 18<br />

Titeltest | <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125<br />

Nach drei Jahren spendiert <strong>Dacia</strong> seinem Erfolgsbringer<br />

<strong>Duster</strong> ein Facelift. Warum das eigentlich nicht nötig war<br />

und dennoch sensationell ist, lesen Sie ab Seite 18.<br />

Alle <strong>SUV</strong> in dieser Ausgabe<br />

Audi A6 allroad quattro 3.0 TDI 62<br />

<strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 18<br />

Hyundai ix35 2.0 CRDi MJ 2012 70<br />

Hyundai ix35 2.0 CRDi MJ 2014 70<br />

Jeep Renegade 14<br />

Land Rover Discovery TDV 6 50<br />

Matzker Range Rover Evoque 76<br />

Mercedes-Benz GLA 38<br />

Mitsubishi Outlander PHEV 44<br />

Porsche Macan 28<br />

Toyota Land Cruiser J15 50<br />

Volkswagen Touareg V6 TDI 50<br />

MESSE-NEUHEITEN<br />

Auto-Salon Genf 6<br />

Seite 76<br />

NEWS<br />

<strong>SUV</strong>-News 10<br />

TEST<br />

VORSTELLUNG: General Tire Reifen-Sortiment 12<br />

VORSTELLUNG: Jeep Renegade 14<br />

TITELTEST: <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 18<br />

FAHRBERICHT: Porsche Macan 28<br />

FAHRBERICHT: Mercedes-Benz GLA 38<br />

FAHRBERICHT: Mitsubishi Outlander PHEV 44<br />

VERGLEICHSTEST: Land Rover Discovery TDV6, Toyota Land Cruiser D-4D,<br />

Volkswagen Touareg V6 TDI 50<br />

PRAXISTEST: Audi A6 allroad quattro 3.0 TDI 62<br />

KONZERNDUELL: Hyundai ix35 2.0 CRDi MJ 2012, Hyundai ix35 2.0 CRDi MJ 2014 70<br />

Faszination | Matzker Range Rover Evoque<br />

Land Rover-Spezialist Matzker spendiert dem ohnehin schon<br />

auffälligen Range Rover Evoque ein Tuning der anderen Art ...<br />

LESERWAHL 2014<br />

Wer wird Geländewagen des Jahres? 60<br />

FASZINATION<br />

Keine Kompromisse – Matzker Range Rover Evoque 76<br />

SERVICE<br />

Auf den Punkt gebracht – Neues Punktesystem in Flensburg 34<br />

Fahrbericht | Mercedes GLA<br />

A-Klasse höhergelegt: Ist das<br />

noch ein <strong>SUV</strong>?<br />

Vorstellung | Jeep Renegade<br />

So sehen Amerikaner die<br />

Zukunft: der Jeep Renegade.<br />

RUBRIKEN<br />

Editorial / Impressum 3<br />

Kleinanzeigen 69<br />

<strong>Vorschau</strong> 82<br />

Seite 62<br />

Praxistest | Audi A6 allroad quattro<br />

Luxus exklusiv: der Audi A6 allroad quattro im Praxistest.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 5


Messe-Neuheiten Genf<br />

mit einer StilSicheren Welt-<br />

Premiere sorgte Hyundai für<br />

Aufsehen. Das Konzeptfahrzeug<br />

Intrado zeigt nicht nur die künftige<br />

Designsprache der Koreaner, sondern<br />

verfolgt auch in Sachen Antrieb einen<br />

zukunftsträchtigen Weg. Wie bereits<br />

beim ix35 FuelCell kommt auch im<br />

Intrado eine Wasserstoff-Brennzelle<br />

mit einer leistungsstarken Lithium-<br />

Ionen-Batterie zum Einsatz.<br />

Passend dazu wurde bei der<br />

Konstruktion penibel auf das Gewicht<br />

des Intrado geachtet. So finden sich<br />

SALONfähig<br />

Klein, aber fein. Seinem Ruf, die wohl exklusivste europäische<br />

Fahrzeugmesse zu sein, wurde der Genfer Auto-Salon auch bei seiner<br />

84. Auflage wieder gerecht – mit von der Partie waren allerhand<br />

Überraschungen und Premieren aus der boomenden Welt der <strong>SUV</strong>.<br />

hYunDai: Minimalistisch schön<br />

typisch hyundai: das<br />

dominante hexagon<br />

in der Frontpartie.<br />

Klare Kanten verleihen dem<br />

intrado einen hauch von dynamik.<br />

am ganzen Fahrzeug extrem leichte<br />

und stabile Materialkombinationen<br />

(karbonverstärktes Plastik). Optisch<br />

haben die Hyundai-Entwickler ganz<br />

auf Sportlichkeit gesetzt. Besonders<br />

auffällig sind die großen Lufteinlässe<br />

unterhalb der schmalen Scheinwerfer<br />

sowie der scharf geformte Heckspoiler<br />

über den stylischen LED-<br />

Heckleuchten.<br />

Das Interieur ist bewusst puristisch<br />

gehalten. Alle wichtigen Funktionen<br />

lassen sich über wenige Schalter und<br />

Regler intuitiv bedienen. Auf drei verschiedenen<br />

Displays versorgt der<br />

Intrado den Fahrer mit den wichtigsten<br />

Informationen.<br />

❚<br />

6 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


Messe-Neuheiten Genf<br />

BMW: Familientradition<br />

Seit mehr alS zehn Jahren<br />

mischt der BMW X3 das Segment der<br />

Mittelklasse-<strong>SUV</strong> auf. Damit dies auch<br />

so bleibt, haben die Münchener ihrem<br />

Verkaufsschlager ein Facelift gegönnt.<br />

Optisch rückt der X3 so näher an das<br />

Flaggschiff der X-Modellreihe heran.<br />

Auffälligste Ähnlichkeit ist hierbei die<br />

Frontpartie mit den neu gestalteten<br />

Doppelrundscheinwerfern, die nun<br />

direkt an der BMW-typischen Niere<br />

abschließen. Im Innenraum gibt es<br />

auf Wunsch Chrom-Applikationen<br />

und schwarzen Klavierlack.<br />

Wer auf eine grobe Optik steht, kann<br />

den <strong>SUV</strong>-Charakter mit dem Ausstattungspaket<br />

xLine unterstreichen.<br />

Mit einer größeren Auswahl an<br />

Lacken und Leichtmetallfelgen lässt<br />

sich der Look des X3 zudem nach<br />

Lust und Laune individualisieren.<br />

Eine Weltpremiere gibt es auch zu<br />

feiern: Ab sofort ist ein neuer Diesel<br />

mit 190 PS erhältlich.<br />

❚<br />

der geliftete X3 ähnelt gerade an der Front seinem großen Bruder X5.<br />

MitsuBishi: Der Zukunft so nah<br />

FuturiStiSch und dennoch seriennah<br />

präsentiert sich der Mitsubishi<br />

XR-PHEV. Der Plug-in-Hybrid soll in<br />

den kommenden Jahren den ASX<br />

beerben und die Designsprache der<br />

Japaner nachhaltig prägen.<br />

Das Konzeptfahrzeug setzt auf eine<br />

Mischung aus <strong>SUV</strong> und Coupé mit<br />

Frontantrieb. Neben einem 1,1-Liter-<br />

Benziner mit 100 PS sorgt noch ein<br />

Elektroantrieb mit 163 Pferdestärken<br />

für Vortrieb.<br />

Neben dieser Europapremiere stellte<br />

Mitsubishi auch ein neues Gelände-<br />

Konzept vor, den GC-PHEV. Der 4,93<br />

Meter lange und 1,94 Meter breite<br />

Allradler wird als potenzieller<br />

Nachfolger des Pajero gehandelt.<br />

Nach aktuellen Plänen der Japaner<br />

sitzt unter der mächtigen Motorhaube<br />

ein Dreiliter-Sechszylinder-Benzinmotor<br />

mit einer Leistung von 340 PS.<br />

Für alltagstaugliche Verbräuche sollen<br />

auch hier die bereits aus dem<br />

Outlander bekannte Plug-in-<br />

Technologie sowie eine effiziente<br />

Achtgang-Automatik sorgen.<br />

❚<br />

„Der XR-PHEV<br />

zeigt die Zukunft<br />

des ASX. Noch<br />

gibt es keine konkreten<br />

Pläne,<br />

wann das<br />

Fahrzeug in<br />

Deutschland<br />

erscheinen wird.“<br />

Helmut Bauer,<br />

Bereichsleiter PR Mitsubishi Motors<br />

der Xr-PheV soll die nachfolge des Kompakt-SuV aSX antreten.<br />

Besonders mutig designt zeigt sich der Gc-PheV.<br />

suBaru: Die zweite runde<br />

BereitS auF der iaa im herBSt<br />

stellte Subaru den VIZIV (Vision for<br />

Innovation) vor, um künftige Designelemente<br />

und Technologien ins<br />

Rampenlicht zu rücken. In Genf debü-<br />

tierte nun die zweite Evolutionsstufe<br />

der Studie. Die markanten<br />

Karosserielinien standen bei dem<br />

Konzept ebenso im Fokus wie der<br />

funktional gestaltete Innenraum<br />

und die Motori sierung. Hier vereint<br />

Subaru einen 1,6-Liter-<br />

Boxer mit Benzindirekteinspritzung<br />

und drei Elektromotoren<br />

zu einem Plug-in-Hybridsystem<br />

und verzichtet selbstverständlich<br />

nicht auf einen Allradantrieb.<br />

❚<br />

nachgeschärft: mit ViziV erregte Subaru<br />

bereits 2013 auf der iaa aufsehen.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 7


Messe-Neuheiten Genf<br />

ForD: nicht nur eine Frage der größe<br />

Flaggschiff: mit dem<br />

edge erweitert Ford sein<br />

SuV-angebot in europa.<br />

mit 4,70 metern<br />

länge setzt der neue<br />

ganz auf Größe.<br />

Ford Plant GroSSeS: In Sachen<br />

<strong>SUV</strong> will Ford in den nächsten Jahren<br />

seine Modellpalette gehörig aufstocken.<br />

Neben dem Kuga und den seit<br />

diesem Jahr erhältlichen Kompakt-<br />

<strong>SUV</strong> EcoSport wagen es die<br />

Amerikaner nun auch in Europa,<br />

einen Gang zuzulegen.<br />

Das Edge Concept zeigte den<br />

Messebesuchern eindrucksvoll, wie<br />

sich Ford seinen neuen Verkaufsschlager<br />

vorstellt. Dabei ging es aber<br />

nicht nur um die stattliche Größe,<br />

sondern auch um technische<br />

Innovationen. So soll sich der Edge in<br />

Zukunft bequem per Knopfdruck einparken<br />

lassen, selbst wenn der Fahrer<br />

das Auto bereits verlassen hat. Die<br />

Kleiner ganz groß: auch im edge kommt<br />

die ecoBoost-technologie zum zuge.<br />

SSanGYonG Setzt Voll auF<br />

VariaBilitÄt. Das Konzept XLV des<br />

koreanischen Allradspezialisten will<br />

nicht nur durch optische Reize punkten.<br />

Im Inneren des „eXiting smart<br />

Lifestyle Vehicle“ präsentiert die<br />

Marke, wie sie sich ein modernes<br />

Familienfahrzeug vorstellt. Durch<br />

einen frei zwischen zweiter und dritdafür<br />

notwendigen Sensoren und<br />

Kameras helfen auch in Sachen<br />

Sicherheit: Aktuell entwickelt das<br />

Ford-Forschungszentrum in Aachen<br />

den „Pre-Collision-Assistent“, der<br />

nicht nur vor Gefahren wie herannahenden<br />

Fahrzeugen warnen, sondern<br />

auch selbstständig Ausweich manöver<br />

einleiten soll.<br />

❚<br />

teChart: nur das Beste<br />

manchmal SaGen zahlen mehr<br />

als tausend Worte: 1000 Nm<br />

Drehmoment, 460 PS und ein<br />

Topspeed von 280,7 Kilometern pro<br />

Stunde. Der Cayenne S Diesel von<br />

TECHART Automobildesign ist ein <strong>SUV</strong><br />

der absoluten Spitzenklasse. Neben<br />

der Mehrleistung von bis zu 78 PS<br />

wurde der Cayenne mit einem<br />

Aerodynamik-Kit auch optisch auf<br />

Krawall gebürstet. Jedoch ohne dabei<br />

auf Stil zu verzichten …<br />

❚<br />

„Mit einer<br />

Höchstgeschwindigkeit von<br />

280,7 km/h ist unsere<br />

Interpretation des Cayenne S<br />

Diesel das schnellste Diesel-<br />

<strong>SUV</strong> der Welt.“<br />

Bastian Schäfer<br />

PR Manager, TECHART Automobildesign<br />

Kraftpaket: der V8 im<br />

techart leistet bis zu 460 PS.<br />

SsangYong verbaut beim<br />

XlV einen hybridantrieb.<br />

ssangYong: sieben sitze müssen‘s sein<br />

ter Sitzreihe verschiebbaren Sitz<br />

beweisen die Koreaner einen hohen<br />

Sinn für Flexibilität.<br />

Auch der Luxus soll nicht zu kurz<br />

kommen. Das verbaute doppelschichtige<br />

Glasdach lässt viel Licht in den<br />

großen Innenraum strömen, kann bei<br />

Bedarf aber auch elektrisch abgedunkelt<br />

werden.<br />

❚<br />

8 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


Messe-Neuheiten Genf<br />

VolksWagen: luftig leicht<br />

mit dem KonzePt t-roc enthüllte<br />

Volkswagen in Genf den heimlichen<br />

Star der diesjährigen Messe. Sowohl<br />

Medienvertreter als auch Zuschauer<br />

scharten sich um die Neuheit auf<br />

Golf-Basis, die in Zukunft die <strong>SUV</strong>-<br />

Palette unterhalb des Bestsellers<br />

Tiguan erweitern soll.<br />

Eine Besonderheit des T-ROC sind die<br />

herausnehmbaren Dachhälften, die<br />

sich im Kofferraum verstauen lassen<br />

und so stressfrei für ein luftiges<br />

Fahrerlebnis sorgen. Angetrieben<br />

wird das Concept-Car von einem 184<br />

PS starken Turbodiesel-Direkteinspritzer,<br />

der seine Kraft an alle vier<br />

Räder schickt.<br />

Das Doppelkupplungs getriebe sowie<br />

die Bergan- und Bergabfahrhilfe verwandeln<br />

den T-ROC auch abseits der<br />

Straße in eine ernstzunehmende<br />

Spaßmaschine.<br />

❚<br />

oben ohne: das dach<br />

des t-roc lässt sich<br />

leicht abnehmen.<br />

Futuristisch geht es im<br />

t-roc-innenraum zu.<br />

einstiegsmodell: VW platziert das neue<br />

Subkompakt-SuV unter dem tiguan.<br />

nissan: linientreu<br />

daS FaceliFt BelieSS am JuKe<br />

alles Gute – zumindest optisch. Auch<br />

die überarbeitete Version des beliebten<br />

Crossover bleibt seiner einmaligen<br />

Karosserieform treu. Nissan setzt<br />

auf kleinere Erneuerungs maßnahmen,<br />

um das Käuferinteresse weiterhin<br />

hoch zu halten.<br />

Die Leuchten an Front wie Heck sind<br />

nun mit LED-Technologie erhältlich,<br />

zudem gibt es ein großes Glasdach<br />

und eine erweiterte Farbpalette mit<br />

drei neuen Lackierungen: Sunlight<br />

Yellow, Ink Blue Metallic sowie Rot.<br />

Mit dem Juke Nismo RS schickt die<br />

Motorsportabteilung von Nissan<br />

einen absoluten Spitzen sportler ins<br />

Rennen. Seine 218 PS und das<br />

Drehmoment von 280 Nm bringen<br />

den erwarteten Fahrspaß. In den<br />

2WD-Versionen sorgt ein mechanisches<br />

Sperrdifferenzial dafür, dass die<br />

ganze Kraft von den Rädern auf die<br />

Straße übertragen wird.<br />

❚<br />

Citroen: abenteuerlustig<br />

daSS eS die FranzoSen mit dem C4<br />

Cactus ernst meinen, haben sie in<br />

Genf unter Beweis gestellt. Neben<br />

der Serienversion führte Citroen<br />

auch eine geländetaugliche Variante<br />

des Cactus vor, den Aventure. Mit<br />

MT-Bereifung und einer Höherlegung<br />

wirkt der Aventure so, als würde für<br />

ihn kein Gelände eine echte<br />

Herausforderung darstellen.<br />

❚<br />

modern: neue Scheinwerfer sowie tagfahrlichter lassen den Juke frischer wirken.<br />

TexT:<br />

Bastian Hambalgo<br />

FoTos:<br />

Julian Hoffmann<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 9


NEWS Automobil<br />

App des Monats<br />

GEMEINSAM<br />

geht’s leichter!<br />

In Zeiten von Facebook,<br />

Xing und Twitter verwundert<br />

es nicht, dass inzwischen<br />

sogar schon Navigations<br />

systeme auf den Faktor<br />

Gemeinschaft setzen. So<br />

auch Waze. Die Nutzer der<br />

Verkehrs- und Navigationsapp<br />

stellen anderen Community-<br />

Nutzern wichtige Information<br />

en zum aktuellen Verkehrsfluss<br />

bereit und helfen so,<br />

Staus zu umfahren, Gefahrenstellen<br />

zu melden und die<br />

günstigsten Tankstellen der<br />

Stadt zu finden. Alle Mitglieder<br />

der Waze-Community<br />

können zudem aktiv Gefahr<br />

en, Unfälle oder Polizeikontrollen<br />

melden und so für<br />

noch mehr Sicherheit im<br />

Straßen verkehr sorgen. Sie<br />

fühlen sich angesprochen<br />

und möchten auch Teil der<br />

Gemeinschaft werden? Kein<br />

Problem. Waze gibt es für alle<br />

gängigen Smartphones – und<br />

das kostenlos.<br />

SYSTEM: iOS, Android<br />

PREIS: kostenlos<br />

INFO: www.waze.com<br />

VOLKSWAGEN MACHT MIT DER ERWEITERUNG SEI-<br />

NER <strong>SUV</strong>-PALETTE ERNST. Neben der Studie T-Roc<br />

präsentieren die Wolfsburger jetzt auch die weiterentwickelte<br />

Version der Studie Taigun. Gegenüber dem<br />

ersten Konzept besitzt das <strong>SUV</strong> nun eine komplett neu<br />

gestaltete Heckpartie samt außen liegendem<br />

➔ Volkswagen<br />

➔ Renault<br />

Lifestyle trifft <strong>SUV</strong>: das Kwid Concept<br />

mit ausgeprägtem Offroad-Look.<br />

Die dunkle Seite der Macht<br />

FIAT BIETET AB SOFORT SEINEN SIEBENSITZIGEN<br />

FREEMONT ALS SONDERMODELL „BLACK CODE“ AN.<br />

In dieser ganz speziellen Variante erhalten die Kunden eine<br />

Vielzahl schwarzer Designelemente wie Leichtmetallfelgen,<br />

Außenspiegel-Abdeckkappen, Kühlergrill, Seitenschweller,<br />

Dachreling und Unterfahrschutz. Auf Wunsch lässt sich mit<br />

schwarzem Leder das farbliche Konzept auch im Innenraum<br />

problemlos fortsetzen. Den Freemont „Black Code“ gibt es<br />

ab 33390 Euro mit einem einmaligen Preisvorteil von bis zu<br />

17 Prozent. ❚<br />

➔ Fiat<br />

Reserverad. Das grundlegende Antriebskonzept wurde<br />

seit der Weltpremiere im vergangenen Jahr nicht verändert.<br />

VW setzt weiterhin auf einen 1,0-Liter-TSI-Benziner<br />

mit 110 PS. Der effiziente Dreizylinder mit<br />

Direkteinspritzung und Turboaufladung soll kombiniert<br />

nur 4,7 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. ❚<br />

www.volkswagen.de<br />

Konzept mit WEITBLICK<br />

DIREKT AUS DER ZUKUNFT scheint das Kwid Concept des<br />

französischen Automobilherstellers Renault zu kommen. Die 3,6<br />

Meter lange Mischung aus Beach-Buggy und Lifestyle-Fahrzeug<br />

mit Offroad-Optik verfügt nicht nur über ein modernes Outfit,<br />

sondern trumpft mit einem ganz besonderen Feature auf: Den<br />

Kwid soll es serienmäßig mit einem kleinen Flugroboter geben,<br />

der vorausschauendes Fahren in einer neuen Dimension ermöglicht.<br />

Staus, Unfälle und Gefahrenstellen auf der geplanten Route<br />

erkennt dieser Roboter frühzeitig und kann so die Insassen vor<br />

einem langen Stau bewahren.<br />

❚<br />

www.renault.de<br />

www.fiat.de<br />

10 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


UNGLEICHE<br />

GESCHWISTER<br />

NEWS Automobil<br />

BMW SETZT IN DEN KOMMENDEN JAHREN AUF EINEN KONSE-<br />

QUENTEN AUSBAU SEINER <strong>SUV</strong>-PALETTE. Motiviert durch den<br />

überraschenden Erfolg mit dem X6 legen die Münchener nun in diesem<br />

Bereich nach und bringen mit dem X4 die zweite Mischung aus<br />

Coupé und <strong>SUV</strong> der Marke auf den deutschen Markt. Die Plattform für<br />

den modernen Allradler liefert der Konzernbruder X3, auch die insge-<br />

➔ BMW<br />

samt sechs Motorisierungen (je drei Diesel und Benziner) werden von<br />

ihm übernommen. Optisch setzt der X4 durch seine stark abfallende<br />

Dachlinie und die breiten Lufteinlässe vorne ganz auf Dynamik. Mit<br />

dem richtigen Griff ins Motorenregal (maximal 313 PS mit den 35isowie<br />

35d-Motoren) sollte sich diese Optik ohne Probleme auf die<br />

Straße brennen lassen.<br />

❚<br />

www.bmw.de<br />

Spikes eingefahren:<br />

Asphaltschonende Haftung<br />

GRIP AUF<br />

KNOPFDRUCK<br />

Spikes ausgefahren:<br />

Idealer Halt auf Eis und Schnee<br />

DER FINNISCHE REIFENHERSTELLER NOKIAN BRINGT DIE WELT<br />

DER SCHWARZEN WALZEN ORDENTLICH INS WANKEN. Nach<br />

Unternehmensangaben arbeiten die Finnen derzeit an einem<br />

Winterreifen mit auf Knopfdruck ausfahrbaren Spikes. Der Konzept-<br />

Reifen hat die Lauffläche des neuen Hakkapeliitta 8 <strong>SUV</strong> und soll 150<br />

Spikes pro Reifen besitzen. Weitere technische Einzelheiten will der<br />

Reifenhersteller noch nicht preisgeben. Bis zur Serienreife der Pneu-<br />

Innovation können allerdings noch einige Jahre vergehen.<br />

❚<br />

➔ Nokian<br />

www.nokiantyres.de<br />

Hoch hinaus<br />

WER DIE GELÄNDEWAGEN-GENE SEINES MODERNEN <strong>SUV</strong> ZUM<br />

LEBEN ERWECKEN MÖCHTE, IST BEI EIBACH RICHTIG AUFGEHO-<br />

BEN. Mit den neu entwickelten Höherlegungssätzen namens Pro-Lift-Kit<br />

betont Eibach nicht nur die Offroad-Talente der Fahrzeuge, sondern sorgt<br />

auch für eine überzeugende<br />

Performance auf der Straße.<br />

Mit dem Pro-Lift-Kit ist eine<br />

maximale Steigerung der<br />

Bodenfreiheit um bis zu 30 mm<br />

möglich – selbstverständlich<br />

inklusive TÜV-Gutachten. ❚<br />

➔ Eibach<br />

www.eibach.de<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 11


Service Reifen<br />

➡ PORTRÄT: GENERAL TIRE<br />

Mit dem Grabber hat der US-amerikanische Reifenhersteller General Tire eine der umfangreichsten Baureihen<br />

für Geländewagen-Gummis im Programm. Ihren legendären Ruf erlangten diese Offroad-Pneus durch die Vielzahl<br />

von Rennsiegen, die mit ihnen im Mutterland aller Offroad-Rallyes – den USA – eingefahren worden sind.<br />

>>> SiCherheiTSindiKaToren aM Grabber GT<br />

der „replacement tire<br />

monitor“ (rtm) auf dem<br />

Reifenprofil des Grabber GT<br />

zeigt an, wann ein Reifenwechsel<br />

fällig ist: Am Ende<br />

der Laufleistung wechselt der<br />

Schriftzug „Replacement Tire<br />

Monitor“ auf „Replace Tire“.<br />

OFFROAD-<br />

SPEZIALISTEN<br />

als William F. o´neil mit seinem partner<br />

Winfred e. Fouse am 29. september<br />

1915 die General Tire and rubber<br />

company in acron (ohio) gründete,<br />

konnte er wohl kaum ahnen, dass aus<br />

seiner Firma im Laufe der nächsten einhundert<br />

Jahre die Nummer eins der<br />

amerikanischen Offroadreifen-Hersteller<br />

werden würde. Egal ob Rubicon Trail oder<br />

Baja California: In den USA ist kein<br />

Hardcoregeländewagen-Event ohne die<br />

Grobstoller aus Fort Mill – dem heutigen<br />

Firmensitz von General Tire – denkbar.<br />

Doch der Weg bis hierhin war ein steiniger,<br />

schließlich kämpften Anfang des letzten<br />

Jahrhunderts über 300 Reifenhersteller<br />

um die Gunst der amerikanischen Autound<br />

Motorradfahrer. Wer sich am Markt<br />

etablieren wollte, musste Innovationen<br />

bringen – und davon weist die Firmengeschichte<br />

von General Tire einige auf: Von<br />

den ersten Niederdruck-Ballonreifen im<br />

Jahr 1931 über die Erfindung der „Carbon<br />

Black“-Gummimischung (mit industriell<br />

hergestelltem Ruß) 1943 bis hin zur Entwicklung<br />

des synthetischen Kautschucks,<br />

dessen Patentanmeldung auf das Jahr<br />

1960 datiert. Der Erfolg ließ nicht auf sich<br />

warten und bereits 1981 konnte General<br />

Tire weltweit einen Umsatz von 885<br />

Millionen US-Dollar erzielen – was einem<br />

Weltmarktanteil von knapp drei Prozent<br />

entsprach. Im gleichen Zeitraum wollte<br />

der deutsche Reifenhersteller Continental<br />

auf dem US-Markt expandieren. So<br />

schlossen die Hannoveraner im Oktober<br />

1982 einen Kooperationsvertrag mit General<br />

Tire, der die Produktion von einer<br />

halben Million Reifen jährlich in den USA<br />

vorsah. Die Zusammenarbeit der beiden<br />

der „Visual alignment indicator“<br />

(Vai) des Grabber GT<br />

zeigt die richtige Spureinstellung<br />

an: Innerhalb der ersten tausend<br />

Kilometer zeigt das synchrone<br />

Verschwinden der Indikatoren<br />

einen gleichmäßigen Reifenabrieb<br />

an. Nutzen sich die<br />

„VAIs” nicht gleichzeitig ab, ist<br />

das ein Zeichen für unregelmäßigen<br />

Reifenabrieb.<br />

Grabber GT<br />

Grabber MT<br />

Grabber aT<br />

(hTp)<br />

Grabber aT2<br />

NameNs-BedeutuNg:<br />

Gran Turismo<br />

Mud Trac<br />

All Terrain (High Tech Performance)<br />

All Terrain<br />

Charakteristik:<br />

komfortoptimierter Straßenreifen<br />

Geländereifen<br />

gemischter Straßen- und Geländeeinsatz<br />

gemischter Straßen- und Geländeeinsatz<br />

eiNsatzspektrum:<br />

10 % Gelände / 90 % Straße<br />

90 % Gelände / 10 % Straße<br />

50 % Gelände / 50 % Straße<br />

50 % Gelände / 50 % Straße<br />

grösseN:<br />

15 bis 21 Zoll<br />

15 und 16 Zoll<br />

15 bis 20 Zoll<br />

15 bis 20 Zoll<br />

gesChwiNdigkeitsiNdex:<br />

T (190 km/h) bis Y (300 km/h)<br />

Q (160 km/h)<br />

Q (160 km/h) bis H (210 km/h)<br />

Q (160 km/h) bis H (210 km/h)<br />

max. LastiNdex:<br />

bis Li 114 (1180 kg)<br />

bis Li 123 (1550 kg)<br />

bis Li 127 (1750 kg)<br />

bis Li 123 (1650 kg)<br />

reiNforCed:<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

m+s-keNNzeiChNuNg:<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

BesoNderheiteN:<br />

rund 50 verschiedene Größen, asym-<br />

nur vier Größen, darunter aber auch<br />

über 40 verschiedene Größen,<br />

40 verschiedene Größen, 19 Dimen-<br />

metrisches und laufrichtungsgebunde-<br />

31x10,5 R 15 und 33x12,5 R 15, bis<br />

2011 mit dem OFF ROAD-Redaktions-<br />

sionen mit Schneeflockensymbol<br />

nes Profil, auch für leistungsstarke Ge-<br />

Loadindex 123 (1550 kg), Profil und<br />

sonderpreis „Bester 4x4-Reifen“ aus-<br />

ländewagen/<strong>SUV</strong> geeignet, bis Speed-<br />

Reifenaufbau für extremen Gelände-<br />

gezeichnet<br />

index Y (300 km/h), Sicherheitsindikato-<br />

einsatz, Siegerreifen bei den German<br />

ren RTM und VAI (siehe Kasten oben)<br />

Offroad Masters 2013<br />

12 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Service Gebrauchtwagenverkauf<br />

Reifenhersteller lief offenbar so gut, dass<br />

Conti Anfang 1987 ein Übernahmeangebot<br />

für General Tire machte, das schließlich<br />

am 30. Oktober des gleichen Jahres<br />

zum Kauf von General Tire durch Continental<br />

führte. Seitdem arbeiten beide<br />

Hersteller bei der Reifenentwicklung und<br />

-herstellung eng zusammen.<br />

General Tire in DeuTschlanD<br />

Heute hat General Tire eine komplette<br />

Produktpalette an Pkw-, Geländewagenund<br />

Industriereifen im Programm, die<br />

über verschiedene Vertriebswege auch<br />

in Europa zu den Kunden kommen. Während<br />

sich in Italien beispielsweise die<br />

dortige Landesvertretung von Continental<br />

um den Vertrieb der Reifen von<br />

General Tire kümmert, fungiert in<br />

Deutschland bereits seit 1971 die Firma<br />

Gummi Hasenkrug als Importeur. Der<br />

Schwerpunkt dieses 1928 gegründeten<br />

Traditionsunternehmens liegt auf dem<br />

Vertrieb des Offroadreifen-Programms<br />

von General Tire – wenngleich es mit rund<br />

35 Mitarbeitern auch einen Reifen-Shop<br />

und einen Bosch-Dienst in Bremerhaven<br />

betreibt. Am Standort mit Europas<br />

größtem Autoterminal ist Gummi Hasenkrug<br />

auch der schnelle Umrüster vor Ort:<br />

Viele Import-Fahrzeuge werden vor ihrer<br />

Weiterreise gleich hier umgerüstet.<br />

Im umfangreichen Modellprogramm von<br />

General Tire findet sich für jeden Geländewagen<br />

und jedes <strong>SUV</strong> der geeignete<br />

Reifen – für den vorwiegenden Straßeneinsatz<br />

bis hin zum Wettbewerbsreifen.<br />

Auf leistungskräftigen <strong>SUV</strong> montiert, kann<br />

beispielsweise der Grabber GT seine<br />

Stärken ausspielen: Ihn gibt es in rund 50<br />

verschiedenen Größen und bis hin zum<br />

Geschwindigkeitsindex von Tempo 300.<br />

Bei den All-Terrain-Reifen hat General Tire<br />

gleich mehrere Eisen im Feuer wie den<br />

legendären Grabber AT2 und den neuen<br />

Performance Offroad-Reifen Grabber AT<br />

(HTP). Für den Hard Core Geländeeinsatz<br />

ist der Grabber MT zuständig, der mit<br />

seinem Extremprofil ein wirklicher MT ist.<br />

Zwischen den Extremen gibt es innerhalb<br />

der Grabber-Baureihe noch eine Vielzahl<br />

von Profilschnittten für den gemischten<br />

Einsatz (Straße/Gelände). Da praktisch<br />

alle Grabber-Reifen über eine M+S-Kennzeichnung<br />

verfügen, können sie als<br />

Ganzjahresreifen genutzt werden, für<br />

verschärften Wintereinsatz findet sich mit<br />

dem Grabber Snow aber auch ein echter<br />

Winterreifen im Offroadreifen-Portfolio<br />

von General Tire.<br />

sporTlicher ruhm<br />

Ihre Qualitäten im härtesten Offroad-Einsatz<br />

haben die General Tire-Reifen auf<br />

einer Vielzahl von Geländerallyes weltweit<br />

bewiesen (Mitsu-bishi-Cup, El Chott, München-Marrakesch<br />

etc.) und sich durch ihre<br />

dort erzielten Erfolge einen legendären<br />

Ruf erworben. Entsprechend ausgeprägt<br />

ist das sportliche Engagement der Marke:<br />

Unter dem Label „Team GT“ sponsert<br />

General Tire beispielsweise Teams der<br />

BITD-Serie (Best In The Desert) und unterstützt<br />

darüber hinaus auch Privatfahrer<br />

verschiedenster Veranstaltungsserien.<br />

In Deutschland engagiert sich General<br />

Tire bei der GORM. Im Rahmen der Essen<br />

Motor Show im Dezember letzten Jahres<br />

bestätigte Gummi Hasenkrug das weitere<br />

Sponsoring der GORM für 2014: „Im<br />

kommenden Jahr werden General Tire<br />

und Gummi Hasenkrug als Exklusivimporteur<br />

von General Tire 4x4-Reifen<br />

weiterhin die Deutsche Offroadmeisterschaft<br />

GORM (German Off Road Masters)<br />

unterstützen.“ Im vergangenen Jahr<br />

fungierten beide erstmals als Sponsoren<br />

dieser Serie, und weil sich die Zusammenarbeit<br />

als sehr erfolgreich erwiesen<br />

hat, will man sie auch für die Saison 2014<br />

fortsetzen.<br />

❚<br />

TexT: Theo Gerstl<br />

FoTos: General Tire<br />

Grabber hTS<br />

Grabber Tr<br />

Grabber hp<br />

Grabber SUper<br />

all Grip radial<br />

Grabber<br />

Snow<br />

High Traction Street<br />

Traktionsreifen<br />

High Performance<br />

Radial bedeutet: Gürtelreifen<br />

Winterspezialist<br />

vorwiegend Straße / leichtes Gelände<br />

gemischter Straßen- und Geländeeinsatz<br />

Straßenreifen für kleinere <strong>SUV</strong> / GW<br />

Allroundreifen im Format 7,5 R 16<br />

Winterreifen<br />

20 % Gelände / 80 % Straße<br />

40 % Gelände / 60 % Straße<br />

10 % Gelände / 90 % Straße<br />

40 % Gelände / 60 % Straße<br />

100 % Straße<br />

15 bis 17 Zoll<br />

15 bis 17 Zoll<br />

15 Zoll<br />

16 Zoll<br />

15 bis 19 Zoll<br />

Q (160 km/h) bis H (210 km/h)<br />

Q (160 km/h) bis H (210 km/h)<br />

T (190 km/h) bis H (210 km/h)<br />

N (140 km/h)<br />

T (190 km/h) bis V (240 km/h)<br />

bis Li 125 (1650 kg)<br />

bis Li 120 (1400 kg)<br />

bis Li 107 (975 kg)<br />

bis Li 112 (1120 kg)<br />

bis Li 109 (1030 kg)<br />

ja<br />

ja<br />

nein<br />

nein<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

ja<br />

nein<br />

ja + Schneeflockensymbol<br />

Ganzjahresreifen speziell für <strong>SUV</strong> und<br />

Ganzjahresreifen für den gemischten<br />

nur in 15 Zoll lieferbar, speziell für<br />

Schlauchreifen im Format 7,5 R 16 für<br />

Winterreifen für Allradfahrzeuge<br />

für überwiegenden Straßeneinsatz,<br />

Einsatz auf der Straße und im Gelän-<br />

kleinere <strong>SUV</strong> geeignet, Dimensionen<br />

Landy & Co.<br />

mit asymmetrischem Profil und<br />

bis Loadindex 125 (1650 kg), wurde bei<br />

de, der Schotterspezialist<br />

für die Umbereifung von 4x4-Oldies<br />

Silica-Mischung<br />

Erscheinen als „Bester <strong>SUV</strong>-Ganz-<br />

(235/60 R 15, 255/60 R 15, 275/60 R 15).<br />

jahresreifen“ ausgezeichnet<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 13


Vorstellung Jeep Renegade<br />

<strong>SUV</strong> <strong>MAGAZIN</strong> Vorstellung<br />

Renegade<br />

Jüngst präsentierte die amerikanische<br />

Traditionsmarke ihr erstes subkompaktes<br />

<strong>SUV</strong>. Wir haben den kleinen Jeep<br />

selbstverständlich gleich mal in<br />

Augenschein genommen.<br />

auf den namen Renegade höRt<br />

eR also, deR Kleine. Damit hat das<br />

Rätselraten ein Ende. Lange stand<br />

„Jeepster“ hoch im Kurs – nach dem<br />

ersten, von 1948 bis 1950 gebauten<br />

Spaßfahrzeug der Marke – dem aber<br />

nur ein sehr mäßiger Erfolg zuteil<br />

wurde. Nur knapp 19 000 Fahrzeuge<br />

verließen seinerzeit das Werk. Der<br />

Renegade soll aber natürlich ein<br />

Verkaufserfolg werden. Um das zu<br />

gewährleisten, hat man der<br />

Designabteilung weitestgehend freie<br />

Hand gelassen. Frisch und jugendlich<br />

sollte der Jeep daherkommen, dazu<br />

freizeitaktiv und ein wenig verspielt,<br />

genau wie die angepeilte Zielgruppe.<br />

Vieles wurde ausprobiert, wie wir<br />

erfahren haben, und ebenso vieles<br />

wieder verworfen. Geblieben ist ein<br />

kompaktes <strong>SUV</strong> mit viel Mut zur<br />

Kante, geraden Karosserieabschlüssen<br />

und großen Fensterflächen<br />

für optimale Übersichtlichkeit.<br />

unveRwechselbaR ein Jeep<br />

Das Exterieurdesign weist den<br />

Renegade eindeutig als Angehörigen<br />

der Kultmarke aus: Runde<br />

Leuchteinheiten und der typische<br />

14 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Vorstellung Jeep Renegade<br />

>>> InterIeur-CHeCK: Durchgestyltes raumwunder<br />

Verspielte Details<br />

das cockpit wirkt<br />

übersichtlich,<br />

die Kopffreiheit<br />

überrascht.<br />

Im Interieur findet man<br />

überall kleine<br />

Designelemente, die sich,<br />

in Wagenfarbe lackiert,<br />

deutlich absetzen oder auf<br />

die Tradition des<br />

Geländewagenherstellers<br />

hinweisen. Immer wieder<br />

stößt man auf außergewöhnliche<br />

Kleinigkeiten wie<br />

den einer Schlammpfütze<br />

nachempfundenen roten<br />

Bereich des Drehzahlmessers<br />

oder die kleine<br />

topografische Karte als<br />

Gummieinlage in der<br />

Mittelkonsole. Wie beim<br />

Wrangler bekommt der<br />

Beifahrer einen Haltegriff,<br />

an dem er sich bei allzu<br />

heftigen Geländefahrten<br />

festkrallen kann.<br />

Kleine details erinnern überall an die<br />

geschichtsträchtige marke.<br />

das Zf-neunganggetriebe wird für die 4x4-varianten<br />

verfügbar sein. beim trailhawk wird es serie.<br />

Über den terrain-selec-drehregler kann man beim<br />

4x4 aus mindestens vier fahrprogrammen wählen.<br />

Jeepgrill mit seinen sieben vertikalen<br />

Lüftungsöffnungen dominieren die<br />

Front, am Heck gibt es Scheinwerfer<br />

in Kreuzoptik mit Willys­Details. Zwei<br />

Dachkonfigurationen werden angeboten.<br />

Das sogenannte My­Sky­Dach<br />

besteht aus zwei Elementen. Je nach<br />

Kundenwunsch sind diese elektrisch<br />

verstell­ oder komplett herausnehmbar.<br />

Die Platten finden dann im<br />

Kofferraum Platz.<br />

Gerade einmal 4,23 Meter lang ist<br />

der Renegade, dabei aber stolze 1,69<br />

hoch. Die Rundumsicht, die lediglich<br />

durch die breite, nach hinten ansteigende<br />

C­Säule begrenzt wird, ist hervorragend.<br />

Trotz seiner geringen<br />

Abmessungen verfügt der Wagen<br />

über erstaunlich viel Platz. Der<br />

Laderaum fasst bis zu 1440 Liter und<br />

in beiden Sitzreihen steht mehr als<br />

ein Meter Kopffreiheit zur Verfügung.<br />

fÜR stadt und gelände<br />

Sowohl im urbanen Raum als auch im<br />

Dreck soll sich der Renegade gleichermaßen<br />

bewähren. Dazu stehen –<br />

neben dem ebenfalls verfügbaren<br />

reinen Frontantrieb – zwei Allradsysteme<br />

zur Wahl. Grundsätzlich werden<br />

bei beiden Active­Drive­Systemen<br />

die Hinterräder nur bei Bedarf mit<br />

Kraft beschickt. Um möglichst wenig<br />

Kraftstoff zu verbrauchen, wird der<br />

hintere Antriebsstrang wenn möglich<br />

komplett abgetrennt und die<br />

Kurbelwelle nach hinten stillgelegt.<br />

Die geländeoptimierte Trailhawk­<br />

Variante mit geänderter Karosserie<br />

und anderen Rädern kann zudem mit<br />

einer Art Reduktion aufwarten –<br />

wodurch sich die Gesamtübersetzung<br />

des Renegade auf 20:1 verkürzt.<br />

Dank der geänderten Front­ und<br />

Heckschürze verbessern sich die<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 15


Vorstellung Jeep Renegade<br />

>>> exterIeur-CHeCK: Geradlinig mit Mut zur Kante<br />

Technische Daten<br />

Motoren<br />

1.4 Multiair: 4­Zyl.­Reihenmotor, vorn quer,<br />

16 Ventile, eine oben liegende Nocken welle<br />

Leistung 138/168 PS (103/125 kW)<br />

bei 5000­5500/min<br />

Drehmoment<br />

230/250 Nm<br />

ab 1750/ab 2500/min<br />

Hubraum 1368 cm 3<br />

aufladung<br />

–/Turbo<br />

Gemischaufbereitung<br />

MPI<br />

die bodenfreiheit reicht von<br />

170 mm beim 4x2 bis zu<br />

220 mm beim trailhawk.<br />

1.6 Multijet: 4­Zyl.­Reihenmotor, vorn quer,<br />

16 Ventile, zwei oben liegende Nocken wellen<br />

Leistung<br />

118 PS (88 kW)<br />

bei 4000/min<br />

Drehmoment<br />

320 Nm<br />

ab 1750/min<br />

Hubraum 1598 cm 3<br />

aufladung Turbo, Ladeluftkühler<br />

Gemischaufbereitung Common­Rail­DI<br />

2.0 Multijet: 4­Zyl.­Reihenmotor, vorn quer,<br />

16 Ventile, zwei oben liegende Nocken wellen<br />

die heckleuchten im X-design tragen einen<br />

willys-Kühlergrill im glas.<br />

Fahrzeugwinkel auf 30,5 Grad vorne<br />

und 34,3 Grad hinten, der<br />

Rampenwinkel beträgt 25,7 Grad. Die<br />

maximale Bodenfreiheit ist mit 220<br />

Millimetern akzeptabel.<br />

Bei allen 4x4­Varianten können via<br />

Drehregler in der Mittelkonsole vier –<br />

beim Trailhawk sogar fünf – verschiedene<br />

Fahrprogramme ausgewählt<br />

werden, die für alle möglichen<br />

Untergründe optimiert sind.<br />

Normalerweise ist man im Auto­<br />

Modus unterwegs. Wählbar sind darüber<br />

hinaus Programme für Schnee,<br />

Sport, Schlamm und Felsen.<br />

die großen fensterflächen verbessern die Rundumsicht. der<br />

gerade heckabschluss begünstigt das laderaumvolumen.<br />

die beiden dachelemente<br />

des Renegade lassen sich<br />

komplett herausnehmen.<br />

vielfalt<br />

In Europa wird es acht verschiedene<br />

Getriebe­ und Antriebskombinationen<br />

geben. Einstiegsbenziner wird ein<br />

1,6­Liter­Vierzylinder mit 108 PS<br />

Leistung. Dazu gibt es zwei 1,4­Liter­<br />

Multiair­Aggregate, die 138 PS<br />

(Sauger) beziehungsweise 168 PS<br />

(Turbo) leisten. Bei den Dieseln<br />

bildet ein ebenfalls 1,6 Liter großes<br />

Aggregat mit 118 PS den Anfang.<br />

Zwei Versionen des 2­Liter­Multijet<br />

mit 138 oder 167 PS runden das<br />

Angebot ab. Neben Fünf­ und<br />

Sechsgang­Schaltgetrieben bietet<br />

Jeep ein Sechsgang­Doppel kupplungsgetriebe<br />

für die frontangetriebene<br />

Variante des Turbobenziners und erstmals<br />

in der Kompaktklasse den<br />

ZF­Neun stufen automaten für die<br />

Allrad varianten des stärksten<br />

Benziners und die beiden 2­Liter­<br />

Topdiesel.<br />

❚<br />

TexT: Marc Ziegler<br />

FoTos: Jeep<br />

Leistung 138/167 PS (103/124 kW)<br />

bei 5000/min<br />

Drehmoment<br />

350 Nm<br />

bei 1500/ab 1750/min<br />

Hubraum 1956 cm 3<br />

aufladung Turbo, Ladeluftkühler<br />

Gemischaufbereitung Common­Rail­DI<br />

KRaftÜbeRtRagung<br />

Frontantrieb oder automatisch zuschaltender<br />

Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter<br />

Lamellenkupplung (bei Trailhawk: zweistufiges<br />

VG), Kraftverteilung v/h: 100/0­<br />

50/50, Fünf­ oder Sechsgang­Schaltgetriebe,<br />

Sechsgang­DSG (nur 1,4 Multiair 4x2),<br />

Neungang­Automatik getriebe (nur 4x4)<br />

abmessungen/gewicht<br />

länge<br />

4232 mm<br />

Breite<br />

1804 mm<br />

Höhe<br />

1689 mm<br />

radstand<br />

2570 mm<br />

Wendekreis<br />

11,1 m<br />

leergewicht<br />

1505­1540 kg<br />

Gepäckraum (min-max) 525­1440 L<br />

Fazit<br />

Jugendlichkeit, frisches Design<br />

und Features wie die herausnehmbaren<br />

Dachelemente überzeugen<br />

uns schon mal. Der<br />

Trailhawk mit seiner veränderten<br />

Karos serie gefällt auf Anhieb. Wir<br />

freuen uns auf den Mini­Jeep.<br />

16 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Ein Subaru ist immer das,<br />

was man daraus macht.<br />

3.000,– €<br />

sparen<br />

bei Eintausch eines<br />

Gebrauchtwagens 1<br />

Weltgrößter Allrad-PKW-Hersteller<br />

Dank permanentem Allradantrieb überzeugen<br />

sie bei Wind und Wetter und jedem Unter-<br />

grund: der Subaru XV, Forester und Outback<br />

mit 5-Jahre-Vollgarantie bis 160.000 km*.<br />

Sparen können Sie auch bei den Modellen Subaru BRZ, Impreza und Legacy.<br />

Überzeugen Sie sich bei einer Probefahrt.<br />

Der Subaru Forester<br />

und der Subaru XV<br />

erreichten fünf Sterne<br />

im Euro NCAP Crashtest.<br />

Kraftstoffverbrauch (l/100 km) kombiniert: 8,5 bis 5,5. CO 2<br />

-Emission (g/km) kombiniert: 197 bis 136.<br />

Abbildungen enthalten Sonderausstattung.<br />

* Die gesetzlichen Rechte des Käufers bleiben daneben uneingeschränkt bestehen.<br />

1<br />

Die Aktion gilt vom 01.04.2014 bis 30.06.2014 (bei Neuwagen gilt das Kauf- und Erstzulassungsdatum, bei Vorführwagen gilt das Kauf- und<br />

Besitzumschreibungsdatum auf den Endkunden im Aktionszeitraum) in Verbindung mit dem Kauf eines aktuellen Subaru Modells (Neu- oder<br />

Vorführwagen) mit Ausnahme der Modelle Trezia und WRX STI und gleichzeitiger Inzahlungnahme eines Gebrauchten bei teilnehmenden Subaru<br />

Partnern. Die Aktion wird gemeinsam von der SUBARU Deutschland GmbH und den teilnehmenden Subaru Partnern getragen. Diese Angebote<br />

sind nicht mit anderen Aktionen der SUBARU Deutschland GmbH kombinierbar. Detailinformationen erhalten Sie bei Ihrem teilnehmenden<br />

Subaru Partner oder unter www.subaru.de.<br />

Je nach Modell:<br />

• Permanenter Allradantrieb AWD<br />

• Sparsame SUBARU BOXER-Benzinoder<br />

-Dieselmotoren<br />

• Lineartronic Automatikgetriebe<br />

• Allrad-Assistenzsystem „X-Mode“<br />

• Berg-Anfahrhilfe<br />

• Bodenfreiheit<br />

bis zu 220 mm<br />

• Automatische Niveauregulierung<br />

• Anhängelast bis zu 2.000 kg<br />

• Stop & Go-Startautomatik<br />

• Gespann-Stabilisierungssystem<br />

www.subaru.de


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

18 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

<strong>SUV</strong> MAGAZiN Titeltest<br />

Streich<br />

Seit seinem Erscheinen im Jahr 2010 hat der <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> die<br />

<strong>SUV</strong>-Welt mit seinem Preis-Leistungs-Konzept völlig auf den<br />

Kopf gestellt. Mit dem kürzlich eingeführten Facelift packen die<br />

Rumänen noch eine Sensation drauf und spendieren dem Kraxler<br />

mehr Ausstattung und Wertigkeit bei gleichbleibenden Preisen.<br />

Wird der Neue den Erfolg seines Vorgängers übertreffen?<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 19


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

<strong>SUV</strong> MAGAZiN Titeltest<br />

w Im DetaIl: außen-Design<br />

detaIlverlIebt: die<br />

dachreling mit dem<br />

schriftzug „duster“ ist ab<br />

der zweiten ausstattung<br />

„Ice“ serie. der neu<br />

gestaltete Kühlergrill verleiht<br />

dem dacia schick.<br />

erFrIschungsKur: die<br />

rückleuchten wurden nur<br />

dezent verändert, die<br />

scheinwerfer deutlich überarbeitet<br />

und mit halogentagfahrlicht<br />

ausgestattet.<br />

In der Formel 1 hat renault<br />

derzeIt eInen schweren stand.<br />

Es gilt, nach dem verpatzten ersten<br />

Rennen Vettels, den Ruf als zuverlässiger<br />

Motorenbauer zu verteidigen.<br />

In anderen Bereichen läuft es für die<br />

Franzosen besser. Zum Beispiel bei<br />

ihrer Firmentochter <strong>Dacia</strong>, die sie<br />

seit 1967 kontinuierlich aufbauen.<br />

Der große Erfolg der rumänischen<br />

Marke hat zwar über 43 Jahre auf<br />

sich warten lassen, schlug aber 2010<br />

mit der Vorstellung des <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong><br />

ein wie eine Bombe. Das Preis-<br />

Leistungs-Konzept kam in ganz<br />

Europa, besonders aber bei deutschen<br />

Kunden sehr gut an. So gut,<br />

dass der robuste Kletterer über<br />

Das Cockpit macht schon beim einsteigen einen wertigeren eindruck.<br />

seine ersten drei Produktionsjahre<br />

kaum was an Verkäufen einbüßte.<br />

Dennoch präsentiert uns <strong>Dacia</strong> keine<br />

vier Jahre später ein Facelift, das<br />

weit mehr positive Verän derungen<br />

mit sich bringt, als der erste Blick<br />

offenbart.<br />

Blech wurde dafür keines angefasst.<br />

Die äußeren optischen Neuerungen<br />

beschränken sich auf einen wertiger<br />

erscheinenden Kühlergrill sowie auf<br />

geänderte Rück leuchten und<br />

Scheinwerfer. Letztere sind jetzt<br />

gesetzeskonform mit Halogen-<br />

Tagfahrlicht ausgestattet und stehen<br />

ihm wirklich gut zu Gesicht.<br />

Die großen Veränderungen jedoch<br />

vollzogen sich im Innenraum und<br />

w Im DetaIl: Komfort<br />

Up to date<br />

Der etwas ungünstig angebrachte<br />

Bedienhebel hinter dem<br />

Lenkrad steuert die Medienlaut<br />

stärke und das Telefon.<br />

Entspannt cruisen<br />

Für 350 Euro Aufpreis gibt es<br />

jetzt (ab der Lauréate-<br />

Ausstattung) einen Tempomaten<br />

samt Rückfahr warner.<br />

20 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

w Im DetaIl: Der zwangsbeatmete Diesel<br />

Turbodiesel<br />

DCI 90<br />

der einstiegsdiesel dci 90 schöpft 90 Ps aus 1,5 litern hubraum. er entwickelt<br />

ein maximales drehmoment von 200 nm und verbraucht im drittelmix 4,2 liter<br />

diesel. Im gegensatz zu seinem größeren bruder dci 110 ist er nur in verbindung<br />

mit einer Fünfgang-schaltung, nicht jedoch mit allrad erhältlich. die Preise starten<br />

bei 13 890 euro.<br />

DCI 110<br />

der dci 110 ist das beliebteste und meistverkaufte aggregat beim dacia duster.<br />

es basiert auf demselben motorblock wie sein kleiner bruder, schöpft aber 110<br />

Ps aus 1,5 litern hubraum und ist mit dem automatisch zuschaltenden allrad<br />

koppelbar. zudem kommt serienmäßig eine sechsgang-schaltbox zum eInsatz.<br />

w Im DetaIl: Der kleine turbo-Benziner<br />

Turbobenziner<br />

TCE 125<br />

der in unserem duster werkelnde<br />

tce 125 leistet<br />

dank turboaufladung<br />

125 Ps aus 1,2 litern<br />

hub raum. er ist durchzugsstark<br />

und mit 7<br />

litern realverbrauch<br />

gleichzeitig sehr sparsam.<br />

leider ist auch er<br />

nur mit Frontantrieb zu haben.<br />

w Im DetaIl: Der Sauger<br />

Saugbenziner<br />

1.6 16V 105<br />

der 1,6-liter-saugbenziner<br />

leistet 105 Ps<br />

aus 1,6 litern hubraum<br />

und ist mit allrad kombinierbar.<br />

zudem bietet<br />

dacia ihn mit lPganlage<br />

(Flüssiggas) an.<br />

auch er ist nur mit<br />

einem Fünfgang-schaltgetriebe<br />

erhältlich.<br />

unter der Haube. So macht das<br />

Cockpit unseres Testwagens schon<br />

beim Einsteigen einen deutlich wertigeren<br />

Eindruck als das des Vorgängers.<br />

Unter anderem sind die<br />

Lüftungsschlitze, die Klima anlage<br />

und der Tacho in dezente Chromringe<br />

gefasst. Der Bord computer wurde<br />

leicht überarbeitet und verfügt jetzt<br />

sogar über eine Außen temperaturanzeige,<br />

die wir im Vorfacelift so<br />

schmerzlich vermisst haben. In der<br />

Mittelkonsole finden wir gleich mehrere<br />

neue Features: Sofort sticht das<br />

sieben Zoll große Touchscreen-Navi<br />

mit Bluetooth und USB-Anschluss<br />

ins Auge, das nicht nur einfach zu<br />

bedienen ist, sondern auch eine klar<br />

strukturierte Zielführung bietet. Ein<br />

Blick in die <strong>Duster</strong>-Preisliste offenbart:<br />

Gerade einmal 180 (!) Euro<br />

werden für das Technik-Gimmick fällig.<br />

Dafür gibt es bei so manchem<br />

Premium -Hersteller nicht einmal die<br />

Saft für die Rückbänkler<br />

Ab der Lauréate-Ausstattung<br />

steht den Hinterbänklern eine<br />

eigene 12-V-Steckdose zur<br />

Verfügung.<br />

Reichweitenoptimierung<br />

Serienmäßig verfügt der neue<br />

<strong>Duster</strong> über eine Eco-Taste zur<br />

Reichweitenopti mierung. Sie<br />

senkt die Gaspedalkennlinie.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 21


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

<strong>SUV</strong> MAGAZiN Titeltest<br />

w Im DetaIl: Cockpit<br />

wertIg: die rundinstrumente wurden<br />

durch chromumrandungen aufgewertet.<br />

PraKtIsch: das große ablagefach<br />

oberhalb der mittelkonsole.<br />

InterIeur<br />

schade: auch den neuen duster gibt<br />

es nur mit manueller Klimaanlage.<br />

schlIcht und FunKtIonal: der Innenraum im duster wurde wertiger.<br />

allerdings sind noch immer viele tasten benutzerunfreundlich angeordnet.<br />

Mittelarmlehne. Die nervige und billige<br />

Parrot-Zubehör-Freisprecheinrichtung<br />

aus dem alten Modell entfiel,<br />

denn die Freisprechfunktion ist<br />

nun ins Navi integriert und kann<br />

während der Fahrt wahlweise über<br />

den Touchscreen oder den etwas<br />

ungünstig angebrachten Hebel hinter<br />

dem Lenkrad zusammen mit der<br />

Audio-Lautstärke gesteuert werden.<br />

Klasse: Die Kopplung des Telefons<br />

geht kinderleicht und schnell. Schade<br />

nur: Der Navi-Touchscreen sitzt einfach<br />

zu tief und hat einen ungünstigen<br />

Neigungswinkel. Infolgedessen<br />

wird der Fahrer schon durch den<br />

Blick aufs Navi abgelenkt und hat bei<br />

Sonnenein strahlung mit der schlechten<br />

Lesbarkeit der Bildschirminfos zu<br />

kämpfen. Zwei weitere Highlights,<br />

é<br />

ê<br />

das cockpit wirkt dank des<br />

dezenten einsatzes von chrom<br />

nun deutlich wertiger.<br />

materialien nach wie vor nicht<br />

hochwertig, tasten, hebel und<br />

navi sind ungünstig angebracht.<br />

bedIenbarKeIt<br />

é Infotainment-system dank<br />

touchscreen intuitiv zu bedienen.<br />

è bedienung des bordcomputers<br />

versteckt am blinkerhebel.<br />

ê usb-/auX-anschluss vom Fahrersitz<br />

aus nur schwer zu erreichen.<br />

w Im DetaIl: Bedienbarkeit<br />

unschlagbar gÜnstIg: Für 180 euro<br />

gibt es bei dacia ein gutes, aber leider<br />

viel zu weit unten angebrachtes navi,<br />

das in der höchsten ausstattung serienmäßig<br />

ist und zudem über einen gut<br />

erreichbaren usb-anschluss verfügt.<br />

schlecht zugänglich ist jedoch auch<br />

beim neuen die spiegel einstellung.<br />

leIcht zu erreIchen: der usbanschluss<br />

des navigationssystems.<br />

22 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

w Im DetaIl: laderaum und Platzverhältnisse<br />

Fond und KoFFerraum<br />

é bequem gepolsterte Fondsitze,<br />

bis zu 1,85 m ladefläche bei<br />

umgeklappter rücksitzbank.<br />

è<br />

die ladefläche ist mit einer<br />

breite von 1 m nicht für sperrige<br />

güter geeignet.<br />

reIsetauglIch: unsere<br />

vier testkoffer schluckt das<br />

gepäckabteil problemlos.<br />

.<br />

FamIlIenauto: mit 443 litern ist der Kofferraum des duster kein volumenwunder, bietet aber genügend Platz für reisegepäck.<br />

negativ fällt nur die bei umgeklappter rücksitzbank leicht schräge und insgesamt relativ schmale ladefläche auf.<br />

von denen <strong>Dacia</strong>-Kunden bislang nur<br />

träumen konnten, sind ein Tempomat<br />

und ein Rückfahr warner für das Heck.<br />

Beides zusammen nennt sich „Easy-<br />

Paket“ und ist ab der mittleren<br />

Ausstattung Lauréate für faire 350<br />

Euro Aufpreis erhältlich. So macht<br />

die Neuwagen-Konfiguration Spaß!<br />

Die jüngste Evolution, die der <strong>Duster</strong><br />

ab sofort serienmäßig an Bord hat, ist<br />

der Eco-Modus zur Reichweitenoptimierung.<br />

Wie viel Ersparnis dieser<br />

tatsächlich bringt, steht zwar in den<br />

Sternen. Auf jeden Fall aber setzt er<br />

die Gas pedalkennlinie herunter,<br />

sodass das Pedal zum Beschleunigen<br />

mehr Druck erfordert. Negativ zu<br />

erwähnen ist nur noch das weiterhin<br />

ausschließlich in der Höhe verstellbare<br />

Lenkrad. Das größte Novum des<br />

Facelifts befindet sich unter der<br />

Haube unseres Testwagens: Ein<br />

zwangsbeatmeter 1,2-Liter-Benziner<br />

mit 125 PS, kurz „TCe 125“ genannt.<br />

gerade so: bein- und Kopffreiheit<br />

sind für erwachsene<br />

gerade noch ausreichend.<br />

Dieses Aggregat ist das beste, das je in einem <strong>Duster</strong> zum einsatz kam.<br />

KInderleIcht: die sitzbank lässt sich leicht umklappen.<br />

unKomFortabel: die sitzheizung<br />

für die vordere reihe ist nett – der<br />

schalter dafür aber schlecht erreichbar<br />

neben dem sitz angebracht. ob<br />

die heizung an oder aus ist, kann<br />

man nur erfühlen. ebenso ungünstig<br />

angeordnet sind die Fensterheber im<br />

Fond, die man oft versehentlich mit<br />

dem ellenbogen öffnet.<br />

ungÜnstIg: die elektrischen Fensterheber im Fond.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 23


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

<strong>SUV</strong> MAGAZiN Titeltest<br />

w Im DetaIl: Fahrdynamik<br />

Im Fahrversuch<br />

é durchzugsstarker turbobenziner,<br />

direkte lenkung, gut abgestimmtes<br />

Fahrwerk.<br />

è Indirekte schaltgassen.<br />

auF der landstrasse ...<br />

... macht der dacia spaß –<br />

und ist mit seinen 125 turbobenziner-Ps<br />

keineswegs zu<br />

schwach motorisiert.<br />

PräzIse: die leichtgängige<br />

lenkung und das trotz<br />

Frontantrieb neutrale<br />

Fahrverhalten erlauben es,<br />

den duster auch mal sportlicher<br />

um Kurven zu zirkeln.<br />

Um es gleich vorwegzunehmen:<br />

Dieses Aggregat ist unserer Meinung<br />

nach die beste und vor allem agilste<br />

Motorisierung, die je in einem<br />

(Serien-)<strong>Duster</strong> zum EInsatz kam.<br />

Nach einer kurzen Anfahr schwäche<br />

unterhalb von 2000 Touren versorgt<br />

der Turbolader die Brenn kammer<br />

unermüdlich mit O 2 und beschleunigt<br />

den <strong>Dacia</strong> kultiviert und gleichmäßig<br />

wie am Gummiband. 205 Nm<br />

Drehmoment stehen ab 2000 Touren<br />

bereit und bleiben über das nahezu<br />

gesamte Drehzahlband bestehen. So<br />

dauert es starke zehn Sekunden, bis<br />

der Rumäne Tempo 100 überschreitet,<br />

was sich subjektiv jedoch deutlich<br />

agiler anfühlt. Dabei begnügt sich<br />

das Aggregat im Drittelmix mit exakt<br />

sieben Litern Benzin pro hundert<br />

Kilometer. Das liegt einen Dreiviertelliter<br />

über der Werksangabe und geht<br />

völlig in Ordnung. Die gelungene<br />

Fahrwerks abstimmung macht sich<br />

vor allem in der Stadt und auf der<br />

Landstraße bemerkbar: Der <strong>Duster</strong><br />

liegt gut auf der Straße und nimmt<br />

dennoch insbesondere kleinen<br />

Bodenwellen und Schlaglöchern den<br />

Schrecken. Die direkte Lenkung vermittelt<br />

ein sicheres Gefühl, das ab<br />

sofort serienmäßige ESP schützt im<br />

Fall der Fälle vor unangenehmen<br />

w Im DetaIl: alle verfügbaren lackfarben<br />

arktis-weiß<br />

Kometen-grau<br />

mahagoni-braun<br />

marine-blau<br />

Perlmutt-schwarz<br />

thymian-grün<br />

testwagenfarbe:<br />

Platin-grau<br />

24 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

w Im DetaIl: Geländetauglichkeit<br />

geländeFahrt<br />

é<br />

gute bodenfreiheit, geringe Überhänge.<br />

ê Für den potenten tce 125 ist leider kein<br />

allradantrieb verfügbar.<br />

Schleuder partien. Zudem hält sich<br />

die Geräuschkulisse des 1,2-Liter-<br />

Motors dank der Optimierung einzelner<br />

Karosserie bauteile und<br />

Dichtungen auch jenseits der 100<br />

km/h in Grenzen. Weniger gut gefallen<br />

uns dagegen die indirekten<br />

Schaltgassen der Sechsgang-Schaltbox<br />

sowie die an sich bequemen und<br />

langstreckentauglichen, aber völlig<br />

seitenhaltlosen Sitze – für Sporteinlagen<br />

ist der Rumäne also nicht zu<br />

haben. So souverän sich der günstige<br />

<strong>Dacia</strong> auf der Straße schlägt, so hervorragend<br />

sind – für ein <strong>SUV</strong> – auch<br />

seine Geländefahreigen schaften:<br />

eine respektable Boden freiheit von<br />

20,5 cm, kurze Karos serieüberhänge,<br />

ein kurzer erster Gang, um die fehlende<br />

Gelände untersetzung ein wenig<br />

auszugleichen, sowie ein gutes, automatisch<br />

zuschaltendes Allradsystem.<br />

Das Problem: Letzteres ist für den<br />

TCe 125 nicht einmal gegen Aufpreis<br />

erhältlich. Daher entfallen für den<br />

kleinen Benziner jegliche Ausflüge<br />

jenseits befestigter Straßen. Für uns<br />

ist das eine völlig unverständliche<br />

Ent scheidung. Denn mit Allrad wäre<br />

der TCe 125 beinahe so etwas wie<br />

die „eierlegende Wollmichsau“ unter<br />

den günstigen <strong>SUV</strong>. Kommen wir<br />

zurück zur Ausgangsfrage: Wird der<br />

Neue den Erfolg des Vorgängers<br />

übertreffen? Es müsste mit dem<br />

Teufel zugehen, wenn nicht! Mehr<br />

Auto für weniger Geld gibt es definitiv<br />

nicht. Dank der gesteigerten<br />

Sicherheit, Qualität und Ausstattung<br />

ist das aktuelle Modell ein ganz großer<br />

Wurf geworden. Sollte die<br />

Nachfrage nach dem <strong>Duster</strong> hierzulande<br />

nicht schon komplett gesättigt<br />

sein, wird man den kultigen Rumänen<br />

in Zukunft noch viel häufiger auf<br />

deutschen Straßen sehen. ❚<br />

TexT: Joe Wörz<br />

FoTos: Markus Kehl<br />

lIeber asPhalt:<br />

schlechtwegetauglich ist<br />

der duster allemal. da ohne<br />

allrad, kommt er offroad<br />

aber nicht weit.<br />

Mit Allrad wäre der TCe 125 beinahe die eierlegende Wollmilchsau.<br />

w Im DetaIl: alle verfügbaren Felgen<br />

testwagenfelge:<br />

unsere schicke<br />

testwagenfelge<br />

taucht im<br />

Konfigurator leider<br />

nicht mehr auf ...<br />

essentiel lauréate Prestige<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 25


TiTelTeST <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> TCe 125 4x2<br />

datenblatt<br />

dacIa duster tce 125 4X2<br />

Technische Daten<br />

Motor<br />

Otto, 4 Zylinder in Reihe, vorn quer eingebaut,<br />

zwei oben liegende Nockenwellen,<br />

vier Ventile pro Zylinder<br />

Leistung 125 PS (92 kW)<br />

bei 5250 /min<br />

Drehmoment<br />

205 Nm<br />

bei 2000/min<br />

Liter-Leistung 104,2 PS/Liter<br />

Bohrung x Hub 72,0 x 73,2 mm<br />

Hubraum 1199 cm 3<br />

Verdichtung 9,5:1<br />

Aufladung<br />

Abgasturbolader<br />

Gemischaufbereitung Direkteinspritzung<br />

Kraftübertragung<br />

Frontantrieb, 6-Gang-Schal t getriebe<br />

getriebeübersetzungen:<br />

I. 3,72, II. 1,95, III. 1,32, IV. 0,97, V. 0,76,<br />

VI. 0,64; R. k.A.; Achse: 4,44<br />

Fahrwerk<br />

Aufhängung v.<br />

Aufhängung h.<br />

Bremsen<br />

Lenkung<br />

Wendekreis<br />

Serienbereifung<br />

Testwagenbereifung<br />

Einzelradaufhängung an<br />

unterem Querlenker,<br />

McPherson-Federbein<br />

Einzelradaufhängung an<br />

Verbundlenker,<br />

Schraubenfeder<br />

vorn Scheibe<br />

hinten Trommel<br />

ABS, EBV, ESP<br />

Zahnstangen-Servo<br />

10,44 m<br />

215/65 R16<br />

215/65 R16<br />

Verbrauch / Emissionen<br />

NEFZ-Verbrauch (Stadt/Land/gesamt)<br />

7,6/5,6/6,3 L/100 km<br />

CO 2 -Ausstoß<br />

145 g/km<br />

Abgasnorm EURO 5<br />

Tankinhalt<br />

50 L<br />

Reichweite<br />

793 km<br />

Testwerte<br />

Fahrleistungen<br />

Beschleunigung in Sekunden<br />

0-80 km/h 7,0<br />

0-100 km/h 10,3<br />

0-130 km/h 18,0<br />

0-160 km/h 38,5<br />

Höchstgeschwindigkeit 175 km/h<br />

Elastizität<br />

in Sekunden<br />

60-100 km/h (4./5.) 8,8/11,4<br />

80-120 km/h (5./6.) 15,0/16,7<br />

Tachometerabweichung in km/h<br />

30/50/100/130 real: 28/48/96/126<br />

Testverbrauch<br />

in L/100 km<br />

minimal 6,3<br />

maximal 9,2<br />

gesamt 7,0<br />

Kosten<br />

Unterhaltskosten<br />

Steuer<br />

94 <br />

Haftpflicht<br />

noch nicht bekannt<br />

Teilkasko<br />

noch nicht bekannt<br />

Vollkasko<br />

noch nicht bekannt<br />

Wartung<br />

20000 km/1 Jahr<br />

Garantie 3 Jahre/100 000 km<br />

Ausstattung / Preise<br />

Basispreis (TCe 125 Lauréate) 14890 <br />

Testwagenpreis (TCe 125 Prestige) 15690 <br />

serienausstattung: 4 Airbags, ABS mit<br />

EBV, ESP, hydraulische Servolenkung, elektronische<br />

Wegfahrsperre, Tagfahrlicht,<br />

Isofix-Kindersitzbefestigung, Berganfahrhilfe,<br />

Eco-Mode, Radiovorrüstung, Außentemperaturanzeige,<br />

Hochschalt empfehlungsanzeige<br />

Zusatzausstattungen<br />

þ Autoradio mit MP3 und USB 99 <br />

¨ Metalliclackierung<br />

470 <br />

þ Sitzheizung<br />

200 <br />

¨ Lederpolsterung<br />

600 <br />

þ Modularitätspaket<br />

300 <br />

þ = empfehlenswert<br />

Abmessungen und Gewichte<br />

Radstand 2673 mm<br />

Länge 4315 mm<br />

Innenraum vorn<br />

Höhe über Straße 620-660 mm<br />

Ellenbogenfreiheit 1380 mm<br />

Höhe über Sitz 950-990 mm<br />

Sitztiefe<br />

490 mm<br />

Innenraum hInten<br />

Höhe über Straße 620 mm<br />

Ellenbogenfreiheit 1420 mm<br />

Kniefreiheit 125-385 mm<br />

Höhe über Sitz 950 mm<br />

Sitztiefe<br />

490 mm<br />

gePäcKraum<br />

Länge<br />

935-1850 mm<br />

Breite 1000-1250 mm<br />

Spur v/h 1560/1567 mm<br />

Breite 1822 mm<br />

Höhe<br />

740 mm<br />

Ladekantenhöhe 775 mm<br />

Volumen (VDA) 443-1604 L<br />

gewIchte<br />

Leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

1277 kg<br />

zulässiges Gesamtgewicht<br />

1752 kg<br />

Zuladung (abhängig vom spez. Fzg.-Leergewicht)<br />

475 kg<br />

Dachlast<br />

80 kg<br />

Stützlast<br />

75 kg<br />

Anhängelast (ungebremst)<br />

635 kg<br />

Anhängelast (gebremst, bis 12 % Steigung)<br />

1400 kg<br />

Geländewerte<br />

Karosseriewinkel (v/M/h) 30°/23°/36°<br />

Bodenfreiheit max. (v/M/h)<br />

205/215/250 mm<br />

Steigfähigkeit k. A.<br />

Gesamtuntersetzung (max.)<br />

k.A.<br />

Kriechgeschwindigkeit (min.)<br />

6,5 km/h<br />

Stehhöhe 1870 mm<br />

Höhe 1625 mm<br />

Bewertung<br />

★★★★✩<br />

Kosten / ÖKonomIe<br />

+<br />

Der 1,2-Liter-Turbo mit Frontantrieb<br />

ist schon ab 14 890 Euro zu haben.<br />

Die Versicherungseinstufung steht<br />

noch nicht fest, die Steuer ist mit 95<br />

Euro jedoch sehr günstig.<br />

KarosserIe / PlatzverhältnIsse<br />

+ +<br />

–<br />

Die vordere Sitzreihe bietet ausreichend<br />

Platz, Fondpassagiere sollten<br />

jedoch nicht allzu groß gewachsen<br />

sein. Der Kofferraum ist großzügig<br />

bemessen.<br />

Bei umgeklappter Rücksitzbank entsteht<br />

eine Schräge, die Kofferraumbreite<br />

fällt mit minimal 1 m und<br />

maximal 1,25 m gering aus.<br />

FahrKomFort / FahrleIstung<br />

–<br />

Die 125 PS des Turbo-Benziners<br />

beschleunigen das <strong>SUV</strong> in starken<br />

zehn Sekunden auf Tempo 100.<br />

Dabei schluckt sein Fahrwerk<br />

Unebenheiten souverän, ist aber<br />

dennoch straff abgestimmt. Der<br />

Verbrauch von 7,2 Litern geht in<br />

Ordnung.<br />

Beim Beschleunigen spürt man die<br />

Antriebseinflüsse am Lenkrad.<br />

■ Fazit<br />

viel auto für wenig<br />

geld: der dacia duster<br />

ist ganz klar der deutsche<br />

Preis-leistungssieger,<br />

der mit dem<br />

gelungenen Facelift<br />

noch einmal wertiger<br />

wirkt. Klare Kaufempfehlung!<br />

26 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Neuvorstellung Porsche Macan<br />

<strong>SUV</strong> <strong>MAGAZIN</strong> Neuvorstellung<br />

Antwort<br />

Vehement stürmt der Zuffenhausener Sportwagenhersteller mit dem Macan ins Segment der Mittelklasse-<br />

<strong>SUV</strong>. Dass die Basis für den Sportler aus dem Audi-Regal stammen würde, war klar. Aber das ist nach<br />

den ersten Metern vergessen. Schnelle Runde gefällig?<br />

28 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Neuvorstellung Porsche Macan<br />

>>> ExtEriEur-ChECk: Clean und verspielt<br />

Sportlich kompakt<br />

Die LED-Heckleuchten des<br />

Macan sind dreidimensional,<br />

die Heckklappe absolut<br />

clean. Auch an der Front<br />

vermied man Spalten. Die<br />

Motorhaube umschließt den<br />

Vorderwagen bis zu den<br />

unteren Kotflügeln. Die<br />

Dachkante fällt nach hinten<br />

stark ab, die Schulterlinie<br />

steigt über die Gesamtlänge<br />

an. So wirkt der Porsche<br />

enorm dynamisch.<br />

das heck des Macan ist komplett clean. der öffner für die elektrische<br />

heckklappe verbirgt sich in der heckscheibenwischeraufnahme.<br />

die stark abfallende dachlinie wirkt sportlich, begrenzt aber die<br />

Laderaumhöhe. die Led-rücklichter sind dreidimensional.<br />

Gleich vier Leuchtelemente<br />

gibt es in der Front.<br />

Schon der cayenne hat GezeiGt,<br />

wie sportlich ein <strong>SUV</strong> sein kann. Jetzt<br />

legt Porsche eine Klasse darunter<br />

noch einmal nach und präsentiert mit<br />

dem Macan ein ziemlich kompromisslos<br />

sportliches Mittelklasse­<strong>SUV</strong>. Die<br />

Basis dafür bildete, kaum überraschend,<br />

der Audi Q5.<br />

Die Ähnlichkeiten halten sich derweil<br />

in engen Grenzen, lediglich der<br />

Radstand ist der gleiche, ansonsten<br />

ist der Zuffenhausener länger, breiter<br />

und niedriger als sein Spender – und<br />

bedeutend agiler.<br />

GehöriGe portion SportwaGen<br />

Natürlich stehen die Onroad­<br />

Fahreigenschaften beim Macan klar<br />

im Fokus und Porsche hat sich<br />

ordentlich ins Zeug gelegt, um hier<br />

ein überzeugendes Resultat hervorzubringen:<br />

Die Mischbereifung mit<br />

schmaleren Vorderrädern verbessert<br />

zum Beispiel das Einlenkverhalten<br />

und optimiert die Traktion an der<br />

Hinterachse, das neu entwickelte<br />

Allradsystem schickt im Normalfall 80<br />

Prozent der Kraft nach hinten, um<br />

den Wagen übersteuernd auszulegen.<br />

Das funktionierte so gut, dass man<br />

den Macan nach den ersten Testkilometern<br />

sogar wieder etwas zahmer<br />

abstimmen musste, um die<br />

Kunden nicht ständig mit dem heftig<br />

ausbrechenden Heck zu konfrontieren.<br />

Als Antriebsquellen kommen ausschließlich<br />

Sechs zylinder zum<br />

Einsatz. Einziger Diesel im Motoren­<br />

Reigen ist der bekannte Dreiliter aus<br />

dem VW­Konzern, der im Macan<br />

258 PS leistet und ein maximales<br />

Drehmoment von 580 Newtonmeter<br />

bereitstellt.<br />

Erstmals wird auch die S­Version<br />

eines Porsche von einem Turbomotor<br />

angetrieben. Der 3­Liter­Biturbo­<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 29


Neuvorstellung Porsche Macan<br />

<strong>SUV</strong> <strong>MAGAZIN</strong> Neuvorstellung<br />

>>> intEriEur-ChECk: luxus-Sportwagenambiente<br />

fahrerorientiert<br />

im Macan sitzt man tief,<br />

das Lenkrad steht fast<br />

senkrecht. Gestartet<br />

wird traditionell links.<br />

Alles im Macan orientiert<br />

sich zum Fahrer hin. Die<br />

Anzeigen sind klar und deutlich,<br />

das zentrale Element ist<br />

wie in allen Porsche der<br />

Drehzahlmesser. Für manuelle<br />

Schaltvorgänge gibt es<br />

Schaltwippen am Lenkrad.<br />

Der Navibildschirm kann als<br />

Touchscreen oder mit<br />

Drehreglern bedient werden.<br />

Einziger echter Kritikpunkt:<br />

Die Mittelkonsole ist völlig<br />

überladen mit Tasten. Hier<br />

sollte man sich vor<br />

Fahrtantritt orientieren.<br />

im normalfall werden 80 prozent der<br />

antriebskraft nach hinten geleitet.<br />

das wesentliche steht im Fokus: der drehzahlmesser dominiert<br />

die anzeigen. dazu gibts zwei tachoanzeigen.<br />

auf wunsch gibt es den Macan mit<br />

Luftfederung und niveauregulierung.<br />

Direkteinspritzer erreicht eine<br />

Leistung von 240 PS. Im Spitzenmodell<br />

Turbo arbeitet ein ebenfalls doppelt<br />

aufgeladener 3,6­Liter­V6 mit glatten<br />

400 Pferden und 550 Newtonmetern<br />

Drehmoment. Er schiebt den Porsche<br />

in nur 4,8 Sekunden aus dem Stand<br />

auf Tempo hundert und macht ihn<br />

maximal 266 km/h schnell. So sensationell<br />

die Leistungsentfaltung ist, so<br />

frustrierend ist das Klangerlebnis im<br />

Innenraum. Kaum etwas vom kernigen<br />

Sound des Motors kommt bei<br />

den Insassen an. Von außen ist das<br />

eine andere Welt. Hier brüllt und<br />

pfeift das massiv aufgeladene<br />

Aggregat in allen Klangfarben. Ob da<br />

wohl eine GTS­Variante Abhilfe für<br />

Sound­Enthusiasten schaffen wird?<br />

cockpit Ganz wörtLich<br />

Typisch für die Zuffenhausener<br />

Sportgeräte sitzt man tief im<br />

Fahrzeug mit geradem Lenkrad und<br />

>>> im dEtail: automatisch zuschaltender allradantrieb<br />

turbo, turbo und kein ende: 80 Prozent der<br />

Antriebskraft werden beim Porsche an die breiteren<br />

Hinterräder geleitet. So wird sichergestellt, dass<br />

auch der Macan die sportwagentypische Agilität bietet,<br />

die man von den Zuffenhausenern erwartet. Die<br />

elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung verteilt<br />

die Kraft dann variabel – abhängig vom Fahrmodus.<br />

Im Maximalfall werden beide Achsen mit je 50<br />

Prozent des Drehmomentes beschickt. Aufgrund<br />

des geringfügig größeren Abrollumfangs der<br />

Hinterräder steht der Antriebsstrang zudem immer<br />

leicht unter Spannung, es wird also praktisch immer<br />

Kraft übertragen.<br />

30 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Neuvorstellung Porsche Macan<br />

>>> raum-ChECk: Seitenhalt auf allen Plätzen<br />

perfekt Sitzen<br />

Die Komfortsitze im<br />

Macan sind mindestens<br />

8-fach verstellbar und<br />

bieten reichlich<br />

Seitenhalt. Beim<br />

Topmodell kann man<br />

zwischen Komfort- und<br />

adaptivem Sportsitz<br />

wählen. Auch auf den<br />

beiden äußeren<br />

Fondsitzen hat man<br />

leicht konturierte<br />

Lehnen mit passablem<br />

Halt, dann können die<br />

Rücklehnen aber nicht<br />

mehr eben umgelegt<br />

werden.<br />

Mindestens 500 Liter fasst das Gepäckabteil<br />

bei aufgestellter zweiter Sitzreihe.<br />

die rückenlehnen der Fondsitze lassen sich im<br />

Verhältnis 40:20:40 umklappen.<br />

Bei dachhoher Beladung nimmt das<br />

Laderaumabteil maximal 1500 Liter auf.<br />

nach vorne ansteigender Mittelkonsole.<br />

Hier sind eine Unzahl Tasten<br />

verteilt, über deren Bedeutung man<br />

sich besser vor dem ersten<br />

Fahrtantritt informiert, um hinterher<br />

nicht nach Funktionen suchen zu<br />

müssen. Dann kann man sich voll<br />

und ganz aufs Fahren konzentrieren.<br />

Schön aM LiMit<br />

Schon ab 1350 Umdrehungen steht<br />

das volle Drehmoment bereit. Der<br />

Macan beißt sich regelrecht in den<br />

Asphalt, lenkt extrem willig ein und<br />

reagiert dann mit deutlichem<br />

Übersteuern auf Gasbefehle. Erst<br />

spät regelt das ESP, sodass sich der<br />

>>> konkurrEnzumfEld: Sportliche mittelklasse-SuV im kurz-Check<br />

Fahrer nie bevormundet, sondern<br />

nur gelegentlich gerettet fühlt.<br />

So viel steht nach unserer ersten<br />

Fahrt schon mal fest: Sportlicher<br />

kann man sich derzeit im Mittelklasse­<br />

<strong>SUV</strong>­Segment nicht bewegen. ❚<br />

TexT: Marc Ziegler<br />

FoTos: Reinhold Deisenhofer<br />

„Die beste Wahl<br />

ist und bleibt der<br />

starke Diesel.“<br />

Audi Q5<br />

Leistung: 150-313 PS (110-230 kW)<br />

Beschl. 0-100 km/h: 5,1-10,9 s<br />

Vmax: 192-250 km/h<br />

Verbrauch: 5,3-8,5 L/100 km<br />

preis: ab 35 900 euro<br />

BMW X3<br />

Leistung: 143-313 PS (105-230 kW)<br />

Beschl. 0-100 km/h: 5,7-10,3 s<br />

Vmax: 190-245 km/h<br />

Verbrauch: 5,1-8,8 L/100 km<br />

preis: ab 36 600 euro<br />

Infiniti QX50<br />

Leistung: 238-320 PS (175-235 kW)<br />

Beschl. 0-100 km/h: 6,4-7,9 s<br />

Vmax: 221-240 km/h<br />

Verbrauch: 8,5-11,3 L/100 km<br />

preis: ab 43 819 euro<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 31


Neuvorstellung Porsche Macan<br />

datenBLatt<br />

porSche Macan<br />

technische Daten<br />

Motoren<br />

Macan S: V-6-Zylinder-Benzinmotor,<br />

vorn längs, je zwei oben liegende Nockenwellen,<br />

vier Ventile pro Zylinder<br />

Leistung 340 PS (250 kW)<br />

bei 5500-6500/min<br />

Drehmoment<br />

460 Nm<br />

bei 1450-5000/min<br />

hubraum 2997 cm 3<br />

Bohrung x hub 96,0 x 69,0<br />

Verdichtung 9,8:1<br />

aufladung<br />

Biturbo<br />

Gemischaufbereitung Direkteinspritzung<br />

Macan Turbo: V-6-Zylinder-Benzinmotor,<br />

vorn längs, je zwei oben liegende<br />

Nocken wellen, vier Ventile pro Zylinder<br />

Leistung 400 PS (294 kW)<br />

bei 6000/min<br />

Drehmoment<br />

550 Nm<br />

bei 1350-4500/min<br />

hubraum 3604 cm 3<br />

Bohrung x hub 96,0 x 83,0<br />

Verdichtung 10,5:1<br />

aufladung<br />

Biturbo<br />

Gemischaufbereitung Direkteinspritzung<br />

Macan S Diesel: V-6-Zylinder-Dieselmotor,<br />

vorn längs, je zwei oben liegende<br />

Nocken wellen, vier Ventile pro Zylinder<br />

Leistung 258 PS (190 kW)<br />

bei 4000-4250/min<br />

Drehmoment<br />

580 Nm<br />

bei 1750-2500/min<br />

hubraum 2967 cm 3<br />

Bohrung x hub 83,0 x 91,4<br />

Verdichtung 16,8:1<br />

aufladung Turbo und Ladeluftkühler<br />

Gemischaufbereitung Common-Rail-DI<br />

Kraftübertragung<br />

Automatisch zuschaltender Allradantrieb,<br />

elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung,<br />

(Kraftverteilung 0/100 bis 50/50, Standard<br />

20/80), 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe<br />

Fahrwerk<br />

Aufhängung v. Einzelradaufhängung<br />

Schraubenfeder, opt. Luftfeder<br />

Aufhängung h. Einzelradaufhängung<br />

Schraubenfeder, opt. Luftfeder<br />

Bremsen vorn innenbelüftete Scheiben,<br />

hinten innenbelüftete Scheiben<br />

ABS, EBV, ESP<br />

Lenkung<br />

Zahnstangen-Servo<br />

Wendekreis<br />

11,6 m<br />

Serienbereifung v/h 235/60 R18/255/55 R18<br />

Verbrauch / Emissionen<br />

Verbrauch gesamt (S/Turbo/S Diesel)<br />

8,7/8,9/6,1 L/100 km<br />

CO 2 -Ausstoß 204/208/159 g/km<br />

Abgasnorm Euro 6<br />

Tankinhalt<br />

60-75 L<br />

Reichweite<br />

747/843/984 km<br />

Fahrleistungen<br />

(S/Turbo/S Diesel)<br />

Beschleunigung in Sekunden<br />

0-100 km/h 5,4/4,8/6,3<br />

Vmax<br />

254/266/230 km/h<br />

Kosten<br />

Preise<br />

Macan S<br />

ab 57930 <br />

Macan Turbo<br />

ab 79826 <br />

Macan S Diesel<br />

ab 57930 <br />

Serienausstattung: 6 Airbags, 18-Zoll-<br />

Alufelgen, elektronische Stabilitätskontrolle<br />

ESP, Reifendruckkontrollsystem, elektrisch<br />

verstellbarer Fahrersitz, Start-Stopp-System,<br />

Nebelscheinwerfer, Isofix-Kinder sitz befestigungen<br />

auf den hinteren Außenplätzen,<br />

Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten<br />

Zusatzausstattungen<br />

þ Metalliclackierung<br />

þ Xenonlicht<br />

þ Navigationssystem<br />

þ Sportsitze<br />

þ Seitenairbags im Fond<br />

¨ Torque Vectoring<br />

¨ Luftfederung<br />

¨ Anhängerkupplung<br />

ab sofort verfügbar<br />

893 <br />

1559 <br />

2951 e<br />

1785 <br />

369 <br />

1488 <br />

2630 <br />

1214 <br />

Markteinführung<br />

Abmessungen und Gewichte<br />

aBMeSSUnGen<br />

länge<br />

Breite<br />

höhe<br />

radstand<br />

Spur v/h<br />

Gepäckraum (min-max)<br />

Gewichte<br />

leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

zul. Gesamtgewicht (ausstattungsabhängig)<br />

zuladung (abhängig vom spez. fzg.-leergewicht)<br />

Dachlast<br />

Stützlast<br />

anhängelast (ungebremst)<br />

anhängelast (gebremst)<br />

erSter eindrUck<br />

Sensationelle Fahrleistungen, sehr<br />

+<br />

gute Verarbeitung.<br />

–<br />

Kompromisslos sportlich, ziemlich<br />

teuer, Mischbereifung.<br />

■ Fazit<br />

4681-4699 mm<br />

1923 mm<br />

1624 mm<br />

2807 mm<br />

1655/1651 mm<br />

500-1500 L<br />

1865-1925 kg<br />

2550-2575 kg<br />

625-695 kg<br />

75 kg<br />

96 kg<br />

750 kg<br />

2400 kg<br />

porsche zeigt einmal<br />

mehr, wie<br />

dynamisch ein <strong>SUV</strong><br />

sein kann. Sowohl<br />

optisch als auch<br />

fahrerisch wird der<br />

Macan agilität in<br />

der gehobenen<br />

Mittelklasse neu<br />

definieren. das hat<br />

natürlich seinen<br />

preis. das konzept<br />

geht aber auf.<br />

Geländefähigkeiten<br />

Da Geht Schon waS<br />

Der Porsche kann abseits der Straße auch in leichterem Gelände<br />

bestehen. Die Mischbereifung macht aber eine Umrüstung auf<br />

Geländeprofile schwierig und teuer. Das Allradsystem funktioniert<br />

offroad gut, der Geländemodus unterstützt den Fahrer und verhindert<br />

Überreaktionen durch zu abrupte Gasannahme. Mit der<br />

optionalen Luftfederung lässt sich der Wagen zudem anheben.<br />

Die Böschungswinkel liegen bei 24,8 Grad vorne und 23,6 Grad<br />

hinten, der Rampenwinkel beträgt 17,1 Grad. Die Bodenfreiheit<br />

wird mit 205 Millimetern angegeben.<br />

32 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


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Service Punktesystem<br />

Auf den<br />

PUNKT gebracht<br />

Anfang Mai feiert das Flensburger<br />

Punktesystem sein 40stes Jubiläum und<br />

pünktlich zum Geburtstag reformiert die<br />

Bundesregierung das System grundlegend.<br />

Die wichtigsten Änderungen und ihre Folgen<br />

für die Autofahrer finden Sie hier ...<br />

>>> gründe für die neuregelgung<br />

Die ersten Reaktionen auf die Pläne<br />

von Peter Ramsauer, das Punktesystem<br />

zu reformieren, waren alles andere als<br />

positiv. Nur wenige Menschen konnten<br />

dem Argument folgen, das<br />

Flensburger System in seiner aktuellen<br />

Form sei zu kompliziert.<br />

Ziel der Neuregelung des Verkehrszentral<br />

registers und des Punktesystems<br />

ist es, Rechtsunsicherheiten<br />

zu beseitigen und das System<br />

dadurch verständlicher zu machen.<br />

Ab dem 1. Mai 2014 sollen nur noch<br />

Personen erfasst und registriert werden,<br />

die sogenannte gefährdende<br />

Verkehrs verstöße begehen. Verstöße,<br />

die nicht unmittelbar die Verkehrssicherheit<br />

betreffen, werden in<br />

Zukunft also nicht mehr erfasst.<br />

Mit einer kleinen Ausnahme: Wer<br />

durch eine Vielzahl von Verstößen<br />

auffällt, kann von den Maßnahmen<br />

des Punktesystems weiterhin betroffen<br />

sein.<br />

❚<br />

Vater der Reformation:<br />

Ex­Verkehrsminister<br />

Peter Ramsauer.<br />

34 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Service Punktesystem<br />

>>> Was Wird eingetragen?<br />

> Ordnungswidrigkeiten<br />

> Fristen<br />

Wie bisher führt auch im neuen System nicht<br />

jeder Verstoß zu Punkten. Ab Mai gilt eine neue<br />

Regelung, die vielen Autofahrern einen Vermerk in<br />

Flensburg ersparen wird. Verwarnungen bis 55<br />

Euro bleiben von Punkten unberührt. Die<br />

Eintragungsgrenze für Verkehrsverstöße wird<br />

damit von bisher 40 Euro auf 60 Euro ab Mai 2014<br />

angehoben. Zudem werden nur Verstöße berücksichtigt,<br />

die sich nachteilig auf die<br />

Verkehrssicherheit auswirken. Damit ziehen in<br />

Zukunft Vergehen in<br />

Zusammenhang mit<br />

Umweltzonen, dem<br />

Sonn tagsfahrverbot<br />

und Kennzeichen<br />

vorschriften<br />

keine Eintragung<br />

ins Zentrale<br />

Verkehrsregister<br />

mehr nach sich. ❚<br />

> Straftaten<br />

In Bezug auf Straftaten jedoch kennt der<br />

Gesetzgeber auch ab dem 1. Mai keine Gnade.<br />

Hierbei werden zwei Arten von Straftaten unterschieden:<br />

Solche, die bei einer rechtskräftigen<br />

Verurteilung immer zur Eintragung führen (Fahren<br />

ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit am Steuer,<br />

gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr etc.),<br />

und Straftaten, die in Flensburg nur eingetragen<br />

werden, wenn gleichzeitig auch ein Fahrverbot<br />

ausgesprochen wurde (Kennzeichenmissbrauch,<br />

Nötigung, fahrlässige Körperverletzung etc.).<br />

❚<br />

Die Zeit heilt alle Wunden – das gilt<br />

auch für Eintragungen in Flensburg,<br />

denn die Punkte bleiben nicht ewig<br />

im Register vermerkt. Je nach<br />

Schwere des Verstoßes kann eine<br />

Tilgung bis zu zehn Jahren dauern.<br />

Im Vergleich zum aktuellen System<br />

ist neu, dass diese Fristen starr<br />

sind und sich nicht automatisch<br />

verlängern, wenn ein Autofahrer<br />

erneut auffällig wurde.<br />

Einfache Ordnungswidrigkeiten<br />

bleiben zweieinhalb Jahre in<br />

Flensburg eingetragen, grobe<br />

Ordnungswidrigkeiten, die ein<br />

Fahrverbot nach sich ziehen, bleiben<br />

wie Straftaten fünf Jahre registriert.<br />

Bei einer Straftat mit<br />

Entziehung des Führerscheins gilt<br />

eine Tilgung von zehn Jahren.<br />

❚<br />

>>> OrdnungsWidrigkeiten<br />

Jede Form von Ordnungswidrigkeit<br />

oder Straftat wird ab sofort nur noch<br />

mit 1 ­ 3 Punkten geahndet. Dabei gibt<br />

es für eine gewöhnliche Ordnungswidrigkeit<br />

mit einer Geldbuße ab 60<br />

Euro einen Punkt, grobe Ordnungswidrigkeiten<br />

mit Regelfahrverbot werden<br />

mit zwei Punkten bedacht.<br />

Ordnungswidrigkeiten, für die<br />

Beschuldigte mit einem Punkt in<br />

Flensburg rechnen müssen, sind unter<br />

anderem: Fahren ohne Zulassung,<br />

Fußgängergefährdung im Fußgängerbereich,<br />

nicht ausreichende<br />

Sicherung von Kindern, Verstoß gegen<br />

das Handyverbot, falsches Verhalten<br />

an Schulbussen, ein Verstoß gegen die<br />

Winterreifenpflicht sowie eine<br />

Überziehung der TÜV­Frist um mehr<br />

als acht Monate.<br />

Die wohl häufigsten Verstöße auf<br />

deutschen Autobahnen (Geschwindigkeitsüberschreitungen<br />

und Nichteinhaltung<br />

des Mindestabstands) wurden<br />

ebenfalls neu geregelt. Wer die<br />

erlaubte Höchstgeschwindigkeit um<br />

21 ­ 25 Stundenkilometer überschreitet,<br />

stockt sein Punktekonto um einen<br />

Zähler auf. Gleiches gilt für die<br />

Unterschreitung des Abstandes zum<br />

Vordermann (weniger als 4/10 des<br />

halben Tachowertes bei mehr als 130<br />

km/h). Auch wenn ein solcher Verstoß<br />

nicht direkt zu einem Fahrverbot führt,<br />

liegt das Bußgeld mit 180 Euro deutlich<br />

über dem Durchschnitt.<br />

Für eine Unterscheidung zwischen<br />

einer Ordnungswidrigkeit und einer<br />

Straftat spielt die Gefährdung anderer<br />

Verkehrsteilnehmer eine große Rolle.<br />

Eine Frage der Zeit: Für Rotlichtverstöße<br />

gibt es bis zu zwei Punkte.<br />

So sieht die Neuregelung beispielsweise<br />

bei Missachtung einer roten Ampel<br />

(die noch nicht länger als eine Sekunde<br />

Rot angezeigt hat) ohne damit einhergehende<br />

Gefährdung nur einen Punkt<br />

vor – mit Gefährdung und oder Sachbeschädigung<br />

wären es zwei Punkte<br />

sowie ein Fahrverbot von einem<br />

Monat.<br />

Ähnlich ist es beim Überholen im Fall<br />

einer unklaren Verkehrslage – lag<br />

keine Gefährdung der Verkehrssicherheit<br />

vor, kommen Beschuldigte<br />

mit nur einem Punkt davon.<br />

❚<br />

Wer seinem Vordermann<br />

zu dicht auffährt, muss<br />

mit mindestens einem<br />

Punkt rechnen.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 35


Service Punktesystem<br />

>>> straftaten<br />

Der Übergang von einer groben Ordnungswidrigkeit zu<br />

einer Straftat ist zumindest an den verhängten Punkten<br />

gemessen fließend. Dennoch unterscheidet der<br />

Gesetzgeber hier bewusst deutlich. So können zwar auch<br />

Vorfahrtsmissachtungen, unsicheres Überholen, eine<br />

Missachtung des Rechtsfahrgebotes und zu schnelles<br />

Fahren zu einer Straftat werden – Voraussetzung hierfür<br />

ist aber eine Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob<br />

verkehrswidriges und rücksichtsloses Verhalten.<br />

Generell werden für eine Straftat bis zu drei Punkten verhängt.<br />

Dies stellt im neuen Punktesystem den absoluten<br />

Höchstsatz dar und wird nur bei Straftaten mit Entziehung<br />

der Fahrerlaubnis angewandt. Alle anderen Straftaten<br />

haben einen Eintrag von zwei Punkten in Flensburg zur<br />

Folge. Als weitere Straftaten im Straßenverkehr gelten<br />

unter anderem: Fahrerflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis<br />

(oder trotz Fahrverbots), Kennzeichenmissbrauch,<br />

Straßenverkehrsgefährdung durch Führen eines Fahrzeugs<br />

bei Fahrunsicherheit infolge von Alkoholgenuss, Genuss<br />

berauschender Mittel oder körperlicher Mängel, Nötigung,<br />

gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Körperverletzung,<br />

unterlassene Hilfeleistung sowie Tötung.<br />

❚<br />

Links: Das Fahren unter<br />

Alkoholeinfluss wird auch<br />

künftig hart bestraft.<br />

Rechts: Bei grob verkehrswidrigem<br />

Verhalten<br />

wird auch ein Vorfahrtsdelikt<br />

zur Straftat.<br />

>>> kOnsequenzen für Punktesammler<br />

Auf den ersten Blick ist der größte<br />

Unterschied zwischen alter und neuer<br />

Regelung die Anzahl der Punkte. Da<br />

die einzelnen Verstöße mit weitaus<br />

weniger Punkten in Flensburg bedacht<br />

werden, genügt ab dem 1. Mai auch<br />

schon eine Anzahl von vier Zählern im<br />

Verkehrszentralregister, um mit der<br />

Exekutive in Kontakt zu treten.<br />

Generell werden im neuen Punktesystem<br />

vier Kategorien unterschieden:<br />

Vormerkung, Ermahnung, Verwarnung<br />

und Entziehung der Fahrerlaubnis.<br />

Wer mit bis zu drei Punkten in<br />

Flensburg vertreten ist, wird für eine<br />

Bewertung seiner Fahreignung vorgemerkt.<br />

Eine Maßnahme oder<br />

Benachrichtigung ist mit diesem<br />

Punktestand noch nicht verbunden.<br />

Diese erfolgt erst, wenn ein Fahrer vier<br />

bis fünf Punkte hat und damit in den<br />

Bereich der Ermahnung fällt. Als<br />

Konsequenz erhält der Betroffene ein<br />

gebührenpflichtiges Schreiben, in dem<br />

die Fahrerlaubnis behörde den Fahrer<br />

auffordert, sein Verhalten zu ändern.<br />

Zudem wird in diesem Schreiben auf<br />

die weiteren Konsequenzen sowie auf<br />

die Möglichkeit eines Punkteabbaus<br />

durch Teilnahme an einem Fahreignungsseminar<br />

hingewiesen.<br />

Wer diesen Warnschuss ignoriert und<br />

weitere Punkte sammelt, wird beim<br />

Erreichen der 6­Punkte­Grenze<br />

kostenpflichtig verwarnt. Eine<br />

Seminarteilnahme wird beim<br />

Überschreiten dieser Barriere nicht<br />

mehr mit einem Nachlass von Punkten<br />

belohnt. Ein Pflichtbesuch wie beim<br />

bisherigen Punktesystem ist nicht<br />

mehr vorgesehen. Mit dem Erlangen<br />

des achten Punktes gilt der Betroffene<br />

als ungeeignet, Kraftfahrzeuge zu führen<br />

– ihm wird daher die Fahrerlaubnis<br />

entzogen.<br />

Erst nach sechs Monaten sowie einer<br />

erfolgreich absolvierten medizinischpsychologischen<br />

Unter suchung (MPU)<br />

darf er wieder versuchen, einen<br />

Führerschein zu erwerben.<br />

Wer den Verlust des Führerscheins<br />

nicht riskieren will<br />

und 1 ­ 5 Punkte auf dem<br />

Konto hat, kann durch eine<br />

Teilnahme an einem sogenannten<br />

Fahreignungsseminar<br />

1 Punkt abbauen. Ein solches<br />

Seminar kostet rund 400 Euro<br />

und darf nur einmal in fünf<br />

Jahren besucht werden.<br />

❚<br />

36 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Service Punktesystem<br />

>>> umstellung<br />

Fahrer, deren Punkte­Weste weiß ist,<br />

wissen nun schon alles, um auch in<br />

den kommenden Jahren punkt­ und<br />

sorgenfrei durch den deutschen<br />

Verkehrsalltag zu kommen. Alle anderen<br />

dürfte noch eine Frage brennend<br />

beschäftigen: Was geschieht nach der<br />

Umstellung des Systems mit alten<br />

Eintragungen?<br />

In den wenigsten Fällen werden sie<br />

direkt und vollkommen automatisch<br />

gelöscht. Dies betrifft aber nur solche<br />

Delikte, die früher noch mit Punkten<br />

bedacht wurden, nach dem neuem<br />

Recht aber nicht mehr zu einer<br />

Eintragung führen.<br />

Besonders Verstöße in Verbindung mit<br />

den Umweltzonen, Kennzeichenvorschriften,<br />

Fahrten buchauflagen sowie<br />

dem Sonn­ und Feiertags­Fahrverbot<br />

für Lkw sind häufig davon betroffen.<br />

Die verbleibenden Eintragungen des<br />

alten Systems werden nach den<br />

Richtlinien der neuen Gesetzgebung<br />

umgerechnet. Wer bis zum 30. April<br />

einen bis sieben Punkte in Flensburg<br />

hatte, wird nach der Umstellung in die<br />

Stufe „Vormerkung“ eingeordnet und<br />

ist damit in der Punkteskala zwischen<br />

einem und drei. In den neuen Bereich<br />

der „Ermahnung“ fallen alle<br />

Verkehrsteilnehmer, die in ihrer<br />

Karriere als Kraftfahrzeugführer zwischen<br />

8 und 13 Zähler in der<br />

Verkehrssünderdatei in Flensburg<br />

gesammelt haben. 14 ­ 17 Punkte entsprechen<br />

der Stufe „Verwarnung“ und<br />

damit 6 ­ 7 Punkten nach neuer Regelung.<br />

Für Taten, die vor dem Inkrafttreten<br />

des neuen Punktesystems<br />

begangen wurden, gelten auch nach<br />

der Umstellung die alten Tilgungsfristen<br />

von zwei Jahren für Ordnungswidrigkeiten<br />

und fünf beziehungsweise<br />

zehn Jahren für Straftaten.<br />

❚<br />

>>> kOntaktadressen<br />

>>> fazit<br />

Kraftfahrt-Bundesamt<br />

Fördestraße 16<br />

24944 Flensburg<br />

Tel.: 0461/316-0<br />

www.kba.de<br />

ADAC e.V.<br />

Hansastraße 19<br />

80686 München<br />

Tel.: 089/7676-0<br />

www.adac.de<br />

Automobilclub<br />

von Deutschland e.V.<br />

Lyoner Straße 16<br />

60528 Frankfurt am Main<br />

Tel.: 069/6606-0<br />

www.avd.de<br />

Aller Anfang ist schwer. Das wird in den ersten Monaten<br />

wohl auch für das neue Punktesystem gelten.<br />

Ob der eigentliche Plan, nämlich die spürbare<br />

Vereinfachung des Systems sowie die<br />

Beseitigung von Rechtsunsicherheiten, wirklich<br />

aufgeht, wird man erst erkennen können,<br />

wenn Streitigkeiten über die Auslegung<br />

des Punktesystems entstehen.<br />

Obwohl ab Mai acht Punkte in Flensburg<br />

für einen Führerscheinentzug reichen,<br />

muss man dafür mindestens genauso viele<br />

schwerwiegende Verstöße begehen wie<br />

zuvor. Für Gerechtigkeit und Vergleichbarkeit<br />

ist also gesorgt. Die bewusste Konzentration<br />

auf Verstöße, die sich direkt auf die<br />

Verkehrs sicherheit auswirken, ist nach 40<br />

Jahren ein Schritt in die richtige Richtung. ❚<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 37


Neuvorstellung Mercedes GLA<br />

<strong>SUV</strong> <strong>MAGAZIN</strong> Neuvorstellung<br />

mit Stern<br />

Mit dem GLA vergrößert Mercedes sein Portfolio um ein kompaktes <strong>SUV</strong> auf Basis der A-Klasse. Damit<br />

verabschiedet man sich vom sonst üblichen permanenten Allradantrieb und vom Längsmotor, denn wie<br />

auch beim Plattformspender kommt ein Quermotor zum Einsatz.<br />

38 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Neuvorstellung Mercedes GLA<br />

>>> ExtEriEur-ChECk: A-klasse lässt grüßen<br />

KompaKt<br />

Mit einer Gesamtlänge von<br />

4,42 Metern und einer Höhe<br />

von nur 1,49 Metern sind<br />

die Maße des GLA äußerst<br />

kompakt. Die flache A-Säule<br />

bedingt eine tiefe<br />

Sitzposition, das nach hinten<br />

stark abfallende Heck<br />

begrenzt den Laderaum. Die<br />

Linienführung ähnelt jener<br />

der aktuellen A-Klasse, was<br />

aber durchaus kein Schaden<br />

ist. Der Wagen wirkt sehr<br />

sportlich und dynamisch.<br />

das heck des Gla ist sehr sportlich gezeichnet: dachkantenspoiler, angedeuteter<br />

diffusor und doppelrohrauspuffanlage sind deutliche ansagen.<br />

an der Front sind die Ähnlichkeiten mit der a-Klasse noch offensichtlicher.<br />

Unter der kurzen haube schlummert stets ein Quermotor.<br />

17-Zoll-Räder sind Serie, bis<br />

zu 19 Zoll große verfügbar.<br />

ISt deR Gla noch eIn <strong>SUV</strong>? Ganz<br />

ehrlich: Diese Frage beschäftigt mich<br />

auf unseren ersten Testkilometern<br />

ununterbrochen. Ich sitze im GLA 250<br />

4MATIC, dem einzigen Serienbenziner,<br />

der seit seiner Markteinführung mit<br />

Allradantrieb zu haben ist. Darüber<br />

gibt es noch den GLA 45 AMG, den<br />

man aber als komplett eigenständig<br />

betrachten sollte.<br />

Dank kräftiger Turboaufladung lässt<br />

der 2-Liter-Vierzylinder 211 PS und<br />

350 Newtonmeter Drehmoment von<br />

der Kette. Dabei liegt die gesamte<br />

Kraft schon bei 1200 Kurbel wellenumdrehungen<br />

an. Die Gasannahme<br />

ist direkt, schon das kleinste Zucken<br />

des rechten Fußes wird unmittelbar<br />

in Vortrieb umgewandelt, ein<br />

Siebengang-Doppel kupplungs getriebe<br />

übernimmt die Gangwahl, wenn ich<br />

es nicht per Lenkradschaltwippe<br />

überstimme, und die präzise Lenkung<br />

informiert mich exakt über<br />

Radstellung und Untergrund. Auf den<br />

kurvigen Bergstraßen Andalusiens<br />

treibt es mir ein breites Grinsen ins<br />

Gesicht – und trotzdem nagt die<br />

Ungewissheit an mir, denn irgendwie<br />

ist der Wagen für mein Gefühl viel<br />

mehr ein sportlicher Kompakter als<br />

ein Offroader.<br />

a-KlaSSe lÄSSt GRüSSen<br />

Von außen erkennt man sogleich, wer<br />

für das Design des GLA Pate stand.<br />

Frontpartie und Heck ähneln der<br />

A-Klasse schon sehr. Die A-Säule<br />

steigt flach an, was zwar den<br />

Luftwiderstand verringert, allerdings<br />

auch eine tiefe Sitzposition verlangt.<br />

Diese bewirkt zusammen mit der<br />

recht schmalen Heckscheibe und der<br />

hohen Schulterlinie, dass man sich<br />

als Fahrer zwar gut eingebettet fühlt,<br />

die Übersicht aber beträchtlich leidet.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 39


Neuvorstellung Mercedes GLA<br />

<strong>SUV</strong> <strong>MAGAZIN</strong> Neuvorstellung<br />

>>> intEriEur-ChECk: Aufgeräumt und weitgehend rätselfrei<br />

Viele tasten<br />

der aufgesetzte<br />

Bildschirm integriert<br />

sich nicht so recht ins<br />

Gesamtbild.<br />

Im Wesentlichen wird im<br />

GLA alles über vier Elemente<br />

bedient. Um die Audioregler<br />

in der Mitte der Konsole<br />

sammeln sich Tasten für die<br />

Telefonie, darunter ein komplettes<br />

Tastenfeld zur<br />

schnellen Eingabe.<br />

Navisteuerung und die<br />

relevanten Fahrzeugeinstellungen<br />

erfolgen via<br />

COMAND-Controller im<br />

Mitteltunnel, Assistenzsysteme<br />

werden über<br />

Lenkradtasten aktiviert<br />

und konfiguriert.<br />

ohne Rückfahrhilfen wird das Parken unnötig schwierig.<br />

die Sicht nach hinten ist im Gla stark eingeschränkt.<br />

Große Rundinstrumente informieren über alles<br />

wesentliche wie drehzahl und tempo.<br />

Völlig selbstverständlich findet man im<br />

Gla Start-Stopp-System und eco-taste.<br />

Für ein Auto, dessen vorrangiges<br />

Umfeld im urbanen Raum gesehen<br />

wird, ist das nicht gerade ideal.<br />

Natürlich weiß sich der potenzielle<br />

Kunde mit Parksensoren, Rückfahrkamera<br />

oder Parkassistenten zu helfen,<br />

ganz ohne elektronische<br />

Gimmicks wird's aber schwierig.<br />

Auch im Interieur erkennt man die<br />

Kompaktklasse der Sternenmarke<br />

wieder. Die Bedienung ist weitestgehend<br />

rätselfrei, die meisten<br />

Bildschirmeinstellungen müssen per<br />

Controller in der Mittelkonsole vorgenommen<br />

werden. Gewöhnungsbedürftig<br />

ist die Anbringung des<br />

Bildschirms auf der Mittelkonsole.<br />

Irgendwie will das Teil nicht recht in<br />

die sonst wirklich harmonische<br />

Anmutung des GLA passen.<br />

FüR tRÄUMeR<br />

Beim Antrieb geht Mercedes komplett<br />

neue Wege: Ein Quermotor in<br />

>>> im dEtAil: Automatisch zuschaltendes Allradsystem 4matic für Quermotoren<br />

Um Platz und Gewicht zu sparen, teilen sich Getriebe<br />

und Verteilergetriebe ein Gehäuse und damit einen<br />

Ölkreis. Um die Regelzeiten des Systems zu verkürzen,<br />

sind die Achsen unterschiedlich übersetzt. So entsteht<br />

schon ab der ersten Radbewegung ein Ölfluss, in den die<br />

aktivierende Gerotorpumpe dann jederzeit eingreifen kann.<br />

Das funktioniert nahezu unmittelbar und vom Fahrer<br />

unbemerkt. Zudem wertet das System ständig Daten von<br />

verschiedenen Sensoren für Raddrehzahl, Lenkwinkel,<br />

Gaspedalstellung und Gierwinkelsensoren aus, um so<br />

einen auftretenden Schlupf nach Möglichkeit zu antizipieren<br />

und schon vor Eintreten einer Gefahrensituation Kraft<br />

entsprechend umzuleiten.<br />

40 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Neuvorstellung Mercedes GLA<br />

>>> rAum-ChECk: Gute Sitze, passabler Stauraum<br />

Vielseitig<br />

Die Rückbank klappt<br />

asymmetrisch um, die<br />

Ladefläche wird nahezu<br />

eben. Leider ist stets<br />

eine Ladestufe zu überwinden.<br />

Auf Wunsch<br />

sind eine Durchreiche<br />

oder im Winkel verstellbare<br />

Rückenlehnen verfügbar.<br />

Viele Ablagen<br />

und Fächer nehmen<br />

allerlei Kleinzeug auf.<br />

Die Rücksitze bieten<br />

ausreichend Platz, die<br />

Fenster flächen sind aber<br />

klein, der Innenraum ist<br />

daher recht dunkel.<br />

das ledergestühl unseres testautos war sehr<br />

komfortabel. auf wunsch gibt's Sportsitze.<br />

421 liter fasst der Gepäckraum des Gla<br />

mindestens. Maximal werden es 1235 liter.<br />

auf wunsch findet man fast das gesamte Spektrum an<br />

assistenzsystemen. hier den totwinkelassistenten.<br />

einem <strong>SUV</strong> – das gab's bei den lich übersetzt. Auf diese Weise lässt<br />

Stuttgartern bisher noch nicht. Daher sich stets ein Ölstrom aufrechterhalten,<br />

in den die Gerotorpumpe jeder-<br />

ist der GLA auch das erste Modell,<br />

das nicht über einen permanenten, zeit blitzschnell eingreifen kann.<br />

sondern über einen automatisch<br />

zuschaltenden Allrad verfügt. Um die dReI FahRweRKe<br />

Ansprechzeiten des Systems zu verkürzen,<br />

sind die Achsen unterschiedlen,<br />

bietet Mercedes ein<br />

Für alle, die wirklich ins Gelände wol-<br />

Offroad-<br />

>>> konkurrEnzumfEld: kompakte SuV<br />

Komfort-Paket mit 30 Millimetern<br />

Höherlegung an. Und für Menschen,<br />

die es gerne härter mögen, gibt's ein<br />

Sportfahrwerk mit 15 mm weniger<br />

Höhe. Dann aber kann man den GLA<br />

kaum noch <strong>SUV</strong> nennen. ❚<br />

TexT: Marc Ziegler<br />

FoTos: Mercedes<br />

„Die 4Matic funktioniert<br />

nahezu<br />

unmittelbar.“<br />

Audi Q3<br />

Leistung: 140-211 PS (103-155 kW)<br />

Beschl. 0-100 km/h: 6,9-9,9 s<br />

Vmax: 197-230 km/h<br />

Verbrauch: 5,2-7,7 L/100 km<br />

preis: ab 28 900 euro<br />

BMW X1<br />

Leistung: 116-245 PS (85-180 kW)<br />

Beschl. 0-100 km/h: 6,4-11,5 s<br />

Vmax: 189-240 km/h<br />

Verbrauch: 4,9-7,3 L/100 km<br />

preis: ab 27 950 euro<br />

Mini Countryman<br />

Leistung: 90-218 PS (66-160 kW)<br />

Beschl. 0-100 km/h: 7,0-13,9 s<br />

Vmax: 168-225 km/h<br />

Verbrauch: 4,4-7,9 L/100 km<br />

preis: ab 20 350 euro<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 41


Neuvorstellung Mercedes GLA<br />

datenBlatt<br />

Technische Daten<br />

Motoren<br />

200: R-4-Zylinder-Benzinmotor, vorn<br />

quer, zwei oben liegende Nocken wellen,<br />

vier Ventile pro Zylinder<br />

Leistung 156 PS (115 kW)<br />

bei 5300/min<br />

Drehmoment<br />

250 Nm<br />

bei 1250-4000/min<br />

Hubraum 1595 cm 3<br />

Bohrung x Hub 83,0 x 73,7<br />

Verdichtung 10,3:1<br />

aufladung<br />

Turbo<br />

gemischaufbereitung Direkteinspritzung<br />

250: R-4-Zylinder-Benzinmotor, vorn<br />

quer, zwei oben liegende Nocken wellen,<br />

vier Ventile pro Zylinder<br />

Leistung 211 PS (155 kW)<br />

bei 5500/min<br />

Drehmoment<br />

350 Nm<br />

bei 1400-4000/min<br />

Hubraum 1991 cm 3<br />

Bohrung x Hub 83,0 x 92,0<br />

Verdichtung 9,8:1<br />

aufladung<br />

Turbo<br />

gemischaufbereitung Direkteinspritzung<br />

200 CDI/220 CDI: R-4-Zylinder-<br />

Dieselmotor, vorn quer, zwei oben liegende<br />

Nocken wellen, vier Ventile pro Zylinder<br />

Leistung 136-170 PS (100-125 kW)<br />

bei 3400-4000/min<br />

Drehmoment 300-350 Nm<br />

bei 1400-3400/min<br />

Hubraum 2143 cm 3<br />

Bohrung x Hub 83,0 x 99,0<br />

Verdichtung 16,2:1<br />

aufladung Turbo und Ladeluftkühler<br />

gemischaufbereitung Common-Rail-DI<br />

Kraftübertragung<br />

Frontantrieb, optional automatisch zuschaltender<br />

Allradantrieb, elektronisch gesteuerte<br />

Lamellenkupplung (Kraftverteilung 100/0 bis<br />

50/50), 6-Gang-SG und 7-Gang-AT.<br />

Fahrwerk<br />

Aufhängung v. Einzelradaufhängung<br />

McPherson<br />

Aufhängung h. Einzelradaufhängung<br />

Schraubenfeder<br />

Bremsen vorn innenbelüftete Scheiben,<br />

hinten Scheiben<br />

ABS, EBV, ESP<br />

Lenkung<br />

Zahnstangen-Servo<br />

Wendekreis<br />

10,8 m<br />

Serienbereifung<br />

215/60 R17<br />

Verbrauch / Emissionen<br />

Verbrauch ges. (200/250/200 CDI/220 CDI)<br />

5,9/6,0-6,6/4,3-5,1/4,4-5,1 L/100 km<br />

CO 2 -Ausstoß 137/141/114/129 g/km<br />

Abgasnorm Euro 6<br />

Tankinhalt<br />

50-56 L<br />

Reichweite<br />

833-1143 km<br />

Fahrleistungen<br />

(200/250/200 CDI/220 CDI)<br />

Beschleunigung in Sekunden<br />

0-100 km/h 8,9/7,1/9,9/8,3<br />

Vmax<br />

215/235/205/215 km/h<br />

Kosten<br />

Preise<br />

200 ab 29304 <br />

250 ab 35284 <br />

250 4Matic ab 37497 <br />

200 CDI ab 32130 <br />

200 CDI 4Matic ab 36509 <br />

220 CDI ab 37039 <br />

220 CDI 4 Matic ab 39525 <br />

Serienausstattung: 7 Airbags, 17-Zoll-<br />

Alufelgen, elektronische Stabilitätskontrolle<br />

ESP, Isofix-Kindersitzbefestigungen auf den<br />

hinteren Außenplätzen, Tagfahrlicht<br />

Zusatzausstattungen<br />

þ 4Matic-Aufpreis<br />

þ Metalliclackierung<br />

þ Xenonlicht<br />

þ Navigationssystem<br />

¨ Kunstlederpolster<br />

März bis Mai 2014<br />

2213 <br />

702 <br />

1006 <br />

ab 916 e<br />

309 <br />

Markteinführung<br />

Abmessungen und Gewichte<br />

aBMeSSUnGen<br />

länge<br />

Breite<br />

Höhe<br />

Radstand<br />

spur v/h<br />

gepäckraum (min-max)<br />

GewIchte<br />

leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

zul. gesamtgewicht (ausstattungsabhängig)<br />

Zuladung (abhängig vom spez. Fzg.-leergewicht)<br />

Dachlast<br />

stützlast<br />

anhängelast (ungebremst)<br />

anhängelast (gebremst)<br />

eRSteR eIndRUcK<br />

Sehr sportlich, schnell regelnder<br />

+<br />

Allrad, gute Verarbeitung.<br />

–<br />

Laut nagelnder Dieselmotor, minimale<br />

Geländeeignung gegen Aufpreis.<br />

■ Fazit<br />

4417 mm<br />

1804 mm<br />

1494 mm<br />

2699 mm<br />

1569/1560 mm<br />

421-1235 L<br />

1395-1595 kg<br />

1920-2075 kg<br />

444-525 kg<br />

75 kg<br />

75 kg<br />

695-750 kg<br />

1400-1800 kg<br />

der Gla ist ein<br />

sportlich-kompakter<br />

allradler mit<br />

hohem Spaßpotenzial,<br />

aber<br />

ohne ernstzunehmende<br />

Geländeeignung.<br />

Besonders<br />

der starke Benziner<br />

überzeugt durch<br />

leistungs entfaltung<br />

und hohes<br />

drehmoment.<br />

Geländefähigkeiten<br />

Kein waHReR oFFRoaDeR<br />

MeRcedeS Gla<br />

Das gute Allradsystem alleine genügt natürlich nicht, um aus dem<br />

GLA einen echten Offroader zu machen. Käufer, die tatsächlich<br />

einmal in leichteres Gelände wollen, sollten daher auf jeden Fall<br />

zum Offroad-Komfort-Fahrwerk und dessen 30-Millimeter-<br />

Höherlegung greifen. So kommt der Stuttgarter dann auf eine<br />

Bodenfreiheit von 204 Millimetern und auf Böschungswinkel von<br />

18,4 Grad vorne und 23,6 Grad hinten. Der Rampenwinkel beträgt<br />

15,9 Grad. Viel ist aber auch damit nicht zu machen.<br />

42 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


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Fahrbericht Mitsubishi Outlander PHEV<br />

<strong>SUV</strong> <strong>MAGAZIN</strong> Fahrbericht<br />

macht's!<br />

Was passiert, wenn man Pajero, i-Miev und Lancer Evo – drei Fahrzeuge, die<br />

nur das Mitsubishi-Logo gemein haben – miteinander kreuzt? Man landet in<br />

der automobilen Zukunft, und die hört auf den Namen Outlander PHEV.<br />

44 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


Fahrbericht<br />

Mitsubishi Outlander PHEV<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 45


Fahrbericht Mitsubishi Outlander PHEV<br />

>>> InterIeur-CheCk: Gewohnt komfortabel<br />

Kein Unterschied<br />

Hochwertig: in der<br />

Ausstattungsvariante instyle<br />

ist das Leder-Gestühl Serie.<br />

Bei Worten wie „Hybrid“<br />

und „Elektro“ denkt man<br />

unweigerlich sofort an leichte,<br />

abgespeckte Fahrzeuge,<br />

die im Namen der<br />

Sparsamkeit auf jeglichen<br />

Luxus verzichten müssen.<br />

Weit gefehlt! Der Plug-in-<br />

Hybrid bietet den gleichen<br />

Komfort, den Outlander-<br />

Kunden aus den Diesel- und<br />

Benziner-Varianten gewohnt<br />

sind. Ab 41 990 Euro gibt es<br />

nicht nur Effizienz satt,<br />

sondern auch Klima auto matik,<br />

das Premium-Audio-<br />

System und ein Multifunktions-Lederlenkrad.<br />

Geräumig: dank der cleveren Bauweise beeinflusst der<br />

zusätzliche Elektro-Antrieb die Platzverhältnisse nicht.<br />

ruckelfrei: Weder die beiden Elektromo toren<br />

noch der Benziner benötigen ein Getriebe.<br />

Entfremdet: Über die Schaltwippen lässt<br />

sich die Stärke der rekuperation einstellen.<br />

„Der PHEV verbraucht<br />

auf 100<br />

Kilometer gerade<br />

mal 1,9 Liter.”<br />

Ein Auto mit drEi motorEn – das<br />

klingt nach dem gnadenlos übermotorisierten<br />

Traum eines jeden<br />

Benzinjunkies, ist aber im Fall des<br />

Mitsubishi Outlander PHEV eher ein<br />

gewaltiger Schritt in Richtung<br />

Umweltschutz. Der Grund hierfür:<br />

Zwei der drei verbauten Aggregate<br />

sind Elektromotoren, nur eines wird<br />

mit herkömmlichem Kraftstoff angetrieben.<br />

Mit dem Ergebnis, dass der<br />

Plug-in-Hybrid aus dem Hause<br />

Mitsubishi (zumindest auf dem<br />

Papier) einen Spritverbrauch von nur<br />

1,9 Litern auf 100 Kilometer hat.<br />

Diesen Traumwert erreicht der<br />

Outlander PHEV dank des intelligenten<br />

Antriebskonzeptes: Sowohl die<br />

beiden Elektromotoren an Vorderund<br />

Hinterachse als auch der (ebenfalls<br />

an der Vorderachse verbaute)<br />

2,0-Liter-Benziner sorgen für Vortrieb.<br />

Letzterer tut dies aber bis zu einem<br />

Tempo von 120 km/h nur im absoluten<br />

Ausnahmefall. Das System des<br />

Plug-in-Hybrids ist so konfiguriert,<br />

dass sich das Fahrzeug, wann immer<br />

es geht, rein elektrisch fortbewegt.<br />

Die unter dem Outlander verbauten<br />

Akkus liefern hierfür den nötigen<br />

Strom – nach 53 elektrischen<br />

Kilometern ist die Kapazität<br />

erschöpft. Aber keine Sorge, so weit<br />

>>> Im DetaIl: ab an die Steckdose<br />

der Kleine haKen<br />

So reibungslos das Plug-in-<br />

System von Mitsubishi auch<br />

funktioniert: Ob sich ein Kauf<br />

wirklich lohnt, hängt vor allem<br />

vom Wohnort ab. Denn ohne<br />

frei zugängliche Steckdose<br />

sowohl am privaten als auch<br />

46 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


Fahrbericht<br />

Mitsubishi Outlander PHEV<br />

>>> teChnIk-CheCk: elektroauto mit Benziner<br />

Über das display kann man die verschiedenen Fahrmodi verfolgen. Blitzschnell<br />

kombiniert der PHEV die beiden Elektromotoren mit dem 2,0-Liter-Benziner.<br />

Auf Knopfdruck kann die Batterie<br />

geladen oder der aktuelle<br />

Ladezustand bewahrt werden.<br />

eleKtrO sieGt<br />

Die Technik im PHEV ist<br />

sehr komplex und vor<br />

allem durchdacht.<br />

Grundprinzip des PHEV<br />

ist, dass das System so<br />

oft wie möglich rein<br />

elektrisch fährt.<br />

Frühestens ab 65<br />

Kilometer pro Stunde<br />

greift der Verbrennungsmotor<br />

bei starken<br />

Beschleunigungen in<br />

den Antrieb ein.<br />

Erkennungsmerkmal: Abgesehen vom Logo unterscheidet sich der<br />

PHEV optisch kaum von outlandern mit herkömmlichem Antrieb.<br />

Statusmeldung: Sowohl die rein elektrische als auch die theoretische Gesamtreichweite<br />

werden auf dem Bildschirm des navigationssystems übersichtlich dargestellt.<br />

muss es gar nicht kommen. Denn die<br />

Computer im PHEV sind stets über<br />

den Ladezustand informiert und können<br />

die Akkus mittels Benziner und<br />

eines Generators während der Fahrt<br />

rechtzeitig laden lassen. Ab einer<br />

Geschwindigkeit von 65 Stundenkilometern<br />

kann der Vierzylinder<br />

auch in den Antrieb der Vorderachse<br />

eingreifen und für Vortrieb sorgen. Je<br />

nach Bedarf wechselt der PHEV also<br />

blitzschnell von einem vollelektrischen<br />

Stadt-<strong>SUV</strong> zu einem langstreckentauglichen<br />

Reisemobil mit einer<br />

Reichweite von gut 800 Kilometern.<br />

FLiEGEndEr WECHSEL<br />

Von diesem Übergang merkt man im<br />

Inneren des Fahrzeuges nichts. Einzig<br />

der ab und zu startende Benziner<br />

reißt die Insassen aus dem vollelektrischen<br />

Fahrerlebnis. Komponenten<br />

wie Fahrwerk und Lenkung stimmen<br />

mit den gewöhnlichen Outlander-<br />

Modellen überein und so lässt sich<br />

der Plug-in-Hybrid genauso sicher<br />

und komfortabel bewegen wie die<br />

kraftstoffbetriebenen Brüder. Auch<br />

wenn man seine Fahrweise für den<br />

PHEV nicht umstellen muss: Auf<br />

Dauer wird sich der persönliche<br />

Fahrstil doch verändern. Nach den<br />

ersten Kilometern am Steuer eines<br />

am geschäftlichen Parkplatz<br />

lösen sich die Verbrauchsvorteile<br />

schnell in Luft auf.<br />

Zudem ist die Infrastruktur von<br />

sogenannten Stromtankstellen<br />

und Schnellladestationen noch<br />

nicht so weit gediehen, wie es<br />

deutsche und europäische<br />

Politiker noch vor einigen<br />

Jahren vorgesehen hatten.<br />

Durch Schnelllade punkte<br />

würde sich die normale<br />

Ladezeit von circa fünf<br />

Stunden (für 100 %) auf<br />

gerade einmal 30 Minuten<br />

(für 80 %) reduzieren.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 47


Fahrbericht Mitsubishi Outlander PHEV<br />

>>> exterIeur-CheCk: Sanfte Details<br />

ein GUtes aUGe<br />

den Plug-in-Hybriden aus dem Hause mitsubishi<br />

erkennt man nur an dezenten merkmalen.<br />

Bei ausgeschaltetem Motor<br />

wird es für Laien beinahe<br />

unmöglich sein, den<br />

Hybriden von seinen spritfressenden<br />

Brüdern zu<br />

unterscheiden. Einzig das<br />

PHEV-Logo ist ein unmissverständliches<br />

Indiz. Auch<br />

die Front hebt sich dank<br />

anderer Chrom-Einsätze<br />

zwischen den Xenon-<br />

Scheinwerfern ein bisschen<br />

von den stromfreien<br />

Outlander-Varianten ab.<br />

Chrom und Xenon: die Frontpartie wurde speziell für<br />

den outlander PHEV minimal überarbeitet.<br />

Leicht: 18-Zoll-Alufelgen gehören<br />

in beiden Ausstattungen zur Serie.<br />

Wiedererkennungswert: Seine markante Heckleuchten-<br />

Einheit darf das SuV auch als Plug-in-Hybrid behalten.<br />

„Am Steuer<br />

des PHEV will<br />

man stets sparsam<br />

fahren.”<br />

Hybriden wird man unweigerlich vom<br />

Ehrgeiz gepackt, besonders effizient<br />

zu fahren. Unterstützend wirken hier<br />

Nebeneffekt ist, dass der Wagen<br />

spürbar abbremst, ohne dass man<br />

das Pedal berührt.<br />

nicht nur die vielen Anzeigen, die über<br />

den aktuellen Fahrmodus informieren,<br />

sondern gerade auch die sogenannte<br />

VorAuSSCHAuEnd SPArEn<br />

Die Stärke dieser Verzögerung (und<br />

Rekuperation. Jeder damit auch des Effekts der<br />

Elektromotor ist gleichzeitig ein Generator<br />

– daher helfen die beiden Kraftwerke,<br />

die Akkus aufzuladen, wenn<br />

man den Fuß vom Gas nimmt. Der<br />

Rekuperation) lässt sich über Wippen<br />

am Lenkrad steuern. Wer vorausschauend<br />

fährt, spart sich mit dem<br />

PHEV also nicht nur das Bremsen,<br />

>>> FamIlIenFeSt: Die Gene des PheV<br />

sondern vergrößert sogar noch die<br />

Reichweite. Ob sich die Anschaffung<br />

eines Outlander PHEV nun tatsächlich<br />

lohnt, hängt von der Kilometerleistung<br />

ab. Wer hauptsächlich kurze<br />

Strecken fährt, hat die Chance, mit<br />

ihm viel Geld zu sparen und gleichzeitig<br />

eine neue Welt der automobilen<br />

Bewegung zu erfahren.<br />

❚<br />

TexT: Bastian Hambalgo<br />

FoTos: Mitsubishi<br />

i-MiEV<br />

Pajero<br />

Lancer Evolution<br />

Auch wenn der Outlander PHEV in dieser Form ein neues Fahrzeug darstellt, legt Mitsubishi Wert darauf, die Vorfahren<br />

des Hybriden nicht zu vergessen. Vom Pajero hat der PHEV einen Teil seiner On- und Offroad-Fahreigenschaften<br />

geerbt, die Technik der Elektromotoren wurde aus dem ersten konzerneigenen Elektrofahrzeug i-MiEV abgeleitet und<br />

der Lancer Evolution spendierte das bekannte Allradsystem „S-AWC“ (Super All Wheel Control).<br />

48 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


dAtEnBLAtt<br />

Antrieb<br />

Verbrennungsmotor<br />

Reihen-4-Zylinder-Otto, vorn quer, zwei<br />

oben liegende Nocken wellen, 4 Ventile pro<br />

Zylinder.<br />

Leistung 121 PS (89 kW)<br />

bei 4500/min<br />

Drehmoment<br />

190 Nm<br />

bei 4500/min<br />

hubraum 1998 cm 3<br />

Bohrung x hub 86 x 86<br />

Verdichtung 10,5:1<br />

aufladung –<br />

Gemischaufber. Direkteinspritzung<br />

Getriebe –<br />

Übersetzung 3,43<br />

E-Frontmotor<br />

Elektromotor, Wechselrichter (Inverter),<br />

Generator (70 kW)<br />

Leistung<br />

82 PS (60 kW)<br />

Drehmoment<br />

137 Nm<br />

Getriebe –<br />

Übersetzungen 9,66<br />

E-Heckmotor<br />

Elektromotor, Wechselrichter (Inverter)<br />

Leistung<br />

82 PS (60 kW)<br />

Drehmoment<br />

195 Nm<br />

Getriebe –<br />

Übersetzungen 7,07<br />

Fahrbatterie<br />

Lithium-Ionen, 80 Zellen, 300 Volt, 12 kW/h<br />

Kapazität<br />

Kraftübertragung<br />

Permanentelektrisch, „Twin-Motor 4WD“,<br />

elektronisch geregelter Motor-Rad-Antrieb<br />

(jeweils unabhängig an Vorder- und<br />

Hinterachse), integrierte „Super All Wheel<br />

Drive Control“-Allradsteuerung, zusätzlicher<br />

Frontantrieb über Benzinmotor (nur im<br />

Parallel-Hybrid-Modus)<br />

Technische Daten<br />

Fahrwerk<br />

Aufhängung v. Einzelradaufhängung<br />

McPherson-Federbeine<br />

Aufhängung h. Einzelradaufhängung<br />

Schraubenfeder an Längs- und Querlenkern<br />

Bremsen innenbelüftete Scheiben (v),<br />

massive Scheibe (h)<br />

Lenkung<br />

Zahnstangen-Servo<br />

Wendekreis<br />

10,6 m<br />

Ausstattung<br />

Serienausstattung (Intense): ABS, neun<br />

Airbags, Notbrems-Signal, Tagfahrlicht,<br />

Licht- und Regensensor, Berganfahrhilfe,<br />

18-Zoll-Leichtmetall-Felgen, Dachreling,<br />

Dachspoiler, beheizbare Außenspiegel,<br />

Privacy Glass, Rückfahrkamera,<br />

Schnelllade-Anschluss, Xenon-<br />

Scheinwerfer, Nebelscheinwerfer mit silberfarbener<br />

Einfassung, Rockford Fosgate<br />

Premium Audio System, Smart-Key-<br />

System, Bluetooth-Schnittstelle, USB-<br />

Audio-Schnittstelle, Digital-Radio,<br />

Lenkradschaltwippen zur Einstellung der<br />

Rekuperationsstärke, Klimaautomatik,<br />

Multi-Informationsdisplay mit PHEV-<br />

Energieflussanzeige, Smart-Key-System<br />

Verbrauch / Emissionen<br />

Verbrauch gesamt<br />

1,9 L/100 km, 13,4 kW/100 km<br />

CO 2 -Ausstoß<br />

44 g/km<br />

Abgasnorm Euro 5<br />

Maximale Reichweite<br />

827 km<br />

Reichweite im EV-Modus 52 km<br />

Tankinhalt<br />

45 L<br />

Fahrleistungen<br />

(Outlander PHEV)<br />

Beschleunigung in Sekunden<br />

0-100 km/h 11,0<br />

Vmax<br />

170 km/h<br />

Kosten<br />

Preise<br />

Outlander PHEV Intense ab 41990 €<br />

Outlander PHEV Instyle ab 49990 €<br />

Aufpreis Metalliclackierung 580 €<br />

Fahrbericht<br />

Mitsubishi Outlander PHEV<br />

Abmessungen und Gewichte<br />

ABmESSunGEn<br />

länge<br />

Breite<br />

höhe<br />

radstand<br />

spur v/h<br />

Gepäckraum (min-max dachhoch)<br />

GEWiCHtE<br />

leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

zul. Gesamtgewicht (ausstattungsabhängig)<br />

Zuladung (abhängig vom spez. Fzg.-leergewicht)<br />

dachlast<br />

stützlast<br />

anhängelast (ungebremst)<br />

anhängelast (gebremst)<br />

ErStEr EindruCK<br />

+<br />

–<br />

mitSuBiSHi outLAndEr PHEV<br />

Einwandfreies Zusammenspiel zwischen<br />

Elektro- und Benzinmotor,<br />

geringer Verbrauch<br />

Auf der Langstrecke kaum Vorteile<br />

durch Hybrid-Antrieb<br />

■ FAZIT<br />

4655 mm<br />

1800 mm<br />

1680 mm<br />

2670 mm<br />

1570/1570 mm<br />

463-1472 L<br />

1810 kg<br />

2310 kg<br />

500 kg<br />

80 kg<br />

75 kg<br />

750 kg<br />

1500 kg<br />

Wer täglich nur<br />

kurze Strecken<br />

zurücklegt und eine<br />

Steckdose in seiner<br />

Garage hat, kann<br />

mit dem PHEV kräftig<br />

sparen. durch<br />

den Benziner sind<br />

auch längere Fahrten<br />

kein Problem.<br />

Hier steigt der Verbrauch<br />

allerdings<br />

spürbar.<br />

Geländefähigkeiten<br />

FeUertaUFe iM rallYe-einsatZ<br />

Der Fokus des Outlander PHEV liegt ohne Frage auf kürzeren Strecken<br />

im urbanen Bereich – das muss aber nicht bedeuten, dass ihm sofort<br />

nach Verlassen der Straße die Luft ausgeht. Diesen Punkt hat<br />

Mitsubishi eindrucksvoll bewiesen, indem man den Outlander PHEV<br />

bei der Asia Cross Country Rallye starten ließ. Wenige Modifikationen<br />

genügten dem seriennahen Plug-in-Modell, ohne Schwierigkeiten ans<br />

Ziel der anspruchsvollen Rallye zu kommen.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 49


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

Klasse<br />

50 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

Discovery, Land Cruiser und Touareg<br />

stehen an der Spitze der <strong>SUV</strong>-Skala.<br />

Die traditionsreichen Allradler protzen<br />

mit schierer Größe und purem Luxus.<br />

Land Rover und Toyota besserten<br />

ihre Angebote dazu erst kürzlich auf –<br />

aber reicht das, um am oberen<br />

Ende ganz vorne zu stehen?<br />

w Autos in diesem Vergleichstest: luxuriöse geländewagen<br />

Land Rover Discovery TDV6<br />

211 PS, 8-Gang-Automatik<br />

Preis: 53 500 Euro<br />

Toyota Land Cruiser D-4D<br />

190 PS, 5-Gang-Automatik<br />

Preis: 62 000 Euro<br />

VW Touareg V6 TDI<br />

245 PS, 8-Gang-Automatik<br />

Preis: 55 650 Euro<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 51


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

w cockpit-check: material, Verarbeitung, design und Funktionalität<br />

LAnD RovER-CoCKPIT<br />

im Kurz-Check<br />

é Tolle Materialqualität<br />

bei den mit Ziernähten<br />

versehenen Leder -<br />

bezügen und Alu-<br />

Applikationen, ordentliche<br />

Bedienbarkeit<br />

ê Harte Plastikoberflächen<br />

im<br />

hellbeigen Mittelteil<br />

des Armaturenbretts<br />

Land Rover<br />

stilvolle einrichtung: Die Briten beweisen im Cockpit ihre royalen Raumausstattungs-Qualitäten. Das Armaturenbrett ist schlank<br />

gezeichnet, oben mit weichem Leder bezogen und in der Konsole mit Alu-Applikationen aufgewertet. Die Höhe des Luftfahrwerks lässt sich<br />

variieren, die Untersetzung per Tastendruck einlegen. Das „Terrain Response System“ regelt den Antrieb auf verschiedenen Untergründen.<br />

Toyota<br />

ToyoTA-CoCKPIT<br />

im Kurz-Check<br />

é Große Tasten, im<br />

Blickfeld montiertes<br />

navi-System, aufgeschäumte<br />

oberflächen<br />

è Die selten genutzte<br />

„Crawl Control“ kostet<br />

viel Platz in der Konsole,<br />

der große Automatik -<br />

wählhebel steht zu nah<br />

an den Cupholdern.<br />

Östlicher luxus: Im Land Cruiser scheint alles eine nummer größer auszufallen. Das riesige Lenkrad ist mit überdimensionierten<br />

Tasten versehen, navigationssystem und Lüftungsdüsen ragen weit über das breite Armaturenbrett hinaus. Mit der „Crawl Control“ lässt sich<br />

offroad ein konstantes Tempo justieren, dazu gibt's Fahrprogramme für verschiedene Gelände, eine Hinterachssperre und eine Untersetzung.<br />

voLKSwAGEn-CoCKPIT<br />

im Kurz-Check<br />

é viele Ablagen, stilvoller<br />

Materialmix,<br />

beste verarbeitungs -<br />

qualität, übersichtliche<br />

Bedienungseinheiten,<br />

riesiger, hochauflösender<br />

Bordcomputer<br />

è<br />

weniger luftiges<br />

Raumgefühl als bei<br />

der Konkurrenz<br />

Volkswagen<br />

sportliche zentrale: Im Touareg regieren gebürstetes Alu, schwarzer Klavierlack und weiche Plastikoberflächen. Das hochauflösende<br />

Bordcomputer-Display ist riesig, das Dreispeichen-Lenkrad klein und stark konturiert. Ablagefächer gibt es im aufgeräumten Cockpit en<br />

masse. Das Luftfahrwerk lässt sich in Höhe und Härte einstellen, neben dem Reduktionsgetriebe gibt es eine Mittel- und Hinterachssperre.<br />

52 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

Land Rover Discovery<br />

Auf dem schlicht gehaltenen Gestühl<br />

thront man mehr, als dass man sitzt.<br />

TRoTZ DES GRoSSEn BooMS UM<br />

DIE KLEInEn SUv woLLEn wIR SIE<br />

nICHT vERGESSEn: Die Vorreiter der<br />

Massen-Bewegung, die modern und<br />

zivil gewordenen Geländewagen vergangener<br />

Tage. Land Rover Discovery,<br />

Toyota Land Cruiser und VW Touareg<br />

verkörpern den Geist der <strong>SUV</strong>-Klasse<br />

wahrlich unverfälscht: Sie vermitteln<br />

mit schierer Größe das für viele<br />

Interes senten so ausschlaggebende<br />

Sicher heits gefühl, sind mit riesigen<br />

Platzangeboten für alle Eventualitäten<br />

des Alltags vorbereitet, gleiten mit<br />

Auto matik getrieben und hubraumstarken<br />

Dieseln gemütlich über die<br />

Straße und lassen dank permanenter<br />

Allrad systeme auch bei Wind und<br />

Wetter keinen Stress aufkommen.<br />

Toyota Land Cruiser<br />

Die breiten, bequemen Leder-Sessel<br />

könnten auch im wohnzimmer stehen.<br />

das Entern von Parklücken zur lässigen<br />

Fingerübung – wohlgemerkt bei<br />

einer Außenlänge von stattlichen<br />

4,83 Metern. Die großen Ledersessel<br />

überzeugen derweil trotz ihrer vergleichsweise<br />

aufrechten Stellung mit<br />

sanftem Rücken-Komfort. Königliches<br />

Ego, was willst du mehr? Natürlich<br />

eine stilvolle Residenz. Hochwertige<br />

Alu-Applikationen (und eben nicht<br />

billigst lackierte Plastikteile), ein weicher<br />

Lenkradkranz und das mit Ziernähten<br />

bestickte Leder-Armaturenbrett<br />

lassen nahezu keine Wünsche<br />

w im detAil: multimedia-Anschlüsse<br />

Volkswagen Touareg<br />

Die mit Leder und Alcantara bezogenen<br />

Sportsitze bieten satten Seitenhalt.<br />

offen. Da verzeiht man dem Briten<br />

schon mal kleine Problemzonen –<br />

wie die pixelige Darstellung des in<br />

der breiten Mittel konsole fast untergehenden<br />

7-Zoll-Navi-Systems und<br />

die harten Oberflächen im unteren<br />

Cockpit-Bereich.<br />

Der Toyota setzt auf eine gänzlich<br />

andere Atmosphäre: Er möchte mit<br />

Wucht überzeugen, die Insassen mit<br />

seinem massigen Blechkleid vor der<br />

Außenwelt schützen. Im Innern fällt<br />

folgerichtig alles eine Nummer größer<br />

aus: Das nach dem Einsteigen<br />

Land Rover Toyota Volkswagen<br />

„Im Discovery<br />

stellt sich<br />

sofort das<br />

royale Gefühl<br />

ein, über<br />

den anderen<br />

Verkehrs ­<br />

teilnehmern<br />

zu stehen.“<br />

FAHREnDE woHnZIMMER<br />

Das erhabene Gefühl beginnt schon<br />

mit dem Einsteigen: Im kantigen<br />

Land Rover thront man regelrecht<br />

über den Geschehnissen. Die Sitzposition<br />

ist hoch, die Fensterlinie<br />

vergleichsweise niedrig – sofort stellt<br />

sich das royale Gefühl ein, über den<br />

anderen Verkehrs teilnehmern zu stehen.<br />

Dazu ist die Übersicht nahezu<br />

perfekt: Die wie mit dem Lineal gezogenen,<br />

schnurgeraden Abschlüsse<br />

und die nach vorne kaum abfallende<br />

Motorhaube im XXL-Format machen<br />

massenweise<br />

anschlüsse<br />

Ein einfacher AUX-Eingang ist<br />

im Discovery serienmäßig. Wer<br />

sich das klangstarke Meridian-<br />

Soundsystem (1180 Euro, ab<br />

SE inklusive) ordert, bekommt<br />

dazu noch zwei USB-Ports.<br />

Praktisch: Die Geräte finden<br />

in einem gesonderten Fach<br />

im Armaturenbrett Platz.<br />

offengelegte<br />

schnittstellen<br />

Die volle Konnektivität ist ab<br />

der günstigen Life-Linie Serie.<br />

AUX- und USB-Schnittstelle<br />

finden sich im Land Cruiser<br />

frei zugänglich hinter dem<br />

Automatik-Wählhebel, direkt<br />

daneben lässt sich der MP3-<br />

Player bzw. das Smartphone<br />

lose verstauen.<br />

zahlreiche<br />

mÖglichkeiten<br />

Im Touareg ist allein ein<br />

AUX-Eingang Standard. Eine<br />

spezielle Multimedia-Buchse<br />

mit USB-Adapter kabel kostet<br />

175 Euro, für 220 Euro gibt's<br />

einen iPhone-iPod-Anschluss.<br />

Beide Varianten sitzen im<br />

geräumigen Fach unter<br />

der Mittelarmlehne.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 53


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

Land Rover Toyota Volkswagen<br />

markante<br />

licht-optik<br />

Die hellen Xenon-<br />

Scheinwerfer (2050<br />

Euro) werden von LED-<br />

Tagfahrlichtbändern<br />

umrahmt. 19-Zoll-<br />

Alufelgen sind ab<br />

der „S“-Ausstattung<br />

serienmäßig montiert.<br />

geschwungene<br />

leuchten<br />

Toyota setzt für 1850<br />

Euro sowohl bei den<br />

Tag fahrleuchten als<br />

auch dem Abblendlicht<br />

auf LED-Technik.<br />

18-Zöller im vielspeichen-Design<br />

sind ab „Life“ Serie.<br />

allerweltsscheinwerfer<br />

Die Touareg-Leuchten<br />

sind für 1465 Euro mit<br />

LED-Tagfahr- und<br />

Xenon-Abblendlicht<br />

ausgestattet. 17-Zoll-<br />

Alus sind ohne Aufpreis<br />

montiert, das 5-Arm-<br />

Design kostet 285 Euro.<br />

w im detAil: navigationssysteme<br />

nüCHTERnE FüHRUnG:<br />

Für satte 2420 Euro findet<br />

im Discovery ein 7-Zollnavigationssystem<br />

mit<br />

Touchscreen Platz. An die<br />

Bedienung muss man sich<br />

erst gewöhnen, dann funktioniert<br />

sie problemlos.<br />

Die Darstellung wirkt alt.<br />

GünSTIGE LöSUnG:<br />

Mit der „Life“-Serie<br />

kostet das 7-Zoll-navi nur<br />

590 Euro Aufpreis. Die<br />

Bedienung mittels Menü-<br />

Tasten und Touchscreen<br />

ist etwas mühselig, das<br />

Display dafür im Blickfeld<br />

des Fahrers montiert.<br />

EInFACH UnD GUT:<br />

Das 8-Zoll-navi „RnS<br />

850“ ist mit 2345 Euro<br />

alles andere als günstig,<br />

funktioniert dank seines<br />

riesigen Displays und der<br />

selbsterklärenden Menüführung<br />

aber perfekt.<br />

automatisch ausfahrende Volant hat<br />

gefühlt die Größe des Traumschiff-<br />

Steuerrads, auf den bequemen Ledersesseln<br />

würde auch Rainer Calmund<br />

gemütlich lungern. Warum ausgerechnet<br />

die nur in schwerem Gelände<br />

Land Rover<br />

Toyota<br />

Volkswagen<br />

sinnvolle „Crawl Control“ die komplette,<br />

mit Schmuck-Hölzern gestützte<br />

Mittelkonsole besetzt, bleibt uns<br />

aber ein Rätsel. Vielleicht weil das<br />

breite und weiche Armaturenbrett<br />

mehr als genug Platz für den in das<br />

Blickfeld des Fahrers ragenden Navi-<br />

Bildschirm bietet. Auf dessen sieben<br />

Zoll wird im Übrigen auch das Bild der<br />

Rück fahrkamera übertragen – und<br />

darauf sollte man genau achten.<br />

Denn unter dem schmalen Fenster<br />

der Heck scheibe kann sich bei der<br />

Park platz suche schon mal ein ganzer<br />

Kleinwagen verstecken.<br />

Obwohl das Blechkleid des Touareg<br />

noch einen Tick länger als das des<br />

Land Cruiser ausfällt, hat man an<br />

Bord des VW immer das Gefühl, ein<br />

viel handlicheres Auto zu bewegen.<br />

Wählt man das Standard-Niveau der<br />

Luftfederung, liegt die Karosse spürbar<br />

tiefer als bei der Konkurrenz. In<br />

dem sportlich geformten Gestühl sitzt<br />

man dank fester Seitenwangen wie<br />

angegossen, das kleine, konturierte<br />

Dreispeichen-Lenkrad liegt gut in der<br />

Hand. Gebürstete Alu-Oberflächen,<br />

schwarzer Klavierlack und rote<br />

Instrumenten-Zeiger stehen im krassen<br />

Kontrast zum Wohnzimmer-<br />

Layout von Land Rover und Toyota.<br />

Deswegen geht es im Touareg aber<br />

nicht ungemütlich zu: Das Armaturenbrett<br />

ist weich aufgeschäumt,<br />

Lüftungs düsen, Klima-Tasten und der<br />

Auto matik-Wählhebel sind mit Edelstahl<br />

geschmückt. Das hochauflösende<br />

Bordcomputer-Display und der<br />

riesige Navi-Touchscreen passen perfekt<br />

zum edlen Ambiente.<br />

DIESELSTARKER SPoRTLER<br />

So sehr sich Land Rover, Toyota und<br />

VW im Innenraum unterscheiden, so<br />

krass sind auch die Unterschiede im<br />

Fahrverhalten. Der Touareg macht<br />

seinem dynamischen Design alle<br />

Ehre: Er ist der Sportler. Der Dreiliter-V6<br />

säuselt kultiviert in den<br />

Innenraum, tritt den Insassen bei<br />

Vollgas aber mit seinem vollen Drehmoment<br />

von 550 Newtonmetern in<br />

den Rücken. In nur 7,8 Sekunden<br />

beschleunigt er den 2,2-Tonnen-<br />

Boliden von null auf 100 Kilometer<br />

pro Stunde, Schluss ist erst bei satten<br />

228 km/h. Aber nicht nur auf schnellen<br />

Autobahn-Etappen macht der VW<br />

eine gute Figur, das luxuriöse <strong>SUV</strong><br />

fährt sich auch auf kurvigen Landstraßen<br />

erstaunlich dynamisch. Das<br />

Luftfahrwerk unterdrückt Wank -<br />

bewegungen, die Straßen lage ist sensationell<br />

sportlich. Auch die Steuerung<br />

gefällt uns sehr gut: Mit wenig<br />

Lenkeinschlag und großer Präzision<br />

lässt sich der VW zentimetergenau<br />

54 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

w innenrAum-check: platzverhältnisse, gepäckraumvolumen und Variabilität<br />

LAnD RovER-InnEnRAUM<br />

im Kurz-Check<br />

é Riesiger Kofferraum, der<br />

dank seiner durchgängigen<br />

Breite und Höhe<br />

auch sperrige Güter<br />

fasst, große Knie- und<br />

Kopffreiheit im Fond,<br />

optional vollwertige, im<br />

Kofferraumboden versenkbare<br />

Sitze hinten<br />

è Harte Polster in der<br />

hinteren Reihe<br />

Land Rover<br />

beste raumnutzung: Das kantige Blechkleid zahlt sich im Innenraum aus. Der Discovery bietet mit bis zu 2558 Litern volumen den<br />

mit Abstand größten Kofferraum. Selbst wenn die zweite Reihe aufrecht steht, passen noch 1192 Liter in das hohe und breite Gepäckabteil.<br />

Für 1570 Euro wird der Land Rover zum vollwertigen Siebensitzer, auf dessen hinteren Einzelsitzen auch Erwachsene Platz finden.<br />

Toyota<br />

ToyoTA-InnEnRAUM<br />

im Kurz-Check<br />

é Fürstliche Platzverhältnisse<br />

im Fond,<br />

bequeme Rückbank,<br />

breiter und hoher<br />

Kofferraum, bei umgeklappter<br />

zweiter Reihe<br />

fast ebene Ladefläche<br />

ê Die rechts angeschlagene<br />

Hecktür stört beim<br />

Beladen in engen<br />

Parklücken.<br />

grosse klappe: Am Land Cruiser ist noch ganz geländewagentypisch eine rechts angeschlagene Hecktür montiert. Dahinter ist auf einer<br />

großen, bei umgeklappter Rückbank nahezu ebenen Fläche Raum für 621 bis 1934 Liter Gepäck. Auf der bequemen, weichen Rückbank sitzt<br />

es sich dank ausreichender Bewegungsfreiheit fürstlich. wer 2650 Euro investiert, bekommt zwei weitere, im Kofferraum versenkbare Sitze.<br />

voLKSwAGEn-InnEnRAUM<br />

im Kurz-Check<br />

é Bequeme Rückbank mit<br />

Seitenhalt, bei umgeklappter<br />

zweiter Sitzreihe<br />

fast ebene Fläche,<br />

niedrige Ladekante<br />

ê Im vergleich von der<br />

Höhe her niedriger<br />

Kofferraum mit dem<br />

kleinsten Fassungsvermögen,<br />

keine dritte<br />

Sitzreihe erhältlich<br />

Volkswagen<br />

enger schnitt: Der Touareg ist spürbar niedriger als die Konkurrenz. Mit seiner schräg abfallenden Heckklappe kommt er auf ein<br />

Koffer raumvolumen von nur 580 bis 1642 Liter. Auf der gut konturierten Rückbank sitzt man fast so komfortabel wie auf Einzelsitzen, Knieund<br />

Kopffreiheit sind üppig bemessen. Eine dritte Sitzreihe gibt es für den großen volkswagen auch gegen Aufpreis nicht.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 55


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

w FAhrdynAmik-check: handling, komfort, Fahrleistungen und Verbrauch<br />

DISCovERy TDv6<br />

im Kurz-Check<br />

é Hohe Sitzposition, hervorragende<br />

übersicht,<br />

kultivierter v6-Diesel,<br />

komfortables Luftfahrwerk,<br />

schnelles<br />

Automatikgetriebe<br />

è Immer spürbares, sehr<br />

hohes Leergewicht<br />

ê Im vergleich höchster<br />

verbrauch (11,2 L<br />

pro 100 Kilometer)<br />

Land Rover<br />

über den dingen: Im Discovery thront man über der Straße, hohe Sitzposition und große Fenster<br />

schaffen einen perfekten Rundumblick. Der v6-Diesel geht in Kombi mit der schnell schaltenden<br />

Achtgang-Automatik zügig zur Sache, kann die knapp 2,6 Tonnen Leergewicht aber nicht kaschieren.<br />

Toyota<br />

LAnD CRUISER D-4D<br />

im Kurz-Check<br />

é Trotz hinterer Starrachse<br />

und konventioneller<br />

Schraubenfederung sehr<br />

komfortables Fahrwerk<br />

è Sanft schaltende, aber<br />

auf Gasbefehle nur träge<br />

reagierende Automatik<br />

mit nur fünf Gängen<br />

ê Im vergleich schwacher,<br />

im Innenraum gut vernehmbarer<br />

Dieselmotor<br />

erhabener gleiter: Der Land Cruiser ist für eine sportliche Fahrweise nicht gemacht – die<br />

Fünfgang-Automatik schaltet sanft, aber auch langsam. Der Dreiliter-vierzylinder läuft ruhig, das riesige<br />

Lenkrad lässt sich ohne Kraftaufwand bewegen. Trotz hinterer Starrachse ist der Fahrkomfort top.<br />

ToUAREG v6 TDI<br />

im Kurz-Check<br />

é<br />

v6-Diesel mit hohem<br />

Drehmoment und starkem<br />

Durchzug, niedriger<br />

verbrauch (9,5 L<br />

pro 100 Kilometer),<br />

schnelles Automatikgetriebe,<br />

sportliche<br />

Kurvenlage<br />

è Im vergleich straffes<br />

Fahrwerk, mäßige<br />

übersichtlichkeit<br />

Volkswagen<br />

straffer sportler: wieder tanzt der Touareg aus der Reihe. Sein Luftfahrwerk ist auch im<br />

Komfort-Modus noch straff, lässt auf kurvigen Landstraßen kaum wankbewegungen zu. Der starke<br />

Diesel hat zusammen mit der Achtgang-Automatik keine Mühe, den vw schnell zu beschleunigen.<br />

Bewertung<br />

Land Rover<br />

Toyota<br />

volkswagen<br />

KARoSSERIE / InnEnRAUM<br />

Platzangebot 1 2 3<br />

Sitze / Sitzposition 2 2 1<br />

Kofferraum / Variabilität 1 2 3<br />

Anhängelast / Zuladung 2 3 1<br />

Bedienung / Funktionalität 2 2 1<br />

Verarbeitung / Materialien 2 2 1<br />

Ausstattung 2 1 3<br />

Übersichtlichkeit 1 2 2<br />

MoToR / GETRIEBE<br />

Motoreigenschaften 2 3 1<br />

Beschleunigung 2 3 1<br />

Höchstgeschwindigkeit 2 3 1<br />

Elastizität 2 3 1<br />

Fahrverhalten 2 2 1<br />

Fahrkomfort 1 2 3<br />

Getriebe / Schaltung 2 3 1<br />

Lenkung / Wendekreis 3 2 1<br />

ALLRAD / GELänDEwERTE<br />

Allradantrieb 1 1 1<br />

Bodenfreiheit 1 1 1<br />

Karosserie 1 2 3<br />

KoSTEn / UMwELT<br />

Steuer 2 3 1<br />

Versicherung 1 2 3<br />

Verbrauch 3 2 1<br />

Emissionen 2 3 1<br />

Wartungsintervalle 2 1 2<br />

Garantie 1 1 2<br />

Preis 2 1 3<br />

Gesamtwertung 2 3 1<br />

1. Platz<br />

Volkswagen<br />

Touareg<br />

+ Starker, sparsamer v6-Diesel<br />

+ Bequeme Sitze mit Seitenhalt<br />

+ Präzise Lenkung, schnelle Automatik<br />

– Im vergleich wenig Raum<br />

2. Platz<br />

land Rover<br />

Discovery<br />

+ Hohe Sitzposition, gute übersicht<br />

+ Komfortables Luftfeder-Fahrwerk<br />

+ Mit Abstand größtes Platzangebot<br />

– Hohes Gewicht, hoher verbrauch<br />

3. Platz<br />

toyota<br />

Land Cruiser<br />

+ Großzügige Platzverhältnisse<br />

+ Grandiose Langstrecken-Qualitäten<br />

+ Sehr gute Geländefähigkeiten<br />

– Automatik mit nur fünf Gängen<br />

56 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

Land Rover Discovery TDV6<br />

Der v6 bringt es in seiner leistungsschwächeren<br />

version auf 211 PS.<br />

um die Kurven zirkeln. Die perfekt<br />

abgestimmte Acht gang-Automatik<br />

wechs elt passend dazu ohne spürbare<br />

Kraftunter brechung in Sekundenbruchteilen<br />

die Gänge, reagiert schon<br />

in der Drive-Stellung zügig auf Gasbefehle.<br />

Allein auf entspannten<br />

Touren muss man Ab striche machen:<br />

Obwohl das Fahr werk bequem über<br />

Fahrbahn unebenheiten rollt, erreicht<br />

der Touareg nie das gleitende Niveau<br />

seiner Konkurrenz – die nämlich<br />

setzt voll und ganz auf Komfort.<br />

LAnGSTRECKEn-GLEITER<br />

Schon beim Blick auf das Datenblatt<br />

wird klar, dass der Land Cruiser keine<br />

sportlichen Ambitionen hegt. Er setzt<br />

geländewagentypisch auf eine hintere<br />

Starrachse, kommt mit herkömmlicher<br />

Schrauben federung. So ausgerüstet<br />

lässt sich der Koloss nur<br />

widerwillig um Kurven jagen – der<br />

Fokus lag hier klar auf beste<br />

Geländefähigkeiten. Über schlechte<br />

Pisten schaukelt der Toyota gemütlich,<br />

in engen Kurven beugt er sich<br />

willig den Fliehkräften. Am riesigen,<br />

leichtgängigen Lenkrad entsteht aber<br />

ohnehin nie Stress – dass der Fahrer<br />

die Richtung im Land Cruiser lediglich<br />

grob vorgibt, stört kaum. Dieser<br />

Wagen entschleunigt seine Insassen<br />

zuverlässig – was auch an dem eher<br />

trägen Vierzylinder liegt. Mit 190 PS<br />

und 420 Newtonmetern beschleunigt<br />

der Selbst zünder – wenn es denn<br />

sein muss – in 11,6 Sekunden auf<br />

Toyota Land Cruiser D-4D<br />

Toyota setzt bei drei Litern Hubraum<br />

auf nur vier Zylinder – mit 190 PS.<br />

100 km/h. Trotz seiner bei hohen<br />

Drehzahlen angestrengt klingenden<br />

Geräusch kulisse könnte er das vielleicht<br />

sogar noch einen Tick schneller,<br />

wäre da nicht die Fünfgang-<br />

Automatik. Butterweich wechselt sie<br />

die Gänge, Schnelligkeit aber ist nicht<br />

ihr Ding. Der Toyota ist einfach ein<br />

entspannter Langstreckengleiter.<br />

Genau das kann man getrost auch<br />

vom Discovery behaupten. Die<br />

Luftfederung des Briten ist nicht wie<br />

im VW auf Dynamik getrimmt, vielmehr<br />

scheint sie jeden kleinen Stein,<br />

jede Rille und jedes Schlagloch zu<br />

scannen und unschädlich zu machen.<br />

Sanft gleitet der Land Rover durch<br />

Stadt und Land, der 211 PS starke<br />

V6-Diesel läuft dabei stets fast<br />

un bemerkt im Hinter grund. Allein das<br />

etwas schwergängige Lenkrad, an<br />

dem man in engen Kehren lange<br />

rudern muss, stört den harmonischen<br />

Ein druck etwas. Die Achtgang-<br />

Auto matik dagegen beherrscht jede<br />

Gangart: Schnell und sanft schießt<br />

sie die Gänge nach, hält das Triebwerk<br />

immer im Dreh zahlkeller. Es sei<br />

denn, der Fahrer presst das Gas<br />

Richtung Bodenblech. Dann dürfen<br />

die sechs Töpfe auch mal kräftig<br />

grummelnd zum Angriff blasen und<br />

das mit knapp 2,6 Tonnen viel zu<br />

schwere Leergewicht in genau 10,5<br />

Sekunden auf 100 Sachen katapultieren.<br />

Aber nicht nur, dass das dem<br />

edlen Briten nicht steht – es rächt<br />

sich auch noch an der Tankstelle. Mit<br />

VW Touareg V6 TDI<br />

Mit 245 PS und 550 newtonmetern<br />

stellt vw klar die Leistungsspitze.<br />

11,2 Litern Diesel pro 100 km ist der<br />

Discovery messbar durstiger als Land<br />

Cruiser und Touareg.<br />

❚<br />

Bastian Hambalgo<br />

Julian Hoffmann<br />

Joe Wörz<br />

TexT: Julian Hoffmann<br />

FoTos: Robert Kranz<br />

Fazit<br />

Trotz klarer Abstriche beim Platzangebot<br />

fährt der vw der Konkurrenz davon.<br />

Sein Diesel ist stark und sparsam, das<br />

niedrige Leergewicht und die straffe<br />

Federung garantieren Fahrspaß.<br />

„Dass der<br />

Fahrer die<br />

Richtung im<br />

Land Cruiser<br />

nur grob vorgibt,<br />

stört<br />

kaum.“<br />

w kurz und schmerzlos: tester-meinungen<br />

„Der Discovery ist ein charakterstarkes<br />

Auto. Im kantigen<br />

Briten schwebt man über die<br />

Straßen. Eigentlich logisch,<br />

dass dieser royale Regierungssitz<br />

sein Gewicht hat.“<br />

„Der Touareg ist um Längen<br />

stärker, schneller und präziser<br />

als seine Konkurrenz – und<br />

ganz nebenbei deutlich sparsamer.<br />

Für mich kann es da keine<br />

weiteren Überlegungen geben.“<br />

„Im massigen Land Cruiser ist<br />

das Sicherheitsgefühl unbeschreiblich.<br />

Zu diesem sanften<br />

Riesen mit seinen weichen<br />

Sesseln passt kein spurtwütiger<br />

Diesel. Ich habe keine Eile.“<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 57


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

DATEnBLATT<br />

Technische Daten Land Rover Discovery TDV6 Toyota Land Cruiser D­4D Volkswagen Touareg V6 TDI<br />

MoToR<br />

Prinzip / Zylinderzahl, Bauart Diesel / V6 Diesel / 4 in Reihe Diesel / V6<br />

Einbaulage vorn längs vorn längs vorn längs<br />

Ventile pro Zylinder / Nockenwellen 4 / zwei oben liegende 4 / zwei oben liegende 4 / zwei oben liegende<br />

Leistung 211 PS (155 kW) bei 4000 U/min 190 PS (140 kW) bei 3400 U/min 245 PS (180 kW) bei 3800 U/min<br />

Drehmoment 520 Nm bei 1500-2500 U/min 420 Nm bei 1600-3000 U/min 550 Nm bei 1750-2750 U/min<br />

Hubraum 2993 ccm 2982 ccm 2967 ccm<br />

Verdichtung 16,0:1 17,9:1 16,8:1<br />

Aufladung Turbolader, Ladeluftkühler Turbolader, Ladeluftkühler Turbolader, Ladeluftkühler<br />

Gemischaufbereitung Common-Rail-Direkteinspritzung Common-Rail-Direkteinspritzung Common-Rail-Direkteinspritzung<br />

KRAFTüBERTRAGUnG<br />

Allradantrieb<br />

58 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014<br />

Permanenter Allradantrieb, zweistufiges<br />

Verteilergetriebe mit Lamellensperre im<br />

Mitteldifferenzial, Kraftverteilung 50/50<br />

Permanenter Allradantrieb, zweistufiges<br />

Verteilergetriebe mit Torsen-Mittel diff e-<br />

renzial, Kraftverteilung 30/70 bis 50/50<br />

Permanenter Allradantrieb, zweistufiges<br />

Verteilergetriebe mit Lamellensperre im<br />

Mitteldifferenzial, Kraftverteilung 40/60<br />

Getriebe Achtgang-Automatikgetriebe Fünfgang-Automatikgetriebe Achtgang-Automatikgetriebe<br />

Übersetzungen (1./2./3./4./5./6.)<br />

(7./8./Rückwärts/Gelände/Achse)<br />

4,71/3,14/2,11/1,67/1,29/1,00<br />

0,84/0,67/3,32/2,93/3,21<br />

3,52/2,04/1,40/1,00/0,72/–<br />

–/–/3,22/2,57/3,91<br />

4,97/2,84/1,86/1,44/1,21/1,00<br />

0,83/0,69/4,07/2,69/3,27<br />

FAHRwERK<br />

Radaufhängung vorn Einzelradaufhängung, Luftfeder Einzelradaufhängung, Schraubenfeder Einzelradaufhängung, Schraubenfeder<br />

Radaufhängung hinten Einzelradaufhängung, Luftfeder Starrachse, Schraubenfeder Einzelradaufhängung, Schraubenfeder<br />

Bremsen vorn / hinten innenbelüftete / innebelüftete Scheibe innenbelüftete / innebelüftete Scheibe innenbelüftete / innebelüftete Scheibe<br />

Lenkung (Lenkradumdrehungen) Zahnstangen-Servo (3,3) Zahnstangen-Servo (3,0) Zahnstangen-Servo (2,5)<br />

Wendekreis 11,8 m 11,8 m 11,9 m<br />

Serienbereifung 8.0x19; 255/55 R19 7.5x17; 265/65 R17 7.0x17; 235/65 R17<br />

Testwagenbereifung 8.0x19; 255/55 R19, Goodyear 7.5x18; 265/60 R18, Nokian 7.0x17; 235/65 R17, Vredestein<br />

vERBRAUCH / EMISSIonEn / REICHwEITE<br />

NEFZ-Verbrauch<br />

innerorts: 8,6 / außerorts: 7,3 / gesamt:<br />

7,8 L/100 km<br />

innerorts: 7,1 / außerorts: 9,7 / gesamt:<br />

8,1 L/100 km<br />

CO 2 -Ausstoß 207 g/km 213 g/km 193 g/km<br />

Abgasnorm Euro 5 Euro 5 Euro 5<br />

Tankinhalt 82,3 Liter 87 Liter 100 Liter<br />

Reichweite 1055 km 1074 km 1370 km<br />

innerorts: 8,5 / außerorts: 6,6 / gesamt:<br />

7,3 L/100 km<br />

Testwerte Land Rover Discovery TDV6 Toyota Land Cruiser D­4D Volkswagen Touareg V6 TDI<br />

FAHRLEISTUnGEn<br />

Beschleunigung 0-80 km/h 7,1 s 7,5 s 5,5 s<br />

Beschleunigung 0-100 km/h 10,5 s 11,6 s 7,8 s<br />

Beschleunigung 0-130 km/h 17,6 s 20,4 s 12,4 s<br />

Beschleunigung 0-160 km/h 29,4 s 37,3 s 19,5 s<br />

Höchstgeschwindigkeit 184 km/h 183 km/h 228 km/h<br />

Zwischenspurt 60-100 km/h (Kickdown) 7,2 s 8,3 s 5,3 s<br />

Zwischenspurt 80-120 km/h (Kickdown) 9,0 s 10,4 s 6,8 s<br />

Tachoabweichung 30/50/100/130 28/47/96/125 km/h 27/46/97/126 km/h 29/49/97/126 km/h<br />

vERBRAUCH<br />

minimal 9,2 L/100 km 9,0 L/100 km 8,4 L/100 km<br />

maximal 12,3 L/100 km 12,6 L/100 km 11,6 L/100 km<br />

gesamt 11,2 L/100 km 10,8 L/100 km 9,5 L/100 km<br />

Kosten Land Rover Discovery TDV6 Toyota Land Cruiser D­4D Volkswagen Touareg V6 TDI<br />

UnTERHALTSKoSTEn<br />

Steuer 509 Euro 521 Euro 481 Euro<br />

Haftpflicht/Teilkasko/Vollkasko 674 (TK 23)/268 (TK 23)/610 (TK 20) 674 (TK 23)/338 (TK 25)/1181 (TK 27) 674 (TK 23)/506 (TK 28)/1181 (TK 27)<br />

Wartungsintervalle 26000 km / 1 Jahr 30000 km / 2 Jahre nach Service-Anzeige<br />

Garantie 3 Jahre / 100 000 km 3 Jahre / 100000 km 2 Jahre ohne km-Begrenzung<br />

AnSCHAFFUnGSKoSTEn<br />

Einstiegspreis 53500 Euro (Discovery SE TDV6) 62000 Euro (Land Cruiser D-4D Exec.) 55650 Euro (V6 TDI „Terrain Tech“)<br />

Testwagenpreis 69225 Euro (Discovery SE TDV6) 63200 Euro (Land Cruiser D-4D Exec.) 89022 Euro (V6 TDI „Terrain Tech“)


VERGLEICHSTEST Land Rover / Toyota / VW<br />

LAnD RovER DISCovERy TDv6 / ToyoTA LAnD CRUISER D-4D / vw ToUAREG v6 TDI<br />

Radstand 2885 mm<br />

Länge 4829 mm<br />

GEwICHTE<br />

leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

zulässiges gesamtgewicht<br />

zuladung (abhängig vom spez. fzg.-leergewicht)<br />

dachlast<br />

stützlast<br />

anhängelast (ungebremst)<br />

anhängelast (gebremst)<br />

Radstand 2790 mm<br />

Länge 4780 mm<br />

Land Rover Discovery TDV6<br />

2570 kg<br />

3240 kg<br />

670 kg<br />

75 kg<br />

150 kg<br />

750 kg<br />

3500 kg<br />

GEwICHTE<br />

leergewicht (ausstattungsabhängig) 2185-2435 kg<br />

zulässiges gesamtgewicht<br />

2990 kg<br />

zuladung (abhängig vom spez. fzg.-leergewicht) 555-805 kg<br />

dachlast<br />

80 kg<br />

stützlast<br />

120 kg<br />

anhängelast (ungebremst)<br />

750 kg<br />

anhängelast (gebremst)<br />

3000 kg<br />

Höhe 1887 mm<br />

Spur 1605/1612 mm<br />

Breite 1915 mm<br />

Stehhöhe 183-192 cm<br />

InnEnRAUM voRn<br />

höhe/breite 910-970/1500 mm<br />

sitzhöhe/-tiefe 720-870/515 mm<br />

InnEnRAUM 2. REIHE, 3. REIHE<br />

höhe/breite 99, 100/151, 109 cm<br />

kniefreiheit 170-410, 395 mm<br />

sitzhöhe/-tiefe 75, k.A./48, 39 cm<br />

GEPäCKRAUM<br />

länge/breite 33-215/114-122 cm<br />

höhe<br />

940 mm<br />

ladekantenhöhe 760-850 mm<br />

volumen (vda) 280-1192-2558 L<br />

Geländewerte<br />

Karosseriewinkel (vorn/Mitte/hinten) 36,2/27,3/29,6°<br />

Bodenfreiheit (v/M/h) 195-265/190-295/185-240 mm<br />

Steigfähigkeit 35° (70 %)<br />

Gesamtuntersetzung (max.) 44,34:1<br />

Kriechgeschwindigkeit (min.)<br />

3,2 km/h<br />

Toyota Land Cruiser D-4D<br />

Höhe 1845 mm<br />

Spur 1585/1585 mm<br />

Breite 1885 mm<br />

InnEnRAUM voRn<br />

höhe/breite 940-1100/1500 mm<br />

sitzhöhe/-tiefe 780-850/500 mm<br />

InnEnRAUM HInTEn<br />

höhe/breite 970/1490 mm<br />

kniefreiheit 250-500 mm<br />

sitzhöhe/-tiefe 810/480 mm<br />

GEPäCKRAUM<br />

länge/breite 100-190/109-139 cm<br />

höhe<br />

1040 mm<br />

ladekantenhöhe 800 mm<br />

volumen (vda) 621-1934 L<br />

Geländewerte<br />

Karosseriewinkel (vorn/Mitte/hinten) 32°/22°/25°<br />

Bodenfreiheit (vorn/Mitte/hinten) 220/260/215 mm<br />

Steigfähigkeit 42° (90 %)<br />

Gesamtuntersetzung (max.) 35,37:1<br />

Kriechgeschwindigkeit (min.)<br />

2,5 km/h<br />

Ausstattung<br />

Ausstattung (SE): Fahrer-, Beifahrer-,<br />

Seiten- und Vorhangairbags<br />

, Anhängerstabilisierung,<br />

Bergabfahrhilfe, Alufelgen (19<br />

Zoll), Luftfederung, Start-<br />

Stopp-Sys tem, Multi funktionslenkrad,<br />

schlüsselloser Start,<br />

zweistufiges Verteiler getriebe<br />

mit Terrain-Response-System,<br />

Klima auto matik, Tempo mat,<br />

Meridian-Sound system, AUXund<br />

USB-Anschluss, Rückfahrwarner,<br />

Bluetooth-Freisprecheinrichtung,<br />

Sicht paket<br />

Zusatzausstattungen<br />

¨ Metalliclackierung<br />

þ Navigation<br />

þ Ledersitze<br />

þ Rückfahrkamera<br />

þ Xenon-Leuchten<br />

¨ 7-Sitzer-Paket<br />

900 <br />

2420 <br />

2190 <br />

420 <br />

770 <br />

1570 <br />

Ausstattung<br />

Ausstattung (Executive):<br />

Fahrer-, Beifahrer-, Seiten- und<br />

Knieairbag (Fahrer), zweistufiges<br />

Verteilergetriebe, Berg abfahrkontrolle,<br />

Parkwarner vorne<br />

und hinten, Rückfahrkamera,<br />

LED-Scheinwerfer mit Tagfahrlicht,<br />

Alu felgen (18 Zoll), elektrische<br />

Leder sitze mit Sitzheizung,<br />

Lenkradheizung, Navigationssystem,<br />

Digitalradio, USB- und<br />

AUX-Anschluss, Bluetooth-Freisprecheinrichtung,<br />

Fahrspurassistent,<br />

Tempomat, 2-Zonen-<br />

Klimaautomatik, Kühlfach in<br />

Mittelkonsole, schlüsselloses<br />

Öffnen und Starten<br />

Zusatzausstattungen<br />

¨ Metalliclackierung<br />

¨ 7-Sitzer<br />

¨ Gelände-Paket<br />

850 <br />

2650 <br />

2350 <br />

Volkswagen Touareg V6 TDI „Terrain Tech“<br />

Radstand 2893 mm<br />

Länge 4795 mm<br />

GEwICHTE<br />

leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

zulässiges gesamtgewicht<br />

zuladung (abhängig vom spez. fzg.-leergewicht)<br />

dachlast<br />

stützlast<br />

anhängelast (ungebremst)<br />

anhängelast (gebremst)<br />

2203 kg<br />

2890 kg<br />

687 kg<br />

100 kg<br />

140 kg<br />

750 kg<br />

3500 kg<br />

Höhe 1709 mm<br />

Spur 1656/1676 mm<br />

Breite 1940 mm<br />

Stehhöhe 184-196 cm<br />

InnEnRAUM voRn<br />

höhe/breite 945-1025/1570 mm<br />

sitzhöhe/-tiefe 635-845/540 mm<br />

InnEnRAUM HInTEn<br />

höhe/breite 990/1530 mm<br />

kniefreiheit<br />

70-465 mm<br />

sitzhöhe/-tiefe 720/510 mm<br />

GEPäCKRAUM<br />

länge/breite 98-160/115-147 cm<br />

höhe<br />

790 mm<br />

ladekantenhöhe 685-805 mm<br />

volumen (vda) 580-1642 L<br />

Geländewerte<br />

Karosseriewinkel (vorn/Mitte/hinten) 25,4°/20,5°/26°<br />

Bodenfreiheit (v/M/h) 210-300/220-295/235-285 mm<br />

Steigfähigkeit 45° (100 %)<br />

Gesamtuntersetzung (max.) 43,72:1<br />

Kriechgeschwindigkeit (min.)<br />

3,6 km/h<br />

Ausstattung<br />

Serienausstattung v6 TDI (mit<br />

„Terrain Tech“): Fahrer-, Beifahrer-,<br />

Seiten - und Kopf airbags,<br />

Anhängerstabilisierung,<br />

Bergabfahrhilfe, zweistufiges<br />

Verteilergetriebe, Alu-Felgen<br />

(17 Zoll), Multifunktionslenkrad,<br />

Tempomat, 2-Zonen-Klimaautomatik,<br />

AUX-Anschluss, elektrische<br />

Außenspiegel, automatisch<br />

abblendender Innenspiegel,<br />

Müdigkeitserkennung<br />

Zusatzausstattungen<br />

¨ Metalliclackierung 890 <br />

þ Ledersitze ab 2330 <br />

þ Rückfahrkamera 510 <br />

¨ Spurhaltehilfe 535 <br />

¨ Spurwechselhilfe 605 <br />

¨ Luftfederung 2700 <br />

þ Navigation 2345 <br />

þ Xenon + Kurvenl. 1465 <br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 59


AWARD 2014<br />

powered by<br />

Gewinnen sie ein<br />

POLaris rZr 900 eu<br />

iM werT VOn<br />

24 000 eurO!<br />

Abbildung ähnlich<br />

POLaris rZr 900 eu<br />

Orange Madness<br />

➡ 88 Ps Leistung<br />

aus 875 ccm hubraum<br />

➡ 540 Kilo Trockengewicht<br />

➡ zuschaltbarer allradantrieb<br />

➡ rOPs-geprüfter<br />

Überrollkäfig<br />

➡ schalensitze<br />

➡ elektrische servolenkung<br />

➡ eu-Zulassung<br />

powered by<br />

aBsTiMMen<br />

& Gewinnen!<br />

1. PREIS: Ein Polaris RZR 900 EU<br />

im Wert von 24 000 Euro<br />

2. PREIS: Ein Satz Nokian Z <strong>SUV</strong><br />

passend für Ihren Offroader<br />

3. PREIS: Ein Wochenende für zwei<br />

im Hotel Schönruh im Zillertal<br />

im Wert von 500 Euro<br />

4. - 6. PREIS: Je ein Bosch PSR Select<br />

Akkuschrauber<br />

powered by<br />

powered by<br />

LeserwahL 2014: wer wird<br />

GeLändewaGen des Jahres?<br />

Sie haben es in der Hand! In unserem Schwester-Magazin<br />

OFF ROAD findet wieder der alljährliche Award statt: In 13<br />

Kategorien stehen 127 Fahrzeuge und zehn Traktionsreifen<br />

zur Wahl. Machen Sie mit und gewinnen Sie tolle Preise!<br />

Wir halten an Gutem fest. Auch<br />

wenn andere gerade in tiefen Manipulationskrisen<br />

stecken. Wir werden<br />

auch dieses Jahr die Geländewagen<br />

des Jahres küren. Und zwar<br />

mit Ihnen und ausschließlich auf<br />

Basis Ihrer Abstimmung. Denn Sie<br />

und nur Sie entscheiden über Sieg<br />

und Niederlage beim OFF ROAD-<br />

Award. Für dieses Versprechen<br />

verlangen wir aber auch einiges: In<br />

13 Kategorien muss abgestimmt<br />

werden. Aus 127 Fahrzeugen und<br />

10 Traktionsreifen sollen Sie Ihren<br />

Favoriten bestimmen. Das kann<br />

schon einige Zeit in Anspruch nehmen<br />

– wird sich aber lohnen.<br />

Denn jeder, der einen vollständig<br />

ausgefüllten Wahlzettel via Internet<br />

(unter www.off-road.de), per Post,<br />

Fax oder Flaschenpost an uns sendet,<br />

nimmt an der Verlosung unserer<br />

wirklich sensationellen Preise<br />

im Gesamtwert von über 25000<br />

Euro teil. Unser diesjähriger Haupt-<br />

gewinn lässt Offroader-Herzen<br />

höherschlagen, schließlich ge -<br />

hören die Polaris RZR zu den<br />

schnellsten Geländegeräten, die<br />

man kaufen kann. Zudem gibt es<br />

einen Satz Nokian Z <strong>SUV</strong> für Ihren<br />

Offroader, ein Wochenende für<br />

zwei im Hotel Schönruh im Zillertal<br />

und 3 Bosch Akkuschrauber PSR<br />

Select zu gewinnen.<br />

Einsendeschluss ist der 18. Mai.<br />

Viel Spaß bei unserer Leserwahl<br />

und vor allem: Viel Glück! ■<br />

60 suV Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


wählen und tolle<br />

Preise gewinnen …<br />

Geländewagen des Jahres<br />

Ihre Meinung ist uns wichtig! Wählen Sie<br />

den „Geländewagen des Jahres“ und gewinnen Sie<br />

mit etwas Glück unseren attraktiven Hauptpreis –<br />

ein Polaris RZR 900 EU.<br />

so können sie gewinnen<br />

Wählen Sie in jeder Kategorie Ihren Favoriten, bitte<br />

kreuzen Sie nur ein Fahrzeug pro Kategorie an.<br />

Ihr Votum geben Sie entweder im Internet auf<br />

www.off-road.de unter „Leserwahl 2014“ ab oder auf<br />

der vorliegenden Seite, die Sie uns dann per Fax oder<br />

Post zusenden. Sie können uns natürlich auch eine<br />

Postkarte oder eine E-Mail mit den acht Buchstaben-<br />

Zahlen-Kombinationen schicken.<br />

Vergessen Sie bitte nicht Namen, Adresse und<br />

Telefonnummer und geben Sie das Fahrzeug an, für<br />

das Sie im Gewinnfall den Reifensatz möchten!<br />

ihr Votum schicken sie bitte an:<br />

Redaktion OFF ROAD<br />

Stichwort „OFF ROAD-Award 2014“<br />

Alte Landstraße 21<br />

85521 Ottobrunn<br />

Per internet:<br />

Menüpunkt „Aktuell“ unter: „Award 2014“<br />

Per Fax:<br />

089/60821-200<br />

Per e-Mail:<br />

Stichwort „OFF ROAD-Award 2014“<br />

an: umfrage@off-road.de<br />

Vorname<br />

Name<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ, Ort<br />

Telefon (tagsüber)<br />

E-Mail<br />

Fahrzeug (für Reifensatz im Gewinnfall)<br />

û<br />

Datum, Unterschrift<br />

q<br />

Ja, ich bin damit einverstanden, dass die OFF ROAD Verlag AG<br />

mich künftig schriftlich, telefonisch oder per E-Mail über interessante<br />

Angebote und Produkte des Verlags informiert.<br />

einsendeschLuss<br />

ist der<br />

18. Mai 2014<br />

(Es gilt DAs DAtum DEs PoststEmPEls)<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Mitarbeiter der OFF ROAD Verlag AG und der Polaris Germany GmbH<br />

sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.<br />

Geländewagen [KATEGORIE A]<br />

❑ Jeep Cherokee A1<br />

❑ Mitsubishi Pajero A2<br />

❑ Nissan Pathfinder A3<br />

❑ SsangYong Rexton W A4<br />

❑ Suzuki Grand Vitara A5<br />

❑ Suzuki Jimny A6<br />

❑ Toyota Land Cruiser J15 A7<br />

Luxus-Geländewagen [KATEGORIE B]<br />

❑ Dodge Durango B1<br />

❑ Jeep Grand Cherokee B2<br />

❑ Land Rover Discovery B3<br />

❑ Mercedes-Benz G B4<br />

❑ Mercedes-Benz GL B5<br />

❑ Mercedes-Benz ML B6<br />

❑ Range Rover B7<br />

❑ Range Rover Sport B8<br />

❑ Toyota Land Cruiser J20 B9<br />

❑ Volkswagen Touareg B10<br />

subkompakt-suV [KATEGORIE C]<br />

❑ Chevrolet Trax C1<br />

❑ Citroën C4 Aircross C2<br />

❑ Fiat Panda 4x4 C3<br />

❑ Mini Countryman C4<br />

❑ Mitsubishi ASX C5<br />

❑ Nissan Juke C6<br />

❑ Opel Mokka C7<br />

❑ Peugeot 4008 C8<br />

❑ Suzuki SX4 Classic C9<br />

❑ Toyota Urban Cruiser C10<br />

suV [KATEGORIE D]<br />

❑ Audi Q5 D1<br />

❑ BMW X3 D2<br />

❑ Chevrolet Captiva D3<br />

❑ <strong>Dacia</strong> <strong>Duster</strong> D4<br />

❑ Ford Kuga D5<br />

❑ Honda CR-V D6<br />

❑ Hyundai ix35 D7<br />

❑ Hyundai Santa Fe D8<br />

❑ Jeep Compass D9<br />

❑ Kia Sorento D10<br />

❑ Kia Sportage D11<br />

❑ Land Rover Freelander D12<br />

❑ Mazda CX-5 D13<br />

❑ Mercedes-Benz GLA D14<br />

❑ Mercedes-Benz GLK D15<br />

❑ Mitsubishi Outlander D16<br />

❑ Nissan X-Trail D17<br />

❑ Opel Antara D18<br />

❑ Porsche Macan D19<br />

❑ Range Rover Evoque D20<br />

❑ Renault Koleos D21<br />

❑ Skoda Yeti D22<br />

❑ SsangYong Korando D23<br />

❑ Subaru Forester D24<br />

❑ Toyota RAV4 D25<br />

❑ Volkswagen Tiguan D26<br />

❑ Volvo XC60 D27<br />

Luxus-suV [KATEGORIE E]<br />

❑ Audi Q7 E1<br />

❑ BMW X5 E2<br />

❑ Cadillac Escalade E3<br />

❑ Hyundai Grand Santa Fe E4<br />

❑ Infiniti QX70 E5<br />

❑ Lexus RX E6<br />

❑ Nissan Murano E7<br />

❑ Porsche Cayenne E8<br />

❑ Volvo XC90 E9<br />

crossover [KATEGORIE F]<br />

❑ Audi Q3 F1<br />

❑ BMW X1 F2<br />

❑ Fiat Freemont AWD F3<br />

❑ Fiat Sedici F4<br />

❑ Nissan Qashqai F5<br />

❑ Opel Insignia Country Tourer F6<br />

❑ Seat Altea Freetrack F7<br />

❑ Skoda Octavia Scout F8<br />

❑ Subaru XV F9<br />

❑ Suzuki SX4 S-Cross F10<br />

❑ Volvo V40 Cross Country F11<br />

Luxus-crossover [KATEGORIE G]<br />

❑ Audi A4 allroad quattro G1<br />

❑ Audi A6 allroad quattro G2<br />

❑ BMW X6 G3<br />

❑ Cadillac SRX G4<br />

❑ Infiniti QX50 G5<br />

❑ Peugeot 508 RXH G6<br />

❑ Subaru Outback G7<br />

❑ Volvo XC70 G8<br />

❑ Volkswagen Passat Alltrack G9<br />

Klassiker [KATEGORIE H]<br />

❑ Jeep Wrangler H1<br />

❑ Lada Taiga 4x4 H2<br />

❑ Land Rover Defender H3<br />

❑ Toyota Land Cruiser J7 H4<br />

Pick-ups [KATEGORIE I]<br />

❑ Dodge RAM I1<br />

❑ Ford Ranger I2<br />

❑ Isuzu D-Max I3<br />

❑ Mitsubishi L200 I4<br />

❑ Nissan Navara I5<br />

❑ SsangYong Actyon Sports I6<br />

❑ Tata Xenon I7<br />

❑ Toyota Hilux I8<br />

❑ Toyota HZJ79 I9<br />

❑ UAZ Kombat I10<br />

❑ Volkswagen Amarok I11<br />

sonderfahrzeuge [KATEGORIE J]<br />

❑ bimobil EX 280 HZJ79 J1<br />

❑ Ford Transit AWD J2<br />

❑ Iglhaut Mercedes-Benz Sprinter 4x4 J3<br />

❑ Iveco Daily 4x4 J4<br />

❑ Mercedes-Benz Sprinter 4x4 J5<br />

❑ Mercedes-Benz Unimog J6<br />

❑ Mitsubishi L200 Jagd J7<br />

❑ Nissan NV400 Oberaigner 4x4 J8<br />

❑ Oberaigner 6x6 J9<br />

❑ Road Ranger Amarok J10<br />

❑ Volkswagen Crafter 4x4 J11<br />

❑ Volkswagen T5 Rockton J12<br />

❑ Volkswagen T5 Seikel Extreme J13<br />

Gelände-Tuning [KATEGORIE K]<br />

❑ Bowler Challenge Defender K1<br />

❑ Bowler EXR Range Rover Rallye K2<br />

❑ delta4x4 Isuzu D-Max K3<br />

❑ Ford Ranger Dakar K4<br />

❑ GFG Mercedes G 500 Jacky Ickx Replika K5<br />

❑ Gollek Suzuki Jimny Extrem K6<br />

❑ Hähle Toyota V10 TDI K7<br />

❑ Henken T2 Suzuki Jimny K8<br />

❑ Hrvatska-Tuning-Profis Mitsubishi L200 3.2 K9<br />

❑ LeTech Gitterrohr-Proto K10<br />

❑ Matzker Defender 110 md4r K11<br />

❑ MB Corse BT4 K12<br />

❑ Mercedes-Benz G 63 AMG 6x6 K13<br />

❑ OFF ROAD Rallye Suzuki Grand Vitara K14<br />

❑ Offroad Extrem Defender King Shocks K15<br />

❑ X6 Trophy Truck K16<br />

newcomer [KATEGORIE L]<br />

❑ BMW X5 L1<br />

❑ Dodge Durango L2<br />

❑ Hyundai Grand Santa Fe L3<br />

❑ Jeep Cherokee L4<br />

❑ Mercedes-Benz GLA L5<br />

❑ Nissan Qashqai L6<br />

❑ Nissan X-Trail L7<br />

❑ Skoda Octavia Scout L8<br />

❑ Opel Insignia Country Tourer L9<br />

❑ Porsche Macan L10<br />

❑ Range Rover Sport L11<br />

❑ Suzuki SX4 S-Cross L12<br />

Traktionsreifen [KATEGORIE M]<br />

❑ BFGoodrich Mud Terrain T/A KM2 M1<br />

❑ Cooper Discoverer STT M2<br />

❑ Cooper Discoverer S/T maxx M3<br />

❑ General Tire Grabber MT M4<br />

❑ Goodyear Wrangler Dura Trac M5<br />

❑ Hankook Dynapro MT RT03 M6<br />

❑ Kumho Road Venture MT KL71 M7<br />

❑ Maxxis M8060 Trepador M8<br />

❑ Mickey Thompson Baja MTZ Radial M9<br />

❑ Toyo Tires Open Country M/T M10<br />

coupon zur -Lese rwahL 2014


PraxiSteSt Praxistest Audi A6 allroad quattro<br />

Sanfte<br />

Evolution<br />

u Das TesTer-Team:<br />

Joe Wörz<br />

Technik- und Konsumopfer<br />

Julian Hoffmann<br />

eifriger Detail-Fanatiker<br />

62 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


PraxisTEsT PraxiSteSt Audi A6 allroad quattro<br />

Der audi a6 allroad quattro im Praxistest<br />

1999 brachte Audi mit dem „allroad quattro“ einen Allrad-Kombi mit<br />

Geländeuntersetzung fürs Grobe auf den Markt. Die aktuell dritte Generation des<br />

Schlechtwege-Allradlers erfreut mit feinster Luxus-Ausstattung, modernsten<br />

Fahr assistenzsystemen und mehr Geländegängigkeit als je zuvor.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 63


PraxiSteSt Audi A6 allroad quattro<br />

u COCkPiT-CHeCk: auf den ersten Blick<br />

Was sofort auffällt:<br />

é Das A6­Cockpit glänzt mit<br />

wertigsten Materialien, bester<br />

Verarbeitungsqualität und<br />

Übersichtlichkeit.<br />

è<br />

Wenn es überhaupt etwas zu<br />

bemäkeln gibt, dann die<br />

Anordnung der<br />

Motorstarttaste. Aber an die<br />

gewöhnt man sich spätestens<br />

beim dritten Einsteigen.<br />

das Cockpit ist durchdacht,<br />

selbsterklärend und wirkt dank<br />

bester Materialien wertig.<br />

Gut gegliedert: die übersichtlichen rundinstrumente geben<br />

keine rätsel auf, der Bordcomputer bietet jede denkbare Info.<br />

Serienmäßig: die effizient arbeitende<br />

Siebengang- automatik.<br />

Schaltzentrale: am lenkrad werden sowohl<br />

Sprachsteuerung als auch Bordcomputer bedient.<br />

KEINE FRAGE: DER NEUE AUDI A6<br />

ALLROAD QUATTRO IST SCHICK. So<br />

schick, dass er sich längst vom<br />

Geheimtipp zum „sinnvolleren“ A8<br />

gemausert hat. Optisch setzt sich<br />

auch die dritte Generation des<br />

Geländekombis wieder durch einen<br />

komplett verchromten Kühlergrill,<br />

seitliche Kunststoff-Radlaufverbreiterungen<br />

sowie silberfarbene<br />

Elemente an Front- und Heck-<br />

Stoßstange von jedem Standard-A6<br />

ab und bietet dem Käufer trotz des<br />

rustikaleren Looks schlichtweg mehr<br />

Exklusivität. Auf dem Fahrersitz<br />

angekommen, fühlt man sich sofort<br />

wohl. Die vielfach und auf jeden<br />

Körper passgenau einstellbaren<br />

Ledersessel sind äußerst komfortabel,<br />

die sorgfältige Verarbeitung der<br />

edlen Materialien gehört bei Audi<br />

schon lange zum guten Ton. Trotz<br />

Vollausstattung wirkt unser Testwagen<br />

keineswegs überladen, alles<br />

befindet sich am richtigen Platz und<br />

ist für den Fahrer mit einem Handgriff<br />

zu erreichen. Das absolute Highlight<br />

bemerkt der Fahrer spätestens beim<br />

Einschalten des Radios: Die 6000<br />

Euro teure Harmann & Kardon-Audio-<br />

Hochauflösender augenschmaus: das große Festplattennavi<br />

ist mit 2380 euro teuer – aber jeden Cent wert!<br />

Teuer adaptiert: audi bietet für jeden anschluss einen passenden<br />

adapter. der kostet allerdings ordentlich aufpreis.<br />

64 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


PraxiSteSt Audi A6 allroad quattro<br />

u uTiLiTy-CHeCk: komfortabler reisegleiter<br />

Was sofort auffällt:<br />

é Platzprobleme kennen die<br />

Insassen weder vorn noch hinten,<br />

der Fahrer kann seinen Sitz vielfach<br />

elektrisch einstellen und über<br />

ein Drehrad sogar die<br />

Lordosenstütze feinjustieren. Die<br />

Fondpassagiere verfügen zudem<br />

über eine eigene Klimaanlage und<br />

Sitzheizung.<br />

è<br />

Sämtliche Features gibt es nur<br />

gegen Aufpreis.<br />

oben: die Fondpassagiere<br />

erfreuen sich an einer eigenen<br />

Klimaanlage und Sitzheizung.<br />

Mitte: Hinten sitzt sichs außer auf<br />

der schlecht gepols terten Mitte<br />

bequem und unbeengt.<br />

Wohlfühlfaktor: die vielfach einstellbaren<br />

Sitze ermöglichen wirklich für<br />

jedermann die richtige Sitzposition.<br />

Selbst die Seitenwangen des<br />

Fahrersitzes können stufenlos angepasst<br />

werden.<br />

links: der Fahrersitz ist vielfach<br />

elektrisch einstellbar und bietet<br />

auf Wunsch sehr guten Seiten halt.<br />

Unten: die rücksitzbank kann<br />

bequem über einen Hebel vom<br />

Kofferraum aus umgelegt werden.<br />

Anlage schaut nicht nur edel aus,<br />

sondern verwöhnt die Ohren mit<br />

einem Klang, der den meiner geliebten<br />

JBL-Heim anlage mal eben in den<br />

Schatten stellt. Den nächsten Aha-<br />

Effekt liefert das Navi mit einfacher<br />

Bedienung, hervorragender Zielführung<br />

und hochauflösender Grafik,<br />

die wichtige Gebäude, Berge und<br />

andere Points of Interest dreidimensional<br />

und farbenreich darstellt.<br />

erSTe PrIorITäT: KoMForT<br />

Im Audi reisen nicht nur die vorderen<br />

Insassen bequem – auch die Hinterbänkler<br />

dürfen sich einer hohen<br />

Bein- und Kopffreiheit sowie eines<br />

gut gepolsterten Gestühls erfreuen.<br />

Einzig die Polsterung des fünften<br />

Sitzplatzes in der Mitte ist etwas<br />

schwach. Auch beim Kofferraum<br />

haben die Gestalter mitgedacht:<br />

Dank einer Breite von 1,50 m<br />

lassen sich auch sperrige Güter<br />

problemlos laden, ein oder mehrere<br />

Golfbags sogar quer verstauen.<br />

Wer lange Gepäckstücke<br />

u aBLaGen-CHeCk: Viele Fächer, intelligent angeordnet<br />

Was sofort auffällt:<br />

é Die Ablagen sind intelligent<br />

angeordnet und schlucken<br />

viel Kleinkram.<br />

è Die Cupholder sind nur bei<br />

zurückgeschobener Armlehne<br />

nutzbar.<br />

ordnungssystem: das kleine Fach in der Mittelarmlehne bietet<br />

genügend Platz für Smartphone, Geldbeutel und Schlüssel.<br />

entweder oder: Wer die Cupholder nutzen will, muss die<br />

Mittelarmlehne nach hinten schieben.<br />

Für Kleinkram: das Handschuh fach<br />

ist ausreichend dimensioniert.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 65


Praxistest Audi A6 allroad quattro<br />

u LaDeraum-CHeCk: ausreichend Platz fürs Golfbag<br />

Viel Platz: der Kofferraum des a6 allroad<br />

fasst mindestens 565 liter.<br />

Breit und lang: das a6-Gepäckabteil bietet dank 1,50 m Breite ausreichend Platz, um beispielsweise ein Golfbag quer<br />

einzuladen. abzug gibts für die unebene ladefläche bei umgeklappter rücksitzbank und für die schräge Heckklappe.<br />

Praktisch: Im Kofferraum sind vier verschiebbare<br />

Ösen zum Fixieren von ladung.<br />

Was sofort auffällt:<br />

é Im Heckabteil geht es<br />

großzügig zu. Die Rückbank<br />

lässt sich mittels<br />

Tasten druck aus dem<br />

Koffer raum umklappen.<br />

ê Bei umgeklappter Rückbank<br />

entsteht eine unebene<br />

Ladefläche. Die schräge<br />

Heckklappe ist schick,<br />

kostet aber wertvollen<br />

Laderaum.<br />

laden möchte, kann die hintere<br />

Sitzbank bequem mittels Hebel<br />

umlegen und den Laderaum so auf<br />

exakt 2 m verlängern. Negativ fallen<br />

hier nur die unebene Ladefläche<br />

sowie die sehr schräg gezeichnete<br />

Heckklappe auf, die Kofferraumvolumen<br />

kos tet.<br />

allroad onroad<br />

Nicht weniger luxuriös lässt sich der<br />

Familienallradler auf der Straße<br />

bewegen. Der in unserem Testwagen<br />

verbaute 3,0-Liter-TDI mobilisiert 245<br />

Pferde, die schon ab 1750 Touren<br />

580 Nm auf die Kurbelwelle stemmen.<br />

Diese Kraft genügt, um den<br />

knapp zwei Tonnen schweren Kombi<br />

in nicht mal sieben Sekunden auf<br />

Tempo hundert zu katapultieren. Für<br />

die Insassen fühlt sich das jedoch<br />

völlig unspektakulär an. Das<br />

Fahrwerk bügelt in der Komfort-<br />

Einstellung jedes Schlagloch glatt,<br />

der Motor sound ist dank perfekter<br />

Innen raumisolierung zwar hörbar,<br />

wandert aber dezent in den Hintergrund<br />

und ermöglicht auch bei<br />

Geschwindig keiten jenseits der 160<br />

km/h Gespräche in Flüsterlautstärke.<br />

Bei Geschwindigkeiten jenseits der<br />

100 km/h senkt die serienmäßige<br />

Luftfederung im Eco-Modus die<br />

Karosse ab, um den Verbrauch zu<br />

reduzieren. So gab sich der potente<br />

V6 während unserer Testfahrten mit<br />

rund acht Litern Diesel im Drittelmix<br />

zu frieden – mehr als akzeptabel. Für<br />

sportlich ambitionierte Fahrer steht<br />

im Audi „drive select“-Menü der<br />

Dynamic-Modus zur Verfügung, der<br />

unter anderem die Gaspedalkennlinie,<br />

das Getriebeansprechverhalten<br />

sowie die Härte der adaptiven<br />

Dämpfer ändert. Dann lässt sich der<br />

A6 extrem leicht durch Kurven zirkeln<br />

und zeigt dank quattro-Allrad<br />

ein sehr neutrales Kurvenverhalten –<br />

Über- oder Untersteuern kennt der<br />

Edel-Kombi nicht. Und selbst unter<br />

Volllast konsumierte der Permanentallradler<br />

nicht über 11 Liter pro hundert<br />

Kilometer. Schade finden wir<br />

hingegen, dass nur beim Topdiesel<br />

>>> FaHrDynamik-CHeCk: Vertreter-Traum<br />

ordentlicher durchzug: Mit dem 245 PS starken V6-Turbo spurtet<br />

der a6 allroad aus dem Stand in nur 6,7 Sekunden auf 100 km/h.<br />

Stark und sparsam: das 3,0-liter-aggregat gab sich im<br />

kombinierten Praxistest mit 8,3 litern diesel zufrieden.<br />

66 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


PraxisTEsT Audi A6 allroad quattro<br />

u DeTaiL-CHeCk: Optische Highlights und luxuriöse ausstattung<br />

edle ohrmuscheln: die stylischen, ausfahrbaren Bang & olufsen-lautsprecher<br />

im Cockpit entwickeln einen genialen Sound, kosten aber satte 6000 euro.<br />

Intuition pur: das MMI-Multimediasystem ist ein gutes Beispiel für hervorragende<br />

und selbsterklärende Bedienbarkeit. ein Muss für den audi-Kunden.<br />

Was sofort auffällt:<br />

é Das MMI­Festplattennavi<br />

ist einfach zu bedienen,<br />

die Bang & Olufsen­<br />

Anlage ist purer Luxus<br />

für die Ohren.<br />

luxus für die ohren: Bang & olufsen-<br />

Sound mit 15 (!) lautsprechern.<br />

mit 313 PS die grandiose Achtgang-<br />

Automatik an Bord ist. Alle anderen<br />

Motorisierungen sind ausschließlich<br />

mit dem Sieben-Gang-S-Tronic-Doppelkupplungsge<br />

triebe erhältlich.<br />

eIn KoMBI FürS GroBe<br />

Abseits geteerter Straßen ist der<br />

Bayer zwar auch in der neuesten<br />

Generation nicht für harte Geländeeinlagen<br />

geschaffen – für kleinere<br />

Ausflüge aber durchaus zu haben.<br />

Immerhin wächst die Bodenfreiheit<br />

dank des Luftfahrwerks im „allroad“-<br />

zu zweit: die Sitz-Memory-Funktion speichert<br />

zwei Sitzpositionen.<br />

Modus auf 220 mm vorn und in der<br />

Mitte sowie auf 250 mm hinten an –<br />

das ist mehr als beim Großteil der<br />

„herkömmlichen“ <strong>SUV</strong>. Für den<br />

Vortrieb sorgt der quattro-Antrieb,<br />

der über eine Standardkraftverteilung<br />

von 40:60 verfügt und bei Bedarf bis<br />

zu hundert Prozent Kraft an die<br />

Vorder- oder Hinterachse leitet.<br />

exklusiv: der silberne Unterfahrschutz<br />

ist dem allroad vorbehalten.<br />

FazIT<br />

Der A6 allroad quattro ist zweifellos<br />

eine sehr gelungene Mischung aus<br />

Luxus, Exklusivität und Alltagstauglichkeit.<br />

Auszusetzen gibt es<br />

nichts. Wer hier noch jammern will,<br />

jammert auf sehr hohem Niveau. Das<br />

alles hat jedoch auch seinen Preis:<br />

Mindestens 56 300 Euro werden für<br />

den rustikalen Allrad-Kombi mit dem<br />

3,0-Liter-Diesel in der kleins ten Leistungsstufe<br />

(204 PS) fällig. Dann ist<br />

die Kiste aber noch ziemlich nackt.<br />

Wer bei der Konfiguration dann noch<br />

hier und da ein Kreuzchen setzt, landet<br />

schnell bei über 70 000 Euro.<br />

TexT: Joe Wörz<br />

FoTos: Felix Löchner<br />

❚<br />

è<br />

Das Bang & Olufsen­<br />

Audiosystem kostet teure<br />

6000 Euro – dafür gibt es<br />

bei anderen Herstellern<br />

fast einen Kleinwagen.<br />

Individuelles Fahrwerk: über „audi drive select“ kann das ansprechverhalten<br />

des Fahrwerks und die Fahrzeughöhe angepasst werden.<br />

reisegleiter: das Fahrwerk spricht auf Wunsch auch auf<br />

kleinere Unebenheiten an und bügelt diese nahezu glatt.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 67


Praxistest Audi A6 allroad quattro<br />

daTenBlaTT<br />

technische Daten<br />

Motor<br />

Diesel, Sechszylinder V, vorn längs eingebaut,<br />

vier Ventile pro Zylinder, je zwei<br />

oben liegende Nockenwellen<br />

Leistung 245 PS (180 kW)<br />

bei 4000­4500/min<br />

Drehmoment<br />

580 Nm<br />

bei 1750­2500/min<br />

Liter-Leistung<br />

81,6 PS/Liter<br />

Hubraum 2967 cm 3<br />

Bohrung x Hub 83,0 x 91,4 mm<br />

Verdichtung 16,8:1<br />

Aufladung Turbo mit Ladeluftkühlung<br />

Gemischaufbereitung Com.­Rail.­Di.<br />

Kraftübertragung<br />

Permanenter Allradantrieb mit selbstsperrendem<br />

Mitteldifferenzial, Kraftverteilung<br />

40/60; Siebengang­Direktschaltgetriebe mit<br />

elektrohydraulischer Betätigung<br />

übersetzung: I. 3,69; II. 2,15; III. 1,34; IV.<br />

0,97; V. 0,74; VI. 0,57; VII. 0,46; Rückwärtsgang<br />

2,94; Achs über setzung 4,38<br />

Fahrwerk<br />

Aufhängung v.<br />

Aufhängung h.<br />

Bremsen<br />

Einzelradaufhängung an<br />

doppelten Querlenkern,<br />

Feder­Dämpferbein<br />

Einzelradaufhängung an<br />

Trapezlenker,<br />

Feder­Dämpferbein<br />

vorn innenbelüftete Scheibe,<br />

hinten innenbelüftete Scheibe<br />

ABS, EBV, ESC<br />

Lenkung elektromechanische Lenkung<br />

Wendekreis<br />

11,9 m<br />

Serienbereifung 8x18, 235/55 R18<br />

Testwagenbereifung 8x18, 235/55 R18<br />

Verbrauch / Emissionen<br />

NEFZ­Verbrauch (Stadt/Land/gesamt)<br />

7,4/5,6/6,3 L/100 km<br />

CO 2 ­Ausstoß<br />

165 g/km<br />

Abgasnorm EURO 6<br />

Tankinhalt<br />

65 L<br />

Reichweite<br />

1031 km<br />

testwerte<br />

Fahrleistungen<br />

Beschleunigung in Sekunden<br />

0­80 km/h 4,9<br />

0­100 km/h 6,7<br />

0­130 km/h 10,8<br />

0­160 km/h 16,65<br />

Höchstgeschwindigkeit 236 km/h<br />

Elastizität<br />

in Sekunden<br />

60­100 km/h (Kickdown) 4,6<br />

80­120 km/h (Kickdown) 5,6<br />

Tachometerabweichung in km/h<br />

30/50/100/130 real: 29/49/99/127<br />

Testverbrauch<br />

in L/100 km<br />

minimal 7,6<br />

maximal 10,9<br />

gesamt 8,3<br />

Kosten<br />

Unterhaltskosten<br />

Steuer<br />

395 <br />

Haftpflicht (TK 19)<br />

506 <br />

Teilkasko (TK 27)<br />

428 <br />

Vollkasko (TK 25)<br />

938 <br />

Wartung 30000 km / 2 Jahre<br />

Garantie 2 Jahre ohne km­Begrenzung<br />

Ausstattung / Preise<br />

Grundpreis (3.0 TDI CD 180 kW) 56350 <br />

Testwagenpreis (3.0 TDI CD 180 kW) 88885 <br />

Serienausstattung: Front­ und<br />

Seitenairbags, Kopfairbags v+h, 18­Zoll­<br />

Alufelgen, Berganfahr­ und Bergabfahrhilfe,<br />

Tempomat, Reifendruckkontroll anzeige,<br />

Adaptive Air Suspension (Luftfahrwerk),<br />

Klimaautomatik, Multifunktions­<br />

Lederlenkrad, Licht­ und Regensensor,<br />

MMI­Radio mit 6,5 Zoll großem Farbdisplay<br />

Zusatzausstattungen<br />

þ Metalliclackierung<br />

þ LED­Scheinwerfer<br />

þ Ledersitze<br />

¨ Navigation<br />

þ<br />

= empfehlenswert<br />

950 <br />

2440 <br />

ab 1930 <br />

ab 2380 <br />

aUdI a6 allroad qUaTTro<br />

Abmessungen und Gewichte<br />

Radstand 2905 mm<br />

Länge 4940 mm<br />

InnenraUM Vorn<br />

Innenhöhe 930­1030 mm<br />

Innenbreite 1540 mm<br />

Sitzhöhe 510­610 mm<br />

Sitztiefe 500­540 mm<br />

InnenraUM HInTen<br />

Innenhöhe<br />

950 mm<br />

Innenbreite 1500 mm<br />

Kniefreiheit 110­390 mm<br />

Sitzhöhe<br />

520 mm<br />

Sitztiefe<br />

480 mm<br />

GePäCKraUM<br />

Länge 1180­2000 mm<br />

Breite<br />

1500 mm<br />

Spur 1631 / 1596 mm<br />

Breite 1898 mm<br />

Höhe<br />

730 mm<br />

Ladekantenhöhe 630 mm<br />

Volumen (VDA) 565­1680 L<br />

GeWICHTe<br />

Leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

1855­1930 kg<br />

zulässiges Gesamtgewicht<br />

2505 kg<br />

Zuladung (abhängig vom spez. Fzg.-Leergewicht) 575­650 kg<br />

Dachlast<br />

100 kg<br />

Stützlast<br />

100 kg<br />

Anhängelast (ungebremst)<br />

750 kg<br />

Anhängelast (gebremst, bis 12 % Steigung)<br />

2500 kg<br />

Geländewerte<br />

Karosseriewinkel (vorn/Mitte/hinten) k.A.<br />

Bodenfreiheit (vorn/Mitte/hinten) 220/220/250 mm<br />

Steigfähigkeit<br />

k.A.<br />

Gesamtuntersetzung (max.)<br />

k.A.<br />

Kriechgeschwindigkeit (min.)<br />

6,3 km/h<br />

Stehhöhe 1920 mm<br />

Höhe 1452 mm<br />

Bewertung<br />

★★★★✩<br />

KoSTen / ÖKonoMIe<br />

+<br />

–<br />

Geringer Verbrauch<br />

Hoher Anschaffungspreis, hohe<br />

Versicherungsklasse<br />

KaroSSerIe / PlaTzVerHälTnISSe<br />

+ +<br />

–<br />

Auch Großgewachsene haben in beiden<br />

Sitzreihen viel Bewegungsfreiheit,<br />

der Kofferraum ist für<br />

Familienurlaube gewappnet, bietet<br />

aber auch sperrigen Gütern Platz.<br />

Der schräge Heckabschluss kostet<br />

Kofferraumvolumen.<br />

FaHrKoMForT / FaHrleISTUnG<br />

Der starke und dennoch sparsame<br />

3,0­Liter­Diesel ist jeder Aufgabe<br />

gewachsen und liefert auf Befehl<br />

genügend Power, um den A6 durchaus<br />

sportlich bewegen zu können.<br />

Das Luftfahrwerk richtet sich komplett<br />

nach den Wünschen des<br />

Fahrers und bietet besten Komfort.<br />

■ Fazit<br />

der a6 allroad quattro<br />

eignet sich für eilige<br />

Vertreter ebenso wie<br />

für den gepäckreichen<br />

Familien urlaub.<br />

Seine exklusivi tät ist<br />

jedoch nicht ganz<br />

günstig.<br />

68 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


Kleinanzeigen<br />

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KONZERNDUELL Hyundai ix35<br />

Aus<br />

alt …<br />

Vier Jahre ist es her, dass Hyundai die markeninterne <strong>SUV</strong>-Sparte völlig<br />

umkrempelte – vom biederen, kantigen Geländewagen-Look des Tucson<br />

zur sportlichen, kräftigen Linienführung des ix35. Mit dessen Facelift<br />

ändert sich an der Formensprache aber wenig – was also ist neu?<br />

erkennungswert: Die vom großen Kühlerschlund dominierte front bleibt unangetastet.<br />

Marginalie: Bei der Seitenansicht haben die Designer nur behutsam<br />

70 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


KONZERNDUELL<br />

Hyundai ix35<br />

… mach<br />

neu<br />

w im konZeRnDuell: hyundai ix35<br />

Hyundai ix35 Facelift 2.0 CRDi<br />

136 PS, 320 Newtonmeter Drehmoment,<br />

Sechsgang-Schaltung, Grundpreis: 27 790 euro<br />

hand angelegt – die Plastik-Schutzleiste an den türen ist neu.<br />

Detailarbeit: Die LeD-Rückleuchten fallen ins auge, auch die Dachantenne wurde ersetzt.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 71


KONZERNDUELL Hyundai ix35<br />

w cockpit-check: Altes Design, neue Details<br />

ix35 Facelift<br />

faCeLift im Kurz-Check<br />

é Verbesserte Bedienbarkeit,<br />

griffigeres Leder-Lenkrad<br />

ê Unstrukturiertes, hartes Plastik<br />

unterhalb der Mittelkonsole<br />

moderne zeiten: Das ix35-Cockpit ist schwungvoll unterteilt, Drehzahl- und Geschwindigkeitsmesser sitzen in tiefen Röhren.<br />

Der griffige Leder-Lenkradkranz und einige Chrom-Zierelemente sind neu, unterhalb der Mittelkonsole regiert immer noch tristes Plastik.<br />

frei wählbar: Mit der neuen „flex Steer“-<br />

Len kung kann man die Servo-Kraft einstellen.<br />

Volle Unterstützung: aUX-, USB- und 12-Vanschluss<br />

bleiben serienmäßig an Bord.<br />

Leicht zu finden: Die praktischen Cupholder erscheinen<br />

bei Dunkelheit in einem blauen Schimmer.<br />

2012<br />

alte Probleme: Der 6,5-Zolltouchscreen<br />

ist einfach zu bedienen,<br />

blendet bei direkter Sonneneinstrahlung<br />

aber stark – so lassen sich<br />

infos kaum ablesen. Das kleine<br />

Bordcomputer-Display ist pixelig.<br />

2014<br />

Neue Lösungen: Das Navigationssystem<br />

ist auf 7 Zoll gewachsen und<br />

steiler (und damit weniger lichtempfindlich)<br />

eingebaut. im großen,<br />

hochauflösenden Bordcomputer finden<br />

sich mehr infos auf einen Blick.<br />

72 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


KONZERNDUELL<br />

Hyundai ix35<br />

Hyundai ix35<br />

alufelgen sind beim ix35 serienmäßig montiert, die<br />

17-Zöller gibt's erst mit der teuren „Premium“-ausstattung.<br />

eS GiBt Sie tatSäChLiCh, Die<br />

UNGeSChRieBeNeN GeSetZe DeR<br />

aUtoMoBiL-BRaNChe: Egal auf<br />

welchen Hersteller man schaut – alle<br />

halten sich an die gleichen Zyklen.<br />

Nach drei bis vier Jahren wird ein<br />

neues Modell dezent aufgefrischt.<br />

Das Facelift soll moderner wirken,<br />

die Kauflust anregen, den Alten aber<br />

nicht gleich alt ausschauen lassen.<br />

Der Aufwand muss dabei überschaubar<br />

bleiben, auf die wahren Innovationen<br />

muss man deshalb noch<br />

warten. Um genau zu sein weitere<br />

drei bis vier Jahre – bis die nächs te<br />

Generation bei den Händlern steht.<br />

Ist das Facelift also nur ein aufgestylter<br />

Abklatsch, im Falle des optisch<br />

kaum veränderten Hyundai ix35 gar<br />

ein ziemlich offensichtlicher? Für<br />

Außenstehende mag das vielleicht so<br />

aussehen, für die Insassen aber fühlt<br />

es sich gänzlich anders an.<br />

DetaiLReiCh BeSSeR<br />

Es sind die kleinen Dinge, die den<br />

Unterschied machen. Kaum hat<br />

man im ix35 Facelift Platz genommen,<br />

spürt man den Wert dieser<br />

nahezu unsicht baren Optimierungen.<br />

Während sich die Hinterbänkler weiterhin<br />

über beheizbare Sitze freuen,<br />

wird der Fahrer seine Finger zunächst<br />

nicht vom Lenkrad lassen. Der neue<br />

Kranz des Leder­Volants (der auf<br />

Wunsch und Tastendruck angenehm<br />

warm wird) ist griffiger und weicher<br />

Hyundai ix35 Facelift<br />

als sein Vorgänger. Die blau unterlegten<br />

Ins trumente dahinter ruhen in<br />

tiefen Röhren, die neuerdings mit<br />

Chrom geschmückt sind. In der<br />

hochauflös enden Mitte macht sich<br />

optional ein Bordcomputer­Display<br />

breit, das seine Leser auf den ersten<br />

Blick mit zahlreichen Infos füttert.<br />

Das Navigationssystem ist mit der<br />

schon bekannten Software bestückt,<br />

punktet mit simpler Bedienung und<br />

zuverlässiger Routenführung. Aber<br />

das ist nicht neu. Vielmehr hatten die<br />

Ingenieure die Lage des Touchscreen<br />

im Blick: Wo der alte 6,5­Zoll­<br />

Bildschirm wegen seines flachen<br />

Winkels noch das Sonnenlicht reflek­<br />

Beim facelift-Modell sind 17-Zöller schon ab der mittleren<br />

„trend“-Linie Serie, 18-Zoll-alus (foto) kosten 400 euro.<br />

tiert, da bleibt der steiler platzierte,<br />

sieben Zoll große Nachfolger problemlos<br />

ablesbar. Auch mit anderen<br />

Features beweist Hyundai, dass die<br />

Sicht des Fahrers an erster Stelle<br />

steht: Mit dem automatisch abblendenden<br />

Innenspiegel wird man weniger<br />

geblendet, die optionalen<br />

Bi­Xenon­Scheinwerfer sorgen für<br />

eine bessere Lichtausbeute als die<br />

bisherigen Halogen­Leuchten. Damit<br />

das ix35 Facelift auch nicht übersehen<br />

wird, sind LED­Tagfahrlichter<br />

Serie, ab der mittleren Ausstattung<br />

gibt es die helle, effiziente Technik<br />

auch für die Rückleuchten. Selbst die<br />

vorderen Cupholder sind im Facelift<br />

w im DetAil: Scheinwerfer und Rückleuchten<br />

2012<br />

2014<br />

„Während<br />

sich die Hinterbänkler<br />

über<br />

beheizbare<br />

Sitze freuen,<br />

wird der Fahrer<br />

seine Finger<br />

zunächst nicht<br />

vom Lenkrad<br />

lassen.“<br />

warmes halogen<br />

Bis dato war der ix35 ausschließlich<br />

mit herkömmlichen<br />

Halogen-Scheinwerfern zu<br />

haben, auch die Rücklichter<br />

bergen die bewährte,<br />

aber alte Technik.<br />

kühles xenon<br />

Beim Facelift ist ab der mittleren<br />

Ausstattung LED-Technik<br />

für die Rückleuchten Serie,<br />

Bi-Xenon-Scheinwerfer kosten<br />

950 Euro. In der Top-Linie<br />

„Style“ sind sie inklusive.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 73


KONZERNDUELL Hyundai ix35<br />

>>> inteRieuR-check: komfort als Allgemeingut<br />

ix35 Facelift<br />

alles beim alten: an den abmessungen<br />

und dem Raumangebot ändert sich mit dem<br />

facelift nichts. auf der Rückbank kann man es<br />

dank ausreichender Bewegungsfreiheit und<br />

serienmäßiger Mittelarmlehne auch über längere<br />

Strecken aushalten, das Koffer raumvolumen<br />

ist durchschnittlich. Sitzheizung für<br />

hinterbänkler gibt's bei der Konkurrenz nicht.<br />

Kommode Verhältnisse:<br />

in der zweiten Reihe sitzt<br />

es sich bequem.<br />

Schöne aussichten: Der vordere teil des Panorama-<br />

Glasdachs (1200 euro) öffnet auf tastendruck.<br />

Komfort-Zone: ab der mittleren „trend“-<br />

Linie sind die hinteren Sitze beheizbar.<br />

Solide Leistung: Bei aufgestellter Rückbank fasst<br />

der Kofferraum 591 Liter, maximal sind es 1436 L.<br />

blau beleuchtet und sind so bei<br />

Dunkelheit einfacher zu finden.<br />

Auch beim Fahrkomfort bemühten<br />

sich die Koreaner um eine größere<br />

Wohlfühl­Atmos phäre: Das neu abgestimmte<br />

Fahrwerk rollt sanfter über<br />

plötzliche Unebenheiten ab, dämpft<br />

weit weniger hölzern als noch beim<br />

Vorgänger. Dazu gesellt sich die<br />

gegen Aufpreis in drei Stufen einstellbare<br />

Servo­Lenkung Flex Steer, mit<br />

der man den ix35 im „Komfort“­<br />

Modus mit dem kleinen Finger (oder<br />

mittels Einparkautomatik) in eine<br />

Parklücke zirkeln oder<br />

auf „Sport“<br />

Sanftes Gleiten: Dank neuer fahrwerks<br />

abstimmung rollt das facelift<br />

bequemer ab als sein Vorgänger.<br />

getrimmt gegen erhöhten Wider stand<br />

über die Landstraße jagen kann. Für<br />

den schweren Gasfuß reicht im<br />

Übrigen der unverändert starke<br />

Zweiliter­Dieselmotor.<br />

DyNaMiSCheR aNtRieB<br />

In der schwächeren Version leistet<br />

der Selbstzünder passable 136 PS –<br />

und beschleunigt den ix35 damit kräftig<br />

aus dem Drehzahlkeller heraus. In<br />

Kombi mit der sanften Schaltung vermittelt<br />

der Motor echte Fahr freude,<br />

die dank des blitzschnell zuschaltenden<br />

Allradsystems auch in Kurven<br />

kein Ende findet. Eine echte Neuerung<br />

erwartet aber nur Benziner­Käufer:<br />

Der 2.0­GDI­Motor mit 166 PS und<br />

205 Nm nämlich ersetzt das bisherige<br />

2.0 MPI­Aggregat komplett. ❚<br />

TexT: Julian Hoffmann<br />

FoTos: Markus Kehl<br />

74 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


DateNBLatt<br />

Technische Daten<br />

Motor<br />

4-Zyl.-Reihen-Dieselmotor, vorn quer eingebaut,<br />

vier Ventile pro Zylinder, zwei oben<br />

liegende Nocken wellen, Diesel partikel filter<br />

Leistung 136 PS (100 kW)<br />

bei 3000/min<br />

Drehmoment<br />

320 Nm<br />

bei 2000 - 2500/min<br />

liter-leistung<br />

68,2 PS/Liter<br />

hubraum 1995 cm 3<br />

bohrung x hub 84,0 x 90,0 mm<br />

Verdichtung 16,5:1<br />

aufladung Abgasturbolader, LLK<br />

gemischaufbereitung Common-Rail-DI<br />

Kraftübertragung<br />

Sechsgang-Schaltgetriebe, automatisch<br />

zuschaltender Allradantrieb mit elektronisch<br />

gesteuerter Lamellenkupplung, Kraftverteilung<br />

v/h: 100/0 bis 50/50<br />

Übersetzung: 1. Gang 3,77; 2. Gang 1,86;<br />

3. Gang 1,54; 4. Gang 1,21; 5. Gang 0,97;<br />

6. Gang 0,78; R. 3,42; Achse 4,33 (1., 2.,<br />

R.), 3,25 (3., 4., 5., 6.)<br />

Fahrwerk<br />

Aufhängung v. Einzelradaufhängung an<br />

Dreiecksquerlenker,<br />

McPherson-Federbein<br />

Aufhängung h. Einzelradaufhängung<br />

an Multilenkerachse,<br />

Schraubenfeder<br />

Bremsen vorn innenbelüftete Scheibe,<br />

hinten massive Scheibe<br />

ABS, EBV, ESP<br />

Lenkung Zahnstangen-Servo (3,0)<br />

Wendekreis<br />

10,58 m<br />

Serienbereifung 6.5x17, 225/60 R17<br />

Testwagenbereifung 6.5x18, 225/55 R18<br />

Verbrauch / Emissionen<br />

NEFZ-Verbrauch (Stadt/Land/gesamt)<br />

6,9/4,7/5,5 L/100 km<br />

CO2-Ausstoß<br />

145 g/km<br />

Abgasnorm Euro 5<br />

Tankinhalt<br />

58 L<br />

Reichweite<br />

1055 km<br />

Testwerte<br />

Fahrleistungen<br />

Beschleunigung in Sekunden<br />

0-80 km/h 7,5<br />

0-100 km/h 10,8<br />

0-130 km/h 18,6<br />

0-160 km/h 33,7<br />

Höchstgeschwindigkeit 189 km/h<br />

Elastizität<br />

in Sekunden<br />

60-100 km/h (4./5. Gang) 7,3/9,6<br />

80-120 km/h (5./6. Gang) 8,8/11,2<br />

Tachometerabweichung in km/h<br />

30/50/100/130 real: 28/49/99/127<br />

Testverbrauch<br />

in L/100 km<br />

minimal 5,6<br />

maximal 8,2<br />

gesamt 7,0<br />

Kosten<br />

Unterhaltskosten<br />

Steuer<br />

290 <br />

Haftpflicht (TK 20)<br />

532 <br />

Teilkasko (TK 21)<br />

210 <br />

Vollkasko (TK 21)<br />

665 <br />

Wartung 30000 km / 1 Jahr<br />

Garantie 5 Jahre ohne km-Begrenzung<br />

Ausstattung / Preise<br />

Basispreis (2.0 CRDi) 27790 <br />

Testwagenpreis (2.0 CRDi 4WD) 32310 <br />

Serienausstattung (trend): Fahrer-, Beifahrer-,<br />

Seiten- und Vorhangairbags,<br />

17-Zoll-Alufelgen, automatisch abblendender<br />

Innenspiegel, Regen- und Lichtsensor,<br />

Reifendruckkontrolle, Rückfahrwarner,<br />

LED-Tagfahrlichter und -Rückleuchten,<br />

USB- und AUX-Anschluss, Bluetooth-<br />

Freisprecheinrichtung, Tempomat, Klimaautomatik,<br />

Mittelarmlehne vorne + hinten,<br />

Teilleder mit Sitzheizung vorne + hinten<br />

Zusatzausstattungen<br />

¨ 6-Stufen-Automatikgetriebe 1400 <br />

þ Navigation + Rückfahrkamera 1500 <br />

þ Bi-Xenon-Scheinwerfer 950 <br />

þ Metalliclackierung<br />

500 <br />

þ<br />

= empfehlenswert<br />

Bewertung<br />

KONZERNDUELL<br />

Hyundai ix35<br />

Abmessungen und Gewichte<br />

Radstand 2640 mm<br />

Länge 4410 mm<br />

iNNeNRaUM VoRN<br />

innenhöhe 915-990 mm<br />

innenbreite 1530 mm<br />

sitzhöhe 595-655 mm<br />

sitztiefe<br />

530 mm<br />

iNNeNRaUM hiNteN<br />

innenhöhe<br />

975 mm<br />

innenbreite 1490 mm<br />

kniefreiheit 125-425 mm<br />

sitzhöhe<br />

630 mm<br />

sitztiefe<br />

490 mm<br />

GePäCKRaUM<br />

länge<br />

890-1550 mm<br />

breite 1015-1315 mm<br />

höhe<br />

745 mm<br />

ladekantenhöhe 725 mm<br />

Volumen (Vda) 591-1436 L<br />

GewiChte<br />

leergewicht (ausstattungsabhängig)<br />

zulässiges gesamtgewicht<br />

zuladung (abhängig vom spez. Fzg.-leergewicht)<br />

dachlast<br />

stützlast<br />

anhängelast (ungebremst)<br />

anhängelast (gebremst)<br />

hyUNDai iX35 2.0 CRDi<br />

Geländewerte<br />

Spur 1585/1586 mm<br />

Karosseriewinkel (v/M/h) 24,2/17,0/26,9°<br />

Bodenfreiheit (v/M/h) max. 170/200/210 mm<br />

Steigfähigkeit<br />

keine Angabe<br />

Gesamtuntersetzung (max.) 16,33:1<br />

Kriechgeschwindigkeit (min.)<br />

6,9 km/h<br />

Breite 1820 mm<br />

Höhe 1665 mm<br />

Stehhöhe 1910 mm<br />

1600-1754 kg<br />

2140 kg<br />

386-540 kg<br />

100 kg<br />

80 kg<br />

750 kg<br />

2000 kg<br />

★★★★✩<br />

KoSteN / UMweLt<br />

+<br />

–<br />

ix35 facelift: Der Verbrauch ist ge -<br />

sunken, mit den neuen CO 2 -Emissionen<br />

ist auch die Steuer günstiger.<br />

ix35: Die Versicherungseinstufungen<br />

für KH und VK sind höher.<br />

iNNeNRaUM / aUSStattUNG<br />

+ +<br />

ix35 facelift: Zweiliter-Benziner und<br />

100-kW-Diesel sind ab sofort auch in<br />

der günstigsten Linie zu haben. Mit<br />

beheizbaren Außenspiegeln, automatisch<br />

abblendendem Innen spiegel,<br />

Reifen druckkontrolle und Tag fahrlicht<br />

ist die Serienausstattung üppiger.<br />

Optional sind jetzt u. a. Bi-Xenon-<br />

Leuchten, ein beheizbares Lenkrad<br />

und eine Einparkautomatik erhältlich.<br />

fahRKoMfoRt / fahRLeiStUNG<br />

–<br />

ix35 facelift: Der Turbodiesel überzeugt<br />

mit seinem kräftigen Durchzug,<br />

die Schaltung ist leichtgängig. (Der<br />

2.0 GDI-Benziner ist neu – er hat mit<br />

166 PS und 205 Nm etwas mehr<br />

Leistung als sein Vorgänger.)<br />

ix35: Das Fahrwerk poltert über<br />

Gully deckel und plötzliche Fahrbahnunebenheiten<br />

spürbar härter ab.<br />

■ Fazit<br />

Das face lift mag<br />

un spektakulär aussehen,<br />

die ingenieure<br />

haben aber an vielen<br />

Stellen nachgebessert.<br />

Der ix35 ist jetzt<br />

üppiger ausgestattet<br />

und komfortabler.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 75


Faszination Matzker Range Rover Evoque<br />

76 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


Faszination Matzker Range Rover Evoque<br />

KEINE<br />

Kompromisse<br />

Land Rover-Spezialist Matzker war bisher vor<br />

allem eingefleischten Defender-Jüngern ein<br />

Begriff. Mit dem „Blue Performance“-<br />

Evoque betritt er jetzt ungewohntes<br />

Terrain. „Tiefer, breiter, lauter“<br />

ist die neue Devise.<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 77


Faszination Matzker Range Rover Evoque<br />

„Er ist der bunte<br />

Hund unter den<br />

<strong>SUV</strong>, ein fahrender<br />

Wieder ­<br />

erkennungs wert.“<br />

er ist ein eyecatcher. Mit seiner himmelblauen<br />

Folierung und den in der Tuning-Szene momentan<br />

extrem angesagten, knallbunten „Sticker Bombing“-<br />

Zierelementen. Mit den schwarz abgeklebten Scheinwerfern<br />

und Rück leuchten und der von Markenzeichen<br />

gecleanten Karosserie. Er ist der bunte Hund unter den<br />

<strong>SUV</strong>, ein fahrender Wiedererkennungswert.<br />

Im „Blue Performance“-Evoque hat man nie seine Ruhe,<br />

man reitet auf einer riesigen Auf merksamkeits welle,<br />

wird mit offenen Mündern begafft und mit Handys fotografiert.<br />

Ohne Lippenleser zu sein, kann man nachvollziehen,<br />

was die halbstarken Teenager vor dem Schulgebäude<br />

formulieren: „Booooaaaaaah“.<br />

Kein Wunder. Schon im Serienzustand macht der dreitürige<br />

Evoque auf Prototyp. Selten ging ein so extravagantes,<br />

mutiges Design in Serie. Was der eigentliche Offroad-<br />

Spezialist Matzker aus dem britischen Emporkömmling<br />

macht, ist so gesehen einfach eine logische Weiterentwicklung<br />

seiner Grundidee. Und die hat mit Geländefahrten<br />

genau gar nichts mehr zu tun.<br />

Mit seinem Zweiliter-Turbobenzinmotor fährt der kleine<br />

Range Rover leistungstechnisch in der GTI-Klasse, liefert<br />

240 PS und 340 Newtonmeter Drehmoment. Genug<br />

Power, um das <strong>SUV</strong>, das keines mehr ist, in 7,6 Sekunden<br />

auf 100 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Für die<br />

Profis von Matzker ist das ein durchaus akzeptabler<br />

Wert. Viertelmeile-Rennen haben sie nicht im Sinn. Eher<br />

schon Rekordzeiten auf der Nordschleife. Ihnen geht es<br />

um Straßen lage, Traktion, Präzision – und damit nicht<br />

gerade um Werte, für die <strong>SUV</strong> bekannt sind.<br />

Nach einem klassischen Vertreter seiner Gattung fühlt<br />

sich der „Blue Performance“ aber auch nicht mehr an.<br />

Wer seine beiden Türen aufschwingt, fällt ins Boden lose.<br />

Mit dem sogenannten „Competition Kit Gewindefahrwerk“<br />

von K&S Suspension legt Tuner Matzker das<br />

Gefährt mal eben um 40 Millimeter tiefer – Kostenpunkt:<br />

3495 Euro. Für so viel Geld aber bekommt man mehr als<br />

nur eine satte Optik: Das Motorsport-Fahrwerk ist kompromisslos<br />

sportlich. Am besten lässt sich das<br />

Fahrverhalten dann auch mit einem Wort beschreiben<br />

– neutral. In der Sekunde, in der man das Steuer auch<br />

nur einen Zentimeter nach links oder rechts dreht, vollsatter<br />

auftritt: Das vom Markenzeichen befreite<br />

heck lässt den evoque noch tiefer erscheinen.<br />

78 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


Faszination Matzker Range Rover Evoque<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 79


Faszination Matzker Range Rover Evoque<br />

neue Perspektive: Der sportsitz hält den Fahrer fest,<br />

mit den schaltwippen dirigiert man die Drehzahl –<br />

und damit den bassig-frotzelnden Motorsound.<br />

street-art: Der Diffusor ist mit knallbunter „sticker Bombing“-<br />

Folierung beklebt, unter den verchromten Blenden sitzt der<br />

Performance-auspuff mit erhöhtem abgas-Durchlass.<br />

80 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suv-magazin.de


Faszination Matzker Range Rover Evoque<br />

führt der Wagen die Bewegung. Wie ein Asphalthase<br />

schlägt der Evoqe Haken, lässt einen den Fahrbahnzustand<br />

unmittelbar erfühlen. Die schnittige Karosse<br />

klebt auf dem Boden, wankt selbst in rasant gefahrenen<br />

Kurven um keinen Millimeter. Mit diesem Auto bleibt<br />

man stoisch auf dem Gas stehen, wo man in seinem<br />

Serienbruder schon panisch in die Eisen steigen würde.<br />

Selten war Traktion spürbarer. Die 275er General Grabber<br />

gehen mit dem Untergrund eine Symbiose ein, bleiben<br />

dabei mit ihrem 40er Querschnitt stur – Seitenführung at<br />

it‘s best. Auf den extrovertiert gestylten 20-Zöllern montiert,<br />

füllen sie die Radhäuser perfekt aus.<br />

Doch weder allein auf der Geraden noch in der Kurve<br />

gewinnt man ein Rennen. Bei einem immerhin 1640<br />

Kilogramm schweren Geschoss wie dem Evoque Coupé<br />

kommt es auch auf die Leis tungsfähigkeit der Bremsen<br />

an. Die serienmäßigen, 300 Millimeter starken Einkolben-<br />

Bremsen an der Vorderachse weichen 336 mm großen<br />

Sportscheiben, die von Sechskolben-Magnesium-Sätteln<br />

in die Zange genommen werden. Dazu verlegt Matzker<br />

hochwertige Stahlflex-Leitungen, die die Kraft dank der<br />

inneren Teflon-Edelstahl-Kombi druckfest weiterleiten.<br />

Was das kostet? 2950 Euro. Wie sich das anfühlt? Als<br />

würde man aus der fahrenden Festung mal eben einen<br />

Anker werfen. Immer und immer wieder – ohne dass<br />

einem dabei der Wurfarm müde wird. Denn an<br />

Überhitzung und anschließendes Fading scheint man<br />

keine Gedanken verlieren zu müssen.<br />

Höchstens daran, dass man bei der vollen Performance-<br />

Ausbeute den grandiosen Sound der neuen Abgasanlage<br />

mit optimiertem Durchlass nicht mehr angemessen<br />

genießen kann. Schon beim Motorstart lässt das 65<br />

Millimeter dicke Rohr die vier Töpfe tief durchatmen und<br />

bassig vor sich hin säuseln. Sobald man auf das Gas<br />

steigt, fängt der Turbomotor dann das freie Schreien an,<br />

hält sich beim Gangwechsel kurz bedeckt, um sofort<br />

wieder kräftig weiterzugrummeln. Völlig egal bei welcher<br />

Geschwindigkeit. Und in welchem Gang.<br />

Den eigentlichen Gänsehaut-Moment erlebt aber nur<br />

der, der es auch mal ruhig angehen lässt, beim lässigen<br />

Cruisen schon bei niedrigen Drehzahlen den nächsten<br />

Gang nachschießt und vor der roten Ampel die Motorbremse<br />

nutzt. Denn nur dann, wenn der himmelblaue<br />

Evoque entspannt einen Gang runterschaltet und diesen<br />

bei circa 3000 Umdrehungen einlegt, frotzelt es aus dem<br />

zweiflutigen Auspuff so wunderschön hart und klar wie<br />

einfach bei keinem anderen <strong>SUV</strong>.<br />

❚<br />

TexT: Julian Hoffmann<br />

FoTos: Uwe Fischer<br />

Massige haftung: Die breiten niederquerschnitt-<br />

Gummis im Format 275/40 r20 kleben auf der straße.<br />

„Wie ein<br />

Asphalthase<br />

schlägt der<br />

Evoque Haken,<br />

lässt einen den<br />

Fahrbahnzustand<br />

unmittelbar<br />

erfühlen.“<br />

<strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 81


Ganz zum Schluss Kolumne / <strong>Vorschau</strong><br />

DAS LETZTE<br />

WORT ...<br />

Bastian Hambalgo<br />

DIE UNENDLICHE<br />

GESCHICHTE<br />

SEIT JAHREN verbrennen sich die Verkehrsminister der Regierung<br />

Merkel die Finger am Thema Pkw-Maut. Das Ergebnis der<br />

Diskussion war stets dasselbe: Das Thema wurde zur Chefsache<br />

erklärt und daraufhin zu den Akten gelegt. Ende der Diskussion.<br />

Anscheinend sind die Löcher im Etat des Ministeriums aber nun so<br />

groß wie die Schlaglöcher auf den deutschen Straßen – denn endlich<br />

will die Bundesregierung die Chancen der Pkw-Maut nutzen.<br />

Ein Blick auf die Europakarte bestätigt das Argument der Maut-<br />

Befürworter: Deutschland ist durch seine Lage im Herzen Europas<br />

das Transitland Nummer eins. Jedes Jahr werden die Autobahnen<br />

von Millionen europäischer Nachbarn benutzt – bislang gratis.<br />

Gastfreundlich, aber bestimmt nicht sinnvoll – denn der Reiseverkehr<br />

trägt zu einem großen Teil zum Verschleiß des Straßen-<br />

netzes bei. Darum sollten<br />

auch Pkw-Fahrer der<br />

Nachbarländer künftig ihren<br />

fairen Anteil an den<br />

Sanierungs maßnahmen tragen.<br />

Doch den Vertretern dieser Meinung weht ein starker Wind entgegen.<br />

Das geächtete M-Wort löst nämlich nicht nur bei Autofahrern<br />

Panikanfälle aus. Auch Interessenverbände und Politiker aller<br />

Parteien singen im Chor: NEIN! Wir können den deutschen<br />

Autofahrern nicht noch mehr zumuten!<br />

Die Begründung der Maut-Gegner ist stichhaltig. Denn die deutschen<br />

Kfz-Besitzer haben wahrlich kein günstiges Hobby. Steigende<br />

Spritpreise, Ökosteuer, Kfz-Steuer und Versicherungs beiträge<br />

machen automobile Fortbewegung zu einem Luxusgut.<br />

Was bei der hitzigen Diskussion der beiden Lager vergessen wird –<br />

es gibt einen Kompromiss: Mehreinnahmen durch eine Pkw-Maut<br />

und gleichbleibende Kosten für deutsche Autofahrer. Wenn die Kfz-<br />

Steuer im Durchschnitt um den Betrag gesenkt wird, den die jährliche<br />

Mautgebühr ausmacht, bleiben die Ausgaben für deutsche<br />

Autofahrer nahezu gleich und<br />

AUCH IHRE MEINUNG?<br />

das europäische Umland wird<br />

Oder haben Sie einen anderen Aufreger?<br />

endlich an den Kosten beteiligt.<br />

Wer fährt,<br />

Lassen Sie’s uns wissen! Schreiben Sie an<br />

hambalgo@suvmagazin.de<br />

zahlt.<br />

<strong>Vorschau</strong> 03/2014<br />

Fahrbericht | BMW X3<br />

Mit einem einfachen Facelift wollten sich die<br />

Münchener nicht zufriedengeben. So hat der X3<br />

nicht nur einen frischen Look erhalten, sondern<br />

auch gleich noch ein nagelneues 2,0-Liter-Diesel-<br />

Aggregat. Wir durften den Neuling fahren.<br />

Titeltest | Nissan Qashqai<br />

Mit dem neuen Qashqai schickt Nissan<br />

einen der großen Gewinner des <strong>SUV</strong>-Booms<br />

in die zweite Runde. Kann der Nachfolger<br />

den grandiosen Erfolg des japanischen<br />

Originals wiederholen?<br />

Luxus-Duell | Mercedes ML<br />

vs. Range Rover Sport<br />

Britischer Land-Adel oder deutsche<br />

Wertarbeit: Komfort ist weder<br />

für den ML noch für den Range<br />

Rover Sport ein Fremdwort. Aber<br />

wer kann sich die Krone im<br />

Segment der Luxusliner sichern?<br />

Die nächste Ausgabe erscheint am 10.06.2014<br />

82 <strong>SUV</strong> Magazin 02.2014 www.suvmagazin.de


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