das Sulztal - Kunstwanderungen

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das Sulztal - Kunstwanderungen

A 04

Berching und das Sulztal

Beilngries – Hirschberg – Biberbach – Plankstetten – Berching

Sollngriesbach – Pollanten

Streckenwanderung

4 Stunden und 48 Minuten reine Wanderzeit

Bus

Pollanten Mo-Fr 8.55, 10.55, 15.55, 16.55, 17.55, 18.55, 19.55

Beilngries ZOB Mo-Fr 9.33, 11.33, 16.33, 17.33, 18.33, 19.33, 20.33

Wir steigen in Beilngries am ZOB aus dem Bus aus, gehen vom Busbahnhof

aus auf „An der Bauernwiese“ rechts und halten Richtung.

dem Kriegerdenkmal links und auf der Durchfahrtsstraße abermals links.

2 Minuten später wandern wir im Kreisverkehr rechts nach „Hirschberg“.

4 Minuten später wandern wir an der Straßengabelung links bergauf und

folgen stets Richtung haltend der „2“.

14 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links und halten uns links

in

32 Min.

Hirschberg (Oberbayern).

Die Geschichte des Ortes ist identische mit jener der Burg.

*

5 Minuten später wandern wir ins

*** Schloss Hirschberg. Das fürstbischöfliche Jagdschloss

(heute Seminarstätte des Bistums Eichstätt und nur gegen Voranmeldung

zu besichtigen) ist eine langgestreckte Rechteckanlage,

die zwischen 1170 und 1200 als Burg errichtet und zwischen

1760 und 1764 zum spätbarocken Schloss umgebaut

wurde. Von der Burg sind Ringmauern mit vier Mauertürmen,

Teile der Vorburg und ein spätmittelalterlicher Saalbau im Osten

erhalten geblieben. Im Westen befinden sich zwei romanische

bergfriedartige Türme; der nördliche ist ab dem Obergeschoss

gotisch, der südliche hat einen gotischen Giebelaufbau.


Die beiden Zwingeranlagen sind romanisch wie die Ringmauer

bis zum Rokokobau.

Die Schauseite des Hauptbaus besitzt drollig Nischenfiguren

des Johann Jakob Berg sowie einen Balkon.

Das Innere. Der Kaiseraal zeigt Porträts der kaiserlichen Familie.

Der Rittersaal zeigt sich mit Rokoko-Stuckatur und dem

Deckengemälde von Michael Franz: Opferung Iphigeniens,

1764.

St. Johannes. Die Burgkapelle ist heute evangelisch. Im Kern

stammt sie aus dem 12. Jh., wurde aber im 20. Jh. umgestaltet.

Wir gehen aus dem Schloss hinaus und auf gekommenem Weg zurück.

*** Ansichten von Schloss Hirschberg


Biberbach (Oberbayern)

Biberbach wird 1080 erstmals erwähnt. Vermutlich gehört es den Grafen von Hirschberg.

1305 ist der Ort Reichslehen. Später gehört es zur Pfarrei Plankstetten. 1802

gelangt man an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana und 1806 ans Königreich

Bayern. Ab 1880 ist man ein Teil von Beingries und hat ca. 300 Einwohner.

*

9 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor der Ummauerung links

und halten uns rechts, sozusagen umwandernd die

*** Kirchenbefestigung mit Torturm, eine Wehranlage aus

spätgotischer Zeit, die im 18. Jh. verändert wurde.

1 Minute später wandern wir in den Kirchhof und in die Kirche

*** St. Michael. Die spätgotische Chorturmanlage wurde im

18. Jh. spätbarock verändert. Der Chorturm hat einen achteckigen

Aufbau von 1751 mit Pyramidenhaube.


Der Turmchor. Kreuzrippen und Schildbögen mit Schlussstein.

Das Langhaus. Die Decke zeigt die Gemälde des Höllensturzes

1629; Gunthild, Skulptur der Zeit um 1480; Katharinenbüste,

18. Jh.

Wir gehen aus Kirche und Kirchhof hinaus, halten uns links und gehen auf der

Querstraße vor quer verlaufendem Bach links.

Plankstetten (Oberpfalz).

3 Minuten später wandern wir in die Kirche vom

***** Benediktinerkloster. Das Kloster hat man 1129 gegründet.

Die Gebäude wurden in den Bauernkriegen geplündert und

im 30-jährigen Krieg von den Schweden verwüstet. 1634 hatten

Abtei erhoben.

St. Mariä Himmelfahrt. Die Klosterkirche wurde 1138 nach

clunensischem Vorbild im Hirsauer Stil errichtet. Nach ihrer

Zerstörung um 1700 wurde sie verändert.

Das Paradies. Das Portal ist romanisch:


daneben am seitlichen Bogen: romanischer Löwe mit Weinlaub.

Das Chorhaus. Auf dem Hochaltar von 1712 befinden sich die

Skulpturen von Gottvater sowie Maria und Johannes.

Das Langhaus. Die Kanzel ist von 1655.


Rokokoaltar mit den Figuren der Katharina, der Muttergottes

und des Dominikus.

Rokokokokapelle. Pietà aus Stuckmarmor. – Rokokoaltar: Tod

des Benedikt.

Der Kreuzgang ist spätgotisch mit romanischen Arkaden.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts, auf gekrümmter Querstraße

„Klosterplatz“ links auf „Eglasmühler Straße“ , sofort links auf „Westweg“.

2 Minuten später wandern wir auf der Schrägquerstraße links.

1 Minute später wandern wir auf dem Schrägquerweg links.

5 Minuten später wandern wir auf dem Steg über den Bach und an der Gabelung

vorm Rastplatz „Kuzerloch“ rechts.

4 Minuten später wandern wir auf dem Plattenquerweg rechts bergab.

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung links, vom Plattenweg und

folgen der „5“ .

7 Minuten später wandern wir an gleichberechtigter Gabelung rechts und

folgen der „5“ , stets auf dem Hangweg bleibend.

10 Minuten später wandern wir direkt hinter der Brücke links auf den „Betriebsweg“

und auf dem schräg verlaufenden Uferweg rechts.

7 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts bergauf auf den Radweg

und vor der Brücke rechts zur „hist. Innenstadt“ von 176 Min.

Berching (Oberpfalz).

Berching wird als Pirihinga erstmals im Jahre 883 erwähnt. Nach 912 befindet man sich

im Besitz der Eichstätter Bischöfe. Das „Kleinod des Mittelalters“ ist 1296 bereits

befestigter Ort des Hochstifts Eichstätt. 1314 ist man civitas, also Stadt. Die Stadtmauer

wird im 15. Jh. erneuert. In der Säkularisation ist man kurz salzburgisch, wird aber 1806

bayrisch. Eingemeindungen ab 1970 lassen die Bevölkerungszahl auf über 8500 Einwohner

ansteigen.

3 Minuten später wandern wir rechts durchs

*** Gredinger Tor der Stadtmauer des 15. Jhs.

und gehen Richtung haltend über den lang gestreckten

*** Reichenauplatz mit historischer Bebauung.


3 Minuten später wandern wir mit einer *** Ansicht vom frontal stehenden

*** Neumarkter Tor der Stadtbefestigung des 15. Jhs.

rechts auf die „Kirchgasse“.

1 Minute später wandern wir in die Kirche

**** St. Mariä Himmelfahrt. Die Kirche geht aus einer


Der Turm ist ein Werk der Gotik mit späteren Veränderungen

sowie einem Spitzhelm über Dreiecksgiebeln.

Das Chorhaus. Der sechssäulige Hochaltar mit Rocailledekor

zeigt im Bild die Himmelfahrt Mariens, ein Gemälde von Willibald

Wunderer, 1779, flankiert von den Figuren des Willibald

und der Walburga.


Das Langhaus. Das Deckengemälde des 18. Jhs. zeigt die Marienkrönung

sowie die damals bekannten vier huldigenden Erdteile,

Fresko von Johann Michael Baader, 1758. An den

Jahrhundert. – Beichtstühle in Rokokoformen. – Vorzügliche

Zunftstangen des 18. Jhs.

Orgelprospekt von 1758.

Raab, 1785. – Linke Kapelle. Am Zugangsbogen: Kalksteinepitaph

für den Propst Johann Christoph Schrehl (+1685) mit

der Auferweckung des Lazarus (vorne);


Kalksteinepitaph für Propst Georg Keller (+1542) und seine

Frau unter dem Kreuz, von Loy Hering (hinten). In der Kapelle:

Frontwandaltar mit Franz Xaver, Gemälde der Zeit um 1770

der Ölbergsszene, Gemälde von Chrysostomus Winck, um

1770; Außenwand: Skulptur der himmelfahrenden Maria, 18.

Jh.

*** Wehrgang, überdeckt, rings um die Stadt laufend,

durchs Marientor und halten uns fortan links, den Ort umrundend immer

nächst der

***** Stadtmauer von 1430 mit zwölf Wehrtürmen, deren

jede eine andere Gestalt und Höhe aufweist.

Wir kommen vorbei am runden Badturm und am eckigen Pröllturm.

5 Minuten später wandern wir an der Kreuzung beim Neumarkter Tor rechts.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Laurentius. Die ehemals romanische Kirche wurde

öfters umgebaut.

Das Äußere. Plastische Ölbergsszene.

Das Chorhaus. Der Hochaltar birgt im neugotischen Schrein

Figuren der Zeit um 1520: Laurentius, Marienkrönung,


Stephanus; die Innenflügel schildern die Diakonatsweihe und

das Begräbnis des Laurentius (links) sowie Laurentius vor dem

Richter und die Heilige Sippe; beiderseits des Tabernakels gemalte

Verkündigungsgruppe; auf der Rückseite nazarenische

Passionsbilder. – Linke Wand: Lautentiusfigur, 15. Jh. – Rechte

Wand: Spätgotischer Tabernakelrest.

Das Langhaus. Am Chorbogen: Epitaph für Petrus Eusebius

Hämmerle (+1755) und Philipp Billinger (+1734), jeweils bekrönt

von je sieben zierlichen Nothelferfiguren. – Linker Altar,

im 19. Jh. zusammengesetzt, mit einer Laurentiusfigur sowie

den spätgotischen Gemälden: Papst Sixtus befiehlt Laurentius

die Schätze an; Laurentius gibt die Schätze den Armen; Laurentius

stellt den Armen Kaiser Decius vor; Laurentius wird gefangen

genommen.

Rechter Altar, im 19. Jh. zusammengesetzt, mit der Figur des

Sebastian sowie den spätgotischen Gemälden: Laurentius wird

zum Tode verurteilt; Laurentius wird mit Fackeln gebrannt;


Laurentius wird mit Knüppeln geschlagen; Laurentius stirbt auf

dem Rost. – Linke Wand: Kanzel um 1700 mit den vier Kirchenvätern

und Paulus. – Rechte Wand: 1. Epitaph für Propst

Georg Schöttel und mit Frau und Kindern, 1584, renaissance; 2.

Schmerzensmutter unter dem Kreuz, barock; 3. Holzrelief der

Kreuztragung, um 1425.

Beichtstühle von 1691. – An der Emporenbrüstung: Musizierende

Engel, Gemälde von 1688. – Rückwärtige Wandpfeiler:

Bemalte Relieftafeln, um 1504: Anna-Selbdritt-Relief und Barbara.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links, vorbei an ** schmiedeeisernen

Grabkreuzen und in der Anlage weiter.

1 Minute später wandern wir zum Rest der Kirche

*** St. Michael. Von der Kirche von 1701 steht nach Abriss

von 1816 nur noch der Chor. Er fungiert als Kriegergedächtnisstätte.

Im Inneren befindet sich reicher Stuck; zudem gibt es ein


Fresko mit der Ansicht von Berching. Die Figur des Michael

entstand um 1700.

Wir gehen auf gekommenem Weg in Richtung Neumarkter Tor zurück.

2 Minuten später gehen wir hinter der Sulzbrücke

rechts auf die „Klostergasse“ und halten uns links nächst der Stadtmauer (zur

besseren Ansicht allerdings später auf dem Wall bleibend). Wir kommen

vorbei am Schickturm, am auf der Ecke stehenden Storchenturm und am

niedrigen Chinesenturm (wegen seines chinesischen Aussehens so benannt).

8 Minuten später wandern wir vorbei am auf die Ecke gesetzten Frauenturm,


und mit Blick nach links auf den niedrigen viereckigen Biersiederturm,

auf dem U ferweg rechts und bleiben nächst dem Main-Donau-Kanal.

3 Minuten später wandern wir an der Gabelung rechts treppauf und auf der

Brücke über den Kanal.

3 Minuten später wandern wir hinter der Brücke links bergab und auf dem

Querweg vor dem Kanal abermals links und stets nächst dem Kanal.


45 Minuten später wandern wir an der Gabelung direkt nach unterquerter

Straßenbrücke an der Gabelung links und halten uns links, auf der Brücke

über den Kanal.

13 Minuten später wandern wir kurz vor quer verlaufender Landstraße links

auf den Asphaltweg, der später zum Schotterweg wird.

6 Minuten später wandern wir an der Kreuzung beim Wegkreuz

rechts und über den König-Ludwig-Kanal.

Der Ludwig-Donau-Main-Kanal

1825 steigt König Ludwig von Bayern in das Projekt eines Kanals

zwischen Kelheim und Bamberg ein, der den Main mit der

Donau verbinden soll. 1836 beginnen die Arbeiten, die bis

Ditfurt im Wesentlichen das Bett der Altmühl nutzen. Der Kanal

ist heute überwiegend vom neuen Main-Donau-Kanal der

80er Jahre des 20. Jhs. überbaut. Von da an bis Beilngries schuf

man unter König Ludwig einen so gen. Stillwasserkanal, der in

Beilngries nach Norden abknickt, an Berching vorbei. Dieser

Kanal ist neben dem neuen Kanal parallel zum Flüsschen Sulz,

das teils vom neuen Main-Donau-Kanal verschluckt worden ist,

erhalten, teils trocken, aber ab Beilngries nach Norden noch 65

km lang mit Wasser gefüllt. Bei Pollanten läuft der Ludwig-

Kanal streng nach Norden über Neumarkt in der Oberpfalz

hinweg, hingegen der neue Main-Donau-Kanal nach Westen

abdriftet. Der Ludwig-Kanal führt nun an Nürnberg vorbei, an

Erlangen und Forchheim. Danach ist der Kanal bis Neuses an

der Regnitz von der Autobahn überbaut. Schließlich ist sein

Verlauf identisch mit dem neuen Main-Donau-Kanal. 1840

waren 90 Schleusen fertiggestellt. 1843 wurde der Kanal eröffnet.


2 Minuten später wandern wir an der Gabelung hinter Nr. 12 rechts treppauf.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche von 284 Min.

Pollanten (Oberpfalz).

In Pollanten ist eine spätkeltische Siedlung nachgewiesen. Ansonsten ist die Geschichte

des Ortes identisch mit der von Berching, dazu Pollanten heute gehört.

*

*** St. Georg. Die romanische Chorturmanlage erhielt 1720

ein neues Langhaus. Der Turm wurde 1739 durch einen Oktogonaufsatz

und doppeltes Zwiebeldach erhöht.

Das Innere. Die Bandel- und Laubwerkstuckaturen der Zeit um

1730 sind mit Putten, Vasen und Gittern durchsetzt. Die nazarenischen

Deckenfresken der Zeit um 1900 zeigen die Muttergottes

und die Verklärung auf dem Berge Tabor, umgeben von

Heiligen und Kirchenvätern in Medaillons. Die fünf Fenster mit


Heiligendarstellungen und einer Neo-Rokoko-Ornamentik sind

ebenfalls nazarenisch vom Anfang des 20. Jhs.

Der Chor. Der Hochaltar des 18. Jhs. trägt vier Säulen und zeigt

auf dem Blatt den Georg.

Das Langhaus. Linker Altar mit dem nazarenischen Gemälde

der Maria Immaculata. – Rechter Altar mit dem nazarenischen

Gemälde des Sebastian.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf gekommenem Weg zurück.

4 Minuten später wandern wir links auf die „Hauptstraße“ und zur Bushaltestelle

Pollanten Nord.

Das Sulztal

Ende

*

288 Min.

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