wechselstrom - Ausgabe No°1 Februar 2014

wechselstrom

Deutschsprachiges Schülermagazin der Elektrostrojarska škola Varaždin Ausgabe No°1 Februar 2014 Varaždin, Kroatien

-Ausgabe N°1 Februar 2014-

5 Kuna

wechselstrom

Deutschsprachiges Schülermagazin der Elekstrostrajarska Škola Varaždin

“im ausland zu

arbeiten ist meine

bestimmung”

IM GESPRÄCH MIT

GERTRUD REHNER-BRAISCH

Gefördert mit Mitteln

des Freistaats Bayern


wechselstrom / februar 2014 2

INHALT

04_

Editorial

05_

Die Redaktion

06_

Titelstory -

Interview mit

Gertrud

Rehner-Braisch

Lebenshilfe_

12_

Hilfe ich habe ein Problem!

Sigmundo Freudowski

beantwortet Leserbriefe

14_

Horoskope

reiseberichte_

19_

Ein Tag in Graz


21_

Keine Zeit für

Pausen! - 3 Tage

unterwegs mit

dem Kollegium

Zitat des Monats

“Den größten Fehler, den man im Leben machen

kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu

machen.” - Dietrich Bonhoeffer

28_

Briefe aus

Deutschland

30_

Bierkultur in

Kroatien und in

Deutschland – ein

Kommentar

wechselstrom Magazin

Deutsprachiges

Schülermagazin der

ESŠ Varaždin

Est. 2013 Ausgabe N°1

Februar 2014

Herausgeber

Elektrostrojarska

škola Varaždin

Hallerova aleja 5

42000 Varaždin

Chefredaktion

Nils Lange

Ilija Radoš

Redaktion

Mario Filipašić

Jelena Borovec

Sara Šobak

Marin Fučko

Viliam Jožić

Layout

Nils Lange

wechselstrom / februar 2014 3

wechselstrom_

24_

Kolumne: Als

Deutscher in

Kroatien

26_

Kroaten in der

deutschen Fußball

Bundesliga

Fotos (sofern nicht

anders angegeben)

Ivo Boršćak

Nils Lange

Illustrationen

Ilija Radoš

Druck

Elektrostrojarska

škola Varaždin

Rückseite

Kata Milušić

32_

Titelbild

Gertrud Rehner-Braisch

Rezepte für die kalte

Jahreszeit

Typisch Deutsch

34_

In eigener Sache

© Copyright 2014

Wechselstrom

Alle Rechte vorbehalten.

Das Werk einschließlich all

seiner Teile ist urheberrechtlich

geschützt und darf

weder kopiert, vervielfältigt,

nachgeahmt oder in anderen

Medien gespeichert werden,

noch darf es in irgendeiner

Form weiter verarbeitet, verkauft

oder vermietet werden

ohne schriftliche Genehmigung

des Herausgebers.


wechselstrom / februar 2014 4

EDITORIAL

Nach langen Überlegungen, und nicht so

langen Vorbereitungen, liegt nun endlich

die erste Ausgabe unserer Schülerzeitschrift

in deutscher Sprache vor Ihnen.

Die Idee für eine Zeitung bzw. Zeitschrift in

deutscher Sprache stammt von unserem Kollegium

der Deutschlehrer der Elektrostrojarska

škola Varaždin. Die Hauptaufgaben für die

Verwirklichung dieser Idee und die leitende

Redaktion haben Nils Lange, unser kulturweit-Freiwilliger

aus Deutschland, die Schüler

Kata Milušić und Mario Filipašić, sowie der

Deutschlehrer Ilija Radoš übernommen.

Mit diesem deutschsprachigen Magazin wollen

wir unseren Lesern einen Einblick in das

Leben und die Kultur im deutschsprachigen

Raum geben, sowie ein Forum für die Projekte

und kreative Arbeit der Schüler unserer

Schule bieten.

Artikel in deutscher Sprache

In jeder Ausgabe wird etwas über ein

deutschsprachiges Land oder über eine Stadt

aus deutschsprachigen Ländern geschrieben

werden. Außerdem gibt es jede Menge interessante

Artikel über Kultur, Literatur, Sport

und Gesellschaft in deutscher Sprache. Zur

Entspannung gibt es in unserer Zeitschrift

Horoskope für die Schüler unserer Schule,

Leserbriefe und Ratschläge eines erfahrenen

Psychologen, eine Kolumne uvm. Zusätzlich

gibt es in Zukunft einen literarischen Teil, in

welchem ausgewählte Aufsätze von Schülern

veröffentlicht werden.

der Unterhaltung von unseren Lesern (insbesondere

den Schülern) dienen.

Der Name “Wechselstrom”

Warum haben wir unserer Zeitschrift gerade

den Namen „Wechselstrom“ gegeben? Der

Name entstammt der Idee unseres Freiwilligen

und Deutsch-Assistenten Nils Lange.

Zum einen ist es eine Anlehnung an den

Namen und einen der Hauptschwerpunkte

unserer Schule (Elektrotechnik). Zum

anderen beschreibt es die Wechselwirkung

des Stromes, den wir als Synonym für die

Wechselwirkungen zwischen zwei Ländern

und Nationen sehen. „Wechselstrom“

beleuchtet somit die Verbindungen und

Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und

Kroatien

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren:

Der Zentralstelle für Auslandsschulwesen in

Kroatien, insbeondere Herrn Thomas Reiter

dem leitenden Fachberater, der großes Verständnis

für unserer Projekt gezeigt hat und

der mit seiner Unterstützung die Grundlage

für unsere erste Ausgabe geschaffen hat.

Der Verwaltung der Elektrostrajarska škola

Varaždin und unserem Schulleiter Igor Kos.

Wir bedanken uns außerdem im Voraus auch

bei unseren Lesern und künftigen Mitarbeitern.

Unsere Zeitschrift soll demnach sowohl der

Information als auch der Motivation, sowie

Ilija Radoš und Nils Lange

Chefredaktion

.


DIE

REDAKTION

Nils Lange

>>kulturweit


TITELSTORY_

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TITELSTOR

Gertrud Rehner-Braisch ist seit August 2013 als Fachberaterin und

Koordinatorin für das Deutsche Sprachdiplom (dsd) in Varaždin und

Umgebung aktiv und betreeut mehrere Schulen. wechselstrom traf sie

um mit ihr über ihre arbeit, ihr Leben und ihre Geschichte zu sprechen.


INTERVIEW_ MIT GERTRUD REHNER-BRAISCH

Y

“IM AUSLAND ZU

ARBEITEN IST MEINE

BESTIMMUNG”

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wechselstrom: Guten Tag Frau

Rehner-Braisch! Erklären sie uns und

unseren Lesern doch noch einmal ihre

Aufgabe in Kroatien!

rb: Als Fachschaftsberaterin bin ich

hier in Varaždin dafür zuständig, die

DSD Prüfungen vorzubereiten, zu

organisieren und zu koordinieren.

Ich mache natürlich auch teilweise

den Unterricht. In der Regel den

Unterricht, der zu den Sprachdiplom-

Prüfungen speziell hinführt – also

den DSD Unterricht. Mich interessiert

allerdings auch der Regelunterricht.

Ich habe in der Form mit meinen Kollegen

zusammengearbeitet, indem wir

im Tandem unterrichtet haben.

wechselstrom: An welchen Schulen

arbeiten Sie?

rb: Neben der Elektrostrojarska

škola, bin ich hier in Varaždin auch

noch am Prva und am Druga gimnazija

beschäftigt.

wechselstrom: Gibt es auch Schulen

außerhalb Varaždins für die Sie zuständig

sind?

rb: Ja, in Cakovec sind es zwei und

in Ivanec ist es eine Schule, aber dort

habe ich keine Stundenverpflichtungen,

das heißt, dass ich dort nur ein

bis zweimal im Monat vorbeischaue.

wechselstrom: Sie sind nun fast schon

5 Monate hier in Varaždin. Haben Sie

sich gut eingelebt und wie war ihr erster

Eindruck?

rb: Ich hab mich seit dem ersten

Augenblick in Varaždin wohlgefühlt!

Eine Stadt, die mir sehr entspricht.

Klein und überschaubar – etwas ganz

anderes nach Berlin, wo ich vorher

gewohnt habe. Ich liebe das Zentrum

mit seiner geschlossenen Bauweise

und seiner wunderschönen barocken

Architektur. Vielleicht, da ich kurz

nach meiner Ankunft sofort das

Špancirfest erleben konnte, habe ich

die Stadt sehr lebendig gesehen als

eine Stadt wo Musik und Kunst noch

sehr groß geschrieben werden. Im

Winter ist das natürlich alles etwas

weniger der Fall, aber ich fühle mich

jetzt auch sehr wohl in dieser Jahreszeit,

wo hier nicht so viel los ist.


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- Sibiu (dt. Hermannstadt) “Meine Heimatstadt”

Siebenbürgen oder

Transsilvanien, rumänisch

Ardeal oder Transilvania

nach lateinischTranssilvania

(etwa: „Gebiet jenseits der

Wälder“), ist ein historisches

und geografisches Gebiet im

südlichen Karpatenraum mit

einer wechselvollen Geschichte.

Heute liegt Siebenbürgen im

Zentrum Rumäniens.

Ab 1147 kamen wahrscheinlich

die ersten deutschen Siedler in

die Region.

Heutzutage haben etwa 95 %

der sächsischen

Bevölkerung

das Land

verlassen,

der Rest ist

überaltert

(das Durchschnittsalter

liegt mittlerweile

bei ca. 60 Jahren).

wechselstrom: Was machen

Sie denn, wenn sie mal nicht

arbeiten müssen? Haben Sie

schon einige Hobbys gefunden?

rb: Ich schaue immer nach

Gelegenheiten für Konzerte

und Ausstellungen und

besuche diese mit viel Freude.

Außerdem habe ich vor

Weihnachten Kontakte zum

Kathedralchor geknüpft und

singe dort jetzt sogar mit. Die

Leute dort sind sehr offen

und hilfsbereit und obwohl

ich das alles auf kroatisch

hinkriegen muss, klappt es

sehr gut. Musik ist sowieso

eine Sprache, die Menschen

verbindet und über allen

anderen Sprachen steht. Das

macht richtig Spaß! Dazu

kommt, dass ich wenn das

Wetter es zulässt sehr gerne

mit dem Rad fahre. Meistens

an der Drava, aber ich bin

auch schon nach Cakovec

gefahren.

Wurzeln in Rumänien

wechselstrom: Kommen wir

zu Ihren Wurzeln: Sie sind

ja bekanntlich in Rumänien

geboren und haben dort zur

deutschen Minderheit gehört.

Wann sind Sie nach Deutschland

gegangen und woher

kommen Sie denn in Rumänien?

rb: Ich bin in der Region

Siebenbürgen geboren. Die

Stadt heißt Hermannstadt

oder auf rumänisch Sibiu.

Seit sie 2007 europäische

Kulturhauptstadt war, ist sie,

denke ich auch einer breiteren

Öffentlichkeit bekannt.

Auch mein Ehemann kommt

von dort! Wir sind beide als

Familie von dort im Jahre

1984 ausgewandert. Das

heißt vorher habe ich dort

die Schule besucht und auch

mein Studium der Germanistik

absolviert. In einer Zeit,

als die Grenzen dicht waren


und das Land ein kommunistisches

Ostblockland war.

All die Schwierigkeiten, die

dazu gehören, habe ich also

am eigenen Leib erfahren.

“Kontakte ins Ausland waren

lebensnotwendig”

Was uns damals Schwierigkeiten

gemacht hat und

uns auch dazu gebracht hat

auszuwandern, war der

Mangel an Bewegungsfreiheit.

Wir durften nicht über

die Grenzen des Landes

hinausschauen und konnten

nicht einmal nach Ungarn

fahren oder in die DDR, die

damals ja auch zum Ostblock

gehörte. Unsere Kontakte ins

deutschsprachige Ausland

waren daher sehr, sehr

wichtig. Meiner Meinung

nach sogar lebensnotwendig

für uns als Minderheit. Wir

hatten zwar vom rumänischen

Staat alle Rechte. Wir

hatten deutsche Schulen

und daher hab ich auch ein

deutsches Abitur gemacht.

Rumänisch habe ich erst als

Fremdsprache gelernt, als ich

in die Schule kam, da ich in

einem Dorf aufgewachsen

bin, wo man in der Dorfgemeinschaft

nur deutsch

sprach.

wechselstrom: Und da gab

es keine Probleme? Sie lebten

schließlich in einer Diktatur?

rb: Das war dort alles

möglich. Anders als in

anderen Ostblockstaaten . In

der Hinsicht hatten wir also

große Vorteile gehabt.

“Wir waren halt

abgestempelt”

wechselstrom: Es gab also

keine Diskriminierung?

rb: Wir hätten das nie

Diskriminierung genannt.

Wir waren halt abgestempelt.

Überall, wo man hinkam, war

man der oder die Deutsche.

In der Oberschule, am Arbeitsplatz.

Aber wir standen

dazu. Man wäre nicht auf

die Idee gekommen das zu

verleugnen. Einige wenige

haben das getan, um politisch

Karriere zu machen, aber

das war sowieso nicht so gut

angesehen innerhalb der

Minderheit.

wechselstrom: Sicherlich gab

es aber auch Nachteile?

rb: Ja das war die eine Seite.

Die deutsche Minderheit

hatte in Rumänien ja eine

jahrhundertealte Geschichte

und wie ich schon erwähnte,

war der Kontakt ins

deutschsprachige Ausland

lebenswichtig. Schon immer

seit dem Mittelalter und

während der Zeit der Aufklärung,

haben die Intellektuellen

der deutschsprachigen

Minderheit in Siebenbürgen

in Deutschland oder Österreich

studiert und immer

Wissen in das Land gebracht

und in dieser Weise das Land

vorangebracht.

- Wappen der

Siebenbürgen Sachsen

Geistige Verkümmerung

Als aber das durch den Eisernen

Vorhang nicht mehr

möglich war und die Grenzen

dicht waren, hat sich vieles

verändert. Im Rückblick

kann ich sagen, dass wir

eine geistige Verkümmerung

gespürt haben, wenn man das

intellektuell betrachtet. Das

hat sich natürlich auch auf

unsere Familie ausgewirkt.

Meine Großväter haben beide

in Deutschland studiert und

haben sich beide Frauen aus

dem Ausland mitgebracht.

Das war auch ganz typisch

für die Intelektuellen. Meine

eine Oma kommt daher aus

Leipzig und die andere aus

Graz in Österreich. Eigentlich

bin ich daher nur zur

Hälfte Siebenbürger Sächsin

(lacht). So nennen wir uns

selber! Nach dem Zweiten

Weltkrieg war der Kontakt

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zu der Familie im Ausland

dann schlagartig nicht

mehr möglich und das hat

auch die Kindheit meiner

Eltern geprägt. Man war

quasi abgeschnitten.

wechselstrom: Wie hat

das Zusammenleben mit

Leuten außerhalb der

deutschsprachigen Minderheit

funktioniert?

rb: Wir hatten zwar eine

enge Dorfgemeinschaft,

aber irgendwann möchte

man da auch heraus.

Im Studium knüpfte ich

Kontakte mit Rumänen,

Ungaren, was eigentlich

nicht so vorgesehen war

in der Minderheit. Man

lebte damals sehr stark

nebeneinander und nicht

miteinander. Auch hatten

wir Studenten Freunde

aus anderen Ländern, die

ebenfalls dort studierten.

Das war alles sehr interessant,

aber wir konnten

nicht ins Ausland fahren.

Dafür war die Auswanderung

die einzige

Möglichkeit.

wechselstrom: Haben Sie

noch Kontakt zu Freunden

aus dem Studium dort?

rb: Es ist so, dass nach der

Revolution die deutsche

Minderheit de facto

ausgewandert ist. Die

wenigen Leute, die noch

dort geblieben sind, haben

gedacht, dass sie eine

neue Chance haben, aber

die meisten waren dann

schnell enttäuscht sind

dann im Laufe der 90er

Jahre auch weg gegangen.

Die Minderheit besteht

eigentlich nur noch aus

Restbeständen. Vor allem

alte Leute leben noch

dort. Ich habe aber noch

Kontakte nach Rumänien,

da meine Eltern noch dort

leben und zu den wenigen

gehören, die nicht gegangen

sind.

wechselstrom: Wie kam es

dann dazu, dass Sie und Ihr

Mann 1984 nach Deutschland

gehen konnten? Die

Revolution und der Fall des

Eisernen Vorhangs war

schließlich erst `89.

rb: Dadurch, dass die

Familie meines Mannes

ausgewandert ist. Das

ging auf legalem Weg,

da die Familie meines

Mannes nach jahrelangen

Warten die Genehmigung

zur Ausreise bekommen

hat. Dann haben wir geheiratet

und so konnte ich

auch mit! Meine Familie

wollte aber allerdings immer

dort bleiben. Deshalb

hätte ich alleine auf legalem

Wege keine Chance

gehabt auszureisen.

Zurück nach Rumänien

wechselstrom: Dann

haben Sie in Deutschland

an einer Schule gearbeitet,

allerdings sind sie dann nach

einigen Jahren zunächst als

Programmlehrkraft, später

als Fachberaterin wieder

zurück nach Rumänien

gegangen. Wann stand für

Sie fest, dass Sie wieder

zurückkehren wolllen? Und

wieso?

rb: Also, wir sind sehr

oft dort hingefahren in

den Ferien mit unseren

Kindern, die alle drei in

Deutschland geboren sind.

Sie kannten in dem Sinne

Siebenbürgen als die alte

Heimat ihrer Eltern und

der Großeltern. Damals,

in den 90er Jahren, haben

uns schon viele Leute gesagt:

„Kommt doch zurück!

Wir brauchen Deutschlehrer!“

Es war ein großer

Bedarf an Deutschlehrern

und ich habe immer gesagt,

dass wenn meine Kinder

erwachsen sind, könnte ich

ja die letzten paar Jahre

vor meiner Pension wieder

dort verbringen. Plötzlich

haben wir aber gedacht:

Wieso nicht sofort? Ich

wollte nach 10 Jahren an

einem Berliner Gymnasium

einfach mal eine

Abwechslung .

wechselstrom: Und dann

sind Sie wieder nach Sibiu,

also Hermannstadt gegangen?

Zurück zu den Wurzeln

und der Familie?

- Marktplatz von Sibiu (dt. Herman

© Johanna Verhoeven


: Ja mein Mann und meine

Kinder sind mitgekommen.

Die Kinder haben dort die

deutschsprachige Schule

besucht und wir waren von

2001 an neun Jahre dort.

wechselstrom: Wie kam es

dann aber dann dazu, dass sie

nach Kroatien gekommen sind?

War der Drang wieder so stark

etwas Neues zu entdecken und

dem Alltag zu entfliehen?

rb: Ich musste zunächst

zurück nach Berlin, da ich

nach wie vor im Berliner

Schuldienst bin und man immer

wieder für eine gewissen

Zeit zurück nach Deutschland

muss, um ein aktuelles

Deutschlandbild zu vermitteln.

Allerdings war mir als

ich zurück war sofort klar:

Im Ausland zu arbeiten ist

meine Bestimmung. Ich mag

das einfach viel mehr und ich

denke, dass ich dafür auch

prädestiniert bin aufgrund

meiner Vergangenheit. Ich

hatte mich gleich beworben,

aber konnte erst nach drei

Jahren wieder ins Ausland

gehen.

wechselstrom: Wie kam es

dann zu Kroatien?

rb: Mir wurden diverse

Stellen angeboten, aber

inzwischen ist es ja so, dass

meine Kinder erwachsen

sind und wir alle an unterschiedlichen

Orten wohnen,

aber Deutschland unsere

Verbindung ist und daher

wollte ich nicht so weit weg.

Mir wurden u.A. Stellen in

Afghanistan, Kirgistan und

Armenien angeboten. Aber

ich wollte in Reichweite

bleiben. Daher hab ich mich

für Kroatien entschieden, obwohl

mir Varaždin gar nichts

sagte. Von der Geschichte,

Tradition und der Mentalität

ist es mir aber sehr nahe!

wechselstrom: Als letzte Frage

möchten wir noch wissen,

was denn das letzte Buch war,

welches sie gelesen haben?

rb: „Wie der Soldat das

Grammofon repariert“ von

Saša Stanišić. Der Autor ist

Sohn einer Bosniakin und

eines Serben und im Zuge des

Bosnien- Krieges mit seinen

Eltern nach Deutschland

geflüchtet. Das Buch schildert

semiautobiographisch die

Geschichte eines jungen Bosniers

vor dem Hintergrund

des Bürgerkriegs und hat

mich sehr berührt!

wechselstrom: Vielen Dank

für das Gespräch! Es hat mich

sehr gefreut!

rb: Sehr gerne!

Das Interview wurde geführt

von Nils Lange.

nstadt)


LEBENSHILFE_

HILFE ICH HABE

EIN PROBLEM!

Wenn ihr Probleme mit der Liebe, mit den Schulpflichten, mit

den Lehrern oder auch mit den Mitschülern habt, könnt ihr

euch vertrauensvoll an unseren erfahrenen Psychologen und

Menschenfreund Sigmundo Freudowsky wenden: er beantwortet

alle eure Fragen und hilft euch schnell und unkompliziert!

Lieber Sigmundo!

Ich will seit meiner Kindheit ein berühmter Wissenschaftler werden. In der

Schule war ich immer ein sehr guter Schüler und die Schule ist mein zweites

Zuhause. Jetzt habe ich aber ein großes Problem: Ein paar Mädchen sagen

über mich, dass ich wie Justin Bieber aussehe, und dass sie mich verehren und

in mich verliebt sind. Ständig bekomme ich E-Mails, in denen sie schreiben,

dass sie gerne mit mir irgendwohin ausgehen wollten und dass sie mich lieben.

Ich will aber nur etwas mit der Wissenschaft zu tun haben und ich denke, dass

die Mädchen mich auf diesem Weg nur stören könnten. Ich liebe nur Mathe,

Physik und Chemie und ich möchte nur lernen. Diese Mädchen lassen mich

nicht in Ruhe! Was kann ich jetzt machen? Was sollte ich tun?

Der untröstliche Ivan

Lieber Ivan

Ich muss jetzt sagen, dass du

selbst schon jetzt ein Fall für

wissenschaftliche Untersuchung

bist. Es ist selbstverständlich

gut, dass du ein

berühmter Wissenschaftler

werden willst, aber es ist

sicherlich etwas Ungewöhnliches,

dass du kein Interesse

an Mädchen hast. Jetzt

kommt aber die wichtigste

Frage: „Können die Mädchen

dir vielleicht beim wissenschaftlichen

Erlernen helfen

und wie?“ Meiner Meinung


nach JA! Du solltest dich also

zuerst danach erkundigen, ob

es in der Schule ein Mädchen

gibt, welches sich für dieselben

Schulfächer interessiert

wie du. So habt ihr schon am

Anfang eine Gemeinsamkeit.

Mit der Zeit könnte es vielleicht

zwischen euch funken,

und so könnte unsere Gesellschaft

in ein paar Jahren

reicher an zwei erfolgreichen

und verliebten Wissenschaftlern

sein.

- Sigmund Freud war ein

österreichischer Neurologe

und Tiefenpsychologe, der als

Begründer der Psychoanalyse

weltweite Bekanntheit erlangte.

Freud gilt als einer der einflussreichsten

Denker des 20.

Jahrhunderts; seine Theorien

und Methoden werden bis

heute kontrovers diskutiert.

wechselstrom / februar 2014 13

Lieber Sigmundo!

Ich habe ein Problem. Ich mag einfach nicht die Lektüren im Unterricht lesen,

und immer wenn mich die Lehrerin fragt, ob ich ein Pflichtbuch für die Lektüre

gelesen habe, musste ich sie anlügen und so tun, als ob ich dieses Buch gelesen

hätte. Irgendwan hat sie bemerkt, dass ich das Buch überhaupt nicht gelesen

habe, und deswegen habe ich eine Eins bekommen. Ich verbringe die meiste

Zeit am Computer und spiele Computerspiele. Oft chatte ich auch mit meinen

Freunden und im Internet plaudern wir über alles. Ich muss gestehen, dass ich

sehr wenig lerne und lese, aber ich kann mir nicht helfen, das ist einfach so!

Sag mal bitte, ob du einen guten Ratschlag für mich hast. Wie könnte ich meine

Noten verbessern, ohne dass ich irgendwelche blöden Bücher lesen muss?

Die besorgte Ana

Liebe Ana,

du hast sicherlich vergessen,

wozu ein Buch dient.

Johannes Gutenberg ist

bestimmt eine Person die du

am meisten hasst, und du

fragst dich wahrscheinlich,

warum dieser dumme Deutsche

überhaupt die Buchdruckmaschine

erfunden

hat. Ich muss dir also zuerst

erklären, warum Bücher so

wichtig sind. Im Internet gibt

es selbstverständlich auch

viele Sachen, die dir für das

Lernen nützlich sein könnten,

aber diese interessieren

dich, wie ich sehe, überhaupt

nicht. Also, zurück zu den

Büchern! Ich habe Eindruck,

dass du nicht weißt, was ein

Buch ist. Das ist ein Ding aus

Papier, das viele Seiten hat.

Auf diesen Seiten gibt es viel

Text, der aus Sätzen besteht

und diese wiederum aus


wechselstrom / februar 2014 14

LEBENSHILFE_

vielen Wörtern, die weiterhin

viele Buchstaben enthalten.

Manchmal gibt es ein paar

Bilder oder Illustrationen

neben einem Text, aber diese

Bilder interessieren dich

wahrscheinlich nicht, weil

sich auf diesen Bildern nicht

die Schauspieler wie Brad

Pitt oder die Sängerinnen

wie Severina, Danijela oder

Jelena Rozga befinden. Auf

diesen Bildern sind meistens

einige Wissenschaftler, die

sehr große Verdienste dafür

haben, dass du heutzutage

Computer, Handy und MP3-

Player hast. Also genug mit

der Erklärung! Ich hoffe,

dass die vorige Erklärung dir

klar ist. Wenn du aber nichts

lernen und lesen willst,

könntest du mit der Zeit so

verblöden, dass es sehr große

Folgen für dein Gehirn haben

könnte. Es ist also höchste

Zeit, dass du begreifst, dass

das Lernen nicht etwas

Grausames ist und wenn

du anfängst die Bücher zu

lesen, ist das der der beste

Weg zu besseren Noten.

Dabei denke ich nicht an

die Bücher wie „Gola istina“

von Nives Celsius, „Anđeo“

von Simona Gotovac oder

„Vrag“ von Ante Gotovac.

Ich denke an die Bücher von

Dostojewski, Tolstoj und

andere Lektürebücher. Also,

sei nicht faul und verbringe

mehr Zeit Bücher lesend als

am Computer. Wenn du aber

am Computer bist, versuch

mal doch einmal im Internet

etwas über die wichtigeren

Sachen zu finden. Sie

könnten dir beim Lernen in

einigen Schulfächern mehr

helfen.

Dein Sigmundo

HOROSKOPE

Horoskope faszinieren

Menschen auf der ganzen

Welt und helfen vielen

Menschen Entscheidungen

zu treffen und positiver

durch den Tag zu gehen,

obwohl ihr Wahrheitsgehalt

wissenschaftlich nicht

bestätigt ist. Das Unterbewusstsein

eines Menschen

kann aber auf äußerliche

Impulse reagieren und so

ohne, dass wir es merken

unser Leben beieinflussen.

Die folgenden Horoskope sollten

allerdings nicht zu ernst

genommen werden.


WIDDER (CAPRICORN)

Der Widder glaubt immer, dass er alles allein erledigen kann,

aber wenn ihm etwas misslingt und wenn bei ihm alles schief

läuft, schiebt er die Schuld immer auf die anderen. Vor der

Kontrollarbeit oder einem Test bereitet er sich immer vor,

dass er etwas von anderen Schülern oder aus einem Spickzettel

abschreibt. Wenn er aber in einem Schulfach gut ist, will

er das immer zeigen und zwar auf diese Weise, dass er oft

dabei die andern auslacht. Wenn er aber in einem Schulfach

schlecht ist, erwartet er ungeduldig und meistens schweigend

und verborgen, auf das erlösende Klingeln. In der Liebe ist ein

Widder oft selbstbewusst, aber nur bis zu dem Moment in dem

er feststellt, dass sein Partner bzw. seine Partnerin klüger und

schöner als er bzw. sie ist.

wechselstrom / februar 2014 15

RAT: Ein bisschen mehr Bescheidenheit würde dir

nicht schaden.

STIER (TAURUS)

Der Stier ist das faulste Sternzeichen des Tierkreises und auch

die Geschicklichkeit ist nicht seine Tugend. Er schläft

oft in der Schulstunde und ist der glücklichste, wenn

der Lehrer ihn nichts fragt. Während er an der Schulbank

schlummert, machen die anderen Schüler oft

Spaß mit ihm, aber er macht sich keine Sorge dafür.

Die Hausaufgaben schreibt er fast nie, aber wenn ein

Lehrer ihn zum Lernen zwingt, zeigt er in der Regel

sehr gute Leistungen. Über ihn kann man sagen, dass er nur so

viel lernt, wie es seiner Meinung nach gut für ihn ist.

RAT: Es ist manchmal doch ganz gut, wenn man sich

im Leben ein bisschen mehr bemüht und bewegt.

ZWILLING (GEMINI)

Sie kommen oft zu spät in den Unterricht und sind immer

in der Eile. Sie gähnen oft, weil sie oft unausgeschlafen sind.

Ihre Konzentration ist oft schwach, aber wenn sie in einem

Café über einen Mitschüler oder eine Mitschülerin tratschen

sollen, dann ist ihre Konzentration sehr gut. Manchmal ist es

sogar mit Hilfe eines Rechners schwer auszurechnen, wie viele

Worte sie in einer Sekunde sprechen können.

RAT: Meint ihr nicht auch, dass die Zunge eines

Zwillings auch manchmal einen Urlaub verdient?


LEBENSHILFE_

wechselstrom / februar 2014 16

KREBS (CANCER)

Er ist sehr ambitioniert, aber hat immer eine große Angst vor

Kontrollarbeiten oder vor einem Test. Er mag mehr

mündliche Prüfungen. Was seine Eigenschaften

betrifft, ist er zu pedantisch. Alles muss auf seinem

Ort sein und deswegen nervt er oft die anderen mit

seinem Ordnungswahn. Das ist leider das Schlimmste

für ihn, weil kein Mädchen bzw. kein Junge es in

einer Beziehung aushalten kann. Das ist der Hauptgrund,

dass seine Liebesbeziehungen nur kurz dauern.

RAT: Lass den anderen zu, dass sie ihre eigene Meinung haben

und dass sie ihre eigene Unordnung genießen!

LÖWE (LEO)

Sehr ambitionierte Schüler, die um jeden Preis Klassensprecher

werden wollen. Wenn sie einmal eine schlechte Note

bekommen, dann sind sie bereit bei jedem anderen oder bei

einem Lehrer die Schuld dafür zu finden - nur nicht bei sich

selbst. Sie haben immer etwas zu sagen und sie sind für ihre

scharfe Zunge bekannt. Sie finden sehr schwer eine Freundin

bzw. einen Freund, weil sie denken, dass die Mehrheit

der Schülerinnen bzw. der Schüler nicht genug gut für sie ist.

RAT: Die Welt ist nicht nur für die Löwen geschaffen. Ihr Egoismus

ist zu groß. Ihr seid nicht die klügsten Leute in der Welt.

JUNGFRAU (VIRGO)

Die bekanntesten Streber des Tierkreises. Sie sind meistens

ruhig und still, manchmal sogar weltfremd und nicht

kontaktfreudig. Wenn sie eine schlechte Note bekommen,

dann weinen sie und flehen die Lehrer an, so dass sie ihnen

noch eine Chance geben. Sie berechnen ständig, wer einen

schlechteren Notendurchschnitt hat. In der Stunde sind sie

sehr aktiv und schreiben jede Kleinigkeit mit, die der Lehrer

gesagt hat. In der Liebe sind sie sehr empfindlich und

ertragen nicht, wenn jemand etwas über ihre Fehler sagt.

RAT: Ehrgeizig zu sein ist zweifellos gut, aber jede Übertreibung

schadet euren Ambitionen.

„ARM IST NICHT DER, DER WENIG HAT,

SONDERN DER, DER NICHT GENUG BEKOM-

MEN KANN.“ - Jean Guéhenno


WAAGE (LIBRA)

Die Schüler, die sich sehr schwer für etwas entscheiden. Sie

sind fast nie sicher, ob etwas gerade so sein sollte oder nicht.

Das ist auch bei allen Waagen und zwar nicht nur beim

Lernen, sondern auch in der Liebe der Fall - sie wiegen einfach

alles ab. Für sie ist auch charakteristisch, dass sie im Schneckentempo

schreiben und deswegen beten sie oft die Lehrer und

Lehrerinnen, dass sie noch einmal wiederholen, was sie gesagt

haben.

RAT: Entscheidet endlich mal im Leben, was für euch gut und

nützlich ist und welches Mädchen bzw. welcher Junge euch

gefällt.

wechselstrom / februar 2014 17

SKORPION (SCORPIO)

Sie sind sehr modebewusst, besonders die Mädchen. Für sie

ist es sehr wichtig, dass sie sehr schön aussehen. Hinter dieser

schönen, modischen Maske stecken jedoch meistens

schweigsame Schülerinnen und Schüler, aber wenn

sie etwas zu sagen haben sind sie immer bereit

an die anderen eine giftige Bemerkung zu richten

(besonders an die Lehrerinnen und die Lehrer). In

der Liebe ist es sehr schwer mit ihnen zu sprechen,

weil sie eine andere Meinung nicht tolerieren. Ihnen passen

meistens die Schülerinnen und die Schüler, die gar keine Meinung

haben und die alles, was sie gesagt haben, akzeptieren.

RAT: Da ihr sehr intelligent seid, wäre es besser für euch,

dass ihr eure Energie mehr an das Lernen richten, statt an die

Mode, oder giftige Vorwürfe zu anderen zu sprechen.

SCHÜTZE (SAGITTARIUS)

Das sind die Schüler, die mehr Glück als Verstand haben. Sie

lernen oft nur eine der 10 Lektionen und wenn ein Lehrer sie

mündlich prüft, prüft er gerade diese Lektion, welche sie gelernt

haben. Bei den schriftlichen Prüfungen schummeln sie

oft und werden fast nie erwischt. Seine Umgebung quält der

Schütze mit seinen nutzlosen Ratschlägen und Kommentaren,

die oft nicht zur Situation passen. Viele Schützen

sind voll von Energie und sie sind fast immer irgendwo

unterwegs. In der Liebe haben die männlichen Schützen oft

keinen Mut, einem Mädchen offen ihre Liebe zu gestehen.

RAT: Es wäre besser, wenn ihr manchmal einfach dem Motto

folgt: Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Fresse

halten!


LEBENSHILFE_

wechselstrom / februar 2014 18

STEINBOCK (ARIES)

Das sind meistens unverlässliche und undisziplinierte

Personen und sie sind die größten Karrieremacher des

Tierkreises. Sie lieben vor allem Geld und sammeln es

immer für etwas, aber selten geben sie dieses gesammelte

Geld aus. So benehmen sie sich auch in einer

Liebesbeziehung: Sie lieben jemanden, der reich

ist und der viel Geld hat. Während der Schulstunde

sind sie sehr ernst, aber zu anderen Kollegen nie hilfsbereit.

RAT: Es könnte einmal der Zeitpunkt kommen, an dem auch

ihr die Hilfe von jemandem brauchen werdet. Also verhaltet

euch etwas sozialer zu euren Mitmenschen.

WASSERMANN (AQUARIUS)

Die Schule interessiert einen Wassermann überhaupt nicht.

Er denkt oft, dass die Schule etwas Überflüssiges ist und, dass

das Lernen nur ein Zeitverlust ist. Das Leben muss man, seiner

Meinung nach, nur auf Partys verbringen und zwar ohne

irgendwelche Sorgen. Er ist der Hauptorganisator des massenhaften

Schwänzens. In der Schule oder im Unterricht

sucht er nur Spaß. Er liest nie ein Buch, das schwerer als

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ist. In der Liebe

suchen sie nur eine Person, die sorglos wie sie ist.

RAT: Es wäre besser für einen Wassermann, dass er gar nicht

das Schulgebäude betritt, weil das bei ihm langfristig schwere

psychische Folgen und Frustrationen verursachen könnte.

FISCHE (PISCES)

Fische sind oft kopflose und verwirrte Wesen und

sie finden sich in der Schule kaum zurecht. Sie sind

zwar fleißig beim Lernen, aber sie vergessen oft, was

sie eigentlich lernen sollten. Auf einer Party sind sie

die langweiligsten Gäste, besonders wenn sie unglücklich

verliebt sind. Da sind sie sehr verzweifelt und denken, dass die

ganze Welt gegen sie ist. Sie sind sehr sentimental und bieten

gerne der ganzen Welt einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Gott

sei Dank, gibt es heute immer weniger Masochisten, die bereit

sind, so lange unglücklichen Lovestorys zu lauschen.

RAT: Malträtiert nicht ständig andere Leute mit euren Liebesund

Schulproblemen. Bringt ein bisschen Ordnung in eure

Emotionen.


REISEBERICHTE_

wechselstrom / februar 2014 19

- Blick auf Graz vom Schlossberg herab

EIN TAG IN GRAZ

GRAZ

von Sara Šobak

Im Dezember fuhren wir mit

der DSD Klasse nach Graz

und besichtigten die Stadt

und den Adventsmarkt.

Graz hat wirklich eine

Menge zu bieten. Zu den

Sehenswürdigkeiten in der

Innenstadt zählen neben

dem Rathaus mit Brunnen

davor , welcher die vier

lokalen Flüsse (die Geschichte

ist ähnlich wie in Rom)

repräsentiert, die Hofgasse

und die Herrengasse mit

Gebäuden aus der Barockund

Jugendstilzeit, sowie

die bekannte Hofbäckerei ,

wo man die Kaiserbrötchen

probieren kann. Dazu kommen

das Landhaus, welches

eine Waffenausstellung

beherbergt, ein Opernhaus

und der Grazer Dom, welcher

im spätgotischen Stil gebaut

wurde . Entlang des Flusses

Mura sind zwei Werke der

zeitgenössischen Architektur

zu bestauen –zum einen

das Kunsthaus , welches die

Blicke der Touristen aufgrund

seines charakteristischen und

modernen Aussehens auf


wechselstrom / februar 2014 20

REISEBERICHTE_

sich zieht, und zum Anderen

die Murinsel , eine futuristische,

künstliche Insel im

Fluss , auf der sich ein Café

befindet .

Über der Stadt thront der

Schlossberg, auf welchem

sich das Hauptwahrzeichen

der Stadt , der Uhrturm,

befindet . Am entspanntesten

und schönsten ist dieser

mit der Schlossbergbahn

zu erreichen oder für die

sportlichen Touristen über

diverse Fußwege.Der Blick

von oben ist wirklich großartig

und man kann die ganze

Stadt sehen - natürlich nur

wenn das Wetter schön ist.

Außerdem kann man einen

Kaffee neben dem Uhrturm

genießen oder einen

Spaziergang durch die Parks

unternehmen und auf einer

der zahlreichen Bänke Platz

nehmen.

Neben der bereits erwähnten

kaiserlichen Bäckerei, finden

sie allerlei kulinarische und

lokale Restaurants und Cafés

auf dem Glockenspielplatz

oder überall rund um den

zentralen Platz. Wenn sie

Graz ab dem 21.11 besuchen,

so wie wir es getan haben,

können sie ein wenig

Weihnachtsstimmung erleben.

Dann beginnt nämlich

der traditionelle Adventssmarkt

(Christkindlmarkt),

auf welchem man nicht nur

viele Spezialitäten, Glühwein

, Würstchen und Kuchen,

sondern auch die ganze Atmosphäre

genießen kann.

Graz ist eine meiner Lieblings-Städte,

die ich,bisher

gesehen habe und ich freue

mich immer aufs Neue, wenn

ich diese Stadt wieder einmal

besuche...so klein, aber immer

noch so viel zu sehen.

-Adventsmarkt in

Graz

- Grazer Glockenturm auf

dem Schlossberg


- 3 TAGE UNTERWEGS MIT

DEM KOLLEGIUM

von Jelena Borovec

Jedes Jahr unternehmen

die Lehrer und Mitarbeiter

der Verwaltung unserer

Schule einen mehrtägigen

Ausflug in ein anderes Land.

2013 waren es gleich mehrere

Länder, denn wir reisten im

Oktober für drei Tage nach

Österreich, Deutschland,

Liechtenstein und in die

KEINE

ZEIT

FÜR

PAUSEN!

Schweiz. Nach einer 5 stündigen

Busfahrt erreichten wir

unser erstes Ausflugsziel:

Die Swarowski Kristall Fabrik

in Österreich. Nach einer

Führung durch die Produktion

fuhren wir weiter nach

Innsbruck. Innsbruck hat mir

sehr gut gefallen. Die Stadt

in Nordösterreich ist unter

wechselstrom / februar 2014 21

wechselstrom / februar 2014 21


wechselstrom / februar 2014 22

- Blick auf

den Rheinfall

Anderem wegen eines alten

Fachwerkhauses aus dem 16.

Jahrhunderts und seinem

goldenen Dach ( „Goldenes

Dachl“) bekannt. Am Abend

erreichten wir schließlich

hungrig und erschöpft unser

Hotel in Feldkirch (Österreich)

und nach dem lang

ersehnten Abendessen, erkundeten

wir noch ein wenig

die Stadt.

Ausflug zur Blumeninsel

Am nächsten Morgen

überquerten wir den Rhein

und besichtigten die Blumeninsel

Mainau in Deutschland.

Die Insel ist sehr klein,

aber unglaublich schön. Sie

beherbergt viele verschiedene

Arten von Bäumen,

Pflanzen, Blumen und Tieren

aus der ganzen Welt. Mein

persönliches Highlight war

allerdings das Schmetterlingshaus

in welchem hunderte

Schmetterlinge in allen möglichen

Farbkombinationen frei

umherflogen und wir und die

anderen Besucher wie durch

einen Dschungel hindurch

laufen und sie bestaunen

konnten.

Vom Rheinfall nach Zürich

Anschließend ging es weiter

in Richtung Schweiz. Auf

unserem Weg nach Zürich

stoppten wir für eine Stunde

bei dem atemberaubenden

Rheinfall. Wir überquerten

den Rhein mit einem Boot

und hatten so die perfekte

Sicht auf diesen Wasserfall.

In Zürich angekommen,

schlenderten wir den

restlichen Tag durch diese

wunderschöne Stadt, welche

sehr reich an Geschichte,


Kultur und sehenswerten

Denkmälern ist. Auf jeden

Fall sehr empfehlenswert!

Liechtenstein und der

Heimweg

Am dritten und letzten Tag

unserer Reise besuchten wir

das kleine aber sehr reiche

Fürstentum Liechtenstein.

Wir schauten uns Vaduz

und das Schloss, in welchem

der regierende Fürst von

Liechtenstein residiert, an

und bevor wir wieder nach

Hause fuhren, wurden wir zu

einer Weinprobe auf einem

der zahlreichen Weingüter

Liechtensteins eingeladen,

um einige der besten Weine

der Regionen zu probieren.

Unser dreitägiger Ausflug

hat sehr viel Spaß gemacht,

auch wenn es manchmal sehr

anstrengend war, da wir so

viel wunderschöne Dinge

sahen und so viel neues gelernt

haben in so kurzer Zeit.

Trotzdem kann ich unseren

nächsten Ausflug kaum

erwarten!

wechselstrom / februar 2014 23

- Vaduz in Liechtenstein

- auf der Blumeninsel

Mainau in Deutschland


WECHSELSTROM_

wieder in Varaždin eintraf

und mit einem „Aha Nils du

bist schon wieder zurück?“

begrüßt wurde, wusste ich,

dass ich zuhause war. Mittlerweile

habe ich eine Möglichkeit

gefunden dieses überraschte

Aha regelrecht zu

provozieren: Obwohl meine

Kenntnisse in der kroatischen

Sprache stetig wachsen, bin

ich doch noch oft recht unsicher

und verstehe teilweise

gar nichts. Das lasse ich mir

aber meistens nicht anmerwechselstrom

/ februar 2014 24

KOLUMNE:

ALS DEUTSCHER

IN KROATIEN

Nils Lange ist für 12

Monate als Freiwilliger mit

»kultur weit« und dem Pädagogischen

Austauschdienst

in Varaždin in Kroatien und

schreibt über seine Erfahrungen

und Erlebnisse.

#1: AHA 2.0 – ODER

WARUM SICH DIE

KROATEN IMMERNOCH

WUNDERN

Aha. Ein kleines Wort,

das aber doch so viel

ausdrückt. Ein Laut des Erstaunens.

Ein Geräusch, was

mich in seinen Bann gezogen

hat. Wie ich auf meinem

Blog schon beschrieben habe,

fällt dieses Wörtchen meiner

Meinung nach überdurchschnittlich

oft. Zwischenzeitlich

habe ich gedacht, dass

ich es mir nur eingebildet

bzw. eingeredet habe, aber

als ich nach zwei Wochen

Zwischenseminar in Serbien

-Nils Lange kommt

aus Viersen am

Niederrhein


Aha machte ich, z.B.

als auf dem Grazer

Adventsmarkt fast

ausschließlich Kroaten

waren

ken. Wenn es aber gar nicht

geht oder ich planlos rumstammel,

nutze ich meinen

Lieblingssatz kombiniert mit

einem charmanten Lächeln:

„Oprosti! Učim hrvatski ali ne

razumijem sve i još ne govorim

puno.“ (Entschuldigung.

Ich lerne Kroatisch, aber

ich verstehe nicht alles und

spreche nicht so viel.) Dieser

Zaubersatz erzeugte bisher

eigentlich immer bei meinem

Gegenüber ein Schmunzeln

und ein „Ahaa! Učiš hrvatski?

Dobro!“. Sie freuen sich, dass

man ihre Sprache lernt und

sich Mühe gibt sie anzuwenden

und ich freu mich,

dass die Leute sich freuen!

Meistens folgt im weiteren

Verlauf die Frage, warum ich

denn ausgerechnet Kroatisch

lerne und nicht Französisch

oder Russisch. Die Sprache

sei doch so unbedeutend und

viel zu schwer. Nach einer

Erklärung, warum ich hier

bin und was ich hier mache,

folgt dann oft wieder ein

Aha. Ich stelle fest, dass ich

das kroatische Aha schon so

verinnerlicht habe, dass ich

mich dabei ertappe es auch

oft zu gebrauchen, wenn ich

kroatisch spreche. Also noch

einmal die Aufforderung an

euch: Achtet mal drauf! Es ist

schwer zu beschreiben, aber

es klingt ganz anders und

wird definitv anders betont

als das gelangweilte Aha im

Deutschen. Haltet mich für

verrückt oder paranoid. Von

mir aus auch beides, aber

jeder der ein wenig kroatischen

Gesprächen folgt, wird

wohl oder übel in Kontakt

kommen mit dem mysteriösen

und faszinierenden

kroatischen Ahaaaaaaa.

AHA

AHA

AHA

AHA

AHA

AHA

wechselstrom / februar 2014 25


SPORT_

wechselstrom / februar 2014 26

KROATEN IN

DER DEUTSCHEN

FUSSBALL

BUNDESLIGA

von Mario Filipašić

Schon immer standen kroatische Fußballer für eine sehr gute

und präzise Ballbehandlung und einen imposanten Einsatz

auf dem Fußballplatz. Einige kroatische Spieler, wie beispielsweise

der Mittelfeldspieler Luka Modrić von Real Madrid,

zählen zu den Besten weltweit. Immer wieder werden Millionenbeträge

für diese Spieler ausgegeben und bei den großen Turnieren

gehört Kroatien (grundsätzlich) mit zu den Favoriten. Kroatische

Spieler sind in den besten Ligen Europas vertreten und

somit auch in der deutschen Bundesliga. Im folgenden Artikel

werde ich nun die drei erfolgreichsten und bekanntesten Spieler

vorstellen.

Mario Mandzukić

Mario Mandzukić ist der 15.

beste Spieler der Bundesliga.

Er hat nicht die meisten Tore

geschossen und verwandelt

nicht jede Chance zu einem

Tor, aber dafür hat er seiner

Mannschaft, dem FC Bayern

München immer geholfen

wenn es knapp war oder

wenn es entscheidend war. Er

braucht die Dramatik. Mandzukić

passt perfekt in Bayerns

Taktik. Seine Stärke ist es an-

WUSSTET IH

VON 207 IN

EINGESETZT

GESTANDEN

AUS KROAT

Quelle: http://ww

detail/wettbewerb


R, DASS...

deren Mitspielern zu helfen

und bereitet regelmäßig die

Angriffe von Ribery und Robben

vor. Mandzukić ist auch

der erfolgsreichste kroatische

Spieler in der Bundesliga und

hat mit Bayern fünf Titel

in einem Jahr gewonnen.

Mandzukić steht mit dem

FC Bayern München an der

Spitze der Tabelle.

Ivica Olić

Ivica Olić ist seit 2012 beim

Vfl Wolfsburg unter Vertrag.

Obwohl er mit seinen 34

Jahren schon recht alt ist,

vertraut ihm Wolfsburg immer

noch sehr und gibt dem

„Veteran“ viel Spielzeit und

neue Chancen. Olić wird in

Wolfsburg besonders wegen

seines Fleißes und seiner

Form respektiert. Er steht mit

Vfl Wolfsburg auf Platz 5 in

der Bundesliga.

DER 1.BUNDESLIGA 2013/2014

EN ODER IM KADER

EN AUSLÄNDERN 8 SPIELER

IEN KOMMEN (3,9%) ?

Milan Badelj

Obwohl die Saison für ihn

und seinen Verein schlecht

gestartet hat kommt auch

sein Hamburger SV langsam

wieder vorwärts unter ihrem

neuen Trainer. Badelj spielt

für den HSV im defensiven

Mittefeld und ist einer der

Stammspieler. Sein Mitspieler

Raffael van der Vaart hat

auch mehrmals in Interviews

gesagt, dass er froh ist mit

Badelj in einem Team spielen

zu können. Er ist vielleicht

nicht der beste Torschütze in

seinem Team, aber dafür ist

er für die meisten Vorlagen

verantwortlich, die dann

auch mit einem Tor enden.

Sein Hamburger SV ist gerade

der 14. in der Bundesliga.

Weitere Spieler

Diese drei Spieler sind nicht

die einzigen Kroaten, die in

der Bundesliga spielen. Denn

es gibt noch Ivan Perišić in

Wolfsburg der zusammen mit

Olić spielt, Dario Krešić der

für Mainz spielt, Ivo Iližević

der mit Badelj für den HSV

spielt. Sie sind vielleicht noch

nicht weltberühmt, aber sie

haben die Zeit und das Talent

dazu.

wechselstrom / februar 2014 27

w.transfermarkt.de/de/1-bundesliga/gastarbeiter-

_L1_37_2013.html


wechselstrom / februar 2014 28

BRIEFE AUS

DEUTSCHLAND

von Marin Fučko

In unserer Schule, der

Elektrostrojarska škola in

Varaždin hat Nils Lange (der

ein Freiwilliger an unserer

Schule des Programmes

kulturweit ist) im Oktober

2013 ein Projekt über Brieffreundschaften

gestartet. Die

Grundidee war ein Briefwechsel

zwischen Schülern

seiner ehemaligen Schule in

Deutschland und Schülern

aus Deutschklassen in Kroatien.

In unserer Schule waren

an diesem Projekt die Schüler

von meiner Klasse, der 1.a,

beteiligt. Nachem wir die

Briefe über uns geschrieben

haben, schickten wir sie nach

Viersen, einer Stadt in NRW


in Deutschland, an das Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium.

Ich war sehr gespannt

auf die Reaktionen der

Schüler,die die Briefe erhalten

haben, denn ich war auch

einer von den Schülern die

am Projekt beteiligt waren.

Für mich war das eine echt

tolle Erfahrung, denn bis jetzt

habe ich noch nie so einen

Brief geschrieben. Ich denke,

dass Brieffreundschaften mit

einen Menschen den man am

Anfang nicht kennt sehr hilfreich

für einen selber sind.

Es ist unterhaltsam und nicht

langweilig und altmodisch

wie manche sagen. Vielleicht

ist es etwas altmodisch, aber

es ist dadurch viel persönlicher.

Es ist eine ganz andere

Sache als wenn man sich am

Telefon oder Handy unterhält.

Außerdem ist es auch

immer wieder eine kleine

Freude, wenn man etwas

persönlich verfasstes, was

mit der Hand geschrieben

wurde, bekommt. Das ist viel

schöner, als wenn es in einem

Chat wie beispielsweise

Facebook geschieht. Schade

ist nur, dass man auf die Post

so lange warten muss.

Ich habe mich sehr gefreut,

als ich einen Antwortbrief

aus Deutschland bekommen

habe. Deshalb kann ich jedem

raten, der überlegt sich eine

Brieffreundschaft anzulegen,

das man es nicht bereuen

wird und es tuen sollte. Für

jeden ist das eine ganz andere

Erfahrung!

wechselstrom / februar 2014 29

SCHREIB DOCH MAL WIEDER EINE POST-

KARTE ODER EINEN BRIEF AN VERWANDTE

ODER FREUNDE, DIE WEIT WEG WOHNEN.

DU GLAUBST GAR NICHT WIE SEHR SIE

SICH FREUEN WERDEN UND SICHERLICH,

ERHÄLST DU AUCH EINE ANTWORT!


WECHSELSTROM_

wechselstrom / februar 2014 30

BIERKULTUR IN

KROATIEN UND IN

DEUTSCHLAND –

EIN KOMMENTAR

von Viliam Jožić

© C-foto | http://www.dreamstime.com | StockFreeImages


Es ist immer schön ein kühles

Bier an einem heißen Sommertag

zu trinken. Wie ihr alle

wisst ist Bier das alkoholhaltige

Getränk, was weltweist am meisten

getrunken wird. Außerdem

ist es Umfragen zu Folge das Lieblingsgetränk

der Jugendlichen.

Hier in Kroatien darf man legal

Bier erst ab 18 Jahren trinken –

in Deutschland hingegen schon

mit 16 Jahren.

Meiner Meinung nach hat es

keinen Sinn, dass man einen

Führerschein oder eine Waffe

besitzen darf und gleichzeitig

erst mit 18 Jahren Bier trinken

darf. Man sollte Jugendlichen

erst den verantwortungsvollen

Umgang mit Alkohol beibringen

und erst anschließend

die Möglichkeit geben einen

Führerschein bzw. Waffenschein

zu machen.

Ich denke, dass es in Deutschland

sehr gut gehandhabt ist und

deswegen die Jugendlichen verantwortungsbewusster

mit dem

trinken umgehen. Die Bierkultur

wird in Deutschland allerdings

auch besonders zelebriert: Es

gibt sogar einen Tag des Bieres in

Deutschland, welcher jedes Jahr

am 23. April stattfindet.

Das am meisten getrunkene

Bier in Deutschland ist das

Oettinger Bier und in Kroatien ist

es Ožujsko ( oder auch einfach

nur Žuja genannt). Ich habe

beide Biere im Selbstversuch

getestet und ich kann sagen, dass

beide sehr schmackhaft sind,

aber ich bevorzuge definitiv ein

anderes deutsches Bier und zwar

Beck‘s . Mein absolutes Lieblingsbier

ist allerdings das kroatische

PAN. Für mich ist es das beste

Bier der Welt!

Zum Schluss ein Tipp und eine

Motivation an alle die Deutsch

lernen:

Deutsch sprechen in Kroatien

kann euch sehr helfen, wenn ihr

Bier kaufen wollt. Eines Tages

ging ich in einen Laden von dem

ich wusste, dass sie mir kein Bier

verkaufen werden und begann

einfach Deutsch zu sprechen.

Die verwirrte Verkäuferin hat

mich überhaupt nicht verstanden

und ich konnte kaufen was

ich wollte.

Selbstverständlich sollte man

nur Bier trinken, wenn man es

selber will, aber man sollte seine

eigenen Grenzen kennen. Trinkt

nicht zu viel, denn ansonsten

kommt es zu euch zurück – in

einer schlechten Art.

wechselstrom / februar 2014 31


WECHSELSTROM_

wechselstrom / februar 2014 32

REZEPTE FÜR DIE

KALTE JAHRESZEIT

TYPISCH DEUTSCH

Rheinische Sauerkrautsuppe

500g Sauerkraut

4 dicke Zwiebeln

750g Gehacktes vom Rind

1 1/2 l Rinderbouillion

1/2l Gewürzketchup

1 Becher Sahne


Kartoffelauflauf mit Schinkenstückchen

Pellkartoffeln

150g gewürfelter, geräucherter Kaenschinken (fertig abgepackt)

1 große Zwiebel

Salz,Pfeffer

1. Pellkartoffeln kochen

2. alles abwechselnd schichten, auf jede Lage etwas Salz und Pfeffer

3. Sauce zubereiten:

2 Eier

1 Tasse flüssige Sahne

1 Creme fraiche

100g geriebener Käse

4. bei 180°C in den Backofen bis die Eier stocken und der Käse goldbraun ist

wechselstrom / februar 2014 33

Quarkkrapfen

500g Mehl

500g Quark (20%)

1 Päckchen Backpulver

1 Päckchen Vanillezucker

250g Zucker

3 Eier

Rumrosinen

Krapfen formen und anschließend

in die Fritöse ins Fett geben


wechselstrom / februar 2014 34

IN EIGENER

SACHE

Das war sie nun: Die

erste Ausgabe von

unserem neuen deutsprachigen

Schulmagazin namens

wechselstrom. Wir hoffen,

dass ihnen, liebe Leser,

unser Magazin gefallen

hat und sie jetzt schon kaum

auf die nächste Ausgabe

warten können. Unser

langfristiges Ziel ist es, dass

wir dieses Magazin hier in

Varaždin etablieren, um

Schülern und Lehrern der

deutschen Sprache eine

Plattform zu bieten und die

deutsche Sprache zu fördern.

Dazu brauchen wir eure und

ihre Hilfe! Wenn ihr Inter-

- Rathaus von

Varaždin


Schulübergreifendes Projekt?

Möglicherweise erweitern

wir dieses Magazinprojekt

auch und arbeiten gemeinsam

mit anderen Varaždiner

Schulen zusammen.

Sponsoren gesucht

wechselstrom / februar 2014 35

Selbstverständlich finanziert

sich solch ein Projekt

nicht von alleine und daher

würden wir uns jederzeit

über eine Finanzspritze freuen.

Vielleicht kann die nächste

Ausgabe dann auch farbig

und umfangreicher sein!

- Stari Grad (die alte Stadt)

in Varaždin

esse habt und durch diese

Ausgabe motiviert seid, könnt

ihr gerne bei der nächsten

Ausgabe dabei sein!

Fotos, Texte, Illustrationen

Meldet euch und melden sie

sich, wenn sie Fragen oder

Interesse haben am Besten

per E-Mail:

Egal ob ihr gerne schreibt,

Fotos macht oder zeichnet:

Wir können immer neue

kreative Talente gebrauchen.

Natürlich helfen wir euch

auch bei der Überarbeitung

und leisten generell Hilfestellung.

wechselstrom.hr@gmail.com

Bis zum nächsten Mal!

Die Redaktion


KONTAKT

Elektrostrojarska škola Varaždin

c/o wechselstrom Magazin

Hallerova aleja 5

42000 Varaždin

wechselstrom.hr@gmail.com

wechselstrom Magazin

Deutsprachiges Schülermagazin der

ESŠ Varaždin

Est. 2013 Ausgabe N°1

Februar 2014

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