Lindlar - Kunstwanderungen

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Lindlar - Kunstwanderungen

BL 27

Lindlar und der Naturpark Bergisches Land

Lindlar – Oberheiligenhoven – Kemmerich – Oberbreidenbach

– Olpe – Delling – Ommerborn – Kapellensüng – Lindlar

Rundwanderung

6 Stunden und 16 Minuten

Wir beginnen die Naturparkwanderung mit der Besichtigung der Kirche von

Lindlar.

Um 1100 untersteht der Ort den Grafen von Berg. Die Urpfarre wird im Jahre 1109

erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1355, unter den Herzögen von Berg, ist Lindlar Verwaltungssitz

des Amtes Steinbach mit neun Kirchspielen und war bis ins 19. Jh. Landgericht.

1815 gerät man unter Preußens Herrschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat

sich Lindlar vom forst- und landwirtschaftlichen Dorf zu einer Industrie- und Gewerbegemeinde

entwickelt. Die Neugliederung 1975 schlägt Lindlar mehrere Orte bei. Es

kommt in den Rheinisch-Bergischen Kreis.

*

*** St. Severinus. Die klassizistische Halle wurde 1826 unter


Das Chorhaus. Das Sterngewölbe ist mit spätgotischer Rankenmalerei

der Zeit um 1500 versehen. – Die Sandsteinkreuzgruppe

ist aus dem 16. Jh. – Sakramentsnische mit Eisentür

und Beschlägen, um 1500.

Linkes Seitenschiff. Außenwand: 1. Antoniusfigur von 1850; 2.

Schmerzensmann des 17. Jhs.

Rechtes Seitenschiff. Rechte Frontwand: Severin, 17. Jh.; davor:

Taufstein des 13. Jhs.

Rechte Wand: 1. Vater Josef, barock; 2. Pietà des 17. Jhs.

Die Turmhalle. Grabplatte des 17. Jhs.

Wir gehen aus dem linken Ausgang der Kirche hinaus – außen steht auf dem

Platz ein * Wegkreuz von 1765 – auf der „Hauptstraße“ bergab, an versetzter


Kreuzung links auf „Kölner Straße“ , links auf „Bachwiese“, auf die „Ludwig-

Jahn-Straße“ und halten fortan Richtung.

O berheiligenhoven.

*** Schloss Heiligenhoven ist eine barocke Schlossanlage mit

symmetrischer, zweiflügeliger Vorburg von 1760. Es wurde um

1800 umgebaut. Das 1973 vom Brand zerstörte Haupthaus ist

seit 1978 wiederhergestellt. Heute ist im Haus eine Stelle für

ökologische und bäuerlich handwerkliche Kultur des Bergischen

Freilichtmuseums untergebracht.

Wir gehen aus dem Innenhof zur offenen (Süd-)Seite hinaus und folgen stets

dem Hinweis „Museum“ durch den

*** Schlosspark mit Kreuz im Teich und alten Bäumen.


10 Minuten später wandern wir in

*** Bergisches Freilichtmuseum (Ostern-Okt Di-Fr 10-18, Sa-So

10-19, Nov-Ostern Di-So 10-16 Uhr).

Wir gehen aus dem Museum hinaus und auf der Landstraße rechts.

3 Minuten später wandern wir rechts nach „Scheller“.

und bleiben auf dem Hauptweg mit *** Ansichten vom Bergischen Land und

von der Kirche in Kemmerich.


7 Minuten später wandern wir an der Straßengabelung im Ort rechts bergab.

4 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts auf die Landstraße.

3 Minuten später wandern wir zur Kirche in 53 Min.

Kemmerich,

*** St. Rochus aus dem 19. Jh. Links und rechts des Eingangs:

Judas Thaddäus sowie Simon, beide von 1876.

Das Innere. Muttergottes des 18. Jhs. und Rochus des 17. Jhs.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und Richtung haltend auf der Straße zurück.

3 Minuten später wandern wir an der Kreuzung beim * Wegkreuz rechts und

folgen der „A4“.

dem Hauptweg mit **** Ansichten vom Bergischen Land.

14 Minuten später wandern wir vorbei an der Bushaltestelle, kurz darauf

linksversetzt über die Querstraße, die die Bezeichnung „68-70“ trägt und haben

*** Ansichten vom Bergischen Land.

4 Minuten später wandern wir in die Pestkapelle von 106 Min.

O berbreidenbach,

*** Zur Heiligen Familie, die nach der Pest im Jahre 1670 als

Votivkapelle erbaut wurde. Das Wegkreuz außen ist von 1850.

Das Innere. Das Altarbild zeigt die Taufe Jesu, um 1700. – Linke

Wand: 1. Antonius Abbas; 2. Engel mit Tobias; 3. Sandstein-

Muttergottes, sämtlich 18. Jh. – Rechte Wand: Agatha, 18. Jh.


Wir gehen aus der Pestkapelle hinaus, halten auf dem Sträßchen Richtung,

und gehen daraufhin stets rechtshaltend aber immer auf Asphalt mit vielen

**** Ansichten vom Bergischen Land.

13 Minuten später wandern wir rechts auf „Zur Ommer“ und bleiben rechtshaltend

stets auf Asphalt.

* Wegkreuz, von 1853, an der Kreuzung „Haasbach“ links stets bergab mit

**** Ansichten vom Bergischen sowie von der Kirche in Olpe.

10 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links, kommen vorbei am

* Wegkreuz von 1886 (mit neuem Corpus), wandern hinter der

*** Olper Mühle, ein Fachwerkbau,

rechts und immer au f dem Sträßchen rechtshaltend.

11 Minuten später wandern wir an der Gabelung hinter dem Ortsschild rechts,

linkshaltend durch die Anlage, Rastplatz, und auf der Durchfahrtsstraße links.

4 Minuten später wandern wir in die Kirche von 171 Min.

Olpe.

Olpe wird erstmals um 1171 erwähnt. Von hier aus erfolgt die Besiedelung der umliegenden

Gebiete. Hier residiert in einer Burg ein Lehnsherr. 1582 wird der Olpener

Lehnsherr evangelisch, kehrt später aber zur katholischen Konfession zurück. Olpe gehört

heute zu Kürten.

*

*** St. Margaretha. Die neugotische dreischiffige Hallenkirche

wurde 1904 nach Entwürfen von Franz Langenberg von

Eduard Endler erbaut und eingerichtet.

Das Innere begeistert durch die einzigartig erhaltene einheitlich

erhaltene Ausstattung und Ausmalung der Bauzeit.


Das Chorhaus. Das Gemälde im Gewölbe zeigt Gottvater mit

Sonne und Mond, von Engeln umgeben. – In den Chorfenstern

die Glasgemälde: Petrus, Margaretha, Paulus; darüber: Glaube,

Ölbergsszene;

darüber das Glasgemälde: Johannes. – Rechte Wand: Gemälde

Kreuztragung;


darüber das Glasgemälde: Matthias. – Im Chorbogen: Kreuzgruppe.

Die Vierung. Im Gewölbe: Christus zwischen Engeln und Löwen

vor Johannes und Maria.

Linkes Seitenschiff. Frontwandaltar: Maria mit ihren Eltern

Anna und Joachim. – Darüber im Gemälde: 1. Tod der Helena;

2. Konrad. – An der Außenwand: 1. Glasgemälde des Andreas;

2. Margaretha; 3. Mutter Anna; 4. Glasgemälde von vier Aposteln.

– Rückwand: Gemälde des Christophorus; Skulptur einer

Pietà.


Rechtes Seitenschiff. Frontwandaltar: Josef zwischen Barbara

und Katharina. – Darüber im Gemälde: 1. Kreuzerhöhung; 2.

Hubertus. – An der Außenwand: 1. Glasgemälde des Evangelisten

Johannes; 2. Aloysius; 3. Antonius; 4. Glasgemälde von vier

Aposteln. – An der Rückwand: Gemälde der Cäcilia.

Das Mittelschiff. Kanzel mit Michael, auf dem Schalldeckel,

und am Korb den vier Kirchenvätern: Gregor, Ambrosius, Augustinus,

Hieronymus.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links, auf der Hauptstraße links in die

*** Gefallenenkapelle aus neuromanischer Zeit. Hier gedenkt

man der Gefallenen des 1. Weltkrieges. Das Innere ist ähnlich

der Margarethenkirche neugotisch ausgemalt; z. B. Feuerengel

an der Decke. – Neugotischer Altar mit der Auferstehung (links

des Kreuzes) und Ölbergsszene (rechts); in der Mensa: Grabchristus.

– Die neugotisch verglasten Fenster zeigen u. a. Szenen

des Jüngsten Gerichts.

Wir gehen aus Kapelle und Friedhof mit ** Kreuzwegstationen, neugotisch,

sowie Trinkwasser, hinaus, auf der „Hauptstraße“ rechts und kurz darauf hinterm

Gasthof rechts auf die „Olpetalstraße“, auf der wir bleiben.

links, nun nächst dem Olpebach und auf diesem Ufer. Wir folgen stets dem

„K“ . Später geht’s durch Schultheismühle mit ** Fachwerkhäusern im

**** Olpebachtal.

** Grabsteinen der Wende zum 20. Jh.


sowie Trinkwasser in die Kirche von

Delling.

Die Geschichte Dellings ist eng verbunden mit der von Olpe. Olpe wird erstmals um

1171 erwähnt. Von hier aus erfolgt die Besiedelung der umliegenden Gebiete. Hier residiert

in einer Burg ein Lehnsherr. Delling ist einer der lehnsabhängigen Bauernhöfe.

Im 16. Jh. wohnt in Delling der Junker von Moesbach, gen. Breidenbach. Der kehrt

nicht wie seine Herrschaft in Olpe zum katholischen Glauben zurück. Die Einigung

zwischen Pfalz-Neuburg und Brandenburg über den Umgang mit den Anhängern der

jeweils anderen Konfession erlaubt den evangelischen Christen in Olpe aus dem Schattendasein

zu treten. Das bedeutet im Jahre 1622 Geburtsstunde und Erblühen der evangelischen

Gemeinde in Delling. Delling gehört heute zu Kürten.

*

*** Ev. Kirche. Der klassizistische Bruchsteinsaal wurde 1834

mit großen Rundbogenfenstern und östlichem Doppelportal errichtet

und wird vom westlichen Chorturm überragt, der eine

achtseitige Schieferpyramide trägt.

Das Innere besitzt einen Kanzelaltar, wirkt aber ansonsten vom

lichten Raum.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, treppab, linksversetzt über den Asphaltquerweg,

Gasthof, beachten die

*** Fachwerkbauten des 18./19. Jhs., teilweise verschiefert,

**** Olpebachtal.

10 Minuten später wandern wir über den Asphalthöhenweg.

2 Minuten später wandern wir in die Kapelle von 236 Min.

Ommerborn,

*** St. Johannes Baptist von 1489, in deren Außenmauern

Passionsszenen eingelassen sind.


Im Inneren befindet sich an der rechten Wand eine Pietàskulptur

von 1849.


Wir gehen aus der Kapelle hinaus und auf der Querstraße links.

5 Minuten später wandern wir über die gekrümmte Querstraße auf den Wiesenweg,

entlang am Dickicht und dann in Niedrignadelwald.

9 Minuten später wandern wir im Nadelwald kurz vor dem Waldausgang an

der Schrägkreuzung hinterm Baum mit verwaschenen Wanderzeichen, u. a.

zwei weißen Balken, links und bleiben auf dem Hauptweg, bald mit

**** Ansichten vom Bergischen Land.

8 Minuten später wandern wir auf der Schrägquerstraße hinter „Hammen“

links und bleiben auf dem Sträßchen

mit **** Ansichten von der Kirche über Kapellensüng.

9 Minuten später wandern wir in die Kirche von 279 Min.

Kapellensüng.

Kapellensüng wird 1413 erstmals urkundlich erwähnt, und zwar als sune. Erste Erwähnung

einer Agathakirche geht auf das Jahr 1662 zurück. 1830 wird in Topographisch-

Statistische Beschreibung der Königlich-Preußischen Rheinprovinz der Weiler

Capellen-Süng mit einer Kapelle und sechsundsiebzig Einwohnern genannt. 1860 erfolgt

die Abtrennung der Pfarre von Lindlar. 1913 wird die jetzige Kirche errichtet. Der

Ort gehört heute zu Lindlar.

*

*** St. Agatha. Die neuromanische Basilika mit Querschiff

stammt aus dem Jahre 1914. Die Ausstattung ist überwiegend

neugotisch.


Das Chorhaus. Kreuzgruppe mit Gottvater und Heilig-Geist-

Taube.

Die Vierung. Am Chorbogen: Agatha.

Linkes Seitenschiff. Frontkonche: Muttergottes, 16. Jh. – An

der Wand: In den Fenstern werden biblische Geschehen den

Sakramenten gegenübergestellt; von hinten nach vorne: Buße,

Krankensalbung, Ehe (Weihesakrament).

Rechtes Seitenschiff. An der Wand: In den Fenstern werden

biblische Geschehen den Sakramenten gegenübergestellt; von

hinten nach vorne: Taufe, Firmung, Kommunion.

Das Mittelschiff. Kanzel mit den vier Evangelisten auf dem

Korb. – Rechte Wand: 1. Johannes der Täufer, um 1490; 2. Severin,

um 1470.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, treppab, am Wegestern beim Gasthof auf

den zweiten Weg rechts bergab auf „Kein Winterdienst“. Rastplatz.

4 Minuten später wandern wir an der Kreuzung mit Fußwegschild links.

5 Minuten später wandern wir in die Kapelle von 327 Min.

Klause,

*** St. Lucia, die im 15. Jh. erbaut wurde und kreuzgewölbt

ist. Im Inneren befinden sich Figuren der Lucia, des Maternus

und des Wendelin, allesamt um 1700.


Wir gehen aus der Kapelle hinaus, halten auf der Landstraße Richtung, gehen

auf gekommenem Weg zurück, halten uns rechts nach „Hinterrübach“.

4 Minuten später wandern wir an der Gabelung hinterm Wegkreuz links und

vorbei am Stromhäuschen.

7 Minuten später wandern wir auf dem Schrägquerweg links bergab.

6 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts und kurz darauf links

auf „Am Fronhofsgarten“ .

7 Minuten später wandern wir in die Kirche von Lindlar. 367 Min.

Lindlar – Olpe – Delling – Ommerborn – Kapellensüng – Lindlar

BL 27

Ende

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