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gwf Wasser/Abwasser Wasserzähler auf dem Prüfstand (Vorschau)

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4/2014<br />

Jahrgang 155<br />

DIV Deutscher Industrieverlag GmbH<br />

www.<strong>gwf</strong>-wasser-abwasser.de<br />

ISSN 0016-3651<br />

B 5399<br />

Qualität <strong>auf</strong> den ersten Blick!<br />

Serie 18 Serie 19 Elektroschweißfittings<br />

Ventil-Anbohrarmaturen<br />

Die PLASSON Produkt-Familien – ausgereifte Programme, die durch ständige Qualitätskontrollen und<br />

innovative Weiterentwicklung <strong>auf</strong> höchstem technischen Niveau Ihre Anforderungen erfüllen.<br />

Service ist unser Markenzeichen, denn Zufriedenheit ist noch immer die beste Empfehlung.<br />

PLASSON GmbH<br />

Krudenburger Weg 29 • 46485 Wesel<br />

Telefon: (0281) 9 52 72-0 • E-Mail: info@plasson.de • Internet: www.plasson.de • www.serie19.de


KSB <strong>auf</strong> der IFAT 2014:<br />

5. – 9. Mai in München<br />

Halle A6, Stand 321/420<br />

Ein Kreisl<strong>auf</strong>, eine Lösung –<br />

<strong>Wasser</strong>technik von KSB<br />

<strong>Wasser</strong> ist ein Stoff von entscheidender Bedeutung für unser Überleben – für jeden<br />

Einzelnen von uns, aber auch für ganze Völker und Nationen. Sauberes <strong>Wasser</strong><br />

sowie effiziente <strong>Abwasser</strong>behandlung sind heute wichtiger denn je. Unser aller<br />

Wohlergehen hängt davon ab. Das Know-how sowie das umfangreiche Pumpenund<br />

Armaturenprogramm von KSB helfen Ihnen dabei, die Anforderungen rund um<br />

<strong>Wasser</strong>versorgung und <strong>Abwasser</strong>behandlung effizient und preiswert zu erfüllen.<br />

Wir gehören zu den wenigen Anbietern weltweit, die für alle Stationen im <strong>Wasser</strong>kreisl<strong>auf</strong><br />

ganzheitliche Lösungen zur Verfügung stellen - von der <strong>Wasser</strong>entnahme<br />

bis hin zur <strong>Abwasser</strong>behandlung.<br />

KSB Aktiengesellschaft · Johann-Klein-Straße 9 · 67227 Frankenthal · www.ksb.com<br />

Unsere Technik. Ihr Erfolg.<br />

Pumpen ■ Amaturen ■ Service


| STANDPUNKT |<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

Zugang zu sauberem Trinkwasser, <strong>Wasser</strong>knappheit,<br />

konsequentes und effektives<br />

Recycling, Schonung und Wahrung der Ressourcen<br />

– all’ diese Themen beschäftigen uns seit Jahren<br />

und sind gerade heute aktuell wie nie.<br />

Diese Entwicklung spiegelt sich auch <strong>auf</strong> der<br />

IFAT wider: Mit einer Fläche von 230 000 Quadratmetern<br />

legt die weltweit wichtigste Umwelttechnologiemesse<br />

im Vergleich zu 2012 nochmals<br />

um 15 000 Quadratmeter zu. Auch bei den Ausstellern<br />

wird mit rund 3 000 Unternehmen aus<br />

50 Ländern eine neue Bestmarke erwartet. Zu<strong>dem</strong><br />

werden insgesamt 56 Gemeinschaftsbeteiligungen<br />

aus 13 Ländern teilnehmen. Auch <strong>auf</strong>grund<br />

dessen sind wir sehr optimistisch, dass der Anteil<br />

internationaler Aussteller im Vergleich zu den<br />

Vorveranstaltungen weiter zunehmen wird.<br />

Die erneut hohe Resonanz zeigt, welchen<br />

Stellenwert die IFAT international einnimmt:<br />

Sie ist der Treffpunkt des Sektors und dabei<br />

die größte und bedeutendste Messe für<br />

Umwelttechnologien weltweit. Auf keiner<br />

anderen Branchenveranstaltung trifft man so gebündelt<br />

die Key Player und Entscheider. Zu<strong>dem</strong><br />

ist die IFAT die Messe, <strong>auf</strong> der Neu heiten erstmals<br />

präsentiert werden: Unternehmen richten ihren<br />

Innovationszyklus an der IFAT aus und nutzen sie<br />

als Präsentationsplattform für ihre Produkte.<br />

Aber bei aller Begeisterung für die großartigen<br />

Technologien, die präsentiert werden, möchte ich<br />

auch das erneut fachlich hochklassige Rahmenprogramm<br />

hervorheben: Über die gesamte Messel<strong>auf</strong>zeit<br />

bieten die Foren in den Hallen A5 und B1<br />

wieder Länder- und Themenspecials, Podiumsdiskussionen,<br />

Seminare und Ausstellerpräsentationen.<br />

Experten aus aller Welt diskutieren hier zu aktuellen<br />

Fragestellungen und Herausforderungen.<br />

Eine wichtige Neuerung der diesjährigen IFAT<br />

ist zu<strong>dem</strong> das Thema „intelligent urbanization“.<br />

Mit diesem Konzept bündeln wir die Kompetenzen<br />

unserer internationalen Veranstaltungen in<br />

den Bereichen Umwelt, Infrastruktur, Logistik und<br />

IKT. Das Thema Urbanisierung wird so in der<br />

Breite als auch in der Tiefe gezeigt und Synergien<br />

zwischen unterschiedlichen Interessengruppen<br />

hergestellt. Über 1,1 Millionen Kompetenzträger,<br />

die sowohl <strong>auf</strong> der Website www.intelligenturbanization.com<br />

als auch in messebegleitenden<br />

Veranstaltungen gebündeltes Wissen erhalten<br />

und sich austauschen können, werden so miteinander<br />

vernetzt. 56 Aussteller der IFAT zeigen unter<br />

der Marke „intelligent urbanization“ ihre Lösungen<br />

und Kompetenzen in diesem Feld. Darüber hinaus<br />

finden im Rahmenprogramm insgesamt drei<br />

Themenblöcke zu „intelligent urbanization“ statt.<br />

Zum Auftakt dieser Themenrunde spricht die<br />

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau<br />

und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks.<br />

Die IFAT präsentiert in diesem Jahr aber noch<br />

weitere Premieren. Wir freuen uns, dass wir als<br />

Gastgeber die GreenTec Awards im Rahmen der<br />

IFAT in München begrüßen dürfen. Die Awards<br />

verbinden die Themen Umwelttechnologien,<br />

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung mit<br />

einem positiven Image. Wir sind überzeugt, dass<br />

sie mit ihrer einzigartigen Mischung aus fachlichem<br />

Know-how und Entertainment der ideale<br />

Auftakt für die IFAT sind. Ein weiteres Novum<br />

<strong>auf</strong> der IFAT ist die Sonderschau zum Thema<br />

„Autorecycling“. Organisiert wird die Veranstaltung<br />

von einem neuen Partner der IFAT, der<br />

Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecyclingund<br />

Entsorgungsunternehmen e. V. (BDSV).<br />

Der zweite neue Partner der diesjährigen<br />

Veranstaltung ist der Verband der Baubranche,<br />

Umwelt- und Maschinentechnik e. V. (VDBUM),<br />

der eine Live-Demonstration zum Thema<br />

„Verwertung von Baustoffabfällen“ organisiert.<br />

Last but not least wird es erstmalig <strong>auf</strong> der IFAT ein<br />

Jobcenter und zwar in der Halle B0 geben: Hier<br />

können Aussteller ihre Unter nehmen präsentieren<br />

und mit interessierten Bewerberinnen und Bewerbern<br />

Gespräche führen. Die Halle B0 steht mit weiteren<br />

Angeboten unter <strong>dem</strong> Titel „Think Green –<br />

Think Future“. Dabei geht es um Forschung,<br />

Bildung und Personalentwicklung. Organisiert<br />

wird das Jobcenter in enger Abstimmung mit der<br />

Messe München von der Deutschen Vereinigung<br />

für <strong>Wasser</strong>wirtschaft, <strong>Abwasser</strong> und Abfall e. V.<br />

(DWA) und ihrer Servicegesellschaft GFA.<br />

Ich bin überzeugt, dass auch die diesjährige<br />

IFAT neue Maßstäbe für den Umwelttechnologiesektor<br />

setzen wird und wünsche unseren Ausstellern<br />

und Besuchern <strong>auf</strong> diesem Wege eine<br />

erfolgreiche und begeisternde Veranstaltung<br />

und eine schöne Zeit bei uns in München.<br />

Eugen Egetenmeir<br />

Geschäftsführer<br />

Messe München GmbH<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 367


| INHALT<br />

|<br />

© Dieter Schütz, pixelio.de<br />

Immer weniger <strong>Wasser</strong>verbrauch wird mit immer mehr<br />

<strong>Wasser</strong>zählern gemessen. Frage ist, ob sich eine höhere<br />

Messgenauigkeit durch Austausch alter Zähler überhaupt<br />

für die Kunden rechnet. Ab Seite 504<br />

Durch das Inkrafttreten der neuen Biozidverordnung in der<br />

EU ergeben sich diverse Änderungen für die Bereitstellung<br />

und Verwendung von Biozidprodukten. Betroffen hiervon<br />

sind auch Biozidprodukte, die vor Ort (in situ) für die<br />

Trinkwasserdesinfektion hergestellt werden. Ab Seite 510<br />

Fachberichte<br />

<strong>Wasser</strong>verteilung<br />

504 H. Schonlau und H. Rubach<br />

<strong>Wasser</strong>zähler <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> <strong>Prüfstand</strong> –<br />

Sind die vorgeschriebenen Eichfristen<br />

noch zeitgemäß?<br />

Water Meters at Test Plant – Do Prescribed Calibration<br />

Terms Still fit?<br />

<strong>Wasser</strong>recht<br />

510 H. Krüger<br />

Biozidrecht und Trinkwasserdesinfektion<br />

– Ein Überblick<br />

Biocides Regulations and Drinking Water<br />

Disinfection – an Overview<br />

516 G. Graß, K. Morschhäuser und A. Uhlenbroch<br />

Biozidrecht und <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung<br />

– Lösungen für In-situ-Anlagen?<br />

522 Stellungnahme des BDEW zum<br />

Regierungsentwurf der Verordnung<br />

über Anlagen zum Umgang mit<br />

wassergefährdenden Stoffen (AwSV)<br />

Tagungsbericht<br />

530 Rohrleitungssysteme kein<br />

Ausl<strong>auf</strong>modell – Beim<br />

28. Oldenburger Rohrleitungsforum<br />

standen<br />

Hybridnetze im Fokus<br />

534 Netze zwischen Technik,<br />

Kommerz und Personalwirtschaft<br />

– 21. Tagung<br />

Rohrleitungsbau in Berlin<br />

540 So werden die Kanalnetze<br />

fit – 1. Sanierungsplanungskongress<br />

2014 rückt die<br />

Bedarfsplanung in den Fokus<br />

<strong>gwf</strong> – <strong>Wasser</strong> | <strong>Abwasser</strong> Mai 2014<br />

Erscheinungstermin: 16.05.2014<br />

Anzeigenschluss: 24.04.2014<br />

April 2014<br />

368 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


| INHALT |<br />

© Thomas Müller, pixelio.de<br />

Stellungnahme des BDEW zum Regierungsentwurf<br />

der Verordnung über Anlagen zum Umgang<br />

mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)<br />

Bundesratsdrucksache Nr. 77/14, Berlin,<br />

10. März 2014. Ab Seite 522<br />

Tagungsberichte zum 28. Oldenburger Rohrleitungsforum, zur<br />

21. Tagung Rohrleitungsbau in Berlin und zum 1. Sanierungsplanungskongress<br />

in Kassel. Ab Seite 530<br />

Interview<br />

372 <strong>Wasser</strong>branche zwischen Tradition<br />

und Wettbewerb – <strong>gwf</strong> im Gespräch<br />

mit Gotthard Graß, Hauptgeschäftsführer<br />

der Bundesvereinigung der Firmen<br />

im Gas- und <strong>Wasser</strong>fach e. V., figawa,<br />

Köln<br />

Netzwerk Wissen<br />

Aktuelles aus Bildung und Wissenschaft,<br />

Forschung und Entwicklung<br />

465 Das Institut für <strong>Wasser</strong>, Abfall und Umwelt<br />

(IWAU) an der Universität Kassel<br />

Fokus<br />

IFAT 2014<br />

376 IFAT München – Weltleitmesse für <strong>Wasser</strong>-,<br />

<strong>Abwasser</strong>-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft<br />

378 Neueste Produkte und Verfahren der<br />

Aussteller<br />

Nachrichten<br />

Branche<br />

481 Unterirdisch: Die Stadt der Zukunft – Neue<br />

Infrastrukturen verknüpfen <strong>Wasser</strong> und Energie<br />

482 Rastlose Flussläufe – Adernetz aus Flussläufen<br />

sind dynamischer, als bisher angenommen<br />

484 Donau so bunt: mehr Plastikmüll als Jungfische<br />

in Europas zweitgrößtem Fließgewässer<br />

485 Identifizierung lebender Legionellen<br />

anhand spezifischer metabolischer<br />

Lipopolysaccharide<br />

486 <strong>Wasser</strong> für Zentralasien – Länderübergreifendes<br />

<strong>Wasser</strong>management in trockenen<br />

Regionen Zentralasiens<br />

488 Gesetzliche Neuregelungen <strong>auf</strong> einem<br />

guten Weg – Fachexperten für Mess- und<br />

Eichwesen in Wolfenbüttel zu Gast<br />

490 Wer bezahlt, bestellt! – Qualitätssicherung<br />

durch Zertifikate<br />

492 Berliner Trinkwasser um 15 Prozent preiswerter<br />

492 „Right2Water“ – EU-Kommission kündigte<br />

erste konkrete Schritte an<br />

493 Werterhalt der Immobilie steht im Vordergrund<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 369


| INHALT<br />

|<br />

Im Interview: Dipl.-Wirtschafts-Ingenieur Gotthard Graß,<br />

Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Firmen<br />

im Gas- und <strong>Wasser</strong>fach e.V., figawa, Köln. Ab Seite 372<br />

Im Fokus: Großer Sonderteil zur IFAT München, der Weltleitmesse<br />

für <strong>Wasser</strong>-, <strong>Abwasser</strong>-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft.<br />

Ab Seite 376<br />

Veranstaltungen<br />

494 Legionellen in der Luft – Maßnahmen zur<br />

Risikominderung<br />

495 Krisenkommunikation in der Trinkwasserversorgung<br />

– Wenn es zwischen <strong>Wasser</strong>versorger<br />

und Gesundheitsamt nicht rund<br />

läuft<br />

496 Hitze, Hochwasser, Nitrat – drei Herausforderungen<br />

für die sichere <strong>Wasser</strong>versorgung<br />

von morgen<br />

496 Beirat der acqua alta 2014 gegründet<br />

497 Seminar „Nürnberger <strong>Wasser</strong>wirtschaftstag<br />

2014“<br />

498 MSR-Spezialmesse für Prozessleitsysteme,<br />

Mess-, Regel- und Steuerungstechnik<br />

Leute<br />

499 Trauer um Hans G. Huber<br />

499 Dr. Fritz Holzwarth neuer Geschäftsführer<br />

des Vereins WASSER BERLIN e. V.<br />

Recht und Regelwerk<br />

500 Neues DWA-Arbeitsblatt erschienen<br />

501 DWA: Aufruf zur Stellungnahme –<br />

Entwurf Arbeitsblatt DWA-A 704<br />

502 DVGW: Ankündigung zur Fortschreibung<br />

des DVGW-Regelwerks<br />

502 DDVGW: Zurückgezogene Regelwerke<br />

502 DVGW-Regelwerk Gas/<strong>Wasser</strong><br />

Praxis<br />

544 Zweckverband <strong>Wasser</strong>versorgung Trollmühle<br />

– Betriebserfahrungen mit URANEX®<br />

und CARIX®<br />

552 Füllstandsmessung mit Ultraschall:<br />

Ein moderner Klassiker<br />

556 Mit <strong>dem</strong> Pflug klappte es wie am<br />

Schnürchen: Neue Hochdruckleitungen<br />

für Kavernenspeicher in Epe<br />

559 Ein gutes Argument für Umwelt und<br />

Geldbeutel: INNOLET für sauberes<br />

Oberflächenwasser<br />

Produkte und Verfahren<br />

563 Viel Kraft bei schmalen Abmessungen:<br />

Kompaktbohrgerät B 50<br />

563 Membranbelüfter mit geringstem<br />

Druckverlust<br />

April 2014<br />

370 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


| INHALT |<br />

Netzwerk Wissen: Das Institut für <strong>Wasser</strong>, Abfall<br />

und Umwelt (IWAU) an der Universität Kassel im<br />

Porträt. Ab Seite 465<br />

564 Überdruck schützt Wand und <strong>Wasser</strong><br />

565 Auffangwannen – alles unter Kontrolle<br />

mit SAFE<br />

Information<br />

509 Buchbesprechung<br />

„Eine echte Alternative zu<br />

Ultraschall zum erstaunlich<br />

günstigen Preis.“<br />

567 Impressum<br />

568 Termine<br />

Recht und Steuern<br />

Recht und Steuern im Gas- und <strong>Wasser</strong>fach,<br />

Ausgabe 3/4, 2014<br />

Technik mit Weitblick: Radar-Füllstandmessung<br />

speziell für den Bereich <strong>Wasser</strong> und <strong>Abwasser</strong>.<br />

Der Radarsensor VEGAPULS WL 61 ist ideal zur Pegel-,<br />

Füllstand und Durchflussmessung.<br />

Unbeeindruckt von Witterungseinflüssen oder Schaum<br />

ermöglicht die Radartechnik eine präzise Erfassung der<br />

<strong>Wasser</strong>pegel und sorgt so für zuverlässige Messdaten.<br />

IFAT 2014: Halle A5, Stand 227/326<br />

Dieses Heft enthält folgende Beilage:<br />

– Aerzener Maschinenfabrik GmbH, Aerzen<br />

Mobil zur Webseite:<br />

www.vega.com/abwasser<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 371


| INTERVIEW<br />

|<br />

<strong>Wasser</strong>branche zwischen Tradition und Wettbewerb<br />

Anfang Mai 2011 übernahm Dipl.-Wirtschafts-Ingenieur Gotthard Graß die Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung<br />

der Firmen im Gas- und <strong>Wasser</strong>fach e.V., figawa, Köln. Mit rund 1 000 Mitgliedsunternehmen<br />

ist die figawa der mitgliederstärkste technisch-wissenschaftliche Verband von Hersteller- und Dienstleistungsunternehmen<br />

für die Gas- und <strong>Wasser</strong>technik und den Rohrleitungsbau. Über die Position der deutschen<br />

<strong>Wasser</strong>branche im europäischen Standardisierungsprozess, Herausforderungen durch einen wachsenden Wettbewerb<br />

sowie notwendige Maßnahmen zur Sicherung einer zukunftsfähigen Infrastruktur sprach Gotthard Graß<br />

mit Christine Ziegler im Interview.<br />

<strong>gwf</strong>: Herr Graß, bevor Sie die Hauptgeschäftsführung<br />

der figawa übernommen<br />

haben, waren Sie viele Jahre<br />

für den ZVEI, den Zentralverband<br />

Elektrotechnik- und Elektronikindustrie,<br />

tätig. Inwiefern unterscheidet sich<br />

die <strong>Wasser</strong>branche von anderen Wirtschaftszweigen?<br />

Graß: In der <strong>Wasser</strong>versorgung und<br />

<strong>Abwasser</strong>technik finden heute Entwicklungen<br />

statt, wie die zunehmende<br />

Europäisierung und Internationalisierung,<br />

die in der Elektroindustrie<br />

bereits vor gut 20 Jahren<br />

begonnen haben. Für die deutsche<br />

Industrie hat dieser Wandel neue<br />

Chancen aber natürlich auch mehr<br />

Wettbewerb und mehr Innovationen<br />

gebracht. Die meisten Unternehmen,<br />

gerade viele Mittelständler,<br />

haben sich sehr erfolgreich <strong>auf</strong><br />

<strong>dem</strong> größeren Markt zurechtgefunden.<br />

Es ist ein Ziel der figawa, unseren<br />

Mitgliedern durch die technisch-wissenschaftliche<br />

Arbeit dabei<br />

zu helfen, ihre Chancen in<br />

europäischen und internationalen<br />

Märkten zu nutzen. Dabei wollen<br />

wir den Fortschritt mitgestalten<br />

aber auch <strong>auf</strong> mögliche Risiken und<br />

Veränderungen hinweisen.<br />

Eine Besonderheit ist, dass es in<br />

der technisch-wissenschaftlichen Arbeit<br />

im <strong>Wasser</strong>fach – trotz des zunehmenden<br />

Wettbewerbs der Unternehmen<br />

– immer noch einen sehr<br />

ausgeprägten Gemeinschaftssinn<br />

gibt. Noch ein Unterschied: Unsere<br />

Kunden, also Unternehmen der Versorgungswirtschaft,<br />

der Bau- und<br />

letztlich der Immobilienwirtschaft,<br />

also diejenigen Märkte, in denen sich<br />

unsere Firmen bewegen, sind überwiegend<br />

national geprägt, während<br />

Zulieferer und Hersteller sich zunehmend<br />

international <strong>auf</strong>stellen.<br />

Die Lage verändert sich also zusehends.<br />

Verantwortliche Unternehmer<br />

ziehen daraus die einzig richtige<br />

Schlussfolgerung: Für neues<br />

Wachstum müssen weitere Märkte<br />

erschlossen werden – über die<br />

Für neues Wachstum müssen weitere Märkte<br />

erschlossen werden – über die Grenzen hinaus in<br />

Europa und auch <strong>auf</strong> globaler Ebene.<br />

Grenzen hinaus in Europa und auch<br />

<strong>auf</strong> globaler Ebene. Diese Herausforderungen<br />

gilt es zu meistern; dafür<br />

müssen wir als Verband gemeinsam<br />

mit unseren Mitgliedern konstruktive<br />

Antworten finden.<br />

<strong>gwf</strong>: Es gibt ja verschiedene Initiativen,<br />

deutschen Unternehmen den<br />

Weg <strong>auf</strong> den internationalen Markt<br />

zu ebnen – beispielsweise seitens der<br />

Industrie- und Handelskammern oder<br />

mithilfe des Netzwerks „German Water<br />

Partnership“. Wie unterstützt die<br />

figawa ihre Mitgliedsunternehmen?<br />

Graß: German Water Partnership ist<br />

eine sehr intelligent gemachte Exportinitiative.<br />

Die deutschen Auslands-Handelskammern<br />

sind sicherlich<br />

in allen rechtlichen und lokalen<br />

Fragen ausgesprochen interessante<br />

Partner. Aber keiner von beiden hat<br />

die Expertise für den technischen<br />

Marktzugang, für Standardisierungs-<br />

und Zertifizierungsverfahren.<br />

Genau das ist aber die Stärke<br />

unseres technisch-wissenschaftlichen<br />

Vereins, insbesondere aber<br />

des DVGW oder der DWA.<br />

Im Moment besteht unsere<br />

wichtigste Aufgabe darin, unsere<br />

Ideen und Lösungen stärker in die<br />

europäische und in die internationale<br />

Normung einzubringen. Die<br />

Frage ist, wie kommen wir auch in<br />

diesem Markt zu einer Umgebung,<br />

in der gilt: „one standard, one test,<br />

accepted everywhere“? Im Gassektor<br />

haben wir heute fast durchgängig<br />

harmonisierte EN Standards und<br />

die weltweite Normung in ISO spielt<br />

eine zunehmende Rolle, in der Elektrotechnik<br />

gibt es eine fast flächendeckendr<br />

CENELEC- beziehungsweise<br />

IEC-Standardisierung. Hier<br />

hat die <strong>Wasser</strong>branche sicher noch<br />

etliche Gestaltungs<strong>auf</strong>gaben vor<br />

sich.<br />

<strong>gwf</strong>: Woran liegt das? Warum schienen<br />

einheitliche Standards im <strong>Wasser</strong>bereich<br />

bislang nicht vordringlich<br />

zu sein?<br />

Graß: Da gibt es ganz klar historisch<br />

gewachsene Unterschiede. In südlichen<br />

Ländern etwa kommt niemand<br />

<strong>auf</strong> die Idee, <strong>Wasser</strong> zur Bereitung<br />

von Baby-Nahrung der Leitung<br />

zu entnehmen. Trinkwasser wird<br />

dort üblicherweise in Flaschen gek<strong>auf</strong>t.<br />

Ganz anders in Deutschland:<br />

Trinkwasser ist hier das Nahrungsmittel<br />

Nummer Eins – es kommt in<br />

bester Qualität aus <strong>dem</strong> Hahn.<br />

April 2014<br />

372 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


| INTERVIEW |<br />

Wollte man das Niveau angleichen,<br />

also beispielsweise in Marokko<br />

deutsche Standards durchsetzen,<br />

müsste man sich zuerst fragen, was<br />

sinnvoll und nachhaltig ist. Ist es<br />

wirklich der Weisheit letzter Schluss,<br />

eine kosten<strong>auf</strong>wändige Infrastruktur<br />

<strong>auf</strong>zubauen, um dann <strong>Wasser</strong>,<br />

das in solchen Ländern ein knappes<br />

Gut ist, in Trinkwasserqualität zum<br />

Bewässern und Toilettenspülen zur<br />

Verfügung zu stellen?<br />

<strong>gwf</strong>: Ist es also gar nicht sinnvoll,<br />

überall die gleichen wassertechnischen<br />

Standards einführen zu wollen?<br />

Graß: Doch, aber nach meinem Verständnis<br />

ist es wichtig, mit Rücksicht<br />

<strong>auf</strong> die regional unterschiedlichen<br />

Voraussetzungen und Erwartungen<br />

saubere und argumentativ<br />

begründete Lösungen zu finden.<br />

Wir müssen ein neues Gleichgewicht,<br />

eine zukunftsweisende Balance<br />

zwischen den verschiedenen<br />

gesellschaftlich geprägten Verhaltensmustern<br />

und Anforderungen<br />

herstellen, ohne einfach immer wieder<br />

in das Muster nationaler Regulierung<br />

zu verfallen.<br />

Dies ist keine Einbahnstraße: Bei<br />

näherer Betrachtung wird man<br />

überraschende neue Konstellationen<br />

entdecken – etwa dass Schwellenländer<br />

ganze Entwicklungsphasen<br />

überspringen. Nehmen Sie zum<br />

Beispiel andere infrastrukturgebundene<br />

Technologien wie die Telekommunikation:<br />

Kein Mensch käme<br />

heutzutage <strong>auf</strong> die Idee, in einem<br />

sich entwickelnden Land ein flächendeckendes,<br />

fest verdrahtetes<br />

Telekommunikationsnetz <strong>auf</strong>zubauen.<br />

Dort wird gleich hochleistungsfähige<br />

Mobilkommunikation<br />

installiert, mit einem teils deutlich<br />

dichteren Netz als in Deutschland.<br />

In einigen technologisch sehr fortschrittlichen<br />

Ländern wird beispielsweise<br />

im <strong>Wasser</strong>bereich intensiv<br />

an weitgehend geschlossenen<br />

Trinkwasserkreisläufen gearbeitet –<br />

ein Thema, gegen das es sicher bei<br />

uns noch gewisse Vorbehalte gibt.<br />

Umgekehrt haben wir bei der Kreisl<strong>auf</strong>führung<br />

von Industriewasser in<br />

den letzten Jahren weltweit Vorbildliches<br />

geleistet. Wichtig ist, sich<br />

solchen Entwicklungen zu öffnen,<br />

<strong>auf</strong>geschlossen gegenüber neuen<br />

Ideen und Partnerschaften zu sein<br />

und dabei mögliche Risiken auch<br />

als Chancen zu begreifen.<br />

<strong>gwf</strong>: Auf der einen Seite sind dies<br />

mögliche Chancen für die deutsche<br />

Wirtschaft <strong>auf</strong> internationalen Märkten.<br />

Sehen Sie andererseits die Notwendigkeit,<br />

dass sich auch der deutsche<br />

<strong>Wasser</strong>markt den Aktivitäten internationaler<br />

Unternehmen öffnen<br />

sollte?<br />

Graß: Das ist eine absolut legitime<br />

Frage – gerade angesichts der aktuellen<br />

Diskussion um die deutschen<br />

Exportüberschüsse. Schließlich haben<br />

wir ja in den letzten 30 Jahren<br />

enorm davon profitiert, dass ganz<br />

Europa deutsche Autos fährt und<br />

deutsche Maschinen einsetzt. Wir<br />

können nicht von unseren Partnerländern<br />

erwarten, dass sie es akzeptieren,<br />

wenn wir bestimmte Teilmärkte<br />

verschlossen halten. In Europa<br />

gibt es sehr viele gut qualifizierte<br />

Menschen und sehr viele erfolgreiche<br />

Unternehmen, die auch einen<br />

Teil vom Kuchen haben wollen.<br />

<strong>gwf</strong>: Die <strong>Wasser</strong>branche sollte sich<br />

also <strong>dem</strong> Wettbewerb stellen …?<br />

Graß: Für die Industrie hat dieser<br />

Wettbewerb ja durchaus etwas<br />

Sportliches. Statt zu klagen, sollten<br />

wir uns lieber mit den Spielregeln<br />

vertraut machen und unseren Beitrag<br />

zur Entwicklung dieser europäischen<br />

und internationalen Spielregeln<br />

leisten. Sonst besteht die<br />

Gefahr, an Wettbewerbsfähigkeit zu<br />

verlieren.<br />

Eines der großen Probleme beim<br />

Export deutscher <strong>Wasser</strong>technik besteht<br />

aber darin, dass Kunden nicht<br />

nur Produkte k<strong>auf</strong>en, sondern auch<br />

das Know-how für deren Einsatz er-<br />

Dipl.-<br />

Wirtschafts-<br />

Inge nieur<br />

Gotthard Graß,<br />

Hauptgeschäftsführer<br />

der Bundesvereinigung<br />

der<br />

Firmen im<br />

Gas- und <strong>Wasser</strong>fach<br />

e.V.,<br />

figawa, Köln.<br />

© Christine Ziegler<br />

▶▶<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 373


| INTERVIEW<br />

|<br />

werben wollen. Das reicht von der<br />

Unterstützung bei Inbetriebnahme<br />

und beim Einfahren, beim Betreiben<br />

und Warten von Anlagen, über die<br />

Einrichtung eines Mess- oder Abrechnungswesens,<br />

bis hin zu Angeboten<br />

professioneller Finanzierung.<br />

Aber Kooperationen zwischen Herstellern<br />

und Betreibern – zum Beispiel<br />

bei Großprojekten im Ausland<br />

– sind eher selten. Ja, wir sehen sogar<br />

eine gewisse Tendenz, dass<br />

kommunale Unternehmen vor solchen<br />

Aufgaben wieder sehr starke<br />

Zurückhaltung zeigen. Auch wenn<br />

gewisse Risiken bestehen, sollte<br />

hier ein Umdenken stattfinden, um<br />

den Wettbewerbern aus Europa<br />

und im internationalen Geschäft<br />

nicht nachzustehen.<br />

<strong>gwf</strong>: Sind denn Bedenken berechtigt,<br />

dass durch einen offenen Wettbewerb<br />

mehr Billiganbieter <strong>auf</strong> Kosten der<br />

Qualität zum Zuge kommen?<br />

Graß: Die Befürchtung, mindere<br />

Qualität durch europaweite Ausschreibungen<br />

zu erhalten, trifft nicht<br />

zu. Mit heutigem Know-how sind wir<br />

in der Lage, wettbewerbsorientiert<br />

auszuschreiben und dennoch ein<br />

hohes Qualitätsniveau zu fordern<br />

und zu erreichen. Nicht der europäische<br />

oder internationale Anbieter<br />

an sich ist das Problem – dieses lässt<br />

sich durch ein klug gemachtes<br />

Regelwerk in den Griff bekommen.<br />

Schließlich interessieren sich immer<br />

mehr internationale Unternehmen<br />

für unseren Markt und unsere technischen<br />

Regelwerke, sie halten diese<br />

ein und wollen sie mitgestalten.<br />

Nein – entscheidend ist die Einrichtung<br />

einer gut funktionierenden<br />

Marktüberwachung, die möglichst<br />

viele schwarze Schafe vom Markt<br />

fernhält. Übrigens: Schwarze Schafe<br />

gibt es nicht nur im Ausland.<br />

<strong>gwf</strong>: Welche Auswirkungen hat aus<br />

Ihrer Sicht die Entscheidung des Europäischen<br />

Gerichtshofes in Sachen<br />

frabo gegen den DVGW?<br />

Graß: Ich bin kein Jurist – aber soviel<br />

ist klar: Der Bundesgerichtshof<br />

Wir müssen ein neues Gleichgewicht, eine<br />

zukunftsweisende Balance zwischen den<br />

verschiedenen gesellschaftlich geprägten Verhaltensmustern<br />

und Anforderungen herstellen, ohne<br />

einfach immer wieder in das Muster nationaler<br />

Regulierung zu verfallen.<br />

(BGH) wird die Grundsatzentscheidung<br />

des Europäischen Gerichtshofes<br />

(EuGH) nicht korrigieren können.<br />

Im Falle einer Revision dürfte<br />

der EuGH seine Auffassung aller Voraussicht<br />

nach bekräftigen.<br />

Manch einer mag das bedauern,<br />

aber diese Entwicklung war schon<br />

länger absehbar. Frage ist, was machen<br />

wir nun? Denn nicht nur in<br />

Deutschland steht jetzt das bewährte<br />

und erfolgreiche System der<br />

technischen Selbstverwaltung vor<br />

grundlegenden Herausforderungen<br />

und weitreichenden Veränderungen.<br />

Auch in allen anderen Mitgliedsländern<br />

der Europäischen<br />

Union und des europäischen Wirtschaftsraums<br />

wird diese Entscheidung<br />

die Frage <strong>auf</strong>werfen, welche<br />

nationalen Regelungen und Vorgaben<br />

für Produkte im Kontakt mit<br />

Trinkwasser noch mit den Grundprinzipen<br />

des gemeinsamen europäischen<br />

Binnenmarktes vereinbar<br />

sind.<br />

<strong>gwf</strong>: Welche Konsequenzen sind daraus<br />

zu ziehen?<br />

Graß: Die angestoßenen Veränderungen<br />

sollten wir nicht als Gefahr<br />

sondern vor allem als Chance begreifen.<br />

Die eigentliche Botschaft<br />

ist: Wir brauchen eine neue Balance<br />

zwischen Europa und seinen Mitgliedsstaaten,<br />

zwischen rechtlichen,<br />

marktbezogenen, technischen und<br />

gesellschaftlichen Anforderungen<br />

und Herangehensweisen.<br />

Natürlich stehen wir hinter <strong>dem</strong><br />

Gedanken der Nachhaltigkeit. Beim<br />

Trinkwasser steht die Hygiene an<br />

erster Stelle: Risiken für Leib und<br />

Leben müssen nach allgemein anerkanntem<br />

Stand der Technik bestmöglich<br />

ausgeschlossen werden.<br />

Aber eine Nullrisikogesellschaft<br />

kann es nicht geben. Kosten-Nutzen-Analysen<br />

sind kein Teufelswerk<br />

sondern in vielen Lebensbereichen<br />

notwendige und alltägliche Werkzeuge,<br />

mit denen man Entscheidungen<br />

vorbereitet. Und gerade das sogenannte<br />

Vorsorgeprinzip, das die<br />

EU seit Jahren hochhält, bietet gute<br />

Chancen, den Nutzen auch qualitativ<br />

hochwertiger und innovativer<br />

Produkte und Lösungen speziell in<br />

der <strong>Wasser</strong>technik europaweit zu<br />

etablieren.<br />

Genau deshalb ist es sinnvoll, die<br />

Entscheidung des EuGH und auch<br />

des OLG Düsseldorf gründlich zu lesen.<br />

Zwei Aussagen machen die Sache<br />

interessant. Erstens: Auch weiterhin<br />

darf <strong>auf</strong> nationaler Ebene im<br />

Sinne des Gesundheits- und Umweltschutzes<br />

zusätzlich zu europäischen<br />

Vorgaben geregelt werden.<br />

Zweitens: Hinreichende Belege<br />

müssen erbracht werden, dass die<br />

Regelung aus wohlerwogenen<br />

Gründen vorgenommen wird und<br />

nicht der Marktabschottung dient.<br />

Aus meiner Sicht gab es bisher<br />

deutlich zu wenige Versuche auszuloten,<br />

was das konkret bedeutet.<br />

Keine <strong>dem</strong>okratisch gewählte Regierung<br />

kann heute in einer offenen<br />

Informationsgesellschaft ein wirkliches<br />

Interesse daran haben, erkannte<br />

Risiken gerade beim Umgang<br />

mit <strong>Wasser</strong> zu erhalten oder<br />

herunterzuspielen – es geht also in<br />

erster Linie darum, klar zu belegen,<br />

welche Risiken warum und wie<br />

reduziert werden müssen.<br />

April 2014<br />

374 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


| INTERVIEW |<br />

Der Königsweg führt also in folgende<br />

Richtung: Wenn man schon<br />

den Beleg für eine notwendige Regelung<br />

erbringen kann, sollte man<br />

dieses doch gleich <strong>auf</strong> europäischer<br />

Ebene tun oder dies zumindest versuchen.<br />

<strong>gwf</strong>: Also die Fokussierung <strong>auf</strong> nationalstaatliche<br />

Lösungen <strong>auf</strong>geben?<br />

Graß: Das ist doch schon längst der<br />

Fall. Mit der Bauproduktenverordnung<br />

haben wir bereits in 28 Mitgliedstaaten<br />

sowie wichtigen Partnerländern<br />

wie der Türkei, Norwegen<br />

oder auch der Schweiz<br />

geltendes europäisches Recht. Innerhalb<br />

der nächsten zehn Jahre<br />

wird dies die technische Bibel für<br />

jegliche Bautätigkeit und für die in<br />

allen Bauwerken verwendeten Produkte<br />

werden – vergleichbar mit<br />

der Maschinenrichtlinie, der Gasgeräterichtlinie<br />

oder der Druckgeräterichtlinie<br />

der EU für die jeweiligen<br />

Anwendungsbereiche. Nationale<br />

Gesetzgeber und Regelsetzer können<br />

und sollten hier meines Erachtens<br />

keine Sonderwege mehr einschlagen,<br />

sondern sich und ihre<br />

Lösungsansätze aktiv in die europäische<br />

Arbeit einbringen. Und noch<br />

eins: Änderungen an der Verordnung<br />

sind nur noch über Rat und<br />

Parlament der Europäischen Union<br />

machbar.<br />

Kurz gesagt, am Ende dieser Entwicklung<br />

wird stehen: „Ein Standard,<br />

ein Test, überall akzeptiert“ – und<br />

zwar über nationale Grenzen hinaus.<br />

Lediglich regionale Unterschiede<br />

wie klimatische Umgebungsbedingungen<br />

oder lokale Mentalitäten<br />

und Verhaltensweisen könnten<br />

zum Beispiel in Form von Leistungsklassen<br />

einfließen, wie das die Bauproduktenverordnung<br />

ja ausdrücklich<br />

vorsieht. Diese Vorgaben jetzt<br />

auszugestalten, ist Aufgabe der<br />

europäischen Normung; das sind<br />

Strukturen und Prozesse, die mit<br />

der technischen Selbstverwaltung<br />

durchaus viele Parallelen haben. Dar<strong>auf</strong><br />

sind wir gerade im deutschen<br />

Gas- und <strong>Wasser</strong>fach zu Recht seit<br />

über 150 Jahren stolz.<br />

Mit heutigem Know-how sind wir in der<br />

Lage, wettbewerbsorientiert auszuschreiben<br />

und dennoch ein hohes Qualitätsniveau<br />

zu fordern und zu erreichen.<br />

<strong>gwf</strong>: Mit Blick <strong>auf</strong> die eigene Region,<br />

<strong>auf</strong>s eigene Land: Welche Aufgaben<br />

gilt es aus Ihrer Sicht, vorrangig hierzulande<br />

anzupacken?<br />

Graß: Eine gewaltige Aufgabe besteht<br />

darin, den Investitionsstau bei<br />

der wassertechnischen Infrastruktur<br />

<strong>auf</strong>zulösen. Denn im L<strong>auf</strong>e von rund<br />

20 Jahren wurden öffentliche Investitionen<br />

nach und nach <strong>auf</strong> einen<br />

historischen Tiefstand gefahren. Jeder<br />

K<strong>auf</strong>mann weiß aber, wenn zu<br />

wenig investiert wird, l<strong>auf</strong>en am Ende<br />

die Kosten davon. Stattdessen<br />

sollte bedarfs- und abschreibungsgerecht<br />

erhalten und erneuert werden.<br />

Es wäre klug, mit <strong>dem</strong> Thema<br />

sehr viel offensiver und deutlicher<br />

umzugehen, politisch klare Signale<br />

zu setzen. Sonst wird man von den<br />

Ereignissen überholt: Vermehrt <strong>auf</strong>tretende<br />

Hochwasserereignisse <strong>auf</strong>grund<br />

des Klimawandels sowie der<br />

<strong>dem</strong>ografische Wandel verstärken<br />

den Handlungsbedarf bei Sanierung<br />

und Ausbau der wassertechnischen<br />

Infrastrukturen.<br />

Eine vernünftige, zielgerichtete<br />

Investitionsplanung und -umsetzung<br />

in allen Bereichen, in denen<br />

die öffentliche Hand Einfluss <strong>auf</strong> Investitionen<br />

nimmt, tut dringend<br />

Not. Ein Beispiel: Die massiven<br />

Schwierigkeiten der Energiewende<br />

sind das Ergebnis fehlender Investitionen<br />

in die Netzinfrastruktur.<br />

Ähnliche Investitionsstaus gibt es<br />

auch im <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>bereich.<br />

<strong>gwf</strong>: Hat ein technisch-wissenschaftlicher<br />

Verband bei solchen Fragen<br />

irgendwelche Einflussmöglichkeiten?<br />

Graß: Nein. Das ist nicht unsere<br />

Baustelle. Strategisch können wir<br />

sicherlich unterstützend wirken.<br />

Aber in diesem Feld gibt es sowieso<br />

schon zu viele Partikularinteressen,<br />

wir bringen aber gerne unser<br />

technisches Know-how ein.<br />

Und wir wehren uns gegen Fehlentwicklungen<br />

wie zum Beispiel<br />

den Versuch, Kommunikationskabel<br />

durch Trinkwasserleitungen zu ziehen.<br />

Unsere Aufgabe als technischwissenschaftliche<br />

Vereinigung ist<br />

es, einen tragfähigen an Wirtschaftlichkeit,<br />

Technologie und Zukunftskriterien<br />

ausgerichteten technischen<br />

Regulierungsrahmen zu schaffen<br />

und zugleich für Wissen und für<br />

Spielräume für erfolgreiche Innovationen<br />

zu sorgen. Wir sind zwar<br />

politisch nicht blind, aber wir sehen<br />

uns nicht als Lobbyisten.<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 375


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT<br />

Die Messe IFAT München ist die Weltleitmesse für<br />

<strong>Wasser</strong>-, <strong>Abwasser</strong>-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft<br />

und das Grundwasser verunreinigen.<br />

Außer<strong>dem</strong> erhöht in die Kanalisation<br />

eindringendes Fremdwasser<br />

die Betriebskosten der Kläranlagen.<br />

Weiterhin kann es zu Bodenausspülungen<br />

kommen. Die damit<br />

im Extremfall verbundenen Senkungen<br />

können dann die darüber liegenden<br />

Infrastruktureinrichtungen<br />

und Gebäude gefährden.<br />

Der Markt bietet eine Vielzahl<br />

von qualitativ hochwertigen und<br />

wirtschaftlich tragfähigen Sanierungslösungen.<br />

Die neuesten Technologien<br />

in diesem Bereich präsentieren<br />

die Aussteller <strong>auf</strong> der Messe<br />

in München.<br />

Nach Angaben des Statistischen<br />

Bundesamts hat das Kanalnetz in<br />

Deutschland derzeit eine Länge von<br />

fast 562 000 km. Die Deutsche Vereinigung<br />

für <strong>Wasser</strong>wirtschaft, <strong>Abwasser</strong><br />

und Abfall (DWA) geht davon<br />

aus, dass rund 20 % aller <strong>Abwasser</strong>kanalhaltungen<br />

hierzulande<br />

schadhaft sind. Otto Schaaf, DWA-<br />

Präsident und Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe<br />

Köln, weiß,<br />

dass „für viele dieser Schadensfälle<br />

Reparatur- und Renovierungsverfahren<br />

mittlerweile qualitativ und<br />

wirtschaftlich echte Alternativen<br />

zur Kanalnetzerneuerung sind – vorausgesetzt<br />

natürlich, Planung und<br />

Umsetzung stimmen.“<br />

In den Hallen B4 und B5 sowie<br />

<strong>auf</strong> einem Teil des Freigeländes werden<br />

Aussteller <strong>auf</strong> insgesamt rund<br />

20 000 m 2 einen umfassenden<br />

Marktüberblick über die neuesten<br />

Injektions-, Reling-, Einzieh- und Beschichtungsverfahren<br />

der Kanalsanierung<br />

geben.<br />

Nach zwei Veranstaltungen unter<br />

<strong>dem</strong> Namen IFAT ENTSORGA<br />

kehrt die Leitmesse für Umwelttechnologien<br />

zu ihrem ursprünglichen<br />

Namen IFAT zurück. Eugen<br />

Egetenmeir, Geschäftsführer der<br />

Messe München GmbH, erklärt: „Der<br />

Name ENTSORGA wurde 2010 in<br />

den Messenamen <strong>auf</strong>genommen,<br />

um der Branche den Umzug der Veranstaltung<br />

von Köln nach München<br />

zu kommunizieren. Das ist inzwischen<br />

gelernt. Wir kehren daher zur<br />

ursprünglichen und kompakten Bezeichnung<br />

IFAT zurück.“<br />

Zusätzlich zum Namenswechsel<br />

präsentiert sich die IFAT mit <strong>dem</strong><br />

neuen Claim „resources. innovations.<br />

solutions.“, der die Bandbreite<br />

und den Anspruch der Messe prägnant<br />

ausdrückt. Dabei werden die<br />

Bereiche <strong>Wasser</strong>/<strong>Abwasser</strong> und Abfall/Sekundärrohstoffe<br />

übergreifend<br />

vom Begriff Ressourcen umfasst.<br />

Die Markenidentität der IFAT wird<br />

auch bildlich durch ein neues und<br />

ansprechendes Key Visual transportiert.<br />

Kanalsanierung<br />

Von undichten Kanälen gehen diverse<br />

Gefahren aus. So kann austretendes<br />

Schmutzwasser den Boden<br />

© Messe München<br />

<strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>branche<br />

präsentiert sich<br />

ideenreich<br />

Trinkwassergewinnung und <strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

sowie die dazugehörigen<br />

Transport-, Managementund<br />

Überwachungs<strong>auf</strong>gaben zählen<br />

zu den zentralen Ausstellungsthemen<br />

der IFAT. Die Branche wird<br />

<strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Münchner Messegelände<br />

erneut zeigen, dass bei allen Teilaspekten<br />

der <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>wirtschaft<br />

noch immer Raum für Innovationen<br />

ist.<br />

Wie der <strong>Wasser</strong>kreisl<strong>auf</strong> selbst,<br />

so ist auch die <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>branche<br />

in ständiger Bewegung.<br />

Innovative Produkte ersetzen Vorgängerlösungen,<br />

während sich Firmen<br />

und Märkte in neuen Konstellationen<br />

ordnen.<br />

Desinfektionssysteme weltweit<br />

zunehmend gefragt<br />

<strong>Wasser</strong>gewinnung und -<strong>auf</strong>bereitung<br />

sowie <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

gehören zu den zentralen<br />

Produktgruppen der IFAT. Bereits<br />

2012 nahm dieser Bereich rund<br />

115 000 der insgesamt 215 000 m 2<br />

ein.<br />

Der Weltmarkt für <strong>Wasser</strong>- und<br />

<strong>Abwasser</strong>desinfektionssysteme soll<br />

im Jahr 2019 ein Umsatzvolumen<br />

von annähernd drei Milliarden US-<br />

Dollar erzielen. Das prognostiziert<br />

die internationale Unternehmensberatung<br />

Frost & Sullivan in einer<br />

aktuellen Studie. Für das Jahr 2012<br />

ermittelten die Analysten eine<br />

April 2014<br />

376 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT | FOKUS |<br />

May 5–9, 2014<br />

World’s Leading Trade Fair for Water, Sewage,<br />

Waste and Raw Materials Management<br />

Produktgruppen<br />

Product groups<br />

Wissenschaft, Forschung,<br />

Technologietransfer<br />

Science, research, technology transfer<br />

<strong>Wasser</strong>gewinnung / <strong>Wasser</strong>- und<br />

<strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

Water extraction / Water and<br />

sewage treatment<br />

Abläufe, Armaturen und Ventile<br />

Outlets, fittings and valves<br />

Mess-, Regel- und Labortechnik<br />

Measuring, control and<br />

laboratory technology<br />

Pumpen und Hebeanlagen<br />

Pumps, lifting systems<br />

Rohre, Leitungen /<br />

Küsten-, Hochwasser- und Gewässerschutz<br />

Pipes and pipelines / Coastal protection /<br />

Flood and waterbodies control<br />

Kanalsanierung, -inspektion und -reinigung<br />

Sewer rehabilitation, inspection and cleaning<br />

Thermische und biologische Behandlung,<br />

Deponierung / Energiegewinnung aus Abfallstoffen /<br />

Altlastensanierung, Boden<strong>auf</strong>bereitung /<br />

Abgas- und Abluftreinigung, Luftreinhaltung /<br />

Lärmminderung und Schallschutz<br />

Thermal and biological treatment, landfills /<br />

Generating energy from waste materials /<br />

Decontamination of old sites, soil treatment /<br />

Flue-gas scrubbing and air extraction /<br />

Noise reduction and sound insulation<br />

Abfallsammlung und -beförderung<br />

Refuse collection and transport<br />

Dienstleistungen<br />

<strong>Wasser</strong> / <strong>Abwasser</strong>, Abfall / Sekundärrohstoffe<br />

Services water, sewage, waste and<br />

secondary raw materials<br />

Abfallbehandlung, Recycling / Rückgewinnung<br />

und Verwertung von Rohstoffen<br />

Refuse treatment / Recycling and utilisation<br />

of raw materials<br />

Fahrzeuge, Aufbauten / Straßenreinigung,<br />

Straßenbetriebs- und -winterdienst<br />

Vehicles and superstructures / Street cleaning,<br />

maintenance and winter road services<br />

Außenbereich / Outdoor area<br />

Freigelände<br />

Open-air site<br />

Live-Demonstration & Sonderveranstaltungen<br />

Live <strong>dem</strong>onstration & special events<br />

Think Green – Think Future<br />

Forschung, Bildung, Personalentwicklung<br />

Think Green—Think Future<br />

Research, Training, Human Resources<br />

Berufswettkampf (DWA)<br />

Professional Competition (DWA)<br />

Praxistage (VDMA)<br />

Practical Days (VDMA)<br />

Trucks in Action (VAK)<br />

Autorecycling (BDSV mit BMW)<br />

Car recycling (BDSV incl. BMW)<br />

Bausstoffrecycling (VDBUM)<br />

Building material<br />

recycling (VDBUM)<br />

Marktgröße von knapp zwei Milliarden<br />

US-Dollar. Sie rechnen für die<br />

kommenden Jahre mit einer stabilen<br />

jährlichen Wachstumsrate von<br />

über 6 %.<br />

Für die erwarteten hohen Zuwächse<br />

gibt es eine Reihe von Gründen.<br />

Da sind z. B. die Trends der<br />

weltweiten Urbanisierung und Industrialisierung,<br />

die zu einer noch<br />

inten siveren Nutzung, Aufbereitung<br />

und Wiederverwendung der knappen<br />

Ressource <strong>Wasser</strong> drängen.<br />

Vandhana Ravi, Frost & Sullivan-<br />

Analyst und einer der Autoren der<br />

Studie, weiß, „dass neben ihrer<br />

Funktion in der Trinkwasserversorgung<br />

die Desinfektion zunehmend<br />

Bedeutung gewinnen wird in der<br />

Aufbereitung von Prozess- und<br />

Nutzwasser – beispielsweise für die<br />

Non-Food-Bewässerung oder die industrielle<br />

Kühlung“. Seiner Einschätzung<br />

nach werden sich gerade die<br />

wasserintensiven Industrien, wie<br />

Energieerzeugung, Nahrungsmittelund<br />

Getränkeproduktion oder Pharmazie,<br />

als Motoren für den Markt<br />

der <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>desinfektion<br />

erweisen.<br />

Länder-Specials<br />

Seit vielen Jahren sind die Länder-<br />

Specials ein fester Bestandteil des<br />

Rahmenprogramms der IFAT. Was<br />

passiert in welchem Markt? Was<br />

sind die dortigen Herausforderungen<br />

und welche Lösungen gibt es?<br />

Aufstrebende Märkte präsentieren<br />

sich ebenso wie etablierte: In Kooperation<br />

mit <strong>dem</strong> Staatsministerium<br />

für Umwelt und Verbraucherschutz<br />

(StMUV) organisiert die Messe<br />

München die Länder-Specials<br />

Indien, China und Mexiko/Mittelamerika.<br />

Die „<strong>Wasser</strong>- und Energiewirtschaft<br />

der Zukunft“ in Kanada<br />

werden gemeinsam mit <strong>dem</strong><br />

StMUV, der kanadischen Regierung<br />

sowie den Regierungen von Québec,<br />

Ontario, Alberta und British Columbia<br />

und der Unterstützung der<br />

Bayerischen Forschungsallianz erörtert.<br />

Das Bundesministerium für<br />

Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit<br />

(BMUB) nimmt sich<br />

in Zusammenarbeit mit German<br />

Water Partnership (GWP) der Besonderheiten<br />

des türkischen Marktes<br />

an. GWP organisiert zu<strong>dem</strong> das<br />

zweite Länder-Special Indien. Erstmals<br />

wird sich auch Österreich – in<br />

Kooperation mit Advantage Austria<br />

– im Forenprogramm präsentieren.<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 377


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Beratung der <strong>Wasser</strong>wirtschaft an den<br />

Schnittstellen von Recht und Technik<br />

Die Bereiche der <strong>Wasser</strong>versorgung<br />

und <strong>Abwasser</strong>beseitigung<br />

sind klar durch „die Technik“<br />

dominiert – das muss auch so sein.<br />

Schließlich bilden die technischen<br />

Anlagen und ihr Zustand die wesentliche<br />

Grundlage dafür, dass<br />

hierzulande die <strong>Wasser</strong>versorgung<br />

und die <strong>Abwasser</strong>beseitigung <strong>auf</strong><br />

qualitativ sehr hohem Niveau erfolgen.<br />

Aber auch diese sehr technisch<br />

geprägten Gebiete sind in einen<br />

Rechtsrahmen eingebettet. Die<br />

Rechtsfragen, die sich Monteuren,<br />

Meistern, Technikern und Ingenieuren<br />

stellen, betreffen häufig das<br />

Tagesgeschäft. Wenn sie vor Ort in<br />

Kontakt zu den Kunden treten, müssen<br />

sie beispielsweise darüber entscheiden,<br />

ob sie das Grundstück eines<br />

Kunden betreten dürfen, wo ein<br />

Hausanschluss verlegt wird und<br />

welche Arbeiten der Kunde selbst<br />

vornehmen muss oder darf. Zugleich<br />

haben technische Maßnahmen<br />

oft unmittelbare Auswirkungen<br />

für die Kunden und bergen daher<br />

besondere Haftungsrisiken. So<br />

beschäftigen beispielsweise die folgenden<br />

Themen vorrangig die Mitarbeiter<br />

des technischen Bereichs:<br />

A. <strong>Wasser</strong>hausanschlüsse<br />

Rund um die Herstellung und Änderung<br />

von Hausanschlüssen stellt<br />

meist weniger die Technik, sondern<br />

der Kunde die technischen Mitarbeiter<br />

vor Herausforderungen.<br />

Bei Errichtung eines Gebäudes<br />

denkt der Bauherr an vieles, aber<br />

selten an die (technischen) Bedürfnisse<br />

seines Versorgungsunternehmens.<br />

Zwar schreiben die technischen<br />

Regeln vor, dass Anschlussleitungen<br />

möglichst geradlinig,<br />

rechtwinklig zur Grundstücksgrenze<br />

und <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> kürzesten Wege von<br />

der Versorgungsleitung zum Gebäude<br />

zu führen sind. Oftmals fällt<br />

die Planung des Bauherrn aber anders<br />

aus – so sieht dieser nicht selten<br />

die Einführung der Hausanschlussleitung<br />

<strong>auf</strong> der Rückseite des<br />

Gebäudes vor. Was tun – die Hausanschlussleitung<br />

um das Gebäude<br />

herumführen oder <strong>auf</strong> der regelkonformen<br />

Verlegung bestehen? Nur<br />

Letzteres kann empfohlen werden.<br />

Je länger die Hausanschlussleitung,<br />

um so kostenintensiver ist das für<br />

den <strong>Wasser</strong>versorger; schließlich<br />

trägt in der Regel er die Unterhaltungslast<br />

und muss im Fall einer<br />

Leckage die Reparatur finanzieren.<br />

Dennoch wurden und werden<br />

oftmals die Hausanschlüsse aus Gefälligkeit<br />

um das Gebäude herumverlegt<br />

und <strong>auf</strong> der Rückseite in<br />

dasselbe eingeführt. Entschließt<br />

sich der <strong>Wasser</strong>versorger zu einem<br />

späteren Zeitpunkt, z. B. wenn die<br />

Anschlussleitung erneuert werden<br />

muss, diese nunmehr in einer geänderten<br />

Trasse in das Gebäude einzuführen,<br />

so kommt es nicht selten zu<br />

Auseinandersetzungen darüber, ob<br />

er dies darf, inwieweit der Kunde an<br />

der Entscheidung zu beteiligen ist<br />

und wer die Kosten tragen muss.<br />

Die Kosten der Hausanschlussverlegung<br />

unterfallen im Regelfall der<br />

Unterhaltungspflicht des <strong>Wasser</strong>versorgers.<br />

Wird durch die geänderte<br />

Trassenführung die Anpassung<br />

der Kundenanlage erforderlich, so<br />

hat die hieraus resultierenden Kosten<br />

aber grundsätzlich der Kunde zu<br />

tragen.<br />

B. Löschwasserversorgung<br />

Im Regelfall ist nach den landesrechtlichen<br />

Vorgaben die Löschwasserversorgung<br />

als Teil des Brandschutzes<br />

eine von der öffentlichen<br />

(Trink-)<strong>Wasser</strong>versorgung zu unterscheidende,<br />

selbstständige kommunale<br />

Aufgabe (Ausnahmen: Rheinland-Pfalz<br />

und Baden-Württemberg).<br />

Schließt eine Kommune mit<br />

ihrem örtlichen <strong>Wasser</strong>versorger einen<br />

<strong>Wasser</strong>konzessionsvertrag, betrifft<br />

dieser daher grundsätzlich nur<br />

die Versorgung der Bevölkerung mit<br />

Trinkwasser. Eine darüber hinausgehende<br />

Pflicht, dieses Trinkwasser, das<br />

sich in den <strong>Wasser</strong>versorgungsanlagen<br />

befindet, auch zu Löschzwecken zur<br />

Verfügung zu stellen, besteht nur<br />

dann, wenn eine entsprechende<br />

vertragliche Regelung das vorsieht.<br />

Ist die Frage der Löschwasserversorgung<br />

zumindest im Verhältnis<br />

zur Kommune geklärt, so verbleiben<br />

Schwierigkeiten im Umgang<br />

mit Kunden, welche private Löschwasseranlagen<br />

an die öffentliche<br />

<strong>Wasser</strong>versorgung anschließen wollen.<br />

Vor allem „große“ Kunden (Industrie,<br />

Gewerbe, Krankenhäuser<br />

etc.) werden <strong>auf</strong>grund baurechtlicher<br />

Vorschriften im Rahmen des<br />

Brandschutzes oft zur privaten<br />

Löschwasservorhaltung verpflichtet.<br />

Um dieser Pflicht nachzukommen,<br />

kann der Kunde entweder eine<br />

eigene Löschwasservorhaltung errichten,<br />

beispielsweise in Form<br />

eines Löschwasserspeichers, oder<br />

er kann mit <strong>dem</strong> örtlichen <strong>Wasser</strong>versorger<br />

eine Vereinbarung treffen,<br />

dass dieser ihm die benötigten <strong>Wasser</strong>mengen<br />

vorhält. Die Vorhaltung<br />

der entsprechenden <strong>Wasser</strong>mengen<br />

bedarf nicht selten einer Hausanschlussleitung<br />

und eines <strong>Wasser</strong>zählers,<br />

deren Dimensionierung sich<br />

am Löschwasserbedarf orientiert und<br />

nicht am eigentlichen Trinkwasserbedarf.<br />

Hieraus ergeben sich hygienische,<br />

haftungs- und auch eichrechtliche<br />

Probleme, die zu klären sind.<br />

C. <strong>Abwasser</strong>abgabe<br />

Auch die modernste Kläranlage<br />

kommt um die <strong>Abwasser</strong>abgabe<br />

nicht herum. Die <strong>Abwasser</strong>abgabe ist<br />

eine Lenkungsabgabe – ihre Höhe<br />

richtet sich unmittelbar danach, wie<br />

belastet das <strong>Abwasser</strong> ist, das in ein<br />

Gewässer eingeleitet wird. Die <strong>Abwasser</strong>abgabe<br />

knüpft an die wasserrechtliche<br />

Gestattung an, die Voraussetzung<br />

für jede <strong>Abwasser</strong> einleitung<br />

April 2014<br />

378 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

in ein Gewässer ist und in der Regel<br />

<strong>Abwasser</strong>menge sowie Schadstoffkonzentration<br />

festlegt. Diese Werte<br />

werden für die <strong>Abwasser</strong>abgabe herangezogen.<br />

Möglich ist jedoch auch<br />

der Nachweis des Anlagenbetreibers,<br />

dass die Schadstoffeinleitung tatsächlich<br />

geringer war, entsprechende<br />

Messdaten vorausgesetzt. Die Schadstofffracht<br />

wird für den Abgabenzeitraum<br />

nach einem Umlageschlüssel<br />

in Schadeinheiten umgerechnet; pro<br />

vollständiger Schadeinheit wird eine<br />

Abgabe in Höhe von 35,79 € fällig.<br />

Die Auslastung einer Kläranlage<br />

unterliegt naturgemäß Schwankungen;<br />

dies kann sich bei der <strong>Abwasser</strong>abgabe<br />

rächen. Die auch nur<br />

kurzfristige Überschreitung der<br />

zulässigen Schadstoffwerte kann<br />

nämlich eine erhöhte Abgabe nach<br />

sich ziehen. <strong>Abwasser</strong>vermeidung<br />

hingegen wird belohnt: Investitionen<br />

in die Technik einer <strong>Abwasser</strong>behandlungsanlage<br />

können<br />

unter bestimmten Voraussetzungen<br />

mit der Abgabenlast verrechnet<br />

werden. Das gilt ebenfalls für grundlegende<br />

Investitionen, durch die<br />

eine bestehende <strong>Abwasser</strong>einleitung<br />

qualitativ verbessert wird und<br />

erstmals die vom <strong>Wasser</strong>haushaltsgesetz<br />

definierten Mindestanforderungen<br />

erreicht werden. Wer sich<br />

bereits bei der Gestattung zur <strong>Abwasser</strong>einleitung<br />

den strengen Vorgaben<br />

der <strong>Abwasser</strong>verordnung<br />

unterwirft und diese Werte einhält,<br />

für den ermäßigt sich die Abgabe<br />

sogar generell um 50 %.<br />

D. Vergaberecht<br />

Der Betrieb der <strong>Wasser</strong>versorgung<br />

und <strong>Abwasser</strong>beseitigung wird nicht<br />

BBH I Becker Büttner Held<br />

BBH ist eine Partnerschaft von Rechtsanwälten,<br />

Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern. BBH betreut<br />

derzeit mit einem Stamm von rund 500 Mitarbeitern<br />

über 3000 Mandanten. BBH ist in der<br />

Energie- und Infrastrukturwirtschaft verwurzelt<br />

und berät überwiegend diesen Bereich – so erarbeitete<br />

sich die Kanzlei ihren Namen als „Stadtwerke-Kanzlei“.<br />

Neben den klassischen Stadtwerken<br />

berät BBH auch örtliche Ver- und Entsorger in anderer<br />

Rechtsform (wie bspw. Eigenbetriebe, Zweckund<br />

<strong>Wasser</strong>verbände), die Industrie, Verkehrsunternehmen,<br />

Investoren sowie die Politik u. v. a. m.<br />

immer in Eigenregie durchgeführt,<br />

oftmals werden das fachliche Knowhow<br />

und die technische Ausrüstung<br />

von Dritten benötigt.<br />

Beschafft die öffentliche Hand<br />

als Aufgabenträger entsprechende<br />

Liefer-, Dienst- oder Bauleistungen,<br />

so ist zu prüfen, ob und inwieweit<br />

das Vergaberecht zur Anwendung<br />

kommt. Dies gilt auch für privatrechtlich<br />

organisierte Unternehmen,<br />

die als sogenannte Sektoren<strong>auf</strong>traggeber<br />

im Bereich der Trinkwasserversorgung<br />

tätig sind.<br />

Sofern kein vergabefreier Ausnahmetatbestand<br />

(z. B. Inhouse-Vergabe<br />

oder Konzernprivileg) greift und die<br />

Voraussetzungen nach <strong>dem</strong> Vierten<br />

Teil des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschrän<br />

kungen (öffentlicher Auftraggeber,<br />

öffentlicher Auftrag, Erreichen<br />

bzw. Überschreiten des Schwellenwertes)<br />

erfüllt sind, ist ein europaweites<br />

Vergabeverfahren nach den<br />

einschlägigen Verfahrensvorschriften<br />

(Vergabeordnungen bzw. Sektorenverordnung)<br />

durchzuführen. Unterhalb<br />

der Schwellenwerte finden das<br />

Haushaltrecht sowie die Gesetzesvorgaben<br />

und Erlasse der jeweiligen<br />

Länder Anwendung.<br />

Die Vorbereitung und Durchführung<br />

eines europaweiten Vergabeverfahren<br />

müssen gut geplant werden,<br />

da durch die Vergabeordnungen<br />

bzw. die Sektorenverordnung<br />

eine Vielzahl formeller Schritte und<br />

Fristen eingehalten werden müssen,<br />

um ein rechtssicheres Verfahren nach<br />

den Grundsätzen der Transparenz,<br />

der Diskriminierungsfreiheit und des<br />

Wettbewerbs zu führen.<br />

Mittlerweile sind auch die neuen<br />

Vergaberichtlinien durch Veröffentlichung<br />

im EU-Amtsblatt in Kraft getreten<br />

und müssen spätestens zwei<br />

Jahre nach ihrem Inkrafttreten in<br />

nationales Recht umgesetzt werden.<br />

Hierdurch werden einige positive<br />

Änderungen, z. B. in den Bereichen<br />

der Ausnahmetatbestände,<br />

erfolgen. Wie der nationale Gesetzgeber<br />

die neuen Richtlinien umsetzen<br />

wird, bleibt allerdings abzu warten.<br />

BBH <strong>auf</strong> der IFAT<br />

Am Stand von BBH kann sich der<br />

Besucher über die eben dargestellten<br />

und andere Themen an der<br />

Schnittstelle zwischen Recht und<br />

Technik informieren.<br />

Kontakt:<br />

BBH Becker Büttner Held,<br />

Magazinstraße 15–16,<br />

D-10179 Berlin,<br />

Tel. (030) 61128400,<br />

Fax (030) 611284099,<br />

E-Mail: bbh@bbh- online.de,<br />

www.bbh-online.de<br />

Halle B1, Stand 134<br />

Service komplett aus einer Hand!<br />

Spezialgebiet u.a:<br />

• Pumpen aller Art<br />

• Brunnenregenerierung -<br />

• Pumpenprüfstand Fachwerkstatt - Handels vorhanden - und<br />

verschiedene Verfahren<br />

Leistung: bis 1000 m³/h - bis ca. 200 kW<br />

• Brunnenumbau, Schacht / Brunnenhaus<br />

Servicestation u.a. für Wilo EMU,<br />

Brunnenumbau, Schacht Brunnenhaus<br />

• Fachwerkstatt - Handels - und<br />

• Brunnenausrüstung<br />

Servicestation<br />

HONDA, RITZ, Pleuger,<br />

u.a. für Wilo<br />

KSB/<br />

EMU,<br />

alle Fabrikate<br />

•<br />

Brunnenausrüstung<br />

Brunnenüberprüfung<br />

• HONDA, Stromerzeuger RITZ, Pleuger, KSB/ alle Fabrikate<br />

• Brunnenüberprüfung<br />

Kamerabefahrung<br />

Johannes-Kepler-Straße 4 28816 Stuhr • Stromerzeuger<br />

Behälterreinigung • Kamerabefahrung<br />

Geophysik<br />

Fon 0421/5 66 12 0 • Fax 0421/5 66 12 22<br />

• Behälterreinigung<br />

Rohrleitungsreinigung<br />

• Geophysik Wirtschaftlichkeitsberechnung<br />

Zertifizierungen: ISO 9001: 2008 Qualitätsmanagement<br />

mail: bartsch@bartsch-wassertechnik.de<br />

• Rohrleitungsreinigung<br />

• Wirtschaftlichkeitsberechnung<br />

Brunnen-Optimierung<br />

SCC** Zertifizierungen: = Arbeitssicherheit, ISO 9001: Gesundheit, 2008 Qualitätsmanagement<br />

Umweltschutz<br />

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DVGW W120<br />

• Brunnen-Optimierung<br />

SCC**= Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umweltschutz<br />

DVGW W120<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 379


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Programme und Konzepte für ein nachhaltiges<br />

Ressourcenmanagement<br />

Die Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH präsentiert<br />

in München zukunftsfähige<br />

Programme und Konzepte<br />

für den Sektor <strong>Wasser</strong>- und Energiemanagement.<br />

Verfahren zur Effizienzsteigerung<br />

und Betriebskostensenkung<br />

wasserwirtschaftlicher Anlagen <strong>auf</strong><br />

der Grundlage eines nachhaltigen<br />

Ressourcenmanagements sind derzeit<br />

international und national sehr<br />

gefragt. Im Fokus des Leipziger Unternehmens<br />

stehen derzeit<br />

••<br />

Programme zur Reduzierung<br />

von <strong>Wasser</strong>verlusten und<br />

••<br />

Konzepte zur Senkung des<br />

Energieverbrauchs.<br />

Reduzierung von<br />

<strong>Wasser</strong>verlusten<br />

In der weltweiten Verbesserung der<br />

Trinkwasserversorgung sieht die<br />

Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH ihre Kernkompetenz.<br />

<strong>Wasser</strong>knappheit ist<br />

nicht nur in ariden und semiariden<br />

Regionen ein Problem. Sie entsteht<br />

auch bei enormen <strong>Wasser</strong>verlusten<br />

infolge einer vernachlässigten Instandhaltung<br />

und Reparatur der<br />

wasserwirtschaftlichen Anlagen.<br />

Die Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH setzt hier<br />

mit diesen Leistungen an:<br />

••<br />

Entwicklung von <strong>Wasser</strong>verlustreduzierungsprogrammen<br />

(Konzepte, Maßnahmen) und<br />

deren Umsetzung,<br />

••<br />

Durchführung eines <strong>Wasser</strong>-<br />

Audit,<br />

Erstellung einer <strong>Wasser</strong>bilanz,<br />

••<br />

Durchführung von Leckortungsprogrammen,<br />

••<br />

Aufdeckung illegaler<br />

Anschlüsse,<br />

••<br />

Technische Unterstützung im<br />

Anlagenmanagement (Betrieb,<br />

Wartung, Instandhaltung, Reparatur)<br />

und<br />

••<br />

Training des Betriebspersonals.<br />

Im Rahmen einer Energieoptimierung wird vor Ort derzeit die Energieeffizienz<br />

wasserwirtschaftlicher Anlagen nachhaltig erhöht. Dr. Bernd<br />

Kuse, zertifizierter Energiemanagement-Be<strong>auf</strong>tragter (TÜV), erfasst die<br />

energiebezogenen Daten eines Trinkwasserbrunnens, <strong>Wasser</strong>werk<br />

Mukhiani, Georgien.<br />

Projekte (Auswahl): Albanien, Bosnien-Herzegowina,<br />

Brasilien, Georgien,<br />

Libanon, Mazedonien, Montenegro,<br />

Palästina, Serbien, Syrien,<br />

Türkei.<br />

Senkung des<br />

Energieverbrauchs<br />

Parallel zu den stetig wachsenden<br />

technologischen und ökologischen<br />

Anforderungen an das Betreiben<br />

wassertechnischer Anlagen steigt<br />

auch der Kostendruck für die Aufgabenträger.<br />

Der Energieverbrauch stellt im<br />

Anlagenbetrieb den größten Kostenfaktor<br />

dar.<br />

Die Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH setzt<br />

der Strompreisspirale nachhaltige<br />

Energiesparkonzepte entgegen.<br />

Trinkwasser/Einführung<br />

von Energiemanagementsystemen<br />

In der 2013 in Deutschland in Kraft<br />

gesetzten Gesetzesnovelle zur Erstattung<br />

der Stromsteuer nach § 10<br />

des StromStG wird die nachweisliche<br />

Einführung eines Energiemanagementsystems<br />

nach DIN EN<br />

ISO 50001 als zwingende Voraussetzung<br />

benannt.<br />

Die Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH unterstützt<br />

Trinkwasserversorger bei<br />

diesem Vorhaben mit diesen Leistungen:<br />

••<br />

Bestands<strong>auf</strong>nahme des Unternehmens,<br />

••<br />

Erstellung eines Arbeitsplanes<br />

zur EnMS-Einführung,<br />

••<br />

Umsetzung der energetischen<br />

Bewertung mit Bilanz über<br />

April 2014<br />

380 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


Bezug und Verbrauch sowie<br />

Kennziffernbildung,<br />

••<br />

Einführung von Routinen für das<br />

EnMS,<br />

••<br />

Begleitung der Zertifizierung.<br />

Trink- und <strong>Abwasser</strong>/<br />

Energieoptimierung<br />

Das Ziel der Energieoptimierung<br />

wasserwirtschaftlicher Anlagen ist<br />

es, deren Energieverbrauch zu senken,<br />

deren Energieeffizienz nachhaltig<br />

zu erhöhen und somit die<br />

Energiekosten wesentlich zu senken.<br />

Die Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH unterstützt<br />

Trinkwasserver- und <strong>Abwasser</strong>entsorger<br />

<strong>auf</strong> nationaler und<br />

internationaler Ebene mit diesen<br />

Leistungen:<br />

••<br />

Aufnahme und Auswertung der<br />

Ist-Daten,<br />

••<br />

Identifizierung, Bewertung,<br />

Begleitung und Erfolgsauswertung<br />

von Energieeffizienzmaßnahmen,<br />

••<br />

Ableitung von Handlungsempfehlungen<br />

zum Umgang mit<br />

energiebezogenen Zielsetzungen.<br />

EINTAUCHEN:<br />

DIE WELT DES WASSERS WARTET<br />

AUF DER IFAT.<br />

PREMIUM MARKEN VON<br />

IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

XYLEM<br />

Besuchen Sie uns <strong>auf</strong> der Weltleitmesse<br />

für <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>technik.<br />

Sie finden uns in den Hallen:<br />

A6 – Die Welt des <strong>Wasser</strong>s<br />

A5 – Messen & Analysieren<br />

A3 – UV- & Ozontechnik<br />

Projekte (Auswahl): Bosnien-Herzegowina,<br />

Brasilien, Deutschland, Georgien,<br />

Mexiko, Montenegro, Russland.<br />

Die Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH nutzt<br />

ihre Präsenz am Gemeinschaftsstand<br />

der Mitglieder von German<br />

Water Partnership e. V., <strong>dem</strong> Fachpublikum<br />

aktuelle Projektaktivitäten<br />

zu präsentieren und bestehende<br />

Beziehungen zu ihren Partnern<br />

zu vertiefen.<br />

Kontakt:<br />

Sachsen <strong>Wasser</strong> GmbH,<br />

Stephanstraße 4,<br />

D-04103 Leipzig,<br />

Tel. (0341) 96933-33,<br />

Fax (0341) 96933-66,<br />

E-Mail: info@sachsenwasser.com,<br />

www.sachsenwasser.com<br />

Halle A5, 111/210 und 112<br />

www.xylemwatersolutions.com/de<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 381


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Sauberes Trinkwasser durch optimierte<br />

Separationsprozesse<br />

Auf der IFAT stellt das Oberhausener Forschungsinstitut Fraunhofer UMSICHT als Beispiele zu Entwicklungen<br />

in der Prozessintensivierung beschichtete Mikrosiebe und cellulosebasierte, chemisch modifizierte Adsorbenzien<br />

als neue Trennmaterialien in den Fokus seines Messe<strong>auf</strong>tritts. Ebenfalls werden Aktivitäten zu nachwachsenden<br />

Rohstoffen vorgestellt: einerseits thermo-katalytisches Reforming zur Energiewandlung und -speicherung,<br />

andererseits neue Verwertungskonzepte zur stofflichen und energetischen Nutzung von Biomasse im<br />

Rahmen des Innovationsclusters Bioenergy.<br />

Hygienisch und toxikologisch unbedenkliches<br />

Trinkwasser ist in<br />

vielen Teilen der Welt eine ebenso<br />

kostbare wie endliche Ressource.<br />

Filtrationsverfahren können durch<br />

die gezielte Trennung von Stoffströmen<br />

in einzelne, wiederverwertbare<br />

Komponenten <strong>Wasser</strong>kreisläufe<br />

schließen, <strong>Abwasser</strong> reinigen und<br />

<strong>Wasser</strong> in Trinkwasserqualität überführen.<br />

Bei Fraunhofer UMSICHT<br />

werden Filtrationsprozesse optimiert<br />

und Mikrofilter für die <strong>Wasser</strong>technik<br />

hergestellt. Im Rahmen des<br />

vom Bundesministerium für Bildung<br />

und Forschung (BMBF) geförderten<br />

Projekts nanoEfficiency wurde ein<br />

Beschichtungsverfahren für Mikrofilter<br />

entwickelt, das Schichten erzeugt,<br />

die eine Antifoulingwirkung<br />

besitzen. Sie sind nicht dicker als<br />

100 Nanometer, antikorrosiv und<br />

dauerhaft haltend. Auch nach längerem<br />

Gebrauch bilden sich keine<br />

nennenswerten Deckschichten<br />

(Fouling), die die Filtrationsleistung<br />

negativ beeinflussen.<br />

Modifizierte biogene Materialien adsorbieren PFT<br />

aus kontaminierten Wässern.<br />

Umweltfreundliche Rückgewinnung<br />

strategischer<br />

Metalle<br />

Die Nachfrage nach Seltenerdmetallen<br />

(SEM) oder Platingruppenelementen<br />

(PGE) steigt kontinuierlich.<br />

Die Verknappung dieser strategischen<br />

Rohstoffe, die teilweise hohe<br />

Importabhängigkeit und unzureichende<br />

Recyclingraten waren Motivation<br />

für S-Sieve, ein Kooperationsprojekt<br />

(gefördert durch die AiF)<br />

von Fraunhofer UMSICHT mit <strong>dem</strong><br />

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf<br />

(HZDR) und <strong>dem</strong> Institut für<br />

Verfahrens-, Umwelt-und Bergb<strong>auf</strong>orschung<br />

IVUB e. V. Zur Rückgewinnung<br />

von gelösten Metallen<br />

aus wässrigen Systemen wurde<br />

ein Bioverbundmaterial, bestehend<br />

aus Surface-Layern (S-Layer,<br />

Proteinschichten) und neuartigen<br />

Mikrosieben, entwickelt. Mikrosiebe<br />

werden mit bakteriell erzeugten<br />

Prote inen (S-Layer-Proteine)<br />

beschichtet, die Metalle wie<br />

Platin, Palladium oder Gold binden<br />

können. Erwartet werden<br />

auch gute Bindungseigenschaften<br />

für verschiedene Vertreter der<br />

Seltenerdmetalle. Die beschichteten<br />

Mikrosiebe können mehrfach verwendet<br />

werden, denn sie sind<br />

mittels pH-Shift oder verschiedene<br />

Spülverfahren regenerierbar.<br />

Dementsprechend komplexe<br />

Mikrosiebe werden bei Fraunhofer<br />

UMSICHT mittels eines<br />

Ultrakurzpulslasers hergestellt, der<br />

kleinste Mikrostrukturen bis ein<br />

Mikrometer fertigt. Der Laser<br />

kann nahezu alle Werkstoffe verarbeiten,<br />

auch ist das Porenmuster<br />

beliebig einstellbar.<br />

Abtrennung von kürzerkettigen<br />

perfluorierte Tensiden<br />

Ein weiteres neues Trennmaterial<br />

sind cellulosebasierte, chemisch modifizierte<br />

Adsorbenzien, die perfluorierte<br />

Tenside (PFT) aus <strong>Wasser</strong> abtrennen.<br />

PFT werden in verschiedenen<br />

Bereichen eingesetzt, etwa in<br />

wasser- und schmutzabweisenden<br />

Beschichtungen für Textilien sowie<br />

als Netz- und Antischleiermittel in<br />

der Galvanik. Sie sind persistent, das<br />

heißt sie werden <strong>auf</strong> natürlichem<br />

Wege nicht abgebaut und lassen<br />

sich auch nicht mit den üblichen Verfahren<br />

zerstören. Längerkettige PFT<br />

wie Perfluoroctansulfonat (PFOS)<br />

lassen sich relativ gut mit herkömmlicher<br />

Aktivkohle entfernen und sind<br />

mittlerweile in der Mehrzahl verboten.<br />

Die Forscher von Fraunhofer<br />

UMSICHT haben sich daher <strong>auf</strong> die<br />

kürzerkettigen, hydrophilen Vertreter<br />

konzentriert. Hierzu zählt<br />

z. B. Perfluorbutansulfonsäure (PFBS).<br />

Die bereits patentierten Adsorbenzien,<br />

die in Zusammenarbeit mit<br />

der Cornelsen Umwelttechnologie<br />

GmbH entwickelt wurden, basieren<br />

<strong>auf</strong> Hanfschäben und Holzspänen.<br />

Nach Beladung sollen die Adsorbenzien<br />

künftig bei hohen Temperaturen<br />

verbrannt werden, wodurch<br />

auch die PFT in ihre Elemente zerlegt<br />

werden und somit keine Belastung<br />

mehr für die Umwelt darstellen.<br />

Neue Verwertungskonzepte<br />

zur stofflichen und<br />

energe tischen Nutzung<br />

von Biomasse<br />

Die stoffliche und energetische Biomassennutzung<br />

wird künftig einen<br />

wichtigen Beitrag zur Deckung des<br />

April 2014<br />

382 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

weltweiten Rohstoff- und Energiebedarfs<br />

einnehmen. Der Fraunhofer-Innovationscluster<br />

Bioenergy<br />

betrachtet neben der Behandlung<br />

trockener vor allem nasse und lignocellulosehaltige<br />

Biomasse. Es sollen<br />

mobil und dezentral einsetzbare<br />

Technologien bereitgestellt werden,<br />

um aus lignocellulosehaltiger und/<br />

oder feuchter Biomasse sowie entsprechenden<br />

Reststoffen lager- und<br />

transportfähige Zwischenprodukte<br />

wie Pflanzenkohlen, Pyrolyseöl, getrocknete<br />

bzw. entwässerte Biomasse<br />

als Energieträger oder zur weiteren<br />

stofflichen Nutzung herzustellen.<br />

Mögliche Einsatzstoffe sind<br />

Stroh, Bio- und Grünabfälle oder<br />

Produktionsreste aus der Lebensmittelindustrie.<br />

Der Innovationscluster<br />

befindet sich mit seinem<br />

Standort in NRW in einer Region,<br />

die durch Landwirtschaft, energieund<br />

(petro-)chemische Industrie geprägt<br />

ist. Viele namhafte Firmen haben<br />

hier ihren Hauptsitz oder eine<br />

Vertretung. Außer<strong>dem</strong> bietet das<br />

dichte Netz an Universitäten und<br />

universitären Einrichtungen beste<br />

Zugangsmöglichkeiten für innovative<br />

Forschung. Die Region kann sich<br />

somit als Schwerpunktregion für<br />

den Bereich Bioenergie präsentieren.<br />

Der Cluster wird gefördert vom<br />

Ministerium für Innovation, Wissenschaft<br />

und Forschung des Landes<br />

Nordrhein-Westfalen (MIWF) aus<br />

Mitteln des Europäischen Fonds für<br />

regionale Entwicklung und mit<br />

Mitteln der Fraunhofer-Gesellschaft.<br />

Energieumwandlung <strong>auf</strong><br />

Basis von organischen Reststoffen<br />

Einen umweltfreundlichen Beitrag<br />

zur Energiewende kann thermo-katalytisches<br />

Reforming (TCR) leisten,<br />

entwickelt von Fraunhofer UM-<br />

SICHT beim Institutsteil in Sulzbach-<br />

Rosenberg. Durch ein mehrstufiges<br />

thermo-chemisches Verfahren werden<br />

verschiedenste organische Abfälle<br />

wie Agrarrückstände, Klärschlämme<br />

und Recyclingabfälle aus<br />

der Papierindustrie in Öl, Gas und<br />

Biokoks umgewandelt. Die TCR-Anlagen<br />

wandeln in einem robusten<br />

und kontinuierlichen Prozess über<br />

75 % des Energieeinsatzes in qualitativ<br />

hochwertige Energieträger<br />

um. Für den produzierten Biokoks<br />

ist eine stoffliche Nutzung als Bodenverbesserer<br />

vorstellbar. Durch<br />

eine hohe Kapitaleffizienz ist der<br />

dezentrale Einsatz von semimobilen<br />

Einheiten möglich. Die große Flexibilität<br />

hinsichtlich der möglichen<br />

Einsatzstoffe und Verwertungswege<br />

für die Produkte verspricht eine<br />

hohe Investitionssicherheit.<br />

Ein erstes großes Potenzial für<br />

den TCR-Prozess in Deutschland<br />

stellen die zahlreichen Biogasanlagen<br />

dar. Die Gärreste aus der anaeroben<br />

Fermentation können umgesetzt<br />

und in flüssige, feste und gasförmige<br />

Produkte überführt werden.<br />

Durch die folgende Phasentrennung<br />

wird die flüssige Phase im<br />

Anschluss in eine wässrige und eine<br />

Ölphase <strong>auf</strong>geteilt. Das abgeschiedene<br />

Prozesswasser, welches einen<br />

Ergebnis TRC-Prozess: qualitativ hochwertige<br />

Energieträger.<br />

hohen Bestandteil an kurzkettigen,<br />

biologisch abbaubaren Kohlenstoffverbindungen<br />

<strong>auf</strong>weist, kann in die<br />

Biogasanlage zurückgeführt werden<br />

und zur Steigerung der Methanausbeute<br />

beitragen. Das produzierte<br />

und <strong>auf</strong>bereitete Reformer-Öl sowie<br />

das Gas werden in einem Blockheizkraftwerk<br />

zur Strom- und Wärmeerzeugung<br />

genutzt, der feste<br />

Rückstand eignet sich beispielsweise<br />

für landwirtschaftliche Zwecke als<br />

Bodenverbesserer.<br />

Kontakt:<br />

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-,<br />

Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT,<br />

Osterfelder Straße 3,<br />

D-46047 Oberhausen,<br />

Tel. (0208) 8598-0,<br />

E-Mail: info@umsicht.fraunhofer.de,<br />

www.fraunhofer.de<br />

Halle A5, Stand 219/318<br />

sichere lAgerung von gefAhrstoffen<br />

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April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 383


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Anforderungen an die Aufbereitung von <strong>Wasser</strong><br />

für Betriebs- und Prozesszwecke<br />

Edition<br />

Praxis der Aufbereitung von<br />

Betriebs- und Prozesswasser<br />

Im vorliegenden Buch wird der Stoff <strong>Wasser</strong> einer genauen Betrachtung unterzogen.<br />

Denn seine physikalischen und chemischen Eigenschaften bestimmen die Auswahl<br />

und den richtigen Betrieb von Aufbereitungsanlagen. Wichtiger erster Schritt ist<br />

dabei die <strong>Wasser</strong>analyse. Hieraus lassen sich Korrosivität gegenüber einzusetzenden<br />

Materialien sowie entsprechende Gegenmaßnahmen ableiten. Die Eigenschaften des<br />

<strong>Wasser</strong>s werden außer von seinen Inhaltsstoffen auch von den Betriebsbedingungen<br />

Temperatur und Druck beeinflusst.<br />

Für die Umsetzung in der Praxis werden Aufbereitungsverfahren ausführlich<br />

geschildert, alle notwendigen Komponenten detailreich vorgestellt und die<br />

notwendigen Grundlagen zu Planung und Betrieb von <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitungsanlagen<br />

vermittelt.<br />

Reinhard Wolf<br />

1. Auflage 2014<br />

ca. 508 Seiten, vierfarbig, 170 x 240 mm. Hardcover,<br />

Erhältlich in 2 Varianten<br />

www.di-verlag.de<br />

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Praxis der Aufbereitung von Betriebs- und Prozesswasser<br />

1. Auflage 2013 – ISBN: 978-3-8356-7128-7<br />

für € 88,- (zzgl. Versand)<br />

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Praxis der Aufbereitung von Betriebs- und Prozesswasser<br />

mit interaktivem eBook (Online-Lesezugriff im MediaCenter)<br />

1. Auflage 2013 – ISBN: 978-3-8356-7130-X<br />

für € 108,- (zzgl. Versand)<br />

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Postfach 10 39 62<br />

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Branche / Wirtschaftszweig<br />

Bevorzugte Zahlungsweise Bankabbuchung Rechnung<br />

Bank, Ort<br />

Bankleitzahl<br />

Kontonummer<br />

Widerrufsrecht: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B.<br />

Brief, Fax, E-Mail) oder durch Rücksendung der Sache widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform.<br />

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Sache an die Vulkan-Verlag GmbH,<br />

Versandbuchhandlung, Postfach 10 39 62, 45039 Essen.<br />

Ort, Datum, Unterschrift<br />

PAPAPB2013<br />

Nutzung personenbezogener Daten: April Für 2014 die Auftragsabwicklung und zur Pflege der l<strong>auf</strong>enden Kommunikation werden personenbezogene Daten erfasst und gespeichert. Mit dieser Anforderung erkläre ich mich damit einverstanden, dass ich<br />

vom DIV Deutscher 384 Industrieverlag <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> oder vom Vulkan-Verlag <strong>Abwasser</strong>per Post, per Telefon, per Telefax, per E-Mail, nicht über interessante, fachspezifische Medien und Informationsangebote informiert und beworben werde.<br />

Diese Erklärung kann ich mit Wirkung für die Zukunft jederzeit widerrufen.


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Sichere Desinfektion von Reinwasser mit<br />

innovativer Wedeco UV-Technologie von Xylem<br />

Mit den UV-Baureihen von<br />

Wedeco bietet Xylem sichere,<br />

effiziente und umweltgerechte Lösungen<br />

zur Reinigung, die den zuverlässigen<br />

Betrieb gewährleisten.<br />

Herzstück der Wedeco UV-Systeme<br />

sind die leistungsstarken UV-Strahler.<br />

Sie haben eine lange Lebensdauer,<br />

arbeiten kontinuierlich auch<br />

bei schwankenden <strong>Wasser</strong>temperaturen<br />

und sind durch ihren besonders<br />

hohen Wirkungsgrad herkömmlichen<br />

Strahlern weit überlegen.<br />

Bei der Entwicklung der<br />

Wedeco UV-Systeme stellte die Wartungsfreundlichkeit<br />

ein wichtiges<br />

Kriterium dar. Durch Einsatz modernster<br />

Lösungen konnte der Wartungs<strong>auf</strong>wand<br />

<strong>auf</strong> ein Mindestmaß<br />

reduziert werden. Wedeco Produkte<br />

sind somit innovative, effiziente, zuverlässige<br />

und wartungsfreundliche<br />

Lösungen zur chemikalienfreien<br />

Reinigung von <strong>Wasser</strong> – <strong>dem</strong> wichtigsten<br />

Lebensmittel <strong>auf</strong> der Erde<br />

und wichtigsten Bestandteil in industriellen<br />

Herstellungsprozessen<br />

und der Landwirtschaft. Doch häufig<br />

treten Verunreinigungen durch<br />

Mikroorganismen <strong>auf</strong>. Viren, Bakterien<br />

oder Parasiten, die nicht mit<br />

einfachen Filtertechniken entfernt<br />

werden können. Mit der Wedeco<br />

UV-Technologie von Xylem können<br />

diese gefährlichen Begleiter <strong>auf</strong> umweltfreundliche<br />

Art und ohne Einsatz<br />

chemischer Stoffe unschädlich<br />

gemacht werden.<br />

Wie funktioniert UV­<br />

Desinfektion?<br />

UV-Licht ist ein natürlicher Bestandteil<br />

des Sonnenlichts. Die Wellenlänge<br />

des UV-Lichtes von 100 bis 400<br />

Nanometern hat mit ihrer hohen<br />

Energie die einzigartige Fähigkeit,<br />

Mikroorganismen (Bakterien, Viren,<br />

Parasiten etc.) im <strong>Wasser</strong> und in der<br />

Luft zu inaktivieren, in<strong>dem</strong> Sie direkt<br />

<strong>auf</strong> den Erbinformationsträger<br />

einwirken. Durch die Veränderung<br />

der DNA wird die Zellteilung des<br />

Mikroorganismus unterbunden– er<br />

kann sich nicht mehr vermehren<br />

und verliert seine gesundheitsschädigende<br />

Wirkung. Mit der UV-Technologie<br />

ist es möglich, mehr als<br />

99,99 % aller Krankheitserreger innerhalb<br />

von Sekunden abzutöten.<br />

Eine Vermehrung dieser Organismen,<br />

welche Infektionen und Krankheiten<br />

hervorrufen können, wird also<br />

durch den Einsatz von UV-Licht<br />

gestoppt. Anders als chemische Reinigungsmethoden,<br />

ist UV-Licht „einfach“<br />

nur Lichtenergie, die die DNA<br />

gefährlicher Mikroorganismen zersetzt.<br />

Dadurch werden alle wichtigen<br />

Lebensfunktionen zerstört<br />

und der Mikroorganismus stirbt ab.<br />

Da keine Chemie eingesetzt wird,<br />

können auch keine gefährlichen<br />

Wedeco Spektron-Anlage.<br />

© Xylem Water Solutions Deutschland GmbH<br />

Rückstände oder Nebenprodukte in<br />

Badegewässer oder Trinkwasser gelangen.<br />

Kontakt:<br />

Xylem Water Solutions Deutschland GmbH,<br />

Bayernstraße 11,<br />

D-30855 Langenhagen,<br />

Tel. (0511) 7800-0,<br />

Fax (0511) 782 893,<br />

E-Mail: info.de@xyleminc.com,<br />

www.xylemwatersolutions.com/de<br />

Halle A3, Stand 420<br />

Halle A5, Stand 135/234<br />

Halle A6, Stand 439/539<br />

Für eine sichere Trinkwasserversorgung<br />

Standrohre und Zubehör mit Sicherungseinrichtungen nach DIN EN 1717 und W408<br />

Besuchen Sie uns:<br />

Halle A4 I Stand 237<br />

Feuerwehr-Kegelmembran-Rückflussverhinderer:<br />

• Sicherungseinrichtung für Feuerwehren<br />

• zur Absicherung von Standrohren gegen Rückdrücken, Rücksaugen<br />

oder Rückfl ießen von Löschwasser ins Trinkwassernetz<br />

• nach W405 und W408<br />

Standrohre mit Systemtrenner:<br />

• mit Systemtrenner BA nach DIN 2001-2 und W408<br />

• zum Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen<br />

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Telefon: +49 531 37005-0 . www.ewe-armaturen.de<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 385


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Siemens zeigt effiziente und smarte Lösungen<br />

für die <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

Unter <strong>dem</strong> Motto „Making Things<br />

Right“ präsentiert Siemens <strong>auf</strong><br />

der diesjährigen IFAT intelligente<br />

Automatisierungs- und Antriebsysteme<br />

sowie Industriesoftware für<br />

eine effiziente <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>behandlung.<br />

Im Mittelpunkt stehen<br />

durchgängige Lösungen, welche<br />

Industrie und Kommunen dabei<br />

unterstützen, den Ressourcen- und<br />

Energieverbrauch zu minimieren<br />

sowie ein Maximum an Versorgungssicherheit<br />

sicher zu stellen.<br />

Dies schließt integrierte Planungsund<br />

Engineeringtools ebenso ein<br />

wie ein nahtloses Zusammenspiel<br />

von Automatisierungs- und Antriebskomponenten.<br />

Ein weiterer<br />

Fokus des Messe<strong>auf</strong>tritts liegt <strong>auf</strong><br />

<strong>dem</strong> Thema Smart Water – intelligente<br />

Lösungen <strong>auf</strong> Basis von Industriesoftware.<br />

Hier zeigt Siemens<br />

mit <strong>dem</strong> Water Management System<br />

SIWA eine modulare Anwendung,<br />

mit der die Betriebsweise<br />

von <strong>Wasser</strong>netzen optimiert sowie<br />

Kanalsysteme und <strong>Abwasser</strong>ströme<br />

intelligent gesteuert werden können.<br />

Ebenso lassen sich über die<br />

entsprechenden Softwaremodule<br />

Leckagen in <strong>Wasser</strong>transportsystemen<br />

und <strong>Wasser</strong>verteilnetzen identifizieren<br />

und komplexe Rohrleitungssysteme<br />

computergeschützt<br />

simulieren.<br />

Effiziente <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

beginnt bereits bei der<br />

Planung. Mit der sogenannten Consultant<br />

DVD stellt Siemens <strong>auf</strong> der<br />

IFAT ein umfangreiches Planungstool<br />

vor, das über vorgefertigte Ausschreibungstextmodule,<br />

Handbücher,<br />

Produktinformationen und<br />

Quicklinks verfügt. Anlagenplaner<br />

werden damit wirkungsvoll in allen<br />

Planungsphasen für Anlagen der<br />

<strong>Wasser</strong>wirtschaft unterstützt. Darüber<br />

hinaus zeigt Siemens, wie sich<br />

mit integriertem Engineering Arbeitsabläufe<br />

effizient parallelisieren,<br />

Siemens erweitert sein Motormanagement-System Simocode pro um eine neue Gerätereihe<br />

der Einstiegsklasse. Simocode pro S bietet häufig benötigte Schutz-, Steuerungs- und<br />

Überwachungsfunktionen zu einem attraktiven Preis in einem Grundgerät und einem<br />

optionalen Multifunktionsmodul. © www.siemens.com/presse<br />

Kosten senken und Ressourcen sparen<br />

lassen. Über die Engineeringund<br />

Datenplattform COMOS sowie<br />

das Prozessleitsystem Simatic PCS7<br />

wird über die Planungs- und Engineeringphase<br />

bis hin zur Betriebsphase<br />

eine zentrale Datenhaltung<br />

für Anlagenplaner und -betreiber<br />

ermöglicht. Dies erlaubt ein effizientes<br />

ganzheitliches Anlagenmanagement<br />

über den gesamten<br />

Lebenszyklus einer Industrieanlage,<br />

sodass Markteinführungszeiten verkürzt,<br />

Kosten gespart und die Qualität<br />

gesteigert werden können.<br />

„Making things right“ in der <strong>Wasser</strong>-<br />

und <strong>Abwasser</strong>wirtschaft bedeutet<br />

auch, Anlagen sowie <strong>Wasser</strong>und<br />

<strong>Abwasser</strong>netze intelligent zu<br />

managen. So zeigt Siemens <strong>auf</strong> der<br />

Messe das modulare Water Management<br />

System SIWA für Pipelines,<br />

Trink- und <strong>Abwasser</strong>netze. Diese<br />

Smart Water-Lösung basiert <strong>auf</strong><br />

<strong>dem</strong> Prozessleitsystem Simatic PCS<br />

7 und beinhaltet Softwaremodule,<br />

die flexibel miteinander kombinierbar<br />

sind. Je nach Anforderungen<br />

des Betriebes unterstützen diese<br />

den Betreiber dabei, den Anlagenbetrieb<br />

zu optimieren, Leckagen zu<br />

erkennen und zu lokalisieren sowie<br />

eine dynamische Simulation von<br />

Rohrleitungssystemen durchzuführen.<br />

Dabei kann mithilfe von effizienten<br />

Fahrplänen für Pumpen, Behälter<br />

und <strong>Wasser</strong>werken der Betrieb<br />

von <strong>Wasser</strong>netzen optimal<br />

ausgelegt werden. Durch die computergestützte<br />

Simulation des hydraulischen<br />

Verhaltens im <strong>Wasser</strong>versorgungssystem<br />

wiederum lassen<br />

sich komplexe Wechselwirkungen<br />

innerhalb des Netzes untersuchen.<br />

Auch für Betreiber von Kanalnetzen<br />

und Kläranlagen sind Softwaremodule<br />

vorhanden, die eine Steuerung<br />

des Kanalsystems und eine Regelung<br />

der <strong>Abwasser</strong>ströme ermöglichen,<br />

sodass Kläranlagen gleichmäßiger<br />

ausgelastet werden.<br />

April 2014<br />

386 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Neben intelligenten Automatisierungs-<br />

und Softwarelösungen ist<br />

für einen wirtschaftlichen Betrieb<br />

von <strong>Wasser</strong>anlagen ebenso energieeffiziente<br />

und zuverlässige Antriebstechnik<br />

gefragt. Im Rahmen<br />

seines IFAT-Mess<strong>auf</strong>tritts zeigt Siemens<br />

deshalb unter <strong>dem</strong> Stichwort<br />

„Integrated Drive Systems“ das Potenzial<br />

von integrierten Antriebssystemen<br />

<strong>auf</strong>. So lässt sich durch<br />

das Zusammenspiel des neuen<br />

Umrichter-Schrankgeräts Sinamics<br />

G120P Cabinet mit Simotics-Motoren<br />

ein überaus wirtschaftlicher<br />

Betrieb von Pumpenparks erzielen.<br />

Durch die optimale Abstimmung<br />

der Komponenten erreicht das Gesamtsystem<br />

einen Wirkungsgrad<br />

von 98 Prozent. Integrierte Energiesparfunktionen<br />

des Umrichters tragen<br />

außer<strong>dem</strong> zu einer hohen Energieeffizienz<br />

bei. Über applikationsspezifische<br />

Funktionalitäten wiederum<br />

lassen sich unter anderem die<br />

Antriebsdrehzahl in Abhängigkeit<br />

von Prozessgrößen wie Temperatur,<br />

Druck, Durchfluss und Luftqualität<br />

kontrollieren, zusätzliche Pumpen<br />

ein- und ausschalten sowie mechanische<br />

Resonanzen und damit Schäden<br />

im Rohrsystem vermeiden.<br />

Da sich Anlagenstillstände in der<br />

<strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>industrie als<br />

äußerst kostenintensiv erweisen,<br />

zeigt Siemens <strong>auf</strong> der IFAT ebenso<br />

Lösungen, die zu einer hohen Verfügbarkeit<br />

beitragen. Dazu gehört<br />

unter anderem das modular <strong>auf</strong>gebaute<br />

Motormanagementsystem<br />

Simocode pro S für Niederspannungsmotoren.<br />

Es überwacht alle<br />

wichtigen Leistungsparameter und<br />

schaltet bei Überlast oder Kurzschlüssen<br />

die angeschlossenen<br />

Motoren sicher ab. Dadurch wird<br />

die Prozessführungsqualität erhöht<br />

Mit der neuen Version 10.1 der Softwarelösung Comos weitet die Siemens-Division Indus try<br />

Automation ihr Industriesoftwareangebot für die Prozessindustrie im Bereich der An lagenplanung<br />

und des Anlagenmanagements aus. Die Comos Enterprise Platform für effiziente<br />

und gewerkeübergreifende Zusammenarbeit wurde um die neue Comos-Industriedatenbank<br />

(Comos iDB) weiterentwickelt. Sie ist <strong>auf</strong> branchenspezifische Anforderungen<br />

unterschiedlichster Industrien ausgelegt. Neue Projekte lassen sich einfach und schnell<br />

installieren, da weniger kundenspezifische Anpassungen erforderlich sind. Die Comos<br />

Enterprise Platform ermöglicht auch bei wachsender Menge an Projektdaten eine schnelle<br />

Datenbearbeitung und sichere Datenverwaltung. © www.siemens.com/presse<br />

und die Kosten durch geringere<br />

Stillstandzeiten reduziert. Darüber<br />

hinaus sind <strong>Wasser</strong>anlagen häufig<br />

durch eine dezentrale Struktur mit<br />

zahlreichen Außenstationen gekennzeichnet.<br />

Diese Außenstationen<br />

können mithilfe der Fernwirktechnik<br />

wie sie Siemens <strong>auf</strong> der Messe<br />

mit WinCC und PCS 7-Telecontrol<br />

zeigt, an das zentrale Prozessvisualisierungssystem<br />

angebunden werden.<br />

Je nach den individuellen Anforderungen<br />

der Betreiber lässt sich<br />

das System flexibel konfigurieren<br />

und ermöglicht es, alle Informationen<br />

der Außenstationen einzubeziehen.<br />

Dies schafft Transparenz und ist eine<br />

Voraussetzung zur Optimierung der<br />

Gesamtanlage. Die Folgen sind eine<br />

deutliche Reduzierung der Kosten<br />

für Installation, Inbetriebnahme und<br />

Wartung.<br />

Kontakt:<br />

Siemens AG,<br />

D-90475 Nürnberg,<br />

www.siemens.com<br />

Halle A1, Stand 530<br />

Trinkwasserbehälter<br />

Ultra-Clean mit Überdruck<br />

Terminabsprache Herr Risse 0172 5273734 • IFAT München 05.-09. Mai 2014<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 387


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

VACON erstmals <strong>auf</strong> der IFAT<br />

Der finnische Wechselrichterhersteller präsentiert Produkthighlights wie den flüssiggekühlten<br />

Frequenzumrichter NXP sowie den Universalumrichter VACON 100.<br />

Universalumrichter VACON 100. © Vacon GmbH<br />

Der flüssiggekühlte Frequenzumrichter<br />

NXP mit integrierter<br />

Pumpenfunktion ist das Synonym<br />

für Hochleistungsumrichter an Orten,<br />

an denen die Luftkühlung<br />

schwierig beziehungsweise der<br />

Platz begrenzt ist. Er garantiert einen<br />

hochgradigen Schutz in anspruchsvollen<br />

Umgebungen. Luftschächte<br />

sind nicht nötig. Das Leistungs-Größen-Verhältnis<br />

des NXP<br />

zählt zu den Besten und ermöglicht<br />

eine Vielfalt an Kombinationen. Der<br />

NXP mit einem Leistungsbereich<br />

von 7,5 kW bis 5,3 MW spart Zeit und<br />

Kosten. Denn ein zusätzliches Softwareengineering<br />

ist nicht erforderlich.<br />

Auch große Klimatisierungssysteme<br />

werden nicht benötigt.<br />

VACON 100 ist ein Universalumrichter,<br />

der seinem Namen alle Ehre<br />

macht und bei Hunderten von verschiedenen<br />

Anwendungen eingesetzt<br />

werden kann. Er ist einfach zu<br />

bedienen und instand zu halten. Ein<br />

eingebautes Ethernet garantiert eine<br />

einfache Integration in die Werksautomation.<br />

Auch der Betrieb aus<br />

der Ferne ist dank VACON live jederzeit<br />

möglich.<br />

Kontakt:<br />

Vacon GmbH,<br />

Gladbecker Straße 425, D-45329 Essen,<br />

Tel. (0201) 80670-0, Fax (0201) 80670-99,<br />

E-Mail: vacon@vacon.de, www.vacon.com<br />

Halle A6, Stand 503<br />

Mitsubishi Electric mit speziellen Lösungen<br />

für die <strong>Wasser</strong>wirtschaft<br />

Mitsubishi Electric und ME-Automation Projects<br />

präsentieren <strong>auf</strong> der IFAT viele Neuheiten, darunter<br />

Lösungen zur Energie einsparung beim Betrieb von<br />

Pumpen mithilfe der neuen Frequenzumrichter­<br />

Generation FR-A800.<br />

Auf der IFAT präsentiert Mitsubishi<br />

Electric zusammen mit seinem<br />

Tochterunternehmen ME-Automation<br />

Projects GmbH (ehem. KH-Automation<br />

Projects) eine Reihe von Neuheiten<br />

rund um den <strong>Wasser</strong>markt.<br />

Ein Fokus des Messe<strong>auf</strong>tritts liegt<br />

<strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Leitsystem PMSXpro, das am<br />

Stand anschaulich von der Bedienung<br />

bis zum Engineering dargestellt wird.<br />

Uwe Siebert, Leiter Marketing der ME-<br />

Automation Projects GmbH, erklärt:<br />

„Das durchgängige Leitsystem PMSXpro<br />

von ME-Automation Projects ist<br />

mittlerweile fester Bestandteil des<br />

Mitsubishi Electric Portfolios. Damit<br />

ist Mitsubishi Electric in der Lage,<br />

komplette EMSR-Projekte (EMSR:<br />

Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik)<br />

zu realisieren und mit eigener,<br />

im Markt bewährter Leittechnik<br />

auszustatten. PMSXpro ist beispielsweise<br />

in den Kläranlagen in<br />

Hamburg, Nürnberg, Stuttgart und<br />

Düsseldorf Nord sehr erfolgreich im<br />

Einsatz.“<br />

Im Mittelpunkt stehen außer<strong>dem</strong><br />

Lösungen zur Energieeinsparung<br />

beim Betrieb von Pumpen mithilfe<br />

der neuen Frequenzumrichter-Generation<br />

FR-A800 von Mitsubishi<br />

Electric sowie Energiemanagement-<br />

Lösungen, die für Stromkosteneinsparung<br />

bei Verbrauchsspitzen sorgen.<br />

Hinzu kommen Produkte zur<br />

Zustandsüberwachung von Pumpen<br />

und Motoren zwecks Früh erkennung<br />

z. B. von mechanischem Verschleiß.<br />

Kontakt:<br />

Mitsubishi Electric Europe,<br />

Niederlassung Deutschland,<br />

Gothaer Straße 8, D-40880 Ratingen,<br />

Tel. (02102) 486-0, Fax (02102) 486-1120,<br />

E-Mail: pr@meg.mee.com,<br />

www.mitsubishielectric.com<br />

Halle A5, Stand 425/524<br />

April 2014<br />

388 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Elektronisches Differenzdrucksystem<br />

zur Füllstandmessung<br />

Sicherheit bei korrosiven und abrasiven Medien mit der<br />

Keramikmesszelle im Deltabar FMD71<br />

Endress+Hauser erweitert sein<br />

bestehendes elektronisches Differenzdruckportfolio<br />

um den Deltabar<br />

FMD71. Dieser ist mit einer Keramikmesszelle<br />

ausgestattet, die es<br />

ermöglicht, den Füllstand von abrasiven<br />

und korrosiven Medien zu<br />

messen. Zu<strong>dem</strong> ist die Keramikmesszelle<br />

vollkommen vakuumfest<br />

und somit bestens geeignet, in Vakuumanwendungen<br />

zuverlässige<br />

Messergebnisse zu liefern. Ein weiterer<br />

Vorteil der Keramikmesszelle<br />

ist die Selbstüberprüfung, d. h. die<br />

Messzelle erkennt sofort, wenn sie<br />

beschädigt ist und meldet dies. Bei<br />

einer Konfiguration mit hygienischen<br />

Anschlüssen wird <strong>dem</strong> Deltabar<br />

FMD71 zu<strong>dem</strong> eine besonders<br />

kondensatfeste Keramikmesszelle<br />

eingesetzt.<br />

Mit diesen Vorteilen kommt die<br />

keramische Messzelle besonders in<br />

den Branchen Chemie, Lebensmittel<br />

und Pharma zur Geltung.<br />

Typische Anwendungen sind Füllstand-,<br />

Masse- oder Volumenmessungen<br />

von Flüssigkeiten in<br />

drucküberlagerten Behältern, Vakuumtanks,<br />

Reaktoren und Destillationskolonnen.<br />

Der Deltabar FMD71 bringt die<br />

typischen Vorteile eines elektronischen<br />

Messsystems zur Füllstandmessung<br />

mit sich. Durch den<br />

Der Deltabar<br />

FMD71 ist mit<br />

einer vollkommen<br />

vakuumfesten<br />

Keramikmess zelle<br />

ausgestattet und<br />

liefert in Vakuumanwendungen<br />

zuverlässige<br />

Messergebnisse.<br />

Verzicht <strong>auf</strong> Kapillare und Impulsleitungen<br />

ist die Füllstandmessung<br />

sehr zuverlässig und bietet eine<br />

hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit.<br />

Zu<strong>dem</strong> wird die Sicherheit<br />

erhöht, da keine Leckagen mehr<br />

entstehen können. Messtechnische<br />

Probleme durch Vereisung, Verstopfung<br />

oder Kondensation treten<br />

nicht mehr <strong>auf</strong>. Die einfache Montage,<br />

kostengünstige Installation und<br />

der geringe Aufwand für Wartung<br />

und Instandhaltung machen das<br />

elektronische Differenzdrucksystem<br />

besonders kosteneffizient.<br />

Kontakt:<br />

Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG,<br />

Colmarer Straße 6, D-79576 Weil am Rhein,<br />

Tel. (07621) 975-01, Fax (07621) 975-555,<br />

E-Mail: info@de.endress.com,<br />

www.de.endress.com<br />

Halle A5, Stand 435/534<br />

Halle B3, Stand 171/270<br />

Trinkwasserbehälter<br />

aus GFK<br />

• Variable Durchmesser bis DN 3000<br />

• Mit oder ohne integrierter Bedienund<br />

Schieberkammer<br />

• Parallel angeordnete Behälter<br />

• Gleichbleibende Trinkwasserqualität<br />

• Korrosionsbeständiges Material<br />

• Komplettlösung<br />

Besuchen Sie uns<br />

<strong>auf</strong> der IFAT!<br />

Halle B6, Stand 323/420<br />

• Individuelle Fertigteilbauweise<br />

• Nachträglich erweiterbar<br />

AMITECH Germany GmbH<br />

Am Fuchsloch 19 · 04720 Mochau<br />

Tel.: + 49 34 31 71 82 - 0 · Fax: + 49 34 31 70 23 24<br />

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A Member of the Group<br />

Weitere Informationen unter www.amiantit.com<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 389


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Smart gelöst<br />

Das neue wireless M-Bus-Funksystem von ZENNER ermöglicht die exakte Fernablesung von <strong>Wasser</strong>zählern,<br />

Wärmezählern und anderen Messgeräten.<br />

EDC-Funkmodul.<br />

Smarte und innovative Technologien<br />

zur Zählerdatenerfassung,<br />

-auswertung und -verarbeitung<br />

sind in der <strong>Wasser</strong>- und Energiemesstechnik<br />

längst ein Standard.<br />

Stadtwerke, Industrieunternehmen<br />

und Messdienste setzen zunehmend<br />

<strong>auf</strong> die zeit- und kostensparende<br />

Fernauslesung von Zählern.<br />

ZENNER hat jetzt ein neues wireless<br />

M-Bus-Funksystem entwickelt, mit<br />

<strong>dem</strong> sich <strong>Wasser</strong>- und Wärmezähler<br />

präzise aus der Ferne ablesen lassen.<br />

Herzstück des Funksystems, das<br />

den Namen „Opera“ trägt, ist im Hinblick<br />

<strong>auf</strong> die <strong>Wasser</strong>zähler das neu<br />

entwickelte EDC-Modul (Electronic<br />

Data Capture = elektronische Datenerfassung).<br />

Dieses Abtastmodul<br />

passt <strong>auf</strong> alle Trockenläufer-Zählwerke<br />

von ZENNER mit induktiv und<br />

rückwirkungsfrei (d. h. ohne Beeinflussung<br />

der Messgenauigkeit des<br />

Zählers) abtastbarer Modulatorscheibe.<br />

Neben den Einstrahlzählern<br />

ETKD und ETWD sind das derzeit<br />

die Mehrstrahlzähler MTKD und<br />

Alle Abbildungen: © ZENNER International GmbH & Co. KG<br />

MTWD sowie die neuen Ringkolbenzähler<br />

RTKD und RTKD-P.<br />

Das EDC-Modul wird <strong>auf</strong> den<br />

Zähler <strong>auf</strong>gesetzt, tastet die Modulatorscheibe<br />

ab und überträgt den<br />

so ermittelten exakten Stand des<br />

Rollenzählwerks über Funk via wireless<br />

M-Bus. Dabei erkennt die Elektronik,<br />

wie oft und in welche Richtung<br />

sich die Modulatorscheibe des<br />

Zählwerks bei durchfließen<strong>dem</strong><br />

<strong>Wasser</strong> dreht. So kann das EDC-Modul<br />

auch rückwärts l<strong>auf</strong>ende Zähler<br />

registrieren und falsch eingebaute<br />

Zähler erkennen. Beim neuen ZEN-<br />

NER-Energiezähler für Wärme und<br />

Kälte „zelsius C5“ ist das wireless M-<br />

Bus Modul bereits integriert.<br />

Besteht bei einem Kunden, der<br />

das neue wireless M-Bus-Funksystem<br />

einführen will, bereits ein Bestand<br />

an installierten Zählern, hat<br />

ZENNER auch hierfür entsprechende<br />

Lösungen entwickelt. „Bereits<br />

vorhandene impulsvorbereitete<br />

Zäh ler lassen sich unkompliziert<br />

über ein entsprechendes Splitt-Modul<br />

(Pulse data capture) in das wireless<br />

M-Bus-Funksystem integrieren.<br />

So machen wir quasi aus je<strong>dem</strong><br />

Zähler einen smarten Zähler“, erklärt<br />

Thomas Buchholz, Leiter Marketing<br />

und Produktmanager Systemtechnik<br />

bei ZENNER.<br />

Datensicherheit garantiert<br />

Das mobile Funksystem arbeitet<br />

mit unidirektionaler Datenübertragung.<br />

Die Messgeräte senden in<br />

bestimmten Intervallen eigenständig<br />

ein Datenprotokoll. Die Funkprotokolle<br />

sind aus Gründen der<br />

Datensicherheit nach neuestem<br />

technischem Stand verschlüsselt.<br />

Ringkolbenzähler mit EDC-Funkmodul.<br />

Dank OMS einfache Einbindung<br />

in intelligente Netze<br />

Speziell für den europäischen<br />

Markt hat ZENNER das EDC-Funkmodul<br />

nach <strong>dem</strong> europäischen<br />

Standard OMS (Open-Metering-System)<br />

entwickelt. Für die Betreiber<br />

von Messstellen ist das ein wichtiger<br />

Aspekt, der die Messtechnik zukunftsfähig<br />

macht und für Investitionssicherheit<br />

sorgt. OMS regelt<br />

die Einbindung batteriebetriebener<br />

Funkwasser- und Wärmezähler in<br />

Smart-Metering-Systeme. Alle OMS-<br />

Zähler sind unabhängig vom Hersteller<br />

mit Smart Meter Gateways<br />

kompatibel. So lassen sich OMS-<br />

Zähler einfach in das neue wireless<br />

M-Bus-Funksystem von ZENNER<br />

einbinden.<br />

Kontakt:<br />

ZENNER International GmbH & Co. KG,<br />

Römerstadt 6,<br />

D-66121 Saarbrücken,<br />

Tel. (0681) 99676-30,<br />

Fax (0681) 99 676-3100,<br />

E-Mail: info@zenner.com,<br />

www.zenner.com<br />

Halle A5, Stand 512<br />

April 2014<br />

390 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Höhere Genauigkeit bei schwierigen<br />

Messbedingungen<br />

NIVUS GmbH forscht in der Echtzeitdurchfluss­ Modellierung<br />

mithilfe von Geschwindigkeitsprofil messungen nach<br />

Störungen in offenen Gerinnen<br />

Der Messtechnikspezialist für<br />

<strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>systeme<br />

hat eine Doktorarbeit in Auftrag gegeben,<br />

um Problemstellungen aus<br />

der Praxis in Zukunft noch besser<br />

begegnen zu können. Die Ergebnisse<br />

der Doktorarbeit wurden jetzt der<br />

Öffentlichkeit präsentiert. Gemeinsam<br />

mit der Universität Straßburg hat<br />

Dr.-Ing. Laurent Solliec das Fließ- und<br />

Strömungsverhalten von <strong>Wasser</strong> in<br />

offenen Kanälen und Gerinnen nach<br />

Störungen untersucht. Der Fokus lag<br />

bei der effizienten Erfassung der<br />

genauen lokalen Geschwindigkeiten,<br />

um eine höhere Genauigkeit in der<br />

Durchflussmessung zu erzielen.<br />

Die vorliegende Doktorarbeit<br />

konzentriert sich <strong>auf</strong>grund der<br />

geforderten Messgenauigkeit <strong>auf</strong><br />

Geschwindigkeitsprofilmessungen<br />

mittels Kreuzkorrelations-Technologie<br />

<strong>auf</strong> Ultraschallbasis. Das Ziel<br />

war die Erstellung eines genauen<br />

mathematischen Echtzeitmodells,<br />

um aus den gemessenen lokalen<br />

Geschwindigkeiten bei teilgefüllten<br />

Kanälen mit Störungen die reale<br />

mittlere Geschwindigkeit zu berechnen.<br />

Durch bauliche Gegebenheiten<br />

ist es in der Praxis oft nicht möglich,<br />

die notwendigen Beruhigungsstrecken<br />

einzuhalten, um ein optimales<br />

Fließprofil zu erhalten. Dadurch<br />

sind Messungen häufig an<br />

Stellen notwendig, die durch Gerinnebögen<br />

oder seitliche Zuläufe<br />

beeinträchtigt werden. Bisher wurde<br />

die Genauigkeit dieser Messstellen<br />

beispielsweise durch teure bauliche<br />

Maßnahmen kompensiert. Mit <strong>dem</strong><br />

neuen hydraulischen Ansatz können<br />

künftig bei hoher Genauigkeit<br />

Kosteneinsparungen erzielt werden.<br />

Damit ermöglichen die Ergebnisse<br />

der Doktorarbeit genauere und effizientere<br />

Durchflussmessungen für<br />

künftige Messgerätegenerationen.<br />

Kontakt:<br />

NIVUS GmbH,<br />

Herbert Gauderer,<br />

Im Täle 2,<br />

D-75031 Eppingen,<br />

Tel. (07262) 9191-834,<br />

Fax (07262) 9191-999,<br />

E-Mail: info@nivus.com, www.nivus.de<br />

Halle A5, Stand 235/334<br />

<strong>Wasser</strong><br />

Analytik<br />

05.05 - 09.05 • Halle A5 • Stand 333<br />

Floc-Tester<br />

■ Stufenlos regelbare<br />

Rührgeschwindigkeit<br />

für das Labor und den<br />

mobilen Einsatz<br />

■ Für verschiedene<br />

Applikationen,<br />

z.B. Prüfung der Wirksamkeit<br />

von Flockungs- bzw.<br />

Fällungsmitteln<br />

AQUALYTIC ®<br />

Schleefstraße 12<br />

44287 Dortmund<br />

Tel. (+49)231/94510-755<br />

Fax (+49)231/94510-750<br />

www.aqualytic.de<br />

verk<strong>auf</strong>@aqualytic.de<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 391<br />

anzeige_floctester_hoch_56x250_de.indd 1 28.03.14 14:32


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Messgeräte zur Beurteilung und Verbesserung<br />

von Qualitätsparametern<br />

Die BTG Instruments GmbH stellt<br />

<strong>auf</strong> der Messe transportable<br />

Messgeräte zur Beurteilung und Verbesserung<br />

von Qualitätsparametern<br />

für Industrieanwendungen und Forschung<br />

aus. Der Particle Charge Detector<br />

(PCD) misst Strömungspotenziale<br />

kolloidal gelöster Substanzen in<br />

wässrigen Proben. Hiermit können<br />

Produkte charakterisiert und prozessabhängig<br />

ausgewählt werden. Als<br />

innovative Messapparatur ermöglicht<br />

das Drainage Freeness Retention<br />

(DFR) Gerät die Simulation von<br />

<strong>Abwasser</strong>behandlungen, um insbesondere<br />

die Schlammentwässerung<br />

zu optimieren.<br />

BTG Instruments ist ein führender<br />

Hersteller von Produkten für die Papier-<br />

und Zellstoffindustrie, diese finden<br />

aber auch zunehmend Einsatz in der<br />

Umwelt- und Lebensmitteltechnik sowie<br />

der chemischen Zuliefererindustrie.<br />

Das Produktportfolio umfasst Laborgeräte<br />

zur Qualitätskontrolle sowie<br />

Sensoren und Analysatoren für die<br />

kontinuierliche Messung im Prozess.<br />

Kontakt:<br />

BTG Instruments GmbH,<br />

Arzbergerstraße 10, D-82211 Herrsching,<br />

Tel. (08152) 9312-0, Fax (08152) 9312-900,<br />

E-Mail: instruments@btg.com, www.btg.com<br />

Halle A3, Stand 534<br />

Mütek DFR-05 Drainage Freeness<br />

Retention.<br />

Optische Trübungsmessung mit <strong>dem</strong> Sensor<br />

JUMO ecoLine NTU<br />

Die Trübungsmessung nach DIN<br />

EN ISO 7027 ist ein effizientes<br />

und weitverbreitetes Messverfahren<br />

zur Qualitätskontrolle und Gütebestimmung<br />

insbesondere von Wässern<br />

mit geringer bis mittlerer Trübung.<br />

Mit <strong>dem</strong> optischen Trübungssensor<br />

ecoLine NTU bietet JUMO<br />

jetzt ein solches Verfahren an. Der<br />

Spezialist für Mess- und Regeltechnik<br />

erweitert damit sein Programm an<br />

Mit <strong>dem</strong> Sensor ecoLine NTU bietet JUMO erstmals<br />

einen Sensor zur Trübungsmessung an.<br />

Sensoren für die Flüssigkeitsanalyse<br />

um eine neue Messgröße und baut<br />

gleichzeitig das Angebot an optischen<br />

und digitalen Messverfahren aus.<br />

Das Messprinzip des JUMO eco-<br />

Line NTU basiert <strong>auf</strong> einer Infrarotlichtmessung<br />

nach <strong>dem</strong> 90°-Streulichtprinzip.<br />

Durch die Trübungsmessung<br />

bei einer Wellenlänge von<br />

880 nm und einem Messbereich von<br />

0 bis 4000 NTU ist der Sensor für die<br />

Anwendung in vielfältigen Bereichen<br />

geeignet. Trinkwasserüberwachung,<br />

kommunale und industrielle<br />

<strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung, <strong>Abwasser</strong>endkontrolle,<br />

Gewässer-Monitoring<br />

oder der Einsatz in Fischzuchtbetrieben<br />

sind nur einige Beispiele.<br />

Der Sensor ist für Einsatztemperaturen<br />

von 0 bis 50 °C geeignet.<br />

Das Sensorgehäuse besteht aus PVC<br />

und zeichnet sich durch eine schlanke<br />

und robuste Bauweise aus. Die<br />

Speicherung der Kalibrierdaten und<br />

die Kalibrierhistorie erfolgen in der<br />

implementierten Elektronik. Das ermöglicht<br />

einen schnellen Einsatz<br />

ohne ständige Rekalibrierung. Als<br />

Zubehör sind sowohl Eintauch- als<br />

auch Durchflussarmaturen erhältlich.<br />

Der JUMO ecoLine NTU wird<br />

über die digitale Schnittstelle RS485<br />

an das Anzeigegerät/Regler JUMO<br />

AQUIS 500 RS angeschlossen und ist<br />

so als komplette Messeinheit vor Ort<br />

einsatzfähig. Der JUMO AQUIS 500 RS<br />

verfügt zu<strong>dem</strong> über je zwei Analogund<br />

Schaltausgänge und eignet sich<br />

somit sehr gut zur Anbindung an<br />

übergeordnete Systeme. Klartext-<br />

Anzeigen im Display erleichtern<br />

die Bedienung, eine Hintergrundbeleuchtung<br />

erlaubt das Ablesen auch<br />

bei ungünstigen Lichtverhältnissen.<br />

Kontakt:<br />

JUMO GmbH & Co. KG,<br />

Moritz-Juchheim-Straße 1, D-36039 Fulda,<br />

E-Mail: mail@jumo.net, www.jumo.net<br />

Halle A5, Stand 327<br />

April 2014<br />

392 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Viega Geopress-Anbohrarmatur:<br />

schnell, sicher, wirtschaftlich.<br />

Halle A4, Stand 343/444<br />

Viega. Eine Idee besser ! Endlich eine Anbohrarmatur, die Ihnen witterungsunabhängiges Arbeiten ermöglicht. Die Geopress-<br />

Anbohrarmatur für Gas- und <strong>Wasser</strong>-Hausanschlüsse lässt sich dank der Viega Presstechnik ebenso schnell wie sicher verarbeiten<br />

und dank Traceability Code zurückverfolgen. Mehr Informationen: Technische Beratung Telefon +49 2722 61-1100 · www.viega.de<br />

Gas-Hausanschluss<br />

<strong>Wasser</strong>-Hausanschluss<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 393


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

NANOCOLOR® Analysensystem zur schnellen<br />

<strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>analytik<br />

Thermoblock NANOCOLOR ® VARIO C2: konstante Aufschlussbedingungen, maximale<br />

Sicherheit für den Anwender.<br />

NANOCOLOR ® Reagenzien sind analytische Reagenzien<br />

für die Routineanalytik, Eigenüberwachung<br />

und Betriebsanalytik.<br />

Kontakt:<br />

MACHEREY-NAGEL<br />

GmbH & Co. KG,<br />

Postfach 10 13 52,<br />

D-52313 Düren<br />

Tel. (02421) 969-0,<br />

Fax (02421) 969-199,<br />

E-Mail:<br />

sales@mn-net.com,<br />

www.mn-net.com<br />

Halle A5,<br />

Stand 223/322<br />

MACHEREY-NAGEL bietet ein<br />

breites Spektrum von Produkten<br />

aus den Bereichen Filtrieren &<br />

Testen, <strong>Wasser</strong>analytik, Chromatographie<br />

und Bioanalytik und steht<br />

dabei für hohe Qualität, Innovation<br />

und Zuverlässigkeit in der molekularbiologischen<br />

und chemischen<br />

Analytik. Besonders als Spezialist für<br />

<strong>Wasser</strong>analytik hat sich das weltweit<br />

tätige Familienunternehmen<br />

als einer der führenden Hersteller<br />

etabliert. Mit <strong>dem</strong> NANOCOLOR®<br />

Analysensystem bietet das Unternehmen<br />

<strong>dem</strong> Anwender von der<br />

Probenvorbereitung bis zur Messung<br />

komplette Lösungen für eine<br />

schnelle und zuverlässige <strong>Wasser</strong>und<br />

<strong>Abwasser</strong>analytik.<br />

Das NANOCOLOR® Analysensystem<br />

umfasst hochwertige Photometer<br />

und Thermoblöcke, Rundund<br />

Rechteckküvettenteste, Sonderchemikalien,<br />

umfangreiches<br />

Analysenzubehör, ein System zur<br />

analytischen Qualitätssicherung sowie<br />

zahlreiche Serviceleistungen.<br />

NANOCOLOR® Reagenzien sind<br />

analytische Reagenzien für die Routineanalytik,<br />

Eigenüberwachung<br />

und Betriebsanalytik, welche durch<br />

ihre besonders einfache Handhabung<br />

bestechen. Die genaue und<br />

praktische Vordosierung gewährt<br />

<strong>dem</strong> Anwender gleichzeitig eine<br />

höchste Mess- und Arbeitssicherheit.<br />

Ausgewertet werden alle NANO-<br />

COLOR® Teste <strong>auf</strong> den NANOCO-<br />

LOR® Photometern, z. B. mit <strong>dem</strong><br />

Spektralphotometer NANOCOLOR®<br />

VIS oder <strong>dem</strong> neuen NANOCOLOR®<br />

UV/VIS II. Alle NANOCOLOR® Photometer<br />

sind einfach zu bedienen und<br />

überzeugen durch eine klare und<br />

übersichtliche Benutzerführung.<br />

Die NANOCOLOR® Barcode Technologie<br />

(NBT) ermöglicht durch die<br />

vollautomatische Blitz-Küvettenerkennung<br />

eine einfache und schnelle<br />

Routineanalytik. Der Aufruf der<br />

Testmethode, die Messung und die<br />

Speicherung des Messergebnisses<br />

erfolgen automatisch ohne weiteren<br />

Tastendruck. NANOCOLOR®<br />

Photometer können über modernste<br />

Schnittstellen und den Computer<br />

in kürzester Zeit mit neuen Testen<br />

und Methoden aktualisiert werden.<br />

Neben vorprogrammierten Testen<br />

und photometrischen Basisfunktionen<br />

können <strong>auf</strong> den Spektralphotometern<br />

sogar DIN-konforme Trübungsmessungen,<br />

Farbmessungen,<br />

brautechnische Analysenmethoden<br />

sowie enzymatische Messungen<br />

durchgeführt werden.<br />

Die Thermoblöcke NANOCOLOR®<br />

VARIO 4, NANOCOLOR® VARIO C2<br />

und NANOCOLOR® VARIO HC ermöglichen<br />

<strong>dem</strong> Anwender eine schnelle<br />

und sichere Durchführung aller in<br />

der <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>analytik<br />

erforderlichen Proben<strong>auf</strong>schlüsse.<br />

Standardprogramme für Routine<strong>auf</strong>schlüsse,<br />

wie z. B. für CSB, TOC, gesamt-Stickstoff,<br />

gesamt-Phosphor<br />

und Metalle sind in den Thermoblöcken<br />

vorprogrammiert und helfen<br />

<strong>dem</strong> Anwender, Fehler zu vermeiden.<br />

Das einzigartige NANOCOLOR®<br />

T-Set ist ein elektronischer Thermofühler,<br />

der zur Temperaturkontrolle<br />

und automatischen Kalibrierung aller<br />

Thermoblöcke geeignet ist. Zur<br />

internen Qualitätskontrolle können<br />

die Thermoblöcke mit <strong>dem</strong> NANO-<br />

COLOR® T-Set eigenständig vom Anwender<br />

überprüft werden.<br />

Mit NANOCONTROL bietet MA-<br />

CHEREY-NAGEL ein innovatives System<br />

für die analytische Qualitätskontrolle.<br />

Dies beinhaltet u. a. Einzelund<br />

Multistandards, die für spezielle<br />

Anwendungsgebiete entwickelt<br />

wurden. Der regelmäßige Gebrauch<br />

von NANOCONTROL Standards<br />

führt zu einem objektiven Beweis<br />

der Genauigkeit der photometrischen<br />

Analytik und bestätigt <strong>dem</strong><br />

Anwender die Verlässlichkeit der erzielten<br />

Messergebnisse.<br />

Das NANOCOLOR® System für<br />

die photometrische <strong>Wasser</strong>analytik<br />

und das NANOCONTROL System für<br />

die analytische Qualitätssicherung<br />

stehen für die zukunftsorientierte<br />

Kombination von sicherer <strong>Wasser</strong>analytik<br />

und vollständiger Qualitätskontrolle.<br />

April 2014<br />

394 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


INFORMATION & KOMMUNIKATION<br />

GASFACHLICHE &<br />

WASSERFACHLICHE<br />

AUSSPRACHETAGUNG<br />

IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

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JETZT<br />

VORMERKEN!<br />

2014 in Karlsruhe<br />

gat<br />

wat<br />

Gas-/<strong>Wasser</strong>-Fachmesse<br />

29.9<br />

30.9 1.10<br />

Mo Di Mi<br />

Wir freuen uns <strong>auf</strong> Ihren Besuch!<br />

Mit den kostenfreien Newslettern „watNews“ und<br />

„gatNews“ sind Sie immer <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> aktuellen Stand.<br />

Jetzt abonnieren!<br />

gatNews<br />

www.gat-dvgw.de/<br />

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April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 395


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Neues von ProMinent<br />

ProMinent: Experts in Chem-Feed and Water Treatment<br />

Unter <strong>dem</strong> Claim „Experts in<br />

Chem-Feed and Water Treatment“<br />

beweist ProMinent <strong>auf</strong> der<br />

IFAT seine Kompetenz in den Bereichen<br />

Trinkwasser, <strong>Abwasser</strong> und Prozess-/Kühlwasser.<br />

Auf <strong>dem</strong> Messestand<br />

verdeutlicht der Hersteller mit<br />

„Produkt-Inseln“ die unterschiedlichen<br />

Einsatzmöglichkeiten seiner<br />

Komponenten und Systeme.<br />

Auf unterschiedlichen Produkt-<br />

Inseln sind Magnet- und Motordosierpumpen,<br />

Dosierstationen,<br />

Mess- und Regelgeräte, Polymeransetz-<br />

und Dosieranlagen sowie Elektrolyse-<br />

und Chlordioxidanlagen zu<br />

sehen.<br />

Zur einfachen Zuordnung der<br />

Bereiche Trinkwasser, <strong>Abwasser</strong> sowie<br />

Prozess-/Kühlwasser sind die<br />

Inseln farblich differenziert und die<br />

Exponate entsprechend gekennzeichnet.<br />

Alle Komponenten, Systeme<br />

und Technologien können dadurch<br />

einfach und eindeutig den<br />

Modulare Dosierstationen, ausgestattet mit<br />

Motordosierpumpe Sigma.<br />

Bereichen zugeordnet werden, in<br />

denen sie zum Einsatz kommen.<br />

Mit seinen Verfahren wird ProMinent<br />

auch <strong>dem</strong> Minimierungsgebot<br />

der Trinkwasserverordnung gerecht:<br />

Das bedeutet beispielsweise<br />

eine chemikalienfreie <strong>Wasser</strong>desinfektion<br />

durch Behandlung mit ultraviolettem<br />

Licht. Oder, sofern notwendig,<br />

mit einer Desinfektion mit<br />

möglichst geringem Einsatz von<br />

Chemikalien. Mit einer ProMaqua ®<br />

Chlordioxid- oder Elektrolyseanlage<br />

lässt sich das Desinfektionsmittel<br />

gemäß Trinkwasserverordnung vor<br />

Ort erzeugen.<br />

Wie flexibel die Einsatzmöglichkeiten<br />

seiner Dosiersysteme sind,<br />

beweist der Hersteller auch mit<br />

seinen plattenmontierten Dosiersystemen<br />

Dulcodos DSWa: Die<br />

Lösungen reichen von der Dosierung<br />

von Bioziden und Inhibitoren<br />

in Kühlwasser, der pH-Neutra lisation<br />

durch exakte Zugabe von<br />

Laugen und Säuren, der Entsalzung<br />

von Prozesswässern bis hin zur Dosierung<br />

von Fällmitteln (Eisen-III-<br />

Chlorid) zur <strong>Abwasser</strong>behandlung.<br />

Ausgestattet mit einer Membrandosierpumpe<br />

delta mit geregeltem<br />

Magnetantrieb Optodrive in Kombination<br />

mit <strong>dem</strong> Durchflussmess gerät<br />

Dulcoflow, gewährleisten die Stationen<br />

eine effiziente Chemi ka lienzugabe<br />

mit hoher Dosiergenauigkeit.<br />

Mit einem weiteren Exponat, einer<br />

Polymeransetz- und Dosierstation<br />

Polymore, lässt sich die Klärschlammentwässerung<br />

optimieren. Mit dieser<br />

Anlage können, in Kombination mit<br />

einem Big-Bag-Entleerungssystem für<br />

pulverförmige Polymere, Flockungsmittel<br />

sehr genau in gelöster Form<br />

zudosiert werden.<br />

Staubfreie Entleerung und<br />

hohe Dosiergenauigkeit<br />

In nahezu allen Bereichen der Industrie<br />

wird Schüttgut, sprich Granulate<br />

oder pulverförmige Stoffe,<br />

Mess- und Regelgerät DULCO­<br />

METER ® diaLog DACa.<br />

verarbeitet. Das Handling ist eine<br />

Herausforderung – es kann beispielsweise<br />

verklumpen oder Staub<br />

entwickeln. Mit seiner Big-Bag-<br />

Entleerungsstation in Kombination<br />

mit Multischneckendosierer gewährleistet<br />

ProMinent eine staubfreie<br />

Entleerung und eine genaue<br />

Dosierung des Schüttgutes.<br />

Tomal Big-Bag Entleererstationen<br />

sind für die Verwendung von<br />

Einweg- als auch von Mehrwegsäcken<br />

konstruiert. Die Entleerungseinrichtung<br />

dient zur Aufnahme<br />

und zur Entleerung eines Big Bag<br />

bis 1000 kg. Der Big Bag wird mithilfe<br />

des Hebekreuzes in das Gestell<br />

eingehängt.<br />

Die Entleerstation ist bei Einsatz<br />

von Einwegsäcken mit Pyramiden-<br />

Messer, bei Verwendung von Mehrwegsäcken<br />

mit einer Klappe ausgestattet.<br />

Der Big-Bag wird mithilfe<br />

eines Hebekreuzes in das Gestell<br />

eingehängt. Der Entleerungstrichter<br />

ist <strong>auf</strong> die verwendete Sackgröße<br />

abgestimmt. Eine spezielle Gummidichtung<br />

sorgt für eine minimale<br />

Staubentwicklung. Als Austragshilfe<br />

dient eine Rütteleinrichtung, die<br />

von <strong>dem</strong> Leerniveaumelder unter<br />

<strong>dem</strong> Ausl<strong>auf</strong> angesteuert wird. Der<br />

30 Liter Pulvervorlagebehälter dient<br />

zur Übergabe des Pulvers in eine<br />

Fördereinrichtung. In Kombination<br />

April 2014<br />

396 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

mit <strong>dem</strong> TOMAL Multischneckendosierer<br />

lassen sich frei- oder<br />

schwerfließende Schüttgüter entleeren<br />

und dosieren.<br />

Mit seiner einzigartigen Konstruktion<br />

ist der Tomal Multischneckendosierer<br />

hervorragend für die<br />

Dosierung von Pulvern und Granulaten<br />

geeignet. Die selbstreinigende<br />

Konstruktion gewährleistet eine sichere<br />

Siloentleerung mit einer großen,<br />

aktiven Einl<strong>auf</strong>fläche. Die Tomal<br />

Dosierer können in nahezu jeden<br />

Prozess integriert werden, egal ob<br />

kontinuierlich oder diskontinuierlich.<br />

Die volumetrischen Dosierer sind<br />

für eine sichere Siloentleerung mit<br />

gleichzeitiger hoher Dosiergenauigkeit<br />

für nahezu alle Feststoffe konzipiert.<br />

Er kann in Kombination mit<br />

Wiegetechnik zu einem gravimetrischen<br />

Dosiersystem ausgebaut<br />

werden. Dies bietet sich bei großen<br />

Schwankungen im Schüttgewicht an.<br />

Modulare Dosierstationen<br />

Die modular <strong>auf</strong>gebauten Dulcodos-<br />

Dosierstationen sind für die präzise<br />

Dosierung von Chemikalien und<br />

Zusatzstoffen geeignet.<br />

Dafür sorgt als Herzstück eine<br />

Motordosierpumpe Sigma. Sie arbeitet<br />

besonders sicher, hat eine Genauigkeit<br />

von besser als 2 % und kann<br />

mengen- und messwertabhängig,<br />

zeit- und pulsgesteuert dosieren.<br />

Die Stationen lassen sich an den<br />

individuellen Einsatzzweck anpassen.<br />

Der einheitliche modulare Aufbau<br />

aus Standardkomponenten macht’s<br />

möglich, verkürzt gleichzeitig die<br />

Lieferzeiten, auch von Ersatzteilen,<br />

und begrenzt die Kosten. Für die<br />

Rohre und die medienberührten Teile<br />

der Pumpen stehen verschiedene<br />

Werkstoffe zur Wahl.<br />

Basis-Ausführung oder<br />

Vollausstattung<br />

Bereits die Basis-Ausführung ist<br />

komfortabel ausgestattet und bietet<br />

Überstrom- und Rückschlagventile,<br />

dazu einen Spülanschluss, der die<br />

Reinigung der gesamten Station<br />

beim Chemikalienwechsel ermöglicht.<br />

Die Erweiterungsoptionen wie<br />

Pulsationsdämpfer, Manometer und<br />

Spritzschutz sind in der voll ausgestatteten<br />

„Full Feature“-Version<br />

bereits standardmäßig enthalten.<br />

Kontakt:<br />

ProMinent GmbH,<br />

Im Schuhmachergewann 5-11,<br />

D-69123 Heidelberg,<br />

Tel. (06221) 842-0,<br />

Fax (06221) 842-215,<br />

E-Mail: info@prominent.com,<br />

www.prominent.com<br />

Halle A3, Stand 431<br />

TOMAL<br />

Big-Bag<br />

Entleererstationen.<br />

TOMAL Multischneckendosierer.<br />

Gas, <strong>Wasser</strong>,<br />

Fernwärme, <strong>Abwasser</strong>,<br />

Dampf, Strom<br />

Vollständige Funktionalität unter<br />

WINDOWS, Projektverwaltung,<br />

Hintergrundbilder (DXF, BMP, TIF, etc.),<br />

Datenübernahme (ODBC, SQL), Online-<br />

Hilfe, umfangreiche GIS-/CAD-<br />

Schnittstellen, Online-Karten aus Internet.<br />

Stationäre und dynamische Simulation,<br />

Topologieprüfung (Teilnetze),<br />

Abnahmeverteilung aus der Jahresverbrauchsabrechnung,<br />

Mischung von<br />

Inhaltsstoffen, Verbrauchsprognose,<br />

Feuerlöschmengen, Fernwärme mit<br />

Schwachlast und Kondensation,<br />

Durchmesseroptimierung, Höheninterpolation,<br />

Speicherung von<br />

Rechenfällen<br />

I NGE N I E U R B Ü R O FIS C H E R — U H R I G<br />

WÜRTTEMBERGALLEE 27 14052 BERLIN<br />

TELEFON: 030 — 300 993 90 FAX: 030 — 30 82 42 12<br />

INTERNET: WWW.STAFU.DE<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 397


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Standardwerk zur Errichtung und<br />

Sanierung von Quellfassungen<br />

Edition<br />

Quellfassungsanlagen zur<br />

Trinkwasserversorgung<br />

Das neue, umfangreiche Fachbuch beschäftigt sich mit Quellen zur Trinkwasser<br />

gewinnung und klammert die Mineralwasser-, Thermalwasserund<br />

Heilwasserquellen bewusst aus, da hier andere Bewertungsmaßstäbe<br />

und Nutzungskonzepte gelten. Mit dieser Neuerscheinung über den<br />

Bau und Betrieb von Quellfassungen für die Trinkwasserversorgung wird<br />

die Reihe der Standardwerke zur <strong>Wasser</strong>gewinnung im Deutschen Industrieverlag<br />

fortgeführt. Das Buch wendet sich gleichermaßen an Betreiber<br />

wie Planer und Genehmigungsbehörden, die mit der <strong>Wasser</strong>versorgung<br />

beschäftigt sind.<br />

Christoph Treskatis, Horst Tauchmann<br />

1. Auflage 2013<br />

692 Seiten, vierfarbig, 170 x 240 mm, Hardcover<br />

Erhältlich in 2 Varianten<br />

www.di-verlag.de<br />

DIV Deutscher Industrieverlag GmbH, Arnulfstr. 124, 80636 München<br />

Jetzt bestellen!<br />

WISSEN FÜR DIE<br />

ZUKUNFT<br />

Bestellung per Fax: +49 201 / 820 Deutscher 02-34 Industrieverlag oder GmbH abtrennen | Arnulfstr. und 124 im | Fensterumschlag 80636 München einsenden<br />

Ja, ich bestelle gegen Rechnung 3 Wochen zur Ansicht<br />

___Ex.<br />

Quellfassungsanlagen zur Trinkwasserversorgung<br />

1. Auflage 2013 – ISBN: 978-3-8356-7125-6<br />

für € 128,- (zzgl. Versand)<br />

Firma/Institution<br />

Vorname, Name des Empfängers<br />

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Quellfassungsanlagen zur Trinkwasserversorgung<br />

mit interaktivem eBook (Online-Lesezugriff im MediaCenter)<br />

1. Auflage 2013 – ISBN: 978-3-8356-7127-X<br />

für € 148,- (zzgl. Versand)<br />

Straße / Postfach, Nr.<br />

Land, PLZ, Ort<br />

Telefon<br />

Telefax<br />

Antwort<br />

Vulkan-Verlag GmbH<br />

Versandbuchhandlung<br />

Postfach 10 39 62<br />

45039 Essen<br />

E-Mail<br />

Branche / Wirtschaftszweig<br />

Bevorzugte Zahlungsweise Bankabbuchung Rechnung<br />

Bank, Ort<br />

Bankleitzahl<br />

Kontonummer<br />

Widerrufsrecht: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B.<br />

Brief, Fax, E-Mail) oder durch Rücksendung der Sache widerrufen. Die Frist beginnt nach Erhalt dieser Belehrung in Textform.<br />

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs oder der Sache an die Vulkan-Verlag GmbH,<br />

Versandbuchhandlung, Postfach 10 39 62, 45039 Essen.<br />

Ort, Datum, Unterschrift<br />

PAQZT2013<br />

Nutzung personenbezogener Daten: April Für 2014 die Auftragsabwicklung und zur Pflege der l<strong>auf</strong>enden Kommunikation werden personenbezogene Daten erfasst und gespeichert. Mit dieser Anforderung erkläre ich mich damit einverstanden, dass ich<br />

vom DIV Deutscher 398 Industrieverlag <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> oder vom Vulkan-Verlag <strong>Abwasser</strong>per Post, per Telefon, per Telefax, per E-Mail, nicht über interessante, fachspezifische Medien und Informationsangebote informiert und beworben werde.<br />

Diese Erklärung kann ich mit Wirkung für die Zukunft jederzeit widerrufen.


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Analysenautomat zur qualitativen<br />

Bestimmung der <strong>Wasser</strong>härte<br />

Die <strong>Wasser</strong>härte wird im Wesentlichen<br />

durch die Konzentration<br />

von Calzium- und Magnesiumionen<br />

im <strong>Wasser</strong> bestimmt. Die Enthärtung<br />

des <strong>Wasser</strong>s durch Ionentauscher<br />

oder Membranfiltrationsanlagen ist<br />

bei einer Vielzahl von Pro zessen<br />

notwendig, etwa bei der Aufbereitung<br />

von Speisewasser für Kraftwerke<br />

oder Dampfkesselanlagen, in der<br />

chemischen Industrie, bei der Trinkwasser<strong>auf</strong>bereitung<br />

oder in der<br />

Herstellung von Mikroelektronik.<br />

Für die automatisierte Bestimmung<br />

der <strong>Wasser</strong>härte gibt es bisher<br />

zwei verschiedene Verfahren:<br />

Mit <strong>dem</strong> ersten, sogenannten titrimetrischen<br />

Verfahren zur qualitativen<br />

Bestimmung der <strong>Wasser</strong>härte<br />

lässt sich die <strong>Wasser</strong>härte je nach<br />

zugegebener Menge eines Reagenzes<br />

absolut bestimmen. Dabei wird<br />

so lange Reagenz zugegeben, bis ein<br />

Farbumschlagspunkt photometrisch<br />

detektiert und ein Wert angegeben<br />

wird. Das Verfahren ist jedoch<br />

fehlerträchtig und dauert lange, da<br />

nach jeder Zugabe von Reagenz<br />

eine chemische Reaktion abgewartet<br />

werden muss. Ein Ergebnis ist nur in<br />

groben Schritten zu erzielen, da die<br />

Zahl der Titrationsschritte bei einer<br />

feineren Mess<strong>auf</strong>lösung unpraktikabel<br />

hoch werden würde.<br />

Beim zweiten, <strong>dem</strong> quantitativen<br />

Verfahren, wird durch einmalige<br />

Zugabe eines Reagenzes lediglich<br />

ermittelt, ob die <strong>Wasser</strong>härte<br />

ober- oder unterhalb eines Wertes<br />

liegt. Also etwa kleiner 0,2 °dH.<br />

Nicht bestimmt wird, ob der reale<br />

Wert nun 0,02 oder 0,19 °dH beträgt.<br />

In der Praxis macht dies aber<br />

einen großen Unterschied.<br />

Bei einem von Weidner-Technik<br />

neuentwickelten Verfahren ist es<br />

möglich, mit einer schnellen einmaligen<br />

Zugabe eines Reagenzes<br />

einen <strong>auf</strong> 0,01 °dH genauen Wert<br />

zwischen 0,01 °dH und 0,5 °dH zu<br />

bestimmen.<br />

Durch niedrigen Reagenzverbrauch<br />

und eine schnelle Reaktion<br />

kann eine <strong>Wasser</strong>enthärtungsanlage<br />

nun im Minutentakt überwacht werden.<br />

Eine bedarfsgerechte Auslösung<br />

der Regeneration zum Ende des<br />

Betriebsspiels ist möglich. Potenziell<br />

sind Einsparungen bei Regenerationssalz<br />

und Regenerationswasser in Höhe<br />

von 5 % möglich. Die Dokumentation<br />

der Messwerte kann über eine eingebaute<br />

SD-Karte oder einen integrierten<br />

Webserver erfolgen. Die gesamte<br />

Konstruktion wird industriegerecht<br />

durch geführt und ist auch harten<br />

Anforderungen gewachsen. Optional<br />

ist ein Schutzgehäuse erhältlich.<br />

Kontakt:<br />

Weidner <strong>Wasser</strong>technik GmbH,<br />

Zechenstraße 25 b, D-45699 Herten,<br />

Tel. (02366) 1809-0,<br />

E-Mail: info@wasserchemie.de,<br />

www.wasserchemie.de<br />

Halle A4, Stand 201B<br />

Analysenautomat von Weidner-<br />

Technik: Durch niedrigen Reagenzverbrauch<br />

und eine schnelle<br />

Reaktion kann eine <strong>Wasser</strong>enthärtungsanlage<br />

nun im<br />

Minutentakt überwacht werden.<br />

www.funkegruppe.de<br />

Funke Kunststoffe GmbH<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 399


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Klärungsbedarf: WELTEC optimiert kommunale<br />

<strong>Abwasser</strong>anlagen<br />

Die anaerobe Vergärung und Verwertung von Klärschlamm aus kommunalen <strong>Abwasser</strong>anlagen wird in<br />

Zukunft eine zunehmend größere Rolle spielen. Um eine ökonomisch und ökologisch tragfähige Lösung zu<br />

garantieren, entscheiden sich immer mehr Kommunen für eine energetische Optimierung ihrer Kläranlagen. In<br />

der Anlagen-Größenklasse von 20 000 bis 30 000 EW (Einwohnerwert) bietet der Biogasanlagenhersteller<br />

WELTEC BIOPOWER aus Vechta ein lukratives Nachrüstungs-Paket für die anaerobe Klärschlammbehandlung.<br />

Klärung: WELTEC sieht energetisches Optimierungspotenzial<br />

in der anaeroben Klärschlammbehandlung<br />

für Anlagen von 20 000 bis 30 000 EW.<br />

Nachhaltige Strategien der Klärschlammbehandlung<br />

sind dringend<br />

erforderlich – nicht zuletzt,<br />

weil die Bundesregierung plant, die<br />

Klärschlammausbringung zu Düngezwecken<br />

zu beenden. Zu<strong>dem</strong> ist<br />

die ungenutzte Energieausbeute,<br />

die in <strong>dem</strong> Energieträger schlummert<br />

und im Kläranlagenbetrieb<br />

teilweise noch nicht verwertet wird,<br />

unverändert hoch. Diese Rahmenbedingungen<br />

verstärken den Handlungsdruck<br />

für die Kommunen,<br />

auch <strong>auf</strong>grund steigender Energiepreise.<br />

Daher hat WELTEC BIOPOWER<br />

für die anaerobe Klärschlammbehandlung<br />

einen verfahrenstechnischen<br />

Optimierungsansatz entwickelt:<br />

Nach der Vorbehandlung des<br />

<strong>Abwasser</strong>s und der Entfernung der<br />

Schmutzstoffe ist gerade die anaerobe<br />

Klärschlammvergärung, bei<br />

der das Klärgas entsteht, der Prozessschritt,<br />

der ein hohes Energieverwertungs-<br />

und damit Einsparpotenzial<br />

für die Kläranlage bietet.<br />

„Mit dieser Möglichkeit, Strom<br />

für den Eigenverbrauch zu generieren,<br />

können die Energiekosten der<br />

Klärwerke um bis zu ein Viertel gesenkt<br />

werden“, unterstreicht Hajo<br />

Schierhold, Vertriebsleiter von<br />

WELTEC BIOPOWER. „Auch die vom<br />

Blockheizkraftwerk produzierte<br />

Wärme kann direkt und kostengünstig<br />

zur Beheizung von Gebäuden<br />

sowie des Fermenters und damit<br />

zur Beschleunigung des gesamten<br />

Vergärungsprozesses eingesetzt<br />

werden“, ergänzt Schierhold.<br />

Zusätzlich verringert sich infolge<br />

der Vergärung die Menge des Klärschlamms,<br />

was unter <strong>dem</strong> Strich zu<br />

geringeren Kosten für die Schlammentsorgung<br />

führt. „Dies senkt<br />

nochmals die Betriebskosten der<br />

Kläranlage“, erläutert Hajo Schierhold.<br />

Neben <strong>dem</strong> betriebswirtschaftlichen<br />

entsteht noch ein gesamtwirtschaftlicher<br />

Nutzen für die<br />

Ökobilanz: Durch die Reduktion<br />

werden schädliche Klimagasemissionen<br />

vermieden, die bei der aeroben<br />

Schlammstabilisierung in die<br />

Atmosphäre diffundieren.<br />

Der Genuss dieser Nutzenvorteile<br />

setzt jedoch den Einbau der passenden<br />

Anlagentechnologie voraus:<br />

Notwendig ist eine geeignete,<br />

an den Eigenschaften des Klärschlamms<br />

ausgerichtete Anaerobstufe<br />

zur Schlammstabilisierung,<br />

ausgerüstet mit einem Spezialdach,<br />

das als Zwischenspeicher des Energieträgers<br />

Faulgas für die BHKW-<br />

Versorgung ausgelegt ist.<br />

Dafür eignen sich speziell die in<br />

Modulbauweise errichteten Fermenter<br />

von WELTEC BIOPWER: In<br />

diesen bewährten Bioreaktoren aus<br />

Edelstahl werden die schädlichen<br />

Kohlenstoffverbindungen durch mikrobiologische<br />

Abbauprozesse unter<br />

Luftabschluss effizient zu Methan<br />

umgewandelt. „Bei steigenden<br />

Energiepreisen und den Vorteilen<br />

einer reduzierten Klärschlammmenge<br />

wird die Umstellung von Kläranlagen<br />

<strong>auf</strong> energetische Faulgasverwertung<br />

speziell in den Größenklassen<br />

von 10 000 bis 30 000 EW<br />

interessant“, erklärt Hajo Schierhold.<br />

Besonders bei einem Einwohnerwert<br />

von 20 000 besitzen die Anlagen<br />

den höchsten Anteil an Eigenenergieverbrauch<br />

und damit das<br />

höchste Einsparpotenzial.<br />

Dies hat sich bereits bis nach Ungarn,<br />

Frankreich und Finnland herumgesprochen,<br />

denn in diesen Ländern<br />

investieren Betreiber bereits in<br />

das WELTEC-Paket aus speziell ausgelegten<br />

Fermentern, hochwertigen<br />

Komponenten und verfahrenstechnischer<br />

Optimierung der Energieausbeute.<br />

Zu<strong>dem</strong> scheint es hier<br />

gerade das Ergebnis des umfangreichen<br />

Know-hows aus der Biogastechnologie<br />

zu sein, das die Investoren<br />

überzeugt: die individuelle<br />

Komplettlösung – beginnend bei<br />

der Bodenplatte über die Fermentertechnik<br />

bis hin zum BHKW.<br />

Kontakt:<br />

WELTEC BIOPOWER GmbH,<br />

Zum Langenberg 2,<br />

D-49377 Vechta,<br />

Tel. (04441) 99978-0,<br />

Fax (04441) 99978-8,<br />

E-Mail: info@weltec-biopower.de,<br />

www.weltec-biopower.de<br />

Halle A3, Stand 523<br />

April 2014<br />

400 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Optimierung von Kläranlagen<br />

Verbesserung der Reinigungsleistung durch Polstofffiltration<br />

Mit zunehmender allgemeiner Leistung von Kläranlagen wird die Abl<strong>auf</strong>qualität in immer stärkerem Maße<br />

durch die an suspendierte Feststoffe gebundenen Schmutzanteile (BSB 5 , CSB, N, P u. s. w.) bestimmt, sodass<br />

eine möglichst effektive Feststoffentnahme die Grundvoraussetzung für jegliche Form der weitergehenden<br />

<strong>Abwasser</strong>reinigung ist. Neue CO 2 Ziele und steigende Energiepreise erhöhen das Investitionspotenzial für<br />

energieeffiziente Verfahren.<br />

Tuchfiltration mit Polstoffen<br />

Mecana Polstofffilter werden heutzutage<br />

in fast allen Fällen eingesetzt,<br />

in denen Feststoffe aus <strong>dem</strong><br />

<strong>Wasser</strong> entfernt werden müssen.<br />

Die bei diesem patentierten Verfahren<br />

eingesetzten Polstoffe sind<br />

in ihrer Struktur einem Pelz vergleichbar.<br />

Die während der Filtrationsphase<br />

flach liegenden Polfasern<br />

bilden eine dichte und sehr abscheidewirksame<br />

Faserschicht. Beim Absaugvorgang<br />

werden die Fasern<br />

innerhalb der Absaugeinrichtung<br />

kurzzeitig <strong>auf</strong>gestellt, sodass die<br />

zurückgehaltenen Feststoffe leicht<br />

ausgetragen werden können.<br />

Reinigungsstufe zur Elimination<br />

von Spurenstoffen<br />

Die Polstofftechnologie bietet auch<br />

die Möglichkeit, sehr feine Fasern<br />

einzusetzen und entsprechend hohe<br />

Abscheideleistungen zu erzielen.<br />

Dies ist z. B. erforderlich für die Filtration<br />

von Pulveraktivkohle (PAK).<br />

Die Tuchfiltration kann mit einer<br />

PAK-Adsorptionsstufe kombiniert<br />

werden.<br />

Besondere Vorteile der<br />

Tuchfiltration<br />

••<br />

Hohe Feststoffbelastung<br />

möglich<br />

••<br />

Keine Hebung des <strong>Abwasser</strong>s<br />

erforderlich<br />

••<br />

Kein Spülwasserspeicher<br />

erforderlich<br />

Geringer Grundflächenbedarf<br />

Kontinuierliche Betriebsweise<br />

••<br />

Unempfindlich gegen Stoßbelastungen<br />

Kein Ausfall bei Überlastung<br />

••<br />

Hohe Betriebssicherheit<br />

Scheibenfilter im Betrieb.<br />

• Auch in aggressiven Medien be-<br />

• Geringer Spülabwasseranfall<br />

•<br />

ständige Filtertücher<br />

• Einfacher Tuchwechsel<br />

•<br />

mittel erforderlich<br />

Geringer Wartungsbedarf<br />

Geringe Betriebskosten<br />

Geringe Investitionskosten<br />

••<br />

Einfache Montage<br />

• Keine chemischen Reinigungs-<br />

Geringer Energiebedarf<br />

Tuchfilter sind energieeffiziente Filtrationssysteme,<br />

da zum einen keine<br />

Hebung des <strong>Abwasser</strong>s erforderlich<br />

ist und die Filtertücher eine hohe<br />

Schmutz<strong>auf</strong>nahmekapazität erreichen.<br />

Außer<strong>dem</strong> muss bei einer Absaugung<br />

nur ein kleiner Teil des Filters<br />

gespült werden im Gegensatz<br />

z. B. zu Sandfiltern, müssen bei einem<br />

Tuchfilter viel geringere <strong>Wasser</strong>mengen<br />

gefördert werden. Je<br />

nach Feststoffbelastung liegt der<br />

Energiebedarf bei nur 1–5 Wh/m 3<br />

<strong>Abwasser</strong>. Zum Vergleich dazu verbraucht<br />

ein kontinuierlicher Sandfilter<br />

ca. 75–100 Wh/m 3 <strong>Abwasser</strong>.<br />

Konakt:<br />

Mecana Umwelttechnik GmbH,<br />

Industriestrasse 39, CH-8864 Reichenburg<br />

Tel. +41 55 464 12 00, Fax +41 55 464 12 01,<br />

E-Mail: info@mecana.ch,<br />

www.mecana.ch<br />

Halle A1,<br />

Stand 115/214<br />

Scheibenfilter<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 401


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

<strong>gwf</strong><strong>Wasser</strong><br />

<strong>Abwasser</strong><br />

www.<strong>gwf</strong>-wasser-abwasser.de<br />

Wir laden Sie herzlich ein!<br />

Besuchen Sie uns <strong>auf</strong> der IFAT 2014 vom<br />

5. bis 9. Mai 2014 in München <strong>auf</strong> unserem<br />

Stand 525 in Halle A2. Testen Sie die Zeitschrift<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong>|<strong>Abwasser</strong> und informieren Sie<br />

sich über unser Buchprogramm.<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong>|<strong>Abwasser</strong><br />

<strong>auf</strong> der IFAT 2014<br />

in München<br />

Rätsel lösen und gewinnen<br />

Beantworten Sie fünf Fragen rund ums Thema <strong>Wasser</strong>. Mit den richtigen<br />

Antworten und etwas Glück zählen Sie zu den Gewinnern des <strong>gwf</strong>-Preisrätsels.<br />

2. Maß für den<br />

sauren und<br />

basischen Charakter<br />

einer wässrigen<br />

Lösung?<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

p<br />

3 1<br />

o<br />

–<br />

6 2<br />

1. Wichtige Veranstaltung in München<br />

rund ums Thema <strong>Wasser</strong>?<br />

t<br />

9 4<br />

3. Worin wird<br />

<strong>Wasser</strong> und<br />

<strong>Abwasser</strong><br />

transportiert?<br />

4. Wodurch<br />

lassen sich<br />

Keime im <strong>Wasser</strong><br />

reduzieren?<br />

4.<br />

5.<br />

D<br />

Lösungswort:<br />

7<br />

10<br />

d w<br />

f<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10<br />

a<br />

5<br />

8<br />

5. Wie nennt man<br />

die unterirdische<br />

Ansammlung von<br />

<strong>Wasser</strong>?<br />

© CCaetano/iStockphoto.<br />

Schreiben Sie die Antworten in die vorgesehenen Kästchen. Die gekennzeichneten<br />

Buchstaben ergeben in der richtigen Reihenfolge das Lösungswort.<br />

April 2014<br />

402 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Viel Glück!<br />

Beantworten Sie die Fragen<br />

unseres Gewinnspiels und<br />

bringen Sie Ihre Lösungskarte<br />

mit zu unserem Stand <strong>auf</strong><br />

der IFAT 2014. Unter den<br />

Teilnehmern verlosen wir als<br />

Hauptpreis der Woche einen<br />

Jochen-Schweizer-Erlebnis­<br />

Gutschein. Dazu kommen<br />

täglich tolle Sachpreise.<br />

Vorbeikommen und<br />

mitmachen lohnt sich also!<br />

1. Preis<br />

der Hauptgewinner<br />

der Woche erhält einen<br />

Wertgutschein für ein<br />

Jochen-Schweizer-<br />

Erlebnis<br />

<strong>gwf</strong><br />

Gutschein<br />

Alle Bilder: © www.jochen-schweizer.de<br />

2. Preis<br />

von Montag bis Freitag zu<br />

gewinnen: täglich ein<br />

Abonnement der technischwissenschaftlichen<br />

Fachzeitschrift<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong>|<strong>Abwasser</strong><br />

3. Preis<br />

jeden Tag drei wertvolle Bücher<br />

zu Themen rund ums <strong>Wasser</strong>fach<br />

aus <strong>dem</strong> Programm der<br />

Edition <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong>|<strong>Abwasser</strong><br />

... und weitere<br />

30 Sachpreise!<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 403


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Weitere mobile Membrankläranlage für das<br />

niederländische UN-Kontingent<br />

A3 Water Solutions errichtet hoch effiziente Kläranlage in Mali<br />

Bilder eines baugleichen A3-Containers, den die Niederländische<br />

Armee bereits im afghanischen Tarin<br />

Kowt im Einsatz hatte.<br />

Die A3 Water Solutions GmbH,<br />

<strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitungsspezialist<br />

und Tochterunternehmen der EnviTec<br />

Biogas AG, errichtet eine mobile<br />

<strong>Abwasser</strong>reinigungsanlage für<br />

das niederländische Kontingent der<br />

UN-Blauhelmmission in Mali.<br />

Im Rahmen der UN-Mission MI-<br />

NUSMA entsendet die niederländische<br />

Armee Soldaten und Helikopter<br />

in die malische Stadt Gao. Der<br />

dortige Flughafen dient als Stützpunkt<br />

der Niederländer und beherbergt<br />

bereits UN-Soldaten aus vielen<br />

Teilen der Welt.<br />

Bei der Reinigung der anfallenden<br />

Abwässer aus <strong>dem</strong> niederländischen<br />

Camp setzen die Soldaten <strong>auf</strong><br />

modernste Technik aus <strong>dem</strong> Hause<br />

A3. Das Konzept hat sich bereits<br />

vielfach bewährt, denn auch die<br />

Bundeswehr und die Norwegische<br />

Armee betreiben in ihren Feld lagern<br />

in Afghanistan mehrere A3-Anlagen<br />

gleicher Bauart. Die niederländische<br />

Armee hat bereits umfangreiche Erfahrung<br />

mit <strong>dem</strong> hoch effizienten<br />

Verfahren gesammelt. Im Feldlager<br />

Tarin Kowt in Afghanistan war eine<br />

baugleiche Anlage für die Reinigung<br />

der Abwässer von rund<br />

300 Soldaten erfolgreich im Einsatz.<br />

Der einfache Betrieb und die hervorragenden<br />

Reinigungsergebnisse<br />

überzeugten die Kunden, diese<br />

Technik auch in Mali einzusetzen.<br />

Die mobile Anlage besteht aus<br />

einem 20 Fuß Standardcontainer.<br />

Damit kann sie weltweit <strong>auf</strong> allen<br />

gängigen Transportwegen einfach<br />

verfrachtet werden. Darüber hinaus<br />

ist die Anlage schlüsselfertig konzipiert<br />

und lässt sich innerhalb kürzester<br />

Zeit <strong>auf</strong>- und abbauen und<br />

bietet damit eine Flexibilität, die gerade<br />

in Krisengebieten gefragt ist. In<br />

<strong>dem</strong> Klärmodul wird das Sanitär-,<br />

Küchen- und Wäschereiabwasser<br />

mit <strong>dem</strong> Membranbelebungsverfahren<br />

gereinigt. Das membranfiltrierte<br />

<strong>Wasser</strong> ist anschließend so<br />

sauber, dass es als Brauchwasser<br />

wieder verwendet, in öffentliche<br />

Gewässer eingeleitet oder versickert<br />

werden kann.<br />

Das Membranbelebungsverfahren<br />

basiert <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> biologischen<br />

<strong>Abwasser</strong>reinigungsverfahren, bei<br />

<strong>dem</strong> die Biomasse, der sogenannte<br />

belebte Schlamm, unter Sauerstoffzufuhr<br />

die gelösten Inhaltsstoffe im<br />

<strong>Wasser</strong> abbaut. Durch Anlegen eines<br />

Unterdrucks wird das <strong>Wasser</strong><br />

durch Filtrationsmembranen gesaugt.<br />

Dadurch verbleiben Feststoffe,<br />

feinste Schwebstoffe und sogar<br />

Bakterien im Becken. Eine Filtratpumpe<br />

fördert das saubere <strong>Wasser</strong><br />

dann zur <strong>Wasser</strong>entnahmestelle für<br />

die weitere Verwendung. Zusätzlich<br />

werden Luftbläschen an den Membranen<br />

entlang geführt, um die<br />

Membranoberfläche durch die Aufströmbewegung<br />

abzureinigen. Sie<br />

versorgen gleichzeitig die aeroben<br />

Bakterien, die für den Kohlenstoffabbau<br />

zuständig sind, mit Sauerstoff<br />

und verhindern ein Absetzen<br />

des belebten Schlamms.<br />

Kontakt:<br />

A3 Water Solutions GmbH,<br />

Steffen Richter,<br />

Boschstraße 2<br />

D-48369 Saerbeck,<br />

Tel. (0209) 98099- 821,<br />

Fax (0209) 98099-801,<br />

E-Mail: steffen-richter@a3-gmbh.com,<br />

www.a3-gmbh.com<br />

Halle A3, Stand 113/212<br />

April 2014<br />

404 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Innovation von MICRODYN-NADIR<br />

Membran-Bio- Reaktoren<br />

sind heutzu tage<br />

eine etablierte und<br />

nicht wieder aus<br />

<strong>dem</strong> Markt wegzudenkende<br />

Technologie im<br />

Bereich der <strong>Abwasser</strong>behandlung.<br />

Mit <strong>dem</strong> BIO-<br />

CEL® Membran Bio<br />

Reaktor und der eigens<br />

dafür entwickelten,<br />

prozessintegrierten, mechanischen<br />

Reinigungstechnologie, MCP, ist<br />

MICRODYN-NADIR ein erfolgreiches<br />

Unternehmen <strong>auf</strong> diesem Markt.<br />

Um den sich ändernden<br />

Marktanforderungen<br />

Folge zu leisten, sind<br />

kontinuierliche<br />

Produktweiterentwicklungen<br />

grundlegend.<br />

MICRODYN-<br />

NADIR stellt <strong>auf</strong><br />

der IFAT die<br />

nächste Generation<br />

des BIO-CEL® vor.<br />

Näheres über das<br />

neue Produkt und die ersten Betriebserfahrungen<br />

erhält man am<br />

Messestand des Unternehmens.<br />

Kontakt:<br />

Kathrin Sauter,<br />

Head of Marketing & Communication,<br />

MICRODYN-NADIR Group,<br />

Kasteler Straße 45,<br />

D-65203 Wiesbaden,<br />

Tel. (0611) 962-5868,<br />

Fax (0611) 962-9893,<br />

E-Mail: info@microdyn-nadir.de,<br />

www.microdyn-nadir.de<br />

Halle A2, Stand 216<br />

Gemeinschaftsstand<br />

des GWP, Halle A5,<br />

Stand 111/210 und 112<br />

Besuchen Sie uns <strong>auf</strong> unserem<br />

Messestand in München:<br />

Halle B6 Stand 227/326<br />

05.05.2014 – 09.05.2014<br />

Die ACO Systemkette<br />

Das ACO Tiefbauprogramm: das ideale<br />

Gesamtsortiment zum Einsatz in integrierten<br />

Entwässerungslösungen<br />

Herzlich Willkommen <strong>auf</strong> der IFAT 2014!<br />

ACO Tiefbau steht in der ersten Reihe, wenn es um innovative<br />

Lösungen für die Infrastruktur geht.<br />

Unsere richtungsweisenden Technologien sind <strong>auf</strong> die erhöhten<br />

Anforderungen der Zukunft ausgerichtet: eine steigende Verkehrsbelastung,<br />

veränderte Umweltbedingungen, verantwortungsvoller<br />

Umgang mit der Ressource <strong>Wasser</strong> und insgesamt mehr Wirtschaftlichkeit.<br />

www.aco-tiefbau.de<br />

Gerne stellen wir Ihnen unsere Produktneuheiten <strong>auf</strong> unserem<br />

Messestand <strong>auf</strong> der IFAT persönlich vor.<br />

ACO. Die Zukunft<br />

der Entwässerung.<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 405


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Mit PowerBacteria® die Nitrifikation stabilisieren<br />

Nitrifizierende Bakterien für Kläranlagen<br />

Die Nitrifikation ist ein komplexer<br />

und störungsanfälliger Prozess.<br />

Externe Einflüsse, wie z. B. Temperaturschwankungen,<br />

aber auch<br />

die Einleitung von Giftstoffen oder<br />

eine plötzliche und drastische Erhöhung<br />

der eingebrachten Ammoniumfracht,<br />

können zu einer Hemmung<br />

oder Abtötung der Nitrifikanten<br />

führen. Der dadurch gestörte<br />

N-Abbau führt zu erhöhten Werten<br />

im Abl<strong>auf</strong> und im schlimmsten Fall<br />

zu einem Überschreiten von Grenzwerten.<br />

Für Anlagenbetreiber gilt es, Störfälle<br />

dieser Art unter jeden Umständen<br />

zu vermeiden. Denn die Behebung<br />

von Störungen ist <strong>auf</strong>wendig<br />

PowerBacteria ® bringen Stabilität in die Nitri fikation.<br />

Hochaktive Ammoniumoxidierer mit VIT ® direkt in<br />

der Schlammprobe unter <strong>dem</strong> Fluoreszenzmikroskop<br />

sichtbar gemacht. Alle Abbildungen: © vermicon AG<br />

und seitens des Gesetzgebers drohen<br />

empfindliche Strafen bei einem<br />

Überschreiten der Grenzwerte. Doch<br />

was können Betreiber von kommunalen<br />

und industriellen Kläranlagen<br />

unternehmen, um die Nitrifikation<br />

im Falle einer Störung schnell wieder<br />

herzustellen und die erforderliche<br />

Abbauleistung zu erreichen?<br />

Bisher waren die Möglichkeiten<br />

begrenzt und beschränkten sich <strong>auf</strong><br />

den Versuch, die Lebensbedingungen<br />

für die Bakterien in den betroffenen<br />

Becken zu verbessern oder <strong>auf</strong><br />

das Überimpfen mit Klärschlamm<br />

aus anderen Anlagen. Dieses Vorgehen<br />

birgt jedoch großes Risikopotenzial<br />

für die Anlage. Denn mit <strong>dem</strong><br />

fremden Schlamm können z. B. filamentöse<br />

Bakterien, die dann wiederum<br />

Bläh- oder Schwimmschlämme<br />

verursachen, eingebracht werden.<br />

Zu<strong>dem</strong> setzt die Wirkung der enthaltenen<br />

Bakterienpopulationen oft<br />

stark zeitverzögert ein und ist darüber<br />

hinaus oft nicht ausreichend.<br />

Doch nun gibt es eine Lösung<br />

zur Stabilisierung und Steigerung<br />

der Nitrifikation: Die PowerBacteria®<br />

der vermicon AG. Damit steht <strong>Abwasser</strong>reinigungsanlagen<br />

eine in<br />

ihrer Wirksamkeit weltweit einmalige,<br />

konzentrierte, hochaktive<br />

Lösung aus nitrifizierenden Bakterien<br />

zur Verfügung, die speziell<br />

für die Anforderungen von sowohl<br />

kommunalen als auch industriellen<br />

Anlagen entwickelt wurde. Das<br />

komplexe Gemisch aus Ammonium-<br />

und Nitritoxidierern stabilisiert<br />

und reetabliert die Nitrifikation.<br />

PowerBacteria® können als<br />

Stoßzugabe im Falle eines akuten<br />

Störfalles eingesetzt, jedoch auch<br />

vorsorglich kon tinuierlich zudosiert<br />

werden. In je<strong>dem</strong> Fall ist die<br />

Wirkung dieser Bakterien nach<br />

einer kurzen Etablierungsphase<br />

sofort messbar und die Abbauleistung<br />

der Kläranlage wird wieder<br />

deutlich gesteigert.<br />

Für Anlagen bedeutet dies:<br />

••<br />

schnelle und wirksame Erste-<br />

Hilfe-Maßnahme bei Störfällen<br />

••<br />

nachhaltige Stabilisierung der<br />

Nitrifikation<br />

••<br />

hochkonzentrierte Lösung an<br />

nitrifizierenden Bakterien –<br />

keine anderen störenden Mikroorganismen<br />

(z. B. filamentöse<br />

Bakterien) werden in die Anlage<br />

gebracht<br />

••<br />

hohe Aktivität für schnelle<br />

Wirkung<br />

••<br />

weltweit einzigartige Leistung<br />

durch l<strong>auf</strong>ende Qualitäts kontrolle<br />

mit VIT® Gensonden<br />

während der Produktion<br />

Vor Anwendung der PowerBacteria®<br />

wird von der vermicon AG ein<br />

PowerBacteria®-Check durchgeführt.<br />

Damit wird die Eignung der<br />

Anlage für die Zugabe von Power-<br />

Bacteria® ermittelt und die Dosierung<br />

bestimmt. Die Zugabe der<br />

PowerBacteria® erfolgt durch Beimischen<br />

in das Becken.<br />

Die PowerBacteria® der vermicon<br />

AG sind eine konzentrierte und<br />

hochaktive Lösung an nitrifizierenden<br />

Bakterien und in ihrer Wirksamkeit<br />

einmalig. Damit sind sie die erste<br />

Wahl für kommunale und industrielle<br />

<strong>Abwasser</strong>reinigungsanlagen<br />

bei Störungen der Nitrifikation.<br />

Kontakt:<br />

vermicon AG,<br />

Emmy-Noether-Straße 2, D-80992 München,<br />

Tel. (089) 158820, Fax (089) 15882100,<br />

E-Mail: info@vermicon.com,<br />

www.vermicon.com<br />

Halle A5, Stand 514<br />

April 2014<br />

406 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Lösungen für <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung und<br />

Klärschlammentwässerung<br />

Auf der Messe präsentiert die<br />

GKD Filter- und Prozessbandlösungen<br />

zur <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung<br />

und Klärschlammentwässerung.<br />

Ob <strong>Abwasser</strong>, Brauchwasser<br />

oder Trinkwasser: Immer strengere<br />

Vorgaben an Umweltschutz und<br />

Reinheit betreffen alle Be reiche der<br />

<strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung. Kosten- und<br />

Ressourceneffizienz erweitern das<br />

Anforderungs profil für nachhaltig<br />

erfolg reiche Anlagen und Prozesse.<br />

Dem passenden Filtermedium<br />

kommt dabei von der Vorfiltra tion<br />

von <strong>Abwasser</strong>, über die Aufbereitung<br />

von Kreisl<strong>auf</strong>- und Brauchwasser<br />

für die Industrie bis hin zur<br />

Trinkwasser<strong>auf</strong>bereitung eine besondere<br />

Bedeutung zu.<br />

Filtersegmente für feinste<br />

Abscheideraten<br />

Optimierte Tressengewebe (ODW)<br />

des Geschäftsbereichs SOLID<br />

WEAVE bieten in Scheibenfiltern<br />

zur <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung eine besonders<br />

hohe Schmutz<strong>auf</strong>nahmekapazität<br />

mit Abscheideraten im<br />

Mikrofiltra tionsbereich bis zu<br />

10 μm. Die besondere Struktur der<br />

auch Optimized Dutch Weave genannten<br />

Gewebe bewährt sich<br />

überall dort, wo zusätzlich hohe<br />

Durchflussraten und gutes Reinigungsverhalten<br />

der Filter erforderlich<br />

sind. Ihre schlitzartigen<br />

Poren an der Gewebeoberfläche<br />

sind kleiner als die Poren im Gewebeinneren.<br />

Partikel unterhalb der<br />

geforderten Abscheidegrenze passieren<br />

das Innere des Filters, ohne<br />

ihn zu verblocken. Größere Partikel<br />

hingegen werden direkt an der<br />

Gewebeoberfläche abgeschieden,<br />

wo sie schnell einen Filterkuchen<br />

<strong>auf</strong>bauen, der die Schmutz<strong>auf</strong>nahmekapazität<br />

zusätzlich erhöht.<br />

Einfaches Rückspülen reinigt das<br />

Gewebe problemlos und ermöglicht<br />

lange Standzeiten der robusten<br />

Filter.<br />

Beschichtungen für<br />

optimierte Prozessbilanz<br />

Auf die individuellen Anforderungen<br />

abgestimmte Beschichtungen<br />

erhöhen die Leistungsfähigkeit der<br />

Filterscheiben aus GKD-Metallgeweben<br />

zusätzlich. Antisticking-Beschichtungen<br />

verbessern die Gesamtbilanz<br />

der Filtrationsprozesse<br />

durch kürzere Reinigungszeiten<br />

und verringerten <strong>Wasser</strong>verbrauch.<br />

Antifouling-Beschichtungen eignen<br />

sich darüber hinaus für besonders<br />

anspruchsvolle Abscheideprozesse<br />

in der Nutz- oder <strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung.<br />

Erste Tests zu neu entwickelten<br />

Strukturbeschichtungen für<br />

Filterscheiben erreichen feinste<br />

Abscheideraten unterhalb von 10 μm<br />

und eröffnen damit vielversprechende<br />

Möglichkeiten für erweiterte<br />

Anwendungsbereiche.<br />

Lösungspartner für neue<br />

Einsatzgebiete<br />

Neben der kommunalen und industriellen<br />

<strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung bewähren<br />

sich Filterlösungen von GKD<br />

auch bei der Aufbereitung von<br />

Brackwasser. Umfangreiche Erfahrungen<br />

aus der Ballastwasserfiltration<br />

machen GKD zum Partner der Wahl<br />

für die Entwicklung optimaler Filterkonstruktionen<br />

für diese Anwendung.<br />

Filter in der<br />

Kläranlage.<br />

MAXFLOW<br />

Bandfilter mit<br />

selbstreinigen<strong>dem</strong><br />

Edelstahlgewebeband.<br />

▶▶<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 407


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Die Thermofixierung<br />

gewährleistet<br />

die<br />

präzise einstellbare,<br />

reproduzierbare<br />

Qualität der<br />

GKD-Bänder.<br />

Neben den Filtersegmenten zur<br />

Abscheidung von Partikeln kleiner<br />

50 μm ist hier der MAXFLOW<br />

Bandfilter des Geschäftsbereiches<br />

COMPACT FILTRATION zur Vorfiltration<br />

von Partikeln über 80 μm gefragt.<br />

Sein selbstreinigendes Endlos-Edelstahlgewebeband<br />

ermöglicht<br />

die notwendige, hohe Durchsatzleistung.<br />

Er ist bereits in zahlreichen<br />

anderen Anwendungen wie<br />

beispielsweise der Filtration von<br />

Prozessflüssigkeiten und Prozessabwässern<br />

der Chemie- und Umweltindustrie<br />

vielfach bewährt. Dank<br />

des robusten Edelstahlgewebebandes<br />

entfallen die oft hohen Verbrauchs-<br />

und Entsorgungskosten<br />

für Papierbänder. Der anfallende<br />

Filterschlamm kann durch anschließende<br />

Trocknung und Verbrennung<br />

umweltgerecht entsorgt werden.<br />

Mit der Entwicklung und Herstellung<br />

innovativer Gewebelösungen<br />

und Filtersysteme setzt der<br />

Spezialist aus Düren regelmäßig<br />

neue Maßstäbe. Die prozessspezifische<br />

Auslegung der Gewebe mithilfe<br />

modernster Simulationstechnik,<br />

branchenübergreifende Beratungskompetenz<br />

und individueller<br />

Service machen GKD zum Lösungspartner<br />

für Filtrationsanwendungen<br />

der <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>wirtschaft.<br />

Die umweltgerechte und kostengünstige<br />

Entsorgung des anfallenden<br />

Klärschlamms ist für<br />

<strong>Abwasser</strong>reinigungsanlagen ein entscheidender<br />

Erfolgsfaktor. Zukunftsorientierte<br />

Kläranlagen verwerten<br />

deshalb den Schlamm in Trocknungs-<br />

und thermischen Verwertungsanlagen<br />

direkt vor Ort. Als<br />

Sekundärbrennstoff erfüllt der getrocknete<br />

Schlamm einen großen<br />

Teil des dafür anfallenden Energiebedarfs.<br />

Mitent scheidend für eine<br />

positive Energiebilanz ist jedoch ein<br />

möglichst hoher Trockenheitsgrad<br />

bei der Verbrennung. Hochleistungsfähige<br />

Prozessbänder zur Vorentwässerung,<br />

für Siebbandpressen<br />

und Bandtrockner leisten dazu<br />

einen maßgeblichen Beitrag.<br />

Gemeinsam mit den führenden<br />

Maschinen- und Anlagenbauern<br />

entwickelt GKD branchenindividuelle<br />

Bandlösungen, die <strong>auf</strong><br />

schweren Spe zialwebmaschinen für<br />

Metallgewebe gefertigt werden.<br />

Durch die anschließende Thermofixierung<br />

werden die Bänder in präzise<br />

einstellbarer, reproduzier barer<br />

Qualität verfestigt.<br />

Maßgeschneiderte<br />

Entwässerung<br />

Die spezifischen Anforderungen an<br />

Prozessbänder für Vorentwässerung<br />

und Siebbandpressen erfüllt GKD<br />

mit jeweils optimal angepassten<br />

Bandtypen. Eine gute Schlammrückhalterate<br />

bei gleichzeitig offener<br />

Struktur ist für Vorentwässerungsbänder<br />

entscheidend, um den<br />

nassen Schlamm im ersten Schritt<br />

effizient von einem Großteil des<br />

<strong>Wasser</strong>s zu trennen. Die großen<br />

Kräfte, die im nächsten Schritt in der<br />

Siebbandpresse <strong>auf</strong> die Bänder einwirken,<br />

erfordern darüber hinaus<br />

höchste Belastbarkeit. Bandtypen<br />

wie das robuste Polyestergewebeband<br />

1003 sichern durch die geringere<br />

Maschenöffnung ein klares Filtrat.<br />

Dem steigenden Bedarf an immer<br />

kompakteren Anlagen sowie<br />

schnelleren und effizienteren Prozessen<br />

trägt GKD mit neuesten Entwicklungsansätzen<br />

Rechnung: Erste<br />

Tests mit einem Bandtyp, der die<br />

Anforderungen für Vorentwässerung<br />

und Siebbandpressen in sich<br />

vereint, lassen vielversprechendes<br />

Optimierungspotenzial erahnen.<br />

Robuste, aber besonders feine<br />

Monofilamente ermöglichen einen<br />

höheren Durchsatz bei gleichzeitig<br />

feinster Rückhalterate und halten<br />

den enormen Pressdrücken stand.<br />

Perspektivisch lässt sich so eine<br />

höhere Entwässerungsleistung mit<br />

der in den Siebbandprozess integrierten<br />

Vorentwässerung erreichen,<br />

was den Prozess beschleunigen<br />

würde.<br />

Leistungsstarke<br />

Trocknerbänder<br />

Immer mehr Kläranlagenbetreiber<br />

ersetzen energieintensive Hochtemperatur-<br />

Bandtrockner oder<br />

Trommeltrockner durch sparsame<br />

Niedertemperatur-Bandtrockner<br />

(NTT). Durch Nutzung von Sekundärenergie,<br />

zum Beispiel mit Blockheizkraftwerken,<br />

sind die NTT deutlich<br />

kosten- und ressourceneffizienter.<br />

GKD bietet eine Bandbreite von<br />

NTT-Trocknerbändern aus verschiedenen<br />

Materialien und in Abmessungen<br />

von bis zu acht Metern Breite<br />

und 200 Metern Länge. Die Bandtype<br />

5099 aus hochbelastbarem<br />

PPS hält hohen Temperaturbereichen<br />

von bis zu 160 °C problemlos<br />

stand, ist aber auch bei niedrigeren<br />

Temperaturen besonders leistungsfähig.<br />

Polyestergewebebänder für<br />

Niedertemperatur-Bandtrockner<br />

sind für einen Temperaturbereich<br />

bis zu 100 °C ausgelegt. Mit den<br />

Bändern vom Typ CONDUCTO mit<br />

eingewebten Bronzedrähten bietet<br />

GKD Schutz gegen Staubexplosionen<br />

gemäß ATEX-Norm.<br />

Exklusive Nahtverbindung<br />

Die im Vergleich zu herkömmlich<br />

<strong>auf</strong>gebauten Klammernähten ex trem<br />

flache PAD-Naht sorgt bei Prozessbändern<br />

für zusätzlichen Halt und<br />

April 2014<br />

408 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

leichte Handhabung. Im Heißschmelzverfahren<br />

wird ein Spezialpad<br />

in das Band eingebracht und<br />

zusammen mit den Nahtklammern<br />

verpresst. So verbessert die PAD-Naht<br />

die Haltbarkeit, Festigkeit und Bandl<strong>auf</strong>eigenschaften.<br />

Sie verhindert<br />

Störungen an der Nahtstelle beim<br />

Einsatz von Schabern, Schlammverteilern<br />

und Abdichtungen. Die PAD-<br />

Naht ist exklusiv bei GKD erhältlich<br />

und kann vierfarbig bedruckt werden<br />

– beispielsweise mit Firmenlogo,<br />

Barcode oder Teilenummer.<br />

Kontakt:<br />

GKD – GEBR. KUFFERATH AG,<br />

Metallweberstraße 46, D-52353 Düren,<br />

Tel. (02421) 803-0,<br />

Fax (02421) 803-227,<br />

E-Mail: info@gkd.de, www.gkd.de<br />

Halle A2, Stand 312<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 409


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Technologie für die biologische <strong>Abwasser</strong>reinigung<br />

Um die Effizienz ihrer <strong>Abwasser</strong>belebungsbecken zu verbessern und die Betriebskosten zu optimieren hat sich<br />

die Firma Waste Recycling S. p.A. in Italien für Gebläseaggregate der Baureihe ROBOX evolution von Robuschi<br />

entschieden.<br />

Umweltservice von<br />

WASTE RECYCLING S.p.A.<br />

Die Waste Recycling-Gruppe wurde<br />

in Castelfranco di Sotto, in der Provinz<br />

Pisa, gegründet und arbeitet<br />

seit mehr als 20 Jahren mit ihren Betrieben<br />

im Bereich der Entsorgung<br />

und Verwertung von Industrieabfällen.<br />

Dank der in diesem Bereich<br />

gesammelten Erfahrung, <strong>dem</strong><br />

hochqualifizierten Personal sowie<br />

den hochmodernen Anlagen und<br />

Ausrüstungen, über die das Unternehmen<br />

verfügt – darunter ein modernes<br />

und perfekt ausgestattetes<br />

Labor für chemische Analysen und<br />

Forschungen mit der Unterstützung<br />

von Fachhochschulen und technischen<br />

Fachschulen –, ist Waste Recycling<br />

in der Lage, die besten Lösungen<br />

für die fachgerechte Entsorgung<br />

aller Arten von Rückständen<br />

anzubieten, die bei den unterschiedlichsten<br />

Prozessen anfallen können.<br />

Zuverlässigkeit, Seriosität und ein<br />

fairer Preis für die Entsorgung haben<br />

Die innovativen, ölfreien Niederdruck-Schraubenkompressoren<br />

der Baureihe ROBOX evolution bis<br />

zur neuen Baureihe ROBOX screw. ermöglichen eine<br />

Energieeinsparung von bis zu 30 % im Vergleich zu<br />

den herkömmlichen Drehkolbenverdichtern.<br />

© SALVATORE ROBUSCHI & C. s.r.l.<br />

das Unternehmen zu einem konkurrenzfähigen<br />

und soliden Anbieter in<br />

ganz Italien gemacht.<br />

Der Anwendungsfall<br />

Die Anlagen <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Gelände von<br />

Waste Recycling verfügen über einen<br />

Bereich für die herkömmliche<br />

biologische <strong>Abwasser</strong>reinigung,<br />

u. a. mit zwei <strong>Abwasser</strong>belebungsbecken.<br />

Nach mehreren Jahren des<br />

Stillstands wurde dieser Teil der Aufbereitungsanlage<br />

jetzt wieder in Betrieb<br />

genommen. Die ursprüngliche<br />

Anlage verfügte über sechs Verdichter<br />

mit Zentrifugaltechnik, die jedoch<br />

wenig geeignet für die Anforderungen<br />

eines modernen Betriebs<br />

waren.<br />

Roberto Boschi, verantwortlich<br />

für die <strong>Abwasser</strong>reinigung bei Waste<br />

Recycling S.p.A. erläutert das Projekt:<br />

„Die Maschinen, über die wir<br />

früher verfügten, lieferten gute Leistungen,<br />

entsprachen aber nicht voll<br />

und ganz unseren Ansprüchen. Sie<br />

waren nicht modulierbar, übermäßig<br />

empfindlich und hatten hohe<br />

Wartungskosten. Aus diesem Grund<br />

haben wir im März 2013 beschlossen,<br />

sechs neue Gebläseaggregate<br />

vom Typ ROBOX evolution (ES 106)<br />

mit Schallhaube und Frequenzumrichter<br />

zu installieren. Diese Lösung<br />

hat sich als optimal erwiesen, denn<br />

das System ist besonders flexibel<br />

was die Menge der eingesetzten<br />

Luft betrifft. Durch die Anpassung<br />

der Fördermengen an die ideale<br />

Sauerstoffanreicherung der Anlage,<br />

konnten wir die Energiekosten optimieren<br />

und Energieverschwendung<br />

vermeiden: Wir haben die Möglichkeit,<br />

die Fördermenge vom Minimalwert<br />

bis zu einem Maximum bei<br />

54 Hz zu variieren. Die Zusammenarbeit<br />

mit Robuschi hat es uns ermöglicht,<br />

auch den im Kompressorenraum<br />

zur Verfügung stehenden<br />

Platz optimal zu nutzen, es wurde<br />

ein funktionelles Layout entwickelt<br />

und die Maschinen wurden mit einer<br />

Schalldämmung ausgestattet.<br />

Die vielversprechenden Ergebnisse<br />

hinsichtlich der Energieeinsparung,<br />

zusammen mit sehr einfachem<br />

Betrieb und Wartung dieser Maschinen,<br />

sowie das sehr niedrige<br />

Betriebsgeräusch der Anlage haben<br />

uns dazu veranlasst, Robuschi auch<br />

für unsere biologische Anlage mit<br />

MBR-Membranen zu wählen. Dort<br />

wurden im Juli dieses Jahres zwei<br />

Kompressoren aus <strong>dem</strong> Hause Robuschi<br />

für die Sauerstoffanreicherung<br />

der Abwässer und zwei Kompressoren,<br />

ebenfalls von Robuschi,<br />

für die Luftreinigung der Membranen<br />

installiert, damit diese nicht<br />

verstopfen“.<br />

Einer der vorrangigen Aspekte<br />

der neuen Konzeption war eine realisierbare<br />

Energieeinsparung –<br />

schließlich wirkt sich die Energieeffizienz<br />

der Anlage <strong>auf</strong> die Betriebskosten<br />

des Unternehmens aus. So<br />

lässt sich ein marktgerechter Preis<br />

für die Entsorgung beibehalten,<br />

wodurch eine starke Marktpräsenz<br />

gesichert werden kann. Weitere<br />

wichtige Punkte: Die Anlage sollte<br />

möglichst flexibel zu betreiben sein<br />

sowie einfach und kostengünstig zu<br />

warten.<br />

Kontakt:<br />

SALVATORE ROBUSCHI & C. s.r.l.,<br />

Via Segrè, 11/A,<br />

I-43122 Parma (Italien),<br />

Tel. +39 0521 606285,<br />

Fax +39 0521 606278,<br />

E-Mail: com@ salvatorerobuschi.com,<br />

www.srpumps.com<br />

Halle A6, Stand 116<br />

April 2014<br />

410 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Zwei Fliegen mit einer Klappe<br />

H2O GmbH <strong>auf</strong> der IFAT: Effiziente <strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung schützt die Umwelt<br />

und spart bares Geld<br />

Knapp 3 000 Aussteller präsentieren<br />

in 17 Hallen <strong>auf</strong> der IFAT ihre<br />

innovativen Technologien rund um<br />

die Frage „wie schützen wir wertvolle<br />

Ressourcen und halten unsere<br />

Umwelt sauber?“. Unter den Ausstellern<br />

ist auch die H2O GmbH aus<br />

<strong>dem</strong> badischen Steinen, die sich <strong>auf</strong><br />

die nachhaltige Aufbereitung von<br />

Industrieabwasser spezialisiert hat.<br />

„<strong>Wasser</strong> ist zu kostbar, um es nur<br />

ein Mal zu verwenden“, so H2O-Geschäftsführer<br />

Matthias Fickenscher.<br />

„Deshalb bereiten wir seit über<br />

25 Jahren Industrieabwasser effizient<br />

<strong>auf</strong> und verwenden es in der Produktion<br />

wieder.“ Damit schützen die VA-<br />

CUDEST Vakuumdestillationsanlagen<br />

von H2O wertvolle Frischwasserressourcen<br />

und verhindern, dass belastetes<br />

<strong>Abwasser</strong> in die Umwelt gelangt.<br />

Diese Methode schützt aber<br />

nicht nur die Umwelt, sie spart auch<br />

bares Geld. Die Entsorgungskosten<br />

entfallen fast komplett, die Betriebskosten<br />

im Vergleich zu anderen<br />

Aufbereitungsanlagen verringern<br />

sich um ein Vielfaches. So lohnt<br />

sich die Investition in eine VACU-<br />

DEST Vakuumdestillationsanlage<br />

schon in weniger als zwei Jahren.<br />

„Wir schlagen also zwei Fliegen<br />

mit einer Klappe“, freut sich der<br />

Geschäftsführer.<br />

Kontakt:<br />

H2O GmbH,<br />

Wiesenstrasse 32, D-79585 Steinen,<br />

Tel. (07627) 9239-0, Fax (07627) 9239-100,<br />

E-Mail: info@h2o-de.com, www.h2o-de.com<br />

Halle A2, Stand 121<br />

VACUDEST Vakuumdestillationssysteme.<br />

<strong>Abwasser</strong>- und Destillatprobe.<br />

Lösungen aus duktiLem guss<br />

nachhaltig überlegen<br />

informieren sie sich im internet unter www.duktus.com<br />

Besuchen sie uns <strong>auf</strong> der iFat in Halle a1, stand 337!<br />

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April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 411


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Weltweit neue Reihe kationischer Flockungshilfsmittel<br />

in Pulverform<br />

Zetag ® ULTRA – Neue<br />

Reihe kationischer<br />

Flockungshilfsmittel in<br />

Pulverform zur verbesserten<br />

Entwässerung bei<br />

niedriger Dosierung.<br />

Die BASF lanciert mit Zetag® ULT-<br />

RA weltweit eine neue Reihe<br />

ultra-hochmolekularer kationischer<br />

Flockungshilfsmitteln in Pulverform<br />

zur Fest-Flüssigtrennung in der<br />

industriellen und kommunalen <strong>Abwasser</strong>behandlung.<br />

Bei der Entwicklung hat die BASF<br />

ihre langjährige Anwendungserfahrung<br />

in der <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung<br />

mit umfangreichem Know-how in<br />

der Polymerforschung verbunden.<br />

Dabei erfolgte eine Ausrichtung <strong>auf</strong><br />

spezifische Kundenanforderungen<br />

und die Berücksichtigung von Umweltaspekten.<br />

Zetag® ULTRA ergänzt das bestehende<br />

Sortiment der BASF-Flockungshilfsmittel,<br />

um somit zukünftige<br />

Markttrends bei den<br />

Entwäs serungsaggregaten besser<br />

bedienen zu können.<br />

Zetag® ULTRA ermöglicht durch<br />

sein wirksameres Bindungsvermögen<br />

eine stärkere Entwässerungsleistung.<br />

Es bietet eine verbesserte<br />

Flockenstabilität, um hohen Scherkräften<br />

standzuhalten, und ist damit<br />

besonders geeignet für die Anwendung<br />

in Zentrifugen und der<br />

Druckentspannungsflotation.<br />

„Heutzutage stehen industrielle<br />

und kommunale Kläranlagen vor<br />

der großen Herausforderung, bei<br />

steigen<strong>dem</strong> Kostendruck die maximale<br />

Leistungsfähigkeit zu erbringen“,<br />

sagt Marcus Fuest vom Industriemarketing<br />

des globalen Business<br />

Managements Water Solutions. „Zetag®<br />

ULTRA hat seine hervorragende<br />

Wirksamkeit in einer Vielzahl von<br />

umfangreichen Anwendungstests<br />

weltweit bestätigt. Unsere Kunden<br />

vermerken einen Anstieg des<br />

Feststoffgehalts im entwässerten<br />

Schlamm von durchschnittlich<br />

15 %. Andere Versuche zeigen eine<br />

signifikante Dosierungsersparnis<br />

von bis zu 20 %. Darüber hinaus ist<br />

das Zentrat klarer, heller und enthält<br />

weniger Feststoffe. Zetag® ULTRA<br />

ist die ultimative Lösung, um die<br />

steigenden Anforderungen unserer<br />

Kunden zu erfüllen.“<br />

Die neuen leistungsfähigen Flockungshilfsmittel<br />

ermöglichen es,<br />

Kläranlagen effizienter und effektiver<br />

zu betreiben. Die einzigartige<br />

molekulare Architektur ermöglicht<br />

<strong>dem</strong> Kunden, Betriebskosten einzusparen.<br />

Der höhere Feststoffanteil<br />

im Austrag ist vorteilhaft für die<br />

Umwelt, da weniger Energie für<br />

Transport, Entsorgung und Verbrennung<br />

verbraucht wird, was sich<br />

positiv <strong>auf</strong> die CO 2 -Bilanz der Kläranlage<br />

auswirkt.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.basf.com<br />

Halle A3, Stand 237/336<br />

April 2014<br />

412 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Clevere kleine Anlage ermöglicht mehr<br />

Energieeffizienz und Betriebssicherheit<br />

Wärmeübertrager sorgt für zuverlässige Funktion von <strong>Abwasser</strong>anlagen plus<br />

Rückgewinnung von Wärme aus <strong>dem</strong> <strong>Abwasser</strong>strom<br />

Viele Unternehmen benötigen in<br />

ihrer Produktion warmes Prozesswasser.<br />

Eine innovative Anlage<br />

der Dresdner DAS Environmental<br />

Expert GmbH ermöglicht nun eine<br />

Wärmeübertragung vom <strong>Abwasser</strong><br />

zum Prozesswasser. Das hilft, die<br />

Temperaturen der <strong>Wasser</strong>ströme zu<br />

optimieren, wodurch sowohl der<br />

Energieeinsatz als auch die <strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

selbst deutlich an<br />

Effizienz gewinnen.<br />

Erfahrungen mit einem solchen<br />

Wärmetauscher hat die Schumacher<br />

Packaging GmbH in ihrem<br />

Werk in Schwarzenberg gesammelt.<br />

Das inhabergeführte mittelständische<br />

Unternehmen hat sich <strong>auf</strong><br />

maßgeschneiderte Verpackungslösungen<br />

aus Well- und Vollpappe<br />

spezialisiert. Es beschäftigt 2 200<br />

Mitarbeiter und erwirtschaftet<br />

knapp 400 Mio. € Jahresumsatz. Das<br />

Stammhaus des 1948 gegründeten<br />

Unternehmens befindet sich in<br />

Ebersdorf bei Coburg.<br />

In Schwarzenberg im Erzgebirge<br />

stellt die Schumacher Packaging<br />

GmbH Pappe her. Dazu wird Altpapier<br />

<strong>auf</strong>bereitet. „Für diesen Prozess<br />

wird sehr viel <strong>Wasser</strong> benötigt“,<br />

berichtet Bernd Dzedzig, verantwortlicher<br />

Projektleiter bei der DAS<br />

Environmental Expert GmbH. „Es<br />

wird aus einem Fluss, der Großen<br />

Mittweida, entnommen. Dieses<br />

<strong>Wasser</strong> kommt im Winter relativ kalt<br />

an, mit Temperaturen um die 5 °C. Es<br />

wird vorgereinigt und musste bisher<br />

mithilfe von Dampf oder anderen<br />

externen Wärmequellen <strong>auf</strong>gewärmt<br />

werden.“<br />

Die Schumacher Packaging<br />

GmbH hat nun die Kapazität der<br />

Papiermaschine erhöht. Damit verbunden<br />

war eine Anhebung der<br />

Prozesstemperatur <strong>auf</strong> bis zu 55 °C<br />

– viel zu viel für die nachfolgende<br />

Querschnitt der doppelwandigen<br />

Thermoplatten des Wärmeübertragers.<br />

biologische <strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung.<br />

Denn die Mikroorganismen sterben<br />

ab, wenn das <strong>Wasser</strong> zu heiß ist. Das<br />

Resultat: „Die Kläranlage würde bei<br />

diesen Temperaturen nicht mehr<br />

funktionieren“, erläutert Dzedzig.<br />

Um eine Schädigung des Flusses zu<br />

vermeiden, gilt zu<strong>dem</strong> für die Einleitung<br />

von Abwässern eine behördlich<br />

festgelegte Temperatur-Obergrenze<br />

von 30 °C.<br />

Aus diesem Grunde suchte die<br />

Schumacher Packaging GmbH nach<br />

einer Möglichkeit, das <strong>Abwasser</strong><br />

über ein möglichst pfiffiges Konzept<br />

zu kühlen, damit die biologische<br />

<strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung weiterhin<br />

zuverlässig arbeitet. Die DAS<br />

Environmental Expert GmbH konnte<br />

mit ihrem Anlagenkonzept überzeugen:<br />

Der Wärmeübertrager nutzt<br />

das <strong>Wasser</strong>, das zu warm aus <strong>dem</strong><br />

Prozess kommt, um damit das kalte<br />

Frischwasser zu erwärmen. Erfreulicher<br />

Zusatzeffekt: Die Schumacher<br />

Packaging GmbH kann damit sogar<br />

ihren Energieverbrauch reduzieren.<br />

Durch den Einsatz des Wärmeübertragers<br />

kann die Fabrik 40 % des bisher<br />

benötigten Erdgases einsparen.<br />

Die Investition amortisiert sich so<br />

bereits im ersten Jahr.<br />

Der Wärmeübertrager der DAS<br />

Environmental Expert GmbH beruht<br />

<strong>auf</strong> doppelwandigen Platten („Thermoplatten“),<br />

die durch ein einfaches<br />

Reinigungssystem ständig sauber<br />

gehalten werden (siehe Info grafik).<br />

Das Kühlwasser wird gleichmäßig<br />

<strong>auf</strong> alle Thermoplatten verteilt und<br />

strömt ringförmig einmal durch den<br />

Wärmeübertrager. Das <strong>Abwasser</strong><br />

wird von unten in den Wärmeübertrager<br />

geleitet und strömt <strong>auf</strong>wärts<br />

durch den Behälter, um an der<br />

Oberseite abgeleitet zu werden.<br />

Doppelwandige Thermoplatten<br />

des Wärme übertragers.<br />

▶▶<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 413


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Kostensenkung mittels Wärmeübertrager<br />

Aus <strong>Abwasser</strong> Wärme gewinnen<br />

Eintrittstemperatur<br />

<strong>Abwasser</strong><br />

www.das-deutschland.de<br />

Eintrittstemperatur<br />

Prozesswasser<br />

Austrittstemperatur<br />

<strong>Abwasser</strong><br />

Zieltemperatur<br />

Prozesswasser<br />

Thermoplatten-Wärmeübertrager:<br />

Thermoplatten-Wärmeübertrager bestehen aus einer Anordnung von jeweils zwei<br />

Wärmeübertragungsblechen, die an den Rändern vollständig und <strong>auf</strong> der Wärmeübertragungsfläche<br />

durch Punktschweißungen miteinander verbunden sind. Die<br />

verschweißten Bleche sind zum erforderlichen Kanalquerschnitt hydraulisch <strong>auf</strong>geweitet.<br />

Position, Anzahl und Muster der Punktschweißungen sowie die Kanalquerschnitte<br />

bestimmen den möglichen Betriebsdruck und die Art der Strömung.<br />

Infografik.<br />

Ohne Wärmeübertrager<br />

Wärmeerzeugung<br />

100%<br />

Erdgas<br />

Mit Wärmeübertrager<br />

40%<br />

Wärmeübertrager<br />

60%<br />

Erdgas<br />

Amortisation im ersten Jahr<br />

Betriebskosten ca. 2.000 EUR/a<br />

Effizient und Selbstreinigend:<br />

Die rotierenden Bürsten sorgen nicht nur für eine permanente Reinigung<br />

der Wärmeübertragerflächen, sondern auch für hohe Strömungsgeschwindigkeit<br />

und damit verbunden eine höhere Wärmeübertragerleistung.<br />

Funktionsprinzip:<br />

Das Kühlwasser wird gleichmäßig <strong>auf</strong> alle Thermoplatten verteilt und<br />

strömt ringförmig einmal durch den Wärmeübertrager. Das <strong>Abwasser</strong><br />

wird von unten in den Wärmeübertrager geleitet und strömt nach der<br />

Verteilung <strong>auf</strong> alle Ringspalte <strong>auf</strong>wärts durch den Behälter, um an der<br />

Oberseite abgeleitet zu werden. Durch die Drehbewegung der Bürsten<br />

wird das <strong>Abwasser</strong> zusätzlich in einen spiralförmigen Uml<strong>auf</strong> gebracht<br />

(Spiral-WÜ). Dadurch wird der Effekt eines Gegenstrom-<br />

Wärmeübertragers erzielt.<br />

Dieses Konstruktionsprinzip erlaubt eine Installation im Abl<strong>auf</strong> bestehender<br />

<strong>Abwasser</strong>reinigungsanlagen ohne die Notwendigkeit, zusätzliche<br />

Pumpen zur Überwindung der sonst entstehenden Druckverluste<br />

zu installieren.<br />

Im Inneren der Thermoplatten fließt<br />

also das kalte Flusswasser und <strong>auf</strong><br />

der Außenseite das heiße <strong>Abwasser</strong>.<br />

Der Wärmeübertrager besteht<br />

aus Edelstahl. Im Kontakt mit <strong>dem</strong><br />

<strong>Abwasser</strong> verschmutzen Metallflächen<br />

relativ schnell, erklärt Dzedzig:<br />

„Es bildet sich rasch ein Biofilm, der<br />

rapide wächst, wenn Wärmetauscher<br />

nicht gereinigt werden. In der<br />

Folge sinkt die Übertragungsleistung.“<br />

Normalerweise ist es daher<br />

notwendig, die Systeme regelmäßig<br />

auseinanderzubauen und manuell<br />

zu säubern. Die Dresdner Umwelt-<br />

Experten fanden auch dafür eine<br />

clevere technische Lösung: Durch<br />

ein kontinuierlich rotierendes Bürstensystem<br />

wird die Verschmutzung<br />

<strong>auf</strong> ein Minimum reduziert und die<br />

Wärmeübertragung optimiert.<br />

Die rotierenden Bürsten sorgen<br />

nicht nur für die permanente Reinigung<br />

der Wärmeübertragerflächen,<br />

sondern auch für eine hohe Strömungsgeschwindigkeit<br />

und damit<br />

verbunden eine höhere Wärmeübertragerleistung.<br />

Durch die Drehbewegung<br />

der Bürsten wird das<br />

<strong>Abwasser</strong> zu<strong>dem</strong> in einen spiralförmigen<br />

Uml<strong>auf</strong> gebracht. Dadurch<br />

wird der Effekt eines Gegenstrom-<br />

Wärmeübertragers erzielt. Dieses<br />

Konstruktionsprinzip erlaubt eine<br />

Installation im Abl<strong>auf</strong> bestehender<br />

<strong>Abwasser</strong>reinigungsanlagen ohne<br />

den Einsatz zusätzlicher Druckerhöhungspumpen.<br />

Auch <strong>auf</strong>wendige<br />

Mess- und Regeltechnik ist dazu<br />

nicht erforderlich.<br />

MBBR Kläranlage bei Schumacher Packaging.<br />

Wärmeübertrager im Zul<strong>auf</strong> der Kläranlage.<br />

April 2014<br />

414 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Einblick in den Wärmeübertrager bei Schumacher Packaging.<br />

Im Moment wird mit <strong>dem</strong> Wärmeübertrager kaltes Flusswasser<br />

von 5 <strong>auf</strong> 20 °C vorgewärmt. „Das ist sehr viel für ein<br />

derartig großes Volumen“, betont Dzedzig. „Die Anlagen in<br />

Schwarzenberg bewältigen jeweils 65 m 3 <strong>Abwasser</strong> pro<br />

Stunde, also 1560 m 3 <strong>Wasser</strong> am Tag.“ Installiert wurden<br />

zwei Systeme. Sie können einzeln oder aber parallel betrieben<br />

werden. Dadurch lässt sich der Wärmeaustausch<br />

beeinflussen. Das ist wichtig, denn wenn das <strong>Abwasser</strong> zu<br />

kalt wird, dann beeinträchtigt das ebenfalls den Stoffwechsel<br />

der Mikroorganismen in der biologischen <strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung.<br />

Für die Wärmeübertrager sieht DAS-Geschäftsbereichsleiter<br />

René Reichardt einen großen Markt: „Es ist in der Industrie<br />

sehr oft der Fall, dass Abwässer zu warm sind. Und<br />

der sparsame Einsatz von Energie ist überall ein wichtiges<br />

Thema.“ Nicht nur Papierfabriken haben Probleme mit der<br />

<strong>Wasser</strong>temperatur am Ausl<strong>auf</strong>. Auch beispielsweise für<br />

Betreiber von Biogas-Anlagen, Gießereien und Härtereien,<br />

Färbereien, Großwäschereien oder aber für die Lebensmittelindustrie<br />

dürfte sich daher eine solche Anlage lohnen. „Interessant<br />

ist das für alle, die mit heißem <strong>Wasser</strong> arbeiten“,<br />

meint Reichardt. Der Wärmeübertrager der DAS Environmental<br />

Expert GmbH gestattet es, Temperatur-Grenzwerte<br />

einzuhalten und zugleich Wärme aus <strong>dem</strong> <strong>Abwasser</strong> zurückzugewinnen<br />

– effektiv und mit wenig Betriebs<strong>auf</strong>wand.<br />

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Ort werden die Sensoren nur noch<br />

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April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 415


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Eingebauter<br />

Blendenregulierschieber.<br />

Der richtige Druck und kompetente Wartung<br />

steigern die Energie-Effizienz von biologischen<br />

Kläranlagen<br />

Norbert Barlmeyer<br />

Jede biologisch arbeitende Kläranlage<br />

benötigt für die Sauerstoffversorgung<br />

des Belebungsbeckens<br />

eine Druckluft-Station. Diese<br />

Station arbeitet aber nur dann mit<br />

höchstmöglicher Energie-Effizienz,<br />

wenn ein erhöhter Anlagendruck<br />

durch das nachgeordnete System,<br />

überhöhte Ansaugtemperaturen<br />

durch unzureichende Be- und Entlüftung<br />

und/oder erhöhte Betriebsstunden<br />

durch unzureichende Wartung<br />

ausgeschlossen sind. Die folgenden<br />

Praxisbeispiele aus <strong>dem</strong><br />

Bereich biologisch arbeitender Kläranlagen<br />

zeigen, dass diese Kriterien<br />

die Energieeffizienz eines Gebläses<br />

sehr negativ beeinflussen und zu<br />

ganz erheblichen Energiemehrkosten<br />

führen können. Berechnet wurden<br />

die jährlichen Mehrkosten jeweils<br />

für ein mittelgroßes Gebläse.<br />

Da Druckluftstationen in Kläranlagen<br />

aber aus bis zu vier und mehr<br />

Einzelanlagen bestehen können,<br />

summiert sich der Energiemehr<strong>auf</strong>wand<br />

schnell zu mehreren zigtausend<br />

Euro pro Jahr.<br />

Beispiel 1: Erhöhter<br />

Anlagendruck verursacht<br />

durch das nachgeschaltete<br />

System<br />

Jedes Gebläse wird vor der Auslieferung<br />

<strong>auf</strong> einen vordefinierten Druck<br />

eingestellt. Die <strong>auf</strong> diesen Druck<br />

verdichtete Luft wird dann zumeist<br />

über eine Ringleitung mit mehreren<br />

Stichleitungen und Zuleitungsschläuchen<br />

zu den im Becken verlegten<br />

Ausströmern geführt.<br />

Vorausaussetzung für einen optimalen<br />

Betrieb sind unter anderem<br />

korrekt angesteuerte Blendenregulierschieber<br />

am Eintritt in das Becken.<br />

Falsch eingestellte Schieber<br />

führen schnell zu einem erhöhten<br />

Druck im Zuleitungsnetz, sodass die<br />

Verdichter dann gegen einen höheren<br />

Druck arbeiten müssen, wodurch<br />

die Energiekosten sofort<br />

steigen. Aber noch ein zweites<br />

Argument ist wichtig: Die Blendenregulierschieber<br />

werden über eine<br />

Druckkonstanthaltung angesteuert,<br />

sodass die Zuleitungen automatisch<br />

geschlossen werden, sobald der geforderte<br />

Sauerstoffgehalt im Becken<br />

erreicht ist. Die oftmals frequenzgeregelten<br />

Gebläse werden nach <strong>dem</strong><br />

Schließen des Schiebers zeitverzögert<br />

heruntergefahren. Bei einer zu<br />

lange eingestellten Verzögerungszeit<br />

(Karenzzeit) l<strong>auf</strong>en die Gebläse<br />

dann zunächst weiter in Volllast gegen<br />

die geschlossenen oder teilweise<br />

April 2014<br />

416 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

geschlossenen Schieber mit der<br />

Folge, dass die Luft über die Druckventile<br />

entweicht. Das führt nicht<br />

nur zu Luftverlusten, im Extremfall<br />

kann ein erhöhter Gegendruck sogar<br />

zur Beschädigung und zur Zerstörung<br />

der Druckventile und der<br />

Gebläsestufen führen.<br />

Der Gegendruck kann aber auch<br />

steigen, wenn die Ausströmer (Zuleitungsschläuche/Plattenbelüfter<br />

o. ä.) im Becken durch chemische<br />

Bestandteile im <strong>Abwasser</strong> gealtert<br />

sind. Oder wenn sich die Rohrleitungen<br />

und/oder Ausströmer im L<strong>auf</strong><br />

der Zeit zugesetzt haben, weil die<br />

Druckschalldämpfer der Drucklufterzeuger<br />

mit Adsorptionsmaterial<br />

ausgekleidet sind, das sich mit der<br />

Zeit löst und dann über das Netz in<br />

das System eingetragen wird. Bei<br />

Aerzener Drehkolbengebläsen ab<br />

Baujahr 1995 und bei den Aerzener<br />

Drehkolbenverdichtern der neuen<br />

Baureihe Delta HYBRID besteht<br />

diese Gefahr jedoch nicht, weil bei<br />

diesen Anlagen der Grundträger als<br />

Pulsationsschalldämpfer ausgebildet<br />

ist und die Geräuschreduzierung<br />

durch Luftumlenkungen und nicht<br />

durch Adsorptionsmaterial erreicht<br />

wird.<br />

Wenn der Sauerstoff nicht<br />

mit Drehkolbengebläsen und/oder<br />

Drehkolbenverdichtern, sondern mit<br />

Turboverdichtern erzeugt wird,<br />

besteht bei Überdrücken im Netz<br />

zusätzlich die Gefahr, dass die<br />

Turboverdichter an der sogenannten<br />

Pumpgrenze gefahren werden.<br />

Dann können starke Vibrationen,<br />

Druckstöße und Temperaturanstieg<br />

sehr schnell erhebliche Folgeschäden<br />

verursachen. Außer<strong>dem</strong> sinkt<br />

bei Turboverdichtern die Energieeffizienz<br />

bei einem Druckanstieg<br />

deutlich stärker. Demgegenüber<br />

verursacht eine Druckerhöhung<br />

bei zwangsfördernden Verdichtern,<br />

wie Drehkolbengebläsen oder den<br />

neuen Aerzener Drehkolbenverdichtern<br />

der Baureihe Delta HYB-<br />

RID, nur höhere Energiekosten, so<br />

lange das maschinentechnisch<br />

vorgegebene Limit nicht überschritten<br />

wird.<br />

Steigende Strommehrkosten<br />

durch erhöhten Anlagendruck<br />

Ein praktisches Rechenbeispiel soll<br />

zeigen, welche Strommehrkosten<br />

entstehen, wenn der Druck bei einem<br />

<strong>auf</strong> 500 mbar ausgelegten<br />

Drehkolbengebläse durch die oben<br />

geschilderten Entwicklungen um<br />

nur 50 mbar <strong>auf</strong> 550 mbar steigt. Als<br />

Verdichter wurde ein Aerzener<br />

Drehkolbengebläse des Typs GM<br />

30 L gewählt. Durch die Erhöhung<br />

der Klemmleistung von 37,26 kW<br />

(bei 500 mbar) <strong>auf</strong> 40,47 mbar (bei<br />

550 mbar) entstehen bei einer L<strong>auf</strong>zeit<br />

von 5000 Bh/a und einem<br />

Strompreis von 0,18 €/kWh beachtliche<br />

Energiemehrkosten von fast<br />

2 900,00 € pro Jahr und Verdichter<br />

(siehe Tabelle 1).<br />

Beispiel 2: Überhöhte<br />

Temperatur der angesaugten<br />

Luft<br />

Da die Luft für Verdichtung und<br />

Kühlung eines Gebläses in biologisch<br />

arbeitenden Kläranlagen in<br />

vielen Fällen aus <strong>dem</strong> Aufstellungsraum<br />

entnommen und nicht über<br />

Zuluftkanäle den Verdichtern direkt<br />

von außerhalb des Raumes zugeführt<br />

wird, beeinflusst die Raumtemperatur<br />

sehr wesentlich die<br />

Energiebilanz der Anlage. Eine erhöhte<br />

Raumtemperatur entsteht,<br />

••<br />

wenn die Be- und Entlüftungsöffnungen<br />

falsch positioniert<br />

und/oder zu klein sind (Anmerkung:<br />

für eine intensive Durchlüftung<br />

sollte die Zuluftöffnung<br />

unten, die Abluft-Öffnung an der<br />

gegenüberliegenden Seite oben<br />

liegen),<br />

••<br />

wenn die Luftführung nicht<br />

durch thermostatgesteuerte<br />

Ventilatoren unterstützt wird<br />

oder wenn deren Leistung nicht<br />

ausreicht,<br />

••<br />

wenn das Dach des Kompressorenraumes<br />

nur unzureichend gegen<br />

intensive Sonneneinstrahlung<br />

gedämmt ist,<br />

••<br />

wenn die Druckluftleitungen innerhalb<br />

der Station nicht oder<br />

nur unzureichend isoliert sind.<br />

Blendenregulierschieber.<br />

Tabelle 1. Drehkolbengebläse GM 30 L.<br />

Normvolumenstrom<br />

Druckerhöhung<br />

Ansaugvolumenstrom<br />

Klemmleistung bei 500 mbar<br />

Klemmleistung bei 550 mbar<br />

Klemmleistungsdifferenz<br />

Strommehrkosten*<br />

Mit der Erhöhung der Raumtemperatur<br />

steigt nicht nur die Temperatur<br />

der zu verdichtenden Luft. Sie führt<br />

auch zu einer erhöhten Druckluft-<br />

Temperatur und damit zu einem<br />

verringerten Sauerstoffgehalt der<br />

Druckluft, zu einem schlechteren<br />

Befüllungsgrad und zu einer<br />

schlechteren Kühlung der Verdichter.<br />

Alle Kriterien haben nur eine<br />

einzige Konsequenz: der Verdichter<br />

muss länger arbeiten, um die benötigte<br />

Sauerstoffmenge zu fördern.<br />

Steigende Stromkosten durch<br />

erhöhte Ansaugtemperatur<br />

Das führt zwangsläufig zu steigenden<br />

Energiekosten. Als Faustformel<br />

gilt: Ein Anstieg der Ansaugtemperatur<br />

um 3 °C bewirkt einen<br />

Energiemehr<strong>auf</strong>wand von rund 1 %.<br />

1669 Nm³/h<br />

von 500 <strong>auf</strong> 550 mbar<br />

1 844 m³/h<br />

37,26 kW<br />

40,47 kW<br />

3,21 kW<br />

2 889,00 €/a<br />

* bei 5000 Bh/a und 0,18 €c/kWh; der Einfluss des Frequenzumrichters<br />

ist in den Werten der Motor-Klemmenleistung nicht<br />

berücksichtigt; Bautoleranzen: Ansaugvolumenstrom und<br />

Kupplungsleistung jeweils ± 5 %.<br />

▶▶<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 417


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Tabelle 2. Drehkolbengebläse GM 30 L.<br />

Normvolumenstrom<br />

Arbeitsdruck<br />

Ansaugvolumenstrom<br />

Klemmleistung bei einer<br />

Raumtemperatur von 10 °C<br />

Klemmleistung bei einer<br />

Raumtemperatur von 30 °C<br />

Klemmleistungsdifferenz<br />

Strommehrkosten durch<br />

erhöhte Raumtemperatur*<br />

1669 Nm³/h<br />

500 mbar<br />

1767 m³/h / 1934 m³/h<br />

35,52 kW<br />

39,30 kW<br />

3,78 kW<br />

3 402,00 €/a<br />

* bei 5000 Bh/a und 0,18 €/kWh; der Einfluss des Frequenzumrichters<br />

ist in den Werten der Motorklemmenleistung nicht berücksichtigt;<br />

Bautoleranzen: Ansaugvolumenstrom und Kupplungsleistung<br />

jeweils ± 5 %.<br />

Tabelle 3. Drehkolbengebläse GM 30 L.<br />

Normvolumenstrom<br />

Anlagendruck<br />

Temperatur im Gebläse<strong>auf</strong>stellungsraum<br />

Klemmleistung<br />

bei Nennvolumenstrom<br />

1474 m³/h<br />

Klemmleistung beim erhöhten<br />

Nennvolumenstrom von<br />

1844 m³/h<br />

Klemmleistungsdifferenz pro<br />

Gebläse<br />

Strommehrkosten*<br />

1669 Nm³/h<br />

500 mbar<br />

20 °C<br />

29,71 kW<br />

37,26 kW<br />

7,55 kW<br />

6 795,00 €/a<br />

* bei 5000 Bh/a und 0,18 €/kWh; der Einfluss des Frequenzumrichters<br />

ist in den Werten der Motorklemmenleistung nicht berücksichtigt;<br />

Bautoleranzen: Ansaugvolumenstrom und Kupplungsleistung<br />

jeweils ± 5 %.<br />

Filterwechsel:<br />

Erhöhter Anlagendruck<br />

oder<br />

unzureichende<br />

Wartung<br />

können sich<br />

nachteilig <strong>auf</strong><br />

die Energiebilanz<br />

eines<br />

Drehkolbengebläses<br />

und<br />

damit einer<br />

Kläranlage<br />

auswirken.<br />

Im folgenden Rechenbeispiel bleibt<br />

der Druck des Gebläses mit 500<br />

mbar konstant, es verändert sich lediglich<br />

die Raumtemperatur. Die Berechnung<br />

basiert wieder <strong>auf</strong> <strong>dem</strong><br />

Aerzener Drehkolbengebläse GM<br />

30 L mit einem Normvolumenstrom<br />

von 1 669 Nm³/h. Tabelle 2 zeigt,<br />

dass die (Klemm-)Leistung durch<br />

den Anstieg der Raumtemperatur<br />

von 10 <strong>auf</strong> 30 °C und der daraus<br />

resul tierenden höheren Luftmenge<br />

bei gleicher Sauerstoffmenge um<br />

3,78 kW steigt. Daraus folgt: Bei einer<br />

jährlichen Gesamtl<strong>auf</strong>zeit von<br />

5000 Bh/a und einem Strompreis<br />

von 0,18 €/kWh – ausschließlich verursacht<br />

durch den Anstieg der<br />

Raumtemperatur von 10 <strong>auf</strong> 30 °C –<br />

entstehen Energiemehrkosten von<br />

3 402,00 € pro Jahr und Gebläse.<br />

Beispiel 3: Unzureichende<br />

Wartung<br />

Nachteilig <strong>auf</strong> die Energiebilanz eines<br />

Drehkolbengebläses kann sich<br />

aber auch eine nicht den Vorgaben<br />

des Herstellers entsprechende Wartung<br />

auswirken. Ein klassisches Beispiel<br />

ist das defekte Druckventil.<br />

Wenn ein Gebläse z. B. für einen<br />

Höchstdruck von 500 mbar bestellt<br />

wird, wird das Druckventil <strong>auf</strong> einen<br />

um 50 mbar erhöhten Druck, in diesem<br />

Fall <strong>auf</strong> 550 mbar, eingestellt.<br />

Sobald der Druck durch erhöhte Widerstände<br />

im Bereich der Druckluftanwendung<br />

<strong>auf</strong> 550 mbar ansteigt,<br />

spricht das Druckventil an. Diese erhöhten<br />

Widerstände können durch<br />

die oben bereits genannten Kriterien<br />

verursacht werden, wie z. B.<br />

durch zu alte und verschlammte<br />

Ausströmer im Becken, durch verschlammte<br />

Rohrleitungen, durch<br />

einen beim Einregulieren des Blasenbildes<br />

zu hoch eingestellten<br />

Anlagendruck oder durch eine nicht<br />

optimal arbeitende Regelung des<br />

Blendenregulierschiebers oder aber<br />

auch durch alte verschlissene Luftansaugfilter.<br />

Durch das ständige Ansprechen<br />

des Druckventils wird die Dichtlippe<br />

der Ventilglocke zerstört, sodass<br />

während des Betriebs Förderluft –<br />

sog. Leckluft – ausströmen kann.<br />

Diese Leckluft reduziert die Liefermenge<br />

des Gebläses und damit die<br />

Einleitungsmenge des Sauerstoffs<br />

in das Belebungsbecken.<br />

Steigende Stromkosten durch<br />

erhöhte L<strong>auf</strong>zeiten<br />

Dieser Leckluftverlust kann nur<br />

durch verlängerte L<strong>auf</strong>zeiten des<br />

Gebläses ausgeglichen werden, was<br />

zwangsläufig zu einem erhöhten<br />

Energie<strong>auf</strong>wand führt. Tabelle 3<br />

zeigt die in diesem Fall entstehenden<br />

Mehrkosten ebenfalls wieder<br />

am Beispiel eines Aerzener Drehkolbengebläses<br />

des Typs GM 30 L. Bei<br />

einem gleichbleibenden Anlagendruck<br />

von 500 mbar steigt die<br />

Klemmleistung durch die verlängerte<br />

L<strong>auf</strong>zeit pro Gebläse von 29,71<br />

um 7,55 <strong>auf</strong> 37,26 kW. Das führt zu<br />

einer für dieses Beispiel angenommenen<br />

Erhöhung des Nennvolu-<br />

Manometer.<br />

April 2014<br />

418 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Mall-Substratfilter ViaPlus<br />

Entwässerung von<br />

Verkehrs flächen bis zu 3.000 m 2<br />

Sicherheits ventile.<br />

menstroms von 1474 m³/h <strong>auf</strong> 1844 m³/h.<br />

Dieser Anstieg der Klemm leistung um 7,55 kW<br />

erfordert pro Verdichter und Jahr einen Mehr<strong>auf</strong>wand<br />

an elektrischer Energie in Höhe von<br />

6 795,00 €.<br />

Die in diesem Beispiel ermittelten zusätzlichen<br />

Energiemehrkosten von fast 6 800,00 €<br />

entstehen ausschließlich durch die verlängerten<br />

L<strong>auf</strong>zeiten des Gebläses, verursacht durch<br />

die angenommenen Leckluftverluste durch<br />

das defekte Druckventil. Ursächlich für das<br />

defekte Druckventil ist jedoch der Anstieg des<br />

Druckes im Gebläse von 500 <strong>auf</strong> 550 mbar<br />

durch die oben beschriebenen möglichen Ursachen<br />

(Verschmutzungen, falsche Einstellungen<br />

usw.). Deshalb müssen zu den in Tabelle 3<br />

ausgewiesenen Mehrkosten für die verlängerten<br />

L<strong>auf</strong>zeiten in Höhe von fast 6 800,00 €<br />

pro Jahr und Verdichter noch die Mehrkosten<br />

für die Druckerhöhung von 500 <strong>auf</strong> 550 mbar<br />

hinzugerechnet werden, die sich gemäß Beispiel<br />

1 bereits <strong>auf</strong> etwa 2 900,00 € je Verdichter<br />

und Jahr summieren. Demzufolge ergeben<br />

sich für die Summe aus den angenommenen<br />

Leckluftverlusten und der Druckerhöhung<br />

von 500 <strong>auf</strong> 550 mbar durch ein defektes<br />

Druckventil Gesamtkosten von 9 700,00 € pro<br />

Jahr und Verdichter.<br />

Fazit<br />

Alle drei Beispiele wurden jeweils nur für einen<br />

einzigen Verdichter und mit praxisbezogenen<br />

Werten gerechnet. Da Druckluftstationen<br />

in biologisch arbeitenden Kläranlagen<br />

jedoch im Normalfall aus mehreren Verdichtern<br />

bestehen, können sich die energetischen<br />

Mehrkosten sehr schnell <strong>auf</strong> mehrere zigtausend<br />

Euro pro Jahr summieren. Die dargestellten<br />

Argumente und Berechnungen sollen<br />

den Betreiber einer biologisch arbeitenden<br />

Kläranlage lediglich sensibilisieren und einen<br />

Hinweis dar<strong>auf</strong> geben, welche Kosten entstehen,<br />

wenn die geschilderten Ursachen nicht<br />

beachtet und deshalb auch nicht korrigiert<br />

werden. Das beginnt schon bei einem mit<br />

Tiefenfiltration arbeitenden Luftfilter <strong>auf</strong> der<br />

Ansaugseite des Gebläses. Wenn dieser Luftfilter,<br />

nur um vielleicht 50 € zu sparen, nicht<br />

ausgetauscht, sondern von Zeit zu Zeit nur<br />

ausgebaut, unzureichend ausgeblasen und<br />

dann wieder eingebaut wird, steigt bereits<br />

der Energiebedarf des Verdichters. Als Faustformel<br />

gilt: Eine Reduzierung des Druckes <strong>auf</strong><br />

der Ansaugseite um 10 mbar reduziert die<br />

Energiekosten um rund 1 %. Steigende Energiekosten<br />

durch erhöhten Anlagendruck<br />

durch nachgeschaltete Systeme, durch erhöhte<br />

Temperaturen der angesaugten Luft<br />

und durch erhöhte L<strong>auf</strong>zeiten der Aggregate<br />

durch defekte Druckventile lassen sich am<br />

besten vermeiden, wenn alle Gebläse vorschriftsmäßig<br />

durch die Service abteilungen<br />

des Herstellers und/oder des Betreibers gewartet<br />

werden. Denn schließlich betragen die<br />

Energiekosten eines Verdichters – bezogen<br />

<strong>auf</strong> dessen lange L<strong>auf</strong>zeit – bis zu 90 % der<br />

Gesamtkosten der Anlage. Und nur rund 10 %<br />

entfallen <strong>auf</strong> die Investitions- und Wartungskosten.<br />

Kontakt:<br />

Aerzener Maschinenfabrik GmbH,<br />

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Tel. (05154) 81-0, E-Mail: info@aerzener.de,<br />

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J Hoher Wirkungsgrad bis zu 99 %<br />

J Geprüft <strong>auf</strong> Einhaltung der<br />

Gering fügigkeitsschwellenwerte<br />

der LAWA<br />

J Hohe Standzeiten des Filters durch<br />

patentierte Abl<strong>auf</strong>konstruktion<br />

J Gleichzeitige Beseitigung von<br />

Schwermetallen, abfiltrierbaren<br />

Stoffen und minera lischen Kohlenwasserstoffen<br />

J Leicht zugänglicher Schlammraum<br />

J DIBT-Zulassung Z-84.2-12<br />

Literatur-Tipp<br />

Ratgeber Regenwasser<br />

von Klaus W. König<br />

5. Auflage<br />

2014,<br />

44 Seiten<br />

Ratgeber<br />

für Kommunen<br />

und Planungsbüros<br />

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Messe München<br />

5. – 9. Mai 2014<br />

Halle A1, Stand 401/502<br />

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April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 419<br />

Ökologie aktuell<br />

Rückhalten, Nutzen,<br />

Versickern und Behandeln<br />

von Regenwasser<br />

Klaus W. König<br />

Ratgeber<br />

Regenwasser<br />

5. Auflage


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Kaeser bringt erstmals Schraubengebläse<br />

<strong>auf</strong> den Markt und zeigt hocheffiziente<br />

Baukompressoren<br />

Baukompressor „Mobilair<br />

20“ mit PE-Haube<br />

Die neue Schallschutzhaube aus rotationsgesintertem<br />

Polyethylen (PE)<br />

mit integrierten Radkästen ist ein<br />

echter Blickfang <strong>auf</strong> der Baustelle.<br />

Aber sie sieht nicht nur gut aus, sondern<br />

bietet darüber hinaus auch einige<br />

handfeste Vorteile: Sie ist korrosionsfrei,<br />

kratzfest und überhaupt<br />

sehr widerstandsfähig. Und sie weist<br />

dar<strong>auf</strong> hin, was unter der Haube<br />

steckt: Stärke, Effizienz, Anwenderfreundlichkeit<br />

und umweltschonendes<br />

Betriebsverhalten.<br />

Der Mobilair 20 (Bild 1) beweist,<br />

dass Leistungsstärke nicht unbedingt<br />

an ein hohes Betriebsgewicht<br />

gekoppelt sein muss. Mit einer Liefermenge<br />

von 2 m³/min verfügt er<br />

einerseits über genügend Kraftreserven<br />

zum Antrieb eines schweren<br />

Drucklufthammers und bringt andererseits<br />

nicht einmal 460 kg Betriebsgewicht<br />

<strong>auf</strong> die Waage. Diese<br />

Eigenschaften verdankt er einer<br />

ausgefeilten Konstruktion, seinem<br />

energiesparenden Schraubenkompressorblock<br />

mit strömungstechnisch<br />

optimiertem „Sigma Profil“,<br />

einem Übertragungsverluste vermeidenden<br />

1:1-Antrieb und nicht<br />

Bild 1. Der Baukompressor Mobilair 20 mit PE-Haube betreibt mühelos<br />

einen schweren Drucklufthammer. Er ist dank geringer Abmessungen<br />

und niedrigem Betriebsgewicht sehr wendig, arbeitet leise und kraftstoffsparend.<br />

Alle Abbildungen: © Kaeser Kompressoren GmbH<br />

zuletzt einem wassergekühlten<br />

Kubota-Dreizylinder-Dieselmotor.<br />

Außer<strong>dem</strong> ist der Mobilair 20<br />

serienmäßig mit einer patentierten<br />

Anti-Frost-Regelung ausgestattet.<br />

Das bringt besonders in der Übergangszeit<br />

mit relativ niedrigen<br />

Außentemperaturen einen wichtigen<br />

Vorteil: Die eingesetzten<br />

Druckluftwerkzeuge werden bestmöglich<br />

vor <strong>dem</strong> Einfrieren und vor<br />

Korrosionsschäden geschützt, was<br />

ihre Zuverlässigkeit und Lebensdauer<br />

erhöht.<br />

Auch Verarbeitungsqualität, Wartungs-<br />

und Bedienerfreundlichkeit<br />

der Maschine lassen nichts zu<br />

wünschen übrig: So bieten etwa<br />

Zinkvorbehandlung und Pulverbeschichtung<br />

aller metallischen Karosserieteile<br />

dauerhaften Korrosionsschutz,<br />

und alle wartungsrelevanten<br />

Bauteile sind leicht zugänglich. Die<br />

Bedienung über nur einen Schalter<br />

ist denkbar einfach; sie wird zu<strong>dem</strong><br />

durch leicht verständ liche Piktogramme<br />

<strong>auf</strong> der Karosseriehaube<br />

(unterhalb der Armaturentafel) unmissverständlich<br />

erklärt.<br />

Bild 2. Der neue<br />

„Mobilair M 31“<br />

überzeugt nicht<br />

nur durch seine<br />

hohe Liefermenge.<br />

Verschiedene<br />

Ausstattungsoptionen<br />

machen diesen<br />

effizienten Baukompressor<br />

zu<br />

einem wahren<br />

Druckluft­<br />

Multitalent.<br />

Baukompressor „Mobilair<br />

M 31“ mit PE-Haube<br />

Unter der Schalldämmhaube des<br />

„Mobilair M 31“ (Bild 2) aus kratzfestem,<br />

korrosionsfreiem, rotationsgesintertem<br />

Polyethylen steckt ein<br />

echtes Kraftpaket: Der Schraubenkompressorblock<br />

mit <strong>dem</strong> energiesparenden<br />

„Sigma Profil“ ist für hohe<br />

Dauerbelastung ausgelegt und<br />

wird von einem leistungsstarken,<br />

wassergekühlten Kubota-Turbodieselmotor<br />

angetrieben. Damit bringt<br />

es der „Mobilair M 31“ <strong>auf</strong> eine Liefermenge<br />

von 3,15 m³/min bei 7 bar<br />

April 2014<br />

420 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

– deutlich mehr als sein Vorgänger<br />

und mehr als genug Druckluft für<br />

den Betrieb von zwei 20-kg-Hämmern<br />

oder anderen Werkzeugen,<br />

wie z. B. Druckluftlanzen, -spaten,<br />

Erdraketen oder Strahlgeräten. Der<br />

leicht handhabbare Kompressor<br />

kann je nach Bedarf für 7, 10, 12 und<br />

14 bar ausgelegt werden. Zu<strong>dem</strong><br />

bietet er einige optional erhältliche,<br />

interessante Zusatzausstattungen:<br />

So kann er mit integriertem Nachkühler<br />

und Kondensatabscheider<br />

für kühle, trockene Druckluft und/<br />

oder 6,5-kVA-Generator geliefert<br />

werden.<br />

Auch kalte Morgenstunden können<br />

den Kompressor nicht schrecken:<br />

Eine serienmäßig eingebaute,<br />

patentierte Anti-Frost-Regelung<br />

schützt die eingesetzten Werkzeuge<br />

vor Frost- und Korrosionsschäden.<br />

Alle Wartungsstellen sind dank der<br />

weit öffnenden Schallschutzhaube<br />

leicht und schnell zu erreichen. Als<br />

praktisches Sonderzubehör kann<br />

ein Schlauch<strong>auf</strong>roller mit 20-m-<br />

Leichtschlauch geliefert werden. So<br />

ist der Druckluftschlauch platzsparend<br />

<strong>auf</strong>bewahrt, statt als Stolperfalle<br />

im Weg zu liegen.<br />

<strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung:<br />

Gebläse punkten mit<br />

Schraubeneffizienz<br />

Leiser, effizienter, sparsamer als andere:<br />

Das Sigma Profil von Kaeser<br />

Kompressoren gibt es jetzt auch für<br />

Gebläseanlagen. Auf der Messe<br />

stellt der Druckluftspezialist erstmals<br />

das hocheffziente Schraubengebläse<br />

EBS (Bild 3) für den Niederdruckbereich<br />

vor.<br />

Damit ist es gelungen, die versierte<br />

Technik – Mehr Druckluft weniger<br />

Energie –, die schon im Kompressorenbereich<br />

für deutliche<br />

Energieeinsparungen sorgt, <strong>auf</strong> den<br />

Niederdruckbereich zu übertragen.<br />

Im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Drehkolbengebläsen sind die neuen<br />

Kaeser-Schraubengebläse um<br />

bis zu 30 % effizienter und bieten<br />

auch im Vergleich zu vielen <strong>auf</strong> <strong>dem</strong><br />

Markt befindlichen Schraubengebläsen<br />

energetische Vorteile.<br />

Die integrierte Steuerung Sigma<br />

Control 2 sorgt bei je<strong>dem</strong> Einzelgerät<br />

für umfangreiche Überwachung<br />

und einfache Anbindung an Kommunikatiosnetzwerke<br />

bei je<strong>dem</strong><br />

Einzelgerät und bei kompletten Gebläsestationen<br />

kommt zum ersten<br />

Mal die neue maschinenübergreifende<br />

Steuerung, der Sigma Air Manager<br />

(SAM), mit spezieller Gebläsesoftware<br />

zum Einsatz für noch<br />

mehr Produktivität und Energieersparnis.<br />

Branchen und Anwendungen,<br />

wie z. B. <strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung,<br />

pneumatische Fördersysteme,<br />

Energieerzeugung, Lebensmittelund<br />

Getränkeindustrie, pharmazeutische<br />

Industrie, chemische Industrie,<br />

Zellstoff- und Papierindustrie,<br />

Textilindustrie, Baustoffindustrie und<br />

allgemeine Industrie, können durch<br />

die führende Schraubentechnologie<br />

profitieren.<br />

Natürlich verfügen die EBS-Gebläse,<br />

Made in Germany, auch über<br />

die anderen herausragenden Eigenschaften<br />

von Kaeser-Produkten. Sie<br />

sind einfach zu installieren, sind sichere<br />

Dauerläufer und sehr robust<br />

und langlebig. Dank einer durchdachten<br />

Anordnung der Bauteile ist<br />

sowohl eine Wand- als auch eine<br />

Seite-an-Seite-Aufstellung möglich und<br />

die Wartung wird zum Kinderspiel.<br />

Kontakt:<br />

KAESER KOMPRESSOREN SE,<br />

Postfach 2143, D-96410 Coburg,<br />

Tel. (09561) 640-0, Fax (09561) 640-130,<br />

E-Mail: produktinfo@kaeser.com, www.kaeser.de<br />

Halle A1, Stand 133/232; Halle B4, Stand 135<br />

Bild 3. Das neue Schraubengebläse<br />

EBS von Kaeser Kompressoren<br />

bietet höchste Energieeffizienz bei<br />

der <strong>Abwasser</strong><strong>auf</strong>bereitung.<br />

Nachhaltig<br />

bauen<br />

Werte<br />

erhalten<br />

Ihr Partner bei<br />

der Bewertung<br />

der<br />

Fachkunde,<br />

technischen<br />

Leistungsfähigkeit,<br />

technischen<br />

Zuverlässigkeit<br />

der ausführenden<br />

Unternehmen.<br />

Gütesicherung Kanalbau<br />

RAL-GZ 961<br />

www.kanalbau.com<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 421


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Modellpremieren bei Caprari<br />

Für zahlreiche<br />

Anwendungen:<br />

Neue Reinwasserpumpe<br />

CVX<br />

von Caprari mit<br />

hervorragen<strong>dem</strong><br />

Wirkungsgrad.<br />

Alle Abbildungen:<br />

© Caprari<br />

IFAT-Neuheit<br />

E8P Energy:<br />

Effiziente Reinwasserpumpe<br />

mit reichlich<br />

Toleranz beim<br />

Feststoffanteil.<br />

Der Aussteller deckt mit seinen<br />

Pumpen eine Vielzahl von Anwendungen<br />

im Trink-, Brauch- und<br />

<strong>Abwasser</strong>bereich ab. Für viele Anwender<br />

relevant dürften die neuen<br />

Modellreihen Energy, Endurance,<br />

Desert und Hightech sein. Die Bezeichnungen<br />

dieser Tauchmotorpumpen<br />

der „Next Generation“ geben<br />

den Einsatzschwerpunkt vor,<br />

für den sie konstruktiv optimiert<br />

wurden.<br />

Die Energy-Reihe zeichnet sich<br />

durch ihre Energieeffizienz aus,<br />

während bei der Endurance die<br />

Standzeit im Vordergrund steht. Die<br />

Desert-Reihe hingegen hat man <strong>auf</strong><br />

Robustheit auch bei hohen Sandkonzentrationen<br />

getrimmt, die<br />

Hightech <strong>auf</strong> maximale Leistung.<br />

Die neue Pumpengeneration ist für<br />

Fördermengen bis 50 L/s und -höhen<br />

bis 850 m je nach Modell ausgelegt.<br />

Sie integriert sich in das<br />

rund 40 Modellreihen umfassende<br />

Sortiment des Herstellers, das auch<br />

Mega-Pumpen bis 18 000 m³/h umfasst.<br />

E8P-ENERGY IM FOKUS<br />

Als eine der effizientesten Tauchmotorpumpen<br />

für Reinwasser rückt Caprari<br />

die neue E8P aus der Energy-<br />

Reihe in den Fokus. Diese Modelle<br />

mit 8 Zoll Durchmesser sind mit<br />

halbaxialen L<strong>auf</strong>rädern ausgestattet<br />

und modular <strong>auf</strong>gebaut. Sie bewegen<br />

bis zu 48 L/s bei 92 kW Motorleistung,<br />

wobei ihnen selbst ein<br />

Feststoffanteil von 100 g/m 3 nichts<br />

ausmacht.<br />

Um Capraris Edelstahlpumpen<br />

gegen Umwelteinflüssen bestmöglich<br />

resistent zu machen, sind sie<br />

mit der Eigenentwicklung „Defender“<br />

ausgestattet: Die weltweit<br />

patentierte Technik verleiht <strong>dem</strong><br />

Material einen zusätzlichen Passivierungsschutz,<br />

der die Standzeit in<br />

aggressiven Umgebungen erhöhen<br />

soll. Alle Pumpen des Herstellers<br />

erfüllen die Ökodesign-Richtlinie<br />

2009/125/EG, viele liegen sogar<br />

Der Frequenzumrichter<br />

Cap­<br />

Drive passt die<br />

Pumpenleistung<br />

stufenlos den Erfordernissen<br />

an<br />

und verhindert<br />

Laststöße.<br />

energetisch im Bestfeld der Branche.<br />

CVX MIT CAPDRIVE<br />

Das gilt auch für die mehrstufige<br />

vertikale Kreiselpumpe CVX für<br />

Reinwasser, ebenfalls eine der IFAT-<br />

Neuheiten des Herstellers in der<br />

Energy-Reihe. Mit ihrem Mindesteffizienzindex<br />

(MEI) bis 0,7 verfügt<br />

die neue Pumpe über einen Wirkungsgrad<br />

der Spitzenklasse, der<br />

den der Ökodesign-Richtlinie (MEI<br />

0,1) weitaus übertrifft.<br />

Für ein breites Anwendungsfeld<br />

von der Gebäudeinstallation bis zur<br />

industriellen Prozessversorgung sowie<br />

für Bewässerungen, Feuerschutz<br />

oder allgemein zur Druckerhöhung<br />

wurde diese Universalpumpe<br />

konzipiert. Die Serie umfasst<br />

sechs Modelle für den ein- und dreiphasigen<br />

Betrieb. Mit 0,37 bis 30 kW<br />

Motorleistung werden Förderleistungen<br />

bis 600 L/min und Förderhöhen<br />

bis 255 m erzielt. Durch ihr<br />

Inline-Baukonzept, also mit Saugund<br />

Druckstutzen <strong>auf</strong> einer Achse,<br />

ist die CVX für engste Einbauverhältnisse<br />

geeignet.<br />

Neben der Wirtschaftlichkeit<br />

lässt sich der Betriebskomfort dieser<br />

und anderer Pumpen des Herstellers<br />

mit <strong>dem</strong> koppelbaren Frequenzumrichter<br />

„CapDrive“ verbessern,<br />

der auch <strong>auf</strong> der Messe gezeigt<br />

wird. Dessen elektronischer Drehzahlregler<br />

passt die Pumpenleistung<br />

stufenlos den Erfordernissen<br />

an und verhindert den Laststoß<br />

beim Anfahren. Über die Steuerungskonsole<br />

mit LCD-Display sind<br />

verschiedene Betriebspunkte definierbar,<br />

z. B. Teillast im Nachtbetrieb.<br />

Auch eine Erweiterung oder<br />

Verkleinerung des <strong>Wasser</strong>versorgungssystems<br />

ist ganz einfach<br />

pumpenseitig zu berücksichtigen,<br />

sodass Förderleistung, Energieverbrauch<br />

und Materialbeanspruchung<br />

stets im Optimum liegen. Ein<br />

„CapDrive“ kann einzeln oder im<br />

Verbund sogar mehrere Pumpen<br />

steuern. Die Montage erfolgt platzsparend<br />

direkt <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Pumpenkopf<br />

oder separat.<br />

TABLET KOMPLETT<br />

Damit professionelle Anwender jederzeit<br />

und an je<strong>dem</strong> Ort umfassende<br />

Hilfe bei der Auswahl der richtigen<br />

Pumpe erhalten, hat Caprari<br />

mit „iPumpMobile“ zu<strong>dem</strong> eine kostenlose<br />

App für alle gängigen Tablets<br />

und Smartphones geschaffen.<br />

Sie enthält sämtliche Dokumentationen,<br />

technische Daten und Einsatzempfehlungen<br />

des Herstellers. Sie<br />

wird <strong>auf</strong> der Messe präsentiert und<br />

ist über die bekannten Download-<br />

Stores erhältlich.<br />

Kontakt:<br />

Caprari Pumpen GmbH,<br />

Stefan Hörnschemeyer,<br />

Kleemanngasse 15, D-90765 Fürth,<br />

Tel. (0911) 61093-0, Fax (0911) 61093-49,<br />

www.caprari.de<br />

Halle A6, Stand 325/424<br />

April 2014<br />

422 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Komplettangebot von Pumpen, Zubehör und<br />

Service für den <strong>Abwasser</strong>- und Umweltbereich<br />

Zerkleinern, pumpen, dosieren, mischen – die mit der Förderung flüssiger Medien verbundenen Aufgaben sind<br />

vielfältig, besonders im <strong>Abwasser</strong>- und Umweltbereich. Dabei sind hier – wie auch in der Biogas-Produktion –<br />

reibungslose Abläufe essenziell. Störungen in den Systemen erzeugen erhebliche Probleme. Die NETZSCH<br />

Pumpen & Systeme GmbH bietet für diese Bereiche unterschiedlichste Pumpenlösungen, Zubehör und Serviceleistungen<br />

<strong>auf</strong>einander abgestimmt aus einer Hand an: von verschiedenen Pumpentypen, wie Pumpen mit<br />

Flanschanschlüssen, verschiedenste Ausführungen der Trichterpumpe, Mischpumpen, Eintauchpumpen,<br />

TORNADO Drehkolbenpumpen, über NETZSCH Zerkleinerer und Zubehör, wie das aBP-Modul zur Verhinderung<br />

von Brückenbildung und den Trockenl<strong>auf</strong>schutz, bis hin zur Überholung in die Jahre gekommener Pumpen.<br />

Das gesamte Produkt-Portfolio mit seinen flexiblen Konfigurations- und Einsatzmöglichkeiten wird <strong>auf</strong><br />

der diesjährigen IFAT vorgestellt.<br />

Die NEMO ® B.Max-Exzenterschneckenpumpe ist mit ihrer Fördermischschnecke und<br />

<strong>dem</strong> spziellen Zuführstutzen besonders <strong>auf</strong> die Vermischung von Substraten im Biogas-<br />

Bereich ausgelegt. Alle Abbildungen: © NETSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

Seit über 60 Jahren entwirft und<br />

fertigt NETZSCH im bayerischen<br />

Waldkraiburg Pumpen und Zerkleinerer.<br />

Der ursprünglich <strong>auf</strong> die Exzenterschneckenpumpe<br />

spezialisierte<br />

Betrieb entwickelte sich in<br />

dieser Zeit auch zum Experten für<br />

Drehkolbenpumpen. Bei der Wahl<br />

der geeigneten Pumpe für einen<br />

bestimmten Anwendungsfall werden<br />

die Kunden anforderungsbezogen<br />

und umfassend beraten. Die<br />

NEMO®-Exzenterschneckenpumpen<br />

eignen sich besonders für Drücke<br />

bis 48 bar (höhere Drücke <strong>auf</strong> Anfrage)<br />

und für Medien mit hohem Trockensubstanzgehalt,<br />

beispielsweise<br />

entwässerte Schlämme oder Gülle,<br />

Silage und Bioabfälle für die Biogas-<br />

Vergärung. Ihr Förderprinzip basiert<br />

<strong>auf</strong> einem Rotor, der sich oszillierend<br />

in einem feststehenden Stator<br />

dreht. Bedingt durch die Geometriepaarung<br />

ergeben sich zwischen<br />

Rotor und Stator Förderkammern,<br />

in denen das Medium durch die<br />

Drehbewegung des Rotors im Stator<br />

von der Saug- zur Druckseite<br />

transportiert wird. Dies geschieht<br />

unabhängig von seiner Konsistenz<br />

oder Viskosität volumen- und druckstabil.<br />

Für besonders viskose Medien<br />

kann zusätzlich eine Förderschnecke<br />

eingebaut werden. Bei<br />

der Biogaserzeugung kommt u. a.<br />

die NEMO®-B.Max®-Mischpumpe<br />

zum Einsatz, die über speziell ausgerichtete<br />

Zuführstutzen für Gülle<br />

verfügt und damit die Vorvermischung<br />

verschiedener Substrate innerhalb<br />

der Pumpe optimiert. Das<br />

homogenisierte Substrat gelangt so<br />

in den Fermenter, wo es sofort von<br />

den Bakterien verarbeitet werden<br />

kann. Das Bilden einer Schwimmschicht<br />

wird vermieden. Der<br />

Misch<strong>auf</strong>wand im Fermenter wird<br />

dadurch reduziert.<br />

Der innovative iFD-Stator 2.0 für<br />

NEMO®-Exzenterschneckenpumpen<br />

macht die Instandhaltung besonders<br />

leicht: Da das Elastomer nicht<br />

im Stator einvulkanisiert ist, sondern<br />

nur formschlüssig eingespannt,<br />

kann er bei Abnutzung einfach<br />

herausgenommen und als sortenreiner<br />

Abfall entsorgt werden.<br />

Ebenso schnell ist ein neuer Stator<br />

eingesetzt und fixiert, da er sich im<br />

nichtgespannten Zustand leicht <strong>auf</strong><br />

den Rotor <strong>auf</strong>schieben lässt. Seine<br />

Entwicklung wurde von der Stiftung<br />

„Umwelt“ gefördert. Zu<strong>dem</strong> verringert<br />

die Konstruktion die nötigen<br />

Drehmomente für Start und Betrieb<br />

und reduziert so die Energiekosten.<br />

Robuste Pumpen für<br />

schwierige Bedingungen<br />

und Medien<br />

In Bereichen mit beengten Platzverhältnissen<br />

oder für mobile Einsätze<br />

bietet sich die kompakte und robuste<br />

TORNADO®-Drehkolbenpumpe an.<br />

Dank ihres großen freien Kugeldurchgangs<br />

handhabt sie auch<br />

stückige Medien ohne Verstopfungsgefahr.<br />

Mit einer Förderleistung<br />

von bis zu 1000 m³/h bewältigt die<br />

▶▶<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 423


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

T2 einfach <strong>dem</strong>ontieren, da ein freier<br />

Zugriff <strong>auf</strong> den Pumpenraum<br />

von Flansch zu Flansch gewährleistet<br />

ist. Die Flansche der Rohrleitungen<br />

müssen dazu nicht gelöst werden.<br />

Die Befestigung der Kolben erfolgt<br />

außerhalb des Pumpenraums.<br />

Durch ihre Robustheit und den unempfindlichen<br />

Riementrieb sorgt die Drehkolbenpumpe<br />

TORNADO ® T2 für hohe Betriebssicherheit.<br />

Zerkleinerungssysteme von<br />

NETZSCH verhindern Verstopfungen<br />

durch Störstoffe.<br />

TORNADO® selbst große <strong>Abwasser</strong>mengen.<br />

Beim Modell T2 gibt es auch die<br />

Möglichkeit, den Motor oberhalb<br />

des Förderraums anzuflanschen,<br />

wodurch eine der kürzesten Pumpen<br />

<strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Markt entsteht. Diese<br />

B<strong>auf</strong>orm ist besonders geeignet,<br />

auch <strong>auf</strong> einem Transportanhänger<br />

(TORNADO® Mobil) oder einer Fahrvorrichtung<br />

montiert und mobil<br />

von Einsatzort zu Einsatzort verfahren<br />

zu werden.<br />

Der Riementrieb der T2 gewährleistet<br />

einen sehr ruhigen L<strong>auf</strong>, einen<br />

ölfreien Betrieb und vermeidet<br />

einen Totalschaden, wie er bei<br />

konventionellen Synchronisationsgetrieben<br />

<strong>auf</strong>treten kann. Das<br />

Besondere des Riementriebs liegt<br />

im Doppelzahnriemen, der Kraftübertragung<br />

und Synchronisation<br />

der Kolben in einem ermöglicht.<br />

Beiden Pumpenarten können,<br />

in Ausführung und Werkstoffauswahl<br />

jeweils den Medieneigenschaften<br />

und Förder<strong>auf</strong>gaben<br />

angepasst werden. Auf diese Weise<br />

wird ein langer, verschleißarmer<br />

Betrieb sichergestellt. Darüber hinaus<br />

arbeiten die NEMO®- und<br />

TORNADO®-Pumpen drehrichtungsreversibel<br />

und in ihrem Fördervolumen<br />

proportional zur Drehzahl.<br />

Letzteres führt zu einer hohen Dosiergenauigkeit.<br />

Beide Pumpenarten sind mit Fokus<br />

<strong>auf</strong> eine unkomplizierte Wartung<br />

und Reinigung konstruiert.<br />

Beispielsweise lassen sich nach Lösen<br />

des Pumpendeckels die Drehkolben<br />

und der Gehäuseeinsatz der<br />

Umfangreiches Zubehör ergänzt das Pumpenprogramm. Das aBP-Modul sorgt bei verstopfungsgefährlichen<br />

Medien für eine störungsfreie Förderung.<br />

Flexibel anpassbar durch<br />

Zubehör<br />

Je nach Anwendungsanforderungen<br />

können die Pumpen durch unterschiedliches<br />

Zubehör ergänzt<br />

werden. Dazu zählt unter anderem<br />

das aBP-Modul®, das die Brückenbildung<br />

beim Einfüllen stichfester<br />

oder krümeliger Medien verhindert.<br />

Dazu wird ein Aufsatz <strong>auf</strong> den Trichter<br />

der Pumpe gesetzt, der innen an<br />

den Längsseiten jeweils ein Edelstahl-Speichenrad<br />

trägt. Mittels<br />

zweier Schneckengetriebe werden<br />

diese unabhängig voneinander gegeneinander<br />

gedreht. Die sich dabei<br />

entwickelnden Scherkräfte reißen<br />

Materialbrücken schon im Entstehen<br />

auseinander, noch bevor es<br />

zu Verstopfung kommen kann. Zum<br />

Schutz vor Schäden durch Trockenl<strong>auf</strong><br />

des Stators können die NEMO®-<br />

Pumpen mit einem Stator-Protektor<br />

ausgerüstet werden. Hinzu kommen<br />

Kontaktmanometer zur Messung<br />

von Über- oder Unterdruck,<br />

Druckmessumformer, Frequenzumrichter,<br />

Fahrvorrichtungen und<br />

Steuerungen.<br />

Störstoffe effizient<br />

entfernen<br />

Zur sicheren Förderung von Medien<br />

mit groben Störstoffen, wie sie sich<br />

häufig in Abwässern befinden, aber<br />

auch zur Zerkleinerung des Substrats<br />

für die Biogas-Produktion bietet<br />

NETZSCH verschiedene Zerkleinerer<br />

an. Der kompakte Grobstoffzerkleinerer<br />

M-Ovas® arbeitet mit einer<br />

doppelseitig verwendbaren Schneidplatte<br />

aus gehärtetem Stahl und<br />

einem Messerkopf mit Hartmetall-<br />

Schneiden, der von einer Schwungscheibe<br />

unterstützt wird. Schwerstoffe,<br />

z. B. Steine, werden beim<br />

Durchströmen der Anlage in einem<br />

integrierten Sammelabschei-<br />

April 2014<br />

424 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


Anzeige RoS 3Q_Layout 1 11.03.14 07:28 Seite 1<br />

IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

der <strong>auf</strong>gefangen und können über dessen separate Reinigungs-<br />

und Ablassöffnung entfernt werden. Sind die Feststoffe<br />

besonders groß oder stabil, kommt stattdessen<br />

der NETZSCH Doppelwellenzerkleinerer zum Einsatz. Bei<br />

diesem sind die Schneidwerke als einteilige Cartridge-<br />

Elemente mit je sechs Messern aus Spezialstahl sowie sechs<br />

Distanzscheiben ausgeführt, die zur Wartung einfach als<br />

Einheit aus getauscht werden können. Zu<strong>dem</strong> kann sich das<br />

System durch die wechselnde, sehr langsame Drehzahl<br />

selbst reinigen. Sein Durchsatz liegt bei bis zu 300 m³/h bei<br />

einem Trockenrückstandsgehalt von bis zu 10 %.<br />

Bei allen Belangen steht das Serviceteam von NETZSCH<br />

<strong>dem</strong> Kunden auch vor und nach <strong>dem</strong> K<strong>auf</strong> der Pumpe zur<br />

Seite. So bietet das Unternehmen Vor-Ort-Schulungen an<br />

den neuen Geräten an und begleitet auch die Inbetriebnahme.<br />

Im Schadensfall helfen die Spezialisten bei der<br />

Fehlersuche oder sorgen mit ihren internationalen Niederlassungen<br />

dafür, dass Original-Ersatzteile innerhalb<br />

kürzester Zeit weltweit geliefert werden können. Auch<br />

ältere Anlagen werden mit den passenden Komponenten<br />

versorgt oder <strong>auf</strong> Wunsch mit neuer Technologie <strong>auf</strong>gerüstet.<br />

Dieser Service in Kombination mit <strong>dem</strong> breiten<br />

Produktportfolio und dessen Einsatzmöglichkeiten helfen<br />

dabei, Standzeiten zu erhöhen, Betriebskosten zu senken<br />

und für jedes Medium die passende Pumpe zu finden.<br />

Kontakt:<br />

NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH,<br />

Geretsrieder Straße 1,<br />

D-84478 Waldkraiburg,<br />

Tel. (08638) 63-0,<br />

Fax (08638) 67981,<br />

E-Mail: info.nps@netzsch.com,<br />

www. www.netzsch.com<br />

Halle A6, Stand 139/24<br />

90 % Energiekosteneinsparung<br />

bei der<br />

Schlammentwässerung<br />

Unsere bewährten RoS 3Q Schneckenpressen<br />

reduzieren Betriebskosten:<br />

➤ <strong>auf</strong> Kläranlagen bis 100 000 EW<br />

➤ durch hohe Entwässerungsleistung<br />

➤ bei minimalem Stromverbrauch<br />

Dabei arbeiten Schneckenpressen:<br />

➤ unbe<strong>auf</strong>sichtigt<br />

➤ flüsterleise<br />

➤ und sind kinderleicht zu bedienen<br />

Besuchen Sie uns <strong>auf</strong> der IFAT vom<br />

5.–9. Mai 2014 in Halle A2, Stand 333<br />

info@huber.de<br />

www.huber.de<br />

WASTE WATER Solutions<br />

Weltweit helfen Serviceteams bei Störungen, bei der<br />

Inbetriebnahme neuer Pumpen oder im Reparaturfall.<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 425


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Pump- und Zerkleinerungstechnik<br />

Neue Produkte für die Entsorgungsbranche und den <strong>Abwasser</strong>bereich<br />

Die Hugo Vogelsang Maschinenbau<br />

GmbH präsentiert sich <strong>auf</strong><br />

der IFAT als Spezialist für zuverlässiges<br />

Pumpen und Zerkleinern. Im<br />

Fokus steht der Einsatz der Vogelsang-Technik<br />

in der Recycling- und<br />

Entsorgungsbranche, insbesondere<br />

im Lebensmittelbereich. „In der Lebensmittelbranche<br />

werden viele<br />

Roh- und Zwischenprodukte, Hilfsund<br />

Zusatzstoffe sowie Abfälle verarbeitet.<br />

Um diese anspruchsvollen<br />

Medien effizient zu fördern und zu<br />

zerkleinern, ist eine zuverlässige<br />

Pump- und Zerkleinerungstechnik<br />

erforderlich. Die Drehkolbenpumpen<br />

der IQ-Baureihe sowie die erweiterte<br />

Serie der VX-Baureihe und<br />

die erweiterten Modelle des Zweiwellen-Zerkleinerers<br />

XRipper sind<br />

durch ihre robuste Bauweise <strong>auf</strong> hohe<br />

Beanspruchungen ausgelegt“,<br />

sagt Harald Vogelsang, Geschäftsführer<br />

der Hugo Vogelsang Maschinenbau<br />

GmbH.<br />

VX-Serie der Vogelsang-Drehkolbenpumpe.<br />

IQ-Serie der Vogelsang-Drehkolbenpumpe. Alle Abbildungen: © Vogelsang<br />

Kerne, Knochen und<br />

Fertigungsabfälle zuverlässig<br />

fördern<br />

Die Vogelsang-Drehkolbenpumpen<br />

fördern zuverlässig abrasive und viskose<br />

sowie fremdkörper- und faserstoffreiche<br />

Medien, die beispielsweise<br />

Kerne, Knochen, Steine und Fasern<br />

enthalten. Durch ihre Bauweise sind<br />

sie besonders robust und leicht zu<br />

warten. Zu<strong>dem</strong> weisen sie eine gute<br />

Ansaugfähigkeit sowie Trockenl<strong>auf</strong>unempfindlichkeit<br />

<strong>auf</strong>; die Förderrichtung<br />

lässt sich einfach umkehren.<br />

Durch die beiden neuen Baureihen<br />

VX230 und VX215 bietet Vogelsang<br />

eine große Bandbreite an Förderleistungen<br />

an – von 3 bis 1400 m³/h.<br />

Fremdkörper bis zur Größe eines<br />

Tennisballs können die Pumpe –<br />

ohne sie zu beschädigen – passieren.<br />

Der freie Kugeldurchgang der Baureihe<br />

VX215 beträgt sogar 90 mm.<br />

Vogelsang-Drehkolbenpumpen<br />

werden damit den speziellen Anforderungen<br />

in der Lebensmittel- und<br />

Entsorgungsindustrie gerecht. Sie kommen<br />

sowohl beim schonenden und<br />

störungsfreien Pumpen von Rohstoffen<br />

wie Öl als auch von Molkereiund<br />

Zuckerprodukten (Flüssigzucker,<br />

Melasse, Sirup) oder Obst und Gemüse<br />

zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete<br />

sind das Befüllen und<br />

Entleeren von Tanks sowie die Entsorgung<br />

von Lebensmittelabfällen.<br />

Hier ist außer<strong>dem</strong> für die zuverlässige<br />

Zerkleinerung großvolumiger Feststoffe<br />

wie Gemüse, Konfiskate (Fleisch,<br />

Innereien) sowie Verpackungseinheiten<br />

der robuste Zweiwellen-<br />

Zerkleinerer XRipper geeignet.<br />

<strong>Abwasser</strong>bereich:<br />

Erweiterung beim XRipper<br />

So stellt Vogelsang <strong>auf</strong> der Messe<br />

auch seine neuesten Entwicklungen<br />

im Bereich Zerkleinerungstechnik<br />

vor. Neben <strong>dem</strong> Nasszerkleinerer<br />

RotaCut werden zwei erweiterte<br />

Modelle des Zweiwellen-Zerkleinerers<br />

XRipper <strong>auf</strong> der IFAT präsentiert.<br />

Entwickelt für die Zerkleinerung<br />

von Störstoffen in der <strong>Abwasser</strong>entsorgung,<br />

zeichnet sich der<br />

XRipper durch die monolithische<br />

B<strong>auf</strong>orm der Rotoren aus, die das<br />

Aufkommen von Blockaden stark<br />

reduziert und Folgeschäden verhindert.<br />

So werden Pumpen und Fördersysteme<br />

geschont, Ausfälle verhindert<br />

und Betriebsunterbrech ungen für<br />

Service und Wartung minimiert. Der<br />

Austausch der Ripper-Rotoren ist,<br />

verglichen mit konventionellen Systemen,<br />

einfach und benötigt wenig<br />

Zeit, da nur zwei – bei der größten<br />

Baugröße maximal sechs – Ripper-<br />

Rotoren getauscht werden müssen.<br />

XRipper XRL mit SIK (Sewer<br />

Integration Kit)<br />

Die neue B<strong>auf</strong>orm erleichtert den<br />

Einbau im Kanal und die Wartungsarbeiten:<br />

An einer Führungsschiene<br />

wird der XRipper XRL mit SIK herausgezogen<br />

und kann direkt gewartet<br />

werden. Anschließend wird<br />

er darüber wieder in Position gebracht<br />

und rastet automatisch in<br />

seine Halterung ein.<br />

April 2014<br />

426 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

XRipper XRS-QG<br />

Für <strong>Abwasser</strong>rohrleitungen und bei<br />

beengten Platzverhältnissen wie in<br />

einem Schacht eignet sich der neue<br />

XRipper XRS-QG. Er wird inline in<br />

die Rohrleitung eingebaut. Für Service<br />

und Wartung kann das Getriebe<br />

samt Wellen und Ripper-Rotoren<br />

einfach aus <strong>dem</strong> Gehäuse des XRS-<br />

QG nach oben herausgehoben werden.<br />

Alle weiteren Arbeiten erfolgen<br />

dann außerhalb des engen<br />

Schachtes. Die optimale Zugänglichkeit<br />

der Rotoren und Dichtung<br />

erleichtert den Teilewechsel deutlich.<br />

Kompaktes BioCrack-Modell<br />

für kleine Kläranlagen<br />

Komplettiert wird das Messeausstellungsprogramm<br />

von Vogelsang<br />

durch das kompakte BioCrack-Modell<br />

S. Die kleinere Bauvariante des<br />

bewährten Systems für die elektrokinetische<br />

Desintegration wurde<br />

<strong>auf</strong> die geringeren Schlammmengen,<br />

die insbesondere in kleinen<br />

und mittleren Kläranlagen vorkommen,<br />

ausgelegt. Das Modell Bio-<br />

Crack S schafft Durchflussmengen<br />

von 25–50 m³/h (abhängig vom TS-<br />

Gehalt). Durch das elektrokinetische<br />

Desintegrationsverfahren mit Bio-<br />

Crack werden die organischen Stoffe<br />

besser und schneller abgebaut.<br />

Die Entsorgungskosten lassen sich<br />

durch weniger Klärschlamm und<br />

Flockungsmittelbedarf reduzieren.<br />

Kläranlagen, die einen Faulturm<br />

nutzen, können den Gasertrag des<br />

Faulturms durch den Einsatz von<br />

BioCrack um bis zu 15 % erhöhen.<br />

Kontakt:<br />

Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH,<br />

Postfach 12 64, D-49628 Essen/Oldb.,<br />

Tel. (05434) 83-0, Fax (05434) 83-10,<br />

E-Mail: info@vogelsang-gmbh.com,<br />

www.vogelsang-gmbh.com<br />

Halle A6, Stand 237/336<br />

Der XRipper XRL-SIK in<br />

neuer B<strong>auf</strong>orm.<br />

BioCrack-Modul im Schnitt.<br />

INSPIRING ANSWERS<br />

IFAT<br />

05.-09. Mai 2014<br />

HALLE A5<br />

STAND 423/522<br />

„Wer sagt eigentlich, dass man<br />

für sauberes Trinkwasser ständig<br />

verschiedene Messgeräte<br />

im Blick haben muss?“<br />

Mit unserem Online-Analyse-System Typ 8905<br />

haben Sie jetzt alle Parameter der kontinuierlichen<br />

<strong>Wasser</strong>analyse in einem Gerät. Kompakt<br />

und modular bietet es die gesamte <strong>Wasser</strong>sensorik<br />

aus einer Hand – und <strong>auf</strong> einen Blick.<br />

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April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 427


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Neuheit aus Japan<br />

Für den Pumpenhersteller Tsurumi ist die IFAT Pflicht: Hier zeigen die Japaner stets Lösungen für Schmutzund<br />

<strong>Abwasser</strong>. In diesem Jahr stehen die TRN-Tauchbelüfter und Rührwerkspumpen für Medien mit hohem<br />

Feststoffanteil im Fokus. Zu<strong>dem</strong> soll eine neue, bislang nirgends gezeigte Pumpe erstmals der Öffentlichkeit<br />

vorgestellt werden.<br />

Die Neuentwicklung kommt erst<br />

kurz vor Messebeginn aus Japan<br />

und geht von Tsurumis Europa-<br />

Zentrale in Düsseldorf direkt nach<br />

München. Unter der Bezeichnung<br />

KTD 22.0 geführt, soll sie <strong>auf</strong> der<br />

bewährten KTZ-Serie robuster<br />

Vielzweckpumpen basieren. Gemäß<br />

Tsurumis Modellcode erwartet die<br />

Anwender ein Gerät mit 2-Zoll-<br />

Druckstutzen und 2,0 kW Motorleistung.<br />

Damit tritt diese Pumpe in einem<br />

hart umkämpften Marktsegment<br />

an.<br />

Anwendungsspezialist Carsten Bode vom japanischen<br />

Hersteller Tsurumi aus Düsseldorf zeigt einen der<br />

wartungsarmen TRN-Tauchbelüfter vor der Auslieferung.<br />

Mit doppelter Stärke geht die<br />

ebenfalls präsentierte KRS2-80 ans<br />

Werk. Die schwere Sedimentpumpe<br />

ist bereits <strong>auf</strong> Tsurumis Homepage<br />

gelistet. Mit ihrem Gehäuse aus<br />

massivem Gusseisen und <strong>dem</strong> 4-poligen<br />

Motor mit 4 kW Leistung ist sie<br />

für harte Einsätze gedacht, wenn also<br />

Medien mit großem Anteil nicht<br />

flüssiger Komponenten zu handhaben<br />

sind. Bis zu 1 670 Liter pro Minute<br />

setzt sie in Bewegung, wobei die<br />

Pumpenleistung für eine maximale<br />

Förderhöhe von 15,8 Metern ausgelegt<br />

ist. Ob Schlamm, Schlicker,<br />

Sand, Betonit, Kies und mehr: Was<br />

nicht flüssig ist, wird flüssig gemacht!<br />

Zu diesem Zweck ist ein<br />

Rührwerk vor der Einl<strong>auf</strong>öffnung<br />

montiert, um das Fördergemisch zu<br />

zerkleinern und somit fließfähiger<br />

zu machen. Wie gut das gelingt, <strong>dem</strong>onstriert<br />

Tsurumi in einem Kiesbecken<br />

live am Stand.<br />

In der <strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

mittels Sauerstoff- oder Gaseintrag<br />

sorgt der Hersteller mit seinen<br />

mechanischen TRN-Tauchbelüftern<br />

stets für Gesprächsstoff, treten sie<br />

doch gegen die verbreiteten Membransysteme<br />

an. Im Gegensatz zu<br />

diesen benötigen die TRN keinen<br />

Kompressor, müssen nicht starr<br />

montiert werden, besitzen keine<br />

empfindlichen und wartungsanfälligen<br />

Komponenten wie Membranen,<br />

können bei l<strong>auf</strong>en<strong>dem</strong> Klärbetrieb<br />

gewartet werden und lassen<br />

sich lastabhängig zu- oder abschalten.<br />

Obendrein wird damit eine zusätzliche<br />

Durchmischung des Beckens<br />

erzielt. Mit <strong>dem</strong> gezeigten<br />

Modell 32TRN21.5 lassen sich bis zu<br />

22 m³ Luft pro Stunde eintragen.<br />

Vorhandene Anschlüsse sind oft<br />

nutzbar, sodass die TRN Altsysteme<br />

problemlos ersetzen können. Auch<br />

TRN-Tauchbelüfter der Marke<br />

Tsurumi: Den Systemvorteil gegenüber<br />

Membransystemen erläutert<br />

der Hersteller <strong>auf</strong> der IFAT.<br />

Alle Abbildungen: © Tsurumi<br />

dieser Tauchbelüfter wird in einem<br />

Schaubecken im Dauerbetrieb l<strong>auf</strong>en,<br />

wie im Übrigen weitere Pumpen,<br />

beispielsweise der ultra-effiziente<br />

Flachsauger LSC. Mehr vorab<br />

dazu unter www.tsurumi.de im Internet.<br />

Kontakt:<br />

TSURUMI (EUROPE) GMBH,<br />

Ulrich Tempel,<br />

Heltorfer Straße 14,<br />

D-40472 Düsseldorf,<br />

Tel. (0211) 417937-450,<br />

Fax (0211) 417937-460,<br />

www.tsurumi.eu,<br />

www.tsurumi.de<br />

Halle A6, Stand 236<br />

April 2014<br />

428 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Neue Pumpen und Systeme von KSB<br />

Auf der diesjährigen IFAT präsentiert sich<br />

die KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal,<br />

als Komplettanbieter von Pumpen und Systemen<br />

für den <strong>Wasser</strong>transport, die <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung,<br />

die Entwässerung, den <strong>Abwasser</strong>transport<br />

sowie die <strong>Abwasser</strong>behandlung.<br />

Ein Höhepunkt der Präsentation wird eine<br />

neue Ausführung des hocheffizienten <strong>Abwasser</strong>transportsystems<br />

AmaDS³ sein. Die Anlage<br />

ist eine Kombination aus einem patentierten,<br />

trocken <strong>auf</strong>gestellten Feststoff-Trennsystem<br />

und zwei <strong>Abwasser</strong>pumpen in Prozessbauweise.<br />

Aufgrund des großen Markterfolges,<br />

den der Pumpenhersteller in den letzten Jahren<br />

mit dieser sehr energiesparenden Art des<br />

<strong>Abwasser</strong>transportes hatte, wird diese Baureihe<br />

weiter ausgebaut. So zeigt man <strong>auf</strong> der<br />

Messe eine B<strong>auf</strong>orm, die für besonders enge<br />

Platzverhältnisse konstruiert wurde.<br />

Zum ersten Mal stellt KSB in München einen<br />

neu entwickelten permanentmagneterregten<br />

Synchronantrieb für 6-Zoll-Unterwassermotorpumpen<br />

aus. Dieser benötigt zur Erzeugung<br />

seines Drehmoments im Gegensatz zu Asynchronmotoren<br />

keinen Strom im Läufer, da er<br />

sein Rotorfeld durch Magnete erzeugt. Deshalb<br />

hat dieser Antrieb keine Stromwärmeverluste<br />

im Läufer und kann deutlich bessere Wirkungsgrade<br />

erreichen als der klassische Asynchronmotor.<br />

Dank einer sehr hohen Leistungsdichte<br />

Ein Höhepunkt der Präsentation wird eine<br />

neue Ausführung des hocheffizienten<br />

<strong>Abwasser</strong>transportsystems AmaDS³ sein.<br />

© KSB Aktiengesellschaft, Frankenthal<br />

ist der Antrieb sehr kompakt. Für seinen Betrieb<br />

ist ein Frequenzumrichter erforderlich.<br />

Natürlich wird auch die jüngste Ausführung<br />

des von KSB in Serie gefertigten Synchron-<br />

Reluktanz motors SuPremE zu sehen sein. Dieser<br />

hat im Gegensatz zu Asynchronmotoren<br />

auch noch einen guten Wirkungsgrad, wenn<br />

er nicht mit voller Leistung läuft. Genau das<br />

kommt in der Realität aber sehr häufig vor, da<br />

viele Antriebe im geregelten Betrieb hauptsächlich<br />

mit abgesenkter Drehzahl arbeiten.<br />

Er wird in Kombination mit der neuesten<br />

Ausführung der meistverk<strong>auf</strong>ten <strong>Wasser</strong>normpumpe<br />

der Welt – der Etanorm – zu sehen<br />

sein. Dank ihrer sparsamen Hydraulik erfüllt die<br />

Baureihe heute schon die EU-Anforderungen<br />

(ErP-Richtlinie) der Durchführungs verordnung<br />

547/2012/EU für <strong>Wasser</strong>pumpen, die 2015 in<br />

Kraft treten.<br />

Drehzahlregelsysteme, wie der neue in<br />

München gezeigte PumpDrive, bieten die<br />

Möglichkeit, durch die Anpassung der Förderleistung<br />

an den tatsächlichen Bedarf Energiekosten<br />

zu senken. Alle Baugrößen haben ein<br />

durchgängiges Design bis zu einer Motorleistung<br />

von 55 kW. Sie können <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Motor,<br />

an der Wand oder im Schaltschrank verbaut<br />

werden und sind die einzigen Drehzahlregler,<br />

die neben Asynchron- auch Synchron-Reluktanzmotoren<br />

ansteuern können. Für größere Leistungen<br />

bis 1,4 MW stehen Frequenzumrichter<br />

in Buchformat mit der Schutzart IP20 zum<br />

Einbau in einen Schaltschrank zur Verfügung.<br />

Als Repräsentanten für das große Armaturenprogramm<br />

zeigt der Frankenthaler Hersteller<br />

weichdichtende Absperrklappen der Baureihe<br />

Isoria und BOAX. In <strong>dem</strong> französischen La Roche-<br />

Chalais und im spanischen in Burgos fertigt<br />

KSB Absperrklappen für den <strong>Wasser</strong>transport<br />

sowie die <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung bis zu einer<br />

Nennweite von 4,7 Metern.<br />

Auf einem Extra-Bereich stellt die KSB-<br />

Service GmbH ihr umfangreiches Portfolio vor.<br />

Dieses reicht von klassischen Instandhaltungsthemen<br />

über Energie-Effiziensberatung bis<br />

hin zu Retrofitting und Reverse-Engineering.<br />

Kontakt:<br />

KSB Aktiengesellschaft,<br />

Johann-Klein-Straße 9, D-67227 Frankenthal,<br />

Tel. (06233) 86-0, E-Mail: info@ksb.com, www.ksb.com<br />

Halle A6, Stand 321/420<br />

iPERL - bahnbrechende<br />

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...die Zukunft<br />

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Sensus GmbH Ludwigshafen<br />

Industriestraße 16, 67063 Ludwigshafen<br />

Sensus GmbH Hannover<br />

Meineckestraße 10, 30880 Laatzen<br />

Tel.: 0621 / 6904-1113<br />

info.de@sensus.com<br />

www.sensus.com<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 429


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Hoher Wirkungsgrad durch optimierte Motoren<br />

und Hydrauliken<br />

HOMA stellt neue Tauchmotorpumpen-Generation vor<br />

Um einen hohen Gesamtwirkungsgrad zu erzielen,<br />

wurden bei der EffTec-Baureihe sowohl die Motoren<br />

als auch die Hydrauliken neu konzipiert: Insbesondere<br />

die wesentlichen Komponenten jeder Kreiselpumpe,<br />

das L<strong>auf</strong>rad und das Pumpengehäuse,<br />

wurden komplett neu entwickelt.<br />

© HOMA Pumpenfabrik GmbH<br />

Energieeffizienz ist inzwischen<br />

auch in der <strong>Abwasser</strong>entsorgung<br />

von höchster Bedeutung, bestimmt<br />

sie doch maßgeblich die<br />

Wirtschaftlichkeit. Um daher den<br />

Wirkungsgrad der hier verwendeten<br />

Tauchmotorpumpen noch weiter<br />

zu erhöhen, hat die <strong>auf</strong> diese<br />

Technologie spezialisierte HOMA<br />

Pumpenfabrik GmbH jetzt Motor<br />

und Hydraulik ihrer Aggregate neu<br />

konzipiert: Nicht nur die Effizienz<br />

der Motoren wurde verbessert,<br />

dank einer permanenten Motorkühlung<br />

können auch alle Typen der<br />

neuen EffTec-Baureihe getaucht<br />

oder trocken betrieben werden.<br />

Hierbei sind vielfältige Überwachungsmöglichkeiten<br />

schon ab der<br />

kleinsten Motorgröße realisierbar.<br />

Die Hydrauliken wurden mechanisch<br />

optimiert, wodurch sie sich<br />

nun neben ihrem hohen Wirkungsgrad<br />

auch durch eine besondere<br />

L<strong>auf</strong>ruhe auszeichnen, was die Lebensdauer<br />

der insgesamt bereits<br />

sehr robusten Konstruktion zusätzlich<br />

erhöht. Die Neuentwicklungen<br />

werden zusammen mit den bewährten<br />

Schneidwerkpumpen von<br />

HOMA <strong>auf</strong> der IFAT in München erstmals<br />

präsentiert.<br />

„Eine Tauchmotorpumpe muss<br />

in all ihren Komponenten – sowohl<br />

Motor als auch Hydraulik – effizient<br />

arbeiten, um den größtmöglichen<br />

Gesamtwirkungsgrad und damit<br />

den geringsten Energieverbrauch<br />

erreichen zu können“, erklärt Martin<br />

Senkowski, Leiter Konstruktion und<br />

Entwicklung bei HOMA. Zu diesem<br />

Zweck entwickelte das Unternehmen,<br />

dessen Kernkompetenz in diesem<br />

Bereich liegt, zunächst ein neues<br />

Konzept für die Motoren, die sich<br />

nun wahlweise nass oder trocken<br />

<strong>auf</strong>stellen lassen. Möglich wird dies<br />

durch das PermaCool-System, eine<br />

neuartige, permanente Motorkühlung.<br />

Darüber hinaus erlaubt es die<br />

neue Motorengeneration, noch<br />

spezifischer <strong>auf</strong> Sonderwünsche der<br />

Kunden einzugehen: Unter anderem<br />

wurde bei der Konstruktion der<br />

Aggregate dar<strong>auf</strong> Wert gelegt, dass<br />

alle üblichen Überwachungseinrichtungen<br />

selbst bei kleinen Motorgrößen<br />

realisierbar sind. So kann<br />

beispielsweise ein Schwimmer als<br />

Leckageüberwachung der oberen<br />

Gleitringdichtung verwendet oder<br />

das zum Patent angemeldete Pumpendiagnosesystem<br />

HOMA VICON<br />

eingesetzt werden.<br />

Erhöhung der Wirkungsgrade<br />

bei geringer Verstopfungsgefahr<br />

Gleichzeitig sorgt das neue Design<br />

dafür, dass sich der Kühlmantel<br />

nicht mit Feststoffen zusetzen kann,<br />

wodurch eine hohe Betriebssicherheit<br />

erreicht wird. Dies wird noch<br />

unterstützt durch die mechanisch<br />

sehr robuste Konstruktion und die<br />

geringe Wicklungstemperatur, die<br />

zu einer niedrigeren thermischen<br />

Beanspruchung und damit zu einer<br />

längeren Lebensdauer führt. Der<br />

Wirkungsgrad der Motoren konnte<br />

deutlich verbessert werden, die Modelle<br />

der EffTec-Baureihe erreichen<br />

damit die Klasse Premium Efficiency<br />

IE 3.<br />

Um einen hohen Gesamtwirkungsgrad<br />

zu erzielen, wurden zusammen<br />

mit den Motoren auch die<br />

Hydrauliken verändert: Insbesondere<br />

die wesentlichen Komponenten<br />

jeder Kreiselpumpe, das L<strong>auf</strong>rad<br />

und das Pumpengehäuse, wurden<br />

komplett neu entwickelt. „Die Beschaffenheit<br />

des <strong>Abwasser</strong>s hat sich<br />

in den letzten Jahren deutlich verändert,<br />

es enthält immer mehr Feststoffe<br />

und immer weniger <strong>Wasser</strong>.<br />

Daher wird eine Pumpe benötigt,<br />

die auch unter solchen Bedingungen<br />

zuverlässig arbeitet“, erläutert<br />

Senkowski. Die neue Baureihe verwendet<br />

deshalb ausschließlich geschlossene<br />

Einkanalräder mit großen<br />

Kugeldurchgängen, das heißt<br />

einem großen freien Durchgang für<br />

Feststoffe. Für die technisch sehr<br />

schwierige Optimierung dieser<br />

Komponenten griff das Unternehmen<br />

<strong>auf</strong> seine jahrzehnte-<br />

April 2014<br />

430 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

lange Erfahrung zurück und kombinierte<br />

diese mit modernster Strömungssimulationssoftware.<br />

Auf diese Weise<br />

konnten die Wirkungsgrade der Einkanalräder<br />

deutlich verbessert werden, bei weiterhin<br />

geringer Verstopfungsgefahr. Zu<strong>dem</strong><br />

wurden die Hydrauliken mechanisch<br />

dahingehend überarbeitet, dass die Eff-<br />

Tec-Baureihe eine sehr hohe L<strong>auf</strong>ruhe <strong>auf</strong>weist,<br />

die die Beanspruchung aller Bauteile<br />

minimiert.<br />

Bewährte Schneidwerkstechnik für<br />

feststoffhaltige Fördermedien<br />

Auf der Messe werden die Neuentwicklungen<br />

erstmals präsentiert. Darüber hinaus<br />

werden hier auch die bekannten HOMA-<br />

Schneidwerkpumpen für <strong>Abwasser</strong>technik<br />

ausgestellt, die zu den technisch führenden<br />

Lösungen <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Markt zählen. So zerkleinert<br />

das vorgeschaltete, 55 HRC harte<br />

Edelstahl-Schneidwerk der Barracuda GRP-<br />

Baureihe Feststoffe im Fördermedium zuverlässig,<br />

wodurch in den nachfolgenden<br />

Leitungen auch Rohre mit kleineren Durchmessern<br />

verbaut werden können.<br />

Für Pumpstationen mit großen Fördermengen<br />

wurde daneben das ASC-System<br />

mit einem freien Durchgang bis 100 mm<br />

entwickelt, das in seiner einstellbaren<br />

Schneideinrichtung zwei rotierende und<br />

ein feststehendes Hartmetall-Messer der<br />

Härte 90 HRA verbindet und so gleich<br />

doppelt vor einem Blockieren der Pumpe<br />

schützt.<br />

FILTRATIONSKOMPETENZ FÜR<br />

WASSERAUFBEREITUNG<br />

IFAT ENTSORGA, HALLE A2, STAND 408<br />

Kontakt:<br />

HOMA Pumpenfabrik GmbH,<br />

Industriestraße 1,<br />

D-53819 Neunkirchen-Seelscheid,<br />

Tel. (02247) 702-0,<br />

Fax (02247) 702-44,<br />

E-Mail: info@homa-pumpen.de,<br />

www.homapumpen.de<br />

Halle A6, Stand 123/224<br />

Reduktion von Mikrobiologie und hohe Durchfl ussleistung<br />

bei gleichzeitigem Erhalt lebenswichtiger Mineralien<br />

und geschmacksbildender Stoffe: Wir sind der Spezialist<br />

für innovative Lösungen im Bereich der <strong>Wasser</strong>fi ltration und<br />

-<strong>auf</strong>bereitung. Unkomplizierte Kombinationen aus unseren<br />

Beutel-, Kerzen-, Siebkorb-, Rückspül- und Membranfi<br />

ltern garantieren fl exible <strong>Wasser</strong>fi ltrationslösungen für eine<br />

Vielzahl von Anwendungen. Von der Grobfi ltration bis zur<br />

Membranfi ltration können unterschiedlichste Trenngrenzen<br />

und Volumenströme abgedeckt werden.<br />

www.mahle-industry.com<br />

Industry<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 431


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Energieeffiziente Antriebslösungen<br />

für die <strong>Abwasser</strong>technik <strong>auf</strong> einem neuen Niveau<br />

Blockpumpen<br />

der Baureihe<br />

UNIVERS-A<br />

werden bevorzugt<br />

in verfahrenstechnischen<br />

Anlagen<br />

eingesetzt und<br />

sind jetzt auch<br />

mit einem<br />

PM-Motor<br />

erhältlich.<br />

© Herborner<br />

Pumpenfabrik<br />

Die Herborner Pumpenfabrik informiert<br />

<strong>auf</strong> der IFAT über energieeffiziente<br />

und zuverlässige Pumpenlösungen<br />

der neuesten Generation<br />

für den <strong>Abwasser</strong>bereich. Dabei<br />

präsentiert das Unternehmen<br />

ein breites Produktspektrum: von<br />

Pumpen für abrasive Fördermedien<br />

– z. B. für Kläranlagen – über <strong>Abwasser</strong>blockpumpen<br />

für verfahrenstechnische<br />

Anlagen bis hin zu<br />

Tauchmotorpumpen für den kommunalen<br />

und industriellen <strong>Abwasser</strong>bereich.<br />

Neu im Programm und<br />

<strong>auf</strong> der Messe erstmals präsentiert<br />

ist die UNIPUMP-V, eine Pumpengeneration<br />

für Vakuumentwässerungssysteme.<br />

Gesteigerte Effizienz für die<br />

<strong>Abwasser</strong>technik<br />

Ein besonderer Schwerpunkt <strong>auf</strong><br />

der Messe liegt <strong>auf</strong> energieeffizienten<br />

und leistungsstarken Pumpenlösungen<br />

– angetrieben mit Motoren<br />

der höchstmöglichen Energieveffizienz.<br />

Mit <strong>dem</strong> Einsatz der<br />

äußerst effizienten PM-Motoren<br />

(Permanent-Magnet-Motoren) bzw.<br />

leistungsoptimierter Asynchronmotoren<br />

erzielen die Herborner <strong>Abwasser</strong>blockpumpen<br />

der UNIVERS-<br />

A- Typen enorme Energieeinsparungen<br />

und verbessern dabei merklich<br />

den Wirkungsgrad um bis zu 13 %.<br />

Sie erreichen somit durchgehend<br />

jetzt schon die Motorenwirkungsgrade<br />

der Premium Efficiency Class<br />

(IE3), die erst ab <strong>dem</strong> Jahr 2015 per<br />

Gesetz verlangt werden.<br />

Für den Antrieb von PM-Mo -<br />

toren werden Frequenzumrichter benötigt,<br />

womit sich die Pumpen <strong>auf</strong><br />

die korrekten Anlagenbedürfnisse<br />

einstellen lassen. Das macht weitere<br />

Energieeinsparung möglich.<br />

Neben der Weiterentwicklung<br />

der <strong>Abwasser</strong>blockpumpen wurde<br />

von der Herborner Pumpenfabrik<br />

auch die Tauchmotorenbaureihe<br />

unter die „Energielupe“ genommen<br />

und einer Untersuchung zur Verbesserung<br />

der Wirkungsgrade unterzogen.<br />

Hierbei wurde die Motorentechnik<br />

weiterentwickelt und die<br />

Tauchmotorpumpen, obwohl sie<br />

von der Gesetzgebung bezüglich<br />

der Verbesserung der Wirkungsgrade<br />

nicht betroffen waren, ebenfalls<br />

<strong>auf</strong> IE3 angehoben. Die neue Generation<br />

der UNIVERS-T-IE3-Pumpen<br />

helfen den Betreibern hierüber erhebliche<br />

Einsparungen zu erzielen.<br />

Mehr Leistung durch höhere<br />

Wirkungsgrade, weniger Betriebskosten<br />

dank geringerem Energieverbrauch<br />

und dadurch auch ein<br />

geringer CO 2 - Ausstoß – das sind die<br />

maßgeblichen Merkmale der neuen<br />

IE3-Motorentechnik. Gerade für den<br />

Einsatz im <strong>Abwasser</strong>bereich sind die<br />

Herborner <strong>Abwasser</strong>pumpen somit<br />

optimal geeignet.<br />

„Der wesentliche Vorteil unserer<br />

energetisch optimierten <strong>Abwasser</strong>pumpen<br />

besteht darin, dass sie den<br />

Wirkungsgrad erheblich verbessern.<br />

So sorgen sie für mehr Leistung bei<br />

sehr geringen Life-Cycle-Costs“, erklärt<br />

Sascha Korupp, technischer<br />

Leiter der Herborner Pumpenfabrik.<br />

Daher macht sich eine Investition in<br />

die neue <strong>Abwasser</strong>pumpentechnik<br />

auch schnell bezahlt. Je nach Pumpenleistung<br />

und -l<strong>auf</strong>zeit amortisiert<br />

sich die Investition in die höherwertige<br />

Technologie in weniger<br />

als 1,5 Jahren.<br />

Die Neuentwicklung der UNI-<br />

PUMP-V ist speziell für Unterdruckentwässerungssysteme<br />

konzipiert<br />

worden. Hierbei zeigt sich der große<br />

Vorteil der extrem kompakten Bauweise<br />

einer <strong>Abwasser</strong>pumpe für die<br />

kommunale <strong>Abwasser</strong>technik, welche<br />

über einen Riementrieb mit<br />

gleichem Antrieb auch die für den<br />

Betrieb des Entwässerungssystems<br />

notwendige Vakuumpumpe treibt.<br />

Der Anlagenbetreiber erhält somit<br />

ein Kompaktaggregat zur <strong>Abwasser</strong>förderung<br />

und kann nach bisher<br />

im Markt gängigen Konzepten einen<br />

zusätzlichen Antrieb für die<br />

Vakuumpumpe vermeiden.<br />

Kontakt:<br />

Herborner Pumpenfabrik,<br />

J.H. Hoffmann GmbH & Co. KG,<br />

Littau 3-5,<br />

D-35745 Herborn,<br />

Tel. (02772) 933-0,<br />

Fax (02772) 933-100,<br />

E-Mail: info@herborner-pumpen.de,<br />

www.herborner-pumpen.de<br />

Halle A6, Stand 218<br />

April 2014<br />

432 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Alldur-Statoren von Colfax Fluid Handling<br />

mit bis zu dreifacher Standzeit<br />

Die Allweiler GmbH, ein Unternehmen<br />

der Colfax Corp., stellt <strong>auf</strong><br />

der Messe ein neues Statormaterial<br />

vor. „Alldur“ ist speziell für den Einsatz<br />

in Kläranlagen und die Förderung<br />

von abrasiven Abwässern entwickelt.<br />

Durch die neue Rezeptur des Elastomers<br />

und der Weiterverarbeitungsmethode<br />

steigt die Standzeit bis <strong>auf</strong><br />

das Dreifache. „Alldur“-Statoren sind<br />

ab sofort für alle Exzenterschneckenpumpen<br />

des Herstellers lieferbar.<br />

Jährlich liefert das Bottroper Werk<br />

weltweit etwa 8 500 Exzenterschneckenpumpen<br />

für Klärwerke aus.<br />

Das Bottroper Werk ist seit mehr<br />

als 50 Jahren einer der führenden<br />

deutschen Hersteller von Exzenterschneckenpumpen.<br />

Diese sind <strong>auf</strong><br />

den Einsatz in der <strong>Abwasser</strong>behandlung<br />

optimiert.<br />

Allweiler produziert als einer der<br />

wenigen Hersteller alle Teile seiner<br />

Exzenterschneckenpumpen selbst in<br />

Deutschland. Besonders wichtig sind<br />

die Statoren der Pumpen, die exakt<br />

<strong>auf</strong> das jeweilige Fördermedium abgestimmt<br />

werden. Elvis Kovačević,<br />

verantwortlich für die Exzenterschneckenpumpen<br />

bei Allweiler:<br />

„Wir wählen aus 20 Elastomermischungen<br />

jeweils die aus, die für den<br />

Anwender im Klärwerk am wirtschaftlichsten<br />

ist.“. Der neue „Alldur“-<br />

Stator hält bis zu dreimal länger als<br />

andere bisher eingesetzte Statoren.<br />

Die „Alldur“-Rezeptur ist dar<strong>auf</strong><br />

abgestimmt, gegen mechanische<br />

Einwirkungen maximalen Widerstand<br />

zu bieten. „Die Abnutzung ist<br />

selbst im Dauerbetrieb bei der Förderung<br />

stark verunreinigter und mit<br />

Feststoffen belasteter Abwässer äußerst<br />

gering“, so Alfred Paul, der als<br />

Entwicklungsleiter bei Allweiler für<br />

die neue Rezeptur verantwortlich ist.<br />

Der neue Stator ist zu<strong>dem</strong> besonders<br />

elastisch und zugfest, besitzt einen<br />

sehr hohen Weiterreiß widerstand und<br />

ist über einen großen Temperaturbereich<br />

einsetzbar.<br />

Kontakt:<br />

Allweiler GmbH,<br />

Elvis Kovačevič,<br />

Kirchhellener Ring 77–79,<br />

D-46244 Bottrop,<br />

Tel. (02045) 966-660,<br />

Fax (02045) 966-679,<br />

E-Mail: e.kovacevic@<br />

allweiler.de,<br />

www.allweiler.de<br />

Halle A6, Stand 129/230<br />

Excellence in Fluid Technology<br />

Eine Dosieranlage für Fällmittel in<br />

5 Minuten fix und fertig konfiguriert?<br />

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planenden Prozess<br />

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sera-Straße 1<br />

34376 Immenhausen<br />

Tel.: +49 5673 999-02<br />

Fax +49 5673 999-03<br />

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Das neue<br />

Statormaterial<br />

„Alldur“ hat<br />

die Allweiler<br />

GmbH speziell<br />

für den Einsatz<br />

in Kläranlagen<br />

und die Förderung<br />

von<br />

ab rasiven<br />

Abwässern<br />

entwickelt.<br />

© Allweiler GmbH<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 433


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

SOLID, das innovative Safe Operation<br />

Logic Impeller Design von Wilo<br />

So wirkungsvoll wie ein Kanalrad,<br />

so zuverlässig wie ein Freistroml<strong>auf</strong>rad<br />

– die vom Dortmunder<br />

Pumpenproduzenten Wilo entwickelte<br />

L<strong>auf</strong>radform SOLID (Safe<br />

Operation Logic Impeller Design)<br />

vereint die Vorzüge beider Konstruktionsansätze<br />

und führt die Förderung<br />

von Rohabwasser mit hohem<br />

Feststoffanteil zur Perfektion.<br />

Wilo-SOLID vermindert Ablagerungen,<br />

minimiert Vibrationen und entwickelt<br />

dabei hydraulische Wirkungsgrade<br />

von bis zu 81 %. Mit<br />

diesem Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit<br />

und Effizienz setzt Wilo<br />

Maßstäbe. Das Einsparpotenzial<br />

beim Pumpenbetrieb kann bis zu<br />

einem Viertel der Stromkosten ausmachen<br />

– so berechnet im Vergleich<br />

mit <strong>dem</strong> Verbrauch von Freistroml<strong>auf</strong>rädern.<br />

L<strong>auf</strong>rad-Geometrie<br />

der Extraklasse<br />

Die Stärken von Wilo-SOLID sind genau<br />

<strong>auf</strong> die Herausforderungen in<br />

der modernen <strong>Abwasser</strong>entsorgung<br />

abgestimmt. Einerseits gefährdet<br />

der durch sparsamen Umgang<br />

mit <strong>Wasser</strong> erhöhte Feststoffanteil<br />

im <strong>Abwasser</strong> den reibungslosen<br />

Betrieb der Entsorgungssysteme:<br />

Es kommt immer häufiger zu<br />

Verstopfungen, die sich nur mit<br />

größerem Arbeits- und Energie<strong>auf</strong>wand<br />

wieder beseitigen lassen. Andererseits<br />

lautet die Maßgabe jedoch,<br />

mit Energie effizient zu wirtschaften.<br />

Dieses Dilemma löst Wilo-<br />

SOLID: Die neue L<strong>auf</strong>rad-Geometrie<br />

bietet optimale hydraulische Eigenschaften,<br />

in<strong>dem</strong> sie eine hohe Betriebssicherheit<br />

gewährt und einen<br />

sehr guten Wirkungsgrad entfaltet.<br />

Die neuartige Geometrie des L<strong>auf</strong>rads Wilo-SOLID sorgt für eine definierte<br />

Strömungsführung, die Ablagerungen verhindert und die Pumpenleistung<br />

unterstützt. Damit lässt sich selbst Rohabwasser effizient<br />

und sicher fördern. Alle Abbildungen: © WILO SE<br />

Strömungsführung fördert<br />

Leistung und Sicherheit<br />

Um die Kombination dieser Vorteile<br />

zu realisieren, wurde Wilo-SOLID<br />

mit einer optimierten Feststoffführung<br />

versehen. Strömungsnuten im<br />

Saugmund verursachen leichte Verwirbelungen,<br />

was Ablagerungen<br />

vermindert sowie Stillstandzeiten<br />

und Servicekosten reduziert. Groß<br />

dimensionierte Durchgänge lassen<br />

auch gröbere Partikel problemlos<br />

passieren. Dabei unterstützt das Design<br />

von Wilo-SOLID zugleich auch<br />

die Pumpenleistung, denn die Geometrie<br />

des Austrittkanals ermöglicht<br />

eine äußerst homogene Strömungsführung.<br />

So kommt das L<strong>auf</strong>rad<br />

<strong>auf</strong> Volumenströme von bis zu<br />

630 L/s und Förderhöhen bis maximal<br />

50 m.<br />

Vibrationen reduziert,<br />

Standzeit maximiert<br />

Wilo-SOLID arbeitet auch nach längerem<br />

Einsatz noch mit außergewöhnlich<br />

hoher Zuverlässigkeit. Dazu<br />

trägt die enorme L<strong>auf</strong>ruhe bei,<br />

die sich aus der innovativen Form<br />

ergibt. Dadurch, dass dank der optimierten<br />

Strömungswege Vibrationen<br />

minimiert werden, werden die<br />

Lager und damit auch die gesamte<br />

Anlage in deutlich geringerem Maß<br />

beansprucht. Auch ein Härten der<br />

Kanten ist <strong>auf</strong>grund des geringen<br />

Verschleißes nicht erforderlich. Darüber<br />

hinaus besteht für den Einsatz<br />

in besonders aggressiven Fördermedien<br />

die Möglichkeit, das L<strong>auf</strong>rad<br />

mit der Beschichtung Wilo-Ceram<br />

zu versehen, die korrosiven sowie<br />

abrasiven Verschleiß nachhaltig<br />

verringert und die Langlebigkeit<br />

der Installation zusätzlich fördert.<br />

Energie- und Servicekosten<br />

deutlich gesenkt<br />

Nicht zuletzt die Lebenszykluskosten<br />

beweisen, dass Wilo-SOLID eine<br />

der effizientesten Lösungen zur Förderung<br />

von Rohabwasser ist. Gegenüber<br />

vergleichbaren, beispielsweise<br />

mit Freistroml<strong>auf</strong>rädern ausgerüsteten<br />

Pumpen fallen die<br />

Anschaffungskosten nicht höher<br />

aus, dafür aber die Einsparungen:<br />

April 2014<br />

434 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Dank geringerer Energie- und Service<strong>auf</strong>wendungen<br />

eröffnet Wilo-SOLID<br />

ein Einsparpotenzial von 36 235 €<br />

gegenüber Freistroml<strong>auf</strong>rädern. Die<br />

Werte sind für eine fünfjährige<br />

Betriebszeit errechnet und verdeutlichen,<br />

wie sich mit der innovativen<br />

Konstruktion in kurzer Zeit schon<br />

große Geldbeträge sparen lassen.<br />

Wer sich für Wilo-SOLID entscheidet,<br />

muss dabei nicht zwingend in<br />

eine komplett neue <strong>Abwasser</strong>pumpe<br />

investieren: Mehrere Typen der<br />

Baureihe Wilo-EMU FA können auch<br />

nachträglich noch mit den neuen<br />

L<strong>auf</strong>rädern umgerüstet werden.<br />

Kontakt:<br />

WILO SE,<br />

Nortkirchenstraße 100, D-44263 Dortmund,<br />

Tel. (0231) 41020, Fax (0231) 41027363,<br />

E-Mail: wilo@wilo.com, www.wilo.com<br />

Halle A5, Stand 111/210<br />

Halle A6, Stand 337/436<br />

Wilo-SOLID weist im Saugmund Strömungsnuten<br />

<strong>auf</strong>, die leichte Verwirbelungen hervorrufen<br />

und so Ablagerungen vorbeugen.<br />

Dadurch kommt es weitaus seltener zu<br />

kostspieligen Stillstandzeiten und Serviceeinsätzen.<br />

Das unterstützt einen sparsamen<br />

Betrieb: Bei einem Vergleich der Lebenszykluskosten<br />

erweist sich Wilo-SOLID als bis<br />

zu 36 235 € günstiger als Freistroml<strong>auf</strong>räder.<br />

Die Durchgänge des Wilo-SOLID-Designs<br />

sind gezielt groß dimensioniert, damit auch<br />

gröbere Partikel reibungslos gefördert<br />

werden können. Da die Geometrie des<br />

Austrittkanals eine homogene Strömungsführung<br />

gewährt, wird auch die Pumpenleistung<br />

verbessert: Volumenströme bel<strong>auf</strong>en<br />

sich <strong>auf</strong> bis zu 630 L/s und Förderhöhen bis<br />

maximal 50 m.<br />

Opera wireless M - Bus - Funksystem<br />

Walk - by Funksystem von ZENNER<br />

nach <strong>dem</strong> europäischen<br />

OMS - Standard<br />

6. bis 8. Mai Köln<br />

Messe Stand A 60<br />

5. bis 9. Mai, Messe<br />

München Halle A5,<br />

Stand 512<br />

EnergieTechnik<br />

Speziell für den europäischen Markt hat ZENNER das wireless M-Bus-Funksystem Opera<br />

nach <strong>dem</strong> europäischen Standard OMS (Open-Metering-System) entwickelt. Den Betreibern<br />

von modernen Smart Metering Messsystemen bietet OMS zukunftsfähige Messtechnik und<br />

Investitionssicherheit, denn alle OMS-Zähler mit wM-Bus-Schnittstelle lassen sich - unabhängig<br />

vom Hersteller - in das wireless M-Bus-Funksystem von ZENNER einbinden.<br />

www.zenner.de<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 435<br />

Alles, was zählt.


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Flygt Experior von Xylem – Qualität und Innovation<br />

treffen <strong>auf</strong> Energieeffizienz<br />

Flygt Experior von Xylem.<br />

Der Flygt Experior von Xylem<br />

setzt neue Maßstäbe im <strong>Abwasser</strong>bereich.<br />

Die Kombination<br />

aus innovativer Hydraulik, effizienten<br />

Motoren und intelligenter Steuerungstechnologie<br />

ist das erste<br />

energiesparende Gesamtkonzept<br />

für Pumpstationen. Komponenten<br />

und Funktionen können je nach Anwendung<br />

und Erfordernis kombiniert<br />

werden.<br />

© Xylem Water Solutions Deutschland GmbH<br />

Adaptive N-Hydraulik<br />

Durch die Erweiterung der bisherigen,<br />

erfolgreichen Technologie um<br />

das adaptive N-L<strong>auf</strong>rad können nun<br />

langfaserige, dicke und feste Materialien<br />

verstopfungsfrei transportiert<br />

werden. Die für mehr Komfort<br />

veränderten Hygienemittel in europäischen<br />

Haushalten machten eine<br />

solche Adaption mehr als sinnvoll,<br />

um den effizienten Betrieb moderner<br />

Kläranlagen dauerhaft zu gewährleisten<br />

– denn dafür steht die<br />

Marke Flygt inzwischen seit mehr<br />

als 50 Jahren.<br />

Wie funktioniert die adaptive N-<br />

Technologie? Treffen feste oder<br />

langfaserige Stoffe <strong>auf</strong> das L<strong>auf</strong>rad,<br />

bewegt es sich <strong>dem</strong> steigenden<br />

Druck entsprechend axial nach<br />

oben, befördert die Feststoffe hindurch<br />

und senkt sich wieder in die<br />

Ausgangsposition ab – Flexibilität,<br />

die sich auszahlt.<br />

Intelligente SmartRun<br />

Steuerung<br />

Die intelligente SmartRun-Steuerung<br />

ist das zweite Highlight von<br />

Flygt Experior. Neben der schnellen<br />

Installation, der intuitiv einfachen<br />

Bedienung sowie der Kompatibilität<br />

mit anderen Steuerungselementen<br />

sprechen die Funktionen von Smart-<br />

Run für sich: Energiesparfunktion,<br />

Reinigungsfunktionen für Hydraulik,<br />

Pumpensumpf und Rohre sowie<br />

Temperatur- und Leckageüberwachung.<br />

Das sorgt bei der Installation<br />

und im täglichen Betrieb für eine<br />

enorme Steigerung an Benutzerfreundlichkeit<br />

und sichert den störungsfreien<br />

Betrieb. Alle wichtigen<br />

Parameter sind voreingestellt – das<br />

spart Zeit bei der Installation. Der<br />

Energiebedarf wird automatisch reguliert<br />

– auch durch diese Neuerung<br />

spart der Betreiber. Die Sensorik<br />

der SmartRun-Steuerung erkennt<br />

außer<strong>dem</strong> Verstopfungen und reinigt<br />

diese sowie die Rohre und den<br />

Pumpensumpf in regelmäßigen Abständen,<br />

wodurch sich Wartungskosten<br />

drastisch reduzieren lassen.<br />

Premium-Motoren­<br />

Technologie<br />

Die dritte Komponente sind die<br />

hocheffizienten Motoren. Klein,<br />

leicht und dennoch robust und ausdauernd<br />

sind sie optimiert für <strong>Abwasser</strong>-Pumpanwendungen.<br />

Die<br />

neue Motorengeneration profitiert<br />

von den 50 Jahren Erfahrung, die<br />

Flygt als weltweit führender Entwickler<br />

und Hersteller von Motoren<br />

für <strong>Abwasser</strong>pumpen hat. Einige<br />

Modelle verfügen heute bereits<br />

über hocheffiziente Permanentmagnetmotoren<br />

(LSPM). Die dadurch<br />

erreichte Leistungssteigerung von<br />

vier Prozent macht sich im Dauereinsatz<br />

schnell bemerkbar. Die<br />

LSPM-Ausstattung, die weltweit erste<br />

für eine <strong>Abwasser</strong>pumpe, wurde<br />

erstmals 2009 in einem Flygt Kompakt-Rührwerk<br />

eingeführt.<br />

Auf insgesamt drei Messeständen<br />

präsentiert sich der <strong>Wasser</strong>technologie-Spezialist:<br />

in Halle A3,<br />

Stand 420 zum Thema Mikroverunreinigungen<br />

sowie in Halle A5 Stand<br />

135/234 zum Thema Messen und<br />

Analysieren. Der größte Stand mit<br />

rund 500 m 2 befindet sich in Halle<br />

A6, Stand 439/539. Hier wird die<br />

ganze <strong>Wasser</strong>welt von Xylem zu sehen<br />

sein.<br />

Kontakt:<br />

Xylem Water Solutions Deutschland GmbH,<br />

Bayernstraße 11,<br />

D-30855 Langenhagen,<br />

Tel. (0511) 7800-0,<br />

Fax (0511) 782 893,<br />

E-Mail: info.de@xyleminc.com,<br />

www.xylemwatersolutions.com/de<br />

April 2014<br />

436 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


Putzmeister Performance Line<br />

Das neue hydraulisch angetriebene<br />

Doppelkolben-Pumpsystem der<br />

Putzmeister Performance Line bietet für<br />

den Kunden alle Vorteile einer ökonomischen<br />

Serienproduktion. Es ist die Synergie<br />

aus Leistungsoptimierung und<br />

Serien-Konzept-Gestaltung – <strong>auf</strong> das<br />

Wesentliche konzentriert – für ein optimales<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

Die langjährige Erfahrung zeigt die<br />

beste Konfiguration. Denn die Putzmeister<br />

Performance Line beinhaltet<br />

die Ingenieurs- und Planungs-Leistung<br />

aus unzähligen Projekten – Made in<br />

Germany. Ob in der Industrie, im Bergbau,<br />

bei der Öl- und Gasförderung, der<br />

Kraftwerkstechnik, oder im Umgang<br />

mit Klärschlamm und Biomasse.<br />

Das vorgeplante System<br />

ist optimiert <strong>auf</strong> alle Arten<br />

von Dickstoffen<br />

Nach 30 Jahren Erfahrung in der Förderung<br />

von Schlämmen und schwer<br />

pumpbaren Medien, wurde eine<br />

Maschinentechnik entwickelt, deren<br />

Komponenten optimal <strong>auf</strong> einander<br />

abgestimmt sind und die höchste Funktionssicherheit<br />

bietet. Insbesondere ist<br />

das Herzstück, die Putzmeister KOS-<br />

Doppelkolbenpumpe mit S-Rohrweiche,<br />

zur Förderung von hochviskosen<br />

Schlämmen und Fördermaterialien mit<br />

hohem Grobkörperanteil geeignet. Das<br />

Haupteinsatzgebiet der KOS-Reihe sind<br />

Materialien mit extremsten Anforderungen,<br />

wie z. B. Bioabfälle aus <strong>dem</strong><br />

Hausmüll, Rezirkulat einer Biogasanlage,<br />

entwässerte Klärschlämme, Ölschlämme,<br />

Drillcuttings, Dickstoffe mit hoher<br />

Viskosität.<br />

Putzmeister KOS 1040 Performance Line.<br />

Das Performance Line System besteht<br />

aus folgenden Komponenten:<br />

••<br />

Die Pumpe: ölhydraulische<br />

Doppelkolbenpumpe mit<br />

S-Rohrweiche (KOS)<br />

••<br />

Die Zuführeinrichtung: elektrisch<br />

betriebene frequenzgesteuerte<br />

Schnecke/Misch-Schnecke<br />

••<br />

Der Antrieb: hydraulikaggregat<br />

der Serie CE und CI; 10 000-fach<br />

bewährte Technologie<br />

••<br />

Die Steuerung: modernes Automatisierungs-<br />

und Visualisierungssystem<br />

••<br />

Das Zubehör: technisch erprobtes<br />

und abgestimmtes Zubehör im<br />

Industriestandard<br />

Die KOS Doppelkolben-Pumpe erlaubt<br />

eine große Querschnittförderung und<br />

pumpt störungsfrei Fremdkörper von<br />

100 mm (KOS 1040) bis zu 120 mm (KOS<br />

1070) Größe. Sie ist ausgelegt für einen<br />

24-Stunden/7-Tage-Betrieb und erzielt<br />

eine hohe Pumpleistung (bis 60 m³/h)<br />

bei geringem Energieverbrauch. Die<br />

optimierte Steuerung sorgt für eine einfache<br />

Bedienung und optimale Visualisierung<br />

sowie eine einfache Einbindung<br />

in die übergeordnete Wartensteuerung,<br />

Neben niedrigeren Servicekosten<br />

durch lange Standzeiten mit wartungsarmen<br />

und wenig bewegten Bauteilen<br />

ist sie sehr servicefreundlich. Der einfache<br />

Aufbau dieser Pumpe ermöglicht<br />

eine optimale Zugänglichkeit. Zu<strong>dem</strong><br />

ermöglicht ein konsequentes Schraubkonzept,<br />

dass viele Wartungsarbeiten<br />

selbst durchgeführt werden können.<br />

Zusätzlich zu den geringeren Betriebskosten<br />

hat sie eine kurze Lieferzeit.<br />

Kontakt:<br />

Putzmeister Solid<br />

Pumps GmbH,<br />

Max-Eyth-Straße 10,<br />

D-72631 Aichtal,<br />

Tel. (07127) 599-1034,<br />

Fax (07127) 599-988,<br />

E-Mail: psp@<br />

putzmeister.de,<br />

www.putzmeister.de<br />

Halle A6,<br />

Stand 239/338<br />

IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

<strong>auf</strong> einen Streich<br />

<strong>auf</strong> einen Streich<br />

…so lautet das Messe-Motto von<br />

…so lautet das das Messe-Motto von von<br />

NETZSCH …so lautet für das das die IFAT Messe-Motto 2014. von von<br />

NETZSCH für für die die IFAT 2014.<br />

NETZSCH für für die die IFAT 2014.<br />

Wie das tapfere Schneiderlein im Märchen<br />

Wie der Wie Gebrüder das das tapfere Grimm Schneiderlein täglich neue im im Herausforderungen<br />

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sich<br />

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Märchen<br />

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auch mit auch Medien anspruchsvollen jeder, beschäftigt der der mit mit der ist, Herausforderungen<br />

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NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

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Systeme<br />

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<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 437<br />

an.


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Grundfos GO – schnelle Funk-/IR-Kommunikation<br />

mit noch mehr Modellen<br />

Mit der Einführung<br />

der neuen<br />

MGE-Hocheffizienz-<br />

Motore kann die<br />

drahtlose Diagnoseund<br />

Parametrierlösung<br />

Grundfos GO<br />

jetzt mit mehr als einem<br />

Dutzend Pumpen-Baureihen<br />

in<br />

Echtzeit kommunizieren.<br />

Die im letzten<br />

Jahr vorgestellten<br />

neuen MGE-Motoren<br />

sind hocheffiziente<br />

Antriebseinheiten in<br />

Permanentmagnet-<br />

Technik, die selbst<br />

mit integriertem Frequenzumformer<br />

die<br />

höchsten Anforderungen<br />

der Effizienzklasse<br />

IE4 (gemäß IEC TS<br />

60034-31 Ed.1) übertreffen.<br />

Ein wichtiges<br />

Merkmal der neuen<br />

Motorengeneration ist<br />

neben <strong>dem</strong> modularen<br />

Aufbau mit unterschiedlichen<br />

Bediendisplays<br />

und Funktionsmodulen<br />

auch eine integrierte<br />

Funkschnittstelle, die sich<br />

u. a. für die schnelle, drahtlose Kommunikation<br />

nutzen lässt. Damit stehen<br />

bei der Fernbedienung mit<br />

Grundfos GO wichtige Betriebsdaten<br />

permanent in Echtzeit zur Verfügung.<br />

Das Grundfos GO ist eine innovative<br />

Diagnose- und Parametrierlösung<br />

für iPod Touch, iPhone, iPad<br />

und Android-Smartphones. Sie besteht<br />

aus einer App und einem kleinen<br />

Hardware-Dongle mit der erforderlichen<br />

Funk- und Infrarotschnittstelle<br />

für die Kommunikation<br />

mit der Pumpe. Über die Funkschnittstelle<br />

lassen sich alle Magna3-Modelle<br />

und – in Verbindung<br />

mit <strong>dem</strong> neuen MGE-Motor – die<br />

Baureihen CRE, CME,<br />

CMBE, TPE, NKE,<br />

NBE, die Druckerhöhungsanlagen<br />

Hydro<br />

Multi-E und Hydro<br />

MPC sowie die Pumpen<br />

der Hilge-Baureihen<br />

ansteuern. Darüber<br />

hinaus ist Grundfos<br />

GO rückwärts<br />

kompatibel und<br />

kann per Infrarotschnittstelle<br />

auch mit<br />

älteren, elektronisch<br />

geregelten Grundfos-Pumpen<br />

und<br />

Steuerungen kommunizieren.<br />

Der Funktionsumfang<br />

von Grundfos GO<br />

geht weit über die<br />

Möglichkeiten einer<br />

herkömmlichen<br />

Fernbedienung hinaus.<br />

Per iPod Touch<br />

oder Smartphone hat<br />

man komfortablen Zugriff<br />

<strong>auf</strong> alle Betriebsdaten,<br />

Einstellungen und<br />

Meldungen der Pumpe.<br />

Die zentrale Cockpit-Anzeige<br />

liefert einen schnellen<br />

Überblick über die wichtigsten<br />

Daten wie Pumpenmodell, Förderhöhe,<br />

Förderstrom, Sollwert, Betriebsmodus<br />

und Alarmstatus. Über<br />

ein Untermenü können alle von der<br />

Pumpe ermittelten Betriebsdaten<br />

abgerufen werden. Warn- und<br />

Alarmmeldungen werden als verständlicher<br />

Klartext angezeigt, bei<br />

Pumpen mit Echtzeituhr auch mit<br />

der Uhrzeit des Ereignisses.<br />

Das Ändern von Einstellungen<br />

und Verwalten mehrerer Pumpen<br />

ist denkbar einfach. Sollwerte lassen<br />

sich <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> berührungssensitiven<br />

Display eines Mobiltelefons<br />

direkt durch Verschieben <strong>auf</strong> der<br />

grafischen Anzeige der Kennlinie<br />

verändern. Mehrere Pumpen können<br />

zu Gruppen zusammengefasst<br />

und die Einstellungen einzeln oder<br />

für die ganze Gruppe verändert<br />

werden. Außer<strong>dem</strong> lassen sich Pumpen<br />

„klonen“, um Einstellungen von<br />

einer Pumpe bequem <strong>auf</strong> andere zu<br />

übertragen. Die Bedienung ist intuitiv,<br />

und wenn doch einmal eine Frage<br />

<strong>auf</strong>taucht, steht <strong>dem</strong> Benutzer<br />

eine kontextbezogene Hilfe zur Verfügung.<br />

Neben der Parametrierung und<br />

Diagnose bietet Grundfos GO viele<br />

nützliche Zusatzfunktionen, die in<br />

der Praxis Zeit sparen. Per Online-<br />

Zugriff <strong>auf</strong> WebCAPS stehen Produktdokumentationen<br />

und Austauschlisten<br />

für den Pumpentausch<br />

jederzeit aktuell zur Verfügung. Besonders<br />

praktisch ist der direkte<br />

Online-Zugriff <strong>auf</strong> die Betriebsanleitung:<br />

Man scannt einfach den QR-<br />

Code an der Pumpe und gelangt<br />

sofort zum passenden Dokument.<br />

Auch Inbetriebnahmeprotokolle<br />

sind denkbar einfach. Mit einem integrierten<br />

pdf-Generator erstellt<br />

Grundfos GO automatisch Protokolle<br />

mit allen relevanten Einstelldaten,<br />

dabei lassen sich auch eigene Kommentare<br />

und sogar Unterschriften<br />

und Handyfotos von der Einbausituation<br />

einbinden.<br />

Mit diesem Funktionsumfang<br />

und <strong>dem</strong> Zugriff <strong>auf</strong> unzählige Pumpenmodelle<br />

ist Grundfos GO damit<br />

ein ebenso vielseitiges wie praktisches<br />

Werkzeug für Betreiber und<br />

Fachhandwerk.<br />

Kontakt:<br />

GRUNDFOS GMBH,<br />

Schlüterstraße 33,<br />

D-40699 Erkrath,<br />

Tel. (0211) 92969-0,<br />

Fax (0211) 92969-3699,<br />

E-Mail: E-Mail: infoservice@grundfos.de,<br />

www.grundfos.de<br />

Halle A6, Stand 229/328<br />

Halle B3, Stand 421/520<br />

April 2014<br />

438 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

NEU<br />

4. Praxistag am 05. November 2014 in Rheine<br />

<strong>Wasser</strong>versorgungsnetze<br />

Begleitende<br />

Ausstellung und<br />

Vorführungen<br />

Programm<br />

Moderation: Prof. Th. Wegener,<br />

iro Institut für Rohrleitungsbau, Oldenburg<br />

Wann und Wo?<br />

Block 1: Netzbetrieb - Analysieren und Optimieren<br />

Optimale fahrweise von Pumpen und Turbinen<br />

Dr. Gebhardt, aquatune, Aarbergen; Dr. Wolters, 3S Consult,<br />

München<br />

Rahmenbedingungen einer Zielnetzplanung<br />

Dr. Esad Osmancevic, RBS Wave GmbH, Stuttgart<br />

ISO 55 000 – Der Standard für das Asset Management<br />

Mike Beck, Fichtner Water & Transportation GmbH, Berlin<br />

Block 2: Strategien zur Netzspülung<br />

Reinigung einer Rohwasserleitung mit <strong>dem</strong> Impulsspülverfahren<br />

Carsten Utke, Berliner <strong>Wasser</strong>betriebe, Berlin<br />

Auswahlkriterien für Spül- und Reinigungsverfahren<br />

Dominik Nottarp-Heim, Hessenwasser, Groß-Gerau;<br />

Dr. Christian Sorge, IWW, Biebesheim am Rhein<br />

Block 3: Armaturenwechsel und -instandhaltung<br />

Wechsel von Anbohrarmaturen bei Betriebsdruck<br />

N. N., Flintab GmbH, Brüsewitz<br />

Im Fokus: Armatureninstandhaltung<br />

Axel Sacharowitz, 3S Antriebe, Berlin<br />

Block 4: Druckprüfung von Rohrleitungen<br />

Fehlerhafte Druckprüfungen bei <strong>Wasser</strong>leitungen<br />

René Stangl, Hamm<br />

DVGW-Arbeitsblatt W 400-2 Druckprüfung von neu verlegten<br />

Rohrleitungen - Grundlagen, Verfahren, Anforderungen<br />

Jürgen Kurz, Esders GmbH, Haselünne<br />

Block 5: Netzbetrieb - Überwachung<br />

Schallgeschwindigkeit im Rohrnetz<br />

Dirk Becker, Hermann Sewerin GmbH, Gütersloh<br />

Online Netzüberwachungssysteme zur Versorgungssicherheit<br />

Stefan Neuhorn, Hinni AG, Biel-Benken (CH)<br />

Erhöhte Rohrleitungsschwingungen in einem <strong>Wasser</strong>werk<br />

Dr. Christian Jansen, KÖTTER Consulting Engineers GmbH & Co. KG<br />

Veranstalter:<br />

Veranstalter<br />

3R, iro<br />

Termin: Mittwoch, 05.11.2014,<br />

9:00 Uhr – 16:45 Uhr<br />

Ort:<br />

Zielgruppe:<br />

Rheine<br />

Mitarbeiter von Stadtwerken<br />

und <strong>Wasser</strong>versorgungsunternehmen,<br />

Dienstleister im Bereich<br />

Netzplanung, -inspektion und<br />

-wartung<br />

Teilnahmegebühr*:<br />

3R-Abonnenten<br />

und iro-Mitglieder: 410,- €<br />

Nichtabonnenten: 450,- €<br />

Bei weiteren Anmeldungen aus einem Unternehmen<br />

wird ein Rabatt von 10 % <strong>auf</strong> den jeweiligen<br />

Preis gewährt.<br />

Im Preis enthalten sind die Tagungsunterlagen<br />

sowie das Catering (2 x Kaffee, 1 x Mittagessen).<br />

* Nach Eingang Ihrer schriftlichen Anmeldung (auch per Internet<br />

möglich) sind Sie als Teilnehmer registriert und erhalten eine<br />

schriftliche Bestätigung sowie die Rechnung, die vor Veranstaltungsbeginn<br />

zu begleichen ist. Bei Absagen nach <strong>dem</strong> 24.<br />

Oktober 2014 oder Nichterscheinen wird ein Betrag von 100,- €<br />

für den Verwaltungs<strong>auf</strong>wand in Rechnung gestellt. Die Preise<br />

verstehen sich zzgl. MwSt.<br />

Mehr Information und Online-Anmeldung unter<br />

www.praxistag-wasserversorgungsnetze.de<br />

Fax-Anmeldung: 0201-82002-40 oder Online-Anmeldung: www.praxistag-wasserversorgungsnetze.de<br />

Ich bin 3R-Abonnent<br />

Ich bin iro-Mitglied<br />

Ich bin Nichtabonnent/kein iro-Mitglied<br />

Vorname, Name des Empfängers<br />

Telefon<br />

Telefax<br />

Firma/Institution<br />

E-Mail<br />

Straße/Postfach<br />

Land, PLZ, Ort<br />

Nummer<br />

✘<br />

Ort, Datum, Unterschrift<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 439


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Neues von PLASSON<br />

Flex-Fixierblock.<br />

Auf der IFAT wird die PLASSON<br />

GmbH neben <strong>dem</strong> vielfältigen<br />

Produktprogramm auch zahlreiche<br />

Sortimentserweiterungen präsentieren.<br />

Ventilanbohrarmaturen<br />

PLASS 360<br />

Das bereits <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Markt bewährte<br />

Programm der Ventil-Anbohrarmaturen<br />

PLASS 360 mit oder ohne<br />

integrierte Hilfsabsperrung ist konstruktiv<br />

und konzeptionell <strong>auf</strong> ein<br />

hohes Maß an Betriebssicherheit<br />

ausgelegt. Die PLASSON GmbH bietet<br />

die Ventil-Anbohrarmaturen für<br />

die verschiedenen Rohrarten Duktilguss,<br />

Stahl, AZ, PVC sowie PE an.<br />

Abhängig von der Ausführung sind<br />

die Armaturen für den Gas- und<br />

<strong>Wasser</strong>bereich einsetzbar. Zusätzlich<br />

zu den bestehenden Abmessungen<br />

d 32 und d 40 mm wurde<br />

die Ausführung d 63 mm sowie weiteres<br />

Werkzeug neu in das Produktsortiment<br />

<strong>auf</strong>genommen.<br />

Das Produkt kennzeichnet sich<br />

durch einen um 360° schwenkbaren<br />

PE-Stutzen aus, welcher sich entsprechend<br />

der Einbausituation ausrichten<br />

lässt. Sämtliche Einzelkomponenten<br />

der Armatur wurden dahingehend<br />

konzipiert, dass kein<br />

stagnierendes <strong>Wasser</strong> die Trinkwasserqualität<br />

belastet. Die teleskopierbare<br />

Einbaugarnitur bildet zusammen<br />

mit der Armatur eine fest<br />

verschraubte Einheit, die ohne Verstiftung<br />

an der Kuppelmuffe arbeitet.<br />

Durch den integrierten PE-Abgangstutzen<br />

ist eine direkte Anbindung<br />

mit den bekannten PLASSON<br />

Klemm-, Steck- oder Elektroschweißfittings<br />

möglich. Korrosionsanfällige<br />

Gewindeübergänge entfallen.<br />

Die kompakte und universelle<br />

Anbohrarmatur wird den<br />

kontinuierlich wachsenden Anforderungen<br />

des Marktes gerecht.<br />

SmartFuse Elektroschweißfittings<br />

Im Anwendungsfeld des Elektroschweißens<br />

verfügt PLASSON seit<br />

vielen Jahren über das SmartFuse-<br />

System, welches die sichere und<br />

kostengünstige Verbindung von PE<br />

80, PE 100, PE 100 RC und PE- Xa-<br />

Rohren ermöglicht. Neben <strong>dem</strong><br />

umfangreichen Fittingprogramm<br />

Ventil-Anbohrarmaturen PLASS 360.<br />

finden Kunden modernste Schweißgeräte,<br />

die u. a. den hohen An -<br />

forderungen der Bauteilrückver -<br />

folgung gerecht werden. Durch<br />

Weiterentwicklungen wird das Sortiment<br />

fortl<strong>auf</strong>end um verschiedene<br />

Neuerungen erweitert, beispielsweise<br />

um die Dimensionsergänzung<br />

der Muffen bis d 800 mm. Die<br />

neuen Schweißsättel mit Anschlussstutzen<br />

für den Großrohrbereich<br />

aus PE 80 und PE 100 sind sowohl in<br />

der Neuverlegung als auch für den<br />

nachträglichen Anschluss von Zuund<br />

Abgangsleitungen geeignet.<br />

Als Innovation ist der neue Flex-<br />

Fixierblock zu nennen, der das<br />

Zusammenziehen von PE-Rohren<br />

<strong>auf</strong>grund von Temperaturschwankungen<br />

verhindert. Der Fixierblock<br />

kann axiale Zug- und Schubkräfte<br />

<strong>auf</strong>nehmen und ist für unterschiedliche<br />

Einsatzmöglichkeiten geeignet.<br />

Er lässt sich beispielsweise als<br />

Auszugssicherung, zur Fixierung<br />

von Sinkgewichten oder für den<br />

Einsatz als Fixpunkt in gegossenen<br />

Betonwänden verwenden. Der Fixierblock<br />

ist für PE-Rohre von d 160<br />

– 1600 mm und zur Aufnahme von<br />

Kräften bis 31 kN pro Fixierblock<br />

geeignet.<br />

LightFit <strong>Abwasser</strong>programm<br />

Die Zielsetzung des PLASSON Light-<br />

Fit-<strong>Abwasser</strong>programmes für drucklose<br />

Entsorgungsleitungen aus<br />

PE 80 und PE 100 ist das „vollverschweißte<br />

<strong>Abwasser</strong>system“. In <strong>dem</strong><br />

umfangreichen Programm findet<br />

der Anwender neben Muffen auch<br />

flexible Winkel und Anschlusssättel,<br />

die in der Praxis ein Höchstmaß an<br />

Arbeitserleichterung und Zeitersparnis<br />

bieten. Übergänge <strong>auf</strong><br />

unterschiedliche Werkstoffe sowie<br />

passende Formteile und Bögen aus<br />

PE runden das Programm ab. Die<br />

neuen LightFit Schweißwinkel in<br />

der Farbe Hellgrau ermöglichen den<br />

einfachen und platzsparenden Richtungswechsel<br />

bei Hausanschlussleitungen<br />

aus PE 80 und PE 100.<br />

Durch Dimensionserweiterungen<br />

im gesamten Programm sind u. a.<br />

die LightFit-Elektroschweißmuffen<br />

bereits bis zur Dimension von<br />

April 2014<br />

440 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


SEMINAR<br />

IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

LightFit Muffe<br />

d 800 mm.<br />

Innovative <strong>Abwasser</strong>gebühren –<br />

Auswege aus der Fixkostenfalle<br />

d 800 mm und die LightFit Schachtanschlüsse bis d 630 mm<br />

verfügbar. Zu<strong>dem</strong> erweitern die neuen LightFit Anschlusssättel<br />

d 560 – 710 mm x 160 mm die Anschlusslinie aus<br />

<strong>dem</strong> PLASSON LightFit Programm. Mit nunmehr fünf Anschlusssätteln<br />

kann der Hauptleitungsdimensionsbereich<br />

von d 200 bis 710 mm abgedeckt werden.<br />

Serie 19/Serie 18<br />

Als Verbindungsspezialist für PE-Rohre bietet PLASSON mit<br />

<strong>dem</strong> Steckfitting-Programm „Serie 19“ für die Verbindung<br />

von Trinkwasserrohren eine innovative Produktlinie an. Die<br />

Steckfittings der neuen Serie 19 wurden speziell für den<br />

Einsatz in der Trinkwasserversorgung konzipiert. Basierend<br />

<strong>auf</strong> den Erfahrungen der PLASSON Serie 18 Klemmfittings<br />

wurde in enger Zusammenarbeit mit den Anwendern ein<br />

praxisorientiertes Anwendungsprofil erstellt und umgesetzt.<br />

Zusammen mit den Klemmfittings der Serie 18 bietet<br />

PLASSON ein weiteres umfangreiches Bauteilprogramm für<br />

vielfältige Anwendungen in der <strong>Wasser</strong>versorgung an.<br />

Hohe Serviceorientierung, starke Innovationskraft und<br />

Qualitätssicherung sind maßgeblich für den Erfolg von<br />

PLASSON. Mit <strong>dem</strong> vielseitigen Produktsortiment gewährleistet<br />

PLASSON individuelle Lösungen für alle Anwendungsbereiche.<br />

Kontakt:<br />

PLASSON GmbH,<br />

Postfach 10 11 24, D-46467 Wesel,<br />

Tel. (0281) 95272-0, Fax (0281) 9527227,<br />

E-Mail: info@plasson.de, www.plasson.de<br />

Halle B6, Stand 337/436<br />

Steckfittings Serie 19.<br />

Aus <strong>dem</strong> Inhalt<br />

Rechtliche Rahmenbedingungen<br />

für Gebühren und<br />

Beiträge<br />

Möglichkeiten und Grenzen<br />

RA Dr. Till Elgeti, Fachanwalt<br />

für Verwaltungsrecht, Wolter<br />

Hoppenberg Rechtsanwälte<br />

Partnerschaft mbB, Hamm<br />

Welches Grundgebühren-<br />

Modell eignet sich<br />

Dipl.-Math. oec. Dr. Harald Breitenbach Mittelrheinische<br />

Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Koblenz<br />

Einführung von Grundgebühren, ein Erfahrungsbericht<br />

Heiko Pagel, <strong>Wasser</strong>- und <strong>Abwasser</strong>verband Bad Salzungen<br />

Vereinheitlichung von Gebühren beim Zusammenschluss<br />

Darstellung eines Verbandes der mehrere Gebühren systeme,<br />

<strong>auf</strong> Grund Neuordnung, neu berechnen musste<br />

Dipl.-Math. oec. Dr. Harald Breitenbach Mittelrheinische Treuhand<br />

GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Koblenz<br />

Demografie- und Nachfragerobuste Entgeltsysteme für Trinkund<br />

<strong>Abwasser</strong> – Kommunikation bei Politik und Bürgern<br />

Systempreismodell der RWW – Entwicklung und Einführung<br />

eines Entgeltsystems mit 50%igem Fixpreisanteil<br />

Siegfried Gendries – Leiter Marketing und Kommunikation,<br />

RWW Rheinisch-Westfälische <strong>Wasser</strong>werksgesellschaft mbH<br />

Leitung<br />

RA Dr. Till Elgeti, Fachanwalt für Verwaltungsrecht,<br />

Wolter Hoppenberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Hamm<br />

Dipl.-Math. oec. Dr. Harald Breitenbach Mittelrheinische ‚<br />

Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Koblenz<br />

Zielgruppe<br />

Vertreter von Kommunen und Verbänden sowie<br />

beratende Ingenieure<br />

Termin<br />

03. Juli 2014, Hamm<br />

Veranstaltungsort<br />

Wolter Hoppenberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, Hamm<br />

Münsterstr. 1-3 · 59065 Hamm<br />

Teilnahmegebühren<br />

DWA-Mitglieder: 320 €; Nichtmitglieder: 390 €.<br />

Einschließlich Tagungsunterlagen und Tagesverpflegung.<br />

Mitglieder der DACH-Kooperationspartner (ÖWAV, SWV und VSA)<br />

und BWK erhalten den Mitgliedspreis. Preise für Studenten und<br />

Pensionäre <strong>auf</strong> Anfrage.<br />

Information und Anmeldung<br />

DWA Deutsche Vereinigung für <strong>Wasser</strong>wirtschaft,<br />

<strong>Abwasser</strong> und Abfall e. V. · Belinda Höcherl<br />

Theodor-Heuss-Allee 17 · 53773 Hennef<br />

Tel.: 02242 872-206 · Fax: 02242 872-135<br />

E-Mail: hoecherl@dwa.de<br />

April 2014<br />

Internet: www.dwa.de <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 441


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Neue Rohrsysteme von SIMONA<br />

Die SIMONA AG, einer der führenden<br />

Hersteller von thermoplastischen<br />

Kunststoffprodukten, zeigt<br />

<strong>auf</strong> der Messe zahlreiche Innovationen<br />

umwelt- und sicherheitsrelevanter<br />

Rohrleitungssysteme. Neben anschaulichen<br />

Exponaten werden die<br />

SIMONA® Rohrsysteme <strong>dem</strong> Fachpublikum<br />

auch interaktiv präsentiert.<br />

SIMONA ® Mehrschichtrohre.<br />

Weltweit erster nahtloser<br />

Bogen bis da 1000 mm<br />

SIMONA erweitert die Produktgruppe<br />

der nahtlosen Bögen um den Dimensionsbereich<br />

da 710 mm bis da<br />

1000 mm. Damit ist das Unternehmen<br />

der erste Produzent, der nahtlose<br />

Bögen bis zu dieser Größe fertigt.<br />

Im Gegensatz zu segmentgeschweißten<br />

Bögen sind die<br />

nahtlosen Bögen voll druckbelastbar<br />

und haben <strong>auf</strong>grund der glatten<br />

Innenfläche sehr gute hydraulische<br />

Eigenschaften. Mit einem eindrucksvollen<br />

Exponat da 1000 mm wird die<br />

Innovation <strong>auf</strong> der IFAT präsentiert.<br />

SIMODUAL² Industriedoppelrohre<br />

– Standardisiertes<br />

Komplettsystem für den<br />

sicheren Transport aggressiver<br />

Medien<br />

Mit einem standardisierten Komplettsystem<br />

erweitert die SIMONA<br />

AG ihr Angebot für sicherheitsrelevante<br />

Anwendungen. Einzigartig<br />

am SIMODUAL² Doppelrohrsystem<br />

ist die volle Druckbelastbarkeit des<br />

Schutzrohres, die eine Aufrechterhaltung<br />

der Prozessstabilität auch<br />

im Havariefall gewährleistet. Ferner<br />

werden beim SIMODUAL² Doppelrohr<br />

die Festpunkte mechanisch<br />

fixiert und nicht geschweißt. Das<br />

verkürzt die Installationszeiten und<br />

trägt zu Kosteneinsparungen bei.<br />

Neben den Rohrmodulen ist ein<br />

komplettes Formteilprogramm in<br />

doppelwandiger Ausführung erhältlich.<br />

Verschiedenste Werkstoffkombinationen<br />

aus PE und PP bei<br />

Medien- und Schutzrohr sind hierbei<br />

realisierbar.<br />

SIMONA® Mehrschichtrohre<br />

mit funktionalen Schichten –<br />

Abriebfeste Transportleitungen<br />

für höchste Beanspruchungen<br />

Beim hydraulischen Transport feststoffhaltiger<br />

Medien, wie z. B. Sand,<br />

Kies oder Lockergestein, werden die<br />

Innenflächen eines Kunststoffrohres<br />

durch Abrieb und Schläge stark belastet.<br />

Die coextrudierten SIMONA®<br />

PE 100 Rohre werden mit additiven<br />

oder integrierten Innenschichten<br />

aus höhermolekularem PE oder modifizierten<br />

Polyolefinen gefertigt. Sie<br />

weisen eine hohe Abriebfestigkeit<br />

<strong>auf</strong> und halten dadurch extremen<br />

mechanischen Belastungen stand.<br />

Die coextrudierten Rohre sind bis da<br />

630 mm/SDR 11 erhältlich.<br />

SIMONA® Doppelrohrsystem<br />

– Nachhaltige Lösungen für<br />

den Einsatz in Trinkwasserschutzzonen<br />

Die SIMONA® Doppelrohrsysteme für<br />

wassergefährdende Medien fangen<br />

SIMODUAL².<br />

evtl. austretendes Schmutzwasser<br />

aus <strong>dem</strong> Medienrohr im Schutzrohr<br />

<strong>auf</strong>. Über Prüfvorrichtungen in angeschlossenen<br />

Schachtbauwerken<br />

kann die Havarie geortet und das<br />

<strong>Abwasser</strong> sicher entsorgt werden.<br />

Eine Dichtheitsprüfung des Zwischenraumes<br />

ist während des Betriebes<br />

jederzeit möglich. SIMONA®<br />

Doppelrohrsysteme sind sowohl im<br />

Druck- als auch im Freispiegelbereich<br />

einsetzbar. Neben Doppelrohrrevisionsschächten<br />

bietet die<br />

Firma auch alle gängigen Doppelrohrformteile<br />

an.<br />

SIMONA® SPC RC-Line<br />

Schutzmantelrohre und<br />

SIMOFUSE® Rohrmodule –<br />

Kanalsanierungen mit zertifizierten<br />

Produkttypen<br />

Die SIMONA® SPC RC-Line Schutzmantelrohre<br />

sind coextrudierte<br />

Mehrschichtrohre. Sie bestehen aus<br />

einem PE 100 RC Kernrohr und einem<br />

additiven Schutzmantel aus<br />

extrem abriebfestem Polypropylen.<br />

Die SIMONA® Schutzmantelrohre<br />

erfüllen die Anforderungen nach<br />

der PAS 1075 und sind durch den<br />

TÜV Süddeutschland fremdüberwacht.<br />

Die SIMOFUSE® Verbindungstechnik<br />

wurde für Druckanwendungen<br />

weiterentwickelt und transportiert<br />

mit einem Betriebsdruck<br />

von bis zu 8 bar das Medium sicher<br />

April 2014<br />

442 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

und leckagefrei durch das Erdreich.<br />

Die entsprechende Produktzertifizierung<br />

ist durch die Materialprüfanstalt<br />

(MPA) Darmstadt erfolgt.<br />

Durch das Stecksystem sind<br />

die Rohrmodule auch unter beengten<br />

Verhältnissen einfach zu verschweißen.<br />

SIMONA® PP Rohre und<br />

Formteile in der <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung<br />

– Systemkomponenten<br />

aus einer Hand<br />

Das Unternehmen bietet für die<br />

Bereiche der <strong>Wasser</strong><strong>auf</strong>bereitung in<br />

<strong>Wasser</strong>werken oder Entsalzungsanlagen<br />

zuverlässige Komplettsysteme<br />

aus PE und PP. Als einer<br />

der wenigen Produzenten fertigt<br />

SIMONA die Rohre in Dimensionen<br />

bis da 1200 mm. Neben extrudierten<br />

Rohren und druckklassengerechten<br />

Spritzgusskomponenten<br />

kann auch eine Vielzahl an Sonderformteilen<br />

nach Kundenwunsch in<br />

der eigenen Kunststoffwerkstatt<br />

realisiert werden.<br />

SIMONA® <strong>Wasser</strong>rohrleitungssysteme<br />

– Umfassendes<br />

Produktprogramm für<br />

Anwendungen im Ver- und<br />

Entsorgungsbereich<br />

Die SIMONA® <strong>Wasser</strong>rohrleitungssysteme<br />

sind innovative Komplettrohrsysteme<br />

aus hochwertigen<br />

Kunststoffen – sei es für die offene<br />

oder grabenlose Sanierung oder die<br />

Neuverlegung. Große Flexibilität<br />

und Beständigkeit gepaart mit<br />

hoher Funktionalität zeichnen die<br />

SIMONA® Rohrsysteme aus.<br />

Im Gegensatz zu traditionellen<br />

Werkstoffen leiten sie <strong>Abwasser</strong><br />

schadlos ab, ohne dass es austritt<br />

und unkontrolliert versickert, und<br />

fördern Trinkwasser sauber und zuverlässig<br />

ans Ziel.<br />

Kontakt:<br />

SIMONA AG,<br />

Teichweg 16,<br />

D-55606 Kirn,<br />

Tel. (06752) 14-0,<br />

Fax (06752) 14-211,<br />

E-Mail: mail@simona.de,<br />

www.simona.de<br />

Halle B6, Stand 321/418<br />

HOBAS präsentiert Druckvortriebsrohr DA 3270<br />

Die originalen HOBAS GFK-<br />

Schleuderrohre werden seit<br />

Anfang der 1980er Jahre in Vortriebsprojekten<br />

für Druck- und Freispiegelleitungen<br />

eingesetzt. Im Fokus<br />

der diesjährigen Präsentation<br />

<strong>auf</strong> der IFAT steht ein HOBAS Druckrohr<br />

DA 3270, welches für die Verlegung<br />

mittels Vortrieb geeignet ist.<br />

Dank des speziellen Rohrdesigns<br />

und der außenbündigen FWC-<br />

Kupplung kann HOBAS solche<br />

Druckleitungen anbieten. Sie halten<br />

zum einen hohen Presskräften beim<br />

Vortrieb stand und sind z. B. für<br />

einen Systeminnendruck von PN 6<br />

ausgelegt – eine 2 in 1-Lösung. Ein<br />

Mantel oder Trägerrohr ist nicht<br />

notwendig.<br />

Ein weiteres Highlight <strong>auf</strong> <strong>dem</strong><br />

Stand wird das Model eines Entlastungssystems<br />

für Mischwasserkanäle<br />

(Combined Sewer Overflow<br />

– CSO) sein, welches als modulares<br />

Kompaktbauwerk werksseitig hergestellt<br />

wird. Bei Trockenwetter<br />

stellt es einen herkömmlichen <strong>Abwasser</strong>kanal<br />

dar, bei starkem Regen<br />

verhindert es eine Überlastung des<br />

Systems, in<strong>dem</strong> es grobstoffliche<br />

Verunreinigungen getrennt zur<br />

Kläranlage abführt und das grobstofffreie<br />

<strong>Abwasser</strong> in einen Stauraum<br />

oder in den Vorfluter leitet.<br />

Natürlich werden auch die bewährten<br />

nicht kreisrunden HOBAS<br />

Profile zur Sanierung von Altkanälen<br />

zu sehen sein.<br />

Kontakt:<br />

HOBAS Rohre GmbH,<br />

Wilfried Sieweke,<br />

Gewerbepark 1,<br />

D-17039 Trollenhagen,<br />

Tel. (0395) 4528-0,<br />

Fax (0395) 4528-100,<br />

E-Mail: wilfried.sieweke@hobas.com,<br />

www.hobas.de<br />

Halle B6, Stand 245/340<br />

Druckrohrvortrieb mit HOBAS Rohren DA 1720 PN 6<br />

in Venedig (Italien).<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 443


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

REHAU setzt neue Maßstäbe<br />

Der Systemanbieter REHAU stellt<br />

dieses Jahr <strong>auf</strong> der IFAT unter<br />

<strong>dem</strong> Motto „REHAU setzt neue Maßstäbe“<br />

einige Neuheiten und bewährte<br />

Programme in den Mittelpunkt<br />

seines Messe<strong>auf</strong>tritts.<br />

Neues aus der Kanaltechnik<br />

Auf <strong>dem</strong> REHAU Messestand lernen<br />

die Besucher u. a. das Schachtprogramm<br />

AWASCHACHT kennen. Mit<br />

den Schächten DN 1000, 800 und<br />

600 sowie passenden Rohr- und Anschlusssystemen<br />

aus hochwertigem<br />

Polypropylen bietet der Polymerspezialist<br />

für jede Anwendung eine<br />

bedarfsgerechte Lösung. Umfassende<br />

Serviceleistungen runden das<br />

Programm ab.<br />

REHAU arbeitet in der Kanaltechnik<br />

stetig an Weiterentwicklungen<br />

und stellt deshalb ein neues Verfahren<br />

zur Sanierung von korrodierten<br />

oder undichten Betonschächten<br />

vor. Bei der Schacht-in-Schacht-Sanierung<br />

wird in den bestehenden<br />

Betonschacht ein AWASCHACHT<br />

der nächstkleineren Nennweite eingesetzt.<br />

Der alte Schacht verbleibt<br />

als sogenannte „verlorene Schalung“<br />

im Boden. Das vorhandene<br />

und meist beschädigte Gerinne<br />

wird ausgestemmt und durch ein<br />

Mit AWADUKT FLEX CONNECT präsentiert REHAU<br />

eine universelle Verbindung von Kanalrohrsystemen<br />

fast aller Materialien und Durchmesser.<br />

Bei der Schacht-in-Schacht-Sanierung wird in den bestehenden Betonschacht<br />

ein AWASCHACHT der nächstkleineren Nennweite eingesetzt.<br />

präzise vorgefertigtes PP-Gerinne<br />

ersetzt. Mittels Absperrblasen wird<br />

das AWASCHACHT-Unterteil schließlich<br />

sohlgleich zum Kanalrohr ausgerichtet.<br />

Der noch verbleibende<br />

Ringspalt zwischen neuem und altem<br />

Schacht wird mit hydraulisch<br />

abbinden<strong>dem</strong> Spezialvergussmörtel<br />

ausgegossen. Es entsteht ein<br />

neuer, wasserdichter Schacht, der<br />

nicht nur statisch selbsttragend,<br />

sondern auch chemisch und thermisch<br />

belastbar ist – eine wirtschaftliche<br />

und vor allem dauerhafte<br />

Lösung.<br />

Die langjährig bewährten Hochlastkanalrohrsysteme<br />

AWADUKT PP<br />

SN10 und AWADUKT HPP SN16 setzen<br />

ebenfalls neue Maßstäbe – und<br />

das nicht nur in Bezug <strong>auf</strong> die Erfüllung<br />

der Eigenschaften der Norm<br />

DIN EN 1852.<br />

Eine universelle Verbindung von<br />

Kanalrohrsystemen fast aller Materialien<br />

und Durchmesser stellt REHAU<br />

mit AWADUKT FLEX CONNECT vor.<br />

Die neue Rohrkupplung ist mit nur<br />

acht Produktvarianten für den Abmessungsbereich<br />

DN 110 bis DN 630<br />

für jeden Anwendungsfall gewappnet.<br />

Egal ob Beton, Steinzeug, Guss,<br />

PVC oder PP mit gewellter, gerippter<br />

oder glatter Oberflächenstruktur<br />

– Leitungen können im Handumdrehen<br />

miteinander verbunden<br />

werden. Ein teurer Stillstand der<br />

Baustelle kann so verhindert werden.<br />

Durch die zusätzliche Q-TE-C<br />

Dichtung und die höheren Einstecktiefen<br />

im Vergleich zu<br />

herkömmlichen Standardkupplungen<br />

setzt AWADUKT FLEX-CON-<br />

NECT Maßstäbe beim Thema<br />

Sicherheit.<br />

Lösungen für die Regenwasserbewirtschaftung<br />

Für den schonenden Umgang mit<br />

der kostbaren Ressource <strong>Wasser</strong><br />

präsentiert REHAU verschiedene<br />

Systeme für die Regenwasserbewirtschaftung.<br />

So zeigt das Unternehmen<br />

beispielsweise seine bewährten<br />

Speichersysteme RAUSIK-<br />

KO Box als komplettes und variables<br />

System mit den passenden Systemschächten.<br />

Da das Niederschlagswasser<br />

von Verkehrsflächen erhebliche<br />

Belastungen <strong>auf</strong>weist, ist es<br />

notwendig, dieses vor der Versickerung<br />

oder Einleitung in die Vorflut<br />

zu reinigen. Hierfür werden die<br />

geprüften Systeme zur Vorbehandlung<br />

von Niederschlagswasser<br />

vorgestellt. Zu<strong>dem</strong> können die<br />

Besucher den neuen polymeren<br />

April 2014<br />

444 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Straßenabl<strong>auf</strong> RainSpot kennenlernen, der <strong>auf</strong>grund<br />

seines Materials und Aufbaus besonders robust und<br />

verlegefreundlich ist.<br />

Telekommunikation und kommunale<br />

Wärme versorgung<br />

Der voranschreitende Breitbandausbau und die Installation<br />

von Nahwärmenetzen sind für Kommunen<br />

derzeit besonders wichtige Themen. REHAU wird<br />

hierzu im Rahmen der Messe durchdachte Lösungen,<br />

wie beispielsweise das Mikrokabelrohrsystem oder<br />

das Nahwärmerohrsystem RAUTHERMEX vorstellen.<br />

Kontakt:<br />

REHAU AG + Co,<br />

Ytterbium 4,<br />

D-91058 Erlangen,<br />

Tel. (09131) 92-50,<br />

Fax (09131) 771430,<br />

E-Mail: erlangen@rehau.com,<br />

www.rehau.com<br />

Halle B6, Stand 221/320<br />

Mit <strong>dem</strong> Mikrokabelrohrsystem<br />

stellt REHAU<br />

eine Lösung<br />

aus <strong>dem</strong> Bereich<br />

Telekommunikation<br />

vor.<br />

Der neue<br />

polymere<br />

Straßenabl<strong>auf</strong><br />

RainSpot ist<br />

<strong>auf</strong>grund<br />

seines Materials<br />

und<br />

Aufbaus<br />

besonders<br />

robust und verlegefreundlich.<br />

IFAT.90x128_Vacon 05.03.14 15:15 Seite 1<br />

Von NXP <strong>auf</strong> 100<br />

Die Erfolgsbeschleuniger aus <strong>dem</strong> Hause Vacon<br />

www.icd-marketing.de<br />

Leistungspunkte NXP:<br />

Leistungsbereich von 7,5 kW bis 5,3 MW<br />

5 integrierte Erweiterungssteckplätze für<br />

weitere E/A-, Feldbus- und Funktionssicherheitskarten<br />

Umfassendes Sortiment schlüsselfertiger<br />

Anwendungen<br />

Hochleistungsdesign für flüssiggekühlte<br />

Frequenzumrichter<br />

Kompakte Größe und hohe Leistungsdichte<br />

Der flüssigkeitsgekühlte Frequenzumrichter NXP<br />

Leistungspunkte Vacon 100:<br />

Leistungsbereich von 1,1 kW bis 160 kW<br />

3 integrierte Erweiterungssteckplätze für<br />

weitere E/A-, Feldbus- und Funktionssicherheitskarten<br />

Umfassendes Sortiment schlüsselfertiger<br />

Anwendungen<br />

Hohe Schutzart verfügbar (IP66)<br />

Kompakte Größe und hohe Leistungsdichte<br />

Ein Goldenes Jubiläum für einen Global<br />

Player in der <strong>Abwasser</strong>reinigung.<br />

Tuchfilter sind in mehr als 1100 Anlagen<br />

weltweit in Betrieb.<br />

Kunststoff-Kettenräumer sind in mehr als<br />

600 Anlagen weltweit in Betrieb.<br />

Über 1‘000‘000m 2 Scheibentauchkörper<br />

sind weltweit in Betrieb.<br />

Der flexible Universalumrichter Vacon 100<br />

Vacon stellt aus:<br />

in Halle A6, Stand 503<br />

5.–9. Mai, 2014 | MESSE MÜNCHEN<br />

Keyvisual (korrigierte Version 2)<br />

Besuchen Sie uns:<br />

Halle A1, Stand 115/214<br />

Vacon GmbH • 45329 Essen • vacon@vacon.de • www.vacon.de<br />

Tel. +49 201 80670 0 • Fax +49 201 80670 99<br />

Mecana Umwelttechnik GmbH<br />

CH-8864 Reichenburg | T +41 55 464 12 00 | www.mecana.ch | info@mecana.ch<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 445


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Das egeplast SLM ® 3.0 für die Anwendungsbereiche Trinkwasser, <strong>Abwasser</strong> und Gas erfüllt alle technischen<br />

Anforderungen der PAS 1075 an Rohre mit Schutzmantel (Typ 3) und ist zugelassen und zertifiziert.<br />

Produktinnovation SLM® 3.0 – einfach mehr Sicherheit<br />

Seit Markteinführung<br />

im Januar<br />

konnten mit<br />

<strong>dem</strong> Schutzmantelrohr<br />

SLM ® 3.0<br />

positive<br />

Er fahrungen<br />

gesammelt<br />

werden.<br />

Die Produktneuheit SLM® 3.0<br />

steht <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> IFAT-Stand von<br />

egeplast im Fokus. Sie ermöglicht<br />

das Stumpfschweißen, ohne abzumanteln,<br />

und begründet damit eine<br />

neue Generation von Schutzmantelrohren.<br />

Positive Erfahrungsberichte<br />

mit <strong>dem</strong> seit Januar eingesetzten<br />

Neuprodukt zeigen: Es ist einfacher<br />

zu verarbeiten, einfacher zu verschweißen<br />

und bietet höchste Sicherheit.<br />

Basis ist ein modifizierter<br />

Schutzmantel aus einem speziellen<br />

PEplus, der das werkstoffhomogene<br />

und somit DVS gerechte Stumpfschweißen<br />

ohne Mantelrückschnitt<br />

ermöglicht und zu<strong>dem</strong> abriebfester<br />

ist als sein Vorgänger. Die optimierte<br />

Mantelschicht macht das Rohrsystem<br />

noch flexibler und vereinfacht<br />

das Handling und die Verarbeitung.<br />

Die neue, direkt schweißbare Generation<br />

SLM® 3.0 ist mit grünen<br />

Dreifachstreifen <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Schutzmantel<br />

gekennzeichnet. Das egeplast<br />

SLM® 3.0 für die Anwendungsbereiche<br />

Trinkwasser, <strong>Abwasser</strong> und<br />

Gas erfüllt alle technischen Anforderungen<br />

der PAS 1075 an Rohre mit<br />

Schutzmantel (Typ 3) und ist zugelassen<br />

und zertifiziert. Auf insgesamt<br />

acht Themeninseln stellt egeplast<br />

weitere Neuheiten für die Kanalisation<br />

sowie für Strom und FTTX vor.<br />

egeplast ist ein hochinnovativer<br />

und seit Jahrzehnten Maßstäbe<br />

setzender Hersteller von Kunststoffrohrsystemen.<br />

Kunden in über<br />

30 Ländern vertrauen <strong>auf</strong> Beratungslösungen<br />

und Qualitätsprodukte<br />

von egeplast für den<br />

Transport von <strong>Wasser</strong>, Gasen und<br />

Daten. Unter den Kunden des<br />

inhaber geführten Unternehmens<br />

befinden sich einige der größten<br />

Versorgungsunternehmen und Netzbetreiber<br />

weltweit.<br />

Kontakt:<br />

egeplast international GmbH,<br />

Robert-Bosch-Straße 7, D-48268 Greven,<br />

Tel. (02575) 9710-0,<br />

E-Mail: Sandra.Riehemann@egeplast.de,<br />

www.egeplast.de<br />

Halle B6, Stand 437/536<br />

part of it! Be part of it! Be part of it! Be part of<br />

NETZWERK WISSEN<br />

Universitäten und Hochschulen stellen sich vor:<br />

Studiengänge und Studienorte rund ums <strong>Wasser</strong>fach<br />

im Porträt – in der technisch-wissenschaftlichen<br />

Fachzeitschrift <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong>|<strong>Abwasser</strong><br />

Kontakt zur Redaktion:<br />

E-Mail: ziegler@di-verlag.de<br />

EAZ Netzwerk 1.indd 1 3.9.2012 15:25:06<br />

April 2014<br />

446 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Hailo Professional präsentiert innovative<br />

Serien- und Sonderbaulösungen für die Schachtausrüstungstechnik<br />

Als Europas größter Steiggerätehersteller<br />

baut Hailo Professional<br />

auch den Geschäftsbereich Verkehrs-<br />

und Schachtausrüstungstechnik<br />

kontinuierlich aus. Kanäle<br />

und Schachtbauwerke sind ein wesentlicher<br />

Teil ihrer modernen Infrastruktur.<br />

Dabei sind sie und insbesondere<br />

auch ihre Abdeckungen<br />

unterschiedlichsten Belastungen<br />

ausgesetzt, denen sie standhalten<br />

müssen: von hohen Verkehrsbelastungen<br />

über starke und gar aggressive<br />

Abwässer bis hin zu klimatischen<br />

Einflüssen. Aber auch Sicherheit<br />

und einfache Bedienbarkeit<br />

spielen bei der Produktentwicklung<br />

eine zentrale Rolle, da die Schachtabdeckungen<br />

in regelmäßigen Abständen<br />

von Arbeitern geöffnet<br />

werden müssen, um den darunter<br />

liegenden Schacht zu warten oder<br />

zu reparieren. Somit muss die<br />

Schachtabdeckung leicht zu handhaben<br />

sein und gleichzeitig vor unbefugtem<br />

Zugriff schützen. Neben<br />

diesen Schachtabdeckungen gibt<br />

es auch kleinere Öffnungen im Belag<br />

oder <strong>auf</strong> Bürgersteigen, die keine<br />

Schächte darunter liegen haben.<br />

Dort sind z. B. Absperrventile für<br />

städtische Versorgungsleitungen<br />

verborgen. Aber auch Gas- und<br />

Elektrizitätswerke oder Telefongesellschaften<br />

benötigen Zugänge zu<br />

ihren Versorgungsleitungen. Für all<br />

diese verschiedenen Anforderungen<br />

liefert Hailo die passenden Produktlösungen.<br />

Als starke Marke kann Hailo <strong>auf</strong><br />

namhafte Kunden verweisen, die<br />

<strong>auf</strong> die Produktqualität und technische<br />

Kompetenz vertrauen. Dabei<br />

ist der Spezialist für Steigtechnik neben<br />

der Entwicklung und Produktion<br />

von Produkten für die Serienfertigung<br />

auch jederzeit in der Lage,<br />

knifflige Aufgaben im Sinne des<br />

Kunden als kompetenter Partner<br />

und Problemlöser zu meistern. Sonderbau<br />

ist keine Besonderheit, sondern<br />

tägliches Geschäft. Das gesamte<br />

Produktspektrum ist normgerecht<br />

einsetzbar und überzeugt<br />

durch hohe Qualität. Auf der diesjährigen<br />

IFAT präsentiert Hailo einen<br />

Querschnitt seiner Leistungsfähigkeit<br />

aus <strong>dem</strong> Bereich der Schachtausrüstungstechnik.<br />

Zentrale Produkte<br />

<strong>auf</strong> der Messe sind die befahrbare<br />

Unterflur-Versorgungseinheit<br />

sowie die Schwerlast-Schachtabdeckungen<br />

HS 8 und HS 14.<br />

Schachtabdeckung Typ HS 8<br />

Diese rechteckige Schachtabdeckung<br />

aus Edelstahl ist tagwasserdicht,<br />

befahrbar, geruchssicher und<br />

zum ebenerdigen Einbau vorgesehen.<br />

Die stabile und hoch belastbare<br />

Schachtabdeckung HS 8 ist sogar<br />

für den fließenden Verkehr geeignet<br />

und kann somit auch <strong>auf</strong> öffentlichen<br />

Verkehrsflächen oder Firmengeländen<br />

mit KFZ- bzw. LKW-Verkehr<br />

eingesetzt werden. „Mit dieser<br />

Innovation schließt Hailo Professional<br />

eine Lücke im Bereich Schachtabdeckung<br />

<strong>auf</strong> viel befahrenen<br />

Verkehrswegen. Versorgungskanäle<br />

können nun direkt unter die Fahrbahn<br />

gelegt werden und dort, wo<br />

nötig, zugänglich gemacht werden“,<br />

so Gunther Bastian, Leitung Professional<br />

Schacht. Die Schachtabdeckung<br />

wurde durch das Materialprüfungsamt<br />

Nordrhein-Westfalen<br />

nach EN 124 Klasse B und D geprüft<br />

und offiziell zertifiziert. Bei diesem<br />

Produkt sind nicht nur Standardausführungen<br />

lieferbar, sondern<br />

auch kundenspezifische Größenund<br />

Ausstattungsvarianten möglich:<br />

mehr teilige Modelle mit oder<br />

ohne Trennstege, Versionen mit integrierten<br />

Sicherungsgittern oder<br />

Geländern und vieles mehr. HS 8 hat<br />

einen Verschluss mit Messingmutter<br />

für einen Dreikantschlüssel, ist aber<br />

auch für einen Schließeinsatz mit<br />

Sicherheitsschloss vorbereitet. Neben<br />

der Standardsicherung im Deckel<br />

gibt es auch überflutungs- und<br />

rückstausichere Varianten. Die Basismodelle<br />

sind quadratisch und haben<br />

eine Größe von 600 x 600, 800 x<br />

800 oder 1000 x 1000 mm, <strong>auf</strong> Kundenwunsch<br />

auch bis maximal 1300<br />

x 1300 mm. Als Sonderformat ist die<br />

HS 8 auch in rechteckiger Form erhältlich.<br />

Die maximale Abmessung<br />

▶▶<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 447


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

beträgt dabei 1400 mm in Tragstabrichtung<br />

und 3000 mm in der Querrichtung.<br />

Neu im Programm ist seit<br />

2011 eine runde Variante der HS 8.<br />

Als Material kommt hochwertiger,<br />

gebeizter und passivierter Edelstahl<br />

zum Einsatz. Extrem langlebig, robust<br />

und funktional.<br />

HS 14 – die besonders belastbare<br />

Schachtabdeckung<br />

Mit der Schachtabdeckung HS 14<br />

beweist Hailo Professional einmal<br />

mehr, dass das Unternehmen stets<br />

als kompetenter Problemlöser für<br />

seine Kunden aktiv ist und für jeden<br />

Einsatzzweck die beste Lösung entwickelt.<br />

So ist HS 14 speziell <strong>auf</strong> die<br />

Anforderungen bei stärksten Belastungen<br />

bis zu 90 Tonnen (Klasse F)<br />

entwickelt und ausgerichtet worden<br />

– und eignet sich somit etwa<br />

für den Einsatz <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Rollfeld eines<br />

Flughafens. Die Standardausführung<br />

der Schwerlastabdeckung<br />

ist rechteckig mit den Maßen 1200 x<br />

1200 mm und ist konzipiert für einen<br />

ebenerdigen Einbau.<br />

Die ebenen Auflageflächen dienen<br />

der Abstützung der Gesamtkraft,<br />

während schräge Auflageflächen<br />

eventuelle Schubkräfte abfangen.<br />

Der uml<strong>auf</strong>ende Ringanker um<br />

die Abdeckung dient der sicheren<br />

Einbindung des kompletten Rahmens<br />

in den Beton. Dabei spielt es<br />

für einen festen Sitz keine Rolle, ob<br />

HS 14 bodengleich asphaltiert oder<br />

einbetoniert wird. Zu<strong>dem</strong> ist die Abdeckung<br />

durch innovative Dichtungstechnik<br />

überflutungs- und<br />

rückstausicher. Die hydraulische<br />

Öffnung wurde von Hailo mit einem<br />

Zwei-Stufen-Teleskopzylinder versehen,<br />

der mit einem elektrischen<br />

Hydraulikaggregat betrieben wird.<br />

In Notfällen lassen sich die Schwerlastabdeckungen<br />

dieses Typs auch<br />

mit einer handbetätigten Hydraulikpumpe<br />

von außerhalb öffnen. Elektrische<br />

Steuerungen mit Notaus-<br />

Funktion und Schlüsselschalter sowie<br />

klappbare Sicherheitsgitter sind<br />

ebenfalls lieferbar.<br />

HS 14 lässt sich dank ihrer Variantenvielfalt<br />

genau an den Einsatzort<br />

anpassen. Die Schachtabdeckung<br />

wird verzinkt oder aus Edelstahl<br />

gefertigt und bietet hervorragende<br />

Voraussetzungen für eine<br />

extrem lange Nutzungsdauer.<br />

Befahrbare Unterflur­<br />

Versorgungseinheit<br />

Die Unterflur-Versorgungseinheit<br />

von Hailo kommt überall dort<br />

zum Einsatz, wo Elektroanschlüsse<br />

in befahrenen oder begehbaren<br />

Flächen benötigt werden. „Uns<br />

war es wichtig, eine Unterflur-Versorgungseinheit<br />

zu entwickeln, die<br />

die Nutzung von Strom <strong>auf</strong> öffentlichen<br />

und stark frequentierten<br />

Orten wie beispielsweise Wochenmärkten,<br />

Campingplätzen oder<br />

Jahrmärkten absolut sicher macht“,<br />

so Gunther Bastian, Leitung Professional<br />

Schacht.<br />

Die notwendige Technik wird<br />

bei diesem Modell elegant und<br />

ebenerdig in den entsprechenden<br />

Flächen versenkt und bietet den<br />

Nutzern höchsten Komfort bei einfacher<br />

Handhabung: Verschiedene<br />

vor installierte Elektroanschlüsse<br />

sind steckerfertig und leicht zugänglich.<br />

Stolperfallen durch lange<br />

Kabel lassen sich effektiv vermeiden,<br />

da die Stromverteilung effizient<br />

und dezentral in der Fläche<br />

verteilt werden kann.<br />

Die Elektroeinheiten werden bei<br />

eindringen<strong>dem</strong> <strong>Wasser</strong> durch ein<br />

Luftglockenprinzip geschützt. „Der<br />

notwendige Einsatz von Elektrik <strong>auf</strong><br />

Campingplätzen oder bei öffent -<br />

lichen Veranstaltungen ist somit<br />

selbst bei starken Niederschlägen<br />

und drücken<strong>dem</strong> Flutwasser sicher“,<br />

berichtet Frank Peter Koch, Leitung<br />

Marketing/Kommunikation bei Hailo<br />

Professional.<br />

Zum Nutzen der integrierten<br />

Anschlüsse kann die Unterflur-<br />

Versorgungseinheit mit <strong>dem</strong> entsprechenden<br />

Schlüssel leicht geöffnet<br />

werden, während des Betriebes<br />

ist sie dann wieder sicher<br />

gegen unbefugten Zugriff verschlossen.<br />

Sie ist in verschiedenen Ausstattungs-<br />

und Installationsvarianten<br />

erhältlich, stets integriert in einer<br />

soliden Edelstahlkonstruktion. Diese<br />

ist hoch belastbar und in der Ausführung<br />

B 125 befahrbar. Bei<br />

der Klasse D 400 kn ist sie sogar<br />

April 2014<br />

448 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Condition Monitoring<br />

Einfach Intelligent<br />

DEHNrecord SCM XT:<br />

Monitoring von Blitz- und<br />

Überspannungsschutz<br />

für den fließenden Verkehr geeignet, <strong>auf</strong> vielen<br />

öffentlichen Plätzen mit regelmäßigem Verkehrsfluss<br />

ist dies unbestreitbar notwendig.<br />

Kontakt:<br />

Hailo-Werk,<br />

Postfach 1262,<br />

D-35702 Haiger,<br />

Tel. (02773) 82-0,<br />

Fax (02773) 82-239,<br />

E-Mail: info@hailo.de,<br />

www.hailo-professional.de<br />

Halle B5, Stand 449/552<br />

- Optimale Lösung für maximale Anlagenverfügbarkeit<br />

- Drahtlose Zustandserkennung ohne zusätzliche<br />

Verdrahtung und Spannungsversorgung der<br />

Schutzgeräte<br />

- Einfachste Integration selbst in bestehenden<br />

Anlagen<br />

- Auch einsetzbar für Schutzgeräte in Ex(i)- oder<br />

SIL-Kreisen<br />

Für mehr Informationen:<br />

www.dehn.de/anz/2430<br />

DEHN schützt.<br />

Überspannungsschutz, Blitzschutz / Erdung, Arbeitsschutz<br />

DEHN + SÖHNE GmbH + Co.KG.<br />

Postfach 1640, 92306 Neumarkt, Germany<br />

Tel. +49 9181 906-1123, info@dehn.de<br />

April 2014<br />

Anz_DEHNre. SCM XT_<strong>Abwasser</strong>_22.4._89x250.indd 1 08.02.14 10:42<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 449


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

PUR–Schachtsohlenauskleidung<br />

Die Schachtsohlen aus PUR können<br />

alle herkömmlich verwendeten<br />

Materialien, die bisher zur<br />

Schachtauskleidung verwendet werden,<br />

ersetzen und bieten diesen<br />

gegenüber große Vorteile.<br />

IMR-Schachtvollaus kleidung<br />

Die IMR-Schachtauskleidung ist von<br />

der Sohle bis zur Oberkante einschließlich<br />

des Spitzenden komplett<br />

mit Polyurethan ausgekleidet.<br />

Die Anschlussmuffen des jeweilig<br />

gewählten Rohrsystems, die ebenfalls<br />

aus Polyurethan hergestellt<br />

werden, sind fugenfrei, ohne<br />

Klebestellen und ohne zusätz liche<br />

Dicht elemente mit der Schachtauskleidung<br />

monolithisch verbunden.<br />

IMR-Schachtauskleidungen sind<br />

in DN 1000, DN 1200, DN 1500 und<br />

DN 2000 lieferbar. In jeweiligen<br />

Schachtauskleidungen können<br />

Gerinneführungen von DN 100 –<br />

DN 1200 eingebaut werden.<br />

Das Spitzende für den Aufbau<br />

von Schachtringen und -Konen<br />

kann nach DIN 4034 Teil 1 von<br />

DN 1000 bis DN 2000 oder zur Aufnahme<br />

von Econorm®-Schacht <strong>auf</strong>bau<br />

ten von DN 1000 und DN 1500<br />

ausgeführt werden. Die Abwickelungen<br />

der Gerinne, zusätzliche<br />

Zuläufe und Gefälle der Zu- und<br />

Abl<strong>auf</strong>muffen werden passend<br />

nach Kundenwunsch gefertigt und<br />

bieten somit ein Höchstmaß an<br />

Genauigkeit für die Baustelle.<br />

Die IMR-Schachtringe-, Konen-,<br />

Übergangsplatten und Abdeckplattenauskleidungen<br />

sind ebenfalls mit<br />

Polyurethan in beiden Muffenbereichen<br />

ausgekleidet. Das Produktprogramm<br />

reicht in DN 1000 von Ringen<br />

in Bauhöhen von 250 mm bis<br />

1000 mm, Konen DN 1000 /625/600<br />

und Abdeckplatten DN 1000/625<br />

Abdeckplatten bis hin zu Übergangsplatten<br />

von DN 1200 und<br />

DN 2000. Selbstverständlich sind<br />

auch hier alle Möglichkeiten für Sonderanfertigungen<br />

gegeben.<br />

Schachtboden DN 1000<br />

mit außenliegen<strong>dem</strong><br />

Untersturz DN 300.<br />

IMR-Schachtauskleidung<br />

mit außenliegen<strong>dem</strong><br />

Absturz DN 1000<br />

Zur Überbrückung von Sohldifferenzen<br />

größer 60 cm bietet die IMR-<br />

Schachtauskleidung mit außenliegen<strong>dem</strong><br />

Untersturz, der in der<br />

Schachtwand einzubauen ist, ein<br />

breites Angebot von Einsatzmöglichkeiten.<br />

Das Unterteil wird monolithisch<br />

als ein Bauteil bis zu einer Höhe<br />

von 2 m Sohldifferenz in DN 1000 und<br />

bis zu 1,50 m in DN 1200 hergestellt.<br />

In die Zul<strong>auf</strong>muffe wird ein T-Stück<br />

integriert, von <strong>dem</strong> eine Fallleitung<br />

DN 200 nach unten geführt und mit<br />

einem in sich geläufigen Bogen ins<br />

Gerinne eingeleitet wird.<br />

Weitere Zuläufe dieser Art sowie<br />

weitere sohlengleiche Zuläufe<br />

können, soweit technisch machbar,<br />

noch mit eingebaut werden. Die<br />

IMR-Schachtauskleidung erstreckt sich<br />

auch hier von Sohle Ausl<strong>auf</strong> bis Oberkante<br />

Schachtunterteil einschließlich<br />

des gesamten Spitzendes.<br />

Bei Höhendifferenzen von mehr<br />

als 2 m wird die IMR-Schachtauskleidung<br />

in mehreren Teilstücken hergestellt.<br />

In der jeweiligen IMR-Schachtauskleidung<br />

für das Schachtunterteil<br />

wird das Fallrohr mit 3 Stück 30°-Bögen<br />

DN 200 eingebaut, um so einen<br />

einwandfreien Abfluss zu gewährleisten.<br />

Auf das Schachtunterteil werden<br />

dann Schachtringe mit einer IMR-<br />

Auskleidung bis zur gewünschten<br />

Höhe gesetzt. Die gewünschte und<br />

<strong>auf</strong> das anzuschließende Rohr abgestimmte<br />

IMR-Schachtmuffe wird zur<br />

Aufnahme des gewünschten Rohrsystems,<br />

in <strong>dem</strong> ein Abzweig DN 200<br />

für das Fallrohr integriert ist, im<br />

Schachtring eingebaut. Im Zuge des<br />

Schachteinbaus und der Verlegung<br />

der Rohrleitung wird das Schachtunterteil<br />

mit <strong>dem</strong> Gelenkstück mittels<br />

eines Fallrohres DN 200 verbunden.<br />

IMR-Schachtauskleidung<br />

DN 1000 und DN 1200 mit<br />

Schwanenhals<br />

Die Schussrinne wird nach ATV 157<br />

und 241 gefertigt, wobei dar<strong>auf</strong> zu<br />

achten ist, dass der Höhenunterschied<br />

zwischen <strong>dem</strong> Einl<strong>auf</strong> und <strong>dem</strong> Ausl<strong>auf</strong><br />

bei DN 1000 max. 60 cm und bei<br />

DN 1200 max. 80 cm betragen sollte.<br />

Die IMR-Schacht auskleidung ausgebildet<br />

als Schwanenhals ist auch hier von<br />

Sohle Ausl<strong>auf</strong> bis Oberkante Schachtunterteil<br />

einschließlich des Spitzendes.<br />

IMR-Schachtmuffe<br />

Die IMR-Schachtmuffe ist an der<br />

IMR-Schachtauskleidung fugenfrei,<br />

klebestellenfrei und ohne weitere<br />

Dichtelemente am Schachtkörper<br />

monolithisch integriert, um Gelenkstücke<br />

mit der IMR-Schachtaus-<br />

April 2014<br />

450 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

kleidung zu verbinden. Wie vorher<br />

beschrieben kann die IMR-Schachtmuffe<br />

mit einer oder auch mehreren<br />

Dichtungen versehen werden. Diese<br />

gibt es auch als Einzelteil für den<br />

Einbau in gemauerte Schächte oder<br />

andere Fertigteilschächte, um auch<br />

hier die höchstmögliche Sicherheit<br />

zu gewährleisten. Es ist möglich, das<br />

gewünschte Dichtungselement in<br />

der Muffenwand zu integrieren.<br />

IMR-Schachtauskleidung zur<br />

Energieumwandlung N 1000<br />

Zur Überbrückung von höheren<br />

Sohldifferenzen und zur gleichzeitigen<br />

Verringerung der Fließgeschwindigkeit<br />

kann die IMR-Schachtauskleidung<br />

zur Energieumwandlung<br />

eingesetzt werden. Der Zul<strong>auf</strong><br />

ist am Außenradius der Schachtwand<br />

eingebaut, wobei der Abl<strong>auf</strong><br />

zentrisch im Boden der Mitte der<br />

IMR-Schachtauskleidung ausgerichtet<br />

ist, sodass das <strong>Abwasser</strong> durch<br />

den versetzten Zu- und Abl<strong>auf</strong> strudelförmig<br />

herausläuft und sich somit<br />

selbst die Energie aus <strong>dem</strong> zul<strong>auf</strong>enden<br />

Medium nimmt. Die Mindestsohldifferenz<br />

zwischen Einl<strong>auf</strong> und<br />

Ausl<strong>auf</strong> beträgt 60 cm. Die Größe<br />

der anzuschließenden Rohre liegt<br />

zwischen DN 200 und DN 500.<br />

Vorteile:<br />

••<br />

IMR-Schachtauskleidungen werden<br />

komplett fugenlos und frei<br />

von Klebestellen hergestellt<br />

••<br />

Monolithisch eingebaute Anschlussmuffen,<br />

keine zusätzlichen<br />

Dichtungselemente<br />

••<br />

Vollauskleidung einschließlich<br />

des Spitzendes<br />

••<br />

Viele Sonderausführungen<br />

möglich<br />

••<br />

IMR-Schachtauskleidung des<br />

gesamten Schachtes einschließlich<br />

Schachtringe, Übergangsplatten<br />

und Konen<br />

Chemische Widerstandsfähigkeit<br />

••<br />

Hohe Hydrolyse- und Mikrobenbeständigkeit<br />

••<br />

Gute hydraulische Eigenschaften<br />

durch die glatte Oberfläche<br />

Temperaturbeständigkeit<br />

Hohe Schlagzähigkeit<br />

Hohe Maßgenauigkeit<br />

••<br />

Sofort einsetzbar dank<br />

kom pletter Vorfertigung<br />

••<br />

Praktisch wartungsfrei für viele<br />

Jahre<br />

••<br />

Nahezu Wartungs- und Unterhaltungsfrei<br />

••<br />

Sehr lange Lebensdauer, da die<br />

IMR-Schachtauskleidung überdurchschnittliche<br />

Abriebs-Werte<br />

<strong>auf</strong>weist<br />

Der Werkstoff Polyurethan<br />

Dieser Werkstoff ist hochresistent<br />

gegen Abwässer und langfristig beständig<br />

gegen Chemikalien und Mikroben,<br />

widersteht Mineralsäuren,<br />

Basen und konzentrierten Salzlösungen<br />

in hohem Maße, und schützt<br />

den Beton gegen biogene Schwefelsäurekorrosion.<br />

Zu<strong>dem</strong> überzeugt er<br />

durch eine hohe Abrieb- und Nassverschleißfestigkeit<br />

sowie Schlagzähigkeit.<br />

Aufgrund seiner <strong>Wasser</strong>undurchlässigkeit<br />

sind Infiltration und<br />

Exfiltration ausgeschlossen. Durch<br />

die extrem glatte Oberflächenbeschaffenheit<br />

des fertigen Produktes<br />

und die niedrige Wandrauhigkeit<br />

verfügt die IMR-Schachtauskleidung<br />

über hervorragende hydraulische<br />

Gleiteigenschaften.<br />

Kontakt:<br />

IMR GmbH & Co.KG,<br />

Gewerbegebiet Steinbruch 1,<br />

D-57520 Langenbach b. Kirburg,<br />

Tel. (02661) 6878,<br />

Fax (02661) 7249,<br />

E-Mail: info@imr-gmbh.de,<br />

www.imr-gmbh.de<br />

Halle B5, Stand 432<br />

EVERZIT ®<br />

Filtermaterialien<br />

Enteisung / Entmanganung<br />

mit EVERZIT ® N<br />

Entsäuerung / Aufhärtung<br />

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EVERZIT ® Dol<br />

Behandlung von<br />

Regenabflusswässern mit<br />

EVERZIT ® RW<br />

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April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 451


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Esders definiert die Grenzen der <strong>Wasser</strong>leckortung<br />

zur IFAT neu<br />

Korrelator Eureka3.<br />

Der Leckortung bei erdverlegten<br />

<strong>Wasser</strong>leitungen sind enge<br />

technische Grenzen gesetzt. Die<br />

Esders GmbH präsentiert zwei neue<br />

Systeme, mit denen die bisherigen<br />

Grenzen stark erweitert werden.<br />

TouchME – einfache Bedienung per Touchscreen.<br />

Das neue Korrelationssystem Eureka3<br />

erreicht in Verbindung mit Hydrofonen<br />

die mehrfache Reichweite<br />

gegenüber Kontaktschall-Mikrofonen.<br />

Das Spürgerät Hunter H 2 ortet<br />

kleinste Leckstellen, bei denen elektro-akustische<br />

Lecksuche oder Korrelation<br />

an ihre Grenzen stoßen,<br />

mittels Spürgas.<br />

„Wir wollen die IFAT nutzen, um<br />

unser Wachstum <strong>auf</strong> <strong>dem</strong> Gebiet<br />

der <strong>Wasser</strong>leckortung weiter voranzutreiben“,<br />

sagt Geschäftsführer<br />

Bernd Esders. Der <strong>Wasser</strong>bereich ist<br />

neben der Gasmess- und Druckprüftechnik<br />

die dritte Säule des<br />

emsländischen Familienunternehmens.<br />

Hierzu soll auch das Korrelationssystem<br />

Eureka3, die Weiterentwicklung<br />

der bewährten Eureka2R-<br />

Serie, beitragen. Das System besteht<br />

aus zwei Funksendern, der PC Software<br />

Enigma, einem Kopfhörer und<br />

der zentralen Bedieneinheit Touch<br />

ME mit Touchscreen sowie internen<br />

Mikrofonen. „Das ist sozusagen ein<br />

Tablet-PC im Offroad-Gewand“, verdeutlicht<br />

Bernd Esders. Denn der<br />

Touch ME ist mit robustem Kantenschutz,<br />

sich automatisch anpassender<br />

Hintergrundbeleuchtung und<br />

einem Touchscreen, der sich sogar<br />

mit Handschuhen bedienen lässt,<br />

optimal für den rauen Außeneinsatz<br />

gewappnet. Ein stabiler Transportkoffer<br />

mit eingebautem Ladegerät,<br />

ein Netzteil sowie ein Fahrzeugladekabel<br />

runden das System ab.<br />

Das Beste aus <strong>dem</strong> Leckgeräusch<br />

herausholen<br />

Ein stromsparender Dual-Core-Prozessor<br />

beschleunigt die rechen<strong>auf</strong>wendige<br />

Frequenzanalyse, Filterung<br />

und Korrelation der Leckgeräusche,<br />

sodass die 16-bit-<br />

Berechnung praktisch verzögerungsfrei<br />

dargestellt wird. „Mit der<br />

einfach zu bedienenden Analyse<br />

holen Sie das Beste aus den Geräuschen<br />

heraus“, sagt Bernd Esders.<br />

Eureka3 ist um externe Mikrofone<br />

und insbesondere Hydrofone erweiterbar:<br />

In<strong>dem</strong> die empfindlichen<br />

Sensoren in die unter Betriebsdruck<br />

stehende <strong>Wasser</strong>säule eingebaut<br />

werden, erreicht der Schall diese<br />

mit maximaler Intensität. Das verlängert<br />

die Ortungsreichweite bei<br />

PVC- und PE-Leitungen enorm, beziehungsweise<br />

macht kleinere Leckagen<br />

mit niedriger Geräuschentwicklung<br />

erst messbar. Zu<strong>dem</strong> wird<br />

<strong>auf</strong> der IFAT als Messeneuheit erstmals<br />

die Ergänzung des Eureka3 mit<br />

einem Funk-Bodenmikrofon vorgestellt.<br />

Bei kleinsten Leckstellen kommt<br />

der neue Esders Hunter H 2 zum Einsatz.<br />

In die entleerte Leitung wird<br />

ein aus 95 Vol.% Stickstoff und<br />

5 Vol.% <strong>Wasser</strong>stoff bestehendes<br />

Spürgas eingebracht. <strong>Wasser</strong>stoff<br />

hat als kleinstes und leichtestes Element<br />

die Eigenschaft, durch jede<br />

noch so kleine Fehlstelle auszutreten,<br />

es durchdringt auch poröse<br />

Baustoffe wie Estrich oder Beton. So<br />

kann das nach oben wandernde<br />

Gas oberhalb der Leckstelle durch<br />

die Sonde des Hunter H 2 geortet<br />

werden. Über die Konzentrationsanzeige<br />

ist leicht feststellbar, wo sich<br />

die stärkste <strong>Wasser</strong>stoffanreicherung<br />

befindet.<br />

Kontakt:<br />

Esders GmbH,<br />

Hammer-Tannen-Straße 26-28,<br />

D-49740 Haselünne,<br />

Tel. (05961) 9565-0,<br />

Fax (05961) 9565-15,<br />

E-Mail: info@esders.de,<br />

www.esders.de<br />

Halle A5, Stand 137<br />

April 2014<br />

452 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

Leitungen präzise orten mit SEWERIN-Technologie<br />

Bei Betrieb und Instandhaltung<br />

von Rohr- und Kabelnetzen ist<br />

die Dokumentation der Leitungslagen<br />

nicht selten lückenhaft. Zu<strong>dem</strong><br />

verl<strong>auf</strong>en Leitungen nicht nur im urbanen<br />

Umfeld unter Straßen, Plätzen<br />

und Wegen, sondern auch in unbebautem<br />

Gebiet. Die genaue Kenntnis<br />

der jeweiligen Leitungslage reduziert<br />

den Instandhaltungs<strong>auf</strong>wand<br />

und vermeidet zuverlässig Fehl- oder<br />

Sondierungsgrabungen. Die Produkte<br />

zur Leitungsortung von SEWERIN<br />

bieten umfangreiche Lösungen für<br />

unterschiedliche Arbeitssituationen.<br />

Das Aushängeschild im Bereich<br />

Rohr- und Kabelortung von<br />

SEWERIN ist das neue UT 9000. Seit<br />

Kurzem ergänzt zusätzlich das UT<br />

830 das Produktportfolio. Beide Geräte<br />

zeichnen sich durch ein vollkommen<br />

neues, ergonomisches Design<br />

und zahlreiche technische Features<br />

aus, die <strong>dem</strong> Anwender die<br />

Arbeit deutlich erleichtern.<br />

Das „Raumwunder“ UtiliTrac mit<br />

<strong>dem</strong> zusammenfaltbaren Gehäuse<br />

und <strong>dem</strong>, in den Koffer integrierten<br />

Generator, stellt eine weitere, platzsparende<br />

Lösung dar.<br />

Glasfaser-Sonden-Systeme von<br />

SEWERIN, die sowohl mit <strong>dem</strong> UT<br />

9000 als auch <strong>dem</strong> UtiliTrac zum<br />

Einsatz kommen, ermöglichen die<br />

Ortung von nicht-metallischen Leitungsverläufen<br />

in Gas- und <strong>Wasser</strong>rohrnetzen<br />

sowie im <strong>Abwasser</strong>netz.<br />

Dieses umfangreiche Geräteprogramm<br />

erfüllt die Anforderungen<br />

ganz verschiedener Anwender <strong>auf</strong><br />

unterschiedlichen Märkten.<br />

Das UT 9000 besticht durch innovative<br />

Technik. Hervorragend<br />

ausbalanciert, leicht und dennoch<br />

robust, das sind die Bedingungen,<br />

die das UT 9000 mit Leichtigkeit erfüllt.<br />

Es überzeugt zu<strong>dem</strong> mit einem<br />

hoch<strong>auf</strong>lösenden und auch unter<br />

starker Sonneneinstrahlung hervorragend<br />

ablesbaren Display und einer<br />

großartig strukturierten, schnell<br />

verständlichen Menüführung zur<br />

intuitiven Handhabung.<br />

Das UT 9000 ist mit seinen mehr<br />

als 70 Frequenzen eines der flexibelsten<br />

Leitungsortungsgeräte am<br />

Markt. Mit der einzigartigen Möglichkeit,<br />

vor der Besendung einer<br />

Leitung die vorhandenen Umgebungsfrequenzen<br />

zu scannen, bietet<br />

das UT 9000 Hilfestellung bei der<br />

Wahl der richtigen Frequenz. Unerwünschte<br />

Störfelder werden erfolgreich<br />

unterbunden. Das Orten von<br />

versehentlich mit besendeten Leitungen<br />

wird vermieden.<br />

Via Funkkommunikation zwischen<br />

Empfänger und Generator<br />

können Sendeleistung und Frequenzen<br />

zur optimalen Ortung<br />

angepasst werden. Mit einem der<br />

leistungsstärksten Generatoren<br />

überzeugt das UT 9000 gerade bei<br />

der Ortung sehr langer Leitungsabschnitte.<br />

Auch Betreiber von Kabelnetzen<br />

und deren Wartungspersonal werden<br />

die Vorzüge des UT 9000 schnell<br />

zu schätzen wissen. Denn das Gerät<br />

eignet sich nicht nur zur Suche der<br />

Leitungen, sondern kann auch bei<br />

der Kabelfehlersuche effektiv eingesetzt<br />

werden.<br />

Das UT 830 ermöglicht mit der<br />

Ortungsfrequenz von 83 kHz die<br />

punktgenaue Lokalisation einer Leitung<br />

über isolierte Anschlussstellen<br />

hinaus. Es ist daher besonders für<br />

die Ortung erdverlegter Gas und<br />

<strong>Wasser</strong>leitungen geeignet. Die vollautomatische<br />

Tiefenmessung ermöglicht<br />

den genauen Überblick<br />

über die Leitungslage. Die Detektion<br />

von Haupt- und abgehenden<br />

Leitungen gelingt mit <strong>dem</strong> UT 830<br />

spielend einfach. Die Möglichkeit<br />

zur passiven Ortung von Strom- und<br />

KKS-Leitungen macht es auch im<br />

Baugewerbe zum idealen Begleiter.<br />

April 2014<br />

<strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong> 453<br />

Das UT 830<br />

ermöglicht mit<br />

der Ortungsfrequenz<br />

von<br />

83 kHz die<br />

punktgenaue<br />

Lokalisation<br />

einer Leitung<br />

über isolierte<br />

Anschlussstellen<br />

hinaus.<br />

▶▶


| FOKUS<br />

|<br />

IFAT Sonderteil<br />

Das UT 9000<br />

besticht durch<br />

innovative<br />

Technik. Hervorragend<br />

ausbalanciert,<br />

leicht und dennoch<br />

robust,<br />

das sind die<br />

Bedingungen,<br />

die das UT<br />

9000 mit<br />

Leichtigkeit<br />

erfüllt.<br />

Mit einem Gesamtgewicht<br />

von weniger<br />

als 7 kg ist der<br />

UtiliTrac absolut<br />

feldtauglich<br />

für jeden Anwender,<br />

der im<br />

Feld oder <strong>auf</strong><br />

Baustellen<br />

Rohr- oder<br />

Kabelnetze zu<br />

orten hat.<br />

Die einfache Bedienung des UT<br />

830 reduziert Trainingszeiten drastisch.<br />

Auch wenig erfahrenen Anwendern<br />

eröffnet sich das Bedienkonzept<br />

nahezu intuitiv. Die schnelle<br />

und zuverlässige optische Darstellung<br />

von Richtungspfeilen oberhalb<br />

der zu ortenden Leitung ist<br />

einzigartig. Die PEAK-Funktion ist<br />

eine zusätzliche Besonderheit. Mit<br />

dieser Funktion werden <strong>auf</strong> Knopfdruck<br />

alle umgebenden Leitungen<br />

ausgeblendet, die <strong>auf</strong>grund der<br />

hohen Frequenz mit besendet werden.<br />

Bereits seit einigen Jahren setzt<br />

der UtiliTrac R1XX Maßstäbe in der<br />

Rohr- und Kabelortung. Das zusammenfaltbare<br />

Gerät zeigt <strong>dem</strong> Anwender<br />

die Lage der gesuchten Leitung<br />

dreidimensional an. Der Koffer<br />

beherbergt außer<strong>dem</strong> den Generator.<br />

Mit einem Gesamtgewicht von<br />

weniger als 7 kg ist der UtiliTrac absolut<br />

feldtauglich für jeden Anwender,<br />

der im Feld oder <strong>auf</strong> Baustellen<br />

Rohr- oder Kabelnetze zu orten hat.<br />

Auf der IFAT wird SEWERIN das<br />

neue, breit <strong>auf</strong>gestellte Leitungsortungs-Programm<br />

ausführlich vorstellen.<br />

Bereits im Vorfeld können<br />

Interessierte mit den SEWERIN-Vertriebsingenieuren<br />

einen Vorstellungstermin<br />

vereinbaren.<br />

Kontakt:<br />

Hermann Sewerin GmbH,<br />

Robert-Bosch-Strasse 3,<br />

D-33334 Gütersloh,<br />

www.sewerin.com<br />

Halle A5, Stand 319/418<br />

April 2014<br />

454 <strong>gwf</strong>-<strong>Wasser</strong> <strong>Abwasser</strong>


®<br />

IFAT Sonderteil | FOKUS |<br />

BEULCO mit neuem Produkt<br />

Egal ob <strong>auf</strong> Baustellen, Festplätzen, Messen, Events oder in der<br />

Landwirtschaft – Sicherheit und Hygiene von Trinkwasser müssen<br />

an erster Stelle stehen. Mit der neuen Trinkwasser-Anschlusseinheit<br />

präsentiert BEULCO die optimale Lösung für die sichere Übergabe<br />

von Trinkwasser in verschiedenen Anwendungsgebieten.<br />

Durch die zunehmenden Sicherheitsstandards in der zeitlich<br />

befristeten Trinkwasserversorgung haben sich die Anforderungen<br />

insbesondere an mobile Trinkwasserent nahmevorrichtungen<br />

deutlich verschärft. Auf die strengen Vorgaben der europäischen<br />

Normung hat BEULCO im Rahmen der Sicherheit sofort reagiert<br />

und bereits in den letzten Jahren ein umfangreiches Programm an<br />

Standrohren mit Systemtrenner BA <strong>auf</strong>gebaut. Dieses Sortiment<br />

wurde nochmals deutlich erweitert. So findet sich nun neben<br />

Standrohren mit Systemtrenner BA auch die flexible Trinkwasser-<br />

Anschlusseinheit im Sortiment wieder.<br />

Die Anschlusseinheit ist standardmäßig mit einem 1-fach-Systemtrenner<br />

BA ausgestattet, der für einen <strong>Wasser</strong>zähler vorbereitet<br />

ist und <strong>auf</strong> bis zu vier Entnahmestellen erweitert werden kann.<br />

Somit bietet er die optimale Lösung zur Absicherung des Trinkwassernetzes<br />

gegen Rückdrücken, -saugen und -fließen von Nichttrinkwasser<br />

bis einschließlich Flüssigkeitskategorie 4. Durch die<br />

vorinstallierte GEKA-Kupplung ist ein flexibler Anschluss gegeben.<br />

Der robuste, abschließbare Metallschrank stellt eine manipulationssichere<br />

Einheit dar, die vollautomatisch arbeitet, keine<br />

zusätzlichen Schaltorgane benötigt und das unbekannte Risiko an<br />

der Übergabestelle aus der Versorgungsleitung minimiert.<br />

DER BESTE<br />

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LEBEN<br />

Zugegeben, wir haben von der Natur abgeschaut …<br />

… um für Sie den besten Schutz zu schaffen!<br />

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05. - 09.05.2014 l Halle: B5 l Stand: 420<br />

Kontakt:<br />

BEULCO GmbH & Co. KG,<br />

Postfach 1 20, D-57425 Attendorn,<br />

Tel. (02722) 695-0, Fax (2722) 695-5240,<br />

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DENSO ist seit 1922 als Erfinder und Pionier in den Bereichen passiver<br />

Korrosionsschutz für Rohrleitungen sowie innovativer Dichtmittel für den<br />

Straßen-, Gleis-, Ingenieur- und Kanalbau führend. DENSO steht für<br />

höchste Qualitätsstandards in Entwicklung, Produktion und Vertrieb –<br />

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April 2014<br />

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