Das Sprengelprogramm 2013/14 zum Download - Kindergarten und ...

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Das Sprengelprogramm 2013/14 zum Download - Kindergarten und ...

Schulsprengel Olang

Sprengelprogramm

Schuljahr 2013/14


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Inhaltsverzeichnis

1. Leitbild 3

2. Leitgedanken 4

3. Das Führungsteam 8

4. Die Schulstellenprogramme 9

5. Entwicklungs- und Arbeitsschwerpunkte auf Sprengelebene 10

6. Betreuung von Lehrpersonen im Berufsbildungsjahr und in den ersten Dienstjahren 14

7. Unterstützungssysteme auf Sprengelebene 16

8. Individualisierung und Differenzierung 18

9. Schüler/innen mit Migrationshintergrund 20

10. Förderung der Selbständigkeit und Eigenverantwortung 22

11. Kriterien und Modalitäten der Bewertung 23

12. Fortbildungskonzept des Sprengels 27

13. Teilnahme am Schulverbund 31

14. Koordinatoren - Aufgabenbereiche 32

15. Evaluation 34

16. Amtsschriften 35

17. Stundentafel und Kriterien zur Erstellung der Stundenpläne in der Grund- und Mittelschule 36

18. Terminpläne der kollegialen Tätigkeiten Grundschule und Mittelschule 40

19. Richtlinien für die Organisation der schulbegleitenden Veranstaltungen 44

20. Kriterien für die Genehmigung von Außendiensten 46

21. Disziplinarordnung 47

22. Kriterien für die Auswahl der Schulbücher 48

23. Übertritte zwischen den Schulstufen 49

24. Kriterien für die Bildung der ersten Klassen 52

25. Vereinbarung zur Zusammenarbeit zwischen dem SSP Olang und der Öffentl. Bibliothek Olang 53

26. Bestandskonzept der Zentralbibliothek des SSP Olang 54


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1. LEITBILD

Wir schaffen an unserer Schule Lernsituationen, die es den Schüler/innen ermöglichen selbständig,

selbsttätig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Dazu sind die Lernbereitschaft und das

Durchhaltevermögen der Schüler/innen von großer Wichtigkeit.

Die Lehrer sorgen für ein Lernumfeld, in dem Schüler, Grenzen und Orientierung erfahren und in dem

Verbindlichkeit und Disziplin den Rahmen des Lernens abgeben.

Lernen bedeutet für uns, dass sich die Schüler ein solides Allgemeinwissen aneignen, Zusammenhänge

erkennen, Daten und Fakten hinterfragen lernen.

Lernen bedeutet aber auch Persönlichkeitsentwicklung und Förderung der Kreativität. Die Schüler/innen

werden mit ihren Interessen und Begabungen gefördert, werden in ihrer Individualität gestärkt und

erleben Wertschätzung durch die Gruppe.

Neben der Wissensvermittlung ist uns das Miteinander sehr wichtig. Gemeinsames Erleben und Lernen

fördern und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl. Dadurch ist es möglich, dass die Schüler/innen als

Gruppe gemeinsam wachsen und sich als Wir erfahren können.

Schule als Lernort

Selbständigkeit - Selbsttätigkeit - Eigenverantwortlichkeit

Lernbereitschaft -Durchhaltevermögen - Grenzen - Verbindlichkeit -Orientierung - Disziplin

Schule als Ort des Wachsens

Interessen- Begabungen

Kreativität - Individualität

Wertschätzung

Schule als Gemeinschaft

gemeinsam erleben

gemeinsam lernen

gemeinsam wachsen

gemeinsam WIR


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2. LEITGEDANKEN

1. Leitgedanke:

Wir verbinden die Vermittlung von Basiswissen mit Persönlichkeitsbildung.

Ziele:

Schüler und Lehrer streben einen offenen

Umgang miteinander an und können Konflikte

bewältigen. Der Lehrer ist fachlich, methodisch

und didaktisch kompetent.

Maßnahmen:

Transparente Planung des Unterrichts

Gremien für Gespräche zwischen allen Beteiligten

kontinuierliche Fortbildung

2. Leitgedanke:

Wir begleiten die Schüler dabei, schrittweise und ihrem Alter entsprechend Verantwortung für ihr Lernen und

ihr zukünftiges Leben zu übernehmen.

Ziele:

Die Schüler gestalten den Unterricht aktiv mit. Die

Identität und die Autonomie der Schüler wird

gestärkt und gefördert.

Maßnahmen:

Stärken, Schwächen, Neigungen und Fähigkeiten zum

Thema machen

Selbst- und Fremdenwahrnehmung fördern

Partnerschaftliches Lernen ermöglichen

Stationenunterricht, mit freier Wahl der Stationen

unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades.

3. Leitgedanke:

Wir fördern soziale Kompetenzen und die Fähigkeit, mit anderen zusammenzuarbeiten.

Ziele:

In der Schule herrscht ein Klima der Solidarität

und Wertschätzung.

Maßnahmen:

Partner- und Gruppenarbeiten in der Klasse

Rollenspiele

Fortbildung der Lehrer in diesem Bereich

4. Leitgedanke:

Wir verstehen Schulgemeinschaft als lebendige Kooperation zwischen Schülern, Lehrern und Eltern.

Ziele:

Transparenz der Schule nach außen,

Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und

Schule

Maßnahmen:

Schulfeste und – feiern

Sprechtage

Individuelle Sprechstunden

Schulparlament

Projekte

Kontakte nach außen pflegen und nützen

Elternbesuche in der Klasse


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5. Leitgedanke:

Wir bemühen uns, die Motivation aller am Schulleben Beteiligten zu stärken.

Ziele:

Schüler, Eltern, Lehrer und außerschulisches

Personal fühlen sich für den Schulalltag

mitverantwortlich und sind bereit die Schule aktiv

mitzugestalten.

Maßnahmen:

die Lerninhalte an der Lebens- und Erfahrungswelt der

Schüler anknüpfen

Ziele für die Schüler transparent machen

Spannungen und Höhepunkte in den Schulalltag

einbauen (Exkursionen, Besichtigungen, Unterricht im

Freien, Gestaltung von Festen usw.)

6. Leitgedanke:

Wir bemühen uns, gute Lernvoraussetzungen zu schaffen, indem wir gemeinsam für ein gutes Schulklima

sorgen.

Ziele:

Schaffung eines guten Schulklimas als

Voraussetzung für soziales und fachliches

Lernen.

Maßnahmen:

freundliche Gestaltung von Schulhaus, Schulhof und

Klassenzimmern

Schülerparlament

Offene Aussprachen zwischen den Schülern; Schülern

und Lehrern; Lehrern und Eltern; außerschulischem

Personal und Lehrern

7. Leitgedanke:

Wir bemühen uns, dem praktischen Lernen und Tun der Schüler einen hohen Stellenwert einzuräumen.

Ziele:

Die Schüler können selbständig lernen und

arbeiten, sie werden teamfähig.

Maßnahmen:

Projektarbeit

Gruppen- und Partnerarbeiten

Bewegungsfreundliche und handlungsorientierte

Arbeitsformen

Einsatz unterschiedlicher Lernorte

8. Leitgedanke:

Wir vermitteln unseren Schülern ein solides, anschlussfähiges Grundwissen.

Ziele:

Die Schüler haben die Möglichkeit ein

grundlegendes Allgemeinwissen, als

Voraussetzung für alle weiterführenden Schulen,

zu erwerben.

Sie erhalten Hilfen für die Lernbewältigung.

Maßnahmen:

Kulturtechniken einüben

Schülersprechstunden bei einem Vertrauenslehrer


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9. Leitgedanke:

Wir vermitteln unseren Schülern die Fähigkeit, aus der Fülle der Informationen richtig auszuwählen und

diese Informationen sinnvoll einzusetzen.

Ziele:

Die Schüler lernen aus den verschiedensten

Medien Informationen einzuholen, passend

auszuwählen und sinnvoll einzusetzen.

Sie entwickeln eine kritische Haltung gegenüber

den Medien.

Maßnahmen:

Nachschlagetechniken in den verschiedenen Medien mit

den Schülern einüben

Nutzung aller modernen Medien

Neue Medien kritisch bewerten lernen

10. Leitgedanke:

Wir vermitteln unseren Schülern die Fähigkeit, selbständig zu handeln und zu urteilen.

Ziele:

Die Schüler sind fähig selbständig zu arbeiten.

Sie entwickeln und vertreten eine eigene

Meinung.

Maßnahmen:

Anregungen schaffen, verschiedenste und vielfältige

Lernwege zu finden

Angebot differenzierter Lerninhalte

Hilfe zur Selbsthilfe bieten

11. Leitgedanke:

Wir vermitteln unseren Schülern grundlegende Arbeits- und Kommunikationstechniken.

Ziele:

Die Schüler üben verschiedene Arbeits- und

Lerntechniken ein.

Sie lernen unterschiedliche, situationsabhängige

Kommunikationstechniken kennen.

Maßnahmen:

Einübung und Evaluation der Kommunikationstechniken

mit unterschiedlichen Gesprächspartnern, ev. auch über

„Chatrooms“ im Internet.

Übungsmöglichkeiten bei Referaten, Partner- und

Gruppenarbeiten, in Diskussionsrunden und Debatten

12. Leitgedanke:

Unter Qualität verstehen wir das Hinterfragen unserer Methoden und Verfahren, sowie der Wirksamkeit des

Unterrichts.

Ziele:

Alle Mitarbeiter der Schule sind bereit, zur

Sicherung und Steigerung der Qualität der Schule

ihre Arbeit zu evaluieren. Schulbetrieb und

Unterricht werden transparent.

Maßnahmen:

Planung des Unterrichts in verschiedenen Gruppen

(Klassenrat, Fachgruppen, Regel- und

Integrationslehrer)

Reflexion des Unterrichts (Hospitation, Supervision,

Beratung, usw.)

Schulinterne Fortbildung

Schulexterne Fortbildung


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13. Leitgedanke:

Unter Qualität verstehen wir die Bereitschaft zu Weiterbildung aller unserer Mitarbeiter.

Ziele:

Weiterbildungsmöglichkeiten für die speziellen

Anforderungen unserer Schule werden

angeboten.

Weiterbildungsmöglichkeiten für die individuellen

Bedürfnisse der einzelnen am Schulleben

beteiligten können ausgewählt und besucht

werden.

Maßnahmen:

Schulinterne Fortbildungen

Schulexterne Fortbildungen in den einzelnen

Fachbereichen,

fächerübergreifend,

schulstufenübergreifend, mit Eltern und anderen, usw.


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3. DAS FÜHRUNGSTEAM

Die Direktorstellvertreterin, die Schulstellenleiter/innen, die Mitglieder der Steuergruppe in der Mittelschule

die Koordinatorinnen und Koordinatoren und die Fachgruppenleiter/innen sind die Mitarbeiter/innen der

Direktorin. Sie übernehmen Führungsaufgaben im Sprengel und tragen Verantwortung für die ihnen

zugeteilten Bereiche.

DIE DIREKTORSTELLVERTRETERIN

vertritt die Direktorin bei Abwesenheit,

berät die Direktorin bei wichtigen Entscheidungen,

verschafft sich einen Überblick über Prozesse und Arbeitsergebnisse innerhalb des Sprengels,

koordiniert (gemeinsam mit der Direktorin) die pädagogischen und didaktischen Tätigkeiten,

nimmt an Konferenzen und Sitzungen teil, wenn die Direktorin verhindert ist,

nimmt an den Sitzungen der Mitarbeiter teil.

DIE SCHULSTELLENLEITER/INNEN

koordinieren die Tätigkeiten an den Schulstellen

verteilen die Aufgaben, die an den Schulstellen anfallen,

teilen die Vertretungen bei Abwesenheit von Lehrpersonen ein,

leiten die Sitzungen, Besprechungen, Versammlungen, usw. an der Schulstelle,

berufen Elternversammlungen und Klassenratssitzungen ein,

führen neue Kollegen(innen) ein,

informieren die Direktorin über wichtige Begebenheiten an der Schulstelle,

nehmen an den Sitzungen der Mitarbeiter teil.

DIE STEUERGRUPPE DER MITTELSCHULE

Sie übernimmt die Aufgabe der Schulleitung in der Mittelschule

DIE KOORDINATOREN/INNEN

Diese sind in den Ihnen zugeteilten Bereichen tätig: Integration und Neue Medien (vgl. Aufgabenbereiche

der Koordinatoren/innen für das Schulprogramm)

Zusätzlich gibt es auch Koordinatorinnen für kleinere Bereiche: für Frühförderung, für Beruforientierung, für

Unterrichtsentwicklung. Diese werden mit einem Überstundenbudget vergütet.

DIE FACHGRUPPENLEITER/INNEN

Sie koordinieren die Arbeit der jeweiligen Fachgruppe, nehmen an den Sitzungen im Schulverbund teil, sind

die „Experten“ in ihrem Fachbereich.


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4. DIE SCHULSTELLENPROGRAMME

„Jede Schule erstellt unter Einbeziehung alle Komponenten der Schulgemeinschaft ihr Schulprogramm, das

als grundlegendes Dokument die kulturelle Identität und das Profil der Schule widerspiegelt.“ (LG Nr. 12,

2000) Jede Schulstelle ist eine Einheit und somit Entwicklungszelle. Deshalb hat jede Schulstelle ihr eigenes

Schulstellenprogramm. Es enthält klare Schwerpunktsetzungen und konkrete Umsetzungsmaßnahmen. Die

Eltern werden gezielt in die Programmerstellung mit einbezogen. Die Schulprogrammarbeit ist längerfristig

angelegt und sichert eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung. Die

Schulstellenprogramme werden Jahr für Jahr überarbeitet und angepasst. Jede Schulstelle bringt den Eltern

Ausschnitte aus dem Schulstellenprogramm, die für diese interessant und wichtig sind, zur Kenntnis.

Zu den folgenden Elementen sind Aussagen im Schulstellenprogramm enthalten:

AKTIONSPLAN

Jahresthemen, Projekte, besondere Aktivitäten, Plan der schulbegleitenden Tätigkeiten: Lehrausgänge,

Lehrausflüge, Sporttage, Wanderungen, besondere Aktivitäten

ENTWICKLUNGS- BZW. ARBEITSSCHWERPUNKTE

Was bedeuten unsere Leitsätze für unser pädagogisches Handeln, z.B.

in der Umsetzung der Rahmenrichtlinien (Kriterien für die Gliederung des Unterrichts, Kriterien für die

Dokumentation der Lernentwicklung und Kriterien für die Lernberatung: für die genannten Bereiche sollen

konkrete Umsetzungsmaßnahmen beschrieben werden) Die Rahmenrichtlinien verpflichten die Schulen / die

Lehrpersonen zu Individualisierung und Personalisierung: jede Schule setzt in diesem Bereich einen

Schwerpunkt, der auch den Eltern kommuniziert wird.

im Fachunterricht, im Integrationsunterricht (Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung: Fachlehrer –

Integrationslehrer)

in der Begabtenförderung

in der Zusammenarbeit mit den Eltern: Zu Beginn jedes Schuljahres (in der ersten Elternversammlung bzw.

Klassenratssitzung mit den Eltern) vereinbaren die Lehrpersonen mit den Eltern die Formen der

Zusammenarbeit (Abwicklung der Elternsprechtage und der individuellen Sprechstunden, Vereinbarungen

zu den Hausaufgaben, zur Art und Weise, wie Eltern über Initiativen, Aktivitäten und „wichtige Vorfälle“

informiert werden, zu gemeinsame Initiativen, zur Einbindung der Eltern in die Schulprogrammarbeit, zur

Mitarbeit und Mitgestaltung von Projekten, usw.

in der Zusammenarbeit mit anderen Partnern gemeinsame Initiativen mit Vereinen, Institutionen, Experten,…

werden ebenfalls im Schulstellenprogramm festgeschrieben

im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern, bei der Integration von lernschwachen Schülern, in der

Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund

ORGANISATORISCHE KLÄRUNGEN

Übernahme von Verwaltungsaufgaben, Zuweisung von Aufgabenbereichen, Arbeitsgruppen auf

Sprengelebene, Schulordnung usw.


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5. ENTWICKLUNGS- UND ARBEITSSCHWERPUNKTE AUF

SPRENGELEBENE

JAHRESTHEMA: UNSERE UMWELT- UNSER UMFELD

Das Schuljahr 2013-14 steht wiederum im Zeichen des Jahresthemas: Unsere Umwelt - unser Umfeld. Alle

Schulstellen planen dazu verschiedene Projekte, die in den einzelnen Schulprogrammen näher beschrieben

werden. Es geht dabei um folgende Schwerpunkte: Zukunft gestalten, Leben in der Gemeinschaft,

Globalisierung, Migration, Energie, der Natur auf der Spur, Einfälle statt Abfälle, usw.

SCHULKALENDER

Der Schulkalender wurde von der Landesregierung mit den Beschlüssen vom 23.01.2012, Nr. 75 und vom

13.02.2012, Nr. 210 neu festgelegt. Darin wurde auch die Fünf-Tage- Woche für alle Grund- und

Mittelschulen verpflichtend eingeführt. Der Schulrat hat daraufhin die Stundenpläne und Stundentafeln für

alle Grundschulen und die Mittelschule neu festgelegt. Es ist uns ein großes Anliegen, dass alle

Schüler/innen außer im Krankheitsfall am Unterricht teilnehmen können, auch am ersten und am letzten

Schultag. Daher ersuchen wir alle Eltern ihren Urlaub auf der Grundlage des Schulkalenders zu planen.

Abwesenheiten der Schüler/innen aus Urlaubsgründen werden nicht entschuldigt.

UMSETZUNG DER RAHMENRICHTLINIEN

Der Beschluss der Landesregierung Nr.81 vom 19.01.2009 bildet dafür die Basis. Das Curriculum der

Schule ist in den letzten Jahren erstellt und erprobt worden. Es ist nun Teil des Schulprogrammes und wird

nach Bedarf jährlich ergänzt.

GLIEDERUNG DER UNTERSTUFE

Die achtjährige Unterstufe umfasst die fünfjährige Grundschule und die dreijährige Mittelschule. Sie gliedert

sich in folgende didaktische Abschnitte: Triennium (1. 2. und 3. Klasse Grundschule), Biennium (4. und 5.

Klasse Grundschule), Biennium (1. und 2. Klasse Mittelschule), Monoennium (3. Klasse Mittelschule). Die

Einteilung in didaktische Abschnitte legt die Zeiträume fest, in denen die Schülerinnen und Schüler die

verbindlich vorgegebenen Fertigkeiten und Fähigkeiten, Haltungen und Kenntnisse erreichen.

GLIEDERUNG DES CURRICULUMS

Die verbindliche Grundquote hat die Erreichung der allgemeinen Bildungsziele und den Erwerb der

grundlegenden Kompetenzen durch die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Fächern sowie in den

fächerübergreifenden Lernbereichen zum Ziel.

Die der Schule vorbehaltene Pflichtquote dient der gezielten Begabungs- und Begabtenförderung, dem

Aufholen von Lernrückständen und der Vertiefung der Interessen der Schülerinnen und Schüler und

gewährleistet durch Wahlmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße die

Individualisierung und Personalisierung des Lernens.

Die Definition des Wahlpflichtangebotes orientiert sich an den Bildungszielen der Schule und am

festgestellten Bildungsbedarf. Schwerpunktsetzungen sind möglich.

Der Wahlpflichtbereich umfasst 68 Jahresstunden (möglich ist eine Kürzung bis maximal 20%). Die

Angebote sind in der Regel klassen- und jahrgangsübergreifend organisiert und erstrecken sich über längere

Zeiträume. Die Gruppen sind kleiner als die normalen Klassen (in der Regel 2 Klassen - 3 Angebote).

Bei der Planung und Auswahl der Tätigkeiten werden auch die Vorschläge der Familien berücksichtigt.

Eltern und Schüler/innen werden über die Angebote in Kenntnis gesetzt und in die Zuteilung miteinbezogen

(Elternbrief, Gespräch mit Lernberater/in).

Der Wahlbereich

Der Wahlbereich orientiert sich an den Interessen, Neigungen und Bedürfnissen der Schülerinnen und

Schüler unter Berücksichtigung der besonderen Erfordernisse der Familien und des Umfeldes sowie der

personellen Ressourcen der Lehrpersonen und ergänzt das verpflichtende Unterrichtsangebot der Schule.

Die Schule erstellt unter Berücksichtigung der Vorschläge der Eltern und Schüler/innen ein überschaubares

Angebot, definiert die Zeiträume, in denen die Angebote stattfinden, legt die entsprechenden Stundenpläne

fest und bringt das Wahlangebot den Schülern und deren Eltern zur Kenntnis. Für alle Schüler sind

mindestens 34 bis maximal 104 Jahresstunden vorgesehen. Die Gruppe umfasst in der Regel mindestens

sechs Schüler/innen. Melden sich weniger formuliert die Lehrperson entweder ein neues Angebot bzw. nutzt

die zur Verfügung stehenden Stunden in Absprache mit der Direktorin für Teamunterricht oder


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Förderangebote. Ab 15 Schüler/innen ist es möglich, eine zweite Lehrperson für dasselbe Angebot

einzuplanen. In begründeten Fällen ist dies auch bei einer geringeren Schüleranzahl möglich.

Die Angebote im Wahlbereich erstrecken sich über kürzere Blöcke (mindestens acht Stunden insgesamt, die

auf mindestens vier Nachmittage verteilt sind) oder auch über längere Zeiträume. In der Planung der

Angebote achtet die Schule darauf, dass sich diese möglichst nicht überschneiden. Die Teilnahme der

Schüler/innen an den Angeboten ist freiwillig, durch die Anmeldung verpflichten sie sich aber zur

regelmäßigen Teilnahme.

DIE LERNBERATUNG

Jeder Schüler hat das Recht auf eine individuelle Lernberatung. Diese geht über die Fachberatung hinaus

und ist als solche geplant und keine alleinige „Krisenintervention“. Der Klassenrat bestimmt den/die

Ansprechpartner/in für die einzelnen Schüler/innen und informiert darüber die Eltern. Die Lehrpersonen, die

mit der Lernberatung betraut sind:

sind Vertrauenspersonen und Hauptansprechpartner für Schüler/innen und Eltern

laden die Schüler/innen ein, über sich selbst, über ihr Lernen und Leben in der Klasse nachzudenken, neben

der Lernentwicklung wird auch der soziale Bericht thematisiert

stehen den /Schüler/innen bei der Auswahl der Tätigkeiten im Wahlpflichtbereich und Wahlbereich zur

Verfügung

unterstützten die Schüler/innen im Finden und Ausbauen ihrer persönlichen Stärken und in der

Dokumentation der Lernentwicklung, treffen mit ihnen Vereinbarungen, legen Fördermaßnahmen fest und

überprüfen sie

helfen dem Schüler, erfolgreich am Lernen zu bleiben und fordern von ihm ein möglichst hohes Maß an

Selbstständigkeit und Selbstverantwortung ein, pflegen die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus

Das Ausmaß der Lernberatung richtet sich nach dem individuellen Bedarf der Schüler/innen; je Halbjahr wird

mindestens ein Beratungsgespräch angesetzt. Die Eltern werden darüber informiert und können dabei sein.

Das Protokoll des Gesprächs wird in der Mappe des Klassenrates, im Planungsordner oder im persönlichen

Lehrerregister abgelegt. In der Mittelschule erfolgt die Lernberatung hauptsächlich im Rahmen der WPF –

Stunde „Lernen lernen“. In der Grundschule legt der Klassenrat fest, in welchen Zeitgefäßen die

Lernberatung erfolgt: in Teamstunden, in der persönlichen Sprechstunde bzw. außerhalb des Unterrichtes

im Rahmen des Stundenberges, in offenen Unterrichtsphasen, anlässlich des Elternsprechtages unter

Einbeziehung von Eltern und Schülern im Sinne eines Entwicklungsgespräches.

DIE DOKUMENTATION DER LERNENTWICKLUNG

Die Dokumentation der Lernentwicklung muss den Schüler/innen Beteiligung und Selbstreflexion

garantieren. Die Dokumentation muss für den Schüler zugänglich sein und ihm Orientierung bieten und ihm

eine Stellungnahme ermöglichen. Sie beinhaltet Elemente der Selbst- und Fremdreflexion.

Im Schulprogramm der Schulstelle wird festgehalten, welche Formen der Dokumentation gewählt wird und

wo die Dokumente abgelegt werden. An allen Schulstellen werden die Lernziele für Kommunikations- und

Informationstechnologien öfters im Jahr überprüft. Diese Pläne können jeweils mit einer Einschätzung von

Lehrperson und Schüler/in versehen werden. Weitere Dokumentationsmöglichkeiten sind Kompetenzraster,

persönliche Lernpläne, Lerntagebuch oder Logbuch, aussagekräftige und kommentierten Arbeiten der

Schüler. Die Schüler sollen ihre Lernfortschritte und ihre Lernerfahrungen bewusst reflektieren,

dokumentieren, sich selbst Ziele setzen und Verantwortung für die Planung des eigenen Lernens

übernehmen.

TEAMORIENTIERTE UNTERRICHTSENTWICKLUNG

Kooperative Lernformen ermöglichen effizientes Lehren und Lernen und bieten viele Möglichkeiten der

Differenzierung im Unterricht. Das Projekt „Teamorientierte Unterrichtsentwicklung“ fördert die Kooperation

zwischen den Lehrpersonen, da die Unterrichtsentwicklung nicht als Aufgabe einzelner Lehrpersonen

verstanden wird, sondern immer als Aufgabe für ein Team gesehen wird. In den letzten Schuljahren nahmen

viele Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule an der Kursfolge „Teamorientierte Unterrichtsentwicklung“

teil. Im Herbst 2013 startet die 3. Staffel der Ausbildung, an der wiederum sechs Lehrpersonen teilnehmen.

Die Kerngruppe der ausgebildeten Lehrpersonen der Grundschule, die von einer Koordinatorin geleitet wird,

trifft sich im Laufe des Schuljahres öfters, um sich über die Arbeit an den einzelnen Schulen auszutauschen,

um sich fortzubilden und um weitere Schritte gemeinsam zu planen, mit dem Ziel, alle Schüler/innen

flächendeckend zu erreichen. Bis zum Ende der 5. Klasse der Grundschule kennen die Schüler/innen das

Grundprinzip des kooperativen Lernens, den Dreischritt: Denken – Austauschen – Vorstellen, den Y-Chart

zum Einüben sozialer Fähigkeiten/Fertigkeiten und die Methode Placemat. In der Mittelschule wird die Arbeit

mit dem Dreischrittmodell: Denken – Austauschen – Vorstellen weitergeführt und vor allem dem Austausch

und der Präsentation Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die Schüler/innen lernen bis zum Ende der 3. Klasse

Mittelschule mehrere kooperative Lernformen kennen und für Ihr Lernen nutzen. (z.B. Partnerpuzzle,


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Kooperative Texterschließung, Word Web, Strukturlegetechnik, Fischgrätendiagramm u.a.). Im Rahmen des

Jahresarbeitsplanes legen die einzelnen Klassenräte der Mittelschule fest, welche Lehrpersonen, welche

Methoden mit den Schülerinnen und Schülern einüben. Eine Arbeitsgruppe ist beauftragt, die

Unterrichtsentwicklung voranzutreiben; die ausgebildeten Lehrpersonen übernehmen die Leitung und

arbeiten als Multiplikatorinnen. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Erstellung von fachbezogenen und

fächerübergreifenden Unterlagen für den Unterricht auf der Basis kooperativer Lernformen.

SPRACHFÖRDERUNG: ARBEIT MIT DEM SPRACHENPORTFOLIO

An mehreren Schulstellen wird im laufenden Schuljahr mit dem Sprachenportfolio gearbeitet. Ein Großteil

der Lehrpersonen hat den einschlägigen Fortbildungskurs besucht. Ziel soll es sein, die Schüler/innen zu

einer integrierten Sicht von Sprache heranzuführen, sie anzuleiten über die Grenzen der Muttersprache

hinaus zu schauen, Lautstrukturen bzw. grammatikalische Strukturen in der 1. 2. und 3. Sprache miteinander

zu vergleichen und damit Unterschieden und Gemeinsamkeiten auf die Spur zu kommen. Die Schüler/innen,

die am Projekt beteiligt sind, erhalten eine vom Pädagogischen Institut zur Verfügung gestellte

Arbeitsmappe.

GUTER ANFANGSUNTERRICHT

Der Anfangsunterricht stellt die Basis für die spätere Lernentwicklung des Schülers dar und muss daher

„excellent“ sein. Folgende Kriterien sind in diesem Zusammenhang vereinbart worden:

Eine 1. Klasse übernehmen in der Regel Lehrpersonen der Stammrolle bzw. Lehrpersonen mit mehrjähriger

Unterrichtserfahrung, welche die Möglichkeit haben, mindestens zwei Jahre die Klassen zu begleiten. Ziel

soll es sein, dass Lehrpersonen mehrere Jahre hintereinander in der Unterstufe unterrichten, um so nach

und nach zu Experten für den Anfangsunterricht zu werden und ihre diagnostischen Kompetenzen

auszubauen. Die Beraterin für den Bereich Frühförderung unterstützt die Arbeit in den 1. Klassen und führt

bereits im Herbst Tests durch, um Schwierigkeiten möglichst bald erfassen und darauf reagieren zu können.

Eine starke Splittung der Fächer auf mehrere Lehrpersonen wird in den 1. Klassen vermieden, um mehr

Ruhe in den Unterrichtsalltag zu bringen und Flexibilität zu ermöglichen. Im Stundenplan werden die Fächer

Deutsch und Mathematik an fünf Tagen angesetzt. Die Mitglieder der Fachgruppe Anfangsunterricht treffen

sich mehrmals im Jahr zum Austausch von Materialien, zur Absprache bezüglich guter Lernaufgaben für die

Schüler und zur Planung der Unterstützungs- und Fortbildungsangebote.

VEREINBARUNG ZU DEN HAUSAUFGABEN AUF SPRENGELEBENE

In Anlehnung an die Schülercharta hat das Lehrerkollegium folgende Vereinbarungen bezüglich

Hausaufgaben/Tests getroffen. An den Tagen mit Nachmittagsunterricht, nämlich von Dienstag auf Mittwoch

und von Donnerstag auf Freitag, und über die Ferien gibt es keine Hausaufgaben. Von Freitag auf Montag

können Hausgaben gegeben werden, allerdings in geringem Ausmaß, so dass diese noch am Freitag

Nachmittag bewältigt werden können. Der Montag ist prüfungs- und testfrei (außer in Ausnahmefällen).

ZUSAMMENARBEIT MIT DER MUSIKSCHULE

Im Schuljahr 2013/14 führt die Grundschule Antholz Mittertal die Zusammenarbeit mit der Musikschule

Oberes Pustertal fort, mit dem Ziel, die musische und musikalische Grundausbildung der Schülerinnen und

Schüler zu vertiefen. Mehrere Unterrichtsstunden in der Woche werden von Lehrpersonen der Grundschule

und der Musikschule gemeinsam gestaltet. So können Schüler/innen individuell gefördert, Projekte

gemeinsam geplant und innovative Unterrichtsmodelle umgesetzt werden.

Der Unterricht der Musikschule im Fach Blockflöte wird an der Schulstelle Antholz Mittertal im Wahlbereich

anerkannt. Unterrichtsziele und Inhalte dieses Unterrichts orientieren sich am Schulprogramm der

öffentlichen Schule, an den Lehrplänen des Institutes für Musikerziehung und an den jeweiligen individuellen

Lernplänen der Schüler/innen. Die Schule staatlicher Art definiert die Modalitäten der Bewertung und der

Führung der entsprechenden Dokumentation. Die Lehrpersonen der Musikschule übermitteln der

öffentlichen Schule Mitte Mai jeden Jahres die vorgeschlagenen Bewertungen für das genannte Wahlfach.

Diese werden dann in den Schülerbogen übertragen.

KOLLEGIALE HOSPITATIONEN

Alle Lehrpersonen sind - wie schon in den letzten Jahren - dazu angehalten, sich gegenseitig im Unterricht

zu besuchen, um sich im Anschluss daran über didaktisch/methodische Themen zu unterhalten und

Anregungen für die eigene Unterrichtspraxis mitzunehmen. Im Besonderen sich die Lehrpersonen der 5.

Klassen Grundschule und jene der 1. Mittelschule angesprochen, die die jeweils andere Schulstufe auf

diesem Wege besser kennen lernen und so auch in der Lage sind, Schüler/innen besser abzuholen bzw.

vorzubereiten. Die Übertrittsbesuche der Grundschüler der 5. Klassen sollen für die Lehrpersonen beider

Schulstufen zum Anlass genommen werden miteinander Initiativen zu starten und sich auch im Unterricht


gegenseitig zu besuchen. Auch Im Rahmen des Lehrgangs zur Unterrichtsentwicklung, den viele

Lehrpersonen des Sprengels besucht haben, werden die Hospitationen als wichtiges Element zur

Weiterentwicklung der methodischen und didaktischen Kompetenz gesehen und so im laufenden Schuljahr

auch verstärkt genützt

Diese Hospitationsstunden können im Rahmen von Auffüllstunden bzw. im Rahmen des Stundenberges

angerechnet werden. Zudem ist auch eine finanzielle Entschädigung im Rahmen der Leistungsprämie

vorgesehen.

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6. BETREUUNG VON LEHRPERSONEN IM BERUFSBILDUNGSJAHR

UND IN DEN ERSTEN DIENSTJAHREN

SCHWERPUNKTE IM BERUFSBILDUNGSJAHR

Probelektionen

Die Lehrperson im Probejahr bereitet drei Stundenbilder im Sinne von Musterlektionen gemeinsam mit der

Tutorin vor und nach. (Die Tutorin ist bei allen Lektionen anwesend). Die Probelektionen fließen auch in den

Erfahrungsbericht ein. Die Ankündigung der Probelektion erfolgt mindestens eine Woche vorher. Auch die

schriftliche Vorbereitung der Stunde wird einige Tage vorher im Sekretariat deponiert. Die Mitglieder des

Dienstbewertungskomitees werden über Datum und Uhrzeit der Lektionen informiert und sind eingeladen,

als Beobachterinnen dabei sein. Sie sollen der Lehrperson im Anschluss an die Stunde auch eine

Rückmeldung geben. Die Direktorin kommt mindestens zu einer Probelektion und besucht die Lehrperson

zusätzlich auch unangemeldet.

Fortbildung usw.

Es sind 40 Stunden zu absolvieren. Der Fortbildungsplan wird mit der Direktorin besprochen.

Aufgaben der Tutorin

Sie begleitet und berät die Lehrperson das ganze Jahr hindurch vor allem in didaktischer und methodischer

Hinsicht. Sie hilft bei der Unterrichtsvorbereitung und beim Verfassen des Erfahrungsberichtes. Sie erhält für

den Mehraufwand bis zu 10 Verwaltungsüberstunden, die zu dokumentieren sind. Sie verfasst einen Bericht

über den Ablauf des Probejahres und legt diesen innerhalb Mai des jeweiligen Schuljahres der Direktorin

vor. Sie beteiligt sich auch am Abschlussgespräch.

Pädagogischer Erfahrungsbericht

Der Bericht wird innerhalb Mai des jeweiligen Schuljahres im Sekretariat deponiert, so dass anschließend

alle Mitglieder des Dienstbewertungskomitees die Möglichkeit haben, sich damit eingehend auseinander zu

setzen.

Gespräch mit dem Dienstbewertungskomitee

Es trifft sich in der letzten Unterrichtswoche zu den Abschlusssitzungen des Probejahres Die Lehrperson

präsentiert kurz den Erfahrungsbericht, das Dienstbewertungskomitee nimmt zum Bericht Stellung, fragt

nach, ergänzt usw. Die Tutorin gibt einen Bericht über den Ablauf des Jahres, anschließend formuliert das

Gremium einen Vorschlag hinsichtlich Bestätigung des Probejahres an den Schulamtsleiter.

Weitere Schwerpunkte der Bewertung im Probejahr:

Hospitationen bei didaktisch erfahrenen Lehrpersonen, z.B. auch bei der Tutorin

Kompetenzorientiertes Lernen

Unterrichtsentwicklung, Einsatz neuer Lernformen im Unterricht

Bereitschaft zusätzliche Aufgaben zu übernehmen: Arbeitsgruppen, Koordinatoren, Einsatz für die

Schulgemeinschaft über die eigene Klasse hinaus, Beteilung an klassenübergreifenden Projekten...

Zusammenarbeit mit den Eltern (Beratungsfunktion, Kontakt, Kooperation...), Zusammenarbeit mit dem

Lehrerkollegium

Unterlagen von durchgeführten Unterrichtsevaluationen: Feedback zur Arbeit bzw. zum Unterricht von

Schüler/innen, Kollegen, Eltern einholen

Dokumentation der Lernentwicklung/Lernberatung: anregende Situationen für Schüler schaffen, über ihr

eigenes Lernen nachzudenken

BETREUUNG VON LEHRPERSONEN IN DEN ERSTEN DIENSTJAHREN

Allgemeine Einführung in den Schuldienst

Zielvereinbarung mit der Direktorin (Persönliche Ziele, Fortbildung, Hospitationen, Evaluation usw.)

Informationsveranstaltungen zur Einführung der Neulinge in die Gepflogenheiten der Schule, in die

Registerführung, Medienbenutzung, Reservierung der Spezialräume, Nutzung der Bibliothek, der Lehrmittel

usw. durch beauftragte Lehrpersonen


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Fachliche Einführung

Eine Tutorin / ein Tutor wird zugeteilt, die / der im Rahmen eines Überstundenbudgets die Lehrperson bei

der Unterrichtsvorbereitung, beim Klassenmanagement und bei der Korrektur und Bewertung der

Schülerarbeiten unterstützt. Zudem erhält die Lehrperson auch die Möglichkeit, Hospitationen bei ihrer

Tutorin durchzuführen und so sich Anregungen für die eigene Unterrichtspraxis zu holen.

Unterstützung durch die Fachgruppe und durch die Schulleitungen vor Ort.

BEWERTUNG DER LEHRPERSONEN OHNE ERFORDERLICHEN STUDIENTITEL

Laut Beschluss der Landesregierung müssen alle Lehrpersonen, die nicht den nötigen Studientitel vorweisen

können, durch die Schulführungskraft bewertet werden. Dabei haben die Lehrpersonen folgende Aufgaben

zu erfüllen:

Probezeit von 60 Tagen und Zuweisung eines Tutors (für das erste Jahr)

25 Stunden Fortbildung (für die ersten vier Unterrichtsjahre)

Zielvereinbarungsgespräch mit der Direktorin und Bewertung am Ende des Jahres (alle Jahre)


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7. UNTERSTÜTZUNGSSYSTEME AUF SPRENGELEBENE

Die auf Sprengelebene vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen werden gezielt genutzt. Die

geschaffenen Unterstützungssysteme sollen in der Schulentwicklungsarbeit eine kontinuierliche und

kompetente Beratung und Begleitung für Einzelpersonen, Gruppen bzw. Schulstellen garantieren.

Zu diesem Zwecke erhalten Personen mit besonderen Qualifikationen Teilfreistellungen bzw.

Überstundenvergütungen.

BERATUNG IM BEREICH FRÜHFÖRDERUNG UND ENTWICKLUNGSBEGLEITUNG

In diesem Schuljahr ist Frau Sapelza Irmengard für drei Wochenstunden freigestellt, um Schülerinnen mit

Lernschwierigkeiten (vor allem LRS-Schwächen) eine optimale Frühförderung zu garantieren

Delegierte Aufgabenbereiche:

Begleitung und Beratung der Lehrpersonen im Bereich „Frühförderung / Entwicklungsbegleitung“ bei der

Abklärung von Schülern mit Lernstörungen, speziell mit Lese-Rechtschreibschwäche, Unterstützung bei der

Erstellung der Förderpläne und deren Umsetzung

Information und Beratung der Eltern

Fachgerechte Beobachtung von Kindern mit Auffälligkeiten im Lernen und/oder Verhalten im Kontext Schule

Durchführung der Tests zur phonologischen Bewusstheit in allen ersten Klassen des Sprengels

Unterrichtstätigkeit mit Kindern in Kleingruppen mit speziellen Förderprogrammen an verschiedenen Schulen

des Sprengels

Kontakt zu den beratenden Institutionen und zu den verschiedenen Diensten

Leitung der Fachgruppe „Anfangsunterricht“ für Deutsch und Mathematik auf Sprengelebene

Leitung der Kerngruppe „Frühförderung / Entwicklungsbegleitung“ auf Sprengelebene (einberufen der

Sitzungen, Austausch von Materialien usw.)

Teilnahme an den Sitzungen der Arbeitsgruppe „Frühförderung / Entwicklungsbegleitung“ im Schulverbund

und Weitergabe von Informationen und Ergebnissen an das Lehrerkollegium

Zusammenarbeit mit der Koordinatorin für Integration, Dr. Irmgard Putzer, den Integrationslehrpersonen des

Sprengels und den verschiedenen Diensten (Psychologischer Dienst, Reha-Dienst, Sozialdienst usw.)

Um alle Schulen unterstützen zu können und allzu große Fahrtzeiten zu vermeiden, sind auch die

Lehrpersonen Hildegard Preindl, Ulrike Mair und Magdalena Mair in einigen Stunden freigestellt, um

Schüler/innen mit Schwierigkeiten aufzufangen und diese im Rahmen der Frühförderung zu betreuen. Die

genannten Lehrpersonen stehen auch in engem Kontakt zur bereits seit Jahren bestehenden Arbeitsgruppe

„Frühförderung“ im Schulverbund.

FACHLICHE BEGLEITUNG UND UNTERSTÜTZUNG IM BEREICH BEWEGUNG UND SPORT

Die Fachlehrerin der Mittelschule, Frau Platzgummer Lydia, bietet auch im laufenden Schuljahr Begleitung

und Unterstützung im Unterricht für Bewegung und Sport an der Grundschule an. Sie betreut interessierte

Schulstellen wöchentlich in Blöcken zu zwei Stunden und sorgt dadurch für nachhaltiges Lernen. Durch

diese Initiative kommen wir auch dem Ziel, stufenübergreifend noch mehr zusammen zu arbeiten, etwas

näher.

ARBEITS- UND FACHGRUPPEN AUF SPRENGELEBENE

KERNGRUPPE UND ARBEITSGRUPPE UNTERRICHTSENTWICKLUNG

Die beiden Gruppen setzen sich zum Ziel, gemeinsam Ideen für die Weiterentwicklung des Unterrichts zu

formulieren, schüleraktivierende, kooperative Lernformen auszuprobieren, Evaluationsvorhaben zu

besprechen und entsprechende Maßnahmen zu definieren. Die Mitglieder der Kerngruppe haben die vom PI

angebotene Fortbildungsreihe „Teamorientierte Unterrichtsentwicklung“ besucht und sind beauftragt, neue

Erkenntnisse und Erfahrungen aus diesem Unterstützungsangebot auch an Kollegen/innen weiterzugeben

und somit das gesamte Kollegium möglichst gut in die Unterrichtsentwicklung einzubinden.

ARBEITSGRUPPE ANFANGSUNTERRICHT

Die Mitglieder der Gruppe treffen sich mehrmals im Jahr. Sie sind die „Hüter/innen“ des guten

Anfangsunterrichts. Die Koordinatorin für Frühförderung übernimmt die Leitung dieser Gruppe.

AG NEUE MEDIEN UND HOMEPAGE

Ziel dieser Gruppe ist der regelmäßige Austausch, die Absprachen hinsichtlich gemeinsamer

Vorgehensweise, die Unterstützung der Lehrpersonen bei der Umsetzung der Rahmenrichtlinien im Bereich

KIT, die Planung der Fortbildungsangebote auf Sprengelebene und die Aktualisierung der Homepage. Eine


17

Kleingruppe arbeitet im Herbst 2013 verschiedenen KIT-Module für den Unterricht in der Pflichtquote aus.

Ziel soll es sein, allen Schülerinnen und Schülern bis zum Abschluss der 5. Klasse, Basisfertigkeiten im

Umgang mit Hard- und Software zu vermitteln, so dass die Lehrpersonen der Mittelschule darauf aufbauen

können. In der Mittelschule gibt es bereits einen grundlegenden KIT-Block mit vorgegebenen Inhalten für alle

Schüler/innen der 1. Klassen.

BIBLIOTHEKSRAT

Dieser Rat trifft sich mindestens zweimal jährlich und zeichnet für das Bestandskonzept der Bibliothek

verantwortlich. Die Gruppe legt die Bibliotheksordnung, die Art und Anzahl der Medienankäufe im Rahmen

des vorgesehenen Budgets und das jeweilige Jahresprogramm für die Leseförderung (Autorenlesungen,

Schreibworkshops, Märchenwanderungen usw.) auch in Abstimmung mit den Angeboten der öffentlichen

Bibliothek fest.

In der Gruppe sind Lehrpersonen der Grund- und der Mittelschule vertreten.

FACHGRUPPEN AUF SPRENGELEBENE

Die in jedem Sprengel im Schulverbund Pustertal ernannten Fachkoordinatoren treffen sich mindestens

zweimal im Jahr, um die Fortbildung im Schulverbund zu planen, um aktuelle Neuerungen in ihrem

Fachgebiet gemeinsam zu diskutieren und um sich auszutauschen. Diese Fachkoordinatoren koordinieren

dann auch die Fachgruppen auf Sprengelebene. An einigen Nachmittagen im Jahr wird die Wochenplanung

in der Grundschule durch Fachgruppensitzungen im Sprengel ersetzt. Dabei stehen der Austausch von

Materialien und die Absprache hinsichtlich gemeinsamer Vorgangsweisen im Mittelpunkt. Weiters wird auch

der Umsetzung des Schulcurriculums und der kompetenzorientierten Bewertung breiter Raum gewidmet.

In der Mittelschule finden die Fachgruppentreffen mehrmals im Jahr statt.


18

8. INDIVIDUALISIERUNG UND DIFFERENZIERUNG

Jede Schülerin, jeder Schüler, ist einzigartig. Die Vielfalt und Heterogenität in unseren Klassen sehen wir als

Bereicherung an, die uns vor besondere Herausforderungen stellt. Wir sind überzeugt, dass jedes Kind

vielfältige Begabungen und Neigungen und dementsprechende Entwicklungsmöglichkeiten hat. Auf der

Grundlage ihrer individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen haben alle Schüler das Recht, die für sie

passenden individuellen Lernwege zu beschreiten, welche wir als Lehrpersonen zu unterstützen haben.

Integration setzt Flexibilität der Lehrpersonen, die Bereitschaft im Team zu arbeiten und einen ständigen

Dialog voraus.

Besondere Ansprüche stellen in diesem Zusammenhang:

DIE ARBEIT MIT SCHÜLERN MIT BESONDEREN BEDÜRFNISSEN

Ziele:

Durch die schulische Integration von Schülern mit besonderen Bedürfnissen wollen wir deren Fähigkeiten im

kommunikativen, sozialen, affektiven und kognitiven Bereich entwickeln und fördern. Die Anwesenheit von

Schülern mit besonderen Bedürfnissen in unseren Klassen und in der gesamten Schule ist für jeden Schüler

und für jede Lehrperson auch eine Chance und Herausforderung, da sie die Möglichkeit gibt, von einander

zu lernen und Anderssein als nicht beängstigend, sondern als bereichernd zu erleben. So ergeben sich eine

größere emotionale, soziale, aber auch kognitive Reife und neue Einsichten für alle.

Umsetzung:

Zuweisung von Schülern mit besonderen Bedürfnissen an erfahrenen Lehrpersonen und gut eingespielte

Teams und Klassenräte

Teilnahme aller Lehrpersonen an spezifischen Fortbildungen

Frühzeitige Absprachen bei Schulübertritten und Schulabgängen

Zusammenarbeit mit den verschiedenen Diensten

Hereinholen und Beiziehen von Experten für Schulungen und Hilfestellung in besonderen Situationen

(Integrationsberater usw.)

Erproben von neuen Methoden

Einrichten eines Raumes für spezifische Lehr-/Lernmaterialien

Orientierungshilfen für Berufwahl und weitere Lebensplanung.

DIE ARBEIT MIT SCHÜLERN MIT BESONDEREN BEGABUNGEN

Ziele:

Das inkludierende Schulsystem sieht vor, dass Schüler mit hohen Begabungen und Fähigkeiten zusammen

mit durchschnittlich und mit unterschiedlich Begabten in einer gleichen Klasse unterrichtet werden. Diesen

unterschiedlichsten Voraussetzungen gerecht zu werden, kann nur gelingen, wenn selbstorganisiertes und

eigeninitiatives Lernen immer stärker in den Vordergrund gerückt wird. Es ist ein Trugschluss zu glauben,

dass begabte Schüler keine besondere Förderung brauchen und ihren Weg schon selbst finden. Die Schule

muss ein Interesse daran haben, Begabungsressourcen zu entwickeln, damit sichergestellt wird, dass auch

in Zukunft jemand da sein wird, der mitdenkt, wie und welche Richtung unsere Gesellschaft weiterentwickelt

werden soll und kann.

Umsetzung:

Maßnahmen im Schulsprengel

Englisch-italienischer Sprachkurs im Sommer für Schüler/innen der Grund- und Mittelschule (für die

Finanzierung dieses Angebotes wird ein Antrag an das Land Südtirol im Rahmen der Familienförderung

gestellt).

Angebote in der Pflichtquote, die speziell für begabte Schüler/innen gedacht sind und deren Interessen und

Fähigkeiten fördern

Angebote im Wahlbereich, die sich im Besonderen an begabte Schüler richten

Innere Differenzierung im curricularen Unterricht

Schaffen von Arbeitsumgebungen, die sicherstellen, dass Schüler ihren Fähigkeiten und ihrem Lerntempo

entsprechend gefördert werden und nicht in ihrem Engagement erlahmen, z.B. Stationen lernen;

projektorientierter Unterricht usw.)

Von Experten begleitete Workshops speziell für Schüler mit besonderen Begabungen (z.B. Schreib-

Werkstätten, Autorenlesungen usw.)

Unterrichtsergänzende Maßnahmen in Projektform

Gezielte Beratung und Fortbildung für Lehrpersonen


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Maßnahmen im Bezirk Pustertal und auf Landesebene

Erhebung der Bedürfnisse in den einzelnen Sprengel im Rahmen der Begabungs- und Begabtenförderung.

Gründen einer Arbeitsgruppe, Teilnahme am Wettbewerb „Känguru der Mathematik“, Teilnahme an der

Sommerakademie „Sapienzia ludens“.

DIE ARBEIT MIT SCHÜLERN MIT VERHALTENSSCHWIERIGKEITEN

Ziele:

Die Schule versucht über eine inhaltlich pädagogisch-psychologische Auseinandersetzung mit dem Thema

der Verhaltensauffälligkeit eine adäquate Sichtweise und einen entsprechenden Zugang zur Problematik zu

finden. Wir bemühen uns, für die Jugendlichen mit Verhaltensproblemen einen Handlungsspielraum zu

schaffen, der es ihnen und uns ermöglicht, die gegenseitigen Erwartungen und Bedürfnisse zu klären und

positive Beziehungen aufzubauen. Durch verschiedene Formen der Betreuung wollen wir diesen

Jugendlichen Freiraum schaffen und ihnen die Integration in die Gemeinschaft erleichtern.

Zugleich soll durch diese verstärkte Betreuung auch ein effizienter Unterricht in der Klasse ermöglicht und

eine angstfreie Atmosphäre in der Schule garantiert werden.

Umsetzung:

Lernberatung: in der wöchentlichen Stunde „lernen-lernen“ führen die Lernberater/Klassenvorstände

regelmäßige Gespräche mit den Schülerinnen und betroffenen Eltern.

In den monatlichen Klassenratssitzungen werden die Schüler/innen im Klassenrat besprochen

Betreuung über die Koordinatorin für Integration bzw. über Lehrpersonen, die mit dem Bereich

Verhaltensauffälligkeiten betraut sind.

Hausaufgabenbetreuung

Netzwerkarbeit/Helferkonferenz: alle potentiellen Ansprechpartnerinnen, die dem Schüler helfen könnten,

werden an einen Tisch geholt: Sozialdienst, psychologischer Dienst, Schulberatung

Besondere Berücksichtigung bei der Unterrichtsgestaltung

Setzen von Schwerpunkten im Hinblick auf besondere Probleme

Gespräche und Austausch von Erfahrungen zwischen Lehrern, Eltern und verschiedenen Diensten

Unterstützung durch Beratung (durch Fachleute usw.)

Kooperation mit dem Sozialdienst bei der Einrichtung einer Tagesgruppe (Explora, La strada usw.) und der

Nachmittagsbetreuung durch denselben

Vermittlung von Nachhilfe-Unterricht (mit Schulberater)

Gezielte Fortbildung der Lehrer

Von Experten begleitete Workshops der Lehrer zu konkreten Problemfällen


20

9. SCHÜLER/INNEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

KONZEPT FÜR DIE EINGLIEDERUNG VON SCHÜLER/INNEN MIT

MIGRATIONSHINTERGRUND

In der Schule wird interkulturelles Lernen als Chance für eine inhaltliche und soziale Bereicherung aller

Schüler zur Vorbereitung auf ein Leben in einer multikulturellen Weltgemeinschaft erfahren und genützt.

Diese Einbettung des Erwerbs der Zweitsprache in das interkulturelle Lernen soll kooperatives Von- und

Miteinanderlernen aller Schüler ermöglichen.

DIE AUFNAHME VON SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

Grundsätzlich wird das Kind seinem Alter nach einer Klasse eingegliedert. Die Einstufung in eine Klasse, in

der die Kinder im Durchschnitt ein Jahr jünger sind, muss durch Abwägung der zu erwartenden Vorteile gut

überlegt werden und darf erst nach Anhören der Familie erfolgen.

Für Schüler/innen mit Migrationshintergrund, die in allen bzw. einigen Fächern ein differenziertes

Unterrichtsprogramm erhalten, wird ein Personenbezogener Lernplan angelegt, der die

Migrationsgeschichte, die Ausgangslage, alle individualisierenden Maßnahmen, die Lernprogramme in den

einzelnen Fächern und am Ende die erreichten Lernziele umfasst. In der Regel hat ein/e Schüler/in mit

Migrationshintergrund zwei bis drei Jahre Anrecht auf einen Personenbezogenen Lernplan. Danach sollte

er/sie nach dem Regelprogramm arbeiten.

Die Schule gewährleistet auch für ausländische Kinder eine kontinuierliche Lernberatung, damit diese in

Hinsicht auf Schule und Arbeit eine angemessene Wahl treffen können. Mit dieser Beratungstätigkeit wird

auch dem Risiko eines Lernversagens oder Schulabbruches der Jugendlichen entgegengewirkt.

Die Eltern sind die Basis für den Schulerfolg. Daher bemühen wir uns die besten Mittel für einen Dialog

ausfindig zu machen, um die Kommunikation mit der Familie zu erleichtern. Dabei unterstützen uns speziell

in den ersten Jahren nach der Ankunft der Schüler/innen interkulturelle Mediatoren/innen, welche die

Kontaktaufnahme mit den Eltern erleichtern. Informationsblätter, die in verschiedenen Sprachen aufliegen,

erklären die Organisation der Schule, geben Aufschluss über die Termine der Treffen zwischen Schule und

Familie und zeigen eine kurze Zusammenfassung der Methoden zur Schülerbewertung auf.

SPRACHERWERB UND SPRACHHANDELN

Kinder nichtdeutscher Muttersprache erhalten speziell im ersten Jahr nach ihrem Ankommen

Sprachförderstunden durch Lehrpersonen im Rahmen des regulären Unterrichts. Sie werden in oder

außerhalb der Klasse einzeln oder in Gruppen bestehend aus Schüler/innen verschiedener Klassen betreut

Diese Förderung wird durch Angebote der Sprachenzentren in den Sommermonaten (in der Regel im

August) und während des Schuljahres am Vormittag bzw. Nachmittag im Netzwerk auf Bezirksebene

ergänzt. Bei diesen handelt es sich um schulische Veranstaltungen zur Erweiterung des Bildungsangebots

im Sinne von Art. 10 des Landesgesetzes vom 29. Juni 2000, Nr. 12.“

Wir erachten es als sehr wichtig, dass die Schüler/innen daran teilnehmen und betrachten auch

Nachmittags- und Sommerangebote als Teil des persönlichen Lernplanes der Schüler/innen. Die

Mitarbeiterin im Sprachenzentrum berät die Lehrpersonen, Unterrichtsmaterial, Lehrmittel, Bücher usw.

können in der zentralen Bibliothek in der Grundschule in Bruneck ausgeliehen werden.

Die allgemeine Sprachkompetenz ist in jedem Unterrichtsgegenstand, nicht nur im Sprachunterricht, zu

fördern: Jeder Unterricht ist auch als Sprachlernsituation aufzufassen.

Übungsreihen sollen im Regelfall in der Reihenfolge Hören – Verstehen – Sprechen – Lesen – Schreiben

aufgebaut werden.

Schüler, die das letzte Jahr den Kindergarten besuchen, werden - wo möglich - auf den Übertritt in die

Schule dahingehend vorbereitet, dass sie einige Stunden in der Woche gemeinsam mit Schüler/innen der

Grundschule von Mitarbeiterinnen des Sprachenzentrums sprachlich gefördert werden.

DIE BEWERTUNG VON SCHÜLER/INNEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND

Das Ministerialrundschreiben Nr. 301/89 sieht für Schüler aus dem Ausland Fördermaßnahmen zur

Erreichung der vereinbarten individuellen Lernziele in den einzelnen Fachbereichen vor. Das

Lehrerkollegium nimmt nach Erstellen der Ausgangslage der Schüler die notwendige Anpassung der


Lernziele und Lernwege vor. Die Programme werden also auf die einzelnen Schüler/innen abgestimmt und

auch die Bewertung individualisiert. Die Bewertung muss die Lernfortschritte im Vergleich zur Ausgangslage

berücksichtigen. Mangelhafte oder fehlende Sprachkenntnisse dürfen dabei nicht zu einer Benachteiligung

führen. Im Vordergrund steht das Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen, sein Weg hin zu den

vereinbarten Lernzielen und seine Lernerfolge. Für das Versetzen eines Schülers in die nächste Klasse ist

nicht nur das Erreichen der grundlegenden Ziele, sondern die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit

ausschlaggebend. Der Klassenrat muss soweit wie möglich den bisherigen schulischen Werdegang, den

Lernweg des Schülers/der Schülerin, die erzielten Fortschritte, die möglichen Ziele, die Motivation, den

Einsatz und vor allem die erwiesene Lernfähigkeit und die voraussichtliche Entwicklung berücksichtigen. So

wie bei allen anderen Schülerinnen und Schülern darf eine Versetzung in die nächste Klasse nur im

Ausnahmefall verweigert werden.

Die Bewertung muss immer vorgenommen werden, unabhängig von der Aufenthaltsdauer in der Schule.

Sollten bei Schulende nicht genügend Bewertungsunterlagen vorhanden sein, dann muss vor Beginn des

nächsten Schuljahres eine Zusatzprüfung stattfinden.

Bei der staatlichen Abschlussprüfung werden die Schüler/innen mit Migrationshintergrund nach denselben

Kriterien bewertet, wie alle anderen Kandidaten.

21


22

10. FÖRDERUNG DER SELBSTÄNDIGKEIT UND

EIGENVERANTWORTUNG

Damit Selbständigkeit und Eigenverantwortung wachsen können, übertragen wir unseren Schülerinnen und

Schülern – zunehmend nach Alter und Entwicklungsstand – mehr Verantwortung für das eigene Lernen.

Wir muten unseren Schülerinnen und Schülern in immer größerem Ausmaß zu, selbständig ihre Arbeit zu

planen und durchzuführen. Dabei organisieren sie sich zunehmend selbst – sie beschaffen selbst die

notwendigen Unterlagen und Informationen, recherchieren allein oder in kleinen Gruppen in der Bibliothek,

im Computerraum, an den verschiedenen Arbeitsplätzen im Schulhaus, arbeiten selbständig an Projekten,

führen selbständig Experimente durch und bereiten die Umgebung bzw. die Materialien und Geräte vor, die

sie für eventuelle Präsentationen brauchen.

Das bedeutet, dass neben der Arbeit im Klassenverband, unter Aufsicht der verantwortlichen Lehrperson,

arbeiten die Schülerinnen und Schüler fallweise und zeitlich begrenzt alleine oder in kleinen Gruppen an

anderen Orten im Schulareal, wenn

das von der Lehrperson angeregt wurde,

das fachlich und pädagogisch sinnvoll und notwendig erscheint,

die Schülerinnen und Schüler auf eventuelle Gefahren und ein entsprechendes Verhalten durch die

Lehrperson hingewiesen wurden und

eine ständige indirekte und zeitweise direkte Aufsicht gewährleistet ist.

Auch bei größeren Projekten und schulbegleitenden Veranstaltungen wird den Schülerinnen und Schülern –

immer dem Alter und Entwicklungsstand entsprechend – zunehmend mehr Verantwortung übertragen.

Damit die Sicherheit jeder Schülerin/jedes Schülers gewährleistet werden kann, sind ein entsprechendes

Verhalten und eine aktive Teilnahme am eigenen und gemeinsamen Sicherheitsmanagement von Seiten der

Schüler und Schülerinnen erforderlich.

Die Schüler und Schülerinnen haben die Pflicht, die nachfolgend aufgelisteten allgemeinen Bestimmungen

sowie die in der Schulordnung und in den Hinweisen zu den Ausflügen, Lehrfahrten, Sport- und

Projekttagen… enthaltenen Regeln und Anweisungen zu befolgen.

Allgemeine Bestimmungen:

Die Schülerinnen und Schüler befolgen die getroffenen Vereinbarungen und die Anweisungen aller

Aufsichtspersonen sowie all jener, die als Externe in die jeweiligen Veranstaltungen bzw. Projekte

eingebunden sind.

Die Schülerinnen und Schüler hantieren nicht mit Geräten, zu deren Bedienung sie nicht berechtigt sind,

versuchen Geräte, die nicht mehr funktionieren, nicht selbst zu reparieren, steigen nicht auf Bänke, Kästen,

Leitern…, greifen nicht ohne Erlaubnis zu Putzmitteln und anderen gefährlichen Flüssigkeiten und bewegen

sich im Schulareal in einem angemessenen Tempo.

Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, indem sie sich so verhalten, dass sie sich selbst

und andere nicht in Gefahr bringen. Nicht korrektes Verhalten von Mitschülern und Mitschülerinnen wird

umgehend den Aufsichtspersonen gemeldet.

Die Schülerinnen und Schüler tragen die den jeweiligen Umständen entsprechende Kleidung und das

entsprechende Schuhwerk und erscheinen bei besonderen Anlässen und Projekten mit der

vorgeschriebenen Ausrüstung.

Allergien, Krankheiten, verpflichtende Medikamenteneinnahmen sind der Schule bzw. den Lehrpersonen

schriftlich mitzuteilen.

Die Schülerinnen und Schüler bringen keine gefährlichen Gegenstände (Messer, Feuerzeuge, Knallfrösche

und Feuerwerkskörper…) in die Schule und zu schulischen Veranstaltungen mit.

Die Eltern der Schülerinnen und Schüler weisen diese immer wieder auf die oben genannten Bestimmungen

hin und besprechen mit diesen, vor besonderen Anlässen und Projekten, die von der Schule bzw. den

Lehrpersonen mitgeteilten Verhaltensregeln. Dabei werden auch mögliche Gefahrenquellen angesprochen.


23

11. KRITERIEN UND MODALITÄTEN DER BEWERTUNG

GEGENSTAND UND ZIELSETZUNG DER BEWERTUNG

Gegenstand der Bewertung sind die Lernprozesse und Leistungen der Schüler in allen Fächern und

fächerübergreifenden Lernbereichen laut den geltenden Rahmenrichtlinien des Landes sowie Tätigkeiten

des persönlichen Jahresstundenplans. Davon betroffen sind die verbindliche Grundquote, die der Schule

vorbehaltene Pflichtquote und der Wahlbereich. Gegenstand der Bewertung ist auch die gesamte

Lernentwicklung der Schüler sowie ihr Verhalten.

Die Bewertung stützt sich auf schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen, Lernbeobachtungen und

andere geeignete Elemente und Verfahren, die in ausreichender Anzahl gesammelt, durchgeführt und in den

einschlägigen Dokumenten der Schule vermerkt werden müssen.

ZUSAMMENSETZUNG DES KLASSENRATES

Am Ende des jeweiligen Bewertungsabschnittes nimmt der Klassenrat in eigener Verantwortung die

periodische bzw. Jahresbewertung der Schüler vor. Dem Klassenrat gehören von Amts wegen als

Vorsitzende die Schuldirektorin bzw. eine beauftragte Lehrperson der Klasse, sowie als Mitglieder jene

Lehrpersonen, die in der verbindlichen Grundquote unterrichten und die der Klasse zugewiesene

Integrationslehrperson. Jede abwesende Lehrperson muss durch eine andere Lehrperson ersetzt werden.

Die Mitarbeiter für Integration nehmen an den Bewertungssitzungen ohne Stimmrecht teil. Die Lehrpersonen

und externen Fachleute, welche die Schüler im Rahmen der (der Schule vorbehaltene) Pflichtquote oder des

Wahlbereiches unterrichten, sind verpflichtet dem Klassenrat die Bewertungsunterlagen und die

vorgeschlagene Endbewertung der Schüler rechtzeitig mitzuteilen. Die Vorsitzenden des Klassenrates bzw.

die Lehrpersonen, die mit der Lernberatung beauftragt sind, bringen diese Unterlagen in die

Bewertungskonferenz ein.

FORM DER BEWERTUNG

Die Bewertung der Lernprozesse und Leistungen erfolgt kontinuierlich, ist förderorientiert und berücksichtigt

Fähigkeiten, Fertigkeiten, Haltungen und Kenntnisse in Form von verbalen Beschreibungen und Ziffernnoten

in ausgeschriebener Form.

Die Notenskala reicht von fünf bis zehn.

Note

zehn

neun

acht

sieben

sechs

Was sagen die Bewertungsstufen aus?

Der Schüler hat in allen Bereichen die Ziele sicher erreicht. Er hat sich umfangreiche

Kompetenzen angeeignet, er beherrscht die Inhalte, kann sie selbständig verarbeiten, auf

andere Gebiete übertragen und zielführend anwenden.

Der Schüler hat die Ziele weitgehend erreicht und beherrscht die Inhalte. Er hat sich viele

Kompetenzen in diesem Bereich angeeignet. Er kann die Kenntnisse selbständig verarbeiten

und anwenden.

Der Schüler hat die grundlegenden Ziele erreicht und sich die wichtigsten fachliche

Kompetenzen angeeignet. Er kennt die Inhalte im Wesentlichen. Er kann zumeist selbständig

mit den Kenntnissen umgehen.

Der Schüler hat die grundlegenden Ziele erreicht und sich einige fachliche Kompetenzen

angeeignet. Er geht noch wenig selbständig mit Inhalten um, einfache Kenntnisse wendet er

sicher an.

Der Schüler hat die Ziele teilweise erreicht. Er beherrscht nur wenige fachliche Kompetenzen.

Kenntnisse beherrscht er nur oberflächlich. Er braucht strukturierte Lösungswege und öfters

Hilfestellungen.


Note

fünf

Was sagen die Bewertungsstufen aus?

Der Schüler hat die Ziele nicht erreicht, er hat sich nicht ausreichende Kompetenzen in diesem

Fach angeeignet. Inhalte kennt er nur lückenhaft. Er hat trotz Hilfestellungen große

Schwierigkeiten in der Anwendung des Gelernten. Dem Schüler fehlen wichtige Grundlagen.

In der Grundschule werden die Lernprozesse und Leistungen in allen Fächern in Ziffernnoten bewertet. Die

Teilbereiche von „Leben in der Gemeinschaft“ werden folgenden Fächern eingegliedert:

Politische Bildung: Geschichte

Gesundheitsförderung und Umweltbildung: Naturwissenschaft

Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung: Geografie

Emotionale Bildung: Religion (bei Schülern, die auf Religion verzichten, übernimmt der Vorsitzende des

Klassenrates die Erarbeitung und Bewertung der Kompetenzen)

Fächerübergreifend bewertet wird Kommunikations- und Informationstechnologie. Die Bewertung dieses

Bereiches und auch der Angebote in der Pflichtquote der Schule und im Wahlbereich werden mit einer

dreiteiligen Skala bewertet.

„Kompetenzen erreicht“ entspricht den Noten acht, neun und zehn

„Kompetenzen teilweise erreicht“ entspricht den Noten sechs und sieben

„Kompetenzen nicht erreicht“ entspricht der Note fünf

Die periodische Bewertung, die Jahresbewertung der Allgemeinen Lernentwicklung und des Verhaltens

erfolgen in beschreibender Form. Die Bescheinigung über die erworbenen Kompetenzen ersetzt bei der

Jahresbewertung der fünften Klasse der Grundschule die Bewertung der Allgemeinen Lernentwicklung.

In der Mittelschule werden die Lernprozesse und Leistungen in allen Fächern, sowie die Tätigkeiten in der

Pflichtquote der Schule und im Wahlbereich mit Ziffernnoten bewertet. Die Teilbereiche von „Leben in der

Gemeinschaft“ werden folgenden Fächern eingegliedert:

Politische Bildung: Geschichte

Gesundheitsförderung: Bewegung und Sport

Umweltbildung: Naturwissenschaft

Emotionale Bildung: Religion (bei Schüler die auf Religion verzichten, übernehmen die Klassenvorstände die

Erarbeitung und Bewertung der Kompetenzen)

Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung: Technik

Der fächerübergreifende Bereich Kommunikations- und Informationstechnologie wird mit der oben

beschriebenen dreiteiligen Skala fächerübergreifend bewertet.

Die periodische Bewertung und die Jahresbewertung der Allgemeinen Lernentwicklung erfolgen in

beschreibender Form. Die Bescheinigung über die erworbenen Kompetenzen ersetzt bei der

Jahresbewertung der dritten Klasse der Mittelschule die Bewertung der Allgemeinen Lernentwicklung.

BEWERTUNG DES VERHALTENS IN DER MITTELSCHULE

Die periodische Bewertung und die Jahresbewertung des Verhaltens erfolgen mit Ziffernnote und in

beschreibender Form (in der Allgemeinen Lernentwicklung).

Grundlage für die Bewertung des Verhaltens eines Schülers sind die Pflichten der Schüler laut der

Schüler/innencharta, laut Schulordnung und Disziplinarordnung.

Bei der Bewertung des Verhaltens geht es um das Verhalten des Schülers während der Unterrichtszeit, aber

auch während der schulbegleitenden Veranstaltungen.

Die Bewertung wird vom gesamten Klassenrat mit Mehrheitsbeschluss vergeben. Sie erfolgt in Ziffernnoten

von fünf bis zehn.

Bei Bewertungen im Bereich von fünf bis sieben muss sichergestellt sein, dass die Eltern über das

unangebrachte Verhalten der Schüler informiert worden sind.

Die Lehrpersonen beobachten das Verhalten in folgenden Bereichen und halten dies auch schriftlich im

Lehrerregister fest:

Einhaltung von Regeln (Pünktlichkeit, Beachtung der Klassen- und Schulordnung)

respektvoller Umgang mit Menschen

Lehrpersonen gegenüber: höflicher Umgangston, Anordnungen befolgen

Schüler/innen gegenüber: Konflikte friedlich lösen, wertschätzend umgehen, respektieren der Bedürfnisse

anderer, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme

respektvoller Umgang mit Sachgegenständen: Leihbücher, Einrichtung, Lehrmittel, Gebäude, Schulhof…

Einsatz für die Klassen- und Schulgemeinschaft: übernimmt Aufgaben, führt sie verlässlich aus, bemüht

sich um ein friedvolles Miteinander, trägt seinen Teil zu einem guten Klassenklima bei…

Disziplinäre Vermerke (mündliche und schriftliche Ermahnungen, von Eltern nicht entschuldigte

Abwesenheiten, Eintragungen ins Klassenregister, Ausschlüsse)


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Note

zehn

neun

acht

sieben

Was sagen die Bewertungsstufen bezogen auf das Verhalten aus?

Keine Eintragungen im Klassenbuch. Die Punkte 1 – 4 werden erfüllt.

Keine Eintragung im Klassenbuch. Die Punkte 1 – 4 werden weitgehend erfüllt.

Maximal eine Eintragung im Klassenbuch. Die Punkte 1 – 4 werden teilweise erfüllt.

Mehr als eine Eintragung im Klassenbuch. Die Punkte 1- 4 werden teilweise erfüllt.

sechs Mehrere Eintragungen im Klassenbuch, Ausschlüsse unter 15 Tagen. Die Punkte 1 – 4

werden in geringem Maße erfüllt.

fünf

Wiederholte Eintragungen und Ausschlüsse über 15 Tage, nach der Rückkehr in die

Schulgemeinschaft wurde keine Besserung festgestellt. Die Punkte 1 – 4 werden nicht

erfüllt.

NICHTVERSETZUNG – GÜLTIGKEIT DES SCHULJAHRES

NICHTVERSETZUNG

In der Grundschule kann der Klassenrat Schüler nur in Ausnahmefällen, mit besonderer Begründung und mit

Stimmeneinhelligkeit nicht in die nächste Klasse der Grundschule, sowie in die nächste Klasse der

Mittelschule versetzen.

Um in die nächste Klasse der Mittelschule versetzt und zur staatlichen Abschlussprüfung zugelassen zu

werden, bedarf es der positiven Bewertung in den Fächern (außer Religion), in den fächerübergreifenden

Bereichen und Tätigkeiten der verpflichtenden Unterrichtszeit und der positiven Bewertung des Verhaltens.

Die Versetzung der Schüler bzw. deren Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgt durch einen

Mehrheitsbeschluss des Klassenrates. Erfolgt die Versetzung in die nächste Klasse trotz festgestellter

Lernrückstände, wird unter der Note (ergänzt wird: „angehoben mit Klassenratsbeschluss“) ein

entsprechender Hinweis angefügt.

KRITERIEN, DIE FÜR DIE NICHTVERSETZUNG EINES SCHÜLERS SPRECHEN

Ein Schüler wirkt sehr unreif, auch vom sozialen – emotionalen Standpunkt her gesehen

Ein Schüler zeigt im Vergleich zur Ausgangslage in mehreren fachlichen Bereichen kaum persönliche

Lernfortschritte und entwickelt sich nicht weiter

Ein Schüler zeigt wenig Lernbereitschaft, wenig Interesse und Einsatz, verweigert Anstrengung und Leistung

Ein Schüler nutzt zusätzliche Förderangebote der Schule nicht

Die bisherige Lernentwicklung lässt darauf schließen, dass er im Falle einer Versetzung im nächsten

Schuljahr in jedem Fall überfordert wäre.

Der Schüler soll durch die Nichtversetzung die Chance erhalten, zukünftig größere Erfolgserlebnisse zu

haben, so dass sein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gestärkt wird.

MASSNAHMEN BEI DROHENDER NICHTVERSETZUNG

Bei einer „drohenden“ Nichtversetzung werden vom Klassenrat Maßnahmen gesetzt, um den Lernerfolg der

Schüler zu sichern:

Intensive Unterstützung und Begleitung des Schülers durch die individuelle Lernberatung

Lernverträge mit dem Schüler

Regelmäßige Gespräche mit den betroffenen Eltern

Organisation von Fördermaßnahmen (Nutzung interner Ressourcen) und regelmäßige Überprüfung

derselben

Gespräch mit schulinternen Beratern (Schulberater, Berater des PBZ, Vertreter der Dienststelle usw.)

Hinzuziehen von Experten von außen (wenn für sinnvoll erachtet)

Schriftliche Verständigung der Eltern mittels Einschreibebrief innerhalb April eines jeden Jahres

GÜLTIGKEIT DES SCHULJAHRES

In der Mittelschule ist für die Versetzung in die nächste Klasse und für die Zulassung zur staatlichen

Abschlussprüfung der Unterstufe die Gültigkeit des Schuljahres Voraussetzung. Sie wird erreicht, wenn die

Schüler an mindestens 75% der Unterrichts- und Erziehungstätigkeit laut persönlichem

Jahresstundenplanes teilgenommen haben.


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KRITERIEN, DIE FÜR EINE VERSETZUNG EINES SCHÜLERS, DER MEHR ALS 75% DES

PERSÖNLICHEN JAHRESSTUNDENPLANES ABWESEND WAR, SPRECHEN

Es liegen genügend Bewertungselemente vor

Er erweist sich als motiviert, zeigt in der Klasse Einsatz und konstante Mitarbeit

Er vertieft Lerninhalte zu Hause

Er nützt zusätzliche Angebote, Aufgabenhilfe, Förderunterricht am Nachmittag

Er ist nach Einschätzung der Lehrpersonen in der Lage, im darauf folgenden Jahr, auch bei einem

kontinuierlicheren Schulbesuch, das Versäumte aufzuholen

Die Eltern sind an einer guten Zusammenarbeit mit der Schule interessiert und leisten Unterstützung

Der Klassenrat berücksichtigt bei der endgültigen Entscheidung den bisherigen schulischen Werdegang und

die voraussichtliche Lernentwicklung des Schülers.

BEWERTUNGSDOKUMENTE

DER SCHÜLERBOGEN

Die periodische Bewertung und die Jahresbewertung der Lernprozesse und Leistungen in allen Fächern,

fächerübergreifenden Lernbereichen und Tätigkeiten des persönlichen Jahresstundenplanes sowie die

Bewertung des Verhaltens werden im Schülerbogen festgehalten. Bei den Angeboten der Pflichtquote und

des Wahlbereiches wird im Bewertungsbogen die angebotene Stundenanzahl angeführt. Das Zeugnis wird

in den Schülerbogen integriert und enthält den Hinweis ob ein Schüler in die nächste Klasse versetzt oder

nicht versetzt wird. Innerhalb des ersten Bewertungsabschnittes der dritten Klassen der Mitteschule

formuliert der Klassenrat die Stärken der Schüler, die als Orientierung für die Schul- und Berufswahl dient.

DIE BESCHEINIGUNG DER ERWORBENEN KOMPETENZEN

Am Ende der Grundschule und der Mittelschule erhalten die Schüler die Bescheinigung der erworbenen

Kompetenzen. Diese ersetzt bei der Jahresbewertung die Bewertung der Allgemeinen Lernentwicklung.


27

12. FORTBILDUNGSKONZEPT DES SPRENGELS

Grundsätzliche Überlegungen, Schwerpunkte und Zielsetzungen der schulinternen Fortbildung

Schulinterne Fortbildung hat zwei Ziele: Guten Unterricht und gute Schule. Beide sind im Schulalltag eng

miteinander verknüpft. Die Hauptaufgaben der Lehrperson liegen im Unterrichten, Erziehen, Beraten,

Beurteilen, Planen und Auswerten, aber auch Aufgaben im Bereich der Organisation, Verwaltung,

Zusammenarbeit und Schulentwicklung werden vermehrt an die Lehrkräfte bzw. an die Schule als

Gemeinschaft herangetragen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es notwendig in der

schulinternen Fortbildung vermehrt Angebote mit fächerübergreifendem Charakter zu schaffen, die nicht nur

die fachdidaktische Zusammenführung des Lehrpersonals der Grund- und Mittelschule fördern, sondern

auch Entwicklungsprozesse unterstützen und vorantreiben und dazu beitragen, die Schule als Gemeinschaft

zu stärken.

Auf Landes- und Bezirksebene gibt es ein breites Angebot an fachspezifischen Seminaren, das

Lehrpersonen zu ihrer fachlichen Weiterbildung nutzen können: dazu hat jede Lehrperson das Recht, an

insgesamt 5 Tagen Unterricht freigestellt zu werden.

Organisation der schulinternen Fortbildung:

Die Vorschläge der Fachgruppe oder einzelner Lehrpersonen werden von der Direktorstellvertreterin

gesammelt. Sie erstellt auch in Absprache mit den Referenten den Jahresplan.

Für die Organisation der schulinternen Fortbildungsangebote (Beauftragung des Referenten,

Honorarnoten,…) ist das Schulsekretariat zuständig. Die Kursleitung übernimmt die Direktorstellvertreterin

der Schule oder stellvertretend eine Lehrperson des Sprengels.

RICHTLINIEN ZUR ANMELDUNG

Die Anmeldung zu Seminaren der schulinternen Fortbildung erfolgt in der Regel zu Beginn des Schuljahres.

Durch die Anmeldung verpflichtet sich die Lehrperson zur Teilnahme an der Veranstaltung, was eine

rechtzeitige Abmeldung bei Verhinderung nötig macht. Gruppen, die sich selbst organisieren, teilen den

Beginn ihrer Arbeit der Direktion mit. In der Regel müssen sich mind. 12 Lehrpersonen bzw. Eltern zu einem

Angebot (mit bezahlten Referenten) angemeldet haben, damit es stattfinden kann.

PERSÖNLICHER FORTBILDUNGSPLAN

Im Landeskollektivvertrag ist vorgesehen, dass jede Lehrperson einen persönlichen Fortbildungsplan

vorlegt. In unserem Sprengel handelt es sich um einen Dreijahresplan (2011/12-2013/14). Im Laufe der drei

Jahre besucht jede Lehrperson mindestens ein Angebot aus den Bereichen: Schulentwicklung und

Pädagogik allgemein, Fachdidaktik, Persönlichkeitsbildung/Arbeit an der Berufsrolle.

ANERKENNUNG VON FORTBILDUNGEN, DIE NICHT IM LANDESPLAN BZW. IM PLAN DES

SCHULVERBUNDES AUFSCHEINEN

Die Lehrpersonen stellen einen schriftlichen Antrag um Anerkennung, beschreiben das Angebot inhaltlich

und organisatorisch und legen die Kursbestätigung bei.

Die Anträge werden von der Direktorin und Direktor-Stellvertreterin durchgesehen.

Inhaltlich sollen die Kurse mit den im Lehrerkollegium vereinbarten Fortbildungsschwerpunkten

zusammenhängen:

Schulentwicklung und Pädagogik allgemein

Fachdidaktik

Persönlichkeitsentwicklung, Arbeit an der Berufsrolle

Pro Ganztag werden max. 7 Fortbildungsstunden, pro Halbtag max. 3,5 Stunden anerkannt

Für diese Kurse wird kein Außendienst gewährt.


28

SCHULINTERNE FORTBILDUNGSANGEBOTE 2013/14

Titel

Referentin

Schwerpunkte

Mitzubringen

Zielgruppe

Termine

Ort

Titel

Referentinnen

Schwerpunkte

Zielgruppe

Termine

Ort

Titel

Referentinnen

Schwerpunkte

Zielgruppe

Termin

Ort

Titel

Referent

Schwerpunkte

Zielgruppe

Termin

Ort

Kreativworkshop: Maltechniken und spielerische Methoden

Erika Mair aus Oberrasen, Kunsttherapeutin, Kreativtrainerin, Sozialpädagogin

Verschiedene Materialien und Techniken werden verpackt in kleine Übungen und

Methoden, mit denen man spielerisch und leicht Schüler motivieren kann, ihre

Kreativität zu entfalten. Freude und Spaß am Tun stehen im Vordergrund.

Materialspesen: ca. 5 €

Interessierte Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule

Montag, 07.10.2013; 14.30 -17.30 Uhr

Mittelschule Olang

Lesen und recherchieren in der Bibliothek

Christine Mutschlechner, Maria Hofmann

Die Referentinnen stellen das Winterthurer „biblioheft“ vor. Dabei handelt es sich um

ein spiralförmig aufgebautes Konzept, bestehend aus 7 Einzelheften (KG – 6.

Schulstufe). Die Aufgaben darin verlocken zum vielfältigen Lesen in verschiedenen

Medien und bieten Wege zur Informationsbeschaffung. Ebenso werden Möglichkeiten

zur kreativen Leseförderung in der Bibliothek gezeigt.

Interessierte Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule, pädagogische Fachkräfte des

Kindergartens

Montag, 14.10.2013; ab 14.30 Uhr

Mittelschule Olang

Leseförderung in der Grund- und Mittelschule

Irmengard Sapelza, Irmgard Putzer

Vorstellung des Konzeptes „Lesen. Das Training“

Interessierte Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule

Montag, 21.10.2013 von 14.30-16.30 Uhr

Mittelschule Olang

Arbeiten mit Film, Kamera und Schneideprogrammen

Mitarbeiter des Amtes für audiovisuelle Medien

Einführung in die Arbeit mit Kamera und dazugehörigen Programmen. Bei Interesse

begleiten die Referenten anknüpfend an das Seminar auch Projekte in einigen

Klassen.

Interessierte Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule (Mindestteilnehmerzahl 8 LP

gemeinsam mit SSP Innichen)

Freitag, 22.11.2013; von 15.15 Uhr bis 18.15 Uhr

Amt für audiovisuelle Medien Bozen


29

Titel

Referenten

Schwerpunkte

Zielgruppe

Termin

Ort

Titel

Referentin

Schwerpunkte

Zielgruppe

Termin

Ort

Titel

Referent

Schwerpunkte

Vorstellen von teamorientierten Unterrichtsmethoden und Unterichtsmaterialien für

alle Fächer

Monika Schwingshackl

Vorstellen von teamorientierten Unterrichtsmethoden und Unterichtsmaterialien für

alle Fächer

Lehrpersonen, die die Kursfolge besucht haben

Mittwoch, 27.11.2013, ab 14.30 Uhr

Mittelschule Olang

Verschiedene, aktuelle Ansätze und Methoden im Deutsch - Anfangsunterricht

Renate Valtin (Uni Brixen)

Wie können wir Schüler/innen im Anfangsunterricht begleiten, damit sie motiviert,

individuell und sicher zu angemessenen Schreib- und Lesekompetenzen kommen?

Verschiedene Ansätze werden gegenübergestellt, Erfahrungen der Teilnehmer/innen

ausgetauscht.

Interessierte Lehrpersonen der Grundschule

Mittwoch, 08.01.2014 von 14.30-17.00 Uhr

MS Innichen

Die 4 Elemente der gewaltfreien Kommunikation

Manfred Faden, Lehrer in Ruhe, pädagogischer Berater, Bermatingen (D)

Vortrag mit praktischen Übungen:

Gewaltprävention und Training zur Sozialkompetenz in Klassen und für Lehrer

Zielgruppe

Termine

Ort

Kommunikation gelingt dann, wenn ich meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse und

die meines Gegenübers wahrnehme.

Wesentliche Elemente gelingender Kommunikation sind:

beobachten (wahrnehmen) – fühlen (wahrnehmen und ausdrücken der Gefühle)

brauchen (Bedürfnisse ) – bitten (klare Handlungsanweisung)

Interessierte Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule

Freitag, 31.01.2014 von 14.30-17.30 Uhr

Mittelschule Olang


30

Titel

Referent

Schwerpunkte

Zielgruppe

Termin

Ort

Titel

Referentin

Schwerpunkte

Zielgruppe

Termin

Ort

Vortrag: Pubertät – sich einlassen und loslassen

Manfred Faden, Lehrer in Ruhe, pädagogischer Berater, Bermatingen (D)

Die Pubertät ist die Zeit, die am meisten Veränderungen mit sich bringt. In dieser

schwierigen Zeit ist es für alle wichtig, kühlen Kopf zu bewahren. Deshalb brauchen

Pubertierende klare Eltern und Bezugspersonen.

Themen sind:

Ablösung und die damit verbundenen inneren Vorgänge

Anders sein wollen und die damit zusammenhängenden „Provokationen“

Identität – „ Wer bin ich?“

Gefühle und ihre besondere Bedeutung in der Pubertät

Geschlechtsrolle – Bedeutung von Vater und Mutter

Selbständigkeit / eigenverantwortliches Handeln- notwendiges Lernfeld in der Pubertät

Naturerfahrung und Bewährungsproben

Bindungsliebe der Jugendlichen („Ohne Wurzeln keine Flügel“ )

Rolle der Eltern – Eltern bleiben Eltern!

Interessierte Lehrpersonen der Grund- und Mittelschule, Eltern

Freitag, 31.01.2014 20.00 Uhr

Kongresshaus Olang

Teamorientierte Unterrichtsmethoden im Musikunterrricht

Brigitte Reider

Sehr praxisnah werden Möglichkeiten kooperativen Lernens im Musikunterricht

aufgezeigt. Die Referentin geht von selbst erprobten Praxisbeispielen aus.

Interessierte Lehrpersonen der Grundschule

Montag, 10.03.2014; von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr

MS Innichen


31

13. TEILNAHME AM SCHULVERBUND

Der Schulsprengel Olang beteiligt sich am Schulverbund Pustertal. Er bringt im Sprengel vorhandene

Ressourcen ein und nutzt gezielt die gemeinsam erstellten Angebote und die auf Schulverbundsebene

verfügbaren Ressourcen. (Grundlage für die Zusammenarbeit ist die gemeinsam erstellte Satzung und die

zwischen den Mitgliedsdirektionen unterzeichnete Vereinbarung.)

FORTBILDUNG IM SCHULVERBUND

Die Inhalte der Fortbildungsveranstaltungen orientieren sich einerseits an den Wünschen und Bedürfnissen

der Lehrpersonen der Grund- und Mittelschulen, andererseits aber auch an den Erkenntnissen der

Lernpsychologie, Pädagogik, Didaktik und Methodik.

Der Hauptschwerpunkt der Fortbildungsveranstaltungen liegt im fachdidaktischen Bereich.

BERATUNG

Die im Schulverbund angebotene Beratung wird intensiv genutzt. Die freigestellten

Schulentwicklungsberater/innen Oriana Primucci, Karl Engl und Josef Kühebacher und Ingrid Mair begleiten

Projekte auf Schulverbundsebene und im Sprengel.

PROJEKT „BILDUNGSSPRÜNGE“

Das Comenius Regio Projekt des Schulverbundes mit Gera/Thüringen ist offiziell abgeschlossen. Die

Dokumentation ist in der Publikation „Bildungssprünge“ festgehalten und dient nun als Leitfaden für die

künftige Zusammenarbeit zwischen den Bildungsinstitutionen. Im laufenden Schuljahre konzentrieren wir

uns erneut auf die Gestaltung des Übergangs der Schüler/innen vom Kindergarten in die Grundschule, von

der Grundschule in die Mittelschule und von der Mittelschule in die weiterführende Schule.

ARBEITSGRUPPEN

Im Schulverbund wurden verschiedene Arbeitsgruppen eingerichtet, die Konzepte und Unterlagen als

Angebote für alle Schulen im Schulsprengel ausarbeiten.

Es sind dies die AG Verhaltensauffälligkeit, die AG Sich Aufgaben stellen, die AG Gesundheitsförderung, die

AG Evaluation, die AG Begabungs- und Begabtenförderung, die AG Abteilungsunterricht, die AG

Krisenintervention und die AG Beirat im Schulverbund.

In vielen dieser Gruppen arbeiten auch Lehrpersonen unseres Sprengels mit sehr viel Einsatz und

Engagement mit und berichten im Rahmen von Lehrerkollegiumssitzungen über den Stand der Entwicklung.

PROJEKTE

LAND ART

Die Fachgruppe Kunst und Technik im Schulverbund hat in Zusammenarbeit mit dem Forstinspektorat

Welsberg hinter dem Grand Hotel in Toblach einen Ausstellungsraum für Arbeiten von großen und kleinen

Künstlern geschaffen. Alle Lehrpersonen sind eingeladen, mit ihren Schüler/innen Werkstücke aus

natürlichen Materialien zu schaffen und diese dann in den vorgesehenen Räumen im Wald auszustellen.

Heuer besteht wiederum die Möglichkeit für Klassen, mit Künstlern über längere Zeit zusammenzuarbeiten.

Die Kosten dafür trägt der Bereich Innovation und Beratung.

PROJEKT OSTTIROL

Seit mittlerweile 10 Jahren gibt es eine rege und bereichernde Schulpartnerschaft zwischen Schulen des

Südtiroler Pustertales und des Osttiroler. Die gemeinsame Kultur pflegen, fester zusammenwachsen,

voneinander lernen, Grenzen abbauen, Freundschaften knüpfen - das waren die Motivationsgründe, die

dazu bewegten, dass die Schulen intensiver zusammenarbeiten wollen. Die Grundschule von Geiselsberg

führt auch im laufenden Schuljahr die Partnerschaft mit der Osttiroler Schule Kartitsch weiter, die

Grundschule Antholz Mittertal die Partnerschaft mit der Schule St. Veit in Defreggen. Austausch über E-mail

und Chat und gemeinsame Unternehmungen stehen dabei im Mittelpunkt. Die Bezirksgemeinschaft

Pustertal unterstützt diese Projekte mit einem jährlichen Beitrag von 1.000 Euro. In diesem Rahmen gibt es

auch das Angebot, einen Lehreraustausch (zwischen Süd- und Osttiroler Lehrpersonen) für einige Wochen

im Jahr in den jeweiligen Partnerklassen durchzuführen.


32

14. KOORDINATOREN - AUFGABENBEREICHE

Die Koordinatoren werden vom Lehrerkollegium namhaft gemacht, sie unterstützen das Führungsteam,

koordinieren einzelne Bereiche zwischen Lehrpersonen und Schulstellen und leisten Vorarbeit in den unten

angeführten Bereichen.

ARBEITSPROGRAMME

KOORDINATORIN FÜR INTEGRATION (STUFENÜBERGREIFEND)

Putzer Irmgard

Terminplanung der IEP und FEP Sitzungen und Übernahme der Moderation

Nachbesprechungen der IEP auf Wunsch im Frühjahr

Mitarbeit in der Steuergruppe

Einbringen von Vorschlägen zur Verbesserung des Integrationsunterrichtes und zur Verbesserung der

Zusammenarbeit zwischen Integrations- und Klassenlehrpersonen

Unterstützung und Beratung der Kolleginnen und Kollegen

Mitarbeit in der AG der Koordinatoren auf Bezirksebene

Weitergabe der Infos an die Lehrpersonen der Mittelschule

Herstellen der Kontakte mit den verschiedenen Diensten auf Bezirksebene

Zusammenarbeit mit der Kollegin Sapelza Irmgard, die eine Teilfreistellung für den Bereich „Frühförderung

und Entwicklungsbegleitung“ inne hat

Mitarbeit in der AG Gesundheitsförderung auf Bezirksebene

Besuche bzw. Kontaktaufnahme mit den Klassenräten der 5. Klassen innerhalb Mai des jeweiligen Jahres

um Informationen für die Bildung der ersten Klassen der Mittelschule einzuholen

KOORDINATOR FÜR NEUE MEDIEN MITTELSCHULE

Seiwald Andreas

Verwaltung und Wartung der digitalen Medien in der Mittelschule

Verwaltung des Netzwerkes

Ansprechpartner für externe Firmen bei Neuinstallationen

Neuanschaffungen und Austausch alter Geräte

Ankauf schülergerechter Software für den Unterricht

Sensibilisierung der Kollegen zum sinnvollen Einsatz der Neuen Medien im Unterricht

Betreuung der digitalen Medien (PC-Räume, Notebooks, Digitalkamera, usw.)

Einführung der Kollegen in Hard- und Software

Gestaltung und Aktualisierung der Homepage für den MS Olang

Einführung der Junglehrer

Schulinterne Fortbildungen

Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Neue Medien und mit dem Koordinator der Grundschule

Informationsaustausch in der AG-Gruppe Neue Medien im Schulverbund

KOORDINATOR FÜR DEN BEREICH NEUE MEDIEN IN DER GRUNDSCHULE

Plaikner Robert

Unterstützung der Schulen im Bereich „Kommunikations- und Informationstechnologien“

Hilfestellung bei der Umsetzung von Projekten und Unterrichtseinheiten im Bereich KIT

Grundlegende technische und damit zusammenhängende organisatorische Arbeiten

Einführung in neue Hard- und Software in Form von Werkstätten

Kontakte zu den Bezirks- und Landesstellen pflegen

Die Hauptaufgaben:

Unterstützung der Lehrpersonen bei der Umsetzung der Rahmenrichtlinien im Bereich KIT

Beratung bei der Planung und Durchführung von Projekten im Zusammenhang mit den „Neuen Medien“

Arbeiten im Netzwerk


Ansprechpartner bei technischen Problemen, aber auch bei Softwareproblemen

Kontaktperson zum DV-Techniker des Landes

Informationen aus den verschiedenen Arbeitsgruppen im Bereich „Neue Medien“ weiterleiten

Leiten der AG Neue Medien/Homepage auf Sprengelebene

Planung und Organisation von Fortbildungen

Aktualisierung der Homepage des Schulsprengels

33


34

15. EVALUATION

„Die Kindergartensprengel und Schuldirektionen erheben autonom ihre Bildungswirkung mit geeigneten

Verfahren und Mitteln und evaluieren sich selbst. Sie vergleichen die festgelegten Ziele mit dem

verbindlichen Qualitätsrahmen und mit den Zielen ihres eigenen Leitbildes und Bildungsprogramms oder

Schulprogramms. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse ziehen sie die entsprechenden

Schlussfolgerungen, leiten Maßnahmen zur Optimierung sowie weitere Schritte für die Entwicklung der

Bildungsprozesse ab und setzen diese um. Die Kindergartensprengel und Schuldirektionen erarbeiten ein

mehrjähriges Konzept der Qualitätsentwicklung, welches am Qualitätsrahmen ausgerichtet ist, und geben

der gesamten Kindergarten.- und Schulgemeinschaft die gewählten Evaluationsbereiche und Verfahren

sowie Schlussfolgerungen und Maßnahmen bekannt, die im Bildungsprogramm oder Schulprogramm

verankert werden.“ (Beschluss der Landesregierung, Nr. 1589 vom 29.10.2012)

Für das Schuljahr 13/14 haben wir sprengelübergreifend folgende Arbeitsschwerpunkte gewählt: Nutzung

des Curriculums als Arbeitsgrundlage: Jede Lehrperson erprobt verschiedene Möglichkeiten der

Dokumentation: eintragen der zeitlichen Gliederung im Vorhinein - parallel zum Unterricht oder im

Nachhinein, markieren, abhaken, ergänzen, vermerken von Methoden, Lehrausgängen,

fächerübergreifenden Vorhaben. Jede Lehrperson gibt am Ende des Schuljahres eine Rückmeldung.

Weiters wird die Erprobung der im letzten Schuljahr erstellten kompetenzorientierten Beobachtungs- und

Bewertungsbögen weitergeführt, welche im Rahmen der angesetzten Fachgruppensitzungen auf ihre

Praktikabilität überprüft werden. Zudem wird auch wie gesetzlich vorgesehen ein mehrjähriges

Qualitätskonzept für die nächsten Schuljahre ausgearbeitet.


35

16. AMTSSCHRIFTEN

CURRICULUM DER SCHULE

Der Beschluss der Landesregierung Nr. 81 vom 19.01.2009 verpflichtet die Schule ausgehend von den

Rahmenrichtlinien des Landes ein Curriculum der Schule zu erstellen. Die Fachgruppen haben im letzten

Jahr intensiv an der Erstellung und Erprobung des Curriculums gearbeitet. Dieses schafft Transparenz nach

innen und außen, enthält alle wichtigen Vereinbarungen auf Sprengelebene und stellt die Grundlage für die

Planung des Unterrichts dar.

JAHRESPLAN FÜR DIE SCHÜLER

Jede Lehrperson arbeitet im laufenden Schuljahr einen Jahresplan in Schülersprache im jeweiligen Fach

(Auflistung der Inhalte, persönlicher Lernplan …) aus. Dieser Plan wird in die Mappen der Schüler/innen

eingelegt, in der Klasse ausgehängt und regelmäßig besprochen. Er soll Schülerinnen, Schülern und Eltern

die Ziele und Inhalte des Faches transparent machen und eine Reflexion über Lernprozesse ermöglichen.

KLASSENBUCH

Die Klassenbücher der Mittelschule und Grundschule sind einander angeglichen: sie enthalten die

durchgenommenen Inhalte und/oder Methoden, welche täglich eingetragen werden.

DAS LEHRERREGISTER

Es enthält folgende Angaben: Titelblatt, Namen der Schüler, Beobachtungs- und Bewertungsunterlagen

angepasst an das Schulcurriculum. Im laufenden Schuljahr werden die im letzten Schuljahr erstellten

kompetenzorientierten Bewertungsbögen weiter verwendet.

AUSGANGSLAGE/FÖRDERMAßNAHMEN/VERIFIZIERUNG

Diese Unterlagen werden in der Grundschule in den Planungsordner eingelegt, in der Mittelschule in die

jeweiligen Mappen des Klassenrates.

Die Verifizierungssitzungen zur Überprüfung der Lernfortschritte finden in der Grundschule zweimal jährlich

statt. In der Mittelschule werden bei den periodischen Klassenratssitzungen die Ausgangslagen beschrieben

und die Fördermaßnahmen für Schüler mit Schwierigkeiten schriftlich festgehalten.

DOKUMENTATION DER ANGEBOTE IN DER DER SCHULE VORBEHALTENEN

PFLICHTQUOTE UND IM WAHLANGEBOTE

Je Angebot wird ein Dokumentationsbogen ausgefüllt (Format A3). Dieser enthält folgende Angaben: Namen

der Teilnehmer, Inhaltsbeschreibung des Angebots, relevante Beobachtungen, Bewertungen, Unterschrift

der Lehrperson. Diese Bögen liegen in einer Mappe an jeder Schulstelle auf und sind für alle Lehrpersonen

zugänglich.


36

17. STUNDENTAFEL UND KRITERIEN ZUR ERSTELLUNG DER

STUNDENPLÄNE IN DER GRUND- UND MITTELSCHULE

STUNDENTAFEL DER GRUNDSCHULE

Fünfjahres-

Fünfjahres-

1. 2. 3. 4. 5.

stunden-

kontingente in %

Abweichung

Fach

stunden-

kontingente

Klasse Klasse Klasse Klasse Klasse

(RRL)

Deutsch 7 7 7 5 5 994,58 816 21,89

Italienisch 2.Sprache 2 4 4 5 5 641,67 646 -0,67

Englisch 2 2 128,33 136 -5,64

Musik 2 1 1 1 1 192,50 170 13,24

Kunst 1 1 1 1 1 160,42 170 -5,64

Bewegung und Sport 2 2 2 2 2 320,83 272 17,95

Geschichte 1 1 1 1 1 160,42 170 -5,64

Geografie 1 1 1 1 1 160,42 170 -5,64

Religion 2 2 2 2 2 320,83 340 -5,64

Mathematik 6 6 6 5 5 898,33 782 14,88

Naturwissenschaft 1 1 1 1 1 160,42 170 -5,64

Technik 1 1 1 1 1 160,42 170 -5,64

Pflichtquote* 1 1 1 1 128,33 272 -52,82

Insgesamt 26 28 28 28 28 4427,50 4522 -2,09

0,92 1 55 60

* Die fehlenden Stunden werden mit einer Projektwoche eingeholt

KRITERIEN ZUR ERSTELLUNG DER STUNDENPLÄNE IN DER GRUNDSCHULE

Die Stundenpläne der Lehrpersonen mit mehreren Dienstsitzen und der Schulstellen, die dies wünschen,

werden von der „AG Stundenpläne“ im Vorfeld festgelegt.

Für Lehrpersonen für Italienisch werden in der Regel keine Aufsichten vorgesehen (außer die fünf Minuten

vor Unterrichtsbeginn), die zur Verfügung stehenden Ressourcen sollen den Schüler/innen im Rahmen der

Pflichtquote mit Wahlmöglichkeit und im Wahlbereich zu Gute kommen. Für zusammengelegte Klassen wird

festgelegt, dass die 1. Klasse in einer der zwei Italienischstunden getrennt von den anderen Klassen betreut

wird.

Teamunterricht/Lernberatung ist bei Italienisch, Religion und Englisch nur für Fachkollegen/innen oder

Integrationslehrpersonen möglich.

Grundsätzlich beteiligen sich alle Lehrpersonen am Wahlfachunterricht und am Unterricht in der Pflichtquote.

Jene in Vollzeit reservieren 16 Jahresstunden, Lehrpersonen in Teilzeit entsprechend ihrem Auftrag weniger.

Geringfügige Abweichungen von der vorgesehenen Stundenzahl bei gleichzeitiger Erfüllung der gesetzlich

vorgegebenen 34 Jahresstunden pro Kind, sind mit der Direktorin abzusprechen. Sollte ein Angebot von den

Eltern bzw. Schülern nicht angenommen werden, so wird die Direktorin informiert, die über die weitere

Vorgangsweise (Angebote verdoppeln, anbieten eines neuen Angebotes, leisten von Förderstunden)


37

entscheidet.

Jede Lehrperson reserviert sich ca. 15 Stunden (angepasst an den Tätigkeitsplan der Schule) für

schulbegleitende Veranstaltungen und Mensaaufsichten (falls zutreffend). Überstunden stehen dafür nicht

zur Verfügung.

Es gibt auch für Lehrpersonen in Teilzeit kein Anrecht auf einen freien Tag zusätzlich zum Samstag. Nach

Möglichkeit wird den Lehrpersonen mit bis zu 50% Teilzeit ein freier Tag gewährt. Lehrpersonen mit einem

höheren Teilzeit-Arbeitsverhältnis sind grundsätzlich an allen fünf Tagen präsent. Alle Lehrpersonen, auch

jene in Teilzeit, unterrichten auch an den Nachmittagen. Die Lehrpersonen für Deutsch und Mathematik in

einer 1. Klasse verteilen ihren Unterricht unabhängig vom Arbeitsverhältnis auf fünf Tage.

An jeder Schulstelle wird ein Aufsichtsplan für die Pause (Ressourcen sparen!) und für die

Fahrschüleraufsicht (falls zutreffend) erstellt, ebenso ein Plan für den Bereitschaftsdienst und für die

Mensaaufsicht. Alle genannten Pläne, inkl. Stundenpläne sind zu Schulbeginn in der Direktion zu

hinterlegen.

Der provisorische Stundenplan wird an die Schüler/innen zu Schulbeginn ausgehändigt. Event. Korrekturen

werden nach der Genehmigung mitgeteilt.

Kriterien für die Erstellung des Bereitschaftsstundenplanes

Lehrpersonen, die in einer Klasse als Teamlehrer/in Dienst leisten

Integrationslehrpersonen (abhängig vom Bedarf der betreuten Schüler/in und der zugeteilten

Stundenanzahl)

Lehrpersonen, die eine freie Stunde haben (bezahlt)

Die Schulleitungen achten darauf, dass der Bereitschaftsdienst auf die Lehrpersonen möglichst gleichmäßig

verteilt wird.

Ersatz von fehlenden Lehrpersonen - Kriterien

Bei Abwesenheiten von Lehrpersonen wird der Ersatz in folgender Reihenfolge organisiert:

Teamlehrperson, die in der Klasse Dienst hat (bei Abteilungsklassen übernimmt eine Lehrperson die

gesamte Klasse)

Integrationslehrperson, die in derselben Stunde/Klasse Dienst hat

Team- oder Integrationslehrperson, die in anderen Klassen Dienst leistet

Lehrperson, die eine freie Stunde hat – in Absprache mit der Lehrperson

Zusammenlegen von Klassen


38

STUNDENTAFEL DER MITTELSCHULE

Fach

entspricht

Stunden

entspricht im

Zeitraum

1.

Klasse

2.

Klasse

3.

Klasse

im

in 50-min-

3-Jahres-

50-min-

Einheiten

3-Jahres-

Zeitraum

Abweichung

in %

Deutsch 4,66 13,99 5 5 5 15 7,2

Geschichte 2,33 6,99 2 2 3 7 0,1

Geografie 2,33 6,99 2 3 2 7 0,1

Italienisch 2.Sprache 4,66 13,99 5 5 5 15 7,2

Englisch 2,33 6,99 2,5 2 2,5 7 0,1

Mathematik 4,08 12,24 4 4 4 12 -2,0

Naturwissenschaften 2,33 6,99 2,5 2 2,5 7 0,1

Technik 1,75 5,25 2 2 2 6 14,4

Kunst 1,75 5,25 2 2 2 6 14,4

Musik 1,75 5,25 2 2 2 6 14,4

Bewegung und Sport 1,75 5,25 2 2 2 6 14,4

Religion 1,75 5,25 2 2 1 5 -4,7

Wahlpflicht 2,33 6,99 1 1 1 3 -57,1

Insgesamt 33,81 101,42 34 34 34 102 0,6

KRITERIEN ZUR ERSTELLUNG DER STUNDENPLÄNE IN DER MITTELSCHULE

Der Stundenplan wird von einer Lehrperson der Mittelschule erstellt und von der Direktorin genehmigt. Die

Lehrpersonen für Integration legen der Direktorin in Absprache mit den jeweiligen Klassenräten einen

Vorschlag für ihren Stundenplan vor.

Bei der Erstellung der Stundenpläne stehen die Bedürfnisse der Schüler im Vordergrund

Fächerverteilung:

Mindestens eine Doppeleinheit für Deutsch, Italienisch und Mathematik wird für längere schriftliche Arbeiten

eingeplant. Für Technik und Kunst wird wöchentlich eine Doppeleinheit eingeplant, für Musik und Religion

(sofern dort laut Stundentafel zwei Stunden vorgesehen sind) jeweils zwei getrennte Einheiten. Die Mehr-

Stunden-Fächer werden auf die fünf Wochentage ausgewogen verteilt. An jedem Schultag wird pro Klasse in

der Regel eine Einheit aus folgender Fächergruppe eingeplant: Kunst, Technik, Bewegung und Sport, Musik,

Religion. Die wöchentliche Pflichtquote „Lernen lernen“ (eine Unterrichtseinheit) wird entweder am Dienstag

oder am Donnerstag Nachmittag eingeplant (in der Regel für alle Klassen eines Zuges gleichzeitig).

Verteilung der Lehrer/innen Stunden:

Für Lehrpersonen mit Teilzeitauftrag über 10 Wochenstunden werden die Stunden in der Regel auf fünf

Tage verteilt; die Stunden in Deutsch, Mathematik, Italienisch und Integration werden bei jedem

Teilzeitauftrag (unabhängig von der Stundenanzahl) auf mindestens vier Tage verteilt.

Jede Lehrperson unterrichtet auch an mindestens einem Nachmittag; falls einzelne Lehrpersonen an beiden

Nachmittagen Dienst leisten, erhalten sie „Erleichterungen“ am Vormittag. Durch jährliche Rotation soll

gewährleitet werden, dass nicht immer dieselben Lehrpersonen an zwei Nachmittagen Dienst leisten.

Berücksichtigt wird weiters der Teamunterricht, der von der Direktorin genehmigt wurde.

Falls Lehrpersonen in mehreren Schulen unterrichten, werden deren Stundenpläne im Vorhinein festgelegt.


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Präsenzdienst:

An allen Wochentagen wird für jede 1. Stunde eine Lehrperson im Rahmen der wöchentlichen Dienstzeit für

den Präsenzdienst eingesetzt. Falls keine Lehrperson zu ersetzen ist, wird dieser Dienst in Form einer

Teamstunde in einer vorgegebenen Klasse geleistet.

Bereitschaftsdienst:

Für jede Unterrichtseinheit (außer für die 1. Stunde) wird ein Bereitschaftsdienst eingerichtet.

Der Bereitschaftsdienst wird teilweise von Lehrkräften im Rahmen der Auffüllstunden geleistet bzw. als

Pflichtausgabe bezahlt. Es wird darauf geachtet, dass der Bereitschaftsdienst auf alle Lehrpersonen

gleichmäßig verteilt wird.

Kriterien für den konkreten Einsatz der Supplenzen:

Bei Abwesenheiten von Lehrpersonen wird der Ersatz in folgender Reihenfolge organisiert:

Teamlehrperson, die in derselben Stunde/Klasse Dienst hat

Integrationslehrperson, die in derselben Stunde/Klasse Dienst hat

Lehrperson, die noch Stunden (z.B. Auffüllstunden, ausgefallene Stunden usw.) einzuholen hat – in

Absprache mit der Lehrperson

Bereitschaftsdienst laut Bereitschaftsstundenplan

Lehrperson, die eine freie Stunde hat – in Absprache mit der Lehrperson

Zusatzräume:

Vor Erstellung des Stundenplanes wird der Plan für die Belegung der Turnhalle mit der Grundschule

Oberolang abgesprochen

Der Stundenplan von Lehrpersonen, die viel/überwiegend in Zusatzräumen arbeiten, wird so gestaltet, dass

diese Räumlichkeiten optimal genutzt werden können.

Stundenplanänderungen im Laufe des Schuljahres sind auf Antrag der Lehrperson nur möglich:

aus schwerwiegenden Gründen

wenn die didaktischen Grundsätze im Wesentlichen nicht beeinträchtigt werden

nach Rücksprache mit allen Betroffenen

nach Genehmigung durch die Direktorin


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18. TERMINPLÄNE DER KOLLEGIALEN TÄTIGKEITEN

GRUNDSCHULE UND MITTELSCHULE

KOLLEGIALE TÄTIGKEITEN AN DER GRUNDSCHULE

Termin Ort Art der Veranstaltung Zeit

MO 02.09.2013 Kongresshaus 1. Sitzung des Lehrerkollegiums 9.00 Uhr

Di 03.09.2013 +

Schulstellenkonferenzen / Übertrittsgespräche eigener Plan

Mi 04.09.2013

Do 05.09.2013

Schulbeginn

innerhalb

Elternversammlungen

18.09.2013

Di 01.10.2013 Bruneck Pädagogischer Tag: OO, GB, AN, OR ganztägig

Mi 09.10. 2013 NO, NR, AM Zeitplan legt

Klassenrat: Erstellen der Ausgangslagen, Schulleiter/in fest

Fr 11.10.2013 OO, AN Verifizierung

14.00 – 16.00 Uhr

OR, GB

ab 16.00 Uhr

Mi 16.10.2013 Kongresshaus 2. Sitzung des Lehrerkollegiums 14.45 Uhr

Mi 06.11.2013 OO, AN

Do 07.11.2013 OR, GB

Klassenratssitzungen mit Elternvertretern und abends

Mi 13.11.2013 NO, NR, AM interessierten Eltern

Fr 22.11.2013 OR, GB

Mo 25.11.2013 NO, NR, AM Elternsprechtage Zeitplan legt

Fr 29.11.2013 OO, AN

Schulleiter/in fest

Mi 22.01.2014 OR, GB

Mi 29.01.2014 NO, NR, AM Bewertungssitzungen

Zeitplan je Klasse

Fr 24.01.2014 OO, AN

legt Schulleiter/in

fest

Mi 05.02.2014 alle Schulstellen Verteilung der Schülerbögen

Di 11.02.2014 OO, AN

OR, GB

Elternsprechtage (Schülerbögen)

Planungszeit (bei

Di 18.02.2014 NO, NR, AM

kombinierten

Stellen bitte

zeitlich versetzen)

Mi 19.03.2014 OR, GB 14.00 – 16.00 Uhr

OO, AN

Klassenrat: Verifizierung

ab 16.00 Uhr

Fr 21.03.2014 NO, NR, AM

Zeitplan legt

Schulleiter/in fest

Mi 26.03.2014 Kongresshaus 3. Sitzung des Lehrerkollegiums (nach Bedarf) 14.45 Uhr

Fr 04.04.2014 OR, GB

Mo 07.04.2014 NO, NR, AM Elternsprechtage Zeitplan legt

Mi 09.04.2014 OO, AN

Schulleiter/in fest

Mo 14.04.2014 NO, NR, AM

Mi 23.04.2014 OR, GB

Klassenratssitzungen mit Elternvertretern und abends

Di 29.04.2014 OO, AN

interessierten Eltern

Mi 28.05.2014 Kongresshaus 4. Sitzung des Lehrerkollegiums 14.45 Uhr

Mo 26.05.2014 NO, NR, AM

Fr 30.05.2014 OO, AN

Bewertungssitzungen

Zeitplan je Klasse

Fr 06.06.2014 OR, GB

legt Schulleiter/in

fest

Fr 13.06.2014 Unterrichtsende: Verteilung der

Bewertungsbögen

3 Halbtage nach

Schulende

Schulstellenkonferenzen zur Vorbereitung des

neuen Schuljahres


41

Fachgruppensitzungen für Religion und Italienisch

während der Planungszeit am Dienstag (MS Olang)

24.09.2013 05.11.2013 07.01.2014 25.02.2014 01.04.2014 06.05.2014

Fachgruppenplanung während der Planungszeit am Dienstag (MS Olang)

05.11.2013 01.04.2014

Materialienbörse im Rahmen der TUE während der Planungszeit am Dienstag (MS Olang)

04.02.2014

Schulstellenkonferenzen

OR, GB 08.10.13 12.11.13 03.12.13 14.01.14 11.02.14 11.03.14 08.04.14 13.05.14

NO, NR, 15.10.13 19.11.13 10.12.13 21.01.14 18.02.14 18.03.14 15.04.14 20.05.14

AM

OO, AN 22.10.13 26.11.13 17.12.13 28.01.14 11.02.14 25.03.14 29.04.14 27.05.14

Bei den Schulstellenkonferenzen sind alle Lehrpersonen anwesend. Nur am 11.02.2014 sind Absprachen

zwischen den Schulleiterinnen in Bezug auf die „kombinierte“ Lehrperson nötig.

Die Planungssitzungen finden grundsätzlich am Dienstag Nachmittag statt. Schulen können aber einen

Vorschlag für eine alternierende Lösung (Di/Do) einbringen. Dieser darf die Kollegen/innen mit mehreren

Dienstsitzen bzw. die Gesamtorganisation nicht zusätzlich belasten.

Alle Lehrpersonen sind bei jeder Planungssitzung anwesend, die Lehrpersonen in Teilzeit kürzen diese

Stunden entsprechend ihrem Auftrag.

Die angeführten Termine sind für alle verbindlich. Notwendige Verschiebungen sind vorher mit der Direktorin

abzusprechen.


42

KOLLEGIALE TÄTIGKEITEN AN DER MITTELSCHULE

TERMIN ART DER VERANSTALTUNG ZEIT ORT

MO 02.09.2013 1. Sitzung des Lehrerkollegiums 9.00 Uhr Kongresshaus

MO 02.09.2013 -MI Planungsarbeiten eigener Plan MS Olang

04.09.2013

DO 05.09.2013 Schulbeginn – Eröffnungsgottesdienst 7.30 Uhr Kongresshaus

MI 11.09.2013 Arbeitsgruppensitzungen 15.00 – 17.00 Uhr MS Olang

1. Elternversammlung: alle 2. Klassen

alle 3. Klassen

17.00 – 17.45 Uhr

17.45 – 18.30 Uhr

MS Olang

MI 25.09.2013

MI 09.10.2013

Klassenrat:

A-Zug (1,3,2)

D-Zug (3,2)

B-Zug (3,1,2), C-Zug (2,3,1)

Fachgruppensitzungen

Arbeitsgruppensitzungen

14.00 – 16.00 Uhr

14.30 – 16.00 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

14.00 – 16.00 Uhr

16.00 – 17.00 Uhr

MS Olang

MS Olang

MI 16.10.2013 2. Sitzung des Lehrerkollegiums 14.45 – 16.30 Uhr Kongresshaus

MI 23.10.2013 Klassenrat:

B-Zug (2,1,3), C-Zug (1,3,2)

D-Zug (2,3)

A-Zug (2,3,1)

14.00 – 16.00 Uhr

16.00 – 17.30 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

MS Olang

MI 13.11.2013 Fachgruppensitzungen 14.00 – 16.00 Uhr MS Olang

MO 18.11.2013 Pädagogischer Tag 7.30 – 10.30 Uhr MS Olang

1. Elternsprechtag 11.00 – 13.00 Uhr MS Olang

14.00 – 17.00 Uhr

MI 27.11.2013 Klassenrat:

MS Olang

A-Zug (1,3,2)

D-Zug (3,2)

B-Zug (3,1,2), C-Zug (2,3,1)

14.00 – 16.00 Uhr

14.30 – 16.00 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

MI 04.12.2013 Arbeitsgruppensitzungen 14.00 – 16.00 Uhr MS Olang

MI 18.12.2013 Teilkollegium 14.30 – 16.30 Uhr MS Olang

MI 22.01.2014 Klassenrat: Vorkonferenzen

B-Zug (3,1,2)

A-Zug (2,3,1)

14.00 – 16.00 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

MS Olang

MO 27.01.2014

Klassenrat: Vorkonferenzen

C-Zug (1,3,2)

D-Zug (2,3)

14.00 – 16.00 Uhr

16.00 – 17.30 Uhr

14.00 – 15.30 Uhr

15.30 – 17.00 Uhr

14.00 – 15.00 Uhr

15.00 – 16.30 Uhr

MS Olang

MI 29.01.2014 Bewertungskonferenzen: A-Zug (1,3,2)

B-Zug (2,1,3)

MS Olang

MO 03.02.2014 Bewertungskonferenzen: D-Zug (3,2)

MS Olang

C-Zug (2,3,1)

MI 05.02.2014 Verteilung Schülerbögen

MI 12.02.2014 Arbeitsgruppensitzung 14.00 – 16.00 Uhr MS Olang

MI 19.02.2014 Teilkollegium (nach Bedarf) 14.30 – 16.30 Uhr MS Olang

FR 21.02.2014 ? 50-Jahr-Feier der MS Beginn: ca. 10.30 Uhr

DO 27.02.2014 Wintersporttag ganztägig

MI 12.03.2014

Klassenrat:

B-Zug (2,1,3), C-Zug (1,3,2)

D-Zug (2,3)

A-Zug (2,3,1)

MI 26.03.2014 3. Sitzung des Lehrerkollegiums (nach

Bedarf)

MI 02.04.2014 2. Elternsprechtag 10.45 – 13.00 Uhr

14.00 – 17.00 Uhr

MI 09.04.2014 Arbeitsgruppensitzung

14.00 – 15.00 Uhr

Fachgruppensitzungen

15.00 – 17.00 Uhr

MI 23.04.2014 Klassenrat:

A-Zug (1,3,2)

14.00 – 16.00 Uhr

D-Zug (3,2)

14.30 – 16.00 Uhr

MS Olang

14.00 – 16.00 Uhr

16.00 – 17.30 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

14.45 – 16.30 Uhr Kongresshaus

MS Olang

MS Olang

MS Olang


43

TERMIN ART DER VERANSTALTUNG ZEIT ORT

B-Zug (3,1,2), C-Zug (2,3,1)

16.00 – 18.00 Uhr

MO 28.04.2014 Teilkollegium 14.30 – 16.30 Uhr MS Olang

Klassenrat mit Eltern:

alle 1. Klassen

alle 2. Klassen

alle 3. Klassen

17.00 – 17.30 Uhr

17.30 – 18.00 Uhr

18.00 – 18.30 Uhr

MS Olang

MI 14.05.2014

Klassenrat:

B-Zug (2,1,3), C-Zug (1,3,2)

D-Zug (2,3)

A-Zug (2,3,1)

14.00 – 16.00 Uhr

16.00 – 17.30 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

MS Olang

DI 27.05.2014 Maiausflug ganztägig

MI 28.05.2014 4. Sitzung des Lehrerkollegiums 14.45 – 16.30 Uhr MS Olang

FR 30.05.2014 Klassenrat: Vorkonferenzen

A-Zug (1,3,2)

B-Zug (2,1,3)

14.00 – 16.00 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

MS Olang

MI 04.06.2014 Klassenrat: Vorkonferenzen

D-Zug (3,2)

C-Zug (2,3,1)

14.30 – 16.00 Uhr

16.00 – 18.00 Uhr

FR 06.06.2014 Bewertungskonferenzen: B-Zug (3,1,2) 14.00 – 15.30 Uhr

A-Zug (2,3,1) 15.30 – 17.00 Uhr

MI 11.06.2014 Sommersporttag vormittags

MI 11.06.2014 Bewertungskonferenzen: C-Zug (1,3,2) 14.00 – 15.30 Uhr

D-Zug (2,3) 15.30 – 16.30 Uhr

FR 13.06.2014 Verteilung Schülerbögen

FR 13.06.2014 Vorkonferenz für die Abschlussprüfung

MS Olang

MS Olang

MS Olang

Die angeführten Termine sind verbindlich. Anträge um Änderung von Sitzungsterminen sind frühzeitig im

Sekretariat zu deponieren. Begründete Abwesenheiten von Lehrpersonen werden mit der Direktorin

abgesprochen und auch der Fach- bzw. Arbeitsgruppenleiterin mitgeteilt. Wie vom Lehrerkollegium

gewünscht, sind die Arbeits- und Fachgruppensitzungen am Nachmittag reduziert worden. Die

Fachgruppenleiterin legt daher in Absprache mit den Kollegen/innen zusätzlich mind. 8 Stunden für

Fachgruppentreffen am Vormittag (oder auch Nachmittag) fest.

Lehrpersonen, die in allen Klassen der Mittelschule unterrichten und keine Lernberater/innen sind, nehmen

monatlich abwechselnd an den Klassenratssitzungen teil.


44

19. RICHTLINIEN FÜR DIE ORGANISATION DER

SCHULBEGLEITENDEN VERANSTALTUNGEN

BEGRIFF UND ZIELSETZUNG

Schulbegleitende Veranstaltungen sind Unterrichtsformen, bei denen die Schüler außerhalb des Schulareals

unter der pädagogischen Leitung und Verantwortung der Lehrpersonen Tätigkeiten durchführen.

Übergeordnetes Ziel der Veranstaltungen ist die Erschließung bekannter und unbekannter Lebenswelten.

Anregung zum eigenen Erkunden und Handeln zum Entdecken, zum ganzheitlichen Lernen stehen im

Vordergrund.

PLANUNG UND GENEHMIGUNG

Die schulbegleitenden Veranstaltungen werden nach Möglichkeit im Rahmen der Schulprogrammerstellung

geplant und gemeinsam mit den Schulstellenprogrammen zur Genehmigung vorgelegt. Dabei werden die

Richtlinien des Schulrates berücksichtigt.

Kurze Lehrausgänge (bis zu zwei Stunden) in der Grundschule werden unter der persönlichen

Verantwortung der Lehrpersonen durchgeführt. Sie werden in ein Register eingetragen, das im

Planungsordner enthalten ist. Bei längeren Ausgängen ist ein Ansuchen an die Direktion zu stellen.

Der Stundenplan wird bei ganztägigen Lehrausgängen und Projekttagen nach Absprache mit den Eltern,

den Schülerbeförderungsdiensten, nach den pädagogischen Zielsetzungen und der Situation vor Ort

gestaltet. Die Aufsicht für Schüler, die früher kommen, (Fahrschüler) oder später abgeholt werden, wird von

den Lehrpersonen im Einvernehmen mit den Eltern organisiert.

DURCHFÜHRUNG – AUFSICHT

Eltern müssen rechtzeitig und schriftlich über die Durchführung von unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen

in Kenntnis gesetzt werden. Sie erhalten Informationen über besondere Vorkehrungen (Dauer, Kleidung,

benützen von öffentlichen Verkehrsmitteln, Spesen). Durchführung und Aufsicht sind bei allen

Veranstaltungen so zu organisieren, dass die Sicherheit der Kinder garantiert ist. In der Regel werden

Schülergruppen von zwei Lehrpersonen begleitet. (Ausnahme: Lehrausgänge im Nahbereich der Schule).

TEILNAHME

Die Teilnahme an geplanten Lehrausgängen ist für Schüler verbindlich.

Sollten die Eltern keine Erlaubnis erteilen, verfügt die Direktorin die Freistellung der Schüler von der

Teilnahme und die Eingliederung in einer anderen Klasse.

Lehrpersonen mit Teilzeitaufträgen nehmen im Verhältnis zu ihrem Auftrag an den schulbegleitenden

Veranstaltungen teil.

DAUER UND REISEZIELE

Für die Durchführung der unterrichtsbegleitenden ganztägigen Veranstaltungen, welche über die normale

Unterrichtszeit hinausgehen, können im Laufe eines Schuljahres maximal fünf Schultage beansprucht

werden.

In der Grundschule dauern ganztägige Lehrausgänge und Lehrfahrten maximal 10 Stunden. Die Ziele sind in

der Regel nicht mehr als 100 km vom Schulort entfernt.

In der Mittelschule dauern ganztägige Lehrausgänge und Lehrfahrten bis maximal 12 Stunden. Die Ziele

sind nicht mehr als 200 km vom Schulort entfernt. Die 1. und 2. Klassen der Mittelschule wählen ein Ziel in

Süd- Nord- oder Osttirol bzw. dürfen auch bis zur Stadt Trient (bis dorthin gilt noch das Abo+) fahren. Die 3.

Klassen können auch in benachbarte Regionen fahren. Die gesamte Fahrtzeit darf die Hälfte der Länge der

Veranstaltung nicht überschreiten.

Die Schüler/innen können in der Regel einmal im Laufe der Grundschuljahre und einmal im Laufe der drei

Mittelschuljahre eine mehrtägige Lehrfahrt unternehmen.

FINANZIERUNG

Die Ausgaben für unterrichtsbegleitende Veranstaltungen müssen dem Grundsatz der Sparsamkeit und

Angemessenheit entsprechen, damit die finanzielle Belastung der Eltern so gering wie möglich gehalten

werden kann.


45

BENÜTZUNG VON VERKEHRSMITTELN

Grundsätzlich werden für die Fahrten öffentliche Verkehrsmittel verwendet. Falls dies die Organisation selbst

erschwert, ist auch die Benützung von Taxis, Bussen und Fahrrädern möglich. In Ausnahmefällen können

Lehrpersonen auf kurzen Strecken (wenige Kilometer) Schüler/innen auch mit dem eigenen Fahrzeug

transportieren. Voraussetzungen dafür: Die Regeln der Verkehrsordnung werden eingehalten (z. B.

Kindersitze), die Lehrpersonen suchen um Benutzung des eigenen Fahrzeuges und um Aussendienst an.

TREFFPUNKT

Alle unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen beginnen und enden in der Regel im Schulort. In

Ausnahmefällen und mit der schriftlichen Einwilligung der Eltern kann auch ein anderer Treffpunkt gewählt

werden.


46

20. KRITERIEN FÜR DIE GENEHMIGUNG VON AUßENDIENSTEN

Grundlage für die Kriterien sind die gesetzlichen Bestimmungen und die Kriterien für schulbegleitende

Veranstaltungen im Schulprogramm des Sprengels.

Lehrpersonen können Außendienste beantragen für Schülerbegleitung (Lehrausgänge, Lehrausflüge,

Lehrfahrten, Schulsport, Veranstaltungen zur Begabungsförderung...), für Fortbildung, für andere Tätigkeiten

(aufgrund von speziellen Beauftragungen)

Allgemeine Richtlinien:

Vorrang haben unterrichtsbegleitende Veranstaltungen; eine Schülergruppe (nicht Klasse!) wird in der Regel

von zwei Lehrpersonen begleitet; Ausnahme: Bei Lehrausgängen im Nahbereich der Schule genügt eine

Lehrperson.

Es werden nur Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln genehmigt; die Fahrt mit dem Privatfahrzeug muss

begründet werden und wird nur dann genehmigt, wenn der Zielort nicht an das öffentliche Verkehrsnetz

angebunden bzw. der Beginn der Veranstaltung nach Unterrichtsschluss mit öffentlichen Verkehrsmitteln

nicht mehr erreichbar ist.

Die Fortbildungsveranstaltungen, die Lehrpersonen besuchen möchten, scheinen im persönlichen

Fortbildungsplan auf. Während der Unterrichtszeit stehen laut LKV bis zu fünf Tage zur Verfügung. Bei

Fortbildungen, zu denen sich mehrere Lehrpersonen angemeldet haben, werden auch Fahrtgemeinschaften

(je vier Lehrpersonen) finanziert, sofern die Lehrpersonen sich vor Abgabe des Ansuchens absprechen. In

der Regel werden bei allen Seminaren die Teilnehmerlisten zugeschickt bzw. bei Landeseminaren können

diese in Rechtenthal/Tramin angefordert werden.

Jeder Lehrperson wird in der Regel je Schuljahr der Besuch von einem Landesseminar (Zielort liegt weiter

entfernt als Mühlbach) über den Außendienst vergütet; davon ausgenommen sind

Fortbildungsveranstaltungen zum Berufsbildungsjahr, begonnene Lehrgänge und Veranstaltungen, die im

Auftrag der Schule besucht werden. Grundsätzlich haben Fortbildungen, die der Schulentwicklung dienen,

Vorrang. Bei gleichen oder ähnlichen Themen sind Veranstaltungen im Bezirk vorzuziehen.

Bei mehrtägigen Seminaren mit Übernachtungsmöglichkeit in Bildungshäusern wird nur eine Hin- und

Rückfahrt bezahlt (gilt für Zielorte ab Brixen). Damit versuchen wir, dem Versiegen der Geldmittel im Laufe

des Arbeitsjahres vorzubeugen.

Das Ansuchen um Außendienst muss termingerecht abgegeben werden.

Die Unterlagen zur Abrechnung des Außendienstes und die Besuchsbestätigungen werden laufend im

Sekretariat der Schule eingereicht.

Für Sitzungen in der Mittelschule, deren Beginn auf die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel

abgestimmt ist, werden die Fahrtspesen für Fahrten mit dem eigenen Auto nicht vergütet.


47

21. DISZIPLINARORDNUNG

Disziplinarmaßnahmen haben einen erzieherischen Wert und zielen darauf ab, das

Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Sie betreffen immer nur Einzelpersonen und müssen möglichst dem

Prinzip der Wiedergutmachung verpflichtet sein.

Damit nicht jedes abweichende und störende Schülerverhalten Gegenstand der entsprechenden

Bestimmungen in der Schülercharta wird und dadurch der pädagogische Bezug zwischen Lehrer/innen und

Schüler/innen beeinträchtigt wird, werden grundsätzlich zwei Bereiche von Fehlverhalten unterschieden:

BEREICH A

Störungen des Unterrichts und des Schullebens:

Darunter verstehen wir jedes unabsichtlich gesetzte Fehlverhalten, z.B. Unachtsamkeit, Unpünktlichkeit,

Vergessen von Hausaufgaben und Arbeitsunterlagen u.ä.

Diese Störungen sind nicht Gegenstand der in der Schülercharta festgelegten Disziplinarmaßnahmen.

Als erzieherische Maßnahmen sind vorgesehen:

Ermahnung

Klärendes Gespräch zwischen dem Betroffenen und der Lehrperson bzw. dem Lernberater

Entschuldigung

Aufforderung, versäumte Pflichten nachzuholen

Bei wiederholtem Fehlverhalten erfolgt eine schriftliche Mitteilung an die Eltern und Erziehungsberechtigten.

BEREICH B

Verstöße gegen die Disziplin, welche auch Disziplinarmaßnahmen im Sinne der Schülercharta nach sich

ziehen:

Absichtliche und wiederholte Verstöße gegen die Regeln des Zusammenlebens: sich Achtung und

Anerkennung entgegenzubringen, das persönliche Gut des einzelnen und das gemeinsame Gut der Schule

schonend zu behandeln, sich am Schulgeschehen zu beteiligen und die Arbeit der Lehrpersonen zu

respektieren, notwendige organisatorische Vorschriften einzuhalten (Artikel 2, Absatz 5, 7 und 9)

Mutwilliges Beschädigen von Gegenständen, Unterrichtsmaterialien, Büchern, Einrichtungsgegenständen

(Artikel 2, Absatz 6)

Verhaltensweisen, die Verstöße gegen die Rechtsnorm darstellen (Körperverletzung, Diebstahl ….)

Längere Verweigerung des Schulbesuchs

Ungebührliches Verhalten im Pausenhof, auf dem Schulweg oder im Schülerbus

Bei diesen Verstößen können folgende Disziplinarmaßnahmen verhängt werden:

Verpflichtung für die jeweiligen Schüler/innen und deren Eltern an einem klärenden Gespräch mit der

zuständigen Lehrperson teilzunehmen

Wiedergutmachung von materiellen Schäden

Eintragung in das Klassenregister, schriftlicher Bericht an die Direktorin, verbunden mit einem Gespräch

zwischen dem Schüler und der Direktorin

Erfüllen von Sonderaufträgen für die Schulgemeinschaft

Zeitweiliger Ausschluss des/der Schüler/in von schulischen Veranstaltungen und einzelnen

Unterrichtsgegenständen

Zeitweiliger Ausschluss vom Unterricht (unter Aufsicht – mit Beschäftigung)

Zeitweiliger Ausschluss von der Schülerbeförderung

Disziplinarmaßnahmen, den Bereich B betreffend, erfolgen nach Anhörung und Stellungnahme des

betroffenen Schülers; nur der Klassenrat entscheidet, ob es sich um Verstöße gegen die Disziplin im Sinne

der Schülercharta handelt, führt ein Gespräch mit einem Erziehungsberechtigten und setzt entsprechende

Maßnahmen.

Es ist sinnvoll, dass in allen Klassen am Anfang des Schuljahres zwischen Lehrpersonen und Schülern

gemeinsam Vereinbarungen getroffen werden, wie das Lernen und Zusammenarbeiten in der Klasse zur

Zufriedenheit aller gestaltet werden kann. Vereinbarungen sollten in einer Klassenordnung schriftlich

festgelegt und immer wieder besprochen werden.


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22. KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL DER SCHULBÜCHER

VORGANGSWEISE

Bei der Auswahl der Schulbücher ist die finanzielle Lage des Sprengels und der Familien zu beachten bzw.

zu berücksichtigen.

Die Schulbücher sind Eigentum des Sprengels, die Finanzierung für den Ankauf erfolgt über das Amt für

Schulfürsorge. Sie werden den Schülern leihweise zur Verfügung gestellt.

Als Leihbücher sind sie einzubinden und zu schonen. Es darf weder hineingeschrieben noch unterstrichen

werden.

Beschädigte Bücher sind unmittelbar zu ersetzen. Die entsprechende Überprüfung übernimmt der/die

zuständige Fachlehrer/in.

Neu eingeführte Bücher sind mindestens drei Jahre zu verwenden.

Bei der Einführung von Arbeitsbüchern (Grund- und Mittelschule), die von den Schülern jährlich

aufgebraucht werden, kann von den Eltern ein angemessener Kostenbeitrag eingehoben werden.

Die eingeführten Schulbücher dürfen nicht durch Fotokopien ersetzt sondern nur ergänzt werden. An den

Schulen, an welchen nach Montessorigrundsätzen und/oder anderen anerkannten Lern- und Arbeitsweisen

unterrichtet wird, darf mit dem Schulbuchgeld auch alternatives Lehrmaterial angekauft werden.

NEUEINFÜHRUNGEN

Schulbücher werden vom Lehrerkollegium beschlossen: den Vorschlag zur Einführung verantworten in

Grund- sowie in Mittelschule die zuständige Fachgruppe bzw. die jeweiligen Fachlehrer.

Diese überprüfen auch, ob die einzuführenden Bücher schülergerecht und den Rahmenrichtlinien

entsprechend verfasst sind und ob sie für individualisierenden Unterricht und für flexible, offene Lernformen

geeignet sind (zu diesen Aspekten legen die Lehrer, die das neu einzuführende Buch vorschlagen, einen

erläuternden Bericht vor, worin auch ein Urteil über Sprache und Methodik geäußert wird).

Der Neueinführung von Büchern und Arbeitsheften muss eine angemessene Erprobungszeit von mindestens

einem Halbjahr vorangehen.

Neu eingeführte Bücher müssen regelmäßig verwendet werden, auch wenn Lehrer/innenwechsel erfolgt.

Überprüfte Schulbücher/Arbeitshefte können für mehrere Jahrgänge/Klassen auch gleichzeitig eingeführt

werden.

Die Auswahl der Schulbücher erfolgt in einer einzigen Sitzung des Lehrerkollegiums und zwar bis spätestens

Ende Mai.


49

23. ÜBERTRITTE ZWISCHEN DEN SCHULSTUFEN

KINDERGARTEN – GRUNDSCHULE

Welche Maßnahmen setzen wir gemeinsam mit dem Kindergarten, damit der Übertritt der Schüler/innen vom

Kindergarten in die Grundschule gelingt?

Eltern und pädagogische Fachkräfte werden durch die Koordinatorin für den Bereich Frühförderung und

Entwicklungsbegleitung, Frau Irmengard Sapelza, unterstützt. Sie begleitet Eltern, Kinder und Pädagogische

Fachkräfte bei der Entscheidung für oder gegen eine Einschreibung (bei „kann“ Kindern) bzw. für oder

gegen eine Rückstellung.

Mit den Pädagogischen Fachkräften ist vereinbart, dass sie bereits beim ersten Elternabend im Kindergarten

als Vorbereitung auf die Schule die Eltern auf die richtige Stifthaltung hinweisen.

Im Herbst trifft sich die Lehrperson, die voraussichtlich im darauf folgenden Schuljahr die 1. Klasse

übernimmt oder evtl. auch die Schulleiterin mit den Pädagogischen Fachkräften um folgende Fragen zu

klären: wie wird im Kindergarten gearbeitet, welche Ziele werden vordergründig gesetzt, gibt es Kinder mit

Schwierigkeiten usw.; diese Treffen organisiert die Schule.

Im Frühjahr besucht mindestens eine Lehrperson der Grundschule, wenn möglich jene, die voraussichtlich

die 1. Klasse übernimmt, die zukünftigen Schüler/innen im Kindergarten, beobachtet und führt Gespräche.

Die Lehrpersonen werden dafür für mehrere Einheiten vom Unterricht freigestellt.

In den Kindergärten werden vor oder nach den Einschreibungen Elternsprechstunden angeboten. Die

Pädagogischen Fachkräfte geben den Eltern ihre Beobachtungen über den Entwicklungsstand der

zukünftigen Schüler/innen weiter.

In der Regel werden Elternnachmittage/abende dezentral an allen Kindergartenstellen (eventuell auch

mehrere zusammen) geplant und von Schule und Kindergarten gemeinsam organisiert und gestaltet.

Sobald feststeht, welche Kinder einschulen, besuchen sie ihre zukünftige Schule. Mehrere Situationen

werden von Schülern und Kindergartenkindern gemeinsam „erlebt“, z.B. gemeinsame Turn- Sing-

Bastelstunden, Feiern, Projekte, Autorenbesuche, Ausflüge, Pausen usw.

Ende Mai erhalten die Eltern der zukünftigen Schüler/innen von Seiten der Schule bereits die Liste mit den

Schulmaterialien (Bastelsachen, Turnkleidung usw.).

Das Portfolio, das die Kinder aus dem Kindergarten mitbringen und in dem die Lernfortschritte dokumentiert

sind, wird in der ersten Klasse noch entsprechend gewürdigt (gemeinsam anschauen, dazu erzählen…)

Für Schüler/innen mit Funktionsdiagnose: Das funktionelle Entwicklungsprofil wird im Kindergarten erstellt

und an die Grundschule weitergegeben, die Verwaltung stellt in Absprache mit den Eltern den Antrag um

Zuweisung von Integrationslehrpersonen und/oder Mitarbeiterinnen für die Integration, organisiert spezielle

Lehrmaterialien bzw. Einrichtungsgegenstände und (falls notwendig) auch den Schülertransport,

Übertrittsgespräche zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Lehrpersonen der 1. Klassen finden

im September vor Beginn des Schuljahres statt.

GRUNDSCHULE – MITTELSCHULE

Welche Maßnahmen setzen wir, damit der Übertritt der Schüler/innen von der Grundschule in die

Mittelschule gelingt?

Vereinbarungen für die Grundschule

Das Merkheft wird spätestens ab der 5. Klasse geführt. Zwischen den Lehrpersonen der Grundschule und

jenen der Mitteschule sind Kriterien zur Führung des Merkheftes vereinbart worden:

Ich notiere schriftliche und mündliche Hausaufgaben sauber und leserlich im Merkheft!

Die Hausaufgaben trage ich an jenem Tag ein, an dem ich sie bringen muss!

Ich schaue zuerst in das Merkheft, bevor ich mit der Erledigung der Hausaufgaben beginne!

̌ Ich hake in meinem Merkheft die fertigen Hausaufgaben deutlich ab!

Die Schultasche packe ich spätestens am Abend! Dabei schaue ich auf den Stundenplan und

kontrolliere, ob ich alle Hausaufgaben erledigt und die Hefte eingepackt habe.

Folgende Lernstrategien kennen die Schüler/innen und üben diese immer wieder: Präsentation von

Kurzreferaten, selbständiges Suchen von Informationen, Wesentliches aus Texten heraussuchen

Die Lehrpersonen führen schriftliche Tests und mündliche Prüfungen durch


50

Die Schüler erhalten mündliche und schriftliche Hausaufgaben

Vereinbarungen für die Mittelschule

Der Klassenrat jeder 1. Klasse der Mittelschule organisiert den Besuch für einige Klassen der Grundschule.

Die Klassenlehrerin der Mittelschule kontaktiert die Klassenlehrerin der 5. Klasse Grundschule und

vereinbart mit dieser einen Termin.

Die 5. Klasse der Grundschule erhält eine persönliche Einladung der 1. Klasse Mittelschule.

Der Besuch findet alljährlich in den Monaten März bis Mai statt und dauert in der Regel zwei Stunden.

Die Lehrpersonen im jeweiligen Klassenrat, die in diesem Stunden Unterricht haben, begleiten den

Schulbesuch.

Der Unterricht in der Mittelschule wird so gestaltet, dass auch die Schüler der Grundschule daran teilhaben

können. Dabei haben sie auch die Möglichkeit, in einem Spezialraum zu arbeiten.

Die Führung durch die Schule übernehmen die Schüler/innen der Mittelschule.

Einige Lehrpersonen der Mittelschule und die Koordinatorin für Integration besuchen die Grundschulen

führen Gespräche mit den Kollegen/innen der Grundschule auch hinsichtlich Klassenbildung. Lehrpersonen

der Grund- und der Mittelschule nutzen die Möglichkeit, in der jeweils anderen Schulstufe zu hospitieren.

Die Einteilung der 1.Klassen nimmt eine Arbeitsgruppe der Mittelschule nach vorgegebenen Kriterien unter

Berücksichtigung der Informationen von Seiten der Lehrpersonen der Grundschule vor.

Für Schüler/innen mit Funktionsdiagnose bzw. klinisch, psychologischem Befund: Erstellung und Weitergabe

des funktionellen Entwicklungsprofils bzw. des Übertrittsdokumentes, Sensibilisierung aller Schüler/innen für

Menschen mit besonderen Bedürfnissen, für Menschen mit geistigen und körperlichen Defiziten,

Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Beratungszentrum, dem psychologischen Dienst, Bereitstellen der

erforderlichen Ressourcen an Lehr- und Betreuungspersonal, Übertrittsgespräche im Herbst zu Schulbeginn

In allen ersten Klassen der Mittelschule wird den besonderen Bedingungen der Eingangsphase für die

Schüler Rechnung getragen. Den „neuen“ Schülern wird drei Wochen Zeit gelassen, sich an das Leben in

der Mittelschule zu gewöhnen. Die Lernberater organisieren zusammen mit dem Klassenrat in der ersten

Zeit Kennenlernspiele und Führungen durch die Schule. Eine strenge Regelung hinsichtlich vergessener

Sachen greift erst nach Ablauf der Eingangsphase.

Es gibt organisierte Treffen zwischen den Buddies des jeweiligen Zuges und den Schülerinnen und Schülern

der 1. Klassen.

Im Rahmen eines Aktionstages und/oder eines Wandertages im Herbst haben die Schüler ausreichend

Gelegenheit, sich kennen zu lernen.

Ein Kalender, in dem die Testtermine eingetragen werden, liegt in der Klasse auf. Die Lehrpersonen achten

darauf, dass täglich nur eine angesagte Testarbeit geschrieben wird und dass diese Testarbeiten soweit

möglich nicht an sechs Tagen hintereinander angesetzt werden.

Ausbau der Lernberatung im Herbst bzw. einholen von schriftlichen/mündlichen Rückmeldungen der Schüler

zu Schwierigkeiten, Bedürfnissen usw.

Auf Sprengelebene werden in Zusammenhang mit der Optimierung des Übertritts folgende Maßnahmen

weitergeführt bzw. ausgebaut:

Stufenübergreifende Fachgruppensitzungen, Arbeit am Curriculum, gemeinsame Fortbildungen

Kollegiale Hospitationen sollen verstärkt werden: Vereinbarungen dazu werden bei den

stufenübergreifenden Fachgruppensitzungen getroffen; bereits im Herbst wird festgelegt, welche Klassen

der Mittelschule bestimmte Grundschulklassen einlädt: gemeinsame Projekte und gegenseitige

Hospitationen werden auch in diesem Rahmen vereinbart.

Am Aufbau und der Weiterentwicklung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses vom Kindergarten über

die Grund- und Mittelschule bis zur Oberschule wird weitergearbeitet (schulinterne Fortbildung,

pädagogische Konferenzen…)

MITTELSCHULE – WEITERFÜHRENDE SCHULE

Welche Maßnahmen setzen wir, damit der Übertritt der Schüler/innen von der Mittelschule in die

weiterführende Schule gelingt?

Berufsorientierung beginnt bereits in den 1. Klassen der Mittelschule und zieht sich wie ein roter Faden

durch auch durch die 2. und 3. Klassen. Die Koordinatorin für Berufsorientierung organisiert

Informationsveranstaltungen für die Schüler/innen in verschiedener Form: die Schüler/innen besuchen in der


Regel zwei weiterführende Schulen. Sie erhalten – sofern sie daran interessiert sind - Informationen von

Vertretern des HGV und des LVH über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in den einzelnen Bereichen

und können in Handwerksbetriebe, Hotels und Geschäfte hineinschnuppern. Die Schüler/innen besuchen

die Infothek der Berufsberatung in Bruneck und beschäftigen sich mit unterschiedlichen Materialien zu allen

Oberschulen Südtirols.

Der Berufsberater kommt auf Anfrage hin in die Klassen, berät Schüler/innen und Eltern.

Die Lernberatung in der Mittelschule bietet Orientierungshilfe.

Für Schüler/innen mit Funktionsdiagnose: Die Lehrpersonen für Integration nehmen Kontakt zur

weiterführenden Schule auf und bieten Übertrittsgespräche im Frühjahr bzw. auch erst im Herbst an.

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24. KRITERIEN FÜR DIE BILDUNG DER ERSTEN KLASSEN

GRUNDSCHULE

Wird aufgrund der Schülerzahl die Errichtung von Parallelklassen notwendig, so wird die Einteilung der

Schüler folgendermaßen vorgenommen:

Alle neu eingeschriebenen Schüler/innen werden in alphabetischer Reihenfolge, nach Knaben und Mädchen

getrennt, aufgelistet und in dieser Reihenfolge den zu errichtenden Klassenverbänden zugeordnet.

Die pädagogischen Fachkräfte im Kindergarten werden im Vorfeld von Seiten der Direktorin oder von Seiten

der Koordinatorin für den Bereich „Frühförderung und Entwicklungsbegleitung“ kontaktiert und deren

Vorschläge bei der Klassenzusammensetzung berücksichtigt.

Die Direktorin achtet bei der effektiven Zuteilung der Schüler/innen darauf, dass es in keiner Klasse zu einer

Häufung von „Problemkindern“ oder besonders auffälligen Kindern kommt.

Kinder aus derselben Familie werden in denselben Klassenverband aufgenommen, sofern es die Eltern

wünschen.

Schüler/innen, die auf denselben Schülerbeförderungsdienst angewiesen sind, werden derselben Klasse

zugewiesen.

Anträge von Eltern hinsichtlich Klassenzusammensetzung werden nur in schwerwiegenden und schriftlich

begründeten Fällen angenommen.

Die Klassenzusammensetzung wird zu Beginn des Schuljahres bekannt gegeben.

MITTELSCHULE

Die Einteilung der ersten Klassen übernimmt eine Arbeitsgruppe bestehend aus Lehrpersonen der

Mittelschule. Diese Arbeitsgruppe wird vom Lehrerkollegium für mindestens drei Jahre ernannt. Es wird

darauf geachtet, dass Lehrpersonen aller Züge in dieser Gruppe mitarbeiten, ebenso wie die Direktor-

Stellvertreterin und die Koordinatorin für Integration.

In jeder ersten Klasse sollen Schülerinnen und Schüler aus mehreren Grundschulen vertreten sein. Es wird

darauf geachtet, dass mindestens zwei Schülerinnen (zwei Mädchen) oder zwei Schüler (zwei Buben)

derselben Grundschule zusammenbleiben. Buben und Mädchen werden gleichmäßig verteilt.

In jeder Klasse sollen Schüler/innen jeden Leistungsniveaus vertreten sein.

Schüler/innen, die noch Geschwister an der Mittelschule haben, werden grundsätzlich dem Klassenzug ihrer

Geschwister zugeordnet. Bei Schüler/innen mit Funktionsdiagnose ist dies nicht immer möglich, da nicht

jeder 1. Klasse eine Integrationslehrperson zugeteilt wird.

Bei der Zuweisung der Schüler/innen mit Funktionsdiagnose wird deren Ausgangslage berücksichtigt,

genauso wie die Verfügbarkeit von Personalressourcen laut Stellenplan. Es wird darauf geachtet, dass diese

Schüler/innen möglichst gut durch Integrationslehrpersonen gefördert werden können. Dasselbe gilt – sofern

möglich – auch für Schüler/innen mit klinisch, psychologischem Befund.

Die Schüler/innen mit Migrationshintergrund werden auf die verschiedenen Klassen verteilt; jene, die auf

Religion verzichten und in diesen Stunden die Betreuung durch Lehrpersonen wünschen, werden in der

Regel derselben Klasse zugeordnet.

Über die Koordinatorin für Integration werden von den Lehrpersonen der Grundschule Hinweise bezüglich

auffälliger Schüler/innen (Leistung und Verhalten) schriftlich eingeholt. Diese Informationen bilden eine

Grundlage für die Klasseneinteilung.

Eltern- und Lehrerwünsche werden nur in begründeten Fällen und nach Ermessen der Arbeitsgruppe

berücksichtigt. Sie müssen vor Unterrichtsende im Juni im Sekretariat der Schule schriftlich eingereicht

werden. Die Klassenzusammensetzung wird zu Beginn des Schuljahres bekannt gegeben.

Prinzipiell ist bei Schülerinnen und Schülern mit normalem Schulverlauf ein Wechsel des Klassenzuges nicht

möglich.

KRITERIEN ZUR ZUWEISUNG DER REPETENTEN/INNEN

Die Repetenten/innen werden gleichmäßig auf die verschiedenen Klassenzüge verteilt. Sie werden

grundsätzlich in einen anderen Zug versetzt, es sei denn, der Klassenrat oder die Eltern deponieren

innerhalb Schulende einen begründeten anders lautenden Vorschlag.


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25. VEREINBARUNG ZUR ZUSAMMENARBEIT IM BEREICH DER

BIBLIOTHEK ZWISCHEN DEM SCHULSPRENGEL OLANG UND

DER ÖFFENTLICHEN BIBLIOTHEK OLANG

Festgestellt, dass sich die Öffentliche Bibliothek in unmittelbarer Nähe der Mittelschule befindet und sogar

über einen internen Zugang direkt erreichbar ist,

Festgestellt, dass es auch im Sinne eines bestmöglichen Einsatzes von Ressourcen sinnvoll erscheint, nur

in einer der beiden Bibliotheken ein aktuelles und qualifiziertes Angebot an Medien für die Alterstufe 11 bis

14 Jahren zu schaffen,

Festgestellt, dass die Zusammenarbeit zwischen der Zentralbibliothek des Schulsprengels Olang und der

Öffentlichen Bibliothek bereits viele Jahre Tradition hat, wird zwischen dem Schulsprengel Olang, vertreten

durch die Direktorin Dr. Waltraud Mair und der Öffentlichen Bibliothek, vertreten durch die Leiterin Dr. Doris

Grüner folgende Vereinbarung getroffen:

Der Schulsprengel Olang reserviert in seinem Haushalt jährlich einen Beitrag für die Öffentliche Bibliothek

von 1000€. Sollte dieser Betrag für den Ankauf von Büchern verwendet werden, so werden auch die Kosten

für die Katalogisierung durch den Bibliotheksverband von der Schule übernommen.

Im Gegenzug dazu:

organisiert die Bibliotheksleiterin der Öffentlichen Bibliothek im Rahmen des obgenannten Betrages den

Ankauf von Belletristik und Sachliteratur für die 11 - bis 14 - jährigen Schüler bzw. plant Projekte zur

Leseförderung für die betreffende Altersgruppe. In gegenseitigem Einverständnis zwischen Schule und

Bibliothek wird festgelegt, wann der Betrag für Bücherankauf und wann er für Leseförderung verwendet

wird.

können die Schüler/innen aller Klassen der Mittelschule eine wöchentliche oder zweiwöchentliche

Bibliotheksstunde in der Öffentlichen Bibliothek beanspruchen (Plan wird vorher mit der Leiterin

abgesprochen), erhalten in dieser Zeit Beratung und Information durch Mitarbeiterinnen der Bibliothek,

können Bücher ausleihen, zurückgeben aber auch Projektarbeiten und Recherchen durchführen.

können die Räumlichkeiten der Öffentlichen Bibliothek in Absprache mit der Leiterin auch für besondere

Initiativen und Projekte der Schüler/innen des Schulsprengels Olang genutzt werden

Eine beauftragte Lehrperson der Mittelschule organisiert zu Schulbeginn und dann fallweise nach

Notwendigkeit verschiedene Treffen mit der Bibliotheksleiterin Dr. Doris Grüner, um die Formen der

Zusammenarbeit im Detail festzulegen.

Die Leiterin der öffentlichen Bibliothek wird zu den Sitzungen des Bibliotheksrates des SSP Olang

eingeladen.

Diese Vereinbarung hat eine Gültigkeit von einem Jahr und wird stillschweigend verlängert, sofern keine

Abänderungsvorschläge – weder von der Schule noch von der öffentlichen Bibliothek -eingebracht werden.


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26. BESTANDSKONZEPT DER ZENTRALBIBLIOTHEK DES SSP

OLANG (ERSTELLT 2010)

DER AUFTRAG DER BIBLIOTHEK

Rolle der Bibliothek in der Schule

Benutzer und Zielgruppen

Aufgaben und Ziele

Unser Schulsprengel verfügt über eine gut ausgestattete multimediale Schulbibliothek.

Die Bibliothek befindet sich in der Mittelschule in einem zentralen Raum mit Arbeitsplätzen für die Schüler. In

Regalen finden Lehrpersonen methodisch – didaktische Unterlagen für den Unterricht, Ganzwerke, Lexika,

Lesepakete mit aktueller Kinder- und Jugendliteratur, Themenkisten, Musikkassetten, CDs und Spiele.

Die Computer, an denen die Schüler arbeiten, bieten Zugang zu verschiedenen Programmen,

Nachschlagewerken und zum Internet und befinden sich im EDV-Raum.

Die Bibliothek ist den ganzen Tag über zugänglich, wobei es keine festgelegten Bibliotheksstunden gibt. Das

Sekretariatspersonal übernimmt die Ausleihe.

Die Grundschulen wickeln ihre Aktivitäten in den Schul- und Klassenräumen ab bzw. nutzen die

Räumlichkeiten der Öffentlichen Bibliotheken vor Ort, welche auch Buchpakete zur Verfügung stellen.-

Aufgaben und Ziele der Bibliothek:

Themen erarbeiten

Inhalte präsentieren

Verschiedene Arbeits-, Lese- und Lerntechniken anwenden

Soziale und kommunikative Kompetenz erwerben

Die Schulbibliothek verfügt über einen qualitätvollen und aktuellen Medienbestand, stellt Klassensätze für

die Grund- und Mittelschüler, Belletristik und Sachliteratur vor allem für die Grundschüler und methodisch –

didaktische Unterlagen für die Lehrpersonen zur Verfügung. Sie dient auch als Dokumentationszentrum z.B.

für Projektergebnisse. Mit der öffentlichen Bibliothek in Olang, die sich im selben Gebäude befindet, ist eine

Vereinbarung getroffen worden, dass diese hauptsächlich den Ankauf von Belletristik für die Altersgruppe

der 11-14 jährigen übernimmt, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.

DER ZIELBESTAND

Der SSP Olang verfügt zur Zeit über ca. 6.000 Medieneinheiten (Bücher, Hörbücher. CDs, Kassetten,

Spiele) und acht Zeitschriftenabbonements.

Der Zielbestand für den SSP Olang sind ca. 11.000 Medieneinheiten und einige zusätzliche

Zeitschriftenabbonements.

DIE SCHWERPUNKTE IM BESTAND DER BIBLIOTHEK / BESTANDSANALYSE UND

BESTANDSAUFBAU

Nachschlagewerke (Lexika, Atlanten, Duden)

Klassensätze zur Verwendung im Unterricht (Ganzwerke…)

Fachbücher mit didaktischen Unterlagen aus den Bereichen Deu, Mat, NGG, Bus, Mus, Kut, Rel, Engl, Ita

Altersspezifische Belletristik für Schüler u.a. auch in italienischer und englischer Sprache

Altersspezifische Sachbücher für Schüler (fachbezogen, fächerübergreifend, interessenbezogen)

Bücherpakete mit aktueller Kinder- und Jugendliteratur

Themenkisten

Fachbücher für Pädagogik und Psychologie

Fachzeitschriften

Spiele (Englisch, Integration, Migranten…)

Fachbücher für Integration

Fachbücher für Kinder mit Migrationshintergrund

DIE KRITERIEN FÜR DIE MEDIENAUSWAHL

Laufende jährliche Bestandserneuerung

Weiterentwicklung des Grundbestandes

Aktualisierung

Berücksichtigung der geplanten didaktischen Aktivitäten (Jahresschwerpunkt im Sprengel, Projekte, Wahl –


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und Wahlpflichtfach)

Pädagogisch – didaktische Fachliteratur

Methodisch –didaktische Unterlagen

DIE FINANZIERUNG

Ordentliche Zuweisungen (Haushaltsjahr 2010):

Sonderzuweisungen (Außerordentliche Ergänzung des Medienbestandes, Reorganisation des

Medienbestandes…)

Private Sponsoren (Banken, Betriebe…)

ORGANISATION BESTANDSAUFBAU

Jährliches Ausscheiden von kaputten, veralteten und nicht genutzten Medien 10%

Vorschläge sammeln

Bestand aktuell halten

Sichtung von Verlagsprospekten

Besuch von Buchhandlungen und Buchmessen

Buch- und Medientage

Vorschläge von Fortbildungen/Referenten berücksichtigen

Erstellen von Einkaufslisten

Einholen der Kostenvoranschläge

Bestellung

LEITUNG DER BIBLIOTHEK

Der Bibliotheksrat des Schulsprengels Olang setzt sich zusammen aus:

der Leiterin Frau Christine Mutschlechner (GS), welche die Sitzungen koordiniert

der Direktorin Dr. Waltraud Mair

Vertretern der Grundschule

Vertretern der Mittelschule

der Bibliothekarin der Öffentlichen Bibliothek Olang, Frau Dr. Doris Grüner

PARTNER DER BIBLIOTHEK

Öffentliche Bibliotheken

Amt für Bibliothek und Lesen

Bibliotheksverband Südtirol

Buchhandlungen

Fachbibliotheken

VERWALTUNG DER MEDIEN MIT EDV (AUSLEIHE UND INVENTARISIERUNG ÜBER DAS

PROGRAMM „LIBRO“)

PRÄSENTATION DER MEDIEN

Autorenbegegnungen

Lesewettbewerbe

Lesewochen

Aktionen zum Sprengelthema

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