berlin - KUNST Magazin

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Am Anfang...

…ist es schwierig, das Wesen der Kunst in Worte zu fassen.

Wir haben in diesem Sommer viele Bücher studiert,

die der Frage nachgehen, was Kunst ist und woran man

sie erkennt, haben über hundsgemeine Beschreibungen

des Kunstbetriebs gelacht und mit der Unschuld der Unvoreingenommenheit

bezahlt. Erquickend war dann ein

Zitat von Olafur Eliasson in der Süddeutschen: „Damit

die Kunst heute ihren Platz in der Welt findet, muss sie

die Ideen von Exklusivität und Egoismus hinter sich lassen

– sie muss inklusiv, also einschließend sein, Kausalitäten

erkennen.“

Die Zeiten, in denen Kunstführungen eine kommunikative

Einbahnstraße waren, sind vorbei. Sie werden für

jedes Lebensalter, fast jegliche Verfassung, vielerlei Interessenslagen

und in verschiedenen Sprachen angeboten.

Dabei wird sich nur noch selten hinter der Fremdsprache

Kunst verschanzt. Es gibt keine dummen Fragen, die

Kunst will diskutiert werden. Die Rolle des Kunstrezipienten

kann anstrengend sein. Es wird mit unserer Wahrnehmung

gespielt, wir sollen stundenlang betrachten,

wirken lassen, sinnieren und neue Zusammenhänge entdecken

– ein Hochleistungssport. KünstlerInnen, denen

an unserer Aufmerksamkeit liegt, haben bereits Kunstbetrachtungshilfen

konstruiert. Was die Betrachter dann in

den Werken entdecken, ist oft erstaunlich für die Kunstschaffenden.

Christian Awe erklärt in seinem Interview,

was Kunst für ihn bedeutet. Aber was bedeutet Kunst für

Sie? Die Ausstellungen, die wir Ihnen mit dieser Ausgabe

vorstellen, laden Sie ein, viele Antworten zu finden.

Come in – and find out . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Kunstbetrachtung als Höchstleistung . . . . . . . . . . . . 9

Sprechen Sie Kunst? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

The Form of Formlessness . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

Nachruf Rainer Mang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Buchvorstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Kunstpreise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Vernissagenkalender . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Galerienverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Stadtplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Berlin Tipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Ausstellungshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Am Ende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50

Ihr KUNST Magazin Berlin Team

Impressum

Herausgeberin (V.i.S.d.P.) Jennifer Becker, Wrangelstr. 21, 10997 Berlin | becker@kunstmagazinberlin.de | 030 - 61 20 23 24

Assistenz der Verlagsleitung Tristan Walkhoefer

Redaktion & Texte

Sylvia Bartz, Katerina Valdivia Bruch, Sabine Großwendt, Charlotte Gutmann, Katharina Helwig,

Lily Khositashvili, Franziska Koch, Constanze Lange, Franka Nagel, Agathe Power, Susana Sáez,

Bernd Seveke

Fotos

Paula Gehrmann (Seite 2), Finn Marten

Grafik & Online

thomasschneider.design | www.thoschne.de & Sylvia Pujol

Druck

Druckerei Herrmann Schlesener KG | www.schlesener.de

Vertrieb

PIN AG | www.pin-ag.de, Dinamix Werbemedien GmbH | www.dinamix.de

Erscheinungsweise 10 mal im Jahr, Doppelausgaben: Jul/Aug und Dez/Jan; ISSN 1862 - 7382

Ausstellungshinweise Alle Ausstellungshinweise im KUNST Magazin Berlin sind für Galerien, Museen und

Ausstellungshäuser kostenpflichtig.

Online Ausgabe/Kalender Eine tagesaktuelle Übersicht zu den Veranstaltungen im Berliner KUNST Kontext finden sie im

Kalender auf www.kunstmagazinberlin.de

Titel: Kim Simonsson: Girl Babtized with Gold, 2007, Ceramics, 110 x 45 x 45 cm

Courtesy: HERRMANN & WAGNER, Kim Simonsson. Beachten Sie auch den Ausstellungshinweis auf Seite 31.

3


GoArt! beim Hausbesuch bei Sabine Beyerle. Foto: GoArt!

Come in – and find out

Mit kundiger Begleitung durch die Berliner Kunst

Text: Katharina Helwig

Dass Galeristen beißen, dass Künstler introvertiert jedes

Gespräch scheuen, dass im Museum verstaubte Kunsthistoriker

ebenso verstaubte Gemälde mit Massen von

Jahreszahlen und wortreich, aber oft unverständlich zu

erklären versuchen: Vorurteile, Befürchtungen, vielleicht

leidvolle Erfahrungen, die dem einen oder anderen den

Museen- und Galerienbesuch, den Kunstgenuss gründlich

vergällt haben. Kunstvermittlung ist eine Kunst.

Zwischen zuviel und zuwenig Worten liegt die Erkenntnis,

die Freude, der Genuss an der Kunst.

Doch es geht auch anders. Teilnehmerorientiert im persönlichen

Rahmen, zu moderaten Preisen und in kleinen

Gruppen: Kunstvermittlungsangebote setzen heute auf

Qualität statt Quantität, erteilen trockenen Vorträgen

vor Großgruppen, die zähflüssig durch die Galerien und

Museen geschleust werden, eine Absage. Führungen sind

out; begleitete Spaziergänge, moderierte Touren mit der

Möglichkeit zur Diskussion erfreuen sich wachsender

Beliebtheit.

Das zeigen in Berlin dutzende von Angeboten und Unternehmen,

kommerzielle und nicht-kommerzielle, die sich

der Kunstvermittlung widmen. Der Markt der Kunstvermittlung

ist neu erschlossen worden und Berlin ist groß

genug für alle Anbieter, die mit durchaus unterschiedlichen

Methoden, Schwerpunkten und Experimentierfreude

Berliner und Touristen, Sammler und Künstler,

Erwachsene und Kinder durch die Kunststandorte begleiten.

Neugier ist erwünscht, Fragen willkommen. Und

in Berlin gibt es viel zu entdecken.

Wo entsteht die Kunst eigentlich? GoArt! weiß Antwort

und organisiert u.a. mit Berlin Arts ‚Hausbesuche’, führt in

die Ateliers von Künstlern, die in Berlin arbeiten. Das unmittelbarste

Kunsterlebnis: Der Geruch von noch feuchter

Farbe und die Gelegenheit, den Künstler über seine

Arbeit, seine Technik, seine Intentionen zu befragen.

Wo steht und hängt die junge Kunst in Berlin? Galerienführer

bzw. Begleiter schlagen sich wacker durch

den Kunstdschungel. Durch die Auguststraße in Mitte,

neuralgischer Punkt in der Galerienszene, führen Ruth

Pläcking und ihre Berlin Art Scouts mit einer aufschlussreichen

Art Safari. Immer auf dem neuesten Stand und

in kleinen Gruppen von 3–5 Personen geht es durch die

angesagten Galerien und danach eventuell auf einen Kaffee

zum Resümee.

Artinsightgallery, initiiert vom Landesverband Berliner

Galerien, schlägt als Auftakt zum Art Forum Galerientouren

vor, die von kundigen Kunsthistorikern geleitet

werden. Vormittags werden wahlweise jeweils 6–7 Galerien

in Mitte, Kreuzberg oder Charlottenburg mit einem

Shuttle-Service angesteuert, danach werden die Teilneh-

4


Gunilla Göttlicher (r.) und ihre Reclaimer beim Workshop im Kunstraum Kreuzberg. Foto: Finn Marten

mer zur Messe gefahren, die mit rund 120 Galerien aus

aller Welt aufwartet.

Im Labyrinth der Kojen behalten Tanja Schomaker und

Anne Krause souverän den Überblick, ihr Unternehmen

Arthur Berlin ist exklusiver Partner des Art Forum Berlin

2007. Sie werden den Besuchern Wissenswertes über

Kunst, Künstler und Galeristen verraten und sie durch die

Gänge führen. Arthur Berlin bietet neben den Art Forum-

Touren individuell konzipierte Stadtspaziergänge und Begleitung

durch Ausstellungen in der Berlinischen Galerie,

den KunstWerken oder der Akademie der Künste an.

Im Gegensatz zu Großkunstveranstaltungen, die externe

Führungsangebote nur beschränkt zulassen (siehe Kassel),

sind die Berliner Museen aufgeschlossen. Gegen

eine geringe Lizenzgebühr öffnen sie ihre Pforten für

unterschiedliche Anbieter.

Die Kunstvermittlung in den Museen hat sich in den

letzten Jahren gewandelt, für (fast) jeden ist etwas dabei.

Den Anhängern der klassischen Führungen bietet der

Besucherdienst regelmäßige Termine zu aktuellen Ausstellungen

oder zu besonderen Themen.

Manche sind durch diese Angebote nur sehr schwer

zu locken. Führungen: Das ist Old School. Reclaim the

Arts!: Das versteht heute auf Anhieb jeder Jugendliche,

dem auf dem schwierigen Weg durch das Teeniealter der

museumsTip, Informationsbroschüre der Kulturprojekte

Berlin zu ihrem Vermittlungsangebot, in die Hände fällt.

Kulturprojekte Berlin, landeseigene GmbH, bieten neben

dem FührungsNetz für Erwachsene, vorbildlich aufbereitete

und aufgebaute Führungen von ausgebildeten

MuseumsModeratoren in Häusern wie dem Martin-Gropius-Bau,

ein Programm für Jugendliche. In Workshops

führen Jugendliche in Museen und Ausstellungen ihre

Altersgenossen an die Kunst heran. ‚Reclaim the Arts!

– Jugendliche zeigen’s Jugendlichen’ unter der Leitung

von Gunilla Göttlicher geht mit der Kombination von

Informationsvermittlung und kreativen Erfahrungsmöglichkeiten

wie selbstkonzipierten Performances auf die

Bedürfnisse der jungen Teilnehmer ein. Verstärkung

ist immer willkommen, Schüler können sich direkt an

Gunilla Göttlicher wenden (s. Infoblock). Jüngst trafen

die Reclaimer während der Backjumps-Ausstellung im

Kunstraum Kreuzberg in einer gemeinsamen Veranstaltung

auf Senioren, die das senior street art-Programm

der Künstlerin und Kunstvermittlerin Stefanie Hanna

besuchten. Ihre Projektreihe richtet sich an Kunstinteressierte

ab 55 Jahren und findet zu unterschiedlichen

Veranstaltungen in Berlin statt.

Dialog statt Monolog: Die Junioren der Freunde der

5


Neuen Nationalgalerie entwickelten für die MoMA-

Ausstellung (2004) ein neues Konzept. Die allzeit bereiten,

doch unaufdringlichen MoManizer, ‚Zapfsäulen’ des

Hintergrundwissens, konnten flexibler und persönlicher

auf die Fragen der Besucher eingehen. Nach diesem pragmatischen

wie erfolgreichen Modell sind Live!Speaker

zum Inventar der großen Ausstellungen in der Neuen

Nationalgalerie geworden und können aktuell bis zum 7.

Oktober in der Ausstellung ‚Met in Berlin’ auf Herz und

Wissen geprüft werden.

Nebenan in der Gemäldegalerie kommen an jedem Donnerstagabend

die Studenten und erklären die Kunst. Bei

freiem Eintritt sind auch die 20minütigen thematischen

Kurzführungen kostenfrei. Mit den Jungen Nächten, organisiert

von den Besucher-Diensten der Staatlichen Museen,

haben die Besucher von 18–22 Uhr die Gelegenheit,

die Studenten über die Alten Meister zu befragen.

Seltener sind die Termine für hörgeschädigte oder gehörlose

Besucher, die in Deutscher Gebärdensprache abgehalten

werden. Am 15. September besteht die nächste

Möglichkeit, sich in der Gemäldegalerie über Rembrandt,

Raffael, Tizian und Co. zu informieren.

Begreifen im Wortsinn lässt sich Kunst im Museum für

Asiatische Kunst in Dahlem und im Georg-Kolbe-Museum:

Anja Winter, selbst sehbehindert, bietet dort regelmäßig

Führungen für Blinde und Sehbehinderte an.

In Gruppen bis zu 6 Personen lässt sie die Teilnehmer

die Kunstwerke betasten: Ein kleines Sonderrecht. Doch

Barrierefreiheit bleibt, solange auf den Rollstuhl angewiesene

Kunstinteressierte noch hier und dort mit dem

Lastenaufzug umständlich in die Museumsräume befördert

werden müssen, ein frommer Wunsch. Da empfiehlt

sich eher eine Tour durch die Galerien, doch Vorsicht:

Nicht wenige Ausstellungsräume liegen im ersten Stock.

Es gibt also noch viel zu tun.

Barrierefreiheit, die Überwindung der Schwellenangst, ist

auch allen anderen Kunstinteressierten zu wünschen. Die

Anbieter von Führungen in Berlin arbeiten mit Leidenschaft

daran und schaffen durch ihren ‚Heimvorteil’ eine

angenehme Atmosphäre, in der Scheu und Berührungsängste

seitens der Besucher, aber auch der Kunstprofis in

Galerien und Museen einer fruchtbaren Gesprächsebene

weichen. Der Anfang aller Kunstvermittlung...

GoArt! Bers & Gualdi PartG, Apostel-Paulus-Str. 28,

10823 Berlin, Tel: 030-78006012 oder 030-2516707,

www.goart-berlin.de, Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch,

Spanisch, ab 69,- € (3 1 /2-stündige thematische

Halbtagestour, bis 6 Personen)

Berlin Art Scouts, Sophienstr. 25, 10178 Berlin,

Tel: 030-240869302, www.berlinartscouts.de,

Sprachen: Deutsch, Englisch, Preise auf Anfrage

ARTINSIGHTgallery, c/o Landesverband Berliner

Galerien, Markgrafenstr. 15, 10969 Berlin,

Tel: 030-31019714, www.berlin-artinsight.com,

Tickets: x:hibit, Tel: 030-26396650,

Sprachen: Deutsch, Englisch, ab 80,- €

(Galerientour + VIP-Ticket Art Forum, Einzelticket/Tag)


Arthur Berlin, Tel: 030-43739121, www.arthur-berlin.de,

Art Forum Berlin Tours: Einstündige öffentliche Führungen

(keine Anmeldung erforderlich) 13, 15, 17h, 6,- €,

erm. 4,- € (Deutsch), Exklusive Art Forum Berlin Tours

(Anmeldung erforderlich) 80,- € pro Stunde, erm. 60,- €

für Gruppen bis max. 10 Personen (Deutsch, Englisch)

Kulturprojekte Berlin, Klosterstr. 68–70, 10179 Berlin

Tel: 030-24749700,

Programm: www.kulturprojekte-berlin.de,

FührungsNetz: z.B. bis 10.9. Cindy Sherman im Martin-

Gropius-Bau, öffentliche Führungen So 16h, (ab 5 Pers.),

Kosten: 3,- €, Führungen für Gruppen und Schulklassen

nach Vereinbarung, Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch,

Spanisch, 50,- €, Schulklassen 40,- €,

Anmeldung Tel: 030-24749888

Reclaim the Arts! Kontakt: 030-24749849

Live!Speaker, bis 7.10., Met in Berlin,

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50, 10785 Berlin,

www.metinberlin.org, Infoline: 0180-54100, während der

Öffnungszeiten

Studenten erklären Kunst, Rotunde der Gemäldegalerie,

Kulturforum Potsdamer Platz, Eingang Matthäikirchplatz

4/5, 10785 Berlin, www.smb.spk-berlin.de,

jeden Donnerstag 18–22h, 19h 20minütige Kurzführung

(kostenlos), freier Eintritt

Die Berliner Gemäldegalerie – Kunst für hörgeschädigte

und gehörlose Besucher in Deutscher

Gebärdensprache, Gemäldegalerie, Kulturforum Potsdamer

Platz, Eingang Matthäikirchplatz 4/5, 10785 Berlin,

www.smb.spk-berlin.de, nächster Termin: 15.9., 10h,

Zusatztermine möglich, Anmeldung erforderlich

Fax: 030-2663262, Email: i.bellin@smb.spk-berlin.de,

Treffpunkt: Infostand, Kosten: 3,- €

Vor dem inneren Auge: Kunstvermittlung für

Sehbehinderte und Blinde, Gemäldegalerie, nächste

Termine: 15.9., 29.9., 15–17h, Zusatztermine möglich,

Anmeldung unter: Tel: 030-2662951,

Treffpunkt: Infostand, Kosten: 6,- €

Anja Winter – Skulpturen mit den Händen sehen,

Anmeldung unter Tel: 030-76769909, Termine: Georg-

Kolbe-Museum, 19.9. und 22.9., 15h (Kolbe-Plastiken),

voraussichtlich 29.9., 11h (Gormley-Ausstellung),

4 Personen, www.georg-kolbe-museum.de, Sensburger

Allee 25, 14055 Berlin, Kosten: 6,- €

BODIES

IN SPACE

BERNHARD HEILIGER PREIS FÜR SKULPTUR

16.09.–28.10.2007

GEORG-KOLBE-MUSEUM BERLIN

Sensburger Allee 25 · 14055 Berlin · Diestag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr


ART FORUM

BERLIN

ABOUT BEAUTY

29. SEP–3. OKT 2007

VERNISSAGE 28. SEP 2007

Sonderausstellung House Trip kuratiert von Ami Barak

Messegelände Berlin, Eingang: Masurenallee, Halle 19

Messe Berlin GmbH, ART FORUM BERLIN, Messedamm 22, D-14055 Berlin

T +49 30 3038-4703 oder -1833, F +49 30 3038 2060 oder -1830

art@messe-berlin.de | www.art-forum-berlin.de


Kunstbetrachtung als heroische Leistung

Text: Wolfgang Ullrich

Der Bildhauer Wolfgang Stehle hat vor einigen Jahren

eine Serie von Geräten entwickelt, die er Bildbetrachtungshilfen

nennt (Abb.). Es handelt sich um Gebilde,

wie man sie sonst so ähnlich im Schulsport sieht: Stangen,

höhenflexibel einstellbar, zum Training verschiedener

Muskeln und Bewegungsabläufe geeignet. Die Geräte

lassen sich in Museen vor den Exponaten aufstellen

– und können den Besuchern dabei helfen, bestimmte

Haltungen gegenüber der Kunst einzunehmen.

Aber natürlich wird

Kunstrezeption auch

künftig nicht zu einer

Variante von Geräteturnen

werden. Stehle

weist mit seinen Geräten

jedoch höchst

anschaulich darauf

hin, welch strenger

Disziplin der Umgang

mit Kunstwerken üblicherweise

unterworfen

ist. Tatsächlich besteht

vor der hohen Kunst

ein gewisser Leistungsdruck.

So will

jeder ein spezifisches

Gespür für sie beweisen,

will interessante

Beobachtungen zu

den Werken machen,

originelle Deutungen

finden, besonders stark

ergriffen werden. Wer

hat nicht schon erlebt,

wie kunstbeflissene

Museums- und Ausstellungsbesucher

sich gegenseitig mit ihren Erfahrungen

auszustechen versuchen?

Doch neben dem sportiven Wettkampf-Aspekt machen

Stehles Bildbetrachtungshilfen vor allem den beengenden

Charakter, ja die eingefahrenen Betrachtungskonventionen

sichtbar, denen das Kunstpublikum – schon

seit rund zwei Jahrhunderten – ausgesetzt ist: In Museen

wird nur geflüstert, man darf dort nicht essen, das Berühren

der Exponate ist verboten – und dies nicht nur,

weil es ihnen schaden würde, sondern weil es seit dem

Klassizismus ein Dogma ist, daß Kunst allein mit dem

vermeintlich höheren Sinn des Auges angemessen wahrgenommen

werden kann. So stehen Stehles Geräte auch

in gebührendem Abstand zu den Werken: Sie trainieren

die gebotene Distanz. Vielleicht sollte man sie ohnehin

eher als orthopädische Apparaturen auffassen, die den

Rezipienten vor Haltungsschäden bewahren können,

welche den Kunstgenuß dramatisch reduzieren würden.

Indem Stehle den gegenüber der Kunst herrschenden

Verhaltenskodex so auf die Spitze treibt, stellt er ihn

auch infrage. Deutlich wird durch seine Geräte der Widerspruch,

der darin

besteht, daß Kunst

in der Moderne am

liebsten mit Werten

wie Freiheit, Selbstbestimmung,

Offenheit,

Deutungsvielfalt in

Verbindung gebracht

wird, der Umgang mit

ihr zugleich jedoch so

reglementiert abläuft.

Man könnte daher

sogar die Vermutung

hegen, daß sich die

Kunst nur deshalb so

frei entwickeln, ja von

vielen Werkkonventionen

lösen, also etwa

Readymades einführen

oder mit Strategien

des Dilettantismus

arbeiten konnte, weil

gleichzeitig das Verhalten

der Rezipienten

fixiert – und eingeengt

Wolfgang Stehle: Bildbetrachtungshilfe, 2001. Courtesy: Wolfgang Stehle – wurde. Die Betrachter

haben also einseitig

den Tribut für die Befreiung der Kunst und Erweiterung

des Kunstbegriffs zu leisten. Das heißt aber auch: Ohne

ihre Geduld und Disziplin wäre die Dynamik moderner

Kunst gar nicht möglich gewesen. Sie sind somit die wahren

Heroen der Kunst. Und daher sind Wolfgang Stehles

Betrachtungshilfen auch ein Denkmal für den geduldigen

Rezipienten, eine formgewordene Laudatio auf den

unbekannten Kunstbetrachter.

Wolfgang Ullrich, geb. 1967 in München, ist Professor für

Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule

für Gestaltung in Karlsruhe. Er ist Autor zahlreicher

kunst- und kulturwissenschaftlicher Veröffentlichungen.

Siehe Buchvorstellung Seite 19.

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Sprechen Sie Kunst?

Text: Susana Sáez

Als Ende der Neunziger ein von der Kunstzeitschrift

Texte zur Kunst organisiertes Symposium deutsche und

internationale Kunstkritiker in Berlin zusammenbrachte,

wandte sich die amerikanische Kunsthistorikerin Rosalind

Krauss nach den ersten Vorträgen entsetzt an eine

Teilnehmerin und fragte: Wieso lasst ihr euch das überhaupt

gefallen?

Krauss, berühmt für ihre brillanten fototheoretischen

Essays, bezog sich auf die unverständliche Sprache, der

sich die Vortragenden immer wieder bedienten. Über das

Symposium hinaus könnte man der Berechtigung dieses

Vorwurfes nachgehen. Nur ein Beispiel sei an dieser Stelle

angeführt: „Dieses könnte vielleicht Schönheit genannt

werden, die Schönheit angenommener, aber gleichwohl

parierter Unmöglichkeit, am Leitfaden eines Unmöglichkeitsbegehrens

gesponnen, das vielleicht eines Tages die

Fäden dessen aufnehmen könnte, was einmal politisches

Engagement hieß.“ Das Zitat entstammt dem 1998 von

der Hamburger Kunsthalle und der Staatsgalerie Stuttgart

herausgegebenen Katalog über die Künstlerin Rosemarie

Trockel. 1 Sicherlich kann dem Autor des Satzes eine

Annäherung an die dekonstruktivistische Sprache der

französischen Denker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

nicht abgesprochen werden. Dennoch ist es interessant,

zu überprüfen, welche Wege die Kunstvermittlung

(hier allgemein als Sprechen über Kunst gemeint)

heute einschlägt und welche Sprache sie dafür bereithält.

Zwei Berliner Tendenzen fallen dabei ins Auge.

2003 entwickelte der „Stoberkreis“, die Junioren der

Freunde der Neuen Nationalgalerie, angesichts der zu

erwartenden Besucherströme zur MoMA in Berlin, das

Projekt der „MoManizer“. „MoManizer“ waren junge

Frauen und Männer, vor allem Studenten der Kunstgeschichte,

die man spontan zu Künstlern, Exponaten oder

allgemein zur Ausstellung befragen konnte, und die meist

sehr professionell auf die Fragen eingingen. Mittlerweile

finden die aus den „MoManizern“ herausgegangenen

„Live!Speaker“ in jeder von den Freunden der Neuen

Nationalgalerie lancierten Ausstellung Einsatz. Im Gegensatz

zur klassischen Form der Kunstvermittlung, der

Führung, bestechen sie durch ihre Direktheit und ihren

nicht pädagogischen Ansatz.

Eine weitere zu beobachtende Entwicklung sind die

Lunch Lectures. So bietet jeden Mittwoch um 13:00

das Guggenheim in Berlin eine Führung durch die Ausstellung,

auf die sich ein dem jeweiligen Ausstellungsthema

angepasstes Mittagessen im Museumsrestaurant

anschließt. Übernommen wurde die Idee von der Tate

Gallery und der National Gallery in London. Die direkte

Einbindung des Besuchers verhindert automatisch, dass

das Gespräch in unverständliche Gefilde ausbricht.

Fast inflationär wird heute über die kommerziellen

Schauplätze Kunstmesse, Auktionshaus und Galerie

berichtet. Dabei übersieht man, dass die wesentlichen

Aktionen meist unerwähnt bleiben. Dass Werke oft

von Händler zu Händler geschoben werden, um einen

imaginären Marktwert aufrecht zu erhalten, gehört zu

den großen Tabuthemen; ebenso wie die Drahtzieher,

die bei diesen delikaten Geschäften beteiligt sind. Trotz

des regen Informationsflusses bleibt der Kunstmarkt ein

höchst untransparentes Revier. Und dennoch: Die meisten

Käufer sind heute sehr gut informiert und pflegen

einen engen Kontakt zu ihren Stammgaleristen. Darüber

hinaus ist ein Boom von Handbüchern zu verzeichnen,

die Einsteiger und Fortgeschrittene durch die Wildbahn

des Kunstmarktes führen und mit ihrer einfachen Sprache

über die Komplexität der Branche hinwegtäuschen.

LIVE!Speaker in der neuen Nationalgalerie in Aktion während der Ausstellung:

„Die schönsten Frazosen kommen aus New York“. © David von Becker.

Es scheint, es wird fleißiger und verständlicher über

Kunst gesprochen denn je zuvor. Die Herausgeberin der

eingangs erwähnten Texte zur Kunst Isabelle Graw warnt

indes vor einer Verflachung zum Inhaltismus („die Arbeit

handelt von...“; „der Künstler thematisiert...“). Vielleicht

sollte man beim nächsten Kunst-Smalltalk im Hinterkopf

behalten, dass die Sprache der Kunst nie vollständig

auf die Spur kommen kann. Dies ist die Stelle, an der die

Kunst beginnt.

1

Zitiert nach: Noemi Smolik, Sprache als Tarnung. Zum

Stand der heutigen Kunstkritik, in: Vom Kunststück, über

Kunst zu schreiben, Walter Vitt für den Internationalen

Kunstkritikerverband (AICA), Nördlingen 2001

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The Form of Formlessness

Text: Lily Khositashvili

Back in 1958 Samuel Beckett said: “If I had the use of my

body I would throw it out of the window”. It is this precarious

feeling of inevitability of death and suspension in

mid air that gives the acute feeling of freedom of life that

is so fascinating for artists.

Painter Christian Awe literally throws the bodies he represents

into the blue abyss of timelessness that is only

conventionally called “water” in the titles of his works.

The subtly outlined figures seem suspended in the air or

submerged into the depths of water which finally plays

no role since the bodies are almost dissolved in flamboyant

colour patterns. These canvasses are oscillating between

abstraction and representation. The fade ins and

fade outs blend forming peculiar figures and patterns

on the verge of formlessness. The viewer is consequently

drowned into the whirlpool of emotion imbued with

energy. This fresh, cutting edge approach to abstract figuration

has earned the relatively young painter quite a

name in the contemporary art scene earning his works

a potentially blue chip status. With his works included

into major exhibitions in Berlin, New York, Hamburg

and Munich and an extensive show scheduled for end

of September 2007 in one of Berlin’s leading art galleries,

Christian Awe emerges quite conspicuously on the

recent cultural terrain. Being far from viewing art as a

mere spectacle and aware of the current cultural and political

climate he is determined to communicate a strong

message to the viewer through his works. Shortly ahead

of the upcoming exhibition the artist shared his views on

art, sports and his life in Berlin.

According to Ludwig Wittgenstein “The world of the

happy is quite different from that of the unhappy”.

There is so much energy and optimism in your work.

Maybe it is a bit naive to be so optimistic against the

grave reality of the world. Do you believe you can

make people happy with your work or is there an uneasy

side to your optimism?

I try to be a happy person, and so I make my colours

as shiny as possible. They are never black or dull. My

principle is attracting the viewer with a nice image, but

sometimes putting in the hard content, like immigrants’

deportation, prostitution, poverty. If this incongruity

makes a click in the viewer’s head it becomes interesting.

I try to avoid anything too superficial. If someone likes to

have a beautiful picture on the wall it is ok, if one sees

something more to it – that’s better. Last year I made a

painting performance at the Istanbul Art Fair. To interact

with the visitors and explaining that I paint the work

“Treibgut” /Drifting Goods/ in dedication to the victims

of illegal immigration was very interesting. I dedicated

“Treibgut”, to the victims of illegal immigration. Each

year hundreds of illegal immigrants try to get to Europe

crossing the Mediterranean and die all along. At first

glance “Treibgut” is a spectacular wave on the upsurge, it

is executed in fluorescent paint so when you turn off the

lights it starts to glow ominously for a few moments and

one can detect some gleaming spots which represent the

shipwreck victims washed up by the wave. The work was

recently sold of to a collection in Istanbul and I enjoy

Christian Awe: Iasukoh, 2007, Acryl und Sprühlack auf Leinwand, 220 x 435 cm (3-teilig). Courtesy: VONDERBANK Artgalleries

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imagining the countenance of the owner discovering this

hidden content. I like to combine a beautiful image with

a difficult content.

Do you consider yourself an abstractionist or a figurative

painter?

I try to do something unconventional maybe outrageous.

Actually my pieces are about conveying emotion and

form. They are sometimes beyond mimetic representation.

It is difficult to figure out what prevails when. In

fact I consider myself a figurative painter, but it may be

that abstraction surfaces up. Recently I was told by an art

collector that he liked my style considering me an abstractionist.

Somewhere in between I combine form with

colour, I try to balance, bring the two together, add more

dynamics. It is not purely mimesis but emotion drowned

in colour, forms on the verge of formlessness.

Why do you paint? What is art for you?

Painting is both for me the medium and the subject, it

is like breathing. I have been doing arts since the age of

twelve. It was theatre, performances, photography, but it

takes time to develop a unique style. It is quite a challenge

to come up from street art, graffiti as I did and to

plunge into the art world. It is always my goal to create a

unique style combined with a message and furthermore

to maintain the feeling that my best pictures are still

ahead of me. Anything else would not be challenging.

Sometimes you can find a hidden message in my works.

They are related to social issues. Addressing social inequalities

through artwork is perhaps one of the important

functions of art. You cannot change the world with

your paintings but at least you can make people aware.

Art is about distilling complex ideas into powerful and

accessible images intended for the viewers. Through my

work I attempt to be instrumental in awareness raising

about society’s drawbacks.

Does the fact that you come from East Berlin affect

what you do in art?

I would definitely say yes. I was born in former GDR,

East Berlin and the city has always influenced what I do.

Berlin is arguably the most dynamic place ever. All the

people that I have met here are more all less reflected in

my works. I mean the underprivileged, marginal people,

for whom this city is a refuge. They are supposed to be

integrated in society but they are not. I raised this problem

in “Culture Deportation”, in “Treibgut” and a set

of other works. A gallerist from West Berlin once said to

me that East Berliners are materialistic – I believe on the

contrary, they are idealistic, they are more about helping

each other and caring. There is a lot of talent out there

that needs to be discovered and promoted. Contemporary

world is all about money and competition, it slowly

comes over here as well, but now Berlin is the most relaxed

place in the whole world in terms of creativity and

artistic freedom. The streets of Berlin have always been

home to me. I come from graffiti movement; there are

lots of crazy stories to tell. The daily routine was quite

different. To some sprayers it is a form of subversive

protest against the establishment. But it is also a way of

attracting attention to yourself, like hall of fame. Back

then a lot of people preferred the night times, I usually

Christian Awe: Treibgut, 2006, Acryl, indian ink und Sprühlack auf Leinwand, 220 x 405 cm (3-teilig). Courtesy: VONDERBANK Artgalleries

13


started early in the morning. Early to mid 90’s, in the

high times of Berlin graffiti, a painting finished around

noon often got painted over by someone else by evening.

But that was ok, as long as I have a snapshot of the piece.

I loved these dynamic times.

Art schools nowadays finally accept graffiti painters.

Now it is experiencing a certain boom. But sometimes

I doubt this development, since the whole thing is being

institutionalised and may lose the radical appeal. I would

go to New York though for a while. This is one more spot

where I would be happy to be around.

Is your work gender determined?

Does art have gender?

For me good art has no gender; you do not need to guess

about the gender when you view a piece. Nan Goldin or

Cindy Sherman are spectacular and that’s not because

of their gender only. It is more like finding themselves

and their femininity. I can’t gauge the gender influence in

what I do, others have to judge. I am against all this trendy

gender talk since it falls at times to extremes. Maybe

in the future we have to promote more men who fall

victim to gender policies. Art has to be judged according

to the aesthetic criteria and not the gender ones. Women

are undoubtedly creative and much more sensitive than

men but it is pointless to ascribe all virtues to gender.

When gender overshadows art, it is becoming boring.

Now there are more and more women in art schools, and

a lot of good female artists who have equal status with

men. I have made a number of female portraits and I

have never been ironic portraying women. One of my

works – “Parisurteil” /The Judgement of Paris/, is sort of

critique of the institutionalised beauty contests system.

Setting up a beauty pageant and judging women only by

appearances is not fair indeed. In fact most types of contests

are stupid and this one in particular since it is exceedingly

superficial. This system of “better, quicker, higher”

is not applicable to everyone, it turns out inhuman.

How do you start a piece?

I sometimes destroy the white surface by pouring colour

onto it. It depends. Sometimes it takes time till I start a

new piece, I do not paint for weeks, but then I get lost,

working day and night forgetting time. This is this feeling

of getting submerged, wasted in your work that gave the

name to my previous exhibition “Verschwende Deine

Zeit” /Waist Your Time/ and that makes painting almost

an obsession.

Christian Awe: my arena, 2007, Acryl, Sprühlack und Aquarell auf Leinwand, 240 x 330 cm (2-teilig). Courtesy: VONDERBANK Artgalleries

14


This project for the Vonderbank Artgalleries has been

quite demanding. How is it working on it?

I am happy with what I do and how I do it. Of course it is

much effort, emotional charge, search and endeavour but

otherwise the whole thing would be boring. Painting is

my passion. The essential thing is not to get rushed up by

people and events. With the art market constantly headed

for the next big thing to come, one has to keep up

pace but not to lose oneself in the race. In the long run

quality matters more than quantity. Around twenty recent

works are planned to be displayed in the upcoming

exhibition, most of them previously not exhibited. I feel

committed to the project, it is quite a challenge.

Vonderbank Artgallery

Unter den Linden 40, 10117 Berlin, Map: I 18

30.9.– 20.11.2007, Mo–Fr 11–19h, Sa 11–16h

and by appt.

www.vonderbank.com

BEYOND THE WALL

8. SEPTEMBER

BIS 2. DEZEMBER 2007

EINE AUSSTELLUNG DER

STIFTUNG BRANDENBURGER TOR

IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM

BERLINER KÜNSTLERPROGRAMM DES DAAD

UND DEM

LITERARISCHEN COLLOQUIUM BERLIN

IM MAX LIEBERMANN HAUS

AM BRANDENBURGER TOR

Stiftung Brandenburger Tor

im Max Liebermann Haus,

Pariser Platz 7, 10117 Berlin

www.stiftung.brandenburgertor.de

B E R L I N

F R E I H A F E N

D E R K Ü N S T E

Christian Awe: D`juma 13.XI, 2006, Aquarell, Buntstift und Tusche auf Papier, 59,4 x 42 cm.

Courtesy: VONDERBANK Artgalleries

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Rainer Mang im Berliner Atelier 1984. Foto: Dr. Cordia Schlegelmilch

Das Leben ist eine Baustelle

Rainer Mang – ein Nachruf

Text: Dr. Susana de Andrade

Rainer Mang ist tot. Er verließ uns unerwartet am

08. Juli 2007. Der Bildhauer, der sensibel mit Scharfkantigem

wie Ziegelsteinen, Glasscherben, Zement,

Koks, Ziegel- und Fliesenbruch umzugehen und die

Materialien in eine erstaunliche Körperlichkeit hinüber

zu transformieren wußte, ist nur noch als Spur in seinen

Arbeiten und in der Künstlerlegende zu finden. Wer ihn

kannte, war mit der Ausstrahlung einer Persönlichkeit

konfrontiert, die nur wenige Halbtöne ließ. Rainer Mang

war, wie seine Arbeiten es waren: bereit vieles auf den

Kopf zu stellen, eindringlich präsent, fast erdrückend,

körperlich raumgreifend, querköpfig und idealistisch,

aber extrem sensibel und oft nahezu scheu wie ein Kind

oder ein verwundetes Tier.

Die bewegte Kraft, Authentizität und Schönheit der Jugend,

die Natur einer unbändigen, animalischen Kraft,

Gefühl und Härte, waren auch die Themen des 1943

in Offenbach am Main gebürtigen Mang, der zunächst

eine Baulehre, sowie Schreiner- und Architekturpraktika

absolvierte, bevor er 1968 mit dem Studium der Bildhauerei

begann. Zunächst studierte er an der Akademie

für Werkkunst und Mode in Berlin, ab 1969 dann an

der HdK, wo er Meisterschüler von Tajiri wurde. Zuvor

jedoch, bereits seit 1965, beginnt er sein Lebens- und

Gesamtkunstwerk in Frankreich, das ihn lebenslang beschäftigen

soll und das symbolisch Rainer Mang am besten

repräsentiert: der teilweise künstlerische Ausbau etlicher

Ruinen eines ehemaligen Dorfes in Südfrankreich

in Serusclat le Haut.

Rainer Mang gehörte zum Umkreis der Jungen Wilden

in Berlin, war 1979 Gründungsmitglied der legendären

Gruppe 1/61, aber er war Bildhauer. Der Kunstmarkt

legte den Schwerpunkt auf die Malerei. Rainer Mang

misstraute dem Kunstmarkt und wußte darum, dass er

stets ein sperriger Rebell bleiben würde, im Gegensatz

zu seinen Kollegen Baselitz oder Immendorff, die sich im

Geschäft Kunst zu bewegen wußten. Wer ihn schätzte

– und das waren viele – erwarb sicher und mit Kenntnis

seine Arbeiten, wie die Berlinische Galerie, die in den

80er Jahren den berühmten weißen „Break Dancer“ für

ihre Sammlung kaufte. Rainer Mang wurde 1980 Villa-

Romana-Preisträger, 1984 P.S.1 Stipendiat in New York,

sowie Preisträger des Kölner Glockengassenpreises.

Zuletzt zeigte die Allianz Versicherungs-AG 1999 eine

umfangreiche Retrospektive in ihren Ausstellungsräumen

in Berlin.

Das Werk und das Schaffen war für Mang das Wichtigste

und Essentielle. Daneben waren Konventionen, Wirtschaftlichkeiten

und Vermarktungsstrategien verlogen

und nichtig. Rainer Mang wurde von einer fast manischen

Kraft getrieben, die unbeirrt dem widerspenstigen

Material immer wieder neue Sinnlichkeit, Form

und Bewegung entlockte. Rainer Mang schuf auch wohl

im Bewusstsein, dass wir aus diesem Material, das er in

seiner bildlichen Sprache auch Dreck nannte, stammen

und zu ihm zurückkehren. Die Berliner Galerie Fahnemann

zeigte 1985 eine faszinierende wie berühmt gewordene

Installation, die der Künstler „Von Dreck zu

Dreck“ nannte.

www.rainer-mang.de

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Brice Marden – Retrospektive

Brice Marden ist einer der wichtigsten amerikanischen abstrakten Maler.

Der Katalog zur Ausstellung repräsentiert auf klare Weise seine verschiedenen

Schaffensperioden. Beginnend mit monochromen Grautönen und

gedämpften Farben, machte er sich dann mit leuchtenden, einfarbigen

Tafeln einen Namen. Mitte der 80er Jahre wandte er sich fernöstlicher

Kalligrafie und Dichtung und infolgedessen zeichnerischen Elementen

zu. Die letzten 10 Jahre sind von verstärkter Farbigkeit und Dynamik geprägt,

sehr eindrucksvoll umgesetzt in seinen großformatigen Gemälden

mit den gewundenen Linien.

Ausstellung: 12.6.–7.10., Hamburger Bahnhof. Gary Garrels (Hrsg.): Brice

Marden – Retrospektive. Texte von Michael Duffy, Gary Garrels, Anette

Hüsch u.a., Hatje Cantz Verlag, 2007, 338 S., 272 Abb., Hardcover, 49,80 €

Katalog zu „Henry Moore und die Landschaft“

In seinen späten Werken konzentriert sich Henry Moore auf die Verknüpfung

von Naturgewalten und Landschaften mit menschlichen Formen.

Ein ausführlicher Beitrag von Anita Feldmann Bennet widmet sich diesen

letzten Themen. Der Schirmherr der Ausstellung, Helmut Schmidt,

schildert in einem Beitrag seine persönliche Begegnung mit dem Künstler.

Fotos vom Umfeld des Künstlers in Perry Green, dem Ort seines Schaffens,

geben interessante Einblicke.

Ausstellung bis 21.10., Haus am Waldsee, s.a. Ausstellungshinweis, S. 47

Henry Moore und die Landschaft, Beiträge von Anita Feldman Bennet,

Katja Blomberg, Beate Kemfert u.a., deutsch/englisch, DuMont Literatur

und Kunst, Köln 2007, 127 S., zahlreiche Abb., Hardcover, 29,90 €

Stille – Dirk Reinartz und Schüler

Reinartz begann 2004 ein Ausstellungsprojekt mit seinen Studenten,

das, nach seinem Tod fortgeführt von Matthias Harder und Christiane

Gehner, nun im Gropiusbau zu sehen ist. Dazu erscheint ein Bildband,

der seine Arbeit als Fotograf und Lehrer dokumentiert und in beredten

Bildern sowohl von der Stille zeugt, die in Reinartz` Werk ein Leitmotiv

war, als auch von jener, die sein Tod hinterlassen hat.

Elektrorecycling, Goslar, 2002, © Christoph Edelhoff

Stille – Dirk Reinartz und Schüler, erschienen zur gleichnamigen Ausstellung:

Textbeiträge von Ch. Gehner, M. Harder, U. Erdmann Ziegler,

H. von Amelunxen, Steidl Verlag, Göttingen 2007, 103 S., 81 Abb., 25,- €

Die kleine Welt in 15 x 15 von Alexandra Huber

Das „Bilderbuch für Erwachsene“ zeigt die bunten Bilder der Münchner

Künstlerin, als Reproduktion in Kleinformat. Ihre Werke benennt sie mit

Worten wie „Anspruchsablösebilder“, „Kunstvergessensbilder“, oder „Prestigevergammlungsbilder“.

Sie liebt Grenzüberschreitungen, die Arbeiten

künden von unkonventioneller Frische und Originalität. Zur Zeit stellt sie

unter dem Titel „Aus dem Vollen schöpfen“ im Baden-Badener Heinrich-

Strobel-Haus des SWR aus. In Berlin wird sie von der Galerie Horst

Dietrich vertreten.

Alexandra Huber: Die kleine Welt in 15 x 15, Faksimile Reproduktion der

Originale, Verlag Galerie Horst Dietrich, Berlin 2005, 72 S., 15 x 15 cm,

36 Bilder ganzseitig in Farbe, Auflage 1000, signiert, 25,- €; 36 Vorzugsausgaben

mit je einem Original aus dem Buch, nummeriert u. signiert, 300,- €

17


Was ist gute Kunst? Qualität in der Kunst der Gegenwart

Zwölf Museumskuratoren diskutieren, wie Qualität von Kunstwerken beurteilt

werden kann. Sie beschreiben, nach welchen Kriterien Kunstwerke

ins Museum gelangen und wie man über die Vergabe von Stipendien

und Preisen entscheidet. Das Buch ist als Leitfaden für Kunstinteressierte

gedacht. Es kann auch einen Museums- und Galeriebesuch zu einem

erkenntnisreichen Vergnügen machen oder bei einer sicheren Kaufentscheidung

hilfreich sein.

Wolfram Völcker (Hrsg.): Was ist gute Kunst? Qualität in der Kunst der

Gegenwart, Hatje Cantz 2007, 168 S., 61 Abb., 24,80 €

Hype!

Piroschka Dossi gibt allen an Kunst wie auch an wirtschaftlichen Zusammenhängen

Interessierten tiefen Einblick in die Welt von Kunst und

Geld. Warum boomt momentan der Kunstmarkt und Preise explodieren?

Wie kam dieser Hype zustande? Was macht manche Kunstwerke so wertvoll,

dass Millionenbeträge dafür ausgegeben werden? Hintergründe, Motivationen,

Vorgehensweisen der Kunstmarkt-Akteure werden beleuchtet,

das faszinierende Zusammenspiel von Kunstmarkt, Sammler, Händler,

Künstler und Kunstwerk wird anhand von Beispielen der Vergangenheit

und Gegenwart erklärt.

Piroschka Dossi: Hype! Kunst und Geld, dtv Verlag 2007, 260 S., 15,– €

Stephen Littles „...ismen – Kunst verstehen“

...ismen ist ein kompaktes Handbuch der wichtigsten Stilepochen in der

Bildenden Kunst von der Renaissance bis heute. Es bietet eine Einführung

in Begriffe der Kunstgeschichte. Nicht immer sind Werk und Künstler

eindeutig einer Stilrichtung zuzuordnen, vielmehr setzt der Autor sie zu

der jeweiligen Strömung in Beziehung. Er schafft Überblick ohne einseitigem

Kategoriendenken zu verfallen. Sehr hilfreich auch im Anhang die

Zeittafel der Kunststile.

Stephen Little: ...ismen – Kunst verstehen, Knesebeck Verlag, München

2006, 160 S., 111 farbige Abb., 16,95 €

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10777 Berlin

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Plötzlich diese Übersicht – Was gute zeitgenössische Kunst ausmacht

Jörg Heiser setzt sich detailliert mit aktueller Kunst auseinander. Er bietet

dem Leser brauchbare Kriterien, um zeitgenössische Trends besser zu

verstehen. Wortgewandt und an Hand von Beispielen zahlreicher Künstler

bewertet er Werke der Gegenwartskunst. Der Autor schreibt auch

für die Süddeutsche Zeitung und ist Chefredakteur der Kunstzeitschrift

frieze, die jährlich die im Oktober stattfindende frieze art fair in London

veranstaltet.

Jörg Heiser: Plötzlich diese Übersicht – Was gute zeitgenössische Kunst

ausmacht, Ullstein Buchverlage claassen, 2. Aufl. 2007, 368 S., zahlreiche

Abb., Paperback, 22,- €

Und das ist Kunst?! – Eine Qualitätsprüfung

Hanno Rauterberg plädiert für die Emanzipation des Kunstpublikums

in Bezug auf eine eigene Meinungsbildung. Was ist gute Kunst und was

nicht? Die Mechanismen des Marktes beeinflussen stark den allgemeinen

Geschmack, obwohl der mündige Betrachter durchaus in der Lage wäre,

eigene ästhetische Kriterien zu entwickeln. Der Verfasser widerlegt populäre

Irrtümer über Gegenwartskunst. Er zeigt Wege aus der Qualitätskrise,

indem er eine sowohl verstandesmäßige wie emotionale Annäherung

am Kunstwerk vorführt. Auf diese Weise unterstützt er Galerie- und

Museumsbesucher bei einem selbständigen Umgang mit Kunst.

Hanno Rauterberg: Und das ist Kunst?! Eine Qualitätsprüfung,

S. Fischer Verlag, Frankfurt a.M. 2007, 256 S., zahlreiche s/w-Abb.,

Paperback, 16,90 €

Das kann ich auch!

Ein Wegweiser der ganz speziellen Art ist die Gebrauchsanweisung für

moderne Kunst von Christian Saehrendt und Steen T. Kittl. Die Kunst

der Moderne und Postmoderne wird darin mit frechem Charme kommentiert.

Amüsant zu lesen, reihen sich die knapp gehaltenen Kapitel

aneinander, vergleichbar etwa mit kabarettistischen Sketchen. Hoffentlich

bringen auch Kunstsammler und Galeristen die nötige Selbstironie

auf, um über dieses Buch zu lachen. Trotz karikaturartiger Überzeichnung

vermittelt es auch interessantes Fachwissen und ist auf jeden Fall

lesenswert.

Christin Saehrendt, Steen T. Kittl: Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung

für moderne Kunst, DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln 2007, 248 S.,

ca. 60 Abb., 14,90 €

Gesucht: Kunst!

Gefunden: Eine Publikation, die sich einmal nicht in schnöder Polemik

erschöpft, sondern mit fundiertem Wissen um den weiten philosophischen

Kontext und mit der Freiheit des unbeugsamen Blickes die Gegenwart

der Kunst zwischen Schein und Sein und ihren nebulösen Dunstkreis

betrachtet. Grundlage des Buches sind Vorträge zu verschiedenen

Fragen an Kunst und Kunstbetrieb, die sich zu einer sattelfesten Diagnose

fügen: Kunst erfüllt mehr und mehr fremde Bedürfnisse. Basta.

Wolfgang Ullrich: Gesucht: Kunst! Phantombild eines Jokers, Wagenbach,

Berlin 2007, 304 S., zahlreiche Abb., 14,90 €

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Die deutschen Beiträge zur Biennale Venedig 1895-2007

Wussten Sie, dass die Biennale Venedig seit 1895 stattfindet! In diesem

Buch werden die deutschen Beiträge seit Anbeginn der internationalen

Kunstausstellung reich bebildert vorgestellt. Mit Texten u.a. von Christoph

Becker, Michael Diers, Matthias Flügge, herausgegeben von Ursula

Zeller / Institut für Auslandsbeziehungen. Ein MUSS im Bücherschrank

derjenigen, die sich professionell mit Kunst beschäftigen und ein Genuss

für interessierte Laien.

Die deutschen Beiträge zur Biennale Venedig 1895-2007,

Dumont Verlag, 400 S. mit ca. 160 farb. und 200 einfarb. Abb.,

H 24,0 x B 16,9 cm, gebunden, 34,90 €

Arnold Bode – Schriften und Gespräche

Die viel diskutierte 12. Documenta geht zu Ende. Arnold Bode (1900-

1977) hat die Documenta erfunden. Die Biografie in Selbstzeugnissen

gibt einen tiefen Einblick in die Ideen-Werkstatt und die emphathische

Kraft des ruhelosen Kunstvisionärs. Das vorliegende Buch verdeutlicht

insbesondere die Nachkriegsjahre als einen sehr bewegten Abschnitt

deutscher Kunst und Kunstvermittlung in der Neuorientierung.

Heiner Georgsdorf (Hrsg.): Arnold Bode – Schriften und Gespräche,

Borstelmann und Siebenhaar Verlag. 480 S., Farb- und s/w-Abb., 34,80 €


Emil Nolde für Kinder – von Mario Giordano

Die farbenfrohen und ausdrucksstarken Bilder von Emil Nolde lassen

Kinder das bewegte Leben des expressionistischen Malers nachempfinden.

Mit dem ansprechend geschriebenen Text vermittelt der Autor in

einfacher, kindgemäßer Sprache ein kleines Stück Kunstgeschichte und

erklärt darüber hinaus auch noch Drucktechniken und Aquarellmalerei.

Mario Giordano: Emil Nolde für Kinder, DuMont Literatur und Kunst

Verlag, Köln 2006, 64 S. mit 34 farbigen u. 16 einfachen Abb.,

37,5 x 23,5 cm, 16,90 €

Susanna Partsch – Lexikon der Künstler

Die Autorin Susanna Partsch macht jungen Menschen ab 12 Jahren Lust

auf das Kennenlernen berühmter Künstler von Giotto bis Keith Haring.

Sie verbindet historische Details mit Anekdoten; Kunstgeschichte wird

auf lebendige Art und Weise neu erzählt.

Das Buch will vorrangig eine erste Orientierung geben und ist auch für

kunstinteressierte Erwachsene lesenswert.

Susanna Partsch: Lexikon der Künstler – Von Giotto bis Keith Haring,

Hanser Verlag, München 2006, 285 S., durchgehend farbige Abb.,

Personen- u. Sachreg., Hardcover, 24,90 €

Ich sehe was, was du nicht siehst

Claire d’ Harcourts „Kunst für kleine Entdecker“ ist ein liebevoll gestaltetes

Bilderbuch, so wie Kinder es mögen. Berühmte Gemälde werden als

Suchbilder präsentiert, kleine Ausschnitte sind am Rand der Seite noch

mal zu sehen und sollen den Originalreproduktionen zugeordnet werden.

Auf diese Weise üben die kleinen Betrachter das genaue Hinschauen.

Das Buch ist anspruchsvoll und didaktisch wertvoll. Im gleichen Verlag

sind zwei Folgebände erschienen, die ebenfalls Kindern den Weg zur

Kunst weisen: „Schau genau“ und „Kinderspiele von Pieter Bruegel“.

Claire d’ Harcourt: Ich sehe was, was du nicht siehst – Kunst für kleine

Entdecker, DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln 3. Aufl. 2004,

64 farbige S. mit 23 Suchgemälden und Lösungen zum Aufklappen,

37 x 26,5 cm, 19,90 €

5 Minuten für die Kunst

Karen Michels erleichtert Kunstinteressierten die „Qual der Wahl“ bei der

Suche nach bedeutenden Gemälden. In dem handlichen Nachschlagewerk

werden 50 berühmte Werke dem Leser anschaulich und leicht verständlich

nahe gebracht sowie Tipps für weitere sehenswerte Kunstwerke

gegeben. Man bekommt Hintergrundinformationen zum ausstellenden

Museum und wie man den Weg dorthin findet. Die Autorin ist habilitierte

Kunsthistorikerin und leitet in Hamburg die Agentur KunstVerstand.

Karen Michels: 5 Minuten für die Kunst, Knesebeck Verlag, München 2007,

208 S., 329 farbige Abb., 19,95 €

21


Preis der Nationalgalerie für Junge Kunst

Einer der höchst dotierten Preise für

Gegenwartskunst in Deutschland

wird zum vierten Mal an Künstler

vergeben, die in Deutschland leben.

Die nominierten Künstler sind

Jeanne Faust, Ceal Floyer,

Damian Ortega und Tino Sehgal.

Eine international besetzte Jury

bestimmt am 27.09. den Gewinner

des Preises. Schon zuvor sind die

Werke der Künstler im Hamburger

Bahnhof zu sehen. Zur Finissage

am 4.11. wird der Publikumspreis

verliehen.

Ceal Floyer: Helix, Helix circles template and found objects, 20 x 12 x 16 cm, 2007

Courtesy: Esther Schipper Berlin, Foto: © Carsten Eisfeld

Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart Berlin

Invalidenstr. 50–51, 10557 Berlin-Tiergarten

Opening: 13.9., 20h, 14.09.–4.11., Di–Fr 10–18h,

Do 14–18h, Sa 11–20h, So 11–18h

www.hamburgerbahnhof.de, Map: E/F 15

Antony Gormley – Bodies in Space, Bernhard-Heiliger-Preis für Skulptur 2007

Antony Gormley, 1950 in London

geboren, zählt zu den bedeutendsten

Bildhauern seiner Generation.

Nun wurde er mit dem Bernhard-

Heiliger-Preis für Skulptur ausgezeichnet.

Gormley arbeitet seit

geraumer Zeit mit Abformungen

seines eigenen Körpers. Die Ausstellung

im Georg-Kolbe-Museum zeigt

Beispiele mehrerer Werkgruppen,

die das Thema der Transformation

des Körpers in bildhauerische

Materie und dessen zunehmende

Entmaterialisierung aufnehmen.

Antony Gormley: Bodies at Rest I, 2000

Courtesy: the artist and Jay Jopling, White Cube, London

Georg-Kolbe-Museum

Sensburger Allee 25, 10455 Berlin-Charlottenburg

16.9.–28.10., Di–So 10–17h, Eintritt: 5,- €, erm. 3,- €

www.bernhard-heiliger-preis.de

22


Vernissagenkalender

Di 28.08.07 20:00–22:00 Opening Galerie Horst Dietrich AH Seite 45 M 3

Sa 31.08.07 ab 19:00 Opening Kunstraum Kreuzberg/Bethanien AH Seite 35 M 25

Sa 01.09.07 ab 18:00 Opening Wendt + Friedmann Galerie AH Seite 39 D 21

Sa 01.09.07 ab 18:00 Opening Gillian Morris Ah Seite 33 E 21

Sa 01.09.07 ab 18:00 Opening Galerie Martin Mertens AH Seite 45 C 20

Sa 01.09.07 18:00–20:00 Opening Arndt & Partner AH Seite 37 L 18

Sa 01.09.07 18:00–21:00 Opening Amerika AH Seite 34 D 21

Mo 03.09.07 18:30–22:00 Opening Miope AH Seite 41 M 26

Mo 03.09.07 ab 19:30 Opening Instituto Cervantes AH Seite 38 G 22

Do 06.09.07 ab 19:00 Opening Werkstatt der Kulturen AH Seite 39

Do 06.09.07 ab 19:00 Opening Galerie Open AH Seite 48 N 24

Fr 07.09.07 ab 14:00 Opening Art...Essenz No. 9 im Sony Center AH Seite 38 K 15

Fr 07.09.07 ab 18:00 Opening carlier | gebauer AH Seite 36 J 25

Fr 07.09.07 ab 19:00 Opening Strychnin AH Seite 44 J 32

Fr 07.09.07 ab 19:00 Opening Raum 5 AH Seite 32 E 19

Fr 07.09.07 ab 19:00 Opening Herrmann & Wagner AH Seite 31 E/F 20

Fr 07.09.07 19:00–22:00 Opening Stedefreund AH Seite 33 E 21

Fr 07.09.07 ab 20:00 Opening Peter Herrmann AH Seite 46 C 20

Sa 08.09.07 15:00–18:00 Opening KunstRaum Ko AH Seite 43

Sa 08.09.07 ab 19:00 Opening Galerie Förster AH Seite 41 E 19

Do 13.09.07 ab 19:00 Opening Wohnmaschine AH Seite 37 F 19

Do 13.09.07 19:00–21:00 Opening Hohenthal und Bergen AH Seite 43 N 2

Do 13.09.07 ab 20:00 Opening Hamburger Bahnhof AH Seite 22 E/F 15

Fr 14.09.07 ab 19:00 Opening Kunstbüro Berlin AH Seite 33 O 6

Fr 14.09.07 ab 19:00 Opening Janinebeangallery Ah Seite 45 E 19

Fr 14.09.07 19:00–21:00 Opening Tammen AH Seite 40 L 19

Fr 14.09.07 19:00–23:00 Opening Oko AH Seite 44 E 19

Sa 15.09.07 17:00–20:00 Opening Kunstkontor Rampoldt AH Seite 40 M 3

Sa 15.09.07 18:00–20:00 Opening Upstairs AH Seite 46 L 18

Sa 15.09.07 19:00–21:00 Opening Michael Schultz AH Seite 42 M 2

Sa 15.09.07 ab 19:00 Opening Bettina Düesberg AH Seite 38 M 26

Mi 19.09.07 ab 19:00 Opening Galerie Verein Berliner Künstler AH Seite 49 N 14

Mi 19.09.07 ab 20:00 Opening Märkisches Museum AH Seite 47 J 24

Do 20.09.07 19:00–21:00 Opening Galerie Tantow AH Seite 41 L 5

Fr 21.09.07 18:00–20:00 Opening Upstairs AH Seite 46 L 18

Sa 22.09.07 ab 17:00 Opening Borchert + Schelenz AH Seite 36

Sa 22.09.07 18:00–20:00 Opening Goff + Rosenthal AH Seite 31 E 21

Mi 26.09.07 ab 19:00 Opening Pink Gallery AH Seite 43 C 20

Do 27.09.07 ab 19:00 Opening Galerie Volker Diehl AH Seite 42 L 18

Do 27.09.07 20:00–24:00 Opening /pool gallery AH Seite 40 F 19

Sa 29.09.07 19:00–21:00 Opening Bereznitsky AH Seite 45 F 19

Sämtliche Vernissagen aller Berliner Galerien finden Sie

tagesaktuell auf unserer Website:

Find the complete and daily updated list of all exhibition

openings on our website:

ww.kunstmagazinberlin.de/kalender

23


Galerienverzeichnis

A

1 2

Airport Tegel (TXL)

5 min

3

18m Akazienstr. 30 10823

Alexander Ochs Galleries Sophienstr. 21 10178 F 21

Amerika Brunnenstr. 7 10119 D 21

Arndt & Partner Zimmerstr. 90-91 10117 L 18

Art Center Berlin Friedrichstr. 134 10117 G 18

Beat Schlegelstr. 31 10115 E 18

Bereznitsky Linienstr. 144 10115 F 19

Berlin Art Scouts Sophienstr. 25 10178 F 20

Berlinische Galerie Alte Jakobstr. 124-128 10969 N 20

Bethanien Mariannenplatz 2 10997 N 25

Bettina Düesberg Lausitzer Platz 12a 10997 M 26

Birgit Ostermeier Brunnenstr. 196 (Durchgang 3. Hof) 10119 E 21

Bleibtreu Bleibtreustr. 5 10623 L 5

Blickensdorff Auguststr. 65 10117 F 19

Borchert+Schelenz Langenscheidtstr. 4 10827

Brusberg Kurfürstendamm 213 10719 M 6

Brutto Gusto Gartenstr. 1 10115 E 19

Buchmann Charlottenstr. 13 10969 L 19

C/O Berlin Linienstr. 144 10115 F 19

Camera Work Kantstr. 149 10623 N 6

Caprice Horn Kochstr. 60/61 10405 L 19

carlier | gebauer Holzmarktstr. 15-18 10179 J 25

Cicero Rosenthaler Str. 38, 1. HH 10178 G 21

Contemporary Fine Arts Hinter dem Gießh. / Am Kupfergr. 10117 H 20

Daadgalerie Zimmerstr. 90-91 10117 L 18

Davide Di Maggio - Mudimadue Sophienstr. 21 10178 F 21

Deutsche Guggenheim Berlin Unter den Linden 13-15 10117 I 19

Deutsches Historisches Museum Unter den Linden 2, Raum: 2.24 10117 I 20

Dieter Reitz Sophienstr. 34 10178 F 20

Dittmar Auguststr. 22 10117 F 20

Eigen + Art Auguststr. 26 10117 E 20

Emerson Gartenstr. 1 10115 E 19

Ephraim-Palais Poststr. 16 10178 I 22

Eva Bracke Torstr. 170 10115 E 20

Eva Poll Lützowplatz 7 10785 N 11

Fahnemann Gipsstr. 14 10119 F 21

Filiale Brunnenstr. 188–190 10119 D 20

Förster Schröderstr. 2 10115 E 19

Fruehsorge Heidestr. 46-52 10557 E 14

Georg Kolbe Museum Sensburger Allee 25 14055

Georg Nothelfer Uhlandstr. 184 10623 N 6

Gillian Morris Brunnenstr. 3 10437 E 21

Giti Nourbakhsch Kurfürstenstr. 12 10785 O 14

Gitte Weise Tucholskystr. 47 10117 F 19

Goff + Rosenthal Brunnenstr. 3 10119 E 21

Haas & Fuchs Niebuhrstr. 5 10629 N 4

Hamburger Bahnhof Invalidenstr.50/51 10557 D 17

Haus am Lützowplatz Lützowplatz 9 10785 N 11

Haus am Waldsee Argentinische Allee 30 14163

Haus der Kulturen der Welt John-Foster-Dulles-Allee 10 10557 I 13/14

Heike Curtze Mommsenstr. 11 10629 N 4

Helmut Newton Stiftung Jebensstr. 2 10623 L 7

Herrmann & Wagner Koppenplatz 6 10115 E/F 20

Hohenthal und Bergen Mommsenstr. 35 10629 N 2

Horst Dietrich Giesebrechtstr. 19 10629 M 3

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Richard-Wagner-Platz

Bismarckstr.

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Niebuhrs

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Sybelstr. Sybel- s

Adenauerplatz

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Xantener St

Konstanzer Str.

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Grand Hyatt Berlin

Marlene-Dietrich-Platz 2

10785 Berlin | L 15


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Perleberger Str. Perleberger Str. Fennstr.

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Alt-Moabit

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Kurfürstendamm

Bregenzer Str.

Konstanzer Str.

Wielandstr.

Goethestr.

Schlüterstr. Schlüterstr.

Ernst Reuter Platz

Savignyplatz

Bleibtreustr.

Grolmannstr.

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Carmerstr.

Kantstr.

Uhlandstr.

Lietzenburger Str.

Pariser Str. Pariser Str.

Uhlandstr. Uhlandstr.

Franklinstr.

Straße des 17. Juni

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Fasanenstr.

Fasanenstr.

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Straße des 17. Juni

Passauer Str.

Budapester Str.

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Hofjägerallee Klingelhöfer Str.

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Kurfürstenstr. Kurfürstenstr.

Wittenbergplatz

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Kalckreuthstr.

Großer

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Lützowufer

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Hiroshimastr.

Kleiststr. Bülowstr.

Nollendorfplatz

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Straße des 17. Juni

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Radisson SAS

Karl-Liebknecht-Str. 3

10178 Berlin | H 21

The Mandala Hotel

Potsdamer Str. 3

10785 Berlin | L 15

Grand Hotel Esplanade

Lützowufer 15

10785 Berlin | N 11

Kudamm 101 Hotel

Kurfürstendamm 101

10711 Berlin | O 0

Berliner Hof Hotel

Tauentzienstr. 8

10789 Berlin | N 8


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Charlottenstr.

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Jägerstr. Jägerstr.

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Prenzlauer Allee

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Greifswalder Str. Greifswalder Str.

Lichtenberger Str.

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1 km

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5 min

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Savoy Hotel Berlin

Fasanenstr. 9-10

10623 Berlin | N 6

Bleibtreu Hotel

Bleibtreustr. 31

10707 Berlin | M 5

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30 min

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Schönefeld (SFX)

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Icon Veteranenstr. 22 10119 D 21

IFA - Galerie Linienstr. 139/140 10115 F 19

Instituto Cervantes Rosenstr. 18-19 10178 G 22

Janinebean Torstr. 201 10115 E 19

Jette Rudolph Zimmerstr. 90- 91 10117 L 18

Julius Werner Kochstr. 60 10969 L 19

Ketterer Kunst Fasanenstr. 70 10719 M 6

Kicken Linienstr. 155 10115 F 19

Kienzle & Gmeiner Bleibtreustr. 54 10623 L 5

koal Bergstr. 16 10115 E 20

Kunstagenten Linienstr. 155 10115 F 19

Kunstbüro Uhlandstr. 162 10719 O 6

Kunstforum der Berliner Volksbank Budapester Str. 35 10787 N 9

Kunstkontor Hartmut Rampoldt Giesebrechtstr. 16 10629 M 3

Kunstraum Ko Koburger Str. 15 10825

Kunststiftung Poll Gipsstr. 3 10119 F 21

Kunst-Werke Auguststr. 69 10117 F 19

Liebermann-Villa Colomierstr. 3 14109

Martin Gropius Bau Niederkirchnerstr. 7 10963 L 17

Martin Mertens Brunnenstr. 162 10119 C 20

Max Hetzler I Zimmerstr. 90-91 10117 L 18

Mehdi Chouakri Invalidenstr. 117, Edison Höfe 10115 E 17

Michael Schultz Mommsenstr. 34 10629 M 2

miope Muskauer Str. 47 10997 M 26

Neu Philippstr. 13 10119 F 17

Neue Nationalgalerie Potsdamer Str. 50 10785 L 14

Neuer Berliner Kunstverein Chausseestr. 128/129 10115 E 18

Neugerriemschneider Linienstr. 155 10115 F 19

NGBK Oranienstr. 25 10999 M 25

OKO Galerie & Atelier Schröderstr. 12/ I 10115 E 19

OPEN Legiendamm 18-20 10179 N 24

Peter Herrmann Brunnenstr. 154 10115 C 20

Pink Gallery Brunnenstr. 32 10115 C 20

Pool Gallery Tucholskystr. 38 10117 F 19

Raum 5 Torstr. 173 10115 E 19

Rossella Junck Auguststr. 28 10117 F 20

Schloss Charlottenburg Spandauer Damm 20-24 14059

Schröder-Galerie Sophienstr. 23 10178 F 20

Schuster Heidestr. 46 10557 D 14

Schuster Photo Gartenstr. 7 10115 E 19

Singuhr Gr. Wasserspeicher Belforter Str. 10405

Sony Center/Artefakt Potsdamer Platz 10785 K 15

Sophien-Edition Sophienstr. 24 (Hof) 10178 F 21

Spielhaus Morrison Heidestr. 46 10557 D 14

Stedefreund Rosenthaler Str. 3 10119 F 21

Strychnin Boxhagener Str. 36 10245 J 32

Tammen Friedrichstr. 210 10969 L 19

Galerie Tantow Bleibtreustr. 5a 10623 L 5

The Kennedy‘s Pariser Platz 4a 10117 I 16

Upstairs Zimmerstr. 90/91 | Aufgang A, 1. St. 10117 L 18

Verein Berliner Künstler Schöneberger Ufer 57 10785 N 14

Villa Grisebach Fasanenstr. 25 10719 M 6

Villa Oppenheim Schloßstr. 55 14059

Volker Diehl Zimmerstr. 88-91 10117 L 18

Wendt + Friedmann Zehdenicker Str. 13 10119 D 21

Werkstatt der Kulturen Wissmannstr. 32 12049

Willy-Brandt-Haus Stresemannstr. 28 10963 M 18

Wohnmaschine Tucholskystr. 35 10117 F 19

zone B Brunnenstr. 149 10115 C 20


Berlin-Tipps

Kaufhaus / Warehouse

Galeries Lafayette

Französische Str. 76-78

Map: J 18

www.lafayette-berlin.de

Dessoue: fe.male

blush | Dessous

Rosa-Luxemburg Str. 22

Map: G 22

www.blush-berlin.com

Best Bags ever

Bag_Ground

Gipsstr. 23b

Map: F 21

www.bag-ground.com

Designers Gifts

2211

Almstadtstraße 5

Map: F 22

www.2211berlin.de

Kaufhaus / Warehouse

KaDeWe

Tauentzienstr. 21-24

Map: M 9

www.kadewe-berlin.de

Finest Suites:- fe.male

Herr von Eden

Alte Schönhauser Str. 14

Map: F 22

www.herrvoneden.com

Berlin designers store

Berlinomat

Frankfurter Allee 89

www.berlinomat.com

Bücher / Books

Artificium

Rosenthaler Str. 40/41

Map: E 20

www.artificium.com

RESTAURANTS

Borchardt

Französische Str. 47

Map: J 19

030 - 81 88 62 62

www.borchardt-berlin.de

Grill Royal

Friedrichstr. 105b

Map: G 18

030 - 28 87 92 88

www.grillroyal.com

Paris-Moskau Restaurant

Alt-Moabit 141

Map: G 13

030 - 31 38 05 2

www.paris-moskau.de

Traube

Reinhardtstr. 33

Map: G 17

030 - 27 87 93 93

www.paris-moskau.de

Felix

Behrenstr. 72

Map: J 16

030 - 20 62 86 0

www.felixrestaurant.de

Vox im Hyatt

Marlene-Dietrich-Platz 2

Map: L 15

030 - 25 53 17 72

www.vox-restaurant.de

Käfer im Reichstag

Platz der Republik

Map: I 16

030 - 22 62 99 33

www.feinkost-kaefer.de

Einstein

Kurfürstenstr. 58

Map: M 12

030 - 26 15 09 6

www.cafeeinstein.com

Asiatisch | Asian

Pan Asia

Rosenthaler Str. 38

Map: G 21

www.panasia.de

Asiatisch | Asian

Monsieur Vuong

Alte Schönhauser Str. 46

Map: F 22

030 – 30 87 26 43

Italienisch / italian

Bocca Di Bacco

Friedrichstr. 167-168

Map: J 18

www.boccadibacco.de

Italienisch / italian

Sale e Tabacchi

Kochstr. 18

Map: L 19

www.sale-e-tabacchi.de

Schweizerisch / Swiss

Nola´s

Veteranenstr. 9

Map: D 21

www.nola.de

Vegetarisch / Vegetarian

Restaurant Samâdhi

Wilhelmstraße 77

Map: J 17

www.samadhi-vegetarian.de

Vegetarian + Vegan!

Café V

Lausitzer Platz 12

Map: M 27

030 - 612 45 05

Lovely

Cafe Altes Europa

Gipsstr. 11

Map: F 21

030 - 28 09 38 40

TAKE A WALK ON THE WILD SIDE

f*cool rooftop-club

fine clubbing

weekend

Rodeo Club

Am Alexanderplatz 5

Auguststr. 5a

Map: G 24

Map: F 19

www.week-end-berlin.de 0163 - 16 20 16 8

electronic beats

Watergate

Falckensteinstr.49

Map: M 29

www.water-gate.de

berlin original / every age

Klärchens Ballhaus

Auguststr. 24, Map: F 20

030 - 28 29 29 5

www.ballhaus.de

Rooftop Restaurant-Club

Solar

Stresemannstr. 76

Map: N 17

www.solarberlin.com

The Techno Legend

Tresor

Köpenicker Str. 70

Map: K 24

www.tresorberlin.de

Techno + Gay

Berghain

Am Wriezener Bahnhof

Map: K 28

www.berghain.de

at the end…

Bar zum schmutzigen

Hobby

Rykestr. 45

Map: C 24

WICHTIGE RUFNUMMERN

Notruf/Polizei - Police 110

Feuerwehr 112

Ärztlicher Notdienst 31 00 31

Kreditkarte sperren 116 116

Flughafen 0180 5000 186

Deutsche Bahn 11 8 61

Fundbüro 75 60 31 01

Taxi Würfelfunk 0800 cabcall

Taxi Funk 44 33 22

Funktaxi 26 10 26

Berliner Verkehrsbetriebe

(BVG) 1 94 49

30


Kevin Francis Gray – Ghost Girl

Goff+Rosenthal zeigen Arbeiten des Londoner Künstlers

Kevin Francis Gray in einer Einzelausstellung.

Gray verbindet in seinen lebensgroßen, mit moderner

Street-wear bekleideten Kunstharzplastiken klassische

Formen mit urbaner Ästhetik. Das anmutige, doch

leblose ‚Ghost Girl’ aus Carrara-Marmor, den Blick mit

einem Schleier aus Swarovskiperlen verhängt, strahlt

eine rätselhafte Melancholie aus.

Kevin Francis Gray: Ghost Girl, 2007, Carrara Marble, Swarovski glass beads,

180 x 60 x 60 cm (life size)

Goff+Rosenthal, Brunnenstr. 3, 10119 Berlin-Mitte

Opening: 22.9., 18–20h, 22.9.–3.11., Di–Sa 11–18h

www.goffandrosenthal.com, Map: E 21

your view – my story

Nach ersten Ausstellungen in Mannheim und Kiel

präsentiert The Ministry of Art nun zum ersten Mal in

Berlin eine spannende Mischung von Kunst der jungen

Generation, der ‚Nach 1970-geborenen‘ Künstler Chinas.

Bei den ausgestellten Kunstwerken handelt es sich um

Malerei und Skulptur. Teil der Ausstellung ist auch eine

Lounge, in der Videoclips der Künstler ausgestrahlt

werden, wodurch Einblicke in „ihre Geschichte“ gegeben

werden. Parallel zur Ausstellung findet ein umfangreiches

Rahmenprogramm mit Führungen und Vorträgen statt.

Chen Lei: The Big Kiss, 2007, Mixed Media, 370 x 110 x 120 cm

Courtesy: The Ministry of Art

Pferdeställe des alten Postfuhramtes

Auguststr. 5a, 10117 Berlin-Mitte

Opening: Sa, 8.9., 18h. 8.9.–10.10., tgl. 11–19h

and by appt.

www.theministryofart.com, Map: F 19

Dreams and Disappointments II – Kim Simonsson

Auf den ersten Blick sehen die Figuren des Bildhauers

Kim Simonsson wie süße Kind-Wesen aus einem Fantasy

Märchen aus. Doch dann wird ihre Ernsthaftigkeit

sichtbar. Als popkulturelle Phänomene der heutigen

Computer- und Medienwelt symbolisieren sie trotzigen

Widerstand gegen gesellschaftliche Normen. Die

bizarren Arbeiten des international renommierten Finnen

(* 1974) sind erstmalig in Berlin zu sehen. Einführung:

Stefanie Bickel.

Kim Simonsson: Girl Babtized with Gold, 2007, Ceramics, 110 x 45 x 45 cm

Courtesy: Galerie Herrmann & Wagner

HERRMANN & WAGNER,

Koppenplatz 6, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 7.9., 19h, 7.9.–20.10., Di–Sa 12–18h

www.herrmannwagner.com, Map: E/F 20

31


singuhr – hoergalerie –

The Speed of Sound & living room piece

Die singuhr – hoergalerie ist seit 1996 der zentrale Ort

für Klangkunst in Berlin und präsentiert Klanginstallationen

von renommierten Klangkünstlern und dem

künstlerischen Nachwuchs. Bis zum 23.9.2007 sind

zwei Installationen des niederländischen Medienkünstlers

Edwin van der Heide im Großen Wasserspeicher

zu erleben. Ab dem 20.9. präsentiert der New Yorker

Klangkünstler Michael J. Schumacher erstmals die Dauerklanginstallation

„living room piece“ in einer Berliner

Wohnung.

Kleiner Wasserspeicher. Foto: © Roman März

singuhr – hoergalerie, Berlin Prenzlauer Berg

Großer Wasserspeicher: Eingang Belforter Str.

Mi–So 14–20h, Eintritt: 3,- €, erm. 2,- €

living room piece berlin: 21.9.–28.10.

Do–So 14–20h und nach Anmeldung, Eintritt frei

Wohnungsadresse unter: www.singuhr.de

Robert Dämmig – grids | structures | spaces – Fotografie

Dämmig schneidet Details aus seiner urbanen Umwelt,

verwischt lokale Bezüge, schichtet in sachlicher Form

Farben, Flächen und Strukturen. Kühl und konstatierend

sind seine Arbeiten ausschließliche Bestandsaufnahmen

der vorgefundenen Situationen. Der Mensch bleibt dabei

vollkommen ausgespart. So entstehen Bilder von suggestiver

Schönheit, die wiederum assoziativ fortwirken und

dem Betrachter weitere Bedeutungsebenen eröffnen.

Robert Dämmig: front detail, 2007, 70 x 100 cm, InkjetPrint

raum5 Galerie, Torstr. 173, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 7.9., 19h, 7.9.–20.10., Di–Sa 12–18h

www.raum5-berlin.de, Map: E 19

Phoebe Washburn – Regulated Fool’s Milk Meadow

Washburn stellt aus alltäglichen Materialien provisorisch

anmutende Skulpturen her. Ihre Materialwahl wird oft

als politische Aussage verstanden, als Spiegel einer Überflussgesellschaft,

doch es interessiert sie weitaus mehr,

weggeworfene und unbeachtete Materialien in etwas Lebendiges

zu verwandeln. Die ins Gigantische wuchernden

Konstruktionen spiegeln das Wachstum heutiger

Städte wider und berühren globale Themenkomplexe.

Phoebe Washburn: Regulated Fool’s Milk Meadow, 2007

Foto: David Heald, © Phoebe Washburn

Courtesy: Deutsche Guggenheim

Deutsche Guggenheim

Unter den Linden 13/15, 10117 Berlin-Mitte

14.7.–14.10., tägl. 11–20h, Do bis 22h

www.deutsche-guggenheim.de, Map: I 19

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Light Drawing I – metropolis

Mit raumgreifenden Wandzeichnungen und einem überraschenden Lichtwechsel

von hell zu dunkel führt die koreanische Künstlerin Jeongmoon

Choi den Betrachter in zwei widersprüchliche Welten innerhalb einer

globalisierten Welt.

Jeongmoon Choi: metropolis, Lichtinstallation/Wandzeichnung,

Fäden, UV-Licht, 2007

Galerie Gillian Morris, Brunnenstr. 3, 1. Stock, 10119 Berlin-Mitte

Opening: 1.9., 18h, 4.9.–13.10., Di–Sa 12–18h

www.galerie-gillian-morris.com, Map: E 21

Berit Hummel: 2007, HD-Video, 16:9,

1-Kanal Videoinstallation, Sound

Courtesy: Stedefreund

Sonja Draub | Berit Hummel – Idyllen

Atelierräume von Francis Bacon und Bruce Naumann erscheinen bei

Sonja Draub aquarelliert neben fotografischen Aufnahmen ihres eigenen

Ateliers. Hummel überträgt Western-typische Verhaltensmuster ins urbane

Umfeld zeitgenössischer Bürogebäude, die sich als künstliche Idylle

und uneingelöstes Naturversprechen erweisen. Künstlergespräch 15.9.,

17h, 28.9.–2.10.: 4.BERLINER KUNSTSALON.

Stedefreund, Rosenthaler Str. 3, 10119 Berlin-Mitte

Opening: 7.9., 19−22h, 8.9.−3.10., Mi−Sa 14−19h

www.stedefreund-berlin.de, Map: E 21

John Kessler: The Place at 4 A.M., 2005, Mixed media with

surveillance cameras and monitors. © Sammlung Falckenberg and

Egbert Haneke. Courtesy of the artist and Galerie Hans Mayer

Ulrike Ottinger: Shanghai Gesture, Kontext: Exil Shanghai.

China, 1996. Foto: Ulrike Ottinger

New York – States of Mind

Durch Arbeiten von Wegbereitern wie Marcel Duchamp, Hans Haacke,

Gordon Matta-Clark und von Künstlern wie Kehinde Wiley, Carolee

Schneemann und Jon Kessler präsentiert „New York – States of Mind“

politisch-ironische, betont interaktive Formen der Auseinandersetzung

mit der Öffentlichkeit: Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, Fotografien,

Film, Videoinstallationen und Mix-Media von 26 Künstlern und zwei

Kollektiven. In Zusammenarbeit mit dem Queens Museum of Art, NY.

Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

bis 4.11., Di–So 12–20h und Sonderöffnungsz., www.hkw.de, Map: I 13/14

Ulrike Ottinger

Ulrike Ottinger gilt als eine der eigenwilligsten deutschen Filmemacherinnen

von internationalem Rang. Die Ausstellung würdigt ihr Werk und

entfaltet den vielfältigen Bilderkosmos von Dokumentar- und fiktionalem

Film anhand von Fotografien, Arbeitsbüchern und Kostümen. Sie wird

begleitet von einer Retrospektive ihrer Filme im Kino Arsenal sowie einer

Veranstaltungsreihe.

Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin-Tiergart.

13.9.–2.12., Di–So 10–18h, Do 10–20h, Mo geschl., Eintritt 4,- €, erm. 3,- €

www.deutsche-kinemathek.de, Map: K 15

Mensch und Ornament – Cécile Paris + Philipp Hennevogl

Die Bedeutung des Ornaments geht weit über die Verzierung hinaus,

indem es zu einem Symbol der Identität wird. „Mensch und Ornament“

zeigt Video, Fotografie und Linolschnitt. Die Ausstellung findet im Rahmen

des vom KUNSTBÜROBERLIN initiierten Projekts „IMPRESSION“

anlässlich des 20. Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin-Paris statt.

Cécile Paris: LUCK OR LOVE, Video 3min 30 © 2005

KUNSTBÜROBERLIN, Uhlandstr. 162, 10719 Berlin-Charlottenburg

Opening: 14.9., 19h, 15.9.–26.10., Mi–Fr 12–19h, Sa 13–16h, or by appt.

www.kunstbueroberlin.de, Map: O 6

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positive.negative

war das Thema der Neugestaltung der Räume von

Kicken I durch Jürgen Mayer H. Architekten. Der nun

zweigeteilte Raumkörper soll bestehende Konventionen

bewusst aufbrechen und neue Formen der Kunstpräsentation

erproben. Zur Neueröffnung präsentiert Kicken

einen Künstler, der als einer der ersten in Europa,

Anfang der 80er Jahre, die Farbfotografie als Kunst

etablierte: Joachim Brohm. Er wird derzeit auch in

der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig mit der

Werkschau „Joachim Brohm. Ohio“ geehrt.

Joachim Brohm: Car on Fire, from the series “Ohio”, 1984, c-print, Ed. of 12, 24 x 30 cm

© Joachim Brohm / Courtesy Kicken Berlin

Kicken Berlin, Linienstr. 155, 10115 Berlin-Mitte

29.9.–22.12., Di–Sa 14–18h

www.kicken-gallery.com, Map: F 19

Michael Schäfer – Champ

Für seine Ausstellung Champ hat Michael Schäfer eine

Serie von auf den ersten Blick klassischen ‚Porträts’

entwickelt, „Les Acteurs“. Dabei verfolgt er zum einen

konsequent die eingeführten digitalen Techniken aus

früheren Serien und erweitert zugleich seinen Ansatz,

indem er das Phänomen der kollektiven Erinnerung mit

der persönlichen Interpretation tradierter Rollenmodelle

aufeinander treffen lässt.

Michael Schäfer: Les Acteurs, 2007, 26 digital bearb. Fotografien,

je 109 x 80 cm, Ed. 3+1 a.p., Courtesy: AMERIKA Berlin and the artist

AMERIKA, Brunnenstr. 7, 10119 Berlin-Mitte

Opening: 1.9.,18–21h, 2.9.–6.10., Di–Sa 11–18h

www.amerika-berlin.de, Map: D 21

Paula Gehrmann – Fotografie – Absichten

In ihrer aktuellen Arbeit beschäftigt sich die Fotografin

mit dem Thema der Absicht. Formal entsteht durch die

abgewandte Körperhaltung und den fehlenden Gesichtszügen

der Protagonisten, in allen Aufnahmen ein Gefühl

von Distanz für den Betrachter. Inhaltlich wird die Beziehung

zwischen dem handelnden Individuum und der

physischen Situation, in der sich der Mensch befindet,

untersucht. Da jede menschliche Handlung auf einer

Ursache beruht, wird man in den Porträts Teil einer

Geschichte. An diesem Punkt eröffnet sich die Frage

nach der Intention – der Absicht. Die Figuren werden

zu Projektionsflächen.

Paula Gehrmann: Lotion, 2007, Fotografie.

Mille d‘Air, Torstr. 230, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 1.9., 20h, Di–Sa, 14–19h, and by appt.

www.milledair.de, Map: F 18

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Li Luming: Handclap, 2007, Öl auf Leinwand,140 x 200 cm

Courtesy: Alexander Ochs Galleries

Li Luming – Des Künstlers Jugendzeit

Der 1956 zur Zeit der Kulturrevolution geborene Künstler Li Luming

überführt die Motive alter Fotografien in großformatige, monochrome

Ölgemälde – Bilder aus der chinesischen Vergangenheit, welche die

Gegenwart in einem anderen Licht erscheinen lassen. Er verbildlicht

eine zyklische Zeitstruktur, in der sich die Dinge beständig wandeln, die

zugrundeliegenden Muster aber scheinbar immer die gleichen bleiben.

Alexander Ochs Galleries Berlin I Beijing, Sophienstr. 21, 10178 Berlin-Mitte

bis 15.9., Di–Fr 10–18h, Sa 11–18h

www.alexanderochs-galleries.de, Map: F 21

Josef Hoflehner

Parallel zur momentan laufenden Peter Lindbergh-Ausstellung zeigt die

Galerie Camera Work Fotografien des österreichischen Künstlers Josef

Hoflehner. Zu sehen sind mystisch anmutende Stillleben sowie Architektur-

und Landschaftsaufnahmen, die während seiner Reisen nach

Vietnam, China, Island und Jemen entstanden sind.

Josef Hoflehner: A Kind of Magic, Germany, 2006

Camera Work, Kantstr. 149, 10623 Berlin-Charlottenburg

bis 6.10., Di–Sa 11–18h

www.camerawork.de, Map: N 6

Helmut Newton: Fat Hand and Dollars, Monte Carlo, 1986

Wanted: Helmut Newton, Ralph Gibson & Larry Clark

Bisher nicht ausgestellte Aufnahmen Newtons, die er in seinem Magazin

„Helmut Newton’s Illustrated“ veröffentlichte, werden Arbeiten der von

ihm geschätzten Kollegen Clark und Gibson gegenüber gestellt. Clarks

Werkgruppen „Tulsa“ und „Teenage Lust“ zeigen in drastischen Bildern

das Leben von jugendlichen Drogensüchtigen und deren Sex. Gibson

ist mit einer repräsentativen Werkauswahl u.a. aus seinen Büchern „The

Somnambulist“ oder „Days at Sea“ vertreten.

Helmut Newton Stiftung, Jebensstr. 2, 10623 Berlin-Tiergarten

bis 18.11., Di–So 10–18h, Do 10–22h, www.helmutnewton.com, Map: L 7

Astrid Klein: Ohne Titel, 2004, Acryl auf Leinwand, 180 x 165 cm

Courtesy: Galerie Fahnemann/Astrid Klein

Galerie Fahnemann

Seit 1982 zeigt die Galerie sowohl junge als auch etablierte künstlerische

Positionen zeitgenössischer Kunst. Für viele Ausstellungen werden neue

Arbeiten geschaffen, oft begleitet von einem Katalog. Namen wie Imi

Knoebel, Günther Förg, Astrid Klein, Raimund Girke, Hans Hartung,

aber auch Ernst Wilhelm Nay stehen im Programm, deren Arbeiten in

der aktuellen Gruppenausstellung zu sehen sind.

Galerie Fahnemann, Gipsstr. 14, 10119 Berlin-Mitte

29.8.–22.9., Di–Sa 12–18h

www.galerie-fahnemann.de, Map: F 21

Vito Acconci: „Following Piece“, 1969, Performance

copyrigt: Vito Acconci

WALK! – Spazierengehen als Kunstform – Über die allmähliche Verfertigung

der Gedanken beim Gehen

Die Ausstellung präsentiert das Spazierengehen als künstlerische Praxis

und untersucht es hinsichtlich seines Potentials, die Wahrnehmung der

Umgebung zu schärfen und als spezifische Vermittlungsform zu wirken.

Die Arbeiten internationaler KünstlerInnen eröffnen ein breites Spektrum

des Spazierengehens als Kunstform seit den 1960er Jahren, realisiert

in unterschiedlichen Medien.

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin-Kreuzb.

1.9.–14.10., tgl. 12–19h, www.kunstraumkreuzberg.de, Map: N 25

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Sebastian Diaz Morales

“The Means of Illusion” ist bereits die dritte Ausstellung

des Künstlers bei carlier | gebauer. In seinen neuesten

Videoarbeiten greift Diaz Morales erneut das Thema

der sprachlichen und visuellen Möglichkeiten des

Erzählens auf. Im Zuge dessen stellt er unter anderem

die Frage, auf welche Weise Bilder auf die Realität

verweisen oder diese wiedergeben. Dieser Zusammenhang

spiegelt sich auch im Entstehen der Werke Diaz

Morales’, der immer wieder mit digitalen Bearbeitungsmöglichkeiten

arbeitet.

Sebastian Diaz Morales: Simulacrum 1, 2007, mixed media, sculpture, 124 x 9 x 20 cm, unique

carlier | gebauer

Holzmarktstr. 15–18, Bogen 51/52, 10179 Berlin-Mitte

Opening: 7.9., 18h, 8.9.–20.10., Di–Sa 11–18h

www.carliergebauer.com, Map: J 25

Bridget Riley @ Max Hetzler

Erstmalig stellt die Londoner Ikone der Op-Art, Bridget

Riley, in der Galerie Max Hetzler aus. Die für ihre

s/w-Bilder bekannte Künstlerin gewann 1968 als erste

britische Künstlerin der Gegenwart den International

Prize for painting der Biennale in Venedig. Gezeigt werden

neue Gemälde und Gouachen, eine Wandarbeit

und zwei ältere Gemälde aus den 80er und 90er Jahren.

Bridget Riley: Encounter, 1993, Oil on linen, 170,2 x 227,3 cm

Galerie Max Hetzler, Zimmerstr. 90/91, 10117 Berlin-Mitte

15.9.–27.10., Di–Sa 11–18h

www.maxhetzler.com, Map: L 18

Stephan Ehrenhofer – k27_revisited

Über die Drehung wird aus der Fläche Raum. Virtuelle

Konstruktionen machen räumliche Dimensionalität

sichtbar. Ausgehend von einer einzigen Grundfigur

werden perspektivische Ansichten erzeugt, die zwischen

einfachem Muster und Komplexität pendeln;

klare Fluchtlinien, die den Horizont auffächern, und

verwirrende Überlagerung von Teilflächen machen das

Bildpanorama zum spannenden Balanceakt.

Stephan Ehrenhofer: k27_01 (Detail), Pigmentdruck auf Papier, 38 x 202 cm, 2007

Courtesy: the artist

Galerie Borchert+Schelenz

Langenscheidtstr. 4, 10829 Berlin-Schöneberg

Opening: 22.9., 17h,

22.9.–7.11., Di–Fr 11–19h, Sa 11–16h

www.kunstbuch-buchkunst.de

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Ernesto Neto – From Sebastian to Olivia

Max Hetzler zeigt eine neue raumgreifende Installation

des brasilianischen Künstlers. Netos begehbare Körper-

Landschaften fordern nicht nur die visuelle Wahrnehmung

des Betrachters heraus, sondern oftmals auch den

Tast- und Geruchssinn. Die Materialien – dehnbare

Kunstfasern, vielfältig strukturierte Gewebe, etc. –

spielen bei der Wirkung seiner Werke ebenso eine

wichtige Rolle.

Ernesto Neto: Acontece no horizonte de eventos. O jardim (It happens in the horizon of events.

The garden) (Detail), 2001, lycra tulle, polyamide, stockings, stones and gravel,

80 x 1350 x 110 cm, Installation view: CGAC, Photo: Mark Ritche

Galerie Max Hetzler, Osram Höfe,

Oudenarder Str. 16–20, 13347 Berlin-Wedding

29.9.–17.11., Di–Sa 11–18h

www.maxhetzler.com

Sue de Beer

Das Thema der neuesten Videoinstallation von Sue

de Beer ist eine Neuinterpretation der Geschichte

des Bauhaus’ Dessau. Die filmischen Schauergeschichten

der amerikanischen Künstlerin greifen

oft das Thema des Übergangs von der Moderne

zu ihren Post-Strömungen auf.

Sue de Beer: film still photograph from Permanent Revolution, 2007, edition of 6 (+1 AP),

76,2 x 101,6 cm, Courtesy the artist and Arndt & Partner, Berlin / Zurich

Arndt & Partner, Zimmerstr. 90/91, 10117 Berlin-Mitte

Opening: 1.9., 18–20h, 4.9.–20.10. (2nd floor),

4.9.–20.9. (1st floor), Di–Sa 11–18h

www.arndt-partner.com, Map: L 18

Takehito Koganezawa – Walk on the slippery side

Der japanische Künstler Takehito Koganezawa arbeitet

mit Videos, Zeichnungen und Installationen. In seinen

neusten Collagen und Buntstiftzeichnungen kombiniert

er feine Linien mit Glitzerfolie. Comichafte Figuren, abstrakte

und organische Formen sowie Alltagsgegenstände

werden vom Bildhintergrund losgelöst und verwehren

sich so jeglichem Kontext. Seit diesem Jahr überträgt er

die geometrischen Formen seiner Zeichnungen – Ringe,

Spiralen und Kringel – in Neoninstallationen gleich

dreidimensionaler Zeichnungen im Raum. Begleitet

wird die Ausstellung von einer Soundinstallation.

Takehito Koganezawa: Untitled, 2007, Linoleum. Courtesy: Wohnmaschine

WOHNMASCHINE, Tucholskystr. 35, 10117 Berlin-Mitte

Opening: 13.9., 19h, 14.9.–3.11., Di–Sa 11–18h

www.wohnmaschine.de, Map: F 19

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IN_FUSION – Zeitgenössische Kunst aus Peru

IN_FUSION, kuratiert von Katerina Valdivia Bruch, zeigt

Positionen der zeitgenössischen peruanischen Kunst.

Ausgangspunkt ist die aktuelle gesellschaftliche und

politische Realität Perus. Die künstlerische Schöpfung

resultiert aus einer fast endlosen Quelle von Einflüssen

und wechselnden Impulsen und findet sich in vielfältiger

Form wieder, von folkloristischen bis hin zu minimalistischen

Werken. IN_FUSION präsentiert Fotografien,

Videos, Net.art, Installationen, Bildhauerei und Zeichnungen

von Angie Bonino, Santiago Bustamante, Jorge

Luis Chamorro, Haroldo Higa, Diego Lama, Carlos Letts,

Gilda Mantilla, José Carlos Martinat, Pablo Patrucco.

Haroldo Higa: Souvenirs cremosos. © Haroldo Higa

Instituto Cervantes, Rosenstr. 18-19, 10178 Berlin-Mitte

Opening: 3.9., 19.30h, 4.–28.9., Mo–Do 12–19h,

Fr 12–18h, Eintritt frei

www.cervantes.de, Map: G 22

Bettina Düesberg – „Sieh mich an! Ok! jetzt“

Einladung ins Atelier

Befindlichkeiten von Menschen aus dem Kreuzberger

Umfeld der Künstlerin sind ihre Inspiration. Daraus

entstehen großformatige Ölgemälde – psychische

Protokolle des ‚Zustand Mensch‘. Ihre Bilder verführen

den Betrachter und erzählen wie nebenbei von tiefen

Emotionen. Bettina Düesberg bewegt sich mit künstlerischer

Souveränität in der Tradition eines Chuck Close

und eines Lucian Freud.

Bettina Düesberg: o.T., Öl auf Leinwand, 2007, 200 x 180 cm

Atelier/Galerie, Lausitzer Platz 12a,

10997 Berlin-Kreuzberg

Opening: 15.9., 19h, 16.9.−18.10., tgl. 12−17h

www.saraduesberg.de, Map: M 26

Harald Floren: Stadtfische, 2004, Foto: Pierre Adenis

ART...ESSENZ No. 9 – Kunst bis 100 EURO

Zum 9. Mal lädt die ART...ESSENZ zum Kunstkauf ein.

50 internationale Künstler versammeln sich drei Tage unter

dem Zeltdach des Sony Center am Potsdamer Platz

und bieten zeitgenössische Kunst zu Preisen, die sich

jeder leisten kann: die Werke kosten bis zu 100,– Euro.

Das Spektrum ist groß, die angebotenen Werke sind

unterschiedlich, doch eines haben alle gemeinsam: es

sind Originale und man kann sie gleich mitnehmen.

Angeboten werden Malerei, Grafik, Fotografie, Collagen,

Objekte und Skulpturen. Beim Stöbern und im direkten

Austausch der Meinungen und künstlerischen Ansätze

erhält zeitgenössische Kunst abseits von Museen und

Galerien eine lebendige und persönliche Note.

Sony Center am Potsdamer Platz, 10785 Berlin-Tiergarten

7.9.–9.9., Fr–So 14–22h

www.sonycenter.de, Map: K 15

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Frank Bruggeman: Detail Installation Tent, Rotterdam, 2007

Courtesy: Brutto Gusto

Frank Bruggeman – Side Branch Scenery

Brutto Gusto_fine arts wird in einen veredelten, geheimnisvoll blauen

Gartenschuppen voller Pflanzgeräte, Verpackungsmaterialien und

Blumentöpfe verwandelt. Der Künstler Frank Bruggeman aus Rotterdam,

virtuoser Grenzgänger zwischen freier Kunst und Gestaltung, entlarvt die

ambivalente Haltung des Menschen gegenüber der Natur. Einige Pflanzen

werden gegen alle natürlichen Umstände gehegt und gepflegt, während

andere in ihrer natürlichen Umgebung bekämpft werden.

Brutto Gusto, Gartenstr. 1, 10115 Berlin-Mitte

bis 22.9., Mi–Sa 12–19h. www.bruttogusto.com, Map: E 19

Thomas Kemper – Malerei – Neue Arbeiten

Wozu die Maler des „Erhabenen“, Still, Rothko, Newman oder Pollock,

der Monumentalformate bedurften, erreicht Thomas Kemper mit der

Verdichtung einer reinen Malerei im Miniaturformat. (Andreas Steffens)

Thomas Kemper: o.T., 2006. Courtesy: zone B

zone B, Brunnenstr. 149, 10115 Berlin-Mitte

bis 6.10., Sa 11–18h or by appt. 0170 - 4 63 09 53

www.zone-b.info, Map: C 20

Wolfgang Heuwinkel & Nja Mahdaoui: o.T., 1991, Aquarell und

Kalligraphie, 103 x 72 cm

Verbindende Zeichen – Wolfgang Heuwinkel, Aquarell und

Nja Mahdaoui, Kalligraphie

Heuwinkel, Aquarellist aus Bergisch-Gladbach, fasziniert die reiche

Textur von Papier. Mahdaoui, Kalligraph aus dem arabischen Marsa, setzt

seine präzisen, an Schrift erinnernden Zeichen auf rauflächige Pergamente.

Gemeinsam schöpfen sie aus allen Kulturen dieser Welt und bringen

die jeweils eigene in ihre Arbeit ein.

Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin-Neukölln

Opening: 6.9., 19h, 6.9.–7.10., Di–Do, So 12–18h, Fr–Sa 12–22h

www.werkstatt-der-kulturen.de, Arabische Kulturwoche vom 6.–9.9.

Brent Wadden: o.T., Atelier-Installation, 2007

Brent Wadden – Zeichnung, Malerei, Installation

Der neue Kunstraum eröffnet mit einer Einzelausstellung des kanadischen

Künstlers Brent Wadden (*1979). Die Installation kombiniert

Zeichnungen mit Malerei und plastischen Objekten. Waddens Kunst ist

geprägt von psychedelischen Strukturen und Mustern von teils intensiver

Farbigkeit, die sich aus geometrischen, abstrakten Elementen zusammensetzen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Marc Wellmann.

berlin art scouts, Sophienstr. 25, 10178 Berlin-Mitte

20.9.–15.12., Di–Sa 12–18h

www.berlinartscouts.de, Map: F 20

David Keating: Narrative, 2006, Kunststofftasche, Stahl, Recording.

Courtesy: Wendt + Friedmann Galerie

David Keating – There’s a storm blowing up above us

In seinen zum Teil audiomedialen Installationen untersucht David Keating

(AUS) auf subversive und oftmals ironische Weise Themen wie Konsum,

Medien und gesellschaftlichen Konsens sowie deren ontologische

Beziehungen zum Subjekt. Die neueste Arbeit ist ein architektonisches

Konglomerat der sieben Weltwunder, die er im Zuge der Globalisierung

wie einen Themenpark zusammenfasst.

Wendt + Friedmann Galerie, Zehdenicker Str. 13, 10119 Berlin-Mitte

Opening: 1.9., 18h, 4.9.–15.9., Di–Sa 12–18h

www.wendt-friedmanngalerie.com, Map: D 21

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Herbert Press – Damokles’ Welt – Skulptur, Collage,

Druckgrafik

Press’ (1933–2002) Arbeiten sind noch heute von

beeindruckender Aktualität, obwohl sie bereits 1989

geschaffen wurden. Die Werke von Herbert Press waren

stets ‚Zeitzeichen, die nicht nur auf den gegenwärtigen

Augenblick deuten’ (Prof. Helmut Börsch-Supan). In

erster Linie war der Künstler Bildhauer, der aus Eisen

surrealistische Skulpturen schuf. Aber sein umfangreiches

Oeuvre umfasst auch zahlreiche Collagen und

Grafiken. (Text: Monika Herz)

Herbert Press: Damokles’ Welt, 1989, Farbradierung, 37,7 x 37,4 cm

Kunstkontor Rampoldt

Giesebrechtstr. 16, 10629 Berlin-Charlottenburg

Opening: 15.9., 17–20h,

20.9.–3.11., Do–Sa 15–19h or by appt.

www.kunstkontor-rampoldt.de, Map: M 3

Michael Ramsauer – Malerei – Volker März – Figuren

Der Kunsthistoriker Jürgen Schilling stellt die Malerei

Ramsauers in die Nähe so unterschiedlicher Kunst-

Charaktere wie Lovis Corinth, Ludwig Meidner, Chaim

Soutine, Leon Kosoff oder Frank Auerbach, die ebenso

die expressionistischen Werte modifizierten und mit

„peinture“, malerischer Raffinesse, zu verschwägern

verstanden. Zusammen mit der spektakulären One-manshow

VOLKER MÄRZ – Figuren – ein Muß im Berliner

Kunstherbst.

Michael Ramsauer: Galatea, 2007, Öl auf Leinwand, 150 x 160 cm

Tammen Galerie, Friedrichstr. 210, 10969 Berlin-Mitte

Opening: 14.9., 19–21h, 14.9.– 3.11., Di–Sa 12– 18h

www.galerie-tammen.de, Map: L 19

James Gortner – The Darkside Portraits

Der aus New York City stammende Künstler stellt das

Leben der Bewohner eines Crack House dar, gelegen, wie

sein Atelier, im Viertel Darkside in Brooklyn. Gortner

studiert und beobachtet seine Motive, erzählt die

Geschichten der Menschen in seiner bizarren Nachbarschaft.

Seine Porträts offenbaren das Unsichtbare – ihre

Erinnerungen und Hoffnungen. Und beleuchten so ihre

‚dunkle Seite’.

James Gortner: Ferdinand, Ferdi...Bullfighter

/pool gallery, Tucholskystr. 38, 10117 Berlin-Mitte

Opening: 27.9., 20–24h, 28.9.–25.11., Mo–Fr 12–20h,

Sa 12–18h

www.pool-gallery.com, Map: F 19

40


Sybille Junge: Himmelfahrt: Sojus 11 bis 13, 2006/07, Öl / Leinwand,

120 x 120 cm. Courtesy: Galerie Sophien-Edition

Sybille Junge – E.A. Langenberg – Zwischen Himmel und Erde

Junges farbintensive Ölgemälde aber auch die leichtfüßig daherkommenden

Zeichnungen zeugen von Kraft und Vitalität. Man wird förmlich

hineingezogen in ihre fabulierende Poesie. Die Skulpturen von Langenberg

laden ein, sich auf eine Reise in ein metaphorisches Fabelreich

zu begeben. Hintergründiges und Heiteres versteht er meisterlich aus

verschiedensten Materialien zu erschaffen.

Galerie Sophien-Edition, Sophienstr. 24, 10178 Berlin-Mitte

31.8.–13.10., Di–Sa 13–18h

www.galerie-sophien-edition.de, Map: F 21

Uli Weigelt: o.T., 2006. Acryl und Blattgold auf Leinwand,

140 x 180 cm

Neueröffnung der Galerie Förster mit Malerei von Uli Weigelt

Uli Weigelts Bilder zeigen abstrakte Landschaften, unter deren Oberfläche

Unheimliches und Unerklärliches verborgen liegt. Chaos und Bedrohung

schimmern durch scheinbar Harmonisches hindurch. Mit kontrastreichen

Farben und Formen, geheimnisvollen grafischen Zeichen und vereinzelten

realistischen Elementen werden Naturphänomene auf die Leinwand

gebracht, in denen man Spuren chinesischer und japanischer Kultur findet.

Galerie Förster, Schröderstr. 2, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 8.9., 19h, 13.9.–21.10., Di–Fr 15–19h, Sa 11–17h

www.galerie-foerster.de, Map: E 19

Nerio Quintero: Espejos y caballos, 2006, Acryl auf Leinwand,

80 x 120 cm

Nerio Quintero – Leviatán

Der vielfach ausgezeichnete venezolanische Professor für Malerei und

Grafik zeigt Acrylgemälde der letzten drei Jahre. Es ist ein Blick durch

Schleier und schräg gestellte Glasscheiben in eine andere Welt. Ein Blick

in die Ferne, das Mystische, das Unnahbare, wo im Hintergrund erscheinende

in Gaze gehüllte menschliche Wesen und Tiere gefangen zu sein

scheinen.

Galerie Tantow, Bleibtreustr. 5A, 10623 Berlin-Charlottenburg

Opening: 20.9., 19–21h, 20.9.–3.11., Di–Fr 11–19h, Sa 11–16h

www.galerie-tantow.de, Map: L 5

Johannes Westermann: Kamera, 50 x 40 cm

Johannes Westermann – doggyztyle – Malerei

Der 26-jährige Künstler aus Halle zeigt Ausschnitte aus seinem breiten

Spektrum der Malerei. Westermann begibt sich in die (Un)tiefen des

world wide web und fördert Bilder zutage, von denen wir stets wussten,

uns aber bisher nicht hinzusehen gewagt hatten. Diese Bilder überträgt

der Künstler auf die Leinwand und stellt dabei ihre ursprüngliche Intention

und ihren Kontext in Frage.

miope galerie, Muskauer Str. 47, 10997 Berlin-Kreuzberg

Opening: 3.9., 18.30–22h, 4.–27.9., Di–Fr 11–18h, Sa 11–16h

www.mi-ope.de, Map: M 26

Uros Djuric: forgotten Grace and I, © Uros Djuric 2007

Uros Djuric (Belgrad) / Julia Kissina (Berlin) – Das Phantom der Kunst

Berühmtheit und Popularität: Nicht nur im Kunstbetrieb entscheidende

Größen. Warum wird ein Künstler berühmt? Ist Selbstdarstellung eine

künstlerische Disziplin? Wie stellen Galeristen und Kritiker Künstler dar?

Djuric und Kissina liefern ernsthafte, skurrile, philosophische, ironische

Antworten in Zeichnungen, Videos, Photographie.

18m Galerie für Zahlenwerte, Akazienstr. 30, 10823 Berlin-Schöneberg

Opening: 18.9., ab 18h, 18.9.–10.11., geöffnet am: 18.9., 18.10., 10.11.

ab 18h, 1.–3.10. von 10–13h, 18–20h and by appt.

www.18m-galerie.de

41


Rina Banerjee – Where the wild things are...

Die Galerie Volker Diehl zeigt in neuen Räumen Arbeiten

Rina Banerjees. Sie erkundet Spezifika des Kolonialismus,

die Ort und Identität als komplexe diasporische Erfahrungen

neu definieren. Deren Ästhetik und kulturelle

Anfänge deuten insbesondere darauf hin, wie die vielen

regionalen kulturellen Auswirkungen weiterhin unsere

Wahrnehmung von Heimat, der exotischen, der fremden

und heimischen Welt prägen. Der globale Ort wird zum

Garten, entstanden sowohl aus der Reise durch eine

reale, wie auch durch eine erfundene illusionäre Welt.

Rina Banerjee: A World at Loss, 2007, Federn, Plastikpflanzen, getrocknete Fische,

Objekte, 300 x 200 cm

Galerie Volker Diehl, Lindenstr. 35, 10969 Berlin-Mitte

Opening: 27.9., 19h, 28.9.–23.10., Di–Sa 11–18h

and by appt.

www.galerievolkerdiehl.com, Map: L 20

Bidzina Kanchaveli – 6 pictures of a universe

Der georgische Künstler und Regisseur wird das Zirkuszelt

im Hof des Theaterhauses als Projektionsraum benutzen

um seinen neuesten Film zu zeigen. Die Präsentation

greift die Anfänge des Kinos auf. Sie ähnelt der über

hundert Jahre alten Tradition, als die ersten Laufbilder

um die Jahrhundertwende noch in Varieté-Theatern und

Wanderzirkussen gezeigt wurden.

„6 pictures of a universe“ schafft sechs bewegte Gemälde

einer fremden Welt, fern unseres Verstands. Eine Welt

die ihren eigenen Regeln folgt, mit ihrer eigenen Zeit

und ihrem eigenen Rhythmus. Ein unbeschreiblicher

cineastischer Sog in unser Innerstes.

Bidzina Kanchaveli: 6 pictures of a universe, Filmstill

Theaterhaus Mitte, Koppenplatz 12, 10115 Berlin

Opening: 21.9., 19h,

22.9.–11.10., Di–Fr 14–20h, Sa–So 12–18h

www.thbm.de, Map: F 20

Feng Lu – Stille Post

‚Stille Post’ zeigt Plastiken des chinesischen Bildhauers

Feng Lu. Seine Porträts und Installationen sind unprätentiös

und oft von sarkastischen Zügen geprägt. Bis ins

kleinste Detail ausgearbeitet, stellen Feng Lus Arbeiten

nicht nur die Eigenarten des Menschen dar, sondern

konfrontieren den Betrachter mit dem Wahnsinn des

Menschseins. Es erscheint ein Katalog. Die Galerie Michael

Schultz zeigt gleichzeitig Maik Wolf ‚Zehntausend

Riegel’. Maik Wolf schafft eigenwillige (Stadt-)Landschaften,

die sich durch ihre - zwischen Geborgenheit und

Ungewissheit changierende - Atmosphäre auszeichnen.

Feng Lu: o.T., 2005, Kunststoff, chinesische Seide

Courtesy: schultz contemporary

schultz contemporary | Galerie Michael Schultz

Mommsenstr. 34, 10629 Berlin-Charlottenburg

Opening: 15.9., 19–21h, 15.9.–27.10., Di–Fr 11–19h,

Sa 10–14h

www.galerie-schultz.de, Map: N 2

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Dodi Reichenberg: Hauua (arab.=ich), 2006, versch. Materialien

Courtesy: Hohenthal & Bergen

Bag Base – Dodi Reifenberg

Die Ausstellung zeigt ungewöhnliche Skulpturen-Installationen aus verschiedenen

Materialien: Plastiktüten und Ready-mades, Nähmaschinen,

Kleiderbügel, Hüte, etc. Diese Kompositionen sind witzig, überraschend

und manchmal provozierend. Die ästhetischen Qualitäten sind ebenfalls

wichtig: Objekt und Schatten, Transparenz und Reflexion, Textur und

Farbe der Gegenstände.

Galerie Hohenthal und Bergen, Mommsenstr. 35, 10629 Berlin-Charlottenb.

Opening: 13.9, 19–21h, 13.9.–13.10, Di, Sa 11–14h, Mi–Fr 14–18h

www.hohenthalundbergen.de, Map: N 2

Joan Hernández Pijuan: 2004, Gouache, 22 x 25 cm

Courtesy: Galerie Dittmar

Joan Hernández Pijuan – Zeichnungen 1989–2004

Hernández Pijuan, der 2005 starb, ist einer der bedeutendsten spanischen

Maler und Zeichner der Gegenwart, der in den letzten beiden Jahrzehnten

große internationale Anerkennung fand. Auf der Biennale in Venedig

2005 wurde ihm zusammen mit Agnes Martin eine Sonderschau eingerichtet.

Die Ausstellung vereint eine dichte Auswahl seiner Zeichnungen.

Es erscheint ein Katalog.

Galerie Dittmar, Auguststr. 22, 10117 Berlin-Mitte

8.9.–27.10., Di–Sa 12–18h

www.galerie-dittmar.de, Map: F 20

Swen Daemen: Abenddämmerung (Ausschnitt), 2007,

Holzrelief aus MDF

ToP – Eine Ausstellung über das Malerische

Zur Eröffnung der neuen Räume zeigt pink gallery in einer Formation

von 10 Berliner Künstlern die Ausstellung ToP - Triumph of Painting, die

mit Objekten, Audio-, Video- und MixedMedia Installationen, digital art,

Fotoarbeiten und Zeichnungen um das Malerische in der Kunst kreist.

Mit Mario Asef, Aldo Cristofaro, Swen Daemen, Meike Doelp, Peter Farkas,

Can Henne, Joachim Seinfeld, Anke Westermann, Henry Woller, mzweig.

pink gallery, Brunnenstr.32 / Ecke Anklamerstr., 10115 Berlin-Mitte

Opening: 26.9., 19h, 27.9.– 4.10., tgl. 16–21h and by appt.

www.pinkgallery.de, Map: C 20

Rolf Sellmann: SAFE? (Detail); 2007, Metalldraht /

Sicherheitsnadeln; ca. 240 x 130 cm

Rolf Sellmann – Safe? – Objekte, Skulpturen, Bilder

Sellmann setzt sich in den gezeigten Arbeiten mit dem Thema ‚Sicherheit’

auseinander. Ungewöhnliche Materialien, wie z.B. Sicherheitsnadeln

oder von Arbeitslosen benutzte Wartenummern, verarbeitet der Schöneberger

Künstler zu seriellen Arbeiten mit metaphorischen Hintergründen.

Er kombiniert diese Objekte in den Räumen vom KunstRaum Ko mit minimalistischen

Drahtskulpturen sowie mit schwarz-weißer Tuschemalerei.

KunstRaum Ko, Koburger Str. 15, 10825 Berlin-Schöneberg

Opening: 8.9., 15–18h, Mi 17–20h, Sa+So 15–18h

and by appt. 0175-5648140, www.kunst-ko.de

Sibylle Meister: sommer.frucht I, 2007,

Acryl auf Leinwand, 40 x 40 cm

Sibylle Meister – Sinnliche Akte und Figuren neben geheimnisvollen

Stillleben

Die Berliner Malerin zeigt Stillleben und Figurenbilder. Die Formabstraktionen

sind scheinbar poetisch-spielerisch aus dem Malprozess entstanden.

Meister vertraut auf die Wirkung der Farben, deren Sprache mit

angedeuteten Linien und Zeichen erweitert wird. Die Bilder überzeugen

durch sensible Farbfelder und die Lebendigkeit der Spuren des Arbeitens.

Galerie ICON Berlin, Veteranenstr. 22, 10119 Berlin-Mitte

7.9.–20.10., Mi–Fr 14–19h, Sa 14–18h

www.galerie-icon.de, Map: D 21

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DAVID STOUPAKIS – A QUEST FOR BETTER DREAMS

Stoupakis kam 2003 in den Besitz alter Niederschriften

von schizophrenen und depressiven Psychiatrie-Patienten.

Die furchterregenden Träume einer jungen Frau

- Emily Backman -wurden zur Quelle seiner Inspiration.

Er begann ihre im Schlaf erlebten Ängste und Hoffnungen

in Bildern wieder zu geben. Die Serie „A QUEST

FOR BETTER DREAMS“ ist eine Hommage an Backman.

Der Künstler ist ab 2.9. anwesend.

David Stoupakis: One Kings Downfall No. 6, 2007, Oil on board,

Painting size: 28” x 20”. Courtesy: strychnin gallery

Gallery Strychnin Berlin,

Boxhagener Str. 36, 10245 Berlin-Friedrichshain

Opening: 7.9., 19h, 7.9.–7.10., Do/So 13–18h,

Fr+Sa 13–19h, and by appt.

www.strychnin.com, Map: J 32

Lars Teichmann – New Works

... Bildreste in Form figürlicher Fragmente scheinen

Teichmanns Malerei einen historischen Anstrich zu

geben, ohne aber den Charakter des Urmotivs zu bewahren

– ein ursprüngliches, historisches Motiv wie das

einer Figur oder Bildnisses verschmilzt mit abstrahierten

Bildflächen. Die Durchdringung historischer und abstrakter

Malerei führt die unterschiedlichen Zeitschienen

zu neuen, formalen und temporalen Ebenen im Bild

zusammen. ...

Lars Teichmann: Lord, 2007, Acryl auf Leinwand, 150 x 200 cm

KUNSTAGENTEN Contemporary Art Gallery,

Linienstr. 155, 10115 Berlin-Mitte

bis 15.9., Di–Sa 12–19h and by appt.

www.kunstagenten.de, Map: F 19

Hana Usui – Negativ

„Die ehem. Kalligraphin zeigt..., welche subtilen Proportionen

und Harmonien eine Aneinanderreihung von Strichen

haben kann ..., wie die abstrakte Form erzählerisch

und das Kunstwerk sozusagen zur Partitur seiner selbst

wird.“ Niklas Maak, FAZ. 1974 in Tokio geboren, lebt

sie seit 2004 in Berlin und ist in Sammlungen wie der

Berlinischen Galerie vertreten. Die Ausstellung ist Teil

der Asien-Pazifik-Wochen Berlin.

Hana Usui: o.T. (Detail), Öl und Tusche auf Japanpapier, 60 x 240 cm

Galerie oko – Japanese Contemporary Art,

Schröderstr. 12/I, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 14.9., 19–23h, 15.9.–3.11., Mi–Fr 14–19h,

Sa 11–18h

www.galerie-oko.de, Map: E 19

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Albrecht Genin: Im Wind, 2006, Tusche auf Papier, 34 x 31 cm,

Blattgröße 50 x 50 cm

Albrecht Genin – Malerei/Zeichnung/Skulptur/Malerbücher

Genin, der stille Beobachter, erzählt neue Geschichten aus dem Leben

zwischen Berlin und Thailand. „Movements“: Skulpturen aus Cortenstahl,

Malerei, Zeichnung und Carborundumdrucke. In seiner zeichenhaften

Sprache spricht Genin in seinen Werken von den verborgenen Beziehungen

zwischen den Geschöpfen der Natur, von Wandel und Bewegung und

dem labilen Gleichgewicht zwischen Mensch, Tier und Ding.

Galerie Horst Dietrich, Giesebrechtstr. 19, 10629 Berlin-Charlottenburg

Opening: 28.8., 20–22h, 28.8.– 2.10., Di–Fr 14–19h, Sa 11–15h

www.GalerieDietrich.de, Map: M 3

Nan Hoover – Traces

Nan Hoover ist 1931 in New York geboren und gehört zu den Pionieren

der Licht- und Videokunst. In der Ausstellung ‚Traces’ zeigt sie neben

Videoarbeiten und einer neuen Lichtinstallation auch Skulpturen und

neue Zeichnungen.

Nan Hoover: Tragic Landscape, black pastel/Papier, 2007

Courtesy: Galerie Dieter Reitz

Galerie Dieter Reitz, Sophienstr. 34, 10178 Berlin-Mitte

bis 22.9., Di–Fr 13–19h, Sa 13–18h

www.galeriedieterreitz.de, Map: F 20

Jim Harris: AmsterdamBridge1, 130 x 100 cm, 2007

Courtesy: Martin Mertens

Jim Harris – Stadtlandschaften

Die neuen Bilder des britischen Plein-Air Malers Jim Harris lassen sich

thematisch unter dem Begriff der „Stadtlandschaften“ zusammenfassen.

Einige Arbeiten sind in Berlin entstanden und sind damit seine ersten

Berlin-Bilder. Er verbindet zeichnerisches Interesse an der Linie mit den

Möglichkeiten der Ölmalerei. Sehr pastose Bereiche bilden mit aquarellartigen

Flächen abwechslungsreiche, lebendige Bildoberflächen.

Galerie Martin Mertens, Brunnenstr. 162, 10119 Berlin-Mitte

1.9.–13.10., Di–Sa 12–18h and by appt.

www.martinmertens.com, Map: C 20

Aleksandra Chaberek: Ewa, Öl auf Leinwand, 40 x 35 cm, 2007

Courtesy: © Janinebeangallery

female signs – Abendsterne

Aleksandra Chaberek (PL), Danielle de Picciotto (USA) und Mari Lou

(CAN) haben ihre neuen Werke dem Thema gewidmet – symbolisch,

grotesk und lasziv. „Abendsterne“ betrachtet das Zwielicht der Dämmerung,

eine Zeit, zu der sich zu der dinglichen Wahrnehmung der Welt

mehr und mehr die Gestalten der Seele fügen. Diese manifestieren sich

sowohl in Sehnsucht und Glamour der Abendwelt als auch in Abgründen.

Janinebeangallery, Torstr. 201, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 14. 9., 19h, 15. 9.–27.10., Mo,Mi,Fr,Sa 11–19h, Di,Do 11–16h

www.janinebeangallery.com, Map: E 19

Alexander Hnilitsky, Lesia Zaiats: Sofa Stella, 2006, MediaInstallation

Alexander Hnilitsky und Lesia Zaiats – Media Komfort (Berlin)

Alexander Hnilitsky und Lesia Zaiats, im Ukrainischen Pavillon der diesjährigen

Biennale in Venedig ausgestellt, haben einen Raum geschaffen,

der sich als Hybrid der Malerei, Animation,Videoskulptur und -installation

aufbaut. Dinge des Alltags funktionieren hier über ihre animierte

Oberflächenstruktur als Träger von Stimmungen, einer Art rhythmischen

Fortschreitens von Zeit.

Bereznitsky Gallery Kiew–Berlin, Linienstr. 144, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 29.9., 19–21h, 30.9.–11.11., Di–Sa 11–18h

www.bereznitsky-gallery.com, Map: F 19

45


Bill Kouélany – Installation und Bilder

Die Künstlerin beschäftigt sich mit der aktuellen politischen

Situation ihres Landes, der Republik Kongo.

In ihrer großen Mauerruine auf der Documenta 12 hat

sie Themen aus dem letzten Bürgerkrieg verarbeitet

und knüpft mit einer für die Galerie konzipierten

Installation daran an. In der Galerie Peter Herrmann

werden neben der Installation Arbeiten auf Leinwand

zu sehen sein.

Bill Kouélany, Courtesy: Galerie Peter Herrmann

Galerie Peter Herrmann

Brunnenstr. 154, 10115 Berlin-Mitte

Opening: 7.9., 20h,

8.9.–13.10., Di–Fr 14–19h, Sa 11–16h

www.galerie-herrmann.com, Map: C 20

Der Millionenstrichler

Das Frühwerk von Horst Janssen (1929–1995)

In Kooperation mit dem Horst-Janssen-Museum Oldenburg

werden rund 100 Arbeiten aus dem Frühwerk

des „Millionenstrichlers“, wie er sich selbst bezeichnete,

gezeigt, ergänzt durch eine kleine Auswahl späterer

Werke. Es ist der unpopulärere Janssen, der in dieser

Ausstellung entdeckt werden kann: der scheue, spröde,

in sich gekehrte, der manisch zeichnet und dabei eine

Erfindungskraft entwickelt, die auf kleinstem Raum mit

unerschöpflichem, minutiösem, detailversessenem Strich

Mikrokosmen schafft.

Horst Janssen: Herr und Frau Südeküm, Aquarell, 1964

Kunstforum der Berliner Volksbank

Budapester Str. 35, 10787 Berlin-charlottenburg

30.8.–11.11., tgl. 10–18h

www.berliner-volksbank.de, Map: N 9

Anna Genger – Blood, sweat´n tears – Malerei

Genger, *1978 in Hamburg, führt uns in organische,

halbabstrakte Welten. Labyrinthische Kompositionen

floraler Elemente und farbenprächtiger Formen spiegeln

innerste Gemütszustände der Meisterschülerin des Londoner

Royal College of Art: Blood, sweat´n tears als physischer

Akt des Malens und Teil des Schaffensprozesses.

Anna Genger: Dare to have a purpose firm..., 2007, 41 x 41 cm

Upstairs Berlin, 1.OG, Zimmerstr. 90/91, 10117 Berlin-M.

Opening: 15.9., 18–20h, 15.9.–20.10., Di–Sa 11–18h

Außerdem im 3. OG: Loukia Alavanou – Chop Chop,

Opening: 21.9., 18–20h, 21.9.–27.10.

www.upstairs-berlin.com, Map: L 18

46


Philippe Starck: Hocker „Bonze“, Édition XO (2006)

Design Reference Paris | Paris – Berlin 1987–2007

In Form eines großen »ABCs« erforscht die Ausstellung, kuratiert von

Cédric Morisset und Hélène Convert, die sozio-kulturellen Bezüge, die

von den Pariser Designern für ihre Kreationen genutzt werden. Mehr als

40 Werke der bedeutendsten Pariser Designer werden vorgestellt, unter

ihnen Laurence Brabant, Ora Ïto, Cédric Ragot, Patrick Jouin, Matali

Crasset, Inga Sempé, Florence Doléac, Philippe Starck und Éric Jourdan.

Märkisches Museum | Stadtmuseum Berlin, Am Köllnischen Park 5, 10179 B

20.9.–4.11., Di, Do–So 10–18h, Mi 12–20h

Eintritt: 4,- €, erm. 2,- €, Mi Eintritt frei. www.stadtmuseum.de, Map: J 24

Kozlowski and Students: Bildmotiv Einladungskarte, 2007

Dialogues – Prof. Jaroslaw Kozlowski and Students, Posen, Polen

Jaroslaw Kozlowski, Fluxus-Altmeister und herausragender Vertreter der

polnischen Avantgarde, sowie Jagna Ciuchta, Adam Garnek, Ewa Kulesza,

Hanna Łuczak, Mikołaj Polinski und Paweł Polus, die in den letzten zwanzig

Jahren aus Kozlowskis Zeichenklasse an der Akademie der Künste

Posen hervorgegangen sind, zeigen ein breites Spektrum ihrer Arbeiten in

der seit 1995 bestehenden Ausstellungsreihe ‚Professor and Students’.

Haus am Lützowplatz, Lützowplatz 9, 10785 Berlin-Tiergarten

bis 16.9., Di–So 11–18h

www.hausamluetzowplatz-berlin.de, Map: N 11

Hanna Mauermann: Kreuzungen, Ausschnitt, Glasmalerei, gebogen

Foto: Andreas Boettger

Hanna Mauermann – Zauber des gefrorenen Lichts

Die Weekend Gallery präsentiert Installationen, Glasmalerei und

Skulpturen der Künstlerin Hanna Mauermann. Die gelernte Glasmalerin

sprengt in ihren Arbeiten die traditionellen Methoden der Glasmalerei

und experimentiert mit gewölbten Gläsern, Aufbrüchen, Körnungen und

erschafft leuchtend-abstrakte Glasgemälde.

Weekend Gallery, Schloßstr. 62, 14059 Berlin-Charlottenburg

Opening: 2.9., 19h, 3.9.–30.9., Do–So 15–19h

www.weekendgallery.de, Map: H 0

Teller mit Bildnis des Achill in Kameen Malerei, signiert von Gottfried

Wilhelm Völcker, KPM Berlin, 1814, H. 3,0 cm, Ø 24,6 cm

Raffinesse & Eleganz – königliche Porzellane des frühen 19. Jh. aus

einer amerikanischen Privatsammlung

Mit der Twinight Collection steht eine Sammlung klassizistischer Porzellane

der Manufakturen Wien, Berlin und Sèvres im Zentrum der Schau.

Hier findet man, fotografisch genau, die auf Porzellan gebannte Vorliebe

für die Antike – dargestellt in Mikromosaiken oder Kaiserkameen

– ebenso wie die Botanik. Vermittelt werden künstlerische Einflüsse und

technische Innovationen jener Epoche.

Schloss Charlottenburg, Neuer Flügel, Spandauer Damm 20–24, 14059

Berlin-Charlottenburg, bis 4.11., Di–So 10–17h, www.spsg.de

Henry Moore: Two Piece Reclining Figure No.2, 1960

Reproduced by permission of The Henry Moore Foundation

Photo: Michel Muller

Henry Moore und die Landschaft

Das Haus am Waldsee zeigt Skulpturen aus Bronze und Gips sowie Grafiken

des britischen Bildhauers Henry Moore (1898-1986). Die zum Teil

erstmalig in Deutschland gezeigten Werke stammen aus dem Spätwerk

des Künstlers und zeigen die zunehmende Dominanz des Themas „Landschaft“.

Ergänzt wird die Schau, die an die erste Ausstellung Moores in

Berlin 1951 am Waldsee anknüpft, durch Großplastiken im Freigelände

sowie durch Werke Berliner Künstler.

Haus am Waldsee, Argentinische Allee 30, 14163 Berlin-Zehlendorf

bis 21.10., tägl. 10–18h, Eintritt 4,- €, erm. 3,- €, www.hausamwaldsee.de

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Brian Novatny: o. T., 2007

Courtesy: Galerie Schuster

Brian Novatny / Marita Damkröger

Menschliche Dramen, Kämpfe, Auseinandersetzungen, Sex – alles in

Fünfziger Jahre-Pastell... Brian Novatnys Figuren sind anonymisiert,

selbst in der stärksten Interaktion scheinen sie sich kaum zu berühren

oder gar wahrzunehmen. Der Amerikaner (geb. 1964 in Wadsworth,

Ohio, lebt in New York) lässt sie im luftleeren Raum schweben, überlagert

und umspannt von mal graphischen, tapetenartigen Mustern,

stilisierten Farbklecksen und dann wieder aufgeregt verwischten Pinselspuren.

In den Bildern der Berlinerin Marita Damkröger (geb. 1972)

kommen sehr verschiedene malerische Ansätze und Verfahren parallel

zum Einsatz: Drippings, All Over, Hard Edge, Color Field Painting;

grundlegende Aspekte der minimalistischen und konzeptuellen Malerei.

Galerie Schuster Berlin, Heidestr. 46, 10557 Berlin-Mitte, Map: E 14

Opening: 29.9. 18h, 29.9.–3.11., Di–Sa 14–19h

www.galerie-schuster.de

noch bis 22.9.: Jutta Rossmann / Ruth Detzer, Malerei,

by appt. (030) 32304200

Ulla Shemeikka – Fotografie

Galerie Schuster Photo, Gartenstr. 7, 10115 Berlin-Mitte, Map: E 19

Opening: 30.9. 11h, 30.9.–3.11., Di–Sa 14–19h

www.galerie-schuster.de

Ulla Shemeikka: Birskär, 80x100cm 2005 C-Print

Courtesy: Galerie Schuster

noch bis 22.9.: Ji Yeon Heo, Fotocollagen, by appt. (030) 88677315

Peter Bialobrzeski – Neontigers

Der deutsche Fotograf Peter Bialobrzeski lässt in seinen Arbeiten „Neontigers“

sieben asiatische Metropolen zu einer virtuellen Megastadt

verschmelzen. Die Bilder scheinen keine reale Welt mehr widerzuspiegeln,

sondern wirken wie eine künstlich inszenierte Traumwelt. Bialobrzeski

erhielt für „Neontigers“ den World Press Photo Award 2003 in

der Kategorie Kunst.

Shanghai 2001 © Peter Bialobrzeski / laif

Cicero-Galerie für politische Fotografie

Rosenthaler Str. 38, 1. HH, 10178 Berlin-Mitte

bis 15.9. Di–Fr 12–19h, Sa 11–16h

www.cicero-galerie.de, Map: G 21

Franziska Klotz – Vanessa von Heydebreck:

feel real – real feel – paintings and drawings

Klotzs Leinwandarbeiten sind Momentaufnahmen - Schnappschüsse

oder Bruchstücke des Alltags. Betrachtet man ihr Werk aufmerksam,

so rauscht das Ohr und flackert das Auge – ausgelöst durch ihre

variable Maltechnik. Heydebreck zeichnet voll Humor verworrene

Ideenkonstrukte oder schlichte Momentaufnahmen – und gewährt

dem Betrachter Zutritt in das Rauschen ihrer Gedankenwelt.

Vanessa von Heydebreck, Zeichnung, 2007, 44 x 64 cm

galerie OPEN, Legiendamm 18–20, 10179 Berlin

OPENing: 6.9., 19h, 6.9.– 6.10., Di–Fr 14-19h,

Sa 11–20h and by appt.

www.galerie-open.com, Map: N 24

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Lluís Roig: Einsitzer – Monoplaza, 2006, Terrakotta und Mischtechnik,

36 x 65 x 29 cm

Wang Chengyun: Blitz (Detail), 2007, Acryl auf Leinwand,

200 x 600 cm

Catalunya Look

Die 3 Punts Galeria aus Barcelona und das Institut Ramon Lull eröffnen

mit „CATALUNYA LOOK” einen Einblick in die aktuelle katalanische

Kunstszene. Die Kuratoren Eduard Duràn, Xavier Lopez und Juan Bufill

präsentieren Arbeiten von 39 Künstlern, von denen sich 15 der Skulptur

und 13 der Malerei widmen. Sechs Fotografen, vier Zeichner und ein

Video- und Experimentalfilmer sind vertreten, auch eine Skulptureninstallation

ist zu sehen.

28.9.–20.10.

Asian Art – Chinablue in Berlin

Von Peking nach Berlin. Die renommierte Chinablue Gallery präsentiert

sich mit einigen der besten zeitgenössischen chinesischen Künstler

im Herzen von Berlins lebendiger Kunstszene. Kuratiert von Tereza de

Arruda, werden Werke von Xiong Yu, Chen Bo, Zhou Wenzhong, Qiu

Xiaofei und Wang Chengyun gezeigt. Weiterhin gibt es einen Sonderbeitrag

des Künstlers Wang Qingsong mit seinen kritischen und

ironisch inszenierten Fotos.

07.9.–5.10.

Doo-Shik Lee: Festival 30-3, 2007, Acryl auf Leinwand, 30 x 24 inch

Gallery Ho / Seoul – Zeitgenössische Kunst aus Korea

Die Ausstellung präsentiert mehrere Generationen koreanische Künstler.

Ausgestellt werden unter anderem Arbeiten des Leiters der Hongik-

Universität Seoul, einer der führenden Kunsthochschulen Asiens, Prof.

Doo-Shik Lee und der Professoren Tae-Ho Kim, Jong- Shik Shin und

Ki-Woong Park. Mit Werner Geister und Christine Kunkler werden auf

Einladung der Galerie Ho auch zwei deutsche Künstler vertreten sein.

28.9.–28.10.

ART CENTER BERLIN, Friedrichstr. 134, 10117 Berlin-Mitte

tgl. 11–21h, www.art-center-berlin.de, Map: G 18

Deanna Krueger: Melt (Detail), 2007, film, acrylic, monotypes and

graphite suspended in copolymer emulsion

Deanna Krueger, Paolo Di Capua, Oan Kyu auf der Berliner Liste

ArtExhibitionLink Gallery UNO, Chicago/USA, führt junge europäische

Künstler in die amerikanische Kunstszene ein und vice versa. Zum ersten

Mal auf der Berliner Liste vertreten, werden drei Künstler präsentiert:

Oan Kyu, Korea (Kalligraphie), Paolo Di Capua, Rom (P.V.C. reliefs) und

Deanna Krueger, Chicago (Wandinstallationen).

ArtExhibitionLink, Gallery UNO, Berliner Liste, Booth F 2, ehemaliger

Postgüterbahnhof, Luckenwalder Str. 4/6, 10963 Berlin

Opening: 29.9., 18h, 30.9.–3.10., 13–21h, am 3.10. 13–19h

www.artexhibitionlink.com, Map: M 16

Dieter Tyspe: Im Turm, 1990, Öl auf Leinwand

Dieter Tyspe – Figurative Malerei

Dieter Tyspe (1937–1994), Berliner Maler und Schriftsteller, war langjähriges

Mitglied im VBK und zeigte dort seine wichtigsten Ausstellungen.

Die Galerie des Vereins Berliner Künstler präsentiert jetzt anlässlich des

70. Geburtstages des Künstlers eine Auswahl seiner figurativen Gemälde.

Galerie Verein Berliner Künstler, Schöneberger Ufer 57, 10785 Berlin-Tierg.

Opening: 19.9., 19h,

19.9.–21.10., Mi–Fr 15–19h, Sa–So 14–18h and by appt.

Finissage mit Lesung: Lyrik von Dieter Tyspe, 21.10., 16h

www.vbk-art.de, Map: N 14

49


Am Ende...

... sind wir Frauen im Goldrausch! Aber hier geht es

nicht ums Einkaufen, sondern ums Verkaufen – und

zwar sich selbst. Im Goldrausch Künstlerinnenprojekt

Art IT werden Bildenden Künstlerinnen in einem kostenlosen

Postgraduiertenseminar Kenntnisse vermittelt,

die für eine selbstständige künstlerische Tätigkeit erforderlich

sind: erstellen einer eigene Website, konzipieren

eines Einzelkatalogs, Gespräche mit Galeristen und

Kuratoren. Zum Abschluss sind die Arbeiten in einer

Gruppenausstellung zu sehen.

Übernachten, wo die Kunst zu Hause ist

Das KUNST Magazin Berlin verlost eine Übernachtung

im art’otel berlin city center west – a. warhol exhibition.

Ein Hotel – ein Künstler. Das ist – vereinfacht gesagt

– das Konzept der kunst- und designorientierten

art’otels: Jedes Hotel stellt die Werke eines einzigen

zeitgenössischen Künstlers in den öffentlichen Bereichen

und Zimmern dauerhaft aus und bietet damit

– wie in einem Museum – einen Überblick über das

Gesamtkunstwerk dieses Künstlers.

Im art’otel berlin city center west ist das Andy Warhol.

Rund 250 Werke, teilweise komplette Serien, sind im

gesamten Hotel zu finden, meist Arbeiten auf Papier,

Arbeiten, die von Andy Warhol autorisiert wurden, und

Fotos des Andy Warhol-Fotografen Christopher Makos.

Das art’otel berlin city center west – mit 91 Zimmern

und Suiten, Restaurant & Bar „Factory“, zwei Tagungsräumen

inkl. „The Andy room“ – liegt in unmittelbarer

Nähe zu Kurfürstendamm, Gedächtniskirche, KaDeWe

und Zoologischer Garten.

Das KUNST Magazin Berlin verlost eine Übernachtung

inklusive Frühstück im Doppelzimmer für 2 Personen,

einzulösen bis 30. Juni 2008, je nach Verfügbarkeit.

Bewerbungsschluss für den Kurs 2008 ist der 14.9.

Infos zur Bewerbung: www.goldrausch-kuenstlerinnen.de

Handelsblatt Konferenz

Die Gewinnfrage:

Wie hieß die berühmte Arbeitsstätte von Andy Warhol

in New York? Senden Sie die Antwort per E-Mail an

factory@kunstmagazinberlin.de.

Der Kunstmarkt im Goldrausch: Das Handelsblatt

organisiert eine Konferenz zum Thema Kunstmärkte

– Chancen und Risiken in Berlin. Die neuen Entwicklungen

im Kunstmarkt zu verstehen ist wichtig für

Akteure dieses Marktes. Die Konferenz bietet daher

eine Plattform für den direkten Erfahrungsaustausch

der Marktexperten. Referenten sind u.a. Ingvild Goetz

(Sammlung Goetz), Gérard A. Goodrow (Art Cologne),

Dr. Philipp Herzog von Württemberg (Sotheby´s

Deutschland) und Monika Sprüth (Monika Sprüth

Philomene Magers).

Handelsblatt Konferenz

Kunstmärkte – Chancen und Risiken

10. und 11. September 2007 in Berlin

Anmeldung bei: Frau Daniela Tóth

Tel: 0211-96 86-34 31

art’otel berlin city center west

Lietzenburger Str. 85, 10719 Berlin

Telefon: 030/88 77 77-0

Telefax: 030/88 77 77-77

abcinfo@pphe.com, www.artotel.de

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