Kurier 01/13 - TradGem-FKG1

traditionsgemeinschaft.fkg1.de

Kurier 01/13 - TradGem-FKG1

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Vereinskurier der

Traditionsgemeinschaft

Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Landsberg am Lech

Ausgabe 01/2013 Februar 2013

Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Postfach 10 17 02

86887 Landsberg am Lech

http://www.tradgem-fkg1.de


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Titelseite: Original: P. Wodniok

Flaggenwald vor dem Headquarter Allied Air command RAMSTEIN

Rückseite: Bild im Original: P. Wodniok

Aufstieg zum Schloss Hambach zum Abschluss der Ramstein -Pfalz Reise der TradGem 2012

Unser neuer Stammtischtreffpunkt!

Kasino Penzing

Kasino Penzing

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Inhalt

In eigener Sache 5

Die Frau als Hausärztin - Langlebigkeit und Tod 6

Wer weiß es noch? 8

Viel Glück! 8

Wer wusste es? - Lösung 02/12 9

EURO HAWK und NATO AGS 10

Weltmeister - mit 99,72 % bestes Trefferergebnis 14

Als Zahnarzt in der Sanitätsstaffel des FKG 1 17

- Nostalgie - Heirat mit Spalier 20

Spaß muss sein! 22

Die Vorstandschaft 23

In eigener Sache (Mitgliederliste) 27

Änderungsmeldung28

Traditionsgemeinschaft FKG 1 im Web 29

PERSHING im Web 29

Von der V2 (A4) zur Pershing 30

Termine34

Spenden34

Nachruf35

Das neue Transportflugzeug der Luftwaffe - A400M - (Teil 6) 36

Vom Pagen zum POW (Prisoner of War) Schlussbericht 40

Mitgliederversammlung 2012 42

In eigener Sache - Projekt eingestellt! 43

Als Stammsoldat mit Familie in den USA (4) 44

Herausgeber,

Gesamtherstellung

und verantwortlich f.

d. Inhalt:

Grafik und Layout:

Bilder:

Impressum

Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

Postfach 10 17 02

86887 Landsberg am Lech

E-Mail: info@fkg1.de

www.tradgem-fkg1.de

Peter Wodniok

AIRBUS Military, Bundesarchiv RH8II, EADS-D, E. Huber, Flieger Web, Google Earth,

J. Kantelhardt, E. Kramer, M. Lengenfelder, H. Lichnowski, LT, G. Thiel, P. Wodniok

Texte:

AIRBUS Military, E. Huber, J. Kantelhardt, E. Kramer, H. Lichnowski, H.-P. Merker, NGC,

G. Stratenberg, G. Thiel, P. Wodniok,

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

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Jahresschießen PERSHING

Waffensystem PATRIOT

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

In eigener Sache

Liebe Mitglieder,

Sie werden den Spruch „Zurück zu den

Wurzeln!“ sicherlich schon öfters wahrgenommen

haben. Nun hat er auch uns ereilt.

Am 08. April 2000 hatten wir unsere Gründungsversammlung

im Kasino im Fliegerhorst

Penzing und ab 26. Januar 2013 wird

auch unser künftiger Treffpunkt dort sein!

Wie bereits im Weihnachtsbrief 2012 erwähnt,

war das Ausweichen in die „Wandelhalle“

im Sportzentrum in Landsberg

während unserer Mitgliederversammlung

ein Reinfall und auch die optischen und

akustischen Einwirkungen zweier Fußballübertragungen

beim Novemberstammtisch

kein Vergnügen. Daraus ergab sich dieser

Ortswechsel nach Penzing ( siehe auch

Seite 2 ).

Bitte immer Ausweise mitnehmen! Mehr

zum „Ausweis R/E“ finden Sie auf unserer

Internetseite unter „Neuigkeiten“ ganz unten;

auf der gelinkten Seite als Suchbegriff

„Ausweis“ eingeben.

Zur Jahresmitte 2013 wollen wir eine Fahrt

ins Berchtesgadener Land durchführen. Beabsichtigt

sind Besichtigungen des Obersalzbergs,

Kehlsteinhaus und Königsee. Ebenso

sind Abstecher geplant nach Berchtesgaden

(Salzbergwerk) und voraussichtlich auch

nach Salzburg. Voraussichtliche Reisetage:

Montag 1. bis Donnerstag 4. Juli 2013.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der

separaten Einladung, welche auch per eMail

an info@fkg1.de angefordert werden kann.

Bitte jetzt schon vormerken:

Mitgliederversammlung am

Samstag, 19. Oktober 2013 im

Kasino in Penzing.

Bis zu einem Wiedersehen,

Ihr Hans Lichnowski

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Die Frau als Hausärztin -

Langlebigkeit und Tod

Ein glücklicher Umstand (Erbschaft) führte dazu, dass ich in den

Besitz eines 1928 erschienen Buches mit dem Titel: „Die Frau als

Hausärztin“ gelangte.

Es liest sich wie ein interessanter, gleichsam amüsanter Fortsetzungsroman.

Vergleichen Sie selbst! Ich werde in lockerer Folge

immer wieder einen Ausschnitt veröffentlichen.

Langlebigkeit und Tod

Auf die Frage: „Wie sichern wir uns

einen leichten Tod und ein schönes

Alter?“ antworten wir folgendes:

1. Indem wir uns vor Arzneisiechtum

bewahren, weil dieses oft unheilbar

und die Ursache so manchen

schweren Todes geworden ist.

Alle stark wirkenden Arzneien sind

mehr oder minder Gifte, also Stoffe,

welche zerstörend auf unseren Organismus

einwirken. Dies wissen wir

vom Morphium, Quecksilber, Belladonna

u. a. Je nach ihrer Mischung

mit anderen Bestandteilen oder nach

der angewandten Menge werden Sie

länger oder kürzer vertragen, bis

Sie ihre tödliche Wirkung ausüben.

Halten wir uns also frei von Stoffen,

deren Wirkung auf uns wir nicht immer

zu ermessen vermögen, und die

so oft den Tod beschleunigen.

2. Verwandt der Arzneivergiftung

ist jene der Alkoholvergiftung. Die

längere Lebensdauer der Abstinenten

ist erwiesen. Alkohol ist für den

Körper ein Gift, das ihn langsam

zerstört und seiner besten Fähigkeiten

beraubt. Wer nur Wasser trinkt,

bleibt vor einer Menge von krankhaften

Zuständen bewahrt, welche die

Entwicklung gefährlicher Krankheiten

unterstützen.

3. Durch genügende Zufuhr von

Nährsalzen und durch reichlichen

Obstgenuss. Beide schaffen uns

gesunde Körpersäfte, kräftige Knochen,

gute Verdauung, sind also ein

wesentlicher Faktor zur Erhaltung

unserer Gesundheit. Es sei hier

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

erinnert an die Geschichten uralter

Eremiten, die bei Wurzeln und Beeren

ein stilles Waldleben führten und

in hohem Alter einen sanften Tod

ohne Krankheit fanden. Was hatte

ihnen diese Vorzüge verschafft, Gesundheit,

Langlebigkeit und leichten

Tod? Ihre Lebensweise, ihre Nahrung.

4. Durch körperliche Arbeit und Genuss

reiner Luft. Müßiggang, Stuben

hocken, fixende Tätigkeit machen

die Menschen krank. Es prüfe sich

jeder, wie weit er sich gegen diese

Anforderung versündigt, was er tun

könnte, um sich bessere Verhältnisse

zu schaffen, und er flüchte in die

Berge, in den Wald und schöpfe neue

Kraft an der Brust der Mutter -Natur.

5. Durch Luft- und Wasserbäder.

Ein jeder kann sie sich schaffen, wenn

auch mitunter in primitiver Weise,

wenn er es nur versteht. Nichts hält

Haut und Stoffwechsel so gesund

wie diese, und keine andere Pflege

ist so billig herzustellen. Auch vom

Wasser erzählt man sich, wie es die

Menschen jung und schön erhalte,

und wie es verlorene Kräfte wiederbringe.

Und das ist kein Märchen!

6. Durch Verkehr mit der Jugend,

die uns froh und lebendig erhält,

während Umgang mit dem Alter zu

Griesgrämigkeit geneigt macht. Es

ist, als würde die Jugend etwas von

ihrem Reichtum abgeben, etwas von

ihrer Wärme auf das oft fröstelnde

Alter überstrahlen.

7. Schließlich durch geistige Interessen,

durch selbstloses Wirken für

andere. In der Hingebung an solche

Ziele scheint ein Vergessen auf uns

selbst einzutreten, es entwickeln sich

unsere besten Seiten, und der Egoismus

oder die Grilligkeit verkümmern

dabei. Das Endergebnis ist ein

liebenswürdiger, geistig lebendiger

Greis trotz 60 oder 70 Lebensjahren!


Wer diese sieben Punkte während

seines Lebens berücksichtigt, wird

gesund bleiben, und hat er dieses

Glück infolge anderer Einflüsse

(Vererbung, Erwerb, Kummer) sich

nicht vollständig erringen können, so

wird er wenigstens einen leichteren

Tod sich sichern können.

Bericht: Peter Wodniok

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Wer weiß es noch?

Wat´n dat?

Viele von uns versahen als Fermelder und/

oder als OvG und FvG ihren Dienst.

Nun die Frage:

Das unten abgebildete Gerät war ein

wichtiges Glied in der Kette von Verschlüsselungsgeräten,

das dazu beitrug, Einsatz-Informationen

nicht in „Feindeshand“ geraten

zu lassen. Von welchem Gerät ist die Rede?

Lösung einsenden an:

Traditionsgemeinschaft FKG 1 e. V.

Postfach 10 17 02

D-86887 Landsberg am Lech

oder

info@tradgem-fkg1.de

1. ENIGMA M10

2. ELCRODAT 4-2

3. KW-7

Senden Sie Ihren Lösungsvorschlag bis spätestens 15.03.2013 per Post oder E-Mail an einen

der Vorstände (siehe rechts oben).

Bei richtiger Lösung erhalten bis zu 3 (ggf. ausgeloste) Teilnehmer die Hälfte ihres bezahlten

Jahresmitgliedsbeitrages zurückerstattet.

Viel Glück!

Viel Glück!

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Wer wusste es? - Lösung 02/12

Die abgebildeten Personen wurden

natürlich nicht ausgeraubt!

Es waren (v.l.n.r.) Lengenfelder, Boos

und Ohland.

Die richtige Lösung war demnach:

Antwort 2.

Gewinner: H. Illner, K. Carius,

K. Schnabl, E. Stadler.

Herzlichen Glückwunsch!

1. Wodniok, Urbschat, Sons

2. Lengenfelder, Boos, Ohland

3. Binder, Voss, Gericke

OFw Höhn und ein unbekannter US Soldat nach dem Fang

eines „Rattlers“ (klapperschlange) auf der McGregor

Range, NM.

Bilder: privat

Mitgliederzahl

Stand: 31. Januar 2013

302 Mitglieder

davon 4 passive Mitglieder

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

EURO HAWK und NATO AGS

Hans-Peter Merker, unser Mitglied und seines Zeichens Marketing

Manager beim CPM Verlag in St. Augustin, hat uns seinen Artikel

über den EURO HAWK zukommen lassen.

Lesen Sie selbst, wie die Zukunft der Luftaufklärung aussehen wird.

EURO HAWK und NATO AGS bringen

moderne ISR-Technologie nach Europa

Aktuelle Ereignisse führen uns täglich vor

Augen, dass das 21. Jahrhundert eine Vielzahl

neuer Bedrohungen bereit hält und sich große

Verschiebungen vollziehen, die sowohl die

Bedrohungen der nationalen Sicherheit betreffen

als auch die verfügbaren Technologien,

um diesen Bedrohungen zu begegnen. In

der Folge haben sich die ISR-Anforderungen

(Intelligence, Surveillance and Reconnaissance)

dramatisch erhöht, und der Einsatz

von Fähigkeiten, welche die Wirksamkeit

Basierend auf dem Block 40 GLOBAL HAWK und ausgestattet mit Bodenüberwachungs-Radarsensor

wird NATO AGS die Überwachungs- und Aufklärungsfähigkeiten der NATO beträchtlich verbessern

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

unserer Streitkräfte verbessern sollen, ist notwendiger

denn je, wie die Vorgänge in Libyen

und Afghanistan gezeigt haben. Seit mehr

als einem Jahrzehnt entwickeln Deutschland

und seine Verbündeten ISR-Fähigkeiten, um

den Herausforderungen in diesem Umfeld

effektiv zu begegnen und den Schutz eigener

Kräfte sowie Bevölkerungen weltweit

zu gewährleisten. Diese ISR-Lösungen gibt

es in vielen Formen, sowohl bemannte als

auch unbemannte, einschließlich optischer,

Radar-, Infrarot- oder elektronischer Signal-

Erkennung, um umfassende lageorientierte

Darstellungen zu erzielen. Zwei der Investitionen

Deutschlands betreffen die Programme

für unbemannte Luftfahrzeuge (UAS) von

EURO HAWK und der NATO Alliance Ground

Surveillance (NATO AGS), die den Nationen

die Möglichkeit bieten, verwertbare Informationen

und Erkenntnisse zu sammeln,

zuzuordnen, zu analysieren, darzustellen und

an im Einsatz befindliche Kommandeure und

Entscheidungsträger weiterzuleiten. Beide

basieren auf dem einsatzerprobten, von Northrop

Grumman entwickelten RQ-4 GLOBAL

HAWK - dem in großer Höhe fliegenden,

dauerbelastbaren UAS mit mittlerweile zehntausenden

von Flugstunden bei Missionen

zur Unterstützung der Koalitionstruppen. Mit

einer Flügelspannweite, die größer ist als die

eines Verkehrsflugzeugs, einer Einsatzdauer

von mehr als 32 Stunden und einer maximalen

Flughöhe von über 20.000 m sind EURO

HAWK und NATO AGS Beispiele für eine

erfolgreiche transatlantische Zusammenarbeit

zwischen den Vereinigten Staaten und

Deutschland oder anderen NATO-Staaten.

Beide Modelle bieten anpassungsfähige und

kostengünstige Lösungen für jede denkbare

Einsatzform, von sensiblen Missionen zur

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Friedenssicherung bis hin zu Hilfseinsätzen

in Katastrophengebieten. Der EURO

HAWK ist die erste internationale Version

des GLOBAL HAWK. Es ist auch Northrop

Grummans erste transatlantische Zusammenarbeit

mit Deutschland und der EADS

Deutschland GmbH, wobei Cassidian den

operativen Teil dieser Aufgabe übernimmt.

EURO HAWK beruht auf einem für das in

Deutschland entwickelte Missionsystem

modifizierten standardmäßigen GLOBAL

HAWK. Es umfasst eine Bodenstation mit

einem Mission Control Element und den

Launch- und Recovery-Elementen, die von

Northrop Grumman geliefert werden. Es ist

mit einem neuen, von Cassidian entwickelten

Signalerfassungssystem (SIGINT – Signal

Intelligence) ausgestattet. Dies ist ein hochmodernes

abstandsfähiges ISR-System zur

weiträumigen und präzisen Aufklärung und

Überwachung.

Am 21. Juli 2011 landete EURO HAWK nach

einem 22-stündigen Überführungsflug von

der Edwards Air Force Base, Kalifornien auf

dem Flugplatz in Manching und befindet sich

dort derzeit in der Flugerprobung mit der

SIGINT-Nutzlast.

Während des NATO-Gipfels in Chicago im Mai

2012 unterzeichnete Northrop Grumman und

die NATO einen 1,7 Milliarden $ (1,2 Mrd.

€EURO) Vertrag über das NATO-AGS-System,

das fünf Block 40 GLOBAL HAWK umfasst,

ausgestattet mit dem Bodenüberwachungsradar

(„Multi-Plattform Radar Technology

Insertion Programm“) und zugeschnitten

ist auf die NATO-Anforderungen. Northrop

Zusammenwirken der unterschiedlichen Systeme

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

EURO HAWK - hier nach der Landung in Manching - ist die erste internationale Version des RQ-4 GLOBAL HAWK

und damit das erste operative SIGINT-UAS in Europa

Grumman leitet ein Team führender europäischer

und nordamerikanischer Industrieunternehmen

der Verteidigungsindustrie sowie

Systemintegratoren aus den 13 teilnehmenden

Nationen mit direkter Arbeitsbeteiligung

im Programm. Im Rahmen des Vertrages sind

die mitwirkenden europäischen Industrieunternehmen

verantwortlich für die Entwicklung

und Lieferung transportabler Bodenstationen,

die die direkte Unterstützung der Kommandeure

im Einsatzgebiet sicherstellen, mobile

Bodenstationen für die Unterstützung bei

Verlegungen und abgesetzte Workstations

für höhere Kommandoebenen. Zum ersten

Mal werden NATO und die Europäische Union

über „Augen im Himmel” verfügen, welche

die fehlende Lücke des „Vorauswissens“ in

der Informationsdominanz schließen werden.

Sie können sich nun auf eine NATO-eigene

und NATO-betriebene Fähigkeit verlassen, um

früh und zuverlässig Friedensbedrohungen zu

erkennen, die eine internationale Reaktion

erforderlich machen. NATO AGS, mit ihrer

Hauptoperationsbasis in Sigonella auf Sizilien

wird mit den GLOBAL HAWK der US Air Force

und der Broad Area Maritime Surveillance

UAS der US Navy zusammen gelegt werden

und dadurch Synergien im Bereich operativer

Fähigkeiten, Lebensweglogistik und Durchhaltefähigkeit

weiter vorantreiben.

Bericht: H.-P. Merker

Fotos: NGC

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Weltmeister - mit 99,72 % bestes Trefferergebnis

Die „Bundeswehr aktuell“ berichtete am 29. 06. 1972 über den

erfolgreichen Abschluss des „Jahresschießens“ der 1./FKG 1. Den

Bericht verfasste der damalige Oberleutnant Gericke (†).

Die erste Staffel des Flugkörpergeschwaders

1 aus Landsberg ist „Weltmeister“. So könnte

man sagen, wenn es diesen Titel im militärischen

Bereich gäbe. Aber tatsächlich: Diese

Staffel hat das beste Trefferergebnis erzielt,

das jemals beim Schießen mit der Pershing-

Rakete erreicht wurde.

99,72 Prozent hieß es nach der Auswertung

beim Jahresschießen der Staffel in der Wüste

von Neu-Mexiko/USA.

Monatelanges Training, ständige Überprüfung

und ausgefeilte Planungsarbeit, Prüfung

und Bewertung jedes einzelnen Soldaten

einer schießenden Teileinheit hinsichtlich des

Ausbildungsstandes, Vorschriftenkenntnisse

und Einsatzbereitschaft - das alles gehört zu

den Vorbereitungen für das Jahresschießen in

den USA, zu dem im turnusmäßigen Wechsel

zwei Staffeln in die Staaten verlegen.

Fünfzehn Stunden Flugzeit, eine Zeitverschiebung

um sieben Stunden, Umstellung auf das

Wüstenklima, staubige Busfahrt über zehn

Stunden, Sandstürme und Zeltlager lassen

einen ersten angenehmen Reiseeindruck

vom Besuch in Albuquerque/Neu Mexiko

fast verblassen.

Der Dienst in der glühenden Sonne (bis zu

40° Celsius) ist hart.

Das einzige bisschen Schatten spendet das

Flugkörpergerät selbst. Pünktlich um 17 Uhr

ist der obligate Sandsturm fällig. Am Abend

zwei, drei Dosen Bier - Zapfenstreich.

Die Zusammenarbeit mit den Amerikanern

ist gut. Soweit die Sprachkenntnisse reichen,

werden erste Freundschaften geschlossen.

Flaggenparade, Ham and Eggs im Küchenzelt,

Arbeit an der Feuerstellung, Mittagessen,

Arbeit, Abendessen - und wieder Sandsturm.

Es fällt nicht immer leicht, die gute Laune zu

behalten.

So gibt Oberleutnant Gericke (†) von der

3. Staffel des Geschwaders seine

Eindrücke wieder, die er selbst beim

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Jahresschießen

in der

Wüste gewonnen

hat.

Das Wetter zeigt

sich von seiner

besten Seite. Am

einige Meilen

entfernten Beobachtungspunkt

sammeln sich die

Zuschauer. Eine Lautsprecheranlage überträgt

den Countdown. Ein letztes Mal wird

das von Radargeräten und Hubschraubern

überwachte Schießgebiet von White Sands

als „frei“ gemeldet.

„3...2...1...0...ALPHA... Na, sie wird doch

nicht etwa..? „Ein dumpfes Tosen - die Rakete

hebt ab, wird schneller und schneller, ist

nur noch ein Punkt am Himmel - weg! Eine

Stunde später das gleiche Bild, der gleiche

Vorgang.

Nachmittags schwirren schon Gerüchte und

Vermutungen durch das Zeltlager.

Am Abend, bei der Abschiedsparty mit den

amerikanischen Soldaten, wird es offiziell

verkündet: Beide Abschusszüge erzielten

nie zuvor erreichte Ergebnisse.

Viele Dosen Bier werden in dieser Nacht

geleert. Zahllose Dienstgradabzeichen

wechseln ihre Besitzer und die Nationalität.

Die Unteroffiziere der 1. Staffel überreichen

den Kameraden der US-Army einen selbst

gefertigten Kupferstich der Stadt Landsberg.

Man revanchiert sich mit den Steuerflossen

abgeschossener Raketen.

Text: bundeswehr aktuell

Fotos: privat

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Ein Regentag hat auch etwas Gutes!

So schrieb unser Mitglied, Gernot Stratenberg, im August

2011 und überließ uns seine beim Stöbern gefundenen

„PERSHING-Erinnerungen“.

Ein Auszug daraus entstammt der „Jahresabschlussfeier 1964“.

Unsere PERSHING - die Wunderwaffe!

HURRA, HURRA,

eine völlig neue Waffe ist da!

GENERAL PERSHING WIRD SIE

GENANNT.

NUN ENDLICH HABEN WIR SIE IN

UNSERER HAND!

viel Fleiß und Geschick.

VIER TAGE WAR DIE PERSHING

KRANK, JETZT GEHT SIE WIEDER ,

GOTT SEI DANK!

Unverwüstlich soll sie sein , ach ja,

das wäre wirklich fein .

Davon haben wir alle geträumt, Arbeit?

Die ist aus dem Wege geräumt!

Ein Pfiff ertönt, der EINSATZ meistert

die PERSHING wirklich hoch begeistert.

Man schiebt sie hin , man schiebt

sie her -

plötzlich funktioniert gar nichts mehr.

Techniker ran , jetzt wird montiert,

auseinander genommen

und simuliert. Wo steckt der Fehler?

Was ist kaputt? Kriegen wir´s

heile oder gibt es nur Schrott?

„HOCH LEBE DIE TECHNIK“ es ist ihr

geglückt, den Fehler zu finden mit

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Als Zahnarzt in der Sanitätsstaffel des FKG 1

Viele von uns hatten Schweißperlen auf der Stirn, wenn wir vor ihm

im „Marterstuhl“ saßen. Mit seiner netten und freundlichen Art

nahm er uns jedoch die Angst vor´m Bohren.

Die Rede ist von unserem Mitglied Jens Kantelhardt, der den folgenden

Bericht für uns verfasst hat.

J. K. ist Landsberg treu geblieben und betreibt zusammen mit einem

Kollegen eine eigene Zahnarztpraxis.

1989 kam ich frisch von der Uni und voller Enthusiasmus,

endlich auf die „Soldaten-Zähne"

losgehen zu dürfen, nach Landsberg am Lech.

Den Standort kannte ich nur von einer kurzen

Stippvisite nach dem P-Gespräch! Nach

5 Jahren externem Studium war natürlich

die militärische Struktur sehr ungewohnt,

ich wurde eingekleidet, erhielt ein Zimmer

(gegenüber der San Staffel) und wurde nach

den Antrittsbesuchen beim Kommandeur und

Kommodore erst mal zum Friseur geschickt.

In der San Staffel beäugte man den "Neuen“

zunächst mit Argwohn, aber nach kurzer Zeit

klappte die Zusammenarbeit mit Kollegen

und Spieß sehr gut.

Mein "Chef" (OSA Denker) in der Zahnarztgruppe

erwies sich als kompetenter

und netter nordischer Brummbär, immer

hilfsbereit sowohl in militärischen als auch

in zahnärztlichen Belangen und froh um

die Verstärkung, hatten wir doch rund 2000

Soldaten (auch vom LVR3) zu versorgen und

häufige Vertretungen für die umliegenden

Kasernen bei Abwesenheit derer Zahnärzte

......netter, nordischer Brummbär

zu übernehmen.

Die Eingriffe umfassten alle Spektren der

Zahnmedizin, wir konnten sogar noch

in unserem Zahnlabor kleine prothetische

Arbeiten selbst (oder mit Hilfe eines

uns als W15 zugeteilten Zahntechnikers)

durchführen, dazu kamen natürlich auch

militärische Obliegenheiten, bei denen wir

"Hobbysoldaten"sicherlich ohne Unterstützung

von Spieß und befreundeten Offizieren

überfordert gewesen wären.

Ob die Beliebtheit der Zahnarztgruppe allein

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

heute noch.

Gerne traf sich die gesamte San Staffel nach

Dienstschluss noch auf ein "König - Ludwig-

Dunkel"in dem vom Spieß und seinem Stellvertreter

liebevoll angelegten und gepflegten

Teich-Biotop hinter dem Staffelgebäude,

wohin sich häufig auch andere FKG - Angehörige

verirrten.

Zu den schönen Erinnerungen gehören auch

die Abende im Offizierskasino mit Offizieren

des 74th Detachment, der Polizei, Feuerwehr

und anderen Repräsentanten der Stadt

Landsberg. Bei interessanten Gesprächen

"im Fass", gutem Bier und Essen vergingen

diese Events viel zu schnell.

Ein Highlight meiner Zeit als stellvertretender

......Weisheitszahnentfernung

auf die Zahnärzte zurückzuführen war oder

vielleicht auch auf die hübschen Azubis, blieb

ein Geheimnis, viele Wehrpflichtige versuchten

auch durch eine Weisheitszahnentfernung

eine Woche "KzH" (krank zu Hause)

herauszuschinden, verzichteten aber darauf,

als wir sie stattdessen auf die staffelinterne

Krankenstation verlegten.

Nach relativ kurzer Zeit ließ sich mein "Chef"

wieder in Richtung Heimat zurückversetzen

und ich durfte seinen Posten einnehmen, der

mit der Beförderung zum Oberstabsarzt und

der Zuteilung von wehrpflichtigen Zahnärzten

verbunden war, mit denen es immer sehr

lustig war, einige Freundschaften bestehen

......hübscher AZUBI!!!!

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Staffelchef war eine Sanitätsübung auf dem

StO-Truppenübungsplatz am Lech, bei der

alle Sanitätssoldaten ihre Ausbildung und

Kondition in einem simulierten "Katastrophenfall"

unter Beweis stellen konnten und

u.a. erfahren mussten, wie schwierig es unter

Ernstfall-Bedingungen tatsächlich ist, die

sog. "Triage" anzuwenden oder "verletzte"

Kameraden mehrere hundert Meter mit einer

Trage durchs Gelände zu transportieren.

Leider war meine Zeit beim FKG 1 von

Anfang an geprägt durch die drohende

Auflösung, keiner wusste so richtig, wie es

mit der San Staffel weitergehen sollte. Die

große Diskussion über eine Abspaltung der

Sanität als "vierte Teilstreitkraft" lag in der

Luft, ein "Sanitätszentrum" am Standort

würde Sinn machen, in dem Soldaten des

LVR 3, des FlaRak 22 und des LTG 61 hätten

versorgt werden können... aber auf die großen

politischen Entscheidungen hatten wir

ja keinen Einfluss!

Die lokale Situation wurde zunächst dahin

gehend gelöst, dass man die Sanitätsstaffel

während der Auflösung der übrigen Kaserne

mit einem Sicherheitszaun umgab, der

Sinn dieser (nicht gerade preisgünstigen)

Lösung bleibt dahingestellt, da bereits nach

relativ kurzer Zeit entschieden wurde, das

Sanitätszentrum doch nach Penzing zum LTG

zu verlegen, wenn auch mit einer kleinen

Außenstelle im LVR 3 in Igling.

Der Umzug dorthin bedeutete einen enormen

logistischen Aufwand (wir "besetzten"

eine Mannschaftsunterkunft) insbesondere

für die Zahnarztgruppe, die viele bauliche

Auflagen zu erfüllen hatte, z.B. "Bleiwände"

für den Röntgenraum oder ein spezieller

Fußbodenbelag für den Behandlungsraum.

Die Soldaten des LVR 3 waren jedoch sehr

froh, mussten sie nicht wegen jedem (Zahn-)

Arztbesuch den zeitraubenden Weg nach

Penzing auf sich nehmen.

Heute ist das SanZentrum komplett in

Penzing untergebracht und scheint gut zu

funktionieren .

Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne

ist nun ein komplett neues Wohngebiet entstanden

und das Finanzamt eingezogen. Auf

dem Areal der San Staffel steht jetzt ein Architektenhaus

und die Bewohner dürfen die

......San Revier mit „Sicherheitszaun“

......Architektenhaus

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

herrliche Aussicht über die Felder genießen.

Für mich war die Zeit bei der Bundeswehr

und insbesondere beim FKG eine äußerst

positive Lebenserfahrung, die ich niemals

missen möchte und an die ich stets gern

zurück denke. Es sind tolle Freundschaften

entstanden und geblieben und viele meiner

ehemaligen Patienten sind mir auch in meiner

eigenen Praxis treu geblieben. Ab und zu gibt

es richtige "Kameradentreffen" in unserem

Wartezimmer.

Auch der Bundeswehr muss man ein großes

Lob aussprechen. Es wurde stets dafür gesorgt,

und hoffentlich auch heute noch, dass

wir Zahnärzte in Hinblick auf Ausstattung

und Aus-und Fortbildung stets auf einem sehr

hohen Niveau gehalten wurden, was letztlich

den Soldaten zugute kam.

Dr. Jens Kantelhardt

- Nostalgie - Heirat mit Spalier

Erich Kramer, unser Mitglied, war 1961/62 Angehöriger der Fernmeldeund

Lenkstaffel/FKGrp 11 in Lagerlechfeld-Nord unter

Hptm Dauselt und OLt Haase.

1963 bis 1966 in den FK-Gruppen 12 und 13 in Landsberg bzw.

Kaufbeuren unter OTL Frodl, OTL Messthaler und Major Winkler.

... Abenteuer erlebt man nicht mehr

beim FKG 1! Zitat Ende.

Trotzdem beleben unseren Kurier mancherlei

kuriose Ereignisse, reihenweise abgerufen

bei vielen ehemaligen Angehörigen der FK

Gruppen 12 und 13.

Erinnerungen an patente Vorgesetzte und

Kameraden der „Pershing Familie“als Vieles

noch im Aufbau, der Dienst noch nicht so

starr und dadurch gewisse Eigeninitiative

20

ermöglichte.

Gegen Ende meiner Dienstzeit, so ab Mitte

der 1965er Jahre kam ich ins heiratsfähige

Alter mit all seinen Variationen: Braut war

einverstanden, vom Bodensee ins tiefe Allgäu

zu ziehen.

Eine Wohnung in Apfeltrang bei Kaufbeuren


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

......strammes Spalier

wurde mir von einem Kameraden vermittelt.

Ausstattung und Einrichtung wurde dank

tüchtiger Helferarme bewerkstelligt.

Urlaub war genehmigt, ich konnte den Standort

beruhigt in Richtung Heimat verlassen. -

Die kirchliche Trauung fand zusammen mit

Freunden und Verwandten als Gäste in

Friedrichshafen-Manzell statt.

Beim Verlassen der Kirche, welch eigenartiger

Schreck durchfuhr uns Nichtsahnende,

blickten wir in eine blaue Gasse!

Vor dem Haupteingang hatte sich ein strammes

Spalier von Feldwebeln des Stabes und

Unteroffizieren meines Troposcatter-Zuges

......Oberfeldwebel Dunkelberg gratuliert!

formiert.

Der Staffelfeldwebel, OFw Dunkelberg,

gratulierte, Hochzeitsgäste und neugierige

Kirchenbesucher waren sprachlos.

So etwas kannten sie bisher nur aus Presse

oder Film.

Tagelang, so erzählte man mir, war unsere

Heirat Gesprächsthema im Ort.

Heute noch denke ich mit Dankbarkeit und

etwas Wehmut zurück an einige Kameraden,

die es nicht mehr gibt und andere, von

denen mir, auch nicht bei den Landsberger

Stammtischtreffen, keiner mehr begegnet ist.

21


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Spaß muss sein!

Eine Russin in Deutschland

Eine bildhübsche Russin heiratete einen deutschen Bauingenieur und sie lebten danach

glücklich in München.

Aber die arme Frau tat sich sehr schwer mit der deutschen Sprache. Sie schaffte es aber immerhin,

dass sie sich mit ihrem Ehemann gut verstand. Ein richtiges Problem war es allerdings,

immer, wenn sie Lebensmittel einkaufen musste.

Eines Tages ging sie zum Metzger und wollte Hühnerbeine kaufen. Sie hatte Null Idee, wie

sie sich verständigen sollte, also gackerte sie wie ein Huhn und hob ihren Rock hoch und

zeigte auf ihre Beine.

Der Metzger verstand die Gebärde

und gab ihr die Hühnerbeine.

Am nächsten Tag brauchte

sie Hühnerbrust und

wieder wusste sie sich

nicht zu äußern. Also

gackerte sie wieder

wie ein Huhn, knöpfte

ihre Bluse auf, und

zeigte auf ihre Brüste.

Wieder hatte der

Metzger sofort verstanden

und reichte ihr die

Hühnerbrust.

Am dritten Tag wollte die Ärmste

Würstchen kaufen.

Unfähig, sich jetzt verständlich zu machen, brachte sie einfach ihren Mann mit.......

Nicht was Du denkst - Hallooooooo, ihr Ehemann spricht deutsch!!!!!!!

gefunden von G. Thiel

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Die Vorstandschaft

1. Vorsitzender: Hans Lichnowski

Hauptfeldwebel d.R., geboren am 28.06.1952;

Personalhauptverwalter, Informationsmeister

und Spieß im Stab/FKG 1

5 ½ Jahre in der Vorstandschaft UHG Saarburgkaserne.

2. Vorsitzender und zugl. Geschäftsführer: Helmut Staebler

Oberstleutnant a.D.

geboren 1947

in verschiedenen Verwendungen im FKG 1 und FKG 2

sowie in versch. Stabsverwendungen beim BMVg und beim WBK.

Schriftführer: zur Zeit nicht besetzt

Kassenverwalter: Helmut Dudla

Hauptmann d.R., geboren 11.10.1955

Nachschubmeister bei S4 im Stab/FKG 1

Beamter des gehobenen Dienstes bei der Bundeswehrverwaltung

Medienbeauftragter: Peter Wodniok

Hptm a.D., geboren 25.08.1944

VersStff/FKGrp 13 u. VersStff/FKG 1, Stab und StabsStff II./FKG1,

6. und 8. Inspektion RakSLw USA, II. Zug, 2./FKG 1 und

FmOffz TSLw 1.

23


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Herzlichen

Glückwunsch!

Die Vorstandschaft gratuliert von ganzem Herzen!

März

am 2. Herrn Meinhold, Uwe zum 71. Geburtstag

am 3. Herrn Schwemmer, Roland zum 65. Geburtstag

am 4. Herrn Steer, Konrad zum 75. Geburtstag

am 6. Herrn Starz, Uwe zum 50. Geburtstag

am 8. Herrn Merker, Hans-Peter zum 73. Geburtstag

am 9. Herrn Lengenfelder, Mathias zum 72. Geburtstag

am 17. Herrn Kurz, Helmut

zum 73. Geburtstag

am 29. Herrn Schönmüller, Wilhelm zum 76. Geburtstag

am 29. Herrn Weichenrieder, Horst zum 50. Geburtstag

April

am 1. Herrn Heiss, Karl-Heinz zum 60. Geburtstag

am 2. Herrn Braun, Wolfdieter zum 60. Geburtstag

am 6. Herrn Mohrenweiser, Hermann zum 75. Geburtstag

am 8. Herrn Brosch, Georg zum 60. Geburtstag

am 16. Herrn Rauprich, Dietmar zum 72. Geburtstag

am 17. Herrn Stumpf, Georg

zum 70. Geburtstag

am 21. Herrn Masson, Manfred zum 73. Geburtstag

am 25. Herrn Pruss, Uwe K.H.

zum 70. Geburtstag

am 29. Herrn Schmitz, Peter N. zum 72. Geburtstag

Mai

am 3. Herrn Haas, Axel zum 73. Geburtstag

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

am 8. Herrn Moog, Klaus zum 73. Geburtstag

am 11. Herrn Hommel, Hans

zum 82. Geburtstag

am 16. Herrn Gohlke, Gerhard

zum 77. Geburtstag

am 23. Herrn Zajontz, Siegfried zum 75. Geburtstag

am 26. Herrn Webers, Uwe

zum 70. Geburtstag

am 28. Herrn Fritsch, Albert

zum 73. Geburtstag

am 31. Herrn Bohr, Klaus

zum 76. Geburtstag

Juni

am 5. Herrn Stauch, Konrad zum 78. Geburtstag

am 6. Herrn Ameis, Heinz zum 71. Geburtstag

am 8. Herrn Ritter, Harald zum 74. Geburtstag

am 8. Herrn Seubold, Norbert zum 60. Geburtstag

am 10. Herrn Höpner, Volker

zum 72. Geburtstag

am 14. Herrn Glasner-Hetz, Gerhard zum 50. Geburtstag

am 17. Herrn Nürnberger, Uwe zum 50. Geburtstag

am 18. Herrn Koop, Klaus

zum 71. Geburtstag

am 19. Herrn Sündermann, Ewald zum 82. Geburtstag

am 19. Frau Lensch, Waltraut

zum 80. Geburtstag

am 19. Herrn Bolz, Karlheinz

zum 50. Geburtstag

am 23. Frau Hönes, Anna

zum 77. Geburtstag

am 23. Herrn Stadler, Ernst

zum 72. Geburtstag

am 30. Herrn Platzöder, Karl

zum 71. Geburtstag

Juli

am 1. Herrn Tscherner, Peter zum 71. Geburtstag

am 6. Herrn Lüer, Heinz zum 74. Geburtstag

am 9. Herrn Huber Erasmus zum 86. Geburtstag

am 11. Frau Sons, Ellen

zum 73. Geburtstag

am 15. Herrn Brüggemann, Gerhard zum 73. Geburtstag

am 20. Herrn Pablitschko, Peter zum 50. Geburtstag

am 21. Herrn Wender, Manfred zum 76. Geburtstag

Fortsetzung nächste Seite

25


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

am 21. Herrn Hörning, Karl

am 25. Herrn Kircher, Gottfried

am 31. Herrn Düvel, Jörg

zum 60. Geburtstag

zum 75. Geburtstag

zum 71. Geburtstag

August

am 2. Herrn Kathan, Friedrich zum 76. Geburtstag

am 7. Herrn Günther, Erhard zum 75. Geburtstag

am 7. Herrn Hans, Gerd zum 72. Geburtstag

am 8. Herrn Gebele, Franz zum 60. Geburtstag

am 10. Frau Reichold, Edelgard zum 87. Geburtstag

am 10. Herrn Kriebel, Manfred

zum 74. Geburtstag

am 10. Herrn Lutz, Karl-Heinz

zum 55. Geburtstag

am 11. Herrn Krull, Herbert

zum 73. Geburtstag

am 11. Herrn Dworsky, Klaus

zum 72. Geburtstag

am 11. Herrn Hentschke, Claus zum 70. Geburtstag

am 14. Herrn Kopf, Gernot

zum 60. Geburtstag

am 15. Herrn Kramer, Erich

zum 78. Geburtstag

am 15. Herrn Dittmaier, Fred

zum 73. Geburtstag

am 17. Herrn Wagner, Jürgen

zum 50. Geburtstag

am 22. Herrn Leibinger, Rigobert zum 76. Geburtstag

Die Vorstandschaft der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1 e.V.

wünscht darüber hinaus allen anderen Geburtstagskindern Gesundheit, Glück, Erfolg und Gottes

Segen für das neue Lebensjahr!

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

In eigener Sache (Mitgliederliste)

Unser Aufruf, die Mitgliederliste auf unserer Webseite mit aktuellen Bildern (Passfoto) zu

ergänzen, trifft weiter auf gute Resonanz! Die 100er Grenze ist bereits überschritten!

Bis jetzt sind es schon 125 Mitglieder, also weit über ein Drittel unserer Mitglieder, von

denen wir ein Bild anbieten können.

Wenn sie es bisher noch nicht getan haben, senden Sie uns bitte ein aktuelles Passfoto/

Foto, egal wie, also entweder elektronisch oder in Papierform zu.

Wir werden es dann entsprechend bearbeiten und auf der Seite einbinden.

Man verändert sich halt doch im Lauf der Jahre!

Wir warten auf Ihr Konterfei!

Brüggemann

Buchner

Burkhardt

Gerhard

Andreas

Richard

Neumühle 45

Römerhang 47

Pestalozzistr. 18

Richard.Burkhardt@web.de

91629 Weihenzell

86899 Landsberg am Lech

18609 Ostseebad Binz

D

D

D

09802 /

08191 /

0171 / 9

Busse

Hermann

Am Kornfeld 19

86899 Landsberg am Lech

D 08191 /

hh.busse@gmx.de 0174 / 7

Carius

Kurt

35, rue des Templiers

7343 Steinsel

L 0035 23

kcarius@pt.lu 00352 6

Chytry

Primo

Schlesische Str. 52

94315 Straubing

09421 /

primo.chytry@harman.com 0160 - 9

Euer Webmaster und Medienbeauftragter: Peter Wodniok

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Änderungsmeldung

Name: ................................................................................................

Vorname: ...........................................................................

Strasse: ...........................................................................

PLZ: ........................ Ort: ............................

Neue Anschrift:

Strasse: ...........................................................................

PLZ: ........................ Ort: ............................

FON: ...........................................................................

E-Mail: .......................................................................................

FAX: ........................... Mobil: .........................................

Neue Bankverbindung:

BLZ: ...........................................................................

Konto Nr.: ...........................................................................

Bank: ...........................................................................

Mit meiner Unterschrift erteile ich weiterhin die Erlaubnis, den fälligen Jahresbeitrag

im Lastschrifteinzug von meinem Konto abzubuchen.

........................................... .....................................

(Ort / Datum)

(Unterschrift)

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Traditionsgemeinschaft FKG 1 im Web

Verehrte Leser!

Gehören sie immer noch zu denen, die keinen Internetanschluss haben? Dann wird es Zeit, sich einen

einzurichten. Nur mit ihm und dem Besuch unserer Webseite sind Sie immer „up to date“!

Bisher schon weit über 48.500 Besucher!

Falls Sie also neu im „WEB“ sind, hier unsere Anschrift: Sie finden uns unter der Adresse:

http://www.tradgem-fkg1.de

Ich bemühe mich ständig, die Seiten so aktuell und interessant wie möglich zu gestalten. Ob es mir

gelingt, müssen Sie entscheiden.

Mein Dank gilt all denen, die durch ihre Beiträge dazu beitragen!

Nur für den Kontakt unserer Mitglieder

mit uns und untereinander

haben wir die Seiten „Kontakt“ und „Mitgliederliste“ eingerichtet, welche die

Adressdaten der Vorstandschaft, ihrer Organe und die aller Mitglieder auflistet. Um

diese Daten für Unbefugte unzugänglich zu machen, sind diese Seiten passwortgeschützt.

Wenn Sie diese Seiten aufrufen, werden Sie nach Benutzername und Passwort gefragt.

Diese werden zu Beginn der Mitgliedschaft und alljährlich mit dem „Weihnachtsbrief“ allen

Mitgliedern bekannt gegeben.

Bei Verlust genügt eine E-Mail an webmaster@tradgem-fkg1.de mit dem Stichwort: Benutzername

und die Daten gehen Ihnen nach Prüfung der Rechtmäßigkeit erneut zu.

PERSHING im Web

Es wird immer schwieriger, ...

... noch eine Webseite finden, die dem Waffensystem Pershing Präsenz bietet. Diesmal ist es

die Seite des „ABC-Waffen-Informationszentrum München“.

http://www.abc-waffen.de/Atom/fire.html

die u.a. tiefe Einblicke in den Gesamtkomplex „Kernwaffen“ liefert. Besonders interessant ist,

dass P1A nur in Geilenkirchen stationiert war! Und auch sonst noch viele Fehler.

Euer Medienbeauftragter und Webmaster: Peter Wodniok

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Von der V2 (A4) zur Pershing

Beim Stöbern bin ich auf eine Rarität gestoßen.

Die „A4 - Fibel“ oder besser gesagt, die wie ein Comic-Heft

aufgemachte, einfach gehaltene Bedienungsanleitung für die

feldmäßige Handhabung der V2 „Wunderwaffe“.

Sie wurde mit Stand 01.07.1944 in einer 1. Auflage von 150

Stück gedruckt und am 04.08.1944 verteilt. P.Wodniok

Die Fibel war als „Geheime Kommandosache“

eingestuft, hatte 148 Seiten und

einen Anhang mit einem sog. „X-Zeitplan“

(Count-Down).

Sie gliederte sich in eine allgemeine Ein-

weisung, „In der Feuerstellung“, „Der

Vermessungstrupp“, „Die Männer vom

Wagentrupp“, „Der Triebwerksmann“, „Die

Männer vom Elektrotrupp“, „Die Feuerleitung,

„Die Treibstoff-Batterie“und „In den

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Fernlenkstellungen“.

Auf Seite 4 dann die Einstimmung auf das

Kommende:

„Du lebst auf diesem Erdplaneten,

Im Zeitalter der Fernraketen.

Das Himmelsschiff im Weltenraum -

Ein Friedenswerk und Menschheitstraum

-

Mag das Jahrhundert einst begeistern!

Heut´ heißt es eine Waffe meistern;

Als gKdos noch unbekannt,

Hier kurz Gerät A4 genannt.“

„Die Rakete nimmt Dir übel,

Schaust du nicht in diese Fibel,

Doch dem Feinde macht Verdruss,

Jeder gut gelung´ne Schuss“.

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Feuerstellung in einem Wald in Holland, Februar 1945

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Der B-Stoff ist ein Flüssigkeitsgemisch, bestehend aus:

45% Athylalkohol, 30 % Methylalkohol und 25 % reines Wasser

Der B-Stoff dient als Kraftstoff für die Verbrennung im Gerät. Durch die chemische Verbindung

der A-Stoff Moleküle (flüssiger Sauerstoff) und B-Stoff Moleküle wird eine große Wärmemenge

frei, die im Heizbehälter den erforderliche Druck, Temperatur und Ausströmgeschwindigkeit

der Gase bewirkt.

Anmerkung: Zumindest in den

Anfängen der Pershing Truppe

gab es für die US-Instandsetzer

ähnliche, Comic-artige Broschüren.

Also nichts Neues!

Text und Grafiken: A-4 Fibel

Bilder: Bundesarchiv RH8II

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Termine

um

Nicht vergessen:

Stammtische (NEUER VERANSTALTUNGSORT!)

26.01., 09.03., 04.05., 06.07., 14.09., 23.11. 2013

jeweils 15:00 Uhr im Kasino Penzing,

Kauferinger Str. 7, 86929 Penzing (siehe Seite 2)

Ausweis mitnehmen! (Näheres folgt)

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

D´Landsberger Wiesn: Fr., 07.06.2013

Mitgliederversammlung TradGem FKG 1 mit

anschl. Kameradschaftsabend am Sa. 19.10.2013

um 15:00 Uhr im Kasino Penzing, Kauferinger

Str. 7, 86929 Penzing Ausweis mitnehmen!

Volkstrauertag am So., 17.11.2013 ab 10:00 Uhr,

Katharinenkirche in Landsberg

Spenden

Hr. Stamporek € 15,00

Hr. Leprich € 32,50

Hr. Schöller € 5,00

Hr. Illner € 9,00

Hr. Carius € 9,00

Hr. Kalis € 50,00

Hr. Schanderl € 20,00

Hr. Gohlke € 10,00

Hr. Hefele € 10,00

Hr. Braun € 15,00

Hr. Friederich € 150,00

Kam. Sauschiesser € 20,00

beim Stammtisch € 80,00

Mitgliederversammlung € 43,40

Ein

- licher Dank an alle Spender!

unsere Bankverbindung:

VR-Bank Landsberg-Ammersee eG

Kontonummer: 1 12 96 78

BLZ: 700 916 00

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- Landsberg am Lech -

Nachruf

Wir trauern um unsere verstorbenen

Kameraden!

General a.D. Th. Gericke, verstorben am 14.09.2012

Peter Weirich, verstorben am 28.09.2012

Hptm a.D. H. Kropp, verstorben am 08.10.2012

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Das neue Transportflugzeug der Luftwaffe

- A400M - (Teil 6)

Dieser Artikel setzt die Reihe „Waffensysteme der Luftwaffe“ - A400M - fort.

Der Autor erarbeitete im Auftrag von EADS eine Vortragsreihe über Geschichte, Anforderungen

und Technik für dieses neue Flugzeugmuster.

Es soll in (ferner) Zukunft, die Rede ist ab Ende 2014, die Transall C160 ersetzen.

Die neuesten Zahlen aus dem Ministerium sprechen nur noch von 40 anstatt 60 Flugzeugen!

Stand: Oktober 2011. Auslieferung abgeschlossen bis ca. 2020!

Nach all den technischen Details der vorangegangenen Berichte heute ein weiterer

Zwischenbericht zum Stand der Entwicklung/Fertigstellung/Zertifizierung.

Juni 2012

A400M beweist Transportflexibilität

Airbus Military hat kürzlich die Lade- und

Transportflexibilität des neuen A400M

mit besonders sperrigen Gütern getestet,

verladen wurden dabei ein leichter EC725

Hubschrauber und ein mittelschwerer NH90

Transporthelikopter.

können. Die Rotorblätter und der Rotorkopf

der Helikopter mussten jeweils abmontiert

werden. Die Ladetests mit dem NH90 fanden

bei dem deutschen Hubschraubergeschwader

64 in Holzdorf statt und der EC725 wurde für

die Tests zum Airbus Werk Toulouse überflogen.

Als Proband diente Airbus Military der

vierte Prototypen MSN4, weitere Ladetests

mit militärischen Fahrzeugen werden folgen.

A400M für die Türkei in

der Endmontage

Airbus Military hat im Juni 2012 mit der

Endmontage des ersten A400M Atlas Militär-

Nach Aussagen von Airbus Military handelte

es sich bei den beiden Hubschraubern von

den Abmessungen her die sperrigsten Ladegüter,

die bislang in den A400M geladen

wurden. Für die militärische Einsatzbereitschaft

muss Airbus Military zeigen, dass

diese Hubschrauber transportiert werden

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

transporters für die Türkei begonnen.

Bei der Maschine handelt es sich um die

Baunummer MSN9, es ist nach den beiden

französischen Maschinen die dritte Serienmaschine.

Die Endfertigung des A400M Militärtransporters

findet im Airbus Military Werk

San Pablo im spanischen Sevilla statt. Die

Türkei hat bei Airbus Military zehn A400M

bestellt und will damit ältere C160 Transall

Transporter ersetzen. MSN9 soll im nächsten

Jahr an die türkischen Luftstreitkräfte übergeben

werden.

August 2012

Weitere Verzögerung beim A400M

Transporter

Airbus Military hat am Freitag, dem 31.

August 2012, bestätigt, dass der erste

A400M Militärtransporter im nächsten Jahr

ausgeliefert werden soll, jedoch mit einer

Verzögerung von rund drei Monaten.

Probleme mit der starken Propellerturbine

von Europrop International (EPI) machen

eine Verschiebung der Erstauslieferung vom

ersten ins zweite Quartal 2013 wohl unumgänglich.

Während den Funktions- und Zuverlässigkeitstests

(F&R) mit dem Prototypen

MSN6 traten Probleme bei den TP400D-6-T

Turbinen auf, daraufhin konnte der A400M an

der Farnborough Air Show nicht vorgeflogen

werden. Die Chipdetektoren meldeten metallische

Teile im Ölsystem, eine Untersuchung

zeigte, dass die abgelagerten Späne von einer

Abdeckplatte im Propellergetriebe stammten.

Das fehlerhafte Teil musste umkonstruiert

werden und befindet sich nach Aussagen von

Airbus Military bereits in der Erprobung. Falls

sich die Qualität des Bauteils als genügend

herausstellt, müssen alle bestehenden Motoren

umgerüstet werden. Ein genauer Zeitplan

konnte noch nicht festgelegt werden, EPI gibt

jedoch sein Beste, um das Problem so rasch

wie möglich zu beheben.

Als Folge dieses Triebwerkproblems wird sich

die zivile Musterzulassung und die militärische

Initial Operating Capability (IOC) in das

erste Quartal des nächsten Jahres verschieben,

gefolgt von einer ersten Lieferung an

die französischen Luftstreitkräfte (MSN7) im

zweiten Quartal 2013.

Airbus Military beabsichtigt, wie geplant, im

nächsten Jahr vier Flugzeuge auszuliefern. Es

ist eine leichte Auswirkung auf die Lieferung

des zweiten französisch Flugzeugs (MSN8)

zu erwarten, während MSN9 (das erste

türkische Flugzeuge) und MSN10 (das dritte

für Frankreich) wie geplant Ende des Jahres

2013 übergeben werden sollen.

Die ersten drei Kundenflugzeuge befinden

sich in Sevilla in der Endmontage und weitere

zehn Flugzeuge befinden sich in verschiedenen

Stadien der Produktion. Die A400M

Testflotte hat während der Erprobung bei

rund 1.250 Flügen mehr als 3.700 Flugstun-

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

den absolviert.

August 2012

A400M Prototyp auf der ILA 2012

portieren können - hatte auf dem Weg von

Toulouse einen Zwischenstopp in Lechfeld

und Köln eingelegt und mehrere ranghohe

Derzeit wartet man auf die Rücklieferung

von TP400-Triebwerken durch den Hersteller

Europrop International, sagte der CEO von

Airbus-Military, Domingo Urena-Raso, auf einer

Pressekonferenz. Dort müssen Abdeckplatten

des Propellergetriebes ersetzt werden, nachdem

in einem Fall Risse entdeckt worden waren.

Der Erstflug der ersten Serienmaschine

soll deshalb frühestens zum Jahresende 2012

erfolgen. Kürzlich hatte Airbus mitgeteilt,

dass sich die Auslieferung des ersten A400M

an die französische Luftwaffe auf das zweite

Quartal 2013 verschieben wird. Ungeachtet

dessen sollen im kommenden Jahr, wie geplant,

vier Flugzeuge an Kunden übergeben

werden.

September 2012

A400M landet erstmals in Wunstdorf

Zum ersten Mal hat eine Transportmaschine

des Typs A400M Wunstorfer Boden berührt.

Auf dem Fliegerhorst sollen 40 solcher Maschinen

stationiert werden.

Das 45 Meter lange Flugzeug - es soll 37

Tonnen Nutzlast über 8700 Kilometer trans-

Militärs an Bord. Das Vorserienmodell kam

beladen mit Passagieren, Paletten und

Krankentragen mit einer rein deutschen

Besatzung.

Testpilot Karl-Heinz Mai war überrascht, als

er schon im Landeanflug die vielen geparkten

Fahrzeuge sah. Das Interesse an dem Militärflieger

war groß.

In den Ausbau des Standortes - der bundesweit

auch für die Ausbildung der künftigen

A400M-Piloten zuständig sein wird - werden

nach Bundeswehrangaben rund 405 Millionen

Euro investiert.

Bericht: Peter Wodniok und FliegerWeb, News

Bilder: Airbus Military

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Übungsimpressionen

- Das FKG 1 im Felde -

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Vom Pagen zum POW (Prisoner of War) - Schlussbericht

Schon des Öfteren hat er uns hier seine Erinnerungen preisgegeben.

Diesmal berichtet er von seiner Zeit im sogenannten 3.

Reich und dem Kontakt mit dessen „Größen“.

Die Rede ist von dem ehemaligen Hauptfeldwebel Erasmus

Huber, der sich auch noch heute, im hohen Alter von 86 Jahren,

guter Gesundheit erfreut.

Text und Bilder : Erasmus Huber

Nachts ging es oft noch auf Jagd nach

Saboteuren, die abgestellte Nachtjäger in

Hosenbeinen. Aber bis es soweit war, wurde

ich von den Amis erst einmal ausgeplündert.

Soldbuch, Armbanduhr und ein echter goldener

Ring aus meiner Pagenzeit wechselten

blitzschnell den Besitzer. Es folgte eine Zeit

der Demütigung durch den Pöbel in Belgien

und Frankreich. Das Volk johlte und spuckte,

die Luft sprengten. Natürlich waren unsere

nächtelangen Streifzüge am Öresund (wir

lagen gegenüber von Malmö) ergebnislos.

Nach Kopenhagen folgte eine Fallschirmpionierausbildung

in Güstrow und der Fronteinsatz

in der Eifel, wo ich am 9.2.1945

in Gefangenschaft geriet. Und schon gab

es wieder eine neue Uniform mit dem

Aufdruck PW auf dem Rücken und auf den

40


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

wenn wir Gefangenen in langen Reihen

durch die Städte in die Lager getrieben wurden.

Ich habe dies, bei aller Freundschaft zu

den Amis, bis heute nicht vergessen. Später in

einem Lager in Frankreich habe ich dies den

Amerikanern alles wieder heimgezahlt. Ich

musste dort unter Aufsicht in der H-Gruppe

eines riesigen Depots arbeiten. Später, als die

Amerikaner zurück verlegt wurden, wurde

mir die Arbeit übertragen, und ich bekam

noch zwei Gefangene als Hiwis (Hilfswillige).

Jetzt waren die Amerikaner auf den guten

Willen ihrer Gefangenen angewiesen. Rings

um das Gefangenenlager haben sie ein

riesiges Sammellager von Armeefahrzeugen

aller Art zusammen gekarrt. Alle Fahrzeuge

wurden überholt, notfalls auch repariert.

Schrauben, Muttern und andere Ersatzteile

wurden von der mir unterstellten H-Gruppe

angefordert. Ich hatte eine verantwortungsvolle

Aufgabe und ein Sattelauflieger diente

mir als Büro. Bald verfügte ich auch über ein

umfunktioniertes Funkgerät als Radio sowie

über optische Geräte und vor allem über viel

französische Francs. Das alles wurde illegal

beschafft. Als Geldquelle dienten nagelneue,

noch in Öl verpackte amerikanische Pistolen,

die ich ohne Skrupel an andere Gefangene,

die im Außendienst beschäftigt waren,

weitergab. Weil ich damit rechnen musste,

dass eines Tages die MP vor meinem Büro

steht, hatte ich eine durchgeladene Pistole

unter meiner Schreibtischplatte deponiert.

Ich hätte sie sicher nicht angewendet, aber

sie beruhigte mein schlechtes Gewissen

doch etwas. Damals waren die Amerikaner

noch nicht unsere Freunde, sondern noch

Feinde. Inzwischen war ich 18 Jahre alt, und

plötzlich wurde ich unvermittelt einem Entlassungstransport

zugeteilt und am 28. Juni

1946 entlassen. 10 Jahre später, fast auf den

Monat genau, zog ich am 20. Mai 1956 eine

neue Bundeswehr-Uniform an.

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Mitgliederversammlung 2012

Die Mitgliederversammlung 2012 wurde von 28 stimmberechtigten Mitgliedern besucht.

Nach Begrüßung und kurzer Einleitung durch den 1. Vorsitzenden wurde der Verstorbenen

gedacht.

Vorschläge zu einer „Jahresfahrt“ wurden gemacht, jedoch keine Entscheidung getroffen.

Der Kassenwart trug den Kassenbericht vor und die Kassenprüfer baten die Anwesenden, den

Vorstand zu entlasten, da keine Beanstandungen gefunden wurden.

Mangels Meldungen konnte kein Ersatz für den verstorbenen Schriftführer, M. Lades gewählt

werden. Das Amt übernimmt der 2. Vorsitzende kommissarisch bis zur nächsten Neuwahl.

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Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

In eigener Sache - Projekt eingestellt!

In den letzten Kurieren habe ich Sie gebeten,

mich bei der Vervollständigung unserer

Webseiten zu unterstützen. Einige Wenige

sind meiner Bitte nachgekommen und haben

mir Daten geliefert. Leider kam von den

direkt Angesprochenen, Chefs und Spießen,

Ausnahme VersStff FKG 1 (siehe auch unsere

Internetseite), nur sporadisch ein Rücklauf.

Also nochmals die Bitte, mir die Standzeiten

in den Staffeln zu übermitteln!

Jedermann/-frau wird gebeten, die während

seiner/ihrer Dienstzeit tätigen Chefs

und Spieße mit Staffelzugehörigkeit an

mich weiter zu leiten. Ich werde

dann versuchen, die Kurzchronik

zu erstellen.

Bei den Wappen lief

es viel besser. Das Wap-

pen

der StabsStffel I./FKG 1 konnte

Dank der Hilfe von F. Puscher rekonstruiert

werden.

Schon jetzt ein Dank an alle, die mich

bisher unterstützt haben!

Projekt wurde mangels

Beteiligung eingestellt!

Mithilfe benötigt!

1

1

Zur Information: Im Moment läuft gerade

eine Anfrage beim Bundesarchiv Koblenz

- Abteilung Militärarchiv (Abt MA) in Freiburg,

initiiert von unserem Mitglied Heinz

Lüer. Wollen wir mal hoffen, dass er eine

befriedigende Auskunft bekommt!

Mithilfe benötigt!

Euer Webmaster: P. Wodniok

43


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Als Stammsoldat mit Familie in den USA (4)

Wenige nur hatten das Glück, für ein oder

mehrere Jahre als Stammsoldat in den

USA Dienst tun zu dürfen. Ich war einer

der Glücklichen, der von 1983 bis 1988

als Leiter Ausbildung an der US Army

Field Artillery School deutsche Pershing-

Soldaten am Waffensystem ausbildete.

Ein fordernder Dienst, der jedem viel

abverlangte.

Wie die POGAF-Lehrgänge unter deutscher Leitung durchgeführt wurden und welche

Sonderaufträge noch aus Deutschland eintrafen; davon handelt dieser Bericht.

Nach Ende des POGAF-Lehrganges als sit-in

und einer ungefähren Vorstellung, wie die

Folgelehrgänge unter deutscher Leitung ab

1984 ablaufen sollten, ging es im Dezember

1983 wieder zurück nach Deutschland. Dort

konnte ich noch Weihnachten feiern und

im Februar wurde es dann Ernst - der erste

POGAF Lehrgang begann.

Rechtzeitig vorher kam die Versetzung zur 8./

RakSLw und zwei Wochen vor meiner Familie

traf ich in Lawton/Ft. Sill ein. Zusammen mit

mir wurde auch ein OFw Höhn als Ausbildungsfeldwebel

versetzt und saß mit mir im

Flieger nach Lawton. Mit ihm und dem sich

schon vor Ort befindlichen HFw Griesenbeck

bildeten wir die erste deutsche Ausbildungskomponente

der 8. /RakSLw.

Wir entwickelten uns alsbald zu einem guten

Team, das die neuen Herausforderungen

problemlos meisterte.

Zur Unterstützung des Luftwaffenverbindungsoffiziers

zur USAFAC/S, OTL Busse,

wurden mir auch noch die Aufgaben des FK-

Offz und Übersetzer Offz in der Gruppe ATV

übertragen. Damit nicht genug, war ich auch

noch für die Überwachung der Ausbildung

im POMGAF-Lehrgang (FK-Offz und FKFw)

verantwortlich.

Von den Kommandobehörden wurde uns

schriftlich bescheinigt, dass der erste, unter

deutscher Leitung durchgeführte Lehrgang

die in ihn gesetzten Erwartungen in Bezug auf

Qualität der Ausbildung bei weitem übertraf.

Neben den dienstlichen Belangen galt es aber

44


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

auch noch die Familie zu integrieren. Das hieß

Umzug abwickeln, Wohnung/Haus suchen

und finden und vor allem, eine adäquate

Schule zu bestimmen, wo die begonnene

Schulausbildung meines Sohnes weitergeführt

werden konnte.

Kurz gesagt, mit Unterstützung der Inspektion

und des Stammpersonals lief alles mehr

oder weniger reibungslos über die Bühne.

Am Ortsrand von Lawton wurde ein Haus angemietet

und die Mac Arthur High School war

fortan die neue Schuladresse meines Sohnes.

Von Lehrgang zu Lehrgang lernten wir dazu

und so war jeder Lehrgang etwas anders, als

der zuvor durchgeführte.

Empfang beim GAF Liaison Officer, OTL Busse.

Seine Gäste von links nach rechts: OTL Reichel, Major

Rasmussen mit Frau, OLt Wodniok mit Frau.

Da das alles einen etwas experimentellen

Charakter hatte und man uns „Exoten“

sehen wollte, man nennt das wohl „Dienstaufsicht“,

gab ein Dienstreisender aus

Deutschland dem Anderen die Klinke in die

Hand. Luftflotte, Luftwaffenamt, MatAmt Lw,

Militärattachés und sogar Bundestagsabgeordnete

„störten“ den normalen Dienstbetrieb

durch ihre Besuche.

Die RakSLw USA gliederte in der Zwischenzeit

um und so wurde aus der 8. Inspektion die 6./

RakSLw mit einem eigenen Inspektionschef

(Hptm „Jo.“ Brüggemann).

Aber nicht nur die RakSLw war im Umbruch,

sondern mit der Umbenennung wuchs die

6. Inspektion aufgrund dienstlicher Erfordernisse

personell gehörig auf. Eine zusätzliche

Instandsetzungs- einschließlich Nachschubkomponente

wurde neu aufgestellt.

Das machte uns autark und mehr und mehr

unabhängig von der US-Seite, was der

Bundesrepublik Deutschland eine Menge

Steuergelder sparte.

Naturgemäß weckten diese zusätzlichen

Ressourcen in Deutschland Begehrlichkeiten,

diese auch anderweitig zu nutzen.

So kam was kommen musste. Im Rahmen

der jährlichen Überprüfungsschießen mit 2

FK-Staffeln je deutschem Einsatzgeschwader

in MacGregor Range, NM, erhielten wir den

Auftrag, diese Teileinheiten technisch und

mit dem vor Ort (Ft. Sill) befindlichen Gerät

zu unterstützen. Das liest sich so einfach,

stellte uns aber vor erhebliche logistische

Herausforderungen.

Wer schon einmal mit Einsatzgerät Ausbildung

betrieben hat, d.h. Bauteile ausgebaut

und auseinander gebaut hat, der weiß, wie

schwierig es danach ist, dieses Gerät wieder

in einen einsatzfähigen Top-Zustand zu versetzen,

vor allem, wenn dieses Gerät vor dem

Zertifizierungsschießen von FAMSEG auf Herz

45


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

und Nieren überprüft wird.

Zudem war der Ort der Ausbildung vom

Ort des Schießens über 1000 km entfernt.

Erschwerend kam weiter hinzu, dass man

inzwischen auch deutsche Fahrzeuge wie

PTS/PS MAN, SaZgM usw. vor Ort hatte. Und

so ein MAN erreichte nun mal mit 65 km/h

seine Höchstgeschwindigkeit!

Mit der Auflage, dass das Waffensystemgerät

im Konvoi zu verlegen war und das Beigerät

verladen werden sollte, begab sich einmal

pro Jahr die Pershing Karawane auf

den Weg nach Neu Mexiko.

Die verschiedenen Orts-Sheriffs

staunten nicht schlecht, als 3 Startlafetten,

ein PTS/PS Fahrzeug und eine

SCTS ihre Ortschaften durchquerten;

vor allen Dingen konnten sie mit

den Y-Nummernschildern nichts

anfangen. So begleiteten sie den

Konvoi manchmal eine kurze Strecke,

trauten sich jedoch nicht, ihn

jemals aufzuhalten.

Auch beim Verladen des Restgerätes passierte

Kurioses.

Im Regelfall fuhren Tieflader auf den Hof,

luden das Gerät auf und lieferten es auf der

Schießrange wieder ab. Manchmal jedoch

kamen da abenteuerliche Gespanne an. Vorne

ein Pickup mit einem auf der Ladefläche

verschraubten Königsbolzen und dahinter ein

riesiger Sattelauflieger. Aber sie erreichten

alle ihr Ziel.

Und wenn dann mal einer nicht, wie bestellt,

auf den Hof fuhr, stellte sich ein US-Soldat

unserer Unterstützungseinheit an den Rand

der nahe gelegenen Autobahn und fragte mit

dem Walkie-Talkie auf der Trucker Frequenz,

ob nicht jemand die Ladung übernehmen

wolle. Auch das klappte immer reibungslos.

Untergebracht waren wir in den BOQs von

Ft Bliss (El Paso) und pendelten täglich von

dort zur Range und zurück.

Auf der Range angekommen richteten wir uns

„komfortabel“ ein. Wir bekamen dazu eine

fest gewalzte Sandfläche zuwiesen (siehe

DSU-Pfeil) und unterstützen von dort aus mit

Contact-Teams die schießenden Einheiten.

Besonders interessant war es, bei einem

Schuss im Mission Control Van die Signalfolge

während des Fluges mit zu verfolgen. So

geschehen auch bei einem Flug im Herbst

1986, der zu einer Katastrophe hätte führen

können. Kurz nach dem Zünden der 2.

Antriebsstufe brannte die Dichtung einer

Schubumkehröffnung durch und brachte den

FK dadurch aus seiner Bahn. Die hohen Quer-

46


Vereinskurier der Traditionsgemeinschaft Flugkörpergeschwader 1

- Landsberg am Lech -

Firing Pads

Mission-/Range Control

Direct Support Unit (DSU)

beschleunigungen ließen den FK daraufhin

auseinander brechen und kurz hinter der für

Besucher offenen Fläche des White Sands

National Monuments niedergehen. Es gab

keine Verletzten und auch konnte der Vorfall

geheim gehalten werden.

Für uns war die Ursache zu diesem Zeitpunkt

natürlich noch nicht bekannt und eine hektische

Ursachenforschung begann. Dies war

auch die Zeit, als ich u.a. zusammen mit OTL

Kremer in Nächte langen Besprechungen

versuchte, die anstehenden Schießen doch

noch durchführen zu können.

Letztendlich kam man zu dem Ergebnis,

dass es zu einem ähnlichen Fehler wie beim

Challenger Unglück gekommen sein musste.

Man vermutete einen Fremdkörper (Haar)

zwischen Dichtung und Festtreibstoff.

Für uns, die DSU Einheit hieß das, - die

schießenden Einheiten wurden darüber

im Unklaren gelassen, - an allen schon

zusammengebauten Flugkörpern die Schubumkehröffnungen

zu inspizieren. Wegen der

Gefährlichkeit dieser Arbeiten wurde nur ein

Minimum an Personal eingesetzt und das

Ganze an einem Sonntag durchgeführt.

Das war schon ein mulmiges Gefühl, neben

und unter einem scharfen und nur auf Abstandshaltern

aufgestützten Flugkörper die

Schubumkehröffnungen aufzuschrauben,

zu inspizieren, zu warten und wieder zuzuschrauben.

Glücklicherweise fanden wir keine Abnormalitäten

und die folgenden Schießen konnten

problemlos durchgeführt werden.

47


Abenteuer

erlebt man nicht

auf der Couch

.. und auch nicht mehr

beim FKG 1 ..

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