E 64 - Kunstwanderungen

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E 64 - Kunstwanderungen

E64

Neuerburger Land

Hamm – Weidingen – Neuerburg – Fischbach – Hamm

6 Stunden und 52 Minuten reine Wanderzeit

Wir fahren mit dem Auto nach Hamm an der Prüm, unweit des Stausees Bitburg.

Wir parken den Wagen unterhalb des Schlosses auf dem kleinen Abstellplatz

Ecke Durchfahrtsstraße/Prümstraße in

Hamm.

**** Schloss Hamm (Das Schloss ist nicht zu besichtigen; aber

Feiern kann man hier – gegen Bezahlung).

Die Anlage oberhalb der Prüm war eine Lehnsburg derer von

Vianden, nach deren Aussterben im Besitz der von Milburg,

dann derer von Horst, schließlich der Grafen von Lannoy. Das

Schloss ist im Wesentlichen spätmittelalterlich. Der Bering ist

ziemlich rechteckig mit runden Halbtürmen. Einlass gewähren

u. a. zwei rechteckige Tortürme.

Die Kapelle wurde 1700 erneuert. Der Bergfried ist aus dem 14.

Jh. Eine Restaurierung 1885 ergänzte Turmoberteile und Zin-


nenkranz der Mauern. Die Fassade des im Zweiten Weltkrieg

zerstörten Haupthauses wird von zwei Treppentürmen flankiert.

Ein tiefrechteckiger Saalbau mit Kreuzrippengewölben auf Säulendiensten

ist aus dem 15. Jh.

Die Kapelle. Bildnisgrabstein für Georg von der Leyen

(+1509). – Grabmal für Werner von der Leyen (+1512). – Doppelgrabmal

für Georg von der Leyen (+1553) und seine Frau

Anna von Beier von Boppard. – Sakramentsnische, 15. Jh. – Altar

mit Kreuz und zwei Heiligenfiguren, 1682.

Die Einrichtungsgegenstände des Wohnhauses sind meist nach

dem Krieg hierher gekommen.

Wir gehen auf der Hauptstraße nach Süden und rechts auf „Brückenstraße“.

6 Minuten später wandern wir an der Gabelung links und folgen der „78“.

18 Minuten später wandern wir bei rechts stehendem Schild „Stausee 6 k

Hamm …“ links bergab zur „Neumühle“. – Kurz darauf durch den Wanderdurchlass,

auf der Weide, vor der Mühle auf dem Brückchen über den Bachzufluss

und durch den nächsten Wanderdurchlass.

5 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg in der Mühle rechts.

1 Minute später wandern wir an der Kreuzung „Neumühle“ geradeaus und

nun auf dem Hauptweg durchs

**** Bachtal voller Idylle.


11 Minuten später wandern wir an der Gabelung links, auf dem Hauptweg

bergauf, vom Bach fort entlang am *** Eifelgold, das im Juni blüht.

18 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße links.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche von 89 Min.

Weidingen.

Um 730 soll der heilige Willibrord an der Stelle eines heidnischen Tempels eine erste

Kirche errichtet haben. Der Name des Ortes lässt sich vom Fundort eines Marienbildes

ableiten, dass in einem Weidenstrauch gefunden wurde. In Folge wird der Weiler nämlich

Weidig, Widen bzw. Wedingen geheißen. Bezeugt ist eine Kirche im Jahre 1205.

Spätestens seit 1589 finden Wallfahrten nach Weidingen statt. 1794 gerat der Ort an

Frankreich, 1815 an Preußen. Nach der Besatzung von Kriegsende an kommt man an

Rheinland –Pfalz.

*


*** Mariä Empfängnis. Die beiden Untergeschosse des Chorturms

und ein Teil der Langhaussüdwand der ehemaligen Wallfahrtskirche

sind noch aus dem 14. Jh. Der übrige Bau stammt

aus dem 15. Jh. Der Turmoberbau wurde von 1783 aufgesetzt.

In derselben Zeit erbaute man nördlich die Sakristei an.

Das Innere ist zweischiffig. Das linke Schiff ist noch original

mit Kreuzrippengewölbe und Pfeilern zum Mittelschiff hin er-


halten. – Das rechte Schiff, jetzt Hauptschiff, war flach gedeckt

und ist seit 1779 auf Pilastern gratgewölbt. – Die Kreuzweggemälde

sind nazarenisch, 1886.

Rechtes Schiff. Aufwändiger Barockhauptaltar von Eberhard

Hennes, 1780, mit der Dreifaltigkeit (oben), flankiert von Engeln

und Putten, dem Gnadenbild, einer Pietà der Zeit um 1500

(mitte),


flankiert von Joachim, Mutter Anna, Katharina von Siena und

Vater Josef. – Links über der Tür: Figur des Täufers Johannes.

Rechts über der Tür: Figur des Alexis von Edessa. – Chorgestühl

mit Adlerpult, 18. Jh. – Taufstein des 19. Jhs.

Rokoko-Kommunionbank. – Linker Rokoko-Altar, um 1770,

mit dem neuen Bild der Maria; Relief im Aufsatz: Abt. – Rechter

Rokoko-Altar, um 1770, mit einem Gemälde des 19. Jhs.:

Evangelisten auf dem Korb und einem Posaunenjüngling auf

dem Schalldeckel.

Linkes Schiff. Steinerner Barockaltar des 17. Jhs. mit einer von

zwei Bischöfen der Zeit nach 1700 flankierten Pietà des 17.

Jhs.; darüber: Sebastian, flankiert von Antonius (links) und

Donatus.


Steinerne Chorschranke des 17. Jhs. – Außenwand: Rokokobeichtstühle

des 18. Jhs. – Rückwand: Retabel aus rotem

Sterbestunde-Heilige Barbara sowie die wunderbeglückte Ottilie.

Die Vorhalle. Vesperbild, eine Plastik aus dem 17.Jahrhundert.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts und auf den Friedhof mit

Trinkwasser. Hier stehen mehrere sehenswerte

*** Grabdenkmäler, z. B. Grabsteine des 19. Jhs. (an der

Kirchenwand), Kreuzgruppe, ein Grabmal des 19. Jhs. (im Gehäuse)

und eine Kreuzstele von 1777 (freistehend an der Mauer).

Wir gehen aus dem Friedhof hinaus, linksversetzt über die Durchfahrtsstraße,

halten uns rechts und begehen den sich verjüngenden „Kirchenweg“.

10 Minuten später wandern wir auf der gekrümmten Querstraße in Krahnen

rechts bergauf zum „Segelflugplatz“.

1 Minute später wandern wir an der Gabelung hinterm Linksbogen der Straße

rechts bergauf und folgen dem „


Das Innere birgt eine Ausstattung von vor 1750.

35 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts.

1 Minute später wandern wir in die erste Sehenswürdigkeit von 195 Min.

Neuerburg.

Neuerburg wird 1332 erstmals erwähnt, als man die Stadtrechte erhielt. Im Pfälzischen

Erbfolgekrieg lässt Ludwig XIV. im Jahre 1692 Stad- und Burgmauern schleifen. 1794

gerät Neuerburg an Frankreich, 1815 an Preußen. Nach der französischen Besetzung

nach dem Zweiten Weltkrieg kommt man 1947 an Rheinland-Pfalz.

*** Kreuzkapelle. Der Chor ist von 1712, die Sakristei von

1715, das Schiff ist von 1744, die Vorhalle kam 1788 hinzu.


Der Chor. Auf dem Hauptaltar von 1749: Kreuzgruppe.

Das Langhaus. Überm Chorbogen: Relief der Helena. – Linker

Altar des 18. Jhs.: Walburga unter der Figur des Dominikus. –

Rechter Altar von 1748: Donatus unter der Figur des Ambrosius.

– Rechte Wand: Marienfigur. – Hinten: Grablegung und

schmiedeeisernes Gitter aus der Bauzeit um 1750.

Wir gehen aus der Kapelle hinaus und Richtung haltend bergab entlang am

*** Kreuzweg aus neugotischer Zeit.


10 Minuten später wandern wir aus der „Herrenstraße“ hinaus, über die

Durchfahrtsstraße zur „Burg“, sofort rechts auf die „Marktstraße“, halten uns

kurz darauf auf dem Marktplatz mit der * Madonnensäule und dem modernen

* Brunnen links, steigen treppauf, gehen kurz darauf rechtsversetzt über

die Schrägquerstraße treppauf durch den

*** Torturm des mittelalterlichen Burgberings, heute freistehender

Glockenturm der Kirche,


und gehen vorbei an den

*** Fußfällen der Zeit um 1760.

4 Minuten später wandern wir in die Kirche


*** St. Nikolaus. Den Bau mit Maßwerkfenstern und Strebepfeilern

hat man 1492 zu errichten begonnen, aber erst 1570

vollendet.

Ursprünglich war die Kirche dreijochig; das vierte Joch wurde

1912 im Westen angefügt.


Das Innere ist zweischiffig mit die stern- und netzgewölbte

Decke stützender Mittelachse und besitzt vorzügliche Schlusssteine:

Wappen und Figürliches.


An den Wänden: Individueller Kreuzweg.


An vorderem Pfeiler: Skulpturengruppe der Heiligen Familie,

19. Jh.


Im Chor hängt ein Kruzifixus von der großartig wirkenden Decke

herab.


Empore mit Maßwerkbrüstung. – Rückwand: Figur des Johannes

Evangelisten, 18. Jh. – Beichtstuhl des 18. Jhs.

Das Chorhaus. Die Glasmalereien der Fenster schuf Paul

Weigmann im 20. Jh. – Auf den spätgotischen Diensten sitzen

und des Rochus. – Außenwand: Heiligenfiguren des 18. Jhs.

Linkes Schiff.


Frontwand: Nikolausfigur, um 1500;


davor: Taufstein des 16. Jhs.

Außenwand: Drei Heiligenfiguren des 18. Jhs.

Rechtes Schiff. Frontwand: Kanzel. – Außenwand: Drei barocke

Heiligenfiguren, 18. Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und Richtung haltend bergauf.

1 Minute später wandern wir links durch den Spitzbogen zum

*** Pfarrhaus. Das einstige Vogtshaus zwischen Rundturm

der Stadtmauer sowie mit Treppenturm wurde 1624 errichtet

und im 19. Jh. umgebaut.

Der Bau ist mitbestimmend für die gesamte Stadtansicht

Neuerburgs und überragt in seiner Dominanz Kirche wie Burg.


Wir gehen aus dem Innenhof hinaus, nach links treppauf und auf der Straße

weiter bergauf.

2 Minuten später steigen wir links treppauf zur „Burg“ und halten uns rechts.

6 Minuten später wandern wir zum höchsten Punkt – mit einer *** Ansicht

vom Enztal – auf der

*** Burg Neuerburg. Die Herren von Neuerburg haben die

Anlage im 12. Jh. erbaut. Erwähnt wird die Festung erstmals

Stadtbrand von 1818 ließen die Burg zerfallen. Seit 1926 hat

der Wiederaufbau begonnen, der in der Funktion der Jugendburg

mündete.


Nach Sprengung durch die Franzosen und Abtragung ist sie

nicht mehr vollständig erhalten. Heute Jugendburg.

Der dreigeschossige Torbau,


der Palas und die Ringmauer des inneren Burghofes sind aus

dem 13. Jh. Der Palas wurde im 15. Jh. mit romanisierenden

Kreuzgewölben auf Rundstabrippen über Wandsäulen versehen.

Im 16. Jh. hat man die Burg durch die Ostbastion verstärkt und

mit Geschütztürmen gesichert. Das 18. Jh. hat ebenfalls zur

Veränderung des ursprünglichen Baues beigetragen, so der

Winkel zwischen Torbau und südlicher Ringmauer.


Wir kehren um und halten uns auf den angebotenen Wegen wie Straßen immer

rechts, umrunden sozusagen den Burgfels – tendenziell stets bergab mit

*** Ansichten von der Burg.

3 Minuten später wandern wir vor beginnender Leitplanke links zum „Hexentanzplatz“

stets bergab und halten uns rechts, aber stets Richtunghaltend, somit

einmal einen von hinten kommenden Weg ignorierend.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung „Mühlenstraße“ rechts, auf

der Brücke über die Enz mit einer *** Ansicht der um den Fels gebauten

Brücke, halten uns rechts, wandern rechts auf der „Mühlenstraße“ auf der

Brücke über die Enz und halten uns links in den Stadtpark hinein. Hier halten

wir uns an der Plattenwegkreuzung links, halten uns links, gehen auf die Wiese

und haben nun die beste Ansicht von den

*** Enzwasserfällen.


Wir kehren um, gehen auf dem Plattenweg beim Brückchen und vor dem

Teich links, Rastplatz, wandern immer nächst der Enz und stets auf diesem

Ufer durch den

*** Stadtpark.

4 Minuten später wandern wir auf der „Graf-Dietrich-Straße“ rechts und halten

uns links auf „Op d’r Kehr“.

1 Minute später wandern wir vorbei an der ** Johannes-Nepomuk-Figur

von 1740 an der Enz


*** Beilsturm der Stadtmauer von 1332, die 1692 zerstört

wurde.

Vom Turm aus haben wir

**** Ansichten von Neuerburg im Enztal, mit Burg, Pfarrhaus

und Kirche.

Wir steigen vom Turm hinab und halten uns rechts bergab.

2 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links, biegen sofort links ab

und folgen dem Wanderweg stets bergauf, Hütte, mit mehreren

**** Ansichten von Neuerburg im Enztal.


12 Minuten später wandern wir beim Aussichtspavillon mit

**** Ansichten von Neuerburg und dem Enztal

linksversetzt über den Querweg bergauf und folgen der „11“.

4 Minuten später wandern wir auf gekrümmtem breiten Querweg bei der Hütte

links bergauf, im Juni durch *** Eifelgold.

5 Minuten später wandern wir auf dem Landsträßchen rechts bergauf mit

**** Panorama-Ansichten von der Eifel.

Vor dem Weiler Scheuern: Friedhof mit Trinkwasser.

*** Panorama-Ansichten von der Eifel.


40 Minuten später wandern wir her unterhalb der Kirche von 315 Min.

Fischbach.

Fischbach wird erstmals 1332 als Vixbach erwähnt. 1794 wird man französisch und gelangt

1814 an den preußischen Kreis Bitburg. Nach dem zweiten Weltkrieg ist man

wieder französisch besetzt und kommt 1947 ans Land Rheinland-Pfalz. 1967 werden

die 15 Einwohner des Weilers Bürger von Fischbach-Oberraden. Seit 1975 gehört man

zur Verbandsgemeinde Neuerburg.

*** Kapelle. Das zweistöckige Gotteshaus hat man als Chorturmkirche

mit Spitzbogenfenstern auf hohem Sporn über der

Siedlung erbaut.


2 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links, an der Gabelung beim

Rastplatz rechts bergauf und folgen der „9“.

3 Minuten später wandern wir links auf den Weg mit Durchfahrtverbotsschild,

bleiben auf Asphalt und haben bald mehrere

**** Panorama-Ansichten von der Eifel.

25 Minuten später wandern wir in der engen Rechtskurve des Asphaltweges

mit rechts stehendem Dickicht und links stehendem Feld links bergab auf

Schotter, gehen her zwischen links stehendem Feld und rechts sich hinziehendem

Baumdickicht.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg direkt bei der Landstraße

links leicht bergab weiter auf Schotter und bleiben auf dem Hauptweg – am

Ende mit *** Ansichten von Schloss Hamm.


16 Minuten später wandern wir auf der Ortsdurchfahrtsstraße links zum Parkplätzchen

in Hamm .

412 Min.

Neuerburger Land

Ende

E63

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