Düsseldorf Nord - Kunstwanderungen

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Düsseldorf Nord - Kunstwanderungen

BL 05

Düsseldorf Nord

Kalkum – Kaiserswerth – Wittlaer – Rahm – Kalkum

Rundwanderung

5 Stunden und 22 Minuten reine Wanderzeit

Wir beginnen die Wanderung mit der Besichtigung der kath. Kirche von

Kalkum.

Kalkum wird 852 n. C. als Calcheim in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Das Schloss

ist der Sitz derer von Hatzfeld. Die Geschichte des Ortes ist identisch mit der dieser

Familie. Kalkum gehört heute zu Düsseldorf.

*

*** St. Lambertus. Die dreischiffige romanische Pfeilerbasilika

wurde im 12. Jh. erbaut. Den Chor hat man im 13. Jh. erneuert

und zugleich das Langhaus erhöht. Vorhalle und Sakristei

kamen 1892 hinzu.

Das Chorhaus. Rechte Wand: Marmorepitaph für das (vor dem

Kruzifix dargestellte) Kind Johann von Winkelhausen (+1609).

Linkes Seitenschiff. Apsis, rechte Wand: Kleines aber feines

Rechtes Seitenschiff. Apsis: Muttergottes des 16 Jhs. – Hinten,

auf dem Beichtstuhl: Heilige Familie.

Das Langhaus wurde 1897 gewölbt. Über dem Triumphbogen:

Gemaltes Kruzifix, von 1937. – Linke Wand: Lambertusfigur,

18. Jh. – Rechte Wand: Josef und Sebastian, beide 18. Jh. –

Unter letzter Arkade rechts: Muttergottesgemälde von 1647.

Wir gehen aus der Kirche hinaus


und über die Querstraße in den

*** Landschaftspark, den Maximilian von Weyhe um 1825

anlegen ließ, mit alten Bäumen, darunter Mammutbäume.


3 Minuten später wandern wir durchs Hauptportal in den Hof des Schlosses.

*** Schloss Kalkum. Das Herrenhaus des Wasserschlosses mit

großem quadratischen Innenhof ist ein dreiflügeliger Bau mit

vier rechteckigen Flankiertürmen, die jeweils ein Belvedere

schließt.


Aus dem 18. Jh. stammend, wurde das Gebäude 1812 klassizistisch

umgestaltet. Das Wappen der von Hatzfeldt-Weisweiler

prangt über dem Rundbogenportal.


Die dreiflügelige Backsteinvorburg – im Kern aus dem 16. Jh.

Wir gehen aus dem Innenhof des Schlosses hinaus, hinterm Brückchen links,

an der Gabelung rechts und folgen der „A2“.

2 Minuten später wandern wir auf dem „Klemensmarkt“ rechts, linksversetzt

über die „Niederrheinstraße“ und halten Richtung über den „Kaiserswerther

Markt“.

18 Min.

4 Minuten später wandern wir links auf „An St. Swidbert“ zum Gang durch

Kaiserswerth.

Pippin der Mittlere übergibt dem Mönch Suitbert die Insel im Rhein. Hier baut Suitbert

ein Kloster, aus dem sich Kaiserswerth entwickelt. Ein Königshof wird 1016 erstmals

erwähnt; den lässt Heinrich III. zur stattlichen Pfalz ausbauen, die er vielfach besucht.

Diese salische Pfalz ist allerdings verschwunden. 1101 weilt Heinrich VI. in

Kaiserswerth. 1174 verlegt der Staufer, Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“ den Rheinzoll

nach Kaiserswerth. Er baut die Burg zur mächtigen Pfalz aus.

1213 wird Bischof Otto von Münster in der Kaiserpfalz gefangen gehalten. Sein Freund

Adolf V. von Berg versucht ihn mehrfach durch Angriffe vom Rhein aus zu befreien.

Erfolglos. Da legt Adolf den östlichen Rheinarm trocken, führt den Krieg nun zu Lande

und befreit Otto. Von da an ist Kaiserswerth keine Insel mehr. Vom 13. bis 15. Jh.

gehört Kaiserswerth mal den Holländern, mal den Kölnern, mal zu Kleve, mal zu Jülich,

dann wieder zu Berg, wo es unterm Erzbischof von Köln 350 Jahre bleibt. Streitigkeiten

zwischen Deutschen und Franzosen im 17. Jh. setzen dem Ort heftig zu. Der Kölner

Kurfürst steht auf Seiten der Franzosen, besitzt also in Kaiserswerth eine Enklave im

von Jan Wellem regierten Rechtsrheinischen, der mit den Deutschen (Brandenburger,

Holländer, Engländer) verbündet ist. 1702, nach kräftigem Beschuss, der das Gesicht

Kaiserswerth verändert, fällt der Ort an Jan Wellem. Um den Franzosen, falls sie zurückkehren

würden, eine Festung zu nehmen, lässt Jan Wellem die Pfalz sprengen. Bis

ins 19. Jh. ist sie Steinbruch. 1899 beginnt die Restaurierung. Kaiserswerth ist heut

Vorort von Düsseldorf.

*

Auf dem Weg kommen wir vorbei an Nr. 53,

*** Kapuziner-Klosterkirche von 1672 mit zusammengetragener

Ausstattung, meist des 17. und 18. Jhs.

Das Hauptaltargemälde des 16. Jhs. zeigt Antonius; die flankierenden

Figuren sind Petrus (links) und Paulus. – Linker Altar:

Josef. – Rechter Altar: Maria.

*** Büsten zur Erinnerung an folgende Kaiserswerther Bürger:

Herbert Eulenberg, Dichter (1876-1946),

Friedrich Spee (1591-1633), Jesuitenpater, Liederkomponist

und als Hexenwahnbekämpfer Autor der „Cautio criminalis“,

Caspar Ulenberg (1548-1617), Theologe,

Theodor Fliedner (1800-1864), Diakonissenanstalten-Gründer,

Florence Nightingale (1820-1910), Schülerin Fliedners und

Reformerin des Sozialwesens in England.


2 Minuten später wandern wir auf dem Wall des Stadtmauerrestes links.

2 Minuten später wandern wir vor dem Gasthof rechts durchs Tor in die

*** Kaiserpfalz. Die Barbarossa-Pfalz von 1184 wurde 1702

gesprengt. Der westliche Teil des Palas ist ruinös erhalten.


Die 5.80 m dicke und noch 14 m hohe Westmauer an der

Rheinseite ist aus abwechselnd Basalt und Trachyt.

Die aufgebrochene Landseite zeigt Wände und Umrisse von

Räumen: Südlich ein Eckraum mit hochgemauertem Brunnen

und nördlich der Eckturm, seines Kamins wegen Küche genannt.

Wir gehen aus der Pfalz hinaus und auf dem Wall rechts.

1 Minute später wandern wir an der Kreuzung rechts auf „Fährer Weg“ und

am Wegestern hinter der Kuttelbachbrücke auf den ersten Weg rechts.


und umwandern die Kirche rechtshaltend.

2 Minuten später wandern wir durchs Paradies in die ehem. Stiftskirche

**** St. Suitbertus. Die dreischiffige flach gedeckte Pfeilerbasilika

mit dreiteiligem Chorhaus und Querschiff wurde 1237

geweiht. 1243 riss man den Turm ab. Der Dachreiter wirkt entstellend.

1717 erhielt der staufische Bau eine Barockausstattung. 1877

wurde diese zu Gunsten einer neoromanischen Einrichtung

entfernt. In derselben Zeit hat man die Kirche durch Türme

vervollständigt, die nach Beschuss 1945 zerfielen und nicht

mehr hochgezogen wurden.


Das Chorhaus. 1. Spätgotischer Sakramentsschrank aus Sandstein,

um 1500. – 2. Sakramentsnische, 14. Jh. – 3. Lehnstuhl,

um 1600. – 4. Suitbertusschrein, vielleicht um 1215 begonnen,

1264 bis auf die Dachkämme und –knäufe sowie vier

Dachfelder vollendet; diese zeigen: Taufe Jesu, Kreuzigung,

Auf den Seitenwänden in den Nischen: Die zwölf Apostel; in

den Zwickeln: Engel. An den Kopfwänden, unter dem Salvator:

Muttergottes zwischen zwei Frauen bzw. Suitbertus zwischen

19. Jh. (links).


6. Standfigur des Benedikt von Ariane, 19. Jh. (rechts).

Linkes Chorhaus. Frontwand: 1. Corpus Christi, um 1500.


2. Madonna, südfranzösisch, 18. Jh. – An der Wand: Barocker

Josef.

Rechtes Chorhaus. Adlerpult des 18. Jhs.

Rechter Querschiffarm. Große Kreuzgruppe und Taufstein, beide

neoromanisch.


Die Vorhalle des linken Ausgangs ist ein außerordentlich schönes

Paradies;

hier befindet sich eine barocke Kreuzgruppe.


Wir gehen aus der Vorhalle hinaus, rechtsdiagonal über den

*** Suitbertus-Stiftsplatz, auf dem wir nun die Kirche umrunden. Wir

biegen vor der Gasse mit dem Eckhaus, Gimbornhaus, von 1703, mit

überkragendem Fachwerkgeschoss, rechts ab, passieren die hinter dem

Gittertor stehende Nr. 14a, Barockbau von 1725,

und 14b, Romanisches Haus, mit Stufengiebel-Ostwand, darin

von Bogenblenden gefasste Biforien, passieren den Torbau von

1949, passieren Eckhaus Nr. 18, Altes Beinhaus, im Kern romanisch,

Bert Gerresheim, 1991 (Friedrich Spee hält eine als Hexe verschriene

Frau – in Form einer Pietà),


wandern entlang der Nr. 1, Zehnthaus (was das Obergeschoss angeht)

und Schulhaus (was das Untergeschoss angeht), nach

Veränderungen heute in der Gestalt des 19. Jhs., passieren ein auf

errichtete Skulptur des Jakobus, von Bert Gerresheim, 20.Jh.,

passieren die Propstei von 1706, ein Barockhaus, das heute als

Pfarramt dient, passieren die Nr. 5, Alte Vikarie, aus dem 18. Jh.,

biegen hinterm Hauptportal der Kirche rechts ab, passieren Eckhaus Nr. 7,

Kanonikerhaus von 1710 mit von Pyramidendach bekröntem

Klausurturm, dem Turm angebaut, Nr. 8, ein Klausurturm, 19. Jh. mit


ein Doppelhaus mit Suitbertusnische. Wir gehen vorbei an Nr. 11,

dem so gen. Spee-Haus, ein Bau mit Satteldach und Toreinfahrt,

1794. Wir gehen hinter dem nächsten Haus, Nr. 12 links auf die Gasse.

4 Minuten später wandern wir, so lange währt die Gehzeit über den Platz, bei

frontal stehender Nr. 4,

*** Altes Zollhaus, von 1635,

rechtsversetzt über den Markt auf „Am Mühlenturm“, vorbei am

*** Mühlenturm, ein Windmühlenturm, der nach der Zerstörung

1702 wieder hochgezogen wurde,

und vorbei an der

*** Theodor-Fliedner-Kirche von 1811.

5 Minuten später wandern wir über den Schulhof der

*** Bastion St. Suitbertus, ein Schulbau von 1914. Hier ist das

*** Museum Kaiserswerth (Sa 14-18, So 11-13, 14-18 Uhr). Zu

*** Kaiserswerther Markt rechts. Wir kommen vorbei an rechts an

der „Gernandusstraße“ stehendem Barockhaus mit Schweifgiebel,

vorbei an links erbauter Nr. 23, Rathaus von 1891, vorbei an links erbautem

Doppelhaus, Nr. 11/13, Seidenweberei, ein zweigeschossiger

Barockbau mit auffälligen Portalen über Freitreppen, und vorbei

an angebauter Nr. 9, Im Schiffchen, von 1733.

4 Minuten später wandern wir vorm Rhein rechts und – später – vorbei am

*** Haus Werth. Es handelt sich um eine Treidelstation von

1772 mit steinernem Erd- und fachwerkenem Obergeschoss.

28 Minuten später wandern wir auf dem Querweg hinter der Schwarzbachmündung

rechts und halten uns rechts. Gasthof.


5 Minuten später wandern wir in die Kirche von 89 Min.

Wittlaer,

*** St. Remigius. Das Gotteshaus ist eine staufische dreischiffige

Pfeilerbasilika des frühen 13. Jhs.

Linkes Seitenschiff. Taufstein des 13. Jhs. aus Namurer Baustein,

mit vier markanten Königsköpfen.

Rechtes Seitenschiff. Kreuzgruppe von Ewald Mataré, 1938.


Das Mittelschiff. Am Chorbogen: Kruzifix aus dem 15. Jh.,

Kalkarer Schule. – Links des Chorbogens: Remigius, 15. Jh. –

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links, über den Kirchhof, Richtung

haltend auf die Straße, Gasthof, und halten Richtung.

3 Minuten später wandern wir hinter den Unterführungen links bergauf (im

Jahre 2011 waren hier große Erdbewegungen im Gange!) auf die Häuser zu.

2 Minuten später wandern wir auf dem gekrümmten Asphaltquerweg links.

14 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg rechts und bleiben

Richtung haltend auf dem Hauptweg.

10 Minuten später wandern wir an der Gabelung bei der Pumpstation rechts

von Asphalt fort.

9 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg rechts.

5 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts, weiter auf Asphalt.

3 Minuten später wandern wir vors 162 Min.


*** Schloss Heltorf, ein klassizistisches Herrenhaus von 1827

und eine viel ältere Vorburg mit aufwändigem Barockportalturm,

von 1696.


3 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links.

3 Minuten später wandern wir auf gekrümmter Querstraße links, Gasthof, vor

Nr. 72 rechts auf der Brücke übern Bach und auf der Querstraße links.

7 Minuten später wandern wir links übern Rahmer Bach in die Kirche von

Rahm.

*** St. Hubertus. Der neobarocke Saalbau wurde 1925 erbaut.


Das Innere. Der Hauptaltar, Rokoko des 18. Jhs., zeigt die

Kreuzigung. – Linker Rokoko-Altar, 18. Jh.: Hubertus. – Rechter

Rokoko-Altar, 18. Jh.: Johannes Nepomuk. – Linke Wandnische:

Muttergottes, von Gabriel de Grupello, um 1720. –

Rokokokanzel mit neobarockem Deckel.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der Querstraße links, kurz darauf linksversetzt

über die „Angermunder Straße“ und bleiben auf dem Gehweg.

5 Minuten später wandern wir am rechten Baum mit dem „DU“-Zeichen links

und bleiben auf dem Hauptweg.

9 Minuten später wandern wir an der Gabelung mit gleich breiten Wegen

links.

8 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links und kurz darauf an der

Kreuzung rechts auf die Straße.

5 Minuten später wandern wir auf gekrümmtem Querweg links, vor der Wandertafel

rechts auf Brücke übern Bach mit *** Ansichten von der Burg.

6 Minuten später wandern wir ins „Landschaftsschutzgebiet“ bei der Burg in

in

245 Min.

Angermund,

*** Ringburg. Teile der Umfassungsmauern des 13. Jhs. sind

noch im später umgebauten Komplex vorhanden. Der Torbau

der so genannten Kellnerei ist von 1635.

2 Minuten später wandern wir auf dem Querweg hinterm Bach links, zunächst

auf dieser, später auf jener Seite nächst dem Angerbach.


20 Minuten später wandern wir an der Kreuzung bei der Wandertafel rechts

nach „Kalkum“.

6 Minuten später wandern wir linksversetzt über den Asphaltquerweg“ und

folgen dem „D“, das uns später rechts vom Schwarzbach entlang führt.

18 Minuten später wandern wir über die Querstraße auf den „Friedhofsweg“.

4 Minuten später wandern wir zur Kirche in Kalkum. 322 Min.

Kalkum – Kaiserswerth – Wittlaer – Rahm – Kalkum

BL 05

Ende

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