Mantova - Kunstwanderungen

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mit ihm sein Land Tyrol.“

Und von der Hand die Binde

nimmt ihm der Korporal;

Andreas Hofer betet

allhier zum letzten Mal,

dann ruft er: „Nun so trefft mich recht!

Gebt Feuer! Ach, wie schießt ihr schlecht!

Ade, mein Land Tyrol.

*

Wir gehen aus dem Bahnhof hinaus, auf der „Via S. Bettinelli“ rechts und halten

uns links. – Kurz darauf wandern wir an der Kreuzung links auf den

*** Casa Romano. Das Haus des Baumeisters Giulio Romano

zeigt, in welchem Ansehen der Hofarchitekt bei Federico II.

Gonzaga stand. Romano entwarf es 1538; fertiggestellt war es

1544. Über dem Portal steht die Figur des Merkurs. Ursprünglich

bestand das Gebäude aus lediglich fünf Achsen; 1800 wurde

es von Paolo Pozzo auf acht erweitert und erhielt ein teilweise

klassizistisches Aussehen.

Bald darauf wandern wir an der Kreuzung kurz hinter rechts erbauter Nr. 11,

*** Palazzo di Giustizia, Wohnsitz der Ganzaga Vescovato,

von Antonio Maria Viani (1555-1629) errichtet,

rechts auf die “Via Giovanni Acerbi” und halten Richtung. – Später wandern

wir in die rechts erbaute Nr. 47, die

*** Casa Mantegna. Der Hofmaler Mantegna erhielt das

Grundstück von Ludovico II. Gonzaga geschenkt und begann

1476 mit dem Bau der Vierflügelanlage um ein Atrium. Das

Haus ist heute als Museum eingerichtet, allerdings – völlig

kahl! Die erstellte Computerpräsentation über Leben und hier

Wohnen des Mantegna ist erstklassig.

Andrea Mantegna

Andrea wird 1430 oder 1431 in Isola di Carturo geboren. Zwischen

1441 und 1445 befindet er sich zu Padua in der Lehre bei

Francesco Squarcione. 1447 weilt er mit seinem Lehrer in Venedig.

Ab 1448 arbeitet er selbständig, zunächst in Padua. Dort

wird er von der Stadtverordnung zum Schätzungsexperten bestellt.

1449 arbeitet er in Ferrara, danach wieder in Padua. 1453

heiratet er Nicolosa, die Tochter des Malers Jacopo Bellini und

gleichzeitig Schwester der berühmten Malerbrüder Giovanni

und Gentile Bellini. Im Jahre 1456 nimmt er den Auftrag

Ludovicos III. Gonzaga an, als Hofmaler nach Mantua zu

kommen. Allerdings tritt der Maler sein Amt noch nicht an, hat

er doch Verpflichtungen wahrzunehmen, so z. B. das Altarbild

von San Zeno in Verona zu malen. Ludovico gestattet ihm, den

Auftrag im Jahre 1457 zu erledigen. 1459 erst zieht Mantegna

nach Mantua. Im selben Jahr malt er das San-Zeno-Altarbild

fertig. Immer wieder zieht es ihn in die umliegenden Städte. So

findet man ihn 1467 in der Toskana.

1469 wird Mantegna zum Grafen erhoben. Er ist ein sehr unleidlicher

Mensch mit einem schwierigen Charakter. Ab 1470

gibt es daher viel Ärger um ihn; allerdings hält die Familie

Gonzaga zu ihm. 1478 stirbt Ludovico Gonzaga, weshalb dessen

Sohn Federico die Regentschaft übernimmt. Mantegna steht

auch bei ihm in hohem Ansehen. 1484 stirbt Federico; sein

Sohn Francesco wird sein Nachfolger. Auch er ist Mantegna

gewogen. 1498 weilt Mantegna in Rom, wo er in der Kapelle

des Vatikans arbeitet. 1490 kehrt er nach Mantua zurück und

arbeitet im Castello S. Giorgio. 1506 stirbt er in Mantua.

*

Wir gehen aus dem Mantegna-Haus hinaus, nach rechts und an der Kreuzung

links in die Kirche

*** S. Sebastiano. Die einstige Votivkirche von 1460 für Ludovico

II. Gonzaga entwarf Leon Battista Alberti in der Form

eines griechischen Kreuzes. 1783 wurde das Gotteshaus säkularisiert.

Heute dient es Wechselausstellungen.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf dem „Largo XXIV Maggio“ links.

Später wandern wir in den

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