Klein, aber fein - Dr. Hönle AG

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Klein, aber fein - Dr. Hönle AG

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aktien weltweit WWW.DER AKTIONAER.DE #22/03

Klein, aber fein

Die Dr. Hönle AG hat den Turnaround nach dem Verlustjahr

2001/2002 geschafft. Trotz der erfreulichen Geschäftsentwicklung

notiert die Aktie noch unter Buchwert.

Beispiel für Produkte der Dr. Hönle AG: UV-Trockner für die CD- und DVD-Fertigung.

U

DR. HÖNLE / 515 710

m die Münchner Dr. Hönle AG wurde

es still in den zurückliegenden

Monaten. Aufgrund der schwachen

Konjunkturentwicklung ist das Unternehmen

im vergangenen Geschäftsjahr

2001/2002 (zum 30. September) in die

Verlustzone gerutscht. Infolgedessen

wurde die Aktie stark abgestraft und

notiert fast auf Microcap-Niveau. Gerade

einmal 18,5 Millionen Euro Börsenwert

bringt das Technologieunternehmen

noch auf die Waage. Das Papier

droht zu Unrecht in Vergessenheit

zu geraten.

Ultraviolette Zukunft

Die Produkte der Dr. Hönle AG finden

insbesondere im Bereich der industriellen

Fertigung Anwendung, wobei

die Firma versucht, ein möglichst breites

Branchenspektrum abzudecken. Anwendungsfelder

liegen beispielsweise

in der Aushärtung beziehungsweise

Trocknung von Kleb- und Kunststoffen

sowie Lacken und Farben, aber auch in

der Entkeimung von Oberflächen.

In der UV-Technik steckt ein riesiges

Potenzial für industrielle Anwendungen.

Derzeit laufen zahlreiche Forschungsprojekte,

die der UV-Technik

auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen

könnten.

Traditionelle Trocknungs- beziehungsweise

Härtungstechniken dürften auf

mittlere Sicht substituiert werden, wie

die Farbhärtung in der Druckindustrie

oder die Trocknung von Lacken in der

Automobilindustrie. Die klaren Vorteile

– höhere Härtegrade, schnellere

Trocknung, Umweltfreundlichkeit

durch Lösemittelfreiheit, minimale

Wärmeeinwirkung und geringerer

Platzbedarf – dürften den Substitutionsprozess

in den nächsten Jahren

verstärken. Aber auch in der Erschließung

neuer Märkte und Anwendungsfelder

liegen für die Münchner gute

Wachstumschancen. Große Erwartungen

setzt man beispielsweise in den

asiatischen Markt, wo die Gesellschaft

bereits eine erste Niederlassung hat.

Marktstudien zufolge wird im Bereich

UV-Druck- und Beschichtung bis

2005/2006 weltweit mit einem Marktwachstum

von 46 Prozent gerechnet,

bei UV-Klebstoffen mit 84 Prozent und

im Segment UV-Opto-Elektronik mit 35

Prozent.

Wandel zum Systemanbieter

Um eine bestmögliche Ausgangsposition

zu erreichen, hat sich die Münchner

Firma vom Geräte- zum Systemanbieter

gewandelt, der neben dem Vertrieb

von UV-Anlagen, UV-Strahlern

und UV-Klebstoffen seinen Kunden

auch beratend zur Seite steht. Dr. Hönle

kann dadurch im Gegensatz zu Wettbewerbern

wie der US-amerikanischen

Fusion individuell zugeschnittenen

Systemlösungen bieten und hat dadurch

einen markanten Wettbewerbsvorteil,

was von Seiten der Kunden

„sehr gut aufgenommen wird“.

Durch die Eigenfertigung von UV-

Strahlern und UV-Klebstoffen bei den

Tochterunternehmen Aladin GmbH

und Wellomer GmbH hat das Prime-

Standard-Unternehmen seine Wertschöpfungstiefe

erweitert. Große Stücke

hält man auf die erst Anfang 2002 gegründete

Tochter Wellomer, die sich

mit der Entwicklung von UV-Klebstoffen

beschäftigt und mit ersten Großaufträgen

erfolgreich in das neue Jahr

startete. Auf mittlere Sicht erwartet

man aus diesem Bereich einen Umsatzbeitrag

von 30 Prozent und bereits für

das laufende Jahr einen deutlichen

Gewinnbeitrag.

Turnaround geschafft

Nach der Schwäche im Vorjahr verliefen

die ersten sechs Monate des

laufenden Geschäftsjahres 2002/2003

wieder positiv. Bereits im ersten Quartal

konnte die Dr. Hönle AG wieder einen

Gewinn ausweisen. Dieser positive

Trend setzte sich auch im zweiten

Quartal fort, so dass auf Halbjahressicht

bei einem Umsatz von 7,91 Millionen

Euro ein Gewinn je Aktie in Höhe

von 0,19 Euro in den Büchern steht.

Für das Gesamtjahr rechnet der aktionär

mit einer Umsatzsteigerung

Fotos: Dr. Hönle


WWW.DER AKTIONAER.DE #22/03

aktien weltweit

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von rund 13 Prozent gegenüber dem

Vorjahr auf 15 Millionen Euro und einem

Gewinn je Aktie von 0,21 Euro,

sofern sich die angedeutete Nachfragebelebung

in den Märkten der Münchner

fortsetzt.

Unter Buchwert

Obwohl Dr. Hönle den Turnaround

trotz Konjunkturkrise geschafft

hat, wird das Unternehmen an der

Börse nicht einmal mit dem Buchwert

bewertet. Dieser liegt bei 4,31 Euro je

Aktie. Der Bestand an liquiden Mitteln

und Finanzanlagen beträgt 2,63 Euro.

Das Wachstumspotenzial, das sich den

Münchnern in der UV-Technologie

bietet – die mittelfristig erwarteten

Gewinnwachstumsraten liegen für den

Hönle-Konzern bei 30 Prozent –, wird

derzeit nicht honoriert. Kurse über

fünf Euro sollten in den nächsten

Monaten möglich sein. Wegen der

geringen Umsätze ist es ratsam, Orders

streng zu limitieren. hom

! Die Verklebung von

Glasfaserkabeln

geschieht mit UV-

Strahlern und -klebern

von Dr. Hönle in

wenigen Sekunden.

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CHANCE

ZIEL

5,00 E

WKN

ISIN

Kürzel

STOPP

2,60 E

515 710 Frankfurt

DE0005157101

HNL Frankfurt

RISIKO

Akt. Kurs 3,40 E 16.05.03

Marktkap. 17,8 Mio. E

Ums. 04e 17,4 Mio. E

KGV 04e

14

Videotext n-tv 233

in Euro

6

5

4

3

2

DR. HÖNLE

M J J A S O N D 03 F M A M

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