Ahr VII Panoramaweg 3 - Kunstwanderungen

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Ahr VII Panoramaweg 3 - Kunstwanderungen

E 33

Ahr VII

Ahr-Panorama-Weg nördlich des Flusses

Ahrweiler – Marienthal – Dernau – Rech – Ahrweiler

Rundwanderung

5 Stunden und 56 Minuten reine Wanderzeit

Wir beginnen die Wanderung am S-Bahnhof in Ahrweiler, wandern auf der

Brücke vom Ort fort und an der Kreuzung vor den Weinbergen links.

*** Römervilla (Mo-Fr 10-16, Sa+So 10-17 Uhr). Die Villa aus

dem 1. bis 4. Jh. n. C. wurde zwar in römischer Zeit erbaut,

stammt jedoch nicht von einem Römer, sondern von einem

wohlhabenden Rheinländer, was das Fehlen sämtlicher Fresken

beweist.

Wir gehen an gekommenem Ausgang aus der Villa hinaus und auf dem

Querweg vor den Weinbergen links.

20 Minuten später wandern wir in der Kehre des links bergabführenden Asphalthauptweges

rechts am Geländer treppauf auf einem


*** Romantikfelsenweg durch artenreiche Vegetation.

7 Minuten später wandern wir zum Pavillon auf der Bunten Kuh mit einer

**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.


An so hoher Stelle über der Ahr ist Zeit für einen Gedanken

darüber, zu was die pittoreske Landschaft der Ahr inspirieren

kann:

Johannes Brahms

Die Melodien zu seinen Liebesliederwalzern entstanden nahezu

vollständig in Skizzenform während fröhlicher Ferientage an

der Ahr. Es meldeten sich täglich neue Melodien bei ihm an, die

er Mühe hatte, alle aufzuschreiben. Und das umso mehr, als er

noch mit der Vervollständigung des Deutschen Requiems beschäftigt

war.

Mit dem Sänger Stockhausen musizierte Brahms gemeinsam

die Liebeslieder in Bad Neuenahr: „Bei einem Spaziergange,

den die ganze jugendlich-übermütige Konzertgesellschaft durch

das Ahrtal nach Altenahr machte, sagte Brahms, er wolle nur

noch Walzer, Wiener Walzer, komponieren.“

Dieses in heiterer Laune gegebene Versprechen hat Brahms,

Gott sei’s gedankt, nicht eingehalten.

*

Wir gehen aus dem Pavillon hinaus und halten uns stets links auf breitesten

Wegen – später weiter auf dem „Rotweinwanderweg“. Gasthof.

15 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor dem Schild „Bushaltestelle

Bunte Kuh ...“ links nach „Walporzheim“, sofort rechts, halten uns

rechts und haben

**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.


**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.


10 Minuten später wandern wir rechts durch die „.Weinbaudomäne“ in die

Anlage von

75 Min.

Marienthal.

*** Kirchenruine.

Vom einschiffigen Gotteshaus aus dem Jahre 1646 ist lediglich

die imposante Ruine erhalten.


Die Klostergebäude kamen im 18. Jh. hinzu. Im Terrassengarten

steht ein zweistöckiges Gartenhaus von 1762 mit dreiseitig

vorspringendem Mittelteil und gewalmtem Mansarddach.

Wir gehen aus der Ruine hinaus, nach links, an der Gabelung rechts, ein Stück

die gekommene Straße zurück und halten uns links stets auf Asphalt.

dem Querweg vor dem Weinberg links, bleiben an der Hangkante, haben bald

*** Ansichten von der Ruine Marienthal


und später

**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.

16 Minuten später wandern wir beim Fels rechts, fast in Gegenrichtung bergauf,

folgen der „5“, halten uns links und haben


**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.

8 Minuten später wandern wir an der Gabelung mit links bergabführender „5“

rechts leicht bergauf und halten uns links. Gegen Ende ergeben sich mehrere

*** Ansichten vom Ahrtal.

4 Minuten später wandern wir kurz vor dem Linksbogen des Hauptweges

rechts leicht bergauf auf gleich breitem Weg in den Wald, kurz darauf übern

**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.

7 Minuten später wandern wir an der Gabelung links leicht bergab, zwischen

zwei Metallpollern her mit

119 Min.

**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.

2 Minuten später wandern wir auf den ersten Weg rechts und haben wieder

**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal.

2 Minuten später wandern wir auf der gekrümmten Querstraße links bergab.

2 Minuten später wandern wir rechts und halten uns links.

13 Minuten später wandern wir vorbei am erhöhten Aussichtspunkt mit einer

**** Panorama-Ansicht vom Ahrtal.

1 Minute später wandern wir hinter endender Leitplanke sowie vor endendem

Parkplatz links und halten uns rechts steil bergab.

2 Minuten später wandern wir auf dem Schrägquerweg rechts und haben nun

*** Ansichten vom Ahrtal.


3 Minuten später wandern wir links übern Parkplatz, über die Landstraße,

zunächst in Serpentinen, dann gerade, aber stets bergab auf den Ort Rech

zuführt. Rastplatz. – Bei den Serpentinen gibt’s eine

***** Panorama-Ansicht von der Saffenburg auf dem Felsen.

37 Minuten später wandern wir auf der Brücke über die Ahr in 188 Min.

Rech.

Urkundlich erwähnt wird Rech erstmals um 1140. Im Jahre 1482 kommt der Ort an die

Herrschaft Saffenburg. Im Mittelalter ist das Dorf eine bedeutende Wallfahrtsstätte.

1723 wird mit dem Bau der steinernen Ahrbrücke begonnen. Sie widersteht als einzige

am Fluss der großen Flut im Jahre 1910. Heute gehört Rech zur Verbandsgemeinde

Altenahr.


3 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Luzia. Das Gotteshaus wurde 1720 erbaut und im Jahre

1872 nach Westen verlängert. Die Ausstattung ist barock.


Das Innere. Auf dem Altar befindet sich ein Kruzifix, darüber

der hl. Geist als Taube schwebt. – Links des Altares: Agatha;

rechts des Altares: Lucia. – Den Kanzelkorb schmücken die

vier Evangelisten.

Seitlich des Chorbogens: Josef (links); Maria (rechts). – Linke

Wand: Bruder Konrad. – Rechte Wand: Johannes Nepomuk. –

Die Orgelempore ziert schönes Schnitzwerk.

und folgen stets dem „A“. Wir haben viele *** romantische Passagen in

artenreicher *** Vegetation.

30 Minuten später wandern wir dann an der Kreuzung beim Flussübergang in

Steinerbergsmühle,

*** Brücke aus Bruchsteinen,


Später haben wir *** Ansichten vom Seitental der Ahr,

danach

**** Panorama-Ansichten vom Ahrtal bei Dernau.


35 Minuten später wandern wir auf asphaltiertem Schrägquerweg links, an der

ersten Abzweigung rechts und gehen nun immer nächst dem Fluss sowie stets

auf diesem Ufer. Wir haben wieder *** romantische Passagen

sowie öfters artenreiche *** Vegetation,

256 Min.


haben viel später von einer links abzweigenden Brücke eine *** Ansicht von

der Bunten Kuh,

und gehen ganz am Ende her unterhalb des


*** Ursulinenklosters auf dem Calvarienberg, ein neugotischer

Bau.

3 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts.

2 Minuten später wandern wir durchs Tor zur Besichtigung von 331 Min.

Ahrweiler.

Ahrweiler kann auf römische Besiedlung hinweisen, ist bereits 893 urkundlich belegt,

als Hof der Abtei Prüm, und erhält 1248 das Stadtrecht durch Konrad von Are-

Hochstaden, Erzbischof von Köln und Reichskanzler. Die Stadt ist bis 1794 neben

Neuss und Andernach Mithauptstadt von Kurköln. Heute bildet Ahrweiler mit Bad

Neuenahr eine Gemeinde.

*

***** Historisches Ortsbild aus Fachwerkhäusern, einer vollständigen

Stadtbefestigung, Stadttortürmen und anderen alten

Bauten macht Ahrweiler zu einem einzigen Eifelmuseum.

Wir gehen zuerst durchs

*** Obertor. Es handelt sich um den westlichen Turm der

Stadtbefestigung des 13. bis 15. Jhs. Er ist viergeschossig mit

ausgekragtem Obergeschoss, vier Ecktürmen und spitzem

Walmdach. Außen befindet sich ein Spitzbogentor mit Fallgitterschlitz,

Pechnase und drei eingemauerten Steinkugeln, außerdem

die Figur der Ursula im Schutzmantel; sie ist die Patronin

der Oberhut.


** Fachwerkhaus, sowie links stehendem ** Fachwerkeckhaus der Zeit um

1600 mit vorgekragtem Obergeschoss. Zur Rechten überragen die Mauer

hinter Haus Nr. 22 zwei

*** Halbschalentürme.

Wir wandern auf den ** Wehrgang und danach rechts durchs

*** Ahrtor. Dieser größte Turm der Stadt ist ein fünfstöckiger

Torturm mit zwei flankierenden dreigeschossigen Halbtürmen,

schmalen Schießschlitzen, Fallgitterschlitz, Tordurchgang unter

Halbkreistonne, Rechteckfenstern, äußerem Torbogen mit Trachyt

und Blende, darüber einer Nische mit der Figur einer Muttergottes

über dem Bogen.


Innen befand sich früher ein vielfiguriges Hochrelief: Kreuztragung,

16. Jh. (heute nur noch eine Abbildung), sowie das Flachrelief:

Reiterzug in bergiger Landschaft, und stadtwärts: Die

Ahrhutpatronin St. Barbara, 20 Jh.

Wir halten uns nun links und wandern immer nächst der

*** Stadtmauer. Den Bau der Befestigung hat man 1250 begonnen.

Wir beachten hier nun die *** Trauerweiden und kommen dabei vorbei am

** Kanonenturm, ein Halbturm, und gehen an der Kreuzung links durchs

*** Niedertor. Im östlichen „Rheintor“ der Stadtbefestigung

befindet sich ein Geißel-Jesus-Relief der Zeit um 1500. Der

der Katharina von Alexandria, der Schutzpatronin von „Niederhut“

schmückt den Bau.

Wir wandern nun hinter dem Tor auf der „Niederhutstraße“ zuerst durch einen

** Winkel mit historischen Bauten, dann vorbei an (Nr. 22 und 24),


*** Fachwerkhäuser mit schönen Auslegern und Skulpturen.

Wir biegen bei rechts an der Ecke erbautem

*** Altes Rathaus, dem Spätrokokobau aus der Zeit um 1780,

links ab auf die „Ahrhutstraße“ und beachten nun beiderseits der Straße die

**** Giebel an meistenteils modernisierten Fachwerkhäusern.


Wir wandern vor dem Ahrtor rechts, sofort wieder rechts auf „Auf der

Rausch“ und an der Kreuzung links auf die „Oberhutstraße“. Kurz darauf

wandern wir an der Kreuzung rechts auf die „Steinfelder Gasse“ und gelangen

kurz darauf ins

*** Ahrgaumuseum (Mi-So 10-17 Uhr) in Weißer Turm, ein

mächtiger dreigeschossiger gotischer Bau des 14./15. Jhs., mit

einer Haube von 1663 und Veränderungen der Zeit um 1700.

Wir gehen aus dem Museum hinaus, nach links, danach vorbei an der ehem.

** Synagoge und halten uns links. – Kurz darauf wandern wir gegenüber

links erbauter

*** Alte Post, ein Steinfachwerkhaus mit Walmdach und vorgesetzter

Giebelfront, heute Prümer Hof, ein ehemaligen Klosterhof

mit Kellerei der Abtei Prüm,

rechts in die Kirche

**** St. Laurentius. Der Bau der dreischiffigen und

dreichorigen gotischen Hallenkirche unter einbezogenem oktogonalen

Turm wurde 1269 begonnen.


Der Hauptchor war um 1300, das Langhaus im frühen 14. Jh.

errichtet. Die Bauform der Kirche mit den schräg gestellten

Apsiden ist einmalig. Das Gotteshaus ist neben dem von Sinzig

das bedeutendste im Ahrtal.


Das Innere, ungemein beeindruckend, ist von Emporen umzogen

und an den Gewölben mit Schlusssteinen sowie mit Rankenmalerei

des 15. Jhs. versehen.

Das Hauptchorhaus wird von drei Fenstern mit Glasmalereien

von 1953 abgeschlossen. Mittleres Fenster von oben nach unten:

Mariä Himmelfahrt; Kreuzigung; Letztes Abendmahl vor

nach unten: Heiligenschar; Jesus in der Kelter; Arbeiter im

Weinberg; Kanaanwunder; Papst Urban mit Winzern bei der

Lese. – Zwischen den Fenstern: Skulpturen der Helena und des

Josef, beide 18. Jh. – Links: Sakramentsnische mit Pelikan und

den Wappen der Städte Ahrweiler (links) sowie Prüm (rechts),

dessen Eigenbesitz Ahrweiler im Mittelalter war, von 1481. –

Linke Wand, vorne: Fronleichnamsprozession, Wandgemälde

von Bardeneuer, 1918;


hinten: Laurentiusmarter, Ölgemälde des Hubert Müller, von

1825 – Rechte Wand, vorne: Die Wandgemälde „Thronender

der Heilig-Geist-Bruderschaft“, sind von Bardeneuer, 1918;

hinten: Dreifaltigkeit, Ölgemälde des Hubert Müller, 1825. –

Die schmiedeeiserne Kommunionbank ist aus der Zeit um

1778.

Linker Chor. Glasgemälde aus der Zeit nach 1900, von links

nach rechts: Michael, Jakobus, Albertus. – Die Wandgemälde

1928. – Neugotischer Kreuzaltar mit den Figuren von links

nach rechts: Barbara, Matthias, Maria, Johannes, Katharina,

Sebastian.


Rechter Chor. Die Glasgemälde von links nach rechts: Maria,

Jesu; Schmerzhafte Muttergottes; Marienkönigin; Muttergottes,

sämtlich von 1956. – Neugotischer Muttergottesaltar mit den

seitlichen Figuren Wilhelm und Katharina. – Spätgotischer

Taufstein des 16. Jhs., mit Untersatz und Säulchen von 1903.

Die Taufkapelle. Muttergottes, neugotisch.

Das Langhaus. An den Pfeilern vorne: Laurentius (links) und

1904: Dreifaltigkeit, von Heiligen umstanden; darunter Wandgemälde

von Bardeneuer, links: Muttergottes (stehend für


Adenbachhut), rechts: Barbara (stehend für Ahrtor). – Wandgemälde

an der linken Emporenstirnwand: Schweißtuch der

Veronika, flankiert vom Gastmahl des Herodes und der Johannesenthauptung

(links) sowie der Verkündigung, 15. Jh.

(rechts).

Außenwandgemälde unter der linken Seitenempore: Martyrium

hin: Elisabeth in Nonnentracht, 15. Jh.; Tod des Laurentius

sowie Almosen verteilender Laurentius, um 1500;


Jüngstes Gericht, 15. Jh.;

Lucia in grünem Gewand mit rotem Mantel, den Hals mit

Schwert durchstochen.


Am rückwärtigen Pfeiler: Lebensgroßer unbekannter Bischof,

15. Jh.; am selben Pfeiler, allerdings unter der Empore: Ursula,

15. Jh. sowie Teil der Leidensgeschichte mit Judas, der Jesus

verräterisch küsst, 14. Jh.

Rechte Wand: Ursula (stehend für Oberhut); Katharina (stehend

für Niederhut), beide von Bardenheuer. – Wandgemälde an der

Heiligengestalten, um 1500. – Wandgemälde der rechten Empore

zur Kirchenmitte hin: Sebastiansmartyrium (im Rankenwerk);

Katharina mit dem Rad (im Rankenwerk). – Rückwärtige

Empore: Gemälde im Rankenwerk: Adam und Eva im Paradies.

Orgelprospekt von 1726, mit Harfe spielendem David.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus, nach rechts und vor der

** Zehntscheuer des Klosterhofs der Abtei Prüm, mit einer Toreinfassung

vorbei an rechts in der Kurve erbauter Nr. 1, ** Hof der Harff-Dreiborn, ein

neugotischer Bau, betürmt und treppengegiebelt, mit Resten des 16. Jhs. Wir

wandern durchs Winzertor, den

*** Adenbachtorturm. Den quadratischen, innen offenen

Wachturm aus Bruchstein mit Torflügeln des 16./17. Jhs., dessen

Oberbau am 1. Mai 1689 eingeäschert wurde, hat man 1974

wieder aufgebaut. Der Hutpatronin Maria wegen wird das Tor

auch Marientor genannt.

Ort, auf der Brücke über die Straße und zur S-Bahn-Haltestelle.

Ahrweiler – Marienthal – Dernau – Rech – Ahrweiler

Ahr-Panorama-Weg Nord

Ahr VII

Ende

E 33

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356 Min.

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