Heimbach und die Rur - Kunstwanderungen

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Heimbach und die Rur - Kunstwanderungen

E 15

Heimbach und die Rur

Blens – Abenden – Heimbach – Hausen – Blens

Streckenwanderung

5 Stunden und 05 Minuten reine Wanderzeit

Wir beginnen die Rurrundwanderung mit dem Besuch der Kapelle von

Blens.

Eine Burg steht bereits im 12. Jh. am Ort. Blens besitzt im Jahre 1371 eine Kirche. Heute

gehört der Ort zur Heimbach.

*

*** St. Georg und Blasius. Der schlichte Bruchsteinbau mit

Rundbogenfenstern und aufgesetztem Turm wurde 1807 erbaut.

Das Innere. Der Altaraufbau mit Muttergottesfigur und zwei

Türen ist barock.

Rechte Wand: 1. Barocke Kanzel mit Karyatiden.


*** Fachwerkbauten des 18. und 19. Jhs.

3 Minuten später kehren wir beim Gasthof um, halten uns links, gehen hinter

der Rurbrücke links und sofort rechts nach „Abenden“.

5 Minuten später wandern wir an der Gabelung unterhalb der Straße links und

kurz darauf auf der Landstraße weiter.

8 Minuten später wandern wir auf der Querstraße in Abenden links, schließlich

über Rur und Gleis. Gasthof.

2 Minuten später wandern wir hinterm Gleis links auf die „Conzenstraße“,

halten uns stets links und folgen der Bezeichnung „Nidegger Burgen“. Hütte.


40 Minuten später wandern wir in Blens auf der „Odenbachstraße“ rechts.

4 Minuten später wandern wir an der Gabelung hinterm Friedhof, Trinkwasser,

links folgen der Bezeichnung „Heimbacher Burgen“ und künftig immer

den Schildern „Heimbach“, mit *** Ansichten von den Rurbergen. Hütte.

für Kurzzeitbesucher“ und bleiben stets auf diesem Ufer der Rur mit vielen

*** Ansichten von der Burg in Heimbach.

Viel später, als sich die gestaute Rur verbreitert, wird unser Weg dann zum

**** Romantikpfad.


Heimbach.

Die erste urkundliche Erwähnung Heimbachs findet sich im Jahr 673 in Schenkungsurkunden

des fränkischen Königs Theoderich I. 1288 wird Heimbach Mittelpunkt eines

Jülicher Amts. Um 1300 erhält Heimbach durch Befestigung einen wehrhaften Stadtcharakter.

Seit 1602 werden Jahrmärkte abgehalten. 1614 wechselt der Ort mit Beendigung

des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits an Wolfgang Wilhelm von Pfalz Neuburg,

ab 1815 gehört es zu Preußen. 1904 wird die Urfttalsperre fertiggestellt, die den Fremdenverkehr

mehrt. 1959 werden Heimbach die verlorenen Stadtrechte wiederverliehen,

allerdings muss man sich später mit Nideggen zur Stadt zusammenschließen. 1972 wird

man wieder selbstständig.

*

*** Kraftwerk Heimbach (Mo-Fr ab 14.30, Sa ab 14 Uhr). Das

Elektrizitätswerk wurde 1905 in Betrieb genommen. Es ist in

Jugendstilformen erbaut und bezieht sein Wasser aus der

Urfttalsperre über den Kermeterstollen. Das Werk ist bis heute

in Betrieb; die Halle dient kulturellen Ereignissen.

Der Kermeterstollen

Der Urftstollen nimmt seinen Namen vom hiesigen Höhenzug,

dem Kermeter. Der ca. 2,7 km lange Stollen war 1905 angelegt,

wobei der Gegenortvortrieb angewendet wurde, d. h. der Stollen

wurde von beiden Seiten in den Berg getrieben. Die Bohrungen

trafen sich mit einer Genauigkeit von unter einem Meter. Das

Wasser wird aus dem südlichen Urftstausee nach Nordosten in

Richtung Heimbach abgeleitet. Etwa 110 m oberhalb des

Kraftwerks mündet es in zwei Fallrohren, darin sich der Druck


des bergab fließenden Wassers erhöht. Das Wasser findet seinen

Abgang in der Rur.

*

Wir gehen aus dem Kraftwerk hinaus, nach rechts und auf diesem Ufer stets

nächst der Rur

nach Heimbach.

162 Min.


8 Minuten später wandern wir auf den Bergfried der 203 Min.

*** Burg Hengebach. Die im Kern aus dem 12. Jh. stammende

Anlage derer von Hengebach ist in den folgenden Jahrhunderten

mehrfach umgebaut worden, ehe sie beim Stadtbrand 1687

zur Ruine wurde. Von 1904 an baute man die Burg neu auf. Die

modernen Veränderungen erfolgten nach der Kriegszerstörung.

Der Komplex wird vom Bergfried – von oben hat man dann

**** Ansichten vom Rurtal – mit romanischem Unterbau und

Obergeschossen von 1556 überragt, an den der Palas, ein vielfach

veränderter Saal des 13. Jhs. angefügt ist. Zwinger, Torbauten

und Wohngebäude entstammen im Kern dem 14. Jh.

Festigungsmaßnahmen per Beton wurden im 20. Jahrhundert

sichtbar durchgeführt.


Wir gehen vom Turm mit **** Ansichten von den Rurbergen hinab, wandern

linkshaltend und danach über die Durchfahrtsstraße auf die „Teichstraße“.

7 Minuten später wandern wir in die alte Kirche

*** St. Clemens. Das Gotteshaus von 1725 besitzt seit 1788

seinen Turm mit dem Helm; das Turmuntergeschoss stammt allerdings

noch aus dem 15. Jh.

Das Innere ist kreuzrippengewölbt und, falls hier nicht anders

angegeben, entsprechend dem Stil der Bauzeit des 18. Jhs. ausgestattet.

Das Chorhaus. Altar mit dem Gemälde der Kreuzabnahme,

Das Langhaus. Linker Reliquienaltar mit einer Barbarafigur der

Zeit um 1500, assistiert von den Büsten der Daria und des

Chrysanthus.


Rechter Reliquienaltar mit einer Katharinenfigur der Zeit um

1500, begleitet von den Büsten der Agnes und der Thekla. –

Linke Wand: 1. Figur des Papstes Clemens; 2. Kanzel, mit der

spätgotischen Figur des Salvators auf dem Schalldeckel;


3. Figur des Antonius von Padua. 4. Heiliges Grab mit dem

Leichnam Jesu und den drei Marien, um 1500, niederrheinisch.

Rechte Wand: 1. Figur des Matthias; 2. Figur des Josef. – Orgelempore.

– Darunter: Taufstein des 17. Jhs. auf romanischer

Säule des 12. Jhs.

Wir gehen aus dem rückwärtigen Ausgang hinaus in die Wallfahrtskapelle


Christus Salvator. An Stelle einer Vorgängerkirche wurde

das heutige Haus 1978 erbaut.

Das Innere. Über der linken Empore: Barocke Muttergottes. –

Die Glasgemälde in den Fenstern schuf Georg Meistermann.

Der ***** Passionsaltar des frühen 16. Jhs. mit geschnitzter

Passion Jesu, aus der Werkstatt des Antwerpener Meisters von

Viborg, und Gemälden mit Szenen aus dem Leben Jesu, letztere

zum Umkreis des Jan de Beer gehören, trägt das Gnadenbild

des Wallfahrtsortes, eine Pietà des 15. Jhs. Ansonsten sind Szenen

aus dem Leidensweg Jesu geschnitzt.

Wir gehen aus der Kapelle hinaus, treppab, nach rechts und kurz darauf vor

Haus Nr. 7 rechts treppauf.

und steigen kurz darauf an der Kreuzung rechts auf „Höhenweg“ treppauf.

5 Minuten später wandern wir dann auf Querweg links und haben bald eine

*** Ansicht vom Rurtal, bleiben nun immer auf dem Hauptweg.

25 Minuten später wandern wir am Wegestern auf der Höhe links und folgen

immer der Bezeichnung „Hausen“. Hütte.

243 Min.


15 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts, bleiben auf dem

Hauptweg und folgen bei Auftreten den „Heimbacher Burgen“. Hütte.

3 Minuten später wandern wir, Friedhof mit Trinkwasser, in die Kirche von

Hausen.

Hausen wird erstmalig im Jahre 1348 als Husen erwähnt, jedoch melden andere Quellen,

dass seine Ersterwähnung auf das Jahr 1248 zurückgeht, auf Wilhelmus von Hausen.

1399 ist eine Daeme van husen genannt. Um 1500 ist die Burg Hausen Eigentum

der Herren von Berg, genannt Blens. Diese geht im 16. Jahrhundert in den Besitz von

Dietrich Kolf über. Schließlich verkauft Karl Wilhelm Friedrich Kolf von Vettelhoven,

Amtmann zu Nideggen, die Burg Hausen im Jahre 1798. Hausen ist zwischen 1829 und

1969 die nördlichste Gemeinde des Kreises Schleidens, in der Stadt Heimbach. Danach

kommt es zum Kreis Düren. Hier wird es zuerst der Stadt Nideggen zugeordnet, bevor

es seit 1972 wieder zu Heimbach gehört.

*** St. Nikolaus. Der klassizistische Bruchsteinsaal mit Dachreiter

wurde 1834 errichtet und ausgemalt.


Der Chor. Neugotisches Wandgemälde mit dem Abendmahl

und zweien auf das Sakrament verweisende Engel. – In den Nischen:

Zwei Heiligenfiguren. – Neugotischer Altar mit den

Gemälden des Mannaregens und des Melchisedechopfers. –

Chorgestühl, 18. Jh. – Ursprünglicher Mosaikboden.

Das Langhaus. Linke Wand: Cäcilia, 16. Jh. – Rechte Wand: 1.

Figur des Benedikt, 18.Jh.; 2. Figur des Nikolaus, 18.Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und mit Ansicht von der ehemaligen

*** Burg des 16. Jhs., davon noch der Eingangsbau und das

Wohnhaus erhalten sind,

auf der Durchfahrtsstraße bergab. Gasthof.


15 Minuten später wandern wir vorbei an der ehem. Burg in die Kirche von

Blens.

305 Min.

An der Rur

Ende

E 15

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