Mehrwert durch Weglassen - duschl ingenieure

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Mehrwert durch Weglassen - duschl ingenieure

BETRIEB

& PRAXIS

EDV

nen und Kläranlagen, Anlagen

für regenerative und rationelle

Energieerzeugung, wie etwa

Blockheizkraftwerke.

Der Umwelt

zuliebe

AUTOCAD-ERWEITERUNG FÜR DIE HAUS- UND ENERGIETECHNIK

Mehrwert durch Weglassen

Im Winter warme Räume ohne Heizkörper, im Sommer angenehme Kühle ohne Klimaanlagen?

Der Firmensitz des Ingenieurbüros IB Duschl in Rosenheim beweist, dass man auf viele

konventionelle Installationen gut verzichten kann.

Für die Haustechnik wurden

langjährige Erfahrungen in

regenerativer und rationeller

Energieanwendung verwertet.

In vielen weiteren Projekten

übernimmt Duschl die innovative

technische Planung. Dabei

setzt das Ingenieurbüro auf die

AutoCAD-basierte Softwarelösung

des Heidelberger Herstellers

pit-cup, die speziell für Gebäudetechnik

konzipiert ist. Gearbeitet

wird mit den Modulen

Heizung, Lüftung, Sanitär und

Elektro – und inzwischen auch

mit pit-FM (Facility Management).

„Feuer, Wasser, Erde, Luft“ – das

1971 gegründete IB Duschl hat

sich auf den Umgang mit allen

vier Elementen spezialisiert. Die

Liste der Geschäftsfelder ist lang

und enthält alles, was zur Gebäudetechnik

gehört: angefangen

von der technischen Ausrüstung

bei der Gas-, Wasser- und Feuerlöschtechnik

über Wärmeversorgung

bis zu gewerk- und objektübergreifenden

Energiekonzepten

sowie Prozess-, Leit-, Mess-,

Steuer- und Regeltechnik. Das

Ingenieurbüro bietet eine komplette

Dienstleistung an, die sowohl

Konzeption und Planung

als auch die Bauleitung inklusive

der Qualitäts- und Kostenkontrolle

umfasst.

Screenshot-Beispiel

Viele Referenzen kann das mittlerweile

60köpfige Unternehmen,

das außer in Rosenheim

auch Standorte in München und

Chemnitz hat, vorweisen: Hochschulbauten,

Wohnanlagen, kommunale

Einrichtungen, Theater,

Krankenhäuser, ebenso Industrie-

und Gewerbebauten. Im

Bereich Umweltschutz konzipiert

das IB Duschl die Energieausrüstung

von Kanalisatio-

pit-cup CAD beim Ingenieurbüro Duschl, Rosenheim:

Folgende Module der pit-cup Vollversion für computerunterstütztes

Planen setzt das Rosenheimer Unternehmen ein:

Heizung

Lüftung

Sanitär

Elektro

In Planung:

pit-Facility

Management

Die Software

ist mit 23 Lizenzen

in ein

Office-Netzwerk

integriert.

Hardware:

16 AMD 700

7 Pentium 500

Die Nutzung natürlicher Ressourcen

ist für das IB Duschl vorrangig.

Beim eigenen Rosenheimer

Bürogebäude etwa handelt

es sich um ein ganzheitlich konzipiertes

Ökoprojekt. Vieles ist anders:

Es gibt keine sichtbaren

Heizkörper, Klima- oder Belüftungsanlagen.

Man beschränkte

sich beim Bau auf wenige, weitgehend

natürliche Materialien.

Manche Bauteile werden gleich

mehrfach genutzt. So sorgt die

Betondecke – abgesehen von der

Tragfunktion – für Heizung und

Kühlung in einem, da im Betonkern

Wasserleitungen verlaufen,

durch die kühles oder erwärmtes

Wasser fließt (Betonkernaktivierung).

Die Kühlung funktioniert

mit regenerativer Energie: Das

Gebäude steht im Grundwasser,

in das über Heizschleifen in der

Bodenplatte die Wärme aus den

Zwischendecken abgeführt wird.

Planungsprinzip war ein „intelligentes

Weglassen“, erklärt Martin

Zuckermaier, Mitglied der

Geschäftsleitung. Die Konzeption

eines „total vereinfachten“

Gebäudes zahlt sich aus: Zum einen

wurde bei den Investitionskosten

über 650.000 DM eingespart,

zum anderen verringern

sich die Betriebskosten jährlich

um ca. 20.000 DM.

Das IB Duschl steigt künftig verstärkt

in das technische Facility

Management ein, das den kompletten

Gebäudelebenszyklus

umfasst. Die verschiedenen Phasen

wie Planung, Errichtung, Betrieb,

Nutzung bis hin zur Entsorgung

werden in einen Gesamtprozess

integriert. Außerdem

kann immer wieder neu

überprüft werden, ob Anforderungen

und Kosten noch stimmen.

Mit CAD

fing alles an

Für das technische Facility Management

ist eine Verwaltungssoftware

erforderlich, die eine offene

Datenbank bietet und die

Kommunikation mit Partnern

wie Architekten und Bauleitern

ermöglicht. Basis wird für Duschl

die bereits erprobte Software pitcup

des gleichnamigen Heidelberger

Entwicklers sein. Bevor

1995 die pit-cup CAD-Lösung für

Gebäudetechnik eingeführt wur-

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MODERNE GEBÄUDETECHNIK 1-2/2001


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de, hatte Duschl mit einem CAD-

Programm für die Planung gearbeitet.

Als die Aufträge für das

aufstrebende Ingenieurbüro immer

komplexer, die Gebäude und

damit auch die Grundrissdaten

größer wurden, kam die alte Konstruktionssoftware

nicht mehr

mit. Da das IB Duschl eine enge

Zusammenarbeit mit den Architekten

hochschätzt, ist die Kompatibilität

zwischen Zeichnungsund

Konstruktionssoftware entscheidend.

Gesucht war daher eine

auf Windows lauffähige Auto-

CAD-Anwendung. Sie sollte die

besonderen Anforderungen der

Elektrotechnik bedienen, wie

z. B. die geläufigen Symbole in

die Installations- und Schemapläne

einfügen, und auch die übrigen

Gewerke Heizung, Lüftung

und Sanitär abbilden können.

Etwa ein halbes Dutzend Lösungen

sah sich Clemens Bohnau,

Elektroingenieur und verantwortlicher

Netzwerkadministrator

beim IB Duschl, an, bis dann

die Entscheidung für pit-cup fiel.

Ausschlaggebend war nicht nur

das kompakte und einfache Design,

sondern auch die Möglichkeit,

verschiedene technische

Berechnungsprogramme zu integrieren.

Die Einführung verlief

glatt und zügig.

Erleichterter

Workflow

Der Planaustausch zwischen Architekten,

Ingenieurbüro und

Ausführenden ist einfacher geworden.

Die Ingenieure erhalten

per E-Mail Grundrisse von den

Architekten und können diese –

ebenso wie gescannte Papierzeichnungen

– in pit-cup weiter

verarbeiten. Durch eine automatisierte

Trassenfunktion lassen

sich Daten beliebig herausziehen

oder Fabrikate einprogrammieren.

Bohnau lobt die Visualisierungsvarianten

der Software:

„Man kann Zeichnungen in verschiedenen

Ebenen gestalten,

sogenannte Layer, die sich auch

wieder voneinander trennen lassen,

wenn man z. B. nur den

Grundriss oder nur die Lampeninstallation

sehen möchte.“

Das Programm legt nach einstellbaren

Vorgaben die Layer

selbst fest, so dass die Fehlerquote

gering bleibt. pit-cup verfügt

über Bibliotheken mit mehr

als 6.000 Symbolen für die verschiedenen

Anwendungsbereiche;

aber auch eigene Symbole

oder Herstellerbibliotheken lassen

sich einbinden. Dieser Aspekt

ist für das Ingenieurbüro

wichtig, das sich in der Kooperation

nach dem jeweiligen Architekten

richtet.

Flexible Flächenplanung

mit offener

Datenbank

Um den Geschäftsbereich Facility

Management weiter auszubauen,

will das IB Duschl die mit

pit-cup aufgebauten Strukturen

und Daten nutzen. Alle Gebäudedaten

können dann in einer

offenen Datenbank erfasst werden.

Diese Informationen sind

später beim Gebäudemanagement

die Basis, um Garantiefälle,

Instandhaltungsaktivitäten,

Umbauten und Erweiterungen

zu bearbeiten. „pit-FM hat eine

sehr ausgebaute, technische

Orientierung, die man selten findet

und die unserer Planungsweise

entgegenkommt“, beschreibt

Bohnau die Software-

Lösung.

Dr. Larissa Kritschil,

Berlin

VERSION 4.5

Wartungsmanagement erweitert

REGULIERUNG

Software für Heizungsmonteure

Das Wartungs- und Instandhaltungsmodul

der umfangreichen

FaMe ® Facility Management-

Produktreihe ist jetzt in der neuen

Version 4.5 freigegeben. Besonders

der Bereich der Instandsetzung

wurde nach sorgfältiger

Auswertung der Kundenwünsche

erheblich erweitert. So sind

in der neuen Version die Anforderungen

an einen zeitgemäßen

3-Level-Support bereits standardmäßig

integriert. Ob Verwalter,

Mieter oder das Gebäudemanagement

selbst die Bedarfs-

oder Schadensmeldungen

auslösen: immer erfolgt ein eindeutiger

Abgleich mit den Wartungs-

und Instandhaltungsmaßnahmen.

Eine Teilung des Hauptauftrags

in diverse Unteraufträge ist

möglich. Individuell gestaltete

Leistungsverzeichnisse können

in das System integriert werden.

Die klassischen Funktionen der

AVA-Ausschreibung, Vergabe,

Abrechnung sind ohnehin im

Modul integriert.

Die ausgeführten und berechneten

Arbeiten können umgehend

den jeweiligen Kostenstellen zugeordnet

sowie automatisch

budgetiert werden. Eine Schnittstelle

zum FaMe ® -Budgetprogramm

ist vorhanden. Die Berechnung

erfolgt wahlweise in

DM oder EURO.

Über die integrierte Auftragsverfolgungsfunktion

kann sich

der Nutzer jederzeit einen Überblick

über den Fortgang der Arbeiten

verschaffen. Eine Abrechnung

(auch in Teilleistungen)

ist möglich.

Alle FaMe ® -Module besitzen eine

Schnittstelle zu den CAD-

Programmen AutoCAD und

Microstation. Mit der jetzt vorliegenden

Version 4.5 wird auch

das neue AutoCAD 2000 unterstützt.


Das nicht fachgerechte

Einregulieren der

Heizkreise führt zu erhöhten

Energiekosten

und nicht selten zu Geräuschen

sowie Versorgungsproblemen.

Die Planung von Heizkreisen

erfolgt über

den Volllastfall bei einer

minimalen Außentemperatur

(z. B. –14

bis –16 °C). Aber welche Volumenströme

und Heizkurven stellen

z. B. die Monteure im September

bei einer Außentemperatur

von 5,6 °C an den Heizkreisen ein?

Das Planungsbüro für Energie &

Umwelt (IBL) hat für die hydraulische

und thermische Einregulierung

von mittleren und größeren

Wärmenetzen eine Software entwickelt,

die folgende Dienstleistungen

bietet:

1. Bestimmung der Einstellwerte/Einstellungen

von Volumenstrom-,

Differenzdruckreglern

2. thermische und hydraulische

Überprüfung von Heizkreisen bei

gleichzeitiger Optimierung der

Heizkreispumpen

3. hydraulische Optimierung von

Heizsträngen einschließlich der

Grundlagen: k-Wert-Messung, Wärmebedarf,

Komplettierung Revisionsunterlagen,

Schaffung eines

elektronischen Betriebshandbuchs.

Weitere Hinweise über die Software-

Bausteine können der Internetseite

www.IBLindner.de entnommen werden.

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