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DIE ZEITSCHRIFT FÜR AUSLANDSCHWEIZER

FEBRUAR 2007 / NR. 1

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EDITORIAL

INHALT

3

Köpfe, Themen, Sonntagspresse

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Foto: Swisspressphoto

Es ist eigenartig: Bereits im letzten Herbst, ein Jahr vor den eidgenössischen Wahlen,

hätte man meinen können, das Schweizer Volk habe am 21. Oktober 2007 eine

neue Regierung zu wählen. Dabei gilt es an der Urne 246 Parlamentarier zu bestimmen,

die ihrerseits die sieben Mitglieder der Landesregierung zu wählen haben. Schon

seit Monaten dreht sich das mediale Interesse jedoch um die Frage, wer sich von den amtierenden

Bundesräten für eine neue Legislaturperiode zur Verfügung stellt, beziehungsweise

wer allenfalls zurücktreten oder gar nicht wiedergewählt werden könnte.

Für alle Spekulationen eignen sich die Sonntagszeitungen als Plattform am besten.

Sie werden deshalb auch sehr gerne von Parteien und Mandatsträgern instrumentalisiert.

Denn wer sich in der Sonntagspresse geschickt in Szene zu setzen weiss, dem ist gleichentags

ein breites Echo in den elektronischen Medien sicher. Das führt zu weiteren Berichten

und Kommentaren in den Montagszeitungen, was wiederum auch in Radio und Fernsehen

seinen Niederschlag findet. Ein Parteipräsident, der sich in einem Interview in

einer Sonntagszeitung äussert, kann sich optimaler Aufmerksamkeit sicher sein. Es gibt

nicht wenige langjährige Beobachter des politischen Alltags in der Schweiz, die mit der

Verbreitung der Sonntagspresse und der zunehmenden Personalisierung der Innenpolitik

einen Stilwechsel in der politischen Auseinandersetzung feststellen, der mit den Regeln

der direkten Demokratie nur noch wenig oder gar nichts zu tun hat.

Selbstverständlich drehen sich die meisten Spekulationen in den Medien seit Monaten

um Christoph Blocher, den mit Abstand populärsten – und umstrittensten – Bundesrat.

Seine Medienpräsenz ist enorm und wird wohl noch zunehmen, je näher die Wahlen

rücken. Von den Sozialdemokraten und den Grünen soll er erklärtermassen keine

Stimmen erhalten. Dass es FDP und CVP wagen, gegen Blocher zu stimmen, ist allerdings

kaum anzunehmen, da die SVP im Falle einer Abwahl Blochers den Rückzug aus

dem Bundesrat und die totale Opposition angedroht hat. Und bei diesem Gedanken ist

eigentlich niemandem so wirklich wohl. Die gut funktionierende Konkordanz will niemand

mutwillig aufs Spiel setzen. Und ausgerechnet den volkstümlichsten Bundesrat abzuwählen,

könnte zum Schnitt ins eigene Fleisch werden.

Neu ist auch, dass sich die Bundesräte bereits ein Jahr im

Vo raus über ihren Verbleib im Bundesrat in der Öffentlichkeit äussern.

Der Politologe Leonhard Neidhart nennt das die «Parteipolitisierung

des Bundesrates». Während die Bundesräte früher

nur dann in eigener Sache vor die Medien traten, wenn sie ihren

Rücktritt bekannt gaben, teilte Bundesrat Leuenberger im November

letzten Jahres den Journalisten mit, er wolle noch weit über

2007 im Amt und im gleichen Departement bleiben. Auch Bundesrat

Pascal Couchepin hat sich bereits dahingehend geäussert, die

Heinz Eckert

Arbeit in der Landesregierung gefalle ihm äusserst gut und er spüre auch nicht das geringste

Zeichen der Abnützung. Ob die SP und FDP die Ansichten ihrer beiden Bundesräte

teilen, ist hingegen mehr als fraglich.

«Personalien statt Programme» hat die «NZZ» einen Leitartikel betitelt. Absehbar

ist, dass die Integration der Ausländer zum nationalen Thema in der politischen Ausmarchung

wird. Die Vergewaltigung einer Minderjährigen in Zürich durch Mitschüler mit

ausländischen Wurzeln hat grosse Empörung ausgelöst und die politische Stimmung angeheizt.

Auch die Sicherung der Sozialwerke dürfte ein Wahlkampfthema werden. Die

SP will zudem mit der Europafrage in den Wahlkampf steigen.

Langweilig wird es in den nächsten Monaten vor den eidgenössischen Wahlen bestimmt

nicht, für politischen Zündstoff ist reichlich gesorgt.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

HEINZ ECKERT, CHEFREDAKTOR

Leiden mit den Schweizer Fussballern.

5

Briefkasten

5

Gehört: Schweizer Musik mit und ohne

Alphorn

7

Gesehen: Die besten Schweizer Pressebilder

8

Die Schweiz auf dem Weg nach Europa

Regionalnachrichten

11

Politik

12

Aus dem Bundeshaus

14

Mummenschanz bringt die Welt zum Lachen

16

Auslandschweizer-Organisation

18

Die Schweizer Wirtschaft wächst wieder

19

In Kürze

Titelbild:

Mummenschanz: Schweizer Kulturexport

Foto: Mummenschanz

IMPRESSUM: «Schweizer Revue», die Zeitschrift für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, erscheint im 34. Jahrgang in deutscher, französischer, italienischer, englischer

und spanischer Sprache in 21 regionalen Ausgaben und einer Gesamtauflage von über 390 000 Exemplaren. Regionalnachrichten erscheinen viermal im Jahr.

■ REDAKTION: Heinz Eckert (EC), Chefredaktor; Rolf Ribi (RR), Alain Wey (AW), Gabriela Brodbeck (BDK), Auslandschweizerdienst EDA, CH-3003 Bern, verantwortlich für die «Offiziellen

EDA-Informationen». Aus dem Bundeshaus berichtet René Lenzin (RL). Übersetzung: CLS Communication AG ■ POSTADRESSE: Herausgeber/Sitz der Redaktion/Inseraten-Administration:

Auslandschweizer-Organisation, Alpenstrasse 26, CH-3006 Bern, Tel. +4131356 6110, Fax +4131356 61 01, PC 30-6768-9. Internet: www.revue.ch ■ E - M A I L : revue@aso.ch ■ DRUCK:

Zollikofer AG, CH-9001 St.Gallen. ■ ADRESSÄNDERUNG: Bitte teilen Sie Ihre neue Adresse Ihrer Botschaft oder Ihrem Konsulat mit und schreiben Sie nicht nach Bern.

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BRIEFKASTEN

GEHÖRT

5

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

«Patriotismus light»

Bravo und Anerkennung für

diesen mutigen, offenen und

etwas streitbaren Artikel.

Imhof wird manchem Auslandschweizer

aus der Seele gesprochen

haben. Patriotismus wird

heutzutage leider vielerorts

verschieden verstanden und

gelebt.

ZVONIMIR BERNWALD, NESSELWANG,

DEUTSCHLAND

Mich überzeugt der sehr pragmatische

Patriotismusbegriff

von Herrn Imhof nicht so richtig.

Zwar stellt er fest, dass

Demokratie ohne Patriotismus

nicht denkbar ist, doch wenn es

inhaltlich wird, gehen seine

Visionen über Parteistrategien,

Verkehrspolitik und coole

T-Shirts nicht hinaus. Dabei

hat Patriotismus auch mit

Symbolen, Affekten und nationalen

Archetypen zu tun.

Der Gotthard, über den Sie im

gleichen Heft so spannend

schreiben, ist so ein schwer zu

fassendes Symbol. Aus der

rationalistischen Sicht eines

«Patriotismus light» ist das vermutlich

ein Fall für die Biertischpatrioten.

Doch zwischen

neuer Heimattümmelei und altem

Aufklärungsglauben (bzw.

zwischen «Landi 39 light» und

«68 light») gibt es sicher noch

viel Platz für einen von kleinkariertem

Parteidenken

unbelasteten Patriotismus.

MAX NYFFELER, MÜNCHEN,

DEUTSCHLAND

Seit über fünfzig Jahren bin ich

nun von zu Hause weg. Ich

habe kurze Zeit in Kanada gelebt,

die meiste Zeit über aber

in den USA. Obwohl ich hier

sehr glücklich bin, bin ich

gleichzeitig auch sehr stolz auf

mein Herkunftsland. Mit

meiner Frau, einer gebürtigen

Texanerin, verbringe ich alle

zwei Jahre im Herbst einen

Monat in der Schweiz. Ihre

Schönheit, die atemberaubenden

Landschaften, die reibungslos

funktionierenden öffentlichen

Verkehrsmittel, die

Leute, ihre hübschen Heime

voller Blumen mit den Gärten

davor und der hohe Lebensstandard

– durch all das zeichnet

sich die Schweiz aus. Wir

verbringen unsere Zeit mit

Wanderungen in den Alpen und

dem einen oder anderen Stadtbummel.

Ja, es gibt unzählige

Gründe, stolz auf die Schweiz

zu sein!

H. F. HAEMISEGGER,

HOUSTON, USA

Ich gratuliere Ihnen zum interessanten

Thema «Patriotismus

light». Endlich ein Thema, das

für Auslandschweizer sehr interessant

sein kann. Ich bin eine

«richtige» Auslandschweizerin,

gebürtige Ungarin, die zwischen

1975 und 1990 in der Schweiz

lebte. Das Thema finde ich deshalb

so interessant, weil Patriotismus

in unseren Tagen in

vielen Ländern wieder auferstanden

ist. Jede Nation hat das

Recht auf nationale Identität

oder Patriotismus. In Ungarn,

einem Land mit einer Jahrtausende

alten Geschichte, durfte

die nationale Identität nach

der so genannten politischen

Wende wieder aufleben. Es wird

von den Linksliberalen im Inund

Ausland als «Rechtsextremismus»

verschmäht, es handelt

sich aber gar nicht darum. Ich

meine, jede Nation darf ihre

Identität zum Ausdruck bringen,

solange sie nicht andere

zerstören will. Wir wollen unsere

Geschichte, Symbole und

Sprache wahren und bewahren.

Das Interview mit Professor

Imhof stellt gerade diese falschen

Voraussetzungen richtig,

indem er eindeutig darauf hinweist,

dass der Neo liberalismus

gegen den Staat – und damit

gegen den Patriotismus – seit

langem einen Kampf führt.

MARIANNE THARAN,

UNGARN

Schweizer Musik mit und ohne Alphorn

Das Alphorn und der Jodel sind unverzichtbar für die Schweizer

Volkskultur. Das Signal, der Ruf von Berg zu Berg, die

Kommunikation von Alp zu Alp bilden den Ursprung des

Jodelns und des Alphornspiels. 1827 bezeichnete der Musikwissenschafter

Joseph Fétis das Alphorn als «schweizerisches

Nationalinstrument». Gleichzeitig war es mehr oder weniger

aus den Alpen verschwunden, wurde aber zunehmend zu einer

Touristenattraktion. Seit 1970 wird das Alphorn in der

neuen Musik als Soloinstrument wieder belebt: mit Jean

Daetwylers «Concerto pour cor des alpes et orchestre» begann

1972 sozusagen eine neue Entwicklung. Das Stück

wurde erstmals im Pariser Palais Garnier zur Eröffnung des

Schweizer Fremdenverkehrsbüros in der französischen

Hauptstadt aufgeführt.

Heute gibt es mehr als 50 Kompositionen für Alphorn in

Begleitung mit Orchester, Bläserensemble, Orgel, Klavier und Harfe.

Swissinfo/SRI hat eine Doppel-CD mit Alphornmusik produziert,

deren musikalisches Spektrum von der Tradition des Jodelns und

Alphornspielens über Pop & Rock bis hin zu Jazz und der zeitgenössischen

E-Musik reicht. Niemand kann Alphornmusik und

Jodel, die heute so sorgfältig und vielfältig gepflegt werden wie

kaum je zuvor, für sich allein beanspruchen. Manche Jodlerinnen

und Alphornspieler suchen die Ursprünglichkeit und wollen den

Wohlklang oder den «Blues» möglichst authentisch hinüberbringen.

Andere entwickeln sie weiter: Jodler in traditioneller Tracht,

Rockmusiker, die dem Baum ihrer angloamerikanischen Musik einheimische

Zweige aufpfropfen, Jazzer, die in den urtümlichen Tonab

fol gen spannendes Basismaterial für ihre Kunst finden. Komponisten

wie Schubert, Beethoven und Brahms

diente diese «Volksmusik» als Quelle der Inspiration

genauso wie den Popmusikern und

Musikavantgardisten unserer Zeit. Das Album

Swiss Alpine Music zeigt die ganze Vielfalt der

Schweizer Volksmusik und ist ein Genuss für

alle Freunde der gehobenen Volksmusik.

Fast gleichzeitig ist eine CD mit den «Grössten

Schweizer Hits» erschienen, die korrekterweise

den Titel «Grösste Deutschschweizer

Hits» tragen sollte, obwohl es mit Sens Unik

und Stress auch Interpreten aus der Romandie

in die Hitliste geschafft haben. Aber eigentlich

war es das Deutschschweizer Fernseh publikum,

das diesen Herbst an einem Samstagabend die

beliebtesten Hits der letzten 70 Jahre bestimmen durfte. Mit 12,8

Prozent der Stimmen belegte Polo Hofers Hit «Alperose» aus dem

Jahr 1985 knapp den ersten Platz vor dem Lied «Träne» von Florian

Ast und Francine Jordi. An dritter Stelle folgte Mani Matters «Hemmige»

aus dem Jahr 1970, und Hazy Osterwalds legendärer «Kriminaltango»

(1959) schaffte es in der Gunst des Publikums auf Rang

4. Zu hören sind auf der CD jedoch auch fast alle anderen Ohrwürmer

aus vergangenen Zeiten. Die Skala reicht von den Sauterelles

über Nella Martinetti und das Trio Eugster bis hin zu Stephan Eicher

und Yello. Die CD ist jedoch nicht nur ein Leckerbissen für Nostalgiker,

sondern eine unverzichtbare musikalische Sammlung für alle

Freunde typisch schweizerischer Unterhaltungsmusik.

EC

Swiss Alpine Music: www.swissinfo.org

Die grössten Schweizer Hits: www.universalmusic.ch


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SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Finanz- und Versicherungsspezialistin

aller Auslandschweizer

Soliswiss hat die Weichen neu gestellt. Ihre Tochtergesellschaft

Soliswiss AG verfügt über eine Fondsvertriebslizenz

der Eidgenössischen Bankenkommission EBK. Zudem

ist sie Mitglied des Verbands Schweizerischer Vermögensverwalter

VSV. Wir sprachen mit Andreas Geiger, Leiter

Vermögensbildung Soliswiss AG.

Herr Geiger, was bieten Sie

Soliswiss Mitgliedern neu an?

In der Schweiz hat sich über

die staatlich geregelte Vorsorge

ein Vermögen von rund CHF

800 Mrd. angesammelt. Mehr

als 700’000 Schweizer im Ausland

unterstehen der obligatorischen

inländischen Altersvorsorge

aber nicht. In aller Regel

entsprechen die staatlichen Vorsorgeeinrichtungen

im Aufenthaltsland

nicht dem aus der

Schweiz gewohnten Standard.

Darin sehen wir als Soliswiss

Herausforderung und Chance

zugleich. Mit einer überlegten

Wahl von individuellen Anlageund

Versicherungsinstrumenten

findet jeder einen vergleichbaren

Schutz im persönlichen Vorsorgebereich.

Hier sehen wir unsere

Aufgabe als unabhängige

Vermögens- und Vorsorgeberater

für Auslandschweizer, im

Sinn der Schweizer Sicherheit

im Ausland.

Andreas Geiger kam am 30. November

1956 in Zürich zur Welt. Er studierte

an der Universität Bern Jurisprudenz.

Berufliche Stationen führten ihn in

verschiedene Finanzgesellschaften

und Banken. Während 15 Jahren war

er für die UBS und die Credit Suisse

Group tätig, unter anderem als Leiter

Kommerz in der Region Aargau-Solothurn.

Für die UBS arbeitete er zu

Beginn der 80er Jahre am Aufbau des

Swiss Desk in New York. Heute lebt er

mit seiner Frau und seinem Sohn in

Aarau. In der Soliswiss AG zeichnet er

seit deren Gründung 2006 als Mitglied

der Geschäftsleitung verantwortlich

für den Bereich Vermögensverwaltung.

Ihre Partnerin im Vermögensanlagebereich,

die Wegelin

Fondsleitung AG, verwaltet vier

ausgewählte Anlagestrategien

für Soliswiss. Wie bewähren

sich die vier Anlagestrategien

seit ihrer Gründung?

Die Genossenschaft legt ihre

Eigenmittel bereits seit zwei Jahren

gemäss den vier nach Jahreszeiten

benannten Anlagestrategien

an. Dank positiven

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

konnte sie dabei ausserordentlich

gute Anlageergebnisse

erzielen. 2005 betrug die

auf Fondsanlagen erreichte

durchschnittliche Performance

auf den Eigenmitteln 22.4%.

Auch im laufenden Jahr liegt das

durchschnittliche Ergebnis bei

11.3%. Wir sind daher überzeugt,

unserer Kundschaft eine interessante

Alternative zu den bisherigen

Spareinlagen zu bieten,

auf denen zuletzt 1.5% Zins pro

Jahr vergütet werden konnten.

Spielte bei der Wahl der Fondsanlagen

das Glück mit?

Sicher, etwas Glück gehört

zum Erfolg mit Vermögensanlagen.

Aber mittlerweile gibt es

statistische Auswertungen, die

belegen, dass bei einer Anlagedauer

von mindestens zehn Jahren

die für Anlagen in Aktien zu

erwartende Rendite pro Jahr

durchschnittlich 6% bis 8%

beträgt und damit 2% bis 3%

über der von Obligationen liegt.

Wer seine Altersvorsorge selbst

planen muss, kommt deshalb

um Anlagen in Aktien in der

Regel nicht herum. Selbst der

staat liche AHV-Ausgleichsfonds

investiert heute grosse

Teile seiner Mittel in Beteiligungspapiere.

Gerade für den in Vermögensanlage-

und Finanzfragen wenig

erfahrenen Anleger empfiehlt

sich aber eine Beratung und Begleitung

in Vorsorgefragen. Und

insbesondere für kleine bis mittlere

Vermögen erlaubt die heute

weit verbreitete Anlage mit

Fondsanteilen, die Risiken zu

verteilen und dadurch zu reduzieren.

Soliswiss hat die Aufgabe,

aus der schier unübersehbaren

Zahl von Anlagefonds

selbst und mit Hilfe unserer

Partner einige viel versprechende

Anlagen auszuwählen.

Dabei stützen wir uns ab auf den

ausgewiesenen bisherigen Erfolg

unserer Partner einerseits und

auf die laufende eigene kritische

Überprüfung andererseits.

Haben Sie Ihre Ziele bereits

erreicht?

Ganz im Gegenteil. Für jede

Anlegerin und jeden Anleger

wird der Zähler an jedem Jahresende

wieder auf Null zurückgestellt.

Für Soliswiss endet die

Aufgabe daher nie. Das macht

sie auch so faszinierend und

spannend.

Daneben wartet eine grosse

Aufklärungsarbeit auf uns. Leider

ist Soliswiss in der grossen

Auslandschweizer Gemeinde

noch immer zu wenig bekannt.

Auch hier liegt eine anspruchsvolle

Aufgabe vor uns. Als Selbsthilfeorganisation

gegründet und

dem Nutzen ihrer Genossenschafter

verpflichtet soll sich

Soliswiss künftig vermehrt den

Ruf erwerben, die Finanz- und

Versicherungsspezialistin aller

Auslandschweizer zu sein.

Welche Prognosen stellen Sie

für das Jahr 2007?

Persönlich rechne ich in den

nächsten 12 bis 18 Monaten nicht

mit einer negativen Entwicklung.

Vielmehr scheint mir, die wirtschaftliche

Globalisierung beginne

sich erst jetzt weltweit

nachhaltig in den wirtschaftlichen

Indikatoren abzuzeichnen.

Die Leichtigkeit, mit der Länder

wie China oder Indien, die

bis vor kurzem noch politisch

und wirtschaftspolitisch geschlossen

waren, in den vergangenen

Jahren ihre Wirtschaft der

Welt geöffnet haben, ist frappant.

Die Selbstverständlichkeit,

mit der Menschen rund um

die Welt das erst vor zehn Jahren

eingeführte Internet privat und

geschäftlich nutzen, ist es nicht

minder. Beides sind fundamentale

Faktoren für eine weiter

wachsende Weltwirtschaft.

Aus dieser Beurteilung heraus

rechne ich mit einer weiterhin

positiven wirtschaftlichen Entwicklung,

die zunehmend von

den aufstrebenden dicht bevölkerten

Schwellenländern getragen

sein wird.

Was empfehlen Sie Ihren

Anlegern?

Ein Teil des Eigenkapitals, das

erst mittel- und langfristig benötigt

wird, sollte in Aktien angelegt

werden. Am besten vertrauen

Anleger, die sich nicht

ständig mit der Auswahl und Verwaltung

ihrer Anlagen befassen

möchten, auf breit abgestützte,

gut diversifizierte Anlagefonds.

Unsere vier unterschiedlichen

Anlagestrategien, die frei untereinander

gemischt werden können,

gestatten dem Anleger,

seine Aktienquote und damit

sein Risikoprofil individuell zu

bestimmen. Wichtig ist, dass

sich der Anleger mit seinem Risikoprofil

auseinandersetzt und

identifiziert. Mit einem interaktiven

kleinen Frage- und Antwortspiel

auf unserer Homepage

können Anleger ihr Risikoprofil

spielerisch ermitteln. Wir helfen

unseren Kunden aber auch gern

im persönlichen Kontakt per Telefon

oder E-Mail, einen stimmigen

Anlagemix zu finden.

Kurzfassung eines Interviews, das in

voller Länge unter www.soliswiss.ch

veröffentlicht wurde.


GESEHEN

7

Die besten Pressebilder. Die Espace-Media-Stiftung hat einmal mehr die besten Pressebilder

des Jahres 2006 prämiert und in Buchform veröffentlicht. 128 Fotografinnen und

Fotografen reichten 1658 Arbeiten für sechs verschiedene Kategorien ein: Aktualität, Alltag

und Umwelt, Porträt, Sport, Kunst und Kultur und Ausland. Der Bildband ist im Benteli-

Verlag, Bern, erschienen und kostet 15 Franken. www.swisspressphoto.ch

Peter Gerber, Pressebild des Jahres: Muslime demonstrieren auf dem Berner

Bundesplatz gegen die Veröffentlichung von Karikaturen gegen Mohammed.

Kurt Reichenbach, 2. Rang, Kategorie Aktualität: Die Bundesräte Leuenberger und

Blocher sowie Bundeskanzlerin Hotz auf der «Schulreise» der Landesregierung.

Zeorgios Kefalas, 1. Rang, Kategorie Porträt:

UBS-Präsident Ospel an der Generalversammlung –

ein Aktionär verurteilt die hohen Managerlöhne.

Peter Gerber, 2. Rang, Kategorie Porträt:

Schwester Dorothea beim Sport

und als Lehrerin im Mädcheninternat.

Thomas Kern, 1. Rang, Kategorie Kultur:

Architekt Jacques Herzog.

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Bilder: Swisspressphoto

Emanuel Ammon, Kategorie Aktualität: Felsabsturz auf der Autobahn zum Gotthardtunnel

Ende Mai. Zwei Personen werden erschlagen.

Eveline Bachmann, 1. Rang, Kategorie Sport: Fans der Fussballnati während dem

Penaltyschiessen der Schweizer gegen die Ukrainer.


8

UNTERWEGS NACH EUROPA

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Zeichnung: © Chappatte in «Le Temps» (Geneva), www.globecartoon.com

«Lasst uns wieder eine europäische Familie schaffen»

WINSTON CHURCHILL, VOR 60 JAHREN AM 26. SEPTEMBER 1946 AN DER UNIVERSITÄT ZÜRICH

Bilaterale Abkommen mit der Europäischen Union oder

ein Vollbeitritt unseres Landes – «Europa» ist weiterhin das

wichtigste Thema unserer Aussenpolitik. Die Zukunft des

bilateralen Weges wird schwieriger, aber eine Mehrheit des

Schweizervolkes und die Wirtschaft wollen heute keine volle

Mitgliedschaft. Von Rolf Ribi

Nein! Nehmen Sie das nicht persönlich. Damit ist auch die restliche Welt gemeint!

Der einzige Satz im Brief des Schweizer Bundesrates

vom 20. Mai 1992 an den Präsidenten

des Rates der Europäischen Gemeinschaft

in Brüssel sorgt noch heute für heisse

Köpfe: «Die Schweizer Regierung hat die

Ehre, hiermit um den Beitritt der Schweiz

zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft

zu ersuchen, das heisst um die Eröffnung

von Verhandlungen.» Gezeichnet hatte das

Schriftstück der damalige sozialdemokratische

Bundespräsident und Aussenminister

René Felber.

Die ganze Brisanz der europäischen Frage

zeigte sich schon damals: Der Aussenminister

der Eidgenossenschaft wollte die Schweiz

in die Europäische Union führen – ohne dafür

ein Plazet des Volkes zu haben. Kurz zuvor

hatte Felber seine Bundesratskollegen

Delamuraz, Cotti und Ogi vom Beitrittsgesuch

überzeugt. In der Sondersitzung des

Bundesrates vom 18. Mai unterlagen die

Bundesräte Koller, Villiger und Stich. «So

kapitale Fragen wie das EU-Beitrittsgesuch

dürfen im Bundesrat nicht einfach mit vier

gegen drei Stimmen entschieden werden»,

kritisierte später Arnold Koller.

«Vielleicht» sei das Gesuch ein «taktischer

Fehler» gewesen, räumte René Felber zehn

Jahre später ein. «Uns ging es darum, alle Unklarheiten

und Zweifel zu vermeiden.» Fakt

ist, dass das bundesrätliche Schreiben nach

Brüssel nur zwei Monate vor der emotionalen

Volksabstimmung über den Beitritt der

Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum

(EWR) das Fiasko an der Urne mit verursacht

hat.

Seither ruht das umstrittene Dokument

im Archivkeller der Brüsseler Behörde. Nach

dem Nein des Schweizervolkes zum EWR-

Beitritt vom Dezember 1992 wurde es im

Februar 1993 im Gemischten Ausschuss

Schweiz-EU formell sistiert. Es entfaltet

keine rechtliche Wirkung mehr, und Brüssel

betrachtet die Schweiz ausdrücklich nicht als

Beitrittskandidaten. Trotzdem forderte vor

Jahresfrist der freisinnige Nationalrat Gerold

Bührer in einer Motion mit 18 Mitunterzeichnern

den Rückzug des Beitrittsgesuchs.

Seine Argumente: Das Gesuch sei rechtlich

bedeutungslos, die EU habe sich politisch

weiterentwickelt, Werte wie Neutralität, Föderalismus,

direkte Demokratie und die wirtschaftliche

Autonomie wären in Gefahr.

Stationen nach Europa

Das Verhältnis der Schweiz zur Europäischen

Union ist seit langem das wichtigste

Thema unserer Aussenpolitik und Aussenwirtschaftspolitik.

Dies sind die wichtigsten

Stationen auf unserem Weg nach Europa:

Am 3. Dezember 1972 wird das Freihandelsabkommen

mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft

(EWG) von 72,5 Prozent

des Stimmvolkes und von allen

Kantonen angenommen. Zwanzig Jahre später,

am 6. Dezember 1992, lehnen der Souverän

mit 50,3 Prozent Neinstimmen und

eine Mehrheit der Kantone den Beitritt zum

Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ab.

Gebodigt wird die Vorlage in der Deutschschweiz,

die Romandie stimmt geschlossen

zu. Bundesrat Delamuraz spricht von einem

«schwarzen Sonntag». Am 8. Juni 1997 wird

die Volksinitiative «EU-Beitrittsverhandlungen

vors Volk» von drei Vierteln der Bevölkerung

und sämtlichen Kantonen abgelehnt.

Eine Wende in der Europa-Diskussion

tritt im neuen Jahrhundert ein: Am 21. Mai

2000 heisst das Volk mit gut 67 Prozent Jastimmen

die sieben Bilateralen Abkommen

I mit der Europäischen Union gut, nur die

Kantone Tessin und Schwyz sagen Nein. Am

4. März 2001 wird die Volksinitiative für einen

EU-Beitritt mit fast 77 Prozent Neinstimmen

verworfen, alle 26 Kantone lehnen

ab. Das Jahr 2005 wird ein besonderes Europajahr

für die Schweiz: Am 5. Juni wird die

Assoziierung an die Verträge von Schengen

und Dublin, einem Teil der Bilateralen Abkommen

II, mit fast 55 Prozent gutgeheissen.

Und am 25. September wird das Freizügigkeitsabkommen,

also die Erweiterung der

Personenfreizügigkeit auf die zehn neuen

EU-Mitgliedsländer, mit 56 Prozent angenommen.

Damit hat die Schweiz nach dem Debakel

um den EWR-Beitritt von 1992 mit bilateralen

Verhandlungen viel erreicht: 18 gewichtige

Abkommen gehören zur Ernte der

schweizerischen Diplomatie. Die wichtigsten

Gebiete betreffen die Personenfreizügigkeit

gegenüber 25 EU-Ländern, den möglichst

ungehinderten Grenzübertritt, die

weit gehende Vermeidung von Zweitasyl-


9

gesuchen, die Zulassung von 40-Tonnen-

Fahrzeugen, die Liberalisierung des Käsehandels,

den Abbau technischer Handelshemmnisse,

die Besteuerung von in der Schweiz

erzielten Zinserträgen von Ausländern unter

Wahrung des Bankgeheimnisses, und die

Intensivierung der gegenseitigen Rechtshilfe.

«Die politisch ‹langsame› Schweiz hat sich

mit Verhandlungen und Volksentscheiden

aus der Sackgasse von 1992 herausgearbeitet»,

kommentiert die «Neue

Zürcher Zeitung». Und Staatssekretär

Michael Ambühl vom

Eidgenössischen Departement

für auswärtige Angelegenheiten

(EDA) hält fest: «Seit dem

EWR-Nein haben sich die

Beziehungen zwischen der

Schweiz und der EU markant

intensiviert.» Der Zugang

schweizerischer Unternehmen

zum EU-Binnenmarkt sei bedeutend

leichter geworden.

Zudem hätten sich unsere vertraglichen

Beziehungen, vor

allem dank Schengen/Dublin,

auf politisches Gebiet ausgedehnt.

«Unsere Beziehungen

zur Europäischen Union sind

insgesamt so gut und so intensiv

wie noch nie.»

angehörige mit dem Europapass leben in unserem

Land – mehr als 12 Prozent unserer

Bevölkerung. «Der bilaterale Weg mit der

EU hat sich aus heutiger Sicht bewährt», anerkennt

der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse.

Wie sieht man am Brüsseler EU-Hauptquartier

die zweiseitigen Beziehungen mit

den Eidgenossen? «Auch die Europäische

Union hat Interesse an einer Fortführung des

bilateralen Weges mit der Schweiz» (Staats-

Wir wollen über Steuerhinterziehung sprechen! Sehr gern: Schalter 7 bis 15, bitte.

heit. «Es fällt der EU immer schwerer, sich

noch mit Drittstaaten zu befassen, wenn sie

nicht das Kaliber der USA, Russlands oder

Chinas besitzen.»

Die neue Brüsseler Realität schilderte

kürzlich José Manuel Barroso, der Präsident

der EU-Kommission, im Interview mit der

«NZZ am Sonntag»: «Versetzen Sie sich einmal

in unsere Lage: Die EU wird demnächst

27 Mitgliedstaaten zählen. Da ist es schon

sehr schwierig, eine gemeinsame Position zu

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Zeichnung: © Chappatte in «Le Temps» (Geneva), www.globecartoon.com

Vorteilhafter bilateraler Weg

Dass uns die bilaterale Politik zupass kommt

– wer wollte das bestreiten? Dieser zweiseitige

Weg nach Europa wird vom Volk getragen,

er ist massgeschneidert für unsere Wirtschaft,

er verpflichtet uns zu keinen weiteren

Schritten. Der Preis dafür ist allerdings ein

Verlust an Autonomie: Wenn sich die Schweiz

einem gemeinsamen europäischen Thema

anschliesst, muss sie ihre Gesetze dem europäischen

Regelwerk anpassen.

Niemand als die Wirtschaft weiss besser

um die Bedeutung der bilateralen Verträge.

Denn die Europäische Union ist der wichtigste

Wirtschaftspartner der Schweiz. Mehr

als 60 Prozent unserer Exporte und mehr als

80 Prozent unserer Importe entfallen auf die

EU-Länder, rund 43 Prozent der schweizerischen

Direktinvestitionen im Ausland fliessen

in diesen Raum, wo Schweizer Unternehmen

über 900 000 Mitarbeiter beschäftigen.

Mit den USA und China gehört die Schweiz

zu den drei wichtigsten Wirtschaftspartnern

der EU. Rund 870 000 ausländische Staats-

sekretär Michael Ambühl). «In Brüssel zollt

man der Schweiz für den bilateralen Weg Anerkennung.

Wir werden als solidarischer Verhandlungspartner

wahrgenommen» (Botschafter

Urs Bucher). Der offizielle Tenor

lautet so: Die Europäische Union hat (nach

einem Gesinnungswandel) den bilateralen

Charakter im Umgang mit der Schweiz und

ihrer Referendumsdemokratie verinnerlicht.

Dunkle Wolken am Horizont

Doch jetzt droht der guten Nachbarschaft

zwischen Brüssel und Bern eine unbequeme

Wahrheit: «Die Stellung des kleinen Landes

gegenüber der EU hat sich in den letzten Jahren

stetig verschlechtert» (so der Brüsseler

Korrespondent der «Neuen Zürcher Zeitung»).

Die Europäische Union ist heute ein

Binnenmarkt von 460 Millionen Menschen

mit einer gemeinsamen Währung in seiner

Kernzone. Sie ist auch eine politische Gemeinschaft

in immer mehr Bereichen wie

Justiz und Inneres, Aussenpolitik und Sicher-

erreichen.» Und nun komme ein kleines

Land mit sieben Millionen Einwohnern und

verlange, dass die EU sich seiner Realität anpasse.

«Wenn wir als Kommission mit Ihnen

verhandeln, müssen wir die Zustimmung aller

Mitgliedstaaten bekommen. Es wird für

uns nicht leichter.»

Die dunklen Wolken am Horizont des bilateralen

Weges erkennt auch die Landesregierung.

Für Aussenministerin Micheline

Calmy-Rey ist die heutige Strategie zwar die

beste Option, aber «der Bilateralismus ist

nicht in Stein gemeisselt». Und: «Der Beitritt

zur Europäischen Union bleibt für die

Schweiz eine längerfristige Option.» In früheren

Grundsatzdokumenten hatte der Bundesrat

das «strategische Ziel» eines EU-Beitritts

wiederholt bestätigt. So heisst es im

Aussenpolitischen Bericht 2000 der Regierung:

«Der Beitritt zur Europäischen Union

ist das Ziel des Bundesrates. Die Interessen

unseres Landes können innerhalb der EU

besser gewahrt werden als ausserhalb.» Und

im Legislaturprogramm 2003 bis 2007 be-


10

UNTERWEGS NACH EUROPA

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Zeichnung: © Chappatte in «Le Temps» (Geneva), www.globecartoon.com

kräftigt die Regierung die «Mitverantwortung

der Schweiz in Europa und den EU-

Beitritt als längerfristiges Ziel».

Personenfreizügigkeit JA. Fassen Sie das aber nicht als Liebesbezeugung auf.

Europabericht des Bundesrates

Im Europabericht 2006 des Bundesrates sind

die Auswirkungen eines Beitritts zur EU aufgelistet.

In den Bereichen Politik und Wirtschaft

wären dies die Folgen: Die Schweiz

erhält volle Mitbestimmungsrechte auf europäischer

Ebene. Die Volksrechte bleiben gewahrt,

soweit nicht Kompetenzen an die EU

übertragen werden. Der EU-Beitritt verlangt

den obligatorischen Volksentscheid.

Der Föderalismus bleibt so, wie er ist. Der

Beitritt zur heutigen EU bedeutet keine Aufgabe

der Neutralität.

Weiter im Europabericht: Unsere Wirtschaft

erhält den gleichberechtigten Zugang

zum europäischen Binnenmarkt. In der Aussenwirtschaftspolitik

verliert unser Land die

handelspolitische Autonomie. Die Mehrwertsteuer

muss von heute rund 7 auf 15 Prozent

angehoben werden, was mit Steuersenkungen

in anderen Bereichen ausgeglichen

werden kann. Das steuerliche Bankgeheimnis

ist in Frage gestellt, weil die europäische

Zinsbesteuerung den vollen Informationsaustausch

verlangt. Die Schweizerische Nationalbank

muss ihre Autonomie in der Geldpolitik

an die Europäische Zentralbank

abtreten. Die Schweiz verliert ihren Zinsvorteil

gegenüber dem Ausland. Der Euro tritt

an die Stelle des Schweizer Frankens. Die

reiche Schweiz muss als EU-Mitgliedstaat

netto rund 3,4 Milliarden Franken im Jahr

leisten, das ist der höchste Pro-Kopf-Beitrag

aller Mitgliedsländer.

Die Neue Europäische Bewegung Schweiz

(nebs) ist heute die treibende Kraft für einen

raschen EU-Beitritt unseres Landes. Sie

wirft dem Bundesrat eine «fehlende europapolitische

Strategie» vor und betont diese

Argumente: Die Mitgliedschaft in der Europäischen

Union stärkt unsere Interessen in

einer globalisierten Weltwirtschaft. Sie ermöglicht

die gleichberechtigte Mitbestimmung

in Europa und stärkt so unsere Souveränität.

Die Wirtschaft profitiert von der

Dynamik des europäischen Binnenmarktes,

was mehr Wettbewerb und tiefere Preise bedeutet.

Die Bürgerinnen und Bürger erhalten

den europäischen Pass und neue politische

Rechte (so bei den Wahlen ins

Europaparlament). Sie profitieren vom stärkeren

europäischen Konsumenten- und Arbeitnehmerschutz

und können sich in jedem

anderen EU-Land niederlassen, dort arbeiten

und studieren.

Volk und Wirtschaft gegen Beitritt

«Der viel gepriesene bilaterale Weg ist nicht

die einzige europäische Option der Schweiz»,

sagt die freisinnige Nationalrätin und nebs-

Präsidentin Christa Markwalder. Und: «Der

Bundesrat darf sich nicht länger hinter der

vermeintlichen EU-Feindlichkeit der Bevölkerung

verstecken.» Und wie sieht diese

Volksmeinung aus? Gemäss dem regelmässig

erhobenen «Europa-Barometer Schweiz»

des Forschungsinstitutes GfS ergab sich

Ende 2005 dieses Bild: 84 Prozent der repräsentativ

Befragten wollen alle Möglichkeiten

in der Europapolitik offen halten. Die relativ

grösste Gruppe will den bilateralen Weg

weiterverfolgen. Beim EU-Beitritt sind 54

Prozent bestimmt oder eher dagegen, nur 37

Prozent sind dafür. 45 Prozent rechnen damit,

dass die Schweiz bis zum Jahr 2015 Mitglied

der EU sein wird, während 48 Prozent

vom Gegenteil ausgehen.

Und wie denkt man bei der Schweizer

Wirtschaft? «Ein EU-Beitritt der Schweiz

ist für die Wirtschaft nicht von Interesse»,

verkündete überraschend der Dachverband

Economiesuisse im vergangenen April. Neben

staatspolitischen Bedenken nennt der

Interessenverband die wirtschaftlichen

Gründe: Die Schweizerische Nationalbank

verliert ihre Selbstständigkeit in der Währungspolitik.

Der Wegfall des Zinsvorteils

und der Verlust des Schweizer Frankens haben

negative Folgen für den Standort

Schweiz. Das Bankkundengeheimnis wird

durch den vollen Informationsaustausch

«unterminiert». Der Kernsatz im Papier von

Economiesuisse: «Letztlich muss die schweizerische

Europapolitik der Sicherung des

Wirtschaftsstandorts Schweiz dienen.» Da

fragte sich sogar die «Neue Zürcher Zeitung»:

«Ist die europäische Integration nicht

in erster Linie ein politisch motiviertes Projekt?»

Der frühere Staatssekretär Franz Blankart

brachte es vor der Neuen Helvetischen Gesellschaft

auf den Punkt: «Der Beitritt zur

Europäischen Union ist eine eminent politische

Frage. Soll der Beitritt glaubwürdig sein,

muss er aus einer Grundwelle des Volkswillens

erwachsen, am politischen Aufbau Europas

beteiligt zu sein.» Für dieses politische

Ziel sei ein politischer Preis wie etwa die Verringerung

der direkten Demokratie erwägenswert.

«Was ich aber der Schweiz nicht

wünsche, wäre ein Beitritt allein aus wirtschaftlichem

Zwang.»

www.europa.admin.ch (Dokumente zur schweizerischen

Europapolitik)

www.eda.admin.ch (Informationen zur Aussen- und

Europapolitik)

www.europa.ch (Website der Neuen Europäischen

Bewegung Schweiz)

www.economiesuisse.ch (Website des Dachverbandes

der Schweizer Wirtschaft)

www.doku-zug.ch (Dokumentationszentrum)


POLITIK/ABSTIMMUNG

11

Initiative fordert staatliche Einheitskasse für alle. Nur noch

eine Krankenkasse und einkommensabhängige Prämien – das

verlangt die links-grüne Initiative, über die Volk und Stände am

11. März zu befinden haben. Der Bundesrat und die bürgerliche

Mehrheit des Parlaments lehnen sie ab. Von René Lenzin

Die Volksinitiative «Für eine soziale Einheitskasse»

hatte keinen guten Start. Nachdem

das Volk im Mai 2003 eine linke Initiative

mit ähnlicher Stossrichtung klar

abgelehnt hatte, hatte insbesondere die sozialdemokratische

Partei (SP) wenig Lust auf

ein weiteres gesundheitspolitisches Abenteuer.

Daher wäre die Unterschriftensammlung,

die das Westschweizer «Mouvement

Populaire des Familles» und die Grünen lanciert

haben, beinahe gescheitert. Erst als die

SP doch noch beschloss, das Begehren zu unterstützen,

kam es zu Stande und wurde im

Dezember 2004 mit gut 111 000 gültigen Unterschriften

eingereicht.

Die Volksinitiative strebt zwei Ziele an:

■ Der Bund muss im Bereich der obligatorischen

Krankenversicherung eine einzige

staatliche Krankenkasse einrichten. In deren

Leitung sitzen zu je einem Drittel Vertreter

von Behörden, Leistungserbringern und Versicherten.

■ An Stelle der heutigen kantonal einheitlichen

Kopfprämien zahlen die Versicherten

ihre Beiträge künftig gemäss ihrer wirtschaftlichen

Leistungsfähigkeit.

Die Initianten machen geltend, dass das

heutige System mit über 80 Krankenkassen

ineffizient sei. Die Kassen gäben Millionen

für Werbung aus. Und sie jagten sich gegenseitig

so genannt günstige Risiken, also junge

Männer, ab, statt für zahlbare Leistungen für

alle zu sorgen. Schliesslich gebe es eine intransparente

Vermischung von obligatorischer

Grund- und privater Zusatzversicherung.

All das lasse sich mit der Einheitskasse

verhindern, deren Interesse nicht dem eigenen

Profit, sondern dem Wohle aller gelte.

Mehr Staat im Gesundheitswesen

Im Grunde genommen geht es den Initianten

jedoch um mehr als die Krankenkassen.

Sie brauchen die Einheitskasse als Vehikel für

einen grundlegenden Systemwechsel im Ge-

sundheitswesen. Sie wollen weg vom heutigen

Modell, das man als staatlich gelenkten

Wettbewerb bezeichnen könnte. Letztlich

soll der Wettbewerb eliminiert und das ganze

System staatlich gelenkt werden. Auch wenn

es der Initiativtext nicht vorsieht, wäre es gemäss

Initianten denkbar, an Stelle einer nationalen

26 kantonale Einheitskassen mit unterschiedlichen

Prämien einzurichten.

Verschwinden sollen aber auf jeden Fall die

aus ihrer Sicht unsozialen Kopfprämien. Wie

viel die einzelnen Versicherten im Vergleich

zu heute bezahlen müssten, lassen die Initianten

jedoch offen.

Der Bundesrat und die Mehrheit des Parlaments

lehnen die Initiative ab. Das vorgeschlagene

Modell der Einheitskasse könne

dazu führen, dass sich die gegensätzlichen

Interessen blockierten, führen sie ins Feld.

Die Kasse wäre daher schwerfällig oder

gar handlungsunfähig. Hingegen biete das

heutige System den Versicherten die freie

Kassenwahl, und der Wettbewerb fördere

Kosten dämpfende Massnahmen. Die Gegner

der Initiative bestreiten nicht, dass das

aktuelle Gesundheitswesen Mängel aufweist,

aber sie schlagen andere Reformen vor. Der

Nationalrat hat die Initiative mit 122 zu 67,

der Ständerat mit 34 zu 6 Stimmen verworfen.

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Bundesfinanzen im Plus. Dank guter Konjunktur und Sparpaketen

schreibt der Bund wieder schwarze Zahlen. Von R. Lenzin

Den Finanzminister freut’s, und auch jene

Politiker, die seit Jahren über Defizite und

die zunehmende Staatsverschuldung lamentieren:

Im kommenden Jahr rechnet der

Bund mit einem Plus von gut 900 Millionen

Franken. Das zeigt das Budget 2007, welches

das Parlament in der Dezembersession verabschiedet

hat. Das ist eine halbe Milliarde

mehr, als im Finanzplan vorgesehen war. Bereits

zeichnet sich zudem ab, dass das laufende

Jahr statt mit dem budgetierten Defizit

von 700 Millionen mit einem hohen

Überschuss abschliessen wird. Und 2005 belief

sich das Minus in der Staatsrechnung

nicht wie budgetiert auf 1,8 Milliarden, sondern

«nur» auf 121 Millionen. Damit noch

nicht genug der guten Nachrichten: Auch

über das kommende Jahr hinaus stehen höhere

Überschüsse in Aussicht, als es die

Schuldenbremse in konjunkturell guten Zeiten

vorschreibt.

Rosige Zeiten also für den eidgenössischen

Kassenwart. Die Zahlen erfüllen Bundesrat

Hans-Rudolf Merz denn auch mit Stolz. Er

führt diese finanzpolitische Trendwende auf

zwei Faktoren zurück: Zum einen beschere

die gute Wirtschaftslage dem Staat deutlich

höhere Einnahmen als geplant. Zum andern

wirkten sich nun die beiden Entlastungsprogramme

03 und 04 aus, welche den Haushalt

ausgabenseitig um fünf Milliarden Franken

nach unten korrigiert hätten.

Mittelfristig drohen wieder Defizite

Auf diesem «Pfad der Tugend» gelte es nun

weiterzufahren, mahnt Merz. Denn nur

wenn die Politik die Ausgabendisziplin einhalten

könne, gelinge eine nachhaltige Sanierung

der Bundesfinanzen. Mittelfristig drohen

dem Bund laut Merz trotzdem wieder

Defizite, weil sich insbesondere im sozialen

Bereich ein Ausgabenwachstum abzeichne,

das über dem Wirtschaftswachstum liege.

Mit teils schon eingeleiteten und teils noch

zu definierenden Massnahmen will der Bundesrat

daher die heute absehbaren Ausgaben

im Jahre 2015 um 8,5 Milliarden verringern.

Insgesamt würde dadurch der Staatshaushalt

immer noch zunehmen. Aber nicht um

jährlich 4,7 Prozent, wie es eine Fortschreibung

der aktuellen Bestimmungen erwarten

liesse, sondern um 3 Prozent.

Die Reaktionen auf diese bundesrätlichen

Absichten sind gemischt. Mitgetragen werden

sie von Freisinnigen und Christlichdemokraten.

Die Schweizerische Volkspartei

verlangt weiter gehende Sparmassnahmen,

um die Staatsschulden von mittlerweile 130

Milliarden abbauen zu können. Für Sozialdemokraten

und Grüne zeigt hingegen die

aktuelle Entwicklung, dass die Szenarien der

Regierung zu pessimistisch sind. Sie wollen

sich gegen «Sozialabbau» zur Wehr setzen

und fordern, dass nicht nur über Sparmassnahmen

diskutiert wird, sondern auch über

Mehreinnahmen zum Beispiel in Form einer

nationalen Erbschaftssteuer.


12 AUS DEM BUNDESHAUS

Notspital mit Grippekranken in Fort Riley, Kansas, im Jahr 1918.

Vogelgrippeeinsatz auf Hühnerfarm in Thailand im August 2006.

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Fotos: Keystone

Pandemiegefahr

Die Pandemiegefahr dauert

unvermindert an, auch wenn

sie zeitweise aus den Schlagzeilen

verschwunden ist.

Viele Staaten sind (noch)

schlecht darauf vorbereitet,

und die Schweiz kann Auslandschweizerinnen

und

Auslandschweizern im Pandemiefall,

wenn überhaupt, nur

sehr beschränkt behilflich

sein. Persönliche Vorsorge ist

daher vordringlich.

Inserat

Im Jahr 2006 hat sich die Zahl

der Personen, die an Vogelgrippe

erkrankten, gegenüber

dem Vorjahr markant erhöht.

Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) rechnet weiterhin

unvermindert mit der Möglichkeit

einer weltweiten

schweren Grippepandemie.

Viele Staaten bereiten sich

intensiv auf eine Pandemie vor.

Die meisten entwickelten Länder

verfügen inzwischen über

Tamiflu ® -Vorräte für 25 % der

Bevölkerung, die erlauben sollten,

alle Erkrankten einer ersten

Pandemiewelle zu behandeln.

Für eine spätere zweite

Pandemiewelle sollten in diesen

Ländern ausreichend spezifische

Pandemieimpfstoffe zur

Verfügung stehen. Einige Länder,

so die Schweiz, beschaffen

zudem vorsorglich so genannte

präpandemische Impfstoffe,

die allerdings nur einen beschränkten

Schutz bieten.

Entwicklungs- und Schwellenländer

sind oft nicht in der

Lage, kostspielige Vorsorgemassnahmen

zu treffen. Zwar

verfügt die WHO über einen

Vorrat von inzwischen bis zu

5 125 000 Tamiflu ® -Behandlungseinheiten

– eine Spende

von Roche –, doch diese werden

nur dann ausreichen, wenn

es gelingt, eine beginnende

Epidemie – wie beispielsweise

beim Sars-Ausbruch im Jahre

2003 – relativ schnell einzugrenzen.

Tamiflu ® ist gemäss WHO

und nationalen Gesundheitsbehörden

(nebst Relenza ® , einem

Medikament, welches inhaliert

werden muss) weiterhin das

Medikament der Wahl gegen

das künftige Pandemievirus. Es

ist ab Produktionsdatum mindestens

fünf Jahre haltbar und

sollte im Pandemiefall bei Erkrankung

– nach ärztlicher Verordnung

– so rasch als möglich,

spätestens aber innerhalb von

36 bis 48 Stunden nach Auftreten

der ersten Symptome konsequent

eingenommen werden.

Wenn Sie in einem Land leben,

das nicht über Tamiflu ® -Vorräte

für 25 % der Bevölkerung verfügt,

ist es empfehlenswert, das Medikament

privat zu beschaffen.

Tamiflu ® ist inzwischen in

rund 100 Ländern zugelassen

und erhältlich. Falls Sie in einem

Land leben, in dem das

Medikament nicht offiziell im

Verkauf ist, achten Sie darauf,

dass Sie es aus einer seriösen

Quelle beziehen.

Das EDA beschafft zwar eine

kleine Notreserve an Tamiflu ®

für Länder, in denen Tamiflu ®

nicht erhältlich ist, und prüft

weitere Massnahmen. Die Notreserve

wird indessen erst im

Ernstfall zum Einsatz kommen

und nur an bereits Erkrankte

abgegeben werden, die keine

Möglichkeit hatten, Tamiflu ®

zu beschaffen.

Auch wenn in Ihrem Wohnsitzland

ausreichende Tamiflu ® -

Vorräte bestehen, sind persönliche

Vorsorgemassnahmen

ratsam. Das Gesundheitssystem

wird in einer Pandemie

weltweit überlastet sein. Bei

einer schweren Pandemie können

auch in Industriestaaten

u. a. Strom-, Wasser- und

Lebensmittelversorgung zeitweise

unterbrochen sein.

Das EDA hat Empfehlungen

zur persönlichen Pandemievorsorge

veröffentlicht, die auf der

Webseite Ihrer Botschaft abrufbar

sind. Informieren Sie

sich auch über Empfehlungen

der lokalen Behörden und

besuchen Sie regelmässig die

Webseiten des Bundesamtes

für Gesundheit (www.bag.admin.ch)

und der Weltgesundheitsorganisation

(www.who.

int). Nützliche Informationen

finden Sie z. B. auch über www.

fluwikie.com > Pandemic Preparedness.

Das Bundesamt für

Gesundheit hat ausserdem eine

Telefon-Hotline eingerichtet,

über die während der Schweizer

Bürozeiten weitere Auskünfte

eingeholt werden können:

+41 (0)31 322 21 00.

Länder, in denen Tamiflu ®

erhältlich ist

Alle EU- und OECD-Mitgliedstaaten,

Ägypten, Albanien,

Argentinien, Bahrain, Brasilien,

Brunei, Bulgarien, Chile, China,

Dominikanische Republik ,


13

VOLKSINITIATIVEN

Seit der letzten Ausgabe sind folgende Volksinitiativen lanciert

worden:

■ «Gegen die Abzockerei»; bis 1. Mai 2008

■ «Für faire Steuern. Stopp dem Missbrauch beim Steuerwettbewerb

(Steuergerechtigkeits-Initiative)»; bis 21. Mai 2008

Unter der Seite www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis_1_3_1_1.html

können Sie die Unterschriftenbogen der hängigen Initiativen herunterladen.

URNENGANG

Eidgenössische Volksabstimmung vom 11. März 2007: Volksinitiative

vom 9. Dezember 2004 «Für eine soziale Einheitskrankenkasse»

Datum der nächsten Abstimmung 2007: 17. Juni

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Foto: Keystone

Notgeschlachtete Hühner in England im April 2006.

Ecuador (nur direkt bei Roche),

Georgien, Guatemala, Honduras,

Hongkong, Indien, Indonesien,

Iran, Israel, Jamaika, Jordanien,

Kambodscha, Kenia, Kolumbien

(nur für Firmen und Behörden),

Kongo, Kroatien, Kuwait, Laos,

Libanon, Libyen, Malaysia,

Mauritius, Marokko, Mazedonien,

Mexiko, Montenegro,

Nicaragua, Oman, Pakistan,

Paraguay, Peru, Philippinen,

Qatar, Rumänien, Russland,

Saudi-Arabien, Serbien, Singapur,

Sri Lanka, Südafrika,

Taiwan, Thailand, Tunesien,

Turkmenistan, Ukraine, Uruguay,

Venezuela, Vereinigte

Arabische Emirate, Vietnam.

EDA, POLITISCHE ABTEILUNG VI

Tiere schützen!

Das Initiativkomitee Schweizer

Tierschutz STS hat im

Januar 2006 die eidgenössische

Volksinitiative «Gegen

Tierquälerei und für einen

besseren Rechtsschutz der

Tiere», die Tierschutzanwalt-

Initiative, lanciert (siehe

Ausgabe 2/06). Die Initiative

verlangt, dass kantonale

Tierschutzanwälte für einen

besseren Rechtsschutz der

Tiere sorgen.

Die Volksinitiative sieht eine

Ergänzung von Artikel 80 der

schweizerischen Bundesverfassung

durch zwei neue Absätze

vor. Nach Absatz 4 neu soll der

Bund verpflichtet werden, den

Rechtsschutz von Tieren als

empfindungsfähige Lebewesen

zu regeln. Absatz 5 neu sieht

den Einsatz von Tierschutzanwälten

in Strafverfahren wegen

Tierquälerei vor.

Das Initiativkomitee hält fest,

dass die meisten Tierquälereidelikte

von den Tierhaltern begangen

würden. In diesen Tierschutzstrafprozessen

würde die

Person des Geschädigten fehlen

Anmeldung für den

Konsularischen Dienst

Das Departement für auswärtige Angelegenheiten

rekrutiert durch einen Zulassungswettbewerb

junge Leute für den konsularischen

Dienst. Einsendeschluss für die Bewerbungsdossiers

ist der 28.2.2007!

Die Aufgaben befi nden sich im Tätigkeitsbereich

der konsularischen und administrativen

Angelegenheiten unserer Kanzleien im

Ausland. Diese beinhalten insbesondere die

Buchhaltung, die Führung des Registers unserer

Mitbürgerinnen und Mitbürger im Ausland,

das Passwesen, die Behandlung von

Visafällen, Zivilstand, Beglaubigungen, Bürgerrechtsfragen,

konsularischen Schutz,

Stimmrecht und vieles mehr.

– oder besser gesagt – sie wäre

mit der angeschuldigten Person

identisch. Während der angeschuldigten

Person sämtliche

Verfahrensrechte im Strafverfahren

zustünden, könnten die

Interessen der misshandelten

Tiere im Strafverfahren nicht

wahrgenommen werden. Das

könne dazu führen, dass wichtige

Beweise im Verfahren nicht

aufgenommen oder Strafverfahren

verzögert oder gar eingestellt

würden. Tierschutzanwälte

sollen hier Abhilfe

schaffen. Sie sollen der Tendenz

entgegenwirken, Tierschutzfälle

zu verharmlosen und die Veterinärämter

entlasten, die Anzeige

in Tierschutzfällen erstatten.

Die Tierschutzanwälte sollen

ausserdem die Rechtskenntnis

von Strafuntersuchungsbehörden

und Gerichten im Tierschutz

fördern und dadurch für

eine einheitlichere und gerechtere

Beurteilungs- und Strafpraxis

sorgen. Diese Initiative

können Sie noch bis zum

31. Juli 2007 unterzeichnen.

VERANTWORTLICH FÜR DIE OFFIZI-

ELLEN EDA-INFORMATIONEN:

GABRIELA BRODBECK,

AUSLANDSCHWEIZERDIENST/EDA

CH-3003 BERN

Sie verfügen über einen eidgenössischen

Fähigkeitsausweis als Kauffrau oder Kaufmann

(Profi l E oder M) oder einen gleichwertigen

Abschluss einer kantonalen Handelsoder

Wirtschaftsmittelschule, bringen 2 Jahre

Berufserfahrung im relevanten Beruf mit, besitzen

das Schweizer Bürgerrecht, verfügen

über einen einwandfreien Leumund (ein Auszug

aus dem Strafregister ist Bestandteil des

Dossiers) und sind im Jahr des Zulassungswettbewerbes

jünger als 32 Jahre alt.

Weitere Details fi nden Sie unter: www.eda.

admin.ch/eda/g/home/dep/jobs/consu.html

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

concours@eda.admin.ch

EDA, Direktion für Ressourcen und Aussennetz,

Personalgewinnung und Marketing,

CH-3003 Bern

www.eda.admin.ch


14

SCHWEIZER KULTUREXPORT

«Auf der ganzen Welt wird ähnlich gelacht»

Im Spannungsfeld von Pantomime, Maskentheater und bildender

Kunst hat die Gruppe Mummenschanz die Welt bereist

und dem Publikum ein Spektakel präsentiert, das die Fantasie

beflügelt. Mehr als 30 Jahre der Kreativität und der Analyse

menschlicher Verhaltensweisen sind in ihr neues Programm

«311» eingeflossen. Von Alain Wey

Mummenschanz beginnt in den frühen 70er

Jahren. Andres Bossard aus Zürich und

Bernie Schürch (62 Jahre) aus Bern besuchen

die Pariser Theaterschule Jacques Lecoq und

treffen 1972 in Rom die Italoamerikanerin

Floriana Frassetto. Zunächst wird in ihrer

Show «Narren- und Maskenspiel» auch mit

der französischen Sprache gespielt. «Da bei

der Übersetzung aber der Rhythmus verloren

ging, entschieden wir uns, alle gesproche-

Bilder aus 30 Jahren Mummenschanz: Vom Glück, sich zu verhüllen und zu spielen.

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Fotos: Mummenschanz. Übersetzt aus dem Französischen.

Die Poesie der Maske. Emotionen in allen

Ausprägungen. Ein Lächeln und dann heftiges

Gelächter. Seit über drei Jahrzehnten ist

der Name «Mummenschanz» eine Referenz

im Maskentheater auf der ganzen Welt. Es

wird kein einziges Wort gesprochen, nur die

Reaktionen des Publikums unterbrechen die

Stille. Sei es durch eine riesige Hand, die einen

Körper umfasst, oder durch wandelbare,

narzisstische Masken, die eine Parodie eines

Schönheitswettbewerbs aufführen – die Mitglieder

von Mummenschanz haben eine universelle

Sprache gefunden. Jetzt geht die

Gruppe wieder auf Tournee und zeigt dabei

ein Programm, das 33 Jahre der Kreativität

Revue passieren lässt. Nur wenige Schritte

entfernt vom Grand Casino in Genf treffen

wir Floriana Frassetto, das weibliche Gesicht

von Mummenschanz.

«Auf der ganzen Welt wird ähnlich gelacht»,

sagt Floriana, 56, und lächelt. Ein

Schauspiel ohne gesprochene Sprache «überschreitet

die kulturellen Grenzen, es berührt

unmittelbar die Gefühle». Das Abenteuer

nen Sketche in Sketche mit Masken umzuwandeln.»

So entstand eine neue, ausschliesslich

visuelle Sprache, die versucht,

«die Kreativität des Publikums mit dreimal

nichts, Notizbüchern, aufgemalten Augen

oder Toilettenpapierrollen zu stimulieren».

Obwohl ihre Wohnorte in Zürich und Paris

liegen, treten Mummenschanz zunächst in

Berlin auf, wo das Trio einem bedeutenden

deutschen Kunstkritiker auffällt. Dieser beschreibt

seine Kunst als «ein wunderbares

Schauspiel, das bildende Kunst, Komik, poe-


15

Bernie Schürch und Floriana Frassetto. Die beiden gründeten Mummenschanz zusammen mit Andres Bossard.

Die Gruppe erarbeitet neue Programme und

integriert zwei neue Mitglieder, die Italoschweizerin

Raffaella Mattioli und den

Dänen Jakob Bentsen. Bei der Schweizerischen

Landesausstellung Expo.02 wird für

Mummenschanz ein eigenes Theater gebaut,

in dem täglich Aufführungen stattfinden und

sogar «Maskenkurse» angeboten werden. Die

aktuelle Tournee «Mummenschanz 311»

umfasst 60 Daten in der Schweiz, ausserdem

ZUM URSPRUNG DES WORTES «MUMMENSCHANZ»

«Mummenschanz ist ein sehr

alter Ausdruck, der auf

schweizerische Söldner zurückgeht»,

erzählt Floriana

Frassetto. «Diese spielten

gerne Karten. Da sie es aber

nicht schafften, dabei einen

neutralen Gesichtsausdruck

zu behalten, trugen sie Holzmasken,

die Mummenschanz

genannt wurden. ‹Mummen›

bedeutet ‹verhüllen, maskieren›

und ‹Schanz› ist vom

französischen ‹la chance› (das

Glück) abgeleitet. ‹Mummenschanz›

steht also für das

Glück, sich zu verhüllen und

zu spielen und damit konnten

wir uns identifizieren.» Also

ein für die Gruppe prädestinierter

Name? «Ja, aber wir

sind Söldner des Friedens. Wir

mögen aufrührerische Ideen,

aber wir gehen nicht darüber

hinaus. Unsere Botschaft regt

die Fantasie an und löst eine

Vielzahl von Emotionen aus.

Aber vor allem streichelt sie

die Seele der Menschen mit

ein wenig Poesie.»

beshymne eines Kritikers der «New York

Times» engagiert sie ihr amerikanischer

Agent für vier Monate. Anschliessend folgen

Tourneen durch Frankreich und Italien.

Mummenschanz haben sich einen klangvollen

Namen erarbeitet. 1976 tritt das Trio

nach einigen Hindernissen am Broadway auf.

Die Kritiker sind begeistert, aber das Publikum

reagiert zunächst zurückhaltend. «Von

einem Tag auf den anderen war das Theater

für sechs Monate komplett ausgebucht – der

amerikanische Traum!» Nach vier Monaten

muss sogar eine Zweitbesetzung gefunden

werden, um die Show aufzuführen. Mummenschanz

beleben den Broadway drei Jahre

lang, von 1977 bis 1979. In der Zwischenzeit

touren die verschiedenen Mummenschanz-

Gruppen durch Europa, Südamerika, China

und andere Länder.

Durch Werke wie die Ball spielenden Lüftungsrohre

oder den Hochzeitsball der elektrischen

Stecker und Steckdosen wird die

Gruppe so bekannt, dass man sie für Werbespots

verpflichten möchte. Aber dann

folgt im Jahr 1992 der Bruch: Andres Bossard

stirbt an den Folgen von Aids. Seine beiden

Mitstreiter versprechen ihm, das Abenteuer

fortzusetzen. «Es war eine schwere Zeit, aber

wir haben es geschafft.» Ein befreundeter

Manager kümmert sich um die Finanzen der

Gruppe, findet Sponsoren und Auftrittsorte

und gründet die Mummenschanz-Stiftung.

tische Ironie und subtile Kritik verbindet, wobei

viel der Fantasie des Publikums überlassen

wird». Auf dem Festival von Avignon (F)

füllen Mummenschanz den Theatersaal. Ermutigt

durch gute Kritiken treten sie in Paris

auf, bevor es zurück in die Schweiz geht. Floriana

erinnert sich an die starken Persönlichkeiten

ihrer Kollegen, die «sehr entgegengesetzte

Charakterzüge hatten. Andres war ein

Kabarettist und sehr eloquent, während

Bernie eher ein Ästhet war, ein Bewegungskünstler,

Minimalist, Uhrmacher und Poet.»

Auf einer dunklen Bühne tragen die

schwarz gekleideten Schauspieler als einziges

helles Element ihre wandelbaren Masken,

die mit Fingerspitzengefühl zu unterschiedlichen

Ausdrücken geformt werden. Die

bildende Kunst verschmilzt dabei mit der

commedia dell’arte.

Verschiedene Lebensabschnitte offenbaren

ihre Poesie in eng anliegenden Formen

aus Schaumstoff oder Karton. «Ein Ball fällt

von einem riesigen Rohr, als ob ein Kopf von

einem Hals fällt. Der Verlust des Kopfes

durch Gier hat uns schon immer beschäftigt.»

Die Erweiterung des Körpers durch

Gegenstände steht stets im Mittelpunkt ihrer

Kreativität: aufgeblähte Kostüme und

Masken, grosse aufblasbare Figuren, sich

transformierende Roboterraupen.

1973 führen Mummenschanz ihr Programm

in New York auf. Aufgrund der Losind

Aufführungen in Lateinamerika, Südafrika,

Deutschland und Italien geplant.

Die Philosophie von Mummenschanz?

«Beschränke die Aktion auf das Nötige. Vergiss

nicht, dir zuzuhören und auf deine Gefühle

zu achten. Zum Träumen braucht man

nichts. Man muss einsatzbereit sein, sich gehen

lassen und für einige Momente kreativ

sein. Mummenschanz sind ein Spiel. Das

Spiel des Lebens!»

www.mummenschanz.com


16

AUSLANDSCHWEIZER-ORGANISATION

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Foto: Keystone

85. Auslandschweizer-Kongress

in Genf:

Die Schweiz und

ihre humanitäre

Tradition

Der 85. Auslandschweizer-

Kongress findet vom 17. bis

19. August 2007 im internationalen

Konferenzzentrum

von Genf statt. Als Thema

wurde die Rolle der Schweiz

in der humanitären Tätigkeit

gewählt. Zu den geladenen

Gästen gehören Bundespräsidentin

Micheline Calmy-Rey

und der Präsident des IKRK,

Jakob Kellenberger.

Von allen Werten, die die

Schweiz vermittelt, steht ihre

weltweit geschätzte humanitäre

Tradition an erster Stelle,

vor allem dank des Roten

Kreuzes, den Genfer Konventionen

sowie zahlreichen humanitären

Organisationen und

Stiftungen. Wie steht es heute

mit der humanitären Tätigkeit

unseres Landes? Soll sie intensiviert

werden? Wie kann sie

noch effizienter werden? Diese

und ähnliche Fragen sollen am

Kongress diskutiert werden.

Neben rein theoretischen Fragen

und Referaten möchte der

Kongress jedoch auch die Möglichkeit

bieten, einen Blick auf

die Realität zu werfen, indem

er die Rolle der aktiven Auslandschweizer

in diesem Bereich

betont.

Interaktives Programm

Während der Vollversammlung

am Samstag, 18. August, werden

Bundespräsidentin Micheline

Calmy-Rey, Vorsteherin

des Eidgenössischen Departements

für Auswärtige Angelegenheiten

(EDA), und Jakob

85. AUSLANDSCHWEIZER-KONGRESS, 17. BIS 19. AUGUST 2007

Bitte schicken Sie mir die Unterlagen zum 85. Auslandschweizer-

Kongress in Genf (in Blockschrift ausfüllen).

Name:

Vorname:

Strasse/Nr:

PLZ/Ort:

Land:

Telefon:

Fax:

E-Mail:

Bitte den ausgefüllten Talon vor dem 30. Mai 2007 zurücksenden an: Auslandschweizer-Organisation,

Kongress, Alpenstrasse 26, CH-3006 Bern, E-Mail: congress@aso.ch.

Aus organisatorischen Gründen läuft die Anmeldefrist für den Auslandschweizer-

Kongress Ende Juni ab. Das Anmeldeformular finden Sie in den Kongressunterlagen, die

Sie mit dem oben stehenden Talon bestellen können. Die Bestellung der Kongressunterlagen

ist auch elektronisch möglich: congress@aso.ch. Bitte vergessen Sie nicht,

Ihre genaue Postadresse anzugeben.

Kellenberger, Präsident des

Internationalen Komitees vom

Roten Kreuz (IKRK), einen

wichtigen Beitrag zur Debatte

rund um das Kongressthema

leisten. Auch andere, täglich im

humanitären Bereich tätige Referenten

sind eingeladen. Der

Kongress gibt den Teilnehmenden

die Gelegenheit, über die

humanitäre Tätigkeit und die

Rolle der Schweiz mit Einbezug

der Öffentlichkeit zu diskutieren.

Zudem sind Besuche der

Sitze von Uno, IKRK und

UN-Flüchtlingskommissariat

(UNHCR) mit anschliessender

Gesprächsrunde vorgesehen,

um das Kongressthema zu veranschaulichen

und einen Überblick

über das internationale

Genf zu bieten. Weitere Besuche,

wie z. B. jener des Musée

des Suisses dans le monde

(Museum der Schweizer im

Ausland) im Schloss Penthes,

sind ebenfalls geplant.

Der Freitag, 17. August, ist

für den Auslandschweizerrat

reserviert. Offiziell eröffnet

wird der 85. Auslandschweizer-

Kongress am Freitagabend. Die

Auslandschweizer-Organisation

sowie die Genfer Behörden

freuen sich, Sie möglichst

zahlreich in der kleinen Weltstadt

am Genfersee, dem Symbol

einer internationalen und

Jakob Kellenberger,

Präsident des Internationalen

Komitees vom

Roten Kreuz (IKRK) im

Gespräch mit Bundespräsidentin

Micheline

Calmy-Rey, Vorsteherin

des Departementes für

Auswärtige Angelegenheiten

(EDA): Sie sind

die prominentesten

Gäste am 85. Auslandschweizer-Kongress

in

Genf.

humanitären Schweiz, begrüssen

zu dürfen. Weitere Informationen

über den Kongress:

www.aso.ch

Neue Projekte

für junge Auslandschweizer

Die Auslandschweizer-Organisation

(ASO) bereichert das

Jugendprogramm mit neuen

Angeboten. Mit der Stiftung

«Schweizer Jugend forscht»

hat die ASO einen neuen

starken Partner gefunden.

Immer mehr junge Auslandschweizer

verbringen ihre

Ferien im Rahmen der Programme

der ASO.

In den kommenden Schneesportlagern

in Wengen und in

Fiesch sind noch Plätze frei.

Neben den Camps erfreuen

sich unsere Bildungsangebote

immer grösserer Beliebtheit.

Für junge Auslandschweizer

stehen neuerdings auch die

Programme von «Schweizer

Jugend forscht» (SJf) offen.

Die ASO gibt gerne Auskunft,

welche Projekte für Auslandschweizer

geeignet sind. Vielleicht

gewinnt schon bald ein

Auslandschweizer den nationalen

Wettbewerb von «Schwei-


17

FREIE PLÄTZE IM OSTERLAGER

IN FIESCH

VOM 7. BIS 14. 4. 2007

Ein einzigartiges Lager mit

unzähligen Sportmöglichkeiten.

Indoorhallen und Outdooraktivitäten

im berühmten Aletschgebiet,

welches sich zu dieser

Jahreszeit noch als sehr schneesicher

präsentiert. Ein multikulturelles

Osterfest mit viel

Unterhaltung und Spass. Dieses

Lager wird vom Alter her in zwei

Gruppen geführt. Ein Kinderlager

und ein Jugendlager.

zer Jugend forscht» (siehe

auch www.sjf.ch). Die nächsten

Angebote im Überblick:

Schneeportlager in Wengen

vom 3.3. bis 10.3.2007

Das Lager richtet sich an junge

Erwachsene ab 18 Jahren.

Wir verbringen die Tage in

der Bergwelt der Jungfrauregion

mit ihren weltberühmten

Alpengipfeln. Sport in verschiedenen

Variationen kann

auf dem Schnee ausprobiert

werden. Jetzt anmelden!

Bildungsplatz Schweiz

Junge Auslandschweizer

schnuppern währen zwei Wochen

an den Hochschulen der

Schweiz. Die ASO bietet eine

sehr persönliche Ausbildungsberatung,

vermittelt Besuche

an renommierten Schulen und

Universitäten und ermöglicht

Inserat

Kontakte zu Studierenden und

Dozenten.

Sommerangebote 2007

Falls es im Frühling nicht mehr

reicht für einen Besuch in der

Schweiz, können wir dir ein

vielfältiges und spannendes

Freizeit- und Bildungsangebot

im Sommer 2007 bieten.

Der neue Prospekt ist frisch

gedruckt, wir senden dir gerne

einen zu. Wir freuen uns auf

deinen Besuch.

Auskünfte und Informationen

zu den genannten Angeboten

wie immer beim Jugenddienst.

E-Mail: youth@aso.ch

Stiftung für junge

Auslandschweizer:

Sommerlager 2007

Von Juli bis August 2007

können Auslandschweizer

Kinder zwischen 8 und

14 Jahren an unseren

zweiwöchigen Ferienlagern

teilnehmen.

Es hat noch einzelne freie

Plätze für unsere Sommerlager.

Dabei sind wie jedes Jahr

jeweils 30 bis 50 Kinder aus der

ganzen Welt.

Der Elternbeitrag von CHF

800 bis 900 deckt alle Kosten

für den Aufenthalt.

Die Stiftung für junge Auslandschweizer

möchte allen Auslandschweizer

Kindern wenigstens

einmal die Gelegenheit

geben, von unserem Angebot

profitieren zu können. Deshalb

wurde ein Fonds für Beitragsreduktionen

eingerichtet. Das

Antragsformular kann mit der

Anmeldung angefordert werden.

Die genauen Angaben zu

den einzelnen Ferienlagern und

das Anmeldeformular finden

Sie unter www.aso.ch (Rubrik

SJAS). Die Anmeldungen werden

in der Reihenfolge ihres

Eingangs berücksichtigt. Bitte

melden Sie Ihr Kind so schnell

wie möglich an. Für Fragen

stehen wir Ihnen gerne zur

Verfügung.

Stiftung für junge Auslandschweizer

E-Mail: sjas@aso.ch

ASO AUSLANDSCHWEIZER-ORGANISATION

■ Rechtsdienst

■ Jugenddienst

■ AJAS

Der Verein zur Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizer

■ KSA

Das Komitee für Schweizer Schulen im Ausland

■ SJAS

Die Stiftung für junge Auslandschweizer

Alpenstrasse 26, CH-3006 Bern, Tel. +41 (0)31 356 61 00,

Fax. +41 (0)31 356 61 01, www.aso.ch

Inserat

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1


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DIE SCHWEIZER WIRTSCHAFT BOOMT

SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Foto: UBS

Schweizer Konjunktur auf dem Höhepunkt

Die Schweizer Wirtschaft wächst, die Unternehmen schreiben

enorme Gewinne und die Arbeitslosenzahlen sinken.

Wie sieht die konjunkturelle Zukunft aus? Hält der Aufschwung

an? Antworten von Daniel Kalt, Ökonom bei der UBS.

«Schweizer revue»: Konjunkturell gesehen

scheint 2006 ein sehr gutes Jahr gewesen zu

sein. Stimmt diese Annahme?

Daniel kalt: 2006 wird tatsächlich als aussergewöhnlich

guter Jahrgang in die Wirtschaftsgeschichte

eingehen. Die Schweizer

Wirtschaft hat nicht nur bei verschiedenen

Ranglisten zur Wettbewerbsfähigkeit den

Spitzenplatz erobert. Mit 3 Prozent ist die

Schweiz auch beim Wachstum an der Spitze.

Damit hat die Schweiz auch ihre grossen

Nachbarn in der Eurozone überflügelt.

Welches waren die Hauptgründe für die

positive wirtschaftliche Entwicklung?

Die Ausrüstungsinvestitionen sind zu einem

der grössten Wachstumsmotoren geworden.

Sie zogen gegenüber dem Vorjahr

markant um 8,9 Prozent an. Die Investitionstätigkeit

wird dabei durch drei Faktoren

gestützt: die weit über dem langfristigen

Durchschnitt liegende Kapazitätsauslastung,

die hohe und robuste Ertragslage der Unternehmen

und der starke Anstieg des Auftragsbestandes.

Dabei dürften die Investitionen

auf hohem Niveau noch einige Zeit anhalten.

Wir rechnen damit, dass die Ausrüstungsinvestitionen

für das ganze letzte Jahr ein Plus

von 9,2 Prozent aufweisen. Das entspräche

der stärksten Zunahme seit 1998.

BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP)

■ Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die

gesamte Produktion, die während eines Jahres

durch sämtliche in einem Land ansässigen

Unternehmen realisiert wurde. Das BIP

kann berechnet werden, indem sämtliche an

diese Unternehmen gerichteten Ausgaben

zusammengezählt werden (Endkonsum der

Haushalte, des Staates und der Sozialversicherungen,

Investitionen und Saldo zwischen

den Exporten und Importen von

Gütern und Dienstleistungen).

Daniel Kalt ist Leiter Economic & Swiss Research

bei UBS Wealth Management Research in Zürich.

Wie waren die Auswirkungen des wirtschaftlichen

Wachstums auf den Arbeitsmarkt?

Auch der Arbeitsmarkt hat positiv reagiert.

Die Zahl der Arbeitslosen sowie die Kurzarbeit

sind rückläufig, und die Zahl der offenen

Stellen hat deutlich zugenommen. Die

Arbeitslosenquote wird 2006 im Jahresdurchschnitt

auf 3,3 Prozent zurückgehen

und dieses Jahr vermutlich nur noch 3,0 Prozent

betragen.

Das wird sicher auch Auswirkungen auf die

Konsumlust haben.

Die höhere Arbeitsplatzsicherheit wirkt

sich tatsächlich positiv auf die Konsumentenstimmung

aus. Angesichts des wachsenden

Optimismus der Haushalte und der guten

Aussichten für die Beschäftigung dürfte

der Aufwärtstrend im privaten Konsum noch

zunehmen. Gegenüber dem Vorjahr betrug

die Zunahme Ende 2006 1,9 Prozent.

Geht die Entwicklung auch 2007 im gleichen

Ausmass weiter?

Im 2. Quartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt

(BIP) um 3,2 Prozent gegenüber

dem Vorjahr. Diese Zuwachsrate ist die

höchste seit sechs Jahren. Nun scheint das

Wirtschaftswachstum jedoch am Kulminationspunkt

angekommen zu sein. Wir rechnen

in den nächsten Quartalen mit einer allmählichen

Verlangsamung.

Wie sind Ihre konjunkturellen Prognosen für

das laufende Jahr?

Am globalen Konjunkturhorizont sind bereits

ein paar Wolken zu sehen. In den USA,

der weltweit wichtigsten Konjunkturlokomotive,

hat sich der Immobilienmarkt bereits

deutlich abgeschwächt, was sich zunehmend

auch auf das Konsumwachstum

auswirken wird. Auch in Europa sorgen hausgemachte

Faktoren für eine Verlangsamung

des Wachstums. Neben den höheren Zinsen

könnten vor allem die restriktive Fiskalpolitik

– so auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer

in Deutschland – das Wirtschaftswachstum

belasten. Im Zeichen der globalen

Abkühlung der Wirtschaft wird sich auch das

BIP-Wachstum in der Schweiz dieses Jahr

spürbar verlangsamen.

Was bedeuted das für die Schweizer Exportindustrie?

Aufgrund des weniger optimistischen

Blicks auf die Weltkonjunktur gehen wir davon

aus, dass die Schweizer Exporte dieses

Jahr wesentlich geringer ausfallen werden.

Weiter rechnen wir mit einer allmählichen

Abkühlung im Wohnungsbau.

Und welche Prognosen stellen Sie für das

Verhalten der Konsumenten?

Die Ausgaben der privaten Haushalte werden

sich anhaltend positiv entwickeln. Dabei

helfen die fortschreitende Besserung am

Arbeitsmarkt, eine positive Lohnentwicklung

und die im Jahresdurchschnitt voraussichtlich

etwas tieferen Erdölpreise. Diese

Faktoren stützen den Privatkonsum nachhaltig.

Insgesamt rechnen wir 2007 mit einer

Verlangsamung des realen BIP-Wachstums

auf 1,5 Prozent.

Wie gross ist die Inflationsgefahr?

Wir erwarten über den gesamten Zeitraum

unserer Prognosen weiterhin sehr moderate

Inflationsraten. Während letztes Jahr

die steigenden Erdölpreise der Inflation Auftrieb

gaben, so dürften diese in diesem Jahr

einen leicht negativen Beitrag zur Gesamtteuerung

leisten. Hingegen dürften die gestiegenen

Zinsen die Wohnkosten leicht verteuern.

Im Grossen und Ganzen werden die

meisten Preise weiter unter Druck bleiben,

besonders in den Sektoren Pharma und Einzelhandel.

Für 2007 rechnen wir mit einem

Teuerungsrückgang von 1,2 Prozent (2006)

auf 0,9 Prozent.

Und wie werden sich die Zinsen entwickeln?

Vor dem Hintergrund der sich abschwächenden

Konjunktur und der moderaten Inflation

sind wir der Auffassung, dass die

Schweizerische Nationalbank nach einer

letzten Anhebung des Leitzinses Ende 2006

eine Pause in der Zinsfrage einschalten

wird.

DIE FRAGEN STELLTE HEINZ ECKERT.


IN KÜRZE

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SCHWEIZER REVUE Februar 2007 / Nr. 1

Fotos: Keystone. Übersetzt aus dem Französischen.

Schweizer Skifahrer

auf dem Podium

Mit einem Didier Cuche in

Bestform hat das Schweizer

Ski-Alpin-Team zum Saisonstart

den dritten Platz in der

Nationenwertung erreicht.

Der Skiläufer aus Neuenburg

hat wieder den Weg aufs Podium

gefunden. Er kam in der

Abfahrt zweimal auf den zweiten

Platz und liegt damit im

Gesamtweltcup auf Rang zwei.

Grund genug, ein kräftiges

«Hopp Schwyz» zur Eröffnung

dieses viel versprechenden

Winters erschallen zu lassen!

Abschied von Regazzoni

Clay Regazzoni, einer der besten

Formel-1-Piloten der Siebzigerjahre,

ist bei einem Verkehrsunfall

in der Nähe von

Parma in Italien am 15. Dezember

ums Leben gekommen. Er

wurde 67 Jahre alt. Im Jahr

1980 nahm seine Rennfahrerkarriere

auf dem Rundkurs von

Long Beach in Kalifornien ein

jähes Ende: Nach einem schweren

Unfall blieb er querschnittsgelähmt.

Im Anschluss

an seine ersten Fahrten für Ferrari

im Jahr 1970 wurde der

Tessiner 1974 Vizeweltmeister.

Er schaffte es 28-mal aufs Siegerpodest

und hat fünf Grand

Prix gewonnen.

Europameister im Curling

Die Schweiz hat bei der in

Basel ausgetragenen Curling-

Europameisterschaft die Goldmedaille

gewonnen. Im Finale

schlugen die von Andreas

Schwaller angeführten Herren

der Baden Regio (AG) Schottland.

Die Schweiz hatte den

Europameistertitel davor

zuletzt 1986 errungen.

Doris Leuthard in Washington

Wirtschaftsministerin Doris

Leuthard hat Washington ihren

ersten Besuch abgestattet.

Dort traf sie die US-Handelsbeauftragte

Susan Schwab sowie

Landwirtschaftsminister

Mike Johanns. Gesprächsthemen

waren das Handelsforum

Schweiz–USA, mögliche Investitionen

und auch die Verhandlungen

im Rahmen der

Welthandelsorganisation.

Die US-Administration hat

Schweizer Unternehmen die

Teilnahme am Wiederaufbau

einer durch den Wirbelsturm

Katrina verwüsteten Region

genehmigt.

Crédit Suisse Sports Awards

Roger Federer wurde zum dritten

Mal nach 2003 und 2004

zum Schweizer Sportler des

Jahres gekürt. 24 Jahre nach

Ivan Lendl ist er der zweite

Spieler in der Tennisgeschichte,

der 90 Spiele innerhalb

eines Jahres gewinnen

konnte. Zur Sportlerin des Jahres

bestimmte das Publikum

die Snowboard-Olympiasiegerin

Tanja Frieden.

Die Reichen werden immer

reicher

Die 300 grössten Privat- oder

Familienvermögen der Schweiz

umfassen insgesamt 455 Milliarden

Franken. Das bedeutet

eine Steigerung von 14 % gegenüber

2005. Unter den 118 Milliardären

ist auch ein Neuling -

der junge Formel-1-Ruheständler

Michael Schumacher.

Frau Präsidentin

Die seit 2002 amtierende Aussenministerin

Micheline

Calmy-Rey wird 2007 als Bundespräsidentin

der Eidgenossenschaft

die Nachfolge von

Moritz Leuenberger antreten.

Die zweite Präsidentin in der

Geschichte der Schweiz ist erneut

eine Sozialistin aus Genf,

genauso wie Ex-Bundesrätin

Ruth Dreifuss (1999).

Die Politik aus Sicht des Volkes

Laut einer Univox-Studie sind

84 % der Schweizer Bürgerinnen

und Bürger der Ansicht,

dass Politiker wissentlich Versprechungen

machen, die sie

nicht einhalten können. 86 %

meinen, dass Politiker nicht auf

das Volk hören. Trotzdem

glauben über drei Viertel der

Befragten, dass die Eidgenossenschaft

in der Lage ist, die

Probleme des Landes zu lösen.

1998 teilten nur 54 % diese

Einschätzung.

Lötschbergtunnel

fertig gestellt

Im Dezember sind zwei Testzüge

im Lötschbergtunnel verkehrt.

Der Tunnel verbindet

Frutigen (BE) mit Raron (VS),

ist mit seinen 34,6 km der

längste Tunnel der Schweiz

und der drittlängste der Welt.

Die Bohrung begann 1999, und

die Nutzung des Tunnels kann,

wie geplant, am 9. Dezember

2007 beginnen. Dann werden

täglich bis zu 200 Züge den

Tunnel passieren.

Simon Ammann

auf Erfolgskurs

Simon Ammann, zweifacher

Goldmedaillengewinner der

Olympischen Spiele von Salt

Lake City im Jahr 2002, darf

sich wieder über Podiumsplätze

im Skispringen freuen.

Er belegte in dieser Saison

regelmässig vordere Plätze bei

den Weltcupspringen: einmal

Erster, zweimal Zweiter und

zweimal Vierter. Mitte Dezember

stand er an der Spitze der

Weltcup-Gesamtwertung.

Sportler und Verletzungen

Alle zwei Minuten verletzt

sich ein Schweizer Sportler.

Im Durchschnitt kommt es

beim Sport jährlich zu 300 000

Fällen von Gehbehinderungen

infolge Verletzungen und

135 Todesfällen. Dadurch entstehen

pro Jahr wirtschaftliche

und soziale Kosten in Höhe

von 2 Milliarden Franken.

Nach Angaben der Beratungsstelle

für Unfallverhütung werden

die meisten Verletzungen

beim Fussball, beim Alpinski

sowie beim Rad- und Snowboardfahren

verursacht.

Pöstler im Visier

Die Post will umstrukturieren,

um 50 Millionen Franken im

Jahr einzusparen. Die wichtigste

Massnahme dabei ist die

Streichung von 500 Arbeitsplätzen

bis zum Jahr 2008. Die

bestehenden 2500 Poststellen

sollen durch Filialen ersetzt

werden, deren Verwaltung

durch 200 Poststellen erfolgt.

Die Post will bis zu 200 Agenturen

schaffen, die in örtliche

Lebensmittelgeschäfte integriert

werden sollen. Protestkundgebungen

fanden in Neuenburg,

Luzern und Lugano

statt.

Mehrere Erdbeben

In Basel ist durch Bohrarbeiten

für das Erdwärmekraftwerk

ein Erdbeben der Stärke 3,4 auf

der Richterskala ausgelöst worden.

Seit Anfang Dezember

sind durch die Bauarbeiten

mehr als 36 kleine Erdbeben

verursacht worden, von denen

5 eine Stärke zwischen 2 und

3 erreichten. Die anderen übertrafen

die 1,5-Marke nicht.

ALAIN WEY


Bilder der Schweiz

Kaufkraft

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Als Währungshüterin wacht die Nationalbank

seit 1907 über den Wert des

Schweizer Frankens und versorgt uns alle

mit dem nötigen Papier- und Hartgeld. Die

Noten und Münzen der Schweiz sind seit

jeher Kunstwerke, die Zeitgeist abbilden

und über Generationen als Wertmassstab

dienen. So auch die Münzen zum Jubiläum:

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