Eichstätt – Dollnstein - Kunstwanderungen

kunstwanderungen.de

Eichstätt – Dollnstein - Kunstwanderungen

A 07

Eichstätt – Dollnstein

Eichstätt – Rebdorf – Obereichstätt – Dollnstein

Streckenwanderung

Bus

Dollnstein, Bf. tägl. 8.52 und stündlich bis 21.52

Eichstätt, Bf. tägl. 8.58 und stündlich bis 21.58

4 Stunden und 20 Minuten reine Wanderzeit

Wir gehen in Eichstätt aus dem Bahnhof hinaus, nach rechts, auf der gekrümmten

Querstraße rechts, linksversetzt über die Durchfahrtsstraße und

bleiben ständig auf „Frauenberg“ bergauf, wobei wir bei Auftreten den Wanderzeichen

folgen. – Später haben wir *** Ansichten von Eichstätt

und von der Kirche aus eine *** Ansicht vom Kloster Rebdorf.

18 Minuten später wandern wir in die Kirche von

Eichstätt (Oberbayern).

*** St. Maria. Der Zentralbau mit eingezogenem Chor und

westlichem Vorbau wurde von Gabriel de Gabrieli 1739 in

Form eines Theatersaals errichtet. – Spätgotische Außenkanzel

(von der Kollegiatspfarrkirche).

Der Chor. Auf dem Altar steht eine lebensgroße barocke Muttergottes

im Strahlenkranz, flankiert von zwei Leuchterengeln.


Das Langhaus. Die Doppelkuppel wird von zwei kleinen Fenstern

erhellt. In der reichen Stuckdekoration befinden sich Bilder

von Joseph Dietrich: Marienkrönung und Medaillons. – Linke

Wand: Schmerzensmutter unter dem Kreuz, barock.

Die Vorhalle. Das schmiedeeiserne Gitter stammt aus dem Dom.

Wir gehen aus der Kirche hinaus mit *** Ansichten von der Willibaldsburg

(frontal), Kloster Rebdorf (zur Linken)

und Eichstätt


treppab, kurz darauf über den Asphaltquerweg und folgen der „7“ entlang den

Kunstwerken über die Wiese.

15 Minuten später wandern wir zur Kasse in der

**** Willibaldsburg. Die Grafen von Hirschberg übernahmen

den Schutz der Stadt Eichstätt bis ins 14. Jh. Nach deren Aussterben

1351 gründete Bischof Berthold die Burg. Die folgenden

Bischöfe nahmen Erweiterungen vor. 1593 zog Konrad von

Gemmingen den Augsburger Baumeister Elisas Holl heran.

Dieser gestaltete den Bau zum Fürstenschloss der Renaissance

um. Als Bischof Franz Ludwig Schenk von Castell seinen Regierungssitz

nach 1725 in die Stadt verlegte, begann die Burg

zu verwaisen und ab 1806 zu verfallen. Nach Veräußerung

wurden ab 1870 Teile der Anlage abgetragen.


Seit 1962 befinden sich in den Räumen das Ur- und Frühgeschichtliche

Museum sowie das

***** Naturkundemuseum. Herausragende Sehenswürdigkeiten

sind das Original eines Urvogels, des so genannten

Archaeopteryx,

ein Mammutgerippe

und der Aquarienraum.

Die Anlage vermittelt heute im Innenraum nichts mehr von

einstiger Burgenherrlichkeit. Die Gemache entsprechen kühlen

Museumsräumen.

Die langgestreckte Anlage hoch über der Altmühl ist von einem

Befestigungsgürtel aus Bastionen, Zwinger, Gräben, Ringmauern,

Kurtinen und Lünetten der Zeit zwischen dem 14. und 18.

Jh. umgeben. – Hier liegen auch die (rekonstruierten) Botanischen

Gärten, aus denen der in der Literatur berühmte „Hortus

Eystettensis“ hervorging.

Die Vorburg vom Ende des 14. Jhs., heute allerdings im Gewand

der ersten Hälfte des 17. Jhs., umschließt einen Innenhof.


Sie besteht aus dem Spital des 17. Jhs., allerdings 1784 von

Maurizio Pedetti zum Zuchthaus umgestaltet; es fasst zwei

Mansarddachtrakte und den Kapellenrundbau mit Kegeldach.

Außerdem ist hier das Pulvermagazin mit steilem Pultdach, der

Torbau auf ansteigendem Gelände mit Torhalle, daran eine

Willibaldsfigur und das Wappen des Bischofs von Katzenellenbogen,

von 1713. Zudem: Stallbau des frühen 17. Jhs. auf Mauern

des Vorgängerbaus des 14. Jhs. – Es folgt nun das Zeughaus,

ein langgestreckter Rechteckbau der Zeit vor 1650. – Es

folgt dann der Schaubergbau der Zeit um 1575; erhalten hiervon

ist nur der Nordflügel (Burgschänke), mit Erker und

Schaumberg-Wappen; eingebaut der so gen. Dirlitzturm. Im

Inneren: Kreuzrippengewölbter Saal auf Mittelpfeiler samt

Konsolen mit plastischem Schmuck, von 1574. – Schließlich

folgt der Gemmingenbau, das Gebäude, in dem sich die Museen

befinden. Unter Einbeziehung älterer Fundamente wurde der

Hochrenaissancebau von Elias Holl ab 1609 hochgezogen. Über

dem Portal in der Schildmauer: Wappen des Gabriel von Eyb,

von Loy Hering, 1506; der Rundbogenfries ist aus dem 19. Jh.

Der sich um den Innenhof legende Dreiflügelbau hat im Westen

seinen Haupttrakt mit der Zweitürmefront. (Vor 1829 war der

Trakt um ein Stockwerk höher und um zwei Zwiebelhauben

ansehnlicher. Im Südflügel befinden sich Erdgeschossarkaden,

ein Portal mit Sprenggiebel und toskanischen Säulen, ein Renaissanceportal

mit Sturz und Löwenkopf sowie das Wappen

von Reichenau aus dem Jahre 1495.

Wir gehen auf den Turm mit einer *** Ansicht vom Eichstätter Umland,

kehren um, halten uns im Burgbereich links und gelangen in den „Bastionsgarten“

, in dem wir uns rechts halten.

2 Minuten später wandern wir in den

*** Hortus Eystettensis, der seit 1995 wieder hergerichtet ist.


Wir gehen aus dem Garten hinaus und halten Richtung durchs Portal der

inneren Burg.

5 Minuten später wandern wir am Stern auf den ersten Asphalt links, den Fußund

Radweg „MD“ und an der Gabelung links, folgen weiter dem „MD“

nächst der Altmühl mit *** Ansichten von der Willibaldsburg.


5 Minuten später wandern wir hinter der Altmühlbrücke links und nächst der

Altmühl mit *** Ansichten von der Burg, später mit einer *** Ansicht von

der Klosterkirche Rebdorf.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche vom 75 Min.

***** Kloster Rebdorf.

1156 wird das Kloster gegründet. 1159 Schutzbrief

Barbarossas. Im 13. Jh. hat das Kloster reiche Besitzungen und

bedeutende Stellung im Humanismus. Nach Schäden im

30jährigen Krieg Wiederaufbau. Die berühmte Bibliothek wird

im Jahre 1800 von den Franzosen geplündert. Aufhebung des

Klosters 1806.


St. Johannes. Die dreischiffige im Kern romanische Pfeilerbasilika

mit drei Apsiden wurde um 1165 erbaut. Die Türme waren

um 1230 hochgezogen; die Barockisierung des Mattias

Seybold 1732 sorgte für ihre oktogonalen Aufbauten, für die

veränderte Fassade und die Putzgliederungen. Das klassizistische

Portal entwarf Maurizio Pedetti.

Das Innere beeindruckt durch den klaren Aufriss des Raumes.

Die neunjochigen Schiffe sind in Mittelschiff und Hauptchor

seit der Zeit um 1325 rippengewölbt, ihre Struktur allerdings

seit 1734 unterm Dekor des Stucks von Franz Gabrieli verschwunden.

Seit eben dieser Zeit sind die Seitenschiffe überkuppelt.

Die Pfeiler sind ummantelt und mit Pilastern sowie mit


gekröpftem Gesims bereichert. Die Fresken malte Joseph Dietrich

1735.

Das Mittelschiff. Die Deckenfresken schildern Szenen aus dem

Leben Johannes des Täufers; von hinten nach vorne: 1. Geburt

bzw. Namensgebung; 2. Johannes in der Wüste; 3. Johannes

weist auf das Lamm Gottes; 4. Johannes predigt dem Volke; 5.

Augustinus predigt im Angesicht der Dreifaltigkeit Rebdorfer

Linke Apsis. Auf dem Altar: Spätgotische Muttergottes.

Rechte Apsis. Klassizistischer Altar nach einem Entwurf

Pedettis, um 1790, mit der Figur des Vaters Josef.

Die Hauptapsis. Kreuzgruppe von Andreas Frosch, 1519.

Der Kreuzgang des 13. Jhs. wurde vor 1500 verändert. Um den

Kreuzgang gruppieren sich mittelalterliche, teils im Barock ab

1711 veränderte Räume. Im Südflügel: Gotischer Raum mit

Kreuzrippengewölbe auf Rundpfeilern.


Prälatur mit äußerem Klosterhof und elfachsiger Fassade, von

Seybold mit Stuck von Gabrieli. – Konventbau von 1715, von

Gabrieli, rund um den Gabrielihof mit mehr als 50 Fensterachsen

zur Altmühl hin.

11 Minuten später wandern wir in die Kirche von 96 Min.


Wasserzell,

*** St. Maria und die 14 Nothelfer. Die spätgotische Kirche,

die man 1464 begonnen hatte zu bauen, hat mehrere Umbauten

über sich ergehen lassen müssen, so zum letzten Mal 1928. Der

Turm ist von 1620.


Der Chor ist spätgotisch. Auf dem Altar von 1790 befinden sich

außer Johannes dem Täufer (oben), Maria und Josef das Gemälde:

Maria und die 14 Nothelfer, von Adam Weber.

Das Langhaus ist spätgotisch. Linker Altar mit dem Gemälde

der Anna Selbdritt, unter Joachim; davor: Muttergottes, 16. Jh.

renaissance. – Rechter Altar mit dem Gemälde des Wendelin,

unter Leonhard. – Linke Wand: 1. Sakramentshaus von 1500;

2. Kanzel von 1627 mit den vier Evangelisten am Korb und

Willibald, von 1490, auf dem Schalldeckel; 3. Ulrichsfigur. –

Rechte Wand: Holztafelbild der 14 Nothelfer, von 1600. –

Rückwand: Madonna von 1490.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und Richtung haltend nach „Ochsenfeld“ .

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor Garage Nr. 10 rechts.

Sportplatz und kommen vorbei an der Kapelle in

134 Min.

O bereichstätt (Oberbayern).

Die Römer haben bereits Gutshöfe am Platze. Schon 1137 sind Edle als Ministeriale

nachweisbar. 1347 geht der Ort an den Eichstätter Fürstbischof. 1806 gerät man an

Bayern, 1817 an den Eichstätter Herzog und 1833 wieder an Bayern. 1838 wird man

mittelfränkisch. 1978 schließt man sich dem Markt Dollnstein an.

*** St. Lambert. Die ehemalige Schlosskapelle mit Apsis und

Konche wurde im 12. Jhs. erbaut. Sie war die Schlosskapelle

eines Edelsitzes an der Altmühl.

Im Inneren befindet sich ein Altärchen von 1702 mit den

Schnitzfiguren des Laurentius und des Georg, beide um 1320.


2 Minuten später wandern wir am Friedhof mit Trinkwasser in die Kirche

*** St. Johannes Evangelist. Das Gotteshaus ist im Kern eine

Chorturmanlage der Zeit um 1150. Das Langhaus wurde 1616

in die heutige Form gebracht und 1888 verlängert. Das Turmobergeschoss

ist wohl auch aus dem Jahre 1626.

Der Chor ist kreuzgewölbt. Der Hauptaltar, um 1700, zeigt das

Gemälde des Johannes Evangelisten, flankiert von den Figuren

des Florian (links) und des Martin.

Das Langhaus ist flach gedeckt. Das Gemälde schildert die Johannesoffenbarung

auf Patmos. – Über dem Chorbogen: Barocke

Rosenkranzstrahlenmuttergottes. – Linker Altar, um 1700,

mit spätgotischer Muttergottesfigur. – Rechter Altar, um 1700,

mit einer Figur des Antonius Abbas. – Linke Wand. 1. Kanzel

mit den vier Evangelisten auf dem Korb; 2. Kruzifixus, um

1495.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf der Ortsdurchfahrtsstraße rechts.

4 Minuten später wandern wir auf breitem gekrümmten Querweg links bergab.

20 Minuten später wandern wir auf der Brücke über die Altmühl.

2 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße links.

2 Minuten später wandern wir auf dem Friedhof mit Trinkwasser in die

geschlossene Kirche von

210 Min.

Breitenfurt (Oberbayern).

Eine ergrabene Siedlung aus der Hallstattzeit weist auf frühes Leben an der Altmühl

hin. Erste Erwähnung findet 1158 statt, als ein Pertoldus de Breitenfurt erwähnt wird.

Bis 1802 gehört der Ort dem Eichstätter Fürstbistum, Amt Dollnstein und kommt 1806

zu Bay ern.

*


*** St. Ulrich. Die Chorturmkirche aus dem 13. Jh. wurde

barock verändert. Das Turmuntergeschoss ist romanisch, das

Obergeschoss spätmittelalterlich mit jüngerem Abschluss.

Das Äußere. Vier romanische Kragsteine, einer mit Kopfdarstellung.

Der Chor ist flach gedeckt. Der Hauptaltar, um 1770 zeigt im

Blatt des Willibald Wunderer den Augsburger Bischof Ulrich

als Sieger über die Ungarn auf dem Lechfeld.

Das Langhaus ist flach gedeckt. Linker Altar, um 1770. – Rechter

Altar, um 1770, mit dem Bild des Georg. – Rechte Wand:

Gemälde des Gnadenstuhls über dem Fegefeuer, um 1700.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf der Durchfahrtsstraße links. (300 m

weiter: Café).

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts auf die „Hirtengasse“.

7 Minuten später wandern wir auf dem Querweg im Waldrand links bergauf

und folgen dem rotgelben Zeichen des Panoramaweges, später um die Ecke

beim Heiligenhäuschen mit u. a. Bild

– noch später entlang dem *** Wacholderhang und noch viel später dann mit

*** Ansichten von Dollnstein.


Dollnstein (Oberbayern).

Die Römer hinterlassen erste Siedlungsanzeichen. 1000 n. C. ist der Platz schon befestigt.

Dollnstein wird 1007 erstmals als Tolunstein erwähnt. Die Burg befindet sich 1139

im Besitz der Grafen von Grögling, später Grafen von Dollnstein, schließlich von

Hirschberg. 1387 erhält man Marktrecht. 1440 kommt man ans Hochstift Eichstätt.

1803 fällt man an den Großherzog Ferdinand von Toskana, 1806 ans Königreich Bayern,

1838 an Mittelfranken und 1972 an Oberbayern.

Wir wandern bald darauf entlang der Stadtmauer.

6 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links nach „Solnhofen“ durchs

Tor vom

*** Torturm mit anhängender mittelalterlicher Stadtmauer.


2 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Peter. Das Langhaus der Kirche wurde 1063 erbaut und

1842 nach Western verlängert. 1932 hat man das Langhaus

durch Arkadenöffnungen zur Dreischiffigkeit verändert. Der

gotische Chor ist aus der Zeit um 1320. Der Turm ist aus dem

14. Jh. und wurde von Gabriel de Gabrieli vor 1727 neu und

originell abgeschlossen.

Der Chor ist kreuzrippengewölbt und seit der Bauzeit von 1320

mit Fresken ausgemalt: Schmerzensmann, Maria, Kirchenväter,

Apostelzyklus (1878 ergänzt).

Das Langhaus ist flach gedeckt. Am Chorbogen: Fresken von

Prof. Bergmann, 1951;


Wir gehen aus der Kirche hinaus, vorbei am rechts erbauten

*** Pfarrhof. Barockbau mit Mansarddach, 1744, nach Plänen

Gabriel de Gabrielis,

und wenden uns auf der Querstraße nach rechts.

3 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße links, auf der wir

bleiben.

5 Minuten später wandern wir in den Bahnhof von Dollnstein. 260 Min.

Eichstätt – Dollnstein

Ende

A 07

*

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine