2 - Fachschaft Physik

physik.htu.at

2 - Fachschaft Physik

Editorial

Inhalt

Unipolitik

Studiengebuehrenboykott

Studiengebuehren

Semesterticket

Volksbegehren

Der Vorsitz

Service

News

Internetzugang

Fachschafts-FAQ

Video,-Spiele,-Literaturabend

Who is Who

Pruefungstermine

Adressen & Telephonnummern

Serie

Elementarteilchen des Monats

Fun

Tatsachenbericht

Reaktionen

Reaktionen

Erstsemestrigensonderteil

Erstsemestrigenstundenplan

Das Studium Technische Physik

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Editorial

Einen wunderschoenen guten Tag

wuensche ich!

Willkommen zur ersten Ausgabe dieses

Studienjahres. Harte Zeiten brechen an, das

suesse Studentenleben ist vorbei, Courtesy of

our new Goverment. Jup, jetzt ist es endlich

soweit, nachdem schon die vorherigen

Regierungen es geschafft haben unsere

Akademikerquote unter die Albaniens zu

druecken, trifft auch unsere jetzige den Nagel

voll auf den Kopf, beziehungsweise den

Studenten mit einer neuen Studentensteuer (de

jure: Studiengebuehr) voll auf die Birne. Am

liebsten wuerde man die zustaendigen Minister

voll in den A...

Naja. Dafuer - und sei es ein noch so

schwacher Trost - ist das jetzige Φ-6 das

maechtigste seit langem. Hinten finden unsere

Erstsemestrigen auch wieder einen Stundenplan,

der zumindest mir damals das Leben gerettet

hat. Spezial Feature ist dieses Mal auch die

grossen Fachschafts-FAQ, Antworten, die Ihr

immer wieder wissen wolltet, aber jedesmal

wieder vergessen habt: Nun schwarz auf weiss!

Offenlegung gemaess § 25 Mediengesetz

Medieninhaberin: HTU-Wien (Vorsitzende: Elisabeth Wopienka)

Sie vertritt die StudentInnen der TU WIen wenn notwendig und erwuenscht in der Oeffentlichkeit.

Herausgeber: Die Studienrichtungsvertretung der Technischen Physik.

Sie vertreten die StudentInnen der Studienrichtung der Technischen Physik gegenueber dem Lehrkoerper

und wenn notwendig und erwuenscht auch in der Oeffentlichkeit.

Ziel von Φ-6 ist es, den StudenInnen studienspezifische Informationen zu liefern. Die Linie von wird

von eben dieser Absicht bestimmt.

Redaktion: Regina Mueller, Boris Legradic, Markus Grabner, Daniela Piassoni, Edmund Widl, Regina

Fleischner, Christian Koller, Michael Dauke

Alle: Wiedner Hauptstrasse 8-10, 1040 Wien, Tel.: 58801/49541

Impressum:

Φ-6 ist das offizielle Organ der Studienrichtungsvertretung der Technischen Physik an der TU-Wien

Medieninhaberin: HTU-Wien (Vorsitzende: Elisabeth Wopienka)

Herausgeber: Studienrichtungsvertretung der Technischen Physik

Druck: HTU-Wirtschaftsbetriebe GmBH (KOPITU)

Redaktion: Regina Mueller, Boris Legradic, Markus Grabner, Daniela Piassoni, Edmund Widl, Regina

Fleischner, Christian Koller, Michael Dauke

Alle: Wiedner Hauptstrasse 8-10, 1040 Wien, Tel.: 58801/49541

Namentlich gekennzeichnete Beitraege muessen nicht mir der Meinung der Redaktion uebereinstimmen.

Nr. 3/2001 (29.Ausgabe in der Geschichte des F-6), September 2001

p.s.: Φ-6 = phi-six = physics = Physik

Vieh-Sex ist eine boese Unterstellung und keine anerkannte Interpretation! (Borsic)

So erreicht Ihr die Redaktion:

* per Post:

HTU-Fachschaft Physik

Wiedner Hauptstrasse 8-10

1040 Wien

* per Hauspost:

HTU-Fachschaft Physik aufs Kuvert schreiben und in den Briefkasten beim Portier

werfen. Briefmarke ueberfluessig.

* per E-Mail:

phi6@physik.htu.at

* im World Wide Web:

http://physik.htu.at/

Ebenfalls dabei, auch auf unserem

Titelblatt, ist der neue Vorsitz der HTU, und mit

Peter Kristöfel mischt auch wieder ein Physiker

mit.

Tja, und auch dieses Mal verhallt unser

Aufschrei wohl ungehoert, doch wie immer

hoffen wir auf die Ohren der Erstsemestrigen,

die noch nicht durch diverse Vorlesungen oder

Uebungen geuebt im weghoeren:

Schreibt doch einen Artikel, Kommentar

oder Leserbrief! Redaktionsschluss ist der 30.

November 2001.

So, nun bleibt mir nur noch ein zu tun,

naemlich der Person zu danken, die fast im

Alleingang nicht nur beinahe die Haelfte dieser

Ausgabe geschrieben, nein, dieser Engel, Traum

aller Redakteure, hat auch noch dazu fast alles

rechtzeitig vor dem Redaktionsschluss

rausgerueckt! Es sei Dir tausendfach gedankt,

O hoeheres Wesen, O Holde der Fachschaft

Physik,

Daniela Piassoni.

Boris Legradic

boris@physik.htu.at

2 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Unipolitik

STUDIENGEBÜHRENBOYKOTT – DAS

ENDE

Ende Juli kam nun die endgültige Bestätigung:

der Studiengebührenboykott wird in der bisher

propagierten Form nicht durchgeführt werden

können.

Zu Fall gebracht haben den Boykott

schlussendlich die österreichischen Banken mit ihrer

Weigerung, der Österreichischen Hochschülerschaft

ein entsprechendes Treuhandkonto

einzurichten, nachdem bereits die Notariatskammer

Österreichs ihren Mitgliedern vor der Übernahme

der Treuhandschaft des ÖH-Kontos abgeraten hatte.

Die ÖH selbst führte diese Weigerung vor

allem auf politischen Druck von Seiten der blauschwarzen

Regierung zurück. Auch die nochmalige

Aufforderung der ÖH–Spitze auf einer eigens

einberufenen Pressekonferenz konnte die Banken

nicht zum Umdenken bewegen.

Und so musste die ÖH-Führung, allen voran

die beiden Vorsitzenden Andrea Mautz und Anita

Weinberger also ihren so groß beworbenen Boykott

schlussendlich doch als gescheitert akzeptieren.

Trotzdem geben sich die beiden kämpferisch. „Fakt

ist, dass es in Österreich einer demokratisch

legitimierten Interessensvertretung und

Körperschaft öffentlichen Rechts unmöglich

gemacht werden soll, demokratischen Protest, der

über Demonstrationen hinausgeht und dennoch

rechtlich abgesichert ist, zu organisieren“ heißt es

etwa in einer Aussendung der Bundes-ÖH zu diesem

Thema.

Man denkt also allem Anschein nach – noch

– nicht ans Aufgeben: „Da wir ein Maßnahmenpaket

für ein offenes Bildungssystem geschnürt

haben, sind noch einige Pfeile im Köcher. Das

Bildungsvolksbegehren und die Verfas-sungsklagen

werden jetzt umso ernster in Angriff genommen [...]

Aufgegeben wird noch lange nicht. Wir kämpfen

weiter“, erklärt eine konfrontationsfreudige Andrea

Mautz, die damit vor allem auf das im Herbst

startende Bildungsvolksbegehren anspielt, das von

6.-13. November stattfinden wird.

Das Volksbegehren selbst wendet sich “gegen

Studiengebühren und alle Maßnahmen, die den

gebührenfreien Zugang zu Bildung und Ausbildung

in Schule, Lehrlingsausbildung, Akademien,

Fachhochschulen und Universitäten gefährden”.

Außerdem tritt man “für soziale Chancengleichheit

und einen uneingeschränkten Zugang zu Bildung für

alle Bildungsschichten sowie ein an den sozialen

Erfordernissen orientiertes Studienbeihilfensystem”

ein. Weitere Punkte im Volksbegehren sind die

ausreichende staatliche Finanzierung von

Bildungseinrichtungen, die ein vielfältiges

Bildungsangebot gewährleisten, zudem wird die

rechtliche Gleichstellung von ausländischen

Studenten gefordert.

Trotz des Scheiterns des Boykotts selbst hat

man weiterhin an der Idee der ÖH-Hotline

festgehalten, die am 23. Juli ins Rennen gegen die

Studiengebühren geschickt wurde, um „die rund um

das ministerielle Zahlscheinchaos entstandene

Unsicherheit aufzufangen und die Versäumnisse des

Bildungsministeriums zu kompensieren. (Laut ÖH

wurde diese Hotline in den ersten drei Tagen bereits

von 300 - vorwiegend ausländischen - Anrufern in

Anspruch genommen )

Wie und mit welchen anderen Mitteln die ÖH

weiter gegen die Studiengebühren auftreten und

ankämpfen wird, wird sich zeigen, wie bereits

gesagt, noch gibt man sich in der Liechtensteingasse

(= Sitz der Bundes-ÖH) kämpferisch. Wir werden

euch auf jeden Fall weiterhin auf dem Laufenden

halten.

PS: Die Nummer der Hotline der Bundes-

ÖH ist übrigens 01 / 211 411 41, sie ist 24 Stunden

am Tag, 7 Tage in der Woche erreichbar. Also wenn

ihr Fragen habt - oder ihr einfach nur mit jemanden

reden wollt, weil euch fad ist ;-) - die Nummer kennt

ihr ja jetzt.

Regina Fleischner

regi@physik.htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Unipolitik

STUDIENGEBÜHREN

Wo ist das alles geregelt?

Verordnung über Studienbeiträge

[Studienbeitragsverordnung – StubeiVO] – zu

finden unter http://www.bmwf.gv.at/3uniwes/

03unirecht/tax/htgvo01.htm#∗10.

Wer muss bezahlen?

Alle Studierenden, die als ordendliche oder

ausserordendliche Studierende ein





Diplom-

Bakkalaureats-

Magister- oder

Doktoratsstudium

belegen, müssen den Studienbeitrag bezahlen.

Ausserordendliche Studierende, die an einem

Universitätslehrgang teilnehmen, bezahlen das dafür

eingehobene Unterrichtsgeld [wie bisher].

Studierende, die Studien an mehreren Universitäten

belegen, haben den Studienbeitrag nur einmal zu

entrichten.

Wieviel [pro Semester] muss bezahlt

werden?

∗ Studierende aus Österreich:

ATS 5.000,— [363,36 •]

∗ Studierende aus EWR-Staaten

[Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland,

Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien,

Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Norwegen,

Portugal, Schweden, Spanien,Vereinigtes Königreich

von Grossbritannien und Nordirland]: ATS

5.000,— [363,36 •]

∗ Studierende, die eine andere

oder keine Staatsangehörigkeit besitzen: ATS

10.000,— [726,72•]

∗ Studierenden aus folgenden

Ländern wird der Studienbeitrag auf A-ntrag [3

Jahre lang möglich] innerhalb von 4 Wochen

rückerstattet bzw. müssen keinen Studienbeitrag

enrichten.

Befreiungen?

Von der Entrichtung des Studienbeitrages

befreit sind:

∗ Inländische Studierende, die

ein Auslandssemester mit universitären, staatlichen

oder EU-Austauschprojekten absolvieren

∗ Ausländische Studierende, die

Auslandssemester mit Austauschprogrammen in

Österreich absolvieren, oder deren Heimatland bzw.

Stammuniversität österreichische Staatsbürger auch

gratis studieren lässt.


Flüchtlinge

Eine Befreiung aus sozialen Gründen

ist nicht möglich!

Beurlaubung?

Es ist nun doch möglich, sich vom Studium

[für die Dauer von höchstens zwei Semestern]

beurlauben zu lassen. Für diesen Zeitraum muss kein

Studienbeitrag entrichtet werden, es ist jedoch auch

nicht möglich, Prüfungen zu machen bzw. an

Übungen teilzunehmen. Eine Beurlaubung ist aus

folgenden Gründen zulässig:




Studienbeihilfe?

Präsenz- oder Zivildienst

Schwangerschaft

Kinderbetreuung

Studienbeihilfebezieher.innen bekommen den

Studienbeitrag vollständig ersetzt [unabhängig von

der Höhe der Studienbeihilfe]. Studierenden, die nur

“knapp” keine Studienbeihilfe bekommen, wird der

Studienbeitrag anteilsmäßig ersetzt.

Was passiert, wenn jemand falsch

einzahlt?

Wird zu wenig einbezahlt, muss nachbezahlt

werden, und zwar:

∗ Wer weniger als um 10 % zu wenig

bezahlt, kann den Fehlbetrag einfach nachüberweisen.

4 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Unipolitik

∗ Fehlen mehr als 10 %, ist eine Nachüberweisung

nicht zulässig. In diesem Fall muss der

gesamte Studienbeitrag, zuzüglich eines 10%igen

Zuschlags, erneut überwiesen werden. Danach kann

die erste Einzahlung rückgefordert werden.

Wird nicht innerhalb der Zulassungsfrist [TU

Wien: Ende Oktober] einzahlt, kann innerhalb der

Nachfrist [30. November 2001] einen um 10%

erhöhten Beitrag einbezahlen.

Wer zu viel einzahlt, kann den zuviel

entrichteten Betrag zurückfordern.

Als rechtzeitig einbezahlt gilt, wenn der

Studienbeitrag innerhalb von zehn Tagen nach

Fristende auf dem jeweiligen Universitätskonto

eingelangt ist. Trifft der Studienbeitrag nicht

innerhalb dieser Frist auf dem Konto ein [damit gilt

er als nicht bzw. nicht rechtzeitig einbezahlt], kann

vom Studierenden der Nachweis der Einzahlung

getätigt werden.

Wenn nicht eingezahlt wird, was

passiert dann?

Wird nicht bis Ende der Nachfrist eingezahlt,

erlischt die Zulassung zum Studium. Dies bedeutet

nicht nur, dass man keine Prüfungen mehr machen

kann, sondern auch den Verlust von Beihilfen bzw.

macht es sozialversicherungs-rechtliche Probleme

[Mitversicherung, studentische Selbstversicherung,

...]. Wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder

inskribiert, muss in den dann gültigen Studienplan

eingestiegen werden!

Markus Grabner

marco@physik.htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Unipolitik

SEMESTERTICKET

Freut Euch oder auch nicht! Im Wintersemester

2001/2002 bekommen Studenten, die Familienbeihilfe

beziehen und ihren Hauptwohn-sitz in Wien haben, das

Studentensemesterticket um 600 ATS oder zum Nltarif.

Anspruch auf die Semesterkarte haben alle

ordentlichen Studenten, sofern sie vor Beginn des jeweiligen

Semesters (1. Oktober oder März) das 26. Lebensjahr nicht

überschritten haben, sowie Stu-dierende, die darüber hinaus

Familienbeihilfe be-ziehen und zu Beginn des Semesters

das 27. Lebens-jahr noch nicht vollendet haben. Allerdings

muss man mit einem Nachweis des Familienbeihilfenbezuges

nach Erdberg ins Kundenzentrum fahren, um das

Semesterticket zu erwerben.

WER bekommt ein Gratis-Semester-

Ticket?

Leider nur einmalig, wird im Wintersemester 2001/

2002 Studenten mit Anspruch auf Familien-beihilfe, die

ihren Hauptwohnsitz in Wien bis 14. Mai 2001 angemeldet

haben, die Semesterkarte gratis ausgestellt.

WER zahlt 600 ATS?

Studenten die Familienbeihilfe beziehen sich in

Wien nach dem 15. Mai 2001 hauptgemeldet haben.

WER zahlt 1200 ATS?

ALLE Studenten mit Familienbeihilfe und

Hauptwohnsitz AUSSERHALB Wiens.

WER zahlt 1.540 ATS?

Studenten ohne Familienbeihilfe – unabhängig vom

Hauptwohnsitz.

SONST noch WAS ?

Die Semesterkarte ist von Mitte September bis 16.

November 2001 in allen Vorverkaufstellen der Wiener

Linien sowie Kundenzentrum der Wiener Linien erhältlich.

Beim Kauf sind

* das ausgefüllte Bestell formular

* die Berechtigungskarte

* der gültige Studienausweis bzw.

Inskriptionsbestätigung

sowie – bei Studenten mit Familienbeihilfe und

Hauptwohnsitz in Wien - der Meldezettel vorzuweisen.

Wiener, freut euch des Lebens! Nichtwiener, ärgert

euch (berechtigterweise)!

Die Berechtigungskarte gibt es übrigens auch dieses

Jahr wieder in den geheiligten Hallen der Studien- und

Pruefungsabteilung, sprich dort wo der Akt der

Erstinskription seinen Vollzug findet bzw. fand.

Sng. Michael Dauke

( Verfasser ist Wiener seit 14.Mai 2001)

daukosk@physik.htu.at

DAS SEMESTERTICKET ODER:

UM WIEVIEL GELD VERKAUFE ICH MICH?

Man erinnere sich zurück: Mitten im Wahlkampf

zur ÖH-Wahl 2001 tauchte plötzlich ein beinahe

unglaubliches Gerücht auf: Semesterticket für alle. Wer

schwebte da nicht auf Wolke Nr. 7, wer wähnte sich da

nicht wieder in Zeiten von freiem Semesterticket, endlos

bezogenen Familien- und Studienbeihilfen etc.

Doch auch dieser Traum von der Rückkehr in die

„gute alte Zeit“ folgte instantan, die Einschränkung kam

auf dem Fuß und plötzlich hieß es „Freifahrt für alle mit

Hauptwohnsitz vor 15. Mai 2001 in Wien“. In Zeiten der

Volkszählung, wo es bekanntlich ja für die Länder um viel

Geld geht, eine durchaus verständliche Aktion von VSStÖ

und ihrer Mutterpartei - der in Wien den Bürgermeister

stellenden SPÖ.

Aber da ist man nun als armer und – zumeist –

finanziell doch relativ armseliger Student lo-gischerweise

hin- und hergerissen. Was soll man tun? Beinhart abcashen,

sich von Wiens Bürgermeister das Semesterticket zahlen

lassen und sich so gemütlich 1 200 öS pro Semester sparen,

dafür aber die eigene Identität aufgeben, die Herkunft, auf

die man doch berechtigter Weise stolz sein sollte, verneinen,

nur für ein paar hundert Schillinge? Da entbrennen natürlich

die wildesten Diskussionen darüber, ob man nun tatsächlich

freiwillig Stadt-mensch (alias Prolet) werden oder doch

vielleicht lieber bodenständiger Landmensch (vulgo Bauer)

bleiben soll. Diese Entscheidung....

Nach langem hin und her hab ich mich dazu

entschlossen, zu meinem Bauernsein zu stehen, auf das

Wiener Semesterticket dankend zu verzichten und dem

Proletentum vorläufig noch zu entrinnen (obwohl das nicht

alle so sahen und sehen – hallo Boris). Mal sehen, wie

lange ich das noch schaffe, die nächste Wahl kommt

bestimmt, ebenso wie die nächste Volkszählung. Ob ich es

dann noch einmal schaffe, meinen Wurzeln treu zu bleiben,

kann ich heute noch nicht sagen.

PS: An alle, die mit meiner Kategorisierung in

Bauern und Proleten nicht einverstanden sind : Ich möchte

mich bei allen, die sich dadurch von mir beleidigt fühlen,

schon jetzt entschuldigen....

Regina Fleischner

regi@physik.htu.at

6 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


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Unipolitik

VOLKSBEGEHREN UND DERGLEICHEN

Zuerst einmal Grüße an alle Studenten,

politisch Interessierte und Nichtinteressierte, Wähler

und Nichtwähler, Optimisten, Atheisten, ... kurz

HALLO WELT.

Wie viele von Euch wissen ist der

Studiengebührenboykott gescheitert an diversen

Hindernissen, auf die ich in diesem Artikel nicht

näher eingehen will. Das heißt aber noch lange nicht,

dass der politische Widerstand der Studenten

gegenüber der Bildungspolitik unserer Regierung

damit gescheitert wäre.

Denn wie viele von euch wissen oder sich vage

erinnern können oder noch nicht wissen, hat die

Vorsitzendkonferenz der Universitätsvertretungen,

ein Bildungs-volksbegehren eingeleitet. Letzten

April wurden bereits die Unterstützungserklärungen

dafür gesammelt, wobei die benötigte mindest

Anzahl an Unterschriften (7.795) mit 49.000

gültigen Unterstützungen bei weitem überschritten

wurde.

Das eigentliche Volksbegehren beginnt am 6.

November und endet am 13. November. In diesem

Zeitraum darf jeder österreichische Staatsbürger, mit

Hauptwohnsitz in Österreich die am Stichtag, dem

2. Oktober, in die Wählerevidenz eingetragen sind,

teilnehmen.

Für uns heißt das, dass jede Studentin, Mutter,

Oma , Tante, Nichte, Freundin bzw. jeder Student,

Vater, Opa, Onkel, und was weiß ich wer noch,

die diese drei Bedingungen erfüllen, dieses

Volksbegehren unterzeichnen kann bzw. soll.

Damit eine Gesetzesinitiative in Form eines

Volksbegehrens zustande kommt, die im Parlament

behandelt werden muss, sind 100.000 gültige

Eintragungen erforderlich, wobei jene, die das

Volksbegehren mit ihrer Unterstützungserklärung

eingeleitet haben, bereits mitgezählt werden. Ergo

brauchen wir noch mindestens 51.000 gültige

Unterschriften.

Ha! Schwerer Irrtum, natürlich brauchen wir

soviel Unterschriften wie möglich.

Weshalb?!? Ganz einfach: Da dies ein

Volksbegehren ist, also hoch offiziell, können die

Zahl der Unterschriften und damit die Zahl der

betroffenen Menschen nicht von der Regierung

ignoriert werden. Damit können wir der breiten

Öffentlichkeit zeigen, dass die bildungspolitischen

Maßnahmen nicht nur die unwilligen Schüler oder

die stinkfaulen Studenten betreffen, sondern auch

deren Familien, Freunde und Hauskatzen.

Leichter wird es uns nicht mehr gemacht, den

Verantwortlichen für die Bildungspolitik zu zeigen,

daß sich ihre Beschlüsse nicht nur negativ auf

Studenten und Schüler auswirken, sondern auch auf

ihr ganzes Umfeld.

Sng. Michael Dauke

daukosk@physik.htu.at

Für alle die es schwarz auf weiss haben wollen:

DIE FORDERUNGEN DES VOLKSBEGEHRENS

Bildung muss ein verfassugsmäßig abgesichertes Grundrecht der Menschen und somit die Grundlage

einer demokratischen Gesellschaft sein. Aus diesem Grund ist der freie Zugang zur Bildung für alle

Bevölkerungsschichten zu garantieren, um soziale Chancengleichheit zu gewährleisten. Der Staat

muss deshalb seinen diesbezüglichen Verpflichtungen gegenüber den Menschen in diesem Land

dementsprechend nachkommen! Die Mitbestimmung aller Betroffenen muss gewährleistet sein.

8 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Unipolitik

Dieses Volksbegehren tritt ein:

1. Gegen Kürzungen im gesamten Bildungsbereich und für die ausreichende staatliche

Finanzierung von öffentlichen Bildungseinrichtungen, die ein vielfältiges Bildungsangebot

gewährleistet.

2. Gegen Studiengebühren und alle Maßnahmen, die den unentgeltlichen Zugang zu Bildung

und Ausbildung in Schule, Lehrlingsausbildung, Akademien, Fachhochschulen und

Universitäten gefährden sowie für die Förderung von Internationalität durch die rechtliche

Gleichstellung von ausländischen Studierenden.

3. Für ein leistungsorientiertes Dienstrecht an den Universitäten, das bei Erfüllung festgelegter

Qualitätskriterien in Lehre und Forschung eine durchgehende Laufbahn als Universitätslehrer

gewährleistet. Erst dies schafft die Perspektiven für den notwendigen Nachwuchs und sichert

die Qualität der Lehre.

4. Für ein sozial gerechtes Schüler- und Studienbeihilfensystem sowie gegen die

Benachteiligung von berufstätigen Studierenden und Studierenden mit Kindern.

5. Für neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Schularten.

6. Für das Recht auf schulische Berufsausbildung.

7. Für die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen auf 25

8. Für die Einführung der freien Schulwahl und die Abschaffung der Schulsprengel.

9. Für den gezielten Ausbau der Förderung einer lebenslangen Weiterbildung.

DER VORSITZ DER HTU

...hat die Aufgabe, die Taetigkeiten der

einzelnen Fachschaften und Referate zu

koordinieren und zu kontrollieren .

Er vertritt die HochschuelerInnenschaft an der

TU- WIEN bach aussen hin und ihm obligt

gemeinsam mit dem Wirschaftsreferat die Kontrolle

ueber die Finanzen. Immer wenn die HTU als

Koerperschaft oeffentlichen Rechtes in Erscheínung

tritt, ist der Vorsitz gefragt.

Des weiteren koordiniert er alle Aufgaben, die

ueber die Taetigkeiten einer einzelnen

Studienrichtung hinausgehen (z.B. Senatsarbeit,

Gesetztesbegutachtung,...). Er ist in seiner Taetigkeit

an die Richtlinien der Universitaetsvertretung

gebunden .

Lisl, Smi, Peter

vorsitz@htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Service

NEWS

Fristen und Ferialzeiten:

ALLGEMEINE ZULASSUNGSFRISTEN IM STUDIENJAHR 2001/2002

Wintersemester 2001/2002:

10.09.2001 bis 29.10.2001, Nachfrist: 30.10.2001 bis 30.11.2001

Sommersemester 2002:

18.02.2002 bis 29.03.2002, Nachfrist: 30.03.2002 bis 30.04.2002

EINTEILUNG DES STUDIENJAHRES 2001/2002:

Wintersemester 2001/2002:

Montag 1. Oktober 2001 bis Samstag 2. Februar 2002

Sommersemester 2002:

Montag 4. März 2002 bis Samstag 29. Juni 2002

LEHRVERANSTALTUNGSFREIE ZEITEN IM STUDIENJAHR 2001/2002:

Allerseelentag: Freitag 2. November 2001

Tag des Landespatrons: Donnerstag 15. November 2001

Weihnachtsferien: Montag 17. Dezember 2001 bis Samstag 5. Jänner 2002

Semesterferien: Montag 4. Februar 2002 bis Samstag 2. März 2002

Osterferien: Montag 25. März 2002 bis Samstag 6. April 2002

Pfingstferien: Samstag 18. Mai 2002 bis Dienstag 21. Mai 2002

Rektorstag: Freitag 31. Mai 2002

Sommerferien: Montag 1. Juli 2002 bis Montag 30.September 2002

Elektrodynamik und Relativitätstheorie

wird von Prof. Burgdörfer nicht mehr geprüft.

Innovation im 3. Semester:

Aus didaktischen Gründen wird das

kommende WS 2001/02 abweichend von den 3.

Semestern in den bisherigen Studienjahren mit der

VO 134.012 “Einführung in die Quantenphysik” (ab

2.10.2001) sowie der zugehörigen AG 134.022

“Rechenübungen Quantenphysik” (ab 12.10.2001)

begonnen !

Die VO 134.009 “Thermodynamik

(Verbundlehrveranstaltung)” wird erst im Anschluss

daran am 13.11.2001 beginnen sowie die AG

134.010 “Rechenübungen Thermodynamik” am

23.11.2001.

Physik I neu:

Nachdem Prof. Kirchmayr vor zwei Jahren

die Physik II Vorlesung schon an die Profs Hilscher

und Bauer abgegeben hat, wird er in diesem Jahr

auch die Physik I Vorlesung nicht mehr halten. Sie

wird von den Prof’s Wiesinger und Hilscher

übernommen.

„Persönlicher Führungstutor“:

An und für sich erst für die Einführung des

neuen Studienplanes vorgesehen, wird es ihn schon

ab diesem Semester zum ersten Mal, man könnte

sagen als Testlauf, geben .

Im Rahmen des Erstsemestrigentutoriums der

Fachschaft wird die Tutoriumsgruppe zu einem Prof

gehen (eine genaue Vorstellung gibt’s dann

wahrscheinlich in der nächsten Ausgabe), der den

Erstsemestrigen als Ansprechpartner für Probleme

im Studium (vor allem in Hinblick auf die Einhaltung

der Mindeststudienzeit) vorgestellt wird, und der

fortan für sie „zuständig“ sein wird.

10 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Service

INTERNETZUGANG AN DER TU

Sobald Du an der TU inskribiert bist hast Du

die Möglichkeit einen Internetaccount zu

beantragen. Mit Deinem Username (wo ist,

innovativerweise, Deine Matrikelnummer mit einem

kleinen ‘e’ vorne dran, wofuer das steht darf sich

jeder selber ausdenken) kannst Du dann die Rechner

in den Benutzerräumen verwenden (in der

“Kernzeit” - Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00

Uhr - in Summe maximal 5 Stunden pro Monat,

außerhalb dieser Kernzeit können die PCs ohne

Beschränkung verwendet werden, wenn Platz ist,

das Greppl stabil rennt, etc.).

Was wird Dir geboten?

Mit einem TU-Internetzugang kannst du die

wichtigsten Internetdienste nutzen. Um nur einige

zu nennen:

*) E-mail: Du bekommst eine E-mail-Adresse

der Form eMatrikelnummer@student.tuwien.ac.at

(zB. e9226282@student.tuwien.ac.at). Also

kuerzeste und am leichtesten zu merkende auf Welt

;-). Mit dieser E-mail-Adresse bist Du aus aller Welt

erreichbar. Vorsicht! Mickrige 7 Megabyte (maximal,

eigentlich nur 5) kannst Du da drauftun, also

keine MP3s oder MPEGs mailen!

*) Usenet News: Das sind eine Art

elektronische Nachrichtenbretter bzw.

Diskussionsforen. Es gibt auch einige TU

spezifische News-Gruppen in den Veranstaltungen

angekündigt, manchmal Jobangebote gepostet und

studentenspezifische (Bier, Festln und die allseits

beliebten alt.sex.pictures) Themen diskutiert

werden.

*) WorldWideWeb: Selbstverständlich kann

man auch im WorldWideWeb surfen und darüber

hinaus eine eigene Homepage erstellen. Auch hier

gibts nur 10 megs platz, also musst Du deine lustigen

Festl-Photos woanders hintun.

Der Zugang wird über PCs unter Linux und

Windows, sowie über einfache Terminals

ermöglicht. Die Terminals findest z.B. beim Eingang

ins Freihaus. Sie geben dir vor allem eine sehr

schnelle Möglichkeit deine E-mails zu lesen -Wenn

Du des linuxschen, insbesondere des muttschen oder

pineschen maechtig bist. Windows-benutzter

muessen wohl oder uebel in die Benutzterraeume

dackeln. Selben schuld. Die PCs, die sich sowohl

unter Linux als auch Windows verwenden lassen,

befinden sich in den sogenannten Benutzerräumen,

von denen es im Freihaus drei gibt. Der wichtigste

Benutzerraum -da am naechsten an der Fachschaft

Physik - ist im Erdgeschoss des roten Bereiches des

Freihauses. Auf den PCs stehen dir auch noch

weitere Softwarepakete wie z.B. Textverarbeitungssysteme

zur Verfügung.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit dieses

Angebot von daheim zu nutzen. Dazu kann man sich

entweder per Modem einwählen (Voraussetzung ist

ein normaler Telefonanschluß), oder einen

Studentenzugang über Chello, der um einiges

günstiger als ein normaler ist, erwerben. Das kostet

zur Zeit 444,- anstatt 599,- pro Monat, langsame

bzw. keine Verbindung inbegriffen, ausser Du

wohnst im zehnten, dort funkts normalerweise.

Um dir die Nutzung des Angebotes so einfach

wie möglich gestalten gibt es in den meisten

Benutzerräumen EDV Tutoren - erkennbar am

arroganten Blick -, die dir gerne - etwaige verzerrte

Gesichter oder gequaelt klingende Stoehnlaute sind

rein zufaellig und haben nichts mit Deiner dummen

Frage zu tun - bei Problemen weiterhelfen.

Außerdem werden von der Hochschülerschaft

verschiedene Einführungskurse angeboten, an denen

du gratis teilnehmen kannst.

Für die Anmeldung wendest du dich,

gemeinsam mit deinem Studentenausweis, an einen

Tutor in den Internet-Räumen des Zentralen

Informatikdienstes (Freihaus EG und 2. Stock,

Favoritenstraße sowie Gusshausstrasse 25, 3. Stock).

Stephan Witoszinskyj

swito@physik.htu.at

mit Anmerkungen von

Boris Legradic

boris@physik.htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Service

FACHSCHAFTSFAQ

Das Mysterium Fachschaft Technische Physik

hat schon hunderte Studenten an ihrem oder dem

Geisteszustand der Fachschaftsmitarbeiter zweifeln

lassen. Die folgenden Fragen werden dann meist mit

einem Kopfschuetteln dass den Kopf des Studenten

zu delokieren droht, oder mit einem Seufzer, dessen

Intensitaet ca. Staerke acht auf der nach oben offenen

Richter-Skala erreicht, ausgestossen. In jahrelanger

- o.k., es waren mehr so zwei Tage - Kleinarbeit

haben wir diese Fragen und die im allgemeinen

darauf gegebenen Antworten - von den geworfen

Flaschen und anderen stumpfen oder scharfen

Gegenstaenden abgesehen - gesammelt und

praesentieren sie hier in der noch nie dagewesen,

einmaligen und bald auch schon im Internet zu

bewundernden

FachschaftsFAQ!

1.0 Wer seids Ihr

eigentlich?

1.1 Studiert ihr?

Ja. Ueberraschenderweise sind einige von uns

sogar ganz gute Studenten, die unter Umstaenden

sogar Deine Fragen beantworten koennen.

Natuerlich flitzen wir nicht (oder kaum) in

Mindestzeit durchs Studium, aber wer schafft das

schon?

1.1.1 Wenn ja, was?

Physik latuernich. Bloede Frage. Nur

Physikstudenten haben in der FS Physik beim

Fachschaftstreffen ein Stimmrecht. Dass des

oefteren Leut aus anderen Studienrichtungen bei uns

herumlungern is nur, weil wir so leiwand sind.

1.1.2 Ehrlich?

Ja, verflucht noch mal.

1.2 Wieviele Leut habts ihr

eigentlich?

Hoelle viele. Es gibt zwar nur 5 gewaehlte

Studienrichtungsvertreter, aber die machen nur einen

Teil der anfallenden Arbeit. Den Grossteil machen

die ca. 30 anderen Heinzelmaennchen, die man so

in der FS rumlungern sieht.

1.3 Woher kriegt Ihr Eure Kohle?

Als gewaehlte Studienrichtungsvertretung

bekommen wir einen Teil des ÖH-Beitrages (die

ominoesen 187 Oesen, die ihr Anfang des Semesters

berappen musstet) als Budget.

1.3.1 Und was macht Ihr damit?

Der Grossteil des Geldes wird fuer die

Ausbildung der Fachschafts-Mitarbeiter auf

Seminaren ausgegeben. Ja, die Typen die Dich

beraten sind vielleicht irgendwelche

dahergelaufenen Idioten, aber wenigstens sind es

ausgebildete dahergelaufenen Idioten, die einen Plan

haben wovon sie reden. Deren Seminare gibt es

normalerweise zwei: Ein Erstsemestrigentutoriumsseminar

im September, sowie ein

allgemeines Fachschaftsseminar im Fruehjahr.

tun?

1.4 Habt Ihr mit der HTU was zu

Freilich. Der Hochschüler/innenschaft an der

TU Wien gehören durch die Zahlung des ÖH-

Beitrags alle TU-Studierenden an.

1.5 Was ist ein STRV?

StRV bedeutet StudienRichtungs-Vertreter.

Das sind exakt die fuenf Hanseln, die ihr

(hoffentlich) bei den letzten OEH-Wahlen gewaehlt

habt. Sie vertreten Eure Interessen gegenueber der

TU im allgemeinen und den Professoren im

besonderen.

1.6 Fuer die ganze Hacken casht

Ihr doch sicher massig ab, oder?

Klar. Einstiegsgehalt liegt bei ungefaehr

40000•, aber das steigt rasend schnell. In ca. einem

Monat werde ich mir endlich meine eigene Insel

kaufen koennen...

Tja, die Realitaet ist bitter. Fuer all die Arbeit,

die wir bienengleich hier leisten bekommen wir

exakt Nullem. Theoretisch wuerde der StRV-

Vorsitzende 9000 Ischlinge im Jahr bekommen, aber

das Geld wird bei uns fuer Fachschaftsangelegenheiten

verwendet. Den einzigen realen

Vorteil, den StRVs und Kommissionsmitglieder

12 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Service

ziehen, sind bis zu insgesamt 3 „Bonussemester“

im Studium, die sie die Mindeststudienzeit

ueberziehen koennen und trotzdem Familienbeihilfe

beziehen.

2.0 Was tut Ihr fuer

mich?

Alles. Zumindest alles, was in unserer Macht

steht. Wenn’s vernuenftig ist. Und wir Zeit haben.

Und grad net hungrig sind. Oder durstig. Oder etwas

besseres zu tun haben. Oder...

2.1 Ich hab Euch gewaehlt, was

bringt mir das?

Ein gutes Gewissen: Du hast DIE GUTEN

gewaehlt. Mit Deiner Stimme hast Du mitgeholfen,

die TU zu einem besseren Ort zu machen, den

Weltfrieden ein Stueckchen naeher zu bringen, und

last but not least, Du hast die bestmoegliche

Studentenvertretung gewaehlt! Bravo!

2.2 Ich hab Euch nicht gewaehlt,

und jetzt?

Stirb. Qualvoll & Langsam.

Optional kannst Du auch aus Deinen Fehlern lernen

und uns bei den naechsten Wahlen waehlen. Oder

Du kannst nichts daraus lernen und wieder die

Falschen waehlen. Damit musst aber dann DU leben.

2.3 Ich wollte durchgerechnete

Beispiele, aber der Typ im Buero hat

mir keine gegeben!

Ja, das kann durchaus sein. Wir haben keine

durchgerechneten Beispiele, wir sind der Meinung,

dass solltest Du selber machen, um zu lernen.

Abgesehen davon koennen und wollen wir nicht die

Verantwortung uebernehmen, dass etwaige

durchgerechnete Beispiele auch richtig und fehlerlos

sind. Wir haben nur Fragensammlungen.

2.4 Warum habt Ihr kein XXX

Skriptum?

2.5 Kann ich auf Euren PCs

internet surfen?

Nein. Leider. Die PCs sind fuer Fachschaftsarbeit

da, surfen kannst in den Benutzerraeumen.

2.6 Ich falle in XXX durch,

warum hilft mir keiner?

Warum bist Du durchgefallen? Wenn Du das

Gefühl hast, ungerechtfertigt durchgefallen zu sein

(weil du dem Prüfer persönlich unsympathisch bist

oder so), können wir sicher etwas für Dich tun. Wenn

Du allerdings zu wenig gelernt hast oder die Nerven

weggeschmissen hast, wird’s für uns schwieriger –

am besten suchst Du Dir Leute, mit denen Du eine

Lerngruppe bildest oder schliesst Dich einer solchen

an. Im Einzelfall am besten auf der Fachschaft

vorbeikommen und fragen, ob jemand auch gerade

für XXX lernt.

2.7 Was ist das mit der STUKO?

Eine STUdienKOmmission gibt es für jede

Studienrichtung. Die STUKO kümmert sich um die

Erstellung, Hege und Pflege des Studienplans –

generell um alle studienrelevanten Dinge. Besetzt

ist die STUKO zu gleichen Teilen mit Professoren,

Mittelbau-Vertretern (“Dozenten”) sowie

Studierenden. Somit führen wir ein Drittel der

Stimmen in der STUKO.

2.8 Ich hab gehoert Ihr

veranstaltet Festln?

Manchmal.

2.9 Wie ist das mit Spiele- bzw.

Videoabenden?

Passieren – entweder von langer Hand geplant

und daher exzessiv vorangekündigt (Plakate,

Homepage) oder eher spontan (dann musst halt zum

richtigen Zeitpunkt auf der Fachschaft sein).

3.0 Ich will mitarbeiten!

Ja! Ja! Ja! Nur zu !

Leider sehen nicht alle Professoren den Sinn

von Fragen- bzw. Testsammlungen ein. Dadurch ist

es manchmal schwierig, an Tests oder Pruefungen

zu kommen. Hier kannst Du helfen, indem Du Zettel

mitgehen laesst, und in den Briefkasten an unserer

Tuer wirfst. Das ist vollkommen legal, und der ewige

Dank Deiner Fachschaft ist Dir sicher.

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Service

tut?

3.1 Wie entscheidet Ihr, was Ihr

4.3 Eine Dichterlesung

veranstalten

Um unsere Entscheidungen zu treffen, finden

ein- bis zweimal monatlich sogenannte Fachschaftstreffen

statt (wann genau, erfährst Du in der

Fachschaft). Dabei werden anstehende Probleme,

Fragen, ... besprochen. Jeder anwesende Physik-

Studi hat eine Stimme, falls es zu Abstimmungen

kommt – natürlich versuchen wir, alles im Konsens

zu regeln – geht leider nicht immer.

3.2 Wer darf mitarbeiten?

Jeder. Ausser er tendiert zu rechtsextremem

Gedankengut, körperlicher Gewalt (Kampfschluempfe

ausgenommen!) oder so.

3.3 Was muss ich tun, wenn ich

bei der FS bin?

Tun müssen tust Du gar nix – naja, ausser

Deine Seele verkaufen ;-). Die Fachschaft ist kein

Verein, daher gibt’s auch keine Mitgliedschaft. Alle

Arbeit ist ehrenamtlich und unbezahlt.

3.4 Mein Freund hat gesagt, ihr

seids alle Trotteln.

Schade. Am besten kommt Dein Freund mal

bei uns vorbei und erklärt uns, warum wir Trotteln

sind bzw. was wir seiner Meinung nach anders

(besser) machen können, damit wir nicht bis an unser

Lebensende Trotteln bleiben.

4.0 Im Aufenthaltsraum,

Lernraum will ich...

4.1 Rumlungern/abhaengen

Einfach hinsetzen und anfangen! Solltest Du

damit Probleme haben, wende Dich an einen der

Typen mit Spinnweben hinter den Ohren, die haben

schon viel Erfahrung und koennen Dir weiterhelfen.

4.2 Ein Plakat aufhaengen

Prinzipiell dürfen Plakate nur mit

Genehmigung (mittels Stempel) der Fachschaft

aufgehängt werden. Wende Dich einfach an einen

Fachschaftsmitarbeiter

Hallo! Bei aller Weltoffenheit, das ist eine

Anfrage, die wir nicht oft erhalten. Allerdings gibt

es seit kurzem einen semiregelmaessig abgehaltenen

Literaturabend auf der Physik. Dort kannst Du auch

etwas aus einem eigenen Werk zum besten geben.

Soll das jedoch eine eigenstaendige Veranstaltung

werden muss das auf einem Fachschaftstreffen

beschlossen werden. Komm einfach vorbei und frag

mal nach...

Was wir Dir aber gleich sagen können: unsere

Räumlichkeiten werden nicht für gewinnorientierte

Veranstaltungen zur Verfügung gestellt.

4.4 Sitzen, aber es schaut aus wie in

einem Saustall nach einem

Granatentreffer

Ooops. Naja, bei soviel Genialitaet in einem

Raum kommt das Putzen manchmal zu kurz, bzw.

wir haben wieder mal eine Blutfehde mit den

Putzfrauen. Abwarten, oder noch besser, a bissl vom

Mist weghauen, es wird besser! Abtraeglich zum

allgemeinen Entropielevel auf der FS ist es auch,

seinen eigenen Mist in einen Mistkuebel zu

befoerdern. Und kontraer zu der Aussage eines

unserer StRVs (Hallo Michl!) ist die Welt nicht Dein

Aschenbecher.

4.5 Lernen, darf ich das?

Ja, auch das soll es geben. Latuernich ist es

gern gesehen und auch durchaus Usus auf der FS

was zu lernen. Primaer ist der Lernraum dafuer

gedacht - deswegen auch die aeusserst intelligent

gewaehlte Bezeichnung - im Aufenthaltsraum ist es

meist etwas lauter, und manchmal erklingt auch

himmlische Musik von den hoehen des

Dachgewoelbes herab...

5.0 Ich will mich ueber

Euch informieren, wie?

5.1 Was zum Teufel ist dieses

obskure Phi-6, das hin und wieder in

meinem Postkastl landet?

14 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


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Das Phi-6 ist eine Zeitung und somit das

offizielle Medium der Studienrichtungsvertretung

Technische Physik. Es erscheint mindestens viermal

jährlich und wird an alle Studierenden der

Technischen Physik verschickt.

5.2 Im Phi-6 steht nur Scheisse,

warum?

Luege, Luege, Luege. Das Phi-6 wird von

hochintelligenten, kompetenten Physikern

zusammengestellt und geschrieben (Ich? Naja, jaaa,

auch ich leiste meinen kleinen Beitrag), und ist daher

per Definitionem gut. Und aus.

5.3 Ich hab auch einen

Rechtschreibfehler entdeckt!

Das ist ja furchtbar. Kathastrophal. O mein

Gott, wie konnte das passieren!

5.4 Habts ihr eine Homepage?

Durchaus. Du findest uns auf

http://physik.htu.at.

5.5 Die ist genauso schlecht wie

das Phi-6!

Hallo? Du und ich, wir sollten einmal ein

ernsthaftes Gespraech fuehren. Was ist eigentlich

Dein verdammtes Problem? Sonst siehe Antwort

Frage 5.2

5.6 Ich hab ein Gedicht

geschrieben, koennts Ihr das

abdrucken?

Uiiiii! Ein Artikel! Wir wollen Artikel, wir

brauchen Artikel, mehr, mehr, mehr!! Sogar

Gedichte, gerade Gedichte!

5.7 Ich hab da eine Theorie ueber

den Einfluss von Wurmloechern auf

das Sexualleben von Plattwuermern...

Echt? Cool!

5.8 Wo kann man sich ueber

Euch beschweren?

6.0 Studientroubles

6.1 Professor XY behandelt mich

gaanz schlecht, koennt Ihr was tun?

Ja. Komm in der Fachschaft vorbei und erzähl’

uns, was genau passiert ist. Wir reden dann mit dem

XY.

6.2 Angeblich ist meine naechste

Pruefung kommissionell, was bedeutet

das?

Das bedeutet wohl dass du schon einige Male

zu dieser Pruefung angetreten bist und dabei nicht

gerade erfolgreich warst (so drei Mal falls Du im

ersten Abschnitt bist, sonst 4 Mal) und beim

naechsten Antritt (4. bzw. 5. im zweiten Abschnitt)

vor deinem letzten moeglichen Antritt stehst. Solltest

Du auch diese Pruefung in den Sand setzten, dann

bist Du fuer den Rest Deines Lebens vom Studium

der Technischen Physik in Oesterreich

ausgeschlossen. Wie das so mit Reinkarnation ist,

wissen wir selbst nicht so genau, das ist wohl eine

Gesetzesluecke.

Bei der komissionellen Pruefung sind ausser

dir und dem Pruefer noch andere Profs etc.

anwesend. Solltest du die komissionelle Pruefung

nicht schaffen, wirst du vom Studium gesperrt und

darfst dieses Studium an keiner Universitaet

Oesterreichs weiterfuehren.

Falls du wirklich in der Situation sein solltest,

dass dir nur mehr die komissionelle Pruefung bleibt,

komm am besten rechtzeitig zu uns...vielleicht gibt

es ja doch noch einen Ausweg.

6.3 Ich hab keine Kohle mehr,

nage am Hungertuch, was nun?

Nun gut, oder eher schlecht. Bekommst du

Familienbeihilfe? Bekommst du Studienbeihilfe?

Wenn nicht solltest du dich umschauen, und

falls du die Kriterien dafuer erfuellst, darum

ansuchen! Achtung, hier gibt es Einreichungsfristen!

Wenn ja sag mal deinen Eltern dass sie dir

davon auch was geben sollten (dazu sind sie

uebrigens verpflichtet...)!!!

Hast du trotz aller moeglichen Beihilfen etc.

zu wenig Geld wird dir wohl nichts anderes uebrig

bleiben als einen Job anzunehmen...

Nirgends. Naja, am besten klärt man solche

Dinge in persönlichen Gesprächen.

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Service

6.4 Ich habe kein Bier mehr...

Stell Dir vor, beim Billa haben’s so viel davon,

dass sie es verkaufen. Optional gibt’s auch bei uns

was zu trinken zu kaufen.

6.5 Wie isn das mit den

Integralen?

Sofern du nur ein paar kleine Fragen hast, wird

es dir kaum jemand abschlagen dir etwas zu

erklaeren. Bei groesseren Wissensluecken waere

vielleicht ein bisschen Nachhilfe zu empfehlen...wir

helfen natuerlich gerne jemanden dafuer zu finden!

6.6 Ich hab eine Uebung nicht

geschafft, muss ich das Jahr

wiederholen?

Nein, Du machst nur die verhaute Übung bei

nächster Gelegenheit (üblicherweise im

übernächsten Semester) nochmal.

7.0 Es kommt ein neuer

Studienplan? Muss ich

mich jetzt fuerchten?

7.1 Muss ich jetzt alles von vorne

machen?

Nein. Ab Inkrafttreten des neuen Studienplans

(1. Oktober 2002) hast Du fünf Jahre Zeit, Dein

Studium nach dem alten Studienplan zu beenden.

Wenn Du umsteigen möchtest (siehe unten), gibt es

Äquivalenzlisten, die besagen, welche Lehrveranstaltungen

aus dem alten Studienplan denen im

neuen Studienplan entsprechen.

7.2 Kann ich umsteigen?

Ein Umstieg auf den neuen Studienplan ist

jedezeit möglich.

7.3 Sollte ich umsteigen?

Puuh. Das musst Du im Endeffekt selber

entscheiden. Wenn Du allerdings meinst, dass Du

es in der Fünfjahresfrist nicht schaffst, Dein Studium

zu beenden, ist es meist klüger, rechtzeitig

umzusteigen, um nicht «sinnlos» Zeugnisse zu

sammeln, die Du dann nicht mehr verwenden kannst.

7.4 Was wird anders?

http://physik.htu.at/euer%20Studienplan.html

- dort steht’s ganz genau. Kurz gesagt: weniger

Wochenstunden, umgestaltete Mathe-Einführungs-

Vorlesungen, mehr Datenverarbeitung.

8.0 Soziales/

Studiengebuehren/

Bundesheer

8.1 Wie komm ich an

ein Stipendium?

Das fragst du am besten im Sozialreferat nach!

Prinzipiell musst du entweder sau gut im Studium

sein oder sozial Beduerftig...

8.2 Wie lang kann ich

Familienbeihilfe beziehen?

Anspruch auf Familienbeihilfe gibt’s solang

du dein 26. Lebensjahr noch nicht vollendet hast, in

speziellen Faellen (z.B. Schwangerschaft oder

Praesenz/Zivildienst) ein Jahr laenger.

8.2.1 Kann ich die

Familienbeihilfe verlieren?

Ja! Wenn du entweder arbeitest und mit

deinem Gehalt ueber die Geringfuegigkeitsgrenze

kommst, oder wenn du nach dem ersten Studienjahr

keine 8 Wochenstunden nachweisen kannst, oder

wenn du fuer den ersten Abschnitt laenger als

Mindeststudiendauer +1 Semester brauchst (das ist

bei uns 5 Semester), oder wenn du fuer den zweiten

Abschnitt Mindeststudiendauer +1 Semester

brauchst (bei uns 7 Semester), aber nicht laenger

als bis zum 26. Lebensjahr (siehe 8.2), oder wenn

du dein Studium nach dem 3. Semester wechselst,

oder wenn du dein Studium oefter als zwei Mal

wechselst.

Achtung! Solltest du deine Familienbeihilfe

verlieren, weil du fuer den ersten Abschnitt zu lange

brauchst, kannst du sie wiederbekommen, sobald

du den ersten Abschnitt fertig hast (es sei denn du

brauchst laenger als 9 Semester dafuer).

8.3 Wie is das mit der

Studienbeihilfe?

Anrecht auf Studienbeihilfe hast du unter den

Voraussetzungen eines guenstigen Studienerfolges

und sozialer Beduerftigkeit. Wie das jetzt genau

16 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Service

ausschaut und was das heisst, darueber erkundigst

du dich am besten persoenlich im Sozialreferat.

Kleiner Tip: Ansuchen kann man ja zumindest

mal...

8.4 Die wollen mich zum

Bundesheer/Zivildienst einziehen,

Hilfe!

Leider wird Anträgen auf Aufschub des

Präsenz- bzw. Präsenzersatzdienstes aufgrund eines

Hochschulstudiums kaum mehr stattgegeben.

Probieren kann man’s trotzdem!

8.5 Werde ich dann

exmatrikuliert, bzw. muss ich

weiterzahlen?

Du kannst Dich für die Zeit Deines Präsenzdienstes

(2 Semester) vom Studium beurlauben

lassen. Dann bezahlst Du keine Studiengebühren,

darfst allerdings auch keine Prüfungen machen bzw.

an Übungen teilnehmen. Ein guter Plan ist hier, mit

den Vortragenden Kontakt aufzunehmen. Meist

findet sich eine Lösung!

8.6 Ich mache ein

Doppelstudium, muss ich doppelt

zahlen?

Nein. Nur einmal. Du bekommst zwar 2, 3, n

Erlagscheine, kannst Dir aber aussuchen, welchen

Du einzahlst und welche Du in die Endablage

transferierst.

8.7 Ich bin Schwanger, gibt’s so

etwas wie Karenz?

Siehe 8.5 – für zwei Semester kannst Du Dich

vom Studium beurlauben lassen, zahlst keine

Studiengebühren, darfst an keinen

Lehrveranstaltungen teilnehmen.

8.8 Ich hab ein Kleinkind, wie

studiere ich jetzt?

Darueber informierst du dich besser im

Sozialreferat der HTU, da kann man dir dann ganz

genau sagen wo du z.B. finanzielle Unterstuetzung

bekommst oder einen Kinderbetreuungsplatz

findest.

9.0 Ich hab ein

Physikstudium

angefangen...

9.1 ...und hab keinen Plan!

Keine Sorge, das wird schon. Am besten setzt

Du Dich am ersten Unitag um 9 Uhr gemütlich in

den Hörsaal 6 im Freihaus und wartest, bis wir

auftauchen und etwas vom «Erstsemestrigentutorium»

faseln. Dabei setzen sich höhersemestrige

Studis in Kleingruppen mit den «Frischlingen»

zusammen und versuchen, Euch so etwas wie einen

Grobplan zu vermitteln, Eure Fragen zu

beantworten, etc. Je nach Interesse gibt’s weitere

Treffen beim Heurigen, in der Spielhalle, in der

Fachschaft, auf der Donauinsel, ... Es soll sogar

schon vorgekommen sein, dass sich auf diese Art

Lerngruppen, Freundschaften, Beziehungen

entwickelt haben.

9.2 Kann ich jede Vorlesung

hoeren wann ich will?

Prinzipiell ja. Allerdings gibt es im

Studienplan einen Vorschlag, in welcher

(ungefähren) Reihenfolge die Pflichtlehrveranstaltungen

gehört werden sollten – es macht

wenig Sinn, Quantenfeldtheorie vor Analysis I zu

hören (es sei denn, Du bist Mathematik-Genie).

9.3 Wann sollte ich welche

Pruefung machen?

Am besten schnell, nachdem Du die Vorlesung

gehört hast, sonst hast Du wahrscheinlich alles

wieder vergessen und kannst es nochmal lernen!

9.4 Was bedeutet «immanenter

Pruefungscharakter»?

«Immanenter Prüfungscharakter» bedeutet

schlicht, dass die Leistungsfeststellung nicht durch

einen einmaligen Prüfungsakt erfolgt, sondern

regelmässig über das Semester verteilt, also

zumindest durch zwei «Tests». Immanenten

Prüfungscharakter in Reinkultur erlebst Du in den

Mathe-Übungen (ein bis zwei «grosse» Tests, zwei

bis drei kleine «Überraschungstests») bzw. im Labor.

Daniela Piassoni & Boris Legradic

dani@physik.htu.at;

boris@physik.htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Service

MAN BRAUCHT AUCH ETWAS

ABWECHSLUNG...

...und so kommt es vor, dass sich des Abends

Physiker und ihre Freunde in der Fachschaft Physik

zum allseits bekannten und beliebten Spiele- oder

Videoabend einfinden, um sich ein bisschen von

Prüfungen, Übungen, Lernen etc. zu erholen und

nette Leute kennen zu lernen. Die Termine derselben

werden ein paar Tage vorher durch Aushänge in

Fachschaftsnähe und vorm Hörsaal 6 bekannt

gegeben. Also wenn ihr gerade nichts besseres zu

tun habt, kommt doch einfach mal vorbei!

Der Spieleabend:

Nun ja, was soll man dazu noch erklären, der

Titel sagt ja sowieso schon alles. Beginn ist 19:00

oder 20:00 Uhr, is aber meistens wurscht, weil

gespielt wird, sobald wer da ist, der Lust dazu hat.

Was wird gespielt? Naja, alles was so da ist und

wozu sich genügend Mitspieler finden...eh kloar.

Natürlich ist auch für’s leibliche Wohl gesorgt, denn

der Kühlschrank ist immer gut gefüllt mit ein paar

kühlen Getränken (und ja, wir haben auch was

anderes als Bier, kaum zu glauben aber wahr!).

Der Videoabend:

Wie auch hier schon der Name sagt werden

Videos gezeigt. Beginn ist so ca. um 19:00 und

meistens stehen zwei Filme am Programm, welche

das sind wird natürlich vorher kundgetan. Manchmal

kann es aber auch passieren dass sich dann noch ein

dritter Film einschleicht, oder es ist gerade Star Trek

Nacht (das sind halt mittlerweile doch schon ein paar

Filme mehr als zwei...) oder ähnliches, dann wird’s

natürlich auch mal später, macht aber nix, weil unser

Freund der Kühlschrank ist auch hier zugegen und

versorgt uns noch mit allem Nötigen, auch wenn die

letzte U-Bahn schon lange weg ist.

Und dann gibt’s natürlich noch die besten

Feste an der TU, die Physiker-Feste.

Eigenlob stink ja an und für sich, aber hier stimmts

ausnahmsweise mal, und wer das nicht glauben kann,

kommt am besten mal vorbei und lässt sich

überzeugen! Wann wie und wo diese Festln

stattfinden wird euch sicher nicht verborgen bleiben.

Tja, jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, ich

hoffe wir sehen uns mal bei einer dieser einzigartigen

und meist unvergesslichen Gelegenheiten.

Daniela Piassoni

dani@physik.htu.at

2. LITERATURABEND DER FACHSCHAFT

PHYSIK

Auf Grund des grossen Erfolges des 1.

Literaturabend der FS Physik (fand im Juni statt)

freue ich mich, dessen Neuauflage ankündigen zu

dürfen, und zwar für den 25. Oktober 2001.

Möchtest Du uns Dein Lieblingsbuch (oder

zumindest ein gutes Buch) vorstellen? Dann wende

Dich mittels e-mail vertrauensvoll an

marco@physik.htu.at.

Als Vorgeschmack gibt’s die Leseliste vom

letzten Mal:

Boris Legradic:

Neal Stephenson – Cryptonomicon

Daniela Piassoni:

Terry Pratchett – MacBest

Regina Fleischner:

Gerhard Hauptmann - Bahnwärter Thiel

Markus Grabner:

Bret Easton Ellis - American Psycho

Edmund Widl:

Frank Wedekind - Frühlings Erwachen

Christian Koller:

Jean-Paul Sartre - Geschlossene Gesellschaft

Chrisitan Morgenstern – Galgenlieder

Regina Müller/Martin Hillebrand: Mira

Lobe - Das kleine Ich bin Ich

Matthias Paul:

Ostbahn Kurti/Günter Brödl – Blutrausch

Markus Grabner

marco@physik.htu.at

18 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Service

DAS WHO IS WHO DER FSTPH

Die Fachschaft Physik machen nicht nur jene

drei Räume im 1.Stock des Freihauses (roter

Bereich) aus, sondern vor allem die

Fachschaftsmitarbeiter, die dort anzutreffen sind.

Denn neben den fünf gewählten Studienrichtungsvertretern

(Strvs) gibt es noch (FLÖ sei Dank) eine

Vielzahl von Leuten, die mithelfen euer (und damit

natürlich auch ihr eigenes) Studium für alle so

angenehm, wie möglich zu machen.

Und sei’s, damit ihr die Scheu verliert sie

anzusprechen, oder sei’s, um ihnen allen für ihre

Mitarbeit zu danken, möchte ich unsere Mitarbeiter

jetzt vorstellen:

Michael „Michl,

Mlchl, Daukosk“

Dauke

Hier wäre nun der

erste aus der Riege der

Strvs); Mlchls Hauptinteresse,

liegt derzeit bei der

Aufrechterhaltung der Beziehungen

der FS Physik

zum Rest der Hochschülerschaft

der TU. Das einzige Problem dabei ist leider,

dass er einen eigenen Pressesprecher braucht, damit

irgendjemand seine allzu wohlformulierten

deutschen Sätze versteht. Nebenbei kümmert er sich

bei uns auch noch um die Spiele- und Videoabende,

mit denen ihr hoffentlich bald Bekanntschaft

schließen werdet.

Marco „Maks“

Dragicevic

Wenn ihr einmal

vorbeikommt und euch aus

unserer reichhaltigen Physikbibliothek

ein Buch zum

Lernen auf der Fach-schaft

ausborgen wollt, dann denkt

an Maks, unseren Chefbibliothekar,

der in unzähligen Arbeitsstunden, die

Bibliothek zu dem gemacht hat was sie jetzt ist:

übersichtlich.

Regina „Regi, Bob,

Kloane, Die Blonde,

Elektroni“

Fleischner

Nach dem unglaublichen

Engagement der

kloanen, blonden Kärntnerin

im letzten Wahlkampf (das

neben ihrer Funktion als

zweite Hälfte der Getränkekommission stattfand),

ist es kaum verwunderlich, dass die Fachschaftsliste

wieder einmal ihren unumstrittenen ersten Platz auf

der TU sicherstellte; Regi schaffte es nicht nur, uns

um 6 Uhr zum Plakate picken aus dem Bett zu

treiben, nein! Es machte uns sogar noch Spaß!

Danke Sonnenschein...

Markus „M.G,

Butcher, Le Butch,

Butchinski, die

Fliege, Bumm-

Bumm, Barbarossa,

(zu viele Namen um

sie zu schreiben..)“

Grabner

Butcher ist Fachschaftsurgestein und seine

Anzahl von Semestern wird nur von der Anzahl der

guten Taten, die er in diesen Jahren für die FS getan

hat, in der Waage gehalten; und ich bin stolz mir

mit ihm eine Schublade teilen zu dürfen.

Michael „Mike“

Grossmann

Mike fühlt sich als

ehemaliger Strv der FS noch

immer dankenswerterweise

verpflichtet und kümmert

sich deshalb aufopferungsvoll

um unseren Webserver

und sonstige Aufrechterhaltung

dessen was für uns als primitive Computerbenutzer

unverzichtbar geworden ist.

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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Service

Thomas „Habakuk,

Haberküken, H.

Aberchuck“

Haberson

Wenn ihr dereinst auf

einem unserer Festln erscheint

und euch der sanfter

Klang wundervoll aufgelegter

Musik die Ohren

vollsabbert , dann ist das

vermutlich die unvergleichliche Kunst unseres MP3-

und Musikmeisters Habakuk, der sich

aufopferungsvoll um eure Musik kümmert.

Stephan „Yaman,

Maui, Bua“ Hänsel

Die Fachschaft wäre

wohl nicht dasselbe, wenn

Hänsels Lachen nicht so oft

durch unsere geheiligten

Hallen schallen täte. Ihr

werdet ihn spätestens auf

unseren Spieleabenden

kennenlernen, die nicht

dasselbe wären hätte er nicht die FS Physik-

Twistermeisterschaften ins Leben gerufen.

Stefan „Hirschhi“

Hirschhofer

Als ich Hirschhi, auch

ein ehemaliger Strv, fragte,

was ich in diesem Artikel

über ihn schreiben sollte,

antwortete er:

„Bin alt, kann nicht

mehr so wie früher. Und kann nicht frei-schwimmen.“

Er meinte das reicht.

Bernhard „Bernie,

Tixo“ Huber

Bernie war schon in

seiner Zeit als Strv für das

Design unserer Homepage

zuständig, um die er sich

immer noch kümmert.

Außerdem ist er unser

oberster Finanzminister.

Christian „Chris,

Chruss, Chrustitsch,

Chrustentier, Kurzer,

Neutroni“ Koller

Nun sind wir wohl bei

mir selbst angelangt. Ich bin

ein weiter aus der Riege der

Strvs und kümmere den

Skriptenverkauf der FS

Physik und bin die

billawagerlfahrende Hälft der Bierkomission.

Peter „Pjotr, Krist“

Kristöfel

Peter, auch ein

ehemaliger Strv, hat sich

mittlerweile höherem,

nämlich dem Glück und

Geschick der ganzen HTU,

verschrieben, aber er steht

uns immer noch zur Seite um

uns im Kampf gegen die

Großen und Mächtigen zu

unterstützen.

Boris „Borsic,

Borschtsch, Borsi,

Kampfschlumpf,

Schiacha“ Legradic

Als unser vorsitzender

Strv und militanter,

kopftuchtragender Kampfschlumpf

( Vorsicht er kann

Menschen, auf Arten K.O.

schlagen, die ich nicht einmal aussprechen kann... )

hat sich Borsic schnell einen Namen als Kämpfer

für die Inkorrektheit, nicht nur auf der Physik

sondern auf der ganzen TU gemacht. Seine

derzeitigen Aufgaben umfassen nicht nur die Hälfte

des Layouts dieser Zeitung, sondern auch jene

administrativen Tätigkeiten, die außer ihm keiner

machen wollte.

Regina „Gina, die

Grosse“ Müller

Regina agiert als unser

soziales und politisches

Gewissen, immer bereit uns

20 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Service

wieder auf den korrekten Weg zurückzuführen. Sie

stellt also quasi den Gegenpol zum Boris dar.

Deswegen ist sie auch zusammen mit ihm für das

Layout dieser Zeitung zuständig.

Hong Bidong

„Wicky“ Nguyen

Derzeit vor allem

bekannt als Fachschaftsmami,

da sie in mehr als

einem Erstsemestrigentutorium

weiteren Fachschaftlern

das Leben

schenkte und uns zur

weiteren Arbeit ermutigte,

hatte sie früher vor allem das Interesse unserer

Zeitung, dem Φ-6 im Auge. Jetzt studiert sie mal

ein bisschen mehr. Viel Erfolg!

Matthias „Pauli“

Paul

Nach einigen Jahren

treuen Diensten auf der FS

zieht sich Pauli jetzt

langsam von seiner aktiven

Rolle zurück, steht uns

Jungen aber noch immer

dankenswerterweise mit Rat und Tat zur Seite, wenn

wir uns wiedereinmal der Situation nicht gewachsen

fühlen.

Daniela „Dani“

Piassoni

Von Wicky,

meiner (i.e. Boris’)

Fachschaftsmama

gibts ka Photo, weil

die ist zu huebsch

fuer die Allgemeinheit,

das Privileg

muss man sich erst

verdienen!

Dani erfüllt als

einziger weiblicher Strv und

Administratorin unserer

Festl-Mailingliste, der du

hoffentlich auch bald

angehörst, die wichtige

Aufgabe, die Meinung und

Interessen der FS Physik in

aller Welt zu verkünden. Ansonsten kümmert sie sich

um Öffentlichkeitsarbeit und die allgemeinen

Interessen der FS Physik.

Florian „Flo, Aff“

Preusche

Was sollte ich alles

sagen, um eine Legende der

Physik in Worte zu fassen:

Florian Preusche: zweimaliger

Strv bei uns,

langjähriges Mitglied und

Quelle unzähliger Geschichten;

Er hat sich nun

wieder bei uns eingefunden, vor allem um unsere

Festlkommission zu verstärken. Bleibt noch eins:

Hail King Flo...

Philipp “Phil,

Hogan” Preusche

Sein Name ist

legendär, genauso wie seine

Schlagkraft… Mittlerweile

hat Phil „Hogan“ Preusche

allerdings seine Ruhe

gefunden, hilft Mike und

damit uns aber immer noch

bei PC-spezifischen Problemen.

Vinzenz „Vinz, der

Prinz, VinzPrinz“

Schwarz

Falls mal was kaputt

ist bei uns, rufen wir unseren

Mann fürs Grobe, unseren

Heimwerker-King, unseren

Flexmeister, Vinz der Prinz,

und schon ist’s wieder gut...

Hurrraaa (Grunz, grunz...)

Daniel „Sexmachine,

Machine, Steino,

Steinitsch, Protoni“

Steiner

Als unser Hauptverantwortlicher

für graphisches

Design ist es

Daniels Hauptaufgabe sich

um unsere genialen Festlplakate

zu kümmern. Außerdem

ist er als einziger in der

Lage mit Mlchls verdrehten Sätzen etwas anzu-

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

21


Service

fangen, weswegen wir ihn

auch zu seinem Pressesprecher

ernannt haben.

Christian „Snorre“

Strasser

Snorre ist, von den

Semestern her, der jüngste

Mitarbeiter der FS, aber er war wirklich von der

ersten Minute nach seinem Erstsemestrigentutorium

dabei. Sein Engagement hilft uns alten Säcken dabei,

noch an die Zukunft zu

glauben.

Edmund „ED,

Edenmund,

Quantengott, Tjure,

Priester“ Widl

Nun zum fünften

unserer StRVs, Edmund

Widl, Quantengott und Hüter unseres geheimen

Lagerraums, der Gruft, wofür er bei uns den

Ehrennamen „Dungeonkeeper“ erhielt. Ansonsten

ist er der einzige StRV, der bis jetzt, die Ehre erlangt

hat den zweiten Studienabschnitt zu erreichen, für

den er jetzt naturgemäß unser Experte ist. Außerdem

kümmert er sich um Auslandstudien und Austauschprogramme

zwischen der TU und ausländischen

Universitäten.

Das wäre sie gewesen: die Liste der Leute,

die die Fachschaft Physik ausmachen, obwohl es

noch ein paar gibt, die vielleicht heuer noch zu uns

stoßen, namentlich: Christoph „Buchi“ Buchner,

Martin Hadwig, Martin Hilbrandt, Michael

„Weahly“ Wieland, René Fuger Und vielleicht, wenn

auch du Interesse an viel mühsamer, unbezahlter ,

aber doch dankbarer Arbeit hast, werden wir dich

vielleicht auch einmal auf dieser Liste finden. Würd

mich freuen!

Chruss

chris@physik.htu.at

PRÜFUNGSTERMINE

(Achtung: Alle Angaben sind ohne Gewähr!)

Für Mathe Termine: Anmeldung am Institut

oder per e-mail (u.schweigler@tuwien.ac.at ) bei

Frau Schweigler (grüner Turm, 6.Stock) spätestens

drei Tage vor dem Prüfungstermin. Bei Bedarf wird

zu allen angegebenen Terminen Algebra, Analysis

I, Analysis II und Höhere Analysis geprüft; dies

betrifft allerdings nicht nahe beieinanderliegende

Termine am Ende des Semesters.

Algebra

Freitag, 12.10.2001, 14:00-17:00,

Radinger HS

Freitag, 01.02.2002, 14:00-17:00, FHHS 1

Freitag, 08.03.2002, 13:00-16:00, Inf HS

Montag, 13.05.2002, 13:00-16:00, FHHS 1

Analysis 1

Freitag, 12.10.2001, 14:00-17:00,

Radinger HS

Mittwoch, 30.01.2002, 14:00-17:00, HS 7

Freitag, 08.03.2002, 13:00-16:00, Inf HS

Montag, 13.05.2002, 13:00-16:00, FHHS 1

Analysis 2

Freitag, 12.10.2001, 14:00-17:00,

Radinger HS

Freitag, 14.12.2001, 14:00-17:00,

Radinger HS

Freitag, 08.03.2002, 13:00-16:00, Inf HS

Montag, 24.06.2002, 14:00-17:00,

Radinger HS

Höhere Analysis

Freitag, 12.10.2001, 14:00-17:00,

Radinger HS

Freitag, 14.12.2001, 14:00-17:00,

Radinger HS

Freitag, 08.03.2002, 13:00-16:00, Inf HS

Freitag, 28.06.2002, 13:00-16:00,

Radinger HS

22 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Service

Physik (Winter)

Die Prüfung ist jederzeit nach individueller

Vereinbarung innerhalb weniger Tage möglich. Für

alle Studierenden, welche die Rechenübungen

positiv absolviert haben, findet die schriftliche

Prüfung zum gleichen Termin wie die mündlich statt.

Notwendig ist jedoch die rechtzeitige Anmeldung

im Sekretariat: Freihaus, 5.OG, roter Bereich,

Öffnungszeiten: 9:00-12:00 und 13:00-14:00

Physik 2 (Hilscher/Bauer)

Anmeldung unter http://

www.xphys.tuwien.ac.at/institut/pruefungen/

möglich.

Freitag, 12.10.2001, 14:00, FHHS 6

Freitag, 23.11.2001, 14:00, FHHS 6

Freitag, 18.01.2002, 14:00, FHHS 6

Elektronik (Grössinger)

Anmeldung unter http://

www.xphys.tuwien.ac.at/institut/pruefungen/

möglich

Freitag, 12.10.2001, 14:00, FHHS 6

Freitag, 23.11.2001, 14:00, FHHS 6

Freitag, 18.01.2002, 14:00, FHHS 6

Elektronik (Benes)

Anmeldung bis spätestens am Werktag vor

der Prüfung bei Frau Marik (DC05G22), oder per

e-mail: marik@iap.tuwien.ac.at

Montag, 24.09.2001, 15:00-16:00, FHHS 5

Montag, 15.10.2001, 15:00-16:00, FHHS 5

Montag, 10.12.2001, 15:00-16:00, FHHS 5

Montag, 14.01.2002, 15:00-16:00, FHHS 5

Montag, 18.03.2002, 15:00-16:00, FHHS 5

Die mündliche Prüfung findet in der Regel

eine Woche nach der schriftlichen statt. Der Tag wird

jeweils nach der schriftlichen Prüfung vereinbart und

der genaue Termin im Aushang bekanntgegeben.

Thermodynamik/Statistik (Wiesinger/

Kasperkovits)

Anmeldung unter http://

www.xphys.tuwien.ac.at/institut/pruefungen/

möglich

Freitag, 12.10.2001, 14:00, FHHS 6

Freitag, 23.11.2001, 14:00, FHHS 6

Freitag, 18.01.2002, 14:00, FHHS 6

Chemie (Buchtela)

Anmeldung unter 58801-14191

Es wird nur mehr bis Matrikelnummer 98

geprüft!

Physikalische Analytik (Varga/

Mantler)

Anmeldung bis spätestens am Tag vor der

Prüfung am Institut, Raum DC05G22, oder per e-

mail: marik@iap.tuwien.ac.at

Mittwoch, 03.10.2001, 10:00,

FH 5.OG/C Sitzungszimmer (DC05E22)

Prof. J. Burgdörfer :

(Schriftliche Prüfung über Statistische

Physik VO und Quantentheorie-VO)

Elektrodynamik und Relativitätstheorie wird

nicht mehr geprüft!

Freitag, 28.09.2001, 14:00, SEM 136

Freitag, 30.11.2001, 14:00, SEM 136

Freitag, 25.01.2002, 14:00, SEM 136

Der Termin der mündlichen Prüfung wird mit

dem Ergebnis der schriftlichen Prüfung

bekanntgegeben.

Bitte beachten:

Prüfungskandidaten, die an den die Vorlesung

begleitenden Übungen (SS 99 Quantentheorie,

Dr. Grau) nicht teilgenommen haben, erhalten

Zusatzfragen zu Übungsbeispielen, die auf den Stoff

der Vorlesung abgestimmt sind.

Prof. D. Grau:

Schriftliche Prüfung über

Elektrodynamik und

Relativitätstheorie VO

Freitag, 28.09.2001, 14:15-15:45,EI HS 9

Freitag, 23.11.2001, 14:15-15:45, FHHS 3

Freitag, 25.01.2002, 14:15-15:45, FHHS 3

Termin und Ort der mündlichen Prüfung

werden mit dem Ergebnis der schriftlichen Prüfung

bekanntgegeben.

Anmeldung im Sekretariat erforderlich!

Anmeldefrist: Freitag 12 Uhr in der Woche

vor dem Prüfungstermin

Ein ausfürliches Prüfungsinfo (Prüfungsstoff,

Hilfsmittel, Arbeitsunterlagen, Fragestunde)

ist im Sekretariat erhältlich.

Prof. W. Kummer : (Quantentheorie)

Montag, 08.10.2001, 14:00, SEM 136

Unbedingt das Übungszeugnis mitbringen!

Jene Studenten, die die Übungen nicht parallel

zur Vorlesung von Prof. Kummer od. Prof. Hafner

abgeschlossen haben, erhalten 3 zusätzliche Fragen!

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

23


Service

Prof. H. Nowotny :

(schriftliche Prüfung über

Elektrodynamik und

Relativitätstheorie - VO)

Termin und Ort der mündlichen Prüfung werden

zusammen mit dem Ergebnis der schriftlichen

Prüfung bekannt gegeben. Die mündliche Prüfung

ist normalerweise am nächsten Tag (Freitag) um

14.00 Uhr im Seminarraum 136.

Donnerstag, 18.10.2001, 16:10-17:40, SEM 136

Donnerstag, 06.12.2001, 16:10-17:40, SEM 136

Donnerstag, 17.01.2002, 16:10-17:40, SEM 136

WICHTIGE ADRESSEN,

TELEPHONNUMMERN, ETC.

Institute:

(im Freihaus, Wiedner Hauptstrasse 8-10,

1040 Wien)

Angewandte und Numerische

Mathematik, E115

grüner Bereich, 6. Stock

Tel.: 58801 - 11526 oder 11531

Fax: 58801 - 11599

http://www.math.tuwien.ac.at/~inst115/

e-mail: anna.frank@tuwien.ac.at

Experimentalphysik, E131

roter Bereich, 7. Stock

Tel.: 58801 - 13101

Fax: 58801 - 13199

http://www.xphys.tuwien.ac.at

e-mail:exphys@xphys.tuwien.ac.at

Allgemeine Physik, E134

roter Bereich, 6. Stock

Tel.: 58801 - 13401 oder 13402

Fax: 58801 - 13499

http://www.iap.tuwien.ac.at

e-mail: iapwien@iap.tuwien.ac.at

24 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Service

Theoretische Physik, E136

gelber Bereich, 10.Stock

Tel.: 58801 - 13601 oder 13602

Fax: 58801 - 13699

http://tph.tuwien.ac.at

e-mail: moessmer@tph.tuwien.ac.at

Angewandte und Technische Physik,

E137

gelber Bereich, 7.+8. Stock

Tel.: 58801 - 13701 oder 13711

Fax: 58801 - 13799 oder 13798

http://www.atp.tuwien.ac.at

e-mail: monika.waas+e137@tuwien.ac.at

Atominstitut der österreichischen

Universitäten, E141

1020 Wien, Stadion-Alle 2

Tel.: 58801-14101 oder 58801 -14256

Fax: 58801 - 14199

http://www.ati.ac.at

e-mail: haberl@ati.ac.at

Bereich Kern- und Astrophysik

(ehem. Inst. für Kernphysik, E142)

Freihaus, gelber Bereich, 5. Stock

Tel.: 58801 - 14256

e-mail: institut@kph.tuwien.ac.at

Institut für Mechanik, E325

gelber Bereich, 3. Stock

Tel.: 58801 - 32502

Fax: 58801 - 32598

http://mechanik.tuwien.ac.at

Einrichtungen der HTU:

roter Bereich, 1. Stock

Tel.: 58801 - 49501

Fax: 58 69 154

http://www.htu.at

e-mail: sekretariat@htu.at

Ausländerreferat

Tel.: 58801 - 49528

e-mail: auslaenderinnenreferat@vorsitz.htu.ac.at

Sozialreferat

Tel.: 58801 - 49510

e-mail: sozialreferat@vorsitz.htu.ac.at

Fachschaft Physik

Tel: 58801 - 49541 (Büro) oder

49542 (Aufenthaltsraum)

http://physik.htu.at

e- mail: strvs@physik.htu.at

(Studienrichtungsvertreter) oder

users@physik.htu.at (alle Mitarbeiter)

Sonstiges:

Homepage der TU Wien

http://www.tuwien.ac.at

Studien- und Prüfungsabteilung

Karlsplatz 13, 1040 Wien

Tel.: 58801 - 41062 oder 41063

http://www.tuwien.ac.at/ZV/STUD/STUD-

Services.htm

e-mail: studabt@zv.tuwien.ac.at

Dekanat der Fakultät für Technische

Naturwissenschaften und Informatik

Getreidemarkt 9, 1.Stock, 1060 Wien

Tel.: 58801 - 10000 bis 10017

Fax: 58801 - 10099

http://info.tuwien.ac.at/dektnf/DekanatTNF/

e-mail : dek100@mail.zserv.tuwien.ac.at

Universitätsbibliothek der TU Wien

Resselgasse 4, 1040 Wien

Tel.: 58801 - 44051

Fax: 58801 - 44099

http://www.ub.tuwien.ac.at/

e-mail: peter.koubalek@tuwien.ac.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

25


Serie

DAS ELEMENTARTEILCHEN DES MONATS:

DAS K-MESON

Zum Auftakt unserer neuen Serie über die

wichtigsten Elementarteilchen, wobei das wohl eher

Geschmackssache ist, wollen wir das sogenannte K-

Meson ein kleinwenig unter die Lupe nehmen.

Zuallererst sollte aber doch für diejenigen, die

noch keine Einführung ins Vokabular der

Elementarteilchenphysik genossen haben, ein

kleiner Einblick in die Klassifizierung von

Elementarteilchen gegeben werden:

1: Fermionen und Bosonen:

Per Definition sind jene Teilchen, deren Spin

ein halbzahliges Vielfaches des Planckschen

Wirkungsquantums sind, Fermionen (z.B.

Elektronen, Quarks, Protonen,...). Im Gegensatz

dazu sind Teilchen mit ganzzahligem Spin Bosonen

(z.B. Photonen, W-Bosonen, Gluonen,..)

2: Die zweite Art der Klassifizierung

bezieht sich im wesentlichen auf die

Konstitution der Elementarteilchen: Ist es ein

fundamentales Teilchen, d.h. es ist nicht ein aus

Quarks zusammengesetztes Objekt, dann spricht

man von Leptonen (Elektronen, Neutrinos,

Photonen,...). Anderenfalls ist es ein Hadron.

Hadronen ihrerseits unterscheiden sich wiederum

in ihrer Quark-Konfiguration: Baryonen, wie

beispielsweise das Proton und das Neutron, bestehen

aus drei Quarks; Mesonen jeweils aus einem Quark

und einem Antiquark.

Zurück zum K-Meson:

Es existieren zwei verschiedene Typen von K-

Mesonen, nämlich elektrisch geladene und neutrale.

Das negativ geladene K-Teilchen besteht aus einem

Anti-Up-Quark und einem Strange-Quark; das

zugehörige Anti-teilchen, seines Zeichens positiv

geladen, setzt sich demnach aus einem Up-Quark

und einem Anti-Strange-Quark zusammen. Ein Anti-

Down-Quark und ein Strange-Quark bilden das

neutrale K-Meson, daß auch das eigentliche Objekt

unserer Betrachtungen darstellt.

Was macht das neutrale K-Meson eigentlich

so interessant? Dazu muss man wohl ein wenig

ausschweifen: Symmetrien und ihre Erhaltungsgesetze

formen, zusammen mit den Elementarteilchen

und ihren Wechselwirkungen, die Basis für

eine fundamentale physikalische Beschreibung der

Natur.

Bis etwa 1956 nahm man an, die Gesetzte der

Physik blieben

unverändert, würde

man die Vorzeichen

der Raumkoordinaten

ändern

(d.h. (t,x,y,z)

geht über in (t,-x,-

y,-z), die Zeitkoordinate

bleibt

unverändert). Die-

C.S. Wu

se Spiegelung

nennt man Paritätsoperation

(P).

Wie auch immer,

C.S. Wu dokumentierte,

daß das

„Spiegelteilchen“

zum linkshändigen

Neutrino, nämlich das rechtshändige Neutrino,

in der Natur nicht existiert und somit die Parität

durch die Schwache Wechsel-wirkung, eine der vier

fundamentalen Kräfte, verletzt wird. (Linkshändige

Teilchen sind per Definition solche, die sich in

Richtung der Finger drehen, während sie sich in

Richtung des Daumens bewegen; gemeint ist

natürlich die linke Hand).

Die Symmetrie bleibt allerdings erhalten,

wenn man eine weitere Operation ausführt, die

sogenannte Ladungs-konjugation C. Angewandt auf

ein Teilchen erzeugt die Operation C formal das

zugehörige Antiteilchen, sprich alle Eigenschaften

inklusive Masse, Spin etc. bleiben gleich, nur die

elektrische Ladung ändert ihr Vorzeichen. P und C

zusammen (kurz PC) machen allerdings aus einem

linkshändigen Neutrino ein in der Natur existierendes,

rechtshändiges Antineutrino, wodurch die

Welt wieder in Ordnung wäre, forderte man nur PC-

Symmtrie.

Im Jahre 1964 jedenfalls konnten James

Cronin und Val Fitch an einem System, bestehend

aus neutralen K-Mesonen, beweisen, daß in 0,2%

der detektierten Ereignisse CP verletzt war.

Schön und gut, könnte man sich jetzt denken,

was soll’s? Langer Rede kurzer Sinn: Der Grund

dieser seltsamen Verletzung einfachster Symmetrien

in der Natur könnte des Pudels Kern bezüglich der

Materie-Antimaterie-Asymmetrie in unserer Welt

sein. Denn, wenn beim Urknall wirklich gleich viel

Materie als auch Antimaterie entstanden ist, wo ist

26 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Serie

dann die ganze

Antimaterie geblieben?

Das ist auch der

tiefere Grund, warum

das offenbar unscheinbare

K-Meson, das auf

den ersten Blick wie

jedes andere der unzähligen

Teilchen aus

dem Teilchenzoo wirken

James Cronin

mag, in den Blickpunkt

der hiesigen Betrachtungen

gelangt ist: Möglicherweise

ist die Entdeckung der CP-Verletzung

bei den neutralen K-Mesonen und die weitere

dadurch angeregte Forschungsarbeit ein Grundstein

Val Fitch

für zukünftige, tiefergreifende

Erkenntnisse

in die Abläufe der

Natur und der Entwicklung

unseres

Universums.

Edmund Widl

ed@physik.htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

27


Fun

EIN TATSACHENBERICHT

Es ist jeden Sommer dasselbe, früher oder

später kommen sie und rauben einem den

Schlaf...tja, und eben so eine schlaflose und äußerst

unruhige Nacht habe ich gerade hinter mir. Es war

eine jener Nächte, in denen man dem Wahnsinn sehr

nahe kommt...kicher...ohja, ich glaube kaum jemand

kennt es nicht dieses ...ssssssss.. dieses

unangenehme ...sss... und ...sssss...

nervenaufreibende Sum-men und Surren

in der Nacht.

Ganz nahe am Ohr...sssss...frisst

es sich unaufhaltsam ins Gehirn und

verlässt einen nicht mehr. Alle

Möglichen denkbaren und nie zu

erratenden Versuche habe ich schon

unternommen um mich davor zu schützen...Ha! Aber

diese hinterlistigen und nervenden kleinen

Blutsauger finden immer wieder gute Verstecke und

kommen dann im Schutz der Dunkelheit um einen

zu quälen! (Spätestens jetzt haben wohl auch die

letzten herausgefunden worum es geht...ja, meine

kleine Geschichte handelt von dem allergrässlichsten

und heimtückischsten Wesen in unserem Lande -

nein, ich meine keine Politiker - der Gelse, oder auch

Stechmücke.) Ich bin mir ziemlich sicher, dass jeder

von euch all das auch schon einmal erlebt hat:

Da liegt man des Abends stundenlang im Bett

und liest ein Buch oder sieht fern, aber sobald man

sich zum schlafen hinlegt, ist es soweit. Kaum zehn

Minuten nachdem man das Licht abgedreht hat

kommen sie aus ihren Verstecken, um die

Menschheit mit ihrem grauenhaften Summen zu

quälen. Denn das ist das eigentlich Schlimme an

diesen geflügelten Bestien, nicht das sie einen

stechen, einem das Blut aussaugen und juckende

Stellen hinterlassen, nein! Das alle wäre bei weitem

nicht so schlimm, wenn nicht dieses fürchterliche

Summen, dieses grässliche und unmenschliche

Geräusch, wäre, das einem den Schlaf raubt und in

den Wahnsinn treibt.

Da ist man also gerade am Einschlafen und

ganz plötzlich - ein Summen ...sss sss...- ein

grässliches Summen genau neben dem Ohr, und auf

einmal ist es weg, kurzes mit den Händen um sich

schlagen und...sss...da ist es wieder. Die erste Flucht

erfolgt dann meist unter die Bettdecke, aber nach

wenigen Minuten kommt man dann meistens drauf,

dass das im Sommer nicht ganz so die beste Idee

war, wenngleich auch der, durch die über den Kopf

gezogenen Decke, nahende Erstickungstod der

gravierendere Grund ist wieder hervor zu kommen.

Flach atmend lauscht man, in der Hoffnung, das

schreckliche Geräusch bleibt verschwunden, doch

nein...sssssss...da ist es wieder, und ...sssssss... moment

mal, das kommt ja auf einmal von zwei Seiten!

Vorsichtig steht man auf um das Licht wieder

aufzudrehen und sich auf die Jagd zu

begeben. Zwischendurch wundert man

sich noch kurz, wo denn diese kleinen

Vampire eigentlich hergekommen sein

könnten, da man ja eigentlich schon vor

dem zu Bett gehen eine dreiviertel

Stunde damit verbracht hat auch in den

hintersten und unzugänglichsten

Winkeln des Zimmers nach den Viechern

zu suchen und ihnen mit Hilfe von

Insektenspray, Fliegenklatsche, Staubsauger und

anderen Hilfsmitteln, den Garaus zu machen. Ganz

vorsichtig schleicht man nun also durch das Zimmer

und schaut sich mit Adleraugen um, doch es ist wie

ein Wunder, nirgends summt es, nirgends eine Spur

von einer Gelse.

Und auch nach längerem stillem warten zeigt

sich keine der summenden und surrenden

Ausgeburten der Hölle und es herrscht absolute

Stille. So keimt langsam die Hoffnung, sie vertrieben

zu haben und schliesslich dreht man guten Mutes

das Licht wieder ab und geht wieder schlafen. Ha!

Aber wieder mal zu früh gefreut, denn, wie eigentlich

ja nicht anders zu erwarten, kurz bevor man selig

ins Land der Träume entschlummert, ist es wieder

da...sss...und nochmal wirklich ganz nahe beim Ohr

...ssss-ssss...ist das fürchterlichste und grässlichste

Geräusch dass man sich nur vorstellen kann

zurückgekehrt. Man fängt an wild in die Richtung

des Summens um sich zu schlagen, was natürlich

nichts bringt...ssss...und man beschliesst ein zweites

Mal auf die Jagd zu gehen und sich einen ruhigen

Schlaf zu erkämpfen. Wieder dreht man das Licht

auf... und... kaum zu glauben, sitzt dort an der Mauer

eine dicke fette Gelse.

Bewaffnet mit einem T-Shirt oder einer

Zeitung die gerade in der Nähe herumliegt schleicht

man sich an und ...baaam...Mist, daneben, aber dort

fliegt sie weg...man bleibt ruhig und wartet ab, bis

sie sich wieder nieder lässt, ha, da ist es schon so

weit, der nächste Schlag und...Treffer! Mit einem

höhnischen „du wirst mich nie wieder aus meinen

Träumen reissen“ Grinser legt man sich entspannt,

beruhigt und voller Schadenfreude wieder ins Bett

und schläft ein.

28 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Fun

Doch mitten in der Nacht wacht man aus

einem unruhigen Schlaf

auf und...ssssss. Verzweifelt

um sich schlagend

und sich kratzend

taumelt man ein drittes

mal zum Lichtschalter

und sieht sich gehetzt um.

Schließlich ein ungläubiger

Blick auf

Hände und Füße ...eins,

zwei , drei , vier, fünf...

so ein Mist, wo kommen

die denn auf einmal her,

fragt man sich. Der

nächste Blick richtet sich

an die Decke und an die

Wände und...haha,

Schur-kenpack!

...da sitzen auch

gleich drei der kleinen

Blutsauger! ...klatsch

...klatsch, klatsch... alle

drei erwischt! Im Freudentaumel

springt man

glücklich durchs Zimmer

und plötzlich.. f***

...zwei riesengroße, dunkelrote Blut-flecken zieren

die gerade erst weiß ange-strichene Mauer...naja,

aber wenigstens der Schlaf ist gerettet. Selig und

glücklich schläft man ein.

Am Morgen erwacht man, und als man die Augen

auf-schlägt und an die Decke

blickt erstarrt man...da sitzen

sie...es müssen mindestens

zehn sein, fast alle dick und

fett vom ausgesaugten Blut...

moment mal, fragt man sich

dann, was juckt denn da so,

und was hab ich da eigentlich

auf der Wange und...sechs,

sieben, acht, neun, zehn, elf,

zwölf?!? Ein ungläubiger

Blick auf Hände und Füße

und in den Spiegel und dann

wie-der an die Zimmerdecke

und...es folgt ein irres

Lachen...

Am Weg zum

Insektenspray reift ein

teuflischer Racheplan für die

kommende Nacht...alle sollen

sie sterben, qualvoll und ohne

Mitleid ...har-harhar ... nicht

mit mir ihr feigen Blutsauger!

Ich werde euch alle vernichten

...alle.. .bis zum

letzten summen ... unerbittlich ... VERNICHTEN ...

ALLE!!!!!! harharhar

Daniela Piassoni

dani@physik.htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

29


Reaktionen

REAKTIONEN AUF DEN NEUEN

STUDIENPLAN

Die Ablehnung des Bakkalaureats in der

letzten Sitzung der Studienkommission (F-6

berichtete ausführlich) blieb auch von den Medien

nicht unbeachtet. Die Tageszeitungen “Die Presse”

und “Der Standard” widmeten diesem Thema

angemessenen Raum, in dem auch die Argumente

der Studierendenvertretung gegen das Bakkalaureat

- leider nicht immer gründlich genug recherchiert -

wiedergegeben wurden. Eine Stellungnahme

unsererseits wurde zumindest im “Standard” - in

stark gekürzter Form - abgedruckt .

Für den Fall, dass ihr die Artikel nicht gelesen

habt, drucken wir hier nochmals die Artikel (vielen

Dank an Herrn Witzmann bzw. Herrn Bronner”).

und die offizielle Stellungnahme der Fachschaft

Physik ab .

TU Wien: Studenten lehnen

Bakkalaureat ab

Das Ministerium und die gegenwärtigen

unklaren Bestimmungen zum dreigliedrigen

Studium werden als Gründe angeführt, warum

die Bakkalaureats-Einführung an der TU Wien

gescheitert ist.

Von Erich Witzmann

WIEN. “Wir sind gegen einen

vorauseilenden Gehorsam.” Boris Legradic,

Studentenvertreter an der TU Wien, ärgert sich

über die unklaren Bestimmungen rund um das

Bakkalaureat. Alle vier Studentenvertreter

haben in der Sitzung der Studienkommission

Technische Physik geschlossen gegen die

Einführung des dreigliedrigen Studiensystems

(mit den Abschnitten Bakkalaureat, Master und

Doktor) gestimmt. Solange das Bildungsministerium

nicht Klarheit schaffe, gebe es von

ihm und seinen drei Kollegen auch keinen

“vorauseilenden Gehorsam” gegenüber den

Intentionen des Ministeriums. In der Physik-

Studienkommission der TU Wien ist der neue

Studienplan angenommen worden - aber ohne

Bakkalaureat. Die vier Professorenvertreter

waren für das Bakkalaureat, die vier Studenten

dagegen, die vier Mittelbau-Vertreter wollten die

Studenten nicht überstimmen und entschieden

sich mehrheitlich für die studentischen

Argumente - und somit ist die Umstellung auf

das dreigliedrige Studiensystem gefallen.

Boris Legradic prangert im Gespräch mit der

“Presse” namens seiner Kurie folgende Punkte

an: Es gibt nicht die Möglichkeit, Bakkalaureat

und Master parallel zum bisherigen

Diplomstudium einzuführen. Sollte das

Bakkalaureat schon als Vollstudium anerkannt

werden, sei es ungewiß, ob für den anschließenden

Masterabschnitt auch ein

Stipendium und die Familienbeihilfe gewährt

wird. Denn nach derzeitiger Rechtslage gebe

es nur bis zum ersten Uni-Abschluß die

Zusicherung eines Stipendiums, sagt der

Studentenvertreter. Und außerdem sei die

Frage der A-Wertigkeit des Bakkalaureats

bisher nicht geklärt worden .

Hält der Studentenvertreter das Bakkalaureat,

das in seinem Physikfach übrigens nicht mit

sechs sondern sieben Semestern geplant war,

überhaupt für A-wertig? “Mit dem Bakkalaureat

ist man sicher kein vollwertiger Physiker”,

antwortet Legradic ausweichend, “man hat über

die Physik-Grundlagen gehört, das fundiert,

aber nicht mehr. ”

TU-Professor Hannspeter Winter, ebenfalls in

der Studienkommission anwesend, bedauert

hingegen, daß “die bessere Einbindung

ausländischer Studierender und die leichtere

Abrechenbarkeit von österreichischen Studien

im Ausland” nun nicht kommen werde. Beides

würde durch das dreigliedrige System, das eine

Angleichung an das angloamerikanische Uni-

System bringt, gewährleistet sein. Außerdem

könnte die Drop-Out-Rate durch den in kürzerer

Zeit erreichten Studienabschluß gesenkt

werden .

“Informationsmangel”

Sigurd Höllinger, der für die Universitäten

zuständige Sektionschef im Bildungsministerium,

läßt die Kritik der Studenten nur

teilweise gelten. Natürlich werde es auch für

alle drei Abschnitte des dreigliedrigen

Studiensystems die Studienbeihilfe und die

Familienbeihilfe geben, es können ja auch

derzeit Studenten im Doktoratsabschnitt in den

Genuß eines Stipendiums kommen. Daß

derzeit eine Studienrichtung Bakkalaureat und

Master nicht parallel zum bisherigen

Diplomstudium anbieten könne, sei zumindest

für die Übergangszeit ein Fehler. Deshalb plane

das Ministerium im Herbst eine diesbezügliche

Gesetzesnovelle.

30 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Reaktionen

Auch in der Frage der A-Wertigkeit stimme das

Argument der Studenten, sagt Höllinger. Aber

diese Entscheidung treffe nicht das

Bildungsministerium sondern das Ministerium

für öffentliche Leistungen von Vizekanzlerin

Susanne Riess-Passer.

Mit der Entscheidung der Studienkommission

hat der Uni-Sektionschef keine Freude: “Ich

bedauere jeden Fall, in dem es nicht zum

Bakkalaureat kommt.” Denn das dreigliedrige

System entspreche der europäischen

Entwicklung. Warum die Studenten diese

Entwicklung nicht so sehen? Höllinger: “Es gibt

vielfach einen Informationsmangel.”

Der neue Studienplan Technische Physik wird

nach Beschluß der Studienkommission am 1.

Oktober 2002 in Kraft treten. Die

Studienrichtung belegen mehr als 1000

Studenten, im Oktober 200 zählte man ca. 180

Studienanfänger.

Aus: Die Presse, 12. Juni 2001

Physik-Bakkalaureat scheiterte am

Studentenveto

Wien - Nach eineinhalbjährigen

Verhandlungen ist die Einführung eines

Bakkalaureatsstudiums an der Technischen

Physik der TU Wien am studentischen Veto

gescheitert. Alle Professorenvertreter hatten in

der Studienkommission dafür plädiert.

Die Studenten befürchteten jedoch ein

insgesamt verschulteres Studium. Die

Befürworter der Studienreform führten die

bessere Anrechenbarkeit österreichischer

Studien im Ausland ins Treffen. Ein “stärker

geführtes” Studium hätte den Vorteil niedriger

Drop-Out-Quoten. Die Professoren bedauern,

dass nun die Chance zur Kombination mit “Master-Studien”

anderer Fachbereiche vergeben

wurde. Wie TU-Professor Hans-Peter Winter

kritisiert, hat sich das gesetzliche Verbot einer

Parallelführung der Diplomstudien mit den

neuen Bakkalaureats- und Masterstudien als

hemmend erwiesen. Die Technische Physik

wird somit weiterhin als fünfjähriges

Diplomstudium geführt. (mon)

Aus: Der Standard, 12. Juni 2001

Und hier unsere Stellungnahme:

Zu dem am 12.06.2001 erschienen Artikel

zum Thema Physik – Studenten – Bakkalaureat

möchten wir als Studienrichtungsvertretung bzw.

studentische Mitglieder der Studienkommission

Technische Physik folgende Stellungnahme

inklusive ergänzender Kommentare abgeben :

Grundsätzlich hat auf Grund der Drittelparität

keine Kurie in der STUKO das Vetorecht, mit dem

man die Einführung eines Bakkalaureats verhindern

hätte können bzw. überhaupt irgendeinen Beschluss

boykottieren kann. Vielmehr führte die Abstimmung

in der Studienkommission zu einer demokratischen,

wenn auch knappen, Mehrheitsentscheidung .

Jedem Mitglied der Studienkommission steht

natürlich eine offene Meinungsäußerung zu.

Nichtsdestoweniger erfolgte die Abstimmung über

die Einführung des Bakkalauerats geheim, wie dem

Sitzungsprotokoll zu entnehmen ist. Zu behaupten,

dass die Studierenden geschlossen dagegen bzw. die

Professoren geschlossen dafür gestimmt haben, ist

also nicht mehr als bloße Mutmaßung .

Wir Studierende sprachen uns in der

Diskussion über das Bakkalaureat keineswegs nur

wegen einer möglichen Verschulung dagegen aus,

vielmehr gibt es für uns noch zu viele offene Fragen:

Die von den Professoren ins Rennen gebrachte

bessere internationale Anrechenbarkeit und eine

erleichterte Mobilität der Studierenden bei

Einführung eines Bakkalaureats sind keineswegs

gewiss: Überall wird die Anrechnung von

Studienabschlüssen nach dem Grundsatz „dem

Inhalt und vom Umfang her gleichwertig“

durchgeführt, um die Qualität zu sichern. Weder mit

dem angloamerikanischen Raum noch mit der EU

gibt es derzeit international gültige Vereinbarungen

für die Anrechenbarkeit von Studienabschlüssen auf

dem Bakkalaureats- bzw. Masterlevel.

Eine niedrigere Drop-Out-Rate ist unserer

Meinung nach ebenfalls keineswegs garantiert, da

ein Großteil der Studienabbrecher bereits in den

ersten beiden Semestern und nur ein verschwindend

geringer Prozentsatz in den weiteren aussteigt. Den

Beweis dafür bilden die HörerInnenzahlen bzw. die

Inskriptionsstatistik, aufgeschlüsselt nach Semestern.

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

31


Reaktionen

Ein weiterer Punkt für unsere ablehnende

Haltung ist die zusätzliche Beschneidung der

studentischen Eigenverantwortung durch die vom

Gesetz her vorgesehene Verschulung im Bakkalaureatsstudium.

Diese Verschulung erschwert vor

allem in Kombination mit Anwesenheitspflicht berufstätigen

Studierenden und Studierenden mit

Kindern die universitäre Bildung.

Zusätzlich ist weder die A-Wertigkeit des

Bakkalaureats geklärt, noch die soziale Absicherung

der Studierenden während eines allfälligen Master-

Studiums (Familienbeihilfe, Studienbeihilfe, ...).

Wohlwollende Worte von Ministerialbeamten in

diese Richtung können wir nicht mehr ernstnehmen.

Immerhin sagte Fr. Ministerin Gehrer ja auch, dass

„in dieser Legislaturperiode keine Studiengebühren

kommen“ und dass „das Grundstudium frei bleiben

wird“. Zudem wandten wir uns in unserer

Stellungnahme auch gegen einen Zwischenabschluss,

der die AbsolventInnen erst in eine (sonst

nicht vorhandene) Konkurrenzsituation zu

Abgängern einer Fachhochschule drängt. Die

Universität ist unserer Meinung nach noch immer

eine Bildungs- keinesfalls aber eine Ausbildungsstätte.

Außerdem wollen wir so verhindern, dass

Studierende zu einem Zeitpunkt, an dem sie erstmals

mit Studiengebühren konfrontiert sind, auch noch

als „Versuchskaninchen“ im Experiment

Bakkalaureat benutzt werden, da es im Moment

noch keine Erfahrungswerte in Bezug auf den

Umstieg bzw. die eigentliche Führung eine

Bakkalaureatsstudiums gibt.

Die vielen rechtlichen Unklarheiten, welche

vom Gesetzgeber her nicht geklärt werden wollen

(da dies Kosten und Arbeit verursachen würde),

haben unter anderem zu unserer ablehnenden

Haltung gegenüber dem Bakkalaureat geführt.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir bereits

vor einem Jahr mit einem Diplomstudienplan in die

Begutachtung durch das Ministerium gingen, muss

man annehmen, dass einige Mitglieder der STUKO

offenbar dem politischen Druck nicht standhalten

konnten und wir erst vor einigen Monaten wieder

in die Bakkalaureatsdiskussion zurück fielen.

Abschließend sei bemerkt, dass wir uns bereits

in der Begutachtungsphase zum neuen UniStG (die

ja schon mehr als zwei Jahre zurückliegt) gegen die

„Einbahnstraße einer Umwandlung“ ausgesprochen

haben. Unserer Meinung nach ist die Einführung

eines Bakkalaureatsstudiums nur parallel zum

Diplomstudium sinnvoll – eine Meinung, der sich

auch alle Senate aller österreichischen Universitäten

angeschlossen haben. In Deutschland ist diese

Parallelführung möglich, die Einführung neuer

Bakkalaureatsstudien wurde mit 60 Millionen Mark

gefördert. Hierzulande darf Qualität anscheinend

nichts kosten.

Faktum ist, dass es uns zum momentanen

Zeitpunkt sinnvoller erscheint, das Studium

weiterhin als Diplomstudium zu führen und die

derzeitigen Entwicklungen (auch in Richtung

Parallelführung) abzuwarten, um „unseren“

Studierenden die bestmögliche Ausbildung mit den

für sie minimalsten Nachteilen zu garantieren.

Die STUKO für die Studienrichtung

Technische Physik hat sich zumindest teilweise

unseren Bedenken angeschlossen. Sollte es zu der

nun in Diskussion stehenden Parallelführung

kommen, so können wir diese auf Grund der Struktur

des neuen Studienplanes schnell und – für das

Ministerium wahrscheinlich eher von Bedeutung –

kostenneutral einführen.

Deine Fachschaft Physik -

Wir sind immer noch die Guten!

32 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Ersemestrigensonderteil

STUNDENPLAN

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

33


Ersemestrigensonderteil

DAS STUDIUM TECHNISCHE PHYSIK

Eine oft gestellte Frage ist, ob man

irgendwelche Voraussetzungen erfüllen muss, um

Technische Physik studieren zu können - die

Antwort hierauf ist: ”Nein!”. Zwar haben HTLer oft

Vorteile bei den Laborübungen (praktisches

Arbeiten) und AHSler bei den Mathematikvorlesungen

(abstraktes Denken), doch diese

geringfügigen Unterschiede gleichen sich schon

nach kurzer Zeit aus.

Die beste Möglichkeit, das Studium schnell

und ohne große Schwierigkeiten zu beenden, besteht

darin, sich mit Studienkollegen zu Gruppen

zusammen zu schließen und gemeinsam zu arbeiten,

denn im Gegensatz zu anderen Universitäten gilt es

hier nicht, die Ellbogen-Taktik anzuwenden und

andere hinauszudrängen, sondern Teamarbeit für das

spätere Leben zu lernen. Keine Angst, wenn du jetzt

sagst: „Aber ich kenn doch hier niemanden!“ Am

ersten Studientag hast du die Möglichkeit dich einer

Tutoriumsgruppe anzuschließen, die von

Höhersemestrigen geleitet wird. Hier sollen alle

noch offenen Fragen beantwortet und der Einstieg

ins Studium und das Kennenlernen von

Studienkollegen erleichtert werden. Auch in den

Physik-Übungen, in denen in Kleingruppen

gearbeitet wird, lernt man sich schnell kennen.

Fakten zum Studium:

Derzeit gibt es 1065 Studierende der

technischen Physik. Pro Jahr gibt es durchschnittlich

160 Neuinskribenten. Mindeststudiendauer:

10 Semester Durchschnittliche Studiendauer: 14

Semester

Aufbau des Studiums:

Der erste Abschnitt an der TU Wien ist wohl

sehr verschult, und das entspricht ja nicht gerade

der Idealvorstellung eines Studiums. Auch die

anfangs dominierende Mathematik kann einem den

Mut nehmen; doch keine Angst, das bessert sich.

Im zweiten Abschnitt kommen zu den gebundenen

Wahlfächer, wo du Deinen Interessen in der Physik

nachkommen kannst, und den freien Wahlfächern

auch noch 3 Projektarbeiten, in denen selbständiges

Arbeiten sehr früh erlernt und gefördert werden

sollen. Den Abschluss bildet die Diplomarbeit.

1. Abschnitt:

83 Semesterwochenstunden

Mathematik: Algebra, Analysis I + II,

Höhere Analysis

Physik: Physik I + II, Thermodynamik,

Einführung in die Quantenphysik,

Methoden der theoretischen Physik,

Elektronik, Labors

Mechanik: Mechanik

Chemie: Chemie

Grundzüge und Methoden der EDV

Wahlfächer (4 Semesterwochenstunden)

2. Abschnitt:

109 Semesterwochenstunden

Plichtlehrveranstaltungen (60 Semesterwochenstunden):

Quantentheorie, Elektrodynamik und Relativitätstheorie,

Statistische Physik, Physikalische Messverfahren,

Physikalische Analytik, Atom-, Kern- und

Teilchenphysik, Festkörperphysik

gebundene Wahllehrveranstaltungen (34 Semesterwochenstunden) Auswahl aus den Wahlfachkatalogen:

Schwerpunktfähige Kataloge:

1. Atom-, Kern- und Teilchenphysik

2. Festkörper- und Grenzflächenphysik

3. Technische Physik - Methoden und Technologie

4. Theoretische, Mathematische und Numerische Physik

Ergänzende Kataloge:

5. Akustik, Optik und Elektronik

6. Physikalische Analytik

7. Plasmaphysik und -chemie

8. Umweltphysik, Medizinische Physik und Biophysik

freie Wahlfächer: (15 Semesterwochenstunden): hier darfst du aus allen, an jeder Universität gelehrten,

Lehrveranstaltungen auswählen, sowie z.B. aus Ägyptologie, aus dem Katalog der GRAT

(GruppeAlternativerTechnologie), Ökonomie, ...

3 Projektarbeiten

Diplomarbeit

34 Φ - 6 Die Zeitung der Fachschaft Physik


Ersemestrigensonderteil

8 Semesterwochenstunden müssen in

englischer Sprache belegt werden (d.h. auch die

Prüfung ist auf Englisch), von diesen 8 müssen

mindestens 2 SWS im ersten Abschnitt belegt

werden.

Der Studienschwerpunkt muss auf einen der

ersten 4 Wahlfachkataloge gelegt werden, d.h. dass

mindestens 17 Stunden aus den 34 aus diesem einen

Katalog sein müssen.

Das Diplomzeugnis des ersten Abschnitts

erhältst du, wenn du alle Prüfungen des ersten

Abschnitts gemacht hast; es ist also nicht mehr als

ein Sammelzeugnis.

Fürs Diplom musst Du eine Diplomarbeit

schreiben und die abschließende Diplomprüfung

bestehen.

Neuer Studienplan

Ab Wintersemester 2002/03 tritt der neue

Studienplan in Kraft - es handelt sich weiterhin um

einen zehnsemestrigen Diplomstudienplan (und

nicht um einen Bakkalaureats-/Master-Studienplan),

der unter http://physik.htu.at/Neuer%20Studienplan.html

im Detail nachgelesen werden kann. Die wichtigsten

Neuerungen sind:

Verkürzung des Studiums (180 statt 193

Semesterwochenstunden)

Einführung von neuen Lehrveranstaltungen

(Datenverarbeitung I und II, Materialwissenschaften,

Projektmanagement)

Umstrukturierung (vor allem bei den

Mathematik-Lehrveranstaltungen)

Wer das Studium im alten Studienplan

beenden möchte, hat dazu ab Inkrafttreten des neuen

Studienplans noch fünf Jahre Zeit - also bis 2007.

Danach muss auf den neuen Studienplan

umgestiegen werden - freilich kann bis dahin

jederzeit freiwillig umgestiegen werden.

Zur Anrechnung von bereits abgelegten

Prüfungen gibt es eine Äquivalenzliste, die du dir

vorm Umsteigen gut anschauen solltest. Generell

raten wir, vorm Umsteigen die Pflichtvorlesungen

des ersten Abschnitts des alten Studienplans zu

absolvieren (Allerdings - Elektronik-Rechenübung

kann nur als freies Wahlfach “verwendet” werden).

Berufsaussichten

Physiker sind in der Technik die Allrounder.

Das Einsatzgebiet von Physikern ist weit

gestreut; von der Industrie über Forschungsinstitute

bis hin zur Universität selbst. So kann sich ein

Physiker für fast alle Jobs bewerben, ist dort aber

oft zweite Wahl, weil sich auch viele Spezialisten

für den Job melden. Einige Industrieunternehmen

haben gute Erfahrungen mit Physikern und schätzen

sie wegen ihrer Flexibilität, aber leider gibt es vor

allem in Österreich viele Firmen, in denen man nicht

recht weiß, was ein Physiker überhaupt ist...

Die Ausbildung an der TU Wien hat aber international

einen guten Ruf, sodass man auch im

Ausland gute Chancen hat.

Daniela Piassoni

daniela@physik.htu.at

Grabner Markus

marco@physik.htu.at

Φ - 6

Die Zeitung der Fachschaft Physik

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