Vorrang, Ausgabe 1/2013 - Österreichisches Rotes Kreuz

roteskreuz.at

Vorrang, Ausgabe 1/2013 - Österreichisches Rotes Kreuz

Nr. 3/2013

1

für das wiener rote kreuz

foto: WRK/KHD Dokuteam/Armin Fauland

Rotkreuz-Ambulanz beim Wiener Eistraum 2013

Sicherheit

für jeden „Fall“


Liebe Leserin, lieber Leser,

der 2. Ball des Wiener Roten Kreuzes im

November 2012 stand unter dem Motto

„Nacht der Herzenswünsche“. Der

Reinerlös des Balls dient der Förderung

sozial und gesundheitlich benachteiligter

Kinder und Familien. Im Jugendrotkreuz,

das für all diese Aktivitäten viel

Zeit und Mühe aufwendet, entwickeln

engagierte PädagogInnen gemeinsam

mit aufgeschlossenen jungen Menschen

viele neue Ideen. Sei es, dass sie für die

sozialen Medien Programme für neue

Spendergruppen entwerfen oder sich darüber

Gedanken machen, wie die seelische

Gesundheit der Menschen gestärkt

werden kann. Jede einzelne dieser Aktivitäten

trägt zu einem harmonischen Leben

in der Stadt bei.

Wie es in der kürzlich von der Stadt Wien

veröffentlichen „Wiener Charta“ heißt,

möchten die WienerInnen „ältere Menschen

respektieren und Kindern und Jugendlichen

die Wertschätzung und den

Freiraum geben, den sie brauchen.“

Das Wiener Rote Kreuz hilft gerne bei

Erreichung dieses Zieles mit. Doch für

die Umsetzung der notwendigen generationsübergreifenden

Projekte braucht

das Wiener Rote Kreuz das Wissen vieler

Experten, gut ausgebildete Betreuungspersonen,

umfassende schriftliche Unterlagen,

Räume und noch viele andere

Dinge, die alle Geld kosten. Geld, das

nur durch die Spendenbereitschaft treuer

Rotkreuz-Mitglieder aufgebracht werden

kann. Danke für Ihre Spende.

Bitte verwenden Sie den Spendenerlagschein

als Überweisungsauftrag von Ihrem

Gehalts- oder Pensionskonto.

Ihre Spenden an das Wiener Rote Kreuz

können Sie im Rahmen Ihrer ArbeitnehmerInnenveranlagung

als Sonderausgaben

geltend machen. Bitte heben Sie

die Einzahlungsbelege sieben Jahre lang

auf, damit Sie sie auf Verlangen des Finanzamtes

greifbar haben.

Nähere Auskünfte beim

Service-Telefon: 050 144.

2 vorrang

Spontanhilfe

Kleidung für den Berufsstart . ... 3

Prof. Hademar Bankhofer

Heimischer Fisch:

gesund und wertvoll . ......... 4-5

Erzählcafés in Ottakring

Einander Geschichten

vom Leben erzählen ............ 6

Wiener Jugendrotkreuz hilft

Was wünscht sich die Jugend . ... 7

Suchtprävention

Glückliche starke Menschen . .. 8-9

Aktiv in der Pension

Bewegung für SeniorInnen . .... 10

Seniorentreff

Neue Seniorenrunde

im 10. Bezirk . ................ 11

Reiseangebot

Südengland . .............. 12-13

Buntes Team

Lernclub des

Wiener Roten Kreuzes . ..... 14-15

Rotkreuz-Splitter . ......... 15-16

INHALT

Seite 4 bis 5

Seite 6

Seite 8 bis 9

Seite 12 bis 13

Impressum

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Wien, 1030 Wien,

Nottendorfer Gasse 21 | Telefon 050 144 | Fax 01/79580-9304 | Mail: service@wrk.at | www.wrk.at

ZVR-NR. 981591369 | Präsident: Dr. Karl Skyba | Geschäftsführung: Landesgeschäftsleiter

Mag. Alexander Lang MBA Landesgeschäftsleiter-Stv. Robert P. Horacek | Landesrettungskommandant

Thomas Wanasek | Redaktion: Christian Listopad | Redaktionelle Mitarbeit: Prof. Hademar Bankhofer

Grafik & Layout: Tom Schneider | Gesamtproduktion: Dataform Print GmbH, 2203 Großebersdorf | Verlagsort: Wien

Spendenkonto: BAWAG PSK, BLZ 60000, Konto: 90 230 000

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz – grundlegende Richtung:

Die Zeitung „Vorrang für das Wiener Rote Kreuz“ ist das offizielle Organ des Österreichsichen Roten Kreuzes,

Landesverband Wien (in der Kurzform Wiener Rotes Kreuz). „Vorrang“ informiert Mitglieder, Gönner, Mitarbeiter

und Rotkreuz-Freunde über die Aktivitäten, Dienstleistungen und Neuigkeiten aus dem Wiener Roten Kreuz.

Unternehmensgegenstand sind humanitäre Aufgaben im Sinne der Satzungen des Österreichischen Roten Kreuzes und

des Wiener Roten Kreuzes.


Spontanhilfe

foto: fotolia

Kleidung für den Berufsstart

WWer von uns in einigermaßen stabilen

finanziellen Verhältnissen lebt, denkt

wohl kaum daran, welche für uns

selbstverständliche Anschaffungen in

sozial benachteiligten Familien zu einem

großen Problem werden können.

So schlägt sich die 40-jährige Maria F.

als allein erziehende Mutter von drei

Söhnen im Alter von 16, 14, 4 Jahren

und einem zehn Monate alten Töchterchen

nach der Trennung von ihrem

gewalttätigen Ehemann sehr mühsam

durchs Leben. Jede Ausgabe für

die Schule oder den Kindergarten und

der Kauf warmer Kleidung stellen die

Frau vor nahezu unlösbare Schwierigkeiten.

Doch dass sogar der mühsam

erkämpfte Eintritt ins Berufsleben für

ihren 16-jährigen Thomas an finanziellen

Hürden scheitern könnte, damit

hatte nicht einmal Maria F. mit all ihren

bitteren einschlägigen Erfahrungen

gerechnet.

Thomas hatte nach langem Suchen eine

Lehrstelle in einem Restaurant gefunden

und brauchte dazu eine Menge

Berufsbekleidung wie Langarm- sowie

Kurzarmhemden, Hosen, Schuhe

und Gilets. Als Maria F. den Preis dieser

Grundausstattung erfuhr, da wusste

sie: Wenn sie diesen Betrag für ihren

16-jährigen Sohn auslegen muss, dann

kann sie monatelang die Spezialnahrung

für ihr chronisch krankes Baby

nicht bezahlen – eine furchtbare Gewissensqual

für eine liebevolle Mutter.

Maria F. wandte sich mit ihren Sorgen

an die Mitarbeiterin eines sozialen

Beratungsdienstes, die uns einen

Bericht über die Lage der Familie zukommen

ließ. Dank der Spendenbereitschaft

unserer treuen Gönnerinnen

und Gönner konnten wir Frau

Maria F. mit dem für die Anschaffung

der Berufskleidung notwendigen Betrag

unterstützen und sie aus ihrem

seelischen Dilemma befreien, welches

ihrer Kinder sie nun benachteiligen

müsse. Thomas wird an seinem

Arbeitsplatz sehr geschätzt und hofft,

dass er seiner Mutter und seinen Geschwister

bald finanziell ein wenig

helfen kann. Danke für Ihre Spendenbereitschaft.

n

vorrang 3


Prof. Hademar Bankhofer

Prof. Hademar Bankhofer präsentiert

jeden Samstag um 13 Uhr und 17

Uhr auf dem österreichischen Privat-

TV-Sender „SCHAU TV“ sein Gesundheits-

und Wellness-Magazin „Einfach

Bankhofer“. Es wird am Sonntag um

11 Uhr sowie um 16 Uhr wiederholt.

Prof. Bankhofer bevorzugt heimischen

Fisch und deckt den Bedarf an Omega

3 – Fettsäuren mit zusätzlichem Leinöl

im Salat.

fotos: bankhofer

Heimischer Fisch: gesund und wertvoll

EEin Thema, das exakt in die Fastenzeit

passt: Wer sich mit gesunder,

ausgewogener Ernährung befasst und

danach seine Speisepläne abstimmt,

der wird zumindest einmal in der Woche

– besser zweimal – Fisch auf den

Tisch bringen. Doch in unserer Zeit

kommen wir damit zu einem heiklen

Thema. Und das ist der Fisch aus dem

Meer.

Unsere Fischspezialitäten

In den letzten Jahren haben wir immer

wieder gehört: Für Herz und

Kreislauf sind die wertvollsten Fische

jene, die reichlich Omega 3-Fettsäuren

liefern. Das sind jene Fische, die

tief unten im Meer leben, wo das

Wasser besonders kalt ist. Diese Tatsache

ist entscheidend: Die Omega

3-Fettsäuren, die der Fisch da unten

in riesigen Mengen produziert, garan-

tieren ihm das Überleben im eiskalten

Wasser. Dazu gehören Lachs, Makrele

und Hering. Und genau da liegt das

Problem.

Laut der Umweltschutz-Organisation

Greenpeace sind 85 Prozent der

Meere überfischt. Wenn das so weiter

geht, sind die Ozeane bald leer. Dazu

kommt noch das Problem der Umweltschadstoffe

im Meer: Schwerme-

Für jeden Geschmack ist etwas dabei, ob natur

oder paniert, unsere Fischgerichte lassen keine

Wünsche offen. Besonders beliebt: Fischlaibchen

mit Gemüse und Erdäpfelpüree oder Alaska-

Seelachsfilet mit Paprikagemüse und Langkorn-

Wildreismischung. Alle Fischgerichte sind für

Diabetiker geeignet und zeichnen sich durch eine

cholesterinarme Zubereitung aus. Selbstverständlich

wird auch hier Rücksicht auf andere Ernährungsformen genommen, so bieten

wir auch Fischgerichte an, die glutenfrei oder lactosefrei zubereitet sind, um auf

die Bedürfnisse unserer Kunden optimal einzugehen.

Bestellung: 01-79 5 79 • info@speisenzusteller.at • www.speisenzusteller.at

4 vorrang


talle – vor allem Quecksilber – , Chemikalien,

Plastik, Erdöl, aber auch radioaktive

Substanzen.

Was können wir tun? In vielen Ländern

der Erde werden schwangere

Frauen bereits gewarnt: Sie sollten

dem werdenden Kind zuliebe keine

Meeresfische konsumieren.

Süßwasserfische

Es gibt eine Alternative. Wir in Österreich

sollten uns bewusst sein: Bei

uns gibt es hervorragende Süßwasserfische

aus kontrollierten Zuchten in

bestem, sauberem Wasser. Die dürfen

wir mit gutem Gewissen essen. Wie

wertvoll sind nun diese Fische aus

der Sicht der gesunden Ernährung?

n Alle heimischen Fische versorgen

uns mit hochwertigem, leicht

verdaulichem Eiweiß. Übrigens:

Wissen Sie, warum man vor dem

Essen etwas Zitronensaft auf den

Fisch gibt? Das Vitamin C aus der

Zitrone sorgt dafür, dass das Eiweiß

vom Fisch besser verdaut

und ausgewertet wird.

n Sie beliefern uns mit Vitaminen

und Mineralstoffen sowie Spurenelementen.

Interessant ist vor

allem das lebenswichtige Vitamin

D 3, das unser Körper nur

bei Sonnen-Einstrahlung produzieren

kann. Es ist wichtig für die

Immunkraft, für einen gesunden

Blutdruck sowie einen gesunden

Blutzuckerspiegel.

n Ja, und dann ganz wichtig: Auch

unsere heimischen Fische haben

die wertvollen Omega 3-Fettsäuren,

die ja für Herz und Kreislauf,

fürs Cholesterin, für den Blutdruck

und für die Gehirnzellen so

wichtig sind. Zugegeben: Sie haben

nicht soviel Omega 3 wie die

Meeresfische, aber doch interessante

Mengen.

Die wertvollsten heimischen Süßwasser-Fische

sind demnach die Forelle,

der Saibling, der Zander, der Wels

und der Alpenlachs.

Und wer mehr Omega 3-Fettsäuren

konsumieren möchte, der hat die

Möglichkeit, zum Fisch einen Salat

zu essen, der mit Leinsamen-Öl oder

Rapsöl angerichtet ist. Auch Walnüsse

liefern interessante Mengen an

Omega 3-Fettsäuren.

Karpfen nicht nur zu Weihnachten

Ein eigenes Kapitel bei diesem Thema

ist der Karpfen. Er wird heute –

im Gegensatz zu vergangenen Zeiten

– in großen, kalten Teichen gezüchtet

und produziert daher Omega 3-Fettsäuren.

Aber da gibt es zwei Probleme: Erstens

sind die Österreicher darauf eingestellt,

Karpfen hauptsächlich zu

Weihnachten und zu Silvester zu genießen.

Da muss erst ein Umdenken

erfolgen, dass man den Karpfen das

ganze Jahr über konsumieren kann.

Und zweitens hat der Karpfen den

Ruf, sehr fett zu sein. Ein gut gehaltener

Karpfen ist heutzutage nicht fett.

Und das Fett, das er an sich hat, ist

ein gesundes Fett. Gut für Herz und

Kreislauf. Eben Omega 3. Ungesund

ist oft eine üppige Zubereitung vom

Karpfen, wenn er etwa in Butter gebraten

wird.

Man kann den Karpfen, den man heute

kauft, mit dem von einst nicht vergleichen.

Vor allem, wenn man einen

heimischen Bio-Karpfen kauft. Der

hat zartes, festes Fleisch und keinen

schwammig-fetten Geschmack, wie

es manche von früher gewohnt sind.

In den heimischen großen, kalten Teichen

grundelt der Karpfen nicht im

Schlamm. Da muss er sich bewegen.

Da gibt es kein gemütliches Karpfen-

Leben.

Wir befinden uns mitten in der Fastenzeit.

Und die dauert bis in den

Frühling. Und seit Jahrhunderten gilt

der heimische Süßwasser-Fisch als

klassische Fastenspeise. Unsere heimischen

Fischteiche bieten da eine

reiche Auswahl.


n

Quiz:

Machen

Sie mit …

Sehnen Sie sich auch schon nach

dem Frühling? Wollen Sie gesund,

fit und vital in und durch

diese wunderbare Jahreszeit kommen?

Wollen Sie wissen, welche

Speisen Sie in der Fastenzeit

genießen sollten? Zweifelsohne

spielt da der heimische Fisch eine

bedeutende Rolle. Wollen Sie

wissen, welche Heilkraft in vielen

Frühlingskräutern steckt? Das

alles erfahren Sie im Bankhofer-

Ratgeberbuch „Frühlingsfit“, erschienen

im Kneipp Verlag, Wien.

Wir verlosen zehn Exemplare des

Bankhofer-Buches „Frühlingsfit“.

Wenn Sie ein Exemplar gewinnen

wollen, dann beantworten Sie bitte

folgende Frage:

Welches Vitamin verbessert

die Verdauung von

Fisch-Eiweiß?

A. Vitamin E?

B. Vitamin D?

C. Vitamin C?

Die Karte mit Ihrer Antwort senden

Sie bitte an: Wiener Rotes

Kreuz, Kennwort „Vorrang-

Gewinnspiel“, 1030 Wien,

Nottendorfer Gasse 21.

Einsendeschluss: 11. April

2013

Aus den Einsendungen mit den

richtigen Antworten werden die

Gewinner der zehn Buchpreise

gezogen. Die Bücher werden per

Post zugesandt.

vorrang 5


Erzählcafés in den Pensionistenklubs in Ottakring

Einander Geschichten

vom Leben erzählen …

Im Rahmen des Projekts Gesundes Ottakring finden von Oktober 2012 bis April 2013 in

den Pensionistenklubs in Ottakring Erzählcafés mit den Klubbesucherinnen und Klubbesuchern

statt.

In der Gruppe erzählen einander Besucher

und Besucherinnen der Pensionistenklubs

Geschichten aus ihrem

Leben oder hören einfach auch

nur den anderen zu. Die Geschichten

handeln von unterschiedlichen Themen,

wie z.B. Kindheit und Jugend:

War das Jung-Sein früher anders als

heute oder gibt es nicht doch vieles,

das ähnlich erlebt wird? Oder es geht

um die Arbeitswelt: Wie war die Berufsausbildung

früher? Konnte man

den Wunsch-Beruf erlernen? Oder es

werden Gedanken über Lieblingsorte

der Kindheit ausgetauscht. Es wird

darüber gesprochen, wie Feste gefeiert

wurden oder wie man die Freizeit

verbrachte. Es ist interessant zu hören,

was andere erlebt haben. In diesen

Geschichten stecken oft Erfahrungen,

die wir für unser heutiges Leben

nützen können. Beim Erinnern

und Erzählen wird unser Blick auf

das gelenkt, was wir alles geschafft

haben, wie wir oft auch in schwierigen

Situationen Lösungen gefunden

haben und wie viel Schönes wir erlebt

haben …

Durch das Erzählen und einander Zuhören

entsteht in der Gruppe gegenseitiger

Respekt und Wertschätzung.

Es tut gut, einander Geschichten zu

erzählen.

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie

uns, wenn Sie Lust bekommen haben,

mitzumachen oder mehr darüber hören

wollen.

Kontakt

Kathrin Hofer: 0664 / 420 90 34

Erentraud Weiser: 0664 / 832 40 94

E-Mail: info@gesundesottakring.at

www.gesundesottakring.at

Ein Projekt der Wiener Gesundheitsförderung in Kooperationen mit dem Forschungsinstitut des

Roten Kreuzes und dem Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser – Pensionistenklubs

6

vorrang


Abenteuer Rotes Kreuz

Was wünscht sich die Jugend?

Landesgeschäftsleiter Mag. Alexander

Lang und Jugendrotkreuz-Landesgeschäftsführerrin

Mag. Christine Lorenz

nehmen die Anregungen der jungen

BesucherInnen mit großem Interesse

zur Kenntnis.

Junge Menschen hören „Rotes Kreuz“: Welche Gedanken

verbinden sie damit?

Zwei vom Jugendrotkreuz ausgewählte

Wiener Schulen (die Höhere

Technische Lehranstalt Rennweg

– HTL 3 – sowie die 5. bis 8. Klassen

des Gymnasiums und wirtschaftskundlichen

Realgymnasiums Haizingergasse

– GWIKU 18 – ) haben auf

Anregung des Wiener Rotkreuz-Präsidenten

Dr. Karl Skyba Projekte zur

Frage erarbeitet, wie die Jugend für

die Arbeit des Roten Kreuzes geöffnet

werden könne. In beiden Schulen

waren den jungen Menschen spontan

n Erste Hilfe-Kurse,

n Kurse für den Erwerb der Schwimmabzeichen

n sowie die Weihnachtskarten- und

Straßensammelaktionen bekannt.

n Zum Begriff „ehrenamtliche Tätigkeit“

nennen die Jugendlichen unter

den Non Profit-Organisationen

das Rote Kreuz an erster Stelle.

In beiden Projektgruppen war der

Wunsch nach deutlicher Präsenz im

Internet unüberhörbar; vor allem für

die Motivation zu aktiver Mitarbeit

wollen die jungen Menschen vor allem

von ihrem Lieblingsmedium Facebook

„abgeholt“ werden.

Die Projektgruppe Haizingergasse

schlug unter dem Motto „Abenteuer

Rotes Kreuz“ für das Internet und

für Facebook ein neues Design vor,

in dem mehr Interaktivität propagiert

wurde. Die Inhalte wären:

n online-Spenden,

n ein online-Spiel für mehrere Kommunikationsmedien,

das über

Grenzen hinweg Partner gewinnt,

n Einrichtung einer Seite für den Erfahrungsaustausch

über gesamtösterreichische

Aktivitäten des Jugendrotkreuzes,

n Publikation von reichhaltigem Bildmaterial

zu aktuellen Ereignissen.

Events

Die Projektgruppe HTL Rennweg

stellte verschiedene Veranstaltungen,

Events, vor, die die Bekanntheit des

Roten Kreuzes erhöhen können: So

wird die Abschlussklasse der HTL

3 das Alternative Musik Festival inszenieren,

das breit in Facebook angekündigt

wird. Im Hauptprogramm

werden Bands Gelegenheit bekommen,

sich in der breiten Öffentlichkeit

einen Namen zu machen. In Rahmenpräsentationen

können (Sport-)

Jugendidole rotkreuz-bezogene Aktivitäten

publikumswirksam vorstellen:

n Vorstellung eines Rettungsautos

n Information über „Jugend wird

pflegefit“

n Information über Auslandseinsätze

n Vorstellung des Blutspendebusses

Es kann den jungen Menschen der

beiden Projektgruppen für ihre aktuelle

Animationsarbeit gar nicht genug

gedankt werden: Ihrer Innovationskraft

könnte es gelingen, über

die neuen Medienkanäle viele junge

Menschen für die freiwillige Mitarbeit

beim Roten Kreuz zu begeistern.

Wie beide Projektarbeiten beweisen,

sind junge Menschen an

vielen Aufgaben des Roten Kreuzes

interessiert. Dieses Interesse auch in

die Bereitschaft zu freiwilliger Mitarbeit

umzuwandeln, dies wird dann

sicher gelingen, wenn die Kraft der

Menschlichkeit wie ein Funke von

den Freiwilligen von heute auf die

von morgen überspringt: Herausfordernde

Aufgaben gibt es im In- und

Ausland genug.

n

vorrang 7


„Heute beginnt die Pubertät viel früher als

noch vor zehn Jahren und auch die körperliche,

emotionale und soziale Entwicklung

verläuft immer rascher. Doch je unausgereifter

die Psyche und das Gehirn sind,

umso verwundbarer ist die Person“, erklärt

Sonja Grabenhofer, die Leiterin der Wiener

Jugend-Drogenberatung checkit! in einem

Interview mit Helpstars, der Rotkreuz-

Online-Jugendplattform.

Suchtprävention

Glückliche starke Menschen

DDie Expertin erwähnt dabei auch das geringe Risikobewusstsein,

das junge Menschen gegenüber Alkohol- und

Nikotinkonsum – aber auch gegenüber illegalen Drogen

– aufbringen und bezeichnet seriöse Aufklärungsarbeit als

wichtig, aber höchst zeitintensiv.

Positive Energie tanken

Um „Teenies“, vor allem junge Leute zwischen 12 und 16

Jahren für das Thema Abhängigkeit und Sucht zu sensibilisieren,

hat das Bildungsreferat des Wiener Jugendrotkreuzes

suchtpräventive Programme - einen Basisworkshop

und ganz neu einen Schwerpunkt zur Alkoholprävention

– entwickelt. Mit interaktiven Übungen werden im zweistündigen

Workshop die Jugendlichen in ihrer Persönlichkeit

gestärkt und zu gesundheitsförderndem und selbstbewusstem

Verhalten angeregt. Wer weiß, was er will und

warum er etwas will, der ist auch stark genug, sein Leben

selbstsicher und ohne Abhängigkeiten zu meistern.

In diesen Workshop bringen Referentinnen ihr höchst

komplexes medizinisches und psychologisches Wissen

zur Suchtprävention, aber auch ihre praktischen Erfahrungen

– zum Beispiel aus der Tätigkeit als freiwillige

NotfallsanitäterInnen – ein. Während die TeilnehmerInnen

ihre eigenen Konsumprofile erarbeiten (wie oft trinke

8

vorrang


Nicht nur die klassischen

Drogen können eine

Abhängigkeit bewirken –

auch Energy-Drinks oder

Handys können süchtig

machen.

Rauschbrille schafft Verwirrung –

Alkoholprävention

Beim dreistündigen „Rauschbrillenseminar“ erleben die

jungen Menschen die Wirkung von Alkohol. Nach dem

ersten Workshop in einem Wiener Gymnasium berichtete

die Referentin Katharina O., dass die Jugendlichen äußerst

gespannt waren, welche Sensationen sie mit der Rauschbrille

erleben würden. Aber sie legt großen Wert auf eine

gute theoretische Einleitung und Vorbereitung, bevor

es zum unterhaltsamen Teil übergeht. Über ein einleitendes

Frage- und Antwortspiel erarbeitet sie zuerst mit der

Gruppe die wesentlichen Fakten über das Thema Alkohol

und Suchtverhalten. Dann bekommt der erste Kandidat

eine Brille, die einen 0,8-Promille-Zustand simuliert.

Auf dem „Weg nach Hause“ muss der junge Mann aus der

Garderobe Mütze und Handschuhe holen, um dann auf einer

Klebebandlinie „heimzugehen“, wobei er auf etliche

Hindernisse stößt.

Mit einer Brille, die einen 1,5-Promille-Zustand simuliert,

wird die Sache noch wesentlich schwieriger. Genau beobachten

die Mitschüler die Bemühungen des „Betrunkenen“,

um ihn notfalls zu führen oder zu stützen.

Die Übungen machen zwar allen einen Riesenspaß, doch

die Erfahrungen des Doppelsehens, der eingeschränkten

Rundumsicht, der verzögerten Reaktionszeit…machen die

jungen Menschen doch nachdenklich und vertiefen das

Wissen, das sie beim einleitenden Frage- und Antwortspiel

über die Folgen des Alkoholgenusses erworben haben.

Pädadogen und Jugendgruppen, die an diesen beiden

Workshops Interesse haben, wenden sich bitte an das Bildungsreferat

des Wiener Jugendrotkreuzes.

E-Mail: jrk@wrk.at

ich Kaffee, Cola, Energy drinks u. dgl. oder wie oft surfe

ich im Internet und telefoniere mit dem Handy?) führt sie

der Workshopleiter in einer akzeptierend wertfreien und

offenen Diskussion über ihre Verhaltensmuster zu mehr

Selbstwahrnehmung: Bei allen Übungen und Entscheidungen

steht immer das eigene Wohlfühlerlebnis der TeilnehmerInnen

und die Frage im Mittelpunkt: Wie komme

ich ohne destruktive Nebenwirkungen zu einem guten Lebensgefühl?

vorrang

9


Die Feiertage sind vorbei,

aber Gänsebraten, Vanillekipferl

und Punsch haben

ihre Spuren hinterlassen.

Wie die „gewonnenen“

Kilos wieder loswerden?

Aktiv in der Pension

Bewegung für SeniorInnen

Die Rotkreuz-Bewegungsrunde

bietet

eine gute Gelegenheit,

den „inneren

Schweinehund“

zu überwinden und

jede Woche einmal

eine Stunde Schwung und Bewegung

in den Alltag zu bringen. In einer gut

gelaunten Runde Gleichgesinnter gemeinsam

etwas für die Gesundheit

zu tun, macht Spaß. Unter Anleitung

ausgebildeter Rotkreuz-TrainerInnen

wird geturnt und gelacht. Und auch

die kleinen grauen Zellen werden aktiviert,

denn Gedächtnistraining ist

ein fixer Bestandteil des Programms.

Willkommen sind alle, die es ein bisschen

gemütlicher angehen wollen

(Jazz-Dance und Aerobic stehen nicht

auf dem Programm). Aber auch all jene,

bei denen es vielleicht schon ein

bisschen im „Gebälk“ knirscht oder

Auch die „kleinen, grauen Zellen“

werden trainiert.

Tony Hegewald/pixelio.de

die wegen der besseren

Gangsicherheit

eine „Gehhilfe“

benützen, kommen

auf ihre Rechnung:

Es ist nämlich

durchaus möglich,

sich auch im Sitzen effektiv zu bewegen.

Wenn Sie testen möchten, ob dieses

Angebot für Sie das Richtige ist, dann

kommen Sie einfach an einem der

nächsten Dienstage um 13 Uhr in die

Bewegungsrunde in der

Wiener Rotkreuz-Bezirksstelle Bertha

von Suttner in Wien 1020, Negerlegasse

4/Stiege 3 in das Untergeschoß.

Anmeldung oder Turnkleidung

sind nicht erforderlich. Die Rotkreuz-TrainerInnen

freuen sich auf

Ihren Besuch. Weitere Auskünfte

unter Tel.: 0664 823 40 46

Das Wiener Rote Kreuz

sucht für die Seniorenbetreuung

freiwillige

MitarbeiterInnen,

n die Freude an der Arbeit mit

SeniorInnen haben,

n an Wochentagen über Tagesfreizeit

verfügen und

n die bereit sind, neue Projekte

zu starten und sie auch langfristig

zu betreuen.

Die notwendigen Ausbildungen

werden gratis angeboten. Wer

sich in der Seniorenbetreuung

freiwillig engagiert, kann sicher

sein, dass er nicht nur Zuneigung

verschenkt, sondern auch viel zurückbekommt.

Gertraud Bayer

freut sich auf Ihren Anruf unter

Telefon 0664 604 621 60 78

oder Ihr E-Mail:

Gertraud.Bayer@w.roteskreuz.at

10

vorrang


Senioren Aktiv-Club

Neue Seniorenrunde im 10. Bezirk

DDie bereits bestehenden Seniorenrunden

des Wiener Roten Kreuzes

erfreuen sich eines regen Zuspruchs.

Nun können wir auch aus dem Süden

Wiens mit einem Erfolgsbericht

aufwarten: In der Wiener Rotkreuz-

Bezirksstelle „Van Swieten“ in 1100

Wien, Landgutgasse 8 gibt es ab 7.

März 2013 an jedem Donnerstag ab

14:30 Uhr den neuen Senioren Aktiv-Club,

der für all jene gedacht ist,

die gerne mit anderen SeniorInnen

jede Woche einmal einen abwechslungsreichen

Nachmittag verbringen

möchten.

In den Rotkreuz-Seniorenrunden gibt

es neben einer guten Jause ein vielfältiges

Programm. Es wird gebastelt,

gespielt und gesungen; Gedächtnistraining

und einfache Bewegungsübungen

sorgen ebenso für Abwechslung

wie Ausstellungsbesuche und

Vorträge zu Gesundheits- und Sicherheitsthemen.

Doch auch nur miteinander

zu plaudern kann durchaus entspannend

wirken.

Der Besuch des neuen Senioren Aktiv-Clubs

ist an keine Mitgliedschaft

gebunden und beinhaltet keinerlei

Verpflichtungen. Die Erfahrung aus

den bestehenden Seniorenrunden hat

allerdings gezeigt, dass der „Clubtag“

bei den BesucherInnen sehr bald

zu einem wöchentlichen Fixpunkt geworden

ist, den sie nicht mehr missen

möchten.

n

Haben Sie Interesse?

Wenn Sie am Senioren Aktiv-

Club in 1100 Wien, in der Landgutgasse

8 Interesse haben, dann

kommen Sie doch bitte am Donnerstag,

dem 7. März 2013, um

14:30 Uhr zur Eröffnungsfeier.

Jeder Gast bekommt ein kleines

Überraschungsgeschenk.

Für nähere Auskünfte steht Ihnen

Gertraud Bayer unter der Telefonnummer

0664 604 621 60 78

zur Verfügung. Sie freut sich auf

eine fröhliche ideenreiche SeniorInnenrunde.

Kaufen Sie die

Jahreskarte ganz

bequem online!

vorrang 11


Südengland: Land voller Geschich

Südengland

Devon & Cornwall

Termin: 24. – 31. Mai 2013

Pauschalpreis p. P.: € 1.299,–

Kuoni Reisehöhepunkte: Glastonbury • Swindon • Bristol

• Bath • Wells • Castle Combe • Avebury • Stonehenge •

Portsmouth/Southampton • Winchester • Brighton •

Salisbury • Dartmoor • Plymouth • Penzance •

St. Michael’s Mount • Land’s End • St. Ives •

Lanhydrock House & Gardens • Polperro • uvm.

1. Tag: Österreich - Exeter - Glastonbury

- Swindon

Flug nach Exeter. Rundgang durch

die alte Hauptstadt von Devon. Mittelalterliche

Kathedralen-Viertel und

Häuserzeilen aus der Tudor- und Stuart-Zeit.

Legendäres Glastonbury (angeblich

letzte Ruhestätte von König

Artus). Anschließend weiter nach

Swindon.

Wells, das von der imposanten Kathedrale

dominiert wird. Danach Rundfahrt

durch Bristol, eine junge und lebendige

Stadt. Abschließend Castle

Combe und zurück nach Swindon.

3. Tag: Swindon - Avebury - Stonehenge

- Portsmouth/Southampton

Zunächst Avebury, einem der größten

Steinkreise/Henge, der wie Stonehenge

zum UNESCO Weltkulturerbe

zählt. Der Aufenthalt in Portsmouth

vermittelt eindrucksvoll die einstige

Bedeutung des Landes als Seemacht.

Nächtigung im Raum Portsmouth/

Southampton.

4. Tag: Portsmouth/Southampton:

Winchester - Brighton

2. Tag: Swindon: Bath - Wells -

Bristol - Castle Combe

Erstes Tagesziel ist Bath (UNESCO

Weltkulturerbe), das bedeutendste

Heilbad Englands. Nächstes Ziel ist

12

vorrang


te und wilder Schönheit

Unter 01/79580-2304

können Sie Detailinformationen

und ein Buchungsformular

für diese Reise anfordern.

Reiseveranstalter ist das Reisebüro

Kuoni GmbH.

Mit Ihrer Teilnahme an dieser

Vorrang-Leser-Reise unterstützen

Sie das Wiener Rote Kreuz.

Mittelalterliche Stadt Winchester

(Besuch der Innenstadt). Weiter nach

Brighton, dem Inbegriff der englischen

Seebäder. Möglichkeit für einen

Besuch des Royal Pavillon, der

zu Anfang des 19. Jahrhunderts im

üppigen Zuckerbäckerstil erbaut wurde.

Danach fahren Sie über Chichester

zurück zum Hotel.

5. Tag: Salisbury - Dartmoor - Plymouth

Am Morgen besuchen Sie die Stadt

Salisbury. Die gotische Kathedrale gilt

als eines der schönsten sakralen Bauwerke

des Landes. Am Nachmittag

durchqueren Sie das Dartmoor, das

größte Naturreservat im Südwesten

Englands. Tagesziel ist Plymouth, wo

Sie für drei Nächte Ihr Hotel beziehen.

6. Tag: Penzance - St.Michael’s

Mount - Land’s End - St. Ives.

Ausflug nach Penzance - Schauplatz

mehrerer Pilcher-Verfilmungen. Von

hier aus sehen Sie die gezeitenabhängige

Insel St.Michael’s-Mount, einen

Klosterbau, der als englisches Gegenstück

zum berühmten französischen

Mont-St.Michel errichtet wurde - Fotostopp.

Anschließend geht es zum

westlichsten Punkt Großbritanniens,

dem Land´s End. Auch hier spielten

mehrere Pilcher-Romane. Abschließend

das malerische Künstlerdorf St.

Ives mit verwinkelten Gässchen und

schönem Hafen.

Leistungsumfang

Im Arrangementpreis inkludiert:

n Sonderflüge Österreich – Exeter –

Österreich (Economy Class)

n Flughafentaxen und Sicherheitsgebühren

inkl. Flugabgabe

n 7 Nächtigungen mit Frühstück in

landestypischen Hotels der guten

Mittelklasse

n Halbpension (7x Abendessen)

n Busreise mit Komfort-Fernreisebus

gemäß Reiseprogramm

n Alle Ausflüge und Besichtigungen

wie im Reiseprogramm angegeben

n Eintritte: Wells Kathedrale,

Glastonbury Abbey, Stonehenge,

Salisbury Kathedrale, Lanhydrock

House & Gardens

n Deutschsprachige Reiseleitung vor

Ort

Nicht inkludiert:

n Einzelzimmerzuschlag: € 260,-

n Getränke, zusätzliche Mahlzeiten

7. Tag: Lanhydrock House & Gardens

- Polperro

Lanhydrock House, eines der schönsten

historischen Herrenhäuser mit

großer Parklandschaft in Cornwall.

Weiter in das idyllische Fischerdorf

Polperro, wo auch einige Pilcher-Filme

gedreht wurden. Bei einem Rundgang

können Sie sich an den hübschen

Häusern und engen Gassen erfreuen;

und es lässt sich gut erahnen,

dass dieser Ort früher als eines der

bekanntesten Schmugglerdörfer galt.

8. Tag: Plymouth - Exeter - Österreich

Von Plymouth führt die Fahrt retour

nach Exeter von wo aus der Rückflug

nach Österreich erfolgt.

sowie persönliche Ausgaben

n Weitere Eintritte sowie Trinkgelder

Mindestteilnehmerzahl: 30 Personen

Pauschalpreis pro Person € 1.299,–

(Basis pro Person im DZ)

Veranstalter: Gtaskyways in Zusammenarbeit

mit Reisebüro Kuoni

Ges. m. b. H., Wels.

Österreichische Staatsbürger

benötigen einen Reisepass, der noch

mindestens 6 Monate nach Rückreisedatum

gültig sein muss.

vorrang 13


Lernclub des Wiener Roten Kreuzes

Steffi Prochnow

Mitten in Favoriten

Montag, 15 Uhr. Die ersten Kinder

treffen in der Bezirksstelle „Van

Swieten“ des Wiener Roten Kreuzes

ein. Sie befindet sich mitten im 10.

Wiener Gemeindebezirk Favoriten.

Ömer und Adrian packen ihre Schultaschen

aus.

Nach und nach trudeln immer mehr

Kinder ein. „Die meisten von ihnen

kommen gleich nach der Schule zu

uns. Heute sollen es insgesamt vierzehn

Schüler werden“, erzählt Elisabeth

Heinrich, die den Lernclub

2012 gegründet hat. An drei Nachmittagen

pro Woche helfen freiwillige

Mitarbeiter Kindern zwischen

sechs und fünfzehn Jahren bei den

Hausübungen, lernen individuell mit

ihnen und unterstützen sie geduldig

bei etwaigen Lerndefiziten. Das

Angebot ist kostenlos, denn es richtet

sich vor allem an Schüler aus Bevölkerungsgruppen,

die sich professionelle

Nachhilfe schwerer leisten

können.

Engagierte Freiwillige,

motivierte Kinder

Auch Mohammed ist heute wieder

dabei. Von seinen Freunden wird er

„Max“ genannt. Er wurde in Somalia

geboren, lebt aber seit ein paar Jahren

in Wien. Mittlerweile besucht er

die erste Klasse Oberstufe, hat aber

immer noch große Schwierigkeiten

beim Lesen und Schreiben. Konzentriert

schreibt er ein paar einfache Sätze

in sein Heft. Max bemüht sich sehr

und möchte noch viele neue Wörter

lernen. Heute ist er sehr gesprächig;

er erzählt der ehrenamtlichen Helferin

von seiner Familie.

Währenddessen sitzt Bernd mit einem

Schüler vor einem Globus und hört

aufmerksam zu, wie der Bub über seine

Heimatstadt Ankara erzählt.

Karin, die seit einem Jahr Freiwillige

beim Wiener Roten Kreuz ist, hilft

den beiden Mädchen Eda und Kevser

bei der Deutsch-Hausübung. Die

beiden gehen in die gleiche Schulklasse

und sind auch hier unzertrennlich.

Wenn Karin aufsteht, um anderen

Kindern zu helfen, stecken beide

die Köpfe zusammen, flüstern sich

etwas auf Türkisch zu und kichern

herzlich. Karin erzählt, dass der Lernclub

seit der Gründung voriges Jahr

auf großes Interesse im Bezirk gestoßen

ist. „Ich merke, dass der Bedarf

für Nachhilfe sehr groß ist. In Favoriten

gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund,

für die regelmäßige

Lernunterstützung enorm wichtig

ist.“ Wie Karin hilft auch Werner seit

der Gründung beim Lernclub mit. Er

14

vorrang


versucht gerade, mit Eren Rechenaufgaben

mit dem LÜK (lernen, üben,

kontrollieren)-Kasten zu lösen. „Eren

ist ein toller Kopfrechner. Ich brauche

beim Rechnen etwas länger“, lacht er

und zwinkert Eren zu. Dieser grinst

und freut sich, dass er alle Aufgaben

richtig gelöst hat.

Eine Idee macht Schule

Viele Initiativen beim Wiener Roten

Kreuz gehen von motivierten, kreativen

Einzelpersonen aus, können aber

nur mit einem engagierten Team verwirklicht

werden, um Regelmäßigkeit

und Verlässlichkeit gewährleisten zu

können. So hatte Universitätslektorin

Linde Mühlgassner bereits 2006 die

Idee, auf der Bezirksstelle „Bertha

von Suttner“ im 2. Bezirk einen Lernclub

zu gründen. Die ersten Schützlinge

studieren bereits an der Universität

und die gute Idee wurde weitergetragen.

So startete die ehemalige

AHS-Lehrerin Elisabeth Anfang 2012

den Lernclub in Favoriten, einem Bezirk

mit einem Zuwanderer-Anteil

von knapp unter vierzig Prozent. Elisabeth

koordiniert die Freiwilligen,

spricht mit Leuten, die sich engagieren

möchten, und steht im regen Austausch

mit dem Stadtschulrat, Eltern

und Schülern. Das Freiwilligenteam

ist so bunt wie die Herkunftsländer

der Schüler. Maschinenbauingenieur

José wurde in Zaragoza geboren und

hilft den Kindern vor allem bei Physik

und Mathematik, Werner ist Kindergruppenbetreuer,

Schüler Adrians

Eltern stammen aus Kroatien und

Schüler Ömer, der im Geschichtsunterricht

alles über seinen Wohnbezirk

Favoriten lernt, spricht zuhause Türkisch.

An der Tätigkeit gefällt den

Freiwilligen vor allem, dass die Kinder

mit so viel Eifer und Neugierde

dabei sind und immer wieder Fragen

stellen. Und was sicher nicht zu kurz

kommt, sind der Spaß am Lernen und

das respektvolle Miteinander. n

ROTKREUZ-

SPLITTER

Um die Wette Hilfe leisten

Am Sonntag, dem 9.

Juni 2013, findet ab 10

Uhr der 2. Erste Hilfe-

Wettbewerb für Laien

statt. Teilnehmen können

alle Personen, die

einmal einen Erste Hilfe-Kurs

besucht haben,

unabhängig davon, wie

lange das schon her ist.

In der SanArena des

Ausbildungszentrums des Wiener Roten Kreuzes messen sich Teams zu drei

Personen an drei realistisch dargestellten Unfallsituationen. Im Vordergrund

steht die Freude, Erste Hilfe leisten zu können. Bewertet wird von erfahrenen

Erste Hilfe-Trainerinnen und Trainern, die auch gleich wertvolle Tipps parat

haben. Für ein Rahmenprogramm ist gesorgt.

Anmeldungen werden unter ABZ-Erstehilfekurse@wrk.at entgegengenommen.

Persönliche Auskunft bei Natscha Zouhar unter 01 79580 – 6106

Das Wiener Rote Kreuz informiert

52. Generalversammlung

Gemäß § 9 der Satzungen des Österreichischen

Roten Kreuzes,

Landesverband Wien, wurden in

der Ausgabe 4/2012 des „Vorrang

für das Wiener Rote Kreuz“ alle

unterstützenden Mitglieder, die

bis spätestens 31. Dezember 2012

den Förderbeitrag unterstützender

Mitglieder in der Höhe von 20 Euro

entrichtet haben, eingeladen,

sich als Delegierte für die am 28.

Mai 2013 stattfindende 52. Generalversammlung

zu bewerben. Für

je fünftausend unterstützende Mitglieder

wird ein Delegierter entsandt.

Entsprechend einer vom Präsidium

und vom Arbeitsausschuss bestätigten

Liste wurden folgende

Damen und Herren als Delegierte

nominiert:

Gertraud Balba, 1010 Wien; Dr.

Armin Bammer, 1030 Wien; KR

Herbert Bock, 1230 Wien; Mag.

Dr. Günter Böhm, 1180 Wien; Ing.

Harald Brozovsky, 1100 Wien;

Landesdirektor Mag. Hermann

Fried, 1010 Wien; Prof. Dr. Emil

Hierhold, 1220 Wien; Ing. Wolfgang

Hufnagl MBA, 1140 Wien;

HR Dr. Andrea Jelinek, 1030

Wien; Dipl. Ing. Isabella Kossina,

1020 Wien; Herbert Leissner,

1130 Wien; Dr. Ernst Porpaczy,

1130 Wien; Dkfm. Johann

Schuschu, 1140 Wien; Dr. Erwin

Vedernjak, 1200 Wien; Direktor

Johann Wölfer, 1010 Wien.

vorrang 15


ROTKREUZ-SPLITTER

Österreichische Post AG/Sponsoring.Post 1030 Wien 02Z031657S

Kleiderspende C&A

Das Familienunternehmen C&A

zeigte auch in diesem Winter sein

Herz für Bedürftige und unterstützte

das Wiener Rote Kreuz großzügig

mit vielen warmen Jacken, dicken

Pullis und Hosen, die für die Betreuung

Wohnungsloser dringend benötigt

werden.

Rechts: Maria Schedlberger, C&A Filialleiterin

im Donauzentrum und Christian

Fromm vom Wiener Roten Kreuz.

Vitouch neuer FRK-Obmann

Der bekannte „Medienpsychologe“ Univ.-Prof.

Dr. Peter Vitouch hat sich im vergangenen Jahr

dazu bereit erklärt, nach seiner Emeritierung

an der Universität Wien das Forschungsinstitut

des Roten Kreuzes (FRK) mit seiner wissenschaftlichen

Erfahrung und seinem Wissen

zu unterstützen. In der Mitgliederversammlung

des FRK wurde der angesehene Wissenschafter

zum Obmann des FRK gewählt. Das Team des Forschungsinstitutes freut sich

auf die Zusammenarbeit mit einem Mann, der jahrelang in klugen Tageszeitungs-Kolumnen

das medienkritische Wissen der LeserInnen vertieft hat.

WRK/Marketing

Bücherbazar

Die beiden freiwilligen

Rotkreuz-Mitarbeiter

Gerhard Pflaumer

(Tel.: 0699 120

416 60) und Thomas

Thesak (Tel.: 0699

113 681 96) organisieren seit Jahren

bei Schönwetter an jedem Donnerstag

im 20. Bezirk bei der U6 Station

Handelskai und an jedem Freitag im

21. Bezirk beim Franz-Jonas-Platz

von 8 bis 16 Uhr einen Bücherbazar

zugunsten des Wiener Roten Kreuzes.

Durch ihren engagierten Einsatz

konnten die beiden Freiwilligen

schon viele Geldspenden für die Sozialprojekte

des Wiener Roten Kreuzes

sammeln. Wegen intensiver Nachfragen

werden bei diesem Βazar außer

Büchern jetzt auch Schallplatten, CD

und Kinderspielzeug angeboten. Wer

für den Bazar Bücher oder andere

der erwähnten Waren zur Verfügung

stellen möchte, wendet sich bitte telefonisch

an Gerhard Pflaumer oder

Thomas Thesak. Warenspenden können

auf Wunsch abgeholt oder direkt

beim Bazar übergeben werden.

Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Vortrag

Erben und Vererben

Fragen rund um die Themen Vermögensweitergabe,

steuerliche Aspekte sowie Absetzbarkeit von Spenden

beschäftigen immer wieder die LeserInnen von „Vorrang“.

Der Experte Dr. Rudolf Schweinhammer (öffentlicher

Notar) hält dazu einen Vortrag und steht den Besuchern

auch für persönliche Fragen zur Verfügung.

Termin: Mittwoch 20. März 2013, 14 bis ca. 16 Uhr in

1030 Wien, Nottendorfer Gasse 21 (Linie U3, Erdberg).

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung

beim Service-Telefon des Wiener Roten Kreuzes

unter 050 144 bis spätestens Montag 18. März 2013

möglich.

Wenn Sie darüber hinaus persönliche Fragen zum Thema

Vermögensweitergabe, Legate, Testamente oder Grabbetreuung

haben, so steht Ihnen der stellvertretende Landesgeschäftsleiter

Robert Horacek unter der Wiener Telefonnummer

79 580 – 1428 zur Verfügung. Ebenso sind

Terminvereinbarungen unter dieser Nummer für ein vertrauliches

persönliches Gespräch möglich. Eine umfassende

Broschüre zum Thema korrekte Nachlassregelung

wird Ihnen nach Anforderung gerne übermittelt.

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