Nideggen und der Rurfelsenweg - Kunstwanderungen

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Nideggen und der Rurfelsenweg - Kunstwanderungen

E 09

Nideggen und der Rurfelsenweg

Abenden – Nideggen – Untermaubach

Streckenwanderung

4 Stunden und 57 Minuten reine Wanderzeit

Ruhrtalbahn-Zug

Untermaubach täglich 8.13, 9.13, 10.43 und stündlich bis 19.43, 20.43

Abenden täglich 8.27, 9.27, 10.57 und stündlich bis 19.57, 20.57

Wir steigen aus dem Zug und beginnen die Rurfelsenwegwanderung in

Abenden.

Der Name des Ortes geht auf An den Benden zurück, was soviel bedeutet wie schöne

saftige Wiesen. Abenden wird nicht nur von der Rur durchflossen, sondern auch vom

Mühlbach, der unmittelbar neben der Dorfstraße verläuft. Abenden gehört zu Nideggen.

*

Wir gehen vom Bahnsteig auf die Straße, dort rechts und hinter der Rurbrücke

*** Fachwerkbauten des 18. und 19. Jhs.

***** Romantikweg mit Buntsandsteinfelsen und Kiefern


15 Minuten später wandern wir an der Gabelung vorm Felsen mit frontal

***** Romantikweg mit Buntsandsteinfelsen.

15 Minuten später wandern wir auf der Straße vor der Garage Nr. 7 links.

5 Minuten später wandern wir an der Gabelung mit bergab führendem Hauptweg

rechts bergauf, entlang der „2“, die kurz darauf rechts abzweigt, auf einen

***** Romantikweg mit Buntsandsteinfelsen und Kiefern.


15 Minuten später wandern wir an der Gabelung unterhalb umzäuntem Hausbereich

links bergab.

3 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor alleinstehendem Baum

links bergab und vorbei an Rastbänken.

3 Minuten später wandern wir an der Gabelung bei links bergab führenden

Stufen rechts, an der Gabelung bei rechts bergauf führenden Stufen links und

an der Gabelung kurz vor der Hütte rechts bergauf auf einen

***** Romantikweg mit Buntsandsteinfelsen.


9 Minuten später wandern wir an der Gabelung am Felsen rechts treppauf,

halten uns stets rechts und wandern wieder auf einen

***** Romantikweg mit Buntsandsteinfelsen.

7 Minuten später wandern wir über den Querweg bergauf „zur Burg“.

**** Romantikweg mit Felsen


uns stets linkshaltend, später mit

**** Panorama-Ansichten vom Rurtal.

10 Minuten später wandern wir links in den „Burggarten“ von 105 Min.

Nideggen.

Graf Wilhelm II. von Jülich erbaut 1177 die Burg. Im 12. Jh. entsteht auch die Kirche.

Graf Gerhard von Jülich erweitert die Stadt kurz nach 1300. Nideggen wird größter Sitz

im Herzogtum Jülich. Der Niedergang des Städtchens beginnt mit der Zerstörung der

Burg im 16. Jh. durch brabantische Truppen. Ab 1794 gehört die Stadt mit dem Herzogtum

Jülich zu Frankreich, ab 1815 zu Preußen. Im 19. Jh. benutzt man die Burgruine als

Steinbruch. Der Zweite Weltkrieg hat hier verheerend gewirkt.

***** Nideggen ist seines schönen Ortsbilds wegen, das nach

der Kriegszerstörung vereinfacht wieder errichtet wurde, immer

noch ein Eifelmuseum.


7 Minuten später wandern wir durchs Tor und begehen, uns rechtshaltend, die

**** Ruine der Landesburg der Grafen von Jülich. Die Burg

entstand im 13. und 14. Jh. Nachdem sie 1542 von den Brabantern

zerstört worden war, verfiel sie und wurde im 19. Jh. als

Steinbruch verwendet.

Wir gehen also zuerst durchs Burgtor der Vorburg, von Fachwerk

überbaut, gelangen dann in den kleinen Wirtschaftshof, halten uns rechts

durchs Burgtor der Hauptburg und kommen in den Innenhof, in dem

wir treppauf steigen ins Museum (Di-So 10-17 Uhr).Wir gehen aus dem

Museum hinaus und kommen zunächst vorbei am Bergfried des 12. Jhs.

mit kreuzrippengewölbter Kapelle sowie dem Gefängnis im Inneren.

Der Bergfried diente vordem als Wohnturm und wurde

1350 erneuert. Wir kommen nun vorbei am Brunnen und an den neuen

Gastronomiegebäuden. Wir steigen nun treppauf auf den Westturm, in

der Substanz aus dem 13. Jh. mit *** Ansicht von der Eifel.


Wir steigen vom Turm hinab, halten uns rechts und gelangen in den Damenerker

des Westturms. Wir gehen aus dem Erker hinaus, halten uns rechts

und gehen innen entlang an der ruinenhaft erhaltenen Außenwand des Palas.

Der zweigeschossige mit Türmen bestückte Rittersaal, der

größte des 14. Jhs. auf deutschem Boden, wurde 1340 erbaut.

Im Palas sind noch Stützenteile sichtbar. Wir steigen auf den Küchenturm,

einen Rest des östlichen achteckigen Wehrturms des

14. Jhs., gehen im Turm treppab und aus der Burg hinaus.

5 Minuten später wandern wir in die Kirche

**** St. Johannes Baptist. Die dreischiffige Emporenbasilika

wurde im letzten Viertel des 12. Jhs. als Begräbniskirche der

Herren von Jülich aus Buntsandstein errichtet. Wilhelm III.

schenkte die Kirche im Jahre 1219 dem Deutschen Orden. 1280

ging sie an den Johanniterorden über. 1637 brannte der Turm

nach einem Blitzschlag nieder. Nach Wiederaufbau sprengten

ihn 1647 hessische Truppen. Nach abermaliger Erneuerung erforderte

ein Erdbeben 1737 einige Reparaturen. Die Kriegszerstörung

1944 wurde behoben. Gleichzeitig hat man das äußere

Erscheinungsbild auf den Urzustand zurückgeführt. Von außen

eher unscheinbar, birgt das Gotteshaus im Inneren eine Fülle

hervorragender Werke.


Das Chorhaus. Im stark erneuerten Fresko der Zeit um 1240 in

der Kalotte thront Christus in der Mandorla, die Füße auf dem

Kirchenbau ruhend, umgeben von Maria und Johannes dem

Täufer sowie den vier Evangelistensymbolen. – Im Bildstreifen

drei Könige, 1624. – Rechte Wand: Gemälde der Gregorsmesse,

um 1500.

Linkes Seitenschiff. Die Arkadenbögen und Gurtbögen des

kreuzgratgewölbten Raums werden von sehenswerten Kapitellen

getragen. – Frontwand: Michaelsfigur, 18. Jh. – Außenwand:

1. Heilige Familie, um 1700;


2. Mondsichelmuttergottes, um 1500.

Am Pfeiler: Pietà, um 1400.


Rechtes Seitenschiff. Die Arkadenbögen und Gurtbögen des

kreuzgratgewölbten Raumes werden von sehenswerten Kapitellen

getragen. – Frontapsis: Figur Johannes des Täufers, um

1330.

An den Pfeilern: 1. Johannes Nepomuk, um 1730; 2. Antonius

Eremit, um 1600. – Vor der Rückwand: Grabmal für Graf Wilhelm

IV. und seine Frau Ricarda, 14. Jh.


Das Mittelschiff, neu flach gedeckt, gliedert sich an den Wänden

unten in vier Arkaden, in der Mitte in von Doppelsäulchen

des Chorbogens: Muttergottes, um 1313, kölnisch (links) sowie

Paulus, um 1680 (rechts). – Linker Pfeiler: Barbara, um

1600; Katharina, um 1330.

Rechte Pfeiler: 1. Rochus, um 1720; 2. Sebastian, um 1650.

Die Turmhalle. Kreuzigungsgemälde, 19. Jh. (links). – Figur

des Josef, um 1725 (rechts). – Christinafigur, um 1930. – Antoniusfigur,

um 1930.

Wir gehen aus dem rechten Ausgang hinaus, links und kurz darauf durchs

*** Nystor (Neidtor), spätromanische Toranlage des 13. Jhs.,

auf dem „Markt“ rechts auf die „Zülpicher Straße“, Gasthof, und durchs

*** Zülpicher Tor, 14. Jh., das im 19. Jh. ausgebaut wurde.


Hier beachten wir auch erhaltene Teile der

*** Stadtmauer des 14. Jhs.

Wir wandern auf der „Zülpicher Straße“ zurück, auf dem „Markt“ rechts zum

*** Dürener Tor der Stadtbefestigung des 14. Jhs., das im 19.

Jh. verändert wurde.

Wir kehren um, gehen auf dem „Markt“ rechts und bleiben auf der Straße.

15 Minuten später wandern wir, so lange währt die reine Gehzeit durch den

***** Romantikweg mit Buntsandsteinfelsen, Kiefern sowie

**** Ansichten vom Rurtal, von Burg und Kirche in

Niedeggen – und das alles von *** Felsleyen aus.


45 Minuten später wandern wir (wir haben die Leyen alle aufgesucht) an der

Kreuzung mit dem Vierkant-Wegweiser links zur „Kickley“.

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts und folgen der „7“ sowie

der „9“ auf einen

**** Romantikweg mit Buntsandsteinfelsen, Kiefern und Ilex.


***** Romantikpfad durch überwiegend Eichenwald.


7 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts bergauf und durch die

***** Einsiedlerklamm mit gewaltigen Felskaminen, deren

einer der Elefantenkopf ist.


5 Minuten später wandern wir vorbei an einer Ley, mit Rastbank sowie einer

***** Ansicht vom Rurtal.

4 Minuten später wandern wir zum Rastplatz mit der Eifelblicktafel auf der

so genannten Kickley mit einer *** Ansicht vom Rurtal. 194 Min.

Eifelblick.

Die offiziell – wahrscheinlich mit viel Geld des Steuerzahlers an die Werbefirma

bezahlten – so genannten Eifelblicke sind in den meisten Fällen das

Geld nicht wert, das man in die Aktion gesteckt hat. Offenbar hat man blind

ein unbelecktes Unternehmen beauftragt „mal zu sehen, von wo aus die Eifel

schön anzusehen ist“. Diese Firma hat nun die ihr bekannten oder benannten

Aussichtspunkte – über den Daumen gepeilt – anvisiert und dort die Tafeln

aufgestellt, die sich im Internet so schön ausmachen. Den Beweis für diese

These sieht man hier auf der Kickley. Der Blick zuvor war um so manches

schöner, wurde aber übersehen.

*

**** Ilex, ein selten dichtes Vorkommen.

8 Minuten später wandern wir an der Schrägkreuzung bei dem Rastplatz mit

*** Ansicht vom Rurtal


auf den ersten Weg links „Eugenienstein“ auf einen

**** Romantikweg mit, u. a., Ilexvorkommen und Heidekraut.

7 Minuten später wandern wir vorbei an der Rastbank an der Ley mit einer

**** Ansicht vom Rurtal.

1 Minute später wandern wir auf die Ley Eugenienstein und haben eine

***** Panorama-Ansicht vom Rurtal.

Wir kehren um.

8 Minuten später wandern wir auf dem breiten gekrümmten Querweg Richtung

haltend bergauf.

9 Minuten später wandern wir zur Hütte auf dem Kuhkopf und haben eine

**** Panorama-Ansicht vom Rurtal.


Wir kehren um.

2 Minuten später wandern wir links und folgen verwaschener „8“auf einen

***** Romantikpfad mit Föhren, Stechpalmen und Buntsandsteinfelsen.

6 Minuten später wandern wir hinter der Rechtsabzweigung vorbei am Baum–

mit kleinem Kreuzmarterl unterm Spitzdach –, auf dem Querweg links und an

der Dreiergabelung rechts durch liebliche

245 Min.

***** Romantiklandschaft niedriger Nadel- wie Laubbäume,

unter hohen Föhren.

Wir wandern, trotz leichter Biegungen, im Wesentlichen Richtung haltend auf

dem einzigen Pfad durch den Niedrigwald unter den hohen Föhren, dann auf

dem Kamm des Hügels Engelsblick unter den hohen Föhren her und steigen

auf dem Pfad Richtung haltend wieder bergab.

7 Minuten später wandern wir auf dem Querpfad rechts und folgen dem „s“.

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung hinterm Rastplatz sowie kurz

vor der Hütte links auf den Pfad.

5 Minuten später wandern wir auf breitem Querweg rechts.

3 Minuten später wandern wir an der Kreuzung in den Feldern links und folgen

dem „s“.

6 Minuten später wandern wir rechts bergab und folgen weiter dem „s“.

1 Minute später wandern wir hinter grün gestrichener Fußwegschranke links.

7 Minuten später wandern wir über Gleis und Rur. Kiosk.

4 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Landstraße, auf der

Querstraße rechts bergauf und halten uns links. Gasthof.

2 Minuten später wandern wir zur Burg in 284 Min.

Untermaubach.

Die Geschichte des Rurorts ist identisch mit der der Burg, die 1350 von Edmund von

Engelsdorf erbaut wurde. Seit dem Jahre 1874 befindet sich die Burganlage im Besitz

der Reichsgrafen von Spee. Der Ort gehört heute zu Kreuzau.

*

*** Burg Untermaubach. Das barocke Herrenhaus wird von

Gebäuden des 17. und 18. Jhs. umgeben. Der erhaltene untere

Teil des einstigen Bergfrieds (links des Herrenhauses) ist heute

mit einem Mansarddach gedeckt. Die mit Türmen verstärkte

Wehrmauer sowie der Torturm entstammen der Zeit des 14. und

15. Jhs.


Wir gehen aus dem Burginnenhof hinaus und halten uns rechts.

2 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße links.

5 Minuten später wandern wir rechts zum „Bahnhof“. 297 Min.

3 Minuten später wandern wir auf den Bahnsteig von Untermaubach.

Rurfelsenweg

Ende

E 09

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