Hirzenberger Bach, Bürgerbuschbach+Dhünn - Kunstwanderungen

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Hirzenberger Bach, Bürgerbuschbach+Dhünn - Kunstwanderungen

Lev G02

An Hirzenberger Bach, Bürgerbuschbach und Dhünn

Sträßchen – Landscheid – Hirzenberg – Steinbüchel

– Alkenrath – Morsbroich – Schlebusch

Streckenwanderung

3 Stunden und 05 Minuten reine Wanderzeit

Bus 260

Schlebusch, v.-Diergardt-Straße Mo-Sa 7.00 + stündlich, So 9.30 + stündlich

Burscheid, Sträßchen Mo-Sa 7.16 + stündlich, So 9.56 + stündlich

Wir steigen in Sträßchen aus dem Bus und gehen gegen die Fahrtrichtung.

3 Minuten später wandern wir rechts nach „Oberlandscheid“.

10 Minuten später wandern wir auf „Haus Landscheid“ rechts, vorbei am

*** Haus Landscheid, ein Herrenhaus von 1718,

und kurz darauf an der Gabelung beim Parkplatz links bergab.

3 Minuten später wandern wir zur

*** Lambertsmühle. Der Platz ist seit vielen Jahrhunderten

Mühlengrund. Im Jahre 1766 vernichtet ein Brand die Mahlmühle.

Der Wiederaufbau beginnt sofort. Das heut bestehende

Gebäude hat also „nur“ etwas mehr als zweihundert Jahre auf

dem Buckel und diente auch als Bäckerei.


Das 16 m lange Haus besteht im Erdgeschoß aus Bruchstein, im

Obergeschoß aus Eichenholz-Fachwerk. Die von Wein umrankten

Türen und Fenster des Unterbaues sind von Sandstein gerahmt.

Die meisten Fenster werden mit Schlagläden geschlossen,

die bergisch grün gestrichen sind. Die eichene Haustür

wird von einem Klopfer geziert. Über der Tür im Sandsteinsturz

hat sich das Erbauerehepaar samt einem Haussegen verewigen

lassen. Ein Mühlwerk ist nicht mehr vorhanden. Hier wurde gebacken

und gemahlen bis in die 50er Jahre des 20. Jhs.

Wir kehren um, wandern auf dem Querweg hinter dem Bachübergang rechts

und halten uns links auf Asphalt bergauf.


3 Minuten später wandern wir an der Gabelung links zu „Nr. 8“ bleiben stets

auf dem Hauptweg und gehen bald darauf durchs

*** Hirzenberger Bachtal.

*** Hirzenberger Bachtal.

6 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg rechts und auf der

gekrümmten Querstraße bei der * Hirzenberger Mühle, Fachwerkbauten des

17./18. Jhs., am Köttersbach links.

5 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links, hinterm * Wegkreuz

von 1720 rechts und halten Richtung, später auf „An der Lichtenburg“ durch

Lichtenburg mit vereinzelt stehenden ** Fachwerkbauten, teils verschiefert.

11 Minuten später wandern wir an der Kreuzung bei Haus Nr. 2 rechts und sofort

links in den Wald.

kurz darauf an der Kreuzung mit der Ampel rechts, kurz darauf hinter den Stufen

sowie vorm Schulgebäude links und halten uns auf dem Plattenweg links.

6 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links.

1 Minute später wandern wir rechts auf „Auf dem Weiherhahn“, halten uns

später im Wald links, aber stets auf festgetretenem Weg durch den

Bürgerbusch.

Dieses größte zusammenhängende Waldgebiet auf Leverkusener

Boden, erhielt seinen Namen nicht vom „Bürger“, sondern

von „Bürrig“, was besagt, dass dieses Gebiet einst zum – heute

Leverkusener Stadtteil – Bürrig gehörte.

*

5 Minuten später wandern wir auf einem Rohr über einen Bachzufluss, halten

uns links nächst dem Bach, später Teichen, aber stets auf diesem Ufer.

5 Minuten später wandern wir auf dem Querweg hinter durchschrittenem

Niedriglaubwald links, wechseln kurz darauf bei den Bänken auf den Asphaltweg,

auf dem wir links gehen, wandern hinter dem Bachbrückchen rechts

auf Asphalt durch die Anlage am Weiher – in dem seit 1960 das * Mahnmal

von Hans Uhlmann gegen das Vergessen und zur Erinnerung an den Widerstand

im Dritten Reich steht

und gehen durch

Alkenrath.

Der Name rührt von der mittelalterlichen Bezeichnung „Adolfsrodung“ her. Das Recht

der Rodung hier war wohl Adolf von Berg vorbehalten. Ein Gut Alkenrath am Ort war

einmal im Besitz der Zisterzienserabtei Altenberg.

*

4 Minuten später wandern wir über die Durchfahrtsstraße, Gasthof in der Nähe,

auf der Brücke über den Bürgerbuschbach und halten auf dem Hauptweg

Richtung. Rastbänke.

149 Min.

*** Dhünntal.

Die Dhünn

Die Dhünn entspringt in einem Quellgebiet im Bergischen

Land, und zwar als „Kleine Dhünn“ nordöstlich vom Ort

Dhünn und als „Große Dhünn“ westlich von Wipperfürth.

Der Große Bach speist zunächst die 4,4 Quadratkilometer

umfassende Große Dhünntalsperre mit 81 Mio. Kubikme-


tern Wasser, ehe ihm, unterhalb deren Staumauer der kleine

Bach zufließt. Von da an fließt die Dhünn 37 km lang

dem Niederrhein zu. Es geht dabei vorbei am Dom von

Altenberg, vorbei an der romanischen Kirche von Odenthal,

an Burg Strauweiler und vorbei an Schloss

Morsbroich in Schlebusch. Ehe sie dann in der Wupper

mündet, fließt sie noch unweit des romanischen Turmes

der Bürriger Kirche St. Stephanus her.

An der Dhünn arbeitete man bis ins 19. Jh. hinein in Mahlund

Ölmühlen und Stahlhämmern. Im Mündungsgebiet

veränderte sich die Dhünn im Laufe der Jahrhunderte immer

wieder. Sie floss zwar meistens in den Rhein, verlegte

ihre Mündung aber auch schon mal in die Wupper. 1840

hat man ihre Mündung dann endgültig in die Wupper verlegt.

1926 bis 1928 wurde die Dhünn auf Leverkusener

Gebiet kanalisiert. Vor einigen Jahren hat man Teile des

Flusses renaturiert.

*

3 Minuten später wandern wir ins Schloss von

Schlebusch.

Schlebusch hat seinen Vorläuferort in Schlebuschrath. Dort will der selige Gezelinus

1135 unter der Dachtraufe von Rode=Rath begraben werden. 1174 wird ein Ritter Arnold

von Rode bezeugt. Ein gewisser Udo von Moir erbaut die Wasserburg Morsbroich.

1230 Rode wird als Kirchort bestätigt. Schlebuschcapell heißt eine Kapelle, die 1583 in

den Truchseß’schen Wirren niedergebrannt wird. Komtur Heinrich von Reuschenberg

erwirbt 1666 den Rittersitz Schlebusch für den Deutschen Orden. In Schlebusch wird

1802 eine neue Kirche erbaut; der Ort entsteht nun dort neu. Schlebuschrath ist 1828,

nach Abriss der Kirche dort verwaist. Die Schlebuscher Kirche wird 1889 abgebrochen

und St. Andreas erbaut. 1929 schmieren Schlebuscher Bürger das Kölner Begehren auf

Eingemeindung ab und stimmen für den Anschluss an Wiesdorf. 1930 wird Schlebusch

mit Rheindorf, Steinbüchel und Wiesdorf zur Stadt Leverkusen vereinigt.

*

**** Schloss Morsbroich. Im Jahre 1225 haust ein Ritter Moir

am Platze. 1516 gelangt die Wasserburg Morsbroich in den Besitz

des Deutschen Ordens. 1619 kauft Komtur von Bongard

dem Johann Kaspar von Elverfeld das Haus Morsbroich ab.

1662 bis 1671 bewohnt Komtur Heinrich von Reuschenberg die

Burg.

1692 erhält der Komtur von Droste-Senden, um 1670 geboren,

vom Herrn auf Nesselrode den Ritterschlag. Bis 1702 ist er im

Kriegsdienst, zuletzt Major. Ab 1702 verwaltet er die Ballei

Koblenz. Ab 1704 ist er Landkomtur an St. Katharinen in Köln.

Zu dieser Landkomturei gehört auch das Haus Morsbroich.

Komtur Droste-Senden nimmt auf Morsbroich seinen Sitz.

1774 ist Morsbroich so marode, dass das Herrenhaus neu errichtet

werden muss. Dies geschieht im Geschmack der Zeit,

dem Stil des späten Rokoko. Von eleganter Schönheit ist der

Spiegelsaal.

Das Schloss dient heute als Museum, überwiegend für moderne

Kunst. Im Park sind moderne Skulpturen aufgestellt.


1885 bis 1887 lässt der nunmehrige Besitzer, Freiherr von

Diergardt, zwei Flügel an den Rokokobau anfügen, die dem gesamten

Komplex seine heutige Gestalt verleihen.

Die Vorburg wird im Jahre 1692 noch vom Komtur Freiherr

von Nesselrode-Ehreshoven errichtet, als „überall in Europa die

Flamme des Krieges loderte“, wie - allerdings in lateinischer

Sprache - aus der in Stein gemeißelten Inschrift hervorgeht, die

als Tafel an der Hofseite angebracht ist.

Der Deutsche Orden.

1128 wird in Jerusalem die Bruderschaft des Hospitals ad St.

Mariam gegründet. Die Bruderschaft sorgt sich um die Pflege

deutscher Pilger. Herzog Friedrich von Schwaben, der Führer

des deutschen Kreuzheeres erwirkt für die Bruderschaft sowohl

kaiserliche als auch päpstliche Bestätigung für einen geistlichen

Ritterorden. Dieser Deutsche Orden erhält einen Hochmeister.

Unter dem Hochmeister setzt sich der Orden zusammen aus

Geistlichen, Rittern und Arbeitern. Das Ordenskleid besteht aus

einem weißen Mantel mit schwarzem Kreuz. Der Orden verbreitet

sich und sorgt sich um die Verbreitung des Christentums

im deutschen Osten. Im 15. Jh. verliert er die Besitzungen in

Ost- und Westpreußen an Polen.

Der Orden wird vom Hochmeister aus Mergentheim an der

Tauber geleitet. Die Ordensprovinzen, Balleien genannt, werden

von adligen Komturen verwaltet, die sowohl auf eine Ehe

als auch auf persönliche Güter verzichten, aber absoluten Gehorsam

üben.

1809 hebt Napoleon den Orden auf.

*

Wir gehen aus dem Schloss hinaus und halten Richtung zur Dhünn.

3 Minuten später wandern wir auf dem Querweg vor der Dhünn links und nun

stets auf diesem Ufer nächst dem Fluss durchs

*** Dhünntal.

1 Minute später wandern wir zur Bushaltestelle „von-Diergardt-Straße“.

Sträßchen – Steinbüchel; Steinbüchel – Schlebusch

Lev G02

Ende

*

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