Centro RAI – Cesano - Kunstwanderungen

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Centro RAI – Cesano - Kunstwanderungen

RK A02

Centro RAI – Isola Farnese – Veio – Olgiata (Cesano)

Vorbemerkung

a) Da die kleine Brücke über den T. Valchetta seit Jahren zerstört ist, muss

man an der Furt barfuß durch den knöcheltiefen Bach schreiten, was allerdings

völlig unproblematisch ist, falls man ein Fußbad nicht scheut.

b) Zwischen Olgiata und Cesano gibt es keine andere Verbindung als die Via

Cassia. Die zu gehen, kann man keinem Menschen empfehlen. Die westliche

Seite der Cassia hat keine durchgehenden Wege. Die östliche Seite der Cassia

zwischen Olgiata und Cesano ist zwischen Cassia und der Bahnlinie vom wie

ein Gefängnis umzäunten sowie von Sicherheitsdiensten bewachten Privat-

Dorf Olgiata blockiert. Die westliche Seite der Bahnlinie blockiert das nicht

minder streng bewachte und bewehrte Areal von Radio Vatikan. Daher besteigt

man in Olgiata den Zug, um zurückzufahren.

Olgiata (Cesano)

Rom, San Pietro

Zug

Mo-Sa 8.01+alle 15 Min., So 8.01+alle 30 Min.

Mo-Sa 8.40+alle 15 Min., So 8.40+alle 30 Min.

Wir steigen an der Station S. Pietro aus dem Zug und gehen zum Petersdom.

15 Minuten später wandern wir richtunghaltend übern Petersplatz, halten Richtung.

10 Minuten später wandern wir in die Metrostation und fahren:

Metro

Rom, Ottaviano,

verkehrt andauernd

nach

Rom, Flaminio,

kommt ca. 5 Min. später an

Wir steigen um in die S-Bahn

Rom, Flaminio,

verkehrt alle 8 Min.

nach

Rom, Centro RAI

kommt ca. 15 Minuten später an

3 Stunden und 51 Minuten reine Wanderzeit

Wir gehen aus der Station Centro RAI hinaus und auf der Querstraße links.

6 Minuten später wandern wir links durch die Fußgängerunterführung, halten

uns links, queren auf der Fußgängerbrücke die Via Flaminia und biegen links

ab auf die „Via Valchetta Cartoni“.

7 Minuten später wandern wir durch die Unterführung und halten uns rechts.

60 Minuten später wandern wir auf dem Querweg auf der Höhe links.

5 Minuten später wandern wir beim Gut il centro an der Gabelung vor dem

Baum mit weißem Pfeil und dem „F“ rechts bergab.

12 Minuten später wandern direkt vor verrottendem eisernen Gattertor rechts

auf dem Pfad uferab, mit nackten Füßen auf der Furt durch den Bach, dahinter

uferauf und bleiben nun immer auf dem Hauptweg.

30 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Querstraße auf die

„Via Agella“.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche von 164 Min.

Isola Farnese.

Isola Farnese wird im 10. Jahrhundert erstmals genannt. Im 16. Jh. haben die Farnese

hier eine ihrer Burgensitze. Der Ort gehört heute zur Gemeinde Formello.

*

*** S. Pancrazio. In dem dreischiffigen Bau des 15. Jhs. befinden

sich vorzügliche Fresken.

Der Chor. Marienkrönung über dem Marientod. Am Chorbogen

die vier Evangelisten um das Lamm Gottes herum, sämtlich

15/16. Jh.

Das Mittelschiff. Am rechten Pfeiler: Muttergottes, 15./16. Jh.

An der Rückwand befindet sich eine thronende Muttergottes,

von (verblassenden) Heiligen gerahmt.


Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach rechts bergauf.

2 Minuten später wandern wir in den Innenhof vom

*** Castello Ferraioli (Di-So 9-14 Uhr). Die Festung, die den

hoch aufragenden Tufffelsen überragt, war einst Sitz derer von

Orsini und Farnese. In der Ritterburg übernachteten Otto VI.

und Heinrich VII. ehe sie sich vom Papst in Rom zum Kaiser

krönen ließen.


Wir gehen aus dem Burgbereich hinaus

und halten uns auf den angebotenen Möglichkeiten stets rechts, auf Asphalt

bzw. Stein.


2 Minuten später wandern wir in den Museumsbereich, aufs Stadtplateau der

Città di Veio

Die etruskische Königsstadt Veji, die im 5. und 4. Jh. v. C.

nicht nur mit Rom konkurriert, sondern die römische Stadt auch

beherrscht, ist auf einer Erosionshochebene zwischen zwei Armen

des Tibernebenflusses Cremera entstanden. Sie soll wie

Athen oder Troja befestigt sein und wird nach zehnjähriger römischer

Belagerung im Jahre 396 von Camillus bezwungen.

Erst ein unter den Mauern gegrabener Tunnel bringt den Sieg

des Konsuls über die überraschten Vejianer. Von da an – nach

der Herrschaft Hadrians – zerfallen Ort und die Macht der Etrusker.

Die ersten nachweisbaren romantischen Werke irdischer Dichter

entstammen der Folgezeit. Römische Dichter besingen nämlich

melancholisch die Tempel und Paläste jener mächtigen

Könige, deren einstige Güter nun zu Viehweiden heruntergekommen

sind, die immerhin von einsamen Hirten bewacht werden.

Die Funde von Veji sind bedeutend; die so genannte Chigi-Vase

aus der orientalisierenden Periode befindet sich heute in der

Villa Giulia. Die jetzt noch sichtbaren Ausgrabungsüberreste

sind spärlich, aber die Landschaft ist von großem Reiz.

*

Die Etrusker

Etrurien, das eigentliche Gebiet des Volksstammes liegt zwischen

den Städten Volterra, Florenz und Perugia im Norden

sowie Rom und Rieti im Süden, eingegrenzt im Osten vom

Apennin und im Westen vom Meer. Heute teilen sich die Zonen

Toscana, Umbrien und Latium das Gebiet auf. Die Zentren des

seit dem 6. Jh. v. C. neben den Römern aufstrebenden Volkes

waren Cerveteri und Tarquinia, beide nahe dem Meer,

Voltumnia, nahe Bolsena am See und Velo. Die beiden letzteren

liegen in unserem Wandergebiet, lassen aber – im Gegensatz

zu den beiden anderen Stätten – so gut wie nichts mehr von

einstiger Pracht sehen. Auch im Norden und Süden gab es etruskische

Bevölkerung, deren Stätten sich aber nicht ähnlich

dem mittelitalienischen Raum entwickeln konnten, weil sie von

den Kelten im Norden, bzw. von den Griechen im Süden bekämpft

wurden. Die Auseinandersetzungen der toskanischumbrisch-latinischen

Etrusker mit den benachbarten Römern

waren nicht unerheblicher. Dennoch vermochte sich hier ein

bedeutendes Staatswesen zu etablieren, das endlich von den

gewaltigen und gewalttätigen Römern ausgelöscht wurde. Im

ersten Jahrhundert nach Jesu Geburt war schließlich alles römisch.

Über die Etrusker existierten mehrere Geschichtsschreibungen,

die allesamt verschollen sind; die berühmteste des Historikers

Claudius ist in der Bibliothek von Alexandria verbrannt.

Die politische Ordnung in Etrurien verstand sich als ein lockeres

Bündnis unabhängiger Stadtstaaten; dazu gehörten u. a. Pe-


ugia und Chiusi. Im Hain von Voltumnia trafen sich die Stadtvertreter

jährlich, um die Staatsaufgaben zu lösen.

Die Herkunft des Volkes ist nicht sicher zu klären. Ist die der

Italiener griechisch-balkanisch, so entstammt die der Etrusker

wohl aus der Zeit des vor-indogermanischen Sprachgebrauchs.

Die Sprache der Etrusker ist bis auf den heutigen Tag nur

bruchstückhaft zu enträtseln. Geist und Religion der Etrusker

sind griechischer Lehre verwandt. Die Bedeutung der Etrusker,

neben den Phöniziern und Griechen die dritte Kultur tragende

Macht im mediterranen frühgeschichtlichen Raum zu sein, ist

unbestreitbar.

*

Wir gehen über * römisches Pflaster

und gelangen zum

*** Santuario di Portonaccio, ein Haupttempel, vielleicht der

Minerva geweiht, vielleicht auch dem Apollo, der Zeit um 510

v. C.

Wir kehren um, Brunnen mit Trinkwasser, verlassen den Bereich und bleiben

auf dem gekommenen Hauptweg.

8 Minuten später wandern wir vor der Bushaltestelle „Conti Antonio“ links,

vorbei an der Fußwegschranke.

1 Minute später wandern wir hinter dem Brückchen rechts und halten uns auf

den angebotenen Wegen und Straßen immer rechts.

20 Minuten später wandern wir in den Bahnhof von Olgiata. 231 Min.

Centro RAICesano


RK A02

Ende

*

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