Schillingsfürst – Rothenburg - Kunstwanderungen

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Schillingsfürst – Rothenburg - Kunstwanderungen

RK D21

Schillingsfürst – Rothenburg (Tauber 1)

Schillingsfürst – Gebsattel – Rothenburg

Rothenburg Busbhf. Mo-Fr 7.15, 7.56, 10.30, 17.35, 18.32, Sa 7.44, 10.30, So 17.45

Schillingsfürst Mo-Fr 7.48, 8.16, 11.03, 18.14, 19.05, Sa 8.17, 11.03, So 18.06

4 Stunden und 8 Minuten reine Wanderzeit

Wir steigen aus dem Bus und beginnen die Besichtigung mit der Kirche von

Schillingsfürst.

Im Jahre 1000 erstmals genannt ist die Anlage ab 1156 im Besitz derer von Schillingsfürst.

1337 geht das Anwesen an die Grafen von Hohenlohe. Nach der Rekatholisierung

des Hauses Hohenlohe 1667 wurde ein Franziskanerhospiz errichtet, das man

1687 in einen Konvent umgewandelte. 1803 erfolgte die Säkularisierung.

*

*** St. Kilian. Die Ev. Kirche ist ein Bau von 1823, eine einschiffige

Anlage mit einem Ostturm, ein so genannter Markgrafentypus.

Das Innere. Die Ausstattung ist von 1964. Lediglich der Orgelprospekt

ist barock.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, nach links und auf der

Durchfahrtsstraße links bergauf. Wir kommen vorbei am rechts hinter dem

Marktplatz erbauten

*** Gasthaus Adler. Der zweigeschossige Bau des 17. Jhs.

prunkt mit einer Rocaillekartusche samt Phönix-Emblem und

geschmiedetem Ausleger des 18. Jhs.

3 Minuten später wandern wir beim Denkmal links auf die „Steinerne Steige“.

1 Minute später wandern wir in die katholische Kirche

*** Kreuzerhöhung. Die einschiffige, nachgotische Anlage

eines Franziskanerkonvents wurde 1677 erbaut und 1726 erweitert.

Der Turm ist von 1835.

Das Innere ist mit Wandarchitektur der Zeit um 1726 bemalt.


Das Chorhaus. Barocker Hauptaltarder Zeit um 1700 mit der

Kreuzgruppe, flankiert von den Figuren des Franziskus (links)

und des Antonius von Padua.

Chorgestühl von 1726.

Das Langhaus. Linke Frontwand: Barockaltar der Zeit um 1700

mit dem Gemälde der Muttergottes. – Rechte Frontwand: Barockaltar

der Zeit um 1700 mit dem Gemälde des Franziskus.

, 18. Jh.; 4. Auferstehung Jesu, Holzrelief von Tilman Riemenschneider

oder aus seiner Schule.


Der Scherge in Detwang (original. Riemenschneider)

Linke Wand: Skulptur der Pietà, 18. Jh.

Der Scherge hier (kein echter Riemenschneider?)


Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach rechts treppauf.

3 Minuten später wandern wir auf der Schrägquergasse links und haben nun

*** Ansichten vom Hohenloher Land.

2 Minuten später wandern wir ins

**** Schloss Hohenlohe Schillingsfürst. Die auf einem Bergsporn

gelegene Burg wurde nach der Zerstörung 1632 ab 1705

wieder erbaut. Nach Unterbrechungen war der Bau 1740 vollendet.

Die Dreiflügelanlage um einen Ehrenhof besteht aus dem

Hauptbau von fünf Achsen sowie den siebenachsigen Flügelbauten

sowie erdgeschossigen Anbauten.


Über dem Giebel des Hauptbaues wachen zwei Löwen aus

Sandstein zu Seiten des Wappens der 1744 gefürsteten Grafen.

An der Brücke zum Ehrenhof stehen zwei Schilderhäuschen

und ein Hofgitter aus dem 18. Jh.

Das Innere ist mit Bandelwerk und figürlichen Darstellungen

stuckiert. Die Treppenhäuser in den Flügeln haben geschmiedete

Treppengeländer; an den Wänden befinden sich Stuckreliefs

heidnischer wie christlicher Kaiser sowie allegorische Darstellungen.

Das Schloss auf seiner Anhöhe ist eine Wasserscheide. Regenwasser,

das in die östliche Dachtraufe gerät, fließt über Bäche

in die Altmühl, von dort aus in die Donau und somit ins

schwarze Meer. Regenwasser, das in die westlicher Traufe fällt,

fließt über Tauber, Main und Rhein in die Nordsee.

Im Schloss befindet sich das Hohenloher Barockmuseum

(März-Okt. 10-18 Uhr), der Bayerische Jagdfalkenhof, mit dem

Eulengarten (Flugvorführungen der Greifen täglich 11 + 15 Uhr)

sowie der Hofgarten. Die Anlage wurde im 18. Jh. angelegt

und im 19. Jh. englisch umgestaltet. Auf einer Sandsteinsäule:

Phönixdenkmal, 18. Jh., die dargestellte Wiedergabe vom

Wahlspruch des Hauses: ex flammis orior = aus dem Feuer geboren.

Wir gehen aus dem Schloss hinaus und halten uns links.

11 Minuten später wandern wir auf der Landstraße rechts und an der Schrägkreuzung

links nach „Thiergartenhof“ mit

**** Ansichten von Schillingsfürst.

6 Minuten später wandern wir an der Spitzgabelung der Wiesenwege rechts

bergauf, kurz darauf vorbei an einem Leitungsmast und haben wieder

**** Ansichten von Schillingsfürst.


4 Minuten später wandern wir auf dem Wiesenschrägquerweg unterhalb der

Höhe rechts auf den Waldrand zu mit *** Ansichten von Schillingsfürst.

7 Minuten später wandern wir auf breitem Schrägquerweg auf der Höhe rechts

und bleiben auf dem Hauptweg.

10 Minuten später wandern wir links, vom Hauptweg fort, sofort rechts bergab

und folgen der Bezeichnung „Europäischer Wasserscheideweg“.

3 Minuten später wandern wir auf der „Würzburger Straße“ rechts. Gasthof.

5 Minuten später wandern wir an versetzter Kreuzung rechts auf den Radweg

„Alte Bahnlinie“, auf dem wir fortan bleiben. – Später nach Zuflussüberschreitung

per Brücke im

87 Min.

**** Taubertal, das sofort idyllisch und unbegradigt beginnt,

haben wir *** Ansichten von der Kirche in Diebach, und noch später dann

*** Ansichten von der Kirche in Bockenfeld.

Bahnhof Bockenfeld rechts, auf dem Asphaltquerweg links, immer nächst der

Tauber und stets auf diesem Ufer.

30 Minuten später wandern wir auf der „Weisengasse“ rechts.

2 Minuten später wandern wir zum Schloss (Privatbesitz) in 184 Min.

Gebsattel.

Gebsattel (Gebasedelen = Sitz der Geba) ist die Verbindung zweier Orte rechts wie

links der Tauber, die, als sie im 11. Jh. zusammengeschlossen wurden, den Namen der

Gräfin Geba von Rothenburg-Komburg annahmen. Nach 1400 befindet sich der größte

Teil des Ortes im Besitz des Benediktinerstifts von Komburg bei Schwäbisch Hall. Der

Rest ist den Rothenburgern untertan. 1810 gelangt man ans Königreich Bayern. Im 20.

Jh. erfolgen Eingemeindungen der umliegenden Dörfer.

*

*** Schloss des Freiherrn von Gebsattel. Die Anlage aus dem

16./17. Jh. wurde ab 1901 instandgesetzt. Der Hauptbau (vom

Ort aus nicht sichtbar) ist ein T-förmiger, zweigeschossiger

Grundriss mit Türmchen und Zwiebel.


Die Wirtschaftsgebäude und der Torbau tragen Wappenreliefs

des 16. Jhs.

Am Rande des Terrains steht die Kapelle Unserer Lieben Frau. Die

Kapelle wurde 1683 geweiht und 1902 instandgesetzt.


Es ist ein kleiner Saal mit kreuzgratgewölbtem Chor sowie kassettierter

Holzdecke im Langhaus. – Hauptaltar des 16./17. Jh.

Seitenaltäre, um 1900 in Formen der Neurenaissance. – Das Altargemälde

der Himmelfahrt Mariens, 18. Jh., ist oberitalienisch.

Wir kehren um und bleiben immer auf der „Weisengasse“.

7 Minuten später wandern wir treppauf in die Kirche

*** St. Laurentius. Der Chorturm stammt aus dem 12. Jh. Das

Langhaus wurde 1709 erbaut.

Das Chorhaus. Das Kreuzgratgewölbe ist barock. – Der Hochaltar,

um 1710 in Braun und Gold zeigt im Bild die Aufnahme

des Laurentius in den Himmel.


Das Langhaus schmücken an der Decke Stuck aus Akanthusmotiven,

um 1710, und das Mittelfeld-Gemälde der Zeit um

1900 mit der Krönung Mariens. – Die Kreuzweggemälde an

, barock. – Linke Wand: 1. Josef, neugotisch; 2. Pietà, um

1500. – Rechte Wand: 1. Mutter Anna, barock; 2. Kanzel, um

1720; 3. Strahlenmadonna, 18. Jh. – Westempore und Orgelprospekt

der Zeit um 1770.

Wir gehen aus dem linken Ausgang der Kirche hinaus, wenden uns nach

rechts über den Friedhof mit Trinkwasser, werfen einen Blick nach links aufs

*** Pfarrhaus, mit steinernem Untergeschoss und einem

Fachwerkobergeschoss von 1767,

gehen aus dem stimmungsvollen ** Kirchhofbogen von 1569 mit Steinfachwerkanbau


hinaus und nach links auf die „Rothenburger Straße“, auf der wir bleiben.

, die uns vorerst nicht mehr verlässt. Wir gehen zuerst vorbei an der

*** Haltenmühle mit Fachwerk und Renaissancetüren, 1689.

17 Minuten später wandern wir hinter der

*** Schmelzmühle des 16. Jhs., ein Satteldachbau mit Rundbogenportal,

rechts auf der Archebrücke über die Tauber und wandern dann vorbei an der

** Gipsmühle.

2 Minuten später wandern wir hinter ihr links treppab, auf dem gekrümmten

Querweg rechts bergauf, uns auf Asphalt rechts haltend und umgehen nun

*** Wildbad.


Das ehemalige Kurhaus bezieht seine Quelle aus einem Erdbeben

im Jahre 1356. Schon der Bürgermeister Heinrich Toppler

ließ im Jahre 1400 hier ein Badehaus errichten. Die Anlage

wurde in den folgenden Jahrhunderten vielfach umgebaut, so im

16. Jh. im Stil oberitalienischer Villen und auch 1784 noch. –

1903 wurde die heute bestehende Anlage als Bad in Betrieb genommen,

die ein vielschichtiger Komplex aus verschiedenen

Baustilen der damaligen Zeit besteht; heute ev. Tagungsstätte.

4 Minuten später wandern wir gegenüber der Eingangshalle rechts treppauf.

links auf den Fußweg zum „Bahnhof 0,9“ und nun parallel zur Landstraße auf

dem Radweg, später diesseits des Gleises.

7 Minuten später wandern wir zwischen den Friedhöfen über die Querstraße.

3 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Straße zum „Bahnhof“.


2 Minuten später wandern wir zum Busbahnhof in Rothenburg. 248 Min.

Schillingsfürst – Rothenburg (Tauber 1)

RK D21

Ende

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