Kyllburg und die Kyll - Kunstwanderungen

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Kyllburg und die Kyll - Kunstwanderungen

E 54

Kyllburg und die Kyll

Dudeldorf – Malberg – Kyllburg – Dudeldorf

Rundwanderung

6 Stunden und 42 Minuten reine Wanderzeit

Wir gehen in Dudeldorf aus dem Obertor hinaus, nach links, kurz darauf an

der Gabelung auf die „Gondorfer Straße“, an der Gabelung links auf die

Sackgasse, queren später die Landstraße zur „Grillhütte Gondorf“. Später haben

wir *** Ansichten von der Eifel.

30 Minuten später wandern wir auf dem Landsträßchen links nach „Wilsecker“

und gehen auf der Hauptstraße durch den Ort.

9 Minuten später wandern wir rechts auf die „Kirchstraße“, halten uns links

und kommen vorbei an einem * Wegkreuz aus Buntsandstein, von 1628.

2 Minuten später wandern wir beim Friedhof mit Trinkwasser in die Kirche

von

172 Min.

Wilsecker,

*** St. Nikolaus. Das kleine Gotteshaus wurde 1858 errichtet.

Das Chorhaus. Neugotische Fensterverglasung. – Auf dem hübschen

Barockaltar steht eine Pietà unter der Figur des Nikolaus.

– Immaculatafigur, neugotisch. – Josefsfigur, neugotisch.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der Querstraße links bergauf, kurz darauf

auf der Schrägquerstraße rechts und folgen dem schwarzen Dreieck.

6 Minuten später wandern wir bei Rastplatz, Hütte, * Wegkreuzen und einer

*** Ansicht von Kyllburg über den Querweg trepp- und bergab.


7 Minuten später wandern wir links, fast in Gegenrichtung nach „Malberg 3

km“. – Viel später haben wir

***** Ansichten vom Schloss Malberg über Kirche und Dorf.


5 Minuten später wandern wir an der Gabelung links zum „Schloss“.

3 Minuten später wandern wir vors Schloss in 223 Min.

Malberg.

Die Geschichte des Ortes, der heut zu Kyllburg gehört, ist identisch mit der des Schlosses.

Die Herren von Malberg aus dem Geschlecht der Ravengare werden 1008 erstmals

erwähnt. Ab 1404 haben die Grafen von Luxemburg und der Erzbischof von Trier gemeinsam

Lehenshoheit. Das bedingt häufigen Besitzwechsel. 1615 geht die Anlage an

die Familie Veyder. Der Bauherr des bestehenden Schlosses ist der Kölner Erzbischof

Johann Werner von Veyder.

***** Schloss Malberg. Wir gehen durchs äußere Tor, vorbei am

links erbauten ehem. Brauhaus und rechts angelegtem Eisernen Garten,

gehen durchs mittlere Tor aufs innere Tor zu. Dort haben wir den Blick

nach links auf die Schlosskapelle. Hier sind 10 Skulpturen, Allegorien

der Jahreszeiten und Jagdszenen, des Rokokobildhauers

Ferdinand Tietz ausgestellt. Das rechts quer stehende Haus ist der Alte

Bau. Durchs innere Tor gelangen wir in den Hof, in dem links das Uhrentürmchen

steht, frontal das Herrenhaus, hinter dem die Terrasse in den

runden Garten führt. Rechts befindet sich der Arkadenbau, der unten

als Remise wie Stallung und oben als Heuspeicher diente.


Der Altbau des späten 16. Jhs. wurde 1702 umgebaut und von

drei auf vier Geschosse erhöht. Der Arkadenbau kam 1710 hinzu.

Zwischen 1712 und 1714 wurde der Neue Bau hochgezogen.

Er ist zweieinhalb Geschosse hoch und vier Achsen breit.

1712 hat man auch die Vorburg (äußeres Tor, Brauhaus, mittleres

Tor, eiserner Garten) in die heutige Form gebracht. Gleichzeitig

erbaute man die Schlosskapelle, die 1812 erweitert wurde.

1758 schuf Ferdinand Tietz die steinernen Götzen auf der Brüstung

der Gartenterrasse.

Wir gehen aus dem Schlosshof hinaus, dann auf der Querstraße vor dem roten

* Buntsandsteinkreuz rechts bergab und auf gekommenem Weg zurück.

1 Minute später wandern wir in die profanierte Kapelle

*** Alt St. Quirin. Die barocke Kirche besitzt einen rippengewölbten

gotischen Chor und dient heute als Antiquitätenausstellungsraum.

Wir gehen aus der Kapelle hinaus, nach rechts, rechts auf „An der alten Kirche“

und halten uns rechts.

2 Minuten später wandern wir links in die am Platz stehende Kirche

*** St. Quirinus. Die neugotische Kirche wurde 1905 erbaut.

Das Innere wirkt aufgrund des Wechsels von roten angestrichenen

Bögen, Kapitellen, Fensterlaibungen und Pfeilern mit

dem Weiß der Wände äußerst harmonisch. – Die Einrichtung

und die Fensterverglasung sowie die Kreuzweghochreliefs sind

einheitlich neugotisch.

Das Chorhaus. Die Glasgemälde von links: Quirinus, Kreuzgruppe,


Nikolaus; die Verglasung wurde im 20. Jh. nach vorhanden

Kartons hergestellt. – Auf dem Altar stehen Heiligenfiguren.

Linker Seitenchor. 1. Verglasung: Verkündigung. – 2. Skulptur

der Pietà.

Hintere rechte Kapelle: Verglasung: Taufe Jesu.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links, beim Gasthof und Dorfladen

Richtung haltend auf die „Pellstraße“ und auf gekommenem Weg zurück.

„Zentrum“, Gasthof, und Richtung haltend stets bergauf durch

241 Min.

Kyllburg.

Kyllburg wird schon 800 als castrum Kiliberg erwähnt. 1239 lässt Erzbischof Theoderich,

um das Trierer Erzbistum gegen die Herren von Malberg zu schützen, die Kyllburg

erbauen. 1256 wird der Ort befestigt, 1347 als oppidum=Festung bezeichnet. Von da an

ist Kyllburg bis zum Ende des 18. Jhs. im Besitz der Trierer. 1797 wird der Ort mit dem

gesamten linken Rheinufer französische Provinz, 1801 Frankreich einverleibt – bis die

Preußen kommen. 1956 erhält Kyllburg Stadtrechte.

*

Später kommen wir vorbei an der

*** Burg. Die Anlage wurde auf Restgemäuern wieder aufgebaut.

Erhalten ist der Bergfried. Die Bauten um ihn herum

stammen aus dem frühen 20. Jh.

12 Minuten später wandern wir in die Stiftskirche

**** Unsere Liebe Frau. Die Marienkirche stammt aus dem

14. Jh. Das einschiffige Langhaus mit den Maßwerkfenstern

wird von einem Nordturm überhöht, dessen beide obere Geschosse

mit dem Steinhelm erst 1864 aufgesetzt wurden. Ein


wesentlich niedrigerer Chor mit Maßwerkfenstern wird von

noch niedrigeren Nebenchören begleitet. – Außen am Langhaus

links befindet sich ein schönes Doppelportal. Am Hauptportal:

Buntsandsteinmuttergottes. – Das Innere ist kreuzrippengewölbt.

Das Chorhaus. Auf dem neugotischen Hochaltaraufbau stehen

Die Glasgemälde von 1534 in den Fenstern zeigen im unteren

Bereich Heiligenfiguren und Stifter. Darüber von links nach

rechts: Anbetung Jesu durch die Hirten und Verkündigung,

Kreuzigung und Dreifaltigkeit, Grablegung und Auferstehung.

– Linke Wand: 1. Epitaph für Hugo von Schmidtburg, von

1630: Vesperbild zwischen Maria Magdalena und Stifter, Hugo,

Grabplatte für Johann von Schönenburg, 1540, mit Ahnenwappen.

– Rechte Wand: 1. Doppelpiscina (piscina=Becken, in

dem der Priester Hostienkelch und Hände wusch); 2. Dreisitz.

Linkes Seitenchörchen. Neugotische Andreas-Figur.

Rechtes Seitenchörchen. Neugotische Vater Josef-Figur.

Das Langhaus. Chorgestühl des 14. Jhs. – Im Chorbogen: Antonius,

(links) und Johannes Nepomuk, beide neugotisch. –

Linke Wand. 1. Renaissance-Familienaltar, von Adam Donner,

von 1629, mit Gottvater, oben, Anna Selbdritt samt Stifter

Johannes Karl im Mittelbild und der Familie unten sowie Heiligenfiguren;


2. Triumphkreuz, um 1300; 3. Rokoko-Beichtstuhl. – Rechte

von Brandscheidt, 15. Jh., d) für Philipp von Schönburg, renaissancen,

e) für Johannes von Vianden (+1537), f) für Johann

von Brandscheidt; 3. Kreuzgemälde, 18. Jh.; 4. Rokoko-

Beichtstuhl. – Dreiteiliger Orgelprospekt samt Heiligenfigürchen

auf der Balustrade.

Die Eingangshalle, linke Kapelle: Maria Lactens, 18. Jh.

Der Kreuzgang des 14. Jhs. ist kreuzrippengewölbt über

Dienstbündeln. Die Öffnungen sind dreiteilig mit bekrönendem

Vierpass, das Maßwerk mit lilienartigen Nasen.


– Grabplatten des 14. bis 16. Jhs. – Kreuzgruppe aus der Hoffmann-Werkstatt.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, nach rechts, um die Kirche

herum zum

*** Kapitelhaus aus dem 14. Jh., dessen Umfassungsmauern

noch original sind, ansonsten im Laufe der Jahrhunderte Veränderungen

vorgenommen wurden.

Wir kehren um, gehen auf gekommenem Weg zurück und passieren


*** Historische Bauten und Bauteile, so z. B. Nr. 44 links:

Türsturz; Nr. 17 rechts: Wappen; Nr. 22 links: Türsturz von

1760; Nr. 20 links: Türsturz von 1764; Nr. 13 rechts: Haus mit

neugotischen Bögen.

8 Minuten später wandern wir an der Dreiergabelung rechts zum „Bahnhof“.

3 Minuten später wandern wir vorbei an links errichtetem

*** Nordportal des Kyllburger Tunnels, von 1870,

sofort rechts auf der Fußgängerbrücke über die Kyll, auf der Querstraße rechts

und kurz darauf vorbei an links erbauter Nr. 23,

*** Haus, fünfachsig mit schmuckvoller Mittelachse, um 1795,


Das Chorhaus. Altaraufbau mit der Kreuzgruppe sowie den

Aposteln Petrus und Paulus.

Linker Querschiffarm, Apsis: Altar mit Thronender Muttergottes,

flankiert von Glasgemälden, die die Verkündigung zeigen.

– Am Chorpfeiler: Vater Josef.

und folgen bei Auftreten dem „Kylltal“-Radweg“ nach „Wilsecker“, später

auf gekommenem Weg mit *** Ansichten von Kyllburg.

8 Minuten später wandern wir auf der Brücke über die Autobahn, auf dem

Querweg links und stets auf dem Hauptweg mit *** Ansichten von der Eifel.

22 Minuten später wandern wir über die „Bitburger Straße“ auf die „Kirchstraße“.

Gasthof.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche von 340 Min.

Badem,

*** St. Elegius. Der neoromanische Bau von 1907 aus Kalksteinquadern

mit Sandsteingliederung besteht aus dem Westturm,

ausladendem Ostwerk und einem nur kurzen Langhaus.

Die Einrichtung ist – mit einer Ausnahme – einheitlich neugotisch.

Die Glasfenster sind aus dem 20. Jh.


Rechter Querschiffarm, Apsis: Altar mit Herz-Jesu-Figur. – Am

Chorpfeiler: Figur des Elegius.

Das Langhaus. Linke Wand: Figur der Apollonia; Figur der

Barbara. – Rechte Wand: Figur des Antonius; Figur des Franziskus.

– Rückwand: Frühbarocke Grabplatte mit dem Relief

der Muttergottes, von 1605, farbig gefasst.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach links auf die „Pfarrhausstraße“.

9 Minuten später wandern wir über den Querweg hinter umzäunten Weiden.

2 Minuten später wandern wir auf dem Querweg in den Feldern links.

5 Minuten später wandern wir auf dem Feldquerweg rechts.

10 Minuten später wandern wir auf der „Bademer Straße“ rechts und halten

uns links in

397 Min.

Dudeldorf.

Steinzeitfunde und römische Bebauung weisen auf früheste Besiedlung hin. Erste urkundliche

Erwähnung erfolgt 771 als Dudlendorf. 1345 erhält Dudeldorf Stadtrechte,


die erst 1856 mit Erlass der preußischen Städte- und Landgemeindeordnung verloren

gehen. Dudeldorf ist fortan Landgemeinde im Kreise Bitburg. 1937 kommt Ordorf zu

Dudeldorf. Seit 1970 gehört Dudeldorf zur Verbandsgemeinde Bitburg-Land.

*

3 Minuten später wandern wir links auf den

*** Friedhof, mit Portalpfosten samt Barockfiguren des 18.

Jhs., der Muttergottes und des Johannes Nepomuk sowie der

Friedhofskapelle des 19. Jhs. mit Reliefs des 18. Jhs: Jesus vor

Pilatus, Kreuzigung und Kreuztragung.

Wir gehen aus dem Friedhof hinaus, nach links und durchs

*** Obertor der Stadtbefestigung von 1453, …

… hinterm Obertor links, Gasthof, vorbei an der

*** Stadtmauer von 1345, die 1453 erneuert wurde,

vorbei am ** Johannesbrunnen von 1800 mit der Nepomukfigur, vorbei an

dahinter stehender Burg und gelangen in die Kirche

*** St. Mariä Himmelfahrt. Das Gotteshaus wurde 1910 im

neugotischen Stil errichtet. Leider hat man ihm einen allzu

schlichten Westturm verpasst. – Außen, rechts vom Portal: Figur

Johannes des Täufers, 15. Jh.

Das Innere der Kirche gibt einen harmonisch neugotischen

Eindruck wieder, aufgrund der erhalten Wandmalereien der

Bauzeit, der Fensterverglasung und der individuellen Kreuzwegbilder.

Die zwei Beichtstühle sind jedoch aus dem 18. Jh.


Das Chorhaus. Die Glasgemälde zeigen den Tod Mariens

(links) in der Auffassung, den Leib Jesu gereicht zu bekommen,

und die Marienkrönung.


Barockisierender Altaraufbau von 1926 mit der Büste Gottvaters

über der Strahlenmuttergottes und über Sebastian, dem

Auferstandenen, Johannes dem Täufer und Augustinus; der Tabernakel

ist von 1747. – Zelebrationsaltar mit Abendmahl.


Am Chorbogen: Figur Johannes des Täufers (links) und des Vaters

Josef.

Linkes Seitenschiff. Barockisierender Altaraufbau von 1930 mit

neugotischer Pietà.

Rechtes Seitenschiff. Frontwand: Barocke Kreuzgruppe. – Kanzel.


Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, geradeaus durchs Burgportal

zur Ansicht der

*** Burg derer von Dudeldorf Der dreigeschossige Winkelbau

von 1735 besitzt zwischen den beiden Flügeln einen spätmittelalterlichen

Wohnturm, der 1724 verändert wurde.

Wir kehren um, wandern vor der Kirche links, an ihr entlang bergab, hinterm

* Marktbrunnen von 1859 links bergab und durchs

*** Untertor der Stadtbefestigung von 1453.

Wir kehren um, gehen auf der Dorfstraße zurück.

5 Minuten später wandern wir aus dem Obertor hinaus. 402 Min.

Dudeldorf – Malberg – Kyllburg – Dudeldorf

Ende

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