Jahresbericht 2012 - Kommunale Unfallversicherung Bayern

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Jahresbericht 2012 - Kommunale Unfallversicherung Bayern

Kommunale Unfallversicherung Bayern

Bayerische Landesunfallkasse

Jahresbericht

2012


Die wichtigsten Zahlen 2012 in Kurzfassung

Bayer. GUVV Bayer. LUK Gesamt

Mitgliedsunternehmen 90.464 10.952 101.416

Zahl der Versicherten 3.643.010 1.212.044 4.855.054

Gemeldete Versicherungsfälle 187.489 57.305 244.794

davon Allgemeine UV 43.214 12.438 55.652

davon Schüler-UV 144.275 44.867 189.142

Neue Unfall-/BK-Renten 381 119 500

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Impressum

Herausgeber

Kommunale Unfallversicherung

Bayern (KUVB)

Bayerische Landesunfallkasse

(Bayer. LUK)

Ungererstraße 71

80805 München

Telefon: 089 36093-0

Telefax: 089 36093-1 35

Internet

www.kuvb.de

www.bayerluk.de

Entschädigungs leistungen 118.675.966,57 40.263.590,78 158.939.557,35

Präventionskosten 6.866.657,62 2.324.754,55 9.191.412,17

Vermögens- und sonstige

Aufwendungen 8.802.136,32 1.778.989,74 10.581.126,06

Verwaltungskosten 12.805.220,88 4.378.567,78 17.183.788,66

Verfahrenskosten 512.871,31 91.357,29 604.228,60

Gesamtausgaben 147.662.852,70 48.837.260,14 185.058.135,26

Einnahmen

Umlagen und Beiträge 134.433.959,33 44.679.274,38 179.113.233,71

Regresseinnahmen 6.124.539,09 2.949.177,23 9.073.716,32

Vermögenserträge und

sonstige Einnahmen 7.104.354,28 1.208.808,53 8.313.162,81

Gesamteinnahmen 147.662.852,70 48.837.260,14 185.058.135,26

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Erster Direktor Elmar Lederer

Redaktion

Direktor Michael von Farkas

Ulrike Renner-Helfmann

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Gestaltung und Druck

Mediengruppe UNIVERSAL

Kirschstraße 16, 80999 München

Personalstand

Beschäftigungsverhältnis Vollzeitkräfte Teilzeitkräfte Gesamt

Beamte und DO-Angestellte 143 36 179

Tarifbeschäftigte 132 63 195

Beschäftigte insgesamt 275 99 374

hiervon beurlaubt 24 9 33

Beschäftigte ohne Beurlaubte 251 90 341

Studierende/Auszubildende 24 0 24

2


Vorwort

Im Jahr eins nach der Fusion

Das Jahr 2012 stand ganz im Zeichen der Fusion der beiden

kommunalen Unfallversicherungsträger in Bayern zur KUVB,

der Kommunalen Unfallversicherung Bayern. Neben dem

staatlichen Bereich, den die Bayerische Landesunfallkasse

weiter repräsentiert, ist damit die Neuordnung der UV-Träger

der öffentlichen Hand in Bayern vorerst ab geschlossen.

In einer festlichen Veranstaltung im Großen

Rathaussaal der Landeshauptstadt München

fanden am 23. Januar 2012 die konstituierenden

Sitzungen statt, in der sich alle Gremien

neu aufstellten. Vertreter des Freistaats Bayern

und der Landeshauptstadt München übermittelten

Grußbotschaften. Aus ihnen ging klar

hervor, dass die Fusion auf große Akzeptanz

stößt, aber auch, dass damit ein Auftrag für

noch höhere Effizienz und die Realisierung von

Einsparpotenzialen verbunden ist.

Mit den konstituierenden Sitzungen waren die

mehrjährigen Vorbereitungen der Fusion sowohl

auf der Ebene der politischen Entscheidungen

wie auch auf der praktisch-verwaltungstechnischen

Ebene abgeschlossen. Nun galt es, im

Jahr eins nach der Fusion die Umsetzung zu

verfeinern und alle Bereiche zusammenzuführen.

Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

So wird im Rahmen des Gesamthaushalts

vorerst mit zwei verschiedenen Umlagegruppen

gearbeitet und die unterschiedlichen Datenverarbeitungssysteme

sind noch nicht vereinheitlicht.

Aber das Jahr 2012 hat gezeigt, dass die

Fusion gelungen ist. Die fusionierten Verwaltungen

haben reibungs- und geräuschlos weitergearbeitet.

Dies war sicherlich ein Verdienst

der vielen Arbeits- und Projektgruppen, die

sich im Vorfeld intensiv mit den einzelnen Fachfragen

beschäftigt und praxisnahe Lösungen

entwickelt hatten.

Denn für die Versicherten und die Unternehmen

zählen nur die Leistungen der gesetzlichen

Unfallversicherung: gute Prävention und passgenaue

Rehabilitation. Die Organisation der

Verwaltung bleibt demgegenüber zweitrangig.

Dass dies auch von KUVB und Bayer. LUK so

gesehen wird, belegen die vielen Projekte, die

in diesem Jahresbericht aufgeführt sind – und

sie sind nur ein Teil der alltäglichen Arbeit. Die

vielen hundert Seminare, neu erstellte Medien,

Veranstaltungen, Besichtigungen und ganz wesentlich:

die rasche und sorgfältige Bearbeitung

der fast 250.000 Versicherungsfälle im

Jahr sind das, was die Versicherten von ihrer

Unfallversicherung erwarten. Und hier ist unser

Anspruch, den hohen Standard, den wir erreicht

haben, nicht nur zu halten, sondern kontinuierlich

zu verbessern. Dass die Fusion dazu

beitragen kann, steht außer Frage. Aber sie ist

nicht Selbstzweck.

Nur durch den großen Einsatz der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter konnte dieses Jahr eins

nach der Fusion so gut gemeistert werden.

Namens der Vorstände und der Geschäftsführung

danken wir ihnen dafür ganz besonders.

Ihr Engagement ist die entscheidende Voraussetzung

dafür, dass die Neuordnung der Unfallversicherungsträger

der öffentlichen Hand in

Bayern ein Erfolg wird.

Simon Wittmann

Vorsitzender des Vorstands der

Kommunalen Unfallversicherung

Bayern

Norbert Flach

Vorsitzender des Vorstands

der Bayerischen

Landesunfallkasse

Elmar Lederer

Vorsitzender der Geschäftsführung

der Kommunalen Unfallversicherung

Bayern und der Bayerischen

Landesunfallkasse

Geschäftsbericht 2012 3


Der deutsche Sozialstaat

Die gesetzliche Unfallversicherung nimmt im deutschen

Sozialversicherungssystem seit über 125 Jahren einen

wichtigen Platz ein. Ihre Auf gaben sind im Sozialgesetzbuch

(SGB) VII festgelegt und umfassen drei große Bereiche:

die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrank heiten und

arbeits bedingten Gesundheitsgefahren, Leistungen zur

medizinischen, beruflichen oder sozialen Reha bilitation und

die Gewährung von Entschädigung, wenn schwerwiegende

Unfall folgen oder Erkrankungen verbleiben.

Finanzierung und Ablösung der Unternehmerhaftpflicht

Ein zentrales Prinzip der gesetzlichen Unfallversicherung ist

die „Ablösung der Unternehmerhaftpflicht“. Dies bedeutet,

dass alle Ansprüche eines Geschädigten auf die Träger der

Unfallversicherung übergehen. Die Unternehmer müssen

somit keine hohen Ersatzansprüche fürchten, die ein wirtschaftliches

Risiko bedeuten und insbesondere kleine oder

mitt lere Unternehmen in den Ruin führen können. Dafür

finanziert sich die gesetzliche Unfallversicherung als einzige

Sozialversicherung in Deutschland komplett über die Beiträge

der Arbeitgeber.

Gesetzliche Rentenversicherung

SGB VI

Arbeitsförderung SGB III

Gesetzliche Unfallversicherung

SGB VII

Soziale Pflegeversicherung

SGB XI

Gesetzliche Krankenversicherung

SGB V

Gewerbliche

Berufsgenossenschaften

Unfallversicherungsträger der

öffentlichen Hand – regional organisiert

Landwirtschaftliche

Berufsgenossenschaften

Kommunale Unfallversicherung Bayern

Bayerische Landesunfallkasse

Vertreterversammlung

Vertreterversammlung

Vorstand

Vorstand

Geschäfts führung

4


wir Über uns

Die gesetzliche Unfallversicherung in Bayern 2012

Die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) und die

Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. LUK) sind die Träger

der gesetzlichen Unfallversicherung der öffentlichen Hand in

Bayern. Gemeinsam sind sie quasi die „Berufsgenossenschaft“

der über 5 Millionen Versicherten des öffentlichen

Dienstes sowie der Schüler, Kinder in Tageseinrichtungen,

Studierenden, ehrenamtlich Tätigen und weiteren Personengruppen

in Bayern. Sie bieten ihren Versicherten Schutz bei

Arbeits- oder Schulunfällen, Unfällen auf dem Arbeits- oder

Schulweg und bei Berufskrankheiten

Konstituierende Sitzung der Kommunalen

Unfallversicherung Bayern (KUVB)

Die Fusion zwischen dem Bayerischen Gemeindeunfallversicherungsverband

(Bayer. GUVV) und der Unfallkasse

München (UK München) wurde offiziell zum 1. Januar 2012

vollzogen. In ihren konstituierenden Sitzungen am 23. Januar

2012 im Großen Rathaussaal der Landeshauptstadt München

wählten die Vertreterversammlung und der Vorstand der

KUVB ihre Vor sitzenden. Zum amtierenden Vorsitzenden der

Vertreter versammlung wurde der Arbeitgebervertreter Bernd

Kränzle, MdL, gewählt. Die Wahl zur alternierenden Vorsitzenden

nahm Ulrike Fister von der Gruppe der Versicherten

an. Der Vorstand wählte Jürgen Feuchtmann von der Versicherten

seite und das Mitglied der Arbeitgebergruppe,

Landrat Simon Wittmann, zu ihrem Vorsitzenden bzw. alternierenden

Vor sitzenden.

v.l.: Bernd Kränzle, MdL, Landrat Simon Wittmann, Ulrike Fister,

Jürgen Feuchtmann

Unterstützungsleistungen für Feuerwehrdienstleistende

Wenn Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren bei ihrem Einsatz

einen Gesundheitsschaden erleiden, ist dies in aller

Regel ein klassischer Leistungsfall für die gesetzliche Unfallversicherung.

Wenn allerdings aufgrund bestehender Vorschäden

der medizinische Zusammenhang zwischen der

versicherten Tätigkeit und dem erlittenen Schaden verneint

werden muss, gab es vielfach Irritationen, die auch in die

Öffentlichkeit getragen wurden. Ein Beispiel dafür ist ein Fall,

in dem ein Feuerwehrmann beim Aufsteigen auf das Trittbrett

des Löschfahrzeuges einen Meniskusschaden erlitt. Ursächlich

war jedoch nach ärztlicher Auskunft ein Vorschaden am

betroffenen Knie, der so weit fortgeschritten war, dass jedes

andere vergleichbare Ereignis den Gesundheitsschaden zum

selben Zeitpunkt hätte auslösen können.

Hier darf der Unfallversicherungsträger nach Gesetz und

Rechtsprechung keine Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch

und auch keine satzungsgemäßen Mehrleistungen

erbringen. Der Feuerwehrdienstleistende hat zwar Ansprüche

gegenüber seiner Krankenkasse, aber deren Leistungen

bleiben meist hinter denen der gesetzlichen Unfallversicherung

zurück.

Am 23. Januar 2012 tagten erstmalig die Mitglieder der Vertreterversammlung

und des Vorstandes der neuen Kommunalen Unfallversicherung

Bayern (KUVB).

Geschäftsbericht 2012 5


Um die Feuerwehrdienstleistenden nicht zu demotivieren,

hat die KUVB 2012 in Absprache mit dem Innenministerium,

dem Landesfeuerwehrverband Bayern und der Versicherungskammer

Bayern eine Arbeitsgruppe gegründet. Diese

hat ein Konzept erarbeitet, nach dem bei diesen Fällen

„freiwillige Unterstützungsleistungen ohne Rechtsanspruch“

gezahlt werden können. Sie sind in den Richtlinien des Freistaates

Bayern verankert und werden – wie auch der Sachschadenersatz

nach Feuerwehrdienstunfällen – über die

Versicherungskammer Bayern reguliert.

Die erweiterten Unterstützungsleistungen sehen in Fällen

von leichteren Körper- und Gesundheitsschäden mit ärztlich

bescheinigter Arbeitsunfähigkeit von fünf oder mehr zusammenhängenden

Tagen eine Pauschalabgeltung von 15,00 €

pro Tag (maximal 1.000 € pro Fall) vor. Bei Erkrankungen mit

Dauerschäden, die im Fall der Anerkennung als Arbeitsunfall

zu einer Verletztenrente führen würden, sind darüber hinaus

nach Art und Schwere gestaffelte Einmalzahlungen zwischen

2.000 und 10.000 € (in Todesfällen 20.000 €) vorgesehen.

Die Neuregelungen gelten grundsätzlich ab dem 1.1.2013,

aber auch für ältere Fälle, bei denen das Verwaltungsverfahren

noch nicht rechtskräftig abgeschlossen ist.

Mit diesem ergänzenden Entschädigungssystem soll das

besondere Engagement der Feuerwehrdienstleistenden für

die Allgemeinheit anerkannt und honoriert werden.

Dienststellenmodell zur Umsetzung des ASiG

im Freistaat Bayern

Das „Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und

andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (ASiG) wird in

Ver waltungen und Betrieben des Freistaates Bayern durch

eigene „Richtlinien über die Gewährleistung eines arbeitsmedizinischen

und sicherheitstechnischen Arbeitsschutzes

in der staatlichen Verwaltung des Freistaates Bayern“ umgesetzt.

Ein Bestandteil dieser Richtlinie ist das sogenannte „Dienststellenmodell“,

das für Betriebe mit geringem Gefährdungspotenzial

bei der Arbeit angewendet wird. In diese Gruppe

werden Dienststellen mit überwiegender Büro- bzw. Verwaltungstätigkeiten

eingestuft.

Eine Voraussetzung für die Teilnahme am Dienststellenmodell

ist, dass der Dienststellenleiter oder ein schriftlich bestellter

Beschäftigter an verschiedenen Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen

zum Arbeits- und Gesundheitsschutz

teilnimmt. Diese bestehen aus einem Grundseminar, einem

dienststellenorientierten Aufbauseminar sowie sich daran

anschließende regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen.

Die Organisation der entsprechenden Seminare hat 2012 die

Bayer. LUK übernommen.

Zuständigkeit für die rechtlich selbständigen Unternehmen

der öffentlichen Hand

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung war beauftragt

worden, dem Bundessozialministerium bis zum 31. Mai 2012

ein Konzept zur Neuregelung der Zuständigkeit der Unfallversicherungsträger

für rechtlich verselbständigte Unternehmen

der öffentlichen Hand vorzulegen. Demnach würden – wie

schon bisher, aber mit tatbestandlichen Präzisierungen –

rechtlich selbständige Unternehmen, an denen das Land

oder die Kommune überwiegend beteiligt sind, in der Zuständigkeit

der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand

verbleiben. Für kommunale Ausnahmebetriebe sollen die

UV-Träger der öffentlichen Hand dann zuständig sein, wenn

es sich um rechtlich unselbständige Unternehmen in den

bisherigen Ausnahmebereichen (Verkehr einschließlich

Hafen- und Umschlagsbetrieben, Elektrizitäts-, Gas- und

Wasserwerke sowie Seefahrt) handelt und die dort eingesetzten

Beschäftigten ansonsten überwiegend im übrigen kommunalen

Bereich tätig sind.

Dieses Gesetz zur Änderung des Siebten Buches Sozialgesetzbuch

wurde 2012 vom Bundeskabinett beschlossen.

In dem Regierungsentwurf war zusätzlich aufgenommen

worden, dass die DGUV bis zum 31. Dezember 2013 die Auswirkungen

der Zuständigkeitsabgrenzung zwischen öffentlicher

und gewerblicher Unfallversicherung auf den Wettbewerb

prüfen soll. Es wird jedoch erwartet, dass keine wettbewerbsrelevanten

Unterschiede nachgewiesen werden.

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wir Über uns

Selbstverwaltung und Geschäftsführung

Die Kommunale Unfallversicherung Bayern (KUVB) und die

Bayerische Landesunfallkasse (Bayer. LUK) sind Körperschaften

des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. Selbstverwaltung

ist gelebte Demokratie und wird von den „Betroffenen“,

den Versicherten und Arbeitgebern, aus geübt. Durch

das Prinzip der Selbstverwaltung sollen praxis- und lebensnahe

Entscheidungen getroffen werden. Beide Unfallversicherungsträger

haben als Selbstverwaltungsorgane jeweils

eine Vertreterversammlung und einen Vorstand. Die Organe

setzen sich paritätisch aus ehrenamtlichen Vertretern der

Versicherten und der Arbeitgeber zusammen.

Vertreterversammlung

Die Vertreterversammlung ist das „Parlament“. Sie berät

und entscheidet über für die Mitgliedsunternehmen und

Versicherten wichtige Themen, vor allem über Fragen zur

Präven tion und zur Finanzierung. Sie beschließt aber auch

die Satzung und sonstiges autonomes Recht des Unfallversicherungsträgers

und vertritt den Versicherungsträger gegenüber

dem Vorstand und dessen Mitgliedern. Die Mitglieder

der Vertreterversammlung werden alle sechs Jahre im

Rahmen der Sozialversicherungswahlen gewählt. Die letzte

Wahl fand im Jahr 2011 statt.

Die Vertreterversammlung der am 1. Januar 2012 neu gegründeten

KUVB trat erstmalig am 23. Januar 2012 im großen Rathaussaal

der Landeshauptstadt München zu ihrer konstituierenden

Sitzung zusammen und wählte ihre Vorsitzenden sowie

die Mitglieder des Haushaltsausschusses und des Ausschusses

für Prävention. Die Vertreterversammlung stellte

weiter den Gesamthaushaltsplan mit dem Stellenplan der

KUVB für das Jahr 2012 fest und erließ die Unfallverhütungsvorschriften

der KUVB. Im Rahmen der Fusion beschloss die

Vertreterversammlung u. a. die Dienstordnung und Laufbahnrichtlinien,

die Entschädigungsregelung für die Selbstverwaltungsorgane

und Ausschüsse sowie die Geschäftsordnungen

der Vertreterversammlung und des Präventionsausschusses

der KUVB.

Die Mitglieder der Vertreterversammlungen der KUVB und

der Bayer. LUK befassten sich in ihren jeweils zwei regulären

Sitzungen mit der Abnahme der Jahresrechnungen des ehemaligen

Bayer. GUVV, der ehemaligen UK München und der

Bayer. LUK für das Jahr 2011 und der Entlastung der Vorstände

und der Geschäftsführer. Das Jahr 2011 konnte erfreulicherweise

bei allen drei Trägern mit einem Überschuss abgeschlossen

werden.

Die Vertreterversammlung der Bayer. LUK auf der Veste Coburg.

Die Vertreterversammlungen stellten die Haushaltspläne für

das Jahr 2013 mit einem Haushaltsvolumen in Höhe von

149,95 Mio. € für die KUVB und in Höhe von 50,28 Mio. € für

die Bayer. LUK fest.

Die Fusion wirkte sich auch auf die in Verwaltungsgemeinschaft

geführte Bayer. LUK aus. Die Satzung der Bayer. LUK

wurde deswegen redaktionell geändert und um eine Übergangsregelung

für die seit dem Fusionszeitpunkt bei der

KUVB und folglich auch bei der Bayer. LUK bestehende Geschäftsführung

ergänzt. Von der Vertreterversammlung der

Bayer. LUK wurden im Jahr 2012 vier nicht mehr benötigte

Unfallverhütungsvorschriften zurückgezogen.

Vorstand

Der Vorstand, auch „Regierung“ genannt, verwaltet den

Versicherungsträger und vertritt ihn gerichtlich und außergerichtlich.

Der Vorstand der KUVB konstituierte sich ebenfalls am 23.

Januar 2012 und wählte seine Vorsitzenden. Er benannte die

Delegierten für die Mitgliederversammlung des Spitzenverbandes

der DGUV e. V. Auch der Vorstand der KUVB gab sich

eine Geschäftsordnung. Die Mitglieder beschlossen in den

folgenden fünf Sitzungen weitere für die KUVB erforder liche

Richtlinien.

Nach der erfolgreichen Fusion der beiden Unfallkassen

konnte der Vorstand der KUVB das Projekt „Fusion der kommunalen

Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand

in Bayern“ am 7. Mai 2012 abschließen.

Geschäftsbericht 2012 7


Die Vorstände der KUVB und der Bayer. LUK bereiteten in

ihren Sitzungen im Jahr 2012 die Beschlüsse der Vertreterversammlungen

vor. Sie befassten sich mit den Themen Prävention,

Haushalt und Jahresrechnung. Die Selbstverwaltungsmitglieder

diskutierten aber auch die Vorschläge zur Reform

des Sozialversicherungswahlrechts.

Auf der Tagesordnung des Vorstandes der KUVB standen

regelmäßig Personalangelegenheiten, insbesondere Einstellungen,

Stellenübertragungen oder Beförderungen von Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern. Das Selbstverwaltungsorgan

beauftragte die Abteilung Interne Revision mit der Prüfung

der Jahresrechnung der KUVB und diskutierte, welches IT-

Kernsystem zukünftig eingesetzt werden soll. Im Kontext der

Beratung des Themas Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung

besichtigte der Vorstand des kommunalen

Unfallversicherungsträgers die Berufsgenossenschaftliche

Unfallklinik Murnau.

Der Vorstand des ehemaligen Bayer. GUVV betraute ein

Lenkungsgremium mit der Weiterentwicklung der Prävention,

dem neben Vertretern der Selbstverwaltung der KUVB auch

Vertreter der Bayer. LUK angehören. Dieses Lenkungsgremium

nahm im Jahr 2012 seine Arbeit auf und befasste sich insbesondere

mit dem dauerhaften Einsatz von Aufsichtspersonen

in Nordbayern.

Organseminar

Für alle ordentlichen Selbstverwaltungsmitglieder wurde

auch in diesem Jahr ein zweitägiges Seminar in Schwarzenfeld

angeboten. Die ehrenamtlichen Mitglieder informierten

sich über die Rehabilitation in der gesetzlichen Unfallversicherung,

insbesondere über das Reha-Management der

KUVB/Bayer. LUK, die IT-Unterstützung beim Reha-Management

und die Rehabilitation bei Großschadensereignissen.

Ausschüsse

Die Selbstverwaltungsorgane haben zur Erledigung einzelner

Aufgaben Ausschüsse gebildet, die ebenfalls paritätisch besetzt

sind.

Haushaltsausschuss

Der beratende Ausschuss der Vertreterversammlung der

KUVB, der Haushaltsausschuss, beriet und prüfte die Jahresrechnungen

der ehemaligen UK München und des ehemaligen

Bayer. GUVV und sprach der Vertreterversammlung die

Empfehlung aus, die Vorstände und die Geschäftsführer zu

entlasten. Er wurde aber auch mit der Beratung des Haushaltsplans

für das Jahr 2013 beauftragt.

Mitglieder des Organseminars besichtigen Nabburg.

Ausschuss für Prävention

Die Vertreterversammlungen der KUVB und der Bayer. LUK

haben zur Vorbereitung und Beratung von Beschlüssen der

Vertreterversammlung je einen Ausschuss für Prävention

gebildet. Diese informierten sich u. a. über die Projekte des

Geschäftsbereichs Prävention, schlugen Lösungsmöglichkeiten

bei Problemen bei der Umsetzung von Vorschriften vor

und diskutierten Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für

die Prävention. Die beiden Ausschüsse tagten im Jahr 2012 je

einmal getrennt und einmal gemeinsam.

Renten- und Widerspruchsausschüsse

Die Vorstände und Vertreterversammlungen der beiden

Körperschaften haben darüber hinaus Renten- und Widerspruchsausschüsse

berufen. Die Rentenausschüsse entschieden

in den regelmäßigen Sitzungen über Rentengewährungen

an Versicherte. Soweit erhobenen Widersprüchen

gegen Entscheidungen der Verwaltungen nicht abgeholfen

werden konnte, wurden sie an die Widerspruchsausschüsse

weitergeleitet.

Geschäftsführung

Seit dem Fusionszeitpunkt besteht die Geschäftsführung

der KUVB und der Bayer. LUK aus dem bisherigen Geschäftsführer

des Bayer. GUVV, Elmar Lederer (Vorsitzender der Geschäftsführung)

und dessen bisherigem Stellvertreter, Michael

von Farkas (Mitglied der Geschäftsführung), sowie dem ehemaligen

Geschäftsführer der UK München, Wolfgang Grote

(Mitglied der Geschäftsführung). Die Geschäftsführung führt

hauptamtlich die laufenden Verwaltungsgeschäfte und vertritt

den Versicherungsträger insoweit gerichtlich und außergerichtlich.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung ist unmittelbarer

Dienstvorgesetzter des Personals. Die Geschäftsführung

gehört dem Vorstand mit beratender Stimme an.

8


wir Über uns

Selbstverwaltung KUVB

(Stand: 31. Dezember 2012)

Vertreterversammlung

Umlagegruppe 1

Versichertenvertreter

Hans-Joachim Bonatz, Schaafheim

Heino Schneider, Gößweinstein

Martina Korn, Nürnberg

Ulrike Fister, Dresden

Gabriele Harrer, Nürnberg

Ingrid Grill, Dachau

Helmut Maier, Aschaffenburg

Franz-Josef Weibrecht, Großwallstadt

Karl Pfeifer, Eibelstadt

Kirsten Drenckberg, Fürstenfeldbruck

Uwe Peetz, Naila

Stephan Schramm, Nürnberg

Horst Huscher, Oberhaid

Stellvertreter

Thomas Katzenbogner, Gammelsdorf

Karoline Niederle, Pollenried

Jürgen Weiss, Rosenheim

Stefan Ulbrich, Landsberg

Walter Winterstötter, Moosburg

Günther Griesche, Ingolstadt

Norbert Langen, Ofterschwang

Maria Reiss, Deggendorf

Peter Wenzler, Lindau

Marianne Hofmann, Zeitlarn

Richard Pfaller, Nürnberg

Rudolf Sack, Wenzenbach

Linda Mauter, Würzburg

Umlagegruppe 2

Versichertenvertreter

Georg Miller, München

Barbara Feuerstein-Weber, München

Bernhard Grupp, München

Fritz Pförtner, München

Frank Ette, Schwindegg

Hans-Dieter Schulze, Neubiberg

Doreen Bogram, Wasserburg

Stellvertreter

Kurt Grießer, München

Branka Antic, München

Friederike Urban, München

Robert Schmölzl, Eichenau

Birgit Baumgärtner, München

Carola Widmann, München

Arbeitgebervertreter

Franz Löffler, Waldmünchen

Heinrich Trapp, Dingolfing

Herbert Mirbeth, Hemau

Heidi Plank-Schwab, Gräfelfing

Gerhard Preß, Rödental

Bernd Kränzle, MdL, Augsburg

Günter Zitzmann, Augsburg

Alfons Weinzierl, Dingolfing

Eva Kirchberger, Windorf-Otterskirchen

Leonhard Stärk, Miesbach

Klaus Adelt, Selbitz

Peter Kloo, Kolbermoor

Josef Steigenberger, Bernried

Stellvertreter

Dr. Mark Reinisch, München

Herbert Schötz, Wörth a. d. Donau

Dr. Maria Wellan, München

Oswald Marr, Küps

Erwin Baumgartner, Neumarkt St. Veit

Markus Loth, Weilheim

Heinz Petterich, Burgkunstadt

Hannelore Schnelzer, München

Franz-Josef Hench, Würzburg

Erich Odörfer, Altdorf

Johann Wiesmaier, Fraunberg

Thomas Schwarzenberger, Krün

Arbeitgebervertreter

Brigitte Morhöfer-Reissl München

Stefan Brunner, Ismaning

Monika Maenner, Starnberg

Peter Günther, München

Ursula Graf, München

Peter Raab, München

Michaela Bechtold, Oberhaching

Stellvertreter

Christine Kugler, München

Kurt Pohl, München

Jürgen-Friedrich Kahlert, München

Dieter Seidl, Eichenau

Klaus Seitz, Hohenbrunn

Amtierender Vorsitzender:

Bernd Kränzle, MdL,

Gruppe der Arbeitgeber

Alternierende Vorsitzende:

Ulrike Fister,

Gruppe der Versicherten

Geschäftsbericht 2012 9


Selbstverwaltung KUVB

(Stand: 31. Dezember 2012)

Amtierender Vorsitzender:

Jürgen Feuchtmann,

Gruppe der Versicherten

Alternierender Vorsitzender:

Simon Wittmann,

Gruppe der Arbeitgeber

Vorstand

Umlagegruppe 1

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

1. Wolfgang Roth, Bayreuth Erwin Dotzel, Würzburg

2. Hans-Gerhard Bullinger, Baiern Wolfgang Köhler, Nürnberg

3. Alexander Siegel, Schweinfurt Simon Wittmann, Neustadt/Waldnaab

4. Jürgen Feuchtmann, München Albert Höchstetter (✝5.3.2013)

Stellvertreter

Stellvertreter

1.1 Gerda Breckner, München Ernst Schuster, Thalmässing

1.2 Dominik Schirmer, Oberaudorf Dieter Daminger, Regensburg

2.1 Rudolf Schug, Zirndorf Thomas Ternes, Heroldsberg

2.2 Sabine Gerhard, Lonnerstadt Johannes Reile, Fahrenzhausen

3.1 Dr. Brigitte Zach, Grainau Franz Winter, Dürrwangen

3.2 Jens Hauschildt (✝29.3.2013) Dr. Wolfgang Fendt, Haldenwang

4.1 Sabine Heegner, München

4.2 Andrea Krebold, Haspelmoor

Umlagegruppe 2

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

1. Rudolf Lee, Schnaitsee Roland Maurer, Karlsfeld

2. Elfriede Hahn-Kuyateh, München Erwin Schönwetter, München

Stellvertreter

Stellvertreter

1.1 Ursula Hofmann, München Roland Pleyer, Schrobenhausen

1.2 Ellen Trapsokis, München Robert Schmidt, Neubiberg

2.1 Dr. Brigitte Zach, Grainau

2.2 Helmut Heinrich, München

Delegierte zur Mitgliederversammlung der DGUV

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

Jürgen Feuchtmann

Bernd Kränzle, Mdl

Stellvertreter

Stellvertreter

Alexander Siegel

Roland Maurer

Hans-Gerhard Bullinger

Albert Höchstetter (✝5.3.2013)

Delegierte zur Mitgliederversammlung des Berufsgenossenschaftlichen Vereins

für Heilbehandlung Murnau e. V.

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

Jürgen Feuchtmann

Bernd Kränzle, MdL

Amtierender Vorsitzender:

Gerhard Preß

Gruppe der Arbeitgeber

Alternierende Vorsitzende:

Ingrid Grill

Gruppe der Versicherten

Haushaltsausschuss

Umlagegruppe 1

Versichertenvertreter

Ingrid Grill

Helmut Maier

Horst Huscher

Stellvertreter

Martina Korn

Wolfgang Roth

Umlagegruppe 2

Versichertenvertreter

Bernhard Grupp

Arbeitgebervertreter

Gerhard Preß

Heidi Plank-Schwab

Günter Zitzmann

Stellvertreter

Heinrich Trapp

Klaus Adelt

Arbeitgebervertreter

Peter Raab

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wir Über uns

Präventionsausschuss

Umlagegruppe 1

Versichertenvertreter

Ulrike Fister

Kirsten Drenckberg

Hans-Joachim Bonatz

Umlagegruppe 2

Versichertenvertreter

Frank Ette

Sachverständige Mitglieder

Rainer Schinhammer

(Fachkraft für Arbeitssicherheit)

Dr. med. Michaela Schultz

(Betriebsärztin)

Heino Schneider

Arbeitgebervertreter

Heidi Plank-Schwab

Eva Kirchberger

Gerhard Preß

Arbeitgebervertreter

Brigitte Morhöfer-Reissl

Beratende Mitglieder

Sieglinde Ludwig

Leiterin des Geschäftsbereichs I

Prävention und deren Vertreter

Amtierende Vorsitzende:

Ulrike Fister,

Gruppe der Versicherten

Alternierender Vorsitzender:

Gerhard Preß,

Gruppe der Arbeitgeber

Rentenausschüsse

Umlagegruppe 1

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

1 Heino Schneider Stefan Kern

2 Jürgen Feuchtmann Karl Holmeier

3 Hans-Gerhard Bullinger Helmut Dworzak

Umlagegruppe 2

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

Rudolf Lee

Roland Maurer

Stellvertreter

Stellvertreter

Bernhard Grupp

Peter Günther

Elfriede Hahn-Kuyateh

Erwin Schönwetter

Ursula Hofmann

Ursula Graf

Georg Miller

Stefan Brunner

Den Rentenausschüssen gehört

auch ein Mitglied der Geschäftsführung

an.

Widerspruchsausschüsse

Umlagegruppe 1

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

1 Martina Korn Klaus Adelt

2 Alexander Siegel Gerhard Preß

3 Wolfgang Roth Herbert Mirbeth

4 Stephan Schramm Erwin Dotzel

Umlagegruppe 2

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

Bernhard Grupp

Brigitte Morhöfer-Reissl

Stellvertreter

Stellvertreter

Fritz Pförtner

Peter Raab

Frank Ette

Michaela Bechtold

Hans-Dieter Schulze

Monika Maenner

Barbara Feuerstein-Weber

Robert Schmidt

Den Widerspruchsausschüssen

gehört ein Mitglied der Geschäftsführung

an.

Geschäftsbericht 2012 11


Selbstverwaltung Bayer. LUK

(Stand: 31. Dezember 2012)

Vertreterversammlung

Amtierender Vorsitzender:

Dr. Michael Hübsch,

Gruppe der Arbeitgeber

Versichertenvertreter

Bettina Gammel-Hartmann, Gröbenzell

Christian Huß, Karlstadt

Paula Gottschalg, München

Günter Hoschek, Herrsching

Robert Hechtl, Teunz

Vitus Höfelschweiger, Landshut

Arbeitgebervertreter

(Beauftragte des Freistaates Bayern)

MRin Judith Steiner, München

MR Dr. Michael Hübsch, München

Ltd. MR Thomas Wellenhofer, München

RD Stefan Lenzenhuber, München

MRin Doris Dobmeier, München

MR Robert Morigl, München

Alternierender Vorsitzender:

Vitus Höfelschweiger,

Gruppe der Versicherten

Stellvertreter

Stellvertreter

Dr. Josef Kuhn, Dachau

MRin Kerstin Barth, München

Karl Steiner, Dillingen

MR Gerhard Pompe, München

Hans-Joachim Fink, München N. N.

Hans-Joachim Ehnes, Erlangen

RRin Rosa-Maria Ruhland, München

Gertraud Walch, Traunstein

Ltd. MR Dipl.-Ing. Eugen Kießling, München

Frank Heinze, Erlangen

RR Werner Schwind, München

Vorstand

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

(Beauftragte des Freistaates Bayern)

1. Norbert Flach, Neubeuern MDirig Wilhelm Hüllmantel, München

2. Hubert Fleischmann, Nabburg MRin Dr. Edith Mente, München

Amtierender Vorsitzender:

Norbert Flach,

Gruppe der Versicherten

Stellvertreter

Stellvertreter

1.1 Heidi Schlammerl, München ORRin Hildegard Ewinger, München

1.2 Gerhard Rappel, Kolbermoor MDirigin Ingrid Kaindl, München

2.1 Sigrid Hauguth, Bayreuth

2.2 Gerda Stechhammer, München

Alternierender Vorsitzender:

Wilhelm Hüllmantel,

Gruppe der Arbeitgeber

12


wir Über uns

Präventionsausschuss

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

Christian Huß

Anton Haußmann

Günter Hoschek

Johannes Drees

Robert Hechtl

Dr. med. Rolf Baumann

Sieglinde Ludwig, Leiterin des Geschäftsbereichs I – Prävention und deren Vertreter

Amtierender Vorsitzender:

Christian Huß,

Gruppe der Versicherten

Alternierender Vorsitzender:

Anton Haußmann,

Gruppe der Arbeitgeber

Rentenausschüsse

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

1 Robert Hechtl Rupert Wörndl

2 Günter Hoschek Dr. Brigitte Sperl

3 Christian Huß RR Wolfgang Schöppl

Den Rentenausschüssen gehört

auch ein Mitglied der Geschäftsführung

an.

Widerspruchsausschüsse

Versichertenvertreter

Arbeitgebervertreter

1 Vitus Höfelschweiger MR Robert Morigl

2 Bettina Gammel-Hartmann ORRin Hildegard Ewinger

3 Paula Gottschalg RRin Rosa-Maria Ruhland

4 Hubert Fleischmann MR Walter Setter

Den Widerspruchsausschüssen

gehört darüber hinaus ein Mitglied

der Geschäftsführung an.

Delegierte zur Mitgliederversammlung der DGUV

Versichertenvertreter

Norbert Flach

Stellvertreter

Hubert Fleischmann

Vitus Höfelschweiger

Arbeitgebervertreter

MDirig Wilhelm Hüllmantel

Stellvertreter

MR Dr. Michael Hübsch

MRin Dr. Edith Mente

Geschäftsbericht 2012 13


GUV-X 99975

Lärmintensiver

Schüttvorgang bei

der Müllabfuhr

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Das Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der KUVB

ist Ansprechpartner für die Medien und Mittler zwischen der

Institution und der Öffentlichkeit bzw. den Versicherten.

Die Mitarbeiterinnen des Referats bereiten Informationen

über die gesetzliche Unfallversicherung und ihre Leistungen

auf und übermitteln sie an die Öffentlichkeit. Benutzt werden

dabei alle Kommunikationskanäle, wie Presse, Rundfunk und

Fernsehen, ein digitaler Newsletter, eigene Zeitschriften,

Broschüren, Internet, Messen und Veranstaltungen.

Fusion im Fokus

Pünktlich zum 1. Januar 2012 war der neue Internet-Auftritt der

KUVB/der Bayer. LUK am Start, mit neuen Inhalten und neuem

Design. Auch das interne Intranet wurde angepasst und startete

mit neuen Funktionen zum Jahresbeginn. Nach und nach

wurden alle Druckschriften und Publikationen ausgetauscht

und mit dem neuen Namen versehen. Den neuen Namen bekannt

zu machen, ist kein leichtes Unterfangen. Zu sehr sind

die Unfallkasse München und der Bayer. Gemein deunfall versicherungsverband

in den Köpfen verhaftet.

Messen 2012

• Rescu’12 am 13. Oktober 2012 in Vilshofen

• Feuerwehr-Delegierten-Konferenz am 15. September 2012

in Fürstenfeldbruck

• A+A Arbeitsschutz aktuell vom 16. bis 18. Oktober 2012

in Augsburg

• Berufsbildungsmesse vom 10. bis 13. Dezember 2012

in Nürnberg

Imagefilm

Ein neuer Imagefilm, der gemeinsam mit anderen Unfallkassen

erstellt wurde, beschreibt in wenigen Minuten die

Arbeit der gesetzlichen Unfallversicherung. Unterhaltsam

und trotzdem fundiert informiert er über die Arbeit der

Prävention und der Rehabilitation. Für die Öffentlichkeit wird

er auf der Internetseite der KUVB/der Bayer. LUK präsentiert.

In den Seminaren ist er ein idealer Start, um einen kurzen

Überblick zu geben.

Publikationen

Trotz des elektronischen Services über das Internet sind

gedruckte Informationen nach wie vor wichtig und beliebt.

Folgende Medien wurden im Berichtszeitraum erstellt:

• Broschüre Alkohol in der Arbeitswelt: Rechtssicher

handeln im Akutfall

• Professionelles und gesundes Arbeiten im Winterdienst

• Sonderdruck Krank durch Lärm – Lärmminderung am

Arbeitsplatz

Alkohol in der Arbeitswelt

Rechtssicher handeln im Akutfall

Informationen für Führungskräfte

Krank durch Lärm –

Lärmminderung am Arbeitsplatz

Sonderdruck aus Unfallversicherung aktuell

14


Informationen und

Bekanntmachungen zur

kommunalen und staatlichen

Unfallversicherung in Bayern

Auch mit einer chronischen Erkrankung ihre Krankheit die eigene Sicherheit oder

können viele Beschäftigte im Beruf ihren die Sicherheit anderer Arbeitnehmer oder

Mann oder ihre Frau stehen – wenn Vorgesetzte,

Betriebsarzt und Kollegen sie ren, dass sie Betroffene integrieren wol-

Dritter gefährdet. Betriebe, die signalisie-

unterstützen.

len, werden wahrscheinlich früher bzw.

häufiger von Beschwerden erfahren.

Zwischen einem Drittel und der Hälfte der

Arbeitnehmer in Deutschland leiden nach Leidet ein Beschäftigter etwa an Parkinson

oder Multipler Sklerose, ist klar, dass in das Arbeitsleben zu integrieren. Techni-

Schätzungen von Experten an einer chronischen

Erkrankung. Psychische Probleme,

aber auch Stoffwechselerkrankungen in der Regel nicht mehr übernehmen bauten oder Hilfsmittel, eine Anpassung

er z. B. Fahr- und Steuerungstätigkeiten sche Hilfen wie behindertengerechte Um-

wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden,

Erkrankungen des Muskel-Skelett- solche Arbeitnehmer ohne jede Eintes

Mittel, eine Umschulung helfen, chro-

kann. Viele andere Aufgaben aber können des Aufgabenspektrums oder, oft als letz-

Apparates und nicht zuletzt Krebs sind schränkung erledigen. Auch Diabetiker nisch Kranke im Beruf zu halten. In der

weit verbreitet. Genaue Zahlen gibt es sind leistungsfähig, wenn sie z. B. die Regel sind der Betriebsarzt und die Schwerbehindertenvertretung

wichtige Ansprech-

nicht, denn nicht alle betroffenen Arbeitnehmer

offenbaren sich ihrem Arbeitgelichen

Rhythmus durchführen können und partner für chronisch Kranke. Weil sie zur

Blutzuckerkontrolle nach ihrem persönber

– meist aus Angst vor Diskriminierung Essenszeiten flexibel wählen dürfen. Verschwiegenheit verpflichtet sind, können

oder gar Arbeitsplatzverlust. Tatsächlich

die Betroffenen sich hier Rat holen, etwa zu

müssen Arbeitnehmer den Arbeitgeber Mit zunehmender Lebensarbeitszeit wird einem erweiterten Urlaubsanspruch und

nur dann über ihre Krankheit informieren, die Zahl der Beschäftigten mit chronischen zum verbesserten Kündigungsschutz.

wenn sie die geforderte Arbeitsleistung Erkrankungen steigen. Verwaltungen, Unternehmen

und Behörden werden dann Medien Zeitschrift UKPT-Kontakt Aus-

www.ukpt.de

auf Dauer nicht erbringen können, wenn

Betriebsabläufe gefährdet sind oder wenn noch stärker als heute gefordert sein, diese gabe 3/2012 „Chronisch Kranke im Beruf“

Schwerpunktaktion von Unfallkassen, Berufsgenossenschaften und Deutschem Verkehrssicherheitsrat

Viele Unfälle ereignen sich, weil Autos, und Karosserie, aber auch Elek trik,

Fahrräder, Pedelecs, Mopeds und andere Elektronik und Bremsanlage. Die

Fahrzeuge nicht regelmäßig gewartet Schwerpunktaktion „ALLES GECHECKT –

werden. Gefährliche Mängel bleiben so Mein Fahrzeug. Meine Sicherheit“ der

unentdeckt.

Berufsgenossenschaften, Unfallkassen

und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates

möchte mit vielfältigen Infor-

In sogenannten „Safetychecks“ haben

DEKRA, Deutscher Verkehrssicherheitsrat mationen gegensteuern und Fahrer für

(DVR) und Deutsche Verkehrswacht herausgefunden,

dass 81 Prozent der dabei sieren. Die Aktion ist mit einem Preis-

die Sicherheit ihres Fahrzeugs sensibili-

untersuchten Fahrzeuge Mängel hatten. ausschreiben verbunden. Einsendeschluss

ist der 28. Februar www.alles-gecheckt.de Betroffen waren Fahrwerk, Räder/ Reifen

2013.

Mitteilungen der Kommunalen Unfallversicherung

Bayern (KUVB) und der Bayerischen

Landesunfallkasse (LUK) zur Unfallverhütung

und Sicherheits erziehung in Schulen

116. Ausgabe 2/2012

… so lautete der Titel der

2. Bayer. Fachtagung zu

Planung, Bau und Nutzung

von naturnahen Spielräumen, die

am 20. und 21. Oktober 2011 in München

stattfand. Mehr als 100 Teilnehmer/ -

innen von Kindertageseinrichtungen,

Schulen, Aufwandsträgern, Gartenbauämtern

und aus der Freiraumplanung

sind der Ein ladung gefolgt.

Veranstaltet wurde die Tagung vom ehemaligen

Bayer. GUVV (seit 1.1.2012 mit der

Unfallkasse München zur Kommunalen

Unfallversicherung Bayern fusioniert), der Kinder brauchen. Dabei wurde auch die jeweiligen beruflichen Umfeld

und Verantwortungsbe-

Bayer. Akademie für Naturschutz und Frage gestellt, was das Naturerleben zu

Landschaftspflege (ANL), dem Caritas- Gesundheit und Gewaltprävention unserer reich die Rea lisierung naturnah gestalteter

Spielräume voran zu bringen,

Institut für Bildung und Entwicklung (IBE) Kinder beiträgt und wie naturnahe Spielräume

in Kindertagesstätten, Schulen und Partner und Unterstützer zu finden sowie

und der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst

und Landschaftskultur (DGGL). auf öffentlichen Spielplätzen gestaltet Kollegen zu ermutigen, diese spielraumge

danken im Alltag zuzulassen und um-

In Fachvorträgen und bei zwei Exkursionen werden können.

wurde erläutert, was die idealen Rahmenbedingungen

für ganzheitliches Lernen Einig waren sich alle, dass die Natur alles

zusetzen.

sind und welchen Lebensraum unsere bietet, was für ganzheitliches Lernen notwendig

ist: auf Bäume klettern, im und helfen, Gewalt unter Schülern zu reduzie-

Naturnahe Pausenhöfe und Spielräume

mit Matsch spielen, in Pfützen springen, ren, wie zahlreiche Schulleitungen bestätigen.

Die Schüler sind dort wesentlich

Weitere Informationen

Tiere beobachten, mit Holz und Gestrüpp

• „Schulhöfe – Planen, Gestalten,

Verschläge bauen und Früchte und Beeren

sammeln. Naturnahe Spielräume er-

passieren weniger Unfälle. Die Kommu-

entspannter und ausgeglichener und es

Nutzen“ (GUV-SI 8073)

• „Naturnahe Spielräume“

möglichen motorische, kognitive, psychosoziale

und kreative Entwicklungsprozes-

die naturnahe Gestaltung von Pausennale

Unfallversicherung Bayern hat daher

(GUV-SI 8014)

• „Außenspielflächen und Spielplatzgeräte“

(GUV-SI 8017)

se. Gleichzeitig tragen sie zur Bildung für höfen auch in das Projekt „Gute gesunde

nachhaltige Entwicklung und einen nachhaltigen

Lebensstil bei. Die Umsetzung Spielräume sind ebenfalls ein wertvoller

Schule“ mit aufgenommen. Naturnahe

• Für Schulen: www.sichere-schule.de

• Für Kitas: www.sichere-kita.de

naturnaher Spielräume kann nur durch Beitrag zu unserem „GDA-Projekt Schulen“

und somit zur Verbesserung der

• siehe auch: www.kuvb.de

ein verstärktes Miteinander und Füreinander

von Kindern, Eltern, Pädagogen, Sachaufwandsträgern

und Entscheidungsper-

Geschäftsbereich Prävention der

Medien Druckschriften und

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Holger Baumann,

Broschüren …

sonen gelingen. Konkret bedeutet das, im

Kommunalen Unfallversicherung Bayern

wir Über uns

Ich trage Helm,

... weil ich schon viele gesehen habe,

die ohne Helm gestürzt sind!

Und du?

Helm – was sonst?

GUV-X 99991

Regelmäßig erscheinende Medien

• Mitteilungsblatt Unfallversicherung aktuell mit aktuellen

Informationen für Mitglieder; es erscheint quartalsweise

in einer Auflage von 17.100 Exemplaren

• SiBe-Report mit kurz gefassten Berichten für Sicherheitsbeauftragte;

analog der UV-aktuell erscheint er alle drei

Monate in einer Auflage von 17.100 Exemplaren

• Weiß-blauer Pluspunkt: die bayerische Ergänzung zur

bundesweit an alle Schulen verteilten Zeitschrift „Pluspunkt“;

er wird in einer Auflage von 13.900 Exemplaren

gedruckt

• Elektronischer Newsletter, der monatlich erscheint und

aktuelle Informationen per E-Mail-Versand an Sicherheitsbeauftragte

und Fachleute für Arbeitssicherheit

übermittelt

• Pflege-Infobrief für pflegende Angehörige gemeinsam

mit der Aktion „Das sichere Haus“, erscheint zwei Mal im

Jahr in einer Auflage von 2.500 Exemplaren

Unfallversicherung

Konstituierende

Sitzung KUVB

Altern und

Arbeitswelt

Extra:

SiBe-Report

Ausgabe 2 | 2012

aktuell

SiBe-Report

Informationen für Sicherheitsbeauftragte – Ausgabe 4/2012

Chronisch Kranke im Beruf

Alles gecheckt?

Kinder-Garten mit allen Sinnen –

stark für die Zukunft …

Plakataktion „Helm, was sonst“

Gemeinsam mit der Prävention wurde zu Beginn der Fahrradsaison

eine Plakataktion gestartet, in der sich verschiedene

Berufsgruppen mit Fahrradhelm präsentierten. Mit den

Slogans: „Ich trage Helm, weil ... es meine private, persönliche

Schutzausrüstung ist“ oder „ ... weil mich meine Kinder

brauchen“ soll die Motivation zum Helmtragen eindrucksvoll

unterstrichen werden. Schließlich ließen sich 80 % der

schweren Kopfverletzungen beim Fahrradfahren durch einen

Fahrradhelm vermeiden.

Anzeigen

Wir unterstützen durch Anzeigen das Festival der Polizeipuppenbühnen

in Nürnberg, den Behindertensport durch Anzeigen im

Lehrgangsplan für Übungsleiter, die Paralympicszeitung und

das Kommunale Taschenbuch für Bürgermeister.

Interne Kommunikation

Die Mitarbeiterzeitschrift „Verbandskasten“, die zweimal im

Jahr erscheint, bietet Information und Unterhaltung für die

Mitarbeiter. Wichtige Tipps zu Gesundheitsfragen

sowie zur Organisation

des Arbeitsablaufs sind genauso

enthalten wie Reisereportagen und

Ausflugstipps. Ein beliebtes Medium

für die Kommunikation des Hauses.

Geschäftsbericht 2012 15


Prävention

Nach dem Sozialgesetzbuch VII haben die Unfallversicherungsträger

mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle,

Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

zu verhüten und für eine wirksame Erste Hilfe zu sorgen.

Dieser Präventionsauftrag umfasst

• Beratung, Ermittlung und Überwachung vor Ort,

• Aus-, Fort- und Weiterbildung in Seminaren,

• Forschungs-, Entwicklungs- und Projektarbeit sowie

• den Erlass von Unfallverhütungsvorschriften und das

Erstellen von Regeln und Informationen.

Nachdem sowohl die Bildungs- als auch die Arbeitswelt in

unsere Zuständigkeit fällt, begleiten

wir mit unserer Präventionsarbeit unter Umständen weite

Teile eines Lebenszyklus.

Beratung, Ermittlung und Überwachung

Sicherheit bei Ballspieltoren: Tore müssen fallen,

aber nicht umfallen! Ungesichertes Ballspieltor verletzt

Kindergartenkind …

Ballspieltore werden bei verschiedenen Spielen und Sportarten

verwendet, neben Schul- und Vereinssport auch immer

öfter in Kindertageseinrichtungen (Kitas). Grundsätzlich müssen

alle Tore ausreichend gegen Umkippen gesichert werden.

Bei großen Toren, wie z. B. für den Profifußball oder

beim Schulsport, ist eine richtige Sicherung obligatorisch.

Das wird von den Verantwortlichen in der Regel auch sehr

konsequent berücksichtigt und eingehalten.

Wie sieht es aber mit „kleinen“, sogenannten „Minitoren“

aus? Auch wenn ein vermeintlich kleines und kompaktes

Ballspieltor harmlos aussieht, kann es schwere Verletzungen

verursachen. In einer oberbayerischen Kindertageseinrichtung

ist ein solches Tor umgefallen und hat ein Kita-Kind

16


prävention

schwer am Kopf verletzt. Bei der Unfalluntersuchung hat sich

herausgestellt, dass dieses Tor relativ hoch (ca. 1,20 m) und

schwer (ca. 14 kg) war. Die Auslagefläche nach hinten betrug

dabei nur ca. 40 cm. Aufgrund der geringen Auslagefläche

und dem hohen Schwerpunkt war es nicht ausreichend kippsicher.

Das Tor hätte daher durch Kontergewichte oder mit

geeigneten Befestigungsmitteln wie z. B. Bodenankern/-Bodendübel

oder ähnlichen Systemen gegen Umfallen gesichert

werden müssen. Das pädagogische Kita-Personal war

offensichtlich nicht über die Sicherheitsbestimmungen informiert.

Das Unfallbeispiel zeigt, dass selbst vermeintlich „kleine“

Minitore eine Gefahr darstellen können, wenn sie unzureichend

gesichert sind. Wenn Kinder oder Schüler spielen,

muss immer auch von einer vorherzusehenden missbräuchlichen

Nutzung (z. B. Schaukeln an der Latte, bewusstes Umstoßen)

ausgegangen werden. Deswegen ist eine wirksame

Kippsicherung zwingend notwendig. Auch wenn es für Minitore

keine Normstandards gibt, muss der Betreiber einer Kita

grundsätzlich im Rahmen seiner „Verkehrssicherungspflicht“

geeignete Sicherheitsmaßnahmen treffen. Der Träger ist verpflichtet,

die jeweils erforderlichen Sicherheitsausstattungen

bereitzustellen. Die Anwendung bzw. der Einsatz dieser

Sicherungsmittel muss in regelmäßigen Unterweisungen des

Personals der Kindertageseinrichtung (Leitung, Erzieherinnen,

Hausmeister) angesprochen werden.

Weitere Sicherheitshinweise sind in unseren Unfallverhütungsvorschriften

(z. B. UVV „Schulen“, GUV-V S1), in den

Normen für Fußball-/Handballtore und in der jeweiligen Aufstell-

und Bedienungsanleitung der Torhersteller bzw. Lieferanten

zu finden.

Schwerer Unfall während einer Experimentalvorlesung

Unfälle, bei denen Menschen schwer verletzt oder getötet

werden, sind in Hochschulen im Rahmen von Vorlesungen

glücklicherweise selten. Manchmal aber passieren sie

leider doch.

Der Unfall ereignete sich in einer sogenannte Faschingsvorlesung,

einer Show mit vielen Versuchen, zu der alle Studierenden,

die Mitarbeiter des Institutes für Chemie, Biochemie

und Pharmazie und auch die Presse eingeladen waren. Der

Hörsaal war mit 350 bis 400 Personen gut besetzt.

Bei diesen Experimentalvorlesungen werden spektakuläre

Versuche vorgeführt, um die Zuschauer zu begeistern. Motto

der Faschingsvorlesung war „Men in Black – Feuer und

Flamme, Schall und Rauch“, und es sollte planmäßig einige

Mal kräftig krachen und blitzen, ein Spaß zum Semesterabschluss.

Die Veranstaltung wurde vom verantwortlichen Professor und

drei seiner Assistenten durchgeführt.

Der Unfall ereignete sich, als eine Assistentin mit einem Salzstreuer

eine Mischung aus Aluminium und Kaliumchlorat –

eine hochexplosive Mischung – in eine waagrechte Bunsenbrennerflamme

einstreute, um damit Lichtblitze und Funkenregen

zu erzeugen. Eine nachträgliche Rekonstruktion lässt

vermuten, dass es möglicherweise zu einer Rückzündung

des brennenden ausgestreuten Gemisches in den gläsernen

Salzstreuer kam. Der restliche Inhalt des Salzstreuers zündete

daraufhin in der Hand der Assistentin und explodierte.

Dabei wurde die 23-jährige Laborantin schwer an der rechten

Hand verletzt. Anfangs war nicht klar, ob die Hand gerettet

werden kann. Dank moderner plastischer und ästhetischer

Chirurgie und der Spezialisten für Handchirurgie am Universitätsklinikum

konnte allerdings die Hand in großen Teilen

erhalten bleiben. Trotz allem ist die Handfunktion bis heute

deutlich eingeschränkt und weitere Operationen sind noch

nötig.

Die gute Zusammenarbeit von Berufshilfe und Prävention der

KUVB konnte zumindest dazu beitragen, die Verletzte soweit

wie möglich in ihren Berufsalltag wieder einzugliedern. Der

Unfall wurde untersucht und mit den Verantwortlichen besprochen.

So konnten Schwachstellen aufgedeckt, analysiert

und Verbesserungen eingeführt werden, die die Wiederholung

eines derartigen Unfalls verhindern sollen.

Geschäftsbericht 2012 17


Burnout – Prävention psychischer Fehlbelastungen durch

frühzeitige Aufklärung und Beratung

Psychische Belastungen in der Arbeit werden immer mehr zu

einem zentralen Thema des Gesundheitsschutzes im Betrieb.

Daher erreichen uns zunehmend Anfragen nach Informationen.

Bei einem Vortrag auf der Personalversammlung des Landratsamts

Altötting erläuterte eine Mitarbeiterin der Präven tion

das Phänomen Burnout. Thematischer Schwerpunkt war die

frühzeitige Erkennung Burnout-gefährdeter Mitarbeiter. Es

wurde darauf hingewiesen, dass für Burnout keine allgemeingültige

Definition existiert und damit die Kriterien einer

Krankheit nicht erfüllt sind. Stattdessen finden sich in der

Literatur über 130 Einzelsymptome. Auch die gängige Praxis,

den Begriff Burnout als Ersatz für eine Depression arbeitender

Menschen zu verwenden, erscheint nicht tragbar.

Die drei zentralen Aspekte des Burnout-Syndroms sind emotionale

Erschöpfung, Depersonalisation (Gefühl der Unwirklichkeit

oder des „Neben-sich-stehens“) und ein reduziertes

Wirksamkeitserleben. Betroffen sein können Menschen aller

Berufsgruppen, also Führungskräfte und Manager ebenso

wie Selbstständige, Angestellte oder Studierende. Oft handelt

es sich um einen schleichenden Beginn, der über Jahre

hinweg fortschreitet.

Fördermitgliedschaft der KUVB bei der Deutschen Ver einigung

für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)

Seit September 2012 ist die Kommunale Unfallversicherung

Bayern förderndes Mitglied der DWA. Diese setzt sich intensiv

für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen

Wasser- und Abfallwirtschaft ein. Der DWA-Landesverband

Bayern ist somit eine wichtige Informationsdrehscheibe für

die Wasserwirtschaft in Bayern und bietet interessante Angebote

für die Fort- und Weiterbildung des Betriebspersonals –

auch im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz.

94 Kanal- und Kläranlagennachbarschaften mit ca. 20 Betrieben

dienen dem intensiven Erfahrungsaustausch. Im Rahmen

der DWA-Bildungsarbeit werden zudem vielfältige Veranstaltungen,

z. B. Kurse, Seminare und Fachtagungen, angeboten.

Mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Gesundheitsschutz

sind seit Jahren auch Aufsichtspersonen der KUVB als

Dozenten im Einsatz. Durch die Fördermitgliedschaft wird die

Zusammenarbeit zwischen der KUVB und dem DWA-Landesverband

für einen vorbildlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz

bei der Wasser- und Abfallwirtschaft weiter vertieft.

Wichtig für die Prävention von Burnout ist zunächst eine

kontinuierliche Selbstbeobachtung, denn je früher erste

Symptome entdeckt werden, desto eher kann eingegriffen

werden und der Verlauf gestoppt werden. Hilfreich ist es, sich

regelmäßig selbst die Frage zu stellen, ob die persönlichen

Ziele noch im Einklang stehen mit den Möglichkeiten und

Perspektiven im Job oder ob sich an der eigenen Einstellung

zur Arbeit in letzter Zeit etwas geändert hat. Erste Warnzeichen

wie übertriebenes Engagement, Schlaflosigkeit oder

Energiemangel sollten auf ihre Ursache hin überprüft werden.

Häufig hilft es, individuelle Erholungsphasen in den

Arbeitsalltag einzubauen, achtsam mit sich selbst umzugehen

und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Als Schlüsselfaktor

bei der Prävention von Burnout gilt Autonomie in

der Arbeit. Sich selbst und seinen Mitarbeitern gewisse

Freiheiten zu gönnen, wie oder wann genau eine Arbeit erledigt

wird, ist also entscheidend. Burnout in einem frühen

Stadium kann mit einem individuellen Coaching-Prozess

begegnet werden, während zu einem späteren Zeitpunkt zu

einer Psychotherapie geraten wird. Ein ausgewogenes Verhältnis

von Beruf und Privatleben ist die beste Methode, um

psychischen Disbalancen vorzubeugen.

18


prävention

Aus-, Fort- und Weiterbildung – Aus unserem Seminarprogramm

Dienststellenmodell zur Umsetzung des ASiG im Freistaat

Bayern – Schulungsangebot zum Grundseminar durch die

Bayer. LUK

Das „Gesetz über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und

andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (ASiG) wird in Verwaltungen

und Betrieben des Freistaates Bayern durch eigene

„Richtlinien über die Gewährleistung eines arbeitsmedizinischen

und sicherheitstechnischen Arbeitsschutzes in der

staatlichen Verwaltung des Freistaates Bayern“ umgesetzt.

Ein Bestandteil dieser Richtlinie ist das sogenannte Dienststellenmodell,

das für Betriebe mit geringem Gefährdungspotenzial

bei der Arbeit angewendet wird. In diese Gruppe werden

Dienststellen mit überwiegender Büro- bzw. Verwaltungstätigkeit

eingestuft.

Eine Voraussetzung für die Teilnahme am Dienststellenmodell

ist, dass der Dienststellenleiter oder ein schriftlich bestellter

Beschäftigter an verschiedenen Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen

zum Arbeits- und Gesundheitsschutz teilnimmt.

Diese bestehen aus einem Grundseminar, einem dienststellenorientierten

Aufbauseminar sowie sich daran anschließende

regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen.

Die Organisation der Veranstaltungen und die Bereitstellung

der Seminarräume erfolgt durch das Bayerische Staatsministerium

der Finanzen. In dessen Auftrag hat die Prävention der

Bayer. LUK zunächst ein Schulungskonzept und entsprechende

Teilnehmerunterlagen für die Grundseminare erstellt.

Das Dienstleistungsangebot für die Verwaltungsbetriebe des

Freistaates Bayern startete im Jahr 2012 mit den Grundseminaren

zum Dienststellenmodell. Mitarbeiter der Prävention der

Bayer. LUK, die Verwaltungen und Betriebe des Freistaates Bayern

betreuen, führten 13 Grundseminare durch und konnten diese

in Zusammenarbeit mit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit

praxisnah gestalten. Auf diese Weise konnten 262 Dienststellenleiter

bzw. deren beauftragte Personen erfolgreich geschult werden.

Die Seminarunterlagen stehen für die Teilnehmer elektronisch

zum Download im Internet bereit.

Für 2013 ist im Rahmen des Dienststellenmodells das Angebot

dienststellenorientierter Aufbauseminare geplant.

Neuer Seminartyp erfolgreich implementiert –

Sport sicher und attraktiv gestalten: Mountainbike

Mit „Gesundheit gute Schulen zu gestalten“ ist eines der zentralen

Anliegen der Prävention. Sport, Spiel und Bewegung sind

entscheidende Schlüsselmaßnahmen, um Ressourcen einer

guten gesunden Schule zu eröffnen und zu nutzen. In diesem

Bewusstsein wurde ein neuer Seminartyp unter dem Motto

„Sport sicher und attraktiv gestalten“ im Jahr 2012 umgesetzt,

schwerpunktmäßig stand das Mountainbike im Vordergrund.

Der hohe gesundheitliche Nutzen des Radfahrens im Allgemeinen,

das „Sich Bewegen“ in der Natur und an der frischen Luft

als Maßnahme der schulischen Gesundheitsförderung ist allgemein

anerkannt. Die gute gesunde Schule möchte aber auch

Anregungen zur persönlichen Gesundheitsförderung im außerschulischen

Sporttreiben, z. B. beim Radfahren/Moutainbiken,

geben und versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, der nicht

nur auf die Schule beschränkt bleibt, denn: Ein in der Schulzeit

erworbenes Gesundheitsverständnis kann auch positive Auswirkungen

auf das spätere Arbeitsleben haben.

An bayerischen Schulen werden viele Schulsportwettbewerbe

durch das Kultusministerium angeboten und können im Rahmen

schulischer Veranstaltungen, die unter dem gesetzlichem

Versicherungsschutz stehen, umgesetzt werden. Einen wahren

Boom erlebte hier in den letzten Jahren das Mountainbike. Dadurch

sind Lern- und Bewegungsräume im Rahmen schulischer

Veranstaltungen eröffnet, die von den verantwortlichen Lehrkräften

und Organisatoren bedacht zu gestalten sind. Zum

einen müssen Gefährdungen für die Schüler und Schülerinnen

beurteilt und Maßnahmen der Unfallprävention ergriffen werden

(z. B. Absicherung von Fahrrouten und Wettkampfstrecken),

zum anderen gilt es aber auch die Kompetenzen der Schüler

durch Lernangebote nachhaltig zu unterstützen. Hierzu gehören

z. B. die Schulung der koordinativen Fähigkeiten (Gefahren erkennen

und richtig handeln) ebenso wie die Schulung des technisch

richtigen Umgangs mit dem Mountainbike (z. B. richtiges

Bremsen und Schalten, Bergabfahren im Gelände etc.) und der

Sensibilisierung im Umgang mit der Natur und Umwelt.

In der gesetzlichen Schülerunfallversicherung stehen Wege zur

Schule und wieder nach Hause unter Versicherungsschutz,

wobei die Wahl des Verkehrsmittels grundsätzlich freigestellt

ist. Gerade ältere Schüler lieben es, mit dem Fahrrad/Mountainbike

zur Schule zu kommen. Wir sind der festen Überzeugung,

dass eine gute gesunde Schule, die Lern- und Bewegungsräume

im Kontext Radfahren/Mountainbike eröffnet und

thematisiert dazu beitragen kann, Unfälle zu verhindern. Denn

Schüler, die im Umgang mit dem Fahrrad fit sind, die mögliche

Gefährdungen im realen Verkehrsraum erkennen und situationsadäquat

handeln können, haben bessere Chancen, einem

Wegeunfall zu entgehen.

Gesundheitsförderung, Kompetenzerwerb und klassische

Unfallprävention in einer guten gesunden Schule konnten somit

im neuen Seminartyp vereint werden. In Kooperation mit

der Bayerischen Landesstelle für den Schulsport schulte die

Geschäftsbericht 2012 19


KUVB/ Bayer. LUK vierzig Multiplikatoren und sensibilisierte

die Teilnehmer erfolgreich hinsichtlich der Organisation, Vorbereitung

und Umsetzung schulischer Veranstaltungen mit

dem Mountainbike.

Aufbauseminar der KUVB für „Erstbetreuer nach Überfällen“

aus Sparkassen

Erstbetreuer nach Banküberfällen haben sich in den bayerischen

Sparkassen sehr gut etabliert. Sie stehen nach einem

Banküberfall den unmittelbar betroffenen Kolleginnen und Kollegen

zur Seite und unterstützen sie. Seit 2006 wurden bereits

über 140 Erstbetreuer ausgebildet. Erstmalig 2012 wurde nun

ein Aufbauseminar für bereits ausgebildete Erstbetreuer angeboten.

Zielgruppe waren in erste Linie Erstbetreuer, die bereits

Erfahrungen in der Betreuung mit überfallenen Kolleginnen

und Kollegen gemacht hatten.

Inhaltliche Schwerpunkte des neu eingeführten Seminars sind

die Auffrischung und die Vertiefung bereits erworbenen Wissens

aus dem Grundseminar und das Aufzeigen möglicher

Präventionsmaßnahmen, um Traumafolgestörungen durch

Banküberfälle zu vermeiden bzw. zu verringern. Ziel ist es

auch, eine Plattform für einen intensiven Erfahrungsaustausch

zwischen Mitarbeitern der KUVB, den Erstbetreuern und einem

Traumapsychotherapeuten zu errichten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewerteten das neue

Aufbauseminar so positiv, dass es als fester Bestandteil in

unser Seminarprogramm aufgenommen wurde.

Analyse, Forschung und Entwicklung – aus unserer Projektarbeit

Projekt „Bäderfilm“ des DGUV-Sachgebiets „Bäder“

Die Leitung des DGUV-Sachgebiets „Bäder“ liegt bei der

KUVB. Das Sachgebiet erstellt und pflegt das UV-Regelwerk

für Bäderbetriebe und vertritt die DGUV in bäderrelevanten

Normungsgremien. Zum Tagesgeschäft des Sachgebiets gehört

auch die Beantwortung von an die DGUV gerichteten

Anfragen zu Bäderthemen. Je nach Aufwand werden diese

Themen in Projekten bearbeitet.

Ein laufendes Projekt des Sachgebiets ist eine DVD mit dem

Titel „Sicherer und gesunder Betrieb von Bädern“.

Sicherheit und Gesundheitsschutz in Bädern ist im Wesentlichen

vom richtigen Bedienen der Bädertechnik und vom

sicheren Umgang mit Gefahrstoffen abhängig.

Die DVD soll für relevante Tätigkeiten sowohl Gefahren als

auch ein sicheres und gesundes Arbeiten praxisgerecht

aufzeigen. Durch einen modularen Aufbau soll die DVD Schulungen

und Unterweisungen des Betriebspersonals unterstützen

sowie die Beschäftigten zur persönlichen Fortbildung

anregen.

In der DVD werden folgende Themen und Tätigkeiten behandelt:

• Gefährdungsbeurteilung in Bädern

• Umgang mit Wasseraufbereitungschemikalien

• Chlorflaschenwechsel

• Betrieb von Raumlufttechnischen Anlagen

• Arbeiten in Wasserbehältern

• Reinigung und Desinfektion von Beckenumgängen

• Arbeiten an Filterbehältern

• Transport in Technikräumen

• Hautschutz bei Feuchtarbeiten

• Haut- und Augenschutz gegen UV-Strahlung

Die Dreharbeiten sind abgeschlossen und fanden größtenteils

in bayerischen Bädern statt. Zur Zeit werden die Filmsequenzen

im Studio bearbeitet. Mit der Fertigstellung ist

Mitte 2013 zu rechnen.

20


prävention

Die Arbeitszeiten und die Bereitschaftsdienste sind von den

Verantwortlichen der Kommunen so zu organisieren, dass für

die Beschäftigten passende Lösungen gefunden werden. Ein

Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz kann nicht verantwortet

werden, da erschöpfte und übermüdete Fahrer leichter Fehler

machen und damit sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer

gefährden. Die Kommunen müssen gut gestaltete Baubetriebshöfe

und ausreichend Fahrzeuge, Geräte und Ausrüstungen

in einem ordnungsgemäßen Zustand zur Verfügung

stellen. Ferner müssen sie auch für geschultes und erfahrenes

Personal sorgen, das so bemessen sein sollte, dass es

bei einem Ausfall oder einer Krankheit von Beschäftigten

nicht zur Überlastung der Kollegen kommt.

Die Ergebnisse dieser Studie wurden in einer Handlungshilfe

für kommunale Bau- und Betriebshöfe mit dem Titel „Professionelles

und gesundes Arbeiten im Winterdienst“ (GUV-

X99904) zusammengefasst. Diese kann per E-Mail bestellt

werden (• medienversand@kuvb.de).

Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der

Straßenreinigung der Stadt München

Professionelles und gesundes Arbeiten im Winterdienst

Zwei Jahre lang wurde in ausgewählten kommunalen Bauund

Betriebshöfen in Bayern im Auftrag der Kommunalen Unfallversicherung

und ver.di Bayern eine Studie durchgeführt,

um physische und psychische Belastungen von Beschäftigten

im Winterdienst zu untersuchen. Die Ergebnisse konnten

2012 ausgewertet und veröffentlicht werden.

Die Studie hat ergeben, dass in verschiedenen Bereichen

Verbesserungen der Arbeitssituation der Beschäftigten im

Winterdienst möglich sind und auch von den Beschäftigten

gewünscht werden. Im Einzelnen bestehen unterschiedliche

Defizite im Winterdienst bei vorbereitenden Tätigkeiten im

Bauhof, Arbeiten von Hand und mit Kleingeräten sowie beim

Arbeitsplatz Räumfahrzeug. Die Größe und Lage des zu räumenden

Gebietes stellt für den Einzelnen oft ein Problem

dar, ebenso der Lärm oder die Vibrationen als Begleiterscheinungen

bei bestimmten Fahrzeugen. Belastend sind vor allem

die Wetterverhältnisse, die Arbeit in den frühen Morgenstunden

und die Arbeitszeitenregelung. Die schlechte Sicht

und der Schneefall sowie das Zusammenspiel von Verkehr

und Räumaktionen bergen erhebliche Unfallgefahren.

Wie bereits in den beiden zurückliegenden Jahren unterstützte

die KUVB auch im Jahr 2012 die Straßenreinigung der Stadt

München bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagementsystems.

Die Straßenreinigung entschied sich bereits im Jahr 2010 für

diesen Prozess und gründete einen Arbeitskreis Gesundheit

mit allen wichtigen Akteuren zum Thema Arbeitsschutz. Nach

einer Mitarbeiterbefragung im Jahr 2011 wurden Gesundheitszirkel

mit Vertretern aus den einzelnen Standorten einberufen.

In diesem Zirkel wurden die Ergebnisse der Befragung

diskutiert und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Produkt

des Zirkels war ein umfangreicher Maßnahmenplan, der im

Jahr 2012 vom Arbeitskreis Gesundheit abgearbeitet wurde.

Insgesamt nahmen die Mitglieder des Arbeitskreises Gesundheit

zu über 40 Vorschlägen Stellung. Viele der vorgeschlagenen

Verbesserungen wurden im Jahr 2012 bereits

Geschäftsbericht 2012 21


umgesetzt, z. B. bei neuen Ausschreibungen für Arbeitskleidungen

und – mitteln. Zudem werden Neuanschaffungen

vorab von den Gesundheitszirkelteilnehmern im Rahmen

einer Testphase erprobt. Natürlich gab es auch Vorschläge,

die abgelehnt werden mussten, dies wurde aber begründet.

Mitte 2012 informierte der Arbeitskreis Gesundheit an jedem

Standort über die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen.

Im Anschluss daran bewerteten die Mitarbeiter die Einführung

des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. An allen

Standorten bewerteten die Mitarbeiter das Projekt als sehr

wichtig und die Umsetzung der Verbesserungsvorschläge als

gut bis sehr gut.

Die KUVB wird auch 2013 das Projekt weiterbegleiten und

Hilfestellung bei der dauerhaften Implementierung geben.

Zukünftig sollen regelmäßig Gesundheitszirkel bei der Straßenreinigung

stattfinden, deren Ergebnisse im Arbeitskreis

Gesundheit bearbeitet werden.

Projekt „Sicherer Arbeitsraum Straße“ – Risiko-Parcours

Der „Risiko-Parcours Straßenbetriebsdienst“ der Bayer. LUK

ist als Fortbildungsmodul für Hochrisikosituationen konzipiert

und soll den Beschäftigten der Autobahnmeistereien

helfen, gefährliche Situationen im Arbeitsalltag besser einschätzen

zu können, um so die Arbeit sicherer zu machen.

Die fünf Stationen des Parcours stehen allesamt unter dem

Fokus, aus der täglichen Routine heraus ggf. unterschätzte

Risiken zu entdecken und neu zu bewerten.

• Die Station „DoppelDenker“ macht deutlich, dass auch

scheinbar einfache Aufgaben, wie das Aufsammeln verlorener

Ladung, viel Aufmerksamkeit benötigen, da

gleichzeitig permanent der Verkehr auf der Autobahn

beobachtet werden muss.

• Anhand von Entfernungs- und Geschwindigkeitsschätzungen

sowie der Abschätzung von Lückengrößen im Verkehr

verdeutlicht die Station „ArgusAuge“, dass Schätzungen

im fließenden Verkehr extrem schwierig sind.

• Wie mit einer adäquaten Sitzeinstellung gesundheitliche

Belastungen verringert werden können und welche

Sicherheitsgewinne aus einer korrekten Sitzposition

resultieren, zeigt die Station „FaustRegeln“.

• Die Station „LückenSpringer“ lädt die Beteiligten dazu

ein, sich das Überqueren einer zweistreifigen Autobahn

zu vergegenwärtigen und darüber zu diskutieren, welche

Geh- oder Laufgeschwindigkeit angemessen ist, welche

Sicherheitsreserven beim Überqueren miteinberechnet

werden müssen und wie auf Unvorhergesehenes reagiert

werden kann.

• Welche Bewegungsabläufe beim Übersteigen einer

Super-Rail und einer Betonschutzwand erfolgen, welche

mehr und welche weniger gesundheitsförderlich sind –

das ist u. a. ein Thema der Station „FluchtWege“.

Die Probeläufe des Parcours in zwei Autobahnmeistereien in

Bayern zeigten, dass der Parcours gut angenommen wird, da

er typische Arbeitssituationen auf der Autobahn darstellt.

Das praktische Erproben in den Stationen liefert die Brücke

zum Alltag: Die Teilnehmer vergleichen die Theorie (z. B. laut

Arbeitsanweisungen) mit der Praxis und tauschen Sicherheitstipps

aus.

In einer darauffolgenden Veranstaltung wurden die beiden

Testläufe mit Vertretern der Obersten Baubehörde und

den Autobahndirektionen sowie den Personalvertretungen

der Autobahndirektionen diskutiert und Verbesserungsvorschläge

in den „Risiko-Parcours“ eingearbeitet.

Der Startschuss für den Risiko-Parcours wird am 03.05.2013

bei der Auftaktveranstaltung in der Autobahnmeisterei Erlangen

im Beisein von Innenminister Joachim Herrmann erfolgen.

Im weiteren Verlauf sind pro Jahr ca. 15 Veranstaltungen

mit dem „Risiko-Parcours“ geplant.

22


prävention

Fahrsicherheitszentrum Nordbayern (Quelle: ADAC)

Erfolgreicher Abschluss der Pilotphase

„Fahrsicherheitstraining für Freiwillige Feuerwehren“

2012 war die Hochphase des Pilotprojekts „Fahrsicherheitstraining

für die Freiwilligen Feuerwehren in Bayern“, das von

der KUVB in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband

Bayern e. V. geleitet wurde. Bei diesem Spezialtraining

werden den Fahrern von Einsatzfahrzeugen theoretische

Kenntnisse über die Fahrphysik und insbesondere praktische

Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, um auch in schwierigen

Verkehrssituationen während der Einsatzfahrt richtig reagieren

zu können.

Im Rahmen des gesamten Pilotprojektes standen den bayerischen

Freiwilligen Feuerwehren 400 Trainingskontingente für

über 4.000 Einsatzfahrer zur Verfügung. Diese Kontingente

wurden entsprechend der Anzahl der Feuerwehren und Einsatzfahrern

auf Landkreise und kreisfreie Städte verteilt.

Um in einem Flächenstaat wie Bayern die Anfahrtswege zu

den Trainingsstandorten möglichst gering zu halten, konnten

die Feuerwehren auf ein Netz von 15 Ausbildungsträgern an

23 Standorten zurückgreifen. Dabei wurden die kooperierenden

Ausbildungsträger sorgfältig ausgewählt, damit ein qualitativ

hochwertiges Training sichergestellt werden konnte.

Um den Erfolg des Fahrsicherheitstrainings evaluieren zu

können, wurden alle Teilnehmer direkt im Anschluss befragt.

Aufgrund der positiven Resonanz der Teilnehmer kann das

Pilotprojekt als voller Erfolg bezeichnet werden. Die durchschnittliche

Gesamtnote über alle Bereiche und Ausbildungsträger,

die von den über 3.500 zurückgesendeten

Fragebögen ermittelt werden konnte, liegt bei 1,36.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Landesfeuerwehrverband

Bayern e.V., bei den Kreis- und Stadtbrandinspektionen

und den kooperierenden Ausbildungsträgern

für die großartige Zusammenarbeit bedanken. Der bisherige

Erfolg des Projektes konnte nur dadurch erreicht werden,

dass die Gruppen mit Fahrern und Fahrzeugen eigenständig

auf Stadt- und Landkreisebene zusammengestellt sowie die

Terminabsprachen unbürokratisch direkt mit den Ausbildungsträgern

getroffen wurden.

Aufgrund des großen Erfolgs und der positiven Resonanz hat

sich die KUVB entschlossen, über das Jahr 2012 hinaus Fahrsicherheitstrainings

für die Fahrer von Einsatzfahrzeugen

bayerischer Freiwilliger Feuerwehren finanziell zu unterstützen.

Weitere Informationen werden wir den Feuerwehren

über die Landkreisführung zukommen lassen und im Internet

bereitstellen: • www.kuvb.de • Prävention • Betriebsarten

• Feuerwehren • Fahrsicherheitstraining.

Geschäftsbericht 2012 23


SiGe-Fachveranstaltung „Gefährdungsbeurteilung bei

Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“;

Präsentation des KUVB-Leitfadens als DGUV-Infomation

Im Dezember 2012 fand im Tagungszentrum der DGUV in

Dresden eine mehrtägige Fachveranstaltung zum Thema

„Gefährdungsbeurteilung bei Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“

in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet

„Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“ statt.

Jeder Unternehmer hat durch eine Beurteilung der mit der

Tätigkeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen

des Arbeitsschutzes für die Einsatzkräfte erforderlich

sind. Die Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung betrifft auch

die Bereiche der Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen.

Interesse an diesem Thema zeigte sich allein schon dadurch,

dass die Veranstaltung restlos ausgebucht war. Im Vordergrund

standen Fragen aus der Praxis: Wie kann und soll eine

aussagekräftige Gefährdungsbeurteilung bei Feuerwehren

und Hilfeleistungsorganisationen durchgeführt werden?

Wann und für welche Tätigkeiten ist sie erforderlich und wer

ist dafür zuständig?

Bei der Vorstellung geeigneter Hilfsmittel zur Erstellung der

Gefährdungsbeurteilung wurde die Präsentation der KUVB

mit großem Interesse verfolgt. Unter dem Titel „Praxisgerechte

Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen in der freiwilligen

Feuerwehr in Bayern“ wurde der bayerische „Leitfaden

zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst“

vorgestellt, der

in Zusammenarbeit mit dem

Landesfeuerwehrverband

Bayern e. V. erstellt wurde.

Dieser KUVB-Leitfaden wurde

2012 in eine bundeseinheitliche

DGUV-Information überführt

und im Rahmen der

Veranstaltung der Öffentlichkeit

vorgestellt.

Bayer. LUK auf Forsttagung in Bopfingen

Unser Motto: Doppelte Baumlänge – mit Abstand sicher

Die größte Forst-Demo-Messe der Welt fand vom 13. bis

16. Juni 2012 in Bopfingen (Baden-Württemberg) statt. Sie

besteht traditionell aus drei Elementen: der KWF-Expo (Forstmaschinen-

und Neuheitenschau), den Fachexkursionen und

dem Fachkongress. Wie schon auf der Interforst 2010 in

München waren Mitarbeiter der Prävention der Bayer. LUK

mit dem Beitrag „Doppelte Baumlänge – mit Abstand sicher“

im Themendorf Baden-Württemberg erneut erfolgreich auf

dem Expo-Gelände vertreten. Ausschlaggebend für diesen

Beitrag waren die immer wieder auftretenden schweren und

sogar tödlichen Arbeitsunfälle, die auf zu geringen Sicherheitsabständen

bei der motormanuellen Holzernte basieren.

Die Unfallursachen in der Forstarbeit gehen meist auf zu geringe

Sicherheitsabstände der Waldarbeiter zueinander zurück.

Vorschriftsmäßig darf erst mit Fällarbeiten begonnen

werden, wenn sichergestellt ist, dass keine Personen von fallenden

Bäumen oder Baumteilen getroffen werden können.

Deshalb ist es wichtig, dass sich im Fallbereich des Baumes

nur die mit der Fällung Beschäftigten aufhalten. Der Fallbereich

ist in der Regel die Kreisfläche mit einem Radius von

mindestens der zweifachen Baumlänge um den zu fällenden

Baum („doppelte Baumlänge“).

24


prävention

Die Besucher am Stand der Bayer. LUK mussten zunächst die

Höhe eines künstlichen Baumes schätzen und im Abstand

der einfachen Baumlänge einen Hut positionieren. Im Anschluss

daran wurde der Baum sicher „gefällt“, um zu sehen,

wie gut die Schätzung der einzelnen Teilnehmer ausgefallen

war. Die Trefferquoten waren recht unterschiedlich: Manchen

hätte es in der Realität erwischt!

Des Weiteren konnten interessierte Besucher mit der sogenannten

„Spazierstockmethode“ ein einfaches Verfahren

lernen, um Baumhöhen und Entfernungen abzuschätzen und

den Sicherheitsabstand der doppelten Baumlänge einzuhalten.

Viele Besucher wurden zum Nachdenken angeregt, denn in

der Wirklichkeit „spielt“ man mit dem eigenen Leben oder

dem der Anderen.

Das weltgrößte Forsttechnik-Event des Jahres wollten über

50.000 Besucher sehen. Viele unserer Versicherten und Profis

in Sachen Holzernte, wie beispielsweise Beschäftigte der

Bayerischen Staatsforsten oder der Bayerischen Staatsforstverwaltung,

besuchten unseren Stand. Insgesamt boten über

534 Aussteller aus 26 Ländern vier Tage lang viele Innovationen

und Neuheiten in allen Bereichen der Forstwirtschaft.

Die nächste KWF-Tagung findet im Juni 2016 in Bayern statt.

Auch hier möchte sich die Bayer. LUK wieder mit einem wichtigen

Präventionsthema den Versicherten präsentieren.

Organisationshandbücher der Städte Friedberg und

Mindelheim mit integriertem Arbeitsschutz in Kraft gesetzt

Mit den Städten Friedberg und Mindelheim haben im Jahre

2012 zwei größere Kommunen auf Basis des „Wegweisers zu

einem Handbuch für Gemeinden“ (GUV X 99951/2) ihr individuelles

Organisationshandbuch mit integriertem Arbeitsschutz

selbst erarbeitet, unterstützt durch das Referat Integrierter

Arbeitsschutz der KUVB. Die Handbücher zeichnen

sich dadurch aus, dass sie die ganz spezifischen Belange der

jeweiligen Stadt berücksichtigen und nicht als starre Verwaltungsanweisung

angelegt sind, sondern anwender- und mitarbeiterorientiert.

Sie bilden keine Kommandostrukturen ab,

sondern sind vielmehr auf Kommunikation und Kooperation

ausgelegt, bieten Hilfen und fördern den Austausch zwischen

den Funktionsträgern über die jeweilige gesamte Organisation.

Die Organisationshandbücher beschreiben die Einrichtungen

der Städte als Teilsysteme, die im Gesamtsystem der Stadt

verankert sind. Damit sind neben den klaren Strukturen insbesondere

die Aufgaben und Kompetenzen der Beschäftigten

vom Bürgermeister bis hin zum Hausmeister konkret

beschrieben und zugewiesen. Zudem wird der Arbeitsschutz

in die Organisationskonzepte integriert. Es werden sowohl

Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten als

auch deren Motivation gefördert sowie eine Steigerung der

Qualität des Verwaltungshandelns und eine erhöhte Rechtssicherheit

erreicht.

Wesentliche Erfolgsfaktoren waren Zielorientierung,

Geduld, Hartnäckigkeit und unbedingter Erfolgswillen

auf Seiten der Beteiligten. Alle haben

über den gesamten Zeitraum hinter dieser großen

Herausforderung gestanden: Die Bürgermeister,

Referenten, Geschäftsleiter und die Führungskräfte

haben konstruktiv und intensiv am Organisationshandbuch

mit integriertem Arbeitsschutz mitgearbeitet.

Dabei haben die Arbeitsgruppen in

beiden Städten wahre Forschungs- und Entwicklungsarbeit

geleistet.

Im Rahmen von offiziellen Veranstaltungen wurden

diese Werke im Juli 2012 in Mindelheim von

Bürgermeister Dr. Winter und im Oktober 2012 in

Friedberg von Bürgermeister Dr. Bergmair in Kraft gesetzt.

Damit zählen Mindelheim und Friedberg zu den Städten Bayerns,

die den Arbeitsschutz in der Organisation so verankert

haben, dass er nun selbstverständlicher Bestandteil des gesamten

Verwaltungshandelns ist.

Geschäftsbericht 2012 25


Das lernförderliche Klassenzimmer – Raumakustik

Pädagogische Konzepte, Engagement der Lehrkräfte und Lehrmethoden

verlieren erheblich an Bedeutung, wenn die Grundanforderungen

an Licht, Luft und Akustik im Klassenzimmer

nicht erfüllt sind.

So wurde in vielen Studien der Zusammenhang zwischen der

Konzentration, der Aufmerksamkeit und dem Sozialverhalten

von Schülerinnen und Schülern und den raumakustischen Verhältnissen

im Klassenzimmer nachgewiesen.

Die Halligkeit – gemessen als Nachhallzeit – und der Lärmpegel

beeinflussen in erheblichem Maß die Sprachverständlichkeit

und damit die Qualität der akustischen Interaktion im Unterricht.

Durch glatte, harte Wände und Decken werden die von einer

Schallquelle kommenden Schallwellen mehrfach reflektiert

und überlagert. Dadurch verschwinden Konsonanten, nur

Vokale bleiben hörbar. Das gesprochene Wort kann in seiner

Bedeutung nicht mehr erfasst werden. Kinder leiden besonders

darunter, weil sie viel weniger als Erwachsene in der Lage

sind, die Bedeutung eines Wortes auf Grund der eigenen

Spracherfahrung zu erraten.

90

80

70

Herzfrequenz (1/min)

110

100

90

Lärmminderung durch Einbau von Akustikdeckenverkleidungen

Ein weiterer Effekt: Durch hohe Nachhallzeiten steigt der

Schallpegel der Grund- und Störgeräusche an. Lehrer und

Schüler sprechen lauter, um trotzdem verstanden zu werden.

Dieser Zusammenhang wird in der Akustik als „Lombard-

Effekt“ bezeichnet. Ein Teufelskreis beginnt: Durch das laute

Sprechen steigt der Schallpegel weiter, die Sprachverständlichkeit

sinkt noch mehr und es wird deshalb noch lauter gesprochen.

In halligen Unterrichtsräumen wurden bei gleichen

Unterrichtssituationen im Vergleich zu akustisch optimalen

Räumen bis zu 20 dB(A) höhere Schallpegel gemessen. Der

Lärm wird vier Mal so laut empfunden.

Die gesundheitliche Belastung der Lehrkräfte sowie der Schülerinnen

und Schüler nimmt dadurch erheblich zu. In Untersuchungen

der Uni Bremen wurde der Zusammenhang zwischen

dem Anstieg des Lärmpegels und dem Anstieg

der Herzfrequenz von Lehrkräften während des Unterrichts

eindrucksvoll bestätigt. Die Herzfrequenz gilt als objektiver Indikator

für die Beanspruchung des Organismus.

Seit 2004 sind in der DIN 18041 „Hörsamkeit in kleinen bis

mittelgroßen Räumen“ Berechnungsformeln und damit Werte

für Nachhallzeiten in Unterrichtsräumen und Sporthallen festgelegt.

In Kindertagesstätten sind gemäß der Vorschrift GUV-V

S2 diese raumakustischen Anforderungen einzuhalten. Für

den Schulbereich gibt es in der analogen Vorschrift GUV-V S1

keine verbindlichen Aussagen zur Raumakustik.

Es bleibt somit im Ermessen des Bauherren, bei Neubauten,

Sanierungen oder im Bestand die aus pädagogischen und gesundheitlichen

Gründen zwingend erforderlichen Maßnahmen

umzusetzen.

60

50

Schallpegel LAeq (dBA)

80

70

Die KUVB berät die Sachaufwandsträger für die Schulen zum

Thema Raumakustik und informiert über die Zusammenhänge

zwischen der Lernförderlichkeit und den physikalischen Einflussfaktoren.

40

7:50

8:10

8:30

8:50

9:10

9:30

Tageszeit

Herzfrequenz in Abhängigkeit der Lautstärke (Quelle: Institut für

interdisziplinäre Schulforschung, Universität Bremen)

9:50

10:10

10:30

10:50

11 :10

60

So hat die Landeshauptstadt München, motiviert durch viele

Gespräche und Informationsveranstaltungen, für alle Neubauten

und Sanierungen von Kindertagesstätten und Schulgebäuden

die Einhaltung der DIN 18041 beschlossen und stellt zudem

seit 2010 jährlich 1 Million Euro für Akustiksanierungen

bereit.

26


prävention

Vorbereitungen zur Präventionskampagne

„Denk an mich. Dein Rücken.“

Rückenschmerzen gelten als Volkskrankheit. Fast zwei Drittel

der Deutschen leiden im Laufe eines Jahres an Rückenbeschwerden.

Unfallkassen und Berufsgenossenschaften werben

gemeinsam mit der landwirtschaftlichen Sozialversicherung

und der Knappschaft 2013 bis 2015 dafür, die Belastungen

für den Rücken bei der Arbeit, in der Schule und der

Freizeit zu verringern. Diesen Schwerpunkt werden die KUVB

und die Bayer. LUK in ihrer Präventionsarbeit in den nächsten

drei Jahren aufgreifen.

Im Jahr 2012 ging es darum, die Kampagne vorzubereiten:

Deutschlandweit wurde dies zentral durch die DGUV organisiert

und durch einen Steuerkreis mit Teilnehmern aus allen

Unfallversicherungsträgern gelenkt. Bei der KUVB und Bayer.

LUK wurde ein internes Gremium installiert, das für die

Koordination auf Trägerebene zuständig ist.

So wurden unter anderem Informationsmaterial, Werbemittel

und Veranstaltungsmodule, die unseren Mitgliedsbetrieben

zur Verfügung gestellt werden, ausgewählt und erstellt.

Highlight der Vorbereitung war ein professionelles Fotoshooting

in der Laubau bei Ruhpolding bei unserem Mitgliedsbetrieb

Bayerische Staatsforsten. Hier konnten zwei

Hauptmotive für den Forstbereich sowie zahlreiche weitere

Bilder für die Kampagne produziert werden.

Regelwerk und Informationsmaterialien

Neues aus dem AUV-Regelwerk

Im Berichtszeitraum wurden vier Regeln, 24 Informationen

und fünf Grundsätze des DGUV-Regelwerks überarbeitet bzw.

neu herausgegeben. Ein Titel wurde zurückgezogen.

Aus dem KUVB/Bayer. LUK-eigenen Regelwerk wurden sechs

Schriften und zwei Faltblätter neu bearbeitet bzw. überarbeitet.

Darüber hinaus wurden als Hilfestellung zur Umsetzung der

UVV „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeits sicherheit“

zwei Handlungshilfen herausgegeben. Die eine gibt Hinweise

auf die Betreuung kleiner Kommunen und kommunaler Unternehmen

bis zehn Beschäftigte. Die andere beschreibt Wege

zur pragmatischen Umsetzung für Kommunen und kommunale

Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten.

Arbeitsmedizinischer und

Sicherheitstechnischer Dienst (ASD)

Der beim Verband nach § 38 Abs. 1 der Satzung eingerichtete

überbetriebliche Arbeitsmedizinische und

Sicherheitstechnische Dienst (ASD) betreute im Berichtsjahr

2752 Mitglieder (2011: 2696).

Im Jahr 2012 wurde rückwirkend der ASD-Beitrag 2011

abgewickelt. Dort sind die arbeitsmedizinische Betreuung

in 80 Betreuungspools mit 14.376 Stunden und die

sicherheitstechnische Betreuung in 78 Betreuungspools

mit 38.118 Stunden abgerechnet worden. Der Gesamtbeitrag

belief sich auf 2.629.991,61 €.

824 Mitglieder übertrugen mit insgesamt 1.047 Einzelaufträgen

dem ASD auch die Betreuung jener Betriebe,

die zu anderen Unfallversicherungsträgern, z. B. der BG

Energie Textil Elektro und Medienerzeugnisse, den landwirtschaftlichen

Berufsgenossenschaften, der Gartenbau-BG,

der BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege,

der Verwaltungs-BG, der Berufsgenossenschaft

Handel und Warendistribution oder der BG Verkehr gehören.

Der ASD entsprach damit ihrem Wunsch nach

„Betreuung aus einer Hand“ für alle Betriebe.

Geschäftsbericht 2012 27


Rehabilitation und

Entschädigung

Neben dem Präventionsauftrag haben die KUVB und die

Bayer. LUK die Aufgabe „mit allen geeigneten Mitteln und

möglichst frühzeitig“

• den durch den Versicherungsfall verursachten Gesundheitsschaden

zu beseitigen oder zu bessern, seine Verschlimmerung

zu verhüten und seine Folgen zu mindern

(medizinische Rehabilitation),

• den Versicherten einen ihren Neigungen und Fähigkeiten

entsprechenden Platz im Arbeits leben zu sichern (Leistungen

zur Teilhabe am Arbeitsleben),

• Hilfen zur Bewältigung der Anforderungen des täglichen

Lebens und zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

sowie zur Führung eines möglichst selbständigen Lebens

unter Berücksichtung von Art und Schwere des Gesundheitsschadens

bereitzustellen (Leistungen zur Teil habe

am Leben in der Gemeinschaft),

• ergänzende Leistungen zur Heilbehandlung und zur

Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft

sowie

• Leistungen bei Pflegebedürftigkeit zu erbringen.

Zudem erhalten die Versicherten Geldleistungen während

der Rehabilitationsmaßnahmen in Form von Verletztengeld

und Übergangsgeld. Ferner werden Renten an die

Versicherten oder an deren Hinterbliebene gezahlt.

Wesentliche Arbeitsschwerpunkte 2012 waren das Zusammenwachsen

nach der Fusion sowie die Weiterentwicklung

des Reha-Managements.

Versicherungsfälle

Als Versicherungsfälle definiert das SGB VII Arbeits- und

Schulunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten.

Arbeits unfälle sind Unfälle, die Versicherte im Zusammenhang

mit einer versicherten Tätigkeit, z. B. als Arbeitnehmer

oder Schüler, erleiden. Wegeunfälle sind Unfälle,

die sich auf dem unmittelbaren Weg von und zur versicherten

Tätigkeit ereignen. Versichert sind auch erforderliche

Umwege zur Unterbringung von Kindern wegen

eigener Berufstätigkeit oder bei Fahrgemeinschaften.

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die in der Berufskrankheiten-Verordnung

der Bundesregierung bezeichnet

sind und die sich ein Versicherter durch seine Betrieb s-

tätigkeit zugezogen hat.

28


Reha und entschädigung

Arbeits- und Wegeunfälle

Die Unfallzahlen haben sich im Jahr 2012 in den Bereichen

Allgemeine Unfallversicherung (AUV) und Schüler-Unfallversicherung

(SUV) in den einzelnen Unfallarten bei der KUVB

und der Bayer. LUK unterschiedlich entwickelt (die genauen

Zahlen sind dem statistischen Teil zu entnehmen).

Danach sind bei der KUVB in der AUV die gemeldeten

Arbeitsunfälle gegenüber dem vergangenen Jahr um 6,53 %

gestiegen und die Wegeunfälle um 2,34 % gesunken. Die

Zahl der Todesfälle lag mit 12 über der des Vorjahres (Vorjahr

zehn).

In der SUV sank die Zahl der Schulunfälle um 2,89 % und die

der Wegeunfälle um 2,80 %. Mit sieben tödlichen Unfällen

ereigneten sich 2012 weniger Todesfälle (Vorjahr acht).

Bei der Bayer. LUK sind im Bereich der AUV die Arbeitsunfälle

um 0,17 % leicht gesunken und die Wegeunfälle um 2,27 %

gestiegen. Fünf Unfälle endeten tödlich (Vorjahr acht).

In der SUV sank die Anzahl der Schulunfälle um 0,40 % und

die der Wegeunfälle um 2,73 %. Ein Todesfall wurde gemeldet

(Vorjahr zwei).

Berufskrankheiten

Berufskrankheiten sind nach § 9 Abs. 1 SGB VII Krankheiten,

welche von der Bundesregierung durch Rechtsverordnung

mit Zustimmung des Bundesrates als solche bezeichnet

wurden und die im Einzelfall durch eine versicherte Tätigkeit

entstanden sind. Sie werden in der Berufskrankheiten-

Verordnung (BKV) aufgeführt (Berufskrankheiten-Liste).

Bei der KUVB gingen im Berichtsjahr insgesamt 562 Anzeigen

auf Verdacht des Vorliegens einer BK ein, bei der Bayer. LUK

wurden 175 Verdachtsfälle gemeldet.

Die sechs häufigsten Verdachtsanzeigen der Berufskrankheiten im Jahre 2012 (KUVB)

BK-Nr. BK-Bezeichnung Anzahl in %

5101 Hauterkrankungen 237 50,75

3101 Infektionskrankheiten 71 15,20

2301 Lärmschwerhörigkeit 69 14,78

2108 Lendenwirbelsäule, Heben, Tragen 29 6,21

2101 Erkrankungen der Sehnen scheiden 7 1,50

4103 Atemwegserkrankungen durch Asbestose 7 1,50

Summe 420 89,55

Gemeldete Berufskrankheiten insgesamt: 467 100

Die sechs häufigsten Verdachtsanzeigen der Berufskrankheiten im Jahre 2012 (Bayer. LUK)

BK-Nr. BK-Bezeichnung Anzahl in %

5101 Hauterkrankungen 60 38,46

2301 Lärmschwerhörigkeit 32 20,51

3101 Infektionskrankheiten 10 6,41

4301 Atemwegserkrankungen durch allergisierende Stoffe 9 5,77

2108 Lendenwirbelsäule, Heben, Tragen 8 5,13

3102 von Tieren übertragene Krankheiten 6 3,85

Summe 125 76,22

Gemeldete Berufskrankheiten insgesamt: 156 100

Geschäftsbericht 2012 29


Die Versorgung unserer Versicherten nach einem Unfall ruht

im Wesentlichen auf drei Säulen:

Säule 1 – die Heilbehandlung und Rehabilitation

Nach Eintritt eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit

steht die bestmögliche medizinische Betreuung der Versicherten

nach dem Grundsatz „Rehabilitation vor Rente“ im

Vordergrund. Unmittelbar nach einem Unfall beginnt daher

die medizinischen Rehabilitation mit Übernahme der erforderlichen

Kosten, zum Beispiel für die stationäre, ambulante

und rehabilitative Behandlung wie Krankengymnastik oder

Ergotherapie. In der gesetzlichen Unfallversicherung ist die

freie Arztwahl eingeschränkt, da schwerere Verletzungen nur

von speziell geschulten Ärzten mit unfallchirurgischen Kenntnissen

(Durchgangsärzte) behandelt werden sollen. Und

auch stationäre Behandlungen dürfen nicht in jedem Krankenhaus

durchgeführt werden.

Deshalb liegt ein Schwerpunkt der Tätigkeit der KUVB und

Bayer. LUK in der zielgerichteten Steuerung der Heilbehandlung.

Diese kann von einem frühzeitigen telefonischen Kontakt

mit den behandelnden Ärzten über die gemeinsame Erstellung

eines Reha-Plans bis zur Verlegung in die hochspezialisierte

Unfallklinik Murnau per Rettungshubschrauber gehen.

Ziel ist es, den Heilerfolg mit allen geeigneten Mitteln

sicherzustellen.

Säule 2 – die berufliche und soziale Wiedereingliederung

(Teilhabe)

Trotz dieser optimalen medizinischen Betreuung können Versicherte

mit schweren Verletzungen nicht immer vollständig

geheilt werden. Sofern abzusehen ist, dass auf Dauer maßgebliche

Unfall-/Erkrankungsfolgen bleiben, greift das Teilhabe-Management.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des

spezialisierten Teilhabe-Bereiches der KUVB sorgen für die berufliche

und soziale Wiedereingliederung unserer Versicherten.

Sie arbeiten dabei eng mit den Versicherten, ihren Angehörigen

und den behandelnden Ärzten zusammen. Versicherte

werden beispielsweise in Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen

vermittelt oder es wird der behindertengerechte

Umbau einer Wohnung oder eines Autos organisiert.

Im Rahmen der nachgehenden Betreuung werden

Schwerstverletzte/-erkrankte ihr ganzes weiteres Leben regelmäßig

zu Hause aufgesucht, um im persönlichen Kontakt

auftretende Pro bleme zu besprechen und gemeinsam Lösungen

zu finden.

Säule 3 – die finanzielle Entschädigung

Wenn ein Versicherter unfallbedingt über das Ende der

Entgeltfortzahlung hinaus arbeitsunfähig ist, erhält er Verletztengeld.

Hierdurch sind Versicherte auch bei länger

andauernder Arbeitsunfähigkeit finanziell abgesichert und

können sich ganz auf den Heilungsprozess konzentrieren.

Das Verletztengeld beträgt 80 % des erzielten regelmäßigen

Bruttoarbeitsentgelts und darf das Nettoarbeitsentgelt nicht

übersteigen. Das Verletztengeld wird vorwiegend von den

Krankenkassen im Auftrag des UV-Trägers ausgezahlt. Es wird

sowohl während der Heilbehandlung erbracht als auch während

der sich anschließenden Wartezeit bis zum Beginn einer

beruflichen Rehabilitation.

Während das Verletzten- und Übergangsgeld Entgeltersatzfunktion

haben, soll die Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung

den Nachteil ausgleichen, den der Verletzte

dadurch erleidet, dass sich seine Arbeitsmöglichkeiten

durch die Folgen des Versicherungsfalles vermindert haben.

Diese Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) muss über die

26. Woche nach dem Versicherungsfall hinaus mindestens

20 v.H. betragen, um einen Rentenanspruch zu begründen.

Die Rente aus der Unfallversicherung beginnt grundsätzlich

erst dann, wenn kein Anspruch auf Verletztengeld mehr besteht.

Bei beruflicher Rehabilitation wird sie neben dem

Übergangsgeld gezahlt. Die Rente berechnet sich nach dem

Jahresarbeitsverdienst (JAV), das heißt dem Gesamtbetrag

aller Arbeitsentgelte und Arbeitseinkommen des Verletzten

in den zwölf Kalendermonaten vor dem Arbeitsunfall, und

dem Grad der MdE. Die Vollrente beträgt bei Verlust der Erwerbsfähigkeit

(MdE 100 v.H.) zwei Drittel des vor dem Unfall

erzielten Jahresarbeitsverdienstes. Eine Teilrente wird in der

Höhe des Prozentsatzes der Vollrente festgesetzt, der dem

Grad der MdE entspricht.

30


Reha und entschädigung

Im Dezember 2012 wurden von der KUVB und der Bayer. LUK

folgende Renten, gestaffelt nach der Schwere der MdE,

gezahlt:

Renten KUVB Bayer. LUK

MdE Schüler-UV Allgemeine-UV Schüler-UV Allgemeine-UV

10 – 15 %* 43 303 5 169

20 – 45 % 1.294 4.874 332 1.697

50 – 75 % 149 317 40 125

80 – 100 % 116 160 45 52

Summe 1.602 5.654 426 2.043

* sogenannte „Stützrenten“

Verstirbt ein Versicherter infolge eines Arbeitsunfalls oder

einer Berufskrankheit, werden von der KUVB bzw. von der

Bayer. LUK Sterbegeld, Überführungskosten und Hinterbliebenenrenten

(Anspruch haben die Witwe, der Witwer, die

Waisen und unter bestimmten Voraussetzungen der frühere

Ehegatte, die Verwandten der aufsteigenden Linie, die Stiefund

Pflegeeltern) übernommen.

Aufwendungen für Heilbehandlung, Rehabilitation,

Geldleistungen und Renten

Die Aufwendungen der Heilbehandlung, Rehabilitation und

der damit verbundenen Geldleistungen (Verletztengeld,

Übergangsgeld) sind im Vergleich zum Vorjahr bei der KUVB

im Bereich der AUV um 0,54 % gestiegen, im Bereich der SUV

um 2,56 % gesunken. Neben der intensiven Prüfung der eingehenden

Rechnungen der Leistungserbringer (Ärzte, Krankenhäuser,

Apotheken, … ) war die milde Witterung im Frühjahr

des Jahres 2012 hierfür maßgeblich.

Im Bereich der Bayer. LUK sanken die Aufwendungen der AUV

um 6,84 %. Diese deutliche Abnahme resultierte auch aus

der Einführung des Reha-Managements bei schweren Versicherungsfällen

mit langanhaltender Arbeitsunfähigkeit. In der

Schüler-UV stiegen die Kosten bei der Bayer. LUK um 4,4 %.

Die Gesamtaufwendungen in diesem Bereich sind in den

letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen; dies ist auch

auf die allgemein im Gesundheitswesen zu beobachtende

Kostenentwicklung zurückzuführen. Erfreulicherweise sind

auch 2012 die Aufwendungen für Verletztengeld, das bei

Arbeitsunfähigkeit von mehr als sechs Wochen geleistet

wird, zurückgegangen. Dies ist auf den Rückgang der schweren

Wegeunfälle bei der KUVB im Vergleich zum Vorjahr und

weitere Fortschritte in der medizinischen Heilbehandlung

zurückzuführen.

Bei den Verletzten- und Hinterbliebenenrenten sind die Aufwendungen

der KUVB im Bereich der AUV um 2,15 % gestiegen,

in der SUV um 5,2 %. Bei der Bayer. LUK sind die Rentenlasten

der AUV um 3,16 % gestiegen, im Bereich der SUV um

0,21 % leicht gesunken.

Die Aufwendungen beliefen sich im Jahr 2012 für die KUVB und die Bayer. LUK

auf insgesamt 91.084.019,28 €

Ambulante Heilbehandlung und Zahnersatz 39.407.835,61 €

Stationäre Heilbehandlung 24.415.111,52 €

Verletztengeld/sonstige Heilbehandlungskosten 24.107.160,81 €

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 3.153.911,34 €

Geschäftsbericht 2012 31


Recht und

Regress

Für die Bearbeitung von Widersprüchen und

Klagen gegen Verwaltungsentscheidungen sowie

für die Verfolgung von Regressansprüchen

ist bei der KUVB und der Bayer. LUK die Rechtsabteilung

zuständig.

Rechtsmittel

Sind die Versicherten mit einer Entscheidung der Verwaltung

(Bescheid bzw. sonstiger nicht-förmlicher Verwaltungsakt)

nicht einverstanden, können sie dagegen Widerspruch

einlegen. Das nachfolgende Widerspruchsverfahren

bewirkt neben der Entlastung der Sozialgerichte vor

allem eine Selbstkontrolle der Verwaltung. Im Rahmen des

Widerspruchsverfahrens wird die angefochtene Verwaltungsentscheidung

auf Recht- und Zweckmäßigkeit überprüft.

Soweit der Widerspruchsausschuss die Ausgangsentscheidung

bestätigt und damit dem Widerspruch nicht

abhilft, kann gegen den Widerspruchsbescheid Klage

beim Sozialgericht erhoben werden. Im Berichtsjahr wurde

die Rechtsmittelbearbeitung aus den Tätigkeitsbereichen

des Bayer. GUVV und der UKM schrittweise in der Rechtsabteilung

zusammengeführt, so dass nun alle Widerspruchsund

Klageverfahren der KUVB gebündelt in der Rechtsabteilung

bearbeitet werden.

Im Rahmen der insgesamt 809 während des Jahres 2012

abgeschlossenen Widerspruchsverfahren konnte in 56 Fällen

den Anträgen der Versicherten entsprochen werden, in 11

Fällen war dies zum Teil möglich; dagegen wurde der Widerspruch

in 93 Fällen zurückgenommen und in 114 Fällen erfolgte

eine sonstige Erledigung. In 535 Fällen wurde die Ausgangsentscheidung

vom Widerspruchsausschuss bestätigt.

Ein entsprechendes Bild ergibt sich bei den sozialgerichtlichen

Verfahren: Lediglich in 24 Fällen (17 mit vollem Erfolg

und 7 mit teilweisem Erfolg) von insgesamt 413 abgeschlossenen

Klage- und Berufungsverfahren wurden die Entscheidungen

der KUVB und der Bayer. LUK von den Sozialgerichten

korrigiert. Diese Ergebnisse belegen den hohen Qualitätsstandard

der Arbeit beider Körperschaften.

32


Recht und regress

Widerspruchs- und Klageverfahren bei der KUVB

Widerspruchsverfahren 2012

Im Berichtszeitraum eingegangene Widersprüche 597

Unerledigte Widersprüche zu Beginn des Berichtszeitraumes 180

Im Berichtszeitraum erledigte Widersprüche 599

Unerledigte Widersprüche am Ende des Berichtszeitraumes 178

Von den erledigten Widersprüchen (599 Fälle) waren aus Sicht der Widerspruchsführer

in vollem Umfang erfolgreich 39

teilweise erfolgreich 4

nicht erfolgreich 402

Zurücknahme des Widerspruchs 71

Sonstige Erledigung (z.B. Verfahren nach § 44 SGB X) 83

Verfahren vor den Sozialgerichten 2012

Von Seiten der Versicherten oder Dritter erhobene Klagen wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 10

Urteil mit teilweisem Erfolg 5

Urteil ohne Erfolg 53

Teilweises Zugeständnis 30

Anerkenntnis im vollem Umfang 9

Zurücknahme der Klage 129

Sonstige Erledigung 10

Von Seiten des Verbands eingereichte Klagen (Erstattungsstreitigkeiten) wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 0

Urteil mit teilweisem Erfolg 0

Urteil ohne Erfolg 2

Teilweises Zugeständnis 0

Anerkenntnis im vollem Umfang 0

Zurücknahme der Klage 0

Sonstige Erledigung 0

Verfahren vor den Landessozialgerichten 2012

Von Seiten der Versicherten oder Dritter eingelegte Berufungen wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 3

Urteil mit teilweisem Erfolg 1

Urteil ohne Erfolg 9

Teilweises Zugeständnis 5

Anerkenntnis im vollem Umfang 0

Zurücknahme der Berufung 18

Sonstige Erledigung 2

Von Seiten der KUVB eingelegte Berufungen wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 0

Urteil mit teilweisem Erfolg 0

Urteil ohne Erfolg 0

Teilweises Zugeständnis 0

Anerkenntnis im vollem Umfang 0

Zurücknahme der Berufung 4

Sonstige Erledigung 1

Im Berichtszeitraum wurden sechs

Nichtzulassungsbeschwerden

von Seiten der Versicherten zum

Bundessozialgericht eingereicht,

die alle als unzulässig verworfen

wurden. Zwei aus dem Jahr 2011

noch anhängige Nichtzulassungsbeschwerden

von Seiten der Versicherten

wurden im Berichtszeitraum

zurückgewiesen.

Im Jahr 2012 war kein Revisionsverfahren

anhängig.

Geschäftsbericht 2012 33


Widerspruchs- und Klageverfahren bei der Bayer. LUK

Widerspruchsverfahren 2012

Im Berichtszeitraum eingegangene Widersprüche 190

Unerledigte Widersprüche zu Beginn des Berichtszeitraumes 73

Im Berichtszeitraum erledigte Widersprüche 210

Unerledigte Widersprüche am Ende des Berichtszeitraumes 53

Von den erledigten Widersprüchen (210 Fälle) waren aus Sicht der Widerspruchsführer

in vollem Umfang erfolgreich 17

teilweise erfolgreich 7

nicht erfolgreich 133

Zurücknahme des Widerspruchs 22

Sonstige Erledigung (z.B. Verfahren nach § 44 SGB X) 31

Verfahren vor den Sozialgerichten 2012

Von Seiten der Versicherten oder Dritter erhobene Klagen wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 3

Urteil mit teilweisem Erfolg 1

Urteil ohne Erfolg 27

Teilweises Zugeständnis 20

Anerkenntnis im vollem Umfang 4

Zurücknahme der Klage 46

Sonstige Erledigung 1

Von Seiten der Unfallkasse eingereichte Klagen (Erstattungsstreitigkeiten) wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 0

Urteil mit teilweisem Erfolg 0

Urteil ohne Erfolg 0

Teilweises Zugeständnis 0

Anerkenntnis im vollem Umfang 0

Zurücknahme der Klage 0

Sonstige Erledigung 0

Im Berichtszeitraum wurden von

Seiten der Versicherten drei Nichtzulassungsbeschwerden

zum

Bundessozialgericht eingereicht,

die im gleichen Zeitraum als unzulässig

verworfen wurden. Zwei

noch aus dem Jahr 2011 anhängige

Nichtzulassungsbeschwerden von

Seiten der Versicherten wurden

ebenfalls zurückgewiesen

Eine von Seiten einer Krankenkasse

im Jahr 2011 eingereichte

Nichtzulassungsbeschwerde

wurde im Berichtszeitraum als

unzulässig verworfen.

Im Jahr 2012 war kein Revisionsverfahren

anhängig.

Verfahren vor den Landessozialgerichten 2012

Von Seiten der Versicherten oder Dritter eingelegte Berufungen wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 1

Urteil mit teilweisem Erfolg 0

Urteil ohne Erfolg 1

Teilweises Zugeständnis 5

Anerkenntnis im vollem Umfang 0

Zurücknahme der Berufung 8

Sonstige Erledigung 0

Von Seiten der Unfallkasse eingelegte Berufungen wurden erledigt durch

Urteil mit vollem Erfolg 0

Urteil mit teilweisem Erfolg 1

Urteil ohne Erfolg 1

Teilweises Zugeständnis 1

Anerkenntnis im vollem Umfang 0

Zurücknahme der Berufung 2

Sonstige Erledigung 0

34


Recht und regress

Regress

Der Unfallversicherungsträger muss auch dann Leistungen

erbringen, wenn ein Versicherter bei einer unter dem Schutz

der gesetzlichen Unfallversicherung stehenden Tätigkeit von

einem Dritten verletzt wird. Allerdings soll der Schädiger

durch die Einstandspflicht der Unfallversicherung nicht entlastet

werden. Daher hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass

die privatrechtlichen Ansprüche des Verletzten gegen den

Schädiger zum Unfallzeitpunkt auf den Unfallversicherungsträger

übergeleitet werden, soweit dieser Sozialleistungen zu

erbringen hat. Regressansprüche entstehen ganz überwiegend

bei Wegeunfällen, z. B. wenn ein Versicherter durch

einen anderen Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommt.

Im Berichtsjahr wurde die Regresssachbearbeitung in der

Rechtsabteilung der KUVB konzentriert. Die Gesamtsumme

der Regresseinnahmen für die KUVB wird nun zusätzlich um

Einnahmen aus Regressfällen aus dem Arbeitsfeld der ehemaligen

UKM ergänzt.

Im Jahr 2012 beliefen sich die Regresseinnahmen bei der

KUVB auf insgesamt 6.086.027 €, wobei 527.364 € aus den

Fällen der ehemaligen UKM eingenommen wurden; zusätzlich

konnten die Einnahmen aus dem Fallbestand des ehemaligen

Bayer. GUVV um gerundet 300.000 € erhöht werden.

Beide Faktoren führten dazu, dass für die KUVB insgesamt

mit nun vereinten Kräften ein beeindruckendes Einnahmeergebnis

erzielt werden konnte, das erheblich über den Resultaten

der Vorjahre liegt.

Das Einnahmegeschehen bei der Bayer. LUK erreichte mit

nahezu 3 Mio. € die Größenordnung der Vorjahresergebnisse.

Grundlage für dieses positive Ergebnis waren annähernd

konstante Regresseinnahmen aus laufenden Fällen, die an

das hohe Niveau der Vorjahre anknüpften. Der Anteil der

Einnahmen aus Abfindungen von Regressfällen wurde etwas

reduziert, da gegenüber den beiden Vorjahren in geringem

Umfang weniger für Kapitalisierungen geeignete Fälle zur Verfügung

standen. Solche Kapitalisierungen ermöglichen einerseits

größere Zahlungseingänge im jeweiligen Haushaltsjahr,

andererseits verringern sich die Einnahmemöglichkeiten aus

laufenden Regressfällen in der Folgezeit.

Regresseinnahmen in den letzten fünf Jahren – KUVB

Jahr AUV in € SUV in € Einnahmen gesamt in €

2008 2.201.045 2.017.710 4.218.756

2009 2.326.213 2.091.812 4.418.025

2010 2.597.627 2.456.914 5.056.326

2011 2.840.349 2.418.536 5.258.885

2012 3.397.478 2.688.549 6.086.027*

*der angegebene Wert beinhaltet 527.364 € aus dem ehemaligen Zuständigkeitsbereich der UKM

Regresseinnahmen in den letzten fünf Jahren – Bayer. LUK

Jahr AUV in € SUV in € Einnahmen gesamt in €

2008 1.479.769 736.767 2.216.537

2009 2.166.855 709.638 2.876.493

2010 2.020.069 1.238.837 3.259.628

2011 2.055.202 1.169.339 3.224.541

2012 2.135.619 794.304 2.929.923

Geschäftsbericht 2012 35


Zahlen und Fakten | KUVB

Mitglieder

Unternehmen und Einrichtungen 2011 2012

Kreisfreie Städte und Gemeinden 2.056 2.056

Landkreise 71 71

Regierungsbezirke 7 7

Unternehmen der öffentlichen Hand in selbständiger

Rechtsform im kommunalen Bereich 2.186 2.188

Einrichtungen zur Hilfe bei Unglücksfällen 8.970 8.931

Privathaushalte 73.135 69.993

Kindertageseinrichtungen 2.403 2.423

Allgemeinbildende Schulen 4.008 3.978

Berufsbildende Schulen 805 815

Sonstige Bildungseinrichtungen 2 2

Gesamt 93.643 90.464

Versicherte Personen

2011 2012

Beschäftigte der kreisfreien Städte und Gemeinden 167.142 166.679

Beschäftigte der Landkreise 33.503 31.850

Beschäftigte der Regierungsbezirke 8.636 8.520

Beschäftigte in Unternehmen der öffentlichen Hand in

selbständiger Rechtsform 229.104 230.041

Personen die in Einrichtungen zur Hilfe bei Unglücksfällen tätig sind 579.358 574.922

Beschäftigte in Privathaushaltungen 80.301 75.753

Ehrenamtlich Tätige 114.888 121.392

Pflegepersonen 160.365 151.061

Sonstige Versicherte 668.074 644.534

Kinder in Tageseinrichtungen 162.497 166.514

Schüler in allgemeinbildenden Schulen 1.166.401 1.105.746

Schüler in berufsbildenden Schulen 362.377 354.741

Schüler in sonstigen Bildungseinrichtungen 297 297

1-Euro-Jobs 17.029 10.960

Gesamt 3.749.972 3.643.010

36


zahlen und fakten

Gemeldete Versicherungsfälle

2009 2010 2011 2012

Allgemeine Unfallversicherung AUV

Arbeitsunfälle 24.074 (5) 25.348 (5) 24.964 (6) 25.477 (4)

Wegeunfälle 4.022 (2) 5.106 (2) 4.641 (4) 4.652 (1)

Berufskrankheiten (Verdachtsanzeigen) 472 (2) 469 (2) 539 (2) 517 (2)

Gemeldete Versicherungsfälle AUV gesamt 28.568 (9) 30.923 (9) 30.144 (12) 30.646 (7)

Schülerunfallversicherung SUV

Schulunfälle 126.560 (0) 128.087 (0) 128.039 (0) 123.863 (1)

Schulwegunfälle 15.601 (4) 17.542 (10) 15.544 (11) 15.056 (8)

Berufskrankheiten (Verdachtsanzeigen) 9 (0) 7 (0) 6 (0) 6 (0)

Gemeldete Versicherungsfälle SUV gesamt 142.170 (13) 145.636 (10) 143.589 (11) 138.924 (9)

Abgaben/Fehlmeldungen (AUV und SUV) 18.603 17.577 17.787 17.919

Gesamt 189.341 (22) 194.136 (19) 191.520 (23) 187.489 (16)

Entwicklung der gemeldeten Unfälle und Berufskrankheiten

2012

Allgemeine Unfallversicherung AUV

Anzahl der gemeldeten Unfälle und Berufskrankheiten 43.214

Anzahl der Versicherten 2.015.712

Anteil der Unfälle je 1.000 Versicherte 21,4

Schülerunfallversicherung SUV

Anzahl der gemeldeten Unfälle und Berufskrankheiten 144.275

Anzahl der Versicherten 1.627.298

Anteil der Unfälle je 1.000 Versicherte 89,5

Aufteilung der Versicherungsfälle in der Allgemeinen Unfallversicherung (AUV)

Unternehmen Arbeitsunfälle Wegeunfälle Berufskrankheiten

Gesamt 2012*

Kreisfreie Städte und Gemeinden 9.243 (1) 1.395 (2) 149 10.787 (5)

Landkreise 920 262 29 1.211

Regierungsbezirke 320 (1) 66 7 393 (1)

Unternehmen der öffentlichen Hand in

selbständiger Rechtsform 11.551 2.458 286 14.295

Hilfeleistungsunternehmen 2.934 376 35 3.345

Privathaushalte 375 (2) 86 6 467 (2)

Andere Versicherungs bereiche 134 9 5 148

Gesamt 25.477 (4) 4.652 (2) 515 (2) 30.646 (8)

* Ohne Sonstige, wie abgegebene Fälle, kein Arbeitsunfall, ungeklärte Zuständigkeit, Vorwegabgaben

In Klammern stehen jeweils die Versicherungsfälle mit tödlichem Ausgang.

Geschäftsbericht 2012 37


Zahlen und Fakten | KUVB

Aufteilung der Versicherungsfälle in der Schüler-Unfallversicherung (SUV)

Art der Einrichtung

Unfälle im Bereich Wegeunfälle Berufskrankheiten Gesamt 2012*

der Einrichtungen

Tageseinrichtungen 9.886 301 0 10.187

Allgemeinbildende Schulen 107.419 11.717 1 119.137

Berufliche Schulen 6.558 3.038 4 9.600

Gesamt 123.863 15.056 5 138.924

* Ohne Sonstige, wie abgegebene Fälle, kein Arbeitsunfall, ungeklärte Zuständigkeit, Vorwegabgaben

Aufteilung der Versicherungsfälle (SUV) nach Unfallarten

Unfallart Unfälle 2012 Todesfälle 2012

Pause 28.642 0

Unterricht 16.350 0

Sport 54.676 0

Schulweg 15.056 8

Andere Unfallarten 24.200 1

Gesamt 138.924 9

Aufteilung der Wegeunfälle (SUV)

Unfälle a. d. Schulweg Unfälle 2012 Todesfälle 2012

Fußgänger 6.249 1

Radfahrer 3.275 1

Motorisierte Zweiräder 757 1

Pkw 1.870 5

Schulbus 1.281 0

Sonstige öffentliche Verkehrsmittel 106 0

Inline Skates 11 0

Skateboard, Snakeboard 24 0

Kickboard, City-Roller, Tretroller, Laufrad 754 0

Ohne nähere Angaben 729 0

Gesamt 15.056 8

Aufteilung der Sportunfälle (SUV)

Sportart Unfälle 2012 in Prozent

Ballspiel 27.526 50,34

Laufspiel 1.263 2,30

Kraft- und Gewandtheitsspiel 308 0,56

Geräteturnen 4.267 7,80

Bodenturnen und Gymnastik 2.231 4,08

Leichtathletik 6.174 11,29

Wassersport 987 1,80

Wintersport 3.071 5,61

Sonstige Spiel- und Sportunfälle 8.849 16,18

Gesamt 54.676 100,00

38


zahlen und fakten

Neue Unfall-/BK-Renten

Jahr KUVB Arbeitsunfälle Wegeunfälle Berufskrankheiten Gesamt

AUV 186 72 8 266

2012

SUV 75 41 0 115

Übersicht über den Gesamtrentenbestand von 2010 bis 2012

Jahr KUVB Renten an

Renten an

Gesamt

Versicherte

Hinterbliebene

2010

AUV 5.282 743 5.978

SUV 1.685 16 1.701

2011

AUV 5.278 676 5.954

SUV 1.704 13 1.717

2012

AUV 5.034 654 5.654

SUV 1.590 13 1.602

Entschädigungsleistungen der KUVB ( ▪ 2012 und ▪ 2011) und der Bayer. LUK ( ▪ 2012 und ▪ 2011) in Mio. €

Ambulante Heilbehandlung

Zahnersatz

Stationäre Behandlung und häusliche Krankenpflege

Verletztengeld und besondere Unterstützung

Sonstige und ergänzende Heilbehandlungskosten, Pflege

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Renten an Versicherte und Hinterbliebene

Beihilfen an Hinterbliebene (§ 71 SGB VII)

Abfindungen an Versicherte und Hinterbliebene

Unterbringung in Alters- und Pflegeheimen

Mehrleistungen und Aufwendungsersatz

Sterbegeld und Überführungskosten

Leistungen bei Unfalluntersuchungen

0 10 Mio. € 20 Mio. € 30 Mio. € 40 Mio. € 50 Mio. €

0 10 Mio. 20 Mio. 30 Mio. 40 Mio. 50 Mio.

Geschäftsbericht 2012 39


Finanz- und Vermögenslage | KUVB

Umlagewirksame Einnahmen

2011 2012

Beiträge und Gebühren 129.203.851,07 134.433.959,33

Umlagewirksame Vermögenserträge 2.925.516,37 2.517.417,64

Einnahmen aus Ersatzansprüchen 5.636.901,69 6.124.539,09

Entnahmen aus den Vermögen 8.140.347,02 3.886.482,00

Einnahmen aus öffentlichen Mitteln und sonstige Einnahmen 61.243,88 700.454,64

Summe 145.967.860,03 147.662.852,70

Umlagewirksame Ausgaben

2011 2012

Entschädigungsleistungen 118.238.264,32 118.675.966,57

Prävention 6.534.893,64 6.866.657,62

Zuführungen zu den Vermögen 8.043.191,82 7.603.260,62

Sonstige Vermögensaufwendungen 155.944,86 1.198.875,70

Persönliche Verwaltungskosten 9.596.907,61 9.778.740,22

Sächliche Verwaltungskosten 1.995.926,36 2.118.842,67

Aufwand für Selbstverwaltung 102.368,52 122.309,87

externe Verwaltungskosten 852.057,10 785.328,12

Verfahrenskosten 448.305,80 512.871,31

Summe 145.967.860,03 147.662.852,70

Entschädigungsleistungen

2011 2012

Ambulante Heilbehandlung 29.593.002,97 29.743.652,50

Zahnersatz 783.443,47 715.169,33

Stationäre Behandlung und häusliche Krankenpflege 18.173.433,59 18.063.316,64

Verletztengeld und besondere Unterstützung 6.583.308,86 5.833.977,84

Sonstige Heilbehandlungskosten, ergänzende Leistungen zur

Heilbehandlung, zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, Pflege 12.142.437,18 12.217.202,23

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 2.622.613,09 2.591.436,63

Renten an Versicherte und Hinterbliebene 43.539.529,94 44.738.129,08

Beihilfen an Hinterbliebene (§ 71 SGB VII) 36.622,14 106.203,93

Abfindungen an Versicherte und Hinterbliebene 466.295,85 328.215,88

Unterbringung in Alters- und Pflegeheimen 27.532,83 33.961,14

Mehrleistungen und Aufwendungsersatz 3.142.063,09 3.148.606,47

Sterbegeld und Überführungskosten 131.211,43 122.074,80

Leistungen bei Unfalluntersuchungen 996.769,88 1.034.020,10

Summe 118.238.264,32 118.675.966,57

40


zahlen und fakten

Vermögensrechnung für das Jahr 2012 in €

Aktiva

Passiva

Konto Bezeichnung Betrag Konto Bezeichnung Betrag

00 Sofort verfügbare Zahlungsmittel 486.310,76 10 Betriebsmittel 68.176.017,99

01 Forderungen 2.636.162,96 11 Kurzfristige Verbindlichkeiten, 2.821.983,05

Kredite und Darlehen

02 Geldanlagen und Wertpapiere 63.326.841,70 15 Rücklage 28.138.763,06

der Betriebsmittel

04 Sonstige Aktiva 4.548.685,62 16 Verwaltungsvermögen 26.918.819,92

05 Rücklage 28.138.763,06 17 Verpflichtungen des

411.886,61

Verwaltungsvermögens

06 Liquide Mittel und Forderungen 5.377.405,48 18 Rückstellungen für Altersversorgung

42.460.802,03

des Verwaltungsvermögens

(ohne Mittel aus Alters- und

Versorgungsrücklagen – 08 – )

07 Bestände des Verwaltungsvermögens

21.953.301,05

08 Mittel für Altersrückstellungen 42.460.802,03

Summe der Aktiva 168.928.272,66 Summe der Passiva 168.928.272,66

Ausgaben von 2009 bis 2012 (in Millionen €)

2009 2010 2011 2012

AUV 80 112,58 85,48 89,97

SUV 47,66 55,11 52,11 57,69

Gesamt 127,66 167,69 137,59 147,66

Beitragssätze 2012

KUVB – Umlagegruppe 1

Beitragsgruppe Beitragssatz 2012

Beschäftigte

€ je 100 € Entgeltsumme

Bezirke 0,51

Landkreise 0,65

Gemeinden

bis 5.000 Einwohner 1,13

von 5.001 bis 20.000 Einwohner 0,76

von 20.001 bis 100.000 Einwohner 0,61

von 100.001 bis 1.000.000 Einwohner 0,50

Rechtlich selbständige Unternehmen

Verwaltende Unternehmen 0,18

Sonstige Unternehmen 0,54

Haushaltungen

€ je Beschäftigten

Voller Jahresbeitrag 70

Ermäßigter Jahresbeitrag 35

Sonstige Versicherte

(soziale Unfallversicherung)

€ je Einwohner

Bezirke 0,59

Landkreise 0,43

KUVB – Umlagegruppe 1

Gemeinden

bis 5.000 Einwohner 1,43

von 5.001 bis 20.000 Einwohner 1,27

von 20.001 bis 100.000 Einwohner 1,01

von 100.001 bis 1.000.000 Einwohner 0,50

Schüler-Unfallversicherung

€ je Einwohner

Gemeinden 4,12

KUVB – Umlagegruppe 2

Beitragsgruppe Beitragssatz 2012

LH München – Allgemeine

3,36 Mio. €

Unfallversicherung

LH München – Schüler-

5,54 Mio. €

Unfallversicherung

LH München – Pflegeversicherung 0,06 Mio. €

Rechtlich selbständige Unternehmen 1,99 Mio. €

Haushaltungen

€ je Beschäftigten

Voller Jahresbeitrag 70

Ermäßigter Jahresbeitrag 35

Geschäftsbericht 2012 41


Zahlen und Fakten | Bayer. LUK

Mitglieder

2011 2012

Freistaat Bayern 1 1

Unternehmen der öffentlichen Hand in selbständiger

Rechtsform im Landesbereich 74 75

Kinder in Tagespflege 3.372 3.371

Kindertageseinrichtungen 5.960 6.086

Allgemeinbildende Schulen 643 651

Berufsbildende Schulen 705 721

Hochschulen, Universitäten 47 47

Gesamt 10.802 10.952

Versicherte Personen

2011 2012

Beschäftigte in Ministerien und sonstigen nachgeordneten

81.658 81.658

staatlichen Dienststellen

Beschäftigte in Unternehmen der öffentlichen Hand in

selbständiger Rechtsform 54.269 54.749

Strafgefangene 14.510 14.021

Ehrenamtlich Tätige 67.999 69.289

Sonstige Versicherte 2.108 2.104

Kinder in Tagespflege 9.731 10.417

Kinder in Kindertageseinrichtungen 350.967 360.640

Schüler in allgemeinbildenden Schulen 224.479 220.981

Schüler in berufsbildenden Schulen 81.902 81.867

Studierende in Hochschulen, Universitäten 287.432 316.318

Gesamt 1.175.055 1.212.044

42


zahlen und fakten

Gemeldete Versicherungsfälle

2009 2010 2011 2012

Allgemeine Unfallversicherung AUV

Arbeitsunfälle 7.223 (4) 7.593 (3) 7.460 (4) 7.547 (2)

Wegeunfälle 1.599 (1) 1.864 (3) 1.701 (1) 1.760 (3)

Berufskrankheiten (Verdachtsanzeigen) 151 (2) 164 (2) 182 (2) 156 (0)

Gemeldete Versicherungsfälle AUV gesamt 8.973 (7) 9.621 (8) 9.343 (7) 9.463 (5)

Schülerunfallversicherung SUV

Schulunfälle 36.646 (0) 38.479 (1) 39.941 (0) 39.849 (0)

Schulwegunfälle 3.652 (1) 4.090 (1) 3.938 (2) 3.809 (1)

Berufskrankheiten (Verdachtsanzeigen) 8 (0) 3 7 (0) 9 (0)

Gemeldete Versicherungsfälle SUV gesamt 40.306 (1) 42.572 (2) 43.886 (2) 43.667 (1)

Abgaben/Fehlmeldungen (AUV und SUV) 4.695 4.597 4.342 5.175

Gesamt 103.253 (8) 108.983 (10) 110.800 (9) 111.435 (6)

Versicherte Personen von 2009 bis 2012

Jahr AUV SUV

2009 209.646 808.421

2010 211.399 923.046

2011 220.544 954.511

2012 221.825 990.223

Gemeldete Versicherungsfälle von 2009 bis 2012

2009 2010 2011 2012

AUV 12.415 12.913 12.435 12.438

SUV 41.559 43.877 45.136 44.867

Gesamt 53.974 56.790 57.571 57.305

Geschäftsbericht 2012 43


Zahlen und Fakten | Bayer. LUK

Aufteilung der Versicherungsfälle nach Einrichtungen (SUV)

Art der Einrichtung Unfälle im Bereich der Wegeunfälle Berufskrankheiten Gesamt 2012*

Einrichtungen

Tageseinrichtungen 21.803 713 0 22.516

Allgemeinbildende Schulen 14.573 1.498 0 16.071

Berufliche Schulen 1.617 587 5 2.209

Hochschulen 1.856 1011 4 2.871

Gesamt 39.849 3.809 9 43.667

* Ohne Sonstige, wie abgegebene Fälle, kein Arbeitsunfall, ungeklärte Zuständigkeit, Vorwegabgaben

Aufteilung der Versicherungsfälle (SUV) nach Unfallarten

Unfallart Unfälle 2011 Unfälle 2012 Todesfälle 2012

Pause 3.467 3.249 0

Unterricht 13.262 13.057 0

Sport 17.458 17.654 1

Schulweg 3.938 3.773 0

Andere Unfallarten 5.761 5.934 0

Gesamt 43.886 43.667 1

Aufteilung der Wegeunfälle (SUV)

Unfälle a. d. Schulweg Unfälle 2011 Unfälle 2012 Todesfälle 2012

Fußgänger 1.547 1.489 0

Radfahrer 1.024 1.018 0

Motorisierte Zweiräder 180 150 0

Pkw 706 676 1

Schulbus 303 283 0

Sonstige öffentliche Verkehrsmittel 74 65 0

Inline Skates 2 2 0

Skateboard, Snakeboard 6 3 0

Kickboard, City-Roller, Tretroller, Laufrad 96 123 0

Ohne nähere Angaben 0 0 0

Gesamt 3.938 3.809 1

Aufteilung der Sportunfälle (SUV)

Sportart Unfälle 2011 Unfälle 2012 in Prozent

Ballspiel 4.485 4.415 25,00

Laufspiel 125 113 0,64

Kraft- und Gewandtheitsspiel 58 63 0,35

Geräteturnen 853 696 3,94

Bodenturnen und Gymnastik 507 412 2,33

Leichtathletik 1.086 929 5,26

Wassersport 160 152 0,86

Wintersport 600 647 3,66

Sonstige Spiel- und Sportunfälle 9.584 10.227 58,21

Gesamt 17.458 17.654 100,00

44


zahlen und fakten

Finanz- und Vermögenslage | Bayer. LUK

Einnahmen

2011 2012

Beiträge und Gebühren 43.555.131,12 44.679.274,38

Umlagewirksame Vermögenserträge 664.926,92 673.644,47

Einnahmen aus Ersatzansprüchen 3.224.542,19 2.949.177,23

Entnahmen aus den Vermögen — 160.000,00

Einnahmen aus öffentlichen Mitteln und sonstige Einnahmen 24.452,08 375.164,06

Summe 47.469.052,31 48.837.260,14

Ausgaben

2011 2012

Entschädigungsleistungen 39.973.285,57 40.263.590,78

Prävention 1.975.332,94 2.324.754,55

Zuführungen zu den Vermögen 1.451.381,86 1.726.197,44

Sonstige Vermögensaufwendungen 33.038,69 52.792,30

Persönliche Verwaltungskosten 2.939.383,39 3.319.704,31

Sächliche Verwaltungskosten 763.489,25 770.195,41

Aufwand für Selbstverwaltung 38.494,32 29.772,19

externe Verwaltungskosten 226.169,44 258.895,87

Verfahrenskosten 68.476,85 91.357,29

Summe 47.469.052,31 48.837.260,14

Entschädigungsleistungen

2011 2012

Ambulante Heilbehandlung 8.542.323,75 8.836.951,73

Zahnersatz 139.353,64 112.062,05

Stationäre Behandlung und häusliche Krankenpflege 6.768.140,77 6.394.753,52

Verletztengeld und besondere Unterstützung 2.229.405,93 2.025.160,71

Sonstige Heilbehandlungskosten, ergänzende Leistungen

zur Heilbehandlung, Leistungen zur Teilhabe am Leben in der

Gemeinschaft und Pflege 3.895.705,56 4.030.820,03

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben 707.577,81 562.474,71

Renten an Versicherte und Hinterbliebene 16.416.158,16 16.833.523,82

Beihilfen an Hinterbliebene (§ 71 SGB VII) 41.127,24 56.766,50

Abfindungen an Versicherte und Hinterbliebene 158.924,57 323.329,76

Unterbringung in Alters- und Pflegeheimen — —

Mehrleistungen und Aufwendungsersatz 660.029,56 709.245,71

Sterbegeld und Überführungskosten 61.295,13 46.088,35

Leistungen bei Unfalluntersuchungen 353.243,45 332.413,89

Summe 39.973.285,57 40.263.590,78

Geschäftsbericht 2012 45


Vermögensrechnung für das Jahr 2012 in €

Aktiva

Konto Bezeichnung

Betrag

00 Sofort verfügbare Zahlungsmittel 1.383.521,93

01 Forderungen 470.045,49

02 Geldanlagen und Wertpapiere 12.133.940,20

04 Sonstige Aktiva 1.426.600,00

Summe der Aktiva 15.414.107,62

Konto Bezeichnung

Passiva

Betrag

10 Betriebsmittel 14.505.341,60

11 Kurzfristige Verbindlich keiten,

Kredite, Darlehen

908.766,02

Summe der Passiva 15.414.107,62

Ausgaben 2009 bis 2012 (in Millionen €)

2009 2010 2011 2012

AUV 29,88 31,28 30,28 31,23

SUV 15,12 15,55 17,19 17,61

Gesamt 45,00 46,83 47,47 48,84

Neue Unfall-/BK-Renten

Jahr Bayer. LUK Arbeitsunfälle Wegeunfälle Berufskrankheiten Gesamt

AUV 54 24 9 87

2012

SUV 22 10 0 32

Übersicht über den Gesamtrentenbestand von 2010 bis 2012

Jahr Bayer. LUK Renten an

Renten an

Gesamt

Versicherte

Hinterbliebene

2010

AUV 1.784 282 2.066

SUV 398 8 406

2011

AUV 1.773 283 2.056

SUV 403 8 411

2012

AUV 1.760 283 2.043

SUV 417 9 426

46


Organisation 2013

Vertreterversammlung KUVB

Vorsitzende*:

Ulrike Fister

Stv. Vorsitzender*:

Bernd Kränzle, MdL

Vorstand KUVB

Vorsitzender*:

Simon Wittmann

Stv. Vorsitzender*:

Jürgen Feuchtmann

Geschäftsführung

Vorsitzender der Geschäftsführung:

Elmar Lederer

Mitglieder der Geschäftsführung:

Michael v. Farkas

Wolfgang Grote

Büro Selbstverwaltung/

Geschäftsführung

Andrea Ruhland

Vertreterversammlung LUK

Vorsitzender**:

MR Dr. Michael Hübsch

Stv. Vorsitzender**:

Vitus Höfelschweiger

Vorstand LUK

Vorsitzender*:

Norbert Flach

Stv. Vorsitzender*:

MDirig. Wilhelm Hüllmantel

Abteilung Interne Revision/

Controlling

Ltr.: Ulli Schaffer

Abteilung Finanz- und

Vermögensverwaltung

Ltr.: André Sternberg

Personalabteilung

Ltr.: Marcus Potthoff

Referat Öffentlichkeitsarbeit

Ulrike Renner-Helfmann,

Karin Menges

Geschäftsbereich I

Prävention

Ltr.: Sieglinde Ludwig

Stv.: Dr. Erich Leidl

Stv.: Richard Barnickel

Geschäftsbereich II

Rehabilitation u. Entschädigung

Ltr.: Marco Wetzel

1. Stv.: Klaus Hendrik Potthoff

2. Stv.: Elisabeth Treml-Huber

Geschäftsbereich III

Recht und IT

Ltr.: Michael v. Farkas

Geschäftsbereich IV

Allgemeine Verwaltung,

Mitglieder und Beiträge

Ltr.: Wolfgang Grote

Referat Zentrale Dienste

Ltr.: Thomas Neeser

Abtl. 1 Unfall-/

BK-Sachbearbeitung

Ltr.: Harry Finke

Rechtsabteilung

Ltr.: Rainer Richter

Abteilung Allgemeine

Verwaltung

Ltr.: Michael Kroneck

Referat Integrierter Arbeitsschutz

N. N.

Abtl. 2 Unfall-/

BK-Sachbearbeitung

Ltr.: Peter Lehnacker

Abschnitt Regress

Ltr.: Christine Thielebein-

Hensel

Gruppe Hausverwaltung

Ltr.: Barbara Kroetz

Referat Arbeitsmedizin/

Gesundheits förderung

Dr. Marcus Alschbach

Abtl. 3 Unfall-/

BK-Sachbearbeitung

Ltr.: Dieter Dengler

Abschnitt Rechtsmittel

Ltr.: Siegfried Reiter

Gruppe Beschaffung und

Empfang

Ltr.: Christine Glas

Referat Gefahrstoffe

Dr. Erich Leidl

Abtl. 4 Unfall-/

BK-Sachbearbeitung

Ltr.: Dietmar Schmidt

Abteilung Informations-

Technologie

Ltr.: Jürgen Renfer

Abteilung Mitglieder und

Beiträge

Ltr.: Jens Medack

Abtl. 1 Kommunale und

Staat liche Unternehmen

Ltr.: Christian Grunwaldt

Abtl. 5 Unfall-/

BK-Sachbearbeitung

Ltr.: Stefan Jünke

Abschnitt IT-Betrieb

Ltr.: Hans-Georg Peters

Abtl. 2 Gesundheitsdienst und

Hilfeleis tungs unternehmen

Ltr.: Dr. Martin Kantlehner

Abtl. 6 Unfall-/

BK-Sachbearbeitung LHM

Ltr.: Elisabeth Treml-Huber

Abschnitt Dezentrale

IT-Systeme

Ltr.: Andreas Magerl

Abtl. 3 Bildungswesen

Ltr.: Dr. Erich Leidl

Abtl. 7 Eingangsbearbeitung

Ltr.: Bernhard Goldhofer

Abschnitt Zentrale

IT-Systeme

Ltr.: Franz Eberl

Abtl. 4 Landeshauptstadt

München

Ltr.: Richard Barnickel

Abtl. 8 Berufliche Rehabilitation

Ltr.: Alexander Wecker

Arbeitsmedizinischer und

Sicherheitstechnischer Dienst

Ltr.: Boris Reich

Abtl. 9 Zentrale Dienste,

Schreibdienst, Registratur

Ltr.: Horst Mitgutsch

* Seit 24.01.2013; nächster Wechsel im Vorsitz erfolgt am 01.10.2013

** Seit 25.10.2012; nächster Wechsel im Vorsitz erfolgt am 01.10.2013

Geschäftsbericht 2012 47


Kommunale Unfallversicherung Bayern

Bayerische Landesunfallkasse

Körperschaften des öffentlichen Rechts

Ungererstraße 71

80805 München

• www.kuvb.de

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