Urdenbacher Kämpe - Kunstwanderungen

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Urdenbacher Kämpe - Kunstwanderungen

BL 11

Urdenbacher Kämpe

Baumberg – Benrath – Garath – Baumberg

Rundwanderung

4 Stunden und 52 Minuten reine Wanderzeit

Wir beginnen die Wanderung mit der Besichtigung der kath. Kirche von

Baumberg.

Baumberg geht auf römischen Ursprung zurück. Der Kölner Erzbischof Heribert

schenkt das castrum in Burgela 1019 der Abtei Deutz. Die Ministerialen der Abtei

nennen sich ab dem 12. Jh. Herren von Bür (s. u.). Eben zu dieser Zeit wird am Ort eine

Kapelle erwähnt. Heute gehört Baumberg zur Stadt Monheim.

*** St. Dionysius. Der romanische dreigeschossige schlanke,

aus Tuffstein errichtete Westturm mit der Schieferpyramide des

19. Jhs. entstammt dem 12. Jh. Das Haus wurde 1953 modern

errichtet. – Außen am Turm steht eine Kreuzgruppe des 17.

Jhs.

Das Innere birgt keine nennenswerte Ausstattung.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, Richtung haltend auf der Straße weiter.

3 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links auf die „Deichstraße“.


4 Minuten später wandern wir an der Gabelung vorm Schild „Hunde …“

rechts und auf dem Querweg vor dem Rhein abermals rechts. Rechts liegt die

Urdenbacher Kämpe.

Der hier besprochene Raum ist die Niederrheinlandschaft zwischen

dem Rhein im Westen, Urdenbach im Norden, Garath im

Osten und Baumberg im Süden. Umschlossen wird die Kämpe

also vom Rhein und dem Altrheinarm, der bei Baumberg landeinwärts

nach Nordosten fließt, bei Garath nach Nordwesten

zurückkehrt und vor Urdenbach wieder in den Rhein mündet.

Die Flanken dieses Hochwasserflutgebiets bilden Auenwälder,

die Äcker und Felder rahmen.

*

20 Minuten später wandern wir an der Gabelung vorm Baum mit „A6“ und

„M“ rechts, danach rechtsversetzt über den Querweg zum „Haus Bürgel“.

*** Haus Bürgel (So 14.30-17.00 Uhr). Die heut bestehende Gebäudeansammlung

inmitten der Urdenbacher Kämpe ist im

Kern auf das spätrömische Kastell Burungum zurückzuführen,

das die Römer unter Kaiser Konstantin (306-337 n. C.) hier als

Festungsanlage zwischen Dormagen und Neuss zur Sicherung

der römischen Ostgrenze anlegten. Damals floss der Rhein noch

östlich am Kastell/Gut vorbei. Im 14. Jh. hat der Rhein dann

seinen Lauf verändert, vermutlich während der Hochwasserkatastrophe

1374. Also standen die Kastellreste plötzlich anstatt

auf der linken, auf der rechten Rheinseite. Damit war auch die

Verbindung zu Zons abgebrochen, dessen Pfarrkirche die hier

stehende Maternuskapelle war. Eine Fähre stellte von da an die

Verbindung mit Zons her.

Anhand des bestehenden Baubestandes lässt sich das Kastell als

eine mit zwölf Rundtürmen bewehrte Anlage rekonstruieren.

Die Umfassungsmauern des Gutshofes stehen auf römischen

Fundamenten, die an der Südseite 40 m lang und bis zu drei

Metern Höhe erhalten sind. Der Viereckturm an der Nordostecke

ist ein Rest des mittelalterlichen Schlosses und wurde auf

einem römischen Rundturm erbaut.


Wir gehen aus dem Museum hinaus, auf gekommenem Weg zurück, halten

Richtung und folgen bei Auftreten dem Wanderzeichen Eule über die Kämpe.

7 Minuten später wandern wir vorm Gasthof rechts durchs Parktor, halten

Richtung und beginnen die Besichtigung von

94 Min.

Benrath.

Der ehemals hier stehende Burgsitz aus dem Besitz der Herren von Benrode gerät im

13. Jh. an die Herren von Berg. Vor 1651 lässt Prinz Philipp Wilhelm, ab 1653 Herzog

von Berg, einen ersten so genannten Prinzenbau errichten (heute Orangerie). Vor Fertigstellung

dieses Baues lässt er 1660 bis 1667 für seine Frau Elisabeth Amalie von

Hessen-Darmstadt ein Wasserschloss errichten, in den der Prinzenbau (Orangerie)

eingezogen wird. Kurfürst Karl Theodor (1742 bis 1799) lässt das Wasserschloss abreißen.

Der Prinzenbau bleibt erhalten – als Orangerie. Gleichzeitig lässt er das heut

bestehende Jagdschloss errichten. Benrath gehört heute zu Düsseldorf.

*

Wir durchwandern Richtung haltend den

*** Schlosspark.

5 Minuten später wandern wir am Achterstern Baumrondell auf den dritten

Doppelweg rechts.

4 Minuten später wandern wir auf dem Querweg vorm Spiegelweiher


links und haben *** Ansichten vom Schloss.

3 Minuten später wandern wir durchs Parktor, links in

*** Englischer Garten,

den wir rechtshaltend nächst dem Weiher umrunden und zurückkehren.


2 Minuten später wandern wir vorm Gartensaal links und halten uns links.

1 Minute später wandern wir in den Shop und kaufen Karten für beide Museen

und das Schloss. Wir gehen aus dem Shop hinaus und nach rechts.

1 Minute später wandern wir in

*** Naturkundliches Museum (Di-So 10-18 Uhr).

Wir gehen aus dem Museum hinaus und rechtsdiagonal über den Platz.

1 Minute später wandern wir ins

**** Schloss (Di-So 10-18 Uhr). Kurfürst Karl Theodor lässt die

Anlage zwischen 1755 und 1773 vom Baumeister Nicolas de

Pigage im Stil des Spätbarock bzw. Rokoko errichten. Die Gesamtanlage

besteht aus dem langgestreckten Hauptbau, den

zwei viertelkreisförmigen Kavaliersbauten (heute Museen) zur

Seite, zwei diesen Bauten vorgelagerten Torhäusern sowie dem

großen Schlossweiher. Die Wohnbauten sind rosa verputzt mit

hellgrau getönter Hausteingliederung.

Die Südseite wird dominiert vom runden, dreiseitig vorspringenden

Kuppelsaal, den ein Belvedere deckt; rechts wie links

flankiert den Saal je ein Rechteckraum. Die Dianagruppe über

der Kuppel schuf Anton Verschaffelt.


Ost- und Westseite schließen jeweils ein Gartensaal. Das

Rechteck des Gesamthauptbaus schließen Wohnräume.

Die Nordseite. Der Hauptbau mit dreiachsigem Mittelrisalit,

dahinter der rechteckige Eingangssaal liegt, und Freitreppe ist

von einem aus dem Mansarddach wachsenden glockenförmigen

Dach bekrönt, das als Plattform endet.

Das Innere schmücken Stuckarbeiten, Holzschnitzereien und

Deckenmalereien, letztere zwischen Musik und Jagd, zwischen

Göttern und Musen wechseln.

Wir gehen aus dem Schloss hinaus und rechtsdiagonal über den Platz.

1 Minute später wandern wir ins

*** Museum für europäische Gartenkunst (Di-So 10-18 Uhr).

Wir gehen aus dem Museum hinaus, unter Beachtung des Schlossweihers

nach links durchs schräg gestellte Parktor, links in Französischer Garten und

umrunden die Becken.

2 Minuten später wandern wir vor dem Gartensaal links, durchs Parktor und

sofort am Wegestern bei den

*** Skulpturen aus der Werkstatt des Anton Verschaffelt,


links auf die Diagonale und hinterm Spielplatz rechts durch den ** Parterre-

Garten mit gesäumten Beeten.

4 Minuten später wandern wir links der Orangerie aus dem Garten.

1 Minute später wandern wir durch den


*** Torbau aus der Zeit nach 1662, mit quadratischen Flankiertürmen.

Wir kehren um, gehen Richtung haltend her zwischen rechts erbauter


*** Orangerie aus der Zeit nach 1662, von Johannes Lollo

erbaut, mit Satteldach sowie einem Seitenflügel von 1667,

und links stehender ** Kapelle aus der Zeit nach 1662.

1 Minute später wandern wir auf dem Querweg vor dem Spiegelweiher links.

5 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links auf „Stümpeweg“, am

östlichen Rand der Urdenbacher Kämpe entlang,

auf dem Ufer vom ***** Urdenbacher Altrhein,


eine typisch niederrheinische Altwasser- und Auenlandschaft

mit artenreicher Vegetation.

4 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts bergauf, kurz darauf

über die „Emil-Barth-Straße“ auf den Fußweg in

179 Min.

Garath.

Wir wandern, uns rechtshaltend, entlang den Häusern mit *** Ansicht von

den Häuschen in Burgbauweise des Gottfried Böhm, 20. Jh.


3 Minuten später wandern wir in den Bereich vom

*** Hildegardisheim, 1970 errichtet in der Burgbauweise des

Gottfried Böhm, 20. Jh. Dem ziegelroten Halbrund des Häuserrings

ist zentriert eine in Beton gegossene Kapelle eingefügt.

Wir gehen in die Kirche


*** St. Matthias. Das in seiner Form außergewöhnliche Gotteshaus

wurde 1970 in burgenähnlicher Weise in den Wohnkreis

eingebaut, und zwar nach Plänen von Gottfried Böhm.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, Gasthof, auf gekommenem Weg zurück,


also über „Emil-Barth-Straße“ hinab zum Altrhein.

6 Minuten später wandern wir rechts auf der Brücke über den Altrhein,

auf dem Querweg links und bleiben auf dem Hauptweg durch die Auen am


***** Urdenbacher Altrhein.

9 Minuten später wandern wir auf dem gepflasterten Querweg rechts, auf dem

wir bleiben und kurz darauf linksversetzt über die Landstraße.

1 Minute später wandern wir in die Kirche von Baumberg. 292 Min.

Baumberg – Benrath – Garath – Baumberg

BL 11

Ende

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