EGPA Konferenz 2014 Berlin-D_21042014

egpa2014

EGPA

Konferenz 2014

Berlin


Welcome to Berlin


e a part of us


Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit dieser Broschüre möchten wir die EGPA-Konferenz

2014 vorstellen. An der Konferenz in Berlin werden zirka

200 Polizistinnen und Polizisten aus ganz Europa und

den USA teilnehmen. Mit dieser Konferenz richten wir

den Blick nach Osten, insbesondere nach Polen,

Tschechien, die Slowakei und Ungarn. Ein ganz

besonderes Signal soll nach Russland gesandt werden.

Ich lade Sie recht herzlich dazu ein, an der Konferenz

teilzunehmen oder unsere Organisation zu unterstützen.

Be a Part of us soll als Einladung an

Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa verstanden

werden, um mit uns für gleiche Rechte und gegen

Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung zu

arbeiten.

Thomas Ulmer

Bundesvorsitzender

VelsPol-Deutschland e.V.


Schirmherr

Klaus Wowereit

Regierender Bürgermeister von Berlin


Grußwort

des Regierenden Bürgermeisters von Berlin,

Klaus Wowereit,

Zum Kongress der European Gay Police Association

(EGPA) heiße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer

herzlich willkommen in der deutschen Hauptstadt.

Mit ihrem Berliner Kongress setzt die EGPA ein wichtiges

Zeichen gegen homophobe Diskriminierung und Gewalt

sowie für rechtliche Gleichstellung und allgemeine

gesellschaftliche Akzeptanz unterschiedlicher

Lebensweisen. Vor allem aber bietet sie Polizistinnen

und Polizisten aus ganz Europa und den USA eine

Plattform zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch.

Ein solches Treffen ist eine Ermutigung für all jene, die

sich für eine Polizei einsetzen, die nicht zusieht, wenn

Gewalt gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle und

Transgender angewendet wird. Eine Polizei, die über

Gefahren aufklärt und damit die Prävention fördert. Aber

vor allem auch eine Polizei, die Anwältin gleicher Rechte

ist und der Diskriminierung aufgrund der sexuellen

Orientierung entgegenwirkt.


Im Jahr 2013 haben wir in Berlin in vielfältiger Weise an

die Übertragung der Macht in Deutschland an die

Nationalsozialisten vor 80 Jahren und die Zerstörung der

Vielfalt erinnert. Dazu gehörte auch das Gedenken an

die Verfolgung Homosexueller in der Nazi-Zeit.

Heute, fast 25 Jahre nach dem Fall der Mauer, verbindet

sich mit Berlin der Ruf einer weltoffenen und toleranten

Metropole. Aber wir dürfen nicht vergessen: Auch

hierzulande hat es Jahrzehnte gedauert, bis die

strafrechtliche Verfolgung und Ausgrenzung

Homosexueller ein Ende fand, und auch heute gibt es

noch Diskriminierung und Anfeindungen. Der Weg bis

zur vollständigen Gleichstellung ist lang und steinig.

Umso mehr kommt es darauf an, all jene zu

unterstützen, die – ganz gleich in welchem Land –

selbstbewusst Flagge zeigen und sich für eine freie und

tolerante Gesellschaft einsetzen

sowie für staatliche Institutionen, welche die Freiheit

schützen.


In diesem Sinne wünsche ich dem EGPA-Kongress

einen guten und ermutigenden Verlauf, von dem ein

unübersehbares Zeichen für Gleichstellung und

Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen ausgeht, und

allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen

anregenden Aufenthalt in Berlin.

Klaus Wowereit

Regierender Bürgermeister von Berlin


Dr. Thomas de Maizière

Bundesminister des Innern


Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der

7. EGPA-Konferenz,

Deutschland ist ein tolerantes und weltoffenes Land mit

einer Gesellschaft, die

nicht akzeptiert oder duldet, dass Menschen wegen ihrer

sexuellen Identität benachteiligt oder gar herabgewürdigt

werden.

Trotzdem begegnen Homosexuelle noch immer

Vorbehalten, Alltags-diskriminierungen, manchmal sogar

offenen Anfeindungen. Häufig sind sie die Folge von

Unkenntnis und Unsicherheit. Jeder einzelne und die

Gesellschaft in ihrer ganzen Breite sind aufgefordert,

diesen Missständen entschieden entgegenzutreten.

Diskriminierung von Menschen - gleichgültig aus

welchen Gründen - ist unvereinbar

mit einer Gesellschaft, wie wir sie leben wollen.

Gerade auch die Politik und wo nötig auch die Polizei

und Justiz sind hier in einer besonderen Verantwortung.

Aber auch die Homosexuellen selbst, die einzeln und

organisiert ihre selbstverständliche Gleichbehandlung

einfordern. Noch immer ist dies für den Einzelnen oft

schwer. Ich habe großen Respekt für alle, die trotz ihrer

Sorgen und Ängste den Mut hierzu aufbringen.


Auch um ihnen zu helfen ist es wichtig, dass sich

gesellschaftliche Interessenvertretungen wie Ihr Verband

für die Rechte von Homosexuellen in allen Bereichen der

Gesellschaft einsetzen.

Das gilt gerade auch für die Polizei. Von ihr erwarten die

Bürgerinnen und Bürger

zu Recht besonders ein aufgeschlossenes Verhalten und

die Verteidigung von

Minderheitenrechten.

Ihr Verband trägt daher dazu bei und dokumentiert

zugleich, dass auch die Polizei

ihren Beitrag leistet, Homosexuellen vor Diskriminierung

wegen ihrer sexuellen

Orientierung zu schützen.

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und wünsche der 7.

EGPA-Konferenz einen

erfolgreichen Verlauf.

Dr. Thomas de Maiziere, MdB

Bundesminister des Innern

.


Klaus Kandt

Der Polizeipräsident in Berlin


Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

ich freue mich sehr, dass die siebte EGPA-Konferenz

2014 in Berlin stattfindet und heiße Sie herzlich

willkommen. In unserer Stadt leben etwa 3,5 Millionen

Menschen. Viele davon unterscheiden sich

beispielsweise hinsichtlich ihrer Herkunft, ihrer

Hautfarbe, ihrer sexuellen Identität oder Religion. Berlin

gilt als offen, bunt und tolerant. Dennoch gibt es auch

hier Diskriminierung von oder sogar Gewaltvorfälle

gegenüber Menschen, die als „anders“ empfunden

werden. Es ist unsere Pflicht, diesen Anfeindungen klare

Signale entgegen zu setzen. Ihre Konferenz bietet die

Gelegenheit, sich mit dem polizeilichen Umgang mit

Hasskriminalität auseinanderzusetzen, voneinander zu

lernen und Strategien zu entwickeln, das Phänomen der

Homo- oder Transphobie zu bekämpfen.


Darüber hinaus ist aber auch die Polizei selbst ein

Spiegelbild der Gesellschaft. Noch Anfang der neunziger

Jahre wurde Homosexualität innerhalb der Polizei Berlin

totgeschwiegen bzw. ignoriert. Seither hat sich

schrittweise eine Öffnung innerhalb der Gesellschaft,

aber auch innerhalb vieler Polizeibehörden vollzogen.

Diese Entwicklung haben wir couragierten Menschen zu

verdanken, die sich für die Belange homo- und

transsexueller Kolleginnen und Kollegen eingesetzt

haben. An dieser Stelle möchte ich mich für Ihr

Engagement bedanken und Sie ermutigen, Ihre Arbeit

fortzusetzen. Ich werde Sie dabei gern unterstützen.

Allen Teilnehmenden und Mitwirkenden der Konferenz

wünsche ich einen anregenden Austausch, inspirierende

Kontakte und einen angenehmen Aufenthalt in Berlin.

Herzlichst

Ihr

Klaus Kandt

Der Polizeipräsident in Berlin


Arne Feuring

Polizeipräsident von Brandenburg


Grußwort

Gleichgeschlechtliche Lebensweisen gehören heute zum

Alltag und sollten auch bei Mitarbeitern der Polizei

uneingeschränkt toleriert und akzeptiert werden. Viele

Brandenburger Polizistinnen und Polizisten arbeiten in

Brandenburg und leben in Berlin. Als Polizeipräsident

des Landes Brandenburg trete ich für einen weltoffenen,

toleranten Umgang miteinander ein, der aber noch

immer täglich neu mit Leben erfüllt werden muss.

Die Länder Berlin und Brandenburg beschreiten in einem

stetigen Prozess neue Wege der Kooperation und so

überträgt sich auch die weltoffene Transparenz von

Lesben, Schwulen und Bisexuellen mit ihrer bunten

Vielfalt und besonderen Dynamik auf Brandenburg.

Die EGPA-Konferenz bietet vielfältige Möglichkeiten des

Wissenstransfers und eröffnet Chancen, die

Gleichstellung unterschiedlicher Lebensweisen weiter zu

etablieren.


Ich freue mich sehr, dass die Veranstaltung 2014 in

Berlin stattfindet und auch Kollegen der Brandenburger

Polizei an den Vorbereitungen mitwirken.

Als Polizeipräsident des Landes Brandenburg wünsche

ich allen Teilnehmern der Konferenz einen regen

Erfahrungsaustausch und in diesem Sinne

ereignisreiche, informative Veranstaltungstage.

Ihr Arne Feuring


Boardmeeting 2013 Den Haag


Die European Gay Police Association (EGPA) ist ein

internationales Polizeinetzwerk für LGBTTI*-Beschäftigte

in der Polizei, aus mehr als zwölf verschiedenen europäischen

Ländern.

Das Netzwerk wurde 2004 in Amsterdam gegründet, seit

2005 finden internationale Konferenzen in verschiedenen

europäischen Hauptstädten statt. Vertreten wird die

EGPA durch den Vorsitzenden Hermann RENES von der

niederländischen Polizei.

*LGBTTI (Lesbian-Gay-Bisexual-Transsexuell-Transgender-

Intersexuell)


1994 nur kurze Zeit nach dem Wegfall des Paragrafen 175 StGB

in Deutschland haben sich auf Initiative des Berliner Journalisten

Jens DOBLER, zirka 30 Polizeibedienstete in Göttingen zum ersten

Bundesseminar getroffen. Im gleichen Jahr haben sich in mehreren

Bundesländern Vereine für lesbische und schwule Polizeibedienstete

gegründet, die noch verschiedene Vereinsnamen führten. Um die

Interessen auf Bundesebene zu wahren, nahmen 2002 die Ländervereine

den einheitlichen Namen „VelsPol“ für „Verein lesbischer und

schwuler Polizeibediensteter“ an. Gleichzeitig schlossen sich die

Landesorganisationen zum Dachverband „Verband lesbischer und

schwuler Polizeibediensteter“ zusammen. Damit konnte die Arbeit

auf Bundesebene aufgenommen werden. Um die deutschen Belange

auf europäischer Ebene vertreten zu können, schloss sich

VelsPol-Deutschland der EGPA an.


Bundesvorstand VelsPol-Deutschland e.V.


Austausch von Kenntnissen, Erfahrungen und Informationen in

Bezug auf die Stellung von LGBTTI-Polizeibediensteten

innerhalb der europäischen Polizeiverbände ist eine der Hauptaufgaben

der EGPA.

Weitere Aufgaben sind, die Förderung internationaler Umfragen

und Bildungsprogrammen in Hinblick auf die Themen,

die für die Inklusion und den Erfolg der LGBTTI-Polizeibediensteten

in europäischen Polizeiverbänden wichtig sind.

Die Förderung von Initiativen, die helfen, nationale Netzwerke

für LGBTTI-Polizeibedienstete in den verschiedenen Ländern

zu errichten und unterstützen, insbesondere in Osteuropa.

Die Ermutigung von LGBTTI-Polizeibediensteten zur gegenseitigen

Unterstützung,

Erarbeitung von Fortbildungskonzepten zur Bekämpfung von

Hassverbrechen, sogenannten Hatecrimes.

Verbindung zu anderen LGBTTI-Organisationen.


Brüssel amerikanische Botschaft 2013


Der Vorstand der EGPA besteht aus mindestens fünf natürlichen

Personen aus mindestens drei verschiedenen europäischen

Ländern und tagt durchschnittlich zwei bis drei Mal im Jahr.

Die aktivsten Vertreter in der EGPA sind derzeit Belgien,

Deutschland, Irland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien

und die Schweiz, während Österreich, Dänemark, England (GB),

Schottland (GB), Portugal und Schweden unterstützend

tätig sind. Montenegro, Serbien, Polen und Ungarn sind

interessierte Partner an einer Zusammenarbeit.

Parallel zu den Treffen wird oft eine LGBTTI-Veranstaltung

gleichzeitig in der ausrichtenden Stadt organisiert. Die Sitzungen

werden in der Regel von Ministern, hochrangige

Polizeivertretern sowie Bürgermeistern besucht und eröffnet.


Brüssel amerikanische Botschaft 2013


Die nationalen Mitgliedsorganisationen sind zwischenzeitlich

verlässliche Beratungspartner der nationalen

Regierungen bzw. Innenministerien geworden.

Oktober 2010 – Gründung des italienischen Netzwerkes

POLIS APERTA in Rom.

März 2011 – Vorstellung des Netzwerkes vor hochrangigen

Polizeivertretern der Schweiz in Zürich.

September 2011 – Teilnahme einer niederländischen

Delegation der EGPA an der internationalen Tagung

„Towards Europe – Towards Equality“ (Richtung Europa

– Richtung Gleichstellung) für Polizeibedienstete in

Podgorica, Montenegro.

November 2011 – Teilnahme von Vertretern der EGPA

an der internationalen Konferenz „Building a Queer and

Tolerant Neighbourhood“, die vom Regierenden

Bürgermeister von Berlin eröffnet wurde.


IDAHO-Konferenz 2013 Den Haag


Dezember 2011 - Teilnahme an der internationalen Tagung

„Joining forces to combat homophobic and transphobic

violence in Europe“ (Gemeinsam gegen homophobe und

transphobe Gewalt in Europa) die durch die niederländische

Ministerin Marja van Bijsterveld sowie Staatssekretär

Fred Teeven eröffnet worden ist.

März 2013 - Mitarbeit am „International Day Against

Racism and Discrimination“ (Internationaler Tag gegen

Rassismus und Diskriminierung) der European Gay Police

Association (EGPA).

Rainbow Cops Belgium, die amerikanische Botschaft und

die US Mission bei der EU berieten sich zum Thema

„Tackling LGBTTI Discrimination in the International

Policing Context and Promote Protection of LGBTTI

Rights Europe-Wide“ (Die Bekämpfung der Diskriminierung

von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und

Intersexuellen im Kontext der internationalen Polizeiarbeit

und die europaweite Förderung des Schutzes der Rechte

der LGBTTI-Menschen). Hier besprachen die EGPA-

Vorstandsmitglieder und -partner wie eine Zusammenarbeit

mit Polizeiverbände aus Rumänien, Serbien, Kroatien, Polen,

Finnland usw. aussehen soll und wie in diesem Ländern

LGBTTI-Netzwerke gegründet werden können.


Empfang durch den irischen Präsidenten 2012


Mai 2013 – Teilnahme der EGPA an der internationalen

IDAHO-Konferenz („Inter-national Day Against

Homophobia“) in Den Haag. In Workshops sind

Trainings-programme zur Bekämpfung von Hatecrimes

aus verschiedenen Ländern vorgestellt und erarbeitet

worden. Die Delegation der EGPA wurde durch Königin

Máxima empfangen, die sich über die Arbeit des

Netzwerkes informierte.


Meeting mit der niederländischen Königin 2013


Die EGPA-Konferenz 2014 findet vom 18.06. – 21.06.2014

in Berlin statt. An den Konferenztagen werden bis zu

300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Europa

und den USA erwartet, darunter auch hochrangige Vertreter

aus Polizei und Politik.

Die Konferenzteilnehmerinnen und Konferenzteilnehmer

werden im Motel One an der Urania 12-14 wohnen. Im

nahegelegenen Tagungszentrum URANIA an der Kleiststraße

13-14 werden Vorträge und Workshops zu den

Themen, Hatecrimes, Situation von LGBTTI-Menschen

in Osteuropa, Situation von LGBTTI-Polizeibediensteten in

Europa und weltweit angeboten.


Heckler&Koch


Werbung


Mittwoch 18.06.2014

15.00 Uhr - Anreise

16.00 Uhr - Meet and greet – die TeilnehmerInnen lernen sich kennen; Erster

Erfahrungsaustausch zu Erfahrungen in der eigenen Arbeitswelt.

Freitag 20.06.2014

09.00 Uhr Themen siehe gesonderte Beschreibung

Konferenztag 2

(bis ca. 16.00 Uhr)

(Uniform/ entsprechende Kleidung)

19.00 Uhr - Eröffnungsveranstaltung Rotes Rathaus;

Diskussion mit anwesenden Politikern und VertreterInnen aus

der Polizei;

Eröffnung durch Schirmherr Klaus Wowereit (Regierender

Bürgermeister von Berlin)

(Uniform oder festliche Kleidung)

Donnerstag 19.06.2014

09.00 Uhr - Eröffnung der Konferenz (Uniform/ entsprechende Kleidung);

Geplant durch Innensenator Henkel (Berlin)

10.00 Uhr Themen siehe gesonderte Beschreibung

Konferenztag 1

(bis ca. 16.00 Uhr)

(Uniform/ entsprechende Kleidung)

18.30 Uhr - Abendveranstaltung; u.a. Diskussion mit PolitikerInnen

18.30 Uhr - Abschlussveranstaltung, 20 Jahre VelsPol,

Verleihung VelsPol-Preis in der Landesvertretung von

Baden-Württemberg

Samstag 21.06.2014

11.00 Uhr - Teilnahme einer Delegation an der Gedenkfeier und

Kranzniederlegung im Gedenken an die im Nationalsozialismus

verfolgten Homosexuellen

12.00 Uhr - Vortrag zu den Hintergründen 45 Jahre Stonewall Inn in New

York - Aufstand der Homosexuellen in New York und Beginn

einer weltweiten Protestorganisation für Akzeptanz und gleiche

Rechte. Anschl. Teilnahme an der CSD-Parade

Sonntag 22.06.2014

11.00 Uhr - Fazit Übergabe der Konferenzdokumentation;

11.30 Uhr - Veröffentlichung einer Resolution zur Situation von LSBTTIQ-

Menschen in Russland

12.00 Uhr - Farewell und Abreise


Hatecrime in Deutschland und deren Erfassungsprobleme

Die MANEO-Studie zeigte in zwei Befragungsintervallen die Dunkelziffer

von homophoben Straftaten in Berlin und in Teilen anderer Städte in

Deutschland auf.

Das Ergebnis einer Umfrage durch einen Polizeistudenten aus Baden-

Württemberg bestätigte in Teilen die MANEO-Studie. Zwei Faktoren für

die Dunkelziffer sind mangelnde Kenntnisse der Polizeibeamtinnen und

Polizeibeamten, über das Thema Homo- und Transsexualität und die

Erfassungsvoraussetzungen von solchen Straftaten.

Ein weiterer Faktor sind Vorbehalte der Gay-Community gegenüber der

Polizei.

Ziel soll ein späterer Austausch mit Verantwortlichen des

Bundeskriminalamtes (BKA) über die Erfassungsproblematik sein.


Dr. Tatjana Zimenkova ist Soziologin und Dozentin

im Bereich der Didaktik der Sozialwissenschaften

an der Universität Bielefeld. Ihre Forschungsinteressen

sind Theorien und Praxis der Bürgerschaft, BürgerInnenbildung

im europäischen Vergleich und Diversität. Sie hat zu Themen

der kritischen politischen Bildung sowie zur kritischen Auffassung

des Diversitätsbegriffs in der Bildung veröffentlicht.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Institutionen,

Mechanismen und Interessen zur Verbreitung und

Aufrechterhaltung der Homophobie und unterschiedlichen

Gesellschaften beitragen. Der Vortrag reduziert die Homophobie

nicht auf die Hass- und Gewaltakten, sondern geht der Frage nach,

für wen und in welchen Kontexten die Existenz des homophoben

Gedankenguts relevant ist, welche Vorteile diverse Organisationen

und Institutionen von der Konsolidierung gegen LGBTTQ-Menschen

für sich ziehen können, und wie dem entgegengewirkt werden kann.


Diversity in der Verwaltung und Unternehmen

Unterschiedlichkeit und Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

werden von der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen häufig

noch nicht als Chance wahrgenommen - Diversität kann eine Chance sein!

Diversity Management dient nicht in erster Linie zur Umsetzung von

Antidiskriminierungsansätzen oder entsprechender Gesetze.

Es ist vielmehr ein ganzheitliches Konzept des Umgangs mit

personeller Vielfalt in der Organisation – zum Nutzen der Organisation

und zum Nutzen aller Beteiligten.

Referenten aus der Wirtschaft und NGO`s


Vorstellung der Ansprechstellen für

gleichgeschlechtliche Lebensweisen und

homophobe Straftaten der Staatsanwaltschaft

und Polizei Berlin/ Brandenburg

Bereits Anfang der 90er Jahre wurde bei der

Berliner Polizei eine Ansprechstelle für

gleichgeschlechtliche Lebensweisen eingeführt.

Zwischenzeitlich hat auch die Staatsanwaltschaft

Berlin eine vergleichbare Stelle eingerichtet, die

einmalig in Europa ist.

Ziel ist die Vorstellung der beiden Ansprechstellen

und Vorstellung deren Aufgaben, Probleme und

Konzepte.

Referenten: Vertreter der Staatsanwaltschaft

Berlin; Vertreter der Polizei Berlin und der Polizei

Brandenburg


Transgender und Transsexualität in der Polizei und Gesellschaft /

Ausgehend von einem transphoben Vorfall bei der Berliner Polizei, sollen

die Reaktionen der Polizeiführung und Möglichkeiten zur Fortbildung von

Polizeibeamten diskutiert werden.

Ziel ist die Erarbeitung eines Fortbildungskonzeptes für die Polizei und

Justiz, diese soll den europäischen Polizeibehörden zur Verfügung

gestellt werden.

Referenten: Vertreter aus Trans-Bereich, Polizei NL

Homosexualität in der Arbeitswelt /

Seit dem Outing vieler Prominenter, Politiker und Menschen aus den

unterschied-lichsten Gesellschaftsgruppen, hat sich die Lebenssituation

von Lesben und Schwulen in vielen Bereichen geändert. Die Situation von

Trans-Menschen hingegen nicht.

Können Antidiskriminierungsgesetze, Antimobbingvereinbarungen und

gesetzliche Gleichstellungen an dieser Situation etwas ändern?

Diskussion mit Vertretern der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.


EGPA – Ein Netzwerk /

EGPA 2004 - 2014 – 10 Jahre, ein Netzwerk stellt sich vor. Die

einzelnen Länderorganisationen stellen sich und ihre Tätigkeit

vor.

Referenten: Vorsitzende/ VertreterInnen der

Länderorganisationen

Homosexualität in der Türkei lebensgefährlich? /

Homosexualität ist und war in der Türkischen Republik nie

verboten. Sogar schon im Osmanischen Reich wurde

gleichgeschlechtliche Liebe strafrechtlich nicht verfolgt.

Theoretisch gilt per Verfassung das Verbot der Diskriminierung.

Doch die Realität sieht ganz anders aus. Schwule Männer,

lesbische Frauen, Transvestiten und Transsexuelle sehen sich

vielfältiger Diskriminierung und sozialer Ächtung ausgesetzt.

Welche Rolle spielt die Polizei?

Referent: Hakan TAS, Abgeordneter des Berliner

Abgeordnetenhauses


Umgang mit Homosexualität/ Transsexualität in Osteuropa

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 25 Jahren wurden homophobe

und transphobe Straftaten aus den ehemaligen Ländern des ehemaligen

Ostblocks bekannt.

So wurden bis vor wenigen Jahren politische Demonstrationen zum CSD

als Anlass genommen, für Gewaltübergriffe gegen LSBTTIQ-Menschen

durch die Sicherheitsbehörden.

Im Vergangenen Jahr hat die russische Regierung ein Gesetz erlassen,

das `Propaganda in der Nähe von Kindern` für Homosexualität unter

Strafe stellt.


Boris Dittrich

Advocacy Director

Lesbian, Gay,

Bisexual and

Transgender Rights Program

Boris Dittrich leads Human Rights Watch's advocacy efforts on LGBT

rights around the world. He meets regularly with victims of homophobia

and trans-phobia, and with government officials, members of parliament,

and journalists in Africa, Latin America, Asia and Europe to push

for progress on issues of sexual orientation and gender identity.

Among his notable achievements: co-launching the landmark Yogyakarta

Principles at the United Nations; helping to get 67 nations to agree to

combat discrimination on the basis of sexual orientation; being

instrumental in persuading UN Secretary-General Ban Ki-moon to publicly

condemn homophobia for the first time; and convincing the Vatican

to make a formal UN statement in favor of decriminalizing homosexual

conduct and respecting the human rights of homosexual people.

Before coming to Human Rights Watch in 2007, Boris was a member

of the Dutch parliament for more than 12 years. He initiated the

same sex marriage and adoption bills, making the Netherlands the

first country in the world to open its civil marriage for gays and lesbians.

Before being elected to parliament, Boris was a judge at the regional

court of Alkmaar and a lawyer in Amsterdam. He is author of two novels

and two non-fiction works in Dutch, one on LGBT rights. He studied at

Leiden University in the Netherlands.

In May 2013 he received the Jos Brink State Award from the Dutch

government for his work on LGBT rights over the last 30 years.


Hatecrime in Osteuropa

Vorbehalte gegenüber Homo- und Transsexuellen

in Osteuropa sind weit verbreitet.

Welchen Einfluss können bestehende Konzepte

europäischer Polizeiorganisationen

für die Polizeibehörden in Osteuropa (Polen,

Tschechische Republik, Ungarn, Slowakei und der

Ukraine) haben?

Hierzu werden Referenten aus (west)

europäischen Polizeien eingeladen, die mit

Vertretern aus NGO`s der osteuropäischen

Ländern diskutieren.

Ziel soll eine Verabschiedung einer `Berliner`-

Resolution an die Innenministerien der o.g.

Länder in Osteuropa sein.

Referenten: Polizeivertreter aus GB/ IRL/ NL/

ITAL

Referenten: Vertreter von NGO`s aus PL/ RUS/

UA

Referentin: MEP Ulrike Lunacek (Abgeordnete

des EU-Parlaments/ Grüne)


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der EGPA-Konferenz

2014 wohnen im Hotel `Motel One`, am Rande des

Tiergartens. `Motel One´ ist eine der führenden und

modernsten Hotelketten Deutschlands.

Die Organisatoren waren daran interessiert kurze Wege

anzubieten, aus diesem Grund findet die Konferenz auf der

gegenüberliegenden Straßenseite, im Konferenzzentrum

URANIA statt.

In den Pausen und zur Mittagszeit werden die

Konferenzteilnehmerinnen und Teilnehmer, durch einen

vorzüglichen Cateringservice versorgt und mit klassischen

Berliner Spezialitäten verwöhnt.

Die Organisatoren haben verschiedene Konferenzpakete

geschnürt. Somit steht für jede(n) Interessierte und

Interessierten ein entsprechendes Paket zur Verfügung

stehen.


Politische Kontakte sind wichtig. Aus diesem Anlass wird die

Konferenz 2014 durch zwei Empfänge umrahmt.

Die Konferenz wird im Roten Rathaus, durch den

Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, am Mittwoch

(18.06.2014) eröffnet.

Zu diesem Anlass werden hochrangige Vertreter aus Politik

und Polizei anwesend sein.

In der Landesvertretung von Baden-Württemberg wird die

Konferenz 2014 geschlossen. Innerhalb dieser Veranstaltung

werden wir, als eines der ältesten Mitarbeiternetzwerke

innerhalb der Polizei in Europa, 20 Jahre VelsPol feiern.

Im Rahmen dieser Veranstaltung, wird VelsPol-Deutschland

erstmalig den `VelsPol-Preis` für Diversity und das

Engagement für Akzeptanz und gleiche Rechte, in der Polizei

und Gesellschaft verleihen.


Konferenzpaket 1 – 352,00 Euro

Konferenzpaket 2 – 438,00 Euro

Konferenzpaket 3 – 175,00 Euro

Konferenzpaket 4 – 90,00 Euro

Konferenzpaket 5 – 152,00 Euro

Konferenzpaket 6 - 230,00 Euro (Partner)

Konferenzpaket 7 - 60,00 Euro

Zur Anmeldung http://egpa2014.com/22.html


Bei Fragen zu den

Sponsoringmöglichkeiten

kontaktieren Sie uns

gerne. Adresse:

VelsPol-D e.V.

Postfach 311543

10645 Berlin


Sie wollen die Konferenz mit

einer Spende unterstützen:

VelsPol-Deutschland e.V.

Konto: 30 1325 84

Bankleitzahl: 604 500 50

IBAN:DE 77 6045 0050 0030 1325 84

BIC: SOLA DE S1 LBG


Vertreterinnen und Vertreter der Medien wenden

sich bitte an das Konferenzbüro,

Tel.: +49-30-44046343 oder schriftlich an

egpa-press2014@interver.com

Für eine Akkreditierung ist die Vorlage eines gültigen

Presseausweises erforderlich.


www.egpa2014.com

Im Rahmen der Konferenz feiern wir 20 Jahre VelsPol und

10 Jahre EGPA.

Darüber hinaus wird in einer Feierstunde erstmalig

der Diversity-Preis von VelsPol verliehen.

IMPRESSUM

VelsPol-Deutschland e.V.

Postfach 311543

10645 Berlin

Stand 16.04.2014

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine