Geschäftsjahr 2007 - Sparkasse Darmstadt

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Geschäftsjahr 2007 - Sparkasse Darmstadt

Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen

Geschäftsbericht 2007


Auf einen Blick

DIE SPARKASSE DARMSTADT IN ZAHLEN 2007 2006 2005

Bilanzsumme Mio. EUR 3.546,5 3.447,1 3.375,0

Kundeneinlagen einschließlich

Eigenemissionen Mio. EUR 2.353,6 2.258,9 2.211,4

Kundenkreditvolumen

inkl. Treuhandkredite und

unwiderrufliche Kreditzusagen Mio. EUR 2.048,0 1.978,4 1.872,2

Jahresüberschuss Mio. EUR 13,7 13,5 13,5

Girokonten (ohne zins&cash) Anzahl 125.464 125.242 124.778

Mitarbeiter Anzahl 868 875 888

Geschäftsstellen (inkl. SB-Stellen) Anzahl 42 42 42

Depotvolumen

Wertpapierdepots Mio. EUR 735,5 668,3 585,6

Investmentkonten Mio. EUR 334,1 305,0 291,3

Gesamt Mio. EUR 1.069,6 973,3 876,9

IMPRESSUM

Redaktion: Sparkasse Darmstadt, Vorstandssekretariat

Konzept und Gestaltung: Gerasch Communication, Darmstadt

Fotos: Christian Grau, Mühltal | Markus Schmidt, Darmstadt | Sparkasse Darmstadt

Herstellung: Ph. Reinheimer GmbH, Druckerei, Darmstadt


Inhalt

Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

3 Editorial

6 Sparkassen. Gut für Deutschland.

Sparkasse Darmstadt. Gut für die Region.

10 Rechtzeitig „gegen-Steuern“.

11 Wenn Unfall oder Krankheit das Aus im Job bedeuten.

14 Verlässliche Geschäftspolitik zugunsten des Mittelstandes.

Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt

Anstalt des öffentlichen Rechts

mit eigener Rechtspersönlichkeit

Sitz: Darmstadt

Gegründet: 1808

Träger: Stadt Darmstadt und

Landkreis Darmstadt-Dieburg

Mitglied des Sparkassen- und Giroverbandes

Hessen-Thüringen

Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe

15 Unternehmensnachfolge erfolgreich planen.

18 Finanzielle Spielräume erweitern.

19 Electronic-cash-Zahlungen auf dem Vormarsch.

22 Die Region zählt auf uns.

26 Von Pfandhäusern und Ersparniskassen

30 Geschäftsjahr 2007

36 Bericht des Verwaltungsrats

37 Organe der Sparkasse

38 Jahresabschluss 2007

Kurzfassung ohne Anhang

Jahresbilanz

- Aktivseite

- Passivseite

- Gewinn- und Verlustrechnung

44 Ein toller Arbeitsplatz mit Perspektiven.

45 Geschäftsstellen

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007


„200 Jahre Nähe zu den Menschen in der Region.“

Werner Meisel, Georg Sellner, Roman Scheidel, Hans-Werner Erb – Vorstand der Sparkasse Darmstadt

Privatkunden, Unternehmerkunden, Vereine oder Kommunen:

Alle zählen auf die Sparkasse Darmstadt.


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kunden und Geschäftsfreunde,

ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 liegt hinter uns.

Trotz eines für die Kreditwirtschaft schwierigen Jahres

und eines immer intensiveren Wettbewerbs am Bankplatz

Darmstadt erzielten wir ein solides Wachstum sowohl im

Bereich der Kundenkredite als auch der Kundeneinlagen.

Unbeeindruckt von der internationalen Finanzmarktkrise

konnten wir so gestärkt in unser Jubiläumsjahr starten.

In diesem Jahresbericht finden Sie Zahlen, Daten und

Fakten, die unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2007

prägten, darüber hinaus aber auch einen Rückblick auf

200 Jahre Tradition. Wir danken Herrn Dr. Peter Engels,

Leiter des Stadtarchivs Darmstadt, für seine historische

Retrospektive.

Mit ihrem Gründungsdatum im Jahr 1808 gehört unsere

Sparkasse deutschlandweit zu den zehn ältesten Sparkassen.

Und wir blicken mit Stolz auf die Entwicklung

unseres Hauses von der damaligen „Ersparungs-Kasse“

zum modernen Finanzdienstleistungsunternehmen.

„200 Jahre – Die Region zählt auf uns“ ist unser Jubiläumsmotto.

Damit möchten wir die Bedeutung unserer Sparkasse

für die Region über viele Jahrzehnte mit ihren ganz

unterschiedlichen Herausforderungen zum Ausdruck

bringen. Im Laufe unserer 200-jährigen Geschichte sind

intensive und vertrauensvolle Partnerschaften entstanden.

Ihnen, unseren Kunden und Geschäftspartnern, danken

wir für Ihre Verbundenheit und für die gute Zusammenarbeit.

Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln. Gerade in turbulenten

Zeiten an den Finanzmärkten kommt dem – wie die

aktuelle Entwicklung zeigt – besondere Bedeutung zu.

Erfolgreich wirtschaften und verantwortlich handeln

sind zwei Hauptkomponenten unserer Unternehmensphilosophie.

Verantwortliches Handeln für die Kunden,

die Mitarbeiter, die Träger und das Gemeinwohl ist ein

wesentlicher Faktor für unseren nachhaltigen wirtschaftlichen

Erfolg.

Unsere Orientierung an den Bedürfnissen des Kunden

gilt für die Privatkunden ebenso wie für die Wirtschaft

und die Kommunen. Mit 42 Geschäftsstellen sind wir

überall vor Ort in unserem Geschäftsgebiet. Das schafft

optimale Voraussetzungen für die persönliche und individuelle

Beratung. In dem vorliegenden Geschäftsbericht

repräsentieren ausgewählte Kunden unsere vielfältigen

Kundenbeziehungen. Für die Bereitschaft, sich mit Wort

und Bild zu erklären, bedanken wir uns sehr herzlich.

Wir danken unserem Verwaltungsrat und unserem Personalrat

für die vertrauensvolle und zielführende Zusammenarbeit

und ganz besonders unseren aktuell 870 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, die alle zum Erfolg ihrer

Sparkasse beigetragen haben.

Nicht der schnelle Erfolg zählt für uns – wir verfolgen eine

langfristig angelegte, verlässliche Geschäftspolitik ohne

ständige Strategiewechsel, um den Bürgern unserer Region

Georg Sellner

Roman Scheidel

Werner Meisel

Hans-Werner Erb

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

3


„Seit 200 Jahren unterstützt die Sparkasse

die Entwicklung unserer Heimat.

Das wird auch so bleiben.“

Landrat Alfred Jakoubek und Oberbürgermeister Walter Hoffmann

Kommunale Projekte, regionale Strukturentwicklung oder Sport,

Kultur und Soziales: Die Region zählt auf ihre Sparkasse.


Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

Sparkassen. Gut für Deutschland.

Sparkasse Darmstadt. Gut für die Region.

Sparkassen zwischen öffentlichem Auftrag und marktwirtschaftlicher

Ausrichtung – ein Widerspruch?

Am Anfang stand der Fürsorgegedanke. Als im frühen

19. Jahrhundert in Deutschland die ersten Sparkassen

ins Leben gerufen wurden, hatten ihre Gründer vor allem

eines im Sinn: den Spargedanken breit in der Bevölkerung

zu verankern. Dabei herrschte Einigkeit, dass ein so anspruchsvolles

und am Gemeinwohl ausgerichtetes Ziel

wie die Vermögensbildung wirtschaftlich schwacher

Schichten am ehesten durch eine kommunale Trägerschaft

der Sparkassen zu gewährleisten war. Aus dieser

frühen Zeit schon stammt die kommunal verankerte

öffentliche Rechtsform der meisten Institute – und damit

auch ihr öffentlicher Auftrag.

Dieser ist nach wie vor aktuell – auch wenn die Vermögensbildung

wirtschaftlich schwacher Schichten inzwischen

nicht mehr dominantes Ziel der Institute ist und

sich der öffentliche Auftrag im Laufe der Zeit gewandelt

hat. Heute besteht die Hauptaufgabe der Sparkassen

darin, Bevölkerung, Wirtschaft und Kommunen flächendeckend

mit qualitativ anspruchsvollen und bezahlbaren

Finanzdienstleistungen zu versorgen und damit ein

hohes Maß an Wettbewerbsintensität sicherzustellen.

Öffentlicher Auftrag und Gewinnerzielung – besteht zwischen

diesen beiden Prinzipien wirklich ein unüberbrückbarer

Gegensatz, wie es gelegentlich dargestellt wird?

So bezeichnet zum Beispiel der Bundesverband deutscher

Banken (BdB) bereits im Bericht „Banken 2000“

den öffentlichen Auftrag von Sparkassen als Gegenpol

einer marktwirtschaftlichen Ausrichtung: „Weil sich die

Geschäftstätigkeit der öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute

nicht am Ziel der Gewinnmaximierung orientiere,

gerieten die Marktgesetze außer Kraft.“

Unterminieren Sparkassen somit den marktwirtschaftlichen

Gedanken? Dass sich öffentlicher Auftrag und marktwirtschaftliche

Ausrichtung keineswegs ausschließen,

sondern einander bedingen, dafür gibt es hinreichend

Ansatzpunkte. Betriebswirtschaftlicher Erfolg ist nämlich

für die Sparkassen-Finanzgruppe, und damit auch für

unser Haus, eine geradezu notwendige Voraussetzung,

um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Der öffentliche

Auftrag entbindet die Sparkassen keineswegs von der

Notwendigkeit, erfolgreich zu wirtschaften – sie haben als

Wettbewerbsunternehmen in einer marktwirtschaftlich

geprägten Wirtschaftsordnung gar keine andere Wahl.

Ohne rentables Geschäftsmodell könnten sie zudem ihre

vielfältigen Aufgaben nicht adäquat wahrnehmen. Auch

Sparkassen wollen, ja sie müssen deshalb Gewinn machen.

Die Sparkassen beschreiten demnach einen erfolgreichen

Mittelweg zwischen Wettbewerb und Verantwortung

für Gesellschaft und Region. Dieser Weg hat sich

bewährt – auch unter wirtschaftlichen Aspekten. So haben

die Sparkassen in den vergangenen Jahren bei wichtigen

Ertragskennzahlen deutlich besser als die privaten Großbanken

abgeschnitten.

6


Was unterscheidet Sparkassen von ihren

Wettbewerbern im Markt?

Sparkassen müssen sich wie andere Kreditinstitute im

Markt bewähren. Auch für Sparkassen gilt deshalb der

Grundsatz der Leistungsgesellschaft – aber einer mit

menschlichem Antlitz. Die Berater in den Sparkassen

schätzen ihre Kunden als Mensch und Partner, mit denen

eine dauerhafte Geschäftsbeziehung zum gegenseitigen

Nutzen angestrebt wird. Dies bildet die Grundlage des

einzigartigen Vertrauens, das die Menschen in Deutschland

mit ihren Sparkassen verbindet. Aber auch im Zweck

der unternehmerischen Tätigkeit wird ein Unterschied

zu den Wettbewerbern deutlich: Sparkassen setzen ihren

Geschäftserfolg nicht zu Gunsten von anonymen oder

wenigen Anteilseignern, sondern für die örtliche Gemeinschaft

ein. Es geht ihnen um mehr als darum, eine möglichst

hohe Rendite zu erzielen. Die besondere Geschäftsphilosophie

der Sparkassen basiert auf der Orientierung

an den Menschen, am Gemeinwohl und einer festen

Bindung an die jeweilige Kommune im Geschäftsgebiet.

Gemeinwohlorientierte Geschäftsphilosophie

genießt großes Vertrauen

Die Menschen in Deutschland und damit auch in unserer

Region müssen mehr Verantwortung für ihre finanzielle

Vorsorge übernehmen. Dabei benötigen sie faire, persönliche

Beratung, bedarfsgerechte Angebote und einen

Partner aus der Kreditwirtschaft, dem sie voll und ganz

vertrauen können. Für einen großen Teil der Bevölkerung

sind die Sparkassen diese Partner. Über 40 % der Einwohner

unseres Geschäftsgebietes haben ihre Bankverbindung

bei der Sparkasse Darmstadt.

Die Orientierung der Sparkassen am Gemeinwohl

ist notwendig und zeitgemäß.

Ja

78 %

Nein

16 %

keine Angabe

6%

Es ist vor allem die besondere gemeinwohlorientierte

Geschäftsphilosophie der Sparkassen, die Vertrauen und

Zuverlässigkeit vermittelt. Sparkassen sind dem Wohlstand

ihrer Region und den Menschen verpflichtet, die

dort leben und arbeiten. Die Menschen in Deutschland

schätzen die besondere Geschäftsphilosophie der Sparkassen.

78 % sind nach den Ergebnissen einer im Herbst

2006 durchgeführten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts

Forsa der Auffassung, es sei notwendig und

zeitgemäß, dass Sparkassen sich am Gemeinwohl orientieren.

Basis: Alle Befragten n = 1000 Quelle: Forsa 2006

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

7


„Mit der richtigen Strategie lässt sich viel gewinnen.

Dabei hat es mal mit 200 Mark angefangen.“

Familie Stein ist seit Jahrzehnten Kunde der Sparkasse.

Vermögensaufbau, Rücklagen für die Ausbildung oder private

Altersvorsorge: Die Bürger der Region zählen auf ihre Sparkasse.


Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

Rechtzeitig „gegen-Steuern“.

Am 1. Januar 2009 tritt die Abgeltungsteuer in Kraft, doch

nur wenige Anleger sind bereits für die kommenden Veränderungen

gerüstet.

Wer für 19 EUR nach Paris, London oder Rom fliegen will,

muss sich frühzeitig um entsprechende Angebote bemühen:

Denn die gibt es meist nur lange im Voraus. Ähnlich

ist das bei der Geldanlage. Nur wer rechtzeitig die richtigen

Investments „bucht“, kann sich langfristig Vorteile

sichern.

Das gilt besonders im Hinblick auf den 1. Januar 2009,

denn dann ändern sich wichtige „Spielregeln“. Mit Einführung

der Abgeltungsteuer wird für die meisten Kapitaleinkünfte,

wie zum Beispiel Zinsen oder Dividenden, ein

einheitlicher Steuersatz fällig: 25 % der Einnahmen – zuzüglich

Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer

– werden direkt an der Quelle einbehalten, etwa

von der depotführenden Bank. Zu versteuern sind die

Einkünfte, sobald sie den Sparer-Pauschbetrag von 801

EUR für Alleinstehende, beziehungsweise 1.602 EUR für

Zusammenveranlagte überschreiten.

Eine weitere wichtige Änderung: Bislang bleiben Kursgewinne

von Wertpapieren nach einem Jahr Haltedauer

steuerfrei. Diese Regel entfällt ab 2009. Allerdings gibt

es für die meisten Wertpapiere, wie beispielsweise Aktienfonds

einen Bestandsschutz für Altanlagen. Wer diesen

nutzt, muss nach zwölf Monaten Haltedauer weiterhin

keine Abgeltungsteuer auf Kursgewinne zahlen – selbst

wenn er die Wertpapiere erst Jahre später verkauft. Wie

sich die Abgeltungsteuer auswirkt, zeigt die untenstehende

Beispielrechnung.

Neben den steuerlichen Aspekten gilt es aber auch den

Anlagezeitraum sowie das individuelle Chance-/Risiko-

Profil zu berücksichtigen. Bei der Analyse geeigneter

Anlagen helfen unsere Beraterinnen und Berater. Wir erläutern

Ihnen gerne die Auswirkungen der Abgeltungsteuer

und loten gemeinsam mit Ihnen aus, wie sich das

Ergebnis Ihres Depots optimieren lässt.

Was auf die Anleger zukommt ...

(Beispielrechnung* zur Abgeltungsteuer für einen reinen Aktienfonds bei

einem Anlagezeitraum von zehn Jahren)

Aktienfonskauf am: 31.12.2008 5.1.2009

Einmalanlage von: 10.000 Euro 10.000 Euro

Wert nach 10 Jahren: 21.589,25 Euro 21.589,25 Euro

Gewinn nach Verkauf: 11.589,25 Euro 8.691,94 Euro

(* Das Ergebnis der Beispielrechnung stellt keine Prognose oder Garantie

dar und basiert auf hypothetischen jährlichen Renditen in Höhe von

acht Prozent (reine Kursgewinne). Steuerpflichtige Dividendenerträge sind

nicht berücksichtigt, lediglich die Abgeltungsteuer ohne Solidaritätszuschlag

und Kirchensteuer.)

10


Wenn Unfall oder Krankheit

das Aus im Job bedeuten.

Es kann ganz schnell gehen. Plötzlich diagnostiziert der

Arzt eine Allergie und teilt mit, dass man seinen Beruf

nicht mehr ausüben kann. Von heute auf morgen gehen

damit Arbeit, Einkommen, die Basis der Existenz verloren.

Dann hilft über das soziale Netz hinaus nur eine gute

Berufsunfähigkeitsversicherung.

Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist größer als allgemein

bekannt: Bereits heute trifft es jeden Vierten! Das

Risiko wird meist unterschätzt, denn viele denken, dass

Berufsunfähigkeit nur als Folge eines Unfalls auftritt. In

über 90 % aller Fälle ist der Grund für das berufliche Aus

jedoch eine Krankheit.

Staatliche Hilfe genügt meist nicht –

Berufsunfähigkeitsversicherung schließt Lücke

Im Zuge der Rentenreform wurde die Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente

vom Gesetzgeber durch die so genannte

Erwerbsminderungsrente ersetzt. Diese beträgt

im Höchstfall 46 % des letzten Nettogehalts und durchschnittlich

651 EUR im Monat für Frauen bzw. 748 EUR

im Monat für Männer. Besonders hart trifft es die Jahrgänge

ab 1961. Egal welchen Beruf man erlernt hat, vor

dem Gesetz entscheidet nur, ob man irgendwie auf dem

Arbeitsmarkt noch einsetzbar ist, bevor man diese Rente

überhaupt erhält. Anders bei älteren Arbeitnehmern: Bei

ihnen wird auf den bisherigen Beruf Rücksicht genommen.

Berufsanfänger haben während der ersten fünf Jahre im

Normalfall keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente.

Unabhängig davon, zu welcher Gruppe von Arbeitnehmern

man gehört, mit dieser Rente kann man keine großen

Sprünge machen. Dennoch sind nur etwa 12 % aller

Berufstätigen gegen Berufsunfähigkeit versichert. Wir

empfehlen eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung

in Verbindung mit einer Risiko-, Lebens- oder Rentenversicherung.

So können Sie sich absichern und zugleich

Vermögen für den Ruhestand bilden. Hat man für das

Alter bereits vorgesorgt, kann man auch eine selbstständige

Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Dreimal „sehr gut“ für die Berufsunfähigkeitsversicherung

unseres Partners, die SV SparkassenVersicherung

Bereits seit mehreren Jahren werden den Berufsunfähigkeitsprodukten

der SV Sparkassen-Versicherung regelmäßig

von unabhängigen Stellen die Qualitätsurteile „sehr

gut“ bescheinigt. So auch in 2007: Im Finanztest (7/2007)

untersuchte die Stiftung Warentest 92 Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen

und gab dem Tarif Top-BUZ

der SV Lebensversicherung die Note „sehr gut“. Damit

kam sie zu dem gleichen Ergebnis wie die Versicherungs-

Ratingagentur Morgen & Morgen, die bereits in 3/2007

diese Wertung vergab. Zudem fand sie die Top-SBV ebenfalls

„sehr gut“. Dies ist eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung

der

SV Lebensversicherung.

Im März 2008 bestätigte

Morgen & Morgen erneut

diese Bewertung.

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

11


„Über 200 Veranstaltungen im Jahr. Da müssen

auch unsere Azubis mit anpacken.“

Georg Volz, Metzgerei und Partyservice, Darmstadt

Investitionskredite, Förderprogramme oder Kapitalanlagen:

Die Mittelständler der Region zählen auf ihre Sparkasse.


Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

Verlässliche Geschäftspolitik

zugunsten des Mittelstandes.

Aufgrund unserer lokalen Verankerung haben wir ein

besonderes Interesse, die wirtschaftliche Entwicklung in

unserer Region zu fördern. Nicht nur in Zeiten des Aufschwungs,

sondern auch in wirtschaftlich schwierigeren

Zeiten haben wir unsere Geschäftspolitik zugunsten des

Mittelstandes fortgeführt und Kredite an die kleinen und

mittleren Unternehmen vergeben.

Die positive Entwicklung im Bereich unserer Darlehensfinanzierung

bestätigt unser Handeln. Insgesamt konnten

wir im Geschäftsjahr 2007 an Unternehmen und Selbstständige

102,8 Mio. EUR (plus 4,3 %) mittel- und langfristige

Darlehensfinanzierungen neu zusagen. Ungeachtet

hoher Tilgungen erhöhte sich der Bestand an Unternehmerkrediten

insgesamt auf 995,3 Mio. EUR (plus 5,1 %).

Damit ist es uns gelungen, unsere führende Position bei

der Finanzierung von Unternehmen zu behaupten.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Berater?

Unsere Unternehmerkunden sind es!

Beratungs- und Servicequalität sowie Vertrauen sind zentrale

Wettbewerbsfaktoren, die immens wichtig für Kreditinstitute

sind – so auch für unsere Sparkasse. Um diese

entscheidenden Faktoren bei unseren Unternehmerkunden

zu messen, haben wir uns im 1. Quartal 2008 an einem

Befragungsprojekt, das vom Sparkassen- und Giroverband

Hessen-Thüringen (SGVHT) und dem Marktforschungsunternehmen

psychonomics AG durchgeführt wurde, beteiligt.

Besonders erfreut waren wir darüber, dass wir von unseren

Kunden durchweg sehr positive Noten erhielten. Auch

im Vergleich mit anderen Sparkassen ist unser Haus mit

der Unternehmerkundenbetreuung durchweg auf einem

Top-Platz zu finden. So wurden die Fragen nach der Zufriedenheit

und Qualität jeweils mit über 90% positiv bewertet.

Wir unterhalten viele jahre-, oft jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen

zu unseren Unternehmerkunden. Deshalb

können wir die wirtschaftliche Situation der Unternehmen

besonders gut einschätzen. Unsere Nähe zu den Kunden

erlaubt es uns auch, kreditwirtschaftliche Entscheidungen

für ein mittelständisches Unternehmen nicht nur nach

Aktenlage und betriebswirtschaftlichen Kennziffern, sondern

auch anhand persönlicher Erfahrung zu treffen.

Bestärkt durch diese hervorragenden Ergebnisse werden

wir auch in Zukunft alles daransetzen, mit vollem Engagement

für unsere Unternehmerkunden das Optimum an

Beratungsleistung und -qualität zu erzielen.

Wertungen: „Gut“ bis „Ausgezeichnet“

Gesamtzufriedenheit

93 %

Kundenbindung

Verständlichkeit der Beratung

Kompetenz

97 %

93 %

95 %

in %

50 100

Zielgruppenrepräsentative Kundenbefragung der Sparkasse Darmstadt,

der psychonomics AG und des Sparkassen- und Giroverbands Hessen-Thüringen

14


Unternehmensnachfolge erfolgreich planen.

Etwa 300.000 erfolgreiche mittelständische Unternehmer

suchen in den nächsten Jahren einen Nachfolger. Vier

Millionen Arbeitsplätze sind davon betroffen. Jedes vierte

Unternehmen muss schließen, weil es keine Regelung für

die Nachfolge getroffen hat oder nicht gut vorbereitet ist.

Der anstehende Generationswechsel ist dabei mit sehr

vielen und ganz unterschiedlichen Fragen verbunden.

Auch die Nachfolge innerhalb der eigenen Familie ist

heute nicht mehr selbstverständlich. Um die Herausforderungen

zu meistern, die an den Übergeber und den Nachfolger

gestellt werden, ist eine frühzeitige Vorbereitung

auf den Führungswechsel unerlässlich.

Nur wer den Prozess der Nachfolge klar strukturiert

und alle juristischen, steuerrechtlichen und finanziellen

Aspekte rechtzeitig klärt, ist für die Zukunft gerüstet.

Neben der beratenden und finanziellen Begleitung bestehender

Unternehmen, dem Engagement im Bereich der

Existenzgründungsberatung und -finanzierung ist uns

die Sicherung der Unternehmensnachfolge ein besonderes

Anliegen. Als verlässlicher Kreditgeber tragen wir mit

einer fachkompetenten Beratung zum Gelingen vieler

Unternehmensübergaben bei.

Bei Bedarf stehen auch Spezialisten für Eigenkapital ersetzende

Mittel wie Mezzanine- und Beteiligungskapital

zur Verfügung.

Während der Nachfolger eine fundierte Finanzplanung für

das Unternehmen benötigt, ist für den ausscheidenden

Unternehmer auch die Planung seiner Altersvorsorge

ein wichtiger Aspekt. Hier finden unsere Unternehmerkundenberater

gemeinsam mit unseren Betreuern aus dem

VermögensManagement individuelle Lösungen.

Existenzgefährdende Rsiken absichern

Neben dem Finanzierungsaspekt ist die Absicherung des

Unternehmens gegen existenzgefährdende Risiken notwendig.

Gerade hier fehlt Unternehmern häufig die Zeit

und Kapazität, sich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen.

Die Bewertung und Einschätzung der Risiken ist

eine wesentliche Aufgabe des Unternehmers. Wichtig

ist deshalb gemeinsam mit unseren hauseigenen Versicherungsspezialisten

zu analysieren, welche Risikosituation

jeweils vorliegt. Mit unsem Verbundpartner

SparkassenVersicherung bieten wir branchenspezifische

Lösungen an.

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007 15


„200 Kartenzahlungen in 2 Stunden

sind kein Problem für unsere Produkte.“

Jörg Pauly, Geschäftsführer der REA CARD, Mühltal

Moderner Zahlungsverkehr, Cash-Management oder Auslandsgeschäfte:

Die Firmen der Region zählen auf ihre Sparkasse.


Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

Finanzielle Spielräume erweitern.

Die Idee eines Science-Fiction-Autors begeistert heute

die Welt. 1887 entwarf der Schriftsteller Edward Bellamy

das Bild einer Welt, in der die Menschen statt mit Bargeld

mittels „Kreditkarten“ bezahlen konnten. Was damals

schrille Zukunftsmusik war, ist seit Mitte des letzten Jahrhunderts

Wirklichkeit. Die Idee, eine Karte zu kreieren,

mit der man ohne Bargeld bezahlen kann, faszinierte die

Menschen. So brachte 1951 die Franklin Bank in New York

die erste MasterCard heraus.

Heute zahlen die Menschen an

über 25 Millionen Akzeptanzstellen

in mehr als 210 Ländern rund um

den Globus mit der MasterCard. Man kann damit Bargeld

abheben, Autos mieten, im Internet einkaufen und vieles

mehr. Die Sparkasse Darmstadt hat zum abgelaufenen Geschäftsjahr

2007 rund 18.000 MasterCards an ihre Privatund

Unternehmerkunden ausgegeben.

Zur großen Beliebtheit der Karte hat neben den umfangreichen

Zusatzleistungen und der großen Bequemlichkeit

auch das hohe Maß an Sicherheit geführt. Anders als beim

Bargeld ist bei Verlust oder Diebstahl der MasterCard

noch nichts verloren. Bei rechtzeitiger Sperrung entstehen

dem Karteninhaber keinerlei Kosten. Im ungünstigsten

Fall – d. h. Missbrauch durch Dritte bei versäumter

Sperrung – haftet dieser mit maximal 50 EUR.

Dabei wurde das Leistungsspektrum der Karte ständig

erweitert und so weit individualisiert, dass jeder Kartennutzer

eine MasterCard bekommen kann, die seinen

Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Neben den

Privat-kundenvarianten MasterCard Gold und Standard

wurde mit der MasterCard X-Tension ein spezielles Angebot

für Studenten und Auszubildende geschaffen, das

sich seit seiner Einführung im Jahr 2002 durch seine

Zusatzleistungen Auslandsreisekrankenversicherung und

internationaler Studentenausweis bei unseren jungen

Kunden wachsender Beliebtheit erfreut.

MasterCard Business

Im September 2007 hat die Sparkasse Darmstadt ihr

Kreditkartenportfolio um die MasterCard Business erneut

erweitert. Das Angebot richtet sich an Unternehmerkunden,

die damit bequem und flexibel ihre Firmenausgaben

und Geschäftsreisen begleichen können. Neben einem

erweiterten Zahlungsziel zeichnet sich die Karte durch

ein umfangreiches Versicherungspaket speziell für Dienstreisen

aus. Innerhalb weniger Monate haben unsere Unternehmerkunden

bereits über 450 MasterCard Business-

Cards nachgefragt.

MasterCard Kreditkartenportfolio der Sparkasse Darmstadt

per 31.12.2007

MasterCard Gold

MasterCard Business

4.951

463

MasterCard X-Tension

1.739

MasterCard

10.830

18


Electronic-cash-Zahlungen auf dem Vormarsch.

Bisher wurden die Deutschen als ein Volk der Barzahler

bezeichnet. Dies ist ein zweifelhaftes Prädikat für eine

Technologie- und Wissenschaftsnation. Die positive

Entwicklung der bargeldlosen Umsätze im Einzelhandel

gibt Grund zur Hoffnung.

Beschleunigt wurde die Erfolgsstory des bargeldlosen

Bezahlens durch den Strategiewechsel der großen Discounter.

Noch vor wenigen Jahren „lachte“ dort nur Bargeld.

Hohe Geldbewirtschaftungs- und Versicherungskosten

sowie ein verändertes Verbraucherverhalten haben

gerade die Discounter dazu bewogen, konsequent auf

das Zahlen mit Karte zu setzen.

Im Jahr 2007 wurde mit 1,4 Milliarden electronic-cash-

Transaktionen eine Steigerung um 16,3 % gegenüber

dem Jahr 2006 erzielt. Der überwiegende Anteil stammt

dabei mit 73 % aus dem Segment Handel. Hier ist im

Jahr 2007 mit einer Milliarde Transaktionen wieder eine

deutliche Steigerung um 20,8 % zu verzeichnen.

Natürlich dürfen diese rasanten Steigerungsraten nicht

den Blick davor verschließen, dass im Einzelhandel mehrheitlich

noch mit Bargeld bezahlt wird. Lag der Anteil

der Bargeldzahlungen in 2006 bundesweit bei 62,4 %,

so geht eine Prognose für 2007 von 60,9 % aus.

Electronic-cash-Transaktionen 1997 – 2007

2007

2005

2003

1.365

971

619

2001

1999

1997

490

342

226

Anzahl

200 400 600 800 1.000 1.200 1.400

Quelle: ZKA/DDV/S-CARD Service

Die noch schlummernden Potentiale zu heben ist Aufgabe

unserer Fachberater im Medialen Vertrieb gemeinsam

mit den Unternehmen des Einzelhandels. Dabei gibt es

durchaus Grund zur Annahme, dass sich der Anteil der

Barzahler in den nächsten zehn Jahren halbieren wird.

Eine EHI-Studie (Forschungs- und Bildungsinstitut für den

Handel) zur Kartenzahlung ergab, dass nur 49,5 % aller

Barzahler sich ausschließlich auf diese eine Zahlungsart

festgelegt haben. Die andere Hälfte sieht hier eher eine

Entscheidung von Fall zu Fall.

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

19


„Weit über 200 Mitglieder helfen uns aktiv,

damit wir uns um den Schutz von Kindern

kümmern können.“

Ulrike Bonitz-Reus und Astrid Zilch, Kinderschutzbund Darmstadt

Spenden, Stiften oder Sponsoring: Die Vereine

der Region zählen auf ihre Sparkasse.


Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns. Verleihung Ludwig-Metzger-Preis 2008

Die Region zählt auf uns.

Diese Aussage ist zentraler Bestandteil unseres visuellen

Auftritts im Jubiläumsjahr. Neben der kreditwirtschaftlichen

Versorgung kommt hier insbesondere unserer

gesellschaftlichen Verantwortung eine herausragende

Bedeutung zu. Mit unserem Engagement tragen wir aktiv

dazu bei, die Lebensqualität in unserer Region vielfältig

zu steigern.

Oft wird gesellschaftliches Engagement von Unternehmen

auf rein finanzielle Leistungen reduziert. Sicherlich

ist dies bei international agierenden Firmen auch nicht

anders möglich, im Gegensatz zu den regional aufgestellten

Sparkassen mit Fokussierung auf ihr Geschäftsgebiet.

Dabei legen wir als Sparkasse besonderen Wert auf die

Identifikation unserer Mitarbeiter mit der Region, die sich

u. a. im ehrenamtlichen Engagement vieler unserer Mitarbeiter

widerspiegelt. Die geringe Fluktuation innerhalb

der Mitarbeiterschaft und die somit lange Unternehmenszugehörigkeit

sorgen dafür, dass unsere Mitarbeiter die

Region sehr gut kennen und mit ihr verwachsen sind.

Die drei S der Sparkasse

Sponsoring, Spenden, Stiftung

Sponsoring

Natürlich spiegelt sich das gesellschaftliche Engagement

unserer Sparkasse auch in Zahlen und Aktivitäten wider.

Im Sponsoring legen wir Wert auf ein breites Spektrum

bestehend aus Sport, Jugend und Familie, Kultur und

Wissenschaft. Gerade im Sport setzen wir mit der Förderung

des Sportabzeichens in Schulen auf den Breitensport

und nicht auf die Eliteförderung. Insbesondere

kleinen Vereinen helfen wir mit unserem Sponsoring bei

der Durchführung ihrer Veranstaltungen.

Spenden

Mit zahlreichen Spenden fördern wir kulturelle und soziale

Zwecke in unserem Geschäftsgebiet. Hier können

wir direkt helfen und so viele Vereine und Einrichtungen

bei deren täglicher Arbeit unterstützen. Diese Spenden

erfolgen oft, ohne dass sie durch die Öffentlichkeit wahrgenommen

werden.

2001: 50,4

2000: 33,8

1999: 28,1

1998: 23,5

1997: 13,3

1996: 1,0

Entwicklung PS-Los-Zweckertrag

1996 – 2007

in TEUR

2002: 50,1

2003: 53,3

2004: 67,5

2005: 71,6

2006: 76,0

2007: 226,0

Ludwig-Metzger-Preis

Mit der Verleihung des Ludwig-Metzger-Preises seit

1999 würdigen wir das herausragende Engagement von

Vereinen, Institutionen und weiteren Organisationen

mit gemeinnütziger Zielsetzung. Mit einem diesjährigen

Dotationskapital – gespeist aus der Kunden-Lotterie

„PS-Los-Sparen“ – von über 75.000 EUR konnten viele

Preisträger und Anerkennungspreisträger nachhaltig

gefördert werden. In den vergangenen zehn Jahren konnten

so mehr als 690.000 EUR ausgeschüttet werden.

22


Entwicklung des Stiftungskapitals

2003 – 2007

EUR

5 Mio.

5,031

Stiftung

Zum 175-jährigen Jubiläum gegründet, kommt unserer

Jubiläumsstiftung im Jahr 2008 – unserem 200-jährigen

Bestehen – eine ganz besondere Bedeutung zu. Durch

Zustiftungen in den beiden vergangenen Jahren verfügt

die Jubiläumsstiftung nun über ein Stiftungskapital von

5.000.000 EUR. Dieses erhöhte Stiftungskapital steht der

Region dauerhaft zur Verfügung und lässt eine nachhaltige

Spendenvergabe zu.

Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Förder-

4 Mio.

maßnahmen der Jubiläumsstiftung neue Schwerpunkte

gesetzt. Dabei handelt die Stiftung nach der Maxime:

Bewährtes zu behalten und Neues hinzuzufügen. Das

3 Mio.

2,631

heißt, dass wie bisher die bekannten Bereiche gefördert

werden, daneben das große Thema „Bildung und Wissenschaft“

im Stiftungszweck neu positioniert wird. Dabei ist

2 Mio.

angedacht, die Aus- und Fortbildung an Schulen – u. a. in

Form der Ausschreibung von Projekten oder der Anschaf-

1 Mio.

1,128

1,128

1,131

fung geeigneter Unterrichtsmedien – zu fördern. Auf dem

Gebiet der Wissenschaft ist geplant, Forschungsvorhaben

und wissenschaftliche Arbeiten, die der Förderung der

Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft dienen,

zu unterstützen bzw. Preise auszuloben mit der Zielsetzung,

den Ruf des Hochschul- und Technologiestand-

2003

2004 2005 2006 2007

ortes zu stärken und weiter auszubauen.

Seit 2007 verfügt die Jubiläumsstiftung

über ein Stiftungskapital von

über 5 Millionen EUR.

Weitere Informationen zum Ludwig-Metzger-Preis und

der Jubiläumsstiftung finden Sie auf unserer Internetseite

unter www.sparkasse-darmstadt.de.

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

23


„200 Jahre Sparkasse Darmstadt sind ein

Spiegel der regionalen Geschichte.“

Dr. Peter Engels, Leiter des Stadtarchivs Darmstadt

Vor 200 Jahren gründete Großherzog Ludewig I. die Ersparungs-

Kasse zum Wohle der hiesigen Einwohner. Dieses Ziel war, ist und

bleibt die zentrale Aufgabe der Sparkasse.


Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

Von Pfandhäusern und Ersparniskassen –

die Geschichte der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt.

Die Sparkassen entstanden seit dem frühen 19. Jahrhundert

aus zwei Wurzeln, den Leih- und Pfandhäusern, in

denen sich Menschen ohne Vermögen Geld zu niedrigen

Zinsen gegen Hinterlegung von Pfändern beschaffen

konnten, und den eigentlichen Ersparniskassen, in denen

man seinen Spargroschen anlegen und aus eigenen

Mitteln Rücklagen zur Vermeidung von Armut bilden

konnte. Der gemeinnützige Charakter dieser Institutionen,

die meist an eine staatliche oder kommunale

Verwaltung angebunden waren, unterschied

sie wesentlich von den sich parallel entwickelnden

privatwirtschaftlichen Geschäftsbanken und auch

von den später entstehenden Genossenschaftsbanken.

In einer Zeit fehlender sozialer Absicherung der

Bevölkerung erfüllten die Sparkassen und Leihhäuser

auch eine soziale Funktion und waren deshalb meist

Bestandteil der Armenfürsorge-Verwaltung.

Die Gründung 1808

Auch in Darmstadt wurde aus der Überlegung heraus,

Geldbedürfnisse der ärmeren Bevölkerung zu decken und

sie vor Zinswucher zu bewahren, im Juli 1807 ein amtliches

Pfandhaus gegründet, das unter der Aufsicht der

staatlichen Polizeideputation stand. Die schnelle Entwicklung

dieses Hauses zeigte, wie sehr es dem Zeitbedürfnis

entgegenkam. Einige Bürger der Stadt streckten

dem Pfandhaus Geldsummen als Fonds für die Kreditvergabe

vor. Bis Ende 1822 waren 315.959 Gulden auf

Pfänder entliehen, Pfänder im Wert von 288.090 Gulden

wieder eingelöst. Durch Verordnung Großherzog Ludewigs

I. vom 28.10.1808 wurde das Pfandhaus mit einer

Ersparungskasse verbunden. Diese Verordnung ist die

Gründungsurkunde der heutigen Stadt- und Kreis-

Sparkasse Darmstadt. Dort heißt es: Da es bisher dem

unvermögenden Theil der hiesigen Einwohner, welche

von ihrem geringen Verdienst für die Zeit des größern

Bedürfnisses nur wenig zurücklegen können, an einer

In einer Zeit fehlender sozialer Absicherung der

Bevölkerung erfüllten die Sparkassen und Leihhäuser

auch eine soziale Funktion und waren deshalb meist

Bestandteil der Armenfürsorge-Verwaltung.

Gelegenheit fehlte, das Ersparte sicher und mit Vortheil

auszulehnen, da sie dieß eben deßwegen öfters unbenutzt

liegen lassen ... so finden wir uns bewogen, zur

Verhüthung dieser Nachtheile, und zur Beförderung der ...

nöthigen Sparsamkeit Folgendes zu verordnen: Mit dem

nun eröffneten Pfandhaus soll eine Ersparungs-Kasse ...

verbunden werden ... Diese Kasse ist vorzüglich Gesellen,

Dienstboten, Taglöhnern und dergleichen Personen

bestimmt.

Angenommen wurden Beträge bis höchstens 40 Gulden

im halben Jahr und mit 4 % verzinst. Die Gründung

der Sparkasse war demnach ein Akt der „Selbsthilfe der

Bürger“, um gewisse soziale Missstände zu mildern oder

gar zu beseitigen. Ärmere Bewohner konnten ihre Notgroschen

Zins bringend anlegen, um in Fällen von Arbeitslosigkeit,

Krankheit und Not, aber auch im Alter durch

Selbsthilfe einigermaßen geschützt zu sein. Aber nicht

nur die ärmeren Schichten, auch besser gestellte Bürger,

26


2

1 Sparkassengebäude Hügelstraße/

Ecke Schützenstraße, errichtet 1890 von

Stadtbaumeister Stephan Braden

2 Kassenhalle der Städtischen Sparkasse

Darmstadt, wohl 1938

1

mildtätige Stiftungen, sogar öffentliche Kassen legten

ihr Geld bei der Sparkasse festverzinslich an, zumal der

Höchstanlagebetrag von 40 Gulden allmählich angehoben

wurde und diese Obergrenze schließlich ganz wegfiel.

Die Gründung der Sparkasse war demnach ein

Akt der „Selbsthilfe der Bürger“, um gewisse soziale

Missstände zu mildern oder gar zu beseitigen.

Entlassung in die Selbstständigkeit 1836

1833 gingen Pfandhaus und Sparkasse aus der staatlichen

Aufsicht in die Verwaltung der Stadt Darmstadt über.

Da es sich zeigte, dass die Verbindung beider Institutionen

auf die Dauer keine glückliche Lösung darstellte, betrieb

der Darmstädter Gemeinderat die Verselbstständigung

der städtischen Sparkasse, die durch die von Großherzog

Ludwig II. am 13.08.1836 genehmigte Satzung

vollzogen wurde. Die neue Sparkasse zu Darmstadt hatte

den Zweck, vorzugsweise den weniger vermögenden Einwohnern

der Stadt, mit Einschluss der hiesigen Dienstboten

und den hier arbeitenden Gesellen und Lehrlingen,

eine sichere Gelegenheit zu gewähren, allmählich Ersparnisse

verzinslich anzulegen und zu einem Capital anwachsen

zu lassen, heißt es in § 2 der Satzung. Die Leitung der

Sparkasse übertrug man einem siebenköpfigen ehrenamtlich

tätigen Verwaltungsrat und einem hauptamtlichen

Rechner. Am 08.02.1837 wurde die neue Sparkasse

im Alten Rathaus eröffnet und das erste Sparkassenbuch

ausgegeben. Die Kassenstunden, bei denen zwei Mitglieder

des Verwaltungsrats sowie der Rechner anwesend

waren, fanden mittwochs von 14.00 bis 17.00 Uhr statt.

Zum ersten Präsidenten des Verwaltungsrats bestimmte

man Ernst Emil Hoffmann, zum Stellvertreter den nachmaligen

Oberbürgermeister Justus Georg Kahlert. 1837

betrug der Bestand an Einlagen 190.000 Gulden, Ende

1839 waren es bereits 339.816, angelegt von 2.183 Sparern,

darunter 124 Beamte, 528 Gewerbetreibende und

Witwen, 1.186 Dienstboten und 345 Minderjährige. Die

Einlagen stiegen auf 38,6 Millionen Reichsmark im Jahr

1913, die sich auf 49.400 Sparkonten verteilten, um dann

durch Krieg und Inflationszeit auf 10.000 Rentenmark

im Januar 1924 zurückzugehen.

Erst Ende 1929 waren 22,4 Millionen Reichsmark wieder

erreicht, die auf über 40 Millionen im Jahr 1938 stiegen,

mehr als 82.000 Sparbücher waren damals ausgestellt.

1917 wurden erstmals verzinsliche Überweisungskonten,

1919 der bargeldlose Überweisungsverkehr eingeführt.

Erst seit dieser Zeit kann die Sparkasse Darmstadt Kontokorrentverkehr

abwickeln. Mit der Verwaltung von Kriegsanleihen

begann in diesen Jahren auch der Einstieg in

das Effekten- und Depotgeschäft.

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

27


3 4

Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

3 Sparkassenhauptstelle Rheinstraße/

Ecke Neckarstraße, 1950/51, mit Werbung für

die Möbel-Sparhilfe

4 Sparkasse an der Rheinstraße mit Werbung

für den Weltspartag am 30. Oktober 1953

Professionalisierung der Sparkassenarbeit

im 20. Jahrhundert

Eine „Exekutive“, d. h. ein Direktorium im heutigen Sinne

(Vorstand), hat es lange Zeit nicht gegeben. Dem Rechner

und dem aus den Mitgliedern des Verwaltungsrats bestimmten

Controlleur oblag die eigentliche ausführende

Arbeit, bei der aber auch weitere Verwaltungsratsmitglieder

ehrenamtlich mitwirkten. Im Jahr 1906 bestand

das gesamte hauptamtliche Personal der Sparkasse

Darmstadt aus dem Rechner, drei Buchhaltern, 12 Gehilfen

und einem Kassendiener. Erst im Jahr 1910 wurde das

Amt des ehrenamtlichen Vorsitzenden des Verwaltungsrats

von dem des hauptamtlichen Direktors getrennt.

Diese Trennung stellte eine Notwendigkeit dar, der man

sich nur zögernd beugte, die aber im Interesse eines reibungslosen

Ablaufs der Geschäfte nicht zu umgehen war.

Die Mitarbeiterzahl stieg beständig an, bis auf 106 im

Jahr 1942. Die Diensträume befanden sich zunächst

gemeinsam mit dem Pfandhaus im Krankenhaus in der

Im Jahr 1906 bestand das gesamte hauptamtliche

Personal der Sparkasse Darmstadt aus dem

Rechner, drei Buchhaltern, 12 Gehilfen und einem

Kassendiener.

Grafenstraße und wurden mit der Verselbstständigung

1837 ins Alte Rathaus verlegt. 1870 zog man in neue

Räume im städtischen Gebäude Waldstraße 6 (heute

Adelungstraße) um, die aber schon nach einigen Jahren

dem rasch anwachsenden Geschäftsbetrieb nicht mehr

genügten. Deshalb wurde ein Neubau Ecke Hügelstraße/

Schützenstraße errichtet, der 1890 bezogen werden konnte.

Nachdem aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums

auch dieses Gebäude nach wenigen Jahrzehnten nicht

mehr ausreichte und ein geplanter Erweiterungsbau durch

den Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhindert wurde,

bezog die Städtische Sparkasse 1929 das Gebäude der

ehemaligen Vereinsbank in der Rheinstraße 34 / Ecke

Neckarstraße; die Hauptstelle in der Hügelstraße wurde

damit 1930 zur ersten Zweigstelle. In demselben Jahr

wurde auch die Zweigstelle in der Bessunger Straße 48

eröffnet – 1888 hatte die Sparkasse mit der Eingemeindung

die 1872 gegründete Bessunger Spar- und Leihkasse

übernommen. Einige Jahre später kamen weitere Zweigstellen

in der Dieburger Straße und in Eberstadt hinzu.

Gründung der Stadt- und Kreis-Sparkasse

Nachdem die Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg

bereits große Schwierigkeiten bereitet hatte, zog die

Weltwirtschaftskrise ab 1930 die Städtische Sparkasse

Darmstadt in die allgemeine Banken- und Zahlungskrise

hinein, der beispielsweise die Darmstädter und Nationalbank

zum Opfer fiel. In den 1930er Jahren konnte sich die

Sparkasse von den Folgen der Weltwirtschaftskrise erholen,

war aber auch den Lenkungsmaßnahmen der Nationalsozialisten

unterworfen. Zum 01.01.1942 wurde das

Institut durch einen Erlass des Reichswirtschaftsministers

im Rahmen kriegswirtschaftlicher Maßnahmen durch

Zwangsfusion mit einigen Sparkassen des Landkreises

Darmstadt in eine Stadt- und Kreis-Sparkasse umgewandelt.

Den Vereinigungsvertrag unterzeichneten Oberbürgermeister

Wamboldt und Landrat Wolf. Im nunmehr

28


5 6

5 Sparkassenhauptstelle mit neuer Fassade

nach dem Umbau 1980

6 Historische Werbung der Sparkassen

auf den Landkreis ausgeweiteten Geschäftsgebiet kamen

die Hauptzweigstellen Pfungstadt, Ober-Ramstadt und

Roßdorf und weitere zehn Nebenzweigstellen hinzu.

Die Stadt- und Kreis-Sparkasse verwaltete nun einen

Einlagenbestand von rund 100 Millionen Reichsmark. Im

September 1944 wurden alle Darmstädter Sparkassengebäude

mit Ausnahme der Zweigstellen in Bessungen

und Eberstadt zerstört, die Geschäftsunterlagen weitgehend

vernichtet. In den ersten Jahren nach Kriegsende

erfolgte ein mühsamer Wiederaufbau. Aufgrund der

Währungsreform im Juni 1948 wurden aus 220 Millionen

Reichsmark an Einlagen 13 Millionen Deutsche Mark.

1949 konnte die wiederaufgebaute Hauptstelle in der

Rheinstraße eröffnet werden, 1951 erfolgte ein Erweiterungsbau,

aber bereits sechs Jahre später verlegte man

die Hauptstelle an den heutigen Standort am Luisenplatz.

1978 -80 und 1998 -2000 wurde die Hauptverwaltung

jeweils umgebaut und modernen Ansprüchen an den

Sparkassenbetrieb angepasst. Auch die Zweigstellen in

der Dieburger und Hügelstraße sowie in Bessungen

(1959 in die Heidelberger Straße 89 verlegt), Arheilgen

(1949 eröffnet) und Eberstadt waren wieder in Betrieb.

Inzwischen verfügt die Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt

über insgesamt 42 Geschäftsstellen mit fast 900

Mitarbeitern. Damit ist sie gleichzeitig einer der größten

Arbeitgeber Darmstadts. Die „modernen Zeiten“ im

Geschäftsverkehr Sparkasse begannen 1964 mit der Einführung

der elektronischen Datenverarbeitung, 1969

erfolgte die Einführung elektronischer Terminals an den

Kassen, 1980 wurde der erste Geldautomat in Betrieb

genommen, seit 1997 gibt es die Geldkarte. Der vorerst

letzte Schritt in der elektronischen Geschäftsabwicklung

Inzwischen verfügt die Stadt- und Kreis-Sparkasse

Darmstadt über insgesamt 42 Geschäftsstellen mit

fast 900 Mitarbeitern. Damit ist sie gleichzeitig einer

der größten Arbeitgeber Darmstadts.

ist das s-Direktangebot, das mehr als 30.000 Kunden

nutzen, indem sie ihre Bankgeschäfte online erledigen.

Die Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt heute

Als Partner des Mittelstands und der Kommunen beteiligt

sich die Sparkasse aktiv an lokalen und regionalen Entwicklungskonzepten

und unterstützt innovative Standortstrategien.

So hat sie sich am Aufbau des Technologieund

Innovationszentrums Darmstadt (TIZ) beteiligt. Auf

Initiative des Präsidenten der Technischen Universität

Darmstadt hat sie zusammen mit der Stadt Darmstadt

und der IHK Darmstadt die „Innovationsgesellschaft

Darmstadt mbH“ gegründet. Die Aufgabe der Gesellschaft

ist es, in der Region Darmstadt technologiebezogene

Unternehmensgründungen zu fördern. Zur regionalen

Verwurzelung des Instituts trägt auch die Jubiläumsstiftung

bei, die die Sparkasse aus Anlass des 175-jährigen

Bestehens 1983 für kulturelle und soziale Zwecke

ins Leben rief, und die seither eine Vielzahl von Projekten,

Institutionen und Veranstaltungen im Stadtgebiet und

im Landkreis fördert. Das Stiftungskapital wurde 2008 auf

5 Millionen EUR erhöht. Bei zahlreichen Sportveranstaltungen,

Vereins- und Schulaktivitäten tritt die Sparkasse

als Sponsor auf. Der Ludwig-Metzger-Preis und seit

neuestem der Darmstädter Musikpreis tragen ebenfalls

zum Förderkonzept bei und werden die Verwurzelung

der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt auch über das

Jubiläumsjahr 2008 hinaus sicherstellen.

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

29


10.02. Jugend musiziert

Getreu nach dem Motto „zeigen was man kann, wissen

wo man steht“, präsentierten sich Nachwuchstalente beim

Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“.

10.02.

12.02. Umbauten Geschäftsstelle Weiterstadt

Innovation, auch im Bezug auf Kundennähe, zeigte die Sparkasse

erneut mit zahlreichen Investitionen in den Um- bzw. Ausbau des

bestehenden Geschäftsstellennetzes.

Aktivitäten 2007

Geschäftsjahr 2007

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zusammen mit dem anhaltenden Aufschwung der Weltwirtschaft

ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2007 kräftig

gewachsen. Nach ersten Schätzungen des Statistischen

Bundesamtes legte das Bruttoinlandsprodukt um 2,5 %

zu. Das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft setzte

sich annähernd entsprechend dem Vorjahr fort. Dieser

Boom wirkte sich sehr positiv auf den Arbeitsmarkt

aus. Mit einem Anstieg der Erwerbstätigen um 650.000

(+ 1,7 %) sank die Zahl der Arbeitslosen seit Jahren erstmals

wieder merklich auf unter 4 Millionen. Die Kehrseite

des Booms zeigte sich in zunehmendem Preisdruck.

Trotz einer merklichen Verunsicherung auf den Finanzmärkten,

ausgelöst durch die Probleme am amerikanischen

Markt für Subprime-Hypothekenfinanzierungen,

hat sich die Krise noch nicht auf die Realwirtschaft in

Deutschland ausgewirkt. Wachstum, Investitionstätigkeit

und Beschäftigungszuwächse stiegen bis Ende 2007

weiter merklich an.

Auch die sehr wirtschaftsstarke Region Südhessen profitierte

von der positiven Entwicklung. Die Zukunftserwartungen

der Unternehmen bewegten sich weiterhin auf

hohem Niveau. Diese Entwicklung wurde, trotz des starken

Euros, durch die anhaltenden Exporterfolge gefördert.

Ebenso trugen das Erstarken der Industrie und der industrienahen

Dienstleistungen zu der günstigen konjunkturellen

Situation im Rhein-Main-Neckar-Raum bei.

Bei der Zinsentwicklung kam es im ersten Halbjahr 2007

zu einem leichten Anstieg. Die Europäische Zentralbank

(EZB) nutzte die gute Konjunktur, um die zuvor sehr niedrigen

Leitzinssätze durch zwei moderate Erhöhungen

um je 0,25 % zu normalisieren. Eine weitere bereits angedeutete

Erhöhung im Herbst 2007 wurde unterlassen.

Die Zinsanhebungen durch die Notenbank im ersten Halbjahr

2007 wurden von einem generellen Zinsanstieg über

alle Laufzeitbereiche begleitet. Im Sommer kamen die

ersten Meldungen zu der sog. „Immobilienkrise“ aus den

USA. Die Abschreibungen aus dem sog. „Subprime-Markt“

und in Folge auf strukturierte Produkte hatten im weiteren

Verlauf nahezu alle größeren Banken erfasst. Daraufhin

hat am Zinsmarkt wieder eine Wende zu niedrigeren

Zinsen stattgefunden. Verstärkt in Amerika (mehrere Zinssenkungen

durch die US-Amerikanische Zentralbank), jedoch

auch in Europa war das Zinsniveau wieder rückläufig

bei bisher unveränderten Zinsen der EZB. Zum Jahresende

herrschte ein inverses Zinsniveau .

Die Aktienmärkte konnten insbesondere in Deutschland

in 2007 kräftig zulegen. Kaum ein Analyst hatte dies in

diesem Maße vorausgesehen, wobei die Entwicklung

durch positive Daten aus den Unternehmen untermauert

wurde. Daher zeigten sich die Aktienmärkte in 2007 auch

noch unbeeindruckt von der Immobilienkrise.

Rechtliche Rahmenbedingungen der Sparkassen

Die Sparkasse Darmstadt ist eine mündelsichere, dem

gemeinen Nutzen dienende rechtsfähige Anstalt des

öffentlichen Rechts. Träger sind die Stadt Darmstadt und

der Landkreis Darmstadt-Dieburg. Sie unterstützen die

Sparkasse bei der Erfüllung ihrer Aufgaben mit der Maß-

30


12.02. 18.02.

18.02. KNAX Fasching on Ice

Rund 600 kostümierte KNAXianer

wetteiferten um das schönste

Kostüm anlässlich der „KNAX-

Fasching on Ice-Party“ in

der Darmstädter Eissporthalle.

gabe, dass ein Anspruch der Sparkasse gegen die Träger

oder eine sonstige Verpflichtung der Träger, der Sparkasse

Mittel zur Verfügung zu stellen, nicht besteht. Die Sparkasse

haftet für ihre Verbindlichkeiten mit ihrem gesamten

Vermögen. Darüber hinaus ist die Sparkasse dem

bundesweiten Sicherungssystem der Deutschen Sparkassenorganisation

und daneben dem Stützungsfonds

des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen

(SGVHT) angeschlossen.

Geschäftsentwicklung

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen

Die Bilanzsumme stieg um 99,4 Mio. EUR auf 3.546,5 Mio.

EUR. Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme und Eventualverbindlichkeiten)

erhöhte sich um 4,0 % auf 3.642,7 Mio.

EUR. Die Zunahme ist im Wesentlichen im Wachstum des

Kundengeschäfts begründet.

Eigenanlagen

Die Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche

Wertpapiere reduzierte sich um 110,0 Mio. EUR

auf 915,6 Mio. EUR. Die Aufteilung der Bestände nach

Restlaufzeiten stellt sich wie folgt dar: 90,2 % (Vorjahr

80,5 %) weisen kurze bzw. mittlere Restlaufzeiten mit

Fälligkeiten innerhalb der nächsten vier Jahre auf; 9,8 %

(Vorjahr 19,5 %) haben Restlaufzeiten im langfristigen

Bereich. Die Umschichtungen in kürzere Restlaufzeiten

fanden unter Berücksichtigung der erwarteten Zinsentwicklung

statt. Die Zugänge während des Jahres betrafen

fast ausschließlich Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Der

Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen

Wertpapieren betrug zum 31. Dezember 2007 88,4 Mio.

EUR (Vorjahr 107,8 Mio. EUR). Die Reduzierung des

Bestandes erfolgte vor dem Hintergrund der erwarteten

Marktentwicklung.

Kreditgeschäft

Das Kreditvolumen (inklusive Treuhandkredite und unwiderrufliche

Kreditzusagen) konnte im Geschäftsjahr um

69,7 Mio. EUR auf 2.048,0 Mio. EUR gesteigert werden.

Die darin enthaltenen Forderungen an Kunden erhöhten

sich um 43,4 Mio. EUR (2,4 %) auf 1.840,7 Mio. EUR. Das

Wachstum wurde insbesondere durch die Unternehmerkunden

getragen. Das Volumen der Kredit- und Darlehensneuzusagen

konnte im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 %

auf 376,2 Mio. EUR ausgeweitet werden.

Forderungen an Kunden

Veränderung

2007

2006

43,4

1.840,7

1.797,3

Mio. EUR

500 1.000 1.500 2.000

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

erhöhten sich um 17,6 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR.

Davon betreffen 2,3 Mio. EUR eine Beteiligung an der

Deutschen Sparkassen Leasing AG & Co. KG; 15,3 Mio.

EUR beträgt die Unterbeteiligung am Kommanditanteil

des DSGV öK an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe

mbH & Co. KG zum Erwerb der Landesbank Berlin

Holding AG.

Der Anteil der Eigenanlagen an der Bilanzsumme betrug

zum Bilanzstichtag 43,9 % (Vorjahr 43,4 %).

Einlagen von Kunden

Bei den Kundeneinlagen setzte sich der positive Trend

des Vorjahres fort. Die Kundeneinlagen einschließlich

Eigenemissionen der Sparkasse erhöhten sich um 104,7

Mio. EUR auf 2.363,6 Mio. EUR und entsprachen damit

66,7 % der Bilanzsumme. Die Anleger haben die moderate

Zinsentwicklung zum Anlass genommen, sich eher

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007 31


27.03. Ludwig-Metzger-Preis

Die Verleihung des Ludwig-Metzger-Preises 2007 übernahm der

Darmstädter Oberbürgermeister Walter Hoffmann, gemeinsam mit

dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Darmstadt Georg Sellner.

17.04. Wirtschaftsforum

Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas, das stets einen bedeuteden

Platz in der Weltgeschichte hat, stand beim Wirtschaftsforum der

Sparkasse Darmstadt im Blickpunkt.

27.03.

24.05. Spende Jubiläumsstiftung

Die Jubiläumsstiftung fördert seit vielen Jahren das ehrenamtliche

Engagement und unterstützte im Geschäftsjahr 2007 den Landkreis

Darmstadt-Dieburg mit der Anschaffung von zwölf Veranstaltungszelten.

Landrat Alfred Jakoubek und Vorstandsmitglied

Werner Meisel übergaben diese an die Bürgermeister der Städte

und Gemeinden.

Aktivitäten 2007

in kurz- und mittelfristigen Laufzeiten zu engagieren, hier

insbesondere im Anlagezeitraum bis zu zwei Jahren.

Die täglich fälligen Einlagen inklusive der Guthaben auf

den Geldmarktkonten („zins & cash“) reduzierten sich im

Berichtsjahr um 12,6 Mio. EUR (– 1,4 %) auf 879,1 Mio.

EUR. Die Gesamtposition Spareinlagen ging um 12,5 Mio.

EUR (Vorjahr + 20,0 Mio. EUR) auf 573,2 Mio. EUR zurück.

Auch die Zunahme im Bereich Zuwachssparen (+ 15,0 Mio.

EUR) konnte den Rückgang bei den übrigen klassischen

Spareinlagen nicht kompensieren. Der Bestand an Sparkassenbriefen

in Höhe von 290,4 Mio. EUR nahm deutlich

zu (Vorjahr 251,4 Mio. EUR). Ebenso gefragt waren Inhaberschuldverschreibungen;

die verbrieften Verbindlichkeiten

erhöhten sich um 17,7 % auf 309,9 Mio. EUR. Der

größte Zuwachs war im Bereich der Laufzeiten bis zu zwei

Jahren zu verzeichnen.

Einlagen von Kunden

Veränderung

2007

2006

104,7

2.363,6

2.258,9

Mio. EUR

500 1.000 1.500 2.000 2.500

Rücklagen

Im Jahr 2007 wurde ein Bilanzgewinn von 13,7 Mio. EUR

(Vorjahr 13,5 Mio. EUR) erzielt. Nach dem Gewinnverwendungsvorschlag

des Vorstands sollen mit Feststellung

des Jahresabschlusses 10,3 Mio. EUR den Rücklagen

zugeführt und 3,4 Mio. EUR an die Träger ausgeschüttet

werden. Nach der vom Verwaltungsrat im Rahmen der

Gewinnverwendung noch zu beschließenden Rücklagenzuführung

wird die Sicherheitsrücklage voraussichtlich

263,9 Mio. EUR betragen, das entspricht einer Erhöhung

um 4,1 %. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse

über umfangreiche ergänzende Eigenkapitalbestandteile

in Form der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.

Kunden-Wertpapiergeschäft

Für den Erfolg im Kunden-Wertpapiergeschäft sorgten

wiederum der verstärkte Absatz von strukturierten Fondsprodukten

der DekaBank Deutsche Girozentrale (Deka)

sowie strukturierte Produkte weiterer Emittenten. Erstmals

wurde im Kundendepotbestand die Milliardengrenze

überschritten.

Kundendepotbestand (Kurswerte)

Veränderung

2007

2006

96,3

1.069,6

973,3

Mio. EUR 200 400 600 800 1.000 1.200

Verbundgeschäft

SparkassenVersicherung

Besonders der Absatz an Kompositversicherungen entwickelte

sich erfreulich und konnte – ausgehend von

einem bereits hohen Ausgangsniveau – noch einmal um

14 % auf einen Nettojahresbeitrag von 492 TEUR gesteigert

werden. Beim Absatz von Lebens- und Rentenversicherungen

erhöhte sich die bewertete Beitragssumme

um 7,8 Mio. EUR auf 28,7 Mio. EUR. Im Vordergrund standen

besonders Altersvorsorgeprodukte.

Landesbausparkasse (LBS)

Nach einer mehrjährigen Phase kräftigen Wachstums bei

Neuabschlüssen von LBS-Bausparverträgen ging der Absatz

auf 75,2 Mio. EUR Bausparvolumen zurück (Vorjahr

81,9 Mio. EUR).

Ertragslage

Der Zinsertrag lag mit 154,8 Mio. EUR 7,5 % über dem

Vorjahreswert (144,0 Mio. EUR). Dem standen 80,2 Mio.

EUR Zinsaufwand (Vorjahr 73,8 Mio. EUR) gegenüber.

Damit war der Zinsüberschuss – unter Berücksichtigung

der GuV Positionen 3 und 4 – in Höhe von 80,3 Mio. EUR

32


17.04. 24.05.

(Vorjahr 76,2 Mio. EUR) nach wie vor die bedeutendste

Ertragsquelle.

Im Provisionsergebnis konnte eine geringe Verbesserung

erreicht werden. Als Folge der verstärkten Vertriebsaktivitäten

erhöhte sich der Provisionsüberschuss um 0,1 Mio.

EUR auf 22,4 Mio. EUR.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich 2007 um

3,2 % auf 67,7 Mio. EUR. Über natürliche Fluktuation und

die Inanspruchnahme von Altersteilzeit ergab sich eine

geringfügige Reduzierung der Mitarbeiterkapazitäten im

Bereich der bankspezifisch Beschäftigten. Dass diese Verminderung

nicht zu einem Rückgang des Personalaufwandes

führte, ist in der Bildung einer Rückstellung für

die Zahlung einer Jubiläumsvergütung an die Mitarbeiter

in 2008 begründet. Der Personalaufwand stieg um 2,1 Mio.

EUR auf 40,1 Mio. EUR. Der Sachaufwand konnte reduziert

werden. Hintergrund der Reduzierung sind insbesondere

geringere Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle

Anlagewerte und Sachanlagen lagen mit 5,5 Mio.

EUR um 0,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen

und bestimmte Wertpapiere führten nach Inanspruchnahme

des Wahlrechts gemäß § 340f Abs. 3 HGB zu einem

Aufwand in Höhe von 19,1 Mio. EUR. Dabei spielten Abschreibungen

auf festverzinsliche Wertpapiere aufgrund

des Zinsanstiegs zum Bilanzstichtag sowie ein erhöhter

Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft eine maßgebliche

Rolle.

Unter Berücksichtigung der erforderlichen Bewertungsmaßnahmen

und einer weiteren Dotierung der Vorsorgereserven

nach § 340f HGB ergibt sich ein Ergebnis der

normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 22,8 Mio. EUR.

Der Gesamtsteueraufwand betrug im Geschäftsjahr 9,1

Mio. EUR. Nach Einbeziehung aller Ergebniskomponenten

konnte ein um 0,2 Mio. EUR höherer Jahresüberschuss

von 13,7 Mio. EUR ausgewiesen werden.

Ohne Berücksichtigung der sonstigen außerordentlichen

und aperiodischen Aufwendungen (9,0 Mio. EUR) und

Erträge (4,5 Mio. EUR) ergibt sich eine Aufwands- und

Ertragsrelation CIR (Cost-Income-Ratio) von 55,8 % (Vorjahr:

56,2 %), die damit die im Rahmen des Verbundkonzepts

der hessisch-thüringischen Sparkassen formulierte

strategische Zielsetzung von 60 % in 2007 wie in den

Vorjahren unterschritten hat.

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse Darmstadt war

aufgrund einer ausgewogenen Liquiditätsplanung im

Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Hinsichtlich der

Steuerung der Liquiditätsrisiken verweisen wir auf die

Ausführungen im Risikobericht.

Der gemäß § 11 KWG aufgestellte Grundsatz über die

Liquidität wurde stets eingehalten. Die Bandbreite im

Laufzeitband I (Verhältnis der kurzfristigen Zahlungsmittel

zu den kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen) lag im

Geschäftsjahr zwischen 2,23 und 3,06. Die geforderte

Mindestquote von 1,00 wurde damit deutlich überschritten.

Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden

entsprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank

unterhalten.

Vermögenslage

Die Kernkapitalquote gemäß § 2 Abs. 1 Grundsatz I beträgt

zum Bilanzstichtag 11,7 %. Bezogen auf die Summe

der gewichteten Risikoaktiva per 31. Dezember 2007

überschreitet das Verhältnis des haftenden Eigenkapitals

gemäß § 10 KWG mit 16,1 % (Vorjahr 16,7 %) deutlich

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007 33


25.07. 20.09.

Aktivitäten 2007

den vorgeschriebenen Mindestwert von 8 %. Die Basis für

eine zukünftige Geschäftsausweitung ist somit gegeben.

Personalbereich

Zum Jahresende 2007 beschäftigten wir insgesamt 868

Mitarbeiter/innen einschließlich der Auszubildenden.

Davon arbeiteten 321 Personen in Teilzeit. Die Möglichkeit

der Altersteilzeit nahmen 62 Mitarbeiter/innen in

Anspruch, davon befanden sich zum 31. Dezember 2007

30 Mitarbeiter/innen bereits in der Freistellungsphase.

Zum 1. August 2007 haben wir 18 Auszubildende für den

Beruf Bankkauffrau/-mann eingestellt. Mit 53 Auszubildenden

zum 31. Dezember 2007 sind wir einer der größten

Ausbilder im Berufsfeld Bankkaufleute in Südhessen.

17 Auszubildende vollendeten erfolgreich ihre Ausbildung

im vergangenen Jahr, davon wechselten 14 in ein

Angestelltenverhältnis.

Die Mitarbeiter/innen sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor

zur Erreichung unserer geschäftspolitischen Ziele. Zur

Sicherung einer angemessenen Weiterbildung stand auch

im vergangenen Jahr ein umfangreiches Angebot für

Qualifizierung und „lebenslanges Lernen“ zur Verfügung.

Der Fokus lag auf einer adressatengerechten Entsendung

von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Dabei standen unterschiedliche

Bildungswege zur Verfügung.

Förderung gemeinnütziger / karitativer Einrichtungen

und Projekte

Im Rahmen unseres öffentlichen Auftrags übernehmen

wir Verantwortung für die Menschen vor Ort. Über Spenden

oder im Rahmen von Sponsoring initiieren und fördern

wir diejenigen Maßnahmen, die den Bürgern unserer

Region wichtig sind und mit denen regionale Stärken

ausgebaut werden können. Über unsere Jubiläumsstiftung

unterstützen wir die Förderung kultureller und sozialer

Zwecke in unserem Geschäftsgebiet und verstärken

so die positive Wirkung für das wirtschaftliche und gesellschaftliche

Umfeld. Im Jahr 2007 haben wir das Stiftungskapital

durch eine Zustiftung in Höhe von 2,4 Mio. EUR auf

5,0 Mio. EUR erhöht. Mit unserem Ludwig-Metzger-Preis

haben wir einen wichtigen Bürgerschaftspreis etabliert.

Prognosebericht

Die Planung der Vermögens-, Finanz- und Ertragsentwicklung

dient der abgestimmten Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten

auf die Unternehmensziele unter Berücksichtigung

externer und interner Einflussfaktoren und basiert

auf Annahmen über die künftige Entwicklung des Unternehmens

und seiner Umwelt. Sie ist eine zukunftsgerichtete

Tätigkeit und ein vielstufiger, revolvierender Prozess.

Durch regelmäßige Überprüfung des Prozesses an sich

und wesentlicher Eckwerte der Planung im Sinne einer

SOLL-IST-Analyse können und sollen frühzeitig Chancen

bzw. Risiken für die Sparkasse erkannt werden.

Damit die Unternehmensziele gleichgerichtet verfolgt

werden, ist eine integrierte Gesamtplanung erforderlich,

bei der die verschiedenen Bereiche des Unternehmens

gleichzeitig unter Berücksichtigung von Interdependenzen

geplant werden. Wir haben dazu ein umfangreiches

Planungsverfahren entwickelt, das sowohl die strategische

als auch die operative Planung umfasst.

Planungen und Prognosen sind immer eine „Momentbetrachtung“.

Die tatsächlichen Ergebnisse können von

der voraussichtlichen Entwicklung abweichen.

Für das Jahr 2008 erwarten führende Wirtschaftsinstitute

ein maßvolles Wirtschaftswachstum. Dafür spricht zum

einen die positive Grundstimmung in der Wirtschaft, zum

anderen die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt und ein

damit verbundenes Anziehen der Binnennachfrage. Allerdings

haben bereits mehrere deutsche Wirtschaftsfor-

34


25.07. KNAX im Vivarium

Mit Hilfe eines Rätsels erkundeten hunderte von KNAX-Klub-

Mitgliedern das Darmstädter Vivarium. Mit dieser beliebten Veranstaltung

trägt die Sparkasse gerne zur aktiven Freizeitgestaltung

der Kinder und Jugendlichen bei.

20.09. Auftaktveranstaltung PlanspielBörse

Das größte Schüler-Börsenspiel Europas feierte 25-jähriges

Jubiläum. 35 Schulen aus unserem Geschäftsgebiet mit insgesamt

450 Schülern beteiligten sich an dem europaweit erfolgreichsten

Wirtschaftsspiel.

25.09. Bäckerinnung

Mit einer Ausstellung „Die Welt der Schokolade“, präsentierten

Konditoren-Auszubildende der Bäckerinnung Darmstadt ihre

essbaren Kunstwerke im KundenCenter der Sparkasse.

25.09.

schungsinstitute ihre Wachstumsprognosen für die deutsche

Wirtschaft in diesem Jahr wegen der Schwäche des

US-Dollars und der internationalen Finanzkrise gesenkt.

Wir gehen für das Jahr 2008 von leicht rückläufigen Marktzinsen

aus. Zum Jahresende erwarten wir eine flache, teilweise

sogar inverse Zinsstruktur. Ab dem Jahr 2009 rechnen

wir mit ansteigenden Zinsen. Die auf dieser Zinsentwicklung

basierenden Bilanzstrukturszenarien sehen ein

Wachstum im Kundengeschäft, sowohl auf der Aktiv- als

auch auf der Passivseite vor. Ein moderates Bilanzsummenwachstum

basiert auf dem Kundengeschäft, eine

Ausweitung des Eigengeschäfts wird nicht angestrebt.

Im Provisionsergebnis liegen unsere Planungen für

2008 ff. knapp über dem sehr guten Ergebnis des Jahres

2007. Die Personalkapazitäten wollen wir konstant halten,

was sich auch im Personalaufwand widerspiegelt.

Für 2008 rechnen wir mit einem gegenüber dem Vorjahr

höheren Sachaufwand. Darin sind auch Sondereffekte

wie Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläumsjahres enthalten.

Im Nettoergebnis aus Finanzgeschäften erwarten wir eine

Ergebnisverbesserung. Dies hängt jedoch sehr stark von

der Börsenentwicklung ab.

Während bei den Spareinlagen mit 3-monatiger Kündigungsfrist

weiterhin mit einer rückläufigen Bestandsentwicklung

zu rechnen ist, erwarten wir, dass Produktvarianten

wie das Zuwachssparen oder die Inhaberschuldverschreibungen

dies überkompensieren.

Ein Kreditwachstum von rund 2,5 % sehen wir insbesondere

im Bereich der privaten und gewerblichen Immobilienfinanzierung.

Aufgrund der vorhandenen gesunden

Risikostruktur schätzen wir die mit dem Aktivgeschäft

verbundenen Risiken insgesamt als vergleichsweise

günstig ein.

Die Zins- und Bilanzstrukturerwartungen führen in der

Kombination in den Jahren 2008 und 2009 zu einem im

Vergleich zum Jahr 2007 rückläufigen Zinsüberschuss.

Entwicklungen, die unserer Zinserwartung nicht entsprechen,

können das Zinsergebnis noch beeinflussen. Stärker

steigende kurzfristige Zinsen würden zu einem höheren

Zinsaufwand für variabel verzinsliche Einlagen bei nur

begrenzten Zinssteigerungspotenzialen auf der Aktivseite

führen. Zudem gingen Möglichkeiten zur Ertragsstabilisierung

über die Fristentransformation verloren.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung ohne Berücksichtigung

neutraler Ergebnisbestandteile wird im laufenden

Jahr und im Folgejahr aufgrund der beschriebenen Faktoren,

insbesondere des rückläufigen Zinsüberschusses,

unter dem Vorjahreswert liegen. Die formulierte strategische

Vorgabe für die Cost-Income-Ratio (CIR) von unter

60 % wird bei Eintreffen der Prognosen 2008 knapp

erreicht. Wir streben einen unveränderten Bilanzgewinn an.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir die sich

uns am Markt bietenden Chancen, unter Abwägung möglicher

Risiken, bewusst wahrnehmen werden. Risiken aus

sich verändernden Marktsituationen können auf Grund

der im Hause eingeführten Verfahren beobachtet werden.

Ihnen wird mit geeigneten Maßnahmen begegnet. Den

aus der verschärften Wettbewerbssituation resultierenden

Herausforderungen stellen wir uns selbstbewusst

und reagieren mit zukunftsorientierten Strategien und

Produkten.

Darmstadt, im März 2008

Sellner Scheidel Meisel Erb

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007 35


12.10.

24.11.

Aktivitäten 2007

Bericht des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Darmstadt hat im

Geschäftsjahr 2007 die ihm durch Gesetz und Satzung

übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Im Jahresverlauf

wurde er vom Vorstand in fünf Sitzungen über die

Geschäftsentwicklung, die wirtschaftlichen Verhältnisse

und die sonstigen wichtigen Angelegenheiten zeitnah

und umfassend unterrichtet.

Der Kreditausschuss nahm die ihm übertragenen Aufgaben

in sechs Sitzungen wahr.

Der Verwaltungsrat nahm in seiner heutigen Sitzung

Kenntnis von dem Prüfungsergebnis und stellte den

Jahresabschluss fest. Er billigte den Lagebericht und

erteilte dem Vorstand Entlastung.

Die Verwendung des Bilanzgewinnes in Höhe von 13,7 Mio.

EUR erfolgt entsprechend § 16 HSpG. Danach werden

3,4 Mio. EUR an die Träger zur Verwendung für gemeinnützige

Zwecke ausgeschüttet. Der Restbetrag von 10,3 Mio.

EUR wird der Sicherheitsrücklage zugeführt.

Der Vorstand hat dem Verwaltungsrat den Jahresabschluss

und den Geschäftsbericht mit dem Lagebericht

für das Jahr 2007 vorgelegt. Die Prüfungsstelle des

Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen prüfte

die Buchführung, den Jahresabschluss sowie den Lagebericht

für das Geschäftsjahr 2007 und erteilte den uneingeschränkten

Bestätigungsvermerk.

Darmstadt, 23. Juni 2008

Sparkasse Darmstadt

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats

Alfred Jakoubek

Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg

36


12.10. PS Auslosung Weiterstadt

Autos, Reisen, Bargeld – in der Geschäftsstelle Weiterstadt wurden

die Gewinner des PS-LOS-Sparens für Oktober 2007 ermittelt. Mit

ein wenig Glück winken monatliche Gewinne bis zu 100.000 EUR!

24.11. KNAX Pool-Party

Fun & Action war bei der beliebten KNAX-Pool-Party im Wellenbad

Pfungstadt angesagt. Über 300 Kinder genossen den vierstündigen

Badespaß, der vom KNAX-Klub-Team der Sparkasse Darmstadt

organisiert wurde.

30.11.

30.11. Darmstädter Musikpreis

Isang David Enders erhielt den Darmstädter Musikpreis 2007.

Der mit 5.000 EUR dotierte Musikpreis wird jährlich von der Sparkasse

Darmstadt zusammen mit dem Darmstädter Förderkreis Kultur e.V.

ausgelobt.

Organe der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt

Stand 31. Dezember 2007

Verwaltungsrat

Vorsitzender

Alfred Jakoubek,

Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg

Stellvertretender Vorsitzender

Walter Hoffmann,

Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt

Mitglieder

Wolfgang Glenz, Bürgermeister der Stadt Darmstadt

Reinhold Hafermehl, Sparkassenangestellter

Bernd Hartmann, Bürgermeister a. D. der Stadt

Ober-Ramstadt

Thomas Heldmann, Angestellter

Dr. Markus Hoschek, Unternehmensberater

Hans-Dieter Karl, Bürgermeister der Gemeinde Erzhausen

Petra Klink, Sparkassenangestellte

Brigitte Lutzi, Sparkassenangestellte

Günter Martini, Bürgermeister der Gemeinde Bickenbach

Dagmar Metzger, Sparkassenangestellte

Birgitta Pietz, Rechtsanwältin

Rafael Reißer, MdL

Friedel Röder, Sparkassenangestellter

Vorstand

Vorsitzender

Georg Sellner

Stellvertretender Vorsitzender

Roman Scheidel

Mitglieder

Werner Meisel

Hans-Werner Erb

Seite 38 – 41

Jahresabschluss

zum 31. Dezember 2007

Kurzfassung ohne Anhang

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 wurde in

der gesetzlich vorgeschriebenen Form erstellt und mit

dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Prüfungsstelle

des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-

Thüringen versehen. Er wird im Bundesanzeiger veröffentlicht

und beim Amtsgericht Darmstadt offen gelegt.

Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt

Land Hessen

Regierungsbezirk Darmstadt

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007 37


Jahresbilanz zum 31. Dezember 2007

31.12.2006

AKTIVSEITE EUR EUR EUR TEUR

1. Barreserve

a) Kassenbestand 26.109.301,85 23.843

b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank 38.318.201,34 42.057

64.427.503,19 65.900

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung

bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind

a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen

sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen –,–– –

b) Wechsel –,–– –

–,–– –

3. Forderungen an Kreditinstitute

a) täglich fällig 198.228.652,46 181.598

b) andere Forderungen 304.270.589,38 147.817

502.499.241,84 329.415

4. Forderungen an Kunden 1.840.718.895,07 1.797.252

darunter: durch Grundpfandrechte

gesichert 1.036.782.573,75 EUR (952.427)

Kommunalkredite 75.453.311,56 EUR (112.775)

5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

a) Geldmarktpapiere

aa) von öffentlichen Emittenten –,–– –

darunter: beleihbar bei der Deutschen

Bundesbank –,–– EUR ( –)

ab) von anderen Emittenten 320.876.402,33 146.004

darunter: beleihbar bei der Deutschen 320.876.402,33 146.004

Bundesbank 101.381.420,77 EUR (30.259)

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten 24.268.840,43 66.044

darunter: beleihbar bei der Deutschen

Bundesbank 24.268.840,43 EUR (66.044)

bb) von anderen Emittenten 570.373.490,51 813.328

darunter: beleihbar bei der Deutschen 594.642.330,94 879.372

Bundesbank 512.513.397,96 EUR (745.767)

c) eigene Schuldverschreibungen 127.559,56 226

Nennbetrag 129.000,00 EUR (229)

915.646.292,83 1.025.602

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 88.440.367,68 107.821

7. Beteiligungen 49.677.804,04 32.135

darunter:

an Kreditinstituten –,–– EUR ( –)

an Finanzdienstleistungsinstituten –,–– EUR ( –)

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 204.516,75 204

darunter:

an Kreditinstituten –,–– EUR ( –)

an Finanzdienstleistungsinstituten –,–– EUR ( –)

9. Treuhandvermögen 86.650,02 105

darunter:

Treuhandkredite 86.650,02 EUR (105)

10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand

einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch –,–– –

11. Immaterielle Anlagewerte 232.429,00 502

12. Sachanlagen 70.587.832,08 74.371

13. Sonstige Vermögensgegenstände 9.842.884,34 10.775

14. Rechnungsabgrenzungsposten 4.119.380,33 2.989

Summe der Aktiva 3.546.483.797,17 3.447.071

38


31.12.2006

PASSIVSEITE EUR EUR EUR TEUR

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig 9.991.563,97 12.861

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 867.368.765,05 885.987

877.360.329,02 898.848

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

a) Spareinlagen

aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist

von drei Monaten 523.859.661,52 513.593

ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist

von mehr als drei Monaten 49.327.329,04 72.132

b) andere Verbindlichkeiten 573.186.990,56 585.725

ba) täglich fällig 879.083.046,59 891.747

bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 601.370.599,65 518.062

1.480.453.646,24 1.409.809

2.053.640.636,80 1.995.534

3. Verbriefte Verbindlichkeiten

a) begebene Schuldverschreibungen 309.942.780,83 263.371

b) andere verbriefte Verbindlichkeiten –,–– –

darunter: 309.942.780,83 263.371

Geldmarktpapiere –,–– EUR ( –)

eigene Akzepte und

Solawechsel im Umlauf –,–– EUR ( –)

4. Treuhandverbindlichkeiten 86.650,02 105

darunter: Treuhandkredite 86.650,02 EUR (105)

5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.073.805,69 3.789

6. Rechnungsabgrenzungsposten 3.384.239,16 3.481

7. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.141.940,00 7.909

b) Steuerrückstellungen 2.337.398,46 2.383

c) andere Rückstellungen 18.189.353,30 14.649

28.668.691,76 24.941

8. Sonderposten mit Rücklageanteil –,–– –

9. Nachrangige Verbindlichkeiten –,–– –

10. Genussrechtskapital –,–– –

darunter: vor Ablauf von

zwei Jahren fällig –,–– EUR ( –)

11. Eigenkapital

a) gezeichnetes Kapital –,–– –

b) Kapitalrücklage –,–– –

c) Gewinnrücklagen

ca) Sicherheitsrücklage 253.626.642,53 243.502

cb) andere Rücklagen –,–– –

253.626.642,53 243.502

d) Bilanzgewinn 13.700.021,36 13.500

267.326.663,89 257.002

Summe der Passiva 3.546.483.797,17 3.447.071

1. Eventualverbindlichkeiten

a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln –,–– –

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 96.266.861,74 56.661

c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten –,–– –

96.266.861,74 56.661

2. Andere Verpflichtungen

a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften –,–– –

b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen –,–– –

c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 110.945.470,00 124.338

110.945.470,00 124.338

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

39


Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2006

FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2007 EUR EUR EUR TEUR

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 113.069.870,95 104.752

b) festverzinslichen Wertpapieren

und Schuldbuchforderungen 41.675.875,66 39.280

154.745.746,61 144.032

2. Zinsaufwendungen 80.168.201,07 73.752

74.577.545,54 70.280

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 3.967.790,43 4.387

b) Beteiligungen 1.771.528,34 1.529

c) Anteilen an verbundenen Unternehmen –,–– –

5.739.318,77 5.916

4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungsoder

Teilgewinnabführungsverträgen 4.327,44 3

5. Provisionserträge 24.423.313,15 24.293

6. Provisionsaufwendungen 2.055.058,36 1.998

22.368.254,79 22.295

7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 276.844,75 465

8. Sonstige betriebliche Erträge 6.631.877,14 7.629

9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil –,–– –

109.598.168,43 106.588

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) Löhne und Gehälter 31.232.670,85 29.367

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung 8.842.761,55 8.668

darunter: 40.075.432,40 38.035

für Altersversorgung 2.891.955,66 EUR (2.585)

b) andere Verwaltungsaufwendungen 16.953.039,62 18.198

57.028.472,02 56.233

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle

Anlagewerte und Sachanlagen 5.473.267,40 4.933

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.178.738,03 4.401

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen

und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu

Rückstellungen im Kreditgeschäft 19.138.294,53 17.853

14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten

Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen

im Kreditgeschäft –,–– –

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,

Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen

behandelte Wertpapiere –,–– –

16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen

an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen

behandelten Wertpapieren –,–– –

17. Aufwendungen aus Verlustübernahme –,–– –

18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil –,–– –

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 22.779.396,45 23.168

40


31.12.2006

EUR EUR EUR TEUR

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit (Übertrag) 22.779.396,45 23.168

20. Außerordentliche Erträge –,–– –

21. Außerordentliche Aufwendungen –,–– –

22. Außerordentliches Ergebnis –,–– –

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.544.457,81 8.871

24. Erstattete sonstige Steuern

(Vorjahr: Sonstige Steuern, soweit nicht unter

Posten 12 ausgewiesen) 465.082,72 797

9.079.375,09 9.668

25. Jahresüberschuss 13.700.021,36 13.500

26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr –,–– –

13.700.021,36 13.500

27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen

a) aus der Sicherheitsrücklage –,–– –

b) aus anderen Rücklagen –,–– –

–,–– –

13.700.021,36 13.500

28. Einstellungen in Gewinnrücklagen

a) in die Sicherheitsrücklage –,–– –

b) in andere Rücklagen –,–– –

–,–– –

29. Bilanzgewinn 13.700.021,36 13.500

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

41


„Durchstarten in die nächsten 200 Jahre –

und wir sind dabei!“

Daniel Leifermann, Sven Vaterl, Annika Weyrauch, Melina Sturmfels und Mirela Kaczor (v. li. n. re.),

fünf von 53 Auszubildenden bei der Sparkasse Darmstadt, auf dem Weg zur Berufsschule.

Die Qualität der Ausbildung, die Weiterbildungs- und

Förderprogramme: Unsere Kunden können auch künftig auf

die Fachkompetenz ihrer Sparkasse zählen.


Sparkasse Darmstadt. 200 Jahre – die Region zählt auf uns.

Ein toller Arbeitsplatz mit Perspektiven.

Als Arbeitgeber übernehmen wir Verantwortung für 870

Mitarbeiter. Dabei ist es unser Ziel, den Mitarbeitern gute

Arbeitsbedingungen und einen erlebbaren Nutzen für die

Region als Ergebnis der eigenen Arbeit zu bieten. Hohe

Identifikation mit dem Arbeitgeber und ausgeprägte

Werteorientierung zählen in unserer Sparkasse mehr als

der kurzfristige Profit. Die hohe Ausbildungsquote zeigt,

dass wir es ernst meinen, wenn wir jungen Menschen

eine berufliche Perspektive aufzeigen wollen.

Durchschnittlich beschäftigen wir 60 junge Menschen

in der Ausbildung zum Bankkaufmann

Die theoretischen Kenntnisse aus der Berufsschule werden

im dualen Ausbildungssystem bestmöglich durch

Praxis in vielen verschiedenen Abteilungen ergänzt. Ein

innerbetrieblicher Unterricht durch Praktiker unseres

Hauses sowie Fernstudiengänge werden zur weiteren

Unterstützung der Ausbildung angeboten. Die bei den

Abschlussprüfungen erzielten guten Ergebnisse bestätigen

die intensive und systematische Ausbildung. Nach

derzeitiger Personalplanung zeichnet sich ab, dass wir

auch im kommenden Geschäftsjahr allen Nachwuchskräften

bei entsprechender Qualifikation und Leistung einen

Arbeitsvertrag anbieten können. Wir sehen unser Ausbildungsengagement

als einen wichtigen gesellschaftlichen

Beitrag und als Investition in den regionalen Standort.

Mit vielseitigen Weiterbildungsmöglichkeiten bieten wir

unseren Mitarbeitern nach der Ausbildung gute Karrierechancen.

Fachkompetenz sichern wir durch umfassende

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in Abstimmung mit

den individuellen Fähigkeiten und Erfahrungen unserer

Mitarbeiter. Extern verwirklichen wir diese Maßnahmen

durch das Schulungsangebot der Sparkassenakademie

Hessen-Thüringen in Eppstein und Erfurt.

Um qualifizierte Positionen aus den eigenen Reihen besetzen

zu können, werden gezielte Traineeprogramme

durchgeführt und „ehemalige“ Auszubildende im Rahmen

eines Förderprogramms unterstützt. Darüber hinaus

qualifizieren sich jedes Jahr zahlreiche Mitarbeiter erfolgreich

zum Sparkassenfachwirt bzw. Sparkassenbetriebswirt.

Ein Mitarbeiter absolvierte im vergangenen Jahr

erfolgreich an der Deutschen Sparkassenakademie in

Bonn den Studiengang zum diplomierten Sparkassenbetriebswirt,

ein weiterer Mitarbeiter schloss ein berufsbegleitendes

Studium mit dem Bachelor of Finance ab.

In die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wird in

großem Umfang investiert, um auch langfristig eine tragfähige

Qualitätsstruktur zu gewährleisten. Den hohen

Erwartungen unserer Kunden hinsichtlich Beratungs- und

Servicequalität, dem technischen Wandel und Forderungen

der Bankenaufsicht nach qualifiziertem Personal werden

wir mit kontinuierlicher Personalentwicklung und

-förderung gerecht.

Die persönliche Kompetenz unserer Mitarbeiter wird im

Rahmen unseres Personalentwicklungskonzepts kontinuierlich

verbessert. Zur Förderung unserer Mitarbeiter

dienen eine Vielzahl von Bildungsmaßnahmen, bei denen

wir nicht nur auf die fachliche Weiterbildung, sondern insbesondere

auf Persönlichkeitsentwicklung, verkäuferische

Aspekte, Teambildung sowie Verantwortung der Führungskräfte

als Coach Wert legen.

44


Unsere Geschäftsstellen

GESCHÄFTSSTELLEN DARMSTADT STADTGEBIET

KundenCenter am Luisenplatz, Rheinstraße 10-12

Dieburger Straße, Dieburger Straße 69

Heimstättensiedlung, Am Kaiserschlag 47

Hügelstraße, Hügelstraße 22

Johannesviertel, Liebigstraße 16

Martinsviertel, Heinheimer Straße 73-75

Orangerie, Karlstraße 112

Rheintor, Rheinstraße 94

Roßdörfer Straße, Roßdörfer Straße 55A

SB-Stelle Bessungen, Heidelberger Straße 87-89

SB-Stelle Waldkolonie, Michaelisstraße 6

Geldautomat Darmstadtium, Schlossgraben 1

Geldautomat Einhornapotheke, Ludwigsplatz 1

Geldautomat Elisabethenstift,

Landgraf-Georg-Str. 100

Geldautomat Henschel & Ropertz, Marktplatz 2

Geldautomat TU Darmstadt, Mensa Lichtwiese,

Petersenstraße 14

Geldautomat TU Darmstadt, Welcome Center,

Karolinenplatz 5 (ab August 2008)

Geldautomat Wella AG, Berliner Allee 65

Geldautomat Zara, Schuchardstraße 18

GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET NORD

Arheilgen, Frankfurter Landstraße 163

Erzhausen, Bahnstraße 120

Kranichstein, Grundstraße 2-8

Messel, Kohlweg 1

Wixhausen, Wegscheide 1

SB-Stelle Arheilgen, Jakob-Jung-Straße 2

SB-Stelle Merck KGaA, Frankfurter Straße 250

GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET WEST

Braunshardt, Ludwigstraße 6

Eschollbrücken, Breslauer Straße 2

Gräfenhausen, Darmstädter Landstraße 3-5

Griesheim, Wilhelm-Leuschner-Straße 47-53

Griesheim, St. Stephan,

Wilhelm-Leuschner-Straße 156

Pfungstadt, Eberstädter Straße 39

Pfungstadt, Odenwaldstraße, Odenwaldstraße 9

Pfungstadt /Hahn, Gernsheimer Straße 87

Weiterstadt, Darmstädter Straße 59-61

Geldautomat Kaufland Weiterstadt,

Rudolf-Diesel-Straße 26A

GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET SÜD

Alsbach, Hauptstraße 19

Bickenbach, Darmstädter Straße 21

Eberstadt, Heidelberger Landstraße 198

Eberstadt, Kirchtanne, In der Kirchtanne 31

Hähnlein, Gernsheimer Straße 24

Jugenheim, Ludwigstraße 15A

Seeheim, Georg-Kaiser-Platz 1

SB-Stelle Alsbach-Sandwiese, Sandwiesenstraße 7

GESCHÄFTSSTELLEN GEBIET OST

Brandau, Lützelbacher Straße 2

Nieder-Modau, Odenwaldstraße 100

Nieder-Ramstadt, Dornwegshöhstraße 6

Ober-Ramstadt, Hammergasse 7

Roßdorf, Wilhelm-Leuschner-Straße 12 A

Traisa, Darmstädter Straße 5

FAHRBARE GESCHÄFTSSTELLE

mit 19 Haltepunkten

Stadtgebiet: Altenwohnheim Dieburger Straße 199,

Altenwohnheim Freiligrathstraße 8, Karlshof,

Merck KGaA, Waldkolonie, Wohnpark Kranichstein

Modautal: Allertshofen, Hoxhohl, Ernsthofen,

Webern / Klein-Bieberau, Lützelbach, Neunkirchen

Mühltal: Frankenhausen, Waschenbach, Nieder-Beerbach

Ober-Ramstadt: Rohrbach, Wembach

Seeheim-Jugenheim: Ober-Beerbach

Weiterstadt: Schneppenhausen

Sparkasse Darmstadt | Geschäftsbericht 2007

45


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