Erft II - Kunstwanderungen

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Erft II - Kunstwanderungen

E 11

Die Erft II

Münstereifel – Iversheim – Arloff – Kirspenich

– Kreuzweingarten – Stotzheim – Euskirchen

Streckenwanderung

4 Stunden und 51 Minuten reine Wanderzeit

Zug

Euskirchen, Bf. Mo-Fr 8.33 stündlich Sa 8.03 stündlich So 10.03 stündlich

Münstereifel Mo-Fr 8.54 stündlich Sa 8.24 stündlich So 10.24 stündlich

Wir gehen aus dem Bahnhof in Bad Münstereifel hinaus, auf der Querstraße

links und folgen nun dem schwarzen Dreieck unter der Straßenbrücke her.

3 Minuten später wandern wir links auf den Friedhof mit alten * Grabsteinen,

bleiben auf dem Hauptweg, queren den Bach, halten Richtung, gehen kurz darauf

linksversetzt übern Querweg und vor der Kapelle rechts.

3 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links und bleiben auf dem

Hauptweg.

9 Minuten später wandern wir an der Gabelung links auf „Auf dem Wieler“

und bleiben stets auf dem Hauptsträßchen.

37 Min.

8 Minuten später wandern wir am Friedhof, Trinkwasser, in die Kirche von

Iversheim.

Iversheim war in römischer Zeit ein wichtiger Ort zur Herstellung von Kalk. Nach Aufgabe

der römischen Wasserleitung geriet er in die Abhängigkeit von Münstereifel. Seitdem

ist die Geschichte Iversheim mit der von Bad Münstereifel identisch.

*** St. Laurentius. An den Turm von 1768 wurde 1847 ein

romanisierender Bau angefügt.


Das Innere. Die Ausstattung entstammt im Wesentlichen der

Mitte des 19. Jhs.

Das Chorhaus. Der Altar zeigt ein Kruzifix mit Gotteslamm.

Das Langhaus. Linker Altar: Muttergottesfigur, um 1430. –

Rechter Altar: Figur des Josef. – Linke Wand: 1. Kanzel mit

Walburgafigur, Johannes Evangelist, 16. Jh. – In den Fenstern

neugotische Glasgemälde: Heilige. – Neugotischer Kreuzweg.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf der Querstraße rechts. Rastplatz.

2 Minuten später wandern wir links, auf der Brücke über die Erft und auf die

„Unterste Gasse.

2 Minuten später wandern wir auf der „Euskirchener Straße“ rechts.

2 Minuten später wandern wir über die Landstraße, hinter dem Gleis rechts

und halten uns rechts. Rastplatz.

4 Minuten später wandern wir in die 55 Min.

**** Römische Kalkbrennerei aus dem 3. Jh. n. C. (Mai-Okt.

Sa 13-16, So, Fei 11-16 Uhr). Der Kalkerzeugung in Iversheim

kam zu römischer Zeit große Bedeutung zu, wozu auch die

günstige Transportmöglichkeit auf der Erft beitrug. Die Kalkmanufaktur

war eng von Wohnräumen und Werkstätten umschlossen.

Jeder der sechs Kalköfen, die jeweils 15 Kubikmeter

fassten, war 4 m hoch, 3 m lang und 2,50 m breit. Die Öfen be-


stehen aus mit Ton verbundener Grauwacke und wurden in ihrer

Mitte von einer umlaufenden Bank getrennt, in einen oberen

Raum, in dem das Dolomitgestein gebrannt wurde, und in einen

unteren Raum, in dem das verfeuerte Holz bis auf 1000 Grad

Celsius angefacht worden war. Das monatliche Ergebnis der

fünf vorhandenen Öfen betrug 200 Tonnen Kalk. Der zweite

Ofen ist noch heute mit gelöschtem Kalk gefüllt.

Wir gehen aus der Brennerei hinaus, bergauf zurück, auf der Querstraße hinter

dem Schild „Kalkofen“ rechts und nun immer auf diesem Hauptweg.

7 Minuten später wandern wir auf gekrümmtem Querweg rechts, übers Gleis

und über die Landstraße nach

69 Min.

Arloff.


Erste urkundliche Existenz von Arloff haben wir von 1414. Ansonsten ist das Leben in

Ort, Burg und Mühle identisch mit dem Umland von Münstereifel, wozu Arloff heute

gehört.

*

Wir haben nun eine Ansicht von der zur Rechten hinter dem Feld erbauten

*** Wasserburg Arloff. Der trutzige, über den Ort hinausragende

Wohnturm wurde im 15. Jh. hochgezogen, das Wohnhaus

erst 1699 erbaut.

7 Minuten später wandern wir auf erster Brücke über die Erft in die Kapelle

*** St. Hubertus. Das kleine Gotteshaus wurde 1466 vom

Meister Reinhard Schröder errichtet. Der Türrahmen weist Ritze

auf, die entstanden, weil man mit scharfen Gegenständen

Der Chor. Das Gewölbe zeigt Rankenmalerei. – Den Altar barocker

Art schmückt das Bild des Kirchenpatrons. – Linke

Wand: Sakramentsschrank.

Das Langhaus. Seitlich des Chorbogens, links: Ecce Homo;

rechts: Christophorusfresko. – Linke Wand: Fresko der Hubertusjagd.

– Rechte Wand: Kreuzigung.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und vor der Erft rechts. Gasthof.

8 Minuten später wandern wir an der Kreuzung bei dem rechten neugotischen

* Marienbildstock, links und vor der Brücke rechts.

4 Minuten später wandern wir beim Radwegschild rechts, am Bach entlang

und über die Querstraße auf „Im Baist“.

3 Minuten später wandern wir zur Burg in 91 Min.

Kirspenich.

*** Burg Kirspenich. Der Bau des dreigeschossigen Wohnturms

geht auf das 14. Jh. zurück, das Herrenhaus auf das 17.

Jh., die Ummauerung auf das 16. Jh.


Wir gehen aus der Burg hinaus und halten uns rechts.

2 Minuten später wandern wir linksversetzt über die Ortsdurchfahrtsstraße auf

den Pfad nächst dem Rinnsal und halten uns rechts.

3 Minuten später wandern wir treppauf und auf dem Friedhof, Trinkwasser,

mit * Grabkreuzen, u. a. in der Ummauerung

sowie einem neugotischen * Portal mit spätgotischem Maßwerk


und einem * Grabkreuz mit Reliefs, 18. Jh.,

in die Kirche

*** St. Bartholomäus. Die neugotische dreischiffige Hallenkirche

wurde 1906 nach Plänen von Franz Statz erbaut. Sie hat

noch einen Turm des 15. Jhs., der 1789 seinen Spitzhelm erhielt.


Das Chorhaus. Die neugotischen Glasgemälde zeigen: Abraham

und Melchisedech, die Kreuzigung und die Opferung Isaaks. –

Neugotischer Altar mit der Auferstehung Jesu (links) und Grablegung.


Das Mittelschiff. An den Pfeilern: Neugotischer Heiligenzyklus.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und rechtsversetzt über die Straße. Gasthof.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung vor der Erftbrücke rechts und

halten uns fortan immer links nächst dem Fluss bzw. später dem Gleis.

3 Minuten später wandern über die Durchfahrtsstraße in 119 Min.

Kreuzweingarten.

Funde aus der Zeit der Kelten und Römer weisen auf frühe Besiedelung Kreuzweingartens

hin. Oberhalb des Ortes verläuft der Römerkanal, die römische Wasserleitung nach

Köln. – 893 wird Kreuzweingarten als Vingarden erstmals erwähnt. Die weitere Entwicklung

ist identisch mit der des Landes um Münstereifel bis zur Säkularisation durch

die Franzosen. Die Verehrung eines Kreuzpartikels in der Heilig-Kreuz-Kirche weist

den Ort Weingarten als Wallfahrtsort aus und führt nach einer Volksabstimmung im

Jahre 1925 sowie Genehmigung seitens des Preußischen Staatsministeriums zur Umbenennung

des Namens in Kreuz-Weingarten am Fest Christi Himmelfahrt, dem 29. Mai

1927. Heute ist Kreuzweingarten ein Stadtteil von Euskirchen.

Wir beachten, einzeln stehend,

*** Historische Bauten, teils Fachwerk bis ins 17. Jh. gehend.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche auf dem Friedhof, Trinkwasser,

mit *** Grabkreuzen, 18./19. Jh. und einem Buntsandsteinkreuz,

1782,

*** Heilig Kreuz. Die zweischiffige Anlage entstammt im

Kern dem 12. Jh., der Turm dem 14. Jh. 1660 wurde der Chor

tonnengewölbt und das linke Seitenschiff angefügt.


Der Chor. Barockaltar, um 1700, mit Gemälde des Kruzifixus’.

Das Hauptschiff. Frontaltar mit einer Herz-Jesu-Figur. – Kanzel,

mit der Skulptur des Michael auf dem Schalldeckel, 17. Jh.

Linkes Seitenschiff. Barocker Frontaltar mit der Figur der

Mondsichelmadonna.

An der Wand: 1. Figur des Antonius; 2. Figur des Aloysius. 3.

Marmorner Taufstein, 17. Jh., jetzt Weihwasserbecken. – An

der Rückwand: Kruzifixus, um 1500.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der Querstraße links, an der Gabelung

An Geländer und Bank kommen wir vorbei an einem ersten Aufchluss von

*** Römische Wasserleitung. Der Aufschluss des Römerkanals,

an dem deutlich die Kalkablagerungsschichten zu sehen

sind, erhielt diese Sinterschicht während 190jähriger Benutzung.

Die Eifelwasserleitung

„Die Eifelwasserleitung nach Köln war mit 95,4 km einfacher

Trassenlage einer der längsten Fernwasserleitungen im Imperi-


um Romanum. Sie versorgte vom ersten bis zum dritten Jahrhundert

n. C. die Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln),

die Provinzhauptstadt Niedergermaniens mit qualitätsvollem

Trinkwasser.

Die Leitung war gleichermaßen Ausdruck gehobenen Lebensstandards

wie auch das Ergebnis perfekten technischen Könnens.

Die Wasserversorgung des antiken Köln war in mehreren

Schritten ausgebaut worden. Schon in der ersten Hälfte des ersten

Jahrhunderts hatte aus mehreren Quellen am Vorgebirgsrand

schöpfende Wasserversorgung bestanden, die aber die

Versorgung der Stadt in ihrer ersten Blütezeit weder qualitativ

noch mengenmäßig sicherstellen konnte. Deshalb hat man vermutlich

schon gegen Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus

die Leitung aus der Eifel gebaut. Das Eifelwasser entsprach

nicht nur den Qualitätsansprüchen der römischen Bewohner

Kölns, auch der Geschmack dieser Zeit wurde vom kalkhaltigen

Wasser von Quellen aus dem Gebiet der Söteni-cher Kalkmulde

getroffen. Daher erschloss man zunächst die Quellen bei Kallmuth,

Urfey und Dreimühlen. In einer zweiten Bauphase erweiterte

man dieses System durch einen zum „Grünen Pütz“ im

Urfttal führenden Leitungsstrang. Die Eifelwasserleitung war

als reine Gefällewasserleitung konzipiert. Die Außergewöhnliche

technische Leistung bei Planung und Bau dieses antiken

Großprojekts wird besonders deutlich in der Überwindung der

Rhein-Maas-Wasserscheide in der Ausfah-rung der Täler von

Erft und Swistbach zwecks Erreichung des Villerückens und im

Bau der Großen Aquäduktbrücken über die Erft (ca. 550 m

lang) und über den Swistbach (ca. 1400 m lang). Mit einer Tagesleistung

von rund 20.000 m³ Trinkwasser ist die Eifelwasserleitung

nach Köln ein exemplarisches Beispiel für die Infrastruktur

einer antiken Stadt. Obwohl auch das mittelalterliche

Köln der Wasserversorgung im großen Stil bedurfte, hat man

die Eifelleitung in nachrömischer Zeit nicht wieder instandgesetzt.

Statt dessen benutzte man den Römerkanal seit karolingischer

Zeit, besonders aber im elften und dreizehnten Jahrhundert

als Steinbruch, um Baumaterial zu gewinnen. Besonders

begehrt war die Kalkablagerung, der Kalksinter, aus dem sich

Marmor ähnliche Säulen, Altarplatten u. a. herstellen ließen.

*


5 Minuten später wandern wir hinter rechter Laterne „4“ rechts auf Pfad bergauf

in Gegenrichtung.

4 Minuten später wandern wir, nach weiteren Aufschlüssen, vorbei am

*** Heidentempel. Es handelt sich aber vermutlich um die

Grundmauern des Hauses eines Wasserleitungsaufsehers aus

römischer Zeit. An drei Seiten hatte der Bau Nischen, was ihm

die Nähe zu einem Tempel verleiht.

Wir bleiben nach dem Tempel noch ein kleines Stück auf dem Hochpfad und

wandern dann an der ersten Kreuzung mit dem Hinweisschild auf die römische

Fundstelle rechts bergab.

4 Minuten später wandern wir richtunghaltend auf die Landstraße und links

auf die „Hubertusstraße“, auf der wir bleiben.

dem „


zweiteiligen Wasserburg ruinenhaft erhalten sind der Bergfried

mit Torburg, die Ummauerung und Wehrgangsreste.

Der Wirtschaftshof war ehedem mit einem Graben von den

Hauptgebäuden getrennt.

Der Bergfried ist überwiegend aus Grauwacke, zeigt aber auch

Lava und roten Buntsandstein. An der Südwestecke, auf Augenhöhe,

ist ein Stück Sinter von der römischen Wasserleitung

verwendet worden.


Wir gehen aus der Ruine hinaus, auf der Brücke über den Wassergraben, halten

uns links und wandern immer nächst dem Burggraben mit *** Ansichten

von der Burg. Rastplatz.

8 Minuten später wandern wir zur Burgpforte. Wir gehen von der Pforte zurück,

nach rechts am Wegestern auf den ersten Weg links, und zwar auf den

Pfad parallel zum breiten Waldweg.

5 Minuten später wandern wir links auf die „Stotzheimer Straße“ und halten

uns rechts.

2 Minuten später wandern wir auf schräg verlaufender „An der Klostermühle“

links und halten uns rechts.

3 Minuten später wandern wir in die Kirche 198 Min.

*** St. Martin. Der Kölner Dombaumeister Vincenz Statz erbaute

das Gotteshaus aus Backstein 1864 in neugotischem Stil

als dreischiffige kreuzgratgewölbte Hallenkirche mit vorgesetztem

Westturm.

Das Chorhaus. Neugotischer Hauptaltar. – Im Chorbogen hängt

eine Kreuzgruppe.

Linkes Seitenschiff. Altar barocker Art mit der Muttergottes.

Rechtes Seitenschiff. Altar barocker Art.

Das Mittelschiff. An den Säulen links: Jakobus d. Ä.; Jakobus

d. J. An den Säulen rechts: Valentin; Michael.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links, vorbei am ehem. ** Pfarrhaus,

das mit der Mauer und dem daran erbauten Wirtschaftstrakt aus ebenfalls

neugotischer Zeit, dem gesamten Komplex eine Einheit verschafft, und über

die Querstraße auf den Pfad.

4 Minuten später wandern wir über die Landstraße.

3 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Landstraße. Gasthof.

4 Minuten später wandern wir beim Brunnen auf den zweiten Weg rechts und

auf dem Brückchen über den Teich.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links.

3 Minuten später wandern wir an der ersten Kreuzung rechts. 242 Min.

3 Minuten später wandern wir über die Landstraße, auf dem Querweg rechts.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links.

15 Minuten später wandern wir auf der Querstraße vor Haus Nr. 12 links, an

der Kreuzung rechts auf die „Uhlandstraße“ und halten Richtung.

3 Minuten später wandern wir vorm Bahndamm rechts, gehen entlang dem

Mitbach, queren ihn bei der ersten Möglichkeit, wandern auf dem Asphaltquerweg

links und biegen bei erster Gelegenheit links ab.


4 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Querstraße auf den „Entenpfuhl“

zur Besichtigung von

275 Min.

Euskirchen.

Der Ort ist seit dem 13. Jh. im Besitz derer von Monschau und wird 1302 zur Stadt erhoben.

Die Bürger befestigen die Stadt im 14. Jh. Im 15. Jh. wird Euskirchen

Mithauptstadt des Herzogtums Jülich. 1794 ist die Stadt französisch, danach gehört sie

zu Preußen. 1827 wird Euskirchen Kreisstadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu

zwei Dritteln zerstört.

*

Wir wandern vorbei an der Platanenreihe am Stadtgraben mit der

*** Stadtmauer samt dem Rundturm. Der Mauerring der Ortsbefestigung

stammt aus dem 14. Jh.

3 Minuten später wandern wir an der versetzten Kreuzung links.

4 Minuten später wandern wir in die Kirche

**** St. Martin. Das Untergeschoss des Turmes und das Mittelschiff

gehören noch der romanischen Bauzeit des 12. Jhs. an.

Zu einer zweiten Bauphase, jener des 13. Jhs., gehören der

Jhs., wurde die Apsis des rechten Seitenschiffs geschaffen. Der

letzte Bauabschnitt, jener des 15. Jhs., brachte schließlich die

Vollendung des linken Seitenschiffs, 1434 die Errichtung des

rechten Seitenschiffs, die Neueinwölbung des Mittelschiffs und

eine Erhöhung des Turmes, den Rundbogenfriese und Lisenen

zieren.


Das Chorhaus. Der Antwerpener Altar wurde um 1525 geschnitzt.

Die bemalten Flügel kamen 1817 nach Köln. Veränderungen

am Schrein wurden 1862 vorgenommen. Die mittleren

Wand: 1. Sakramentshaus, nach 1500, mit den Szenen Ölberg,

Abendmahl und Kreuzigung sowie bekrönendem Pelikan. 2.

Chorgestühl von 1903. 3. Epitaph für Heinrich von Binsfeld

und seine Frau, Ende 16. Jh., mit Auferstehungsrelief. 4. Kleines

Steinrelief: Befreiung Petri aus dem Kerker, 15. Jh. – Rechte

Wand: Chorgestühl von 1450 mit neugotischem Aufsatz. –

Im Zelebrationsaltar: Die vier Evangelisten, von der einstigen

Kanzel von 1877.

Linkes Seitenschiff. Frontwand: Schnitzszenen aus dem Leben

Umbau 1862 aber dort keine Aufnahme mehr fanden.

An der Wand: Neugotischer Beichtstuhl. – In der Taufkapelle:

Staufischer Taufstein des 12. Jhs.


Auferstehung Jesu-Gemälde (Grünewald-Kopie).

Rechtes Seitenschiff. Im Chor: Wandgemälde der Rosenkranzüberreichung

an Dominikus, neugotisch. – Euskirchener Madonna,

Skulptur um 1500, der Qualität nach Tilman Riemenschneider

zuzuschreiben.

Marmorne Kommunionschranke. – An der Wand: Neugotischer

Beichtstuhl. – Hinten: Gemälde der Kreuzabnahme, um 1600.


Das Mittelschiff. An den Diensten der Gewölberippen befinden

sich Figurenpaare von Aposteln und Evangelisten, 15. Jh. – An

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus und, mit Ansicht vom

rechts erbauten

*** Dicker Turm, Teil der Stadtbefestigung des 14. Jhs.,

auf der Querstraße links, an der Kreuzung vorm ** Rathaus, ein Neubau von

1952 mit altem Turm des Vorgängerbaus, links auf die „Baumstraße“, rechts

auf die „Rathausstraße“, linksdiagonal über „Alter Markt“ samt seiner

*** Häuserzeile, alte Bauten, teilweise aus Fachwerk von 1870

und neuem Arbeiterbrunnen davor,

und an der Dreiergabelung rechts auf die „Neustraße“. Gasthof.

6 Minuten später wandern wir links in die Kirche

*** Herz Jesu. Das Große Gotteshaus wurde zwischen 1906

und 1909 nach Plänen von Aloys Schlösser im neugotischen

Wiederaufbau mit modernen Veränderungen, ehe Karl Josef

Ernst aus Zülpich sie 1976 auf ihre ursprüngliche Form zurückführte.

Außer der insgesamt modernen Einrichtung fallen folgende

Ausstattungsstücke auf: Im Chor die Figuren des Josef

und der Mutter Anna, von Gerhard Brüx, frühes 20. Jh. – Im

rechten Querschiffarm ein Taufstein von 1680. – Im linken Seitenschiff

auf dem Altar: Euskirchener Gnadenbild, eine Muttergottes

aus Buntsandstein, von 1535. – An den Wänden: Mächtige

Kreuzwegstationen, von Gerhard Brüx, Anfang 20. Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links, auf der „Wilhelmstraße“ rechts,

an der Kreuzung „Neustraße“ links und richtunghaltend auf „Bahnhofstraße“.

3 Minuten später wandern wir in den Bahnhof von Euskirchen. 291 Min.

Erft II

Ende

E 11

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