Vetralla-Castel d'Asso-Norchia - Kunstwanderungen

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Vetralla-Castel d'Asso-Norchia - Kunstwanderungen

La N04

Vetralla – Bulicane – Castel d’Asso – Norchia

1.

Vetralla

Stadtrundgang

Seit dem 7. Jh. bildet sich hier auf einer zur Römerzeit aufgelassenen etruskischen Ortschaft

die jetzige Ansiedlung. In der Nähe hat man ein römisches Forum gefunden. Seit

der Surtischen Schenkung gehört Vetralla dem Kirchenstaat. 1145 ruft Papst Eugen III.

hier zum zweiten Kreuzzug auf. Im Zuge seiner Geschichte wird die Stadt von mehreren

Adelsfamilien beherrscht, so z. B. von den Orsini und später von den Di Vico.

Vetralla hat heute etwas über 13000 Einweohner.

*

Wir parken den Wagen an der gekrümmten Durchfahrtsstraße im Norden des

Centro storico und gehen dort in die Kirche

*** S. Francesco. Die romanische Basilika wurde 1207 erbaut

und später mehrfach verändert. Sie besteht aus einer Apsis, einer

Vierung, Seitenschiffen und einem Mittelschiff.

Das Äußere besitzt ein Portal mit Pflanzendekor in der Lünette.

und besitzt einen Cosmatenfußboden sowie Fresken mit franziskanischen

Szenen aus der Zeit um 1612 von Francesco Villamena.

Das Chorhaus. In der Apsis befindet sich in der Frontwand ein

Tabernakel des 15. Jhs. – An den Wänden: Franziskanische

Szenen, Fresken.

Die Vierung. Wundertaten des Franziskus, Fresken.


Linkes Seitenschiff. Barocker Frontaltar mit neuer Marienskulptur.

– Linke Wand: 1. Fresken mit franziskanischen Szenen

und Büsten; 2. Sebastian, Job, Anselm, Salvator und Engel,

3. Bernhardin mit vier Engeln, ein Gemälde des Andrea del

Castagno, um 1450.


Rückwand: Taufe Jesu, Fresko des 15. Jhs.

Rechtes Seitenschiff. Barocker Frontaltar. – Außenwand: 1.

Fresken mit franziskanischen Szenen und das Grabmal des

da Gualdo Cattaneo, gen. Paolo Romano, kurz nach 1400;

2. Antonius und Szenen aus seinem Leben, Fresken der Zeit um

1460;


3. Ursula zwischen Heiligen und Bischöfen, Gemälde aus der


Das Mittelschiff. Über den Arkadenbögen: Fresken mit Franziskanischen

Szenen. – Rückwand: Zwei Szenen aus dem Leben

des Franziskus sowie Heiligenbüsten, Fresken.

(Salvator, Evangelistensymbole usw.), im Gewand des 12. Jhs.,

ist sechsschiffig und kreuzrippengewölbt.

Wir gehen aus dem linken Ausgang der Kirche hinaus, auf der Querstraße

rechts bergauf und beachten die

*** Palazzi, Gebäude aus der Zeit der Renaissance,

den Winkel

*** Piazza Garibaldi mit dem Brunnen.


Später gehen wir auf der

*** Piazza Umberto I mit historischer Bebauung

sowie den zwei

*** Barockbrunnen samt köstlichen Monsterfischen

in den Dom

*** S. Andrea. Der Dom wurde zwischen 1711 und 1730 von

Giovanni Battista Contini einschiffig errichtet. Er weist bereits

klassizistische Elemente auf.

Das Chorhaus. Frontwand: Martyrium des Andreas, Gemälde

von Domenico Muratori, 1720. Chorgestühl des 18. Jhs.

Linke Wand: Barockorgel; Chorgestühl des 18. Jhs. Rechte

Linker Querschiffarm. Himmelfahrt Mariens zwischen Klemens

und Hubert, Gemälde von Domenico Muratori, um 1723.


Rechter Querschiffarm. Barockaltar mit barocker Strahlenmuttergottes;

Ziborium von 1400.

Das Langhaus. Linke Wand. 1. Kapelle. Johannes der Täufer,

Grisaillemalerei und Rosenkranzmadonna, Gemälde von Ludovico

Mazzanti.


Rückwand. Unbefleckte Empfängnis mit Hippolyt, Gemälde

von Domenico Muratori, 1723.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und vor dem Palast rechts. Es ist der

*** Palazzo Comunale. Der Palast mit seinem Glockentürmchen

samt Uhr wurde im 16. Jh. von Jacopo Barozzi da Vignola,

auch nur Vignola genannt, erbaut. Das Innere birgt Fresken

von Federico Zuccari.

*** Rocca di Vico, von der nur noch ein mittelalterlicher Turm

erhalten ist,

und an der Dreiergabelung mitte. – Später gehen wir auf dem Platz mit der

Grünanlage in die Kirche

*** Ss. Filippo e Giacomo (auch S. Antonio). Die Kirche wurde

im 15. Jh. erbaut.

Die Apsis. Maria Misericordia, Freskenrest der viterbischen


Das Langhaus. Linke Frontwand: Tabernakel des 15. Jhs. –

Rechte Frontwand: Muttergottes, Gemälde von Pastura.

Rechte Seitenkapelle, Frontwand: Rast auf der Flucht nach


Wir gehen aus der Kirche hinaus und Richtung haltend auf gekommenem

Weg zurück. – Später gehen wir auf der „Piazza Umberto I.“ links durch den

*** S. Giuseppe. Die Kirche wurde 1718 errichtet.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und halten uns links. Kurz darauf gehen wir

auf der Haupttangente links, vorbei an links stehender Kirche ** S. Egidio

und her zwischen linkem

*** Palazzo, der im Kern aus dem 17. Jahrhundert stammt,

und rechtem

*** Palazzo Vinci (Palazzo Brugiotti-Carpegna). Der Palast

wurde zwischen 1595 und 1600 erbaut, die Fassade ist von

Vignola beeinflusst.

Das Innere. Fresken von Federico Zuccari und einem Meister

aus der Familie Nardini.

Dahinter gehen wir links auf der Gasse bergab ins


*** Centro storico mit Bruchsteinbauten. Kurz darauf gehen

wir durch die

*** Porta S. Pietro der mittelalterlichen Stadtmauer.

zur *** Ansicht von der Stadt.

auf der Durchfahrtsstraße, der Hauttangente links und zurück zum Auto.

Vetralla

Ende

*


2.+3.

Castel d’Asso, die Gräberstadt + Bulicane, die Heilquellen

„Bulicane“. Bald fehlt die Beschriftung. Wir kommen zu einer Querstraße in

Bulicane

und fahren dort rechts, sogleich auf den großen Parkplatz, zur umzäunten

*** Quelle, dem kleinen Krater,

bzw. zu den beiden

*** Quellbecken mit Schwefelwasser, das 56 Grad heiß ist,

*** Sinterrinne.


Wir kehren um und gehen zum Auto zurück und kann nun nach Castel d’Asso

weiterfahren (s. u.).

*

und sofort nach „Bulicane“ . Bald fehlt die Beschriftung. Wir kommen zu einer

Querstraße in

Bulicane

und fahren dort links. Man folgt stets den Hinweisschildern „Castell d’Asso.

Hohlweg hinab. Kurz darauf befinden sich rechts am Weg die interessanten

Gräber, von

Castel d’Asso

Der Ort erlebt seine größte Blütezeit zwischen dem 4. und 2. Jh. v. C.

*

Die Nekropole des 4. bis 2. Jhs. v. C. erstreckt sich an den

Wänden des Tals entlang jeweils gut 100 m rechts wie

*** Tomba Orioli für 62 Bestattungen,


mit Zahlzeichen in der Scheintür.

längeren Spaziergang einplanen, allerdings mit weniger Interessantem.

Bullicane – Castel d’Asso

Ende

*


4.

Norchia

Wir fahren die Straße von Vetralla nach Civitavecchia. Beim blauweißen

Schild geht es dann auf einem Felspfad bergab. Schon an diesem Pfad, besonders

an seinem Ende, betrachten wir die beeindruckenden


**** Halbwürfelgräber und Doppelfassadengräber.

zurück.

durchstreifen – ein Weg bis zu drei Stunden. Man wird auch fündig: Gräber

mit Tempelfassaden, Reste einer mittelalterlichen Burg usw. – Aber die interessantesten

Ausgrabungen befinden sich eben am Anfang, beim Einstieg.


Norchia

Ende

*

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