Heimbach-Weis – Leutesdorf - Kunstwanderungen

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Heimbach-Weis – Leutesdorf - Kunstwanderungen

RK E15

Heimbach-WeisLeutesdorf

Heimbach-Weis – Oberbieber – Feldkirchen – Leutesdorf

Zug

Leutesdorf , Bf. Mo-Fr 8.17, 9.17, 17.17, 18.17, Sa 8.17, 09.17, 16.17, 17.17

Neuwied, Bf. Mo-Fr 8.23, 9.23, 17.23, 18.23, Sa 8.23, 09.23, 16.17, 17.23

Kaffeetrinken gehen

Bus

Neuwied, Bf. Mo-Fr 8.49, 09.49,18.13, 19.13, Sa 9.13, 10.13, 17.13, 18.13

Heimb., Turmgraben Mo-Fr 9.12, 10.12, - - - - - -

Heimb., Turmgraben Mo-Fr 9.21, 10.21, - - - - - -

Heimb., Markenweg Mo-Fr 9.23, 10.23,18.25, 19.25, Sa 9.24, 10.24, 17.24, 18.24

Zug

Leutesdorf, Bf. So 09.17, 16.17, 17.17, 19.17 Leutesdorf, Kirche So 09.33

Neuwied, Bf. So 09.23, 16.23, 17.23, 19.23 Neuwied, Bf. So 09.51

Bus

Neuwied, Bf. So 10.02, 17.02, 18.02, 20.02 Neuwied Bf. So 10.02

Heimbach, Mitte So 10.20, 17.20, 18.20, 20.20 Heimbach Mitte So 10.20

Streckenwanderung

5 Stunden und 23 Minuten reine Wanderzeit

Wir steigen in Heimbach-Weis an der Haltestelle „Berufsbidungswerk“ aus

dem Bus und gehen Richtung haltend weiter.

2 Minuten später wandern wir rechts auf die Straße mit Durchfahrverbot und

halten Richtung.

in den Rechtsbogen.

7 Minuten später wandern wir am Wegestern beim Teich auf den zweiten

Weg links und folgen dem Rheinsteigzeichen.

8 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor dem Rechtsbogen des

Hauptweges links auf einem Pfad bergab, folgen dem Rheinsteigzeichen und

gehen kurz darauf auf dem Schrägquerweg rechts.

3 Minuten später wandern wir auf gekrümmtem Querweg vor allein stehendem

Haus rechts, auf folgendem Querweg links, Rastpilz, rechtsversetzt über

die Straße nach „Alteck“, halten uns rechts, gehen an der Gabelung links und

folgen dem Römerturm bzw. dem „R“ , Hütte, Rastplatz – am Ende durch

O berbieber.

Der Aubach wird in einer Rengsdorfer Urkunde erstmals 857 als biuira=Bieberbach erwähnt.

Der Name des Ortes erscheint zum ersten Mal im Jahre 1021 als Gut. Dieser Besitz

wird 1315 an die Abtei Rommersdorf gegen ein Gut in Oberwinter getauscht. 1340

kommt Oberbieber durch Wilhelm von Isenburg an die Grafschaft Wied. Töpferei,

Lohgerberei und Weinbau sind damals die Haupterwerbsquellen, heute ist es die Kleinindustrie.

Oberbieber ist Ortsteil von Neuwied.

*

*** Papiermühle aus dem 18. Jahrhundert

rechts treppab, auf dem Querweg vorm Aubach mit rechts erbauter * Brücke


aus Bruchstein links und wandern nächst dem Bach.

2 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links und vorbei an einem

zweiten * Bruchsteinbrückchen.

55 Min.

2 Minuten später wandern wir in die

*** Ev. Kirche. Das einschiffige Langhaus wurde zwischen

1751 und 1790 erbaut. Der untere Teil der Apsis ist romanisch

aus dem 11. bzw. 12. Jh., der Südturm aus dem 13. Jh.

Das Innere. Klassizistische Orgel, um 1790.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus und auf der Durchfahrtsstraße

links, auf der wir bleiben.

7 Minuten später wandern wir kurz vor quer verlaufender Landstraße rechts.

1 Minute später wandern wir in die Ruine von 81 Min.

Melsbach.

Melsbach wird 1267 erstmals erwähnt. 1357 wird der Ort Zollstation. 1747 kommt

Melsbach zu Altwied. 1800 erhält Melsbach das erste Alaunwerk im Rheinland. Während

der Befreiungskriege wird der Ort im Jahre 1812 zerstört. Heute gehört Melsbach

zur Verbandsgemeinde Rengsdorf.

*


*** Kreuzkirche. Das Gotteshaus ist 1399 beurkundet und

wird um 1400 als Wallfahrtsort erwähnt. Vielleicht hat sogar

Melanchthon einmal hier gepredigt.

Der Zerfall begann im 18. Jh. Im 20. Jh. wurde die Ruine rekonstruierend

wieder aufgebaut.


Wir gehen aus der Ruine hinaus, auf der Landstraße rechts und danach links

auf den „Eichenweg“.

3 Minute später wandern wir im Straßenrechtsknick links auf Pfad bergauf.

*** Ansichten vom Westerwald, wandern auf folgendem gekrümmtem

Querweg abermals rechts und bleiben linkshaltend auf dem Hauptweg bergab.

11 Minuten später wandern wir auf der Landstraße rechts in 97 Min.

Altwied.

Altwied, respektive die Burg, ist der Stammsitz der Grafen zu Wied. Der Ort entstand

im 12./13. Jh. und wurde im 13./14. Jh. in die Umfassungsmauern der Burg mit einbezogen.

Daher rühren die heute noch vorhandenen Türme und Tore sowie Mauern. Der

Ort gehört heute zu Neuwied.

*

4 Minuten später wandern wir vor dem Stadttor rechts bergauf.

3 Minuten später wandern wir unter den Bergfried zur *** Ansicht vom

Wiedtal. – Wir kehren um.

3 Minuten später wandern wir rechts, Gasthof, durchs

*** Stadttor mit großem wie kleinem Spitzbogentor

2 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Antonius. Die ev. Kirche ist ein schlichter Bau, der

Chor aus dem 15. Jh., Langhaus mit Dachreiter, Portal und

Vorhalle von 1689. – Außen: Gusseiserne Grabplatten.

Das Innere. Der Chor ist auf Strebepfeilern kreuzrippengewölbt

und besitzt Fresken aus spätgotischer Zeit. – Das Langhaus ist

mit Rankenmalerei verziert.

dem „Schlossweg“ bergauf.

2 Minuten später wandern wir in den Bereich der (Baustelle)


*** Burg Altwied. Der Sitz des Grafen im Engersgau, später

die Herren von Wied, stammt aus dem 12. und 13. Jh. Metfried,

Graf im Engersgau, hat sie errichtet. Die Burg wurde niemals

umkämpft. Noch bis 1690 hat sie die Grafenfamilie bewohnt.

Danach zerfiel sie und wurde als Steinbruch für die Veste Ehrenbreitstein

benutzt.


Erhalten sind der Bergfried mit Fenstergalerien, 12. Jh., Umfassungsmauern

des Frauenhauses, 13. Jh., ein spätgotischer Treppenturm,

16. Jh. und die vierteilige Vorburg.

Wir gehen aus der Burg hinaus, rechtshaltend treppab, auf der Quergasse

rechts, kurz darauf auf der „Burgtorstraße“ rechts, halten uns links, wandern

auf dem Steg beim ** Stadtturm, Teil der Stadtmauer, über die Wied, auf

dem Querweg links

und haben *** Ansichten von Burg und Ort sowie der


*** Stadtmauer, mit rechteckigen und runden Türmen sowie

einem Vierseitturm, von dem noch zwei Drittel existieren.

*** Brücke, aus Bruchsteinen, auf der der Nepomuk fehlt,

und folgen bei Auftreten stets dem „Wiedweg“-Zeichen durchs Tal der Wied.


5 Minuten später wandern wir rechts auf „In der Au“, kurz darauf auf der

Querstraße links, Gasthof, linksversetzt über die „Nordhausener Straße“

treppauf und folgen kurz dem Römerturm.

6 Minuten später wandern wir auf „Preisbergstraße“ rechts, linksversetzt über

3 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Querstraße auf den Wiesenweg,

haben *** Ansichten vom Neuwieder Becken und halten Richtung.

4 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg rechts, an der ersten

Abzweigung links und haben *** Ansichten vom Neuwieder Becken.

1 Minute später wandern wir vorm Bach rechts, über die Durchfahrtsstraße

auf „Am Buchbach“ und halten uns rechts.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung „Oberdorfstraße“ links, Café,

und bleiben immer au f dem Hauptweg. Rastplatz. Gasthof. 169 Min.

22 Minuten später wandern wir (Achtung diese Abzweigung wird leicht

übersehen!) im weiten Rechtsbogen des Hauptweges vor einem Baum, an

dem ein Wanderzeichen mit verblasstem Vogel klebt, links, auf dem Steg über

den Buchbach und bleiben auf dem Hauptpfad.

**** Ansichten vom Neuwieder Becken, hinter dem aus der Eifel die Nürburg

links als Kegel und der Aremberg rechts als Rücken, beide über 600 m

hoch hervorlugen.

**** Ansichten vom Neuwieder Becken.

5 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links auf die „Albert-

Schweitzer-Straße“.

3 Minuten später wandern wir zur Besichtigung von 217 Min.

Feldkirchen.

Feldkirchen liegt ca. 50 Meter oberhalb der Rheinebene. Die Geschichte ist identisch

mit der der Kirche der Gemeinde. Ein Sarg aus der Zeit um 750 belegt Leben am Platze.

Nach einem merowingischen Haus Gottes ist ein Kirchenbau um 1100 nachzuweisen.

Im 12. Jh. entsteht die heutige Anlage. – Der Protestantismus hält unter Hermann von

Wied, dem Erzbischof von Köln Einzug; der erste evangelische Pfarrer wird 1552 eingesetzt.

– Do kumente eines Hochgerichts hier am Ort gibt es seit dem 14. Jahrhundert.

Ganz in der Nähe war die Hinrichtungsstätte mit einem Galgen, der noch im Jahre 1789

stand. 1970 wird der Ort zu Neuwied eingemeindet.

*

Wir gehen zuerst vorbei an der

*** Gerichtslinde. Sie wird schon 1316 erwähnt, ist aber in ihrer

heutigen Verfassung erst 400 Jahre alt. – Darunter ein von

drei Steinbänken umgebener Steintisch; seitlich zwei Pfeiler,

einer davon mit Wied’schem Wappen.

1 Minute später wandern wir in die ev. Kirche

*** St. Martin. Die Klosterkirche der Augustinerinnen war ursprünglich

eine spätromanische, basilikale, querhauslose Pfeilerkirche

mit Emporen, sämtlich zwischen 1150 und 1200 erbaut.

Sie wurde in spätgotischer Zeit zur Emporenhalle umgestaltet.

– Der Turm der Zeit um 1200 ist durch Gesimse in vier


Der Turm ist im Inneren kreuzgratgewölbt.

Der Chor ist ein kreuzrippengewölbtes, quadratisches Joch mit

halbkreisförmiger Apsis. – Die Wände haben flache Rundbogennischen.

– Der Altartisch ist eine Grabplatte von 1684.

Das Mittelschiff ist rippengewölbt und von den Seitenschiffen

durch jeweils vier Rundbogenarkaden oben wie unten getrennt,

wobei die oberen niedriger sind. – Die Emporen sind seit der

Zeit um 1500 kreuzrippengewölbt. – Romanischer Taufstein

mit Blendarkatur und Taustab, 12. Jh. – Schlichte Kanzel.

Um die Kirche herum: ** Barockgrabsteine. – Wir gehen aus der Kirche

hinaus und auf gekommenem Weg zurück.

2 Minuten später wandern wir links auf die „Hans-Fallada-Straße“, auf gekommenem

Weg zurück.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links.

1 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts bergauf.

5 Minuten später wandern wir auf dem gekrümmten Querweg links.

3 Minuten später wandern wir über den asphaltierten Querweg hinweg, mit

*** Ansichten vom Neuwieder Becken.

1 Minute später wandern wir an der Gabelung rechts auf den Weg mit Fußwegschranke

und Durchfahrtverbotsschild, vorbei am links aufgelassenen

Sportplatz und auf Serpentinen in den Tobel hinab.

240 Min.

2 Minuten später wandern wir hinter linker Kleinbohlen-Stützwand und rechter

Bank rechts.

2 Minuten später wandern wir auf dem Steg übern Bach, steigen in einer Serpentine

bergauf und folgen den weißen Vierecken an den Bäumen auf einen

*** Romantikpfad, stets den nahen Waldrand zur Linken oben.

5 Minuten später wandern wir bei einer Bank aus dem Wald hinaus und nun

außen entlang am Waldrand.

2 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links und bleiben auf dem

Hauptweg.

5 Minuten später wandern wir mit dem Hauptweg in den Linksknick, hinter

dem Apfelbaum mit Rheinsteigzeichen rechts und auf gekrümmtem Schrägquerweg

abermals rechts. Hütte.

13 Minuten später wandern wir an der Gabelung mit dem Schild „Brombeerschenke“

links und haben *** Ansichten vom Neuwieder Becken.

8 Minuten später wandern wir auf dem Schrägasphaltweg rechts.


4 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts leicht bergauf, haben

*** Ansichten von Leutesdorf am Rhein.

4 Minuten später wandern wir an der Gabelung links auf den „Schützen

Weg“, Rastplatz, steigen links am Geländer bergab und nun stets bergab.

6 Minuten später wandern wir vor den Garagen bei Haus Nr. 25 links.

1 Minute später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße rechts in 300 Min.

Leutesdorf.

Der Ort geht als Weinort aus einer Urkunde des Jahres 868 hervor, mit der König Ludwig

der Deutsche der Abtei Herford hier einen Hof schenkt. Ein Zweitesmal ist das

Dorf 1044 als Liudwin bezeugt. Kurtrier besitzt 1382 den Zehnthof am Ort und vereinigt

1417 die Herrschaft Leutesdorf mit Irlich, Rheinbrohl und Hönningen zu einem

Amte. 1501 wird das Dorf befestigt, erhält die Stadtrechte und befindet sich nebst anderen

mittelrheinischen Städten im Jahre 1597 in der Linzer Union, einem Bündnis von

Gemeinden, die sich bei Kriegsgefahr gegenseitig helfen. Im Jahre 1803 kommt

Leutesdorf an den Herzog von Nassau-Usingen und 1815 an Preußen.

*

1 Minute später wandern wir in die

**** Kreuzkirche. An dieser Stelle, dem früheren Dorfende,

weihte ein Trierer Weihbischof im Jahre 1520 ein Kreuz, um

das herum man bald darauf eine Kapelle erbaute; beides geriet

in Verfall. 1646 will ein Leutesdorfer Bürger eine Erscheinung

gehabt haben, woraufhin er den Bau einer Kirche um ein 1609

neu aufgestelltes Kreuz betreibt. Dieser gotisierende Saalbau

mit eingezogenem Chor und Maßwerkfenstern wurde zwischen

1646 und 1680 errichtet, die Westfront 1662 vollendet.


Das Innere. Die hölzerne Tonnendecke des Schiffes ist bemalt;

1695, und der rechte Seitenaltar mit der Madonna aus derselben

Zeit.

Linke Wand: Kreuzaltar von 1722 mit einem Kruzifix von

1609.


Rechte Wand: barocker Altaraufsatz mit Johannes Nepomuk.

Die Kanzel im Chor wurde um 1650 angebracht. In der Krypta:

Hl.-Grab-Kapelle mit Laternenaufsatz und Figuren einer Hl.-

Grab-Gruppe, 17. Jh.

*** Ölbergkapelle von 1684 mit Halbkreisapsis und Laternenaufsatz.

Die Inneneinrichtung entstammt der Bauzeit: Ölberggruppe und

ein Schmerzensmann.


*** Ansichten von Andernach samt dem Runden Turm sowie der Liebfrauenkirche

am anderen Ufer.

3 Minuten später wandern wir vorbei an ockergelb gestrichener

*** Marienburg mit einem Pavillon und neugotischem Turm.

Der Name rührt vom Besitzer des 19. Jhs. her, der das Haus

nach seiner Frau Maria benannte. Eine Vorläuferburg beherbergte

im Mittelalter Leutesdorfer Geschlechter. Der heute bestehende

Bau entstammt der Bauzeit von 1750 bis 1754.

1 Minute später wandern wir unter Beachtung der ** Dorfbefestigung von

1501 links ins erste Gässchen und halten uns in der Folge rechts durch einen

*** romantischen Winkel mit einem Haus des 16. Jhs.

*** Fronhof, ein Herrenhaus aus dem Jahre 1776,

*** Kelterhaus von 1550.

3 Minuten später wandern wir die (leider fast immer geschlossene) Kirche

*** St. Laurentius. Anstelle einer Vorgängerkirche, die bereits

1157 erwähnt ist, hat um 1200 eine romanische Kirche am Platze

gestanden, wovon der noch vorhandene Turm zeugt. Dieses

Gotteshaus musste im 15. Jh. einer spätgotischen Hallenkirche

weichen; davon ist noch der kleine Chor übrig geblieben, der

außen neben dem Turm steht und von Innen als Taufkapelle

dient. Vom kurtrierischen Hofbaumeister Paul Kurz wurde von

1728 bis 1730 der heute bestehende Bau, der insgesamt eine Art

barocken Eindrucks vermittelt, unter Erhaltung des Vorgängerchörchens

und des Vorgängerturmes erstellt. Es handelt sich um

einen vierjochigen Saalbau mit durch Gurte voneinander getrenntem

Kreuzgewölbe und eingezogenem Chor.

Das Chorhaus. Der Hochaltar wurde 1908 in barocker Form geschaffen

und zeigt im Hauptbild die Anbetung durch die Hirten,

flankiert von Laurentius (links) und Nikolaus. An rechter

Chorwand: Romanisches Turmportal; Leidenswerkzeuge-Fresko,

um 1500.

Das Langhaus. Der Marienaltar (links) und der Josefsaltar

(rechts) entstammen nebst Kanzel und Beichtstühlen der Bauzeit.

In der Taufkapelle der Zeit um 1450, dem Chor der Vorgängerkirche,

befindet sich ein Taufstein aus dem 13. Jh. mit

schöner Blattornamentik. Auf der Empore steht eine Orgel von

Johann Michael Stumm, 1735.

Hauswand, auf den ** Romanischen Torbogen vom einstigen Burghaus und

auf eine Kreuzwegstation


*** Zehnthof, von 1618 mit barockem Schweifgiebel, vorbei am

*** Häuserensemble: Nr. 18, Haus von 1698, daran zwei

*** Zollhaus. Der Bau mit dem Zollturm von 1522 wurde 1690

von Johann Christoph Sebastiani erneuert.

Was sich hier Schauriges zugetragen haben soll, vermag man in

dem Buch

nachzulesen, unter:

.

Wir haben *** Ansichten von Andernach samt Kranen, Liebfrauenkirche und

dem runden Turm.

Wir wandern nun durch die *** Allee mit *** Ansichten von Andernach


*** Häuserensemble, Gebäude, die mit Alleebäumen kontrastieren, vorbei

an Nr. 10, Fachwerkbau der Zeit um 1800, mit von Schnitzwerk

verzierten Eckpfosten, vorbei an Nr. 9, Leyen’scher Hof, im

Kern von 1683, im 19. Jh. umgebaut, vorbei an Nrn. 7 und 8, alte

Zöllnerhäuser von 1780 bzw. 1770, mit Zwerchhäuschen und

Bungert-Haus, ein Wohnhaus, das von der Dichterin Carmen

Sylva (das ist niemand anders als die Prinzessin Elisabeth zu

Wied) dem (heute vergessenen) Komponisten Bungert, der von

1846 bis 1915 lebte, zur Verfügung gestellt und 1911 im neuklassizistischen

Stil umgebaut wurde.

August Bungert

Bungert wird 1846 in Mülheim/Ruhr geboren. In der Nachfolge

Richard Wagners gedenkt der Komponist Ähnliches zu vollbringen,

textet und vertont ab 1896 „das Riesenwerk meines

Lebens“, die Homerische Welt in vier Teilen: Circe, Nausikaa,

Odysseus’ Heimkehr und Odysseus’ Tod. Die Tetralogie soll

ein Gegenstück zu Richard Wagners Ring des Nibelungen sein.

Ist es auch, ein recht fragwürdiges. Es kommt auch zur Aufführung

aller Teile im Hamburger Stadttheater. Bungerts kompositorisches

Unvermögen allerdings verhindert weitere Aufführungen,

etwa in Berlin und Köln. Seiner mangelnden musikalischen

Begabung gesellt sich entsprechende Dichtkunst bei. So

heißt es z. B. im Odysseus:

„Eine Sphinx hier, hohe Brüste. Rauscht, ihr Augen. Tigertatzen.

Trinkst du dieser Brüste Lüste, werden dich die Tatzen

kratzen“.

Bungert versucht, ähnlich dem Festspielhaus in Bayreuth, in

Bad Godesberg eine Spielstatt am Rhein zu gründen. Hier sollen

bedeutende Werke zeitgenössischer Komponisten aufgeführt

werden, natürlich auch seine eigenen. Nach anfänglich

freundlicher Aufnahme der Idee scheitert die Umsetzung jedoch

am Geld.

Bungert komponiert also eine Reihe von Rheinliedern. Aber

auch die sind heute vergessen. – Bungert ist befreundet mit der

Dichterin Carmen Sylva. Dieser Name steht als Pseudonym für

Elisabeth, Königin von Rumänien, geborene Prinzessin zu Wied

(1843-1916). Bungert vertont Gedichte der Königin. Sie stellt

dem Dichter das Haus hier am Rhein zu Verfügung. – August

Bungert stirbt im Jahre 1915 in Leutesdorf.

Am Rhein

von

August Bungert

Rheinisches Leben, rheinische Lust!

Hier wird’s dir wieder bewusst.

Während die Musikanten blasen,

steck ins Weinglas deine Nasen.

Halt umfangen ein rheinisches Mädel.

Sieh, da blüht’s in deinem Schädel.

*

2 Minuten später wandern wir links zum „Bahnhof“ .

1 Minute später wandern wir in den Bahnhof von Leutesdorf. 323 Min.

Heimbach-WeisLeutesdorf

RK E15

Ende

*


Bernhard Steinacker Sagen vom Rhein

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Eine Posse aus der kommunalen Kultur

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Eine Weihnachtsgeschichte für Verliebte

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