Ausgabe für die Homepage des Comenius-Gymnasiums Ohne ...
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<strong>Ausgabe</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Homepage</strong> <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong>-<strong>Gymnasiums</strong><br />
<strong>Ohne</strong> Inserate
Liebe Leserinnen und Leser,<br />
Vorwort<br />
Zum 100. Geburtstag <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong> <strong>Gymnasiums</strong><br />
100 Jahre <strong>Comenius</strong> Gymnasium – da wird selbst <strong>die</strong> ComeNews bunt! Zumin<strong>des</strong>t das Cover… Bunt wie <strong>die</strong><br />
Aktivitäten, <strong>die</strong> aus Anlass <strong>des</strong> run<strong>des</strong>ten aller Jubiläen bereits durchgeführt wurden und noch geplant sind:<br />
Zur jazzig-kabarettistischen Eröffnung der Feierlichkeiten am 23. April in unserer Aula sind wir zusammen<br />
gekommen und taggenau zum gleichen Datum anno 1908 wurde <strong>die</strong> Gründung unserer Schule als höhere<br />
Knabenschule begangen. Ein großer Festakt am 13. September wird unsere Jubiläumsfeierlichkeiten<br />
beenden und den historischen Sommer 1908 ehren, an dem unsere Schule am 14.09. zum Gymnasium<br />
ernannt wurde (Wir feiern einen Tag vorher, weil der 14. September auf einen Sonntag fällt, nicht weil wir<br />
uns vertan haben!) Und dazwischen: 100 Jahre <strong>Comenius</strong> in Musik und Bild am 30. Mai, eine moderne<br />
Version <strong>des</strong> Rattenfängers als Schultheater am 10. und 12. Juni, Sommerfest am 13. Juni, Charity Walk am<br />
24. Juni, Ehemaligenfest am 6. September etc. Auch <strong>die</strong> ComeNews feiert mit: Wir erinnern in <strong>die</strong>ser<br />
<strong>Ausgabe</strong> an Johann Amos <strong>Comenius</strong>, den Namenspatron der Schule, streuen und widerlegen Gerüchte<br />
rund ums <strong>Comenius</strong>, buchstabieren das <strong>Comenius</strong> von A bis Z, zählen 100 Jahre <strong>Comenius</strong> und finden kein<br />
Ende, Ehemalige erzählen uns Erlebnisse und Geschichten aus ihrer Schulzeit am <strong>Comenius</strong>… und wir<br />
merken, dass sich über all <strong>die</strong> Jahre doch nicht alles verändert hat.<br />
Alle anderen Events verblassen natürlich daneben. Wir wollen sie dennoch erwähnen und auch einige<br />
Menschen zu Wort kommen lassen: Die neuen Lehrer stellen sich vor und Frau Hühn wird verabschiedet,<br />
der Schulpflegschaftsvorsitzende, Herr Hartmann, stellt sich vor und erzählt von den Aufgaben <strong>die</strong>ses<br />
Amtes. Dann wird es international und wir reisen ans andere Ende der Welt: Mit einer Gruppe von<br />
Mitschülern geht es nach Australien und von Neuseeland berichtet uns Fee Zieburg. Auch Bermun klingt wie<br />
eine Stadt im fernen Osten – ist es aber nicht: Berlin Model of United Nations lautet der volle Name <strong>des</strong><br />
Simulationsprojekts, das auch <strong>Comenius</strong>-Schüler <strong>für</strong> drei Tage zu Abgeordneten der UN machte. Viel<br />
exotischer scheinen dagegen <strong>die</strong> Fähigkeiten unseres Mitschülers Chen, der beim Bun<strong>des</strong>wettbewerb<br />
Mathematik einen dritten Platz errang. Einen Platz im Leben hat auch Robert Hofmann erobert, bei der<br />
Polizei – er erzählt über seine Ausbildungszeit.<br />
Zuletzt wird es historisch. „Schuldig“, das letzte Stück der Literatur AG, entführte uns in eine Zeit, in der<br />
Frauen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten als Hexen verbrannt wurden. Das war zum Glück bereits 1908<br />
Geschichte, als das <strong>Comenius</strong> geboren wurde. Bei <strong>die</strong>sem Stichwort fällt mir ein, dass wir noch gar nicht<br />
gratuliert haben, also:<br />
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM HUNDERTSTEN, LIEBES COMENIUS!!!<br />
Vali Kneip <strong>für</strong> <strong>die</strong> Redax<br />
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Inhalt<br />
Seite: 1 Cover: Nr. 17– Jubiläumsausgabe zum 100. Geburtstag <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong> <strong>Gymnasiums</strong><br />
3 Vorwort: Zum 100. Geburtstag <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong> <strong>Gymnasiums</strong><br />
5 Inhalt und Impressum<br />
6 Titelthema 1: Der Namensgeber unserer Schule<br />
7 - 10 Titelthema 2: Kennt Ihr das Geburtstagskind?<br />
11 - 13 Titelthema 3: 100 Jahre <strong>Comenius</strong> und kein Ende<br />
14 Titelthema 4: Gerüchte und Mythen rund ums <strong>Comenius</strong><br />
15 <strong>Comenius</strong> intern 1: Der Literaturkurs<br />
16 - 17 <strong>Comenius</strong> intern 2: Der Bun<strong>des</strong>wettbewerb Mathematik<br />
18 - 19 <strong>Comenius</strong> intern 3: Der Lesetag<br />
20 - 21 <strong>Comenius</strong> intern 4: BerMun 2007<br />
22 - 25 News<br />
26 Tschüss… Frau Hühn<br />
27 - 28 <strong>Comenius</strong> extern 1: Down Under<br />
29 - 31 <strong>Comenius</strong> extern 2: Fee war in Neuseeland<br />
32 Die Seite der SV<br />
33 Die Seite der AGs: Die Sport-AG<br />
34 Wer oder was ist eigentlich …? Frau Abiega<br />
35 Wer oder was ist eigentlich …? Herr Horstkötter<br />
36 Wer oder was ist eigentlich …? Herr Lübeck<br />
37 Wer oder was ist eigentlich …? Frau Saatkamp<br />
38 - 39 Wer oder was ist eigentlich…? Herr Hartmann<br />
40 - 41 Ins Leben getreten: Polizist<br />
42 Wie es euch gefällt: Buchtipp ISOLA<br />
44 Playboy <strong>des</strong> Monats: Johann Amos <strong>Comenius</strong><br />
Wir bedanken uns bei unseren Inserenten:<br />
Rheinbahn (S. 2), Fahrschule Grunwald (S. 4), Stu<strong>die</strong>nkreis> Nachhilfe.de (S. 14), Mode Hamburg (S.<br />
17), Sparkasse (S. 19), Schuhmann Optik (S. 25), Fahrschule Mack (S. 31), Mediathek (S. 39), DFS<br />
Deutsche Flugsicherung (S. 43).<br />
An <strong>die</strong>ser <strong>Ausgabe</strong> haben mitgewirkt:<br />
Chefredaktion: Valentina Kneip (Val), Lina Fliedner (FLI); beide St. 12<br />
Betreuungslehrerin Frau Dr. Conchi Palma<br />
Technische Leitung: Lina Fliedner (FLI), Dr. Conchi Palma<br />
Geschäftsführung: Michael Orthey, St. 12<br />
Redaktionelle Mitarbeit: Armin Roghani (AR), 8a; Frederik Tubes (FT), Sarah Godehardt (SKG), beide 6c.<br />
Freie Mitarbeiter: Jolene Clauss, Veronika Walica, beide 5c; Olga Thomashoff, 6c; Fee Zieburg, 9c; Ilyas<br />
Taskiran, St. 10; Julia Schulte, St. 11; Eva Richter, Philipp Hilgers, Chen Liang, Tanja Fischer,<br />
Ingmar Krähling, alle St. 12; Robert Hofmann<br />
Impressum:<br />
ComeNews ist <strong>die</strong> Schülerzeitung <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong>-<strong>Gymnasiums</strong>, Hansaallee 90, 40547 Düsseldorf<br />
E-Mail: sz-comenews@gmx.de<br />
Verantwortl. i.S.d. Presserechts: Valentina Kneip, Lina Fliedner; Dr. Conchi Palma<br />
Erscheinungsweise: zwei-bis dreimal jährlich; Auflage: 400 Schutzgebühr: 80 Cent<br />
Gedruckt bei: Horn Druck & Verlag Stegwiesenstr. 6-10 76646 Bruchsal<br />
CN 5
Titelthema 1: Der Namensgeber unserer Schule<br />
Johann Amos <strong>Comenius</strong> (1592-1670)<br />
Hand aufs Herz, wie viele Schüler unserer Schule wissen überhaupt<br />
wer unser Namensgeber Johann Amos <strong>Comenius</strong> eigentlich war?<br />
Wohl mehr als <strong>die</strong> Hälfte der lesenden Schüler wird sich vermutlich nun<br />
verlegen an den Kopf fassen und sich, vielleicht zum ersten Mal,<br />
vielleicht aber auch wieder einmal wundern, warum <strong>die</strong> Schule nach<br />
einem Mann benannt ist, den nun wirklich kaum jemand kennt.<br />
Um endlich Licht ins Dunkel zu bringen und zu beweisen, dass<br />
<strong>Comenius</strong> vielleicht nicht so bekannt, aber dennoch berühmt war, folgt<br />
nun anlässlich <strong>des</strong> Hundertsten Geburtstags der Schule ein kleiner<br />
Crashkurs zu unserem Namenspatron.<br />
Natürlich ist es zunächst einmal nicht unwichtig zu wissen, was<br />
<strong>Comenius</strong> eigentlich tat, denn anders als viele andere Namensgeber<br />
war er kein Dichter, wohl aber ein großer Denker, der eine<br />
grundlegende Schulreform forderte, <strong>die</strong> auch Mädchen, geistig<br />
zurückgebliebene und sozial schwache Kinder miteinbezog, was zu seinen Lebzeiten (immerhin um 1600)<br />
schon ein ziemlich fortschrittlicher Gedanke war.<br />
Die Haupterkenntnis, der <strong>Comenius</strong> auch den Ruf eines der wichtigsten Pädagogen <strong>des</strong> 17. Jahrhunderts<br />
verdankte, ist vor allem <strong>die</strong>, dass Kinder in verschiedenen Kindheitsphasen unterschiedliche Lernmethoden<br />
und pädagogische Maßnahmen benötigen, <strong>die</strong> vor allem auf sie abgestimmt sind, außerdem müssten <strong>die</strong><br />
Ziele, <strong>die</strong> Erziehung zur Menschlichkeit und Nächstenliebe, gewaltfrei erreicht werden, da so aus gut<br />
erzogenen und gebildeten Kindern mündige Erwachsene würden, <strong>die</strong> durch Menschlichkeit <strong>die</strong> Welt<br />
verbessern könnten.<br />
Aus <strong>die</strong>sen Gründen gilt <strong>Comenius</strong> als der Begründer der Didaktik, der „Kunst <strong>des</strong> Unterrichtens“, <strong>die</strong> sich<br />
mit verschiedenen Lern-und Lehrtechniken beschäftigt. So entwarf er beispielsweise Schulbücher, <strong>die</strong> neben<br />
den zu lernenden Texten auch Bilder zur Veranschaulichung enthielten oder einen aktuellen Bezug zum<br />
Alltag zeigten, ebenso wurde das selbstständige „Tun“ der Schüler gefordert, um dadurch bessere<br />
Lernerfolge zu erzielen.<br />
Durch seine, damals revolutionären Forderungen, prägte <strong>Comenius</strong> das Schulsystem, wie wir es heute<br />
kennen, ganz maßgeblich und ich denke wir alle können dem bärtigen Mann, der unser Logo ziert dankbar<br />
sein, schließlich säßen wir ohne ihn vielleicht immer noch vor langweiligen, textgefüllten Büchern ohne Bilder<br />
und würden alles mitschreiben, was der Lehrer in einem endlosen Monolog vor sich hin erzählt, was den<br />
Schulalltag nicht unbedingt spaßiger gestalten würde. FLI<br />
CN 6
Titelthema 2: Kennt Ihr das Geburtstagskind?<br />
A … wie Arbeitsgemeinschaften<br />
<strong>Comenius</strong>-Gymnasium von A-Z<br />
Am <strong>Comenius</strong> gibt es im Nachmittagsprogramm eine große Auswahl an AGs rund um verschiedene Themen<br />
und Aktivitäten: BerMun, Berufsorientiertes, Chinesisch, verschiedene Chöre, Englisch, Film, Fitness, Foto,<br />
Fußball, Kunst-Wandmalerei, Mathe, Physik, Sanitäts<strong>die</strong>nst, Schach, Schülerzeitung, Schulband, Sport,<br />
Tischtennis, Trommeln, Umwelt… Es kommen ständig neue Angebote hinzu!<br />
B … wie BerMun<br />
Seit 2001 nimmt eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern regelmäßig an der Berlin United Nations<br />
Conference (BerMun) teil, bei der sich nach dem Modell der Vereinten Nationen rund 700 Jugendliche aus<br />
bis zu 15 Nationen in der Kennedy International School in Berlin treffen und in der Rolle von Abgesandten<br />
der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen mit weltpolitischen Fragen auseinandersetzen. Bei <strong>die</strong>ser<br />
Konferenz ist Englisch verbindliche Verständigungssprache.<br />
C … wie Charity-Walk<br />
Der Charity-Walk ist ein Sponsorenlauf, der seit 2006 vor den Sommerferien zugunsten von Kindern in<br />
Medellin (Kolumbien) veranstaltet wird. Das <strong>Comenius</strong>-Gymnasium unterstützt mit den erlaufenen Geldern<br />
(letztes Jahr betrug <strong>die</strong> Summe einen fünfstelligen Wert!!!) <strong>die</strong> Schule einer dortigen Gemeinde. Mit den<br />
Geldern werden unter anderem Schulstipen<strong>die</strong>n und/oder Schuluniformen und/oder Schulsachen <strong>für</strong> Kinder<br />
gezahlt, deren Familien sich <strong>die</strong>s nicht leisten könnten, aber auch zum Teil Familien mit Lebensmitteln<br />
versorgt, damit <strong>die</strong> Kinder nicht mehr zu Hause mithelfen müssen, sondern <strong>die</strong> Schule besuchen können.<br />
D … wie Dreifachsporthalle<br />
Die 2006 eröffnete Dreifachsporthalle <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong> <strong>Gymnasiums</strong> ist mit ihren Fitnessräumen in der ersten<br />
Etage (leider warten wir noch auf <strong>die</strong> Einrichtung), der 400 Zuschauer fassenden Tribüne und den jeweils<br />
vier Umkleideräumen <strong>für</strong> Damen und Herren eine der modernsten Schulsporthallen Düsseldorfs. Als<br />
Bezirkssporthalle wird sie von den umliegenden Vereinen regelmäßig <strong>für</strong> Training und Wettkämpfe genutzt.<br />
E … wie Eislaufen<br />
Je<strong>des</strong> Jahr werden <strong>die</strong> fünften Klassen von Diplomsportlehrer und Ex-DEG-Spieler Peter Axel Müller im<br />
Eislaufen unterrichtet. Da<strong>für</strong> fährt man mit einem Bus zur Trainingshalle der DEG an der Brehmstraße.<br />
F … wie Fremdsprachen<br />
Das Fremdsprachenangebot am <strong>Comenius</strong> ist mit den regulären Sprachen Englisch ab Klasse fünf, Latein<br />
ab Klasse sechs, Französisch ab Klasse sechs oder im Wahlbereich ab Klasse acht gut bestückt. Als<br />
einziges Gymnasium in Düsseldorf bietet das <strong>Comenius</strong> zusätzlich zu Englisch auch Spanisch ab der fünften<br />
Klasse an. Außerdem hat Spanisch als Grund-und Leistungskurs eine lange Tradition an unserer Schule. Ab<br />
kommendem Schuljahr wird Spanisch auch als Wahlfach ab der achten Klasse unterrichtet.<br />
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G … wie Geschichte <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong><br />
Das <strong>Comenius</strong>-Gymnasium wurde 1908 als höhere Knabenschule gegründet. Nach dem Beginn in einem<br />
umgebauten Wohnhaus konnte bereits 1912 der Umzug in den Neubau am <strong>Comenius</strong>platz erfolgen. Trotz<br />
der teilweise katastrophalen wirtschaftlichen Bedingungen gelang es Direktor Mosler, <strong>die</strong> Schule<br />
kontinuierlich weiter aufzubauen. Der durch steigende Schülerzahlen wieder wachsenden Raumnot entging<br />
man durch den Bau einer neuen großzügigen Schule an der Hansaallee, <strong>die</strong> bis zu 1000 Schülern Platz bot<br />
und 1972 bezogen wurde. Im gleichen Jahr erfolgte auch <strong>die</strong> Umstellung auf Englisch statt Latein als erste<br />
Fremdsprache und damit <strong>die</strong> Aufgabe der Orientierung als humanistisch-altsprachliches Gymnasium. Mit der<br />
Aufnahme von Mädchen und dem Ausbau <strong>des</strong> gegliederten Kurssystems in der Oberstufe kamen in den<br />
70er Jahren weitere neue Elemente in das Schulleben. In den 90er Jahren fand eine Hinwendung zur<br />
modernen Informationstechnologie und dem Einsatz moderner Me<strong>die</strong>n im Fachunterricht statt. Die<br />
Schülerzahl steigt seit einigen Jahren weiter an.<br />
Gebäude Sonderburgstraße Gebäude Sonderburgstraße Heutiges Gebäude Hansaallee<br />
H … wie <strong>Homepage</strong><br />
Wie fast jede Schule hat das <strong>Comenius</strong> <strong>für</strong> seinen Internetauftritt eine eigene <strong>Homepage</strong>. Zu lesen ist sie im<br />
Netz unter www.comenius-gymnasium.de. Hier findet sich alles Wissenswerte über unsere Schule.<br />
I … wie internationale Begegnungen<br />
Das <strong>Comenius</strong> pflegt regelmäßige internationale Austauschbegegnungen mit drei Partnerschulen im<br />
Ausland: Seit 2002 besteht eine Partnerschaft mit dem Collège Antoine de Saint-Exupéry in Belleville-sur-<br />
Vie, 60 km südlich von Nantes (Frankreich). Mit dem Somerset College in Mudgeeraba-Queensland in<br />
Australien (ca. 70 km südlich von Brisbane) findet aufgrund der Entfernung der Austausch alle zwei Jahre<br />
statt. Auch in Spanien haben wir seit 2004 mit dem Instituto de Enseñanza Secundaria Obligatoria-Castilla in<br />
Soria, 220 km nordöstlich von Madrid, eine Partnerschule.<br />
J …Johann Amos <strong>Comenius</strong><br />
Johann Amos <strong>Comenius</strong> war ein im März 1592 geborener Philosoph und Theologe. In seinem Leben hatte<br />
er <strong>die</strong> unterschiedlichsten Ämter inne. Unter anderem war er Bischof, Lehrer und Schulleiter. Nach ihm<br />
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wurden neben unserer Schule auch noch <strong>die</strong> <strong>Comenius</strong>straße und der <strong>Comenius</strong>platz in Düsseldorf-<br />
Oberkassel benannt.<br />
K … wie Kooperationspartner<br />
Die Firma Henkel und <strong>die</strong> Firma Vodafone sind Kooperationspartner <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> Berufs- und<br />
Wirtschaftsorientierung in der Oberstufe. Wirtschafts- und Breitensportorientierung bilden den<br />
Doppelschwerpunkt unseres Schulprofils.<br />
L … wie Lernen lernen und Lions Quest Programm<br />
Mit dem „Lernen lernen“-Programm lernen <strong>die</strong> Schüler der fünften und sechsten Klasse in allen Fächern<br />
Methoden und Arbeitstechniken, zum Beispiel wie man Klassenarbeiten vorbereitet und sich <strong>die</strong> Zeit beim<br />
Lernen sinnvoll einteilt, wie man selbstständig übt und sich motiviert etc. Da sich gezeigt hat, dass das<br />
Gelernte wichtig ist und sinnvoll im Unterricht eingesetzt wird, wird <strong>die</strong>ses Programm nun auch in der<br />
Mittelstufe fortgesetzt. Das Lions Quest Programm setzt den Schwerpunkt auf „Soziales Lernen“. Es finden<br />
Kennenlern-Übungen statt, man lernt Erfolge miteinander zu teilen, einander zuzuhören, sich mitzuteilen, zu<br />
argumentieren etc.<br />
M … wie Monika Matthes<br />
Seit dem Schuljahr 2000/01 hat das <strong>Comenius</strong>-Gymnasium mit Monika Matthes zum ersten Mal eine<br />
weibliche Schulleitung, <strong>die</strong> mit dem Aufbau von internationalen Schulpartnerschaften und der Initiierung von<br />
Kooperationen mit namhaften Wirtschaftsunternehmen bisherige Arbeitsschwerpunkte gesetzt hat.<br />
N … wie Nachmittagsbetreuung<br />
Die Nachmittagsbetreuung ist ein Angebot an Kinder, deren Eltern berufstätig sind. In der Betreuung<br />
bekommen <strong>die</strong> Kinder ein warmes Mittagessen und es werden verschiedene Angebote zur<br />
Freizeitgestaltung (z. B. Schwimmbad, Abenteuerspielplatz und Backen) gemacht. In der Zeit zwischen<br />
14.15 Uhr und 15.15 Uhr werden unter Aufsicht und gelegentlicher Hilfe der Betreuer <strong>die</strong> Hausaufgaben<br />
erledigt.<br />
O … wie Oberstufenschulhof<br />
Der Oberstufenschulhof wurde zwischen Schulgebäude<br />
und dem Parkplatz an der Hansaallee letztes Jahr neu<br />
angelegt, weil durch den Bau der Dreifachturnhalle ein<br />
ganzes Stück Schulhof weggefallen ist.<br />
P … wie Pause<br />
Eigentlich das Beste an der Schule. ;-) Man kann endlich zu „Hübi“, unserem Schulhausmeister, ans<br />
Büdchen und sich <strong>die</strong> weltbesten Baguettes kaufen.<br />
Q … wie Quatschen<br />
Tun Schüler immer. Leider auch im Unterricht...<br />
CN 9
R … wie Rallye<br />
Die <strong>Comenius</strong>-Rallye ist <strong>die</strong> erste Herausforderung, <strong>die</strong> jeder Schüler und jede Schülerin in der fünften<br />
Klasse meistern muss. An einem der ersten Schultage werden Kleingruppen gebildet, <strong>die</strong> ein Aufgabenblatt<br />
bekommen. Um <strong>die</strong> Fragen rund ums <strong>Comenius</strong> beantworten zu können, muss gemeinsam das<br />
Schulgebäude und Schulgelände erkundet werden. Die beste und schnellste Gruppe jeder Klasse bekommt<br />
einen Preis und eins ist sicher: Nach <strong>die</strong>ser Rallye verläuft sich niemand mehr am <strong>Comenius</strong>.<br />
S … wie S-Klasse<br />
Die S-Klasse von 2006 ist der erste Jahrgang an einer Düsseldorfer Schule, der ab der fünften Klasse<br />
Spanisch, neben Englisch, als zweite Fremdsprache erlernt. Vorher wurde Spanisch bei uns nur in der<br />
Oberstufe unterrichtet.<br />
T … wie Tischtennis<br />
Im Tischtennis ist das <strong>Comenius</strong> zurzeit amtierender Stadtmeister. Zum Spielen in den Pausen stehen vier<br />
Tischtennisplatten zur Verfügung und es gibt eine Tischtennis-AG, damit wir auch weiterhin Meister bleiben.<br />
V … wie Vertrauensperson<br />
Eigentlich kann das jeder Lehrer, jede Lehrerin, unsere Frau Schmitz (das ist unsere Schulsekretärin) oder<br />
unserer Schulhausmeister Herr Hübner (von uns liebevoll „Hübi“ genannt) sein, denn alle haben ein offenes<br />
Ohr <strong>für</strong> <strong>die</strong> großen und kleinen Sorgen der Schüler. Speziell <strong>für</strong> <strong>die</strong> pädagogisch-psychologische Beratung<br />
steht der Schule aber seit 1995 mit Frau Thiele-Reuther eine erfahrene Vertrauenslehrerin zur Verfügung.<br />
Schüler und Schülerinnen können bei Bedarf einen Termin mit ihr vereinbaren, um zum Beispiel<br />
Entspannungstechniken bei ihr zu erlernen oder über Probleme zu sprechen. Außerdem werden je<strong>des</strong><br />
Schuljahr ein Vertrauenslehrer und eine Vertrauenslehrerin (SV-Lehrer) von der Schülerschaft gewählt.<br />
W … wie Warten<br />
... auf den Bus, auf <strong>die</strong> Straßenbahn, auf den Schulschluss, <strong>die</strong> Lehrer und Lehrerinnen auf den frei<br />
werdenden Kopierer, auf <strong>die</strong> nächsten Ferien... Macht man eigentlich immer.<br />
XY …wie?!<br />
Richtig! Wie <strong>die</strong> wichtigsten Buchstaben bei der Algebra. Dementsprechend auch am <strong>Comenius</strong> häufig in<br />
den Mathematikstunden zu finden.<br />
Z … wie Zentrale Prüfungen, Zentralabitur und Ziel<br />
Die Zentralen Prüfungen in der Klasse 10 und das Zentralabitur sind zentral durchgeführte Prüfungen, <strong>die</strong><br />
von den zuständigen Behörden an alle Schulen in 14 Bun<strong>des</strong>ländern verteilt werden, damit weitgehend<br />
gleiche Bedingungen <strong>für</strong> alle Schüler geschaffen werden. Diese zu bestehen ist unser Ziel, dass wir am<br />
Ende unserer Schullaufbahn am <strong>Comenius</strong> (hoffentlich) alle erreichen werden!<br />
CN 10<br />
FT, 6c
Titelthema 3: 100 Jahre <strong>Comenius</strong> und kein Ende...<br />
Erinnerungen und Erlebnisse verschiedener Schülergenerationen<br />
Meine Lehrerin Frau Palma fragte mich, ob ich nicht etwas zum Thema: 100 Jahre <strong>Comenius</strong>–Gymnasium<br />
schreiben könnte. Das kann ich! Denn meine Tante, mein Opa und ein paar Bekannte von uns waren<br />
ebenfalls auf <strong>die</strong>ser Schule... ein paar Bekannte?! Ich kenne viele, <strong>die</strong> das <strong>Comenius</strong> besuchten, aber <strong>die</strong><br />
hier alle aufzuzählen wäre ein bisschen viel! Darum habe ich „nur“ von Einigen der oben erwähnten ein<br />
bisschen gesammelt und mir einige Erlebnisse erzählen lassen....<br />
Hans-Peter T., mein Opa (1950-1953:) kann sich nur noch an <strong>die</strong>se Geschichte erinnern: „Es hatte<br />
geschneit. Ein Junge warf dem Direktor einen Schneeball an den Kopf. Er drehte sich um, sah mich und gab<br />
mir eine Ohrfeige!“<br />
Veith T. (1979-1986): „Damals gab es einen Kunstraum im Keller. Dieser hatte eine Metalltüre. Wir bogen<br />
eine Dachlatte von der Decke herunter, sodass unsere Kunstlehrerin nicht mehr aus der Klasse heraus kam<br />
und aus dem Fenster klettern musste. Im Nachhinein denke ich, dass man leider immer nur <strong>die</strong> netten<br />
Lehrer geärgert hat.“<br />
Henrik D. (ca. 1977-1987): „Ich erinnere mich, wie <strong>die</strong> Abiturienten <strong>des</strong> Jahrgangs 1985 Sand vor <strong>die</strong> Türen<br />
schütteten, sodass keiner hinein kam. Außerdem stellten sie überall Schilder mit der Aufschrift „Achtung<br />
Treibsand“ auf. Damit fiel der Unterricht aus!“<br />
Frank W. (1980-1991): „Tach zusammen, jetzt wolln wir mal sehen, was dem lieben Fränky so zu seiner<br />
<strong>Comenius</strong>-Zeit einfällt. Jaa, das waren Zeiten. Bis 1988 hatte ich eine kleine Schleife vom Cecilien - Mathe<br />
und Latein waren gar nicht mein Fall - über <strong>die</strong> Realschule Oberkassel gedreht. Abschluss mit "Qualifikation<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> gymnasiale Oberstufe" und schon ging <strong>die</strong> Reise weiter auf das ehrwürdige <strong>Comenius</strong>-Gymnasium.<br />
Da saßen wir mit ca. 20 - 30 Kandidaten und Kandidatinnen von der Haupt-und Realschule, <strong>die</strong> sich in den<br />
Kopf gesetzt hatten, Abitur zu machen. Ich sollte drei Jahre später zu den Glücklichen gehören, <strong>die</strong> den<br />
grandiosen Durchschnitt 3.2 schaffen -ein super Durchschnitt, den hatten damals 35 von ca. 70 Schülern, so<br />
viele waren wir wohl, und wer besser war, den fanden wir 3.2er voll uncool!<br />
Naja, was waren so unsere ersten Eindrücke von der ’gymnasialen Oberstufe’? Ich erinnere mich da zum<br />
Beispiel an den guten Dr. Bond (Name von der Redaktion geändert!) in Englisch: Man sitzt da, frisch von der<br />
Realschule, könnte Bäume ausreißen, und dann geht <strong>die</strong> Tür auf und es heißt:<br />
«Mein Name ist Bond! - Dr. Bond! - aber auf den Dr. lege ich in der Anrede keinen Wert. - Nun, ich will Ihnen<br />
gleich zu Beginn Ihrer Karriere hier ein paar Dinge erklären. Einige Schüler finden es immer wieder sportlich,<br />
herauszufinden, wer stärker ist, sie oder der Lehrer, ich sag Ihnen gleich: Bei mir VERLIEREN Sie!» -<br />
jaahaa, da wussten wir gleich, wo am <strong>Comenius</strong> der Hammer hängt. Auch immer gerne gehört Dr. Bonds<br />
dezente Winke mit dem Zaunpfahl wie: «Ja, Fräulein Reidenbach, wenn Ihnen das hier nicht passt, dann hat<br />
der Maurer da in der Tür ein Loch gelassen, da können Sie gerne rausgehn!»<br />
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Auf unserer ersten Stufenfahrt ins schöne Manderscheid in der Vulkaneifel begleitete uns unter anderem der<br />
mir äußerst entspannt in Erinnerung gebliebene Herr Fröhlich (Name von der Redaktion geändert!). Der gute<br />
kam Zigarette-auf-den-Fingern bewaffnet in unsere Blockhütte, verkündete zwischen zwei Zügen «Ihr wisst<br />
ja schon, dass hier Rauchen verboten ist… Gut! Ich habs euch jetzt gesagt, tschüss!» -Eine Geschichte über<br />
<strong>die</strong> auch später immer gern gelacht wurde.<br />
Oder der gute Herr Kampus (Name von der Redaktion geändert!), bei einer verrutschten Folie auf dem<br />
Projektor: Ich: «Herr Kampus, das kann kein Schwein lesen.» Nach kurzem Justieren: «Darf ich <strong>die</strong> Sau<br />
fragen, ob es so besser ist?» Da ich noch nie auf dem Mund gefallen war, kam dann ein fröhliches: «Nein,<br />
der Schweinehirte muss noch ein bisschen schärfer stellen.» Das Schöne an solchen Geschichten ist<br />
eigentlich, dass niemand ausgelacht wurde, sondern alle darüber grinsen konnten; ich hoffe, das ist bis<br />
heute möglich, sonst tun <strong>die</strong> Kids mir ehrlich leid!<br />
Vor meiner Zeit, gaaanz früher, soll das <strong>Comenius</strong> sowas wie "das linke Kader" Düsseldorfs gewesen sein.<br />
Wir waren nicht politisch. Wir wollten uns amüsieren, ordentlich feiern und irgendwie dabei das Abitur<br />
schaffen, das wars! Haben wir auch fleißig getan, oft hab ich Bier trinkend im Park gesessen und gelacht,<br />
anstatt zu büffeln. Unsere Schwänzstunden und <strong>die</strong> Abendzeit haben wir gerne am Barbarossapark<br />
verbracht, damals war das Muggel noch eine Szenekneipe und kein Schnösel-Lokal <strong>für</strong> neureiche<br />
zugezogene Lackaffen, ja es war geil in Oberkassel und wir brauchten keine Altstadt, um bis 4:00 Uhr früh<br />
zu feiern, das ging in der Zille, und danach haben wir <strong>die</strong> Kellerbar vom Hotel Arosa am Belsenplatz<br />
geentert, erinnert sich jemand noch daran??? Und unseren letzten Schultag, den haben wir bei Christa und<br />
E<strong>die</strong> im Sassafras gefeiert, David Zimmerman -damals noch Eberhard, hat den DJ gegeben und bei ’in<br />
unserm Feedel’ haben alle, <strong>die</strong> Platz hatten, auf den Tischen und Bänken gestanden. Die Kellner hießen<br />
"Wusch" und "Esra", und wir waren uns alle sowas von sicher, dass sich das alles nie ändern würde und wir<br />
in zehn Jahren noch alle genauso verrückt und in Party-Laune sein würden wie damals. Und dann fing das<br />
Leben an, ohne Gnade, und wir alle fingen an, sehnsüchtig an <strong>die</strong> Schulzeit ohne wirkliche Sorgen<br />
zurückzudenken.<br />
Es war früher auf dem <strong>Comenius</strong> und allen Oberkassler Schulen mit Sicherheit einfacher als heute, <strong>die</strong><br />
Dinge waren nicht so bleischwer auf unseren Seelen wie heute. Ich wünsche allen Kids von heute ein Stück<br />
von der Sorglosigkeit, <strong>die</strong> wir damals hatten, nehmt es leicht, Kinder, ist nur ein blö<strong>des</strong> Stück Papier und<br />
mich hat bis heute noch nie jemand nach meiner Note im Leistungskurs Geschichte gefragt, ehrlich! Macht<br />
eure Kinder nicht verrückt, lasst sie Kinder sein, ich hab damals mit einem riesigen Haufen Taugenichtse<br />
meine Zeit verbracht, und aus uns allen ist was geworden. Viele haben heute ihre Kinder auf dem <strong>Comenius</strong>,<br />
und das ist gut so!<br />
<strong>Comenius</strong> Anfang der 90er, dass ist ein Stück vom alten Oberkassel, wie es heute nicht mehr da ist.<br />
Vielleicht konnte ich das eine oder andere Blitzlicht davon <strong>für</strong> euch einfangen, schön wäre es. Erinnerungen<br />
sind Schätze im Herzen, <strong>die</strong> niemand stehlen kann, ich wünsche Euch jetzt Eure eigenen Schätze, und ein<br />
spannen<strong>des</strong> Leben mit jeder Menge Spaß!!! Liebe Grüße und schöne Zeit, Fränky W.“<br />
Annette D., meine Tante (1986-1995): „Um neun Jahren an einer Schule zu beschreiben, <strong>die</strong> guten und<br />
schlechten Erfahrungen, bräuchte man eine halbe Ewigkeit. Da man ja bekanntlich, je älter man wird, <strong>die</strong><br />
schlechten Zeiten und Menschen vergisst, möchte ich den Lehrern danken, <strong>die</strong> unser Leben geprägt haben:<br />
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Dank dem Erdkundelehrer sahen wir das erste Mal jemanden im Taucheranzug in den Schulbiotop stapfen,<br />
um dort einen Feuerlöscher vor dem Tot durch Ertrinken zu retten.<br />
Dank der Englischlehrerin können wir auch heute noch bei jedem Beatleslied lauthals mitsingen.<br />
Dank der Kunstlehrerin haben wir gelernt, dass Kunst aus dem Herzen kommt und Kreativität genauso zählt,<br />
wie Begabung.<br />
Dank dem Religionslehrer glauben wir, dass selbst Jesus ein Macho war, der bekehrt wurde.<br />
Dank dem Leiter der Schauspieler schauspielern wir uns bis heute noch durchs Leben.<br />
Dank dem Musiklehrer wissen wir, dass <strong>die</strong> Toten Hosen echt „afrocken“.<br />
Dank dem Mathelehrer haben wir gelernt, was das Minus auf unserem Kontoauszug bedeutet.<br />
Dank dem Sportlehrer wurde uns vermittelt, das Mädchen mit knackigen Hintern im Leben weiterkommen.<br />
Dank dem Biologielehrer kontrollieren wir unsere Digitalkamera nicht je<strong>des</strong> Mal bei dem Wort Fotosynthese.<br />
Und zu guter letzt: danke unserem alten Direx, der uns gezeigt hat, das Schwächen und Fehler menschlich<br />
sind.“<br />
Tja, so war das früher auf dem <strong>Comenius</strong>-Gymnasium! Viel hat sich ja nicht geändert...;-)<br />
Das Lehrerkollegium 1912 Das Kollegium ca. 1985<br />
Das Kollegium 2006<br />
Olga Thomashoff, 6c<br />
CN 13
Titelthema 4: Gerüchte und Mythen rund ums <strong>Comenius</strong><br />
Eine Richtigstellung zum Hundertsten<br />
Bewahren wir wirklich <strong>die</strong> Abiturprüfung in Mathe über eine Gleichung fünften Gra<strong>des</strong> von Felix Klein, einem<br />
sehr berühmten Mathematiker, wie eine Reliquie bei uns auf? Hat wirklich ein ehemaliger Direktor der<br />
Biologiesammlung sein Skelett zur Verfügung gestellt, vielleicht um auf ewig am <strong>Comenius</strong> verweilen zu<br />
können? Und war Marius Müller-Westernhagen wirklich bei uns auf dem <strong>Comenius</strong> Gymnasium und hat hier<br />
sein Abitur abgelegt? Nun ich bin dem nachgegangen…<br />
Sehr interessant das Gerücht um Felix Klein, dass von der Universität Düsseldorf in <strong>die</strong> Welt gesetzt wurde<br />
(www.am.uni-duesseldorf.de/bachelor/bachelorfeier.sthml). Wo auch immer <strong>die</strong> Professoren ihre Information<br />
herhaben, das Geburtsdatum von Felix Klein hätte <strong>die</strong> Professoren eigentlich daran zweifeln lassen müssen,<br />
denn Felix Klein ist 1849 geboren, zwar in Düsseldorf, aber das <strong>Comenius</strong> Gymnasium wurde 1908<br />
gegründet. Er hat es nie besucht, denn schon bei der Eröffnung war er 59 Jahre alt. Ein bisschen spät um<br />
noch Abitur zu machen oder? Wir bewahren also weder seine Abiturprüfung noch eine Reliquie von ihm auf.<br />
Auch dass wir ein Skelett eines ehemaligen Direktors besitzen sollen, ist nicht wahr. Ein Skelett haben wir<br />
zwar in der Biosammlung, aber nicht aus echten Knochen, also keins eines ehemaligen Direktors. Also seid<br />
beruhigt und fangt nicht an zu kreischen, wenn es demnächst im Unterricht auftaucht!<br />
Bleibt nur noch <strong>die</strong> Frage offen, ob Marius Müller-<br />
Westernhagen wirklich bei uns auf <strong>die</strong> Schule<br />
gegangen ist. Ja, es ist wahr, zumin<strong>des</strong>t teilweise:<br />
Er besuchte unsere Schule nur <strong>für</strong> eine kurze Zeit,<br />
ungefähr <strong>für</strong> ein halbes Jahr. Wegen Differenzen<br />
mit seinem Französischlehrer blieb er dem<br />
Unterricht ein halbes Jahr fern und besuchte<br />
danach das Görres-Gymnasium. Seinen<br />
Abschluss machte er allerdings auf einer privaten<br />
Handelsschule.<br />
So ist das mit Gerüchten. Sie halten sich oft Jahre<br />
lang, ohne überprüft zu werden.<br />
CN 14<br />
Eva Richter, St. 12
<strong>Comenius</strong> intern 1: Der Literaturkurs<br />
Mal „Schuldig“, mal „Rattenfänger“…<br />
Die letzte Aufführung „Schuldig“ der Theatergruppe um Frau Lueb fand große Begeisterung bei den<br />
Zuschauern. Es wurden Ausschnitte rund um das Thema „Hexen“ aus Klassikern verschiedener Epochen<br />
vorgeführt, <strong>die</strong> zuvor mit viel Einsatz und Spaß geprobt wurden.<br />
Doch <strong>die</strong> Mühe hat sich gelohnt, nicht nur dass alle Beteiligten viel Spaß hatten, nein, jeder von ihnen<br />
konnte noch ein Stück Lebenserfahrung mehr und einige wichtige Tipps ums richtige Sprechen, Artikulieren<br />
und Ausdrücken vor großen Zuschauermengen mitnehmen.<br />
Da<strong>für</strong> danken wir, der Literaturkurs, in erster Linie Frau Lueb, aber auch den Zuschauern <strong>für</strong> ihre<br />
Unterstützung.<br />
Unser nächstes Stück ist <strong>die</strong> moderne Wiederaufbereitung eines wahrscheinlich jedem, zumin<strong>des</strong>t vom<br />
Namen her, bekannten Stücks: „Der Rattenfänger von...“. Schon <strong>die</strong> ersten Proben haben gezeigt, dass<br />
<strong>die</strong>ses Stück keineswegs veraltert ist.<br />
Viele Themen, <strong>die</strong> in ihm behandelt werden, scheinen heute sogar noch aktueller zu sein als zu der Zeit, in<br />
der es geschrieben wurde.<br />
<strong>Ohne</strong> zu viel verraten zu wollen, kann ich schon mal offen legen, dass es um Drogen, Verrat, Liebe und den<br />
Wunsch nach Freiheit geht. Aber auch modernere, politische Aspekte kommen vor, wie zum Beispiel der<br />
Devisenmarkt und seine mit dem Leiden Anderer spekulierende Individuen, <strong>die</strong> bewusst Nahrungsmittel<br />
zurückhalten, um deren Preis in <strong>die</strong> Höhe zu treiben und so einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen.<br />
Meiner Meinung nach zeichnet sich jetzt schon der hohe Wert ab, den <strong>die</strong>ses Stück jedem bringt, sowie viel<br />
Spaß und Spannung <strong>für</strong> Akteure und Zuschauer.<br />
Wir würden uns freuen, so viele wie möglich von euch bei unseren Vorstellungen in der Aula am Dienstag,<br />
den 10. Juni, und/oder am Donnerstag, den 12. Juni, dabei haben zu können, um mit uns zwei umwerfende<br />
Abende zu erleben.<br />
Im Namen eures Literaturkurses<br />
Philipp Hilgers, St. 12<br />
CN 15
<strong>Comenius</strong> intern 2: Bun<strong>des</strong>wettbewerb Mathematik<br />
Die Preisverleihung in der zweiten Runde<br />
Nach einer anstrengenden Woche Arbeit und 3-monatigem Warten ist es mir gelungen einen 3. Preis beim<br />
Bun<strong>des</strong>wettbewerb Mathematik 2007 in der 2. Runde zu erzielen.<br />
14. Dezember 2007, der Tag der Preisverleihung<br />
Typisch <strong>für</strong> <strong>die</strong> Reisepläne aus dem Internet: Sie waren zu ungenau. Ich kam zwar pünktlich am<br />
Hauptbahnhof Essen an, aber <strong>für</strong> den Weg zum E.ON-Ruhrgas AG Verwaltungsgebäude, das nach der<br />
Karte in 5 Minuten zu erreichen war, habe ich in Wirklichkeit eine halbe Stunde gebraucht. (Das liegt aber<br />
nicht daran, dass ich zu langsam gehe!!!) Ermüdet und durchgeschwitzt kam ich an der Info-Theke in der<br />
großen und hell beleuchteten Eingangshalle <strong>des</strong> E.ON Gebäu<strong>des</strong> an. Nach einer kurzen Anmeldung<br />
begleitete mich eine Rezeptionistin (den Namen habe sofort ich vor lauter Hektik vergessen) zur<br />
Verleihungshalle, <strong>die</strong> gelegentlich auch als Seminarraum benutzt wird.<br />
Morgens 11:00 Uhr, Begrüßung<br />
Nach einer kleinen Vorstellung von Dr. Heinz Riemer, Hauptbereichsleiter Energiepolitik/Volkswirtschaft,<br />
fingen wir mit einem Besuch <strong>des</strong> hausinternen Museums an, den sogenannten Gasoleum. Ein Angestellter<br />
leitete uns durch <strong>die</strong> Räume, in denen Statistiken, Modelle von Bohrinseln, aber auch Fossilfunde ausgestellt<br />
werden. Anschließend wurde uns <strong>die</strong> Hauptverwaltung von E.ON gezeigt, <strong>die</strong> im Grunde nicht größer als 80<br />
Quadratmeter war, aber von Computer und anderen Geräten überfüllt war. Besonders interessant und<br />
aufschlussreich fand ich den Werdegang von abgestorbenen Urpflanzen zu Erdöl und Erdgas.<br />
CN 16
Mittag 13:00 Uhr, Mittagessen<br />
Das Mittagessen war im Betriebsrestaurant und hatte eine große Auswahl, es bot auch <strong>die</strong> Gelegenheit, sich<br />
mit den anderen Preisträgern bekannt zu machen. Manche von ihnen sind jünger als ich, haben aber schon<br />
mehr geschafft, dazu kann man nur sagen: „Hut ab!“ Nach dem Essen boten Auszubildende von E.ON <strong>die</strong><br />
Gelegenheit, sich über eine Beruflaufbahn bei E.ON – Ruhgas AG zu informieren.<br />
Nachmittag 15:30, Preisverleihung<br />
Am Nachmittag fand <strong>die</strong> eigentliche Preisverleihung statt. Das Grußwort wurde von Armin Geiß (Mitglied <strong>des</strong><br />
Vorstan<strong>des</strong> der E.ON – Ruhrgas AG), einem Mitglied <strong>des</strong> Ministeriums <strong>für</strong> Schule und Weiterbildung <strong>des</strong><br />
Lan<strong>des</strong> und Dr. Hans-Joachim Feldhoff (Mitglied <strong>des</strong> Beirats <strong>für</strong> den Bun<strong>des</strong>wettbewerb Mathematik)<br />
gehalten. Anschließend wurden <strong>die</strong> einzelnen Preisträger aufgerufen, denen <strong>die</strong> Urkunden überreicht<br />
wurden. Alles verlief so ähnlich wie bei der Zeugnisausgabe an der Schule, nur dass man schon <strong>die</strong> „Noten“<br />
kannte. Die Preisträger wurden zusammen mit der Jury und dem Vorstandsmitgliedern (alle in Jackett und<br />
Krawatte) fotografiert und stellten sich dem Publikum, den Eltern und anderen Teilnehmern vor. Um ca. 17<br />
Uhr trat ich dann meine Rückreise an. Chen Liang, St. 12<br />
CN 17
<strong>Comenius</strong> extern 3: Der Lesetag<br />
Ein Tag, an dem nicht nur gelesen wird<br />
Noch vor dem Gong zum Unterrichtsbeginn trafen sich <strong>die</strong> Unterstufenschüler(innen) in ihren jeweiligen<br />
Klassenräumen. Der Grund: am Donnerstag, den 15. November 2007, fand zum wiederholten Male der<br />
abwechslungsreiche Lesetag unserer Schule, dem <strong>Comenius</strong>-Gymnasium, statt.<br />
Jede Klasse wurde geteilt, um in Kleingruppen zwischen etwa 10 und 15 Personen größtmögliche<br />
individuelle Förderung von Lese-und Schreibkompetenz zu gewährleisten. Nach einer kurzen Einstiegs-und<br />
Motivationsphase zum Aspekt „Mein erstes Leseerlebnis“ wurde jeder Gruppe eine Lehrerin bzw. ein Lehrer,<br />
außerdem zwei Schüler(innen) <strong>des</strong> Wahlbereichs Kunst/Literatur der Jahrgangsstufen 9 und 10 zugeteilt, um<br />
anschließend bei schönem Wetter zu Fuß in <strong>die</strong> Innenstadt von Düsseldorf zu gelangen:<br />
gesundheitsbewusst und ökologisch. Eine kleine Völkerwanderung, <strong>die</strong> sich am Ende aufsplittete in Wege zu<br />
fünf verschiedenen Kulturstätten: Stadt-, Theater-, Hetjens-Museum, Kunsthalle und Schauspielhaus<br />
Düsseldorf. Vor Ort bekamen <strong>die</strong> Teilnehmer(innen) vielfältige Aufgaben, <strong>die</strong> nicht nur mit Lesen zu tun<br />
hatten.<br />
Die Jahrgangsstufe 5 verbrachte ihren alternativen Schultag im historischen Ambiente <strong>des</strong> Stadtmuseums<br />
und bekam im Zusammenhang mit dem Astrid-Lindgren-Jubiläum von den älteren <strong>Comenius</strong>-Schülerinnen<br />
und –Schülern <strong>die</strong> Geschichte „Pipi spielt Fangen mit den Polizisten“ vorgelesen. Danach galt es, sich ein<br />
Bild oder ein Objekt im Museum auszusuchen, das <strong>für</strong> einen selbst besonders attraktiv erschien, und davon<br />
ausgehend eine eigene Geschichte zu schreiben. Zuletzt sollten <strong>die</strong>se Werke der Kleingruppe vorgetragen<br />
werden.<br />
Die 6. Klassen verteilten sich über das ganze Hetjens-Museum vom Keller bis unter das Dach und hörten<br />
einen Auszug aus dem erzählerischen Text mit dem geheimnisvollen Titel „Im Besitz <strong>des</strong> Schönen“ von dem<br />
Museumsschreiber Christoph Peters. Die Ausstellungsobjekte, ob antikes Trinkgefäß, Fischteller oder ein<br />
kunstvoller Tischbrunnen aus Meißen, animierten dazu, eigene Geschichten zu erfinden und sich<br />
gegenseitig vorzutragen.<br />
Ganz dem Drama verfallen entwickelte <strong>die</strong> 7. Jahrgangsstufe enorme Phantasie, wobei es nicht nur darum<br />
ging, sich Handlungen und Personen auszudenken, sondern teils <strong>die</strong> Orte in Form eines Bühnenbil<strong>des</strong> zu<br />
gestalten und zu bauen, sich in <strong>die</strong> Figuren hineinzuversetzen und <strong>die</strong>se darzustellen. Im Theatermuseum<br />
wurde unter Anleitung der Theaterpädagogin Sara Ungewitter nach Vorgabe einer Situation jeweils in<br />
CN 18
mehreren Kleingruppen von etwa 5 Kindern ein Theaterstück entwickelt, dazu ein Bühnenbild gebaut und<br />
das jeweilige Drama vor dem gesamten Publikum aufgeführt. Die Bühnenbilder, einfallsreiche Kunstwerke,<br />
wurden anschließend am Tag der offenen Tür zusätzlich präsentiert. Zwei weitere Gruppen der 7.<br />
Jahrgangsstufe trainierten mit den Theaterpädagoginnen <strong>des</strong> Düsseldorfer Schauspielhauses, Nadine<br />
Frensch und Katrin Lorenz, anspruchsvolle facettenreiche Spielszenen, ein Teil nutzte <strong>die</strong> Bühne <strong>des</strong> Ibach-<br />
Saals im Stadtmuseum, ein anderer Teil <strong>die</strong> Bühne auf der Empore im Großen Haus <strong>des</strong> Düsseldorfer<br />
Schauspielhauses. Eine weitere 7. Klasse, auch in zwei Gruppen aufgeteilt, fand über <strong>die</strong> Ausstellung von<br />
Blinki Palermo in der Kunsthalle Düsseldorf kreativen Zugang zum Drama. Zunächst wurde anlässlich der<br />
Bilder eigene Lyrik verfasst, <strong>die</strong> in einem weiteren Arbeitsschritt <strong>die</strong> Grundlage <strong>für</strong> darstellen<strong>des</strong> Spiel<br />
lieferte. Ein ungewöhnliches Vorgehen, das <strong>die</strong> Schüler(innen) begeisterte. Das gelang unter anderem auch<br />
<strong>des</strong>halb so hervorragend, weil <strong>die</strong> betreuenden Lehrerinnen schon jahrelange Erfahrung mit kreativem<br />
Schreiben und Theater haben.<br />
Die Öffentlichkeit nahm regen Anteil an dem Leseprojekt. So waren Pressevertreter(innen) fleißig dabei,<br />
interviewten Lehrer(innen), Schüler(innen) und fotografierten <strong>die</strong> hoch konzentrierten Nachwuchstalente, <strong>die</strong><br />
auf der Spurensuche nach der eigenen Identität auch im Team Spaß hatten und Düsseldorfer Kultur hautnah<br />
erlebten. Zuletzt spazierten alle Beteiligten wieder zufrieden und vergnügt zurück zum <strong>Comenius</strong>-<br />
Gymnasium.<br />
Lesetag: Das bedeutet nicht nur Lesen, sondern auch „Kreativität“, „Gestalten“, „Erfinden“ und ganz „Man-<br />
selbst-Sein“. Der Lesetag ist und bleibt je<strong>des</strong> Jahr aufs Neue ein besonderes Erlebnis, das auch in <strong>die</strong>sem<br />
Jahr wieder <strong>die</strong> Lehrerin Elke Baumgart engagiert organisierte. Teresa Markl, 10c<br />
CN 19
<strong>Comenius</strong> intern: BerMun 2007<br />
Wie Jugendliche Delegierte der UN werden…<br />
Kommissionen zu diskutieren und dabei Freundschaften zu schließen.<br />
Je<strong>des</strong> Jahr im November veranstaltet <strong>die</strong> John<br />
F. Kennedy School in Berlin eine „Model<br />
United Nations Conference“ <strong>für</strong> Schüler. Diese<br />
Veranstaltung nennt sich dann BerMun (Berlin<br />
Model United Nations Conference) und wird<br />
auf Englisch abgehalten. Jede Schule, <strong>die</strong><br />
daran teilnehmen möchte, vertritt ein Land,<br />
dass nie das eigene sein darf, was ja auch zu<br />
einfach wäre, oder ein NGO (Non-<br />
Governmental Organization). So kommen aus<br />
vielen Ländern Jugendliche zusammen, um<br />
über aktuelle Themen in sieben verschiedenen<br />
Seit sieben Jahren nimmt das <strong>Comenius</strong>-Gymnasium an <strong>die</strong>ser Konferenz teil. So auch <strong>die</strong>ses Mal. Also<br />
brach <strong>für</strong> sechs Schüler/innen der Stufen 11 und 12 sowie Frau Hartmann-Scheer, <strong>die</strong> das Projekt von<br />
Anfang an betreut, eine lange und anstrengende, aber auch schöne Vorbereitungszeit an, in der vieles<br />
organisiert und diskutiert werden musste. Allem voran stellte sich <strong>die</strong> „Länder-Frage“. Nach anfänglichen<br />
Meinungsverschiedenheiten einigten wir uns schließlich auf Island. Da <strong>die</strong>ses aber „nur“ in 5 von 7<br />
Kommissionen vertreten war, musste noch eine andere Lösung her-das European Youth Forum, ein NGO,<br />
das nur in einer Konferenz vertreten war. Nun waren noch Delegierte <strong>für</strong> jede Kommission zu ernennen.<br />
Valentina Kneip, <strong>die</strong> auch als Ambassador (Botschafter) eine Rede von einer Minute Länge halten musste,<br />
übernahm das „Human Rights Committee“. Julia Schulte vertrat Island im „ECOSOC Committee“ , Julian<br />
Balkowski ging in das „Disarmament Committee“, Michael Wever übernahm das „Environment Committee“,<br />
während Felix Engstfeld sich bereit erklärte, in das „Political Committee“ zu gehen. Blieb also nur noch Tanja<br />
Fischer, <strong>die</strong> schließlich das European Youth Forum in der Special Conference vertrat.<br />
Nachdem unsere Gruppe im Juni das Thema der <strong>die</strong>sjährigen Konferenz „Investing in Youth: Empowering<br />
Future Generations“ erfahren hatte, ging es daran, mit Unterstützung von Frau Hartmann-Scheer,<br />
Resolutionen zu schreiben. Es war zwar nicht immer einfach, alle Formalien einzuhalten, doch letztendlich<br />
schafften wir es alle, zwei Resolutionen fertig zu stellen. Jetzt, nachdem wir so gut vorbereitet waren,<br />
fieberten wir der Fahrt nach Berlin entgegen. Bevor wir jedoch in den Zug steigen konnten, musste erst noch<br />
der eine oder andere Kleiderschrank nach dem richtigen Outfit durchsucht werden, damit das richtige<br />
„BerMun-Feeling“ aufkommen konnte.<br />
Am 13.11. ging es dann morgens um 10:00 Uhr los. Da <strong>die</strong> Konferenz erst einen Tag später begann, hatten<br />
wir noch den ganzen Nachmittag, um uns in Berlin umzusehen und den Reichstag zu besichtigen. Am 14.11.<br />
betraten wir dann zum ersten Mal <strong>die</strong> riesige John F. Kennedy School, um uns anzumelden.<br />
CN 20
Jeder erhielt einen „Ausweis“, auf dem Name, Schule, Land und Kommission angegeben waren, diverse<br />
Unterlagen und ein „Country-Plate“, mit dem wir uns während der Konferenz zu Wort melden konnten. Dann<br />
ging es zur Eröffnungsfeier, bei der neben einigen Vertretern der Partnerstiftung auch alle Ambassadors ihre<br />
Reden hielten.<br />
Einen Tag später wurde <strong>die</strong> Konferenz vom Generalsekretär Jacob Thomä und der Präsidentin Samira<br />
Lindner, beide Schüler der John F. Kennedy School, offiziell eröffnet. Jede Kommission traf sich darauf zum<br />
ersten Mal. Sofort suchten wir Länder oder NGOs, <strong>die</strong> <strong>die</strong>selben Ziele verfolgen, um mit ihnen, nicht nur,<br />
Resolutionen zu besprechen. Während der nächsten drei Tage gab es viele hitzige Debatten und<br />
interessante Diskussionen. Oft wurden neue Aspekte eingebracht, <strong>die</strong> uns vorher noch gar nicht in den Sinn<br />
gekommen waren. Doch auch wir schlugen uns, da<strong>für</strong>, dass es <strong>für</strong> alle <strong>die</strong> erste MUN-Konferenz war, sehr<br />
gut. Letztendlich wurden einige unserer Vorschläge sogar in <strong>die</strong> fertigen Resolutionen der<br />
Generalversammlung aufgenommen, in der sich am Samstag alle Kommissionen, außer der Special<br />
Conference, trafen. Diese versuchte unter<strong>des</strong>sen, ihre Ergebnisse der letzten zwei Tage auf das Beispiel<br />
Tansania anzuwenden. Nach sehr langen Diskussionen darüber, ob Tansania sozialistisch werden sollte<br />
(was China und Kuba vorschlugen), oder nicht (wo<strong>für</strong> <strong>die</strong> restlichen 64 Länder und NGOs waren) und<br />
Debatten über andere Unterstützungsmöglichkeiten, war schließlich der Moment der Schlussfeier<br />
gekommen. Mit etwas gemischten Gefühlen betraten wir <strong>die</strong> große Sporthalle der Schule, in der zuvor auch<br />
<strong>die</strong> Generalversammlung getagt hatte.<br />
Nach drei schönen, ereignisreichen und manchmal auch weniger interessanten Tagen, in denen wir viele<br />
Bekanntschaften gemacht und neue Freunde gefunden hatten, stand uns nun das letzte große Ereignis der<br />
Konferenz bevor -der Rede von Gastredner Joschka Fischer, dem früheren Außenminister und Vizekanzler<br />
Deutschlands. Für viele war <strong>die</strong>s eine einzigartige Begegnung. Besonders <strong>die</strong> Schüler aus dem Ausland<br />
hörten gebannt zu, wie er über drängende und dringende Probleme wie zum Beispiel den Klimawandel und<br />
<strong>die</strong> Notwendigkeit sprach, gerade auch uns, <strong>die</strong> nachfolgende Generation, als zukünftige<br />
Entscheidungsträger auf unsere Verantwortung vorzubereiten, und zwar im Rahmen demokratischer<br />
Institutionen und Prozesse. Anschließend beantwortete er noch ca. 45 Minuten lang Fragen unsererseits.<br />
Allerdings schafften es viele nicht mehr, ihm ihre persönlichen Fragen zu stellen. Nichts <strong>des</strong>to trotz wurde<br />
<strong>die</strong>ser krönende Abschluss, sowie <strong>die</strong> ganze Konferenz mit „standing ovations“ gefeiert.<br />
Am Abend, nach dem offiziellen Ende der Konferenz, ging es dann <strong>für</strong> uns und etliche andere Teilnehmer<br />
zur Abschlussfeier in eine Berliner Disco. Hier hatten wir alle noch einmal <strong>die</strong> Gelegenheit, uns von<br />
Freunden zu verabschieden und noch ein wenig Spaß zu haben, bevor es Sonntagmorgen wieder zurück<br />
nach Düsseldorf ging.<br />
Für <strong>die</strong> Möglichkeit, Teil der BerMun Konferenz gewesen sein zu dürfen, möchten wir uns ganz herzlich bei<br />
Frau Hartmann-Scheer sowie beim Förderverein <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong>-<strong>Gymnasiums</strong> bedanken, der uns großzügig<br />
unterstützt hat.<br />
Wer nun Lust bekommen hat, auch einmal das ganz besondere “Bermun-Feeling“ kennen zu lernen, ist<br />
herzlich dazu eingeladen, einmal oder auch öfter, bei der BerMun-AG vorbeizuschauen, <strong>die</strong> es ab dem<br />
nächsten Halbjahr als feste Institution am <strong>Comenius</strong>-Gymnasium geben wird! Wenn Euer Interesse nun<br />
geweckt worden ist, dann meldet Euch bei Tanja Fischer. Tanja Fischer, St. 12 / Julia Schulte, St. 11<br />
CN 21
Tischtennis-AG<br />
holte sich <strong>die</strong> Stadtmeisterschaft!<br />
Am 10.12.07, kurz nach Erscheinungstermin<br />
unserer letzten <strong>Ausgabe</strong> der ComeNews, gewann<br />
<strong>die</strong> Schülermannschaft <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong>, <strong>die</strong> aus<br />
Mario Herzog (6b), Martin Meyer (6b), Valentino<br />
Clesi (6b), Gianluca Clesi (6a), Jonathan Hofstätter<br />
(6c) und Janick (7) besteht, bei der<br />
Stadtmeisterschaft der Düsseldorfer Schulen.<br />
Das Turnier fand im Borussia-<br />
Tischtennisleistungszentrum am Staufenplatz statt.<br />
Trainiert hat <strong>die</strong> Mannschaft Jürgen Bisigo, der<br />
auch bei TTC UNION Trainer ist. Es war ein sehr<br />
spannender Tag mit einer knappen Entscheidung,<br />
der uns auch ein paar Stunden schulfrei beschert<br />
hat.<br />
Die Tischtennis-AG ist immer am Dienstag von 15<br />
bis 16 Uhr, falls noch jemand Interesse hat!<br />
Wichtige Meldung an alle<br />
Fußballliebhaber: Fußbälleverbot auf<br />
dem Schulhof!<br />
Ja, ihr habt richtig gelesen! Seit etwa einem Monat<br />
darf in den Pausen aufgrund der hohen<br />
Verletzungsgefahr nicht mehr mit Fußbällen<br />
gespielt werden.<br />
Bisher war es zwar erlaubt, aber jetzt ist der<br />
Zeitpunkt gekommen, an dem man eingreifen<br />
musste, da Ältere immer wieder in „Kindermassen“<br />
CN 22<br />
News<br />
schießen und es zu Verletzungen kam. Auch wenn<br />
<strong>die</strong> meisten gegen <strong>die</strong>ses Verbot sind, es wurden<br />
zunächst sogar von Fußballbesessenen<br />
Unterschriften gegen das Verbot gesammelt, ist es<br />
vielleicht doch eine gute Idee auf <strong>die</strong>se Weise<br />
Verletzungen vorzubeugen. Bleibt nur zu hoffen,<br />
dass niemand auf <strong>die</strong> Idee kommt statt mit Bällen<br />
nun mit Steinen zu werfen! Im Übrigen hätte auch<br />
niemand etwas gegen Fußball, wenn ihn nicht<br />
Einige mit Rugby verwechseln würden…<br />
Wir haben aus Interesse mal in der 6c gefragt, wie<br />
sie zu dem Verbot stehen. 21 waren gegen ein<br />
solches Verbot, darunter alle Jungen und wenige<br />
Mädchen, 6 Schülerinnen zeigten hingegen<br />
Verständnis <strong>für</strong> <strong>die</strong> von der Schulleitung getroffene<br />
Maßnahme.<br />
Geburtstagsfeier<br />
mit Weihnachtsbaumverkauf!<br />
Am 14. Dezember feierte der Verein der Freunde,<br />
Förderer und Ehemaligen unserer Schule seinen<br />
50. Geburtstag. Aus <strong>die</strong>sem Anlass ließen sich <strong>die</strong><br />
Mitglieder eine ganz besondere und zur Jahreszeit<br />
passende Aktion einfallen: einen<br />
Weihnachtsbaumverkauf! Die Bäume waren zuvor<br />
vorbestellt worden und <strong>die</strong> Eltern nutzten <strong>die</strong><br />
Abholung, um sich bei einem Gläschen Glühwein<br />
oder Kinderpunch auszutauschen. Die Idee war<br />
ein voller Erfolg! Und wer weiß, vielleicht wird es ja
zum Brauch, denn nicht nur runde Geburtstage<br />
können gefeiert werden!<br />
Siegelverleihung<br />
an das <strong>Comenius</strong>-Gymnasium<br />
In einer Feierstunde<br />
wurde dem <strong>Comenius</strong>-<br />
Gymnasium am<br />
Montag, den 28. April<br />
2008 das „Siegel<br />
berufswahl- und<br />
ausbildungsfreundliche<br />
Schule 2007“ verliehen. Gewürdigt wurden mit<br />
<strong>die</strong>ser Auszeichnung <strong>die</strong> vielfältigen Angebote und<br />
Maßnahmen der Schule, mit denen <strong>die</strong> Schüler<br />
seit Jahren zielgerichtet und systematisch darauf<br />
vorbereitet werden, sich durch verschiedene<br />
praktische Erfahrungen und geeignete<br />
Informationen über ihre Berufswünsche und -<br />
perspektiven klar zu werden, sich über<br />
Ausbildungs- und Stu<strong>die</strong>nvoraussetzungen und –<br />
möglichkeiten zu informieren und so den Übergang<br />
von der Schule in ein Studium oder eine<br />
Ausbildung möglichst gut zu bewältigen.<br />
Zu den unterstützenden Angeboten der Schule<br />
gehören zwei Praktika (St. 9 und 11), von denen<br />
eines auch ein duales Praktikum sein kann, d.h.<br />
eine Kombination aus Hospitation in einem<br />
Stu<strong>die</strong>ngang an der Heinrich-Heine-Universität und<br />
einem Betriebspraktikum, sowie<br />
Berufsfindungsseminare und Berufsberatung.<br />
Hinzu kommen regelmäßige Projekte und<br />
Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen<br />
sowie das Angebot, sich auch in der<br />
Fremdsprache gezielt auf das Berufsleben<br />
vorzubereiten und eine Zusatzqualifikation<br />
„Berufsorientierte Fremdsprache“ bei der IHK<br />
Düsseldorf zu erwerben.<br />
Wir freuen uns über <strong>die</strong>se Auszeichnung <strong>für</strong> ein<br />
differenziertes Berufswahlorientierungskonzept.<br />
Herr Giesing erzählt über seinen<br />
Nachwuchs…<br />
Ursprünglich war Luna ja enttäuscht, dass sie<br />
einen Bruder und keine Schwester bekommt, aber<br />
mittlerweile ist Matti mehr als akzeptiert, Luna<br />
wünscht sich sogar noch einen Bruder...aber<br />
Kerstin und ich sind momentan nicht so überzeugt<br />
von der Idee, schließlich kriegen wir ja so schon<br />
kaum Schlaf.<br />
Luna ist nun 2,5 Jahre, natürlich Fan <strong>des</strong> 1.FC<br />
Köln und erzählt jedem, der es hören will, dass sie<br />
bald in den Kindergarten kommt, übrigens erzählt<br />
sie es auch denjenigen, <strong>die</strong> es nicht hören wollen,<br />
da sie ein sehr gesprächiges Mädchen ist. Damit<br />
kommt sie ganz nach der Mutter...<br />
Seit Matti am 5.3.2008 zur Welt kam, ist bei uns in<br />
unserer kleinen Wohnung nun endgültig den<br />
CN 23
ganzen Tag der Bär los, sodass meine<br />
Schreibtischtätigkeit oft erst beginnen kann, wenn<br />
beide Mäuse schlafen, oft erst nach 21.00!!! Ich<br />
hoffe alle Schülerinnen und Schüler sehen es mir<br />
unter <strong>die</strong>sen Umständen nach, dass <strong>die</strong> Korrektur<br />
ihrer Arbeiten nun meistens etwas länger dauert<br />
als zu unsrer Zeit ohne Kinder.<br />
Übrigens sind <strong>für</strong> uns <strong>die</strong> Kinder trotz aller<br />
Anstrengung das Größte und wir möchten sie<br />
keine Sekunde missen!!!<br />
Herzlich willkommen!<br />
Seit Beginn <strong>des</strong> zweiten Halbjahres haben wir<br />
wieder neue Referendare, <strong>die</strong> wir herzlich<br />
willkommen heißen möchten: Herr Frédéri Bretel<br />
mit den Fächern Französisch und Kunst, Frau<br />
Vanessa Freesmeyer mit Deutsch und Pädagogik<br />
und Frau Kismet Sahin mit der Kombination<br />
Mathematik und Physik.<br />
Wir hoffen, dass sie sich bei uns wohl fühlen und<br />
wünschen ihnen eine angenehme Zeit bei uns.<br />
Jubiläumsfeierlichkeiten<br />
mit Kabarett und Jazz<br />
Am 23. April, taggenau 100 Jahre nach dem<br />
Gründungsdatum unserer Schule als höhere<br />
Knabenschule, gaben Wendelin Haverkamp und<br />
das Engstfeld-Weiss-Quartett den Auftakt zu<br />
unseren Jubiläumsfeierlichkeiten. Die Künstler, <strong>die</strong><br />
CN 24<br />
in unserer Aula auftraten, sind alle seit ihrer<br />
Kindheit Oberkassel verbunden (Treffpunkt<br />
Spielplatz am Salierplatz). Wolfgang Engstfeld hat<br />
am <strong>Comenius</strong> das Abitur abgelegt und während<br />
seiner Schullaufbahn sogar einmal eine Fünf in<br />
Musik bekommen! Heute ist er Saxophonist! (Tja,<br />
ein weiter Kommentar hierzu ist wohl nicht nötig!)<br />
In Erinnerung an alte Zeiten nannten sie das<br />
Programm „Spielplatz“ spezial und zu so einem<br />
wichtigen Anlass brachte Herr Haverkamp<br />
natürlich seine Lehrerfigur Anton Hinlegen mit.<br />
Gesucht! Dankbar <strong>für</strong> jeden Hinweis!<br />
Seit einiger Zeit wird das Bild von Herrn Busch<br />
vermisst. Viele Schüler wundern sich darüber und<br />
fragen sich, ob das Kunstwerk jetzt vielleicht im<br />
Wohnzimmer <strong>des</strong> Gemalten hängt, weil er es <strong>für</strong><br />
sich alleine haben möchte oder ob er es genauso<br />
wie wir Schüler vermisst. Möglicherweise wird es<br />
zurzeit auch auf dem Schwarzmarkt gehandelt.<br />
Die Schüler würden sich jedenfalls sehr freuen,<br />
wenn das Bild bald wieder an seinem gewohnten<br />
Platz im Treppenhaus hängen würde.<br />
Hinweise, <strong>die</strong> zur Aufklärung <strong>des</strong> Tathergangs und<br />
Überführung <strong>des</strong> Täters oder der Täter beitragen,<br />
sind willkommen.
CD-Produktion<br />
der Trommelgruppe Intakt<br />
Die meisten von<br />
euch haben schon<br />
einmal von unserer<br />
Gruppe gehört. Wir<br />
spielen Rhythmen<br />
aus verschiedenen<br />
Teilen der Welt<br />
(vor allem aus<br />
Afrika, Lateinamerika und Nordamerika). Unter der<br />
Leitung von Herrn Ott stu<strong>die</strong>ren wir bestimmte<br />
Arrangements ein und/oder verbinden <strong>die</strong><br />
unterschiedlichsten Rhythmen so, dass eigene<br />
kleine Stücke entstehen.<br />
Rechtzeitig zum Jubiläum <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong>-<br />
<strong>Gymnasiums</strong> sind wir am 1. Mai in ein<br />
professionelles Tonstudio gegangen und haben 10<br />
Stücke aufgenommen. Zurzeit arbeiten wir<br />
fieberhaft daran, <strong>die</strong> CD fertig zu stellen und<br />
hoffen, sie euch zum Jubiläumskonzert am 30.5.<br />
präsentieren zu können.<br />
Übrigens: Wer uns außerhalb der Schule einmal<br />
hören will: Wir haben Auftritte<br />
� am 1.6.08, 11:50 in der Tonhalle<br />
(Familienmusikfest)<br />
� am 14.6., nachmittags auf dem<br />
Gemeindefest der evangelischen<br />
Kirchengemeinde Heerdt<br />
� am 20.6. im „Sommernachtscafé“ der<br />
Auferstehungskirche, abends (ca. 18:00)<br />
Die Mitglieder der Band Intakt sind aus allen<br />
Klassen- und Jahrgansstufen: Marat Bugakov,<br />
Jgst. 12; Kai Heimpel, Christian Bach, Max<br />
Oberföll, alle Jgst. 11; Jenny Jarawka, 8c; Jennifer<br />
Fowell, Zarah Mayer, beide 7b; Carlo Weidemann,<br />
7c; Sarah Godehardt, 6c; Philipp Scholz, 6b und<br />
<strong>die</strong> zurzeit Jüngste, Johanna Lietz, 5b.<br />
CN 25
Tschüss…<br />
Nie mehr „Hörnse mal!“, „Tunse mal!“, „Sehnse mal!“…<br />
Jede aufregende Zeit geht auch einmal vorbei. So auch <strong>die</strong> von Frau Hühn. Seit nunmehr 30 Jahren<br />
unterrichtete sie <strong>die</strong> Klassen 5 bis 13 <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong> im Fach Kunst. Hier brachte sie uns nicht nur <strong>die</strong><br />
Fluchtpunktperspektive oder das Portraitieren bei, sondern zeigte uns auch <strong>die</strong> Pappmachétechnik, <strong>die</strong> unter<br />
anderem Jacques Tilly von ihr lernte und heute noch <strong>für</strong> <strong>die</strong> kunstvollen Karnevalswagen benutzt (ja, ohne<br />
Frau Hühn wäre der Umzug nur halb so schön!).<br />
Dass sie ein besonderes künstlerisches Talent besitzt, bemerkte schon ihre Grundschullehrerin, bei der Frau<br />
Hühn immer an <strong>die</strong> Tafel zeichnen durfte. Von da an war ihr klar, dass sie Künstlerin werden würde. Doch da<br />
<strong>die</strong> Chancen <strong>für</strong> Künstlerinnen damals sehr gering waren und<br />
weil Frau Hühn selbst nie der „Typ <strong>für</strong>s Atelier“ war, beschloss sie<br />
Kunst auf Lehramt zu stu<strong>die</strong>ren. So kam es, dass sie nach dem<br />
Abitur zum ersten Mal <strong>die</strong> „heiligen Hallen“ der<br />
Kunstakademie betrat, um hier, auch bei Josef Beuys, Kunst und<br />
Werken zu stu<strong>die</strong>ren. Während <strong>die</strong>ser Zeit traf Frau Hühn aber<br />
nicht nur viele bereits bekannte Künstler, sondern auch ihre<br />
späteren Kolleginnen und unsere anderen Kunstlehrerinnen Frau<br />
Fritzsche und Frau Lueb. Doch niemand konnte damals ahnen,<br />
dass sie das Leben wieder zusammenbringen würde.<br />
Später, nach abgeschlossenem Studium und Beendigung <strong>des</strong><br />
Referendariats kam Frau Hühn 1978 an das <strong>Comenius</strong>-<br />
Gymnasium. In ihrer Kindheit hatten sich dort noch<br />
Schrebergärten befunden, in denen sie oft gespielt hatte.<br />
Diese Zeit war aber nun vorbei und sie begann zu unterrichten.<br />
So durchlebte sie allerhand aufregende Zeiten am <strong>Comenius</strong>, das sie nun zum Ende <strong>die</strong>ses Schuljahres<br />
verlassen wird. Doch auch der wohlver<strong>die</strong>nte Ruhestand bringt sein Gutes mit sich, Frau Hühn! Denn nun<br />
können Sie sich ganz auf <strong>die</strong> neue Freizeit konzentrieren: Endlich bleibt Zeit, um neue Plastiken<br />
anzufertigen oder, da es Sie wie Vincent van Gogh nach Süden zieht, mal nach Süddeutschland zu Ihren<br />
Bekannten zu reisen. Uns aber werden Sie an der Schule, mit der Sie so viel verbindet, fehlen!!! Wir<br />
wünschen Ihnen <strong>für</strong> Ihr weiteres Leben alles Gute!!! Tanja Fischer, St. 12<br />
CN 26
<strong>Comenius</strong> extern 1: Down Under<br />
Australien 2008<br />
Das <strong>Comenius</strong>-Gymnasium führt seit 2004 einen<br />
erfolgreichen Schüleraustausch mit Australien durch.<br />
Nach dem Besuch einer australischen Schülergruppe im<br />
Sommer 2007 reiste im März 2008 eine Gruppe <strong>des</strong><br />
<strong>Comenius</strong>-<strong>Gymnasiums</strong> <strong>für</strong> insgesamt vier Wochen nach<br />
Australien.<br />
Nach einem Flug von Düsseldorf über Dubai und<br />
Singapur nach Brisbane in Queensland verbrachte <strong>die</strong><br />
Gruppe 13 Tage am Somerset College und brach<br />
danach zu einer Rundreise von Brisbane nach Fraser<br />
Island auf der nördlich von Brisbane gelegenen größten<br />
Sandinsel der Welt, fuhr von dort mit dem Bus via<br />
Toowoomba durch <strong>die</strong> Tablelands, überquerte <strong>die</strong><br />
Grenze nach New South Wales und erreichte nach<br />
einem Abstecher in <strong>die</strong> Blue Mountains schließlich<br />
Sydney um von dort <strong>die</strong> Heimreise anzutreten.<br />
Vier Wochen bei den Antipoden<br />
Von dem <strong>die</strong>sjährigen Australienaustausch unserer Schule (5. März bis 4. April 2008) und der gesamten<br />
Reise kann ich nur Gutes berichten.<br />
Für jeden aus unserer Gruppe (insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler) war es eine wunderbare Zeit mit<br />
vielen tollen Erlebnissen. Zusätzlich zum Schulbesuch haben wir Ausflüge nach Surfer´s Paradise und zum<br />
Springbrook National Park gemacht und auf einer anschließenden Rundreise unter anderem Fraser Island,<br />
Brisbane, <strong>die</strong> Blue Mountains und natürlich Sydney kennen gelernt.<br />
Aus meiner Sicht hat <strong>die</strong>ser Austausch darüber hinaus sehr viel mehr gebracht, weil wir gezwungen waren,<br />
immer wieder eigene Entscheidungen zu treffen, und so lernten, unabhängig und selbstverantwortlich zu<br />
handeln.<br />
Das begann mit der Abreise in Düsseldorf bis zur Ankunft in Australien, und galt auch während <strong>des</strong><br />
Aufenthaltes bei der jeweiligen Gastfamilie, <strong>die</strong> uns zumin<strong>des</strong>t anfangs unbekannt war, und bei der<br />
Verständigung auf Englisch. Der Umgang mit all den verschiedenen Menschen dort und deren Einstellungen<br />
CN 27
und Lebensweise, <strong>die</strong> verschiedenen Orte, alles war eine Herausforderung und bot einen Anlass, vieles<br />
dazuzulernen.<br />
So waren zum Beispiel während der Zeit in der Gastfamilie Geduld und Anpassungsfähigkeit sowie Toleranz<br />
auf beiden Seiten notwendig, damit der Aufenthalt <strong>für</strong> uns als Gäste und auch <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gastfamilien<br />
angenehm und erfreulich war. Was zu Hause<br />
selbstverständlich und vertraut war, konnten wir<br />
hier nicht einfach ebenso voraussetzen.<br />
Also mussten wir lernen, damit umzugehen, uns<br />
auf Neues einzulassen, Unverständliches erklären<br />
zu lassen und einfach mal auszuprobieren.<br />
Gerade dadurch ergab sich auch <strong>die</strong> Möglichkeit,<br />
viele und interessante Leute kennen zu lernen,<br />
und zwar sowohl in der Gastfamilie und deren<br />
Freun<strong>des</strong>- und Bekanntenkreis als auch<br />
in der Schule und auf der gesamten Reise.<br />
Ich selbst habe mich in meiner Gastfamilie sehr wohl gefühlt und möchte <strong>des</strong>halb mit meinem<br />
Austauschpartner und <strong>des</strong>sen Familie weiter in Kontakt bleiben.<br />
Dank meiner sehr positiven Eindrücke und Erfahrungen kann ich so einen Austausch, vielleicht sogar ein<br />
Austauschjahr oder Work and Travel oder ähnliches in einem anderen Land (Australien, Kanada…) nur<br />
weiterempfehlen!!!<br />
Das erweitert in jedem Fall den Horizont und ermöglicht im besten Fall auch neue Freundschaften.<br />
Ich bin sicher, dass wohl jeder von uns am liebsten <strong>die</strong>se Reise wiederholen wollen würde…<br />
Impressionen aus Australien:<br />
CN 28<br />
Ilyas Taskiran, St. 10
<strong>Comenius</strong> extern 2: Fee war in Neuseeland<br />
Wenn einer eine Reise tut.......<br />
Dunedin. Eine Stadt in Neuseeland. Neuseeland, ein<br />
Land noch südlicher als Australien. Danach kommt<br />
nur noch der Südpol und <strong>die</strong> Südsee, Samoa, Fidschi-<br />
Inseln.... Aber Samoa, das ist eine andere<br />
Geschichte.<br />
In Neuseeland machten wir eine mehrwöchige<br />
Rundreise. Hier ein Stop, dort eine Nacht, hier eine<br />
Pause, dort mal schauen. Viele atemberaubende,<br />
märchenhaft schöne und irreal anmutende<br />
Landschaften bekamen wir zu Gesicht. Karge<br />
Schönheit wechselte sich mit üppigen Moos- und<br />
Regenwäldern ab. Manchmal fühlte man sich nicht<br />
auf <strong>die</strong>sem Planeten, eher wie in einem Herr-der-Ringe-Film! Viel häufiger als Menschen begegneten wir<br />
Schafen, Robben, Albatrossen und so beeindruckenden Meerestieren wie Pottwalen und verschiedenen<br />
Delphinarten.<br />
Nach landschaftlichen Highlights und menschenleeren Kaffs – Wellington war mal etwas großstädtischer –<br />
und vielen einzigartigen Erlebnissen, ging es nun nach Dunedin, der schottischsten aller neuseeländischen<br />
Städte. „Daniden“ gesprochen, denn der neuseeländische accent gibt vor das e wie i zu betonen. So sagt<br />
man nicht bed, sondern bid, nicht ten sondern tin und nicht seven, sondern siven.<br />
In Dunedin also sollten wir Silvester und zwei weitere Tage in einem schnuckeligen Bed & Breakfast<br />
verbringen. Nach längerem Suchen kamen wir nun gegen späten Nachmittag dort an. Das Haus war aus<br />
dem 19. Jahrhundert und lag weiß getüncht auf einem Berg oberhalb der Stadt und schenkte uns den Blick<br />
über das Meer. Das Haus hatte etwas Verwunschenes und der dicht bewachsene Rosengarten verstärkte<br />
<strong>die</strong>sen Eindruck. Wir klingelten... Mit überbordendem Strahlen öffnete uns ein ganz anderer Typ Frau <strong>die</strong> Tür<br />
als ich es vermutet hatte. Keine runde, runzelig gutmütige Kochschürze tragende Dame, sondern eine<br />
peppig, mit roter Designerbrille geschmückte Frau, in modische Kleider gehüllt. Sie sagte, sie hieße Vivienne<br />
und zeigte uns <strong>die</strong> ebenerdigen Zimmer. Niedlich<br />
waren sie, mit viel Liebe und Geschmack<br />
hergerichtete Räume, in denen frisch gepflückte<br />
Rosen dufteten. Wir luden unsere Sachen ab und<br />
Vivienne bot uns Kaffee und Tee an. Sie bat uns in<br />
ihr Wohnzimmer in <strong>die</strong> zweite Etage. Es kam hell<br />
und wohnlich daher und bot durch den Blick aus<br />
dem Fenster einen atemberaubenden Ausblick auf<br />
den Ozean. Vivienne schmiss den CD-Player an,<br />
der afrikanische Musik spielte, und kam kurz später<br />
mit einem reich gefüllten Tablett aus der Küche und<br />
stellte es auf den gemütlichen Wohnzimmertisch. CN 29
Auf dem Tablett konkurrierten frisch gebackene Kekse – <strong>die</strong>, <strong>die</strong> Viviennes Sohn so liebte- gepflückte<br />
Kirschen, Schokolade bester Qualität und Tee und Kaffee. Sie sagte zu mir: “Darling, you have to try these<br />
cherries, they’re delicious!“ Vivienne zeigte uns private Fotoalben vom Haus vor und nach der Renovierung<br />
und erzählte uns von ihrer Familie. Von ihrem Mann, der vor drei Jahren gestorben war und ihrer Tochter,<br />
<strong>die</strong> vor kurzem geheiratet hatte. Mami und ich gingen danach nach unten um zu duschen, schließlich war<br />
heute abend Silvester, jedenfalls auf der südlichen Erdhalbkugel.<br />
Mami hatte einen Tisch in einem schönen Restaurant bestellt. Vivienne war begeistert von unserer Wahl <strong>des</strong><br />
Restaurants und bestellte eifrig ein Taxi und verwickelte auch <strong>die</strong> Taxizentrale in das Vivienne(ische)<br />
Wortgemenge mit viel “Oh, Gosh“ und “Yeah, so lovely“. Da Mami und ich nun unten waren, knöpfte sie sich<br />
nach dem perfekt reservierten Taxi nun Martin vor und überschüttete ihn mit Familiengeschichten und stellte<br />
ihm Fragen. Martin schien sehr froh, als er endlich duschen konnte, obwohl er sich gerne auf Englisch<br />
unterhält.<br />
Das Restaurant hatte ebenfalls eine wunderschöne Lage und gilt als eines der besten Esslokale der<br />
Gegend. Das Interieur hatte etwas Entrücktes, fast war es wie in einem Theater. Es wurde ein zauberhafter<br />
Abend.<br />
Am nächsten Morgen drang stimmungsvolle Musik aus Viviennes Küche und als wir zum Frühstück<br />
erschienen, strahlte uns Vivienne aufgekratzt<br />
entgegen und umarmte jeden einzelnen mit einem<br />
„Happy New Year“. Sie stellte uns Ruth vor, <strong>die</strong><br />
auch Gast bei Vivienne war. Der Frühstückstisch<br />
war irgendwie arabisch gedeckt und mit den<br />
besten Zutaten, organic food, befüllt. Es war ein<br />
Festtag <strong>für</strong> <strong>die</strong> Augen! Es gab Müsli, Joghurt,<br />
frischen Rhabarber, frisch eingelegte Feigen und<br />
Pflaumen, Rührei, spicy Toast, Brioches,<br />
Croissaints, frisches Obst, französischen Käse und<br />
deutschen – extra <strong>für</strong> uns und gar nicht so leicht zu<br />
bekommen in Neuseeland. Kein Zweifel, <strong>die</strong>se Frau hatte viel Stil und was sie machte schien sie mit ganz<br />
viel Liebe und Begeisterung zu tun. Ruth, eine Frau ähnlich alt wie Vivienne hatte ebenfalls ihren Mann<br />
verloren, aber sie ging ganz anders damit um. Ruth war an der Universität in Christchurch Soziologin oder<br />
Psychologin. Sie machte nun eine Reise, <strong>die</strong> sie vor Jahren mit ihrem Mann zusammen unternommen hatte<br />
und spürte vergangenen Zeiten nach. Ruth war weltoffen und gewandt und kommt ursprünglich aus London.<br />
Wir wuchsen irgendwie zusammen an den Morgenden beim Frühstück, Ruth, <strong>die</strong> auf den Spuren ihres<br />
Mannes war und doch so ganz im Leben stand und Vivienne, <strong>die</strong> uns das Hochzeitskleid der Tochter und ihr<br />
Festkleid vorführte als wären wir Familie und <strong>die</strong> eher wehmütig war und den Verlust ihres Mannes nicht<br />
wirklich verwunden zu haben schien. Wir erzählten über <strong>die</strong>s und das, was wir den Tag über gemacht<br />
hatten, tauschten Reise-Erfahrungen aus, lachten und diskutierten. Wir sahen Museen, <strong>die</strong> Stadt Dunedin<br />
und wilde Tiere, Seelöwen zum Beispiel, ganz nah am Strand so wie bei uns Hunde auf den Rheinwiesen<br />
und wir befuhren <strong>die</strong> Peninsula Otago, eine Halbinsel Dunedin vorgelagert und hatten das Glück Yellow<br />
Eyed Pengiunes zu sehen. Sie sprangen aus der Gischt und fütterten ihre Jungen, <strong>die</strong> im Sand der Küsten<br />
CN 30
verscharrt waren.<br />
Bevor wir Dunedin und damit auch Vivienne verließen, zeigte sie mir noch eines ihrer vielen Alben mit<br />
Gästen, <strong>die</strong> schon bei ihr gewesen waren. Es waren vereinzelt auch deutsche Besucher dabei. Sie hat von<br />
Ihnen allen Fotos gemacht, witzige, <strong>die</strong> sich wie ein Kaleidoskop der Mo<strong>des</strong>tile und Hautfarben auffächerten.<br />
Sie schoss auch von mir ein Foto mit einer Katze, <strong>die</strong> mir dort sehr ans Herz gewachsen war. Nun bin ich<br />
also auch ein Gast in ihrem Album und werde wohl in den folgenden Jahren und Jahrzehnten aufgeblättert<br />
werden, dann und wann, wenn Vivienne es <strong>für</strong> richtig hält.<br />
Zum Abschied, der doch schwer viel, drückte sie uns, einen nach dem anderen “You Germans, you are so<br />
beautiful people and such a lovely family“ sagte sie und wir bedankten uns <strong>für</strong> alles und wünschten uns<br />
gegenseitig Glück.<br />
Manchmal war es anstrengend mit ihr, der Frau, <strong>die</strong> am liebsten alle Tage mit uns gemeinsam verbracht<br />
hätte, zugegeben! Aber was mehr als das bleibt, ist <strong>die</strong> Viviennesche Herzlichkeit, <strong>die</strong> Offenheit und das<br />
Gefühl, dass man am (fast) anderen Ende der Welt sehr willkommen ist.<br />
Thank you, Vivienne............it was just wonderful!<br />
Im April 2008, Fee Zieburg, 9c<br />
CN 31
Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,<br />
Die Seite der SV<br />
Die SV informiert in einem Brief über…<br />
in der ersten <strong>Ausgabe</strong> unserer Schülerzeitung nach Antritt unseres Amtes haben wir euch kurz erklärt, was<br />
<strong>die</strong> Schülervertretung überhaupt ist und was sie <strong>für</strong> Euch tun kann. Und sicher fragt Ihr Euch nun, was wir<br />
wirklich erreicht und <strong>für</strong> Euch getan haben. Deswegen wollen wir Euch einen kurzen Überblick darüber<br />
geben, was wir, <strong>die</strong> Schülervertretung, bis zu <strong>die</strong>sem Zeitpunkt erarbeitet und uns darüber hinaus zum Ziel<br />
gesetzt haben.<br />
Zuerst einmal möchten wir Euch erneut darauf hinweisen, dass wir erstmalig eine Sprechstunde anbieten.<br />
Diese ist da<strong>für</strong> da, dass Ihr euch selber aktiv in <strong>die</strong> Angelegenheiten unserer Schule, <strong>die</strong> ja jeden hier<br />
betreffen, einbringen und mit Beschwerden und Problemen zu uns kommen könnt (<strong>die</strong>nstags in der ersten<br />
großen Pause und donnerstags in der zweiten Pause). Außerdem treffen wir uns jetzt monatlich mit unserer<br />
Schulleiterin Frau Matthes, damit auch sie über unsere Vorhaben und Pläne in Kenntnis gesetzt wird und<br />
uns möglicherweise dabei zur Seite steht. Ebenfalls werden auch wir über alles, was in der Schule vor sich<br />
geht auf dem Laufenden gehalten.<br />
Genau in solch einem Gespräch ist es uns gelungen, dass beispielsweise <strong>die</strong> Sport AG, <strong>die</strong> ja nach den<br />
Osterferien kostenpflichtig sein sollte, bis Ende Mai weiterhin kostenlos angeboten werden kann.<br />
Auf Veranstaltungen wie z.B. den Tag der offenen Tür, der ja bekanntlich sehr wichtig <strong>für</strong> unsere Schule ist,<br />
und dem Elternsprechtag versuchte <strong>die</strong> SV es den Eltern, Schülern sowie den Lehrern so angenehm wie<br />
möglich zu gestalten, indem wir <strong>für</strong> Sitzmöglichkeiten und Verköstigung gesorgt haben.<br />
Auch der Charity-Walk, <strong>des</strong>sen Ausführung als gesondertes Ereignis <strong>die</strong>ses Jahr in Frage gestellt wurde,<br />
findet auf Grund <strong>des</strong> Engagements der SV und der Stimmen der Schülerinnen und Schüler doch wie immer<br />
statt. Hier erkennt man deutlich <strong>die</strong> Wichtigkeit und <strong>die</strong> Freude daran anderen zu helfen, weswegen wir, und<br />
hoffentlich auch Ihr, glücklich sind / seid, dass sich an <strong>des</strong>sen Durchführung nichts geändert hat.<br />
Des Weiteren sind wir zurzeit in der Planung <strong>des</strong> Charity-Walks, sowie in der Planung unserer neuen<br />
Cafeteria involviert.<br />
Zu aller Letzt steht entweder <strong>die</strong>ses oder nächstes Jahr eine SV-Fahrt an (an der Klassen-, sowie<br />
Stufensprecher teilnehmen werden), <strong>die</strong> den Sinn haben soll, dass sich <strong>die</strong> Mitglieder <strong>des</strong> Schülerrats<br />
besser kennen lernen und Pläne zur Verschönerung unserer Schule und Verbesserung der schulischen<br />
Situation entwickeln können.<br />
Für Anregungen, Lob und Kritik haben wir immer ein offenes Ohr – besucht uns gerne auch in den SV-<br />
Sprechstunden!<br />
Liebe Grüße<br />
Euer SV-Team:<br />
Tim (12), Elena (12), Bruno (9) und Sophie (5)<br />
CN 32
Die Seite der AGs<br />
Zu wenig Sportförderung? Nicht am <strong>Comenius</strong> Gymnasium!<br />
Seit einiger Zeit findet am <strong>Comenius</strong> Gymnasium<br />
<strong>die</strong> gut besuchte Sport AG statt. Leiter <strong>die</strong>ser AG<br />
ist der bei den Schülern sehr beliebte Leiter Jonas<br />
Höhn, der seit 2006 <strong>für</strong> <strong>die</strong>se verantwortlich ist und<br />
seit dem Schuljahr 07/08 auch als Sportlehrer an<br />
unserer Schule fungiert. Er hat Sport mit dem<br />
Schwerpunkt "Sportmanagement" stu<strong>die</strong>rt und<br />
arbeitet außerdem <strong>für</strong> das Jugendamt und andere<br />
Vereine. Die Sport AG findet regelmäßig jeden<br />
Samstag von 9 bis 10 Uhr <strong>für</strong> <strong>die</strong> etwas Jüngeren<br />
(Unterstufe) und von 10 bis 12 Uhr <strong>für</strong> <strong>die</strong> älteren<br />
Jahrgänge (Mittel-und Oberstufe) unserer Schule statt. Mittlerweile ist <strong>die</strong> Teilnehmerzahl durch<br />
Mundpropaganda auf fast 30 Schüler und Schülerinnen gestiegen.<br />
Die Sport AG läuft in der Regel nach folgendem Schema ab: In der ersten Stunde wird <strong>die</strong> allgemeine<br />
körperliche Fitness durch verschiedene Übungen wie Ropeskipping (Seilspringen), Konditionstraining<br />
und/oder Laufspiele gefördert. Herr Höhn lässt sich hier oft neue und abwechslungsreiche Übungen<br />
einfallen, so dass nie Langeweile aufkommt. In der zweiten Stunde können wir Schüler uns eine<br />
Mannschaftssportart wie Fußball, Volleyball usw. aussuchen. Hier werden zuerst Mannschaften gewählt und<br />
anschließend treten <strong>die</strong>se in einem kleinen Turnier gegeneinander an. Der Spaßfaktor steht hier natürlich an<br />
erster Stelle, was dazu führt, dass auch <strong>die</strong> etwas weniger sportlichen Mitglieder wieder Lust am Sport<br />
bekommen. Da es hier nicht um Noten und Leistungen geht, steht auch Niemand unter Druck und so kann<br />
sich Jeder mit Freude sportlich betätigen. Durch Fairness und Toleranz, gerade auch den jüngeren Schülern<br />
gegenüber, entsteht eine sehr angenehme Atmosphäre unter den Schülern der verschiedenen<br />
Jahrgangsstufen. Durch <strong>die</strong>se Altersmischung lernt man viele Mitschüler der anderen Klassen kennen und<br />
so entstehen neue Kontakte und vielleicht sogar <strong>die</strong> ein oder andere Freundschaft.<br />
Ich persönlich bin selbst ein begeistertes Mitglied <strong>die</strong>ser AG und nehme auch regelmäßig jeden Samstag<br />
teil. Am besten an <strong>die</strong>ser AG gefällt mir einfach <strong>die</strong> tolle und sympathische Gruppe, mit der man wirklich<br />
Spaß am Sport haben kann. Dass <strong>die</strong> Schüler sich freiwillig so früh am Samstag Morgen auf den Weg zur<br />
Sport AG machen, ist meiner Meinung nach ein großes Lob an Herrn Höhn und seine Fähigkeit, <strong>die</strong> Schüler<br />
zum Sport zu motivieren. Diese Sport AG schafft einen gelungenen Ausgleich zum stressigen Schüleralltag.<br />
Also, Mädchen und Jungen, rafft euch auf! Neue Mitglieder sind immer willkommen. Ihr werdet sehen... es<br />
lohnt sich!<br />
Ich würde mich sehr freuen, wenn <strong>die</strong>se AG auch in Zukunft kostenfrei angeboten wird! Dank der SV bleibt<br />
sie es ja zunächst bis Ende Mai. Ingmar Krähling, Jgst. 12<br />
CN 33
Name: Aída Abiega<br />
Alter : 35 Jahre<br />
Fächer: Spanisch und Englisch<br />
Wo sind Sie aufgewachsen?<br />
In einer Stadt in der Nähe von Bilbao (Nordspanien).<br />
Haben oder hatten Sie ein Vorbild?<br />
Ja, meinen Vater.<br />
Welche Lieblingsfächer hatten Sie früher?<br />
Literatur, Englisch und Geschichte.<br />
Wer oder was ist eigentlich...?<br />
Was wollten Sie als Kind werden? Ich glaube Lehrerin. ;-)<br />
Bild: Frau Abiega (rechts) in Peru<br />
Und warum sind Sie Lehrerin geworden? Weil ich mich immer sehr <strong>für</strong> Literatur interessiert habe und ich<br />
Menschen mag.<br />
Warum wählten Sie <strong>die</strong> Fächer Englisch und Spanisch? Englisch, weil mir <strong>die</strong> Sprache sehr gefällt und<br />
Spanisch, weil ich glaube, dass ich nicht nur <strong>die</strong> Sprache, sondern auch <strong>die</strong> Kultur vermitteln kann.<br />
Haben Sie Ihre Berufswahl jemals bereut? Nein. Oder sollte ich sagen noch nicht? ;-)<br />
Was gefällt Ihnen am Alltag eines Lehrers und was nicht? Mir gefällt der Kontakt zu Schülern und dass<br />
man immer neue Entdeckungen macht, aber ich mag es nicht, wenn viele Korrekturen auf einmal kommen.<br />
Würden Sie sagen, Sie können Schüler vielleicht besser verstehen als Lehrer, <strong>die</strong> schon über 30<br />
Jahre ihren Beruf ausüben, da Sie noch wissen, wie ein Schüler sich fühlt? Ich glaube das Alter und<br />
<strong>die</strong> Erfahrung bringen eine normale, natürliche Distanz mit sich, aber ich denke, dass ich mich zumin<strong>des</strong>t<br />
manchmal in Schüler hineinversetzen kann.<br />
Welche Dinge bringen Sie zur „Weißglut“? Schwätzen und mangelnder Respekt und Höflichkeit.<br />
Welche Unterschiede sehen Sie zwischen Ihrer alten Schule und dem <strong>Comenius</strong>? An meiner alten<br />
Schule waren <strong>die</strong> Schüler nicht so mit den Lehrern „verbunden“. Das ist jedenfalls mein Eindruck, wobei ich<br />
glaube, dass das sehr stark vom Lehrer abhängt.<br />
Vielen Dank <strong>für</strong> das Interview, Frau Abiega. SKG<br />
CN 34
Name: Ralph Horstkötter<br />
Alter : 33 Jahre<br />
Fächer: Sozialwissenschaften und Erdkunde<br />
Aufgewachsen in: Gütersloh<br />
Familienstand: ledig<br />
Wer oder was ist eigentlich...?<br />
Lieblingsfilm: Prosperos Bücher und Viel Lärm um<br />
Nichts<br />
Lieblingsmusik: Klassik und Jazz<br />
Wollten Sie als Kind auch Lehrer werden? Nein, da wollte<br />
ich Arzt werden.<br />
Warum sind Sie Lehrer geworden warum? Weil Bildung<br />
wichtig <strong>für</strong> unsere Gesellschaft ist.<br />
Warum haben Sie <strong>die</strong> Fächer SoWi und Erdkunde gewählt? Weil sie miteinander vernetzt sind, das heißt<br />
sie haben viel miteinander zu tun.<br />
Haben Sie je Ihre Wahl bereut? Noch nicht und ich hoffe, dass ich es auch nie tun werde.<br />
Was gefällt Ihnen am Lehrersein? Mir gefällt, das „Aha!“ im Unterricht.<br />
Würden Sie sagen, Sie können Schüler vielleicht besser verstehen als Lehrer, <strong>die</strong> schon über 30<br />
Jahre ihren Beruf ausüben, da Sie noch wissen, wie ein Schüler sich fühlt? Ja und nein. Ja, weil ich<br />
einen Neffen habe und nein, weil ältere Lehrer mehr Erfahrung haben.<br />
Was macht Sie sauer? Lärm und Mobbing.<br />
Wo sind Unterschiede zwischen dem <strong>Comenius</strong> und Ihrer alten Schule? Da gibt es nicht so viele<br />
Unterschiede. Hier ist aber mehr technische Ausstattung.<br />
Haben Sie irgendwelche Zukunftspläne hier an der Schule? Ja, ich würde gerne eine Debattier-AG<br />
anbieten.<br />
Vielen Dank <strong>für</strong> das Interview, Herr Horstkötter.<br />
Jolene Clauss und Veronika Walica, beide Klasse 5c<br />
CN 35
Name: Michael Lübeck<br />
Alter : 30 Jahre<br />
Fächer: Biologie und Englisch<br />
Aufgewachsen in: Dinslaken<br />
Familienstand: ledig<br />
Kinder: keine<br />
Hobbys: Musik [spielt selber in einer<br />
Wer oder was ist eigentlich...?<br />
Band (Sänger & Songwriter)],<br />
Sport<br />
Lieblingsmusik: Deutschsprachige Rockmusik<br />
Warum sind Sie Lehrer geworden? Aus Liebe zu den Fächern und jungen Menschen<br />
Haben Sie je ihre Wahl bereut? NEIN!!!<br />
Was gefällt Ihnen am Lehrersein? Mir gefällt der Kontakt zu (jungen und nicht mehr ganz so jungen)<br />
Menschen.<br />
Und was gefällt Ihnen nicht daran? Mir gefällt nicht, dass man wenig Zeit hat und mehr Ideen als man<br />
sofort umsetzen kann und <strong>die</strong> vielen Korrekturen.<br />
Was macht Sie sauer? Mobbing!!!<br />
Warum sind Sie ans <strong>Comenius</strong> gekommen? Wegen Sport (Ich habe auch einen Trainerschein) und weil<br />
es hier ein ausgesprochen nettes Kollegium und ein gutes Schulklima gibt.<br />
Wo sind Unterschiede zwischen dem <strong>Comenius</strong> und Ihrer alten Schule? Ganz klar <strong>die</strong> Sporthallen und<br />
etwas mehr Kollegen, mit denen ich mich auch privat mal treffen würde.<br />
Was würden Sie hier ändern? Ich würde mich über mehr individuelle Förderung im Bereich der Biologie<br />
freuen, zum Beispiel durch Teilnahme an Schülerwettbewerben.<br />
Danke <strong>für</strong> das Interview, Herr Lübeck. AR<br />
CN 36
Haben Sie je Ihre Wahl bereut? Nein.<br />
Wer oder was ist eigentlich...?<br />
Name: Claudia Saatkamp<br />
Alter : 28 Jahre<br />
Fächer: Englisch und Sozialwissenschaften<br />
Aufgewachsen in: Rheine<br />
Familienstand: ledig<br />
Kinder: keine<br />
Lieblingsfilm: A Beautiful Mind<br />
Lieblingssängerin: Nora Jones<br />
Warum sind Sie Lehrerin geworden und warum haben<br />
Sie <strong>die</strong> Fächer Englisch und SoWi gewählt? Weil ich es<br />
schon als Kind werden wollte und weil man nette Schüler<br />
kennen lernt. Die Fächer wählte ich, weil es meine<br />
Lieblingsfächer waren und außerdem gab mir mein Bruder<br />
den Tipp.<br />
Was gefällt Ihnen am Lehrersein und was nicht? Mir gefällt, wenn der Unterricht gelingt und es Spaß<br />
macht. Was ich nicht mag sind <strong>die</strong> Korrekturen.<br />
Was macht Sie sauer? Das dauernde Quatschen von Schülern.<br />
Warum sind Sie ans <strong>Comenius</strong> gekommen? Ich habe mich wegen dem Wirtschaftsschwerpunkt und<br />
wegen dem guten Ruf hier beworben.<br />
Wo sind Unterschiede zwischen dem <strong>Comenius</strong> und Ihrer alten Schule? Meine alte Schule war ländlich<br />
und das <strong>Comenius</strong> liegt mitten in einer Großstadt.<br />
Haben Sie irgendwelche Zukunftspläne hier an der Schule? Ich mache bei der Bermun AG mit und<br />
möchte <strong>die</strong>s auch weiterhin.<br />
Herzlichen Dank <strong>für</strong> das Interview, Frau Saatkamp.<br />
Jolene Clauss und Veronika Walica, beide Klasse 5c<br />
CN 37
Wer oder was ist eigentlich...?<br />
Wie Ihr spätestens seit der letzten <strong>Ausgabe</strong> der ComeNews<br />
wisst, haben wir einen neuen Schulpflegschaftsvorsitzenden.<br />
Aber was ist das eigentlich <strong>für</strong> ein Amt? Welche Aufgaben hat<br />
Herr Hartmann? Nun, um alle Fragen zu klären, hat ihn Valentina<br />
Kneip aus unserer Chefredaktion interviewt. Herr Hartmann (56)<br />
heißt mit Vornamen Axel und ist in Braunschweig und in Mülheim<br />
a. d. Ruhr aufgewachsen. Er ist von Beruf Erziehungs – und<br />
Familienberater und arbeitet in der Evangelischen<br />
Beratungsstelle hier in Düsseldorf.<br />
Welche Lieblingsfächer hatten Sie früher? Geschichte und Französisch<br />
Haben Sie einen Lieblingsfilm? „Grüne Tomaten“ - Die Geschichte zweier verschiedener Frauen im<br />
Amerika der 30-60iger Jahre. Und „Das Boot“, <strong>für</strong> mich der wichtigste und beste „Anti-Kriegsfilm“ neben „Die<br />
Brücke“. Diesen Film kennen leider nur noch wenige!<br />
Welche Musik hören Sie privat? Wenn überhaupt, dann Rockmusik -und dann von den sogenannten<br />
„Powerbands“ (nur 3 Musiker)<br />
Haben/Hatten Sie ein Vorbild? Nein, ich hatte kein spezielles Vorbild, war aber Willi Brandt und Martin<br />
Luther King zugetan.<br />
Wie viele Kinder haben Sie? Wie alt sind <strong>die</strong>se? Sind alle auf dem <strong>Comenius</strong>? Warum oder warum<br />
nicht? Ich habe zwei Kinder: Nina und Simon, 19 und 11 Jahre alt. Simon ist auf dem <strong>Comenius</strong> in der<br />
fünften Klasse. Warum? Tja, weil das <strong>Comenius</strong> nahe an unserem Wohnort liegt, und ich gehört habe, dass<br />
es gut sein soll! Unter anderem <strong>des</strong>halb, weil viel Wert auf <strong>die</strong> Förderung der Klassengemeinschaft gelegt<br />
wird.<br />
Was wollten Sie in Ihrer Kindheit werden? Dampflokführer auf einer Schnellzuglok<br />
Warum sind Sie Schulpflegschaftsvorsitzender geworden? Weil ich es wichtig finde, dass <strong>die</strong> Eltern als<br />
Teil der Schulgemeinde mit ihren Anliegen, Anregungen und Vorstellungen im Schulalltag ernst genommen<br />
und gehört werden. Ich möchte <strong>die</strong> Elternschaft zu einem gleichwertigen Partner in dem Dreieck Schüler –<br />
Lehrer – Eltern machen.<br />
Was sind Ihre Aufgaben als Schulpflegschaftsvorsitzender? Ich habe mit meinen Stellvertreter(innen)<br />
<strong>die</strong> Schulpflegschaft, <strong>die</strong> sich aus allen Klassenpflegschaften zusammensetzt, zu leiten. Dieses geschieht in<br />
den vorgeschrieben Sitzungen, denen ich vorstehe. Bitten, Anfragen und Anliegen seitens der Eltern an <strong>die</strong><br />
Schulleitung und Lehrer nehmen wir entgegen, bündeln sie und tragen sie an den entsprechenden Stellen<br />
vor. Als Vorsitzender gilt es auch, Vorstellungen <strong>des</strong> Schulpflegschaftsteams zu entwickeln und<br />
voranzutreiben, z. B. Cafeteria mit Mittagessen, Themenabende). Darüber hinaus sind wir auch bei<br />
Festivitäten gefragt und leisten unseren Beitrag, der u. a. in der Koordination der vielen Aktivitäten seitens<br />
der Eltern liegt.<br />
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Darüber hinaus bin ich als Vorsitzender auch geborenes Mitglied (automatisches) in der Schulkonferenz,<br />
sozusagen dem Parlament der Schule.<br />
Was waren Ihre Erwartungen? Ich hoffte auf eine konstruktive, fruchtbare Zusammenarbeit mit den in der<br />
Schule handelnden Personen. Ich hatte weiterhin den Wunsch, ja <strong>die</strong> Erwartung, dass wir mit unserer<br />
Mitarbeit auch „Pflöcke“ in den Schulalltag <strong>des</strong> <strong>Comenius</strong> Gymnasium setzen können, das heißt, dass wir<br />
mit unserer Arbeit auch gesehen und anerkannt werden.<br />
Haben sich Ihre Erwartungen bestätigt? Bis jetzt läuft <strong>die</strong> Zusammenarbeit mit den vielen Eltern, auch<br />
den VIPs im Gymnasium, gut und rund. Ich denke, dass wir mittlerweile auch etwas anders wahrgenommen<br />
werden. So nach dem Motto: Hoppla, da gibt es eine Seite bei den Eltern, <strong>die</strong> wir so noch nicht kennen!<br />
Haben Sie irgendwelche Zukunftspläne an unserer Schule? Ja einige, aber <strong>die</strong> sind noch nicht<br />
spruchreif!<br />
Möchten Sie Dinge verändern / neu aufbauen? Ich denke, dass sich aufgrund der gesellschaftlichen<br />
Veränderungen in unserem Land und der Globalisierung <strong>die</strong> Schule als sozialer Lernort und als<br />
Bildungszentrum eine ganz elementare Rolle auch in der Zukunft spielen wird.<br />
Wie in vielen anderen Nachbarländern heute schon üblich, müssen wir schnell Standards wie <strong>die</strong> Einrichtung<br />
von Ganztagesschulen mit besserer Lehrerausstattung, einer Vollverpflegung und eine bessere, vielfältigere<br />
Förderung der Schüler vorantreiben.<br />
Das gilt auch <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gymnasien, das gilt dann auch <strong>für</strong> unsere Schule. Da will ich mitdenken und Dinge<br />
vorantreiben.<br />
Ich möchte zum Schluss nur ein Beispiel nennen, wo wir in Deutschland und auch in Düsseldorf unbedingt<br />
aufholen müssen. Die Verpflegung der Schüler!<br />
In England und Frankreich werden wohl viele Verantwortliche „müde“ lächeln, wenn sie von unserem<br />
Bemühen, eine Cafeteria mit Mittagsessensangebot zu installieren, hören würden. Das gibt es schon seit<br />
Jahrzehnten nicht nur in <strong>die</strong>sen EU Ländern! Und <strong>die</strong>se investieren wesentlich mehr in <strong>die</strong> Zukunft – in <strong>die</strong><br />
Schüler! Also, packen wir es an!<br />
Vielen Dank, Herr Hartmann, dass Sie sich <strong>für</strong> uns Zeit genommen haben und <strong>für</strong> das ausführliche<br />
Gespräch. Val<br />
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Ins Leben getreten: Polizist<br />
Studium <strong>für</strong> den gehobenen Polizeivollzugs<strong>die</strong>nst oder wie werde ich Polizist?<br />
Es fängt zunächst einmal alles sehr nüchtern an und zwar mit einem Eignungs-und Auswahlverfahren (EAV)<br />
durch das jeder zukünftige Polizist muss. Zuerst geht es an den PC-Test, wo neben Allgemeinwissen,<br />
logisch-analytischen Denken, <strong>die</strong> Konzentrations-und Merkfähigkeit sowie <strong>die</strong> Deutschkenntnisse abgefragt<br />
werden. Anschließend absolviert man einen Sporttest, der alle Bereich der körperlichen Leistung überprüft.<br />
Wer nun noch im Rennen ist begibt sich zur Gruppendiskussion und dem Einzelinterview. In der<br />
Gruppendiskussion sitzt man mit anderen Testteilnehmern zusammen und löst eine gestellte Aufgabe. Dabei<br />
geht es nicht unbedingt um <strong>die</strong> Lösung, sondern wie man dahin kommt. Pro Testkandidat gibt es zwei<br />
Prüfer, <strong>die</strong> alles genau beobachten. Im Einzelinterview sitzt man dann nochmal zwei Prüfern gegenüber und<br />
bekommt jede Menge Fragen gestellt, wie z.B. warum man den Polizeiberuf ergreifen möchte. Sollte man<br />
<strong>die</strong>se beiden Disziplinen auch erfolgreich hinter sich gebracht haben, wartet am nächsten Morgen nur noch<br />
der Polizeiarzt. Dieser prüft nun, ob man tauglich ist <strong>für</strong> den Polizei<strong>die</strong>nst mit allen damit verbundenen<br />
Aufgaben.<br />
Ich absolvierte das EAV im Oktober 2006 und konnte nach erfolgreichem Bestehen im Februar 2007 mit<br />
dem Studium an der Verwaltungsfachhochschule in Wiesbaden beginnen. Zu Beginn wurden wir in<br />
Stu<strong>die</strong>ngruppen eingeteilt und gleich am ersten Abend knüpfte man <strong>die</strong> ersten Kontakte. Das Studium an<br />
sich gliedert sich in vier theoretische Semester und drei Praktika. Im Februar startete ich dann ins<br />
Grundstudium eins, wo mir das Grundlagenwissen in den Rechtsfächern beigebracht wurde, auf Deutsch<br />
Paragraphen ohne Ende. Jedoch stehen auch Fächer wie Politik, Soziologie und Psychologie auf dem<br />
Stundenplan. Zunächst fragt man sich, wo<strong>für</strong> <strong>die</strong>se Fächer gelehrt werden. Doch schon nach ganz kurzer<br />
Zeit wird einem bewusst, dass es sehr wichtig ist, Wissen über z.B. kulturelle Unterschiede oder<br />
Verhaltensweisen zu besitzen. Nicht zu vergessen ist der Sport, welcher innerhalb der Polizei sehr groß<br />
geschrieben wird. Dazu kommt noch Einsatztraining und Selbstverteidigung.<br />
Nach fünf Monaten war dann das G1 letztendlich auch vorbei und wir freuten uns alle sehr auf das Praktikum<br />
eins, welches wir in Kassel absolvierten. Der Stundenplan war prall gefüllt. Dazu gehörten u.a. <strong>die</strong> Schieß-,<br />
Fotogrund-und Formalausbildung. Bei der Fotoausbildung wurden uns Grundlagen der analogen und<br />
digitalen Fototechnik vermittelt. Wie nimmt man am besten einen Verkehrsunfall oder eine Tatortspur auf.<br />
Die Formalausbildung ähnelt der Bun<strong>des</strong>wehr, wo es im Grunde um das Verhalten in geschlossenen<br />
Einheiten, sprich Hundertschaften geht. Wie stellt man sich auf, wie verhalte ich mich richtig und was muss<br />
ich beachten. Wir machten unseren Dienstführerschein, was <strong>für</strong> alle ein tolles Erlebnis war. Dies ist im<br />
Grunde ähnlich wie der normale Führerschein, nur dass man jetzt auch mal Streifenwagen fährt, <strong>die</strong><br />
Be<strong>die</strong>nung von Blaulicht und Einsatzhorn lernt und weiterhin Kolonnenfahren. Im Fach Kriminalistik wurde<br />
uns gezeigt, wie man Anzeigen aufnimmt und im Lehrrevier durften wir Spuren sichern. Natürlich wurde auch<br />
wieder viel Wert auf den Sport gelegt. Herausragend waren <strong>für</strong> uns <strong>die</strong> ersten kleinen Einsätze wie z.B.<br />
Walddurchsuchungen, Streckenposten beim Frankfurt Marathon oder aber <strong>die</strong> Ausgrabung von Skeletten an<br />
einer Baustelle der Universität Kassel. Über Letzteres wurde sehr ausführlich in den Me<strong>die</strong>n berichtet (Tipp:<br />
Gebt das Stichwort „Skelettfunde Kassel“ in google ein, dann findet ihr Videos, Foto und Berichte zu dem<br />
Thema“). Das war schon ein einmaliges Erlebnis. Außerdem durften wir im Rahmen eines Kurzpraktikums<br />
an einem Wochenende das erste Mal in Uniform mit auf Streife fahren.<br />
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Nach einem halben Jahr ging aber auch das Praktikum eins zu Ende. Nun hieß es wieder zurück nach<br />
Wiesbaden und <strong>die</strong> Schulbank drücken. Die erste große Hürde steht bevor, <strong>die</strong> Zwischenprüfung. Mitte Mai<br />
werden <strong>die</strong> fünf Prüfungen geschrieben und bis dahin gibt es noch einiges an Inhalten zu lernen und zu<br />
wiederholen. Doch das Ziel ist <strong>für</strong> alle das Praktikum zwei.<br />
Das Praktikum zwei beinhaltet <strong>die</strong> beiden Ausbildungsstationen Schutz-und Kriminalpolizei. Im Rahmen <strong>des</strong><br />
4-monatigen Aufenthalts bei der Schutzpolizei fährt man zusammen mit seinem Bärenführer auf Streife und<br />
ist mit den Aufgaben <strong>des</strong> polizeilichen Alltags konfrontiert. Verkehrsunfall, Laden<strong>die</strong>bstahl, Ruhestörung,<br />
aber auch Schlägereien in Gaststätten oder Discotheken. Hier soll man das Gelernte in <strong>die</strong> Tat umsetzen.<br />
Natürlich immer unter dem wachsamen Augen der erfahrenen Kollegen, insbesondere <strong>des</strong> Bärenführer.<br />
Dieser ist ein sehr erfahrener, langjährig im Einzel<strong>die</strong>nst tätiger Kollege oder Kollegin. Bei der Kripo geht es<br />
drei Monate lang vor allem darum Einblicke in <strong>die</strong> praktische Kriminalarbeit zu bekommen. Dazu gehören<br />
neben der Tatortarbeit auch <strong>die</strong> Vernehmungen von Verdächtigen und Zeugen.<br />
Nach dem Praktikum zwei erfolgt <strong>die</strong> Rückkehr an <strong>die</strong> Verwaltungsfachhochschule. Nun ist man im<br />
Hauptstudium und hat nur noch ein Jahr vor sich. Dieses ist aufgeteilt in zwei Semester, welche von einem<br />
kurzen Praktikum drei unterbrochen wird. Dort soll man nochmal vier Wochen lang <strong>die</strong> Kenntnisse, <strong>die</strong> man<br />
bei der Kripo erworben hat, vertiefen. Ganz am Ende steht dann <strong>die</strong> Laufbahnprüfung mit mündlicher<br />
Abschlussprüfung bevor. Da heißt es nochmal das gesamte Wissen der letzten drei Jahre zu wiederholen<br />
und abrufbereit zu haben.<br />
Wenn jetzt alles erfolgreich abgeschlossen ist, wird man im Rahmen einer Diplomierungsfeier zum<br />
Polizeikommissar ernannt. Nun kann es richtig losgehen. Momentan geht man zunächst <strong>für</strong> ein Jahr zur<br />
Bereitschaftspolizei und ist dort hauptsächlich mit Aufgaben wie z.B. Demonstrationen, Fußballspielen oder<br />
Großereignissen beschäftigt. Danach kann man in den Einzel<strong>die</strong>nst wechseln oder versuchen sich <strong>für</strong> eine<br />
der vielen Verwendungsmöglichkeiten innerhalb der Polizei zu qualifizieren. Sofern man Kenntnisse und<br />
Neigungen aus der Zeit vor der Polizei hat, kann man <strong>die</strong>se mit einbringen oder vertiefen. Wer zum Beispiel<br />
jetzt schon viel mit Computern macht, könnte später mal im Bereich „Computerbetrug“ oder<br />
„Internetkriminalität“ arbeiten. Denkbar ist auch, dass jemand, der bereits einen Tauchschein besitzt und<br />
Spaß daran hat, später mal in <strong>die</strong> Tauchergruppe geht. Gleiches gilt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Hunde-oder Pfer<strong>des</strong>taffel.<br />
Kurzum es ist <strong>für</strong> jeden etwas dabei.<br />
Natürlich darf man auch nicht alles durch <strong>die</strong> rosarote Brille betrachten. Es ist kein ungefährlicher Job und es<br />
gibt auch unerfreuliche Aufgaben, <strong>die</strong> zu erledigen sind. Das sollte man sich vor Augen halten. Für mich ist<br />
es aber ein Traumberuf und ich habe noch keinen Moment daran gezweifelt, dass ich <strong>die</strong> richtige<br />
Entscheidung getroffen habe und Polizist werde. Bis jetzt gab es fast ausschließlich positive Eindrücke, <strong>die</strong><br />
auf mich eingeprasselt sind. Dies wird besonders im Praktikum zwei verstärkt, da wir dann den Schonraum<br />
verlassen und auf der Straße mit neuen Dingen konfrontiert werden. Mal sehen was mich in der Zukunft<br />
noch alles erwartet. Eins steht aber fest, es wird definitiv nie langweilig werden. Robert Hofmann<br />
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Wie es euch gefällt<br />
Buchtipp: Isola Autorin: Isabel Abedi<br />
ISBN 3401060481; Preis: 14,95 EUR<br />
Altersempfehlung: 13-17<br />
Beschreibung: Isola – so heißt <strong>die</strong> unbewohnte Insel, auf <strong>die</strong> zwölf völlig verschiedene Jugendliche<br />
geschickt werden (sechs Mädchen und sechs Jungen). Quint Tempelhoff, ein berühmter Regisseur, sucht<br />
<strong>die</strong> Jugendlichen an allen möglichen Orten und dabei kommt so ziemlich <strong>die</strong> verschiedenste Bande heraus.<br />
Jeder von ihnen bekommt einen Inselnamen, und der alte Name spielt nun keine Rolle mehr. Das besondere<br />
an dem Projekt ist: 1. keine Erwachsenen, es gibt nur <strong>die</strong> zwölf Jugendliche auf der Insel; 2. Überall sind<br />
Kameras, außer in den Waschräumen; 3. <strong>die</strong> Jugendlichen dürfen nur drei Dinge mit auf <strong>die</strong> Insel nehmen.<br />
Alle Anziehsachen werden ihnen bereitgelegt; 4. Kein Kontakt zur Außenwelt, d.h. keine Handys. Von<br />
Anfang an fühlt Vera sich von Solo auf eine ungewöhnliche Weise berührt, doch was verbirgt der<br />
melancholische Solo? Nach dem ersten Tag auf der Insel, haben sich alle einigermaßen kennen gelernt,<br />
doch insgeheim fragen sich wohl alle, wer sind <strong>die</strong> Anderen in Wirklichkeit? Am Abend passiert dann etwas,<br />
womit keiner gerechnet hatte! Alle sitzen im Haupthaus und da entdeckt einer der Jugendlichen ein Fach im<br />
Tisch. In dem Fach liegt eine Anleitung. Eine Anleitung zu einem Spiel. Dieses Spiel wird bald tödlicher<br />
Ernst, doch am Anfang ahnt das noch niemand…<br />
Anderes: Das Buch hat 324 Seiten und 27 Kapitel. An manchen Anfängen eines Kapitels steht ein Text der<br />
über eine Person erzählt. Über wen, müsst ihr selbst herausfinden. Das ganze Buch, mit Ausnahme <strong>die</strong>ser<br />
Texte, wird von Joy Reichert (Inselname Vera) erzählt.<br />
Beurteilung: Sehr spannend und mitreißend, aber auch sehr gefühlvoll. Eine Mischung aus Thriller und<br />
Liebesgeschichte. Man kann auch bei <strong>die</strong>sem Buch von Isabel Abedi kaum noch aufhören zu lesen. In<br />
manchen Kapiteln läuft einem selbst der Schauer über den Rücken! SKG<br />
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