Erft V - Kunstwanderungen

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Erft V - Kunstwanderungen

NR 02 Erft V Horrem – Bergheim – Paffendorf – Glesch Streckenwanderung 3 Stunden und 53 Minuten reine Wanderzeit Glesch Horrem NR02 täglich 7.46 und dann stündlich täglich 8.04 und dann stündlich Wir gehen in Horrem aus dem Bahnhof hinaus und auf der Querstraße rechts. 4 Minuten später wandern wir hinterm Tor links durch den Park zum Museum. Hinterm Schlosspark fließen Kleine Erft, Erftkanal und Große Erft. Horrem. Bevor Horrem urkundlich erstmals und zwar 864 als Horoheim erwähnt wird, ist das Gebiet von Römern und Franken besiedelt. Der Name bedeutet soviel wie Sumpfheim. Im 13. und 14. Jahrhundert gehört Horrem zum Herzogtum Jülich. Vom 14. bis 17. Jahrhundert sind die von Merode die Herren der Burg Hemmersbach, das heißt Horremer Unterherrschaft. Der Ort gehört seit 1975 zur Stadt Kerpen. * *** Schloss Hemmersbach. Die Burg des 15. Jh. brannte 1793 ab und wurde im 19. Jh. durch die Berghe von Trips auf dem Grundriss neu errichtet. Das Herrenhaus ist ein zweistöckiger klassizistischer Rechteckbau mit Rundturm, der 1893 barockisierend umgestaltet wurde. Die Vorburg ist ein Torbau mit spitzbogiger Durchfahrt. Im Gebäude befindet sich ein Museum (So-Fr 14-18 Uhr) für Automobilgeschichte. Wir gehen aus dem Museum hinaus und auf gekommener Parkstraße zurück. 4 Minuten später wandern wir auf der Schrägquerstraße links. 15 Minuten später wandern wir über den Querweg beim *** Schloss Frens. Herrenhaus und die sie in Hufeisenform umlagernde Vorburg des 14./15. Jhs. wurden in den folgenden Jahrhunderten immer wieder verändert. Da betreten verboten, lohnt auch keine Beschreibung des Unsichtbaren. 9 Minuten später wandern wir vor der Landstraße links und parallel zu ihr – kurz darauf über die Kleine Erft und später über den Erftkanal. 12 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts, an der Kreuzung Wir bleiben nun immer au f dem Hauptweg, mit dem wir viel später eine Landstraße queren. Rechts verläuft der Erftkanal, links fließt nahe der Autobahn die Erft.


23 Minuten später wandern wir auf dem Querweg vor Autobahn und hinterm Wasserbehälter rechts. Uns zur Rechten liegt der Erftkanal. 4 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor der Pappelreihe rechts in Richtung Erftkanal. 6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts, an der Kreuzung hinter der Brücke links und entlang dem Erftkanal. 95 Min. 5 Minuten später wandern wir vor der Straße rechts und Richtung haltend in der Grünanlage zum Stadttor. 5 Minuten später wandern wir durchs noch erhalten Stadttor in 124 Min. Bergheim. Bergheim wird erstmals in einer Urkunde des Jahres 1028 erwähnt. Ein gewisser Hezelin, der Bruder des Pfalzgrafen Ezzo, schenkt die Grundherrschaft Bergheim der Abtei Kornelimünster. Die Vogtei über die Bergheimer Grundherrschaft üben seit dem 13. Jahrhundert die Grafen von Jülich aus. Bergheim erhält um 1300 Stadtrechte. 1542 wird die Stadt in Folge der Auseinandersetzungen zwischen dem Landesherrn und Kaiser Karl V. zerstört. In der Franzosenzeit wird Bergheim Hauptort des gleichnamigen Kantons, unter den Preußen 1816 Kreisstadt. Der Aufschwung der Stadt beginnt mit der Industrialisierung in den 1890er Jahren. Besonders die Braunkohlegruben in der Nähe tragen dazu bei. Seit der kommunalen Neugliederung 1975 besteht Bergheim aus 15 Stadtteilen, ist Sitz des Rhein-Erft-Kreises und zahlreicher Verwaltungen. *** Aachener Tor aus dem 14. Jh., ein zweigeschossiger Doppeltorturm mit spitzbogiger Durchfahrt – darüber Wappenstein des Jülicher Löwen –, ein Bau, der seit 1800 als Gefängnis diente und heute walmdachgedeckt ist.


Wir gehen also durchs Tor; rechts wie links stehen *** Häuser aus historischer Zeit; rechts Nr. 99, Backsteinbau des 17. Jhs. mit Schweifgiebeln, Rundbogentor und Balkon; rechts Nr. 97, Haus von 1769; rechts die Nrn. 95 bis 87, Alte Bauten; links Nr. 98, Stattlicher Bau; rechts Nr. 71, Gasthof, Backsteinbau des 17. Jhs. mit Treppengiebeln. 2 Minuten später wandern wir rechts in die Kirche *** St. Georg. Das kleine Gotteshaus ist ein zweischiffiger verputzter Backsteinbau der Spätgotik von 1550 mit je eigenem Chor und Satteldach. Das rechte Schiff wird von einem Dachreiter überhöht und einem spätbarocken Portal von 1772 geschmückt.


Das Innere ist kreuzgratgewölbt und birgt ein Weihwasserbecken aus Marmor von 1650, ein Missionskreuz, um 1730, eine die Hirten, um 1620. Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf der Fußgängerzone links. 2 Minuten später wandern wir hinter dem Aachener Tor rechts entlang der *** Stadtmauer aus dem 14. Jh., die mit halben Rundtürmen und Vierecktürmen bestückt ist, sofort rechts auf „An der Stadtmauer“ und innen an der Stadtmauer entlang. 1 Minute später wandern wir auf der zweiten Brücke über einen Erftgraben und auf dem Querweg rechts. 2 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links und halten Richtung. 2 Minuten später wandern wir an der Dreiergabelung rechts treppauf.


2 Minuten später wandern wir in die Kirche 140 Min. *** St. Remigius. Die romanische Kirche, das heut noch bestehenden Querschiffs, der Chor mit den Seitenchören samt Apsis und den zwei Flankiertürmen wurde 1170 geweiht,


im 15. Jh. das Langhaus unter Beibehaltung der romanischen Pfeiler erweitert. Die Seitenschiffe wurden im gotischen Stil angebaut. Nach Einsturz des Turmes im Jahre 1748 hat man den Turm auf seinen romanischen Fundamenten 1758 wiederhergestellt. 1868 baute der Kölner Dombaumeister Zwirner das Langhaus in neugotischer Form um. 1873 wurde die Gnadenkapelle an der linken Seite angefügt, gleichzeitig hat man die Seitenschiffe um je ein Joch nach Westen verlängert. Das Äußere der Kirche vermittelt einen großartigen Eindruck. Am Chor dort: Sebastian, von Gerhard Marcks, 20. Jh. Die Chöre. Triumphkreuz, um 1500 (mitte); Taufbecken, 17. Jh. Linke Seitenkapelle: Pietà, um 1480; Anna Selbdritt, um 1500. Das Mittelschiff. 1. Pfeiler links: Remigiusfigur, 20. Jh. – 1. Die Eingangshallen. Salvator, 18. Jh. (links). – Kruzifixus, Corpus 140 cm hoch, 19. Jh.; Immaculatafigur, 18. Jh. (rechts). Wir gehen aus der Kirche hinaus, steigen treppab, halten uns rechts, gelangen *** Basaltlavakreuzgruppe aus der Spätgotik.


5 Minuten später wandern wir links auf dem Brückchen über die Kleine Erft, auf der Brücke über die Erft und halten uns rechts, Rastplatz, nächst der Erft auf einem **** Waldromantikweg durch artenreiche Vegetation. der Brücke über den Paffendorfer Bach, einen Seitenarm der Erft. 1 Minute später wandern wir links auf der Brücke übern Paffendorfer Bach. 5 Minuten später wandern wir in die Kirche von 172 Min. Paffendorf. Paphentorof gehört im 6. Jahrhundert einer fränkischen Adelsfamilie und im 7. Jahrhundert dem Trierer Kloster St. Maximin. Der Ort wird 882 erstmals erwähnt. 1039 überlässt Pfalzgraf Ezzo dem Essener Damenstift in Paffendorf Ländereien als „Hochzeitsgut“ für seine Tochter Theophanu. Im Jahr 1224 bestätigt eine Äbtissin des Essener Stifts, dass ihr das Kirchenpatronat in Paffendorf zusteht. Zwischen 1531 und 1546 erbaut Wilhelm von Bongert das Renaissanceschloss. Ab 1641 hat der Ort unter Franzosen, hessischen und weimarischen Truppen zu leiden. Der Krieg währt bis 1648. 1746 zerstört ein Brand fast den ganzen Ort. Nach der Franzosenzeit kommen 1814 die Preußen ins Land. Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Burg im neugotischen Stil umgebaut und erhält Türmchen, Zinnen, Balustraden und Balkone. Die Anlage wird 1959 an eine Vorgängergesellschaft von RWE Power verkauft. Paffendorf gehört heute zu Bergheim. – Im Schloss befindet sich eine Dauerausstellung zum Thema "Rheinische Braunkohle".


**** St. Pankratius. Die dreischiffige spätgotische Hallenkirche aus Backstein mit Tuffsteinbändern besitzt einen romanischen Westturm, der im Untergeschoss aus dem 11. Jh., in den drei Obergeschossen aus Tuffstein mit gekuppelten Schallarkaden, Rundbogenfriesen und Lisenen aus dem 12. Jh. stammt; Giebel, Spitzhelm und das Portal sind neuromanisch von 1860. Mehrfache Instandsetzungen bestimmen das Bild des heutigen Baues. Das Innere ist kreuzrippengewölbt. Das Chorhaus ist von 1493. Das Gewölbe deckt Gemälde mit (1862) mit der Figur des Pankratius. – An den Chorwänden: sechs Apostel, klassizistisch-nazarenische Tonfiguren der Zeit um 1840. Linkes Seitenschiff. Schnitzaltar von 1863: Maria und Heilige. Rechtes Seitenschiff. **** Antwerpener Passionsaltar, ein zwölf Aposteln, um 1520. Das bekrönende Gesprenge kam 1862 hinzu. Das Mittelschiff. Erster Pfeiler links: Barockkanzel von 1619 mit Franziskanerheiligen auf dem Korb. – An den Pfeilern: klassizistisch-nazarenische Apostelfiguren aus Ton, um 1840. Die Eingangshalle. Pietà, Anfang 18. Jh., eine bewegte Gruppe. Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, nach rechts auf den *** Friedhof, kommen sofort seitlich des Hauptausgangs vorbei an niedrigen Kreuzen des 17. Jhs. mit Totenkopf und Stundenglas, aus ..


aus Blaustein, Sandstein, Andesit und Trachyt, wandern entlang an Kreuzwegstationen von 1870, passieren am Kirchenchor Kreuze aus Gusseisen, um 1850, bemalt, gehen vor der Kreuzgruppe, 1860,


links aus dem Seitenausgang hinaus und halten uns rechts. 2 Minuten später wandern wir ins **** Schloss Paffendorf. Die Vogtei war ab 1233 pfälzisches Lehen derer von Jülich, ging 512 vorübergehend an die Herren von Bongart und wurde in neuester Zeit an die Rheinische Braunkohle verkauft. Hier wandern wir zuerst durch das im 19. Jh. neugotisch veränderte Eingangstor, das sich befindet im Westtrakt der dreiflügeligen hufeisenförmigen Vorburg, die im 18. Jh. mit zwei vierkantigen Ecktürmen erbaut wurde,


blicken hinterm Tor nach rechts auf den Südostturm des Herrenhauses, und wenden uns vor dem Nordtrakt der Vorburg mit im 19. Jh. ausgebautem Torbau


nach rechts ins Herrenhaus,


ein zweiflügeliges Wasserschloss aus Backstein mit Treppengiebeln und Ecktürmen, das im Kern spätgotisch von 1531 ist, aber 1861 von August Lange neugotisch umgebaut wurde. Informationszentrum Rheinische Braunkohle. Das Rheinische Braunkohlegebiet Das Informationszentrum unterrichtet den Besucher auch kurz und knapp von historischen Funden am Niederrhein.


Ein Frankenhelm des 6. Jahrhunderts Man entdeckt auch ein Bild aus der Renaissancevergangenheit des Schlosses. Wir gehen aus dem Herrenhaus hinaus,


halten uns rechts und wandern durchs neugotisch veränderte Tor, halten uns immer rechts, haben nun die schönste *** Ansicht von der zum Park hin geöffneten Schlossfront, deren Türme hier mit Zinnen bekrönt sind, einer der beiden mit einem Spitzhelm versehen ist, und Romantik verkörpert.


Wir durchwandern, uns stets rechtshaltend, den **** Schlosspark, einen ehemaligen mit Hecken streng aufgeteilten Barockgarten, der heute ein Englischer Landschaftsgarten ist, mit einer Fülle großartiger, bezeichneter Bäume


besonders fallen Platanen auf – sowie Wasserzonen


nebst einem Pavillon und, über dem Paffendorfer Bach, einem doppeltürmigen Brückenkopf. 20 Minuten später wandern wir, so lange währt die Gehzeit, aus Park und Schloss hinaus, links über den Friedhof und hinter der Kirche sofort links auf die „Antoniusstraße“. Rastplatz. *** Brückenkopf, der ganz dem neugotischen Geschmack der Romantiker des 19. Jhs. entspricht.


entlang dem „x“ durch artenreiche *** Vegetation nächst der Erft. 16 Minuten später wandern wir bei Haus Nr. 22 links und halten Richtung. 3 Minuten später wandern wir in die Kirche von 226 Min. Glesch. Die Siedlung Glessike wird 973 erstmals erwähnt. Glesch blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Die Anfänge des Ortes liegen im Jahre 973. Später taucht der Name abermals auf in einer Schenkung des Königs Zwentibold an das Damenstift zu Essen. Später wechselten sich die Kirche und die Grafen von Jülich als Grundherren ab. Der Einfluss des Adels und der Kirche bestand bis zum Einmarsch Napoleons ins Rheinland fort. Mit dem Fund der Braunkohle und der aufkommenden Industrialisierung wandelt sich Glesch vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zur Heimat von Industriearbeitern. Zwischen den 1950er und 1990er Jahren liegt nahe dem Ort der seinerzeit größte Braunkohletagebau der Welt. Glesch gehört heute zur Stadt Bergheim. * *** St. Kosmas und Damian. Die dreischiffige kreuzrippengewölbte Hallenkirche besteht aus Backstein mit Tuffbändern. Die drei westlichen Langhausjoche und deren Seitenschiffe, die mit quer gestellten Walmdächern gedeckt sind, und der eingebaute zweigeschossige mit Schieferpyramide geschlossene Westturm mit seinem viereckigen Treppenturm stammen noch aus spätgotischer Zeit zwischen 1493 und 1555. Querschiff und Chor wurden passend dazu 1887 neu hochgezogen.


Das Innere erscheint, mit Ausnahme des westlichen Wir gehen aus der Kirche hinaus, rechtsversetzt über die Straße auf „Peringser Straße“, Richtung haltend auf „Fieselerstraße“ und vorbei an rechts stehender Nr. 12, dem ** Abtshof, ein rheinischer Vierkanthof der Zeit um 1900. 6 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts. 1 Minute später wandern wir zur Bahnstation in Glesch. 233 Min. Horrem – Bergheim – Paffendorf – Glesch NR 02 Erft V Ende *


Bernhard Steinacker Sagen vom Rhein ISBN 3-9801588-3-7 15 € Eine Posse aus der kommunalen Kultur ISBN 3-9801588-4-5 15 €


Eine Weihnachtsgeschichte für Verliebte ISBN 3-9801588-5-3 8 €

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