Gemündener Scherenberg - Kunstwanderungen

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Gemündener Scherenberg - Kunstwanderungen

Ma 15

Lohrer Spessarttor

Lohr – Gemünden

Lohr – Steinbach – Schönrain – Hofstetten – Gemünden

Streckenwanderung

Gemünden, Bf.

Lohr, Bf.

Zug

Mo-Fr 7.05,7.40, tägl. 8.05 bis 22.05 stündlich

Mo-Fr 7.15,7.51, tägl. 8.15 bis 22.15 stündlich

4 Stunden und 08 Minuten reine Wanderzeit

Wir gehen in Lohr aus dem Bahnhof hinaus, über die Straße und auf quer verlaufendem

Radweg rechts.

2 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße rechts und halten uns

rechts in

Lohr.

Lohr wird 1295 erstmals erwähnt als Hauptort der Grafschaft Rieneck. 1333 erhält man

Stadtrecht. Nach dem Tod des letzten Rienecker Grafen, Philipp III., fällt Lohr an den

Erzstift Mainz. In der Reformation wird Lohr evangelisch. Im Zuge der Rekatholisierung

von 1603 bis 1618 sterben viele Bürger aufgrund der Hexenverfolgung. 1803 gerät

man an das Fürstbistum Aschaffenburg, 1814 an das Großherzogtum Frankfurt. 1818

entsteht die heutige Stadtgemeinde.

**** Historisches Ortsbild aus alten Bauten und Fachwerkhäusern

macht den die Stadt zu einem einzigen Spessartmuseum.

1 Minute später wandern wir hinter links an der Ecke stehendem

*** Gasthof Krone, ein Fachwerkhaus von 1587, mit geschnitzten

Dämonen an den Pfosten,


links durch den Torbogen.

1 Minute später wandern wir in den von mittelalterlichen Bauten umstandenen

*** Kirchhof. Der einstige Friedhof ist zur Linken von Fachwerk,

zur Rechten von der Kirche gesäumt.

An der Kirchenwand befinden sich Epitaphe; z. B.: Grabmal für

Magdalena Voit von Rieneck (+1595) aus rotem Bundsand-


stein, Grabmal für Philipp Truchsess von Rieneck (+1497) sowie

Grabmal für Eckart Schwob (+1446). Außerdem erinnern

an den ehemaligen Friedhof hier ein Sandsteinkreuz und die Figur

des Johannes Nepomuk, um 1750, eine barocke Büste Jesu

und ein Kreuzschlepper.

Wir umrunden nun die inmitten stehende Kirche und kommen vorbei am

*** Kapuzinerkloster, ein Gebäude von 1664.

1 Minute später wandern wir in die Kirche

*** St. Josef. Die einschiffige Kapuzinerkirche wurde 1692 errichtet

und weist überwiegend eine Ausstattung der Bauzeit auf.

Der Chor besitzt eine Kreuzgruppe überm neugotischen Altar.

Das Langhaus. Frontwand: Antonius von Padua, neu (links) und

Judas Thaddäus, neu.


Linke Wand, in der Kapelle: Mondsichelmadonna, spätgotisch.

Figur des Johannes aus rotem Buntwandstein. – Rechte Wand:

a) Pietà;


) Johannesfigur.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach links.

1 Minute später wandern wir in die Kirche

**** St. Michael. Das basilikale Langhaus gehört im unteren

Bereich der spätromanischen Zeit des 13. Jhs. an. Zwischen

1488 und 1500 wurden Mittelschiff und Seitenschiffe erhöht

und das gotische Chorhaus vorgesetzt. 1496 errichtete man den

Kirchturm und verlängerte das Haus um die zwei hinteren Arkaden.

Das Innere stellt sich im vorderen Teil mit rundbogigen, im hinteren

mit spitzbogigen Arkaden dar.


Das Chorhaus. Die neugotischen Glasgemälde in den Fenstern

von links nach rechts: Auferstehung Jesu, Himmelfahrt Jesu,

Marienkrönung, Himmelfahrt Mariens, Pfingsten. – Die Wand

(+1431); Epitaph für Reinhart von Rieneck (+1518); Epitaph

für Agnes von Rieneck (+1519). – Chorgestühl von 1654; über

dem rechten: Alabasterepitaph mit einer Pietà für den Knaben

Georg Friedrich von Kerpen (+1629), von Zacharias Juncker,

flankiert von Johannes dem Täufer und Katharina sowie dem

verstorbenen Kind darüber nebst den Allegorien Glaube und

Neugotischer Schnitzaltar von Franz Wilhelm Driesler, von

1890, mit der Darstellung der Kreuzigung; in den Tafeln darunter,

von links nach rechts: Ölberg, Geißelung, Dornenkrönung,

Kampf mit Luzifer und Vertreibung aus dem Paradies.


Linkes Seitenschiff. Taufstein von 1488. – Frontwand: Heilig-

Kreuz-Altar, ein Rokokowerk von 1756 mit dem Gemälde der

Kreuzgruppe zuzüglich Magdalena.


Daneben: Himmelskönigin, 17. Jh. – An der Wand: 1.

Schmerzhafte Muttergottes, 17. Jh.; 2. Nikolaus, 17. Jh.

Rechtes Seitenschiff. Frontwand: Grablegung Jesu, flankiert

von Johannes dem Täufer und Barbara, ein Epitaph für Johann

Riemenschneider; 2. Sebastiansfigur des 18. Jhs.; 3. Rochus,

Figur des 18. Jhs.

Das Mittelschiff. Linker neugotischer Schnitzaltar von Franz

Wilhelm Driesler, 1905, mit der Darstellung der Geburt Jesu;

auf den Flügeln: Darstellung im Tempel (links oben) und

Zwölfjähriger Jesus im Tempel (links unten), Hochzeit zu Kanaa

(rechts oben) und Heimsuchung (rechts unten);

in der Bekrönung: die Heilige Familie; in der Predella: Marientod;

auf den Flügeln außen: Gemälde der Marienvision Bernhards.


Rechter neugotischer Schnitzaltar von Franz Wilhelm Driesler,

1905, mit der Darstellung der Marienvermählung; linker Flügel:

Josefs; auf den Flügeln außen: Gemälde der Vierzehn Nothelfer.


Linke Arkadenwand: Gemälde der Kreuzigung, des Einzugs in

Jerusalem und der Erscheinung des Herrn, Gemälde von 1928;

Skulptur des Wendelin, 18. Jh. – Rechte Arkadenwand: Auferstehung

Jesu und Jüngstes Gericht, Gemälde von 1928; Kanzel

Das Turmuntergeschoss. Epitaph für Margaretha Magdalena,

geb. Wolpin (+1620), mit der Familie des Stifters, Margarethas

Mann Johann Wentzel, vor dem Gnadenstuhl, flankiert von Johannes

(links) und Maria Magdalena; darüber der Auferstandene.

Epitaph für den Malteserritter Johann Walter von Kerpen

(+1627).

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, geradeaus, kurz darauf

über die Querstraße auf die Fußgängerzone „Hauptstraße“ mit rechts errichteten

Nrn. 2 bis 12 sowie links erbauten Nrn. 3 bis 29,

**** Fachwerkbauten, teils noch aus dem 16. Jh., ansonsten

ein nahezu einheitliches Bild der Stadtbebauung des 17. und 18.

Jhs.


2 Minuten später gehen an der Vierergabelung vor dem

*** Rathaus von 1601 mit Treppenturm und Giebeln der Klassizistik

(die Bögen der unteren Halle muss man sich der Bauzeit

entsprechend offen vorstellen),

auf die zweite Gasse rechts und an der versetzten Kreuzung hinterm Rathaus

rechts auf die „Kellereigasse“.

*** Mainzer Schloss. Der Mittelbau ist wohl um 1460 entstanden.

Er wird von zwei schlanken Rundtürmen der Zeit um 1600

und einem kleineren runden Treppenturm sowie einem kleineren

polygonalen Treppenturm flankiert. Hier ist untergebracht das

*** Spessartmuseum (Di-So 10-16 Uhr). Gezeigt werden altes

Handwerk, Keramik, Spiegel und Gläser.

Wir gehen aus dem Museum hinaus, nach rechts und rechtsversetzt über die

Querstraße auf die „Mittlere Schlossgasse“.

1 Minute später steigen wir links auf den

*** Bayersturm der Zeit um 1300 mit Türmerstube (Sa+So+Fei

10-12 Uhr) und einer *** Ansicht von Lohr.


Wir steigen vom Turm hinab, gehen nach links, am Fünferstern links auf die

„Fischergasse“, an der Gabelung „Muschelgasse“ rechts und bleiben auf der

Gasse.

3 Minuten später wandern wir an der Kreuzung hinterm Mauerdurchlass

rechts auf den „Mainkai“, steigen treppauf und gehen auf der

*** Mainbrücke, ein Bau aus rotem Buntsandstein, von 1875,

über den Fluss.

30 Minuten später wandern wir nahe der Staustufe rechts auf der Brücke über

den Wassergraben und halten uns links nächst dem Wassergraben.

2 Minuten später wandern wir rechts nach „Maria Buchen“.

1 Minute später wandern wir in die Kirche von 72 Min.

Steinbach.

Im Prinzip ist die Geschichte Steinbachs identisch mit der von Lohr. 1725 lässt Fürstbischof

von Hutten das Schloss durch Balthasar Neumann errichten. 1978 ist man zu Lohr

eingemeindet.

*

*** St. Josef. Die barocke Saalkirche mit einer Turmfassade

wurde nach Plänen des Joseph Greising zwischen 1719 und

1721 erbaut.


Das Äußere. In der Turmfassade befindet sich eine reich mit

Wappen umrandete Nische mit der Figur des Johannes Nepomuk.

Das Chorhaus besitzt Bandelwerkstuck. Der Hauptaltar trägt

das Jesuskind unter einem Volutenbaldachin. – Rechte Wand:

Grabmal für Franz Ludwig von Hutten (+1728).

Das Langhaus ist tonnengewölbt. An der Decke: Wappen des

Fürstbischofs von Würzburg, Christoph Franz von Hutten.


Zeit um 1700. – Guter Orgelprospekt der Bauzeit.

An den Wänden: Kreuzwegstationen aus Alabasterreliefs,

18.Jh.


*** Huttenschloss. Die Anlage wurde von 1725 bis 1728 erbaut.

Wer Baumeister war Balthasar Neumann. Es handelt sich

um einen mittleren Saalbau mit Wohnpavillons in Eckstellung

unter einem einzigen Mansarddach.

Die Langseiten besitzen jeweils zwei seitliche, die Schmalseiten

einen mittleren risalitartigen Vorsprung. Der nordwestliche

Flügel besitzt einen runden Eckturm vom Vorgängerschloss des

Voit von Rieneck aus dem Jahre 1589.

Vor dem Schloss steht ein


*** Brunnen, der im Jahre 1728 hierher gestellt wurde.

Wir kehren um und gehen auf gekommenem Weg zurück.

„Halsbach“, sofort links bergauf, entlang dem roten Punkt auf weißem Grund.

16 Minuten später wandern wir unters Dach – mit *** Ansichten vom Maintal

– des Bergfrieds in die

*** Burgruine Schönrain. Die Anlage wurde 1080 als Benediktinerabtei

gegründet.

Im Bauernkrieg wurde das Kloster im Jahre 1525 teilweise zerstört.


Danach bauten die Grafen von Rieneck die Anlage zur Burg

um. Nach der Säkularisation dienten die Wohnbauten derer von

Rieneck als bayrisches Forstamt.

Bei Verlegung des Amtes nach Massenbuch hat man die Anlage

zum Abbruch freigegeben.


Wir steigen vom Bergfried hinab, gehen beim großen Kapitell aus dem anderen

Ausgang des Bereichs hinaus und bleiben auf der Höhe.

2 Minuten später wandern wir an der der Gabelung vor dem

20 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links auf „Sportheimstraße“.

1 Minute später wandern wir in die Kirche von 187 Min.

Hofstetten.

Hofstettens Geschichte ist identisch mit der von Gemünden, wozu Hofstetten gehört.

*

*** St. Michael. An den Turm von 1581 wurde im Jahre 1607

ein gotisierender Saal angebaut.

Das Chorhaus. Linkes neugotisches Fenster mit der Heiligen

Familie. Rechtes neugotisches Fenster mit dem Josefstod.


Hauptaltar mit einer Beweinung, um 1525.

Sternenmuttergottes, barock.


Das Langhaus. Frontwand: Strahlenmuttergottes, barocke Statue

(links),

und eine barocke Michaelsfigur (rechts).

Linke Wand: Johannes der Täufer, barocke Figur. – Rechte

Auf dem aufgelassenen Kirchhof stehen alte *** Grabsteine.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts, halten Richtung auf den Fahrradweg

nach „Gemünden“, wandern auf der Querstraße links nach „Gemünden“,

kurz darauf auf dem Radweg mainauf und immer nächst dem Fluss.

rechts auf Asphalt kurz vor

Gemünden.

215 Min.


Burg Scherenberg wird um 1200 erstmals genannt. Im Mittelalter sind die Herren von

Rieneck Bewohner der Scherenberg. Gemünden wird 1243 erstmals urkundlich erwähnt.

Ab 1469 gehört die Stadt zum Hochstift Würzburg. 1802 kommt man an Bayern

und wird Kreisstadt. Ab 1854 entwickelt man sich zum Eisenbahnknotenpunkt. Im

Zweiten Weltkrieg wird die Stadt zu zwei Dritteln zerstört.

Wir wandern auf der Brücke über den Fluss mit Ansichten von der

*** Ruine Scherenberg. Die Anlage wurde von den Freiherren

von Belp erbaut und um 1200 erstmals erwähnt. Sie war danach

Wehr der Herren von Rieneck. Der Bergfried stammt aus dem

12. Jh., der Bering aus dem 14. Jh.

12 Minuten später wandern wir bei frontal stehendem

*** Huttenschlösschen, ein Bau von 1711 mit Ecktürmen,


echts auf der neuen Brücke über die Fränkische Saale mit Ansicht von der

*** Fränkische-Saale-Brücke mit ältesten Teilen von 1598

und jüngeren von 1719 sowie einer Figur des Johannes Nepomuk

von 1711.

Außerdem haben wir von hier aus nach rechts eine Ansicht vom

*** Eulenturm, ein Rundturm aus dem 13. Jahrhundert

*** Mühlturm, ein Torturm aus dem 13. Jahrhundert,

rechtsversetzt über den Platz.

1 Minute später wandern wir in die Kirche

*** St. Petrus und Paulus. Die spätgotische Kirche von 1488

besitzt einen Turm von 1468.


Das Chorhaus ist netzgewölbt. Reste von steinernen Epitaphen.

Linkes Seitenschiff. Frontwand: Gotische Strahlenmuttergottes.

Das Mittelschiff. Frontwand: Barockisierende Figuren des Petrus

und des Paulus (links) sowie Altar aus rotem Buntsandstein

(rechts) mit einem Golgatharelief des 15. Jhs.; die linke Holzergänzung

zeigt die Geburt, die rechte die Auferstehung.


Linke Wand: Kruzifixus. – Rechte Wand: Grabstein von 1601

1 Minute später wandern wir an der Gabelung links bergauf zur „Scherenberg“.

Später gehen wir Richtung haltend weiter auf „Neuer Weg“.

8 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts auf „Mainblickstraße“.

1 Minute später wandern wir hinter Haus Nr. 8 rechts treppab.

3 Minuten später wandern wir in den Bahnhof von Gemünden. 248 Min.

Lohr – Gemünden

Ma 15

Ende

*

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