Download PDF / 799 KB - Porsche

porsche.at

Download PDF / 799 KB - Porsche

Seite 38

Christophorus 340

Christophorus 340

Seite 39

Mon dieu,

der Panamera!

FOKUS PANAMERA

FAHREN


Seite 40

Christophorus 340

Christophorus 340

Seite 41

Exklusiver geht es kaum. Schon bevor der Panamera auf den

Markt gekommen ist, konnten ihn Gäste des Porsche Travel Club

bei einer Reise durch die Provence erleben – mit allen Sinnen.

Eine einzigartige Tour durch den Süden Frankreichs mit vielen

individuellen Erlebnissen: Der Panamera ist angekommen.

Text

Jürgen Zeyer

Fotografie

Bernd Kammerer

Polizisten haben für Ordnung zu sorgen – doch wenn zwölf

Panamera souverän über die Landstraßen des Zuständigkeitsbereichs

rund um den Grand Canyon du Verdon in der Provence

gleiten, gerät schon mal einiges durcheinander. Mitunter sogar

das eigene Ordnungsprinzip. Mit der harmlosen Bitte um ein

Erinnerungsfoto halten drei Gendarmen die imposante Flotte der

Porsche-Travel-Club-Reisenden unweit des Lac de Sainte-Croix

an – und lassen sie mit dem ganz und gar nicht strengen Hinweis

sofort wieder ziehen, man würde selbstverständlich alles Nötige

regeln. Nach kurzer Mitfahrt im Konvoi zieht das Polizeifahrzeug

dann in einem halsbrecherischen Manöver an der Panamera-Kolonne

vorbei, um in der nächsten Parkbucht Position zu beziehen:

Welch ein Anblick, wenn drei Verkehrshüter zu Fans werden, Spalier

stehen, winken und gleichzeitig die Kameraauslöser drücken,

um die Nähe zu Porsches vierter Baureihe zu dokumentieren.Vive

la chance! Aller Anfang ist Staunen.

Vom Staunen zum Bewundern ist es nur ein kleiner Schritt. Den

haben die Gäste des vom Porsche Travel Club organisierten Panamera-Erlebnisses

längst hinter sich.„Ich bin restlos begeistert“, sagt

Yuval Rakavy. Der Geschäftsmann aus Israel war einer von insgesamt

rund 50 Teilnehmern, die den Panamera in drei Gruppen

exklusiv während jeweils drei Fahrtagen in der Provence mit allen

Sinnen erfühlten. Rakavy hat sich zwar schon längst einen schwarzen

Panamera Turbo bestellt – die Vorfreude war aber einfach zu

groß, um noch länger warten zu können.„Ich musste dabei sein.

Wer beim Fahrzeugbau so einen neuen Weg einschlägt wie Porsche,

schafft entweder einen Klassiker oder nur einen modischen Trend.“

Er machte einen gedanklichen Punkt und schickt dann ein Ausrufezeichen

in seinen Worten mit:„Der Panamera wird ein Klassiker.“

Eine Gewissheit, die sich mit jedem der rund 600 Kilometer

auf den Straßen Südfrankreichs mehr verfestigte.

Aus der ganzen Welt waren die Erwartungsvollen dem Lockruf

gefolgt und ließen sich unter der souveränen Begleitung der Reiseleiter

Harald Becker und Matthias Missling in die Welt des Gran A

Bildlegende Frankreich:

An den schönsten Ecken geht’s rund

Paris

Frankreich

Provence

Montpellier

Marseille

Canyon du Verdon

St.Tropez

Nizza


Seite 42

Christophorus 340

Christophorus 340

Seite 43

Umschauen, anschauen, hineinschauen: Der Panamera auf großer

Fahrt wird zu einem der beliebtesten Motive in Südfrankreich

„Phänomenal. Ich bin total überrascht,

wie leicht sich der Panamera fahren

lässt. Er ist eine Luxuslimousine – und

doch reagiert er gleichzeitig wie ein

echter Sportwagen.“

Turismo einführen. Aus New Jersey in den USA hatte sich Praveen

Sharma aufgemacht. Sein erster Eindruck: „Phänomenal. Ich bin

total überrascht, wie leicht sich der Panamera fahren lässt. Er ist

eine Luxuslimousine und reagiert gleichzeitig wie ein echter Sportwagen.“

Oleg Antipov aus Russland schwärmt von dem „durch

und durch angenehmen Empfinden“. Man fühle sich auf Anhieb

wohl. Mohammad Marouf aus Kuwait ist ein erfahrener Porsche-

Kenner. Schließlich stehen zu Hause ein Carrera GT, ein 911GT2

sowie zwei Cayenne. Nun entdeckt er mit dem Panamera seine

Lieblingsmarke noch mal ganz neu.„Das Fahrzeug ist vollkommen

anders und doch in jedem Detail ein Porsche. Luxus und Sport befinden

sich in perfektem Einklang.“ Seine Frau und seine Tochter

werden das Gefühl demnächst teilen: Mohammad Marouf hat

für seine Lieben einen Panamera Turbo sowie einen 4S geordert.

Noch in der Überlegungsphase sind die Chinbats aus der Mongolei

gewesen. Das Ehepaar machte aus der Provence-Tour einen

Familienausflug und reiste mit Sohn und Schwiegertochter an.„Ein

fantastisches Fahrzeug“, urteilt Bat-Amgalan Chinbat, „wir sind so

gefangen von dem Panamera, dass wir die Schönheit der Landschaft

fast nicht wahrnehmen.“

Dabei passen Panamera und Provence ideal zusammen. Der Luxus-

Sportler verführt sogar zu der These, dass die Straßen Südfrankreichs

exakt für ihn bestimmt sind.„Wir haben Strecken ausgesucht,

auf denen der Panamera seine beiden wichtigsten Eigenschaften

ausspielen kann – seinen Superkomfort und seine außergewöhnliche

Sportlichkeit“, sagt Reiseleiter Harald Becker. Genau

dieser Anspruch wird umgesetzt. Fahren in der vierten Dimension.

Immer wieder künden Warnschilder mit den gezackten Straßenverläufen

gefährliche Kurven an. Für den neuen Porsche sind dies

Vorboten der reinsten Wonne.Wenn sich zum Beispiel das löchrige

Asphaltband vom Örtchen Aups über Moustiers-Sainte-Marie

in unzähligen schmalen Kehren mit dramatischen Szenerien

schließlich das verkarstete Felsland hinaufwindet. Dabei erfüllt

der Panamera mühelos sämtliche Wünsche des Fahrers – mit gedrückter

Sport-Taste darf es sogar noch etwas dynamischer sein.

Und das souveräne Grollen der 400 PS (beim 4S) beziehungsweise

500 PS (beim Turbo) starken Aggregate gibt ein beruhigendes Versprechen

ab: Verlass dich auf mich, im Zweifel kann ich immer

noch mehr!

Nach dem Mittagessen – dem Porsche Travel Club entsprechend

in einem der Restaurants des Kochkünstlers Alain Ducasse – erreicht

der Konvoi das Hochplateau mit den berühmten Lavendelfeldern.

Der betörende Duft komplettiert den Rausch der Sinne:

riechen, schmecken, fühlen, spüren, sehen – Genuss auf Panamera-

Niveau. Die Frage nach dem Fahrziel wird übrigens nie gestellt.

Das Wohin wird unwichtig, der Augenblick ist dasWertvolle. Es ist A


Seite 44

Christophorus 340

Genießer haben Vorfahrt: Die Reiseroute der Provence-Tour

lässt immer noch genügend Spielraum für Improvisationen

„Das Fahrzeug ist vollkommen

anders – und doch in jedem Detail

ein Porsche. Luxus und Sport

befinden sich in perfektem Einklang.“

das Glück, in Porsches vierter Baureihe der Zeit ein wenig zu entrücken:

Vom Himmel drückt ein unendliches Blau, blühende Oleander

sowie Bougainville geben dem Zauber der Provence Farbe,

der sich vermengt mit den magischen Panamera-Momenten.

Diese wiederholen sich zweimal am Tag auf dem Vorplatz des

Hotels Four Seasons Resort in Tourrettes, wo sich das prächtige

Porsche-Dutzend am Ausgangs- und Zielpunkt der Landpartien

aufreiht. Postwendend versprüht der Panamera jedes Mal aufs

Neue seine ganz eigene Anziehungskraft. Bis es heißt: langsam

Abschied nehmen. Yuval Rakavy, der Geschäftsmann aus Israel,

steht vor dem schwarzen, nun schon so vertrauten PanameraTurbo

und hat da noch einen Wunsch: „Wäre es nicht möglich“, meint er

augenzwinkernd, „den Wagen gleich nach Israel zu verschiffen?“

Der Panamera kommt. Ganz sicher.

B

Porsche Travel Club

Das Programm 2010

Auch im nächsten Jahr bietet der Porsche Travel Club wieder

mehr als 50 Reisen an. Neu aufgenommen beziehungsweise leicht

geändert wurden:

die Tour Provence ⁄ Côte d’Azur

(22. September, 29. September, 6.Oktober)

die Tour Portofino

(13. Oktober)

die Tour Hamburg ⁄ Sylt

(28. bis 30. Mai, 1. bis 3. Oktober)

die Tour Burgund

(13. Mai, 26. August)

Weitere Informationen und das gesamte Programm

gibt es im Internet:

www.porsche.de ⁄ travelclub

Telefon: +49-711-911-78155

E-Mail: travel.club@porsche.de

Fahren

Abseits, aber keine Falle

Individual-Verkehr, das geht auch dann, wenn

an der Côte d’Azur Hochsaison ist. Ein Frankophiler

gibt wassergekühlte Tipps. Vite,vite,bevor

sie nicht mehr ganz so geheim sind…

Zwei Kilometer bis St. Tropez. Die Perle der Côte

d’Azur muss irgendwo hinter dem Blech des Vordermanns

liegen. Eine Ewigkeit entfernt. Nichts

wie rechts ab, das Blau links liegen lassen.

Direction Ramatuelle. Très idyllisch, verspricht

die Beifahrerin. Es geht ein wenig bergauf und

vor allem voran. Als die Straße wieder flacher

wird,geht der Fuß automatisch vom Gas und der

Blick in die Weite. Weinfelder, grüne Hügel, aus

denen einzelne Villen wie weiße Sonnen strahlen

und ziemlich gerade vor der Nase der Leuchtturm

von Cap Camarat, der über einem fast

schon kitschig türkisen Meer auf dem Felsen

thront. Wir steigen aus, atmen den typisch

provenzialischen Duft, dem auch die Gäste des

Porsche Travel Club erlegen sind. „Gibt’s doch

nicht“, sage ich. Die Beifahrerin lächelt und

schweigt.

Gerade noch mitten in der Hektik des Golf von

St.Tropez,jetzt in der Ruhe des Plage de Pampelonne

von Ramatuelle. Hier beginnt die Unwirklichkeit,

die Ursprünglichkeit der südfranzösischen

Küste. Mit felsigen Landzungen, die ins

Meer hineinragen,mit Steilküsten,unterbrochen

von Sandstränden,die man oft nur mit dem Boot

oder nach stundenlangen Wanderungen erreichen

kann, dann wieder schroffe Klippen – und

vor allem keine Durchgangsstraßen direkt am

Wasser. Selbst zum Plage de Pampelonne, dem

mit 27 Hektar größten an der Côte d’Azur und

angeblich einem der schönsten Europas,führen

nur einige Stichstraßen durch Weinfelder aus

dem Hinterland hinunter. Die letzten Meter zum

Strand geht es nur zu Fuß.

Die Gemeinde Ramatuelle widersteht seit Jahrzehnten

allen Versuchen, diese wirkliche Perle

der Côte an Touristik-Investoren zu verkaufen.

Der Strand ist für alle, Bebauung verboten, und

so kann man hier in aller Ruhe seinen Café au

lait mit Jack Nicholson, Johnny Depp oder im

Mai auch mit der versammelten Formel-1-Elite

im Club 55 trinken. Nur Fotoapparate haben sie

hier nicht so gerne,das ist die Regel. Diese Südfranzosen

verteidigen die Ursprünglichkeit wie

die umzingelten Gallier in„Asterix“. Gastgebern

und Gästen hängt wie selbstverständlich die

Filterlose unterm Schnauzer. Ja,man hat schon

mal gehört vom Rauchverbot, aber das kommt

aus Paris – und Paris ist weit weg.

Christophorus 340

«Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will.

Alles verschwindet.»

(Paul Cézanne, französischer Maler mit Hang zum Süden)

Seite 45

Wahrscheinlich werden auch deshalb die Straßen

nur alle Jubeljahre mal ausgebessert. Hier in

den Hügeln ist Cruisen angesagt. Die längste

Gerade misst vielleicht 100 Meter, das schmale

Teerband ruckelt und schlängelt sich durch

knorrige Pinien- und Olivenwälder, ab und zu fällt

der Blick durch eine von Sturm oder Waldbrand

entstandene Schneise hinunter zum Meer. Von

Croix-Valmer geht es am Meer entlang Richtung

Gigaro-Plage. Am Ende des Strandes ist ein Parkplatz

und von dort an geht es nur zu Fuß weiter

Richtung Cap Lardier, einer unter Naturschutz

stehenden Landzunge. Nach zehn Minuten auf

dem kleinen, gut ausgebauten Pfad bergaufbergab

fühlt sich auch der Letzte weit weg vom

hektischen Europa. Außer Natur pur ist hier

nichts mehr. Kleine Buchten mit kristallklarem

Wasser, es riecht nach Maggikraut, ein paar

Möwen kreischen. Bei Ostwind, wenn am Plage

de Pampelonne ein paar Kilometer entfernt die

Wellen donnern,ist es hier im Windschatten besonders

ruhig. Wer jetzt nicht schwimmt ist

selber schuld. Das einzig Gewöhnungsbedürftige

– die meisten, die es sich in den kleinen

Buchten bequem machen,tragen außer Sonnenhut

und Armanduhr nicht viel. Je weiter man

Richtung Cap läuft, desto weniger Menschen

trifft man. Kaum zu glauben, das hier ist wirklich

die Côte d’Azur.

Das haben die Stars mittlerweile auch gemerkt.

Johnny Depp wohnt mit seiner Frau Vanessa

Paradis hoch oben in Plan-de-la-Tour, die Straße

da hinauf macht richtig Spaß. Aber Obacht –

manchmal geht es plötzlich nicht mehr weiter.

Vollsperrung, wegen Bergrennen.Und wenn man

dann den netten Gendarmen fragt, warum zum

Teufel 13 Kilometer unterhalb am Meer kein Hinweis

war, weshalb man jetzt zurückfahren darf,

lächelt der nur freundlich und sagt:„Wo ist das

Problem? Die Sonne scheint und Sie haben

doch Urlaub.“

B

Text

Jürgen Löhle

Fotografie

Bernd Kammerer

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine