Koblenz - Kunstwanderungen

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Koblenz - Kunstwanderungen

OMR 12

Braubach – Koblenz

Braubach – Oberlahnstein – Niederlahnstein – Koblenz

Streckenwanderung

4 Stunden und 00 Minuten reine Wanderzeit

Zug

Koblenz, Hbf. tägl. 17.11, 18.00, 19.11, 20.11, 22.11

Braubach, Bf. tägl. 17.23, 18.12, 19.23, 20.23, 22.23


1 Minute später wandern wir rechts, unter den Gleisen her, auf dem Querweg

hinter der Rheinuferstraße rechts, Richtung haltend vorbei am Kiosk und später

nächst dem Strom.

6 Minuten später wandern wir vor dem Campingplatz rechts und an der versetzten

Kreuzung vor dem Tennisplatz links.

2 Minuten später wandern wir bei linkem Schild „Astbruchgefahr“ rechts, unter

der Landstraße her und halten uns links nächst der Landstraße und stets auf

dieser Seite.

*** Vegetation.

4 Minuten später wandern wir auf quer verlaufendem Radweg links und haben

*** Ansichten von Rhens am anderen Rheinufer.

Rastplatz an der natürlichen Mineralwasserquelle Lahnstein.

19 Minuten später wandern wir an der Asphaltschrägkreuzung links und wieder

nächst dem Rhein mit

**** Parade-Ansichten von Schloss Stolzenfels.


3 Minuten später wandern wir an der Gabelung an der Fähranlegestelle rechts

und benutzen den oberen der Parallelwege, vorbei an den Parkanlagen in

Oberlahnstein.

Die Römer besitzen hier bereits einen Grenzwall. 368 erbauen sie im heutigen Niederlahnstein

einen Burgus als Wachtposten für das Kastell Confluentes = Koblenz. Schon

im Jahre 977 steht am Ort ein fränkischer Königshof. Im heutigen Ortsteil Niederlahnstein

wird 1130 eine romanische Pfeilerbasilika auf den Grundrissen des Vorgängerbaus

aus dem 10. Jh. hochgezogen. Der Mainzer Kurfürst Siegfried II. von Eppstein

lässt 1226 die Zollburg Lahneck hoch oben auf dem Berg erbauen. 1258 wird im heutigen

Stadtgebiet ein Weinberg genannt, und zwar Koppelstein. Wegen der günstigeren

Lage, um Zoll einzuziehen, lassen die Kurfürsten von Mainz am Ufer des Rheins ab

dem Jahre 1298 die Martinsburg, heute Schloss, errichten. Im Jahre 1400 wird der deutsche

König Wenzel von den vier rheinischen Kurfürsten hier in Lahnstein abgesetzt und

Ruprecht von der Pfalz als sein Nachfolger gewählt. 1332 erhält man Stadtrechte. Bis

1574 ist man Sitz eines kurtrierischen Amtes. 1806 gerät man an Nassau und wird danach

preußisch. 1969 werden Niederlahnstein und Oberlahnstein vereinigt.

Im Park zur Rechten steht die

*** Martinsburg. Die ehemalige Zoll- und Wasserburg

stammt im Wesentlichen aus der Zeit des 14. bzw. 15. Jhs. Umbauten

des 18. Jhs. haben die Anlage verändert. Um einen

rechteckigen Hof legen sich ein Dreiflügelbau und eine Wehrmauer

mit Spitzbogentor, über dem ein mit Wappen geschmückter

gusseiserner Erker angebracht ist; das mainzische

Wappen trägt die Jahreszahl 1395. Der 28 m hohe sechseckige

brach man im 18. Jh. Der östliche Eckturm kam im 14. Jh. hinzu.

Der barocke Westflügel und der westliche Teil des Südflügels

so wie der Hauptturm mit Mansarddach wurden unter den

Schönborns im 18. Jh. erbaut.

Wir wandern weiter nächst dem Strom mit *** Ansichten von Stolzenfels.

3 Minuten später wandern wir nächst dem Rhein vorbei an rechts stehendem

*** Stadttorturm aus mittelalterlicher Zeit. Die Stadtbefestigung

hat man 1324 zu bauen begonnen.

2 Minuten später wandern wir mit dem Weg vor dem Geländer in den Rechtsbogen

und unter den Gleisen her.

3 Minuten später wandern wir in die Kirche 60 Min.

*** St. Martin. Die Osttürme mit Bogenfriesen, Schallarkaden,

Säulchen mit Würfelkapitellen des Gotteshauses stammen noch

vom Vorgängerbau aus spätromanischer Zeit des 12. Jhs., wobei

der südliche der beiden im 19. Jh. aufgestockt wurde. – Der

Bau des Chores mit seinen Maßwerkfenstern und Strebepfeilern

unter Pultdächern wurde 1332 begonnen. Das Langhaus wurde

1775 als barocker Saalbau errichtet. 1895 und 1899 hat man die

Seitenschiffe angefügt.


Das Innere. Der einstige Saalbau des 18. Jhs. ist nach Anbau

der Seitenschiffe Ende des 19. Jhs. durch Arkaden zu diesen

geöffnet worden und vermittelt einen uneinheitlichen Eindruck.

Das Chorhaus hat ein Gewölbe mit gekehlten Rippen auf Laubkonsolen.

– Wandtabernakel der Zeit um 1332. – Kruzifixus

von 1889.

Rechter Querschiffarm. Dreifaltigkeitsepitaph von 1554.


Linkes Seitenschiff. Frontwand. Neugotischer Josefsaltar und

Szenen aus dem Leben des Heiligen samt Heiligenfiguren. –

Links davon: Johannes Evangelist, um 1690.

An der Wand: 1. Muttergottes auf Mondsichel und Türkenkopf,

Rechtes Seitenschiff. Frontwand. Neugotischer Martinsaltar mit

Szenen aus dem Leben des Heiligen, darüber Kruzifixus, darunter

die vier Kirchenväter.


Rechts davon: Johannes der Täufer, um 1690.

Das Mittelschiff. Am Chorbogen, links: Anna Selbdritt, spätgotisch.

Bänke sind beachtenswerte Arbeiten des Rokoko. – Die Empore,

um 1780, ist zweistöckig und bestückt mit einer Orgel von

1742. – Unter der Empore: Neugotischer Antoniusaltar.


Wir gehen aus dem linken Ausgang der Kirche hinaus, mit Blick auf den

*** Salturm der ehemaligen Stadtbefestigung des 14. Jhs.

nach rechts, auf der Durchfahrtsstraße links, sofort rechts über den Platz und

danach durchs Tor vom

*** Hexenturm, mit der Mauer der Stadtbefestigung von 1324.


3 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße „Einbahnstraße“

links und halten Richtung, wie es später heißt, nach „Koblenz“, und bleiben

auf der Durchfahrtsstraße.

9 Minuten später wandern wir an der Kreuzung hinter der Lahnbrücke rechts,

halten uns rechts, wandern auf dem Querweg vor der Lahn rechts, vorbei am

Gasthof

*** Altes Zollhaus von 1348 mit einem Fachwerkaufbau von

1741, bekannt als „Wirtshaus an der Lahn“ seit 1697,

Generationen sangen die Wirtinnenverse …

und nun anfänglich nächst der Lahn,


mit

**** Panorama-Ansichten von Schloss Stolzenfels,

danach nächst dem Rhein mit mehreren

**** Panorama-Ansichten von Schloss Stolzenfels.

10 Minuten später wandern wir bei der „Fähre nach Koblenz Stolzenfels“

rechts in die Kirche von

82 Min.

Niederlahnstein.

Die Geschichte Niederlahnsteins ist identisch mit der von Oberlahnstein (s. o.).

*

*** St. Johannes der Täufer. Die 1130 erbaute Pfeilerbasilika

mit Seitenschiffsemporen und Westturm brannte im 1794 nieder.

Bis zum Wiederaufbau 1856 blieb sie Ruine. Danach wurde

immer wieder am Bau verändert. 1960 hat man den mittelalterlichen

Zustand – bis auf die Osttürme – wieder hergestellt.

Die Untergeschosse des Turms sind ungegliedert, die Obergeschosse

sind mit Rundbogenfriesen und Lisenen verziert und

Schallarkaden versehen.


Das Innere. Nur das Mittelschiff und das rechte Seitenschiff

sind mittelalterlich. Das linke Seitenschiff hat man – nach Zerstörung

1844 – im Jahre 1856 neu hochgezogen.

Das Mittelschiff. Muttergottes, um 1500. – Unter der Empore:

Johannes der Täufer, barock und Johannes Nepomuk, barock.

Die Turmhalle. Taufstein aus spätromanischer Zeit, achtseitig,

mit erneuerten Säulchen.


Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf dem Querweg vorm Rhein rechts.

rechts treppauf durch die „Maximilians Brauwiesen, vor dem ** Schlösschen

aus neugotischer Zeit, ein Gasthof, links und hinter dem Schlösschen rechts.

3 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links.

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung links auf die Sackgasse und

bleiben auf der Straße.

2 Minuten später wandern wir gegenüber rechtem Ortsschild „Koblenz“ links

und auf dem Rheinuferweg rechts.

8 Minuten später wandern wir kurz vor den beiden Brücken rechts nach

„Oberwerth“ .

2 Minuten später wandern wir auf der „Emser Straße“ links.

2 Minuten später wandern vor der Schranke links und nun immer nächst dem

Gleis und stets auf dieser Seite.

14 Minuten später wandern wir an der großen Straßenkreuzung rechts, unter

den Gleisen her, rechtsversetzt über die „Sebastian-Bach-Straße“ und nun

immer nächst dem Wasser. Später wandern wir durch die Rheinanlagen in

Koblenz.

Unter dem römischen Kaiser Tiberius (14-37 n. C.) entstand am Zusammenfluss von

Mosel und Rhein das Castrum apud Confluentes. Von Confluentes = die Zusammenfließenden

leitet sich der Name Koblenz ab. Unter den Franken ist der Ort seit dem 6.

Jh. Königspfalz. Ab 1018 gehört man zum Erzbistum Trier. Zwischen dem 12. und 14.

Jh. erlebt die Stadt ihre Blüte zeit. 1794 beginnt für Koblenz die Franzosenzeit, ab 1815

die Preußenzeit. Die Preußen sind es auch die Ehrenbreitstein zur größten Festung am

Rhein ausbauen. Sie erheben Koblenz im Jahre 1822 zur Hauptstadt der Rheinprovinz.

Im Zweiten Weltkrieg wird die Stadt zu 85% zerstört.

*

Childe Harolds Pilgerfahrt

(Auszug)

von

George Gordon Lord Byron:

Bei Koblenz über eines Hügels Laub

ragt schlicht und niedrig eine Pyramide;

darunter liegt beschattet Heldenstaub,

Staub unsres Feindes – aber Ehr und Friede

sei Marleau nicht versagt! Vom Augenlide

der harten Krieger tropften Tränen viel

aufs frühe Grab, als ob ein Bruder schiede;

beneidet und beweint war dessen Ziel,

der für sein Vaterland, für Frankreichs Rechte fiel.

Kurz, kühn und glorreich war sein Lebenstag;

zwei Heere klagten, Freund und Feind um ihn,

und für die Ruh der tapfren Seele mag

der Wandrer wohl an dieser Stätte knien;


denn Marleau war der Freiheit Paladin,

den wen’gen einer, die das Amt zu strafen,

das Freiheit ihren Kämpfen hat verliehn,

nie überschritten: rein ist er entschlafen,

und darum trauerte die Welt um diesen Braven.

*

Wir kommen vorbei an einigen kleinen Kunstwerken in den 129 Min.

*

*** Kaiserin Augusta-Anlagen. Um 1860 führte Gartenbauinspektor

Weihl aus Engers im Auftrage der späteren Kaiserin

1896, vom Josef-Görres-Denkmal, von 1928,

Später wandern wir vorbei am

*** Weindorf, das 1925 mit vier Fachwerkhäusern angelegt

wurde, und zwar für Mosel, Mittelrhein, Pfalz-Nahe und Baden-

Württemberg. Südlich steht die steinerne Figurengruppe, der

Traubenträger, Rest eines Brunnens von 1925. Leider wurde

die Landschaft durch den Bau der Rhein-Mosel-Halle entstellt –

von instinktlosen Ratsmitgliedern der Stadt per Genehmigung

Wir kommen vorbei an der ** Bastion, 18. Jh., und haben von nun an einige

***** Ansichten von der Festung Ehrenbreitstein.

45 Minuten später wandern wir vorbei – mit *** Ansichten vom Dikasterialgebäude

sowie der Feste Ehrenbreitstein auf der anderen Rheinseite – am

*** Rheinkran, ein Achteckbau mit profiliertem Sockel und

Pilasterportal samt manieristischem Schmuck, von 1611.

*** Portalturm, einst Pforte des ehem. Waisenhauses,

und gelangen in die Kirche

***** St. Kastor.

Die spätromanische Basilika mit Doppelturmfassade, dreischiffigem

Langhaus, Querhaus und apsidial geschlossenem Chorhaus,

zwei West- und zwei Osttürmen wurde im Wesentlichen

also auch das Westportal.


Das Äußere. Die Türme mit ihren Schallarkaden und Treppenaufgängen

sind durch Eck- und Mittelpilaster gegliedert. Das

Langhaus ist mit Lisenen und Rundbogenfriesen verziert. – Die

Ostteile geben sich prächtig: Zweistöckige Apsis, fünfgeschossige

Türme, Blendreihen aus Kleeblattbögen, von Löwen

getragene Säulen, Zwerggalerie und Fenster.

Das Chorhaus. Im Apsisgewölbe befinden sich die Dreifaltigkeit,

von 1849, und darunter die Majestas Domini. – Auf dem

Altar steht ein Bronzekruzifixus von 1685, von Georg

Schweigger. – Linke Wand: Kuno von Falkenstein-Grabmal

(+1388); auf der Tumba, von einzelnen Nischenfiguren

begrenzt und bekrönt von einer horizontalen Spitzbogenblendreihe

mit Maßwerk. – Rechte Wand: Werner von Königstein-

Grabmal (+1418); nasenbesetzter Kielbogen, Tumba mit

Blendarkaden; zu Häupten des Erzbischofs zwei Engel mit dessen

Wappen.

Linker Querschiffarm. Grabmale des 17. und 18. Jahrhunderts.

Rechter Querschiffarm. Frontwandaltar: Marmorkruzifixus, von

1709. – Außenwand: Sechzehn Bildtafeln der Zeit um 1480 mit

den Zwölf Aposteln, Jesus, Muttergottes, Kastor und Rizza in

spätromanischen Steinrahmen. – Darunter links: Rotes Buntsandsteinepitaph

für Marga von Helfenstein (+1471), einen

Helm haltend. – Rechts davon: Grabmale des 17./19. Jhs.

Linkes Seitenschiff. Maternus Gillenfeld-Grabmal (+1607)

mit Gottvater in der Bekrönung, dem Verstorbenen und Magdalena

unten sowie dem Hauptbild der Begegnung Jesu mit Magdalena:

„Noli me tangere + Berühre mich nicht“.


Aus der Wand geholtes Gemälde einer Jungfrau, spätgotisch. –

Holzschrein für die sel. Rizza, 19. Jh. – Grabplatten des 17./18.

Jhs. – An der Rückwand: Gemälde des Goar, um 1780.

Rechtes Seitenschiff. Epitaph für Johann von Schönborn und

seine Frau, mit den Verstorbenen und der Muttergottes, 15. Jh.

– Doppelgrabmal für Friedrich von Sachsenhausen (+1411)

Jh. – Gnadenbild, Halbfigur der Muttergottes, 15. Jh. – Grabplatten

des 17./18. Jhs. – An der Rückwand: Gemälde des Kastor,

um 1780. – Darunter: Grabmal eine Scholasters, 14. Jh., in

Ritztechnik.

Das Mittelschiff. Spätgotisches Sterngewölbe von 1496, von

Meister Matthias. – Über dem Chorbogen: Wandgemälde des

Kirchenväter sowie des Guten Hirten; schmiedeeisernes Geländer.

– An den Wänden: Vier Sitzfiguren von Propheten, 1858. –

An der Rückwand: Skulpturen der Anna und des Joachim, aus

Wir gehn nun aus der Kirche hinaus, nach rechts, mit Ansicht zur Linken vom

** Brunnen von 1812, ein Viererblock mit zwei marmornen Becken, durch

den Portalturm in den Blumenhof und dort richtunghaltend in die

*** Deutschordenskommende. Von der im Zweiten Weltkrieg

zerstörten Anlage des 13. Jhs. wurde nach dem Krieg nur noch

die Komturswohnung wiederaufgebaut. Es handelt sich um einen

dreigeschossigen Rechteckbau mit polygonalem Treppenturm

und steilen Schildgiebeln. Museum Ludwig. (Di-So 11-

17.00 Uhr). Gezeigt wird moderne französische Kunst; außerdem

gibt es immer wieder Wechselausstellungen.


*** Altes Regierungsgebäude, von 1902, neuromanischer Stil,

wandern wir auf dem Ufer rheinab und haben *** Ansichten vom

Dikasterialgebäude Balthasar Neumanns sowie von der Feste Ehrenbreitstein

auf der anderen Rheinseite. – Später wandern wir, wir befinden uns schon auf

dem Weg in den Platanen, links treppauf, wandern an der „Rheinzollstraße“

durch die Mauerpforte, halten uns links durch den ** Blumenhof, den einstigen

Kommendegarten, verlassen ihn durch den *** Portalturm, Torturm des

einstigen Waisenhauses und gehen in die Kirche

*** Ansichten von der Festung Ehrenbreitstein, dem Dikasterialgebäude sowie

der Pagerie, und kommen vorbei an

*** Deutsches Eck. Auf der Landzunge zwischen Rhein und

Mosel wurde 1687 das Denkmal für Wilhelm I. enthüllt. Der

Sockelbau steht auf einem Treppenaufgang, darauf ein Sockelplateau

von mächtigen Säulen getragen wird.

Wir wandern immer nächst der Mosel, haben später *** Ansichten von der

Liebfrauenkirche (links), St. Florin (mitte) und der Balduinsbrücke, wandern

vorbei an

*** Deutscher Kaiser, ein turmartiges fünfstöckiges Hotel mit

Zinnenkranz, Kielbogenmaßwerkfries mit Köpfen und Büsten.

Wir wandern vorbei an der

*** Stadtbefestigung aus römisch-fränkischer Zeit,

und wandern vorbei am

*** Schöffenhaus, 1528 für die Schöffen in spätgotischen

Formen, achteckigen mit Blendwerk verzierten Ecktürmchen

und Rechteckerker errichtet. (Weiteres siehe später.)

Wir wandern vorbei an am dem Schöffenhaus angebauten

*** Kaufhaus. 1419 wurde der Bau als Kauf- und Tanzhaus erstellt

und war ab 1674 Rathaus. 1724 hat man das Haus umgebaut.

An der Moselseite zieren es spätgotische Erkertürmchen.

Es ragt über die Flucht der römisch-fränkischen Stadtmauer

hinaus und ist mit einem Mansarddach gedeckt. (Weiteres siehe

später.)

Wir wandern vorbei an

*** Kurfürstliche Burg. Von der mittelalterlichen Anlage ist

lediglich das Burghaus und ein kleines Stück vom Burggraben

vorhanden. Das Gebäude ist dreigeschossig unter einem mächtigen

Walmdach, hat zwei Rundtürme an der Moselfront und

einen sechseckigen Treppenturm an der Stadtseite. Es wurde ab

1277 gleichzeitig mit der Stadtmauer errichtet, steht im Kern allerdings

auf römischem Fundament. Der Rundbogenfries bezeichnet

die ursprüngliche Höhe des Bauwerkes. Der Ostturm

ist im Unterbau wohl noch römisch; er wurde um 1425 aufgestockt,

gleichzeitig der Westturm errichtet. (Weiteres später).

Wir wandern her unter der


*** Balduinsbrücke. Der Bau der Brücke wurde 1332 begonnen

und immer mal verändert. 1883, nach der Verbreiterung,

verschwanden mittelalterlicher Schmuck und barocke Brüstungen.

1964 ging man radikal gegen die Brücke vor und entfernte

sechs der ursprünglich dreizehn Bögen.

Hinter der Brücke halten wir uns immer links, gehen allerdings nicht über die

Mosel hinüber, sondern wandern direkt vor dem Brückenübergang rechts. Wir

kommen nun vorbei an der Stadtseite der

*** Kurfürstlichen Burg. Von der mittelalterlichen Anlage ist

lediglich das Burghaus und ein kleines Stück vom Burggraben

vorhanden. Das Gebäude ist dreigeschossig unter einem mächtigen

Walmdach, hat zwei Rundtürme an der Moselfront und

einen sechseckigen Treppenturm an der Stadtseite. Es wurde ab

1277 gleichzeitig mit der Stadtmauer errichtet, steht im Kern allerdings

auf römischem Fundament. Der Rundbogenfries bezeichnet

die ursprüngliche Höhe des Bauwerkes. Die östliche

Hälfte der Stadtseite erscheint heute im Bild der Zeit um 1560:

Gepaarte Rechteckfenster, Tür und Kellereingang mit muschelgefüllten

Giebelbekrönungen, der Treppenturm mit abschließendem

Maßwerkfries, Renaissanceportal und reich ornamentierter

Spindel. – Die Westhälfte der Stadtseite, die Westseite

und die Fenster der Moselfront gehören zum Erweiterungsbau

von 1680, von Johann Christoph Sabastiani.

Wir wandern an der Kreuzung mit dem Burggrabenrest rechts auf „Paradies“

und auf dem „Münzplatz“ rechts in den

*** Metternicher Hof, 1674 unter Einbeziehung älterer Teile

erbaut, dem Geburtshaus des späteren österreichischen Kanzlers;

ein schlichter Bau mit Rocaillekartuschen und Rundgiebel

über dem Portal. Im Haus befindet sich eine Gemäldegalerie.

Wir gehen aus der Galerie hinaus, halten Richtung und gehen vorbei an

*** Kurfürstliche Münze, Wohnhaus des Münzmeisters, von

Johannes Seiz 1763 erbaut, mit Mansarddach und Zwerchhaus,

wandern auf der Quergasse links, auf der „Burgstraße“ dann rechts, vorbei an

*** historischen Bauten sowie links auf dem „Florinsmarkt“ erbautem

*** Bürresheimer Hof. Der stattliche dreigeschossige Bau von

1660 mit Satteldach zwischen breit geschwungenen Giebeln

und der diesem westlich angeschlossene Flügelbau von 1704

mit einem hierher versetzten Portal von 1659, birgt heute zusammen

mit dem Kaufhaus und dem Schöffenhaus das Mittelrheinmuseum.

Wir wandern links ins

*** Kaufhaus. 1419 wurde der Bau als Kauf- und Tanzhaus erstellt

und war ab 1674 Rathaus. 1724 hat man ihn umgebaut Er

ist mit einem Mansarddach gedeckt. Über der spätgotischen

Eingangshalle erhebt sich ein barocker quadratischer Uhrturm

mit Schweifhaube und Laterne. Seitlich befindet sich der Treppenaufgang

und ein reich gestaltetes Pilasterportal. In den diesem

und den zwei angrenzenden Gebäuden befindet sich das

**** Mittelrheinmuseum (Di-Sa 10.30-17.00, So 11-18 Uhr).

Gezeigt wird Kunst und Kultur des Koblenzer Raumes, besonders

Plastik und Malerei des Mittelalters, niederländische Malerei,

Stadtgeschichte.

Wir wandern aus dem Museum hinaus, nach links, vorbei am

*** Schöffenhaus, 1528 für die Schöffen in spätgotischen

Formen, achteckigen mit Blendwerk verzierten Ecktürmchen,

deren einer den Treppenturm bekrönt, und Rechteckerker errichtet,

und links in den

*** Florinsgarten mit vielen alten Grabsteinen an der Kirchenwand,

sowie einer *** Ansicht vom Kirchenchor.

Wir durchgehen den Garten linkshaltend und kehren zurück, indem wir durch

den Kreuzgangsrest wandern. Darüber erhebt sich das ehemalige, an die Kirche

angebaute

*** Kapitelhaus, um 1200 über den drei östlichen Jochen des

südlichen Kreuzgangflügels als zweistöckiger Bau mit Giebeln

errichtet, kreuzgratgewölbt sowohl im Kreuzgangsgewölbe als

auch in den Geschossen .

Wir gehen aus dem Garten hinaus und links in die Kirche


*** St. Florin. Die dreischiffige romanische Querhausbasilika

mit Doppelturmfassade besitzt einen zweigeschossigen gotischen

Chor.

Das Äußere. Am Westbau verkröpfen sich Gesimse um Pilaster.

Das große Mittelfenster ist aus dem 17. Jh. Die Türme besitzen

Dreiecksgiebel, Rundbogenfriese und Schallarkaden; die Säulenkämpfer

figürliche Reliefs. Die Spitzhelme sind von 1899.

Rechter Seitenchor. Frontwandfenster mit zwei Glasgemälden

des 14. Jhs.: Kreuzgruppe (mitte) und Pfingsten (rechts). Die

Taufe Christi ist neu. – Linke Wand: Malereien in den Nischen:

Schmerzensmann, um 1475; Margarethenmartyrium, 1364;

Martyrium der Agatha, 1300. – Rechte Wand: Glasmalereien

mit Kindheit und Passion Jesu, um 1330. – Epitaphe.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links und auf „Auf der Danne“ links,

vorbei am rechts erbauten Pfarrhaus von Liebfrauen und vorbei am * Stadtturm,

aus römischer Zeit des 4. Jhs., und kehren um an der Kreuzung mit

links stehendem

*** Krämerzunfthaus, ehem. städt. Mehlwaage von 1708, mit

Walmdach, Rechteckerker, daran die Brüstungsfiguren Michael,

Muttergottes, Justitia sowie Tobias und der Engel fast vollplastisch

sind,

sowie rechts erbautem

*** Eltz-Rübenacher Hof, dem sog. Dreikönigshaus von 1701

durch Johann Christoph Sebastiani, mit Walmdach und über

dem Portal vorspringendem Rechteckerker, daran die Reliefdarstellung

der Anbetung des Jesusknaben durch die heiligen drei

Könige kraftvoll hervorstechen,

kehren also um, wandern auf gekommener „Auf der Danne“ zurück, biegen

links ab auf „Florinpfaffengasse“, kommen vorbei an links erbauter Nr. 14,


*** Pfarrhof der Liebfrauenkirche, der von Johann Christoph

Sebastiani 1701 auf dem Boden eines fränkischen Königshofes

runden den Eindruck der Anlage ab.

Wir wandern vorbei an Nr. 6,

*** Friedhofen-Haus, von 1725,

kommen vorbei an rechts stehender Nr. 5,

*** Ritterhof, von 1702 in alten Mauern,

und wandern in die Kirche

**** Unserer Lieben Frau. Die spätromanisch

Das Äußere. Über dem Hauptportal: Muttergottes auf der

Mondsichel, überlebensgroß.

Das Innere wurde um 1470 spätgotisch gewölbt und, nach Baufälligkeit,

von Vinzenz Statz 1852 historisierend erneuert. Nach

Kriegszerstörung 1944 hat man die Kirche in alter Form wieder

hergestellt.


Turmhalle. Drei Grabsteine der Familie Burgtorn mit

durch die Heiligen Drei Könige, 16. Jh.


Linkes Chorhaus. Im Apsisfenster. Glasgemälde der Kreuzigung,

um 1460. – Linke Wand: Anbetung des Jesusknaben

Rechtes Chorhaus. Auf dem Altar: Immaculata, 18. Jh. – Grabmal

Langnas (+1711).

Rechtes Seitenschiff. Grabmal für Johann Cramprich von

Cronefeld (+1693) von Jan Blommendahl. – Marmorner Altaraufsatz

mit dem Gemälde des Nikolaus, von Silvester Baumann,

mit Koblenz-Ansicht.

Das Mittelschiff. Am Chorhausbogen: Immaculata in schönem

Rokokostil, 18. Jh. (rechts), Josef, um 1760.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, halten uns links und gelangen in die

*** Michaelskapelle. Es ist die einstige Friedhofskapelle, von

1660, teilweise auf der römischen Stadtmauer errichtet. Der untere

Teil des zweistöckigen Baus war Beinhaus. Über dem Chor

Wir gehen aus der Kapelle hinaus, wandern auf gekommenem Weg zurück,

vorbei an rechtem Kirchenschiff und den links zu beachtenden Rückseiten der

Bauten,

*** Städtische Schulen von 1776 mit zweigeschossigen Rückseiten,

mit Lisenen und Giebeln (weiteres siehe später),

und der

*** Kommandantur von 1719, ein Bau von fünf Achsen mit

Mansarddach (weiteres siehe später).

Wir wandern an der Kreuzung sowie Haus Nr. 13 links, dann auf dem

„Münzplatz“ links auf die „Marktstraße“ und an der Kreuzung links. Hier stehen

die Eckhäuser:

*** Vier Türme von 1608, die 1689 Veränderungen erfuhren.

Es handelt sich um ursprünglich dreistöckige Bauten mit doppelgeschossigen

steinernen Eckerkern samt Laternenbekrönung,

Fachwerkobergeschossen und jeweils zwei Giebeln. Marktstraße

2 wurde 1862 samt Erker um einen Stock erhöht sowie

Wir kommen auf „Am Plan“ vorbei am * Brunnen, von 1805, sowie an den

Frontseiten vom

*** Kommandantur von 1719, ein Bau von fünf Achsen mit

Mansarddach und mit Giebel bekröntem Zwerchhaus samt doppelläufiger

Freitreppe,

sowie

*** Städtische Schulen von 1776. Die dreigeschossige Front

besitzt im Erdgeschoss rundbogige Öffnungen und

Lisenengliederung; die Zwerchhäuser, wiewohl in barocken

Formen, kamen erst 1911 hinzu.

Diesen Häusern ist auf Eck gestellt angebaut:

*** Drouven’sches Haus von 1779.

Wir halten Richtung auf „Entenpfuhl“ , haben an nächster, links abbiegender

Gasse eine *** Ansicht vom Kirchenchor der Liebfrauenkirche, wandern

rechts auf die „Jesuitengasse“, und gehen rechts ins

*** Rathaus. Das ehemalige Jesuitenkolleg steht mit seinem

ehemaligen Gymnasium zum Platz hin; das Klostergebäude

schließt südlich an die Kirche an. Das ehem. Gymnasium, 1694

von Johann Christoph Sebastiani errichtet, ist zweigeschossig

mit mächtigem Satteldach. Die Eckaufsätze des Johann Georg

Judas tragen Schweifhauben und sind mit Laternen bekrönt.

Ausgeprägte Portale. Hinter dem östlichen Portal befindet sich

eine dreischiffige Durchfahrt mit Kreuzgewölben auf Säulen.

Die Rückseite hat einen offenen Arkadengang. Im Inneren

wölbt sich über dem Treppenhaus eine Stuckdecke, von C. M.

Pozzi; die Gemälde stammen von Lucas. Die marmorne Türeinfassung

der einstigen Aula besitzt einen beachtenswerten Giebelaufsatz,

nach einem Entwurf Sebastianis. – Der rückwärtige

rechte Winkelbau trägt einen laternenbekrönten Aufsatz.

Der dreigeschossige, schlichte Klosterbau ist am Westflügel

von 1591 von einem prächtig gerahmten Portal mit dem Wappen

des Kurfürsten Johann VII. von Schönburg geschmückt.


Zudem verschönen ihn zwei zweistöckige Zwerchhäuser und

ein mehrfach gestufter Giebel. Der Mittelbau von 1588 besitzt

getreppte dreiteilige Fenster. Der Ostflügel, auch „Fürstenbau“

genannt, von 1670 beinhaltet die Sakristei, deren Kreuzgewölbe

auf einer marmornen Mittelsäule ruht. Sakristeischränke der

Bauzeit.

Im Hof steht der

*** Schlängelbrunnen (Schlängel=Lausbub) von Carl Burger,

1941.

Wir gehen aus dem Rathauskomplex hinaus, nach rechts und in die Kirche

*** St. Johann. Die Jesuitenkirche von 1613 bis 1617 wurde

im Zweiten Weltkrieg zerstört, an ihrer Stelle 1958 ein neues

Gotteshaus errichtet, dem man die alte Fassade vorblendete. Die

Giebelfassade von 1617 mit Treppenturm stellt in ihren Nischen

Jesuitenheilige, Johannes und Michael aus. Das Radfenster

ist in gotischer Manier gehalten. Der Kruzifixus ist aus dem

16. Jh.


Das Innere enthält in der Mitte das Gnadenbild des 15. Jhs.,

an den Wänden Schlusssteine des Vorgängerbaues von 1617

und im Chor eine eingemauerte prächtige Sakristeitür von

1615 sowie in den Fenstern Glasmalereien von Jakob Schwarzkopf,

20. Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts, vorbei an der

*** Vikarie der Zeit um 1770, ein dreigeschossiges Gebäude

von Johann Peter Hömberger, mit Toreinfahrt,

und wandern auf der Quergasse rechts. Später wandern wir rechts über den

großen „Josef-Görres-Platz“ mit de

*** Historiensäule von Jürgen Weber, 20. Jh., eigentlich ein

Brunnen,

gelangen auf die „Poststraße“, an der Kreuzung mit rechts stehendem

*** Lassaulx’sches Haus von 1786, ein dreigeschossiges Eckhaus

mit Dreiecksgiebeln und Pilastern samt von Säulen flankiertem

Portal mit schön geschnitzter Tür unter Eisengitterbalkon

sowie von Giebel bekrönter Balkontür,

richtunghaltend auf den „Deinhardplatz“ und wandern in die sog.


*** Neustadt, eine Häuserzeile mit historischen Bauten,

Fassade versehen sowie drei Maskenköpfen, vorbei am Clemensbrunnen

von 1791, ein Obelisk mit vier Schalen, vorbei an Nr. 3,

Deinhardhaus, von 1786, mit Tür der Bauzeit, Oberlichtportal

sowie Toreinfahrt, vorbei an Nr. 4, Gerichtshof, frühklassizistisch,

vorbei an Nr. 5, Landeszentralbank, vorbei an Nr. 8, Haus der Zeit

um 1790, mit Dachgesims auf Konsolen, und vorbei an den Nrn.

9/10, Eckhaus von 1788, mit fünfachsigem Mittelrisalit samt ionischen

Pilastern, die einen Dreiecksgiebel tragen.

Später wandern wir mit Hilfe der Unterführung auf dem Schlossplatz links unter

der Straße her zu

**** Neues Schloss. Die kurfürstliche Residenz ließ sich der

letzte Trierer Kurfürst und Erzbischof Clemens Wenzeslaus

Wir wandern vor dem Schloss links und halten uns rechts an den Gebäuden

entlang. Wir wandern hinter dem letzten Bau des Seitenflügels rechts, entlang

den Parkplätzen, hinter der „Struktur und Genehmigungsdirektion Nord“

rechts, kommen vorbei an den Nrn. 1-5,

*** O berlandesgericht, von 1907, mit schönem schmiedeeisernen

Portal,

wandern auf dem Rheinuferweg mit links stehendem

*** Altes Regierungsgebäude von 1902, im Stil der Neuromanik

errichtet,

begehen dann den Rheinuferweg mit *** Ansichten von Ehrenbreitstein und

kommen noch einmal vorbei am Rheinkran.

60 Minuten später, so lange währt die reine Gehzeit durch die Stadt, steigen

wir hier ein in den Bus zum Hauptbahnhof, weil der lange Weg durch die

Stadt dorthin vollkommen uninteressant ist, berührt er doch nur Koblenzer

Neubaugebiet.

239 Min.

Braubach – Koblenz

OMR 12

Ende

*

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