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september 2011


Preissegen für ...

A SEPARATION

Von Asghar Farhadi

Der Spielfilm A SEPARATION war die Sensation der

letzten Berlinale. Einzigartig in der Festivalgeschichte,

wurde er gleich mit drei Bären ausgezeichnet: Bester

Film, Beste Schauspielerinnen, Beste Schauspieler.

Asghar Farhadi beschreibt in seinem neusten Werk

über kulturelle Grenzen hinweg die Universalität

menschlicher Konflikte, fächert die vielfältigen Beziehungen

auf, die die iranische, aber auch jede andere

Gesellschaft durchdringen: Mann-Frau, Eltern-Kind,

Mittelschicht-Proletariat, Individuum-Staat, Justiz-

Religion.

Ungeheuer dicht und packend erzählt Asghar Farhadi

die Geschichte einer Trennung in Teheran und öffnet

den Fokus immer weiter auf Geschlechterdifferenzen

und Klassenunterschiede. Zwischen allen Fronten

hindurch blickt Termeh, die zwölfjährige Tochter, auf

ihre Eltern, die eigentlich nur das Beste für sie wollen.

Mit ihr ist das Publikum aufgefordert, die eigenen

Beobachtungen ständig zu hinterfragen. Ein Meisterwerk

der Perspektiven, das zeigt: Nur die eine Wahrheit

gibt es nicht.

Iran 2011, Dauer: 123 Minuten, Mit: Sareh Bayat, Sarina Farhadi,

Leila Hatami, Kimia Hosseini, Verleih: Trigon

september 2011

coming of age

Sommer in Orange

Von Marcus H. Rosenmüller

Raus aufs Land, Richtung Selbstverwirklichung!

Amrita ist Bhagwan-Anhängerin und zieht mit ihren

zwei Kindern und ihrer Wohngemeinschaft von Berlin

in die Provinz. Mit dem beschaulichen Alltag der Dorfbewohner

ist es mit der Ankunft der Gruppe schlagartig

vorbei. Plötzlich treffen Urschrei-Therapie und

Vollkornschrot auf Schützenverein und Blasmusik.

Deutschland 2011, Dauer: 110 Minuten, Mit Petra Schmidt-Schaller,

Amber Bongard, Georg Friedrich, Kamera: Stefan Biebl

Verleih: Filmcoopi

TOMBOY

Von Céline Sciamma

Ein Junge, gefangen im Körper eines Mädchens …

Laure – beziehungsweise Mikaël – steht zwar vor den

grossen Fragen der Geschlechterrollen. Regisseurin

Céline Sciamma behandelt die Genderfrage wunderbar

unaufgeregt und mit viel Humor. Im Wesentlichen

handelt TOMBOY aber auch viel allgemeiner von den

Problemen, Freuden und Ängsten der frühen Teenagerjahre

und erzählt leichtfüssig und eingängig von

der ersten Liebe und von der Suche nach der eigenen

Identität.

Frankreich 2011, Dauer: 84 Minuten, Mit: Zoé Héran, Malonn Lévana,

Jeanne Disson, Sophie Cattani, Verleih: Xenix

irish suspence

THE GUARD – EIN IRE SIEHT

SCHWARZ

Von John Michael Mc Donagh

Ein unorthodoxer irischer Provinz-Bulle muss sich

nicht nur mit einem mysteriösen Mordfall herumschlagen,

sondern soll auch noch Unterstützung von

einem engstirnigen, ambitionierten FBI Karriere-Cop

bekommen … Herrlich provokativ und mit tiefschwarzem

Humor zeigen sich die beiden grossartigen Darsteller

als explosives Duo.

Die Koproduktion aus Irland/Grossbritannien mit

Brendan Gleeson, Don Cheadle und Mark Strong in

den Hauptrollen lief mit grossem Erfolg auf der diesjährigen

Berlinale in der Panorama-Sektion. John

Michael McDonagh inszenierte den Crossover-Film

als spannende und launige Thriller-Komödie.

«Ein Mann wie Whiskey! THE GUARD ist eine der

angenehmsten Überraschungen auf der Berlinale!…»

Irland 2011, Dauer: 96 Minuten, Mit: Brendan Gleeson, Don Cheadle,

Liam Cunningham, David Wilmot, Verleih: Elite

Literaturverfilmung

JANE EYRE

Von Cary Fukunaga

Nach einer entbehrungsreichen Jugend im Waisenhaus

tritt die 18-jährige Jane Eyre eine Stelle als

Gouvernante auf dem entlegenen Landsitz Thornfield

Hall an. Mr. Rochester, Herr des Hauses, ist ein knorriger

und verschlossener Mann. Dennoch entbrennt

Jane langsam aber sicher in stürmischer Liebe zu

ihm. Er aber scheint zu ihrem grossen Unglück eine

andere zu bevorzugen. Ausserdem gehen auf dem

einsamen Anwesen in der wilden Moorlandschaft

unheimliche und beängstigende Dinge vor sich, die

dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit erahnen

lassen …

Regie-Shootingstar Cary Fukunaga, dessen Erstling

«Sin Nombre» für Furore sorgte, bringt Charlotte

Brontës berühmten Liebesroman ausgesprochen

unviktorianisch, frisch und aufregend auf die Leinwand.

Neben etablierten Grössen wie Oscar-Preisträgerin

Judi Dench und Golden Globe-Gewinnerin Sally

Hawkins unterstützen ihn dabei zwei Newcomer: Mia

Wasikowska und Michael Fassbender.

«Eine packende Romanze, die nicht nur Brontë-Liebhaber,

sondern auch «Twillight»-Fans in Bann ziehen

wird» (movie news)

Grossbritannien 2011, Dauer: 120 Minuten, Mit: Mia Wasikowska,

Michael Fassbender, Jamie Bell, Imogen Poots, Sally Hawkins

Verleih: Elite

Unser Tipp des Monats!

Le Havre

Von Aki Kaurismäki

Der frühere Autor Marcel Marx hat den Traum vom

literarischen Durchbruch längst aufgegeben. In Le

Havre führt er als Schuhputzer ein zufriedenes Leben

zwischen Arbeit, Bar und seiner Frau Arletty. Doch

da kreuzt das Schicksal in Gestalt eines minderjährigen

Flüchtlings aus Afrika seinen Weg. Obwohl seine

geliebte Frau ernsthaft erkrankt, erkennt Marcel, dass

es Zeit ist, sich erneut gegen die menschliche Gleichgültigkeit

zu erheben. Seine Waffen: ein unerschütterlicher

Optimismus und die ungebrochene Solidarität

der Mitbewohner seines Quartiers. Mit ihrer Hilfe tritt

er gegen den blindwütigen Machtapparat des Staates

an, der die Schlinge um den Flüchtlingsjungen immer

enger zieht.

Aki Kaurismäkis Figuren raffen sich auf, wenn es

das Leben nicht gut mit ihnen meint, und stellen sich

ihrem Schicksal – meist wortkarg – entgegen: «… Aki

Kaurismäkis statuarischer Minimalismus treibt in Le

Havre (...) neue Blüten, wobei der melancholische

Grundton früherer Filme von einer lichteren Atmosphäre

durchwoben ist, die Platz für Träume und ein

wunderbares Happy End lässt.» (Josef Lederle, epdfilm)

Finnland, Frankreich, Deutschland 2011, Dauer: 93 Minuten

Mit: André Wilms, Kati Outinen, Jean-Pierre Darroussin

Verleih: Filmcoopi

Für die ganze Familie

DAS GEHEIMNIS DES WALDES

Von Heikko Böhm

Ein Drittel der Schweiz ist von Wald bedeckt. Doch

was verbirgt er? Wie viel Platz räumen wir dem

Wald in unserem modernen Leben noch ein? Der

Wald fasziniert und beängstigt, er nützt, erfreut und

macht zuweilen Sorgen. Einst gezähmt und geplündert,

bedeckt er wieder ein Drittel der Schweiz. «Das

Geheimnis unseres Waldes» ist die Neuentdeckung

eines geschätzten, fremden und manchmal wilden

Freundes, erzählt in faszinierenden Bildern mit

Geschichten aus dem Wald von beeindruckenden

Menschen im Wald. Erzählt von Bruno Ganz.

Dokumentarfilm, Schweiz 2011, Dauer: 90 Minuten

CHAT DU RABBIN

Von Joann Sfar

Algerien 1920. Die Katze des Rabbiners ist – mit Verlaub

gesagt – ein ziemliches Mistvieh, jedoch ein

überaus sympathisches und diskussionsfreudiges.

Denn nachdem sie den schwatzhaften Papagei der

Familie – bestehend aus dem Rabbi und seiner Tochter

Zlabya – einfach aufgefressen hat, kann die Katze

plötzlich sprechen.

«Reich an Inhalt, Witz und Farben – eine wunderschöne

Überraschung (...).» Daily Movies

Animationsfilm, Frankreich 2010, Dauer: 89 Minuten, Mit den

Stimmen von François Morel, Hafsia Herzi, Verleih: Pathéfilms

Deutschland – ein Blick zurück

WER WENN NICHT WIR

Von Andres Veiel

Der Film erzählt von der Vorgeschichte der RAF, vor

allem aber von einer leidenschaftlichen Liebe, die zu

gross ist für diese Welt. Deutschland in den frühen

Sechzigern: Bernward Vesper, Sohn des NS-Schriftstellers

Will Vespers, lernt während des Studiums in

Tübingen die Pfarrerstochter Gudrun Ensslin kennen:

der Beginn einer schmerzhaften und leidenschaftlichen

Liebesgeschichte. Gemeinsam brechen sie auf,

um die Welt zu erobern, gründen einen gemeinsamen

Verlag und gehen nach Berlin. Keine zehn Jahre

später verliert sich Bernward auf Drogentrips im

Wahnsinn, Gudrun verlässt für den radikalen Andreas

Baader Mann und Kind und katapultiert sich in den

bewaffneten Untergrund. Ein Trip in eine Zeit, in der

alles möglich scheint.

«Besser kann man von der Wucht des gesellschaftlichen

Umbruchs und den Mikroprozessen der

Radikaliserung kaum erzählen. Ein fulminanter, verstörender

und erhellender Spielfilm.» (Süddeutsche

Zeitung)

Deutschland 2011, Dauer: 124 Minuten, Mit: August Diehl, Susanne

Lothar, Alexander Fehling, Sebastian Blomberg, Verleih: Columbus

in eigener Sache

Mittagspause? Ab 1.September wieder werktags 12.15 ins mittags.kino.

KLANGWERKER FRITZ HAUSER von Erich Busslinger

Eindringlich und nah zeigt der Film den Schweizer Musiker Fritz Hauser als unverkennbar eigenständige,

kreative Kraft der zeitgenössischen Schlagzeugmusik.

VOL SPECIAL von Fernand Melgar (La Forteresse)

In der Schweiz leben mehr als 200 000 Menschen in ständiger Angst: Ohne ein Verbrechen begangen

zu haben, riskieren sie, gefesselt, mit Handschellen versehen und geknebelt per Sonderflug

abgeschoben zu werden.

How much does your Building weight, Mr Forster? Von Norberto Lopez Amado, Carlos Carcas

Vom Swiss Re Tower in London bis zur Reichstagskuppel von Berlin: Norman Fosters Gebäude

bestechen nicht nur durch ihre architektonische Kühnheit, sondern auch durch ihre perfekte Funktionalität.

Das fesselnde Biopic und Werkporträt eines der der wichtigsten und innovativsten Architekten

des 20. und 21. Jahrhunderts.

Wer mag uns und das, was wir tun?

Weiterhin gilt: Wer anders ist, muss stark sein. Und stark ist, wer viele Freunde hat. Deshalb gibt

es sie: die kult.amici! Wir freuen uns herzlich, wenn Sie Mitglied werden.

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