09.04.2014 Aufrufe

Leben & erziehen Einfach gut schlafen (Vorschau)

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Mai 5/2014

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Fit für die

Schule

Die besten Ranzen

für Erstklässler

Seite 44

Das Elternmagazin

Einfach gut

schlafen

Ins Bett ohne Tränen:

Die

Einjährigen

Am Tisch mit

den Großen: Was

jetzt schmeckt

Seite 28

Die Tricks der Babyflüsterin

SEITE 14

Kindergarten

Wie viele Freunde

braucht mein Kind?

Seite 56

ERZIEHUNG

Ein Lob auf die

Langsamkeit

Einfach mal mittrödeln:

Eine Mutter hat‘s ausprobiert

Seite 22

Mein

05

4 198437 502504

Hebammen!

Was sie für Schwangere

und Mütter alles tun

Seite 58

neuer Job

Wenn Mütter noch mal

von vorn anfangen:

So finden Sie den Job, der

zu Ihrer Familie passt

SEITE 48


Ihr instinktiver

SCHUTZ

Stillen: Ihr optimaler

SCHUTZ

Nach dem Stillen:

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Wichtiger Hinweis: Stillen ist das Beste für Ihr Baby. Wenn Sie eine Säuglingsanfangsnahrung

verwenden wollen, sprechen Sie bitte mit Ihrer Klinik, Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt.

Sicherheit für Ihr Baby.


20/01/14 09:30

Endlich Frühling!

Zeit zum Verstecken, Suchen,

Herumtoben und Spa haben ... Seite 20

FOTOS: STEFANIE AUMILLER, FOTOLIA.COM, DANIEL GERST, HERSTELLER, ZDF/STUDIO 100MEDIA;

ILLUSTRATION: ROBERT ERKER, ISTOCKPHOTO.COM

Der sanfte Weg

zu ruhigen Nächten

– ja, den gibt’s

wirklich! Seite 14

Wir lassen

uns feiern!

Kleiner Tipp an

Väter und Kinder:

Am 11. Mai ist

Mutter tag

[SEITE 7 UND 13]

Gut, dass es Hebammen gibt!

Martina Kaiser

Chefredakteurin

Was ich ohne Sandra gemacht

hätte, weiß ich nicht: Das

Stillen wollte nicht klappen,

mein Baby weinte und die

Groß eltern, die mich hätten

entlasten können, waren

weit weg. Da kam meine

Hebamme zum Hausbesuch:

Sie zeigte mir, wie ich richtig stille, schaukelte

mein Baby in den Schlaf und nach einer Tasse Tee sah

die Welt ganz anders aus. Danke, Sandra!

Doch die Zukunft der freiberuflichen Hebammen ist

in Gefahr. Die Versicherungsprämien werden immer

höher. Viele Hebammen denken darüber nach, ob sie

künftig noch Geburtshilfe anbieten oder sogar ihren

Beruf ganz aufgeben. Die Leidtragenden wären

wir Mütter: Wir könnten nicht mehr wählen, wo und

mit wem an unserer Seite wir unsere Kinder zur Welt

bringen. Deshalb ist es wichtig, dass wir für Hebammen

kämpfen. Und ihnen Danke sagen. Machen Sie mit bei

unserer großen Leser-Aktion auf Seite 58. Es lohnt sich!

Ihre

martina.kaiser@bayard-media.de

Mit einem Abo haben Sie jede Ausgabe von Leben & erziehen pünktlich im Briefkasten.

Infos finden Sie auf Seite 27 und 74.

Abonnenten-Service Telefon 0 83 82/277 57 - 925 (Mo – Fr von 8 – 18 Uhr), Fax 0 83 82/277 57 - 777

Redaktion Leben & erziehen | Böheimstraße 8 | 86153 Augsburg | Telefon 08 21/45 54 81 - 51

Fax 08 21/45 54 81 - 12 | E-Mail-Adresse: redaktion@bayard-media.de

Mit vollem

Einsatz

Ein Terminplan wie

ein Manager: Wir

haben eine Hebamme

einen Tag lang begleitet

[58]

NEU: Teddy

aufs Tablet

Unsere beliebten Gute-

Nacht-Geschichten

mit Teddy Bär gibt es

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Sonderheft

Band 1

Gute-Nacht

Die schönsten

Geschichten

Mit Teddy Bär durchs Jahr

27 Vorlese-Geschichten

e_te dy0 14_001.in d 1 20/01/14 09:30

Leben & erziehen 5/2014 3


Der sanfte Weg

zu ruhigen Nächten

Auch ohne starres

Programm können Kinder

schlafen lernen —

und zwar in jedem Alter

[14]

AUSGABE 5

LEBEN MIT KINDERN

14 Schlafen auf

die sanfte Tour

Zwei Schlaf-Profis

verraten das Geheimnis

ruhiger Nächte

Mein erster

Ranzen

Mamas

neuer Job

Drei Mütter haben

die Familienpause

genutzt, um beruflich

die Karten neu zu mischen.

So hat ihr Start geklappt

[48]

Kinder wollen, dass er

cool aussieht, für Eltern

muss er vor allem

praktisch sein.

Wir stellen Modelle vor,

die beides sind

[ 44 ]

TITELFOTOS: GEORGIOS PHOTOGRAPHY/MODE: ZARA, HERSTELLER (3), HUNGER & SIMMETH, WESTEND61; ILLUSTRATION: FOTOLIA.COM

FOTOS: HERSTELLER (7), THINKSTOCK, SUSAN VANTREEL; ILLUSTRATION: FOTOLIA.COM

20 Der Frühling ist da!

12 tolle Spiel-Ideen

für draußen

22 Die Entdeckung

der Langsamkeit

Warum Trödeln

für Kinder so wichtig ist

56 Mein Kind hat

keine Freunde

Wie es künftig

Spielkameraden findet

GESUNDHEIT

& ERNÄHRUNG

28 Ernährungs-Serie:

So wird Ihr Kind

groß und stark

Folge 4: Mit den Großen

am Tisch

36 Sanfte Pflege

für den Po

Was wunder Haut

am besten hilft

Mit anderen Eltern quatschen,

Erfahrungen austauschen,

Freunde finden:

www.leben-und-erziehen.de

4

Leben & erziehen 5/2014


GELD, TEST & SERVICE

44 Der erste Ranzen

Worauf Eltern beim

Kauf achten sollten

68 Sommermode

Coole Outfits für Jungs

und Mädchen

FAMILIE

& PARTNERSCHAFT

48 Mamas neuer Job

Mütter erzählen, warum

sie nach der Familienpause

einen anderen

Beruf gewählt haben

58 Leser-Aktion:

Wir suchen

die Hebamme 2014

Mitmachen

und gewinnen

71 Glosse

Das erste zweite Kind

RUBRIKEN

26 Kindermund

Wir verlosen

12 Dschungelbuch-Sets

von NUK

64 Kreuzworträtsel

Zu gewinnen:

Windeln von Pampers

für ein Jahr

65 Community

Aktuelles von

www.leben-underziehen.de

66 Die Seite für Kinder

Der kleine Käfer

lernt fliegen

72 Impressum, Vorschau

Das sind unsere

Titelthemen

Ein Hoch auf die Langsamkeit:

Kinder müssen trödeln – auch wenn das

die Eltern manchmal nervt

[22 ]

Ob verspielt oder ganz cool:

In diesen farbenfrohen Outfits

Am Tisch mit

den Großen

Das schmeckt

im 2. und 3. Jahr:

letzte Folge unserer

Ernährungs-Serie

[28 ]

Alles

rot

am Po?

Wie Babys Haut

schnell wieder

zart und

rosig wird

[ 36 ]

Ein Freund, ein

guter Freund ...

Ihr Kind hat keinen?

So können Sie

ihm helfen,

auf andere zuzugehen

[56 ]

Der Sommer

kann kommen

fühlen sich Kinder an heißen Tagen wohl

[68 ]

LESER-

AKTION

Wir suchen

die Hebamme

2014

Der große

Ratgeber

INHALT

6 Leben mit Kindern 0 – 1

• So kommen im Urlaub

alle auf ihre Kosten

• Fahrradtour mit Baby?

• 6 x richtig beruhigen

10 Leben mit Kindern 1 – 3

• Weil ich

ein Mädchen bin ...

• Fotos ins Internet?

• Pst, leise!

Das schont die Ohren

12 Leben mit Kindern 3 – 6

• Nasse Hosen

in der Nacht

• Tolle Ideen

für den Muttertag

• Welche Schwimmhilfe

kaufen?

34 Ernährung

• Worauf es beim Frühstück

ankommt

• Leser-Sprechstunde

zur Baby-Ernährung

42 Gesundheit & Pflege

• Heuschnupfen –

das hilft

• Gibt's Reisefieber

wirklich?

54 Elternleben

• Tipptopp im Flip-Flop:

mit gepflegten Füßen

durch den Sommer

Leben & erziehen 5/2014

5


Leben

Eltern-Tipp

Seit mein Mann

und ich im Bett

die Seiten getauscht

haben,

lässt uns Nora

(7 Monate) öfter

durchschlafen.

Ich vermute,

dass sie in ihrem

Beistellbettchen

jetzt meine Brust

weniger riecht.

JOHANNA WEBER,

MÖNCHENGLADBACH

Ein Urlaub für alle

Wie jedes Familienmitglied auf seine Kosten kommt

„Ich brauche Ruhe.“ „Ich andere

Kinder.“ „Ich Sport.“

„Und ich will mich wie

daheim fühlen!“ Eine Familie,

viele Vorstellungen.

Damit Mama, Papa, größere

Geschwister und das Baby

den Urlaub genießen, schauen

Eltern am besten schon

im Vorfeld genau hin, wo

alle Wünsche erfüllt werden.

Hat das Hotel oder die Anlage

einen guten Kinderclub,

können größere

Geschwister schnell neue

Freunde finden und mit

Gleichaltrigen toben.

Stehen Babybett, Kinderstuhl,

Wickelutensilien

usw. schon bei der Ankunft

zur Verfügung, fühlt sich

das Baby sofort wohl. Stillecken,

eine Küche zum

Spülen und Sterilisieren

der Fläschchen sowie Wickelräume

erleichtern Eltern

den Aufenthalt.

Ein Babysitter-Dienst im

Hotel ermöglicht Mama

und Papa zwischendurch

eine romantische Auszeit.

Wichtig für sportliche

Familien: Gibt es Wanderwege,

die auch für Kinderwagen

geeignet sind? Wo

ist ein See, ein Schwimmbad?

Können Kinder dort

Kurse machen?

In einem Wellnessbereich

atmen die Erwachsenen

durch und tanken Kraft.

Freizeitaktivitäten wie

Schifffahrten oder Erlebnisparks

begeistern alle in

der Familie.

TIPP: Der TÜV Nord und

der Deutsche Kinderschutzbund

zeichnen mit dem Gütesiegel

„OK for Kids“ kinderfreundliche

Hotels mit kindersicherer Ausstattung

aus (www.okfuerkids.de).

Hi, hi

Oder ha, ha, ha.

Oder uauuauhu.

Auf babylaughter.net

gibt es fröhliches

Babylachen in jeder

Variante. Denn die

Wissenschaftler der

Birkbeck University of

London untersuchen

ganz ernsthaft, warum

und wie Babys lachen,

und bitten deshalb um

Videos von lachenden

Kindern.

6

Leben & erziehen 5/2014


R A T G E B E R

0–1Jahr

20 Jahre

urlaub auf familisch.

Familienurlaub feiert Geburtstag.

Feiern Sie mit!

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Ein Stupser reicht und Löwe und

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80

Jahre wird Ihr Baby alt

— zumindest statistisch

gesehen. Bei neugeborenen

Jungen liegt die Lebenserwartung

in Deutschland

bei 78 Jahren, für Mädchen

wurden 82 Jahre berechnet.

[1] [2]

[3]

Die Botschaft zum Muttertag

[1] Langarmshirt von s.Oliver

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[2] Body mit langem Arm von

Spoilt Rotten über

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[3] Baby-T-Shirt mit kurzem Arm

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FRAGE AN DEN EXPERTEN

Fahrradtour

mit Baby?

Wir planen im Sommer

längere Fahrradtouren und

möchten Robin (9 Monate)

hinten auf dem Fahrradsitz

mitnehmen. Schadet es ihm,

längere Zeit so zu sitzen?

Prof. Thomas Wirth,

Vorsitzender der Vereinigung für

Kinderorthopädie, antwortet:

V

on längeren Fahrradtouren

mit einem Kind in Robins

Alter rate ich ab. Ich kenne

zwar keine wissenschaftliche

Studie, auf die ich mich berufen

könnte, aber länger als eine

halbe Stunde würde ich seiner

Wirbelsäule diese Belastung

nicht zumuten. Robin kann

vermutlich schon sitzen, aber

in seinem Alter hat er noch

einen leichten Rundrücken und

die Muskulatur seines Rumpfes

ist noch nicht voll ausgereift.

Fahren Sie über holprige Wege,

wird er auf seinem Sitz viel

zu sehr durchgeschüttelt.

Bei längeren Fahrten kann es

auch passieren, dass er

einschläft und sein Kopf

unkontrolliert hin und her

kippt. Wenn Sie mit Robin

auf dem Kindersitz kurz zum

Einkaufen oder zu Freunden

fahren wollen, ist das sicher

kein Problem. Sind Sie länger

unterwegs, ist er in einer Babyschale

in einem gut gefederten

Anhänger besser aufgehoben.

FOTOS: GETTY IMAGES, HERSTELLER (5), THINKSTOCK

Seit 20 Jahren stehen

die 58 Familotels in

Deutschland, Österreich, Italien und

Ungarn für eine unbeschwerte Auszeit

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Leben

R A T G E B E R

Jahr

6 x das Baby

beruhigen

Das Kind ist satt, die Windel

ist sauber, es ist nicht müde.

Aber es brüllt. Was nun?

Selber ruhig bleiben

Das Baby spürt den Stress

und lässt sich davon anstecken.

Wer nervös ist,

kann nicht trösten.

Es nah am Körper halten

Der Geruch von Mama

und ihr Herzschlag

beschwichtigen das Kind

meist schnell.

Leisen Lärm machen

„White noise“, also das

regelmäßige Brummen

von Staubsauger, Waschmaschine,

Fön, wirkt auf

manche Kinder

wie Baldrian.

Das Baby in den

Kinderwagen packen

Die frische Luft und das

rhythmische Schaukeln

sorgen für bessere Laune.

Es massieren

Durch die Wärme,

die sanften Berührungen,

die Nähe können viele

Kinder gut entspannen.

Eine reizarme

Umgebung suchen

Manche Babys schreien,

weil sie von den vielen

Eindrücken überfordert

sind.

Statt Stacheln

hat dieser Igel im

Stoffbuch weiche

Nuckellaschen.

So kann das

Baby ihn und

die anderen

„Tiere im Wald“

mit allen Sinnen

erkunden.

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Hicks!

Ein Schluckauf

schüttelt das Baby

ordentlich durch –

doch das stört

die Kleinen kaum

und hört bald wieder

auf. Mütter können

dem Kind ruhig

weiter die Brust oder

das Fläschchen

geben, so Dr. Monika

Niehaus, Sprecherin

der Kinderärzte in

Thüringen. Der Kehldeckel

verschließt

die Luftröhre beim

Hicksen, sodass

die Kinder sich nicht

verschlucken.

Muttermilch

per

Post?

Lieber nicht, meint

der Berufsverband

der Kinder- und

Jugendärzte und

warnt davor, Milch

über Börsen und

soziale Netzwerke

ohne amtliche

Gesundheitskontrolle

zu kaufen. Denn: Es

wird nicht überprüft,

ob die Spenderin

Medikamente oder

Drogen nimmt,

die Milch könnte mit

Keimen belastet sein

oder sie passt

schlichtweg von ihrer

Zusammensetzung her

nicht zum Baby.

Frühchen

brauchen

Hautkontakt

Känguruhen ist für

Frühgeborene wichtig

– und sie profitieren

lange davon. In einer

Studie hatten Kinder,

die diesen engen

Hautkontakt mit ihrer

Mutter genießen

konnten, auch mit

zehn Jahren noch

bessere Ergebnisse

bei Untersuchungen

als die Vergleichsgruppe.

Zum Beispiel

konnten sie besser mit

Stress umgehen.

QUELLE: BIOLOGICAL PSYCHIATRY

FOTOS: HERSTELLER, ISTOCKPHOTO.COM

8

Leben & erziehen 5/2014


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dem Zählen vertraut gemacht. Musik, Geräusche und Sätze werden beim Rollen der Fahrzeuge wiedergegeben.


29%

der Kinder unter drei

waren 2013 in einer

Tagesbetreuung. Die

wenigsten davon in

Nordrhein-Westfalen

(20 %), die meisten in

Sachsen-Anhalt (58 %).

QUELLE:

BUNDESAMT FÜR STATISTIK

Ich bin ein Junge

... und später werde ich Mama! Wie Kinder ihr Geschlecht entdecken

Was bin ich? Ein Mädchen

oder doch ein

Junge? Mit etwa zwei

Jahren kennen Kinder die

Antwort, meint Erziehungswissenschaftlerin

und Sozialpädagogin

Dr. Margarete

Blank-Mathieu. „Nur ganz

sicher, dass das auch so

bleibt, sind sie sich in dem

Alter noch nicht.“ Und es ist

ihnen auch gar nicht so

wichtig. „Für sie ist die Bezeichnung

Mädchen oder

Junge einfach etwas, auf das

sie stolz sind und das zu

ihnen gehört wie ihr Name.“

Was die Gesellschaft mit

dem jeweiligen Geschlecht

verbindet, vermitteln Eltern,

wenn sie – oft unbewusst –

Mädchen und Jungen unterschiedlich

behandeln. Damit

behindern sie aber die Kinder

in ihrer Entwicklung,

meint die Expertin und plädiert

dafür, den Kleinen alle

Freiheiten zu geben, um sich

selbst kennenzulernen.

Das Mädchen darf gerne mit

Autos spielen und sich

schmutzig machen, der

Junge auch mal einen rosa

Rock anziehen − „davon wird

er sicher nicht schwul“. Und

wenn die Kinder voller Freude

im Schwimmbad ihre Geschlechtsorgane

zeigen, ist

Diese Experten stehen unserer Redaktion zur Seite

es gut, wenn Eltern sich ein

entsetztes „Das tut man

nicht!“ verkneifen. In diesem

Alter macht man das eben

doch: „So wie Kinder ihre

Finger, ihre Haare, ihren

Mund erkunden, erforschen

sie auch Penis und Scheide.“

Dr. Blank-Mathieu rät Eltern:

„Wenn Sie es schaffen, locker

zu bleiben, werden die Kinder

schon bald von selbst

damit aufhören.“

Unter www.bzga.de

gibt‘s die Broschüre

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Schwangerschaft Dr. Hiltrud Kessler, Frauenärztin, und Irene Gruber, Hebamme | Stillen Brigitte Benkert, Stillberaterin | Ernährung Dr. Ute Alexy, Ernährungsberaterin |

Entwicklung Prof. Dr. Sabina Pauen, Entwicklungspsychologin | Schlafen Dr. Daniela Dotzauer, Baby-Coach | Kindergesundheit Dr. Herbert Renz-Polster, Kinderarzt |

Homöopathie Dr. Patrick Kreisberger, Homöopath und Kinderarzt | Erziehen Dr. Anita Schächter, Kinderpsychologin | Fernsehen & Co. Elisabeth Schallhart, Medienpädagogin |

Kindergarten Martina Bentenrieder, Erzieherin | Familienpolitik Claudia Hagen, Familienbund der Katholiken

FOTOS: HERSTELLER (9), ISTOCKPHOTO.COM, SHUTTERSTOCK, PRIVAT (12)

10

Leben & erziehen 5/2014


R A T G E B E R

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Pst! Alle mal leise sein

Am 30. April ist der „Tag gegen den Lärm“. Schon

Kinder reagieren auf störende Geräusche oft mit

Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität.

Das tut ihren Ohren und damit ihrem Körper gut:

Öfter ruhig beschäftigen (mit Malen, Puzzeln,

Basteln).

Auf Hintergrundbeschallung (Radio, TV)

verzichten.

Keine lauten Spielsachen wie Knallfrösche

oder Tröten kaufen.

Bei Spaziergängen im Wald auf die leisen

Geräusche achten.

Grrrr!

Wie Hund und Katz

Geschwister streiten und lieben sich. Eltern finden

das nervig, aber nicht besorgniserregend.

Forscher der University of New Hampshire sehen

das anders. Sie haben herausgefunden, dass die

Schikanen durch Schwester oder Bruder ähnliche

Effekte haben wie Mobbing durch Gleichaltrige.

Und das gilt für alle Altersgruppen, von einem

Monat bis neun Jahre. Wenn ein Geschwis terkind

das andere gezielt immer wieder drangsaliert,

sollten Eltern deshalb unbedingt eingreifen.

FRAGE AN DEN EXPERTEN

Fotos ins

Internet?

In der Kita soll ich meine

schriftliche Einwilligung

geben, dass von Julian

(18 Monate) Fotos

ins Internet gestellt werden

dürfen. Kann ich das

guten Gewissens tun?

Michael Gurt, wissenschaftlicher

Mitarbeiter am JFF-Institut für

Medienpädagogik in Forschung

und Praxis in München, antwortet:

as ist eine sehr persönliche

D Frage, die Sie für sich

selbst entscheiden müssen.

Bei meinem Kind würde ich

die Einwilligung geben,

denn ich gehe davon aus,

dass die Kindertagesstätte

die Fotos nur für seriöse

Zwecke nutzt, zum Beispiel um

eine Veranstaltung im Internet

zu dokumentieren. Sie haben

aber natürlich recht, wenn Sie

grundsätzlich bei diesem

Thema vorsichtig sind:

Mit Fotos der Kinder im Netz

sollten Eltern sehr sorgsam und

verantwortungsbewusst umgehen.

Stehen die Bilder und

die Daten erst mal im Internet,

sind sie für jeden zugänglich.

Doch in Bezug auf die Website

der Kita hätte ich keine

Bedenken; die Einrichtung

wird sicher gewissenhaft

mit dem Material umgehen.

„Ich kann nichts lesen. Ich kann keine

Show anschauen. Ich kann nichts tun,

außer ihm dabei zuzusehen,

wie er nichts tut.“

SCHAUSPIELERIN CLAIRE DANES (HOMELAND)

ÜBER DIE LIEBE ZU IHREM SOHN CYRUS (1 ½)

Leben & erziehen 5/2014 11


MIT

LebenWelche

FRAGE AN DEN EXPERTEN

Noch nass

in der Nacht

Zum Schlafen eine Windel: Bei vielen

Kindergartenkindern klappt es noch nicht ohne

Tagsüber geht das Kind

auf die Toilette. Nachts

enden alle Versuche

ohne Windel mit einem

nassen Bett. „Das ist

normal“, beruhigt

der Kinderarzt und

-nephrologe Dr. Marcus

Benz aus München.

„30 Prozent der

Vierjährigen brauchen

nachts noch eine

Windel.“ Medizinisch

spricht man von

„Bettnässen“ (Enuresis)

erst, wenn das Kind im

Alter zwischen fünf und

sieben mindestens

zweimal pro Monat ins

Bett pieselt.

Oft ist das für die Eltern

ein größeres Problem

als für die Kinder, so die

Erfahrung von Dr. Benz.

Doch Druck bringt gar

nichts. „Entscheidend

ist, dass das Kind selbst

motiviert ist, trocken

zu bleiben.“ So können

Eltern es unterstützen:

Auch die Bemühung

belohnen, nicht nur

den Erfolg.

Dem Kind regelmäßig

tagsüber etwas zu

trinken geben.

Maßnahmen, die

das Wachwerden

unterstützen (Klingelhose,

-matte), haben

bei älteren Kindern

eine hohe Erfolgsquote.

Das Kind auf keinen

Fall bestrafen, wenn

das Bett nass ist.

Gut abzuwägen ist

die Gabe eines

Hormons (ADH), das

die Wasserausscheidungen

durch

die Nieren reduziert:

Weil der Lerneffekt

fehlt, ist die Rückfallquote

höher als bei

Klingelhosen.

Zum Arzt sollten Eltern

mit ihrem Kind, wenn es

schon sechs Monate

lang trocken war

und plötzlich wieder

einnässt, wenn es

tagsüber noch in

die Hose macht oder

übermäßig häufig aufs

Klo muss.

Schwimmhilfe

kaufen?

Wir möchten Hanna (4)

in diesem Sommer das

Schwimmen beibringen.

Welche Schwimmhilfe ist

dafür am besten geeignet?

Henning Lambertz, Chef-

Bundestrainer des Deutschen

Schwimm-Verbandes,

antwortet:

ie Hilfe, mit der Hanna

D sich gut bewegen kann.

Von Schwimmflügeln rate

ich ab: Sie schränken die

Armbewegung ein, drücken

Schultern und Kopf nach

oben, die Beine hängen

senkrecht runter. Zu empfehlen

sind Schwimmhilfen,

bei denen Arme und Beine

frei sind und die den Körper

in der Mitte anheben.

Hanna könnte sich zum

Beispiel eine Schwimmnudel

unter die Hüften

legen. Auch Gürtel mit

Styroporblöcken eignen

sich. Ich persönlich finde

ein Schwimmbrett sehr gut.

Damit kann Hanna auf

dem Rücken und auf

dem Bauch den Beinschlag

üben. Um die Armbewegungen

zu lernen, klemmt

sie sich das Schwimmbrett

zwischen die Beine.

Ein Affe

wird 40

Die standen schon bei

Mama im Kinderzimmer:

Monchhichis,

die Felltiere mit dem

Nuckeldaumen.

„Mother Care Blue“ bei

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de; 24,99 Euro

FOTOS: SEKIGUCHI EUROPE BV, THINKSTOCK (2), ZDF/STUDIO 100MEDIA

12

Leben & erziehen 5/2014


R A T G E B E R

KINDERN3-6Jahre

TV-TIPP

Wickie und die

starken Männer

Hey, hey, Wickie, du siehst ja ganz

anders aus! Nach 40 Jahren gibt es

jetzt für den cleveren Wikingerkerl

und seine Kumpels einen neuen

Look, neue Abenteuer und neue

Gags. Die 78 Folgen starten

am 18. April um 10.15 Uhr im ZDF und

um 19.30 Uhr im KiKA.

11%

der Drei- bis

Fünfjährigen

surfen (mit

Einschränkungen)

im Internet.

QUELLE: IZI

Für dich, Mama!

Heimlich machen sich die Kinder jetzt mit Papas Hilfe an das

Muttertagsgeschenk für Mama und Oma. Frauen bitte nicht

weiterlesen, sondern die Seite an Papa weiterreichen

Ein Blumenstrauß

von der Wiese.

Kekse, die mit

Papas Hilfe angerührt

werden (zum Beispiel

Schoko Crossies,

Rezept www.

leben-und-erziehen.

de/rezepte).

Ein Anti-Stress-

Knetball. Dafür einen

Luftballon durch

einen Trichter mit

Sand füllen, verknoten,

noch einen

Luftballon darüberstülpen

und einen

Smiley daraufmalen.

Ein kurzes Gedicht:

„Mit dir scheint das

Licht ein wenig heller,

mit dir hüpft mein

Herz gleich etwas

schneller.

Mit dir fühlen wir uns

so geborgen,

mit dir vergessen wir

alle Sorgen.

Liebe Mama, das ist

wahr:

Du bist einfach

wunderbar!“

Ein Büchlein mit

eigenen Zeichnungen

(im Copyshop binden

lassen).

Bettnässen? Nichts schützt besser als DryNites ®

Bettnässen kommt häufiger vor, als viele glauben. Bei den betroffenen

Kindern und deren Eltern führt es oft zu Stress, Traurigkeit und

Verzweiflung. Schützen Sie Ihr Kind und sich vor nächtlichen Pannen.

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• sind diskret und sitzen wie normale Unterhosen.

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für Jungs und Mädchen

(4–7 und 8–15 Jahren) sowie

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Tipps und Gratis-Muster

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LEBEN MIT KINDERN Entwicklung

Schlafen

auf die

sanfte Tour

Eltern müssen ihr Baby nicht schreien

lassen, damit es alleine einschläft.

Schlafcoach Dr. Daniela Dotzauer und

Babyflüsterin Erika Wüchner kennen

die Geheimnisse entspannter Nächte

14

Leben & erziehen 5/2014


Diese Geschichte

ist nicht für Eltern,

die gerne

mit ihren Kindern

in einem

Bett liegen. Sie ist

nicht für die, die

mit zwei Stunden

Schlaf pro Nacht auskommen.

Und auch nicht für die, deren

Baby seit der Geburt quasi

durchschläft, einfach so. Diese

Geschichte ist für Eltern (und

Kinder) ohne Superkräfte. Für

Eltern, die ihre Kinder lieben –

und ihren Schlaf brauchen. Aber

nicht um jeden Preis: Das Baby

schreien lassen, während man

vor der Zimmertüre wartet und

sich die Ohren zuhält, damit es

lernt, alleine einzuschlafen?

Das kann es nicht sein. Aber ein

Kind, das von selbst wieder in

den Schlaf findet, ohne sich

dabei alleine zu fühlen – das

wäre ein Traum.

Der lässt sich erfüllen, sagen

zwei Expertinnen, die es wissen

müssen: Die Ärztin Dr. Daniela

Dotzauer verhilft Familien, die

seit Monaten mit dem Ein- und

Durchschlafen kämpfen, wieder

zu ruhigen Nächten. Mit sanften

Maßnahmen. Auch die ehemalige

Kinderkrankenschwester

Erika Wüchner, die seit gut

20 Jahren Familien beim Start

mit dem Baby unterstützt, weiß

aus Erfahrung: Babys können

von Geburt an schlafen – wenn

sie sich geborgen fühlen und

entspannt sind.

Aber wieso klappt das bei uns

nicht? Liegt‘s am Kind? Oder

machen wir Eltern etwas falsch?

Beides: Kinder (und Eltern) sind

nicht immer tiefenentspannt,

vor allem, wenn sie müde sind.

Und Eltern machen Fehler. Jeden

Tag, jede Nacht. Das ist menschlich.

Nur dass sich das nachts

auf fiese Weise rächt. Andererseits

heißt das auch, dass Eltern

eine Menge tun können, damit

es mit dem Schlafen klappt. In

jedem Alter.

0 BIS 3 MONATE

Pausen machen

Neugeborene müssen sich an die Welt gewöhnen. Und

Eltern müssen sich an ihr Neugeborenes gewöhnen.

Schlafen, Trinken, Stuhlgang – das funktioniert nicht

gleich auf Knopfdruck, ein gemeinsamer Rhythmus

muss sich erst einspielen (s. S. 18 „Rhythm is it!“).

Das Geheimnis für guten Schlaf?

Auf die Uhr schauen. Säuglinge können nicht viel mehr

als eine Stunde am Stück wach sein – morgens sogar

noch kürzer. Vormittags nicken sie oft von alleine wieder

ein. Je später der Tag,

desto mehr Entspannungshilfe

ist nötig, damit es mit

dem Schlafen klappt. Hier

sind die Eltern gefragt, denn

wie „Beruhigen“ geht, müssen

sie ihrem Baby zeigen.

Oft hilft eine Runde im Kinderwagen

oder Tragetuch.

Typische Probleme,

sanfte Hilfe:

„Das Baby ist müde,

findet aber nicht in

den Schlaf.“

Vielleicht haben Sie den richtigen

Zeitpunkt zum Einschlafen

verpasst. Säuglinge

sollten beim ersten Anzeichen

von Müdigkeit hingelegt

werden: Ohren reiben,

gähnen, Kopf abwenden,

quengeln, herumnesteln. Sie

schlafen umso schlechter, je

müder sie sind. Es bringt also

nichts, das Baby abends

wachzuhalten, damit es

nachts besser schläft. Im Gegenteil:

Ein Baby, das um

21 Uhr ins Bett geht, sollte

zwischen 19 und 20 Uhr noch

mal ein Nickerchen machen,

damit die Nacht ruhig wird.

„Dreimal 30 Minuten,

mehr schläft unser

Kind nicht.“

Babys wachen 30 bis 45 Minuten

nach dem Einschlafen

kurz auf – und verpassen den

Übergang in die nächste

Schlafphase, weil die Eltern

annehmen, die Kleinen hätten

schon ausgeschlafen. So klappt es vielleicht mit der

Verlängerung: leise sein, das Baby nicht gleich hochnehmen,

es beruhigen und noch mal hinlegen.

3 BIS 6 MONATE

Signale geben

Langsam begreifen Babys Zusammenhänge.

Beim Anblick von Flasche oder Brust rudern

sie begeistert mit Armen und Beinen:

Sie wissen, was kommt: Essen!

Das Geheimnis für guten Schlaf?

Wenn es beim Essen klappt, warum nicht

ein klares Signal zum Schlafen einführen –

auch tagsüber: ein bestimmtes Lied, das

Schnuffeltuch ... Läuft das immer gleich ab,

fährt Ihr Baby bald automatisch herunter,

sobald es den Wink verstanden hat. Mit

drei Monaten schlafen Babys meist viermal

am Tag, etwa alle zwei Stunden. Mit einem

halben Jahr reichen drei Pausen. Ein Feierabendschläfchen

ist auch mit sechs Monaten

noch wichtig.

Typische Probleme, sanfte Hilfe:

„Unser Baby schläft auf

dem Arm ein. Und wacht auf,

wenn man es ablegt.“

Babys fallen nicht sofort in den Tiefschlaf.

Beim Umlagern meldet ihr Gleichgewichtsorgan:

„Aufwachen! Aus dem Nest gefallen!“

Legen Sie Ihr Kind deshalb schon kurz

vor dem Einschlafen ab. Falls die Augen

wieder aufgehen: nicht sofort reagieren,

vielleicht kriegt es von selbst die Kurve.

Wenn es weint: beruhigen, zur Not noch

mal auf den Arm nehmen. Manchmal hilft

es schon, wenn Sie nach dem Ablegen den

Po des Babys tätscheln oder daran wackeln

(ca. 80-mal pro Minute, das entspricht dem

Herzschlag). Die Hand noch ein bisschen

ruhen lassen und dann wegziehen.

Leben & erziehen 5/2014 15


LEBEN MIT KINDERN Entwicklung

7 BIS 9 MONATE

Standhaft bleiben

Das Baby ist nachts plötzlich unruhiger, hellhöriger,

wacht ständig auf. Die gute Nachricht: Schlechte Gewohnheiten

können Sie ihm jetzt noch abgewöhnen.

„Ohne mein Schnuffeltuch

geh ich nicht

ins Bett!“ Einjährige

können ganz schön

beharrlich sein, wenn‘s

ums Einschlafen geht

Das Geheimnis für guten Schlaf?

Es ist normal, dass Babys nachts aufwachen. Sie checken

kurz: Ist alles noch so, wie es beim Einschlafen

war? Wenn ja, schlafen sie weiter. Falls das Thema

also nicht schon durch ist: Üben Sie mit Ihrem Kind,

alleine einzuschlafen (s. „Die Kuschelmethode“) –

sonst müssen Sie nachts dauernd raus. Im Durchschnitt

schlafen Kinder jetzt etwa elf Stunden pro

Nacht. Tagsüber reichen zwei Nickerchen, gegen zehn

und halb drei Uhr. Und noch einen Unterschied gibt

es: das Kind nicht mehr gleich beim ersten Gähnen

hinlegen, sondern erst, wenn es richtig müde ist.

Sonst zieht sich das Einschlafen unnötig in die Länge.

Typische Probleme, sanfte Hilfe:

„Bisher habe ich nachts zweimal gestillt.

Jetzt will mein Kind ständig an die Brust!“

Wenn Sie Ihr Baby direkt vor dem Schlafengehen noch

mal füttern, können Sie in der ersten Nachthälfte

sicher sein, dass es nicht vor Hunger weint. Ein Baby,

das bisher an der Brust beruhigt wurde, wird trotzdem

protestieren. Und bald stündlich andocken, wenn Sie

ihm seine Einschlafhilfe

„Nuckeln“ nicht sanft abgewöhnen.

Sie brauchen einen

Plan: z. B. füttern um 24 Uhr

und um 4 Uhr und nicht mehr

beim Füttern einschlafen

lassen. Dazwischen beruhigen

Sie Ihr Kleines anders.

Sie werden mehr als einmal

denken, dass Nachgeben

jetzt zu mehr Schlaf für alle

führen würde. Stimmt. Aber

nur für den Moment. Oft hilft

es, wenn das Baby auf der

Seite Ihres Mannes schläft.

Hat sich die Lage entspannt,

fahren Sie die Beruhigungsmaßnahmen

langsam zurück.

Denn sonst gewöhnen

Sie Ihrem Kind das Herumtragen

als Ersatz für Brust

oder Flasche an.

10 BIS 12 MONATE

Nicht gleich springen

Jetzt werden Kinder mobil. Und stecken im

Zwiespalt zwischen Nähe und Freiheit.

Das Geheimnis für guten Schlaf?

Sie sind im Bad, Ihr Kind meldet sich aus

dem Wohnzimmer. Ein „Komme gleich!“

sagt ihm: „Mama ist da, springt aber nicht

sofort“ – ein wichtiger Lerneffekt für die

Nacht.

Typische Probleme, sanfte Hilfe:

„Wie kriegen wir unser Kind abends

früher ins Bett?“

Verlegen Sie den Nachmittagsschlaf nach

vorne. Oder zögern Sie den Vormittagsschlaf

hinaus: Zwei Stunden Mittagsschlaf

sind besser als eine Stunde vormittags und

eine nachmittags. In der ersten Woche

klappt das vielleicht nur ein Mal, dann

immer öfter.

Die ersten 100 Tage

mit Ihrem Baby

Erika Wüchner

hat schon vielen

Promi-Babys zu

besserem Schlaf

verholfen - deshalb

wird sie auch

„die Babyflüsterin“

genannt. Ab Mai

bietet sie regelmäßig

ein Wochenend -

seminar „Vorberei-

tung auf die ersten

100 Tage mit Ihrem

Baby“ an. Ein großes

Kapitel wird das

Thema Schlafen sein.

Der erste Workshop

findet in Hamburg

statt, andere Städte

folgen. Termine

und Infos unter

erikawuechner@

googlemail.com

16

Leben & erziehen 5/2014


Die „Kuschelmethode“

Es gibt tiefenentspannte

Babys,

die man zum Einschlafen

einfach

hinlegen kann.

Aber die meisten

Kinder brauchen

Hilfe, um runterzukommen.

Babys: Im wachen

Zustand in den Arm

nehmen, am besten

in Liegeposition. Sie

dürfen singen, summen,

flüstern, über die Augen

streicheln — was Ihrem

Baby gefällt. Nur Action

und Blickkontakt sind

tabu. Jetzt ist Schlafenszeit.

Auch Mobiles und

Lichter sind kontraproduktiv.

Wenn Ihr

Baby ganz entspannt ist,

legen Sie es ins (vorgewärmte)

Bettchen.

Anfangs erst kurz vor

dem Wegnicken, dann

jeden Tag einen Hauch

früher. Achten Sie

darauf, dass der Ablauf

jedes Mal gleich ist.

Ältere Kinder: Wenn

das Kind im Bett liegt,

setzen Sie sich dazu

und erzählen sich

gegenseitig, was das

Schönste am Tag war.

Vielleicht fällt Ihnen noch

ein Lob ein oder eine

Geschichte aus Ihrer

Kindheit. Sagen Sie, wie

lieb Sie Ihr Kind haben.

Hören Sie zu. Wenn Ihr

Kind entspannt ist,

streicheln Sie ihm über

den Kopf, dann gehen

Sie aus dem Zimmer.

1 BIS 2 JAHRE

Langsam zurückziehen

Einjährige sind beharrlich. Wer ihnen jetzt

unliebsame Einschlafgewohnheiten abgewöhnen

will, braucht Geduld.

Das Geheimnis für guten Schlaf?

Darauf achten, dass das Kind abends müde

genug ist. Toll, wenn Ihr Kleines ein vertrautes

Stofftier oder ein Schnuffeltuch als

Kuschelfreund hat. Damit fällt auch das

Einschlafen in der Krippe leichter, wenn

Mama und Papa nicht da sind.

Typische Probleme, sanfte Hilfe:

„Das Kind schläft abends nur ein,

wenn jemand daneben liegt.“

Ziehen Sie sich schrittweise zurück: Nach

dem Einschlafritual markieren Sie den Abschied

z. B. mit einem Gute-Nacht-Kuss.

Geben Sie Ihrem Kleinen den Kuschelfreund

in die Hand und drehen Sie sich mit dem Rücken

zu Ihrem Kind. Es wird vielleicht auf

Sie draufklettern oder den Kuschelfreund in

die Ecke pfeffern, damit es wieder Aufmerksamkeit

bekommt. Legen Sie es wieder hin,

beruhigen Sie es („Alles in Ordnung“ ist besser

als „Ich bin da“, denn das wollen Sie ja

gerade nicht ständig sein) und drehen Sie

sich wieder um. Das kann ein paarmal hin

und her gehen, bis einer eingeschlafen ist –

im besten Fall nicht Sie. Im nächsten Schritt

ein Stück wegrutschen. Dann auf die Bettkante

setzen. An die Tür stellen. Die Tür

offen lassen und kurz rausgehen. Länger

rausgehen … Die Etappenziele bestimmen

Sie. Manche halten es aus, wenn das Kind

protestiert, weil sie ja im Raum sind, andere

gehen lieber wieder eine Stufe zurück.

„Seit mein Kind in der Krippe ist,

soll ich am Bett Händchenhalten.“

Die Krippe ist ein Riesenschritt, natürlich

vermisst man sich da gegenseitig. Lindern

Sie Sehnsucht und schlechtes Gewissen,

indem Sie nach der Krippe bewusst eine

schöne Pause mit Ihrem Kind einlegen –

ohne Stress, nur Sie beide. Fahren Sie

abends das volle Kuschelprogramm. Im

Bett halten Sie kurz Händchen, aber lassen

Sie bald los und übertragen Sie die Hauptarbeit

dem Kuschelfreund. Wenn nötig, ziehen

Sie sich in kleinen Schritten zurück

(siehe oben).


LEBEN MIT KINDERN Entwicklung

3 BIS 4 JAHRE

Cool bleiben bei Ängsten

Jetzt ist die Fantasie sehr ausgeprägt. War

das nun ein böser Traum oder war da wirklich

ein Monster im Zimmer?

Das Geheimnis für guten Schlaf?

Nach einem langen Tag möchte man die

Kinder schnell im Bett haben. Die Erwachsenen

treiben an, die Kinder trödeln – alle

sind genervt. Wetten, dass der Nachwuchs

lieber ins Bett geht, wenn nach dem Zähneputzen

ein Highlight kommt? Nämlich die

ungeteilte Aufmerksamkeit von Mama

und/oder Papa (siehe „Kuschelmethode“).

Typische Probleme, sanfte Hilfe:

„Durst, Pipi, Nase läuft — das Kind

steht nach dem Gute-Nacht-Kuss

ständig auf der Matte.“

Nicht aufregen. Trinken, Toilette, Nase

putzen künftig vorher erledigen. Wasser

und Taschentuch neben dem Bett postieren,

das Kind ins Bett zurückschicken oder

-bringen. Versuchen Sie, hartnäckiger zu

sein als das Kind.

„In meinem Zimmer ist ein Geist.“

Versichern Sie dem Kind, dass der Kuschelfreund

die ganze Nacht aufpasst. Zur Not

die Batman-Bettwäsche kaufen. Ein Nachtlicht

anlassen. Die Rollläden dicht machen.

Und Stein und Bein schwören, dass da

wirklich niemand rein kann, weil Kuschelfreund

und Batman Wache halten. Das ist

besser als die Geister zu vertreiben – sonst

bestätigen Sie dem Kind indirekt, dass jemand

im Zimmer ist.

„Schlecht geträumt! Schon schlüpft

das Kind ins Elternbett!“

Das darf es natürlich – erst recht, wenn das

Kind krank ist. Trösten Sie es kurz und erklären

Sie ihm, dass jeder mal schlecht

träumt. Falls Sie jede Nacht Besuch bekommen:

das Kind ins Kinderzimmer zurücktragen

oder als Kompromiss eine Besuchermatratze

vor Ihrem Bett auslegen.

SCHLAF-SPRECHSTUNDE

silke weiher

Rhythm is it!

So finden Familien einen gemeinsamen Takt

Welchen Tag haben wir?

In den ersten Wochen

mit Baby herrscht Aus -

nahmezustand. Dann spielt

sich langsam der Alltag ein:

Mama und Papa kehren

zu alten Gewohnheiten

zurück (Kaffee am

Morgen), führen neue ein

(Kinderwagenrunde am

Nachmittag). Das Baby

schläft immer öfter zur

gleichen Zeit. Oder etwa

nicht?

Viele Schlafberater sind

sich einig: je regelmäßiger

und ruhiger der Tag, desto

besser die Nacht. Falls Sie

ein Kind haben, das heute

so schläft und morgen anders,

ist es nicht einfach,

die Tage zu planen.

Mit einem Schlafprotokoll

(Vorlage unter www.

leben-und-erziehen.de/

schlafen) entdecken Sie

vielleicht doch ein paar

Regelmäßigkeiten –

zumindest finden Sie

heraus, wie viel Schlaf

Ihr Kind insgesamt

braucht. Manchmal

weniger als Eltern lieb ist.

Vor allem, wenn das Kind

abends um elf noch topfit

auf der Matte steht,

während Sie selbst schon

alle viere von sich

strecken. Aus einer Nachteule

wird zwar nie eine

Lerche werden – und

umgekehrt. Aber

ein bisschen können Sie

die Zeiten der Kleinen

schon an die der Großen

anpassen. Sie wollen,

dass Ihr Kind abends

vor Ihnen ins Bett geht?

Legen Sie es schrittweise

15 Minuten früher ins

Bett. Und wecken Sie es

im Gegenzug morgens

früher, falls es nicht

von selbst aufwacht.

Nach ein paar Tagen

„Jetlag“ wird es sich

an die neuen Zeiten

gewöhnen.

Sie haben noch Fragen zum Thema Schlafen? Dann rufen Sie unsere Expertin an.

Dr. Daniela Dotzauer (www.dr-dotzauer.de) erreichen Sie am Montag, 28. April, von 12 bis 14 Uhr

unter der Telefonnummer 08 21/45 54 81-52

FOTOS: ALL MAURITIUS IMAGES, PRIVAT, THINKSTOCK, YOUR PHOTO TODAY

18

Leben & erziehen 5/2014


www.aptaforum.de

Vitamin D und Jod

für die Helden von morgen.

Auch nach dem 1. Geburtstag bildet die Ernährung jeden Tag die Grundlage

für eine gesunde Zukunft. Kleinkinder haben einen anderen und höheren

Nährstoffbedarf als Erwachsene. Aptamil Kindermilch 1+ kann hier einen

wichtigen Beitrag leisten.

Im Schnitt werden täglich nur 51 % der empfohlenen Jod- und sogar nur 6 %

der empfohlenen Vitamin D-Zufuhr über die Ernährung gedeckt. 1, 2 Vitamin D

und Jod sind aber essenzielle Nährstoffe für die gesunde Entwicklung Ihres

Kindes. Aptamil Kindermilch 1+ folgt in ihrer Zusammensetzung den neuesten

Empfehlungen der DGKJ 3 und ist somit altersgerecht an die besonderen

Ernährungsbedürfnisse von Kindern ab 1 Jahr angepasst.

Vitamin D und Calcium –

für normales Wachstum und

Entwicklung der Knochen

Jod – wichtig für das Wachstum

und die Funktion der Schilddrüse

Eiweißgehalt –

altersgerecht reduziert

Vitamine A, C und D –

tragen auf natürliche Weise zu

einem gesunden Immunsystem bei

Aptamil. Heute für morgen.

Fragen? Unser Eltern-Service ist rund um die Uhr kostenlos für Sie da: 0800 2782645 oder elternservice@aptamil.de

1

VELS = Verzehrsstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von Säuglingen und Kleinkindern (2008). 2 KIGGS (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in

Deutschland), Ernährungsbericht 2008. 3 Böhles, H. J., et al.: Zusammensetzung und Gebrauch von Milchgetränken für Kleinkinder. Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft

für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ). Monatsschrift Kinderheilkunde 2011; 159: 981–4.


LEBEN MIT KINDERN Spielen & fördern

Der Frühling

ist da!

Endlich wieder draußen spielen.

Verstecken und suchen,

herumtollen und Spaß haben:

12 tolle Spiel-Ideen

Wer fängt den

Königsvogel?

Schneiden Sie aus

grasgrünem Tonkarton

Vögel aus und

verstecken Sie sie

im Gras, in Sträuchern,

unterm Baum.

Die Kinder machen sich

auf die Suche.

Ein grüner Vogel hat

eine kleine goldene

Krone aufgeklebt. Es ist

der Königsvogel. Wer

ihn findet, darf sich eine

Geschichte wünschen.

Ab 3

Blumen

Würfeln

Alle sitzen im Gras. Nun

wird reihum gewürfelt – mit

einem Würfel, bei dem auf

zwei Seiten ein Blumenbild

klebt. Liegt es oben, pflückt

der Spieler Gänseblümchen,

bis ein anderer ein Blumenbild

würfelt. Wer hat nach

fünf Minuten die meisten

Blumen gepflückt?

Ab 4

Zwei Gänseblümchen,

bitte

Sie sind der Kunde

im Blumenladen – und

bestellen bei Ihrem

Kind zwei Gänseblümchen,

drei Vergissmeinnicht,

ein Butterblümchen,

eine kleine

Tüte Gras ... Spiele

wie dieses fördern

das Zahlenverständnis

und die Merkfähigkeit.

Ab 3


TEXT UND IDEEN: MARGRET NUSSBAUM; ILLUSTRATION: ISTOCKPHOTO.COM

Komm in

mein Zelt!

Spannen Sie einen großen

standfesten Sonnenschirm

auf. Rundherum Tücher

befestigen, die bis zum

Boden reichen. Fertig ist

ein Zelt. Noch ein Pappkarton

als Tisch und eine

dicke Decke zum Sitzen –

und die Kuscheltiere

können bewirtet werden:

mit Grassuppe und Gänseblümchengemüse.

Klar,

dass Mama und Papa auch

mal zu Besuch kommen!

Ab 2

Kitzelduell

Das Spiel ist erst

zu Ende, wenn einer

sich kringelig lacht: Sie

und Ihr Kind sitzen im

Gras und kitzeln sich

gegenseitig mit einem

langen Grashalm. Wer

als Erster kichert, wird

richtig durchgekitzelt.

Ab 3

Wäsche-

Hochsprung

Über einer Wäscheleine

hängen Tücher (nicht

festklammern). Ein Kind

nach dem anderen springt

hoch und versucht, ein Tuch

abzupflücken. Wer am

Schluss die meisten hat,

ist Sieger.

Ab 3

Ich schenk dir

einen Kuss

[Vom Gänseblümchen Blütenblatt für Blütenblatt

abzupfen und bei jedem ein Geschenk nennen.

Wenn alles durch ist, wieder von vorn beginnen.

Was schenken Sie Ihrem Kind zum Schluss?]

Ich hab dich lieb und schenke dir:

einen dicken Kuss,

einmal den Rücken kraulen,

einmal durchknuddeln,

einmal mit dir schaukeln,

einmal mit dir eine Sandburg bauen,

einen Schokoladen-Marienkäfer,

einmal mit dir um die Wette rennen ...

Ab 3

Sonne oder Regen?

Ein Kind ist die Sonne, das andere

der Regen. Beide stehen zehn Schritte

voneinander entfernt. Stellen Sie sich

dazwischen und halten Sie einen runden

Bierdeckel hoch, dessen eine Seite gelb,

die andere grau angestrichen ist. Nun

lassen Sie die Scheibe fallen. Zeigt die

graue Seite nach oben, muss der Regen die

Sonne fangen, bei Gelb ist es umgekehrt.

Ab 4

Der kleine Fred

[Ihr Kind geht um ein Blumenbeet herum

und erfüllt hintereinander die Aufgaben,

die im folgenden Vers vorkommen.]

Der kleine Fred (die kleine Gret)

rennt ums Blumenbeet.

Zählt laut bis zehn,

bleibt dann stehn.

Will was Neues probieren,

krabbelt auf allen vieren.

Zählt nun bis fünf,

zieht aus die Strümpf.

Zieht sie wieder an –

und fängt von vorne an.

Ab 5

Wo ist die Kuh?

O je! Alle Tiere vom

Spielzeugbauernhof sind

ausgebüxt und haben sich

im Garten versteckt: unter

Sträuchern, im Blumenbeet,

auf der Schaukel. Ihr Kind

macht sich mit Ihrer Hilfe

auf die Suche. Ob es alle

Tiere einfangen kann?

Ab 2

Grüne

Überraschung

Sie sammeln

Kieselsteine und

wickeln sie in

grasgrünes Papier.

Die Päckchen werden

im Gras versteckt.

In einer Verpackung

steckt kein Stein,

sondern eine kleine

Überraschung: eine

Minitüte Gummibärchen.

Jetzt ziehen

die Kinder mit Körbchen

los. Wer findet

die meisten grünen

Steine — und wer kann

die Überraschung

auswickeln?

Ab 3

Seiltänzer

Auf der Wiese liegen

verschiedene

Gegenstände, über die Ihr

Kind balancieren darf: ein

dickes Seil, ein schmales

Brett, umgedrehte,

nebeneinander gestellte

leere Getränkekisten.

Balancierspiele wie dieses

schulen Geschicklichkeit

und Koordination.

Ab 4

Leben & erziehen 5/2014 21


LEBEN MIT KINDERN Erziehung

gehen möchte, einen Blick

auf die Uhr. Es wird knapp,

das steht fest. „Beeilt euch,

wir müssen los!“, rufe ich ins

Spielzimmer. „Noch nicht“,

kommt die Antwort. „Wir

müssen das noch fertig anschauen.“

Gegenüber stellen

Bauarbeiter ein Gerüst auf

und ziehen meinen Dreiund

knapp Zweijährigen in

ihren Bann.

Mein jüngerer Sohn hat

mir Geduld beigebracht

Die Entdeckung der

Langsamkeit

Für Kinder spielt Zeit keine Rolle: Wichtig ist, was jetzt

passiert. Schwierig für termingeplagte Eltern, findet

unsere Autorin Claudia Dambacher. Bis sie mal mittrödelt

Kannst du nicht irgendetwas

tun, damit es

schneller geht?“, flehte

ich vor dreieinhalb Jahren

meine Hebamme Anna an.

Das war am Tag vor meinem

errechneten Geburtstermin.

Anna klang ungewohnt

streng, als sie antwortete:

„Gib dem Kind die Zeit, die es

braucht! Es wird dir noch viel

mehr Geduld abverlangen,

wenn es erst einmal da ist.“

Ich glaubte ihr kein Wort.

Als ich am nächsten Abend

mit Ehemann, Klinikköfferchen

und starken Wehen das

Haus verließ, hatte ich keine

Ahnung, wie schnell das damals

noch ging: das Haus

verlassen. Schuhe anziehen,

Tür auf, Tür zu. Heute werfe

ich eine Dreiviertelstunde,

bevor ich aus der Wohnung

„Gib ihnen die Zeit, die sie

brauchen“, sage ich mir in

Gedanken an Anna. Bei

ihren Beobachtungen sollte

man Kinder schließlich nicht

unterbrechen. Mein Vorsatz

währt nicht lange. Während

ich meinen Kaffee austrinke,

rufe ich von der Küche aus:

„Jetzt aber schnell! Wir müssen

vor dem Doktor noch

zum Einkaufen.“ – „Wir wollen

nicht zum Einkaufen“, erklärt

mir der Große, als ich

mit sauberen T-Shirts und

einer frischen Windel anrücke.

„Nicht eintaufen!“, bestätigt

der Kleine, ohne mich

anzusehen. Er hat eine Stofffledermaus

gefunden, deren

Flügel er gerade untersucht.

Ich probiere gar nicht erst,

sie ihm abzunehmen, um

ihn umzuziehen. Er versteht

keinen Spaß, wenn er bei

dringenden Forschungsprojekten

unterbrochen wird.

Während mein Älterer meist

mit sich verhandeln lässt,

wird bei meinem Jüngeren

jetzt nichts helfen: kein Drohen,

kein Betteln, keine Bestechung.

Im Gegenteil:

Alles wird dadurch nur noch

viel länger dauern. Vielleicht

hat mein zweiter Sohn geschafft,

was niemand – einschließlich

mir selbst – zuvor

geschafft hat: Er hat mir beigebracht,

dass manchmal

nur warten hilft.

22

Leben & erziehen 5/2014


Aber leider bin ich deshalb

noch lange kein geduldiger

Mensch. Mit Blick auf die Uhr

trage ich die beiden Trödler

schließlich zur Garderobe

und versuche, sie anzuziehen.

„Das kann ich selber!“,

reißt sich der Große los.

„Nein! Lleine!“, schreit der

Kleine. Zehn Minuten später:

zwei Beine in einem Hosenbein.

Arme in Jacken, deren

Kapuzen in den Knien hängen.

Füße in Schuhen, deren

Spitzen nach außen zeigen.

„Lass ihnen Zeit!“, sage ich

mir mantramäßig vor. „Nur

so werden sie selbstständig.“

Meine Ungeduld, die bisher

nur brodelte, kocht hoch. Als

es an die tägliche Diskussion

geht, ob wir zu Fuß, im Kin-

„Nehmen Sie

sich für

einen Weg,

den Sie in

fünf Minuten

zurücklegen

können, einmal

eine halbe

Stunde Zeit.

Sie werden

Dinge sehen,

die Sie nie

zuvor gesehen

haben.“

Rian Visser,

Kinderbuchautorin

derwagen oder mit dem Roller

losziehen, kann ich mich

kaum noch zurückhalten.

„Raus mit euch! Jetzt! Sofort!“

Ich möchte einen Schuh an

die Wand werfen. Stattdessen

schließe ich die Augen

und atme tief in den Bauch.

Es wirkt: Kaum 15 Minuten

später verlassen wir die

Wohnung. Auf dem Weg

nach unten hüpft der Große

von der vorletzten Treppenstufe.

Und noch mal. Und

noch mal. Der Kleine hat an

der Tür zum Garten zwischenzeitlich

eine Schnecke

entdeckt. Ich gebe vor, alleine

loszugehen. Vor der Haustür

parkt mein Mann gerade

sein Fahrrad. Ich wirke gestresst,

meint er. „Tatsächlich?“,

frage ich.

Eltern denken

vorausschauend

Sind ungeduldige Menschen

die schlechteren Eltern? Ich

stelle diese Frage keinem

Psychologen, sondern einer

Kinderbuchautorin. Die

Schau, ein Blatt

Jetzt komm

endlich!

DER LECKERE KARIESSCHUTZ

FÜR ZWISCHENDURCH.

EXTRA for Kids: Regelmäßiges Kauen von zuckerfreiem Kaugummi nach

dem Essen hilft, die Neutralisierung der Plaquesäuren zu unterstützen, die ein

Risikofaktor bei der Entstehung von Zahnkaries sind.


LEBEN MIT KINDERN Erziehung

einer Kinderbuchautorin.

Die Niederländerin Rian

Visser hat das Buch „Theodor

trödelt“ geschrieben. Eigentlich

handelt es vom kleinen

Igel Theodor, der alles mit

viel Bedacht tut, ein Auge für

Details hat und sich an spontanen

Begegnungen freut.

Für mich ist es vor allem das

Buch von der furchtbaren

Igelmutter, die ihren Sohn

durch den Tag schubst.

Theo dor baut einen Turm

aus Schachteln – „Beeil dich,

Theodor!“. Theodor schaut

sich die Blumen in Nachbars

Garten an – „Beeil dich,

Theo dor!“. Theodor unterhält

sich mit einer Frau im Bus –

„Komm endlich, Theodor!“.

Das Buch erschreckt mich.

Wie oft habe ich heute schon

„Beeilt euch!“ gesagt?

„Es ist normal, dass Eltern

vorausschauend denken“,

beruhigt mich Rian Visser.

„Sie müssen es tun, um ihre

Kinder rechtzeitig in den

Kindergarten, zum Fußball

oder zum Arzt zu bringen.“

Und über kurz oder lang

Dann schauen wir

uns dein Blatt mal

gemeinsam an!

„Manchmal

können Kinder

das Tempo

der Eltern

einfach nicht

mithalten.

Trödeln ist

dann eine Art

Streik.“

Rian Visser,

Kinderbuchautorin

müssten Kinder natürlich

auch lernen, pünktlich zu

sein. „Allerdings“, rät mir die

Autorin und zweifache Mutter,

„sollten wir sie langsam

und behutsam auf das

Tempo der Erwachsenenwelt

vorbereiten.“ Es helfe den

Kindern, wenn alles laut,

deutlich und im Voraus angekündigt

wird. Außerdem

sei es sinnvoll, an sich zu arbeiten:

„Manchmal sind Eltern

selbst so chaotisch und

Abmarsch nur

mit Ansage

mit Terminen überladen,

dass ihre Kinder dieses

Tempo einfach nicht mithalten

können. Trödeln ist dann

eine Art Streik.“

Tatsächlich: Die Lektion der

streikenden Kinder habe ich

schon gelernt. Und ein paar

Termine weniger? Ich ahne,

dass mir solche Tipps helfen

könnten, künftig besser aus

dem Haus zu kommen. Doch

was ist mit all den Trödelfallen,

die uns draußen erwarten?

Baustellen, bunte

Plakate, unwiderstehliche

Automatenknöpfe? Weiß

Frau Visser, wie oft eine

Ampel rot und wieder grün

wird, bis wir es geschafft

haben, eine mehrspurige

Straße zu überqueren? Die

Kinderbuch autorin rät, mir

von der Langsamkeit meiner

Jungs etwas abzuschauen,

um sie besser zu verstehen:

„Nehmen Sie sich für einen

Weg, den Sie in fünf Minuten

zurücklegen können, einmal

eine halbe Stunde Zeit.“

Wie der trödelnde Theodor

bummeln wir am nächsten

Tag vor uns hin. Anfangs meckert

die Igelmutter in mir,

doch irgendwann gibt sie

Ruhe. Während meine Kinder

kein einziges Mal „Beeil

dich, Mama!“ sagen, entdecken

wir Spinnen, die aus

Kellerschächten klettern,

und Katzen, die sich hinter

Vorhängen verstecken. Wir

balancieren auf Mauern und

finden verlorene Handschuhe.

Straßenbahn um

Straßenbahn fährt uns

davon, während Menschen

mit Smartphones und Kaffeebechern

an uns vorbeihetzen.

Vermutlich muss es

auch bei uns morgen wieder

schneller gehen. Aber heute

ist der Weg das Ziel.

7 Tipps für mehr Geduld

Die Kinder haben kein Problem mit der Trödelei — nur wir Eltern.

Diese Tipps können Müttern und Vätern helfen, besser damit umzugehen

Teilerfolge

sehen

Na schön, der

Schlafanzug

fehlt noch, aber

immerhin:

Die Zähne sind

schon geputzt!

Die Kinder

hüpfen noch

ohne Unterhemd

herum,

aber immerhin:

Sie sind schon

raus aus der

Badewanne!

Ein Buch

einpacken

Taschenbücher

sind eine tolle

Erfindung, weil

sie in jede

Hand- und erst

recht in jede

Wickeltasche

passen. Und

weil es locker

zwei Kapitel

dauert, bis

eine Zweijährige

die

Mauer im Park

untersucht hat.

Genügend

schlafen

Schlafmangel

zehrt an

den Nerven.

Quengelnde

und trödelnde

Kinder kommen

uns dann noch

viel anstrengender

vor.

Auch wenn’s

bieder klingt:

Um halb zehn

ins Bett

zu gehen, kann

sich auszahlen.

Sich besser

organisieren

Vergessene

Termine, verlegte

Schlüssel

— das lässt sich

oft nur durch

Hektik wettmachen.

Weil

die besonders

ungeduldig

macht, lohnt

sich‘s,

die eigenen

chaotischen

Seiten in den

Griff zu kriegen.

Bei der

Sache sein

Wer hinter

der Zeitung

oder dem

Handy hervornuschelt

„Zieh

schon mal

deine Schuhe

an“, provoziert,

dass Kinder

bummeln.

Besser: klare

Aussagen mit

Blickkontakt.

Sich

anstecken

lassen

Viele Lebenshilfe-Bücher

handeln vom

bewussten

Erleben und

vom Müßiggang.

Wer

ein trödelndes

Kind hat, lernt

Entschleunigung

ganz

nebenbei —

vom Privatlehrer!

Countdown

zählen

Ankündigungen

wie „Wir gehen

in zehn — fünf

— zwei Minuten“

(für die Kleinen

„bald“ oder

„gleich“), helfen

Kindern, sich

von unseren

Terminen nicht

über fahren

zu fühlen. Ihr

Danke schön:

weniger

Getrödel.

FOTO: GETTY IMAGES; ILLUSTRATIONEN: FOTOLIA.COM

24

Leben & erziehen 5/2014


Was Kindern so alles durch den Kopf geht – zum Staunen und Schmunzeln

Julia (3) möchte

wissen, was ihr Papa

arbeitet. Ich sage ihr,

dass er Autos

entwickelt. Da ist Julia

ganz erstaunt:

„Brauchen

die Autos

noch

Windeln?“

[ Gaby Frank, Weinsberg ]

Maximilian (18 Monate) liebt Spaghetti.

Als er zum ersten Mal eine Portion mit

Tomatensauce vor sich hat, meint er:

„Oh, die sind

ja dreckig!“

[ Jasmin Hermes, Schwäbisch Hall ]

Tobias Cajetan (16 Monate)

„Mit

meiner

neuen

Mütze

bin ich

doch der

coolste

Pilot!“

[ Katrin Sterr, München ]

Wir sind zu Besuch bei Bekannten,

die einen Deckenventilator haben. Emilia (2) ruft überrascht:

„Guck mal,

eine Windmühle!“

Finn (3) ist das erste

Mal mit seinem Papa

im Stadion:

„Die

Fußballsenf

sind mir

zu laut!“

(gemeint waren natürlich

die Fußballfans)

[ Julia Ertner, Nürnberg ]

[ Jasmin Pohl, Voerde ]

Der Wäschekorb ist Valentins

(18 Monate) Lieblingsversteck:

„Is was?

Hab ich was

verpasst?“

[ Julie Kiepe, HEidelberg ]

Satz des Monats

Freya (3) beim Verkleiden:

Ich möchte auch mal

Donnerhöschen sein

[ Kristina Diefenthal, Mülheim an der Ruhr ]

FOTOS: HERSTELLER (6), PRIVAT (3)

MITMACHEN UND GEWINNEN

12 Dschungelbuch-Sets von NUK

Das Dschungelbuch ist Kult! Seit Jahrzehnten begeistern Mogli

und sein Freund Balu, der Bär, Groß und Klein. Vor Kurzem

erschien die Neuauflage des Walt-Disney-Klassikers auf DVD.

Passend dazu erzählt auch die neue Disney-Dschungelbuch-

Edition aus dem Hause NUK von Werten wie Freundschaft

und Familie. Motive aus der bunten Dschungelwelt zieren

die First Choice Babyflasche mit Silikon-Sauger, die Trinklernflasche

(ab 6 Monaten), den Active Cup (ab 12 Monaten) und

die Trendline Schnuller. Leben & erziehen und NUK

verlosen 12 Sets mit DVD im Wert von insgesamt ca. 500 Euro.

SCHICKEN SIE EIN BILD oder einen lus tigen Spruch Ihres Kindes bis zum 7. Mai 2014 an: Leben & erziehen | Kindermund

Böheimstr. 8 | 86153 Augsburg | Fax: 08 21/45 54 81-13 | E-Mail: redaktion@bayard-media.de | Bitte geben Sie Ihre Adresse und Telefonnummer an.

Für die Rücksendung der Fotos bitte einen frankierten Rückumschlag beilegen.

26

Leben & erziehen 5/2014


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SERIE So wird Ihr Kind groß und stark

NEUE SERIE

Folge 1: vom 1. bis 4. Monat

Milch satt

Folge 2: vom 5. bis 8. Monat

Jetzt gibt‘s Brei

Folge 3: vom 9. bis 12. Monat

Mehr Vielfalt im Breiteller

4

Folge 4: im 2. und 3. Jahr

Mit den Großen

am Tisch

Gro

28

Leben & erziehen 5/2014


2. + 3. Jahr | Ernährung für Kleinkinder 4

Mit den

ßen am

Tisch

Nach dem ersten Geburtstag werden die Kinder

immer selbstständiger – und eigenwilliger. Gut, wenn

ihnen die Eltern vermitteln: Essen macht Spaß

Kinder ab einem

Jahr brauchen keine Extrawurst.

Mit einer ausgewogenen

und abwechslungsreichen

Familienkost sind

sie bestens versorgt. Sagen

Experten. Aber die kennen

die kleine Anna nicht. Wochenlang

akzeptiert die

knapp Zweijährige nur Nudeln,

Brot mit Marmelade

und Apfelsaft. Dann folgen

Pizza- und Müsliwochen.

Was ihre Eltern sonst noch

Leckeres auftischen, ignoriert

sie.

Beate Laumeyer von der Initiative

Bewusste Kinderernährung

(BeKi) kennt die

Unsicherheit von Eltern bei

solchen Diäten ihrer Kinder.

Aber sie beruhigt: „Gelassen

bleiben! Appetit-Spurts und

Kinder holen sich,

was sie brauchen

-Pausen hängen oft mit

Wachstumsschüben zusammen.

Kein Kind leidet an

einer Unterversorgung,

wenn es mal 14 Tage lang

nur Nudeln und Kartoffeln

isst.“ Studien bestätigen:

Auf mittlere Sicht holen Kinder

sich beim Essen alles,

was sie brauchen – vorausgesetzt,

die Eltern stellen es

bereit und lassen die Kleinen

dann wählen.

Wie eine ideale Kost aussieht,

zeigen Ernährungspyramiden,

wie sie etwa

der Verbraucher-Infodienst

aid entwickelt hat:

Die Basis bilden sechs Portionen

ungesüßte Getränke,

bevorzugt Wasser.

Satt essen dürfen Kin-

Leben & erziehen 5/2014 29


SERIE 2. + 3. Jahr | Ernährung für Kleinkinder 4

der sich an Gemüse (drei

Portionen) und Obst (zwei

Portionen täglich) …

… sowie an Brot und an

Beilagen (Kartoffeln, Nudeln,

Reis, insgesamt drei

Portionen täglich).

Dazu kommen täglich

drei Portionen Milch oder

Milchprodukte wie Käse

sowie pro Woche

drei Portionen Fleisch

ein oder zweimal Fisch

bis zu drei Eier (die „versteckten“,

wie im Pfannkuchen,

mitgerechnet).

Mit Fett und Öl (2 EL/Tag)

sowie Süßigkeiten gehen Familien

besser sparsam um.

Die Größe einer Portion können

Eltern an der Hand der

Kinder abmessen. Zum Beispiel

ist eine Portion Obst und

Gemüse so groß wie die Faust,

eine Portion Fleisch oder Fisch

entspricht ungefähr dem Handteller,

für eine Portion Brot kommen

die ausgestreckten Finger

dazu.

„Diese Angaben sind aber nur

eine grobe Orientierung“,

sagt Beate Laumeyer. „Eltern

müssen sich daran nicht sklavisch

halten und auch noch das

letzte Gramm Nährstoff in ihr

Kind hineindrücken.“ Wichtiger

sind für die Expertin gute Stimmung

und Spaß beim Essen.

Neben einem liebevoll gedeckten

Tisch und Ritualen wie

Tischsprüchen oder -gebeten

empfiehlt sie:

Mitarbeit. Die meisten Einund

Zweijährigen sind

„Mit dem Durchbruch der ersten

Backenzähne können Kinder im zweiten Jahr

deutlich besser kauen. Gleichzeitig gehen sie

geschickter mit Löffel, Gabel und Tasse um.

Mit den meisten Speisen kommen sie gut

zurecht; eine Ausnahme sind Blattsalate,

die oft am Gaumen kleben bleiben. Eltern

dürfen ihrem Kind deshalb einiges zutrauen.

Auch die Größe ihrer Portion schätzen

Kinder immer besser ein. Weil sie jetzt

langsamer wachsen, nimmt der Appetit vieler

Kinder ab. Eine ausgewogene Kost, die

reichlich pflanzliche, mäßig tierische und

sparsam fett- und zuckerreiche

Lebensmittel enthält, versorgt sie

mit allen wichtigen Nährstoffen.“

Dr. Annett Hilbig, Ernährungswissenschaftlerin am

Forschungsinstitut für Kinderernährung, Dortmund

Speisekarte für Kinder ab 1 +

Kleine Warenkunde: Essen wie die Großen – mit kleinen Einschränkungen

Fisch

lieben Kinder rechteckig –

als Fischstäbchen. Im Backofen

zubereitet saugt sich die Panade

nicht zusätzlich mit Fett voll.

Wertvoller ist Fisch jedoch ohne

Panade (und Gräten, versteht sich).

Seelachs und Kabeljau liefern Jod,

das viele Kinder dringend brauchen,

Lachs und Hering zusätzlich

Omega-3-Fettsäuren.

Fleisch

versorgt Kinder mit Eisen, Zink und

B-Vitaminen. Als Zugabe gibt’s leider

oft viel Fett. Deshalb: lieber

Schinken (ohne Fettrand) und

Kassler statt Salami, lieber

Putenbrust statt Bratwurst. Davon

reichen drei Portionen pro Woche.

Gemüse und Obst

sind als Vitamin- und Mineralstoff-

Quellen nicht zu toppen. Am

gesündesten sind sie frisch nach

Saison; auch tiefgekühlt behalten sie

ihren Nährwert. In Konserven

dagegen büßen Obst und Gemüse

beim Erhitzen Vitamine ein.

Kartoffeln

sättigen und liefern viele Nährstoffe.

Kinder mögen sie am liebsten

als Pommes frites, doch darin

steckt wie in Kroketten mehr oder

weniger Fett. Ernährungsberater

empfehlen sie deshalb nur

ausnahmsweise und im Backofen

zubereitet. Am besten sind

Kartoffeln gekocht oder gebacken.

Kindermilch

bieten Hersteller von Babynahrung

für Ein- und Zweijährige an.

Im Vergleich zu „normaler“ Kuhmilch

ist ihr Eiweißgehalt reduziert,

deshalb macht sie weniger dick.

Und sie ist mit Eisen, Jod, Kalzium,

Vitamin D angereichert, mit denen

manche Kinder nicht gut versorgt

sind. Dazu kommen je nach

Hersteller wie in den Anfangsnahrungen

langkettige Fettsäuren

(LCP), Pre- und/oder Probiotika.

Ein Muss ist die Kindermilch nicht,

aber für Kinder, die deutlich

mehr Milch trinken als empfohlen

(300 bzw. 330 ml am Tag = gut

zwei Tassen), ist sie eine echte

Alternative.

Kleinkinder-Menüs

(mit dem Hinweis „1 – 3 Jahre“) gibt‘s

als „Bärchen-Teller“ (von Bebivita),

„Kleine Entdecker“ (von Alete),

„So lecker“ (von dm/Babylove) oder

„Kinder-Bio-Teller“ (von HiPP).

Ihr Plus gegenüber herkömmlichen

Fertiggerichten: Sie sind frei von

Geschmacksverstärkern und

Konservierungsstoffen, maßvoll

gewürzt und die Zutaten stammen

oft aus Bio-Produktion. Ein

praktischer Ersatz für die frisch

zubereitete Familienkost, wenn’s

mal schnell gehen muss.

Müsli

hat als Alternative zum traditionellen

Frühstück einen guten Ruf.

Allerdings sind viele Cerealien aus

dem Supermarkt stark gezuckert;

es lohnt sich, auf die Zutatenliste zu

achten oder eine „Müsli-Bar“ (mit

Vollkornflocken, frischem Obst,

Dörrobst, Milch oder Naturjoghurt)

zum Selbermischen aufzumachen.

30

Leben & erziehen 5/2014


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SERIE 2. + 3. Jahr | Ernährung für Kleinkinder 4

Feuer und Flamme, wenn

sie in der Küche helfen

und Quark rühren, Teig

kneten oder Salat waschen

dürfen.

Mitbestimmung. Montag

ist Mama-Tag, Dienstag

Anna-Tag, Mittwoch Papa-

Tag und so weiter: Beim

Zusammenstellen eines

Speiseplans für die kommende

Woche können

schon kleine Kinder ihre

Wünsche einbringen. Anfangs

mit elterlicher Anleitung

(„Möchtest du den

Pfannkuchen lieber mit

Äpfeln oder Pflaumen?“)

und dann allmählich

selbstständiger.

Beim Essen fehlen

Vorbilder

Das Problem mit Familienkost

ist: „Viele Eltern haben

Ideale, aber keine Vorbilder“,

hat Beate Laumeyer festgestellt.

Laut einer Studie im

Auftrag von Milupa fühlen

sich deshalb zwei von drei

Müttern bei der Ernährung

ihrer Kleinkinder allein gelassen.

Eine Lösung können Basic-

Kochkurse sein, die Elternschulen,

Krankenkassen

und Familienbildungsstätten

anbieten; auch eine

Nachfrage in der Kita oder

im Familienzentrum kann

sich lohnen. Zusammen mit

anderen macht das Lernen

mehr Spaß als alleine mit

dem Kochbuch.

josef pütz

UNSERE

EXPERTIN

Beate Laumeyer

ist Dipl.-Ökotrophologin

und arbeitet

für die Initiative

Bewusste

Kinderernährung

(www.beki-bw.de) in Baden-

Württemberg. Sie leitet Eltern- und

Familienkochkurse und informiert

in Kitas über gesunde Ernährung

... rund um

den Esstisch

[1]

Wir reichen uns

die Hände

Kleine Kinder lieben

Rituale. Und mit einem

kurzen Tischgebet oder

einem Vers schmeckt

das Essen gleich noch mal

so gut. Danach reichen

sich alle die Hände und

wünschen „einen guten

Appetit!“.

[2]

Süßer Finger

So viel Süßes, wie der

Kinderdaumen lang und

breit ist. Diese Maßeinheit

schlägt Ernährungswissenschaftlerin

Dr. Ulrike Kreinhoff vor.

[3]

Auf einen Blick

In der Broschüre

„Das beste Essen für

Kleinkinder“ finden Eltern

von Ein- bis Dreijährigen

viele Infos zu Lebensmitteln

und zum Umgang

mit Spatzen und

Vielessern. Als Download

(für 2,50 Euro) unter

shop.aid.de

[4]

Wie am Buffet

Kinder mögen’s eindeutig.

Statt den Salat mit

Gurken, Tomaten und

Dressing fertig angerührt

auf den Tisch zu stellen,

bieten Eltern die Zutaten

besser wie auf einem

Buffet an. Umso eher

probieren die Kleinen.

[5]

Darf ich

helfen?

Das richtige Outfit

für den Nachwuchs

in der Küche

(Schürze auf

Wunsch mit

eingesticktem

Namen, in Grün

oder Beere).

Vierteiliges Set

bei www.jako-o.de;

24,95 Euro

[6]

Wo ist das

Nilpferd?

Iss auf, dann siehst

du es: Kindergeschirr-Set

Savanne

aus Melamin mit

eigenem Platz für

jeden Teil des

Menüs. Von Lässig

bei www.artedhio.

de; 18,95 Euro

[7]

Getarnte Tomate

So schmeckt es auch

Gemüseverweigerern:

Verstecken: Püriert

in Cremesuppen und

Nudelsoßen fallen

Brokkoli & Co. nicht auf.

Aufspießen: Mini-

Tomaten, Paprika-

Schnitze oder Gurken-Scheiben

als

Fingerfood anbieten.

Dippen: Möhren-,

Kohlrabi-, Paprika-

Sticks, dazu Dips aus

Quark, Tomatenmark

und/oder Kräutern.

[8]

Das richtige Besteck

Selbstständig essen

lernen Einjährige am

besten mit Besteck

im Kleinformat,

dessen Gewicht sie gut

in der Hand spüren, also

am besten aus Metall,

ohne abgewinkelte

Griffe, um die richtigen

Bewegungsabläufe

zu lernen.

FOTOS: HERSTELLER (2), ISTOCKPHOTO.COM (4), PRIVAT

32

Leben & erziehen 5/2014


Ist gut, schmeckt gut – und das auch noch zum guten Preis:

Bebivita Pflaume mit Birne ist besonders bekömmlich und

mit allem, was Ihr Baby glücklich macht!

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Alles gut.


Gesund

RATGEBER ERNÄHRUNG

Kinder, Frühstück!

Ein Zaubermittel, das schlank,

fit und wach macht? Das gibt es

Für Schulkinder haben

Ernährungsexperten die -

se Wirkung des Frühstücks

eindeutig nachgewiesen.

„Und für kleinere

Kinder gilt das genauso“,

meint Dr. Isabelle Aeberli

von der Eidgenössischen

Techni schen Hochschule

Zürich. „Zumal Kinder

ihre Essgewohnheiten

lange vor dem Schulalter

entwickeln.“

Ein gutes Frühstück

zeich net sich für

Fachleute durch

vier Zutaten aus:

v Milch, Joghur t

oder (in kleineren

Mengen) Käse

v ( Vollkor n-)Brot

oder -Müsli

v Obst

Mit einem

vielfältigen

Wochenplan:

„Empfehlungen für

das Frühstück:

Das Frühstücks-

Zweimaleins“. Im

www.fke-shop.de

oder bestellen unter

Tel. 0 18 05/79 81 83

(7 Euro inkl. Porto)

Liebesgrüße aus der Küche:

v Wasser, ungesüßter Tee

oder Saftschorle

Die fünfte wichtige Zutat

sind Mama und/oder

Papa. Denn: „Das Umfeld

muss Kinder zum Essen

einladen“, so Dr. Aeberli.

Gut also, wenn Eltern sich

Zeit dafür nehmen.

Kleine Morgenmuffel, die

trotzdem nichts runterkriegen,

können Eltern ja

vielleicht mit einem

leckeren Beeren- oder

Sandwich-Cutter in Herzform.

www.daskleinezebra.com; 4,90 Euro

Bananen-Milchshake

überlisten.

Und den Rest später

bei einem

zweiten Frühstück

anbieten

oder für das

Frühstück in der

Kita einpacken.

Möhren-

Couscous

mit Minze

[ 2 Portionen ]

v 250 g Möhren in

Scheiben schneiden und

in 1 EL heißem Rapsöl

bei mittlerer Hitze in

5 – 8 Minuten bissfest

dünsten

v 300 ml Wasser

dazugießen und

aufkochen lassen

v vom Herd nehmen und

125 g Instant-Couscous

einstreuen

v 1 EL gehackte Minze

dazugeben und

zugedeckt 5 Minuten

quellen lassen

v mit Salz abschmecken

und mit einem Klecks

Joghurt servieren

Mit den Rezepten aus

„Eins, zwei – Kinderschlemmerei“

kommen

auch Neulinge am Herd

klar. Und die Gerichte

(s. Möhren-Couscous)

lassen sich x-mal

variieren – je nachdem,

was der Markt gerade

hergibt.

Trias; 14,99 Euro

FRAGE AN DIE EXPERTIN

Zu viel Neues

auf einmal?

Jonas (5 Monate) bekommt

bald den ers ten

Brei. Kann ich gleichzeitig

von der HA-Pre-

Nahrung auf „normale“

Folgemilch umstellen?

Dr. Ute Alexy, Forschungsinstitut

für Kinderernährung

in Dortmund, antwortet:

ine andere Milch mit

E neuem Geschmack

(gerade bei der Umstellung

von hypoallergener auf

„normale“ Milchnahrung),

der ungewohnte Brei und

dazu noch die Herausforderung,

vom Löffel zu essen:

Das ist für Babys ziemlich

viel Neues auf einmal und

kann sie irritieren. Ich rate

Ihnen, Jonas nicht zu viel

auf einmal zuzumuten und

die Umstellungen zu entzerren.

Die Empfehlungen

„Babys brauchen nach sechs

Monaten keine HA-Nahrung

mehr“ und „Babys brauchen

(spätestens) nach sechs Monaten

den ersten Brei“

stimmen zwar im Zeitpunkt

überein, auf den Tag genau

müssen sie das aber nicht

umsetzen.

LESER-

SPRECHSTUNDE

Sie haben Fragen

zum Thema

Ernährung? Rufen

Sie unsere Expertin

an, die Ernährungs wissenschaftlerin

Dr. Ute Alexy

(Forschungsinstitut für

Kinder ernährung in Dortmund).

Sie erreichen sie am

30. April, 10 bis 12 Uhr,

Tel. 08 21/45 54 81-52

FOTOS: HERSTELLER, ISTOCKPHOTO.COM (2), PRIVAT, MEIKE BERGMANN/TRIAS VERLAG

34

Leben & erziehen 5/2014


Gut für kluge Köpfchen - und das auch noch zum guten Preis:

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Mit Jod und wertvollem Omega-3, das ist wichtig

für Gehirn- und Nervenzellen.

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Alles gut.


GESUNDHEIT Babypflege

Hilft auch Luft am Po?

Natürlich. Es ist sehr gut,

wenn der Po nicht immer

in einer Windel steckt.

Beim Wickeln also

das Baby ruhig unten

ohne strampeln lassen

oder längere Zeit ohne

Windel auf eine wasserdichte

Unterlage legen.

Luft hilft auch, wenn

der Po schon gerötet ist.

Sanfte Pflege

für den Po

Gerade noch war Babys Po rosig, jetzt ist er rot.

Was der sensiblen Haut nun am besten hilft

Unser

Experte

Prof.

Dietrich Abeck

ist Hautarzt und

Allergologe aus

München, Mitglied

des wissenschaftlichen

Beirates Deutsche

Stiftung Kinderdermatologie

und

Mitglied in der

Deutschen Dermatologischen

Gesellschaft

Warum braucht Babyhaut

am Po besondere

Pflege?

Aus mehreren Gründen:

Babys Immunsystem ist

noch nicht ausgereift,

die Hautbarriere funktioniert

noch nicht so gut

wie bei Erwachsenen.

Dazu kommt, dass die

Haut im Windelbereich

ständig mit Urin und

Stuhl in Kontakt kommt.

Plus das feuchtwarme

Klima in der Windel –

das sorgt für Irritationen.

Die will man mit guter

Pflege vermeiden.

Wie bleibt

die Haut rosig?

Drei Dinge sind ent -

scheidend: häufiger

Windelwechsel,

Windeln, die Flüssigkeit

gut aufnehmen,

und zum Reinigen

schonende Mittel,

die gut säubern und

die Hautbarriere

schützen.

Wie oft wickeln?

Oft, sehr oft. In einer

aktuellen Fachzeitschrift

raten die Experten sogar

dazu, alle zwei Stunden

die Windel zu wechseln

und auf jeden Fall nach

jedem Stuhlgang.

Womit reinige ich den Po

am besten?

Ist der Po nicht schmutzig,

reicht Wasser. „Auch

Reinigungstücher säubern

sehr gut und sind

hautschonend“, meint der

Hautarzt Prof. Dr. Abeck.

Produkte, die keine Duftund

Konservierungsstoffe

enthalten, säubern

und pflegen die Babyhaut

in einem, ohne die Hautbarriere

zu belasten.

Das haben aktuelle Tests

bewiesen. Bei einer

Windelderma titis rät

der Experte, den Po nur

nach dem Stuhlgang

gründlich zu säubern.

Sonst reicht es,

die Windel zu wechseln.

Und wie wird gereinigt?

Gründlich, auch in

den Falten in der Leiste.

Bei kleinen Mädchen

unbedingt von vorne

nach hinten, also zuerst

die Scheide sauber

machen. So können keine

Keime aus dem Darm

in die Scheide gelangen.

Den Po abschließend

gut abtrocknen, auch

in den Hautfalten.

36

Leben & erziehen 5/2014


Zarte

H aut

braucht optimalen

Schutz

Empfohlen von: Bei der Pfl ege von zarter Babyhaut

ist die Wahl der optimalen Pfl egeserie

entscheidend. Bübchen Pfl egepro dukte

geben der Babyhaut genau das, was sie für ihre gesunde

Entwicklung braucht, und schützen sie zuverlässig.

„Aktiv-Hautschutz-Komplex“

natürliche Pfl ege- und Wirkstoffe

hautverträglich

Schutz,

der berührt.®

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GESUNDHEIT Babypflege

Ist Seife was fürs Baby?

Der Experte rät klar ab:

„Seife schädigt die Haut

langfristig, der pH-Wert

steigt an, die Hautbarriere

verschlechtert sich.“

Folge: Die empfindliche

Haut wird anfälliger für

Bakterien und Pilze.

Reinigungstücher oder

Öltücher?

Um Stuhl zu entfernen,

sind auch Öltücher gut

geeignet.

Wie wird der Po

schonend trocken?

Durch sanftes Tupfen.

Oder mit dem Föhn.

Aber Achtung: Jungen auf

den Bauch legen, damit

sie nicht in den Föhn

pieseln. Das könnte

einen Stromschlag geben.

Oma schwört

auf Puder. Hat sie

recht?

Nein! „Puder hat in

der Säuglingspflege

nichts verloren“,

stellt Prof. Abeck

klar. Die Gefahr,

dass das Baby den

Puder in die Lunge

bekommt, ist viel

zu hoch. Auch das

Bundes institut für

Risiko bewertung

warnt: „Talkumhaltiger

Babypuder

kann bei Babys und

Kleinkindern zu

schweren Gesundheitsstörungen

führen.“

Soll ich bei jedem

Wickeln cremen?

„Muss nicht sein“, meint

Prof. Abeck. Wenn

die Haut gesund ist,

reicht es, den Windelbereich

ein- bis zweimal

täglich einzucremen.

Die Creme dünn

oder dick auftragen?

Dünn.

Wann brauche ich

welche Creme?

Als Vorbeugung reicht

eine Pflegecreme für

den Po. Ist der Bereich

gerötet, sollten Eltern

schnell reagieren und

sofort ein entzündungshemmendes

Produkt

auftragen – und zwar bei

jedem Windelwechsel.

Beides gibt‘s ohne Rezept

im Drogerie- oder Supermarkt

und in Apotheken.

Warum ist in vielen

Cremes Zink enthalten?

Zinkoxid deckt den geröteten

Bereich ab und

schützt vor aggressiven

Enzymen. Dazu nimmt es

Feuchtigkeit auf.

Was soll nicht

in der Creme sein?

Alles, was Allergien auslösen

und reizen könnte,

also hauptsächlich

Konservierungs-,

Farb- und Duftstoffe.

„Inzwischen haben fast

alle Hersteller diesen

Wunsch der Hautärzte

erfüllt, die meisten

Wundschutzcremes

am Markt sind ohne

diese Zusätze“, lobt

Derma tologe Abeck.

Sanfte Reinigung

Wirkt vorbeugend

Bei Rötungen

Penaten Baby

Parfümfreie

Pflegetücher

Sensitive

Ohne Parfüm,

Farbstoffe und

Alkohol. Dadurch

sind die sanften

Reinigungstücher

schon für

Neugeborene

geeignet.

24 Stück;

0,99 Euro

Bübchen

Baby Öl

Das Öl mit

Sheabutter und

Sonnenblumenöl

kann nicht nur

für die Pflege,

sondern auch

für die Reinigung

der Windelregion

verwendet

werden.

400 ml;

3,45 Euro

alverde

Naturkosmetik

Baby Wundschutzcreme

Pflegt und schützt

mit Kamillenextrakt,

Shea -

butter, Arnikaextrakt

und

Bienenwachs

- alles in

Bioqualität.

75 ml; 2,95 Euro

Linola

Schutz-Balsam

Weist Wasser und

Reizstoffe ab,

lässt aber

gleichzeitig

die Haut atmen,

dadurch entsteht

kein Feuchtigkeitsstau.

In Apotheken

erhältlich.

50 ml; 8,97 Euro

Multilind

Wickelspray

Besonders

hygienisch durch

die Anwendung

im Pumpspray,

mit Zinkoxid.

In Apotheken

erhältlich.

100 ml;

12,95 Euro

Mirfulan

Wund- und

Heilsalbe

Anzuwenden

bei den ersten

Anzeichen einer

Windeldermatitis.

Mit Zinkoxid und

Lebertran, der

den Juckreiz stillt.

In Apotheken

erhältlich.

50 g; 7,97 Euro

HiPP Babysanft

Panthenol &

Zinkcreme

Leichte Creme

mit sehr hohem

Zinkanteil.

Das Panthenol

beruhigt die Haut

und fördert

die Heilung

der entzündeten

Bereiche.

75 ml; 3,49 Euro

38

Leben & erziehen 5/2014


Zarte Baby-Pos sind schnell gereizt, gerötet, wund

oder gar entzündet. Dagegen hilft Mirfulan®! Seine

bewährte Wirkformel schafft schnell und zuverlässig

Linderung – bereits bei den ersten Anzeichen.

Bewährte Wirkformel

Schützt die entzündeten Stellen

und unterstützt den Heilungsprozess

bei wundem Baby-Po

• schützt die wunden Stellen

• bindet Wundnässe

• unterstützt die Bildung neuer Hautzellen

Mirfulan ® . Wirksam gegen wunde Haut.

Mirfulan®, Salbe Anwendungsgebiete: Abdeckende-protektive und sekretbindende Behandlung von nichtinfizierten akuten und subakuten Hautschäden, die mit Rötung, Juckreiz und Schmerzen einhergehen

(z.B. Windeldermatitis). Zinkoxid wirkt hierbei abdeckend-protektiv und sekretbindend. Enthält Butylhydroxytoluol und Wollwachs. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen

Sie Ihren Arzt und Apotheker. Apothekenpflichtig. Stand: Juni 2013. Recordati Pharma GmbH, 89075 Ulm.


GESUNDHEIT Babypflege

Das ABCDE

gesunder Haut

Schmerzhafte

Entzündungen

vermeiden:

Das ist das Ziel

aller Eltern.

Im Englischen

gibt es dazu die

ABCDE-Regel

A

steht für

Air (Luft):

Der Babypo

braucht möglichst

viel Luft.

B

steht für Barrier

(Hautbarriere)

Die Hautbarriere

des Babys kann

durch Wickeln

und die richtige

Reinigung

geschützt

werden.

C

steht für Cleansing

(Reinigung):

Möglichst

schonend, um

die Haut nicht

zu reizen.

D

steht für Diaper

(Windel):

Sie soll häufig

gewechselt

werden und

die Feuchtigkeit

gut aufnehmen.

E

steht für

Edu cation

(Aufklärung):

Gut, wenn Eltern

wissen, wie man

eine Dermatitis

vermeidet und

behandelt.

Paste, Salbe oder

Creme?

Bei einer gesunden Haut

nehmen Eltern am besten

eine Wundschutzcreme.

Hat das Baby allerdings

eine Rötung, schützt

eine Kombination ideal:

die Cremepaste. Sie kann

Wasser aufnehmen, deckt

die Entzündung ab und

schützt. Nicht geeignet

sind Pasten und Salben,

die zwar auch die Haut

abdecken und schützen,

aber unter denen ein

Wärme- und Feuchtigkeitsstau

entsteht. Tipp

des Professors: „Achten

Sie darauf, dass im

Produkt Wasser (Aqua)

enthalten ist.“

Wie lange dauert

die Behandlung?

Ein bis zwei Wochen.

„Bitte eine Windeldermatitis

nicht zu kurzfristig

behandeln“, rät

der Experte. Sonst kann

es schnell zu einem

Rückfall kommen.

Viel Luft an den Po,

sanft reinigen und

häufig die Windel

wechseln: So bleibt

Babys Haut zart

Lindert Heilwolle

den Ausschlag?

Heilwolle in Bio-

Qualität (in Apotheken)

gilt als Geheim-

Tipp von Hebammen

und auch Hautarzt

Prof. Abeck hat gute

Erfahrungen damit

gemacht. „Als zusätzliche

Maßnahme

kann ich die Heilwolle

durchaus

empfehlen.“ Dünn

in die Windel gelegt,

beschleunigt sie

den Heilungsprozess.

Kommt mit den

Zähnchen der rote Po?

Ja, das kann passieren.

Durch den Stress und

den veränderten pH-Wert

des Stuhls neigen Kinder

in dieser Phase zu Rötungen.

Auch bei Durchfall

kommt es schneller

zu einer Entzündung.

Jetzt sollten Eltern vorbeugen

und die Windel in

noch kürzeren Abständen

und sofort nach

dem Stuhlgang wechseln.

Ist eine Rötung immer

eine Windeldermatitis?

Nein, es können auch

andere Krankheiten

dahinter stecken wie

Neurodermitis oder

Psoriasis. Die Symptome

sind häufig sehr ähnlich;

ein Spezialist für Kinderhaut

stellt im Zweifelsfall

die richtige Diagnose.

Ist Windelsoor

das Gleiche wie

eine Windeldermatitis?

Windelsoor ist medizinisch

die Infektion mit

Pilzen. Damit sollten

Eltern mit ihrem Baby

zum Kinderarzt gehen.

In den meisten Fällen ist

bei einer Windeldermatitis

auch ein Pilz nachweisbar,

deshalb

empfiehlt Prof. Abeck

ein Anti mykotikum, also

einen Anti-Pilz-Wirkstoff.

„Ich bevorzuge Azole

(Clotrimazol), denn sie

wirken zusätzlich antientzündlich

und erwischen

auch Bakterien.“

Es kann auch sein, dass

das Kind Mundsoor hat,

also die Mundschleimhaut

durch den Pilz infiziert

ist. Dadurch kommt

es immer wieder zu

Windelsoor. Mit Medikamenten

kann der Mundsoor

behandelt werden.

Jucken die roten Stellen?

Ja, viele Babys haben

dann einen starken

Juckreiz, manche mit

Brennen, andere spüren

nur ein schmerzendes

Brennen. In jedem Fall ist

die Entzündung sehr

unangenehm und gerade

deshalb ist Vorbeugung

so wichtig.

FOTOS: ALAMY (2), HERSTELLER (6), PRIVAT

40

Leben & erziehen 5/2014


Stoffwindeln oder

Einwegwindeln?

„Einwegwindeln“, meint

Dermatologe Abeck. Ihr

größter Vorteil: Sie nehmen

die Flüssigkeit auf,

deshalb kommt bei

häufigem Windelwechsel

die Babyhaut nicht in

Kontakt mit Urin.

Stoffwindeln sind zwar

luftdurchlässiger, transportieren

aber die Feuchtigkeit

nicht so gut von

der Babyhaut weg.

Welche Windelgröße

passt?

Windeln nicht zu klein

nehmen, sonst scheuern

sie und lassen die Luft

nicht gut zirkulieren.

Also lieber zur nächstgrößeren

greifen.

Moderne Windeln bestehen aus

rund 30 Komponenten und nehmen

das 10-fache ihres Eigengewichts

an Flüssigkeit auf

Quelle: Pampers

Ist der Ausschlag

auf den Po beschränkt?

Nein, leider nicht.

Die Entzündung kann

sich auch auf die Oberschenkel

und vorne bis

zum Unterbauch hin

ausdehnen. Es bleibt in

manchen Fällen auch

nicht bei einer Rötung.

Es können sich Bläschen,

Papeln, Schuppen und

sogar offene, nässende

Stellen bilden.

Was sind Papeln?

Erbsengroße Knötchen,

die spürbar hervorstehen.

Wann zum Arzt?

Wenn die Windeldermatitis

trotz Behandlung mit

Creme, sehr häufigem

Windelwechsel und viel

frischer Luft für den Po

nicht nach wenigen

Tagen abheilt. Der Arzt

kann dann durch Abstriche

klären, ob ein

Mittel gegen Bakterien

oder Pilze nötig ist. Bei

einer schweren Entzündung

verschreibt er eventuell

Hydrocortison.

silvia schmid

Atmungsaktive Windel

ohne atmungsaktive Creme?

Ziemlich sinnlos.

Höchste Zeit für den atmungsaktiven Linola Schutz-Balsam

Papierwindeln sind heutzutage kleine technologische

Wunderwerke. Hinter ihren atmungsaktiven

Eigenschaften stecken engagierte Forscher. Bei

den Baby-Cremes allerdings hat sich nicht viel

getan. Sie wirken vielfach „ok klusiv“ (abschließend),

sagen die Hautärzte.

Ganz anders der neue Schutz-Balsam von

Linola. Er hält Reizstoffe wie Harn oder Stuhlreste

nachhaltig von der Haut und aus den Hautfalten

fern. Trotzdem kann die Haut weiter atmen.

Er ist frei von Mineralfetten (z. B. Vaseline), frei

von Silikonen und Duftstoffen. Er enthält auch

keine mineralischen Partikel (z. B. Zinkoxid).

www.linola.de · Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel, 33532 Bielefeld

Die Babyhaut wird

geschützt und kann

zugleich atmen

Ganz nebenbei:

69 % aller Eltern in einer Vierwochen-Studie*

haben erklärt,

Linola Schutz-Balsam ließe sich

leichter entfernen als ihre herkömmliche

Creme.

* Proderm, Hamburg 2013, Data on file,

Dr. August Wolff

Apotheken-Merkzettel:

Atmungsaktiver

Linola Schutz-Balsam

für den Baby-Popo

PZN 10017585


GesundL

Sieht toll aus und

schützt: Hinter dem

Riesen-Schmetterling

an der Decke

des Kinderzimmers

versteckt sich der

Rauchmelder Lento.

www.design-3000.de;

34,95 Euro

Den Pollen was pusten

Hatschi! Jetzt im Frühling hat der Heuschnupfen Hochsaison.

Also lieber mit den Kindern drinnen bleiben? Nö! Es gibt

schließlich gute Medikamente gegen das lästige Niesen

Triefende Nase, rote juckende Augen:

Diese Schattenseiten des Frühlings

lernen zunehmend schon Kindergartenkinder

kennen. Mit einer sublingualen

Immuntherapie (SLIT), bei der Kindern

Tropfen oder Tabletten unter die Zunge geträufelt

oder gelegt werden, kann man den

Heuschnupfen wirksam bekämpfen. Sie

funktioniert aber erst bei Fünfjährigen.

Können Jüngere die Sonne und Natur also

nur eingeschränkt genießen? Dürfen sie

nur bei bestimmtem Wetter und zu Tageszeiten

draußen spielen, in denen nicht so

viele aggressive Pollen fliegen?

„Nein. Solche Einschränkungen sind überflüssig“,

sagt Sonja Lämmel vom Deut-

schen Allergie- und Asthmabund (DAAB).

„Dafür gibt’s Medikamente.“ Bei modernen

Antihistaminika brauchen Eltern keine

Nebenwirkungen zu befürchten, auch

wenn ihr Kind sie öfter einnimmt, versichert

die Expertin. Allerdings sollten Kinder

nicht so ausgelassen toben, dass sie aus

der Puste kommen: „Das könnte in extremen

Fällen auf die Lunge gehen.“

Gut, wenn Eltern versuchen, die Pollen in

der Wohnung zu reduzieren. So geht’s:

Schutzgitter an den Fenstern anbringen

(und Pollenfilter im Auto), vor dem Schlafengehen

dem Kind die Haare waschen,

getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer

liegen lassen.

Zähe Läuse

Um Läusen sicher

den Garaus zu machen,

wiederholen Eltern

die Behandlung mit

gängigen Präparaten

besser zweimal statt

(wie bisher empfohlen)

einmal nach 7 bis

10 Tagen. Noch 13 Tage

nach der Behandlung

können Läuse aus

den Eiern schlüpfen,

die in den Haaren

der Kinder kleben.

Hallo, Schwester!

Als Anleitung fürs Doktorspielen

genauso gut wie als Zeitvertreib für

Kinder, die das Bett hüten müssen:

Schwester Clementine macht

alle gesund (auch wenn sie sich

gar nicht sooo krank fühlten).

Gerstenberg; 13,95 Euro, ab 3

FOTOS: HERSTELLER (4), ISTOCKPHOTO.COM, MASTERFILE, THINKSTOCK

42

Leben & erziehen 5/2014


RATGEBER GESUNDHEIT & PFLEGE

EBEN

Endlich Frühling –

jetzt nichts wie raus!

Die schönsten Spiel-Ideen

stehen auf

Seite 20

3 x

sollten Eltern zwischen dem

6. und dem 30. Lebensmonat

ihrer Kinder die Milchzähne

vom Zahnarzt anschauen

lassen, fordern Zahnärzteund

Hebammenverbände.

Hintergrund: Die „Nuckelflaschenkaries“

grassiert.

Gesunde Zähne sind wichtig,

damit Kinder richtig sprechen

lernen und sich die bleibenden

Zähne gut entwickeln.

Raus aus

den Schuhen!

Barfußlaufen ist für Kinder

ein sinnliches Erlebnis:

Grashalme kitzeln zwischen

den Zehen, Moos federt

wunderbar weich, Sand

schmiegt sich an. Aber

sobald Kinder auf hartem

Untergrund unterwegs sind,

bestehen viele Eltern auf

Schuhen. Unnötig, meint

der Sportwissenschaftler

und Kinderfuß-Experte

Dr. Wieland Kinz (www.

kinderfuesse.com). „Barfußgehen

tut den Füßen auch

auf harten Böden gut“,

betont er unter Hinweis auf

Natur völker. Die Füße

bewegen sich freier, Muskulatur,

Bänder und Gelenke

werden besser trainiert.

Verletzungen drohen vor

allem durch Scherben,

Dornen und Insekten –

und die finden sich eher an

Stränden und auf Wiesen

als auf dem Bürgersteig!

Badespaß mal zwei

Zusammen spielen, planschen, sich gegenseitig

nass spritzen: Babys gehen gern mit dem Bruder

oder der Schwester in die Wanne. Auch Kinderkrankenschwester

Daniela Langanki gibt dafür

grünes Licht — unter folgenden Voraussetzungen:

Die Haut beider Kinder

ist gesund.

Das Baby kann frei

in der Wanne sitzen.

Die Mama steht nicht

unter Stress.

Bei zwei Kindern

unter 5 sind zwei

Erwachsene dabei.

Klar, dass es beim

gemeinsamen Bad

von Geschwistern mehr

um den Spaß als ums

Waschen geht. Dennoch

sollte es babygerecht

sein, also

die Wassertemperatur

prüfen (37 Grad)

nicht zu viel Wasser

einlassen (bis zur Brust

des Babys)

Baby-Badezusätze

verwenden

(ein Schaumbad ist nur

ausnahmsweise mal

erlaubt)

das Baby nach

dem älteren Kind in

die Wanne setzen und

zuerst (nach 10 bis

15 Minuten) rausholen.

FRAGE AN DIE EXPERTIN

Reisefieber:

Gibt’s das

wirklich?

Schon zweimal überraschte

uns Lucia (2)

vor dem Start in die Ferien,

weil ihr Kopf sich plötzlich

fieberheiß anfühlte.

Gibt es das berühmte

Reisefieber wirklich?

Dr. Sylvia Schuster,

Kinderärztin in Düsseldorf,

antwortet:

W

Lustiger Waschhandschuh

issenschaftliche

Belege dafür kenne ich

bisher nicht. Aber Eltern

erzählen mir öfter von

solchen Erfahrungen. Vielleicht

kann die Aufregung

vor einer Reise bei sehr sensiblen

Kindern tatsächlich

die Temperaturregelung

des Körpers irritieren.

Schauen Sie Ihr Kind genau

an: Sind es nur das Fieber

und die freudige Erwartung,

die auffallen? Wirkt es ansonsten

gesund? Dann

würde ich mit einem

Kinder gartenkind auch bei

Temperaturen bis 38,5 Grad

getrost aufbrechen. Oder

wirkt Lucia angeschlagen,

ist sie sehr anhänglich, will

nichts essen oder trinken?

Dann ist es besser, mit ihr

zum Kinderarzt zu gehen.

Das gilt umso mehr,

je jünger das Kind und

je höher das Fieber ist.

Hippo oder Löwe, bei www.babybutt.de;

je 9,95 Euro

Leben & erziehen 5/2014 43


SERVICE Einschulung

Der

perfekte

Begleiter

4

3

2

5

1

Kinder wollen, dass er cool aussieht.

Für Eltern zählt, dass er sicher ist.

Und gut sitzen soll er natürlich auch.

Mit unseren Tipps finden Sie

den passenden Schulranzen

1 Gut zum Rücken

Das Rückenteil sollte

gut gepolstert sein

und eng am Körper

anliegen.

2 Breite

Schultergurte

Sind sie nicht schmaler

als 4 cm und gut gepolstert,

schnürt auch

nichts ein. Achten Sie

darauf, dass sich die

Gurte einfach verstellen

lassen, damit der

Ranzen perfekt sitzt.

3 Klug verstaut

Mit einer Trennwand

im Hauptfach lassen

sich schwere Sachen

direkt am Rücken verstauen.

Praktisch sind

eine Außentasche

für die Trinkflasche

und ein Thermofach

fürs Pausenbrot.

4 Leuchtendes

Vorbild

Dank reflektierender

Flächen und Signalfarben

wird Ihr Kind

im Straßenverkehr

besser gesehen.

5 Standfest

Ein guter Ranzen steht

stabil, egal ob leer

oder vollgepackt.

Auf der Suche nach dem

richtigen Schulranzen

dürfen Sie eins auf

keinen Fall vergessen:

Ihr Kind. Denn nur wenn es den

Schulranzen probiert, können

Eltern feststellen, ob er richtig

passt. „Die Proportionen müssen

stimmen“, sagt Dr. Oliver

Ludwig, wissenschaftlicher Leiter

der Initiative Kid-Check, die

sich mit Haltungsschäden bei

Kindern beschäftigt. Nehmen

Sie sich also die Zeit und lassen

Sie Ihr Kind verschiedene Modelle

anprobieren – mal mit, mal

ohne Jacke. Sitzt der Ranzen

nicht gut, kann es passieren,

dass das Kind ins Hohlkreuz

fällt oder zu weit vornüber kippt.

Das Modell sollte in Breite und

Höhe nicht weit über die Schultern

hinausragen und in etwa

bis zur Hüfte reichen. Im Zweifel

lieber einen etwas kleineren

Ranzen kaufen. Wichtig ist, dass

er am Rücken anliegt.

Passt die Größe, gilt der Blick

weiteren wichtigen Details: Sind

die Schultergurte breit genug

(mindestens 4 cm), gut gepolstert

und einfach zu verstellen?

Ist der Innenraum in Fächer unterteilt?

Gibt es verschließbare

44 Leben n&

erziehen

ehen

5/2014


Seitentaschen für Pausenbrot

und Trinkflasche? Und, ganz

wichtig: Hat der Ranzen ausreichend

große Leuchtflächen in

Signalfarben und Reflektoren,

damit Ihr Kind im Straßenverkehr

früh gesehen wird?

In Sachen Sicherheit ist die

DIN 58124 eine gute Entscheidungshilfe.

Bei Schulranzen, die

nach dieser Norm geprüft sind,

Ist er zu schwer,

ist das Kind zu schwach?

reflektieren mindestens zehn

Prozent der Rück- und Seitenflächen

das einfallende Licht. Doppelt

soviel der Fläche leuchtet

ähnlich wie bei einer Warnweste

zusätzlich in Orangerot oder

Gelb. Mit einem solchen Ranzen

ist Ihr Kind auf dem Weg zur

Schule sicher unterwegs.

Bleibt ein viel diskutierter

Punkt: das Gewicht. Seit Jahren

kursiert die Empfehlung, dass

der gepackte Ranzen nicht mehr

als zehn Prozent des Körpergewichts

wiegen sollte. Dr. Ludwig

hält den Richtwert für überholt.

„Diese Empfehlung ist veraltet

und wissenschaftlich nicht

haltbar.“ Stattdessen komme es

auf die Konstitution des Kindes

an. Große und kräftige Kinder

schultern gut 20 Prozent des eigenen

Gewichts, ohne dass sich

das negativ auf ihre Haltung

oder den Gleichgewichtssinn

auswirkt. Im Optimalfall hat

das zusätzliche Gewicht dann

sogar einen Trainingseffekt. Bei

schwachen Kindern kann dagegen

bereits weniger Gewicht

schaden. „Da sind auch schon

acht Prozent mal zu viel“, weiß

der Experte. Eltern rät er deshalb,

Muskulatur und Koordination

ihrer Schulstarter beim

Kinderarzt beurteilen zu lassen.

Sind Trolleys dann nicht die optimale

Lösung, um den Rücken

zu entlasten? „Ganz sicher

nicht“, findet Dr. Ludwig. Die

Koffer auf Rollen haben für ihn

gleich mehrere Nachteile.

Unser

Experte

Dr. Oliver Ludwig

ist Leiter der

Arbeitsgruppe

Kid-Check der

Universität des

Saarlandes.

Der Experte für

Bewegungsanalysen

leitet

auch Trainingsgruppen

für

haltungsschwache

Kinder und

Jugendliche

Schulranzen von Lässig.

Leicht. Funktional. Lässig.

Lässig GmbH | info@laessig-fashion.de | www.laessig-fashion.de


SERVICE Einschulung

Tolle Ranzen für Schulstarter

Diese Modelle machen nicht nur optisch was her

Total nachhaltig

Modell: BAMboblinki

Gewicht: ca. 1 100 g

Maße: 25 x 20 x 40 cm

Besonderheit: aus

PET-Flaschen gemacht

Preis: 99 Euro (3-teilig)*

Hersteller: ergobag

TIPP

Teddy bleibt

zu Hause

Packen Sie den

Schulranzen mit

Ihrem Kind täglich

neu. So gehen Sie

sicher, dass es

nichts Unnötiges

mitschleppt und

das Gewicht richtig

verteilt ist. Fragen

Sie in der Schule

nach, ob die

schweren Bücher

dort bleiben

können.

Drachenstark

Modell: Firedrake

Gewicht: 1 285 g

Maße: 38,5 x 28,5 x 26 cm

Besonderheit: ergonomisches

Rückenteil

Preis: 199 Euro (3-teilig)*

Hersteller: Sammies by

Samsonite

Wer einen Trolley hinter sich

herzieht, verdreht den Oberkörper.

Das kann sich negativ auf

die Haltung auswirken und zu

Schulterproblemen führen. Außerdem:

Haben Sie schon mal

ein Kind mit Trolley auf dem

Gehsteig balancieren oder mit

Schulfreunden um die Wette

rennen sehen? „Ein Trolley

schränkt die Bewegungsfreiheit

ein. Das grenzt das Kind aus.“

Und meist verführt so ein Koffer

auf Rollen auch dazu, ihn vollzupacken.

Das rächt sich, wenn

das Kind ihn Treppen hoch- und

runterwuchten muss. Da kann

es schon mal passieren, dass der

Trolley zu schwer wird und sich

selbstständig macht.

Apropos Packen. Die wichtigste

Regel: Schwere Sachen kommen

nah an den Rücken, die leichten

können nach vorne. Gibt es ein

Getränkefach, ist es gut, wenn

Schwere Bücher nah

an den Rücken packen

Ausflug aufs Meer

Modell:

Sieben Weltmeere

Gewicht: ca. 1 200 g

Maße: 28 x 38 x 20 cm

Besonderheit: 20 Prozent

fluoreszierendes Material

Preis: 199 Euro (4-teilig)*

Hersteller: Spiegelburg

Macht Bling-Bling

Modell: Touch L.E.D.

Galloping Horse

Gewicht: 1 420 g

Maße: 33 x 36,5 x 23,5 cm

Besonderheit: Inklusive

LED-Beleuchtung

Preis: 229 Euro (5-teilig)*

Hersteller: Step by Step

Sternchen für

kleine Stars

Modell: Starlight

Magenta

Gewicht: 1 190 g

Maße:

27 x 24 x 40 cm

Besonderheit:

integrierter

Regenschutz

Preis: 119,95 Euro

Hersteller: Lässig

* 3-teiliges Set: mit Schultasche, Sportbeutel, bestücktem Federmäppchen

* 4-teiliges Set: plus Brustbeutel * 5-teiliges Set: plus Schlamperetui

Herz für Delfine

Modell: Sunny Delfin

Gewicht: 1 150 g

Maße: 30 x 39 x 20 cm

Besonderheit:

Das Gurtsystem wächst

mit dem Kind

Preis: 140 Euro

Hersteller: Scout

Leichtgewicht

Modell: Fliegengewicht

XS Space Race

Gewicht: ca. 800 g

Maße: 36 x 35 x 23 cm

Besonderheit: für

zierliche Kinder

Preis: 165 Euro (5-teilig)*

Hersteller: DerDieDas

die Flasche fest sitzt und nicht

am Ranzen baumelt.

Um ganz sicher zu sein, dass der

Ranzen richtig passt und nicht

zu schwer ist, empfiehlt Dr. Ludwig,

den Schulweg anfangs ein

paar Mal mitzugehen. „Eltern

sollten genau hinschauen.

Wenn der Ranzen den Gleichgewichtssinn

beeinträchtigt oder

das Kind auf dem Schulweg

stark ermüdet, ist er vielleicht

zu schwer – oder die Muskulatur

zu schwach.“

Sicherheit geht vor. Suchen Sie

trotzdem einen Schulranzen

aus, der auch Ihrem Kind gefällt.

Sonst landet selbst das beste

Modell womöglich ganz schnell

in der Zimmerecke.

elisabeth göpel

Wie Sie Ihr Kind auf die Schule

vorbereiten können, lesen Sie

im Sonderheft „Schule +

Familie“, ab 16. 4. am Kiosk

oder zu bestellen unter

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FOTOS: HERSTELLER (9), HUNGER & SIMMETH, PRIVAT

46

Leben & erziehen 5/2014


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Das Elternmagazin


FAMILIE Beruf

Das Drucken

der Letterpress-

Karten ist für

Natalia Ried

eine Energiequelle

Die vierjährige Emilia

liebt es, mit ihrer

Mama gemeinsam

am Schreibtisch

zu zeichnen

Mein neuer Job

48

Leben & erziehen 5/2014


Die Familienpause

ist eine Chance,

beruflich die Karten

neu zu mischen.

Diese Mütter haben

es gewagt

– mit Erfolg!

Das Drucken brachte

sie sich selbst bei

Niemand kann ein

Leben so verändern

wie ein Baby.

Auch beruflich

stellt es oft alle

Pläne auf den Kopf. Vor allem

die der Mutter. Manche stellt

ernüchtert fest, dass sich der

alte Job mit der neuen Rolle

nicht vereinbaren lässt: Weil

er sämtliche Energien aufbraucht

oder weil sich

Arbeitszeiten und die Öffnungszeiten

der Krippe

nicht decken. Eine andere

verliert während der Elternzeit

ihren Job oder erkennt,

dass sie keine Lust mehr hat

auf den Ärger mit dem Chef.

Und oft entdecken Frauen in

der Babypause auch ein

ganz neues Talent …

So wie Natalia Ried (36) aus

Wolfsburg. Eigentlich war

sie mit ihrem Beruf als Lehrerin

für Kunst und Deutsch

an der Realschule zufrieden.

Ende 2009 kam Tochter Emilia

zur Welt und Natalia Ried

fing an zu nähen und zu stricken.

Die kreative Arbeit

machte ihr so viel Spaß, dass

sie beschloss, nebenbei

etwas Geld damit zu verdienen.

Aber bei DaWanda, dem

Online-Marktplatz für

Selbstgemachtes, gab es zu

viel Konkurrenz – eine neue

Idee musste her!

Die kam per Zufall: Auf der

Suche nach Einladungen für

ihre Hochzeit entdeckte Natalia

Ried im Ausland Letterpress-Karten.

In Deutschland

gab es keine Karten mit

diesem Druckverfahren, bei

dem die Schrift ins Papier

geprägt wird. Der Plan

schien utopisch, sie hatte

keine Ahnung von Druck. So

eine Presse ist außerdem

schwer zu bekommen, teuer

und viel zu groß für ihre

Unsere

Expertin

Isabel Möller

aus Hamburg teilt sich

mit einer Kollegin

die Stelle als Geschäftsführerin

von www.

mutterschafft.de, einer

neuen Business-Plattform

für Mütter.

Sie vermittelt

berufstätigen Müttern

neue Jobs, sucht für

Unternehmen passende

Mitarbeiterinnen und

coacht vor Bewerbungsgesprächen

Wohnung. Aber sie zog die

Sache durch: Die Presse

wurde ins Haus ihrer Eltern

geliefert, die um die Ecke

wohnen. Natalia Ried brachte

sich selbst bei, wie man

sie bedient. Sie zeichnete,

entwarf, verwarf und probierte,

bis ihr das Ergebnis

gefiel. Im Februar 2012

kehrte sie nach zwei Jahren

Pause an die Schule zurück,

im März druckte sie die ersten

Karten, im September

ging ihr DaWanda-Shop

(www.milia-druckt.de) online.

Noch am selben Tag

kamen erste Aufträge.

Natalia Ried (36) aus Wolfsburg,

Mama von Emilia (4)

vorher: Lehrerin für Kunst und Deutsch

an der Realschule

nachher: Lehrerin und Designerin

von Geburts- und Hochzeitskarten

mit eigenem DaWanda-Shop

arbeitszeit: 14 Wochenstunden in

der Schule plus etwa 14 Wochenstunden

für den Shop

ihr fazit: „Schule ist für mich Arbeit.

Die Arbeit mit dem Papier ist Passion.“

„Was raten Sie Müttern,

die sich ein zweites Standbein

aufbauen möchten?“

natalia ried: „Etwas zu finden, das sie

besser können als andere. Oder etwas,

das es noch nicht gibt. Und sie sollten es

leidenschaftlich gern machen, sonst geht

einem schnell die Energie aus.“

tipp von unserer expertin

isabel möller:

„So ein Nebenjob ist nicht ohne.

Frauen dürfen den Zeitaufwand nicht

unterschätzen. Neben dem kreativen Teil

muss man die Produkte auch einpacken

und verschicken, die Buchhaltung

machen. Beim Vertrieb über ein

Verkaufsportal wie DaWanda wird einem

vieles leichter gemacht, es gibt

vorgefertigte Formulare. Wichtig:

Auf jeden Fall ein Gewerbe anmelden und

das Okay vom Chef einholen.“

Leben & erziehen 5/2014 49


FAMILIE Beruf

Kirstin Sternel (36) aus Hamburg,

Mama von Felix (3)

vorher: Inhaberin eines Cafés

nachher: Angestellte in einem

Kindermodeladen

arbeitszeit: 25 Wochenstunden

ihr fazit: „Klar war es schwer, das Café

aufzugeben. Trotzdem habe ich es nicht

bereut. Der neue Job macht viel Spaß und

ich kann endlich abschalten.“

„Wie kommt man als Externe an

einen Teilzeitjob?“

kirstin sternel: „Niemand hat so gute

Netzwerke wie Mütter. Sprechen Sie nicht

nur über Privates, erzählen Sie, dass Sie

einen Job suchen.“

tipp von isabel möller:

„Wenn das Jobangebot zu Ihnen passt,

bewerben Sie sich auf jeden Fall, selbst

wenn es eine Vollzeitstelle ist. Oft suchen

Unternehmen nämlich lange vergeblich

nach passenden Kandidaten. Wieso also

nicht die Stelle mit zwei Teilzeitkräften

besetzen? So wird das Wissen von

zwei Menschen vereint, der Mehrwert für

das Unternehmen vergrößert. Wenn Sie

flexibel sind, dann bieten Sie an, nicht nur

vormittags zu arbeiten. So steigen

die Chancen.“

Kirstin Sternel

hat beides:

einen vielseitigen

Beruf – und

genügend Zeit

mit Sohn Felix

Mittlerweile werden die

Produkte für Fotoshootings

angefragt, es kommen Großaufträge

mit 500 Karten und

Bestellungen aus dem Ausland.

Natalia Ried schafft

das. Vormittags unterrichtet

sie noch an der Realschule –

14 Stunden pro Woche.

Wenn viel zu korrigieren ist,

Beim Gestalten tankt

die junge Mutter auf

nimmt sie weniger Aufträge

an – die Schule darf nicht

unter ihrem Nebenjob leiden,

so die Bedingung ihres

Chefs. Tut sie auch nicht.

Obwohl die 36-Jährige jedes

Wochenende und so gut wie

jeden Abend arbeitet, oft bis

nachts um eins. Doch das

Drucken ist für sie eine Art

Energiequelle. Egal, wie anstrengend

der Unterricht

war, beim Gestalten tankt

sie wieder auf. Ihre Tochter

Emilia ist mittlerweile vier

Jahre alt und bis 16 Uhr im

Kindergarten. Sie liebt es,

mit ihrer Mama am Schreibtisch

zu zeichnen, sie ist

gern bei Oma und Opa und

ihr Papa ist ebenfalls selbstständig,

sodass zu Hause

immer jemand für sie da ist.

Trotzdem hat Natalia Ried

das schlechte Gewissen, das

bei arbeitenden Müttern

chronisch zu sein scheint.

Deshalb überlegt sie, ob sie

künftig ein wenig kürzertreten

soll. In der Schule.

Denn ein Leben ohne die

Druckerei kann sie sich

nicht mehr vorstellen.

Kirstin Sternel (35) aus Hamburg

kann das gut verstehen.

Sie weiß, wie es sich anfühlt,

wenn man seine Passion gefunden

hat. Ein eigenes Café

– davon träumte sie schon

lange. Als sie der Liebe

wegen von München nach

Hamburg zog, hängte sie

ihren Job in der PR-Branche

an den Nagel und eröffnete

2009 „Heidi & Hein“, ein Café

mit Köstlichkeiten von den

Alpen bis zur Alster. Das

Konzept „München trifft

Hamburg“ kam gut an, der

Laden lief. Im August 2010

erfüllte sich ein weiterer

Traum von Kirstin Sternel:

Felix kam zur Welt.

Wenn man für einen Säugling

verantwortlich ist;

wenn der Ehemann die

halbe Woche beruflich unterwegs

ist; wenn die Oma

800 Kilometer entfernt

wohnt; wenn dann die Angestellte

aus dem Café krank

wird, kann aus einem Traum

schnell ein Albtraum werden!

Kirstin Sternel stand

im Café, backte Kuchen,

organisierte, plante, koordinierte

– das Kind im Tragetuch,

den Stress im Nacken.

Nach einem halben Jahr

hatte sie das Gefühl, keinem

mehr gerecht zu werden.

Schweren Herzens verkaufte

sie den Laden. Und atmete

erst mal durch. Die Familie

zog in ein Reihenhaus und

die junge Mutter kümmerte

sich um den Umbau. Als ihr

Sohn im August 2012 einen

Kita-Platz bekam, überlegte

Kirstin Sternel, wie es beruflich

weitergehen sollte. Über

eine Freundin erfuhr sie von

Am Nachmittag hat sie

jetzt den Kopf frei

einem Job in einem Kindermodeladen

und bekam ihn

sofort: 25 Stunden, offiziell

angestellt als Verkäuferin.

Mittlerweile macht sie auch

die Personalplanung, gestaltet

das Schaufenster, hilft

beim Einkauf. Kirstin Sternel

darf eigenverantwortlich

arbeiten und hat trotzdem

den Kopf frei, wenn sie

ihren Sohn vom Kindergarten

abholt. Sie hat erfahren,

dass es gar nicht so weh-

Leben & erziehen 5/2014


Das Frosch

Vorwasch-Spray

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Flecklösern kraftvoll Flecken und Verfärbungen auf

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FAMILIE Beruf

tut, einen Traum aufzugeben,

weil sich woanders

neue Chancen ergeben.

Christina Haneberg (40) aus

Stuttgart hätte einen Gang

zurückschalten können.

2009 wurde sie schwanger

und verkaufte ihre Firmenanteile

am Modelabel „blutsgeschwister“,

das sie 2001

mit einer Bekannten gegründet

hatte. Mit dem Geld,

ihrem Mann und dem Baby

hätte sie sich ein schönes

Leben machen können. Aber

Ein Spa für Mütter

gab es vorher nicht

schon während der Schwangerschaft

keimte eine neue

Idee in ihr auf: Sie wollte

sich massieren lassen – und

wurde abgelehnt. Man

könne dadurch Wehen auslösen,

hieß es. Christina Haneberg

machte sich schlau

und erfuhr, dass es in Amerika

für Schwangere spezielle

Massagetechniken gibt.

Sie fand Pflegeprodukte und

lief eines Tages an einem

leeren Laden vorbei … Da

war ihr Plan, ein Spa speziell

für Mütter zu eröffnen,

schon fast fertig.

Christina Haneberg hatte

Erfahrung, wusste, wie man

ein Konzept und einen Kostenplan

erstellt, Leute für

eine Sache gewinnt – trotzdem

war die Eröffnung des

„Mama Spa“ etwas Neues.

Genau das reizte sie. Im

April 2010 wurde Sohn Julius

geboren, im Januar 2011

wollte sie das Spa eröffnen.

Doch der Umbau verschob

sich um ein halbes Jahr.

Christina Haneberg musste

trotzdem Miete und Gehälter

zahlen – ein finanzieller

Kraftakt. Obwohl sie aus

ihrer ersten Firmengründung

Erfahrung mit Rückschlägen

hatte, dachte sie:

Warum tue ich mir das an?

Schwer beschäftigt:

Christina Haneberg ist

Mutter von Ava und Julius

und leitet das Mama Spa

Christina Haneberg (40) aus

Stuttgart, Mama von Julius (4) und

Ava (16 Monate)

vorher: Geschäftsführerin

des Modelabels „blutsgeschwister“

nachher: Geschäftsführerin

des „Mama Spa“, einer Wellness-Oase

für Schwangere und Mütter.

arbeitszeit: Mehr als 40 Wochenstunden

ihr fazit: „Ich muss das verwirklichen,

was in mir steckt. Als Angestellte würde

mir das viel zu langsam gehen.“

Wo bekomme ich Hilfe für meine

Unternehmensgründung?

christina haneberg: „In Existenzgründer-

Seminaren werden die einzelnen Schritte

einer Gründung erklärt.“ (Termine über

www.existenzgruenderhilfe.de)

tipp von isabel möller:

„Es gibt viele, auch regionale Netzwerke,

z. B. den Verband deutscher

Unternehmerinnen, die Frauen

auf ihrem Weg in die Unternehmensgründung

unterstützen.“

Heute hat Christina Haneberg

zehn Mitarbeiter und

ein zweites Kind. Tochter

Ava ist 16 Monate alt und

geht in die Krippe, ihr großer

Bruder ist schon im Kindergarten.

Christina Haneberg

arbeitet weit über 40 Stunden

pro Woche. Sie teilt sich

die Hausarbeit mit ihrem

Mann, die Omas springen

ein, wenn’s brennt. Und mit

zwei Kindern und einer

Firma brennt es oft. Trotzdem

hat sie sich noch nie

einen 9-to-5-Job gewünscht.

In diesem Jahr wird das

Mama Spa schwarze Zahlen

schreiben. Christina Haneberg

könnte jetzt einen Gang

zurückschalten. Stattdessen

plant sie schon Filialen in

München und Berlin. Im Spa

kommen ihr einfach die besten

Ideen ...

silke weiher

FOTOS: BARBARA DOMBROWSKI/LAIF, SARAH DULAY, JAN-CHRISTOPH SCHULTCHEN, SUSAN VANTREEL (4)

52

Leben & erziehen 5/2014


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Eltern

Tipptopp im

Flip-Flop

Rubbeln

Baden

Eigentlich schützt Hornhaut bei

übermäßiger Beanspruchung. Aber:

Zum einen ist sie nicht schön,

zum anderen kann die Haut an den

verdickten Stellen reißen. Mit einem

Bimsstein (z. B. von ebelin/dm) rubbeln

Sie die Hornhaut nach dem Bad sanft ab.

Bei einem Hobel besteht die Gefahr, zu

viel abzuschaben und sich zu verletzen.

Pflegen

Im lauwarmen Badewasser (z. B. efasit

Classic Vital Fußbad) wird die Haut auf

die Behandlung vorbereitet: fünf Minuten

einweichen, gründlich abtrocknen.

Nach dem Baden die Nagelhaut

vorsichtig zurückschieben. Oder

ein Peeling auftragen, das löst die raue

Haut (z. B. Scholl Trockene Haut

Repair Peeling).

Schneiden

Zwei Dinge sind wichtig: nach

dem Duschen den Fuß gut zwischen

den Zehen trocken fönen und täglich

cremen (z. B. mit Linola Fuß-Milch).

Spezielle Cremes halten den Fuß trocken

(z. B. Weleda Fußbalsam) oder wirken

aktiv mit Salicylsäure gegen

die Neubildung von Hornhaut (z. B. frei

Hornhaut ReduzierCreme).

Die Nägel am Zehenrand gerade

abschneiden, die Ecken leicht rund feilen.

Werden Nägel falsch geschnitten,

wachsen sie leicht ein. Bei welligen

Nägeln einen Rillenfüller vorm Lackieren

auftragen, dann verteilt sich die Farbe

gleichmäßig.

Zum Profi

Eine professionelle Fußpflege

ist sinnvoll bei:

• einer sehr dicken, rissigen Hornhaut

• Hühneraugen

• eingewachsenen Zehennägeln.

So werden Füße

in wenigen Schritten

sommerfit

GLÜCKSMOMENT

NR. 1

Die Familie sitzt

beim Abendessen

zusammen: Das ist

für 72 Prozent

der Deutschen

der schönste

Glücksmoment im

Familienleben. Wär

doch schade, wenn

das nur am Muttertag

klappt.

QUELLE: JACOBS KRÖNUNG TRENDCHECK

Na, sauber

Sie sind unsichtbar und

sitzen an Orten, an denen

niemand mit ihnen rechnet:

gemeine Keime. Besonders

viele rotten sich an diesen

Stellen in der Küche zusammen:

Mixer, Kühlschrankdichtung,

Dosenöffner,

Teigschaber, Messerblock.

QUELLE: NSF INTERNATIONAL

Sex nach

Terminplan

Drei von fünf Elternpaaren mit

einem Kleinkind haben keinen

spontanen Sex, sondern nur

nach vorheriger Terminabsprache,

so die Umfrage

der britischen Internetseite

netmums. Dann schicken Sie

doch gleich ein „Save the

date“ an Ihren Mann ...

FOTOS: HERSTELLER (2), ISTOCKPHOTO.COM, PFAFF, SHUTTERSTOCK.COM;

ILLUSTRATION: SHUTTERSTOCK.COM

54

Leben & erziehen 5/2014


R A T G E B E R

Wir suchen

die Hebamme

des Jahres 2014!

Mehr zur Aktion ab

Seite 58

Mit neun schneiderte

Guido Maria Kretschmer

erste Kreationen

auf seiner Pfaff-Nähmaschine.

Seine Tipps

zum Selbermachen:

1. Mit etwas Unkompliziertem

wie einem Schal

loslegen (Ideen unter

www.pfaffblog.com).

2. Muster verzeihen Fehler:

Ideal ist deshalb ein

fließender, gemusterter

Stoff, z. B. für eine

Sommertunika.

3. Ganz wichtig: nähen,

was einem gefällt und

steht. Die A-Form ist

ideal bei Rundungen.

Leckerer Sattmacher

Schon mal Quinoa probiert?

Eiweißreich, voller Vitamine, Eisen

und Ballaststoffe, schmeckt zu Herzhaftem

und Süßem. Auch Stars wie

Gwyneth Paltrow und Miranda Kerr sind Fans

des Wunderkrauts, das wie Getreide verarbeitet wird.

Aber Vorsicht: Quinoa ist wegen der enthaltenen

Saponine erst für Kinder ab zwei Jahren geeignet.

Moderne Muster! Isolierte Fläschchenhalter!

Viel Stauraum! Frische Farben! Kein Wunder,

dass die britischen Wickeltaschen von Pink

Lining auch die deutschen Mamas begeistern.

Bei www.pinklining.de; je ca. 99,90 Euro

Eingebildeter

Schlaf

Bitte glaubhaft

und überzeugend

wiederholen:

Ich habe gut

geschlafen. Egal,

ob das Kind von drei

bis vier brüllte.

Denn Wissenschaftler

vom Colorado College

haben nachgewiesen,

dass auch hier

der Placebo-Effekt

wirkt. Studienteilnehmer,

denen erzählt

wurde, sie hätten tief

und fest geschlafen,

waren am nächsten

Tag leistungsfähiger

als die Vergleichsgruppe.

30 Jahre

Maxi-Cosi

Was vor 30 Jahren mit der ersten Maxi-Cosi Babyschale begann,

wird heute mit dem 2wayPearl fortgeführt:

Als erster Kindersitz weltweit entspricht er der neuen EU-Sicherheitsverordnung

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Genießen Sie Ihr neues Leben!


LEBEN MIT KINDERN Kindergarten

Seine erste Party fand

ohne kleine Gäste statt.

„Leopold, wen magst du

denn einladen?“, hatten

wir unseren Sohn vor

seinem dritten Geburtstag

gefragt. „Die Oma“,

sagte er strahlend. Überrascht hakte

ich nach: „Und welche Freunde?“ In seinen

Augen standen Fragezeichen. „Den

Jonas, den Felix, den Samuel ...?“, zählte

meine Frau die Jungs aus der Krippe

auf. „Die sehe ich doch jeden Tag“,

winkte unser Großer ab. „Ich mag lieber,

dass die Oma kommt!“

Eine süße Liebeserklärung – aber für

uns auch ein kleiner Schock! Hatte

unser Sohn denn gar keine richtigen

Freunde? Sollten wir mal die Erzieherin

darauf ansprechen – oder zum Geburtstag

einfach den Nachwuchs aus

unserem Freundeskreis einladen?

„Nein, auch wenn‘s schwerfällt. Warten

Sie besser, bis Ihr Kind wirklich bereit

ist, Freundschaften zu schließen, und

sich seine Freunde auch selbst aussuchen

kann“, rät die Münchner Psychologin

und Psychotherapeutin Doris

Heueck-Mauß. Und das kann deutlich

länger dauern, als viele Eltern glauben.

Klar toben, spielen oder kuscheln auch

schon ganz Kleine zusammen. Bis zum

zweiten Geburtstag sehen sich Kinder

aber weniger als Spielkameraden, sondern

vielmehr als lebendiges Spielzeug:

spannend, aber austauschbar. Erst danach

entdecken sie sich so richtig:

Dann werkeln Lisa und Lotte zusammen

in der Puppenküche und Anna

lässt sich von Tom auf dem Dreirad

chauffieren. Schön, diese Freundschaftsmomente

– schade nur, dass sie

oft nur so lange dauern wie ein Spiel.

Zuneigung und Mitgefühl

sind die Voraussetzung

Erst etwa ab dem dritten Lebensjahr

entwickeln Kinder den Stoff, aus dem

Freundschaften sind: Zuneigung und

Mitgefühl. Erst jetzt können sie sich ein

wenig in andere hineinversetzen – und

eigene Wünsche hinten anstellen.

Ein bis zwei „beste Freunde“ finden die

meisten in den ersten zwei Kindergartenjahren.

Mädchen befreunden sich

am liebsten mit gleichaltrigen Mädchen

und Jungs mit Jungs. Dauert es bei

einem Kind etwas länger, ist das kein

Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

„Eltern mischen sich oft viel zu viel ein,

weil sie sich mehr Freunde für ihre Kinder

wünschen“, weiß Doris Heueck-

Mauß. Wenn Ihr Kleines am liebsten

allein spielt, ist es deswegen nicht

gleich einsam und wird nicht automatisch

zum Eigenbrötler. Oft haben solche

Individualisten so viele Spiel-Ideen,

dass sie erst einmal keine anderen Kinder

brauchen. Andere Solo-Spieler

haben Geschwister oder sind lange im

Kindergarten, sodass sie danach einfach

die Ruhe genießen.

Mein Kind

hat keine

Freunde

Manche Jungen

und Mädchen sind

schüchtern und

trauen sich nicht,

auf Gleichaltrige

zuzugehen.

Andere scheinen

am liebsten allein zu

spielen. Mit ein wenig

Hilfe lernen sie,

Freundschaften

zu schließen

56

Leben & erziehen 5/2014


ILLUSTRATION: SILKE SCHMIDT

Bevor sie für ihr Kind fleißig Spieldates

arrangieren, fragen sich Eltern also

besser, warum sie das Thema Freundschaft

so umtreibt. Ist Ihr Kind schüchtern?

Dann ist es umso wichtiger, es bei

der Planung nicht zu überfahren! Fragen

Sie es, ob es sich freut, wenn Sie ein

bestimmtes Kind nach Hause einladen.

Oft öffnen sich die Kleinen auf vertrautem

Terrain und ohne Rummel

leichter. Eine Nachbarin hat Nachwuchs

im gleichen Alter? Starten Sie

ruhig einen Versuch. Aber ohne Druck

und mit der Zusicherung, dass die

Mama in Reichweite bleibt.

Gelegenheit macht Freundschaften,

das gilt auch für die Jüngsten. Sind im

Kindergarten oder im Freundeskreis

keine passenden „Kandidaten“ dabei,

Trainingslager für alle

späteren Beziehungen

können sie vielleicht beim Kinderturnen

oder in der Musikschule nette

Gleichaltrige kennenlernen.

Aber nicht erschrecken, wenn Ihr Kind

seine ersten Freunde findet – und

plötzlich auch groß im Schmollen und

Zicken ist. „Die ersten Freundschaften

sind wie ein Trainingslager für alle späteren

Beziehungen“, sagt die Expertin.

Da wird die ganze menschliche Palette

von Gefühlen geübt: Eifersucht, Groll,

Beleidigtsein ... Oft reicht eine winzige

Meinungsverschiedenheit und aus dicken

Freunden werden die allerbesten

Feinde. Dann ist es gut, wenn Eltern

sich so weit wie möglich zurückhalten

– und nicht werten („Ihr passt einfach

nicht zusammen!“). Fragen Sie Ihr Kind

lieber, wie es sich fühlt, was es sich

wünscht und wie‘s weitergehen soll –

das hilft, Konflikte zu durchschauen

und an Lösungen zu basteln.

Auch Leopold hat die Sache ganz allein

geregelt. Zu seinem vierten Geburtstag

wünschte er sich eine Cowboyparty.

Die Oma war leider nicht eingeladen –

dafür sechs Kindergarten-Kumpels.

florian junker

Unsere Expertin

Doris Heueck-Mauß ist Psychologin und

Psychotherapeutin in München. Sie arbeitet auch als

Autorin (z. B. „Stressfreie Vorschuljahre: Trotzköpfe,

Schreihälse und Angsthasen kompetent erziehen“,

Humboldt; 12,99 Euro)

Leben & erziehen 5/2014 57


SCHWANGERSCHAFT Hebamme

LESER-

AKTION

Wir suchen

die Hebamme

2014

Voller Einsatz

Mehr als 2 000 Frauen haben ihr bereits

ihr Wertvollstes anvertraut: ihr Baby. Anne Tschauner ist Hebamme

aus Leidenschaft. Wir haben sie einen Tag lang begleitet

Wer

Anne

Tschauner

eine Hebamme

nennt, verschweigt

etwas.

Denn als Hebamme ist sie auch

Psychologin, Fitnesstrainerin,

Heilerin, Managerin, Vertraute.

Sieben Tage die Woche. Bis zu

14 Stunden am Tag. Über ihren

Beruf sagt sie, er sei für sie der

schönste der Welt. Ohne ihre

Hebamme, berichten Mütter,

hätten sie oft nicht weitergewusst.

„Anne hat diese Gabe“,

sagt Birgit Ebner (32). „Sie kann

wahnsinnig gut mit Kindern

umgehen und man kann sie

alles fragen. Zu wissen, dass sie

da ist, gibt mir sehr viel Sicherheit.“

Wie lange es Hebammen

in Deutschland aber noch geben

wird, weiß derzeit keiner.

Montag, 8 Uhr. Der rote Fiat

zischt über den regennassen

Asphalt. Anne Tschauner, kinnlanger

Bob, schlanke Beine in

Röhrenjeans, parkt vor einem

Neubau im Augsburger Textilviertel

und angelt sich ihre

große, abgewetzte Arzttasche

vom Rücksitz. An der Tür großes

Die Mama hat keine Milch,

sondern Sahne

Hallo. „Anne, wie schön, dass du

da bist!“ Birgit Ebner begrüßt

ihre Hebamme mit einem breiten

Lächeln und der zwei Wochen

alten Clara im Arm. Für

Clara ist heute Premiere: das

erste Mal Haare waschen.

„Komm mal her, mein Mäuschen.“

Anne Tschauner strahlt

das Baby an, als hätte sie es ewig

nicht gesehen. Zärtlich streift

sie Clara den Strampler ab und

bettet sie in ihr Wiegetuch.

3 900 Gramm. Die Hebamme ist

zufrieden: „Das ist ja super!

Die Mama hat keine Milch, die

hat Sahne!“ Die Stimmung ist

ausgelassen, die Frauen lachen,

doch Clara wird es zu viel. Sie

weint. „Ist ja alles gut“, flüstert

Anne und wiegt das Baby sanft

im Arm. Clara schmiegt sich

ran, großes Erstaunen in blauen

Augen. Und ist augenblicklich

ruhig.

Jetzt zeigt Anne der jungen Mutter,

wie sie „dem Mäuschen“ die

Haare wäscht. Clara schließt die

Augen. Und genießt. Zum Abschied

bekommt Birgit Ebner

Pflegetipps für ihren Bauch,

dann schnappt sich die Hebamme

ihre Arztasche und saust

zum nächsten Termin.

Anne Tschauner (li.) zeigt der jungen Mama

Birgit Ebner, wie sie Clara die Haare wäscht

In ihrer Praxis, dem „Kinderreich“, bietet

die Hebamme auch Akupunktur an

Beim K-Tapen mit Christina Ketterle. Die bunten

Pflaster sollen den Lymphfluss verbessern

58

Leben & erziehen 5/2014


Wonneproppen oder

Fliegengewicht?

3 900 Gramm:

Die Hebamme ist

zufrieden


SCHWANGERSCHAFT Hebamme

INTERVIEW

Die Leidtragenden

sind die Mütter

Ein Stundenlohn von 8,50 Euro, ständige Erreichbarkeit

und dazu horrende Versicherungsprämien: Viele

Hebammen können sich ihren Beruf nicht mehr leisten

Martina Klenk

ist Präsidentin

des Deutschen

Hebammenverbandes

(DHV).

Sie arbeitete selbst viele Jahre

in der Geburtshilfe

Frau Klenk, warum ist

der Berufsstand der Hebammen

in Gefahr?

Die Haftpflichtprämien

sind dramatisch gestiegen.

Diese Kosten stehen

in keinem Verhältnis zum

Einkommen der Hebammen.

Die Prämie hat 2002

noch 450 Euro betragen,

2004 waren es schon über

1 300 Euro und 2014 sind

wir bei 5 000 Euro angelangt.

Der Grund dafür ist

aber nicht, dass Hebammen

mehr Fehler machen.

Sondern die Schadenssummen,

für welche die

Versicherer aufkommen

müssen, sind gestiegen.

Darum findet sich kaum

mehr ein Versicherer für

uns. Der Versicherungsmarkt

für Hebammen ist

zusammengebrochen.

Was heißt das für

Hebammen und

werdende Eltern?

Ändert sich nichts, sind

viele Hebammen gezwungen,

die Geburtshilfe

aufzugeben, weil sie sich

die Versicherung nicht

mehr leisten können.

Werdende Eltern stehen

dann ohne Hebamme da.

Geht es dabei nur

um die Geburtshilfe?

Nein. Für alle Hebammentätigkeiten

steigen

die Prämien, aber ganz

besonders für die Geburtshilfe.

Die Wahlfreiheit

des Geburtsortes ist

dadurch nicht mehr gewährleistet.

Schon jetzt

gibt es in vielen Gebieten

einen Versorgungsmangel,

z. B. was Hausgeburten,

aber auch

was die Wochenbettbetreuung

angeht.

Geburtshäuser müssen

schließen. Und auch

freiberufliche Beleghebammen

sind betroffen.

Die Leidtragenden sind

Schwangere und Mütter.

Wie geht es jetzt weiter?

Vor Kurzem hatten wir

ein Gespräch mit Gesundheitsminister

Gröhe,

der mit uns zeitnah eine

Lösung finden will.*

Wir brauchen eine

Haftungsobergrenze für

Hebammen und einen

staatlich finanzierten

Haftungsfonds, um

die Versicherungsprämien

zu senken.

Es tut sich also was.

Ja, es gab dieses

Gespräch. Nun sollten

aber Taten folgen:

konkrete Gesetzesinitiativen

und eine

langfristige Lösung.

Warum sind Hebammen unverzichtbar?

Diskutieren Sie mit:

www.leben-und-erziehen.de/community

*STAND ZUM REDAKTIONSSCHLUSS MITTE MÄRZ

Anne Tschauner hat sie alle:

Marketingprofis, Erzieherinnen,

Bürokauffrauen, Friseurinnen.

Mehr als 2 000 Frauen haben der

Hebamme bisher ihr Wertvollstes

anvertraut: ihr Baby. Ihr

Beruf ist ihre Leidenschaft.

Anders wäre dieses Arbeitspensum

auch nicht zu schaffen:

7 Tage die Woche ist die Hebamme

im Dienst. Für knapp

8,50 Euro die Stunde. Freie Tage

hat sie kaum. „Wenn ich mir mal

einen Sonntag freischaufeln

kann, ist das die Ausnahme“,

sagt die 36-Jährige, die Hände

am Lenkrad, das Handy auf dem

Beifahrersitz. Es klingelt und

vibriert in einer Tour. Dass ihre

Hebamme ständig erreichbar

ist, setzen viele Frauen voraus.

Anne Tschauner nutzt alle Kanäle:

Handy, E-Mail, Facebook,

WhatsApp. Kann sie gerade

nicht rangehen, ruft sie so

schnell es geht zurück, oft binnen

weniger Minuten. Der Terminplan

der Mutter zweier Mädchen

ist so eng geschnürt, dass

selbst Top-Manager unter dem

Zeitdruck ächzen würden.

„Manchmal“, sagt sie, „merke

ich, dass ich am Limit bin.“

Trotzdem: Einen anderen Beruf

würde sie nie wollen. Nur bessere

Rahmenbedingungen.

Hebammensprechstunde in der

Frauenarztpraxis. Hierher kommen

Frauen etwa ab der siebten

Was macht eigentlich

eine Hebamme?

Schwangerschaftswoche. Die

Patientin fragt das, was fast alle

wissen wollen: Was macht eigentlich

eine Hebamme? Dass

sie diese Frage schon oft gehört

hat, merkt man Anne Tschauner

nicht an. Ihr Blick ist konzentriert,

der Oberkörper leicht

nach vorne geneigt. Alles sagt:

Für mich gibt es jetzt nur dich.

Ihr Gegenüber ist sichtlich

geschafft. Die Hormone. Die

Müdigkeit. Alles ganz normal,

beruhigt die Hebamme. „Mir

Mit dem Baby alles

okay? Beim CTG

misst die Hebamme

die Herztöne

des Ungeborenen

„Anne

hat diese

Gabe.

Und zu

wissen,

dass sie

da ist,

gibt mir

sehr viel

Sicherheit“

birgit ebner

60

Leben & erziehen 5/2014


ging es in den ersten drei Monaten

genauso. Das Blutvolumen

nimmt zu, jeden Tag teilen sich

neue Zellen. Gönnen Sie sich

jetzt besonders viel Ruhe.“

Zwinkernd fügt sie hinzu:

„Schließlich ist das Schwangerschaftshormon

das Valium der

Schwangeren.“ Die Frau lächelt

wissend. Während die beiden

noch reden, wartet ein junges

Pärchen schon vor der Tür.

In Deutschland begleiten mehr

als 21 000 Hebammen Schwangere

und Mütter durch das

Abenteuer Geburt und die erste

Zeit mit dem Baby. Sie überwachen

den Schwangerschaftsverlauf,

bereiten auf die Geburt vor,

beantworten Fragen zur Säuglingspflege,

geben Tipps zum

Stillen, beruhigen und machen

Mut. Oder sind einfach nur da,

wenn frau jemanden zum Reden

braucht, der versteht, dass ein

Baby zwar das Schönste der

Welt ist, aber einen trotzdem

manchmal der Blues packt.

In einer Zeit, in der immer weniger

Frauen eine Oma, Mutter

oder Tante in der Nähe haben,

die ihr Wissen und ihre Erfahrung

weitergibt, ist die Hebamme

wichtiger denn je. Trotzdem

üben immer weniger diesen

Beruf aus. Vor allem Schwangere

und Mütter in Großstädten

bekommen das zu spüren. „Die

Nachfrage ist so groß, dass die

Geburtsvorbereitungskurse drei

Monate vorher ausgebucht sind“,

berichtet Anne Tschauner.

Überfüllte Kurse sind nur eine

Folge des Hebammenmangels,

Das Gehalt reicht vielen

kaum zum Leben

der sich durch die steigenden

Kosten für die Haftpflichtversicherung

verschärft hat. Viele

Hebammen können sich die

Prämie schlicht nicht mehr leisten.

Das, was abzüglich Versicherung

noch bleibt, reicht

kaum mehr zum Leben (s. Interview

links).

Auch Anne hat daraus ihre Konsequenzen

gezogen: Seit einem

Jahr betreut sie keine Geburten

Sagen Sie uns,

was Ihre Hebamme auszeichnet.

Mitmachen lohnt sich: Es gibt

einen Familienurlaub und

Einkaufsgutscheine

zu gewinnen

(s. nächste Seite)

MITMACHEN & GEWINNEN

Mein Vorschlag für die

Hebamme 2014

Fragebogen bitte in Druckbuchstaben ausfüllen! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nur

komplett ausgefüllte Wahlscheine bei der Aktion berücksichtigt werden können.

Mein Vor- und Nachname

MEINE DATEN

Ich bin unter folgender Anschrift zu erreichen

Straße / Hausnr.

PLZ / Ort

Telefon / Handy (für evtl. Rückfragen)

E-Mail:

Name und Geburtsdatum meines Kindes/meiner

Kinder

Deshalb schlage ich die Hebamme vor (kurze Begründung*):

mehr. Zu diesem Zeitpunkt betrug

die Haftpflichtprämie über

4000 Euro im Jahr, zehnmal so

viel wie vor zehn Jahren. Inzwischen

sind es mehr als 5 000

Euro. „Es ist sehr schade, dass es

freiberuflichen Hebammen auf

diese Weise verwehrt wird, bei

Geburten dabei zu sein.“ Die

eine Hebamme, die alles macht

– von der Vorsorge während der

Schwangerschaft über die Geburt

bis zur Wochenbettnachsorge

– gibt es nur noch selten.

Mittags im „Kinderreich“, Annes

Hebammenpraxis. An den

hohen Wänden jede Menge

Babyfotos, handgeschriebene

Karten, Dankesbriefe. Die

Räume sind freundlich und aufgeräumt.

Christina Ketterle (33)

macht es sich auf der Couch bequem.

Sie ist zum K-Taping da.

Die bunten Pflaster sollen den

Lymphfluss verbessern.

MITMACHEN & GEWINNEN

Sie haben oder hatten auch eine

tolle Hebamme, die Ihnen während

und nach der Schwangerschaft

liebevoll zur Seite stand oder bei

der Geburt geholfen hat? Dann

bedanken Sie sich bei ihr und

machen Sie mit bei der Aktion

„Hebamme des Jahres 2014“.

Dafür gleich ins Internet gehen

und den Wahlschein zur „Hebamme

des Jahres“ runterladen.

Einfach Wahlschein ausdrucken,

ausfüllen und an uns schicken!

DIE HEBAMME

Vor- und Nachname der Hebamme

Sie ist unter folgender Anschrift zu erreichen

Praxis oder Klinik

Straße / Hausnr.

PLZ / Ort

Telefon / Handy

*wenn der Platz unten nicht ausreicht, können Sie uns auch einen Brief/eine E-Mail schicken – gern auch mit Foto Ihrer Familie

Füllen Sie den Wahlschein aus und schicken Sie ihn an: Redaktion Leben & erziehen, Stichwort: Hebamme, Böheimstraße 8,

86153 Augsburg, Fax 08 21/45 54 81-13. Einsendeschluss ist der 21. Mai 2014

Den Wahlschein zur Hebamme des Jahres 2014 finden Sie unter

www.leben-und-erziehen.de/hebammenaktion

hebamme_formular.indd 1 14/03/14 15:42

Leben & erziehen 5/2014 61


SCHWANGERSCHAFT Hebamme

Christina ist in der 32. Woche

schwanger und froh, dass sie

neben ihrer Frauenärztin auch

von ihrer Hebamme betreut

wird. „Eine Ärztin kann nie alle

Fragen beantworten, die das

Kinderkriegen mit sich bringt.

Eine Ärztin kann nicht alle

Fragen beantworten

Bei Anne weiß ich einfach, dass

ich jederzeit anrufen kann. Sie

nimmt sich Zeit und hat immer

den richtigen Rat. Ihr kann ich

absolut vertrauen.“

Während Anne das blaue Tape

auf Christinas Arm klebt, füllt

sich der Vorraum des Kinderreichs

mit Stimmen und Gelächter.

Vier Kinderwagen parken in

Reihe, Mütter begrüßen sich mit

Bussis, daneben schnürt eine

Frau in Leggings ihre Turnschuhe.

Gleich beginnt die Rück -

Eine schweißtreibende Angelegenheit:

Rückbildungsgymnastik mit Anne

bildungsgymnastik. Das Wort

trifft es nicht ganz. Bei Anne

sieht das eher nach Power-Gym

aus: 14 Frauen schwitzen zu

schnellen Elektrobeats. Für ihre

Babys hat Anne im Nebenraum

eine Kinderbetreuung organisiert.

Wer lieber mit Kind trainiert,

für den zaubert sie einen

ihrer „Fit dank Baby“-Gurte hervor.

Los geht es mit einer Fragerunde,

Anne verteilt Tipps zu

Stillen und Beikost. Dann

klatscht sie in die Hände und

ruft: „Jetzt legen wir los!“

Nach dem Workout ist Annes

Tag noch lange nicht zu Ende.

Fünf Hausbesuche, Akupunktur,

Hausaufgaben mit ihrer Tochter

und die Geburtsvorbereitung

stehen noch auf dem Programm.

Bis sie alle Schwangeren beraten,

alle Mütter und Babys umsorgt,

alle E-Mails beantwortet

hat, ist es 22 Uhr. Für Anne ein

normaler Tag. Sie weiß ja, wofür

sie das macht. „Weil es nichts

Schöneres gibt, als Familien in

ein neues Leben zu begleiten.“

elisabeth göpel

DAS KÖNNEN SIE GEWINNEN

Wählen Sie die Hebamme

des Jahres 2014

Sie sind von Ihrer Hebamme begeistert und möchten ihr Danke sagen?

Dann machen Sie mit bei unserer Aktion „Hebamme des Jahres 2014“.

Dafür gleich den Wahlschein (s. S. 61) ausfüllen und an uns schicken!

Fürs Mitmachen werden Sie belohnt. Unter allen Einsendungen verlosen wir:

Einen Urlaub im Kinderland Bayern

Sie wohnen mit Ihrer Familie (7 Übernachtungen für 2 Erwachsene,

2 Kinder) in einem Apartment im Baby & Kinder Bio-Resort Ulrichshof.

Mitten im Bayerischen Wald gibt es dort eine Menge zu entdecken:

in der Spielscheune, im Felsenerlebnisbad oder auf einer Ponywanderung.

Der Ulrichshof, eines der besten Familienhotels Europas,

bietet tägliche Kinderbetreuung. Eltern relaxen derweil im Wellnessbereich.

Mit dem „organic dine around“ sind Sie kulinarisch rundum

versorgt. Wert: ca. 2 000 Euro

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Mit dem Einkaufsgutschein

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Mode, Spielzeug, Möbel:

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gibt es viele tolle Produkte

für Kinder und Eltern.

HEBAMMENPREIS

Pflegesets

von Weleda

Die Hebammen, die wir

auszeichnen, erhalten

eine Urkunde von Leben &

erziehen. Außerdem ein

Granatapfel-Pflegeset

von Weleda im Wert von

je ca. 50 Euro. Zum Set

gehören ein Regenerations-Öl,

eine Pflegelotion,

eine Handcreme und

eine Schönheitsdusche.

Infos zur Teilnahme

auf Seite 61

oder unter www.

leben-und-erziehen.

de/hebammenaktion

Schicken Sie uns Ihren vollständig ausgefüllten Wahlschein mit Ihrem Namen, Ihrer Adresse und Ihrer Telefonnummer (für Rückfragen)

bis zum 21. Mai 2014 an folgende Adresse: Redaktion Leben & erziehen | Kennwort: Hebamme | Böheimstr. 8 | 86153 Augsburg |

Fax: 08 21/45 54 81-13 | E-Mail: redaktion@bayard-media.de

FOTOS: STEFANIE AUMILLER (7), NOEL MATOFF

62

Leben & erziehen 5/2014


Rund ums Thema Familie:

Die große Leben & erziehen-Community

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Kontakte knüpfen

und Erfahrungen

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Melde dich kostenlos an und nutze die vielen Vorteile!

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Babys wollen mit allen Sinnen die Welt

entdecken. Dafür brauchen sie viel

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Schicken Sie uns die Lösung des Rätsels bis zum 7. Mai 2014. Bitte geben Sie für Rückfragen Ihre Telefon nummer und Ihre Adresse an.

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Polens

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nicht

gesund

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Kurzform

von

Assistent

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Wald-,

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Schularbeit

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Halmen

wachsende

Pflanze

Bruder

v. Vater

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Mutter

Eingang,

Öffnung

Hochschule

(Kurzwort)

französischer

Apfelwein

Stammmutter,

Vorfahrin

Zwerg,

Erdgeist

fruchtbare

Wüstenstelle

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(engl.)

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umgehen

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Staat in

Vorderasien

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deutsche

Vorsilbe

7 5 6 3 9

6 3 2 7

7 9 5

9 2 6 8 3

3 6 9 8

5 2 1 9 6

9 3 5

8 5 1 7

1 5 7 8 6

64

Leben & erziehen 5/2014


community

www.leben-und-erziehen.de

Jetzt ist

Antonia

eine gro e

Schwester

FOTOS: DANIEL GERST, ISTOCKPHOTO.COM, PRIVAT (4), THINKSTOCK

MARTINAS

TAGEBUCH

Martina

Dankof-Decker ist

eure Ansprechpartnerin

im Netz

[Username:

Redaktion]. In ihrem

Blog erzählt sie

von ihren Kindern

Benjamin (9)

und Anna-Carolin (6)

NADINES BABY-

VERRÜCKTE WELT

Seit ein paar Wochen

ist Valentin da und

bei Familie Luck dreht

sich momentan alles

um das Baby.

Vom turbulenten

Leben mit

zwei Kindern berichtet

Nadine Luck in ihrem

eigenen Blog

Leben & erziehen-

Umfrage

Was vermisst ihr

am meisten, seit ihr

Eltern seid?

[MEHRFACHNENNUNG

MÖGLICH]

6 % Am Wochenende feiern

6 % Meinen Job & die Kollegen

13 % Anerkennung

17 % Mein Hobby

21 % Spontan mit Freunden treffen

42 % Zeit mit dem Partner

55 % Ausschlafen

SPAR-TIPPS GESUCHT!

ilvi Wo ist nur mein Geld

geblieben? Das frage ich

mich oft, wenn ich in

meinen Geldbeutel schaue.

Wie spart ihr? Führt ihr

ein Haushaltsbuch?

Freue mich über Tipps!

AnnaMax Ich habe mal

ein Haushaltsbuch geführt,

das gab es kostenlos bei

der Sparkasse. Interessant

war, dass wir fast immer

gleich viel Geld im Monat

für Lebensmittel ausgegeben

haben. Gespart haben

wir durchs Aufschreiben

aber nichts. Dinge wie

Essen, Klamotten, Benzin

etc. braucht man ja.

Vaddern Wenn man einige

Monate lang alle Ausgaben

notiert, sieht man, wo

das Geld hingeht. Gerade

die vielen kleinen Beträge

summieren sich und da

gibt‘s Einsparmöglichkeiten.

Statt eines Haushaltsbuchs

kannst du auch eine Smartphone-App

nutzen. Da kann

man gut nach verschiedenen

Kriterien sortieren.

Crazymummy Ich führe

kein Haushaltsbuch, aber

kalkuliere einen bestimmten

Betrag in der Woche

für Lebensmittel ein und

versuche, mich dran zu

halten. Prospekte lese ich

kaum, denn ich fahre immer

in denselben Supermarkt

statt in drei verschiedene –

das kostet ja auch Benzin.

EIN LAUFRAD MIT BREMSE?

Nici89 Mein Sohn (2 ½) bekommt ein Laufrad und

wir sind unsicher, ob wir eines mit oder ohne Bremse

kaufen sollen. Was meint ihr?

JoniMum Wir haben ganz bewusst eines mit

Bremse gekauft. Egal, wie oft sie am Laufrad benutzt

wird – wenn die Kinder später aufs Fahrrad umsteigen,

sind sie schon etwas mit dem Prinzip vertraut.

alexa09 Bei uns wurde die Bremse am Laufrad selten

benutzt. Die Füße waren einfach praktischer.

grisu66 Wir haben zwei Laufräder – das kleine

Modell ist ohne Bremse, das größere mit.

3.

1.

+ LESER-ECHO +

Tolle

Anleitung

„TIERISCHE MÜTZEN“,

HEFT 2/2014

1. Bei frühlingshaften

Temperaturen ist

die Vogelmütze genau

richtig. Matthias (1) mag

sie so gerne und wir

wurden schon oft

darauf angesprochen.

Tanja Geidobler aus

Soyen/Oberbayern

2. Danke für die Strickanleitung.

Emilia

(6 Monate) sieht so süß

aus mit ihrer rosa

Katzenmütze!

Manuela Günther

aus Fulda

3. Unsere Nachbarin

entdeckte die

Anleitungen in Leben &

erziehen und strickte

meinen zwei Mäusen

Emma (2) und

Johanna (7 Monate)

die Vogelmützen. Sie

werden mit großem

Stolz getragen.

Nina Greser aus

Glosberg/Oberfranken

2.

Leben & erziehen 5/2014

65


NUR MUT, KLEINER KÄFER!

Der kleine Marienkäfer sitzt auf einem Baumblatt.

Er soll fliegen lernen. Seine Mama, Landung an und weckt ihr Kind.

und schläft. Sanft setzt die Käfermutter zur

die dicke Hummel und der kleine Spatz feuern Nun nimmt die dicke Hummel den Käfer auf

ihn an: „Nur Mut! Du schaffst es!“ Der kleine den Rücken. Der kleine Spatz ruft: „Nur Mut!

Käfer hat aber Angst. Denn der Wind saust Du schaffst es!“ Doch die Hummel brummt

durch die Baumkrone und das Baumblatt so laut wie ein Hubschrauber. Der Marienkäfer

wackelt heftig. Die Käfermutter hat eine Idee: versteht nichts. Da fliegt er – hast-du-nichtgesehen

– einfach los, landet neben dem Spatz

„Ich nehme dich mit. Klettere auf meinen

Rücken! Meine Flügel schützen dich vor und fragt: „Was hast du mir eben zugerufen?“

dem Wind. Und dann fliegst du einfach los.“ Der Spatz lacht: „Ich wollte dir Mut machen.

Die dicke Hummel und der kleine Spatz Aber das ist nicht mehr nötig. Denn du bist

machen ihrem Freund wieder Mut: „Du

der mutigste kleine Käfer weit und breit.“

schaffst es, ganz bestimmt!“ Aber der Marienkäfer

bekommt nichts davon mit. Er liegt wie du hat noch keiner aus unserer Marien-

Und die Käfermama lobt ihr Kind: „So schnell

zusammengerollt unter Mamas Flügeln – käfer-Familie fliegen gelernt.“

66

Leben & erziehen 5/2014


Das Kind ist

beschäftigt –

1o Minuten Pause

für die Eltern

Die Käfermama tanzt vor lauter Freude mit ihrem Kind.

Wie viele Punkte haben die beiden zusammen auf ihren Flügeln?

ILLUSTRATIONEN: CHRISTIANE ENGEL; TEXT: MARGRET NUSSBAUM

Puh, der Wind saust, die Wolken ziehen, es regnet, am Himmel

steht ein Regenbogen. Welche Bilder gehören zusammen?

Leben & erziehen 5/2014 67


SERVICE Mode

Diese Mode ist wie ein toller Sommertag:

farbenfroh, fröhlich und zum Wohlfühlen.

Also nichts wie rein in die Klamotten!

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[1] Weil es auch im Sommer mal kühl sein kann: kuschliger Pullover mit Hemdkragen. www.bellybutton.de, Größe 92 — 128; 54,90 Euro [2] Da kommt Urlaubsfeeling

auf: bequeme Wende-Bermudas in Türkis und dunkelgrauem Muster auf der anderen Seite. www.vertbaudet.de, Größe 86 — 128; 18,95 Euro [3] Bringt Farbe

ans Handgelenk: Uhr „Ice-Mini“ von Ice-Watch; 59 Euro [4] Lässige Kombination: bunte Knöpfe auf klassisch geschnittenem Jeanshemd. Von Tom Tailor, Größe

92/98 - 128/134; 29,95 Euro [5] Nicht nur für Football-Fans: Poloshirt in sonnigem Gelb. www.kinderbutt.de, Größe 92 — 128; 9,95 Euro [6] Weil Streifen nie aus

der Mode kommen: Langarmshirt aus Stretch-Jersey. www.ilgufo.com, Größe 92 — 128; ab 62 Euro [7] Heute lieber Karomuster oder Uni? Mit diesem Schal geht

beides. www.bellybutton.de; 19,90 Euro [8] Coole Bermudas für heiße Tage. Von KiK, Größe 92 — 122; mit Gürtel 4,99 Euro [9] Damit bewahrt Ihr Sohn einen kühlen

Kopf: Sonnenhut in Mintgrün. www.vertbaudet.de, Größe 86/92 — 140/158; 12,95 Euro [10] Könnte der Lieblingsjeans Konkurrenz machen: schmal geschnittene

Hose mit Stretchanteil. www.jako-o.de, Größe 98 — 158; 24,95 Euro

68

Leben & erziehen 5/2014


[ 4 ]

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FOTOS: HERSTELLER (23), ISTOCKPHOTO.COM

[1] Immer der richtige Durchblick: lange Girls-Halskette aus Plastik. www.littlepieces.de; 9,95 Euro [2] Das Kleid ist luftig und weit — toll, um damit herumzuwirbeln.

www.jako-o.de, Größe 92/98 — 152/158; 29,95 Euro [3] Für kleine Signorinas: Strohhut mit Tüllblume. www.vertbaudet.de, Größe 86/92 — 140/158; 12,95 Euro

[4] Think pink: Dieser Jeansrock macht gute Laune. www.kinderbutt.de, Größe 92 — 122/128; ab 12,95 Euro [5] Für Blumenfeen: Der Gürtel mit Blüte hübscht jedes

Outfit auf. www.vertbaudet.de, Größe 86/110 — 146/158; 9,95 Euro [6] Egal, wohin es im Urlaub geht: Das Hasen-T-Shirt ist dabei. www.bodendirect.de,

Größe 90 — 140/152; ab 27 Euro [7] Raffiniert: Unter dem Baby-Volantrock mit integriertem Slip verschwindet die Windel. www.vertbaudet.de, Größe 62 — 92;

14,95 Euro [8] Grüße von der Blumenwiese: Dieser Webschal lässt sich super kombinieren. www.bellybutton.de; 19,90 Euro [9] Kurz und gut: Die Chinoshorts

passt zu einem unbeschwerten Sommertag. www.bellybutton.de, Größe 92 — 128; 35,90 Euro [10] Mach‘s maxi: Die Schleife ist ein Hingucker. www.ilgufo.com,

Größe 90 — 152; ab 118 Euro [11] Die Marienkäfer sind los: Diese Baby-Tunika haben sie schon erobert. Von River Woods, Größe 62 – 86; 52 Euro [12] Praktisch:

Bolero zum Schnell-Reinschlupfen. www.jako-o.de, Größe 92/98 — 152/158; 12,95 Euro [13] Das Armband Glanzfalter zaubert gute Laune. Von HABA; 3,95 Euro

Leben & erziehen 5/2014 69


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GLOSSE

Das erste

ILLUSTRATION: ASTRID RABUS;

FOTO: GABRIELE KRÖNER

Ich kann mich noch sehr gut

an die erste Nacht mit unserem

ersten Kind erinnern.

Ich überwachte seinen Atem.

Wann immer der kleine Mann ein

Geräusch von sich gab, stand ich

senkrecht im Bett. Am Morgen konnte

ich meine Augenringe beim Juwelier

verkaufen. Meiner Frau ging es

ähnlich. Wir liefen durch die Welt

wie Zombies, ferngesteuert und

ohne Bewusstsein.

Beim Wickeln war ich schweißgebadet.

Hoffentlich zerbreche ich nichts!

Meine Frau schwitzte beim Stillen.

Ob er auch genug bekommt, der Kleine?

Wir waren euphorisch und verzweifelt

zugleich, vermutlich wegen

des Schlafmangels. Wir waren so

unerfahren und machten so viel

falsch, wie wir richtig machten.

Dein erstes Kind erziehst du größtenteils

nach Gefühl, vielleicht so,

wie du selbst erzogen wurdest, vielleicht

bewusst anders, als deine Eltern

das gemacht haben. Was dir

zweite Kind

Warum der kleine Bruder viel entspanntere

Eltern hat als sein Vorgänger

fehlt, ist Erfahrung. Wie auch? Vor

dir liegt ein frisch geborenes Wesen,

das deine gesamte Aufmerksamkeit

braucht, denn ohne dich kann es

nicht leben.

Sogar mein Gehirn veränderte sich.

Ich fand es ganz schön anstrengend,

dass eine riesige Datenautobahn

ausschließlich mit Emil beschäftigt

war. Hoffentlich fällt er mir nicht

vom Wickeltisch! Hoffentlich halten

wir ihn beim Baden richtig! Ist er

warm genug angezogen? Zu warm?

Atmet er noch? Oh Gott, das Kind

atmet nicht mehr. Ach so, er ist in

einer sehr tiefen Schlafphase, gut,

gut. Hoffentlich trete ich nicht schon

wieder auf diese eine Diele im Schlafzimmer,

durch die er, nachdem ich

40 Minuten lang „Guten Abend, gute

Nacht“ gesungen habe, sofort wieder

wach wird.

Wir träumten damals sehr schnell.

Daran kann ich mich noch erinnern.

Es waren Träume im Zeitraffer. Vermutlich

wusste das Putzkommando

in meinem Unterbewusstsein, dass

es schnell sein musste, da unser

Schlaf sehr dünn war. Unter anderem,

weil Emil zahnte, einen wunden

Po, das Drei-Tage-Fieber oder die

Windpocken bekommen hatte. Und

natürlich weil wir sehr uncool waren.

Anfängereltern eben. Mit einem

Baby, das unsere Zweisamkeit durch -

einanderwürfelte. Zweisamkeit?

Welche Zweisamkeit?

Mit Lennard, unserem ersten zweiten

Kind, ist alles easy. Klar schreit er,

Babys schreien eben. Doch wir haben

eine kleine Hängematte, die von der

Decke herunterbaumelt und ihn beruhigen

kann. Wenn sie ihn nicht

beruhigt, nehme ich ihn ins Tragetuch.

Gerade hängt er darin herum,

während ich diese Zeilen tippe.

Wenn auch das nicht hilft, haben wir

andere Strategien. Das Geräusch

eines Föns zum Beispiel, Emils Stimme,

Bauchmassagen gegen die Blähungen

und Gelassenheit. Dass wir

trotzdem mit Schlafmangel durch

die Gegend tapern, beunruhigt niemanden.

Emil ist vier und wir haben

schon einige Nächte erlebt, die nicht

so liefen, wie wir das dachten. Und

was die Zweisamkeit angeht. Die

kommt auch wieder. Time will tell.

So stapfen wir durch die Zeit, eine

heilige Zeit, die Zeit eines neugeborenen

Menschen, die Zeit der Entbehrung,

die Zeit des Gähnens. So

führen wir unser Leben weiter. Mit

Emil, dem großen Bruder, und Lennard,

der sich wunderbar einreiht,

weil wir ihm die Chance geben, sich

einzureihen.

Nur manchmal werde ich aus dem

Schlaf gerissen, obwohl es still ist.

Dann stehe ich auf, versuche das

Dielenbrett zu vermeiden und schleiche

vorsichtig zu seiner Hängematte.

Ich beuge mich über ihn, höre, höre

genauer hin – und bin erleichtert:

Lennard atmet. Manche Ängste,

die bleiben einem für immer.

Matthias Kröner ist Journalist

und Vater von Emil (4)

und Lennard (4 Monate)

Leben & erziehen 5/2014

71


IMPRESSUM

erscheint in der Bayard Media GmbH & Co. KG, Augsburg

www.bayard-media.de

Anschrift Verlag und Redaktion:

Böheimstraße 8, 86153 Augsburg, Tel. 08 21/45 54 81-51,

Fax 08 21/45 54 81-10 (Verlag), -12 (Redaktion)

E-Mail: redaktion@bayard-media.de, www.leben-und-erziehen.de

ISSN 0047-4274

Chefredakteurin:

Martina Kaiser (verantwortlich)

Redaktion und Mitarbeiter:

Martina Dankof-Decker,

Elisabeth Göpel, Gitta Hopp,

Gerda Klier, Margret Nußbaum,

Josef Pütz, Silvia Schmid,

Andrea Schmidt-Forth,

Beate Spindler, Silke Weiher

Grafik:

Robert Erker (Artdirector),

Laura Hermann,

Verena Kernstein, Sabine Meyer

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Leben & erziehen erscheint monatlich.

Das Jahresabo (12 Hefte + 2 Sonderhefte) kostet derzeit 32,20 € inkl. MwSt.

und Versand, im Einzelverkauf kostet das Heft 2,50 €,

Auslandspreise auf Anfrage.

FOTOS: DANIEL GERST, HERSTELLER, ISTOCKPHOTO.COM (3), SHUTTERSTOCK.COM, THINKSTOCK

Radeln

für Anfänger

Kleine

Babys

große

Gefühle

Mitlachen,

trösten, verstehen:

So begleiten

Sie Ihr Kind

liebevoll durchs

erste Jahr

Rutscherauto, Laufrad, Dreirad, Roller und schließlich

ein Fahrrad: Auf zwei oder mehr Rädern entdecken Kinder

die Welt. Wir stellen die neuen Fahrzeuge vor und

zeigen, welche Modelle in welchem Alter Spaß machen

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Leben & erziehen 5/2014


Jetzt fliegen sie

wieder!

VORSCHAU

GESUND DURCH

DEN S MMER

Großes Sonnen-Quiz

Hätten Sie‘s gewusst?

Fragen & Antworten zum

Sonnenschutz

Insektenstiche

Was dagegen hilft

Sicher spielen

So werden Balkon und Garten

kindersicher

Sommer-Mode

Die sieht cool aus und schützt

Sonnenbrille

Worauf es beim Kauf ankommt

DAS NEUE

HEFT IST AB

14.5.

Wo

wollen

wir

wohnen?

IM HANDEL

Weitere

Themen

Hilfe, mein

Kind lügt!

Wenn Kindern

eine Pinocchio-

Nase wächst,

sind Eltern

ratlos. Tipps,

wie sie auf

das Schwindeln

reagieren

Stadt Land?

Zum Nähen

oder

Wo junge Familien

besser leben

+ TEST:

Welcher

Wohn-Typ

sind Sie?

Erdbeerkleid für Mädchen

und leichte Hose für Jungs

n

Jetzt heiraten!

Mode und mehr für einen

ganz besonderen Tag

Der lange Weg

zum Wunschkind

Eine Mutter erzählt

im Blog von der Adoption

Und täglich grüßt

das Murmeltier

Mit Ritualen geht

das Zubettbringen leichter

Elterngeld & Co.

So viel dürfen Mütter

dazuverdienen

Glutenfrei essen

Wenn Kinder an

Zöliakie leiden

Andere Mütter kennenlernen,

sich mit Eltern austauschen,

schnelle Antwort auf Fragen:

alles in unserer Community

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Leben & erziehen 5/2014 73


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