Modena - Kunstwanderungen

kunstwanderungen.de

Modena - Kunstwanderungen

*** Palazzo Comunale. Sein Bau wurde 1194 begonnen, 1378

restauriert und 1624 weitgehend erneuert. Im 18. Jh. hat man

ihn seitlich und rückwärtig erweitert. Im Erdgeschoss befindet

sich ein Portikus, im Zentrum der Uhrturm von 1552 und eine

Muttergottes von 1805. An der rechten Ecke ist eine Figur des

13. Jhs. angebracht, die man „Bonissima“ nennt, also: Wohltäterin

der Armen.

Schließlich wandern wir in den Dom

***** St. Geminianus.

Anstelle des Vorgängerbaus, der schon diesem Heiligen geweiht

war, aber zusammenfiel, hat man den Grundstein für die

dreischiffige lombardisch-romanische Basilika 1099 gelegt. Der

Dombaumeister hieß „Lanfrancus“. Erst 1140 wurde das Haus

mit dem Dach geschlossen, das seinerzeit eine Balkendecke

war, die im 15. Jh. der Rippenwölbung weichen musste. Im 13.

Jh. wurden Chorhaus und Querschiffe erhöht, 1261 der lombardische

Glockenturm aufgestockt und 1319 vollendet. Die Arbeiten

vollzogen sich nun unter der Aufsicht des Dombaumeisters

Anselmo da Campione, später seines Sohnes, seiner Enkel und

Urenkel, etwa sieben Generationen lang.

Wir gehen daraufhin von der Fassade aus links um den Dom herum.

Das Äußere.

Die Fassade aus romanischer Zeit mit gotischer Fensterrose

des 13. Jhs., eine der schönsten Italiens, schuf Anselmo da

Campione samt seiner Werkstatt. Die Porta Papale, das älteste

Relieftafeln zeigen über dem linken Portal: Erschaffung Adams

und Evas; links neben dem Hauptportal: Sündenfall und Verdammnis;

rechts neben dem Hauptportal: Landwirtschaft mit

dem Opfer Abels und seinem Tod durch Kain; über dem rechten

Seitenportal: Lamech erschießt Kain, Arche Noah und Verlassen

der Arche. Die Reliefs stehen am Anfang erzählender

romanischer Plastik in Italien und gehörten der ursprünglichen

Fassade nicht an, wurden hingegen erst bei der gotischen Renovierung

hier angebracht.

Wiederkehrend am Äußeren sind die Knotensäulen und Löwen.

Linke Langhauswand: Porta della Pescheria, nach dem nahen

Fischmarkt benannt, der Zeit nach 1125, ein Löwentor, dessen

Der Glockenturm „La Ghirlandina“ mit seinen 86 Metern steht

in leichter Schieflage, denn bald nach seinem Bau senkte sich

der Boden. Dennoch stürzte er beim Erdbeben von 1117 nicht

ein.

Die drei Apsiden bieten einen herrlichen Anblick.

Rechte Langhauswand: Die Porta Regia, das große Portal, entstand

um 1200. Die rosafarbenen Marmorskulpturen schuf Anselmo

da Campione, der von 1175 bis 1231 daran arbeitete. Der

Vorbau trägt die kupferne Figur des Geminianus, 1376.

Die Porta dei Principi, das kleine Portal, besitzt an den Innenseiten

die zwölf Apostel, aus der Schule des Wiligelmus, und

3. Als Fledermaus entflieht der Dämon Krankheit der Tochter

des Kaisers. 4. Geminianus wird beschenkt. 5. Geminianus reitet

nach Modena zurück. 6. Geminianus stirbt.

Das Innere

Der Hochchor. In der Kalotte: Krönung Mariens, darunter die

vier Evangelisten, 19. Jh. – Der Hochaltar stammt aus dem 14.

Jh. – Das Chorgestühl schufen Cristoforo und Lorenzo da

Lendinara, 1465.

Linker Seitenchor. Fresko: Madonna della Piazza, von Cristoforo

da Modena. – Links des Fensters: Toskanische Muttergottes,

Relief des 15. Jhs.; rechts des Fensters: Geminianus auf Flügeln

des Engels, von Agostino Duccio. – Polyptychon: Marienkrönung

mit Heiligen, von Serafino Serafini, 1384. – Über der

Treppe: Monument für Claudio Rangoni, von Nicolò

Cavallerino, 1537.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine