Erft VI - Kunstwanderungen

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Erft VI - Kunstwanderungen

NR 03

Erft VI

Glesch – Bedburg – Kaster – Grevenbroich

Steckenwanderung

5 Stunden und 00 Minuten reine Wanderzeit

Grevenbroich, Bf.

Glesch

Zug

täglich 7.30 und dann stündlich

täglich 7.47 und dann stündlich

Wir gehen vom Bahnsteig in Glesch zur Straße, dort rechts, hinterm Gleis

abermals rechts und links auf die erste Straße und halten Richtung.

7 Minuten später wandern wir vor der Erftbrücke links und nun stets auf diesem

Ufer der Erft.

4 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts und sofort links auf

Asphalt.

12 Minuten später wandern wir hinter Haus Nr. 28 links ins Tal der Erft.

3 Minuten später wandern wir hinter rechts ruhendem Teich rechts und halten

uns rechts zur Besichtigung von

48 Min.

Bedburg.

893 gehört der Ort zu Prüm. Gesichert ist, dass es sich um ein kur kölnisches Lehen, eine

Burgsicherung gegen Jülich handelt und von den Herren von Reifferscheid bewohnt

wird. 1350 wird Bedburg, das mittlerweile Stadt ist, befestigt. 1422 gelangt es an die

Grafen von Neuenahr, fällt 1588 aber wieder an Reifferscheid zurück und bleibt dort bis

1791.

*

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links über zwei Wasserarme.

2 Minuten später wandern wir rechts nahe dem Gasthof in der Burg ins

*** Schloss Bedburg. Die Wasserburg, eine staufische, an drei

Seiten von Wasser umgebene dreigeschossige Anlage wurde

nach der Zerstörung 1240 von denen zu Reifferscheid gotisch

wieder aufgebaut.


Nach ihrer Zerstörung bis auf die Umfassungsmauern und drei

Westflügel vorgelagerter Laubengang mit breiter Frieszone und

Portraitsmedaillons. Es handelt sich um die einzige Renaissance-Loggia

nach italienischem Vorbild im Rheinland. 1922

hat man die offenen Arkaden mit Fenstern geschlossen.

Wir gehen aus dem Schloss hinaus und, mit Blick nach rechts auf das

*** Pförtnerhaus, ein Neobarockbau vom Anfang des 20. Jhs.,

links, uns linkshaltend am Wasser entlang zu **** Ansichten vom Schloss.

4 Minuten später kehren wir um, gehen an der Kreuzung links auf der Brücke

über den Erftarm und halten uns stets links immer nächst dem Wasser.


1 Minute später wandern wir in die Kirche

*** St. Lambertus. Die dreischiffige Hallenkirche mit Querhaus

wurde zwischen 1891 und 1896 im neugotischen Stil aus

Backstein mit Tuffbändern erbaut.

Das Innere. Die Einrichtung der Zeit bis 1909 überrascht mit

ihrer großen fast einheitlich neugotischen Vollständigkeit von

den Bänken über Dreisitze, über Kommunionbank und Beichtstühle

bis hin zu den Altären. Auffallend gut ist der in

nazarenischem Stil gemalte Kreuzweg.

Das Chorhaus. Der Hauptaltar, der im Gesprenge vom Weltenrichter

beherrscht wird, zeigt im geschlossenen Zustand Gemälde

aus dem Leben des Lambertus; geöffnet ist die Passion Jesu

geschnitzt sowie die Verkündigung nebst Heiligenfiguren. –

Seitlich: Schmiedeeiserne Gitter. – Rechte Seitenkapelle: Kopie

des Gnadenbildes von Genazano, nahe Rom. – Gemälde der

Beweinung Jesu. – Reliquienvitrine (in der Wand) mit alter

Dreifaltigkeitsikone und Reliquienmonstranzen.

Die Vierung. Rechter Pfeiler: Muttergottes auf der Mondsichel.

Darunter: Taufstein. – Linker Pfeiler: Kanzel.

Rechtes Seitenschiff. Altar mit der Heiligen Familie. – Rückwärtige

Kapelle: Schmiedeeisernes Gitter. – Nepomukfigur.

Rechter Querschiffarm. Pietà (auf einem Grab-Jesu-Altar);

Kruzifixus; Sandsteinrelief der Taufe Jesu, von 1913.

Linkes Seitenschiff. Altar mit der Verkündigung. – Rückwärtige

Kapelle: Schmiedeeisernes Gitter. – Franziskusfigur.

Linker Querschiffarm. Sebastiansfigur, 18. Jh.

Das Mittelschiff. Weihwasserbecken, 17. Jh., Rotmarmor.


Rückwand: Mutter-Anna-Figur; Lambertusfigur.

Turmhalle: Kruzifixus, lebensgroß.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, nach rechts und halten

uns auf den angebotenen Wegen und Straßen links.

nach „Kaster“, stets auf diesem Ufer nächst dem Kastermühlenbach.

13 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links, hinter der Brücke

rechts, bleiben auf dem Hauptweg mit – später – *** Ansichten von Kaster.

6 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts, halten uns rechts.

2 Minuten später wandern wir zur Besichtigung von 91 Min.

Kaster.

Der Ort nimmt seinen Namen von - „von der Burg geschützt“ her (schützen heißt auf

niederrheinisch » kaast« ) - und wird 1148 erstmals erwähnt. 1274 sind die Grafen von

Jülich Herren in Kaster. Im Jahre 1315 ist Kaster Zollstätte und 1339 schon Stadt. Im

Burgundischen Krieg wird Kaster 1542 zerstört und 1624 noch einmal durch eine Feuersbrunst.

Kaster ist heute Ortsteil von Bedburg.

*

**** Historisches O rtsbild, vom dunkelroten Backstein bestimmt,

macht den Ort zu einem Niederrhein-Museum.

Wir wandern zuerst durchs

*** St. Agatha-Tor, ein Torturm aus dem 14. Jh. mit spitzbogiger

Durchfahrt,


hinterm * Brunnen des 19. Jhs. links auf die „Wallstraße“, biegen rechts ab

auf die „Eulengasse“ mit *** Ansicht vom Eulenturm nebst Treppen- und

Schweifgiebeln. Wir wandern vorbei am

*** Eulenturm der Wehrmauer. Die Backsteinanlage mit den

Toren und Ecktürmen stammt aus dem 14. Jh.,

wandern auf der Querstraße hinterm ** Haus von 1686 links, dann durch den

* Torbogen, mit kurpfälzischem Wappen, zur links in den Mauern erbauten

*** Kellnerei. Die einstige Vorburg mit Wirtschaftshof der

Burg wurde nach 1648 zum Sitz des Jülich’schen Amtsmannes

ausgebaut und mit einer eigenen Mauer bewehrt.

Wir kehren um, passieren die „Eulengasse“ , biegen rechts ab und gelangen in

die Kirche

*** St. Georg. An den Turm der Vorgängerkirche aus dem 16.

Jh. wurde 1785 ein einschiffiger Saalbau aus Backstein angefügt.


Das Innere. Die Einrichtung ist Rokoko, 18. Jh., Taufstein und

Kirchenbänke sind neobarock.

Der Hauptaltar von 1788, flankiert von zwei Reliqienschränken,

um 1755: Gottvater (oben) und Gemälde der Kreuzgruppe. –

Linker Altar: Marienfigur. – Rechter Altar: Rochusfigur. –

Kanzel von 1785 mit dem Auge Gottes auf dem Schalldeckel. –

Taufstein, neobarock. – Kommunionbank, Rokoko. – Kirchenbänke,

neobarock.

Wir gehen aus dem rechten Ausgang der Kirche hinaus, wenden uns auf dem

*** Marktplatz mit frontal stehender Kreuzgruppe …

… und dort im Hof erbautem Haus Böcker, aus barocker Zeit, nach

links, kommen vorbei an rechts stehendem

*** Schweifgiebelhäusern von 1668 sowie 1653 aus Feldbrandziegeln

und links stehendem

*** Schweifgiebelhaus, von 1696 aus Feldbrandziegeln.


6 Minuten später wandern wir, so lange währt die Gehzeit im Ort, durchs

*** Erfttor aus dem 14. Jh., das nach 1648 erneuert wurde, mit

Rundbogendurchfahrt.

links nächst dem Bach aber stets auf diesem Ufer, und später in artenreicher

*** Vegetation vorbei unterhalb rechts erbauter Burg.

*** Ruine. 1131 ist die Burg das Haus des Gottschalk von Kaster

und gerät nach dessen Tod ans Jülicher Amt. 1278 wird sie

von den Truppen des Kölner Erzbischofs Siegfried von

Westerburg während eines Sühnefeldzugs geschleift. 1279 baut

man die Anlage wieder auf und von Gerhard von Jülich zum

Witwensitz bestimmt. Im Zusammenhang mit dem Hessenkrieg

wird sie 1648 nahezu vollständig zerstört. Mauerteile und ein

Zahn sind erhalten geblieben.


danach entlang der Mühlenerft.

9 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts, auf der Brücke übern

Abfluss des Sees und folgen dem Jakobsweg stets linkshaltend nächst der

Mühlenerft.

15 Minuten später wechseln wir auf der Brücke das Ufer und bleiben stets auf

dem Hauptweg, noch nächst der Mühlenerft, später nach Unterquerung der

Gleise, nächst der die Mühlenerft aufnehmenden Erft.

139 Min.

ren kurz darauf auf der Brücke den Fluss, Hütte, und halten uns fortan rechts,

auf diesem Ufer nächst der Erft.


17 Minuten später wandern wir rechts auf der Brücke über die Erft, folgen

dem „x“ auf die „Schlossstraße“ und besichtigen

252 Min.

Grevenbroich.

Das Gebiet nahe der alten Römerstraße zwischen Rhein und Maas wird durch die Grafen

von Kessel am Ende des 13. Jahrhunderts urbar gemacht. Eine Burg entsteht und

das Dorf Grevenbroich wird nach seinen gräflichen Besitzern Bruche comitis benannt.

1297 wird das Wilhelmitenkloster in munitione Bruyke errichtet. 1307 werden Burg und

Ort den Herren von Jülich zugesprochen. 1311 wird Grevenbroich erstmals als Stadt

oppidum nostrum bruke urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert bauen die Grafen von

Jülich die Burganlage zum Schloss um. Grevenbroich ist bis zur Besetzung der französischen

Revolutionstruppen im Jahre 1794 Sitz des jülich’schen Amtes Grevenbroich,

zu dem auch die Stadt Mönchengladbach und Rhey dt zählen. In der Frühindustrialisierung

ist Grevenbroich Standort der Textil-, Metall- und Nahrungsmittelindustrie sowie

des Braunkohleabbaus. Von 1816 bis 1929 ist die Stadt Verwaltungssitz für den ehemaligen

Landkreis Grevenbroich, zu dem die Städte Dormagen, Grevenbroich, Meerbusch,

Wevelinghoven und Zons sowie 28 Gemeinden gehören. 1975 werden der Kreis Grevenbroich

und die Stadt Neuss zum Rhein-Kreis Neuss, zusammengelegt.


Kurz darauf wandern wir links vorbei am

*** Schloss. Die einstige Jülicher Landesburg des 15. Jhs ist

nur noch mit ihrem Palasgebäude vorhanden. Es ist ein dreigeschossiger

Backsteinbau unterm Satteldach mit umlaufendem

Spitzbogenfries. Die Erweiterung zur Dreiflügelanlage erfolgte

erst im Jahre 1958.

Wir wandern durch den ** Torbogen, mit Fachwerk umbaut, mit angebautem

** Backsteintrakt von 1724, die zusammen zu den aufgelassenen Wirtschaftsgebäuden

gehörten, auf den „Steinweg“. Gasthof.

8 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Peter und Paul. Der neugotische Hallenbau von 1900

besitzt noch das spätgotische kreuzrippengewölbte Chorhaus

des Vorgängerbaus aus dem 15. Jh.; dieser dient heute als Front

des linken Seitenschiffes.

Der Chor. Der Hauptaltar ist neugotisch.

Das Mittelschiff. An der ersten Säule rechts: Madonnenfigur.

Linkes Seitenschiff, Große Kapelle, darin sich ein hölzernes

Vesperbild der Zeit um 1430 befindet.

*** Turm des ehemaligen Zisterzienserklostergebäudes, einem

wieder aufgebauten zweigeschossigen Winkelbau.

*** Museum Villa Erckens (Mi, Do, Sa+So 10-17 Uhr). Wechselausstellungen.

Wir gehen aus dem Museum hinaus, wenden uns nach rechts, gehen hinterm

** Marmorsarkophag, aus dem 4. Jh., rechts, kurz darauf links auf der Brücke

über einen Erftarm und halten uns links. Wir gehen hinter den Parkplätzen


durch die Grünanlage auf die Brücke zu, auf ihr über den Erftkanal auf die

Erckensstraße und später am Straßenstern auf die erste Straße rechts.

13 Minuten später wandern wir in den Bahnhof von Grevenbroich. 278 Min.

Glesch – Bedburg – Kaster – Grevenbroich

Erft VI

NR 03

Ende

*

Bernhard Steinacker Sagen vom Rhein

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Eine Posse aus der kommunalen Kultur

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Eine Weihnachtsgeschichte für Verliebte

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