Lieserpfad 2 - Kunstwanderungen

kunstwanderungen.de

Lieserpfad 2 - Kunstwanderungen

E 53

Lieserpfad II

Manderscheid – Wittlich

Streckenwanderung

5 Stunden und 33 Minuten reine Wanderzeit

Der Lieserpfad

Der berühmte Lieserpfad führt durch pure Natur. Er ist eine wirklich schöne Wanderstrecke,

mehr aber auch nicht. Dennoch wird einem Wanderer die Berühmtheit schleierhaft

bleiben und er wird sich an Wandergebiete erinnern, die dieses Prädikat weit mehr

verdient hätten. – Der Lieserpfad ist schön, ohne Frage! Aber bei Wahl irgendeines

Wanderweges in der Eifel versäumt man nichts, wenn man einen anderen vorzieht.

Von einem „Lieserpfad“ kann man nur im ersten Teil dieser Wanderung sprechen. Und

nur auf diesem Teil erlebt man **** romantische Passagen. – Später, nachdem man

die Straße nach Schladt gequert hat, müsste es „Lieserweg“ heißen, denn von einem

Pfad kann keine Rede mehr sein. Auf dem Weiterweg nach Wittlich können sich zwei

Karren ohne jedes Verkehrsproblem begegnen. Das heißt aber nicht, dass es auch auf

diesem Weg nicht noch *** romantische Passagen gäbe.

Die Landschaft auf dieser Tageswanderung ist zweigeteilt, was die Wege, die Nähe zur

Lieser und das Auf und Ab angeht. Im ersten Teil, dem Manderscheider Teil, geht’s

immer wieder bergauf, bisweilen fern von der Lieser und oft auf schmalem Pfad. Im

zweiten Teil, ab der Straße nach Schladt, dem Wittlicher Teil, geht’s auf breiten Wegen

fast immer flach und meistens nahe der Lieser weiter.

Soweit das Schöne. – Das weniger Schöne am Lieserfpad ist:

Das Teilstück von Manderscheid bis zur Querstraße nach Schladt ist nur mit guten Profilsohlen

zu bewältigen. Der Weg führt ständig bergauf und bergab und ist teilweise abschüssig.

Die Abschüssigkeit zählt zwar nur zur leichteren Kategorie, dennoch, fallen

kann man hier auch. Außerdem: Insgesamt macht der erste Teil des Weges einen ziemlich

verwahrlosten Eindruck. Mehrfach tauchen tückische Löcher auf. Nicht alle Holzstege

wirken vertrauenserweckend. Einmal muss man sogar durch nahezu undurchdringliche

Dornen. Dass der Lieserpfad in diesem Bereich beschwerlich zu begehen ist,

beweist die Tatsache, dass es hier keine Biker gibt.

Außer im Nahbereich von Manderscheid ist bis Wittlich keine Hütte mehr zu finden.

Bei schwierigem Wetter eine Brotzeit einzunehmen oder sich mal unterzustellen, ist

unmöglich. Es liegen keine Gasthöfe am Wege, kein Haus und keine Hütte, mit Ausnahme

des Gasthofs Alte Pleiner Mühle (Mo geschlossen) kurz vor Wittlich.

*

Wir gehen in Manderscheid von der Bushaltestelle Kreisverkehr bergab und

durch den Ort.

2 Minuten später wandern wir rechts durch die „Kurparkpassage“ zum „Kurzentrum“

und im Pavillon links bergab durch den

*** Kurpark mit schönen alten Bäumen.

3 Minuten später wandern wir Richtung haltend auf die Ortsdurchfahrtsstraße,

an der Gabelung rechts „Zur Mariengrotte“ und bleiben auf Asphalt mit einer

***** Ansicht von der Niederburg in Manderscheid.


3 Minuten später wandern wir vorbei an der Mariengrotte mit einer

***** Ansicht von der Niederburg in Manderscheid

und wandern an der Gabelung links auf den „Lieserpfad nach Wittlich“.

2 Minuten später wandern wir links auf den „Burgweiherweg“.

1 Minute später wandern wir in die „Balduinshütte“ mit

***** Ansicht von Ober- und Niederburg in Manderscheid.


Wir kehren um, wandern kurz darauf auf dem „Weifelsjunkweg“ links folgen

dem schwarzen Dreieck und kommen kurz darauf vorbei an einer Hütte mit

***** Ansicht von Ober- und Niederburg in Manderscheid.

Kurz darauf passieren wir die Kanzel mit einer *** Ansicht vom Liesertal.

1 Minute später wandern wir zur Schmitthütte mit *** Ansicht vom Liesertal.


Dreieck. Bisweilen haben wir *** Ansichten vom Liesertal. Hütte.

Der Lieserpfad verläuft ständig am schwarzen Dreieck entlang, so dass man beim Einstieg

in die Wanderung lediglich schreiben müsste: „Und folgen immer dem schwarzen

Dreieck des Eifelvereins.“

Da, wie gewiefte Wanderer wissen, Wanderzeichen meistens auftauchen, wo man sie

nicht braucht, und weil sie eben oft fehlen, wo man sie benötigte, bedarf es auch im Falle

des Lieserpfades dieser hier zur Hilfe eingestreuten textlichen Hinweise. Denn leider

fehlt das schwarze Dreieck exakt an manchen Stellen, wo es nötig wäre.

Daher gibt dieser Wanderführer am Anfang der Wanderung eben nicht an: „Und folgen

nun 6 Stunden lang dem schwarzen Dreieck“, sondern er bietet zusätzliche Hilfe an, die

im Zweifelsfalle herangezogen werden kann.

30 Minuten später wandern wir über den Schrägquerweg bergauf, kurz darauf

vorbei an einer Bank mit *** Ansicht vom Liesertal und folgen dem schwarzen

Dreieck.

8 Minuten später wandern wir an der Gabelung links, bleiben auf dem Hauptweg,

biegen kurz darauf beim Pfahl mit den Wanderzeichen rechts ab und folgen

dem schwarzen Dreieck.

90 Min.

12 Minuten später wandern wir an der Gabelung auf dem Bergsporn mit links

bergab führendem Pfad rechts bergauf an verwaschenen Wanderzeichen des

Dreiecks entlang.

30 Minuten später wandern wir auf der gekrümmten Querstraße links, kurz

darauf vor der Brücke rechts und folgen dem schwarzen Dreieck, bleiben im

Zweifelsfalle auf dem Hauptweg.

25 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor dem Holzgeländer

rechts, dann links auf die Brücke mit den Hängelaternen, an der Gabelung

„Platz an der Lieser“ rechts und auf quer verlaufender Fußgängerzone links.

2 Minuten später wandern wir auf den Marktplatz von 324 Min.

Wittlich.

Der Name der Stadt wird von Kaiser Vitellius abgeleitet: Vitelliacum.1065 wird Wittlich,

zum Bistum Trier gehörend, erstmals erwähnt. 1291 erhält man Stadtrechte. Zwischen

1411 und 1430 errichtet Erzbischof Otto von Ziegenhain die Burg Ottenstein.

Nach mehreren Bränden entsteht die Stadt nach 1647 neu erbaut. 1708 bekommt die

Stadt eine neue Kirche. Im 18. Jh. wird das Schloss neu erbaut, aber schon 1794 zerstört.

*

Hier steht rechts die Nr. 3,


*** Posthalterei Thurn und Taxis. Der dreigeschossige und

siebenachsige Bau mit Freitreppe, Portal, gebrochenem Mansarddach

entstand am Anfang des 18. Jhs.

Hier am Markt steht auch die Nr. 5,

*** Hotel Wolf, ein dreigeschossiges Gebäude mit Mariennische

und zwei Erkern.

Wir gehen in

*** Altes Rathaus. Der Bau von 1647 im Stil der deutschen

Renaissance wurde 1922 entlang der Straße um die doppelte

Länge erweitert und im Inneren umgestaltet. Vor steilem Mansarddach

wird der geschweifte Giebel von einem barocken

Dachreiter bekrönt und mit der Nischenfigur des Rochus (Kopie)

geschmückt. Ansonsten wirkt der Bau durch die Halbsäulen

mit figürlichen Konsolen, Hausteine sowie die zwei Rundbogenarkaden

im Erdgeschoss. – Im Inneren befindet sich das

Georg-Meistermann-Museum (10-16 Uhr).

Wir gehen aus dem Hauptausgang des Rathauses hinaus und nach links.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Markus. Nach dem Stadtbrand 1707 wurde die Pfeilerbasilika

zwischen 1708 und 1724 in den „Formen des späten

Manierismus“ erbaut, will sagen stellt eine Verquickung von

Gotik und rheinischem Barock dar. Der Turm trägt eine Haube

mit Laterne.

Das Chorhaus. Die Fenster schuf Georg Meistermann; von links

nach rechts: Erscheinung des Herren, Himmelfahrt Jesu, Pfingsten.

– Altar von 1749 mit neuer Figur des Markus. – Rechtes

Chorgestühl von 1750, linkes Chorgestühl im 19. Jh. nachgeschnitzt.

– Linke Wand: Jesusfigur, neugotisch. – Rechte Wand:

Josefsfigur, neugotisch.

Linkes Seitenschiff. Altar von 1749 mit der Figur der Immaculata,

flankiert von Katharina und Nikolaus.

Rechtes Seitenschiff. Altar von 1749 mit Kruzifixus, flankiert

von Matthias (links) und einem Bischof. – An der Wand: Apollonia,

barock.

Das Mittelschiff. Linke Pfeiler: 1. Figur des Hubertus; 2. Figur

des Johannes Nepomuk, beide 18. Jh. – Rechte Pfeiler: 1. Figur

Johannes des Täufers, vor 1500; 2. Figur des Nikolaus, neugotisch.

Turmuntergeschoss. Individuelle Kreuzweggemälde, 19. Jh.

Wir gehen aus dem rechten Ausgang der Kirche hinaus, nach links und vorbei

an rechts im Garten stehenden * Johannnes-Nepomuk-Bildstock, barock,

vorbei am ehem. ** Friedhofsportal der Zeit um 1700 mit Totenschädelkreuz,

Kartusche und Puttenkopf, gehen um den Chor der Kirche herum, auf

gekommener Gasse zurück, auf der schräg verlaufenden Fußgängerzone

rechts bergauf und an der Gabelung links auf die „Einbahnstraße“, auf der wir

bleiben und später bergauf steigen.

4 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts. Hier links steht das

*** Türmchen des ehemaligen Burgtores, ein Rest der mittelalterlichen

Stadtmauer, heute dreigeschossig mit geschweifter

Dachhaube; an seine Wand hat man ein Wegkreuz aus dem Jahre

1703 gesetzt; außerdem entdeckt man einen Löwenkopf, der

als Guckloch diente.

3 Minuten später wandern wir auf den Busbahnhof. 333 Min.

Manderscheid – Wittlich

Lieserpfad II

Ende

E 53

*

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine