Leyberg - Kunstwanderungen

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Leyberg - Kunstwanderungen

UMR 05

Bad Honnef und der Leyberg

Bad Honnef – Selhof – Rheinbreitbach – Bad Honnef

Rundwanderung

3 Stunden und 52 Minuten

Wir beginnen die Wanderung zum Leyberg mit dem Besuch der Pfarrkirche in

Bad Honnef.

Der Badeort, von Alexander von Humboldt als das Rheinische Nizza bezeichnet, ist

erstmals im Jahre 922 als Hunepha = Ort an vielen Wassern erwähnt, was auf die ehemaligen

Rheinarme zu beziehen ist, die einst die an dieser Stelle breite Talebene durchflossen

haben. Das im 11. Jh. erwähnte Honnefe wird im 12. Jh. Hauptort und Gerichtsstätte

der Herren zu Sayn. Da das Erzstift Köln den Herren von Sayn das Gebiet streitig

macht, kommt es im 13. Jh. zu heftigen kriegerischen Auseinandersetzungen. 1451 gelangt

Honnef durch Heirat der Sayner Erbin mit Herzog Wilhelm von Jülich-Berg an die

Bergischen. 1689 vernichtet ein Brand den Ort nahezu vollständig. Dreihundert Jahre

lang beeinträchtigen Kriege und Wirren die Stadt, ehe sie 1808 an Königswinter

kommt. Nach der Loslösung von Königswinter im Jahre 1863 entwickelt sich die Stadt

zunehmend zum Kur- und Badeort.


**** St. Johannes Baptist. Man erkennt drei Bauperioden. Der

fünfgeschossige, halb in den Bau eingezogene Westturm, ein

Werk der Spätromanik um 1300, hat Pilastergliederung in den

Untergeschossen und gekuppelte Schallöffnungen in den Obergeschossen;

der Turmhelm und die Dreiecksgiebel sind Zutaten

des Kölner Dombaumeisters Zwirner von 1860. Die Spätgotik

ist mit der dreischiffigen Halle aus der Zeit nach 1500 vertreten

und die Neugotik der Jahre 1913/14 mit Querschiff und Chor, in

dessen linker Apsis Gewölbe und Maßwerkfenster des ehemaligen

spätgotischen Chores der Zeit nach 1500 wieder verwendet

worden sind.


Im Chorhaus steht ein neugotischer Hochaltar mit den Reliefs:

der Predigt Johannes des Täufers (links) und der Taufe Christi

sowie Servatius (links) und Matthias nebst der Verkündigung

an Joachim (linker Flügel) und Johannespredigt (rechter Flügel).

– An den Chorpfeilern: barocke Johannes-Büste (links)

und vier Evangelisten, neugotisch. (rechts).

Linke Apsis: Sakramentshaus in Turmform aus Sandstein, um

1500, daran Maria, Johannes Evangelist, Johannes der Täufer

und ein Heiliger.

Linker Querschiffarm: Heiliges Grab, von 1514, Sandsteinskulptur

einer Kölner Werkstatt.


Im linken Seitenschiff befinden sich neugotische Glasgemälde

mit Heiligen in den Fenstern, eine Verspottung Christi, Gemälde

in der Nachfolge Rubens’, ein Alabasterrelief der Geißelung

Christi, um 1550, und ein romanischer Taufstein aus Siebengebirgstrachyt,

13. Jh., allerdings modernisiert. Kostbare Geräte

des Kirchenschatzes (hinterm Gitter).

Rechte Apsis: Neugotischer Altar mit Szenen aus dem Leben

der Muttergottes auf den Flügeln sowie der barocken Figur der

Muttergottes aus dem 18. Jh.


Rechter Querschiffarm. Frontwand: Vater Josef; barocker Sebastian

(am Pfeiler).

Rechtes Seitenschiff: Vespergemälde in der Art des van Dyk;

Figur des Apostels Matthias; barocker Orgelprospekt aus der

Kirche zu Langenfeld-Richrath.

Mittelschiff. Rheinische steinerne Muttergottes, um 1500, gefasst,

mit Krone des 18. Jhs. (am rechten Pfeiler); Weihwasserbecken

des 15. Jhs.

Wir verlassen die Kirche durchs Turmportal und wenden uns auf dem

**** Marktplatz mit dem Marktkreuz von 1717, Fachwerkhaus

(Nr. 4) von 1630, dem alten Rathaus von 1895 (Nr. 6), einem

Doppelfachwerkhaus (Ecke Rommersdorfer Straße Nr. 7 /8),


sowie dem alten Gemeindehaus »Hontes«, ein Gerichtsgebäude

mit Gefängnis, das 1722 umgebaut wurde, (Nr. 12),

nach rechts in die „Bergstraße“ und besichtigen

*** Historische Bauten, Nr. 2, Küsterhaus; Tor des Klosters

Heisterbach, von 1180 (gegenüber);

Torbogen vom so genannten »Heisterbacher Hof«, von 1684

(Eingang zum Parkplatz).

*** Kreuzgruppe, barock,


iegen rechts ab auf die »Kirchstraße« und wandern vorbei am

*** historischen Häuserensemble, Nrn. 8, Steinfachwerkbau

des 17. Jhs. sowie 7 und 9, Steinbauten,

queren beim * Tierbrunnen des 20. Jhs. die platzartige Hauptstraße mit

*** historischem Häuserensemble, Nr. 63, Eckfachwerkhaus,

von 1747 mit Doppelgiebel, Nr. 74, Altes Pastorat, um 1780,

mit grüner klassizistischer Tür, Nr. 76, Gasthof aus dem 18. Jh.,

mit Empire-Eingangstür.

Wir wandern auf der Kirchstraße weiter und kommen vorbei an

*** Historische Bauten, Nr. 20, Schulhaus, um 1800 mit hohem

Walmdach, Nr. 24, Fachwerkhaus, Nr. 32, Steinfachwerkhaus.

7 Minuten später wandern wir bei links am Weg stehenden Grabkreuz rechts

und auf der Brücke über den Bach.

3 Minuten später wandern wir vorbei an der Kapelle im Bad Honnefer Ortsteil

Selhof,

das seinen Namen vom Gelände des »Salhofes« her nimmt.

*

*** St. Martin ist ein Saalbau von 1735, mit der Figur des

Martin über dem Portal.

Wir wandern zur »Jugendherberge« und rechts auf die »Brunnenstraße«.


Von diesem Weg aus haben wir eine *** Ansicht der Siebengebirgskette mit

dem Drachenfels.

9 Minuten später wandern wir im leichten Linksknick des Hauptweges geradeaus

auf den Wiesenpfad und auf den Wald zu, mit

**** Panorama-Ansichten von der Siebengebirgskette – vom

Drachenfels über den Petersberg, die Wolkenburg sowie den

Nonnenstromberg hinweg bis hin zur Löwenburg und der

Godesburg auf der anderen Seite des Rheins.

3 Minuten später wandern wir über den Querweg zum »Leyberg«.

4 Minuten später wandern wir am Wegestern links vom Rastplatz bergauf

und folgen wieder der Bezeichnung »Leyberg«.


12 Minuten später wandern wir auf den Gipfel des von Steinen übersäten …

und mit Rastbänken in herrlichster Lage bestückten …


Leyberg.

***** Panorama-Ansicht von der Siebengebirgskette sowie

vom Rhein.


Hier bleibt auch Muße, aus dem Buch

über

zu erfahren.

etwas

Bernhard Steinacker Sagen vom Rhein

ISBN 3-9801588-3-7 15 €


Wir kehren um.

64 Min.

5 Minuten später wandern wir auf dem Querweg hinter dem Wanderstein

»Aufgang Leyberg« rechts auf gekommenen Weg zurück

15 Minuten später wandern wir am Wegestern mit dem Rastplatz beim Heiligenhäuschen

»Auge Gottes« auf den ersten Weg rechts und bleiben immer auf

dem – später *** romantischen Hohlweg.

v

2 Minuten später wandern wir unterhalb der Hütte rechts, halten uns immer

auf dieser Seite des Bächleins und stets auf breitem Weg mit interessanten

*** Baumformationen bergab. Hütte.

15 Minuten später wandern wir an der Gabelung »An de Koppels-Eck« links in

Rheinbreitbach.

Rheinbreitbach, dessen Raum schon in der Frankenzeit besiedelt war, wird erstmals 966

erwähnt, später Breybach und Breidbach genannt. Aber schon im 3./4. Jh. befinden sich

hier Kupferbergwerke, die erst 1881 geschlossen werden. Die Burg derer von Breidbach

ist erstmals 1217 erwähnt.

*


Hier steht das ** Wegkreuz von 1734. Wir wandern nun – wie beschrieben –

an der Gabelung links auf einen einstigen *** Weinbergweg mit artenreicher

*** Vegetation.

4 Minuten wandern wir entlang an der 141 Min.

*** Breitbachmühle aus Bruchstein und Fachwerk (die Gesamtansicht

später von der Unteren Burg aus verrät ihr gesamtes

Ausmaß), …

an der Kreuzung links auf die »Burgstraße« und vorbei an links gesicherter

*** Untere Burg. Es handelt sich um die Grundmauern der

Wasserburg der Herren von Breitbach, die bis ins 15. Jh. hier

lebten, ehe sie auf Schloss Bürresheim Wohnsitz nahmen. Die

Mauer mit dem Eingangsportal ist auf uns überkommen.


Wir wandern auf der »Westerwaldstraße« rechts, danach hier vorbei an dem

** Wegkreuz von 1724 (an der Kirchenwand)

und entlang den Nrn. 8, 6, 4, 2, *** Fachwerkensemble,


nebst den Nrn. »Großer Büchel« 7 und 5,

*** Fachwerkhäuser.

2 Minuten später wandern wir in der Kirche

*** St. Suitbert. Der alte Bau besteht aus einem dreiseitig geschlossenen

Chor des 15. Jhs., einem Westturm von 1536 und

einem Langhaus der Zeit nach 1583. Diesem Bau ist ein Haus

des 20. Jhs. angefügt.

Das Chorhaus schließt mit einem von figürlichen Konsolen getragenem

Sterngewölbe des 15. Jhs., an dem Schlusssteine hängen.

Der Hochaltar besitzt Figuren des 18. Jhs., Muttergottes

(links) sowie Magdalena.

Das Langhaus ist dreischiffig sowie netzgewölbt und wird links

von einem kreuzrippengewölbten Seitenschiff nebst rechts einem

kurzen Querarm begleitet. Die Seitenaltäre tragen Aufsätze

von 1651, Kruzifixus (links) und Maria Immaculata.

Turmuntergeschoss. Die Reste eines figürlichen Epitaphs

stammen aus dem 15. Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der »Westerwaldstraße« links, rechts auf

»Großer Büchel« und mit der Straße in den Rechtsknick. Hier steht die


*** Obere Burg, ein im Kern mittelalterliches Lehen des Stiftes

Maria ad Gradus in Köln, (heute allerdings vielfach verändert)

mit quadratisch turmartigen Mittelbau.

2 Minuten später wandern wir auf der »Hauptstraße« links. Hier steht ein

*** Historisches Ensemble: Leonhardskapelle, darin ein Flügelretabel

des 17. Jhs., Nr. 5, Fachwerkbau, Nr. 4, Fachwerkhaus.

Wir wandern sofort an der Kreuzung mit * Wegkreuz von 1740 rechts, queren

rechtsversetzt die »Grabenstraße« beim ** Buntsandsteinkreuz von

1738, zu Gunsten vom »Mühlenweg« und biegen vor Haus Nr. 7 links ab.


den beschilderten Fußweg benutzen. Auf dem Weg mit artenreicher *** Vegetation

haben wir *** Ansichten von Oberwinter auf der anderen Rheinseite,


später *** Ansichten vom Rolandsbogen und der davor liegenden Insel Nonnenwerth.

Noch später bieten sich uns *** Ansichten von der Drachenburg

und dem Drachenfels.

Es lässt sich aber nicht verhehlen, dass auch Ansichten einiger der 100 baulichen

Todsünden am Rhein zu haben sind.

durch artenreiche *** Vegetation.


9 Minuten später wandern wir unter der Fußgängerbrücke her und halten uns

nun rechts in

206 Min.

Bad Honnef.

1 Minute später wandern wir auf der Brücke über den Rheinarm und somit

Richtung haltend über die Insel

Grafenwerth.

Das der Stadt vorgelagerte Wörth taucht als in frühen Zeiten als

insula media auf, das heißt, als in der Mitte zwischen einer östlichen,

schon lange verschwundenen Insel und der Insel Nonnenwerth

liegend. 1936 wird auf der Insel Grafenwerth die einzige

Thermalquelle des Siebengebirges erschlossen, zwei Jahre

später die Stadt Honnef als Bad anerkannt.

4 Minuten später wandern wir auf der Rheinpromenade rechts, haben von dort

*** Ansichten von der anderen Rheinseite mit der Insel Nonnenwerth und –

dem Rolandsbogen darüber.


8 Minuten später wandern wir auf diesem Hauptweg auf der breiten Brücke

übers Altwasser aufs Festland zurück, mit *** Ansicht vom Drachenfels …


und halten Richtung und queren mit Hilfe der Fußgängerbrücke Gleise und

Straßen.

5 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts, auf folgender Querstraße

links, auf der nächsten, gekrümmten Querstraße abermals links und

folgen dieser »Bahnhofstraße«. Gasthof.

6 Minuten später wandern wir auf der »Hauptstraße« rechts, halten uns links.

3 Minuten später wandern wir in die Kirche von Bad Honnef. 232 Min.

Bad Honnef-Selhof-Rheinbreitbach-Bad Honnef

UMR 5

Ende

*


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