Empoli - Kunstwanderungen

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Empoli - Kunstwanderungen

To N13

Empoli + San Miniato

1.

Empoli

Stadtrundgang

Empoli ist bereits unter den Römern bis zum 4. Jh. n. C. eine wichtige Siedlung, was archäologische

Funde belegen, liegt es doch an der Römerstraße Florenz-Pisa. Der Arno

sorgt für ein hohes Handelsaufkommen. Die Stadt hat einen nicht unbedeutenden Hafen.

Von Wert ist auch die Verbindungsstraße zu Volterra mit seinen Salzseen. Im 8. Jh. ist

Empoli eine befestigte Stadt mit einer Burg und wird Emporium bzw. Empolis genannt.

Ab 1119 regiert hier das Grafengeschlecht der Guidi. 1182 kommt man an Florenz.

1260 kann man sich noch einmal aus der florentinischen Herrschaft lösen und gedeiht

zu einer mächtigen Veste. Begehrlichkeiten und die daraus resultierenden Plünderungen

machen der Herrlichkeit ein Ende. 1530 ist man ein Teil der Republik Florenz.

*

Pontormo

Jacopo Carrucci oder auch Jacopo da Pontormo, gen. Pontormo,

wird 1494 in Pontormo bei Empoli (heute Vorort von Empoli)

geboren. Mit zehn Jahren Waise geworden, wächst er ab dem

13. Lebensjahr bei einem Onkel in Florenz auf. Er wird im Jahre

1508 Schüler von Leonardo da Vinci, später von Andrea del

Sarto. Er arbeitet für die Medici und fertigt u. a. ein Porträt des

Cosimo de’Medici, des Älteren. Pontormo stirbt 1557. – Pontormo

ist der führende Florentiner Manierist. Michelangelo soll,

nach Vasari, sein Werk hoch gelobt haben. Die Grablegung in

der Felicità-Kirche zu Florenz gilt heute als sein bestes Gemälde,

all jener, die uns erhalten geblieben sind, und zählt gleichzeitig

zum Besten, was der Florentinische Manierismus hervorgebracht

hat.


Pontormo, Grablegung, S. Felicità, Florenz

Wir beginnen den Stadtrundgang mit der Besichtigung der Hauptkirche inmitten

der Stadt, der Collegiata

**** S. Andrea. Die Collegiata von 1093 erhielt im 12. Jh. ihre


Das Äußere. Die Fassade ist mit grünem und weißem Marmor

verkleidet. Die Blendarkaden im unteren Teil mit ihren ornamentalen

Elementen in den Lünetten sind aus dem 12. Jh. Der

obere Teil und der Giebel sind von 1736. Der Glockenturm ist

aus dem 18. Jh.

Das Innere wurde im 18. Jh. verändert, aufgestockt, und aus

Das Chorhaus. Hinter dem Altar: Martyrium des Andreas, von

Ferdinando Folchi, 19. Jh. – Auf dem Hochaltar von 1785 des

dem Täufer; ein Werk von Lorenzo di Bicci.

Linkes Oratorium: In der Kuppel: Drei Tugenden, Gemälde von

Ferdinando Folchi, 19. Jh. Auf dem Altar: Letztes Abendmahl,

Gemälde von Egisto Ferroni.


Linker Querschiffarm. Frontkapelle: Barockes Gemälde des Josefstods.

– Außenkapelle: Figurenreicher barocker Altaraufbau

und Johannes Evangelist, Gemälde der Renaissance;


2. Kapelle. Muttergottes mit zwei Heiligen, Renaissancegemälde;

3. Kapelle. Skulptur des Josef, neugotisch; 4. Kapelle.

kleines der Rosenkranzübergabe an Dominikus und Katharina

eingelassen ist;

2. Kapelle. a) Frontwand: Martyrium der Lucia, Fresko in der

Art des Cenni di Francesco di Ser Cenni;

b) Rückwand: Barockes Lucia-Gemälde; 3. Kapelle. a) An der

Decke: Passionsszenen, von Ferdinando Folchi, 19. Jh.; b)

(durch göttliche Fügung erblüht der von seinen Früchten beraubte

Baum), 1806;


d) Rückwand: Cosimo III. in Anbetung des Kreuzes, Gemälde

von Domenico Prodestà, 1798. – Langhausrückwand: Jesus mit

Leidenswerkzeugen, Fresko von Raffaello Botticini, 1500.

*** Piazza Farinata mit historischen Palästen


und dem

*** Brunnen von Luigi Pampaloni, 1827, mit drei Najaden unter

der Schale sowie vier Löwen am Brunnenrand,

und in die Nrn. 8-11, den

*** Palazzo Ghibellino. Der Palast war schon um 1260 bekannt.

Er wurde berühmt als der Palast der Ghibellinen, die hier

nach der Schlacht bei Montaperti zusammenkamen.

Im 16. Jh. wurde der Palast verändert. Hier ist untergebracht das

*** Museo Civico di Paleontologia. Im Paläontologischen

Museum gibt es kleinere Kunstwerke zu besichtigen.

**** Pinacoteca di S. Andrea (Di-So 9-12, 16-19 Uhr). Im Baptisterium

(rechts vom Eingang). Hier würdigt man u. a. ein Mar-


mor-Taufbecken mit Puttenreliefs, 1447, aus dem Umkreis des

Donatello. Ansonsten: Nikolaus von Tolentino schützt Empoli

Jhs. Tafelbilder, Chorbücher, Fresken usw.

Wir gehen aus dem Museum hinaus, nach links, auf der Quergasse abermals

links und sofort rechts in die „Via S. Stefano“ und in die Kirche

*** S. Stefano. Der Bau der Stiftskirche wurde 1367 von Augustinern

in Angriff genommen. 1432 war er vollendet.

Das Innere stellt sich mit drei Apsiskapellen, vier linken und

fünf rechten Kapellen dar.

Linke Apsis. Anbetung Jesu durch die Hirten, Gemälde von

Domenico Cresti, gen. Passignano, 1621.

Rechte Apsis. Szenen aus dem Leben Mariens, Fresken des

Gherardo Stamina, 1409. – An der Säule: Freskenrest eines Jakobus.

Rechter Querschiffarm. Ivo, ein Gemälde von Masolino.

Linkes Seitenschiff. 1. Kapelle mit der Himmelfahrt Mariens

2. Kapelle, freskiert von Ottavio Vanni, mit dem Martyrium der

Katharina, Gemälde von Rutilio Manetti, 1621; 3. Kapelle mit

Nikolaus von Tolentino beschützt Empoli vor der Pest, von

Bicci di Lorenzo. Das Bild ist eingelassen in das Gemälde der

Rosenkranzmadonna, von Francesco Furini.

Rechtes Seitenschiff. 1. Kapelle mit einer Verkündigung, Marmorgruppe

von Bernardo Rossellino, 1447; 2. Kapelle mit der

1792 durch Modernisierung teilweise zerstört; 4. Kapelle mit

Magdalenenfresken des Stefano d’Antonio, unter Mitarbeit des

Bicci di Lorenzo. – Die Kirche war einst Gotteshaus vom

*** Augustinerkloster. Der Bau der Anlage wurde erst im 16.

Jh. beendet.

Im Refektorium. Abendmahlsgemälde der Renaissance.

*** Madonna del Pozzo. Die Kirche wurde 1621 von Andrea

Bonistalli errichtet. Sie ist an drei Seiten von Portici umgeben.

Dem Schiff ist ein Oktogon vorgesetzt. Der Glockenturm ist

von 1792.

Das Chorhaus ist eine Rotunde, auf dem Altar: Muttergottes mit

Heiligen, Gemälde des 15. Jhs.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, linksdiagonal über die „Piazza della Vittoria“

, betrachten links die Nr. 16 und können, falls es geöffnet ist, auch hineingehen

ins

*** Museo di Casa Busoni. Der deutsch-italienische Komponist

wurde hier im Jahre 1866 geboren. Gezeigt werden Fotos,

Projekte und Porträts.

Ferruccio Busoni

Ferruccio Dante Michelangelo Benvenuto Busoni wird 1866 in

Empoli geboren. Sein Vater ist italienischer Klarinettist, seine

Mutter deutsche Pianistin. Er wächst zweisprachig auf. Mit

zehn Jahren spielt er in Wien sein eigenes Klavierkonzert. Ab

1886 unterrichtet er am Konservatorium in Leipzig, danach in

Helsinki, dann in Moskau, schließlich ab 1891 in Boston und ab

1894 in Berlin, wo er sich endgültig niederlässt. Während des

Ersten Weltkriegs lebt er in Zürich. Von 1920 bis zu seinem

Tode 1924 unterrichtet er in Berlin an der Akademie der Künste

eine Meisterklasse. – Außer Instrumentalwerken, die allerdings

sämtlich nicht populär wurden, schuf Busoni die Opern: Brautwahl,

Arlecchino, Turandot und Doktor Faust, letzterer als großes

Werk in die Musikgeschichte eingegangen ist.

*

*** Museo di Vetro di Empoli (Di-So 10-19 Uhr). Gezeigt werden

Stücke aus der Glasproduktion der Stadt.

„Via della Noce“, sofort rechts durch die * Porta Pisana, dahinter auf der

quer verlaufenden Durchfahrtsstraße links und entlang der

*** Stadtmauer des 15. Jahrhunderts

bis zum

*** Torrione di S.Brigida. Der Turm ist ein Rest der Stadtbefestigung

des 15. Jhs.

“. Kurz darauf gehen wir links auf den „Canto Ghibellino“ und über die Piazza

in den Dom.

*

Westen fährt, kommt man schon bald zur links, unübersehbar im freien Raum

stehenden Nr. 129 an der „Via dell Repubblica“ , der Kirche

*** S. Maria a Ripa. Die Marienkirche mit Kuppel und Glockenturm

„am Ufer“ wurde um 1500 erbaut.


Der Portikus von 1573 ist fünfbogig. Die Fresken von 1607 in

den Lünetten zeigen Szenen aus dem Leben der Franziskaner,

Gemälde von Lorenzo Bonini.

Das Innere ist einschiffig und besitzt Altäre des 16. Jhs.

Das Langhaus. Über dem Chorbogen: Fresko der Verherrlichung

des Kreuzes.

Linke Wand: 1. Altar: Holzkreuz des 16. Jhs.; 2. Altar: Gemälde

der Rosenkranzüberreichung an Dominikus und Szenen aus

eine Pietà, der Stigmatisierung des Franziskus und des die Eltern

tötenden Julianus, von Santi und Benedetto Buglioni, 1520;

4. Altar: Muttergottes in der Glorie mit Hieronymus und

Wand. 1. Altar: Barockes Gemälde der Lucia; 3. Altar: Unbefleckte

Empfängnis, Gemälde von Jacopo Chimenti, gen. Empoli,

1596, Kopie eines Vasari.

Empoli

Ende

*


2.

San Miniato al Tedesco

Ausgrabungen aus dem 3. Jh. v. C. belegen, dass S. Miniato bereits unter den Etruskern

und Römern besiedelt war. Im 8. Jh. gründen siebzehn Langobarden eine Gemeinde S.

Miniato. Die Stadt ist also germanischen Ursprungs und als S. Miniato al Tedesco bekannt.

962 macht Otto der Große die Stadt zu einem Verwaltungszentrum des Kaiserreichs.

Möglicherweise wird Mathilde von Canossa im Jahre 1046 hier geboren. 1218

errichtet der Stauferkaiser Friedrich II. hier eine Burg. Nachdem der Einfluss der Staufer

schwindet, wird S. Miniato freie Stadt mit Kirchen und Klöstern, mit Schulen und

Hospitalen. Im 14. Jh. muss man sich der florentinischen Herrschaft beugen. Aber: Maria

Magdalena von Österreich, die Frau von Cosimo de’Medici, begünstigt S. Miniato

und erhebt es 1622 zur Bischofsstadt. Nun beginnt ein Aufschwung, der sich bis in unser

Jahrhundert zwar abschwächt, der Stadt aber doch ihr Gepräge erhalten hat. - Allerdings:

Im Zweiten Weltkrieg zerstören die Deutschen die Stadt, so dass vieles danach

wieder aufgebaut werden muss.

*

*** Historisches O rtsbild macht die Stadt zu einem typischen

Toscanamuseum.

zwar an der Haupttangente auf dem großen Parkplatz an der Säulenhalle

„Mercatale S. Miniato“.

Wir gehen auf der Durchfahrtsstraße bergauf, sofort links bergauf und folgen

immer der Bezeichnung „Belvedere“. – Viel später gehen wir auf der absoluten

Höhe zum

*** Torre di Federico. Von der untergegangenen Rocca Federiciana

des 13. Jh. ist nur der markante Turm geblieben.

*** Ss. Maria Assunta e Genesio. Der Dom ist aus dem 12.

Jh. und wurde später vielfach verändert. Er wird überragt vom

Glockenturm Torre di Matilde (Mathilde von Canossa soll in

San Miniato geboren sein), der einst Wehrturm des Kastells

war.

Das Äußere. Die obere Backsteinfassade ist original, die Portale

sind aus dem 16. Jahrhundert.

Das Innere ist dreischiffig und seit dem 18./19. Jh. reich barockisiert.


Das Chorhaus. Über der Kalotte der Apsis: Thronender Christus.

– Im Gewölbe: Mariä Himmelfahrt, Gemälde. – Auf dem

Altar: Kruzifixus des Baccio da Montelupo.

Linker Querschiffarm. Kreuzabnahme, Gemälde von Francesco

Linkes Seitenschiff. An den Wänden: Lebensgroße Barockfiguren

zweier Evangelisten. 1. Kapelle, a) Szenen aus dem Leben

2. Kapelle. Szenen aus dem Leben des Franz von Paul, Gemälde

vom Barockmaler Antonio Domenico Bamberini; 3. Taufkapelle

mit der Taufe Jesu, Gemälde von Ottavio Vannini, und einem

Taufbecken von 1638.

, ein barockes Oval zwischen Symbolfiguren in Grisaille.


2. Kapelle, a) Szenen aus dem Leben des Filippo Benizi, Gemälde

von Antonio Domenico Bamberini, b) Geburt Jesu, großes

Gemälde von Santi di Tito, 16. Jh.

Das Mittelschiff. Die Decke erstrahlt in Weiß und Gold.

Wir gehen aus der Kathedrale hinaus und links in den

*** Palazzo Vescovile von 1622. Hier ist untergebracht das


*** Museo Diocesano d’Arte (Do-So 10-18 Uhr), u. a. mit

Skulpturen, Terrakotten und Werken von Filippo Lippi und Andrea

del Verrocchio.

*** Palazzo dei Vicari dell’Imperatore aus dem 12. Jh., möglicherweise

das Geburtshaus der Mathilde von Canossa,

und linkem Bischofspalast. Kurz darauf steigen wir treppab und gehen auf

dem langgestreckten Platz, der „Piazza Repubblica“, Richtung haltend weiter.

Hier zieht sich rechts in die Länge das

*** Seminaro. Das Priesterseminar wurde 1723 eröffnet.

Das Äußere. Fresken von Francesco di Pietro Chimenti. In den

Medaillons sind allegorische Figuren dargestellt, in den Schriften

Texte der Kirchenväter.

*** Santuario del Crocifisso. Der Barockbau wurde 1705 von

Antonio Maria Ferri erbaut.


Das Äußere der Kirche sowie der Treppenaufgang wurden dekorativ

gestaltet.


Das Chorhaus. Im Tondo der Decke: Barockgemälde der

senen Bild Jesu, das wiederum von Maria und Johannes flankiert

wird.

Die Grisaille-Malereien an den Wänden zeigen Szenen aus dem

Leben Jesu.

Die Vierung. In der Kuppel: Himmelfahrtsfresko von Antonio

die vier Evangelisten.


An den Säulen stehen Skulpturen, abermals die vier Evangelisten.

Linker Querschiffarm. Barockalter mit Flankierfiguren der

Jahreszeiten in Scheinarchitektur mit eingefügtem Gemälde

des Josefstods.

Rechter Querschiffarm. Barockalter mit Flankierfiguren der

Jahreszeiten in Scheinarchitektur mit eingefügtem Gemälde

der Immaculata.

*** Palazzo Comunale (11-18 Uhr). Das Rathaus wurde im 14.

Jh. errichtet. Die Fassade ist aus dem 19. Jh. Im Ratssaal: Fresken

des Cenni di Francesco di Ser Cenni, darunter auch seine

Nährende Muttergottes. Im Erdgeschoss befindet sich das

*** O ratorio del Loretino (Nur samstags und sonntags an Nachmittagen

geöffnet).

Das Innere. Die Gewölbefresken sind aus dem 16. Jahrhundert.

Der Chor. Der vergoldete Holzaltar aus dem Jahre 1527 wird

dem 14. Jh. Außerdem befindet sich hier in der Sakristei eine

*** Raccolta Archeologica (Nur samstags und sonntags an Nachmittagen

geöffnet), eine kleine Sammlung etruskischer wie römischer

Kunstwerke.

Wir gehen aus dem Rathaus hinaus,


nach rechts, danach rechts in die Kirche

*** Ss. Trinità. Die Daten des Kirchenbaus sind nicht bekannt.

Das Innere ist einschiffig und besitzt drei Barockaltäre. Auf

dem Hauptaltar: Fresko der Muttergottes, renaissance.

Rückwand: Chorgestühl.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der Querstraße rechts und an folgender

Gabelung rechts in die Kirche

*** S. Stefano. Der kleine Bau, bereits vor dem Jahre 1000 erwähnt,

wurde vom 14. bis 19. Jh. immer wieder verändert. Der

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts, an der Gabelung sofort links,

auf der Querstraße abermals links und bergauf in die Kirche

*** S. Francesco. Die romanische Kirche wurde 1276 erneuert

Rechter Querschiffarm. Tod des Josef, Gemälde von Matteo

Rosselli, 17. Jh.


Das Langhaus. 1. Himmelfahrt Mariens, Gemälde von Ridolfo

Antonius von Padua eingefügt wurde; 3. Heimsuchung Mariens

mit Johannes dem Täufer und Miniato, Gemälde von Carlo und

Pietro Bambocci, 18. Jh.; 4. Christophorus-Fresko aus der

Curradi; 4. Muttergottes mit Blasius und Kajetan, ein florentinisches

Gemälde von 1708.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, und falls geöffnet, in den Konvent

*** S. Francesco. Das Kloster wurde 1211 gegründet, im 14.

*** Piazza Buonaparte mit historischer Bebauung,


dem Denkmal für * Leopold II., und rechts stehender Nr. 15,

*** Palazzo Bonaparte. Der Bau ist aus dem 16. Jh. Hier soll

Napoleon öfters geweilt haben.

*** Ss. Sebastiano e Rocco. Die Kirche ist aus dem 15. Jh.

Der Chor. In der Kalotte: Glorie des Sebastian.

Das Langhaus. Gemaltes Kreuz von Dilvo Lotti. – Gotisches

Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach links auf die

**** Via Paolo Maioli mit herrlicher Palast-Bebauung.

Kurz darauf gehen wir rechts in die Kirche

*** S. Paolo. Die Kirche gehörte zum Kloster der Klarissen. Im

Kern aus dem 13. Jh. wurde sie im frühen 18. Jh. durchgreifend

verändert.

Das Innere. Im Gewölbe befinden sich Gemälde des Antonio

Domenico Bamberini: Maria Immaculata und Heilige. – Der

Hauptaltar trägt das Gemälde mit Petrus und Paulus sowie

Begebenheiten.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts, vorbei an

*** Palästen aus der Renaissance


und gelangen auf dem Platz in die Kirche

*** S. Caterina. Das Gotteshaus wurde im 18. Jh. errichtet.

Das Äußere. An der Fassade befinden sich in den Nischen zwei

Steinskulpturen des 18. Jhs.: Agnes und Nikolaus.

Das Innere zeigt sich im Gewand des Barock aus dem 17. Jh.

von 1933, die Göttliche Hirtin.

Linke Sakramentskapelle mit Engelsgemälde.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf gekommenem Weg zurück. – Später

gehen wir am Ende der Piazza Bonaparte, an der sich eine Bar befindet, in der

Capuccini wundersam verziert,


links bergauf und auf gekommener Straße zurück.

Später gehen wir auf dem langgestreckten Palast vorbei am Seminario, durch

den Hausbogen und links in die Nr. 40,

*** Palazzo Roffia. Der Palast ist aus dem 15. Jh. Hier gibt’s das

*** Museo della Misericordia (Mi-Fr 15-18 Uhr). Man zeigt

Devotionalien der Bruderschaft von Bannern bis Kruzifixen.

** Palazzo, und beim kleinen rechts an der Ecke erbautem ** Arkadenpalast

auf der Querstraße links. Kurz darauf gehen wir auf der Piazza links in die

Kirche

*** Ss. Jacopo e Lucia. Das Gotteshaus aus romanischer Zeit,

einschiffig und mit Querschiff, wurde im 14. Jh. umgebaut;

gleichzeitig hat man die Fensterrose eingefügt.

Das Chorhaus. Die Wände sind dekorativ bemalt. – Das Kruzifix

ist aus dem 16. Jahrhundert

Linker Nebenchor. Fresken von Galileo Chini: Vinzenz Ferrer.


Rechte Wand: Emmaus, ein Barockgemälde.

Linker Querschiffarm. Außenwand: Kreuzabnahme, Gemälde

von Francesco Morandini, gen. Poppi, 16. Jh.


Mariens, Fresken eines florentinischen Meisters des 14. Jhs.


Auf dem Altar: Marienbild mit Sebastian, Johannes dem

Täufer, Martin und Rochus des Maestro di San Miniato,

vom Maestro di San Miniato.

Rechter Querschiffarm. Frontwand: Grabmal für Giovanni

Chellini, ein florentinischer Arzt (+1461), nach einem Entwurf

Evangelisten Johannes, Gemälde von Domenico Michelino

und Domenico di Zanobi, 15. Jh., und Heilige wie Heilsszenen

um das Martyrium von Kosmas und Damian in der Predella,

von Zanobi.


Rückwand: Muttergottes mit Johannes dem Täufer und Andreas,

Gemälde von Andrea di Giusto.

Das Langhaus. An den Wänden: Szenen aus dem Leben des

Dominikus, von Antonio Domenico Barbieri. – Linke Wand: 1.

ci, 1665; 3. Dreifaltigkeit mit Vinzenz Ferrer und Katharina von

Siena sowie Thomas von Aquin und dem kleinen Antonius,

Rechte Wand: Muttergottes mit Papst Pius V., Gemälde von

Matteo Bonecchi, 18. Jh.; 2. Muttergottes mit Maria Magdalena

und Katharina von Alexandria samt Dominikanerheiligen, Gemälde

von Francesco Curradi, 17. Jh. um die neugotische Figur

Meister, 1678.


Rückwand: Renaissancefresken mit Szenen des Heilsgeschehens

in gotischen Bögen.

*** Convento di S. Domenico. Das Kloster wurde in der

Kreuzgang.


Kurz darauf gehen wir vorbei am links stehenden

*** Palazzo Formichini, der im Inneren u. a. Werke von Lorenzo

di Bicci, Guercino, Jacopo del Sellaio und Cigoli birgt.

Kurz darauf gehen wir vorbei am rechts hinterm Platz stehenden

*** Palazzo Grifoni, 1555 im Renaissancestil errichtet.

Kurz darauf gehen wir rechts in die Kirche

*** Ss. Annunziata. Die Kirche wurde 1522 erbaut.

Das Innere erscheint im Barock des 17. und 18. Jhs., verrät aber

noch renaissance Strukturen.

Das Chorhaus. Auf dem barocken Hochaltar befindet sich das

Gemälde der Verkündigung, ein Fresko des 14. Jhs.

Der Zentralraum ist von einer Kuppel gedeckt, in der sich das

Fresko des Antonio Domenico Bamberini befindet: Krönung

Wir gehen aus der Kirche hinaus und nach rechts. Kurz darauf gehen wir links

in Kirche und Konvent

*** Conservatorio di S. Chiara (Di-Fr 15-18 Uhr). Der heutige

Bau des Klosters stammt aus dem Jahre 1339.

S. Maria Magdalena. Die Klosterkapelle wurde im 17. Jh.

gründlich umstrukturiert und erhielt durch Künstler aus der

Schule des Antonio Domenico Bamberini ihr heutiges Aussehen.

Das Innere ist ein einschiffiger, mit einer Balkendecke geschlossener

Raum. Die Altäre sind Barockwerke.

und Klara, Gemälde von Santi di Tito, 16. Jh. – Rechte Wand:

Kreuzabnahme, Gemälde von Foschi, 16. Jh.

Das Museum mit dem Kreuzgang birgt liturgische Geräte und

Gemälde, u. a. den Nikolaus von Tolentino, aus der Werkstatt

des Giovanni Pisano.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach rechts, auf gekommenem Weg zurück

und bleiben auf der Hauptstraße. – Später gehen wir zur Piazza mit der Säulenhalle

zum Auto zurück.

San Minniato

Ende

*

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