Verona - Kunstwanderungen

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Verona - Kunstwanderungen

RK B25

Verona 1

Porta Nuova – SS. Trinità – S. Domenico – Juliagrab –

S. Fermo – Casa Capuleti – Arena – Piazza delle Erbe –

Piazza dei Signori – Skaligergrabmäler – S. Anastasia –

Ponte Pietra – Castel S. Pietro – Teatro Romano

Im 1. Jh. v. C. ist Verona, die rotweiße Stadt (die Formulierung rührt daher, dass die

Gebäude des Mittelalters zumeist aus Lagen hellen Tuffsteins und roten Ziegelsteins

gemauert, bzw. Brücken, Mauern und Türme aus demselben Material errichtet wurden)

schon eine römische Kolonie, die 49 v. C. zum „Municipium“ wird, somit das römische

Bürgerrecht erwirbt. Die Lage an wichtigen römischen Durchgangsstraßen lässt die

Stadt schnell zu großer kultureller wie wirtschaftlicher Blüte gelangen. Zeugen dieser

Zeit sind die Porta Borsari und die Porta Leona, der Gavi Bogen, der Ponte Pietra, das

römische Theater und, vor allem, das Amphitheater, die Arena. Im 4. Jh. setzt sich in

Verona das Christentum durch. Die Bekehrung geht auf den schwarzen Bischof Zeno

zurück. Der Ostgotenkönig Theoderich macht Verona nach dem Fall des Römischen

Reiches, 489 zur Hauptstadt. 568 bis 572 wird die Stadt Sitz des langobardischen Königs

Alboin. Die gleiche Bedeutung kommt Verona unter den Franken zu.

1117 verwüstet ein Erdbeben die Stadt. Danach beginnt man, der Stadt ein neues Aussehen

zu geben. Lediglich die Kirchen werden in alter Form wieder hergestellt und die

monumentalen römischen Denkmale beibehalten. 1164 muss Kaiser Friedrich I., der

Barbarossa, hier eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Im 12. Jh. wird Verona freie

Stadt. Zwischen 1226 und 1259 führt Ezzelino da Romano, wie in vielen Geschichtsbüchern

steht ein „Schreckensregiment“ in Verona, das allerdings auch nicht schlimmer

war als das anderer Herrscher. Er beherrscht außerdem die Städte Padua, Vicenza,

Belluno und Trient. 1259 wurde er von den Städten Mantua und Ferrara, guelfischen

Familien sowie Papst Innozenz besiegt. Nach seinem Tod übernehmen die Zünfte die

politische Macht. Sie wählen Mastino della Scala zu ihrem Vertreter.

Die Skaliger.

Nun beginnt die Zeit der Stadtherrschaft durch die Skaliger.

Mehr als ein Jahrhundert lang, von 1259 bis 1387, also genau

128 Jahre ist Verona nun die prächtige Hauptstadt eines Gebietes,

das sich bis Venedig, in die Emilia-Romagna und hin zur

Toscana zieht. Die Scaligi sind das glanzvollste Herrscherhaus

dieser Zeit in ganz Italien. Es gelingt ihnen geschickt zwischen

Ghibellinen und Guelfen einher zu taktieren. Äußerlich bekennen

sie sich zum Kaiserhaus, innerlich verhält man sich welfisch.

Mastino wird 1277 ermordet. Das empörte Volk überträgt dem

Bruder Alberto die Regierungsgewalt. Ihm folgt sein Sohn Bartolomeo,

dann nach dessen Tod 1304 Albuin. 1211, nach dessen

Tod wiederum gelangt Canfrancesco an die Macht, der unter

dem Namen „Cangrande“ der bedeutendste Veroneser Herrscher

wird. Er ist Kaiser Heinrich VII. eine große Unterstützung.

1325 versucht ihm sein Verwandter Federico das Amt

streitig zu machen.

Der Hof von Cangrande I. della Scala darf sich rühmen, den aus

Florenz verbannten Dante in sein kulturelles und künstlerisches

Zentrum aufzunehmen. Über Cangrande schreibt Dante dann

auch im Paradiso: „Seine allbekannte Großmut wird sich derart

offen darlegen, dass selbst seine Feinde vor ihr nicht verstummen“.

Der zuvor erwähne Federico verdankt dieser Großmut sein

Überleben. Cangrande stirbt 1329. Unter seinem Nachfolger

Mastino II. wird Brescia einverleibt, Parma und Lucca gekauft.

Das geht den Florentinern zu weit. Sie verbünden sich mit Venedig

und den Visconti in Mailand. Als weitere Verbündete

werden die Este in Ferrara und die Gonzaga von Mantua gewonnen.

Ihnen schließt sich König Johann von Böhmen an.

Nach der Schlacht von Padua 1335, die Mastino verliert, wird

Lucca an Florenz verkauft; man verzichtet fortan auf Brescia,

Treviso, Belluno und Padua. Mastino II. stirbt 1351.

Sein Nachfolger, Cangrande II., wird vom Volk gehasst und

„Tollwütiger Hund“ genannt. Prompt fühlt er sich vom Volk

bedroht, lässt das Castelvecchio errichten und verkriecht sich

dort. Sein Bruder Cansignorio lässt ihn 1359 umbringen.

Cansignorio ermordet zuerst diesen Bruder, dann den anderen

Bruder Alboino, damit die Nachfolgeherrschaft auf seine Söhne

Bartolomeo und Antonio übergehe. Bartolomeo wird schließ-


lich auch umgebracht, und Antonio gerät unter Verdacht, der

Täter zu sein. Bei soviel Familienzwist haben die Veroneser

schließlich die Nase voll. Die Familien Bevilacqua, Malaspina

und andere werden Condottori der Visconti in Mailand und führen

Mailänder Truppen kampflos in die Stadt. 1387 flüchtet Antonio.

Das ist das Ende der Skaligerherrschaft.

Im Jahre 1405 fällt Verona, nach kurzer Herrschaft der Visconti, an die Republik Venedig.

Verona bleibt also bis zum Einfall der Franzosen 1796 venezianisch. Die napoleonischen

Truppen besetzen die Stadt sechs Monate lang. 1797 kommt die Stadt zu Österreich.

1801 einigen sich Franzosen und Österreicher auf die Etsch als Grenze, weswegen

die alte Stadt französisch wird, hingegen das östliche Ufer den Österreichern gehört.

Von 1805 bis 1814 wird Verona mit Venetien dem neuen napoleonischen Königreich

zugeteilt, danach endgültig zu Österreich eingegliedert. 1866 wird Verona und

seine Provinz dem Königreich Italien angeschlossen.

*

Wir gehen aus dem Bahnhofsgebäude hinaus und nach rechts. – Später wechseln

wir auf der Etschbrücke die Straßenseite, halten Richtung, biegen kurz

darauf links ab, gehen, auf der breiten Straße Richtung haltend vorbei an der

*** Porta Nuova. Sanmicheli schuf das Bauwerk zwischen

1533 und 1540. Mit seinen 29 Metern Tiefe bot es reichlich

Platz für die Besatzung. Die Geschütze standen auf der Plattform.

Ursprünglich war es dreibogig, nämlich die mittlere große

Durchfahrt und die beiden Fußgängerdurchlässe. Die seitlichen

Bögen ließen die Österreicher 1854 brechen. An Stelle des österreichischen

Wappens prangte dort ursprünglich das venezianische.

*** Palazzo Trieste.

Wir wandern bald hinter Haus Nr. 4 rechts und durch die Pforte in die Kirche

*** SS. Trinità. Der Bau stammt aus der Zeit um 1130 an Stelle

eines Vorgängerbaus aus dem Jahre 1073, von dem noch die

nördliche Apsis zeugt. Besonders reizvoll ist der Glockenturm.

Die aus Ziegeln und Tuff erstellte Fassade ist im lombardischen

Stil gehalten, mit Pultdächern versehen sowie einem

Baldachinportal und einem Säulenvorraum, in dem ein Sarkophag

von 1421 steht.

Das Innere ist mit Fresken der Bauzeit ausgemalt.

Das Chorhaus. In der freskierten Kalotte sind der Gnadenstuhl,

dargestellt und die vier Evangelistensymbole.


Marmorner Tabernakelaufbau auf einem Adlerpodest.

Linker Querschiffarm. Barockaltar mit der Pietà.

Rechter Querschiffarm. Plastische Trinität, barock.

Das Langhaus. Im und am Chorbogen: Fresken mit Heiligenfiguren

samt dem himmlischen Jerusalem. – Linke Wand: 1.

Barockaltäre. – Rechte Wand: 1. Drei Anbetungsgemälde, renaissancen;

2. Barockaltäre; 3. Bekehrung des Paulus, Renaissance-Fresko.

*** S. Domenico. Die Kirche wurde ab dem Jahr 1537 erbaut.

Das Innere ist vollständig ausgemalt.

Die Halle. An der flachen Decke simuliert das Gemälde von

Stock erhält von der Mutter Gottes das Skapulier (Maler unbekannt).

– Rechte Wand, von vorne nach hinten: Dominikus heilt

einen Verwundeten (von Odoardo Perini); Dominikus und Ursula

(von Sante Prunati); Barockaltar mit dem Gemälde der

Himmelfahrt Mariens (von Schwester Cappanin, 19. Jh.); Dominikus

verbrennt Häretikerschriften (von Michelangelo

Prunati); Rosenkranzübergabe an Dominikus (von Hieronymus

Ederle).

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der Querstraße rechts und sofort links

durch die Anlage in den

*** Kreuzgang der Kirche S. Francesco. Hier befindet sich,

wie die Legende wissen will, das

Grab der Giulietta Capuleti.

In Wirklichkeit aber ist der wie ein Steinsarg aussehende Koloss

eine Viehtränke. Die angebliche Grablege ist mittlerweile


zum Museum herangereift, in dem auch andere Kunstwerke,

besonders Fresken aus verschiedenen veroneser Kirchen gezeigt

werden.

*

Wir gehen aus dem Kreuzgang hinaus, nach rechts auf den „Lungo da porto“,

halten uns rechts, wandern bald darauf vor der Etsch links, kurz darauf – mit

Blick nach links auf einen Teil der ** Stadtmauer – auf der Brücke über den

Fluss und gehen immer nächst der Etsch. Zur rechten steht ein Stück

Stadtmauer.

Die Stadtmauern wie sie heute erhalten sind, scheinen wenig

spekulativ in der Landschaft zu stehen. Dennoch haben die

Mauern und der Mauerbau gerade in Verona eine lange Geschichte.

Die ursprünglich römischen Mauern, ein kleiner Ring

nahe der Etschschleife wurden im Jahre 265 n. C. und um

knapp 10 m außerhalb des vormaligen Ringes errichtet; sie

schlossen das Amphitheater mit ein. Da viele Klöster und Gärten

immer noch außerhalb lagen, ließ der Skaliger Ezzelino im

13. Jh. neue Mauern errichten, die sogar einen Teil links der

Etsch mit einbezogen. Cangrande erweiterte die Mauer dann

noch einmal im 14. Jh. Der Ring war nun 10 km lang und durch

12 Tore passierbar. Diese Mauern sind heute noch vorhanden.

Venezianer und Österreicher änderten den Radius nicht mehr,

verstärkten die Mauern lediglich; es entstanden Bastionen und

Bollwerke. Als Festigungsbaumeister tat sich Michele Sanmicheli

hervor.

Michele Sanmicheli

Im 16. Jh., also in der Zeit, in der Verona von Venedig beherrscht

wurde und ein lebhaftes Zentrum von Kultur und Kunst

war, beschloss man, die Befestigungsanlagen renovieren zu lassen.

Alle Gebäude, die sich im Umkreis von einem Kilometer

außerhalb der Stadtmauern befanden, ließ man abreißen.

Sanmicheli, der veroneser Architekt plante die Neubauten.

Auch wurde durch ihn der Platz um die Arena erneuert, so dass

dieser zum Mittelpunkt des Stadtlebens wurde – was er heut

nicht mehr ist.

*

Später wandern wir auf erster Brücke links über die Etsch und in die Kirche

**** S. Fermo Maggiore (werktags 10-18, So+Fei 13-18 Uhr). Im

Jahre 304 erlitten Fermo und Rustico an dieser Stelle des Etsch

den Märtyrertod. Im 5. Jahrhundert errichtete das Volk ihnen zu

Ehren hier eine erste Kirche. Die Gebeine wurden zur Verehrung

nach Afrika gebracht; dort verlangte die sich mehrende

Christenheit nach zu verehrenden Reliquien. Dennoch errichtete

man am Etsch eine zweite Kirche zu Ehren der Heiligen. 755

holte Annone, Bischof von Verona die Gebeine zurück und bestimmte

ihre Ruhe unter dem Altar der Kirche. Zwischen 1065

und 1143 bauten Benediktiner eine Unterkirche, in der die Reliquien

gebettet lagen, und eine Oberkirche für den Gottesdienst.

1261 ging die Kirche an die Franziskaner. Diese nahmen bis

1350 Umbauten vor, auf die das heutige Erscheinungsbild der

Kirche zurückgeht. Man änderte den dreischiffigen Innenraum

in einen einschiffigen um. Daher also rührt der Eindruck von

einem uneinheitlichen romanischen bzw. gotischen Sakralraum.

San Fermo besitzt, wie San Lorenzo hier in Verona, fünf Chöre,

weil zu den drei Chorhausapsiden noch zwei den Querschiffarmen

vorgesetzte kommen, eine Architektur, die ganz selten zu

sehen ist, hier in Verona gleich zweimal.

Das Äußere. An der harmonisch wirkenden Hauptfassade befindet

sich links vom Portal das Grabmonument für Aventino

Fracastoro, Leibarzt der Skaliger, 1363. Den Baldachin zur

Rechten schuf Giovanni da Tolentino.

Die Oberkirche

Das Innere wird in seinem Gesamteindruck auch stark von der

Holzdecke aus der ersten Hälfte des 14. Jhs. geprägt, die in

Form eines Schiffskiels mit Tafeln bestückt ist, auf denen sich

vierhundert Heilige befinden.


Das Chorhaus in Formen der Gotik. In der Kalotte: Gemälde

Christi mit Maria, Johannes dem Täufer, Fermo und Rustico. –

Im Kreuzgewölbe: Fresken der Evangelistensymbole, um 1315.

Liberale da Verona

Liberale wird um 1445 in Verona geboren. Zwischen 1470 und

1476 lebt er in Siena und ist auch im Kloster von Oliveto tätig.

Er bildet sich an der Kunst der senesischen Maler weiter. 1488

weilt er zwecks eines Rechtsstreits wieder in Verona, wohin,

wie seine Bilder bezeugen, er aber schon viel früher zurückgekehrt

sein muss. Dort malt er die Fresken in der Anastasia-

Kirche. 1525 geht er seine dritte Ehe ein. Er stirbt um 1530 in

seiner Vaterstadt; Liberale bildete unter anderen zwei später

große Maler aus: Caroto und Francesco Torbido, auch „Il Moro“

genannt, letzteren er als Erben einsetzt.

*

Linker Querschiffarm. Apsis in Formen der Romanik: Freskenreste.

– Rückwärtige Kapelle der Familie della Torre: Grabmonument

aus Marmor und Bronze von Andrea Briosco, gen.

Il Riccio, nach 1510. – An den Wänden: Franziskanergemälde.

Rechte Nebenkapelle. Altarbild von Domenico Brusasorzi:

Kreuzigung. – Linke Wand: Ölbergszene. – Rechte Wand: Verspottung

Jesu.

Rechter Querschiffarm. Apsis in Formen der Romanik: Holzkreuz

des 18. Jhs. mit steinernen Begleitfiguren des 16. Jhs. –

Die Unterkirche

ist die älteste romanische Kirche der Stadt. Der dreischiffige

Chor endet in drei Apsiden; zwei Seitenkapellen mit ihren Apsiden

deuten ein Querschiff an. Der Raum zeigt Stützenwechsel,

das Mittelschiff ist von einer Pfeilerreihe geteilt. Dadurch

entsteht eine vierschiffige Halle mit quadratisch kreuzgratgewölbten

Jochen.

Die Gewölbe und Pfeiler besitzen Freskenreste des 12. bis 14.

Jhs., darunter am linken Vierungspfeiler: Nährende Muttergottes

sowie Taufe Jesu, 12. Jh. – Im Hauptchor: Holzkruzifix des

14. Jhs.

Rechte Apsis: Grabstein der Familie Banda, mit Renaissance-

Reliefs.

Das Mittelschiff. Chorumgang von 1573. – Über dem Chorbogen:

Bildnis eines Priors und eines Gönners, 14. Jh. – Am

Chorbogen: Fresken des 14. Jhs.: Marienkrönung und Anbetung


Jesu durch die drei Weisen, dem Lorenzo Veneziano zugeschrieben.

Linke Wand. 1. Altar von 1608 mit dem Gemälde der Anbetung

des Jesusknaben durch die drei Weisen, zuzüglich Heiliger, von

1627 flankieren die Bilder „Seelen im Fegefeuer“, von Antonio

Giarola, gen. Il Coppa, und „Fürbitten der heiligen Franziskus

und Antonius“, von Ludovico Fano, 1631; das Hauptbild zeigt

Anna Selbdritt, Johannes dem Täufer, Petrus, Rochus und Sebastian,

von Giovanni Francesco Caroto, 1528.

Giovanni Francesco Caroto

Caroto wird 1480 in Verona geboren. Zunächst ist er Schüler

bei Liberale da Verona, geht dann aber nach Mantua, wo er in

die Werkstatt Mantegnas eintritt. Danach lebt er irgendwo in

der Lombardei, woher seine Familie stammt. 1525 weilt er wieder

in Verona. Es entstehen nun Werke in der Folge Raffaels,

Romanos und Correggios. Giovanni Francesco arbeitet viel mit

seinem Bruder Giovanni zusammen. Die Namensgleichheit

trägt zu häufigen Werk-Fehlbestimmungen bei. Giov. Francesco

stirbt 1546 in Verona.

*

3. Über dem Portal: Kreuzigung Jesu mit Maria, Johannes, Heiligen

und dem Stifter, Fresko aus dem Umkreis des Altichiero.

– 4. Grabmal vom Bildhauer Nanni di Bartolo, gen. Il Rosso

Fiorentino (Auferstehung Jesu, unter Gottvater mit Michael und

Raphael) sowie vom Maler Pisanello (Verkündigung und Geburt

Jesu, Michael und Gabriel), 1425.

Rechte Wand. 1. Altar mit einem Gemälde von Giambattista

Kanzel mit gotischem Baldachin, von Antonio da Mestre, 1396

mit einem Korb des 16. Jhs. und, an der Wand, Fresken des

Martino da Verona von der Kreuzigung, von Propheten, Kirchenvätern

und Evangelisten, sowie Verkündigung, aus der

Giotto-Schule. – 4. Fresken von Stefano di Giovanni, 15. Jh.:

Frohlockende Engel. – 5. Altar mit einem Fresko des 16. Jhs.

mit der Muttergottes und Heiligen, sowie in der Lünette: Märtyrertod

eines Bischofs, von Brusasorzi, 16. Jh. – 6. Franziskanermartyrium,

Fresken des 14. Jhs.

Rückwand: Über dem Portal: Kreuzigung, Fresko des 14. Jhs.,

Turone zugeschrieben.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf dem „Stradone S. Fermo“ rechts und

links in die „Via Leoni“. Wir wandern kurz darauf vorbei an rechts an der

Ecke des „Vicolo Amanti“ erbauter

*** Porta dei Leoni, Durch dieses römische Stadttor aus dem

1. Jh. v. C. mündete die Via Claudia Augusta in der Stadt. Der

Weg hindurch ist heute durch den Hausanbau versperrt. Mit der

Arena, dem Gavi-Bogen und dem Theater zählt es zur bedeutenden

Hinterlassenschaft der Römer in Verona.

Wir halten Richtung und gehen in rechts stehendes Haus Nr. 23,

*** Casa Capuleti. Das im Mittelalter errichtete Haus der Julia,

das im 14. Jh. gotisiert wurde, mit dem von Shakespeare unsterblich

gemachten Balkon des Geschehens zwischen 1301 und

1304 trägt innen über dem Eingang das Wappen der Familie

Del Cappello. – Wer einen Augenblick nicht schwatzt, vermeint

die Lerche zu vernehmen – sie zwitschert vom Tonband.

Pause

Wir gehen aus dem Haus hinaus, wenden uns nach links und wandern an der

Kreuzung rechts auf die „Via Stella“. – Später wandern wir vor der Arena

links und umwandern diese rechts herum. Somit gelangen wir zum Eingang

der Arena di Verona, diese war einmal ein

***** Römisches Amphitheater. Die Anlage wurde im 1. Jh.

n. C. unter den Flaviern erbaut und ist eines der imposantesten

und am besten erhaltenen römischen Tierhetz- und

Akrobatenarenen (z. B. Gladiatoren gegen Raubkatzen). Die

Fläche ist elipsenförmig im Format 138,77 m lang und eine

Breite von 109,52 m. Die Kampfbahn wird von einem aus 44

Stufen bestehenden Zuschauerraum umschlossen, welcher mehr


als 22000 Menschen aufnehmen kann. Die Außenmauer ist nur

noch zu einem kleinen Teil erhalten und überragt die Stützmauern,

die ursprünglich ohne Mörtel aufeinandergesetzt waren.

Die Stützmauern sind 72 Doppelbögen aus Veroneser Gestein

unter Backsteinschluss. Nach der Aufgabe der Spiele unter Kaiser

Honorius im Jahre 404 galt der Bau als ein Werk des Teufels,

was den Klerus im Mittelalter nicht daran hinderte, die Anlage

als Festung zu beziehen. Während zweier Erdbeben im 12.

Jh. stürzte die äußere Mauer ein. Danach nutzte man das Teufelswerk

als Steinbruch. Alberto della Scala ließ 1278 auf Geheiß

des Papstes 166 Bürger aus Sirmione, allesamt Häretiker,

verbrennen. Der Denkmalschutz des 14. Jhs. gebot dem Abriss

der Anlage Einhalt, wenigstens für kurze Zeit, danach ging’s

fleißig weiter. 1569 stoppten die Venezianer den Bauvandalismus.

Man baute die Stufen, die heute vorhanden sind. Nun

wurden die Spektakula wieder aufgenommen, aber christlich:

Hunde gegen Stiere, allerdings auch Konzerte und Commedia

dell’Arte sowie Bordelldienste. In der Neuzeit finden hier alljährlich

in den Monaten Juli, August und September die berühmtesten

Opernfestspiele der Welt statt, die 1913 mit Verdis

Aida eröffnet wurden. Unter immer wechselnden Werken wird

Aida jedes Jahr gegeben.

Wir gehen aus der Arena hinaus und nach rechts, mit *** Ansicht des südöstlich

auf der Piazza erbauten Palazzo Barbieri, ein neoklassizistischer, von

Säulen geschmückter Bau von 1838, sowie der Gran Guardia Vecchia, der

Hauptwache der Zeit um 1612, nebst den Portoni della Brà, venezianische

Arkaden, die ein Turm vereint. Wir gehen rechts auf der „Listone“ zur „Via

Mazzini“, die elegante Einkaufsstraße. – Viel später wandern wir an deren

Ende links über die lang gestreckte

***** Piazza delle Erbe. Auf und an dem ursprünglich mittelalterlichen

Platz der Kräuter, einst Piazza Grande genannt, der

*** Colonna del Mercato, die Marktsäule, die Gian Galeazzo

Visconti in gotischer Manier errichten ließ; die Reliefs zeigen

Wappen der Visconti. – Rechts am Platz steht der *** Palazzo del

Comune (früher „Palazzo del Ragione=Vernunft“), das Rathaus

Rathaus gegenüber, an der „Via Pellicia“ erfreut die *** Casa dei Mercanti,

ein zinnenbekrönter Palast des 14. Jhs., der ursprünglich

Zunfthaus war und 1878 in alter Form wiederaufgebaut wurde;

die Muttergottesstatue daran schuf Girolamo Campagna. – Inmitten

des Platzes erhebt sich ein Marmorbaldachin, die *** Berlina, wo in

früheren Zeiten die Beamten eingesetzt wurden. – Mit dem Rathaus

durch einen Bogen verbunden stehen auf der rechten Seite die *** Palazzi

dei Mazzanti, deren Fassaden mit Fresken des 16. Jhs.

verziert sind, Gebäude, welche die Mazzanti 1517 erwarben;

der Portikus stammt aus dem Jahre 1480. – Nun folgt als nächstes

auf diesem Platz der *** Brunnen von 1386, den Cansignorio della


*** Markussäule mit dem Löwen von S. Marco aufgestellt,

zum Zeichen der Hoheit Venedig; die Marmorsäule ist alt, der

Löwe neu. – Hinter dieser Säule protzt der *** Palazzo Maffei aus

barocker Zeit, 1668, von dessen Balustrade die Skulpturen berühmter

Veroneser auf den Platz herabblicken. – Diesem Palast zur

Seite wurde 1370 von Cansignorio della Scala ein hoher Turm, die ***

Torre del Gardello errichtet; an ihm ist die älteste Stadtuhr angebracht.

Wir gehen durch den ans Rathaus angebauten

*** Arco della Costa

auf die

***** Piazza dei Signori. Der Platz ist von Palästen und Verbindungsbögen

gesäumt über denen die Statuen berühmter Veroneser

dem Himmel nahe sind. – Hier steht mit Recht inmitten

des Platzes das Dante-Denkmal von 1865, waren doch die Veroneser

jene klugen Leute, die dem Dichter für eine gewisse Zeit

eine Heimat gaben. „Scheiß was drauf,“ zwitschern sich die Vögel der

Stadt, deren einer fast immer respektlos auf dem Haupt des Dichters kotet. –

Hinter Herrn Alighieri befindet sich – unverkennbar – die

*** Loggia del Consiglio von 1476, ein Juwel der Frührenaissance,

ein großer Saal über einer Loggia. Die bemalte Bogenhalle

diente Feudalanlässen. Auf dem Dach stehen Skulpturen

großer Römer, von denen behauptet wird, sie stammen aus Verona:

Catull, Plinius d. Ä., Aemilius Macer, Vitruv, Cornelius

Nepos. – Diese Loggia ist durch eine Arkade verbunden mit dem

*** Caffé Dante, ein schlichter Renaissance-Palast der Zeit um

1500. – Gegenüber Dantes rechtem Schulterblatt befindet sich der

*** Palazzo dei Giudici, in dem einst die veroneser Richter

hausten. Das Gebäude entstand um 1700 herum. – Seitlich des linken

Armes des Poeten wurde die „Reggia“ errichtet, der

*** Palazzo degli Scaligeri, der auch Palazzo del Governo genannt

wird. Er stammt aus dem 13. Jh. Das Portal schuf

Sanmicheli 1532. Das Gebäude ist immer wieder mal verändert

worden. Zuletzt hat man versucht, den ursprünglichen Zustand

wieder herzustellen, wobei die Zinnen aufgesetzt wurden. Den

*** Palazzo del Comune, dessen Anbau wir schon von der

Piazza delle Erbe besichtigt haben, und der hier seine Schauseite

hat. Er stammt aus dem 12. Jh. und gilt als der älteste Kommunalpalast

Italiens. Die Mauer besteht aus abwechselnden Lagen

von Tuffstein und Ziegeln.

Wir gehen in den Innenhof des Kommunalpalasts auf den

*** Cortile del Mercato Vecchio. Der einstige Gänsemarkt, ist

ein arkadenreicher Hof. Hier haben wir eine großartige Ansicht vom

*** Torre dei Lamberti, der 1447 erhöht wurde. Man muss

sich vorstellen, dass der Kommunalpalast einmal mit vier solchen

Türmen bewehrt war. Außerdem bestaunen wir hier im Hof die

*** Scala della Ragione, eine Treppe aus dem gotischen Jahr


1447, vor der für Verona typischen Wandverkleidung von Tuff

und Ziegeln. Der Name „Ragione=Vernunft“ rührt daher, dass

der Palast auch Sitz der Justiz war.

Wir gehen aus dem Hof hinaus, auf der Piazza dei Signori rechts und vorbei

am dem Kommunalpalast angebauten

*** Palazzo dei Tribunali, eine Vierflügelanlage mit noch erhaltenem

Turm, deren ältester Teil auf das Jahr 1365 zurückgeht.

Eine Renovierung fand im 15. Jh. statt, wovon der Turm

allerdings weitgehend verschont blieb. Die Fassade stammt aus

Wir gehen unter diesem Denkmal her in die Kirche

**** Skaligergrabmäler (9-12, 15-18 Uhr). In den gotischen

Särgen im Innern der Marmormauer, von schmiedeeisernen Gittern

geschützt, unter ihren Baldachinen sind die Fürsten aus

dem Hause della Scala beigesetzt. Die Männer sind immer

zweimal dargestellt, als Tote auf dem Sarg und als Reiter auf

dem Spitzgiebel. – Direkt am Eingang: Das auffallende Grabmal

ist das für Mastino II., an dessen Urne vier Engel stehen,

um 1345. – An der Ecke, dahinter: Das schönste Grabmal ist sicher

das des Cansignorio della Scala, der 1375 starb, von Bonino

da Campione und Gaspare Broaspini; hier wurde harter

Marmor in Brüsseler Spitze verwandelt. – Über dem Kircheneingang:

Das bedeutendste ist das Grabmal von Cangrande I.,

der 1329 starb, ein gotischer Baldachin auf Säulen mit einer Pyramide

darüber; das Reiterdenkmal ist eine Kopie des Originals

im Museo Castelvecchio; es ist das erste Reitergrabmal des

Abendlandes und diente unzähligen Nachbildungen als Vorlage.


*** S. Maria Antica. Die Familienkirche der Skaliger aus dem

12. Jh. wurde im 17. Jh. barockisiert, 1897 auf den Urzustand

zurückgeführt, jedenfalls annähernd.

Das Innere wird, was den Eindruck angeht, von schlichter Romanik

bestimmt.

Der Chor. Neugotischer Altaraufbau. – Über dem Altar: Gemälde

der Geburt Jesu.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, hinter den Gräbern rechts, blicken an der

Kreuzung rechts in „Via Arche Scaligere“ auf Haus Nr. 4, die

*** Casa Romeo Montecchi, ein Palast des 14. Jhs., der Romeo

Montecchi gehört haben soll,

gehen geradeaus in die „Via S. Maria in Chiavica“ und biegen links ab auf die

„Via Scottoriva“ mit

*** historischer Bebauung, die von einem fast ununterbrochenen

Bogengang begleitet wird.

Später wandern wir links auf die „Via Ugo Bassi“ und dort in die Kirche

**** S. Anastasia (werktags 9-18, so+fei 13-18 Uhr). Die zwischen

1290 und 1323 als Dominikanerkirche zu Ehren des Heiligen

Petrus Martyr mit dem steil aufragenden Turm über den

Fundamenten einer Vorgängerkirche errichtete dreischiffige

Basilika mit Querhaus, Hauptchor und vier Nebenapsiden ist

das bedeutendste gotische Bauwerk der Stadt. Erst 1481 wurde

das Gotteshaus mit Vollendung des Campanile fertiggestellt.

Petrus Martyr

Petrus von Verona, ein Mann aus Verona wurde Dominikaner

und galt als bedeutender Prediger. 1252 wurde er in einem

Wald nahe Seveso ermordet.

*

Die unvollendete Fassade schmückt ein Portal aus dem 14. Jh.,

das über die gesamte Breite geht. Über dem Mittelpfeiler steht

die Figur des Dominikus. Die Reliefs auf dem Türsturz zeigen

Szenen des Neuen Testaments, auf dem rechten Strebepfeiler

die Predigt des Petrus Martyr; diese wie die Putten sind von

1436. Die Fresken stellen neben der Dreifaltigkeit die Ankunft

der Franziskaner in Verona dar.

Das Innere. An den letzten Pfeilern: „Il Gobbo=der Bucklige“,

ein Weihwasserbeckenträger von Gabriele Caliari, 1495 (links)

und Pasquino, ein Weihwasserträger von Paolo Orefice, 1591. –

Der Hauptchor. Linke Wand: Grabmal für Condottiere Cortesia

Serego, um 1425, von Nanni di Bartolo, mit Fresken des

Gianbono, 1432, mit dem Verstorbenen als Reiter auf dem

Sarg. –


Linker Querschiffarm. 1. Frontkapelle, linke Wand: Szenen aus

dem Leben Jesu (Jesus kommt nach Kapharnaum, Berufung der

Söhne Zebedäi, Kreuztragung), Fresken aus der Nachfolge

Über der Tür: Fresko des Martyriums des Petrus von Verona,

von Torelli (1712-1784). 2. Glasfenster mit Familienwappen

der Giusti, aus der Bauzeit. 3. Altarbild von Felice Brusasorzi:

Vincenzo Ferreri. 4. Chorgestühl von 1490. 5. Darüber: „Abraham

und die drei Engel“ sowie „Hagar, vom Engel geholfen“,

Bilder von Antonio Balestra (1666-1740).

Linkes Seitenschiff. Cappella del Rosario von 1585 mit Fresken

und Skulpturen des 17. Jhs. Altarbild: Dominikus und Petrus

Geistes, von Nicolò Giolfino, 1518. In der Kalotte: Herabkunft

des Heiligen Geistes, von Francesco Morone, 16. Jh. – Raimund-Altar

mit einem Bild des Felice Brusasorzi: Muttergottes

mit Heiligen. – Erasmusaltar mit einem Bild des Niccolò Giolfino:

Jesus mit Erasmus und Georg. – Renaissance-Altar des 15.

Jhs. mit Triumphbogen-Architektur und Muttergottes, Petrus

Martyr, Sebastian und Rochus. Das Fresko der Muttergottes

malte Morone.

Rechter Querschiffarm. 1. Frontkapelle der Pellegrini mit vierundzwanzig

Tonreliefs an den Wänden, vermutlich von Michele

da Firenze, um 1430: Szenen aus dem Leben Jesu. An den

Pfeilern: vier Heiligengestalten, aus der Schule Mantegnas, 15.

di Francesco, um 1345. Rechte Wand: Georg, Martin und

Jakobus empfehlen der Muttergottes die Familie Cavalli, von

Altichiero, um 1380.

Altichiero

Altichiero da Zevio ist in der zweiten Hälfte des 14. Jhs. in

Verona und in Padua tätig. Er geht wohl beim veroneser Maler

Turone in die Lehre und gilt als der bedeutendste Künstler Veronas

im Trecento. Man weiß fast nichts von ihm, lediglich, dass


er 1379 in Padua eine Zahlungsanweisung erhält. Dort befinden

sich auch seine zwei großartigen Freskenzyklen. Das Votiv-

Fresko der Familie Cavalli ist um 1387 anzusetzen.

*

Außenwand: Altarbild der Sacra Conversazione, von Girolamo

da Libri, 1512, mit Augustinus, Thomas von Aquin sowie

dem Stifterpaar Centrego.

Rechtes Seitenschiff. Kreuzkapelle von 1458 mit einer geschnitzten

Kreuzigung, 15. Jh., und einem Grabdenkmal von

des Pietro Rotari (1707-1762). – Altar von 1565 mit der Darstellung

Christi, von Danese Cattaneo, einem Sansovino-

Schüler.

vom St.-Peters-Hügel samt der österreichischen Kaserne von 1853 und vom

Römischen Theater, das erst im 19. Jh. wiederentdeckt wurde.

– Später wandern wir auf der „Piazza Broilo“ rechts und auf die „Via Ponte

Pietra“, die römische Steinbrücke

*** Ponte Pietra. Die ursprünglich von Römern errichtete Brücke

aus dem 1. Jh. wurde zuerst von den Scaligern, dann von

den Venezianern erneuert. Nach der fast völligen Zerstörung

1945 wurde sie originalgetreu mit überwiegend Originalmaterial

wieder hergestellt. Römisch sind die beiden Bögen aus Haustein

am linken Ufer, die beiden folgenden aus Ziegelstein

stammen aus dem 16. Jh.; der letzte Bogen ist aus dem Jahre

1298. Aus demselben Jahr ist der Wachtturm.

Wir wandern über die Querstraße hinter der Brücke, steigen treppauf durch

*** Winkel voller Mäuerchen und reizvoller Gärten.

Später wandern wir auf die Plattform vor dem

*** Castel S. Pietro auf dem Colle San Pietro. Die Österreicher

bauten die Kaserne 1854 an Stelle des unter Napoleon

1801 zerstörten Castello Visconteo, von dem aber noch Reste

vorhanden sind;

***** Ansicht von der Dachlandschaft Veronas.


Wir kehren auf gekommener Treppe zurück. – Später wandern wir an der

Brückenkreuzung links. – Später, vor der Straßengabelung, wandern wir ins

**** Teatro Romano. Das Römische Theater am Fuße des

Colle San Pietro aus dem 1. Jh. n. C. ließ Kaiser Augustus errichten.

Es ist bis ins 19. Jh. von profanen wie geistlichen Gebäuden

überbaut gewesen. Die Renovierungen lassen indes nur

Santi Sira e Libera. Sie wurde im Jahre 913 gegründet, allerdings

im 14. Jh. in gotische Gestalt gebracht, die im 17. Jh.

noch einmal verändert wurde. – Über dem Eingang: Büste des

Papstes Clemens XIII.

Den Hochaltar schufen die Deutschen Kraft, Siut und Petendorf

1717 bis 1720. – In der linken Kapelle befinden sich ein Gemälde

von Giambettino Cignaroli, von 1751: Muttergottes und

Kajetan, sowie: Verkündigung, von Ridolfi. Mit dem Aufzug nun in

Archäologisches Museum.

Die Sammlung römischer Kunstwerke ist im ehem. Kloster

bzw. stimmungsvollen Kreuzgang von San Girolamo eingerichtet.


Wir gehen in die Kirche

San Girolamo. Das Innere wurde 1508 von Caroto ausgemalt

und besitzt eine holzgetäfelte Decke.

Der Chor. An den Wänden und in den Spitzbögen: Christus,

Paulus, Petrus und Hieronymus, Fresken.

Das Renaissance-Altarbild zeigt die Muttergottes mit zwei Heiligen.

Das Langhaus. Links und rechts vom Chorbogen: Verkündigungsfresken.

Am Chorbogen: Evangelisten und Dekorationen,

Fresken.


Wir gehen auf gekommenem Weg aus dem Bereich hinaus und auf der Brücke

zurück in die Innenstadt und zum Bahnhof.

Verona 1

RK B25

Ende

*

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