Selbstbestimmt Leben: Persönliches Budget - Budget-tour.de

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Selbstbestimmt Leben: Persönliches Budget - Budget-tour.de

Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Selbstbestimmt Leben:

Persönliches Budget

Erfahrungen und Bewertungen

Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Universität Dortmund

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Selbstbestimmt Leben:

Persönliches Budget

Was ist das Persönliche Budget?

Stand der Umsetzung in Deutschland

Wirkungen und Bewertungen

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Selbstbestimmt Leben:

Persönliches Budget

Was ist das Persönliche Budget?

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Selbstbestimmt Leben:

Persönliches Budget

Was ist das Persönliche Budget?

18.September 2007


Grundidee Persönliches Budget

Von der Sachleistung …

Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Geld vom Staat Anbieter, z.B. Wohnheim Unterstützung

… zur Geldleistung

Geld vom Staat Person Unterstützung


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Für welche Personen kommt das Persönliche

Budget in Frage?

Alle Personen (mit Behinderung), die einen

Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe nach SGB

IX haben.


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Welche Leistungen kommen für ein Persönliches

Budget in Frage?

Alle Leistungen zur Teilhabe nach SGB IX

sowie

• bestimmte Leistungen der Krankenkassen und der Pflegekassen,

• Leistungen der Träger der Unfallversicherung bei Pflegebedürftigkeit

• Hilfen zur Pflege der Sozialhilfe


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Persönliches Budget – trägerübergreifend

• Krankenversicherung

• Bundesagentur für Arbeit

• Unfallversicherung

• Rentenversicherung

• Kriegsopferversorgung

• Kriegsopferfürsorge

• Jugendhilfe

• Sozialhilfe

• Soziale Pflegeversicherung

• Integrationsämter

Komplexleistung

„aus einer Hand“


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Zielvereinbarung

Die Zielvereinbarung wird zwischen der Antrag

stellenden Person und dem Beauftragten

abgeschlossen. Sie enthält mindestens Regelungen über

1. die Ausrichtung der individuellen Förder- und

Leistungsziele,

2. die Erforderlichkeit eines Nachweises für die

Deckung des festgestellten individuellen Bedarfs

3. die Qualitätssicherung

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Selbstbestimmt Leben:

Persönliches Budget

Stand der Umsetzung in Deutschland

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Modellprojekte „Trägerübergreifendes Persönliches Budget

Schleswig-Flensburg

Segeberg

2004-2007

Schleswig-

Holstein

Bielefeld

Düsseldorf

Nordrhein-

Westfalen

Hessen

Trier

Rheinland-

Pfalz

Trier-Saarburg

Bernkastel-Wittlich

Sachsen-

Anhalt

Thüringen

Bayern

Berlin

Friedrichshain-

Kreuzberg

Magdeburg

Gera

Marburg-

Biedenkopf

Groß-Gerau

München

Mittelfranken

18.September 2007


Bewilligte Budgets (Mai 2007)

45

Schleswig-

Holstein

Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Modellregionen: 494

außerhalb: 353

gesamt: 847

99

46

Berlin

88

Sachsen-

Anhalt

22

Nordrhein-

Westfalen

Hessen Thüringen

Rheinland-

Pfalz

62

23

Bayern

109

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Einfachzuständigkeit

95%

Budgets nach beteiligten Leistungsträgern

(n=847)

18.September 2007

Trägerübergreifend

5%


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Budgets nach beteiligten Leistungsträgern

Trägerübergreifend

Sozialhilfeträger +

Pflegeversicherung

Krankenversicherung

Integrationsamt

Agentur für Arbeit

Jugendhilfe

Pflegeversicherung

Integrationsamt

Krankenversicherung

Pflegeversicherung

Krankenversicherung

Rentenversicherung

Integrationsamt

Pflegeversicherung

44

35

2

2

1

1

1

1

1

18.September 2007

Einfachzuständigkeit

Sozialhilfeträger

Agentur für Arbeit

Integrationsamt

Rentenversicherung

Kriegsopferfürsorge

(n=847)

803

755

22

18

6

2


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Budgetnehmer/innen: Alter und Geschlecht

30%

25%

26%

Durchschnitt:

36 Jahre

21%

24%

weiblich

46%

männlich

54 %

20%

15%

10%

13%

10%

6%

5%

0%

unter 20

Jahren

20-29

Jahre

30-39

Jahre

40-49

Jahre

50-59

Jahre

über 60

Jahre

Altersgruppen (n=825)

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

(Vorrangige) Behinderung der Budgetnehmer/innen

Körperliche

Behinderung

19%

Psychische

Erkrankung

42%

Sonstige

Behinderung

7%

(n=845)

Kognitive

Behinderung

31%

18.September 2007


Budgethöhen

Prof. Dr. Elisabeth Wacker

200

Median:

529 €

Anzahl der Bugdets

150

100

50

Min.

36 €

Durchschnitt:

965 €

Max.

13. 275 €

0

(n=837)


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

40%

„Wer verwaltet das Budget?“

35%

37%

30%

28%

20%

10%

0%

(n=185)

Budgetnehmer/in

alleine

Budgetnehmer/in mit

Unterstützung

18.September 2007

Ausschließlich andere


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Unterstützung bei der

Budgetverwaltung

Eltern/

Familienangehörige

31%

Gesetzliche

Betreuer/in

47%

Budgetassistenz

10%

Mitarbeiter/in

soz. Dienst/

Einrichtung

12%

(n=120)

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Selbstbestimmt Leben:

Persönliches Budget

Wirkungen und Bewertungen

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

„...die fanden das so überraschend, dass man darauf

kommen kann“ – individuelle Budgetlösungen

Unterstützungsbedarf

Psychosoziale

Unterstützung (im

Haushalt, im Umgang

mit Behörden usw.)

Begleitung bei

(Freizeit-)Aktivitäten

Leistungsart

Persönliches

Budget

754 Euro

Organisation

professioneller Dienst

- professioneller Dienst

- Freunde/Bekannte

- Bildungskurse

Hilfe zur Orientierung

mobiles

Navigationsgerät

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

„...dass ich dann auch nur einen Ansprechpartner

habe“ – Trägerübergreifendes Budget

Leistungen

Pflege

(Pflegestufe III) (PV)

Leistungsform

Pflegegeld

665 €

Organisation der

Unterstützung

Eltern

Krankgymnastik (KV)

Sachleistung

Diverse Hilfsmittel

(KV, BA)

Teilhabe am Leben der

Gemeinschaft/

Eingliederungshilfe (SH)

Arbeitsassistenz (IA)

Trägerübergreifendes

Budget

916 €

Sachmittel

-Sozialer Dienst

(Zivis, Studenten)

- Bekannte, Freunde


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

100

Wirkungen aus Sicht der Budgetnehmer

„Veränderungen im Leben?“

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

eher zum Besseren sowohl als auch eher zum Schlechteren keine Veränderung

(n=190)

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Das Persönliche Budget wirkt!

‣ Mehr Aktivitäten und soziale Teilhabe

‣ Psychische Stabilisierung und Wohlbefinden

‣ Passendere Hilfen

(individuelle Lösungen, soziale und zeitliche Flexibilität)

‣ Erhalt oder Verbesserung der Selbständigkeit

(Wohnen und Alltag), Kontrolle über das eigene Leben

‣ Versorgungssicherheit, auch in Krisensituationen

‣ Mehr Selbstbewusstsein

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Schwachstellen und Entwicklungsbedarf

• Unzureichende Information und Beratung

‣ Information und Schulung aller Akteure

• Verwaltung des Budgets (Aufwand, Verantwortung)

‣ Verfügbarkeit unterstützender Dienste („Budgetassistenz“)

• Verwaltungsverfahren, Bürokratie

‣ Vereinfachung und Transparenz

• Zweckbindung und Nachweispflicht

‣ „echter“ Systemwechsel, Ausschöpfen der Spielräume in

den Zielvereinbarungen

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

„Ist das Persönliche Budget eine gute Sache für Sie?“

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

(n=192)

ja teils/teils nein

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

100

„Würden Sie sich noch einmal für das Persönliche

Budget entscheiden?“

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

(n=190)

ja teils/teils nein

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Was sagen Menschen mit Behinderung über

das Leben mit Persönlichem Budget?

„Wie man sich früher auf Weihnachten

gefreut hat, so ist das mit dem

Persönlichen Budget: Alles, was man

sich wünscht, kriegt man natürlich nicht,

aber vieles ist doch dabei!“

18.September 2007


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Alle üben

und lernen

dazu…

Es Es gibt mehr

verschiedene

Hilfen …

Es Es gibt mehr

Budgetnehmer


Wie kann es weitergehen?

Es Es gibt mehr

Routine, bessere

Beratung und

weniger

Verwaltung…

Rechtsanspruch

auf ein

Persönliches Budget

2008

Es Es gibt mehr

Kooperationen


18.September 2007

Mehr Träger

kennen sich gut

aus mit dem

Persönlichen

Budget

Es Es wird

leichter, aktiv

und selbst

bestimmt zu zu

leben…


Prof. Dr. Elisabeth Wacker

Wie kann es weitergehen?

Rechtsanspruch auf ein

Persönliches Budget

ab 1. Januar 2008

(§ 159 Abs. 5 SGB IX)

Verwaltungsvereinfachungsgesetz

ab 30. März 2005

Gesetz zur Einordnung des

Sozialhilferechts in das Sozialgesetzbuch

ab 1. Juli 2004

Persönliches Budget

ab 1. Juli 2001

(§ 17 Abs. 4 SGB IX)

Ich freue mich auf Ihre Nachfragen!

18.September 2007

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