Kelheim – Riedenburg - Kunstwanderungen

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Kelheim – Riedenburg - Kunstwanderungen

A 01

KelheimRiedenburg

Kelheim – Essing – Randeck –

Schlossprunn – Emmerthal – Riedenburg

Streckenwanderung

Bus

Riedenburg, Zentrum Mo-Fr 8.00,17.00,18.00,Sa 7.23,Sa+So 9.30,10.00,17.00,So 18.00

Kelheim, Zentrum Mo-Fr 8.21,17.21,18.21,Sa 7.44,Sa+So 9.49,10.21,17.21,So 18.21

6 Stunden und 02 Minuten reine Wanderzeit

Wir gehen von der zentralen Bushaltestelle in die Innenstadt von

Kelheim (Niederbayern).

Der Michaelsberg über dem Ort ist schon in der Urzeit bewohnt. 866 wird der Ort

erstmals als Sitz eines Adelsgeschlechts genannt. Um 1000 ist der Markt mit einer

Mauer umringt. Um 1014 ist Kelheim Hauptort des Kehlgaus. 1181 erhält man Stadtrecht.

Die Marienkirche wird 1297 urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert ist die Stadt

beringt und wird durch Herzog Ludwig der Kelheimer erweitert. 1825 erkühnt sich

König Ludwig I. von Bayern das Projekt Donau-Main-Kanal anzugehen. 1836 ist das

172 km lange Werk zwischen Kelheim und Bamberg vollbracht.

*

Wir gehen zuerst durchs

*** Donautor. Der quadratische Torturm stammt aus dem 13.

Jh. und 14. Jh. und wurde später verändert.

Von hier aus haben wir eine *** Ansicht von der Befreiungshalle.

Sofort dahinter wandern wir rechts auf die „Wittelsbacher Gasse“ und rechts

in die Nr. 8,

*** St. Johannes. Die Kirche ging aus dem Bau der Sühnekapelle

hervor. Schließlich ließ sich hier ein Priorat des Regensburger

Schottenklosters nieder. Um 1500 hat man das Priorat in

ein Spital umgewandelt. Die Kirche wurde 1602 und in der

Folgezeit umgebaut. Erhalten ist ein frühgotisches Rundbogen-


portal mit profiliertem Gewände und Dreiviertelsäulen mit

Knospenkapitellen; im Tympanon: Gemalter Christuskopf.

Der Chor. Das Kreuzgewölbe und der Chorbogen sind mit

Stuckdekoration (Engelsköpfe, Blüten, Blätter) überzogen, 17.

Jh. – Spätbarocker Hochaltar von 1713. Das Schreinerwerk mit

den Engelsfiguren ist mit glatten und gedrehten Säulen blau

memoriert. Das Altarblatt zeigt die Vision des Johannes auf

Patmos.

Das Langhaus ist flach gedeckt und mit Engelsköpfen sowie

Blüten dekoriert, 17. Jh. – Linker Altar, 18. Jh., Übergang vom

Rokoko zum Zopfstil. – Rechter Altar, 18. Jh., Übergang vom

Rokoko zum Zopfstil. – Rechte Wand: Kalksteinepitaph für

Konrad Irnsinger (+1514) mit der Halbfigur des Schmerzensmannes.

Außerdem fallen auf eine Schnitzfigur des Nikolaus, 15. Jh. und

eine Anna Selbdritt, spätbarocke Schnitzgruppe.

Außen am Chor steht das

*** Sühnekreuz der Zeit um 1600. An dieser Stelle soll 1231

Ludwig der Kelheimer ermordet worden sein. Sein Sohn, Herzog

Otto II. veranlasste daraufhin im frühen 13. Jh. den Bau

einer Sühnekapelle.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links und beim Tor rechts über den

lang gestreckten Markt. Kurz darauf wandern wir an der Kreuzung rechts. Es

handelt sich um den

*** Ludwigsplatz. Hier an der Ecke steht das Rathaus. Es wurde

1824 von der Mitte des Platzes entfernt und hierher in die Stadtschreiberei

verlegt. Das Eckhaus besitzt einen Wellengiebel von

1912. Daneben befindet sich das so genannte alte Rathaus von

1598. Seine Fassade ist barock, der Volutengiebel zweigeschossig

gegliedert mit Pilastern und Gesimsen. Außerdem steht hier die

Mariensäule mit der Steinfigur der Immaculata, von 1770.

Am Ende steht das Denkmal für König Ludwig I., von 1863. Die

Standfigur des Königs, der den Bauplan der Befeiungshalle

hält, ist aus Kelheimer Marmor.

Wir wandern vor dem Ludwigsdenkmal links und in die Kirche

*** St. Mariä Himmelfahrt. Der Bau der Kirche wurde im 15.

Jh. mit dem basilikalen Langhaus begonnen, danach erst schuf

man den Chorbau; Baubeendigung ist ins frühe 16. Jh. anzusetzen,

vermutlich 1513. Der ursprüngliche Turm wurde 1846

abgerissen. Erst 1862 hat man den nun frei stehenden Turm

fertiggestellt.


1877 wurde das Kirchenschiff um ein Joch an den Turm herangerückt

und das Mittelschiff erhöht. Gleichzeitig wurde die

Südvorhalle errichtet. Die Seitenportale stammen ebenfalls aus

dem 19. Jh.


Das Äußere erscheint im Geschmack des 19. Jhs., lediglich der

Chor zeigt die spätgotische Gestalt.

An der rechten Wand: 1. Spätgotisches Ölbergrelief; 2. Ölberggruppe

von 1500. – Am Chorscheitel: 1. Rotmarmorepitaph der

Familie Paur, nach 1590, mit Leonhard und Anna. – An der

Taufkapelle: Kalksteinrelief für Siegmund Langenmantel

(+1545) und seine Frau Anna, mit der Auferstehung Jesu, nach

einem Stich Martin Schongauers. – Ebenda: Grabsteine des 15.

bis 18. Jhs.

Das Chorhaus besitzt ein Netzrippengewölbe, das am Chorhaupt

als Halbstern abschließt. – Der Hochaltar aus Kelheimer

Marmor mit überlebensgroßer Figurengruppe der Marienkrönung

ist von Johann Obermeier, 1885. – Linke Wand: Marientod,

um 1550, farbig neu gefasster Altarflügel.

Rechte Wand: Geburt Jesu, um 1550, farbig neu gefasster Altarflügel.


Linkes Seitenschiff, spätgotisch kreuzrippengewölbt und neugotisch

verglast. Frontwandaltar mit guten Schnitzereien, einer

Vespergruppe der Zeit um 1500, und einer Predella mit dem

Marientod, um 1520,

flankiert von Katharina und Albertus Magnus, beide um 1480. –

Taufkapelle mit 1. Johannes der Täufer, Figur der Zeit um

1500; 2. Spätgotische Kreuzgruppe.

Rechtes Seitenschiff, neugotisch verglast. Neugotischer Frontwandaltar

mit Mutter Anna, flankiert von Josef (links) und Joachim;

in der Predella: Marienkrönung.

Das Langhaus ist seit 1882 neugotisch von einer Holzdecke

gewölbt, der ein Rippennetz unterlegt wurde, welches Wappen

und prächtige Ornamentscheiben zieren. – Die Kanzel der Zeit

um 1885 schnitzte Albert Markl. Die Reliefs und Figuren sind

teilweise farbig gefasst. – Die neugotische Emporenanlage zur

Orgel hin ist geradezu bühnenmäßig aufgebaut.

Die Südvorhalle. Über dem Innenportal: Die steinerne Muttergottes

ist aus dem Jahre 1440.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, nach links um den Chor herum zur Betrachtung

der o. a. Kunstwerke, wenden uns auf der „Benefiziatengasse“ nach

rechts, gehen auf der „Matthias-Kraus-Gasse“ links, kurz darauf an der Kreuzung

bei rechts stehendem

*** Altmühltor, ein quadratischer Torturm, der aus dem 13. Jh.

stammt und später verändert wurde,

links über den Marktplatz. Kurz darauf wandern wir an der Kreuzung hinter

der ** Ev. luth. Stadtkirche von 1888, mit rippengewölbtem Inneren und

neugotischer Verglasung nebst neugotischer Kanzel, rechts und kurz vor dem

*** Mitteltor, ein quadratischer Torturm aus dem 14. Jh. mit

späteren Veränderungen,


links auf die „Lederergasse“. Kurz darauf wandern wir links in den

*** Herzogskasten. Der Speicherbau der Zeit um 1480 aus

unregelmäßigem, teils buckligem Quaderwerk besitzt spitzbogige

Aufzugsluken. Hier ist das Archäologische Museum (Apr-

Okt Di-So 10-17 Uhr) untergebracht.

Wir gehen aus dem Museum hinaus und auf der Quergasse links.

10 Minuten später wandern wir, so lange währt die reine Gehzeit durch die

Stadt, an der Kreuzung vor der Durchfahrtsstraße rechts, endlich hinter dem

** Bürgerturm, Eckturm der Stadtbefestigung des 13./14. Jhs., und vor dem

*** Schleiferturm, ein Rundbau von 1476, der aus Überresten

des ehem. Herzogschlosses erbaut wurde,

rechtsversetzt über die Durchfahrtsstraße auf die „Stadtknechtstraße“. Wir

passieren einen Parkplatz (von dessen Donauseite wir *** Ansichten von der

Donau und der Befreiungshalle haben), halten uns jedoch rechts. Kurz danach

passieren wir die Ummauerung der oben liegenden

*** Franziskanerkirche, heute Orgelmuseum (Apr-Okt tägl.

14-17 Uhr). Der spätgotische Kirchenbau des 1471 fast fertig

gestellten Franziskanerklosters war 1506 vollendet. Es handelt

sich um ein Langhaus mit eingezogenem Chor. Die Chorhauptfenster

sind dreibahnig mit auffallendem Maßwerkschmuck.

Das Langhaus besitzt zweibahnige Spitzbogenfenster mit Maßwerk

aus Pässen und Fischblasen sowie an der rechten Seite ein

Spitzbogenportal mit reich profilierten Kehlen.

Das Chorhaus ist netzgewölbt. Der Hochaltar ist neugotisch. –

Neugotisches Chorgestühl. – Über dem Gestühl: Gemälde lebensgroßer

Apostel mit Jesus und Maria, Anfang 17. Jh. – Erstes

Chorjoch: Baum Jesse, Gemälde des 17. Jhs.

Das Langhaus ist flach gedeckt. Am Chorbogen: Jüngstes Gericht,

Malerei um 1490. Linker Altar, neugotisch, mit der

Schnitzgruppe der Marienkrönung, um 1500. – Rechter Altar,

neugotisch. – Linke Wand: Kanzel, neugotisch. – Gemälde der

Himmelfahrt Mariens unter der Dreifaltigkeit; beide von Johann

Gebhard, 1711. – Altar, um 1750. – Rechte Wand: Gemälde der

Dreifaltigkeit, 17. Jh. – Rückwand: 1. Nikolaus, überlebensgroß,

18. Jh.; 2. Erasmus, überlebensgroß, 18. Jh.

*** Kreuzgang aus spätgotischer Zeit um 1500 mit Spitzbogenfenstern,

Kreuzgewölbe und Schlusssteinen, die Wappen

und Handwerksemblem wie Beil, Sichel usw. zeigen. Die

Wandmalereien stammen aus dem 18. Jh. – Grabstein für Lorenz

Bogner (+1485), mit Bogner und Frau sowie einem Sandsteinrelief

des Erbärmdechristus, vor dem Kreuz mit Leidenswerkzeugen

schwebend.

Dem Kloster ist eine zweite Kirche angebaut, die Kirche

*** St. Michael. Die romanische Chorturmanlage des 12. Jhs.

wurde im Spätmittelalter erweitert, der Turm erhöht. Im 17. Jh.

hat man dem Turm ein Oktogon aufgesetzt. Sein achtseitiger

Spitzhelm ist von 1860.

Das Äußere. Überm Südportal: Engel tragen Maria Magdalena

in den Himmel, ein spätgotisches Steinrelief.

Der Chor ist gratgewölbt mit eingezogener Apsis. In der Kalotte:

Segnender Christus und Evangelistensymbole, Malereifragment

des 15. Jhs.

4 Minuten später wandern wir am Straßenstern links auf dem „Fußweg zur

Befreiungshalle“


ergauf und folgen dem roten Balken auf weißem Grund.

17 Minuten später wandern wir in Richtung Museumsshop zum Kartenlösen


und kommen vorbei an einem Aussichtspunkt mit einer *** Ansicht vom

Donautal.

8 Minuten später kaufen wir die Eintrittskarten und kehren um.

10 Minuten später wandern wir auf die Galerie – mit *** Ansichten vom

Land um den Zusammenfluss von Altmühl und Donau


auf der

**** Befreiungshalle. Unter Ludwig I. erbaute Leo von Klenze

nach einem Plan des Königs – zur Erinnerung an die Befreiungskriege

gegen Napoleon 1813 – zwischen 1842 und

1863 die 45 Meter hohe Gedenkstätte im römisch-klassischen

Stil, nachdem er den Entwurf von Friedrich von Gärtner

(+1847) umgeplant hatte.

Das Äußere. Der 18eckige Rundtempel, umringt von 18 frei

stehenden Kandelabern,

zeigt auf den 18 Pfeilern Kolossalstatuen der 18 deutschen

Stämme, nach Modellen von Johann Halbig. Darüber befindet

sich eine Galerie mit Kolonnadenring aus 54 toskanischen Säulen.

Darüber gliedern 18 kleine Pfeiler mit Trophäen einen

Mauerkranz.

Das Innere. Die Kuppelhalle besitzt 45 m Höhe sowie 29 m

Durchmesser und ist damit 2.80 m höher als das römische Pantheon.

Einzige Lichtquelle ist die überglaste Kreisöffnung im

Kuppelscheitel. Der Raum präsentiert sich in Marmor und Granit.

Die Farbabstimmung geht von Weiß über Grau bis Goldocker.

Die Nischen setzen sich von der grauen Granitverklei-


dung der Trennungspfeiler pompejanisch-rot ab. Über den Nischen

schweben Marmorschilde mit den Namen der siegreichen

Feldherren der Befreiungskriege. Die Ornamente der Kassettenkuppel

erscheinen in weiß-gold gefasstem Zinkguss auf

Goldgrund.

Auf dem unterfangenden Fries stehen die Namen der Festungen.

Das Fußbodenmosaik setzt sich konzentrisch aus Tegernseer

Marmor zusammen.

In den 17 stichbogigen Nischen (die 18. ist Eingangshalle) stehen

34 Victorinen, Siegesgöttinnen, die sich an der Hand halten.


Die Eingangsfiguren aus Schlanders-Marmor schuf Ludwig

Schwanthaler, der alle hatte herstellen sollen, aber verstarb. Die

übrigen Figuren, aus Carrara-Marmor, schufen Hermann

Lossow, Friedrich Brugger, Johann Leeb, Maximilian

Windmann, Johann Graf und Josef Scheffzky. Die feuervergoldeten

Bronzeschilde fertigte Ferdinand Müller.

Wir steigen von der Galerie hinab, gehen aus der Halle hinaus und erneut in

Richtung Museumsshop.

10 Minuten später wandern wir am Kreisverkehr hinterm Museumsshop

rechts auf der Straße bergab.

6 Minuten später wandern wir linksversetzt über die Landstraße und halten

auf dem Pfad Richtung stets bergab.

11 Minuten später wandern wir beim Gedenkstein für Kaiser Wilhelm I.

linksversetzt über den Querweg.

2 Minuten später wandern wir auf dem Querweg vor der Altmühl links, Rastplatz,

nun nächst dem Kanal und stets auf diesem Ufer. Wir haben bald viele

unübertreffliche

***** Panorama-Ansichten von Jurafelsen


und später

***** Panorama-Ansichten von der Burg Randeck über

Essing.

70 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor dem Schild „Betriebsgelände“

links bergauf und bleiben auf Asphalt.

2 Minuten später wandern wir rechts auf der

*** Holzbrücke, 193 m lang, einst die längste Europas, eine

Spannbandbrücke aus verleimten Holzplanken,

über den Altmühlkanal mit *** Ansichten von Burg Randeck über Essing.

2 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts, halten uns rechts und

gehen auf dem Querweg vorm Altmühlkanal links mit *** Ansichten von der

Burg Randeck über Essing.

6 Minuten später wandern wir an der Gabelung links, unter der Landstraße her

zur Besichtigung von

158 Min.

Essing (Niederbayern).

Im Jahre 976 wird Essing erstmals erwähnt. Burg Randeck wird um das Jahr 1000

erbaut. 1336 erhebt man Essing zum Markt. 1367 stiften Ulrich d. Ä. von Abensberg

und seine Söhne hier ein Stift mit sechs Chorherren und ein Siechenspital. Später zählt

es zum Rentamt München und zum Landgericht Abensberg im Kurfürstentum Bayern.

Heute gehört der Ort zur Verwaltungsgemeinschaft Ihrlerstein.


*

Es bietet sich uns zunächst eine malerische

**** Panorama-Ansicht vom Ort hinterm Altmühlarm und

unter der Burg.

Dann wandern wir durch den

*** Brucktorturm aus dem 14. Jh. mit Schindelwalmdach.

2 Minuten später wandern wir auf dem Plätzchen hinterm Tor und hinterm

Rathaus rechts. Gasthof.

4 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** Heilig Geist. Die ehemalige Stiftskirche ist eine spätbarocke

Anlage über mittelalterlichem Kern. Das Schiff wurde

1711, der Chor 1717 umgebaut.

Das Innere. Die Stuckdekoration nach Wessobrunner Vorbild

schuf Josef Bader. Chor und Chorbogen sind reichhaltig und

zart mit Stuck verziert und zwar nach 1717. Das Langhaus besitzt

ein Stichkappengewölbe auf flachen Wandpfeilern, denen

Pilaster mit korinthischen Stuckkapitellen vorgelegt sind, und

das alles aus dem Jahre 1711. Die Deckenbilder hier rahmen

Akanthusranken und Eichenlaub sowie Engelsköpfe. Obwohl

sowohl Chor als auch Langhaus von Josef Bader stuckiert wurden,

lässt sich deutlich erkennen, welcher Stilwandel sich bei

Bader innerhalb weniger Jahre vollzogen hat.


Der Chor zeugt trotz des Stucks deutlich von der einstigen gotischen

Anlage. Der Hochaltar von 1717 zeigt auf dem Bild die

Krönung Mariens, vielleicht von Reischl, von Petrus und Paulus

flankiert.

Das Langhaus. Die Bilder an der Decke schildern Pfingsten und

die Gründung des Stiftes sowie Szenen aus den Leben Jesu und

Mariens, sämtlich von Valentin Reischl, 1711. Die Grisaille-

Gemälde Reischls zählen die dem Stift zehntpflichtigen Kirchen

auf. – Linker Altar von 1711 mit dem Gemälde der Verkündigung,

vielleicht von Reischl. – Rechter Altar von 1711 mit dem

Gemälde des Leonhard, vielleicht von Reischl. – Linke Wand.

1. Taufstein, um 1711, mit der Taufe Jesu auf dem Deckel; 2.

Schmerzhafte Mutter Gottes unter dem Kreuz, barock.


Rechte Wand: Kanzel von Ulrich Voraus aus dem Jahre 1711

mit den vier Evangelisten auf dem Korb und einem Posaunenengel

auf dem Schalldeckel.

Der Kirche ist angebaut der

*** Pfarrhof. Es handelt sich um das ehem. Heilig-Geist-Stift

und ist eine zweiflügelige Anlage von 1630 über altem Kern,

mit Flacherker samt Kleeblattgiebel am Traufseittrakt über der

Durchfahrt; der Giebeltrakt hat einen von Lünetten besetzten

Treppengiebel und einen Polygonalerkerturm auf Sockel.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der Querstraße rechts, an der Gabelung

links auf der Sackgasse bergauf und kurz darauf an der Gabelung links auf

dem Pfad mit dem Geländer bergauf.

30 Minuten später wandern wir hinterm Gasthof links und folgen kurz darauf

der Bezeichnung „Zur Burg“.

5 Minuten später wandern wir auf den Bergfried mit 199 Min.

**** Panorama-Ansichten vom Land um die Altmühl.

*** Burg Randeck. Im frühen Mittelalter sitzen die Herren von

Abensberg auf der Burg. Nach deren Aussterben gerät sie an

verschiedene Besitzer. Die Anlage stammt aus dem 13. Jh.

Hauptburg mit Palas und Bergfried sind teilweise erhalten, letzterer

ein Zinnenkranz von 1844 abschließt.


Wir steigen vom Turm hinab, gehen aus der Anlage hinaus und halten uns

stets links, wobei wir kurz darauf die Sackgasse ignorieren.

3 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor dem Stromhäuschen links.

– Kurz bevor wir später in den Wald eindringen, haben wir die Möglichkeit,

auf einem Pfad links zur Hangkante vorzustoßen; von der aus haben wir eine

**** Panorama-Ansicht von der Randeck und dem Land um

die Altmühl.

8 Minuten später wandern wir am Waldrand mit dem Weg in den Rechtsknick

und sofort links auf den Pfad in den Wald.

10 Minuten später wandern wir auf breitem Querweg links.

2 Minuten später wandern wir hinterm Waldrand rechts auf den Wiesenweg.

7 Minuten später wandern wir an der Gabelung kurz vorm privaten Bereich

rechts bergauf in den Wald und folgen dem rotgelben Altmühlpanoramawegzeichen.

2 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links bergab.

1 Minute später wandern wir an der Gabelung vor der Querstraße rechts, mit

Hilfe der Unterführung unter den Straßen her und auf dem Querweg vor der

Altmühl rechts mit


**** Panorama-Ansichten von Felsgebilden auf der anderen

Altmühlseite

und – später – mit

**** Panorama-Ansichten von Schloss Prunn.

33 Minuten später wandern wir beim Rastplatz rechts zum „Schlossprunn“

unter der Straße her mit *** Ansicht von Schloss Prunn und gehen auf der

Querstraße rechts.

1 Minute später wandern wir vor Haus Nr. 5 links treppauf zur „Burg Prunn“.

10 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts.

4 Minuten später wandern wir mit *** Ansicht vom Altmühltal

ins

280 Min.

*** Schloss Prunn (Führungen: tägl. Apr-Okt 9-18 Uhr). Die Anlage

ist im Kern spätromanisch. 1338 vollzogen sich umfangreiche

Baumaßnahmen durch die Herren von Fraunberger. 1491

wurde die Burg zerstört. Der Herzog von Bayern überließ die

Anlage dem Rat Karl Köckh, unter dem 1604 eine weitere rege

Bautätigkeit einsetzte. König Ludwig I. verfügte 1827, dass die

Burg, ein „Zeugnis deutscher Vergangenheit“ nicht verändert

werden dürfe. Seit 1946 gehört sie zur bayerischen Schlossverwaltung,

die sie museal her- und einrichtet.

Man betritt die Burg auf der erneuerten Holzbrücke über dem 9

Meter tiefen Graben und gelangt vorbei am 31 Meter hohen

Bergfried des 13. Jhs. Der Wohnbau und der turmartige Wachstubenbau,

beide südwestlich, sind im Kern romanisch. Der Palas

wurde in spätgotischer Zeit nach Norden erweitert und an


den Bergfried herangeführt; in seinem Obergeschoss befindet

sich seit der Barockzeit die Kapelle. Torbau, Kemenate und

Trinkstube samt Erkern, beide im Norden, kamen 1604 hinzu.

Das Innere der Burg ist mit Mobiliar des 16. und 17. Jhs. bestückt.

In der Wachstube fällt eine Balkendecke auf, gefallen

zwei Gemälde von Burgansichten des 15. Jhs. Die Schlosskapelle

der Zeit um 1700 besitzt vorzüglichen Stuck, zart getönt,

sowie eine reich strukturierte Kassettendecke. Auf dem Altar

der Bauzeit stehen in der Predella fünf spätgotische Schnitzfiguren

der Maria und Heiliger; die ergänzte Christusfigur ist

barock.

Wir gehen aus der Burg hinaus, auf der Querstraße vor dem Gasthof links

und bleiben auf dem Hauptweg bergab mit *** Ansichten von der Kirche in

Prunn.

8 Minuten später wandern wir an der Schrägkreuzung rechts auf einen Pfad an

der Oberleitung entlang und vorbei an

**** Jurafelsgebilden.

10 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links.

1 Minute später wandern wir rechts auf den „Scheibelweg“ in Prunn.

10 Minuten später wandern wir auf breitem Schrägquerweg links bergab.

4 Minuten später wandern wir über die Querstraße zur Kapelle in 313 Min.

Emmerthal.


*** St. Maria Hilf. Der kleine Saalbau wurde 1650 erbaut.

Das Innere. Die Ausstattung ist aus der Bauzeit. Auf dem

Hauptaltar steht eine Strahlenmuttergottes, von Kerzenhalterengeln

flankiert. – Linke Wand: Sebastian. – Rechte Wand: Kruzifixus.

– Individuelle Kreuzwegstationen.

Wir kehren um und gehen auf gekommenem Weg über die Querstraße zurück.

1 Minute später wandern wir an der Kreuzung links nach „Jachenhausen“.

3 Minuten später wandern wir vor dem Baum mit Schild „Riedenburg 25“

links zwei Stufen hinauf.

18 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Landstraße zur „Sommerrodelbahn“.

2 Minuten später wandern wir links auf gepflastertem Weg bergab, kurz darauf

Richtung haltend auf den Weg mit Fußwegschild und halten Richtung

über den Wendeplatz.

4 Minuten später wandern wir rechts auf dem Weg mit Fußwegschild bergab.

2 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts bergab.

2 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Durchfahrtsstraße.

1 Minute später wandern wir in die Kirche von 346 Min.

Aicholding (Niederbayern).

Im 11. Jh. taucht das Geschlecht der Aicholdinger erstmals auf. Zwischen 1570 und

1772 gehört der Ort zur Herrschaft Prunn. Heute ist der Ort Stadtteil von Riedenburg.

*

*** St. Martin. Die Chorturmanlage stammt aus dem 12. Jh.

Der Westgiebel mit Schwalbenschwanzzinnen wurde in gotischer

Zeit erhöht. Der Turm war ehemals Bergfried der Burg

und ist heute mit einem pyramidenförmigen Helm bestückt.

Das Innere wurde 1725 stuckiert und volkstümlich ausgemalt.

Der Chor ist kreuzgewölbt. Der Stuckaltar trägt die Figuren der

Katharina und der Elisabeth sowie das Gemälde des Martin.

Das Langhaus aus zwei Jochen ist kreuzgewölbt. Stuckreliefs

des Johannes Nepomuk und des Antonius von Padua. Die Kanzel

ist aus der Zeit um 1700; zwischen den Säulchen hängen

Früchte und Blüten. – Doppelempore.

Direkt daneben steht das

*** Schloss (Privatbesitz). Die Herren von Aicholding werden

vom 11. bis ins 14. Jh. genannt. Danach gerät man an Prunn.

Der Edelsitz mit eigenständigem Kapellenbau ist erhalten. Der

Wohnbau mit Satteldach und Treppengiebeln wurde nach 1675

erneuert.

Wir gehen aus Kirche und Burghof hinaus, halten Richtung und wandern an

der Dreiergabelung vor der *** Linde links.

3 Minuten später wandern wir auf dem Querweg vor der Altmühl rechts und

nun immer nächst dem Kanal mit


**** Panorama-Ansichten von Schloss Rosenburg und Burgruine

Tachenstein hinter der Silhuette von Riedenburg.

10 Minuten später wandern wir rechts zu „Historische Altstadt“ treppauf und

auf der Brücke über den Kanal.

3 Minuten später wandern wir hinter der Brücke, Gasthof, rechts zur Bushaltestelle

in Riedenburg.

Kelheim-Riedenburg

Ende

A 01

*

362 Min.


Altessing (Niederbayern).

Altessings Geschichte ist identisch mit der von Essing.

*

*** St. Martin. Die frühgotische Chorturmanlage wurde um 1710 verändert. Der barocke Dachaufsatz des Turms,

eine verschindelte Pyramide, wird von einer Kuppel gekrönt.

Das Äußere. An der rechten Seite Kämpfersteine des ehemaligen Portals.

Der Chor ist kreuzrippengewölbt. Der Hauptaltar von 1750 ist mit dem Dekor von 1710 geschmückt. Die Figurengruppe

Martin und Bettler ist aus dem 20. Jh. – Das Sakramentshaus mit spätgotischer Wimpergrahmung steckt in

einem gemalten Aufbau des 16. Jhs., in dessen Gesprenge der Schmerzensmann steht.

Das Langhaus ist flach gedeckt und zeigt eine Stuckdekoration aus Blattstäben, Akanthusranken, Muscheln und

Engelsköpfen. Das Gemälde in der Mitte zeigt zwischen der Dreifaltigkeit, dem Himmel, und dem Feuer, der Hölle,

ein von Engeln getragenes Gnadenbild. Außerdem erkennt man in den figürlich stuckierten Seitenfeldern die Arche

Noah und den Phönix aus der Asche.

Linker Altar von 1710. – Daneben: Grabdenkmal für Johann Wolf Freymann auf Randeck (+1610) mit dem Verstorbenen

vor dem Kruzifix.

– Rechter Altar von 1710.

Die Kanzel ist eine Spätrenaissancearbeit aus Eichenholz mit Intarsien samt – am Korb – einem Bild des Martin.

Geschnitzter Johannes Nepomuk, um 1750

Kreuzwegstationen, 18. Jh.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche von

Prunn (Niederbayern).

Die Geschichte des Ortes ist identisch mit der von Schlossprunn. 1037 werden die Herren von Prunn erstmals

erwähnt. 1147 gehen die Besitztümer an die Herren von Laaber und Praiteneck. 1288 wird die Burg an den Herzog

von Bayern verkauft, aber als Lehen einbehalten. 1575 entdeckt man hier eine der Nibelungen-Handschriften, den

Prunner Codex. 1672 erhalten Ingolstädter Jesuiten die Burg, nach deren Auflösung 1773 die Johanniter. 1822 geht

die Anlage an Bayern.

*

*** Unsere Liebe Frau. Die Dorfkirche stammt aus dem 15. Jh., wovon der spätgotische Chor noch zeugt. Das

Langhaus wurde im 17. Jh. verändert. Den Turm hat man 1683 neu erbaut. Er besitzt ein Oktogon mit Zwiebelhaube.

Das Chorhaus besitzt ein Kreuz- bzw. Kappengewölbe und Reste einer Rankenmalerei von 1591. Der Hauptaltar ist

neugotisch. – Das Chorgestühl stammt aus dem 16. Jh. – Der Taufstein ist spätgotisch. – Rotmarmorgrabstein für

Hans Frauberger vom Haag (+1428), mit ihm selbst und vier Ritterorden.

Das Langhaus. Die Flachdecke wurde um 1710 vorzüglich stuckiert; eingearbeitet wurden Eier- und Lorbeerstäbe,

Blütenranken und Engelsköpfe. Die Einrichtung ist neugotisch.

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