3,8 MB - Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

kvmv.info

3,8 MB - Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

Qualität und Sicherstellung in der

ambulanten medizinischen Versorgung

in Mecklenburg-Vorpommern

2011


2 Qualitätsbericht 2011

Impressum

Herausgeber:

Kassenärztliche Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Neumühler Straße 22

19057 Schwerin

Redaktion:

Geschäftsbereich Qualitätssicherung

Dr. Reinhard Wosniak (v.i.S.d.P.)

Kirsten Martensen

Telefon: 03 85.74 31 243

Telefax: 03 85.74 31 346

E-Mail: qual-sicherung@kvmv.de

Internet: www.kvmv.de

Layout und Satz:

Abteilung Öffentlichkeitsarbeit

Katrin Schilder

Fotos:

KVMV

www.pixelio.de

www.siemens.com

www.klosterfrau.de

www.hartmann.info

www.shutterstock.com

Deutscher Hausärzteverband


Qualitätsbericht 2011

3

Inhaltsverzeichnis

Vorwort – Dr. Wolfgang Eckert ............................................................................................................................ 4

(Haus-)Arzt in Gefahr – medizinische Versorgung in schwerer See!........................................................................ 6

Land in Sicht! Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärztemangels ............................................................................ 8

Hohe Versorgungsqualität bei innovativen Projektenl ........................................................................................ 11

Projekt „VERAH“ .................................................................................................................................................... 11

Projekt „Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung“ (SAPV) .......................................................................... 12

Vereinbarung „Pflegeheim Plus” ............................................................................................................................ 13

Projekt „Ambulante geriatrische Komplexbehandlung“ (AGKB) ........................................................................... 13

Qualitätssicherungskommissionen ......................................................................................................................... 14

Kommissionen ........................................................................................................................................................ 15

Ausgewählte qualitätsgesicherte Versorgungsbereiche ................................................................................... 16

Rechtsgrundlagen ................................................................................................................................................... 16

Genehmigungen in ausgewählten Leistungsbereichen ......................................................................................... 18

Akupunktur ............................................................................................................................................................. 20

Blutreinigungsverfahren/Dialyse ............................................................................................................................. 21

Diasese-Management-Programm (DMP) ................................................................................................................ 22

Koloskopie .............................................................................................................................................................. 23

Langzeit-EKG-Untersuchungen .............................................................................................................................. 25

Magnetresonanz-Tomographie (Kernspintomographie) ........................................................................................ 26

Magnetresonanz-Angiographie .............................................................................................................................. 27

Mammographie (kurativ) ........................................................................................................................................ 28

Mammographie-Screening ..................................................................................................................................... 30

Onkologie ............................................................................................................................................................... 31

Schmerztherapie ..................................................................................................................................................... 33

Strahlendiagnostik/-therapie .................................................................................................................................. 34

Computertomographie ............................................................................................................................................... 34

Konventionelle Röntgendiagnostik ............................................................................................................................... 34

Nuklearmedizin .......................................................................................................................................................... 34

Osteodensitometrie .................................................................................................................................................... 35

Strahlentherapie ......................................................................................................................................................... 35

Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger ........................................................................................... 36

Ultraschalldiagnostik .............................................................................................................................................. 38

Zytologische Untersuchung von Abstrichen der Zervix uteri .................................................................................. 42

Stichprobenprüfungen §136 Abs. 2 ...................................................................................................................... 44

Qualitätsmanagement ........................................................................................................................................... 48

QEP im Überblick ................................................................................................................................................... 49

Qualitätszirkel ........................................................................................................................................................ 50

Entwicklung der Anzahl der Qualitätszirkel von 2000 bis 2011 .............................................................................. 51

Anzahl anerkannter Qualitätszirkel in Mecklenburg-Vorpommern .......................................................................... 51

Service ................................................................................................................................................................... 52


4 Qualitätsbericht 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum achten Mal bereits erhalten Sie mit dem Qualitätsbericht

für das Jahr 2011 eine Übersicht über

innerärztliche Qualitätssicherungsarbeit und über

Projekte, die den hohen Stand der Patientenversorgung

im ambulanten Bereich unseres Bundeslandes,

die tagtäglichen Bemühungen der niedergelassenen

Ärzteschaft um Bewahrung, Vertiefung und innovativen

Ausbau von Struktur- und Ergebnisqualität

ihrer Patientenversorgung aber auch die organisatorischen,

unterstützenden und dokumentierenden

Leistungen der Fachkommissionen und der Mitarbeiter

des Geschäftsbereiches Qualitätssicherung der

Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

zusammenfaßt.

Foto: KVMV

Die Qualität ambulanten ärztlichen Tuns ist durch ein

komplexes und vielgestaltiges Netz von Maßnahmen

innerhalb der körperschaftlichen Selbstverwaltung gesichert.

Qualitätssicherung ist dabei aber mehr als die

Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht. Wir verstehen diesen

jährlichen Qualitätsbericht auch als einen Beitrag

zur Darstellung der Leistungskraft der Kassenärztlichen

Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern und empfehlen

ihn zur Lektüre überall da, wo Entscheidungen zur

Gesundheitspolitik getroffen werden.

Wenn ein Patient irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern

einen niedergelassenen Arzt aufsucht, kann er

sich darauf verlassen, dass er gut versorgt wird. Alle

Praxen – ganz gleich, ob auf Usedom oder in Schwerin

– unterliegen denselben Qualitätskontrollen. Es sind

verbindliche Richtlinien für die Ärzte und Psychotherapeuten

definiert, und die Kassenärztliche Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt und überprüft

deren Einhaltung.

Auch in diesen Bericht haben wir wieder einige Informationen

zu innovativen Versorgungsprojekten in

Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen, die sich mit

der spezifischen Morbiditätsstruktur in unserem Bundesland

befassen und letztlich historische, geographische,

wirtschaftliche und soziale Strukturen zur Ursache

haben. Demographisch hat Mecklenburg-Vorpommern

mit besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen. Als Flächenland

mit abnehmender Bevölkerung, die dazu

auch noch durch eine „dreifache Alterung“ geprägt ist

(wachsende durchschnittliche Lebenserwartung, weniger

Geburten, Wegzug vorrangig junger und Zuzug

älterer Menschen), stehen wir vor besonderen Aufgaben,

die mit Kreativität und einer hohen regionalen Versorgungskompetenz

gelöst werden müssen. Vor dem

Hintergrund der steigenden, morbiditätsbedingten

Arbeitsbelastung unserer Ärzte müssen künftige Versorgungsnotwendigkeiten

bereits heute erprobt und

gemeinsam mit den Krankenkassen aber auch mit der

Gesundheitspolitik abgestimmt und umgesetzt werden.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und

Kollegen, wir sind uns durchaus bewußt, dass die Aussagekraft

von Jahresstatistiken und Tätigkeitsberichten

beschränkt ist. Eine umfassende Bewertung ärztlicher

Leistung kann nur in strukturübergreifenden und langjährigen

Evaluierungen der Ergebnisqualität erfolgen.

Hier sind die personellen und finanziellen Möglichkeiten

einer Landes-KV überfordert. Gleichwohl haben

wir uns dieser Herausforderung immer wieder gestellt

und werden dies auch in Zukunft tun. Verwiesen sei hier

auch auf die Initiativen der KV Mecklenburg-Vorpommern

bei weiteren Projekten, wie dem landesweiten

Eine umfassende Bewertung

ärztlicher Leistung kann nur in

strukturübergreifenden und

langjährigen Evaluierungen der

Ergebnisqualität erfolgen.


Qualitätsbericht 2011

5

Tumordatenregister, dem flächendeckenden Aufbau

von Rheuma-, Diabetes- und Suchtschwerpunktpraxen,

der Strukturierung geriatrischer, gerontopsychiatrischer,

palliativer und rehabilitativer ambulanter Versorgung,

der Flächenerprobung des Einsatzes arztunterstützender

und arztentlastender Gemeindeschwestern

(VERAH) und nicht zuletzt der bundesweit erstmaligen

telemedizinischen Komplexlösung im Mammascreening.

– Alles Projekte, bei denen die KV als Initiator und

Träger um eine parallele Ergebnis-Evaluierung bemüht

war und ist und für die sie mit hohem Einsatz bei der

Erarbeitung der Vertragsgrundlagen mitwirkt und die

Einbeziehung der handelnden Partner von Anfang an

mitorganisiert.

Nicht alle Maßnahmen können in einem Qualitätssicherungsbericht

wie diesem erschöpfend dargestellt

werden. Vorstand und Verwaltung der Kassenärztlichen

Vereinigung – speziell der Geschäftsbereich Qualitätssicherung

– stehen gern zur Verfügung, über weitere

Details und aktuelle Projekte zu informieren. Wir stellen

uns mit diesem Bericht selbstbewusst den Herausforderungen

eines sich im Strukturwandel befindenden Gesundheitssystems

und schaffen belastbare Grundlagen

für eine stete und hohe Versorgungsqualität.

Dr. med. Wolfgang Eckert

Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern


6 Qualitätsbericht 2011

(Haus-)Arzt in Gefahr –

medizinische Versorgung in schwerer See!

Die flächendeckende Sicherstellung der ambulanten haus- und fachärztlichen Versorgung im Bundesland

Mecklenburg-Vorpommern stellt eine zunehmende Herausforderung dar. In dem sechstgrößten, aber am

dünnsten besiedelten Bundesland (71 Einwohner pro km 2 ) ist der Anteil der über 60-jährigen Bevölkerung

in den vergangenen 20 Jahren rasant angewachsen.

Nach der Wende ursprünglich als jüngstes Bundesland

gestartet, ist Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg

zum Bundesland mit dem höchsten Durchschnittsalter der

Geschlossen

Keinen Nachfolger gefunden

Bevölkerung. Hinzu kommt im gleichen Zeitraum ein Rückgang

der Bevölkerung, der nahezu der Zahl der Einwohner

Rostocks und Schwerins entspricht. Das an natürlicher

Schönheit so reiche Land hat zudem eine vergleichsweise

schwache Wirtschaftsstruktur mit einer hohen Arbeitslosenquote

und einem niedrigen Durchschnittseinkommen

der Bürgerinnen und Bürger aufzuweisen. Diese Faktoren

führen alle zusammen zu einer hohen Morbidität (Krankheitslast)

der Bevölkerung und damit zu einer vermehrten

Inanspruchnahme der Ärztinnen und Ärzte, der stationären

Einrichtungen sowie zu erhöhten Ausgaben auch im

Arzneimittelbereich. Besonders der Anstieg der im Alter

häufig auftretenden Erkrankungen, wie z.B. Diabetes,

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Rheuma, erhöht den

medizinischen Versorgungsbedarf.

Praxen und Medizinische Versorgungszentren

Einzelpraxen 1815

Gemeinschaftspraxen 242

MVZ 46

Die See im Bereich der Sicherstellung der medizinischen

Versorgung ist rauer geworden!

In Anbetracht des überdurchschnittlichen medizinischen

Versorgungsbedarfs in einem dünn besiedelten Flächenland

ist gerade die wohnortnahe hausärztliche Grundversorgung

von besonderer Bedeutung. Deshalb trifft der

Nachwuchsmangel in diesem Bereich Mecklenburg-Vorpommern

besonders hart. In den letzten 10 Jahren sind

etwa 160 Hausarztpraxen ohne Nachfolger geschlossen

worden, was zu einer entsprechenden Anzahl unbesetzter

Stellen im ganzen Land führt. In mehr als der Hälfte

der für die hausärztliche Versorgung maßgeblichen

Planungsbereiche (diese entsprechen den Kreisen und

kreisfreien Städten vor der Gebietsreform) ist eine sogenannte,

in absehbarer Zeit drohende Unterversorgung

festgestellt worden. Dies bedeutet, dass insbesondere in

Anbetracht des ebenfalls hohen Altersdurchschnitts der

Hausärzte weniger als 75 Prozent der ursprünglich in der

Versorgungsplanung für eine ausreichende Versorgung

vorgesehenen Hausarztsitze besetzt sein werden. Tatsächlich

werden zu den bereits angesprochenen offenen

Stellen in den nächsten 5 Jahren noch einmal mehr als

200 Hausärzte voraussichtlich in den Ruhestand gehen

und benötigen einen Nachfolger.

Altersverteilung HÄ und FÄ gesamt

Praxen %

■ 30 - 40 Jahre 132 4,94

■ 40 - 50 Jahre 840 31,47

■ 50 - 60 Jahre 1.206 45,17

■ 60 - 70 Jahre 396 14,83

■ 70 - 80 Jahre 90 3,37

■ 80 + Jahre 6 0,22

Aber auch bezüglich der Sicherstellung der fachärztlichen

Versorgung besteht Grund zur Sorge. Zwar ist

hier die Zahl der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte

sowie Psychotherapeuten in den letzten Jahren angewachsen,

gleichzeitig ist aber auch ein deutlicher An-


Qualitätsbericht 2011

7

stieg der Patientenzahlen und damit verbunden der

Wartezeiten in den Praxen zu verzeichnen. Der Anstieg

der Arztzahl ist zudem mit einem wesentlich breiteren

Angebot an ambulanten Leistungen verbunden. Vieles

von dem, was früher Krankenhausleistung war, wird

heute ambulant durchgeführt. Zudem sind viele Krankheiten

heute erst behandelbar bzw. neuen Behandlungsmethoden

zugänglich. Nachbesetzungsprobleme

gibt es vor allem bei Kinderärzten, Augenärzten, Nervenärzten

und Hautärzten, so dass auch die fachärztliche

Basisversorgung in einigen Landesteilen bereits

gefährdet ist. Wenn tatsächlich einmal beispielsweise

eine augenärztliche Praxis ohne Nachfolger schließen

muss, ist der dadurch entstehende Versorgungsbedarf

durch die verbleibenden Praxen in der Regel nicht vollständig

zu kompensieren.

Zahlen zur ambulanten Versorgung in M-V

Anzahl der Haus- und Fachärzte nach Fachgruppen (Stand Dezember 2012)

Hausärzte (ohne Pädiater)

Anzahl

Allgemein-/Prakt. Ärzte 890

Internisten 247

Gesamt 1.137

Fachärzte

Anzahl

Anästhesisten 39

Augenärzte 115

Chirurgen 109

Dermatologen 64

Gynäkologen 194

HNO-Ärzte 86

Internisten 176

Laborärzte 28

Lungenärzte 2

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen 11

Nervenärzte 105

Neurochirurgen 14

Nuklearmediziner 17

Orthopäden 96

Pädiater 125

Pathologen 18

Physikalisch.-Rehab. Medizin 13

Psychol. Psychotherapeuten 158

Psychotherapeuten 48

Radiologen 52

Sonst. Gebiete 4

Strahlentherapeuten 8

Urologen 55

Gesamt 1.420


8 Qualitätsbericht 2011

Land in Sicht!

Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärztemangels

Die vielfältige und sehr differenzierte ambulante ärztliche Versorgung mit über 2.400 Ärzten lässt sich naturgemäß

nicht so einfach wie ein kleines Ruderboot steuern. Vielmehr sind Kursänderungen häufig erst

mit Verzögerung sicht- und spürbar, vergleichbar einem großen Containerschiff. Insofern ist festzustellen,

dass in Bezug auf die dargestellte Problematik bereits eine Vielzahl von Gegenmaßnahmen ergriffen wurden,

die jedoch zum Teil erst in einigen Jahren ihre volle Wirkung entfalten werden. Hier ist insbesondere

zu beachten, dass der Arzt nach seinem Studium noch eine fünfjährige Facharztweiterbildung absolvieren

muss, bevor er sich als Haus- oder Facharzt in freier Praxis oder als angestellter Arzt in einem Medizinischen

Versorgungszentrum niederlassen kann.

Da es insbesondere an dem hausärztlichen Nachwuchs

fehlt, sind hier bereits vor gut 10 Jahren maßgebliche

und nachhaltige Kurskorrekturen eingeleitet worden.

Inzwischen wurde mit Bedacht ein ganzes Bündel von

Maßnahmen gut geschnürt, um schon die jungen Studenten

für diesen Beruf zu begeistern und möglichst

viele approbierte Ärzte nach dem Studiumabschluss

zum Facharzt für Allgemeinmedizin weiterzubilden.

Mecklenburg-Vorpommern hat das Glück, zwei Universitäten

mit Medizinischen Fakultäten zu besitzen. Nach

Schaffung einer Stiftungsprofessur durch die KVMV an

der Universität Rostock im Jahr 2009 ist inzwischen auch

ein Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Universität

Greifswald im Jahr 2011 eingerichtet worden. Zwei junge

Professoren, die selbst Fachärzte für Allgemeinmedizin

sind, vermitteln den Studenten, dass auch diese

Tätigkeit ein adäquates Berufsziel für Mediziner sein

kann. Darüber hinaus werden die Studentinnen und Studenten

finanziell unterstützt, wenn sie die im Studium

geforderten Praktika und Seminare in Hausarztpraxen

auf dem Land absolvieren. Gemeinsam mit dem Land

Mecklenburg-Vorpommern erhalten angehende Ärzte

zudem eine monatliche Unterstützung, wenn sie Teile

des Praktischen Jahres in einer Hausarztpraxis absolvieren.

Ebenfalls finanziell gefördert wird es, wenn sich ein

Arzt nach seinem Studium für die Weiterbildung zum

Facharzt für Allgemeinmedizin entscheidet. Hier gibt es

einen Gehaltskostenzuschuss von bis zu 3.750 Euro pro

Beteiligte Kliniken an der Verbundweiterbildung zum

FA f. Allgemeinmedizin bzw. Innere und Allgemeinmedizin

KH mit Rotationsstellen

KH mit 5 Rotationsstellen/Jahr

derzeitige Gespräche mit KH

IGZ Boizenburg

2

HANSE-Klinikum Wismar

5

2

DRK-Krankenhaus

Grevesmühlen

Helios Kliniken Schwerin

Kreiskrankenhaus

Hagenow

2

BODDEN-Kliniken Rib.-Dam.

Universität Rostock 3

3

Klinikum Südstadt

Rostock

Parchim

KMG Klinikum Güstrow

1

2

DRK-Krankenhaus

Teterow

MediClin

Müritz-Klinikum

1

3

HANSE-Klinikum

Stralsund

2

SANA-Krankenhaus Rügen

2 2

DRK-Krankenhaus

Grimmen

Demmin

DRK-Krankenhaus

Meckl.-Strelitz

2

Universität

Greifswald

Diakonie Klinikum

Dietrich Bonnhoeffer

OVP

AMEOS-Diakonie

Ueckermünde

Asklepios Klinik

Pasewalk

5

Stift Bethlehem

Ludwigslust

Stand: 17.09.2012

Copyright Kassenärztliche Vereinigung M-V

Quelle: KVMV, Referat Verbundweiterbildung


Qualitätsbericht 2011

9

Monat für den Nachwuchs-Hausarzt. Auch die für den

weiterbildenden Arzt anfallenden Lohnnebenkosten

werden übernommen. Verträge mit allen großen Krankenhäusern

im Land helfen dabei, die notwendigen Weiterbildungsstellen

zum Facharzt für Allgemeinmedizin im

Land anzubieten und die Stationen der Weiterbildung

ohne Zeitverlust und mit Rücksicht auf die individuellen

Bedürfnisse der Nachwuchshausärzte zu koordinieren.

Wenn sich ein junger Arzt nach Abschluss seiner Facharztweiterbildung

dann entschieden hat, aufs Land zu

gehen, kann er seit 2008 weiterhin einen Investitionskostenzuschuss

von 50.000,- Euro erhalten, um das finanzielle

Risiko der freiberuflichen Tätigkeit zu minimieren.

Mehr als 40 Ärzte konnten inzwischen auf diese Weise

in allen von Unterversorgung bedrohten Planungsbereichen

gefördert werden. Dort wird die Verbesserung der

Versorgung dann auch bereits unmittelbar spürbar.

Damit auch die bereits tätigen und in der Regel sehr

hoch belasteten Ärzte eine Anerkennung ihrer Arbeit

erfahren, erhalten diese ebenfalls in den von Unterversorgung

bedrohten Planungsbereichen seit 2008 Sicherstellungszuschläge

als honorarerhöhende Maßnahmen.

Zusätzlich konnte durch eine Neuorganisation des

Notdienstes im Jahr 2007 eine erhebliche Entlastung

von Diensten außerhalb der Sprechzeiten erreicht werden.

Ebenfalls erfreulich ist, dass zwischenzeitlich mehr

als 100 sogenannte Praxisassistentinnen im Auftrag

der Ärzte Hausbesuche bei den Patienten durchführen

können und damit ebenfalls arztentlastend wirken. Das

ist gerade für die Versorgung in der Fläche mit eingeschränkten

öffentlichen Verkehrsmitteln, weiten Wegen

und wertvoller ärztlicher Arbeitszeit besonders wichtig.

Aufgrund gesetzlicher Änderungen durch das Versorgungsstrukturgesetz

(„Landarztgesetz“) besteht seit

01.01.2012 auch die Möglichkeit, die Einrichtung von

Filialpraxen auf dem Land finanziell zu unterstützen. Dies

gilt auch für die Anstellung von Ärzten bei Kollegen und

in Medizinischen Versorgungszentren, um auch die Ärzte

in die ambulante Versorgung zu holen, die (noch) nicht

in freier Praxis arbeiten möchten. Die KVMV wird zudem

Umzugskosten bei Praxissitzverlegungen in unterversorgte

Bereiche auch für Ärzte aus anderen Bundesländern

übernehmen und sich finanziell an den Aufwendungen

für die Kinderbetreuung und in diesem Zusammenhang

notwendige Praxisvertretungen beteiligen.

Vor allem in einem Land mit schwacher Wirtschaftsstruktur,

dünner Besiedelung und Standorten, die bei

einer zunehmenden Konzentration auf die Kernstädte

nicht auf den ersten Blick für junge Ärzte attraktiv sind,

ist die KVMV auf Partner angewiesen, die vor Ort helfen,

ein lebenswertes Umfeld für den Arzt und seine

Familie zu schaffen. Nachdem bereits viele Kontakte zu

Verteilung der geförderten hausärztlichen Zulassungen

in Mecklenburg-Vorpommern

Investitionskostenzuschüsse in den

Jahren 2008 bis 2012

2008 Anzahl: 6

Rügen

2009 Anzahl: 15

2010 Anzahl: 4

2011 Anzahl: 15

Rostock

Stralsund/Nordvorpommern

Rethwisch

Karlshagen

2012 Anzahl: 4

Bad Doberan

Greifswald

Sanitz

Kritzmow

Wolgast

Bad Doberan Dummerstorf

Gnoien

Ahlbeck

Ostvorpommern

Neuburg

Damshagen

Wismar

Grevesmühlen

Bützow

Warin

Güstrow

Demmin

Ueckermünde

Wismar/Nordwestmecklenburg

Lalendorf

Torgelow

Cambs

Ferdinandshof

Roggendorf

Lützow Schwerin

Uecker-Randow

Wittenförden

Neubrandenburg

Pinnow

Pasewalk

Pampow

Burg Stargard

Löcknitz

Stralendorf

Parchim

Waren

Wittenburg

Müritz

Plau

Mecklenburg-Strelitz

Ludwigslust

Spornitz

Röbel

Boizenburg

Redefin

Neustrelitz

Penkun

Stand: 27.09.2012

Copyright Kassenärztliche Vereinigung M-V

Quelle: KVMV Bedarfsplanung


10 Qualitätsbericht 2011

Kreisen und Gemeinden bestanden und einige Erfolgsgeschichten

bei der Ansiedelung von Ärzten geschrieben

wurden, konnte nun ein Vertrag mit dem Landkreistag

und dem Städte- und Gemeindetag zur Bündelung

der Kräfte bei der flächendeckenden Sicherstellung der

Versorgung abgeschlossen werden. Das erleichtert beispielsweise

die Arbeitsplatzsuche für den Partner, die

Unterbringung der Kinder in Kitas und Schulen und die

Zurverfügungstellung adäquaten Wohnraums.

Ebenfalls bedeutsam für eine mittel- und langfristige

Sicherstellung der Versorgung ist der Umstand, dass

über viele Jahre hinweg größte Anstrengungen unternommen

wurden, um das Honorar der Ärztinnen und

Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern auf ein Niveau anzuheben,

dass nicht mehr hinter andere (insbesondere

westliche) Bundesländer zurückfällt. Vielmehr wird nun

der überdurchschnittliche Arbeitsaufwand in unserem

Bundesland auch angemessen entlohnt. Dadurch wird

unser Bundesland auch für Ärzte aus anderen Regionen

Deutschlands sowie für potentielle Rückkehrer von einer

ausländischen Berufstätigkeit interessant.

Mecklenburg-Vorpommern braucht keine weiteren politischen

„Leuchttürme“, sondern Hände, die zupacken,

um die Versorgungsprobleme langfristig und nachhaltig

zu lösen. Das in schwere See geratene Schiff muss

auf Kurs gehalten, Eisberge und Sandbänke umschifft

werden. Oberstes Ziel der Mannschaft der KVMV wird

es deshalb weiterhin sein, mit allen zur Verfügung stehenden

Mitteln angemessene Arbeitsbedingungen für

die niedergelassenen Ärzte zu schaffen und weiterhin

kreativ auf dem Gebiet der Ausbildung des ärztlichen

Nachwuchses tätig zu sein, damit das gesamte medizinische

Spektrum zur Zufriedenheit der Patientinnen

und Patienten auch in Zukunft abgedeckt werden kann

und Mecklenburg-Vorpommern seinem selbstgewählten

Credo als Gesundheitsland gerecht wird.

Hausärztliche Versorgung – von Unterversorgung bedrohte Planungsbereiche

in Mecklenburg-Vorpommern

Von Unterversorgung

bedrohte Planungsbereiche

* Die Angaben in Prozent stellen die

einzelnen Versorgungsgrade der

Planungsbereiche dar

Rügen

79,7%

Rostock

78,1%

Stralsund/Nordvorpommern

77,2%

Greifswald

92,6%

Bad Doberan

63,0%

Ostvorpommern

71,9%

Wismar/Norswestmecklenburg

64,0%

Güstrow

66,2%

Demmin

77,0%

Schwerin

87,2%

Ludwigslust

71,6%

Parchim

68,3%

Müritz

69,4%

Neubrandenburg

80,9%

Mecklenburg-Strelitz

53,1%

Uecker-Randow

74,7%

Stand: 25.09.2012 Copyright Kassenärztliche Vereinigung M-V Quelle: KVMV Bedarfsplanung


Qualitätsbericht 2011

11

Hohe Versorgungsqualität bei innovativen Projekten

Als Flächenland mit abnehmender Bevölkerung, die dazu auch noch durch eine dreifache Veralterung (die

Menschen werden allgemein immer älter, in ganz Deutschland werden weniger Kinder geboren, besonders

Mecklenburg-Vorpommern verliert durch den Wegzug vorrangig junger Menschen immer mehr Bevölkerung)

geprägt ist, steht die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern vor besonderen Aufgaben,

die mit Engagement, Kreativität und hohen Qualitätsanforderungen zu lösen sind.

In Anbetracht der damit verbundene Herausforderungen,

vor allem an geriatrische Versorgungsleistungen in

Mecklenburg-Vorpommern, wurden – oft auf Anregung

niedergelassener Ärzte – von der Kassenärztlichen Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern und den Krankenkassen,

besonders der AOK Mecklenburg-Vorpommern

(heute AOK Nordost), Projekte entwickelt und begonnen,

welche die nachhaltige Verbesserung der Versorgungsstruktur,

aber auch den absehbaren Ärztemangel

und die damit verbundenen Sicherstellungsprobleme

zum Hintergrund haben. Der Schwerpunkt unserer Vorstellungen

liegt hierbei auf einer komplexen Sicht der

Probleme mit dem Ziel, die einzelnen Lösungsansätze

als modulare, regional erprobte und möglichst auch

evaluierte Bausteine zu entwickeln und sie zum Gegenstand

von Verträgen zu machen. Wir sehen in diesen

Bausteinen, an deren Konzeption, Entwicklung und vor

allem Anpassung an die reale Versorgungslandschaft

in Mecklenburg-Vorpommern wir seit Jahren arbeiten,

Chancen für die Lösung einer Reihe der o.g. Probleme.

Vor diesem Hintergrund hat die Kassenärztliche Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern verschiedenste Projekte

und Initiativen gestartet.

Einige ausgewählte

Projekte möchten wir Ihnen an

dieser Stelle vorstellen:

Projekt „VERAH“

Die von der KV koordinierte über einjährige Erprobung

des Einsatzes von Praxisassistentinnen im Rahmen

der hausärztlichen Versorgung in Mecklenburg-

Vorpommern und ihre anschließende Praxisimplementierung

im Rahmen der Regelversorgung haben

neue Impulse für die hausärztliche Versorgung im

Flächenland MV gegeben.

Der Hausarzt beauftragt die Praxisassistentin aus

seiner Praxis heraus mit Aufgaben der arztunterstützenden

Behandlung, Beratung, Prophylaxe,

koordinierenden Tätigkeiten vor und nach Krankenhausaufenthalten

sowie begrenzten diagnostischen

Leistungen. Eine versorgungsstrukturell wünschenswerte

Entlastung des Hausarztes in weiteren Regionen

wird damit angestrebt und in einigen Regionen

Mecklenburg-Vorpommerns bereits erreicht.

Im Jahr 2011 sind in Mecklenburg-Vorpommern

seitens der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

bereits in 64 Praxen Praxisassistentinnen

in von Unterversorgung bedohten Versorgungbereichen

durch Vorstandsbeschluss und

entsprechend der Regelungen des Bewertungsausschusses

genehmigt worden. An der Ausbildung

sind die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

und das Institut für hausärztliche Fortbildung im

Deutschen Hausärzteverband (IhF) e.V. in Mecklenburg-Vorpommern

beteiligt.


12 Qualitätsbericht 2011

Projekt „Spezialisierte Ambulante

Palliativ-Versorgung“ (SAPV)

Dreiseitige Verträge zwischen allen Krankenkassen, KVMV und regionalen Leistungserbringern (GbR) gemäß

§ 37 b i.V.m. § 132 d SGB V sowie Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur SAPV mit Vertragsabwicklung

einschließlich Abrechnung durch KVMV.

Im Vordergrund der spezialisierten ambulanten Palliativmedizin

steht die medizinisch-pflegerische Zielsetzung,

Symptome und Leiden Sterbender in ihrer

häuslichen Umgebung einzelfallgerecht zu lindern.

Die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der Patientin

oder des Patienten sowie die Belange ihrer

oder seiner vertrauten Personen stehen im Mittelpunkt

der Versorgung. Der Patientenwille, der auch

durch Patientenverfügungen zum Ausdruck kommen

kann, ist zu beachten. Die SAPV ergänzt das bestehende

Versorgungsangebot, insbesondere das der

Vertragsärzte, Krankenhäuser und Pflegedienste. Sie

kann als alleinige Beratungsleistung, additiv unterstützende

Teilversorgung oder vollständige Patientenbetreuung

erbracht werden.

Am Ende des Jahres 2011 arbeiteten in Mecklneburg-Vorpommern bereits 7 SAPV- Teams in jeweils dreiseitigen

Verträgen mit der KVMV und den Krankenkassen (SAPV-Team Neubrandenburg arbeitet im Direktvertrag

mit den Krankankassen).


Qualitätsbericht 2011

13

Vereinbarung „Pflegeheim Plus“

Seit 2008 gibt es den zweiseitigen Rahmenvertrag zwischen KVMV und AOK MV (heute AOK Nordost) mit

den Regelungen für regionale Unterverträge zwischen Hausärzteteams, Pflegeeinrichtungen und AOK MV

(heute AOK Nordost) auf der Grundlage von § 140 SGB V. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2011 besteht

auch ein entsprechender Vertrag mit der DAK.

Ziel ist die verbesserte Strukturierung, Koordination und Qualität bei der Behandlung der Pflegeheimpatienten,

die optionale Medikation sowie die Vermeidung von unnötigen Krankenhauseinweisungen und Doppeluntersuchungen.

Ende 2011 waren bereits 50 Pflegeheime des Landes in die Verträge eingebunden.

Projekt „Ambulante

geriatrische Komplexbehandlung“

(AGKB)

Dreiseitige Verträge gemäß § 140 b SGB V zwischen

AOK MV (heute AOK Nordost), KVMV und

ambulanten Leistungserbringern mit Vertragsabwicklung

einschließlich Abrechnung durch KVMV

Die in der Regel über 65 Jahre alten Menschen werden

von ambulanten geriatrischen Versorgungsteams betreut.

In dem Team arbeiten Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte

zusammen. Sie sind speziell für die geriatrische Rehabilitation

qualifiziert. Der Teamarzt koordiniert die Behandlung

sowie die Übungs- und Trainingsstunden für den Patienten.

Darin werden entsprechend seinem individuellen Bedarf,

die physischen und kognitiven Fähigkeiten stabilisiert

und gestärkt. Bevor diese besonderen Therapieeinheiten

beginnen, beraten alle Beteiligten auf Basis des vom Arzt

erstellten geriatrischen Assessments über Behandlungsformen

und -inhalte.


14 Qualitätsbericht 2011

Qualitätssicherungskommissionen

Wesentliches Merkmal der Qualitätssicherung in ärztlicher Selbstverwaltung ist die Verknüpfung ärztlichen

Sachverstandes mit einer professionellen Verwaltung.

Neben dem Vorsitzenden der Kommission nehmen in

der Regel mindestens zwei weitere ärztliche Mitglieder

an der Sitzung teil. Bei einigen Qualitätssicherungsvereinbarungen

ist des Weiteren die Teilnahme von Vertretern

der gesetzlichen Krankenkassen vorgesehen (zum

Beispiel Substitution, Onkologie, etc.).

Die Einrichtung von Qualitätssicherungskommissionen,

die mit Ärzten besetzt sind, ist deshalb in allen Kassenärztlichen

Vereinigungen als qualitätssichernde Maßnahme

institutionell verankert. Die Kommissionen haben die

Aufgabe, für Leistungen mit Qualifikationsvorbehalt die

fachliche Befähigung des Antragstellers aufgrund vorgelegter

Zeugnisse und Bescheinigungen und/oder durch

ein fachliches Gespräch (Kolloquium) zu überprüfen, Praxisbegehungen

vorzunehmen sowie Stichprobenprüfungen

durchzuführen.

Eine Qualitätssicherungskommission besteht gemäß

Nr. 2.3 der Qualitätssicherungs-Richtlinien der KBV

aus mindestens drei, im jeweiligen Gebiet besonders

erfahrenen ärztlichen Mitgliedern, von denen mindestens

eines eine abgeschlossene Facharztweiterbildung

in diesem Gebiet haben soll. Bei Gebieten mit diversen

Subspezialisierungen können die Kommissionen die

Möglichkeit nutzen, weitere Mitglieder zu benennen

oder für Spezialfragen Sachverständige zu einer Sitzung

hinzuzuziehen. Zudem ist es möglich, KV-Bereich- oder

themenübergreifende Kommissionen zu bilden.

Gemäß den Richtlinien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

(KBV) für Verfahren zur Qualitätssicherung

(Qualitätssicherungs-Richtlinien gemäß

§ 75 Abs. 7 SGB V) obliegt der Geschäftsstelle Qualitätssicherung

einer Kassenärztlichen Vereinigung

die Geschäftsführung der Qualitätssicherungskommissionen.

Bei der Durchführung einer Dokumentationsprüfung

durch die entsprechende Kommission

übernimmt daher die Geschäftsstelle verschiedene

vorbereitende und begleitende Aufgaben, dazu gehören

zum Beispiel:

u Anforderung der Dokumentationen bei den zu prüfenden

Vertragsärzten,

u Organisation der Kommissionssitzungen

u Erstellung der Ergebnisniederschrift.


Qualitätsbericht 2011

15

Kommissionen

Apheresekommission

1 niedergelassener Nephrologe als Vorsitzender,

1 niedergelassener Nephrologe,

2 Nephrologen aus der Klinik,

2 Mitglieder des MDK ohne Zusatzbezeichnung

Nephrologie

Arthroskopie

3 Ärzte der KV

Diabetologie

3 Vertragsärzte

diagnostische Radiologie/Computertomographie

8 Ärzte der KV

1 Medizinphysiker

Dialyse/Blutreinigung

2 Ärzte der KV (zugleich Mitglieder in der Kommission)

(gemeinsame Qualitätssicherungskommission mit KV Hamburg

und der KV Schleswig-Holstein mit Sitz in Hamburg)

Geriatrie, Gerontopsychiatrie,

ambulante geriatrische Rehabilitation

4 Vertragsärzte

Herzschrittmacher und Langzeit-EKG

4 ärztliche Mitglieder

Koloskopie MV

3 Ärzte der KV

Kurative Mammographie

3 Ärzte

Kompetenzcenter Akupunktur

2 ärztliche Mitglieder je KV

(gemeinsame Qualitätssicherungskommission mit KV Hamburg

und KV Schleswig Holstein)

Kompetenzcenter Koloskopie

2 Ärzte je KV (sind in M-V zugleich Mitglieder in der o.

a. Kommission)

(gemeinsame Qualitätssicherungskommission mit KV Hamburg

und KV Schleswig-Holstein mit Sitz in Schwerin)

Labor

4 ärztliche Mitglieder,

1 Fachwissenschaftler der Medizin

Magnetresonanz-Tomographie

2 Ärzte je KV

(gemeinsame Qualitätssicherungskommission mit KV Hamburg

und KV Schleswig-Holstein mit Sitz in Bad Segeberg)

Methadon

3 Vertragsärzte,

2 Vertreter der Landesverbände der Krankenkassen,

1 Vertreter der Ersatzkassen

Onkologie

6 ärztliche Mitglieder

PDT

1 je KV Arzt (in M-V zusätzlich 1 stellv. Mitglied)

(gemeinsame Qualitätssicherungskommission mit KV Hamburg,

KV Bremen, KV Schleswig-Holstein mit Sitz in Hamburg)

Psychotherapie

3 ärztliche Mitglieder,

1 Psychologische Psychotherapeutin

Qualitätsmanagement

4 Ärzte

1 Psychotherapeut

Schmerztherapie MV

4 Ärzte

Schmerztherapie

2 Ärzte je KV

(gemeinsame Qualitätssicherungskommission mit KV Hamburg

und KV Schleswig-Holstein mit Sitz in Hamburg)

Sonographie

6 ärztliche Mitglieder

Zytologie

4 ärztliche Mitglieder


16

Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Rechtsgrundlagen

Rechtsgrundlage

Akkreditierung 1

Eingangsprüfung 2

Kolloquium 3

Frequenzregelung

Rezertifizierung

Praxisbegehung/Hygieneprüfung 4

Einzelfallprüfung durch Stichproben/

Dokumentationsprüfung

Fortbildung/Qualitätszirkel

Rückmeldesysteme/Benchmarkberichte 5

Beratung 6

Akupunktur § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü ü ü ü

Ambulantes Operieren § 135 Abs. 2, § 136 ü ü ü ü ü ü

Apheresen § 135 Abs. 1, § 135 Abs. 2 ü ü ü ü

Arthroskopie § 135 Abs. 2, § 136 ü ü ü ü ü ü

Balneophototherapie § 135 Abs. 2 ü ü ü ü

Blutreinigungsverfahren/Dialyse

§ 135 Abs. 2,

Anlage 9.1 BMV, § 136

ü ü ü ü ü ü ü

Computertomographie § 135 Abs. 2, § 136 ü ü

Disease-Management-Prgramme § 137f, § 137g ü

Herzschrittmacher-Kontrolle § 135 Abs. 2 ü ü

Histopathologie

im Hautkrebs-Screening

§ 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü ü

HIV/Aids § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü

interventionelle Radiologie § 135 Abs. 2 ü ü

invasive Kardiologie § 135 Abs. 2 ü ü ü

Koloskopie § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü ü ü

konventionelle Röntgendiagnostik § 135 Abs. 2, § 136 ü ü ü ü

Labor-Spezial § 75 Abs. 7, § 135 Abs. 2 ü ü ü

Langzeit-EKG § 135 Abs. 2 ü ü

Magnetresonanz-Tomographie § 135 Abs. 2, § 136 ü ü

Magnetresonanz-Angiographie § 135 Abs. 2, § 136 ü ü ü ü

Mammographie (kurativ) § 135 Abs. 2 ü ü ü ü

Mammographie-Screening Anlage 9.2 BMV, § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü ü ü ü ü

medizinische Rehabilitation § 135 Abs. 2 ü

Nuklearmedizin § 135 Abs. 2 ü


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

17

Rechtsgrundlagen

Rechtsgrundlage

Akkreditierung 1

Eingangsprüfung 2

Kolloquium 3

Frequenzregelung

Rezertifizierung

Praxisbegehung/Hygieneprüfung 4

Einzelfallprüfung durch Stichproben/

Dokumentationsprüfung

Fortbildung/Qualitätszirkel

Rückmeldesysteme/Benchmarkberichte 5

Beratung 6

Onkologie Anlage 7 BMV ü ü ü ü ü ü ü

Osteodensitometrie § 135 Abs. 2 ü ü

otoakustische Emissionen § 135 Abs. 1 ü

photodynamische Therapie § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü

phototherapeutische Keratektomie § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü

Psychotherapie

u Richtlinienverfahren

u Psychosomatik

§ 82 Abs. 1, geregelt

in Anlage 1 BMV

§ 92 Abs. 6a

ü

schlafbezogene Atmungsstörungen § 135 Abs. 2 ü

Schmerztherapie § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü ü

Sozialpsychiatrie

§ 85 Abs. 2, § 43a, geregelt

in Anlage 11 BMV

ü

Soziotherapie § 137a ü

Stoßwellenlithotripsie

bei Harnsteinen

§ 135 Abs. 1 ü

Strahlentherapie § 135 Abs. 2 ü

Substitution § 135 Abs. 1 ü ü ü ü ü

Ultraschall allgemein § 135 Abs. 2 ü ü ü ü

Ultraschall Säuglingshüfte § 135 Abs. 2 ü ü ü ü

Vakuumbiopsie der Brust § 135 Abs. 2 ü

Zytologie § 135 Abs. 2 ü ü ü ü ü ü

1

Prüfung fachlicher, apparativer oder organisatorischer Voraus set zungen;

2

Fall samm lungs-, Präparate prü fung;

3

bei wieder hol ten Beanstan dun gen in der Dokument ations prü fung; bei abweichender, aber gleich wertiger Befähigung und

gegebenenfalls bei be grün detem Zweifel an der fachlichen Befähigung;

4

als Option im Rahmen der Akkreditierung oder als regelhafte Prüfung;

5

auch ergänzende ärztliche Beurteilung;

6

durch die Kassenärztlichen Vereinigungen im Rahmen kollegialer Fachgespräche, auch Konsensuskonferenzen


18

Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Genehmigungen in

ausgewählten Leistungsbereichen

Qualitätssicherungsbereiche

Anzahl

Ärzte/

Psychotherapeuten

mit Genehmigung

Anzahl

der neu

erteilten

Genehmigungen

Anzahl

der

Ablehnungen

Anzahl

Widerrufe

Anzahl

Rückgabe/

Beendigungen

von

Genehmigungen

Akupunktur 123 4 0 0 4

Ambulante Operationen 517 1 0 0 0

Apheresen 26 0 0 0 0

Arthroskopie 53 0 0 0 0

Balneophototherapie 2 0 0 0 0

Dialyse 61 8 0 0 1

Herzschrittmacherkontrolle 49 2 0 0 5

HIV-Infektionen/Aids-Erkrankungen 1 0 0 0 0

Interventionelle Radiologie 13 0 0 0 0

Invasive Kardiologie 2 0 0 0 0

Laboratoriumsuntersuchungen 192 2 0 0 2

Medizinische Rehabilitation 793 38 0 0 0

Otoakustische Emissionen 59 3 0 0 4

Photodynamische Therapie 9 0 0 0 0

Phototherapeutische Keratektomie 1 1 0 0 0

Kardiorespiratorische Polygraphie 48 7 0 0 0

Kardiorespiratorische Polysomnographie 4 0 0 0 0

Schmerztherapie 26 1 0 0 1

Sozialpsychiatrie 8 3 0 0 2

Soziotherapie 28 2 0 0 1

Stoßwellenlithotripsie 17 1 0 0 0

Vakuumbiopsie der Brust 2 0 0 0 0

Histopathologie Hautkrebs-Screening 16 0 0 0 2

Qualitätssicherungsbereiche 2007 2008 2009 2010 2011

Akupunktur 223 105 124 125 123

Ambulante Operationen 434 460 472 516 517

Apheresen 48 50 25 26 26

Arthroskopie 44 45 49 52 53

Balneophototherapie 0 0 0 2 2

Dialyse 34 48 52 53 61


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

19

Qualitätssicherungsbereiche 2007 2008 2009 2010 2011

Herzschrittmacherkontrolle 42 43 47 52 49

Histopathologie Hautkrebs-Screening 0 0 0 18 16

HIV-Infektionen/Aids-Erkrankungen 0 0 0 1 1

Interventionelle Radiologie 11 12 13 13 13

Invasive Kardiologie 6 6 3 2 2

Kernspintomographie (allgemein) 41 39 44 53 50

Kernspintomographie der Mamma 1 1 1 1 1

Magnetresonanz-Angiographie 32 29 37 42 41

Koloskopie 36 44 45 44 42

Laboratoriumsuntersuchungen 188 192 195 192 192

Langzeit-EKG 264 272 298 309 315

Mammographie (kurativ) 32 31 35 30 31

Mammographie-Screening 19 36 36 34 31

Medizinische Rehabilitation 565 690 748 755 793

Onkologie 49 50 49 46 49

Otoakustische Emissionen 52 55 58 60 59

Photodynamische Therapie 9 9 9 9 9

Phototherapeutische Keratektomie 0 0 0 0 1

Polygraphie 38 40 41 41 48

Polysomnographie 2 4 4 4 4

Schmerztherapie 20 23 26 26 26

Sozialpsychiatrie 5 5 5 5 8

Soziotherapie 27 28 29 29 28

Stoßwellenlithotripsie 16 16 16 16 17

Radiologie (konventionelle) 395 405 394 397 399

Computertomographie 65 61 65 73 69

Osteodensitometrie 43 43 42 45 43

Strahlentherapie 7 7 10 14 9

Nuklearmedizin 22 21 22 23 22

Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger 10 11 11 26 31

Ultraschall 1061 1070 1103 1178 1192

Ultraschall der Säuglingshüfte 89 89 91 90 91

Vakuumbiopsie der Brust 0 0 4 1 2

Zytologie 14 12 12 11 11

DMP Diabetes mellitus Typ 2 997 1018 1019 1025 1023

DMP Diabetes mellitus Typ 1 50 51 51 51 53

DMP KHK 960 993 998 1000 1038

DMP COPD 486 534 559 586 583

DMP Asthma 529 575 607 637 631

DMP Brustkrebs 171 174 176 178 177


20 Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Akupunktur

Qualitätssicherungsvereinbarung zur Akupunktur bei chronisch schmerzkranken Patienten (Qualitäts si cherungsvereinbarung

Akupunktur), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: seit 1.1.2007

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 123

Anzahl beschiedene Anträge 4

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 4

u

davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung Abrechnungsgenehmigungen 2

Dokumentationsprüfungen § 6 – Prüfprozess

Anzahl abrechnende Ärzte (III. Quartal 2011) 116

Anzahl geprüfte Ärzte 6

Ärzte, bei denen

ausschließlich

normale Fälle

geprüft wurden

Ärzte, bei denen

normale Fälle/

Ausnahmefälle

geprüft wurden

Anzahl insgesamt geprüfter Ärzte gemäß § 6 Abs. 2 1 5

u

davon bestanden ................................................................................................................................ 1

u

davon nicht bestanden ....................................................................................................................... 0

......................... 5

......................... 0

Anzahl insgesamt Wiederholungsprüfungen 0 0

Anzahl Kolloquien insgesamt 0 0

Dokumentationsprüfungen § 6 – Mängelanalyse

normale Fälle

Ausnahmefälle

Anzahl geprüfter Dokumentationen 72 60

Anzahl unvollständige/nicht nachvollziehbare Dokumentationen 12 0

Fortbildungsverpflichtung § 5 Abs. 2

Anzahl Ärzte, die Unterlagen zur Fortbildungsverpflichtung vorgelegt haben 123


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

21

Blutreinigungsverfahren/Dialyse

Vereinbarung zur Ausführung und Abrechnung von Blutreinigungsverfahren (Qualitätssicherungsvereinbarung

zu den Blutreinigungsverfahren), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: seit 1.10.1997, zuletzt

geändert: 1.7.2009; Versorgung chronisch niereninsuffizienter Patienten, Rechtsgrundlage: Anlage 9.1 BMV,

Gültigkeit: Neufassung 1.7.2009; Richtlinie zur Sicherung der Qualität von Dialyse-Behandlungen (Qualitätssicherungs-Richtlinie

Dialyse), Rechtsgrundlage: §§ 136 und 137 Abs. 1 Nr. 1 SGB V, Gültigkeit: seit 24.6.2006,

zuletzt geändert: 1.1.2011

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 61

Anzahl beschiedene Anträge 8

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 8

u

davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 1

Aus den Tätigkeitsberichten der Qualitätssicherungskommissionen § 7 Abs. 3

Qualitätssicherungs-Richtlinie Dialyse

Anzahl der Einrichtungen, die an der datengestützten

Qualitätssicherung teilnehmen

I/2011 II/2011 III/2011 IV/2011

24 24 24 24

Anzahl der Kommissionssitzungen 4

Anzahl Stichprobenprüfungen 0


22

Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Disease-Managemant-Programme (DMP)

Ziel der Disease-Management-Programme (kurz DMP genannt) ist die Koordination und Optimierung von

Behandlungs- und Betreuungsprozessen chronisch Kranker über die Grenzen einzelner Versorgungssektoren

hinaus auf der Grundlage medizinischer Evidenz. Folgeerkrankungen sollen vermieden und eine

wirtschaftliche Versorgung gewährleistet werden.

An die Inhalte der Programme

sind besondere Anforderungen

gestellt:

u Behandlung nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft

unter Berücksichtigung von evidenzbasierten

Leitlinien oder nach der jeweils besten verfügbaren

Evidenz sowie unter Berücksichtigung des jeweiligen

Versorgungssektors

u Durchführung von Qualitätssicherungsmaßnahmen

u Schulungen der Leistungserbringer und Versicherten

u Dokumentation der Befunde, therapeutischen Maßnahmen

und Behandlungsergebnisse sowie Evaluation

der Wirksamkeit und der Kosten

Die Dokumentationsverpflichtung, für jedes Programm

differenziert nach Ersteinschreibung und Folgebehandlung,

stellt für die Ärzte einen hohen organisatorischen

Aufwand dar. Jedoch diese Daten ermöglichen es, regelmäßig

Evaluationen zur Sicherstellung der Qualität

und der Wirtschaftlichkeit in Form von arztbezogenen

Feedback-Berichten zu erstellen. Die KBV stellt hierzu

den gemeinsamen Einrichtungen von Kassenärztlichen

Vereinigungen und regionalen Krankenkassenverbänden

ein modulares Rückmeldesystem zur Verfügung.

Dieser Feedbackbericht ermöglicht dem Arzt eine Einschätzung

der Versorgungslage des Patienten. Hierbei

werden die Praxisergebnisse im Vergleich zum Durchschnitt

zu den anderen teilnehmenden Leistungserbringern

dargestellt.

Diabetes mellitus Typ 1 (Vertrag der KV mit AOK, vdek, BKK, IKK, LKK, Knappschaft)

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur Teilnahme am Programm 53

u

darunter Teilnahme als diabetologisch qualifizierter Arzt ................................................................................................... 49

u

darunter Teilnahme als diabetologisch qualifizierter Pädiater ............................................................................................ 4

u

darunter Teilnahme als koordinierender Hausarzt (in Kooperation mit diabetologisch qualifiziertem Arzt) ....................... 0

Anzahl abrechnender = aktiv teilnehmender Ärzte (III. Quartal 2011) 45

Diabetes mellitus Typ 2 (Vertrag der KV mit AOK, vdek, BKK, IKK, LKK, Knappschaft)

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur Teilnahme am Programm 1023

u

darunter Teilnahme als koordinierender Arzt .................................................................................................................. 1023

u

darunter Teilnahme als diabetologisch qualifizierter Facharzt bzw. diabetologische Schwerpunktpraxis ...................... 47

Anzahl abrechnender = aktiv teilnehmender Ärzte (III. Quartal 2011) 810

Brustkrebs (Vertrag der KV mit AOK, vdek, BKK, IKK , LKK, Knappschaft)

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur Teilnahme am Programm 177

u

darunter Teilnahme als koordinierender Arzt .................................................................................................................... 177

Anzahl abrechnender = aktiv teilnehmender Ärzte (III. Quartal 2011) 116


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

23

Koronare Herzerkrankung (Vertrag der KV mit AOK, vdek, Ikk, Lkk, BKK, Knappschaft)

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur Teilnahme am Programm 1038

u

darunter Teilnahme als koordinierender Arzt .................................................................................................................. 999

u

darunter Teilnahme als kardiologisch qualifizierter Facharzt ........................................................................................... 30

u

darunter Teilnahme als kardiologisch qualifizierter Facharzt mit Berechtigung „Invasive Kardiologie“

(diagnostisch oder therapeutisch) ................................................................................................................................... 1

Anzahl abrechnender = aktiv teilnehmender Ärzte (III. Quartal 2011) 777

Asthma bronchiale (Vertrag der KV mit AOK, Knappschaft, BKK, IKK, vdek, LKK)

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur Teilnahme am Programm 631

u

darunter Teilnahme als koordinierender Arzt .................................................................................................................... 604

u

darunter Teilnahme als pneumologisch qualifizierter Facharzt (auch Kinderarzt mit Zusatzweiterbildung) ...................... 27

Anzahl abrechnender = aktiv teilnehmender Ärzte (III. Quartal 2011) 385

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) (Vertrag der KV mit AOK, Knappschaft, BKK, IKK, vdek, LKK)

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur Teilnahme am Programm 583

u

darunter Teilnahme als koordinierender Arzt .................................................................................................................... 581

u

darunter Teilnahme als pneumologisch qualifizierter Facharzt (auch Kinderarzt mit Zusatzweiterbildung) ...................... 23

Anzahl abrechnender = aktiv teilnehmender Ärzte (III. Quartal 2011) 377

Koloskopie

Voraussetzungen zur Ausführung und Abrechnung von koloskopischen Leistungen (Qualitätssicherungsvereinbarung

zur Koloskopie), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: seit 1.10.2002, zuletzt geändert: 1.10.2006

Genehmigungen

1.1.2011 31.12.2011

Anzahl Ärzte mit Genehmigung ausschließlich kurative Ko los kopie 3 1

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur kurativen/präventiven Ko loskopie 41 41

neu erneut gemäß § 6 Abs. 5

Anzahl beschiedene Anträge (ausschließlich zur kurativen Koloskopie) 0 0

Anzahl beschiedene Anträge (kurative und präventive Koloskopie) 0 0

Anzahl genehmigter Anträge zur Erweiterung der Genehmigung (ausschließlich kurativ in kurativ und präventiv) 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigung 0

Anzahl Rückgabe/Beendigungen von Abrechnungsgenehmigung 3


24

Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Totale Koloskopien

Frequenzregelung

< 200 ≥ 200

Anzahl Ärzte mit abgerechneten totalen Koloskopien 1 41

u

davon Anzahl Ärzte, die durch Nachweis von außerhalb des vertragsärztlichen Bereichs

erbrachten Leistungen die Mindestfrequenz von 200 erreicht haben

1 entfällt

Dokumentationsprüfungen

Prüfungen gemäß § 6 Abs. 3a-e 25

u

davon bestanden ................................................................................................................................................................ 23

u

davon nicht bestanden........................................................................................................................................................ 2

Prüfungen gemäß § 6 Abs. 3f 2

u

davon bestanden .................................................................................................................................................................. 2

u

davon nicht bestanden.......................................................................................................................................................... 0

Überprüfungen gemäß § 6 Abs. 3g 0

u

davon bestanden .................................................................................................................................................................. 0

u

davon nicht bestanden wegen Mängeln nach c-e ................................................................................................................ 0

u

davon nicht bestanden wegen Nichterreichen Mindestzahl ................................................................................................. 0

Polypektomien

Frequenzregelung

< 10 ≥ 10

Anzahl Ärzte mit abgerechneten Polypektomien 0 42

Dokumentationsprüfungen

Prüfungen gemäß § 6 Abs. 4a-c 25

u

davon bestanden ................................................................................................................................................................ 23

u

davon nicht bestanden.......................................................................................................................................................... 2

Prüfungen gemäß § 6 Abs. 4d 2

u

davon bestanden .................................................................................................................................................................. 2

u

davon nicht bestanden.......................................................................................................................................................... 0

Prüfungen zur Hygienequalität

Anzahl überprüfter Praxen 44

halbjährliche Prüfungen gemäß § 7 Abs. 3 86

u

davon bestanden ................................................................................................................................................................ 83

u

davon nicht bestanden........................................................................................................................................................ 3


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

25

Wiederholungsprüfungen gemäß § 7 Abs. 8a, innerhalb drei Monaten 3

u

davon bestanden .................................................................................................................................................................. 3

u

davon nicht bestanden.......................................................................................................................................................... 0

Langzeit-EKG-Untersuchungen

Vereinbarung von Qualifikationsvoraussetzungen zur Durchführung von Langzeitelektrokardio gra phischen-Untersuchungen,

Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: Neufassung 1.4.1992

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung nur zur Aufzeichnung 99

Anzahl Ärzte mit Genehmigung zur Aufzeichnung und Auswertung 216

Anzahl beschiedene Anträge 18

u

davon Anzahl Genehmigungen .......................................................................................................................................... 18

u davon Anzahl Ablehnungen ................................................................................................................................................ 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 12


26 Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Magnetresonanz-Tomographie (Kernspintomographie)

Vereinbarung von Qualifikationsvoraussetzungen zur Durchführung von Untersuchungen in der Kernspintomographie

(Kernspintomographie-Vereinbarung), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: Neufassung

1.4.1993, zuletzt geändert: 1.10.2001 Richtlinien über Kriterien zur Qualitätsbeurteilung in der Kernspintomographie

(Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie für die Kernspintomographie), Rechtsgrundlage: § 136 i. V. m.

§ 92 Abs. 1 SGB V, Gültigkeit: seit 1.4.2001

Allgemeine Kernspintomographie

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 50

Anzahl beschiedene Anträge 4

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 4

u davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 3

Kernspintomographie der Mamma

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 1

Anzahl beschiedene Anträge 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 0

Magnetresonanz-Tomographie (Kernspintographie)


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

27

Magnetresonanz-Angiographie

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur MR-Angiographie (Qualitätssicherungsvereinbarung zur

MR-Angiographie), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: seit 1.10.2007. Richtlinien über Kriterien zur

Qualitätsbeurteilung in der Kernspintomographie (Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie für die Kern spin to mo graphie),

Rechtsgrundlage: § 136 i. V. m. § 92 Abs. 1 SGB V, Gültigkeit: seit 1.4.2001

Genehmigungen

1.1.2011 31.12.2011

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 42 41

neu erneut gemäß § 7 Abs. 10

Anzahl beschiedene Anträge 5 0

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................. 5

u davon Anzahl Ablehnungen ................................................................................................................................................... 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigung 0

Anzahl Rückgabe/Beendigungen von Abrechnungsgenehmigung 6

Dokumentationsprüfungen § 7

Anzahl abrechnender Ärzte (III. Quartal 2011) 42

Anzahl insgesamt geprüfter Ärzte 14

u

davon ohne Beanstandungen .............................................................................................................................................. 12

u

davon mit Beanstandungen ................................................................................................................................................. 2

Anzahl Wiederholungsprüfungen nach drei Monaten 0

Kolloquien gemäß § 7 Abs. 9 0

Genehmigungen

ohne Venen

mit Venen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 156 0

u

darunter Anzahl Dokumentationen, in denen die Anforderung

nach § 7 Abs. 6 Nr. 1 erfüllt ist ............................................................................................................. 156

u darunter Anzahl Dokumentationen, in denen die Anforderung

nach § 7 Abs. 6 Nr. 2 erfüllt ist ............................................................................................................. 156

u darunter Anzahl Dokumentationen, in denen die Anforderung

nach § 7 Abs. 6 Nr. 3 erfüllt ist ............................................................................................................. 156

u davon Anzahl insgesamt nachvollziehbarer/

eingeschränkt nachvollziehbarer Dokumentationen § 7 Abs. 7 ........................................................... 149

u davon Anzahl insgesamt nicht nachvollziehbarer Dokumentationen § 7 Abs. 7.................................. 7

.................... 0

.................... 0

.................... 0

.................... 0

.................... 0


28 Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Mammographie (kurativ)

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur kurativen Mammographie (Mammographie-

Ver einbarung), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: seit 1.4.1993; Neufassung 1.1.2007,

zuletzt geändert 1.4.2011

Genehmigungen

31.12.2011

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 31

Anzahl beschiedene Anträge 2

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................. 2

u

davon Anzahl Ablehnungen ................................................................................................................................................... 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen gemäß § 14 Abs. 7 0


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

29

Beurteilung von Mammographieaufnahmen (Fallsammlung) im Rahmen

des Genehmigungsverfahrens gemäß Abschnitt C

1. Prüfung

Anzahl Prüfungen 1 0

u

davon bestanden ............................................................................................................................... 1

u

davon nicht bestanden....................................................................................................................... 0

.......................... 0

.......................... 0

kontrollierte Selbstüberprüfung im Rahmen der Aufrechterhaltung der Genehmigung gemäß Abschnitt D

Anzahl Ärzte, die an der Selbstüberprüfung teilgenommen haben 11 0

u

davon erfolgreiche Teilnahme ............................................................................... noch nicht bekannt

u

davon nicht erfolgreiche Teilnahme ..................................................................... noch nicht bekannt

.......................... 0

.......................... 0

Kolloquien nach wiederholt nicht erfolgreicher Teilnahme gemäß § 11 Abs. 2e 0

Kolloquien nach Abschluss von Fortbildungsmaßnahmen gemäß § 11 Abs. 3b 0

Widerruf von Abrechnungsgenehmigungen gemäß § 11 Abs. 3c 0

Überprüfung der Dokumentation im Rahmen der Aufrechterhaltung der Genehmigung nach Abschnitt E

reguläre

Prüfungen

reguläre Selbstüberprüfung

Wiederholungsprüfung

Wiederholungsprüfung

Wiederholungsprüfung

gemäß

§ 12 Abs. 7a

innerhalb

sechs Monaten

Wiederholungsprüfung

nach

§ 12 Abs. 7b

innerhalb

drei Monaten

Anzahl Ärzte,

die an der Selbstüberprüfung teilgenommen haben 20 4 0

u

davon erfüllt ................................................................................................. 16

u

davon nicht erfüllt ........................................................................................ 4

u

davon nicht erfüllt, da mindestens 13 Beurteilungen

nach Stufe II oder mindestens 12 Beurteilungen nach Stufe II und

eine Beurteilung nach Stufe III: eingeschränkt – geringe Mängel

gemäß § 12 Abs. 7a ....................................................................................... 0

u

davon nicht erfüllt, da mindestens 2 Beurteilungen nach Stufe III:

unzureichend – schwerwiegende Mängel gemäß § 12 Abs. 7b ..................... 0

.......................... 4

.......................... 0

................. entfällt

................. entfällt

.......................... 0

.......................... 0

................. entfällt

................. entfällt

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen gemäß § 12 Abs. 7 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 1


30

Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Mammographie-Screening

Versorgung im Rahmen des Programms zur Früherkennung von Brustkrebs durch Mammographie-Screening,

Rechtsgrundlage: Anlage 9.2 BMV, Gültigkeit: seit 1.1.2004, zuletzt geändert 1.4.2011. Richtlinie über

die Früherkennung von Krebserkrankungen (Krebsfrüherkennungs-Richtlinie), Abschnitt B Nr. 4 – 7, Rechtsgrundlage:

§ 25 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 und Abs. 4 SGB V, Gültigkeit: mit Änderung zum

1.1.2004, zuletzt geändert 1.5.2010. Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur kurativen Mammographie

(Mammographie-Vereinbarung), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: seit 1.4.1993;

Neufassung 1.1.2007, zuletzt geändert 1.4.2011.

Der Deutsche Bundestag hat im Juni 2002 einstimmig

beschlossen, dass die gemeinsame Selbstverwaltung

ein flächendeckendes und qualitätsgesichertes Mammographie-Screening

nach den Europäischen Leitlinien

in Deutschland einführen soll. Im Januar 2004 sind die

entsprechenden detaillierten Regelungen (Änderung der

Krebsfrüherkennungs-Richtlinie und die neue Anlage 9.2

der Bundesmantelverträge) zur Einführung des Screenings

in der vertragsärztlichen Versorgung in Kraft getreten.

Nach dem im Jahre 2006 bereits die ersten zwei Screening-Einheiten

Greifswald und Schwerin ihre Tätigkeit

aufgenommen hatten, konnten im Jahre 2007 auch die

Screening-Einheiten Neubrandenburg und Rostock mit

dem Mammographie-Screening beginnen. Seit August

2007 wird nun flächendeckend das Mammographie-

Screening in Mecklenburg-Vorpommern angeboten.

In Mecklenburg-Vorpommern wird digital mammographiert.

Dies erspart den Radiologen in diesem Flächenland

weite Wege, um beispielsweise Zweitbefundungen

durchzuführen.

In 2009 wurden die Screening-Einheiten in Rostock und

Neubrandenburg mit einer Teilnehmerquote von jeweils

55 Prozent bereits zum 2. Mal rezertifiziert. Die Screening-Einheit

in Greifswald, mit einer Teilnehmerquote

von 68 Prozent, sowie die Screening-Einheit in Schwerin

wurden mit einer Teilnehmerquote von ebenfalls 68

Prozent bereits zum 3. Mal rezertifiziert.

Genehmigungen

Die Gesamtteilnehmerquote in Mecklenburg-Vorpommern

lag in den vergangenen Jahren deutlich über dem

des Bundesdurchschnitts. So stieg die Teilnehmerquote

inkl. der Selbsteinladerinnen nicht nur jedes Jahr stetig

an, im Jahr 2009 lag sie bei 66,1 Prozent und nahm somit

den zweiten Platz im Bundesdurchschnitt ein.

Weitere Informationen hierzu sind im aktuellen Evaluationsbericht

2008 – 2009 der Kooperationsgemeinschaft

Mammographie auf der Internetseite: www.mammoprogramm.de

zu finden.

Jahr

Teilnehmerquote inkl. Selbsteinladerinnen in Prozent

2005 ‐ 2007 58,3

2008 63,1

2009 63,9

Teilnehmerquote

inkl. Selbsteinladerinnen in M-V

programmverantwortliche Ärzte 4

u

davon mit Genehmigung zur Erbringung von Vakuumbiopsien ......................................................................................... 4

kooperierende Ärzte 27

u

Befunder von Mammographieaufnahmen .......................................................................................................................... 15

u

histopathologische Beurteilung .......................................................................................................................................... 5

u

Erbringung von Stanzbiopsien ............................................................................................................................................ 5

u

davon mit Genehmigung zur Erbringung von Vakuumbiopsien ......................................................................................... 5

u

ermächtigte Krankenhausärzte ........................................................................................................................................... 13

65

64

63

62

61

60

59

58

57

56

55

2005 - 2007 2008 2009


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

31

Onkologie

Mit dem 1. Januar 2010 ist im Bereich der KVMV die neue Onkologie-Vereinbarung (Vereinbarung

über die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten), auf der Rechtsgrundlage der

Anlage 7 BMV mit Gültigkeit ab dem 1.10.2009, in Kraft getreten.

Im Vergleich zur bisherigen im Ersatzkassen-Bereich

bundesweit abgeschlossenen Onkologie-Vereinbarung

gemäß Anlage 7 des Bundesmantelvertrags Ärzte-

Ersatzkassen (EKV) wurden die Grundsätze zur qualifizierten

ambulanten Versorgung krebskranker Patienten,

die Inhalte der ärztlichen Behandlung nach

der Onkologie-Vereinbarung, die Vorgaben zu den

organisatorischen Maßnahmen, zur Bildung onkologischer

Kooperationsgemeinschaften und zur Qualitätssicherung

aktualisiert und konkretisiert.

Pharmakotherapieberatung im Hause der KVMV

So wurde aus qualitativen Gründen und unter dem Aspekt

der Wettbewerbsfähigkeit mit der Versorgung krebskranker

Patienten durch speziell zugelassene Krankenhäuser

nach § 116 b SGB V eine Mindestmengenregelung in

§ 3 Abs. 4 der Vereinbarung aufgenommen. Diese Mindestmengenregelung

sieht für Fachärzte der Inneren

Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und internistischer

Onkologie sowie Ärzte mit anderen Facharztqualifikationen

unterschiedliche Ansätze vor. Die Kassenärztliche

Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband

waren sich einig, dass die Sicherstellung einer flächendeckenden

qualifizierten ambulanten Behandlung

krebskranker Patienten mit der Voraussetzung der vorgenannten

Mindestmengen vielerorts nicht oder noch

nicht möglich ist. Aus diesem Grunde erlaubt § 3 Abs.

7 Satz 1 der neuen Onkologie-Vereinbarung, dass die

regionalen Vertragspartner abweichende Vorgaben zu

den Patientenzahlen machen können. Weiterhin können

auch bereits an bisherigen Onkologievereinbarungen

teilnehmende Ärzte aus Sicherstellungsgründen

zur Teilnahme an der neuen Onkologie-Vereinbarung

auch dann zugelassen werden, wenn sie die Patientenzahlen

bis zum 31. Dezember 2009 noch nicht erfüllen.

Diese Möglichkeit ergriff die KVMV und modifizierte

die in § 3 Abs. 4 der Onkologie-Vereinbarung geforderten

Patientenzahlen. So wurde gemeinsam mit den

Krankenkassen eine Umsetzungsvereinbarung auf Landesebene

geschlossen, welche die Sicherstellung einer

flächendeckenden qualifizierten ambulanten Behandlung

krebskranker Patienten in Mecklenburg-Vorpommern

gewährleisten soll.

Im Hinblick auf die Qualitätssicherung gemäß § 7 und § 10

der Vereinbarung wurden der Onkologie-Kommission der

Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

verschiedene Aufgaben zur Einhaltung der Qualitätssicherungsmaßnahmen

gemäß § 135 SGB V übertragen. Danach

hat der onkologisch qualifizierte Arzt, neben den

Anforderungen gemäß § 3 und § 5 folgende zusätzliche

Pflichten zu erfüllen und nachzuweisen:


32

u Kontinuierliche Fortbildung durch regelmäßige

Teilnahme an zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen

und Kongressen onkologischer Fachgesellschaften.

Alle am Vertrag teilnehmenden Ärzte

haben jährlich 50 Fortbildungspunkte nachzuweisen.

Diese Fortbildungen müssen von den Ärztekammern

anerkannt sein und sich im Schwerpunkt auf onkologische

Fortbildungsinhalte beziehen.

u Kontinuierliche interne und externe Fortbildung

des Praxispersonals. Das Personal muss an jährlich

mindestens einer onkologischen Fortbildungsveranstaltung

teilnehmen, die von den Ärztekammern oder

den Kassenärztlichen Vereinigungen anerkannt ist.

u Teilnahme an mindestens 2 nachweislich industrieunabhängigen

Pharmakotherapieberatungen

pro Jahr.

Bei den jährlich nachzuweisenden industrieunabhängigen

Pharmakotherapieberatungen hat sich die KVMV

in Abstimmung mit der Onkologie-Kommission bereit

erklärt, eine jährliche Veranstaltung logistisch zu unterstützen.

So konnte die KVMV 2011 bereits im zweiten

Jahr die jährliche Pharmakotherapieberatung den onkologisch

qualifizierten Ärzten anbieten. Für die inhaltliche

Durchführung gelang es der KV MV in diesem Jahr

Herrn Prof. Dr. med. Bernd Drewelow, Direktor des Instituts

für Klinische Pharmakologie im Zentrum für Pharmakologie

und Toxikologie der Medizinischen Fakultät

der Universität Rostock zu gewinnen. Zu dem Thema

„Interaktionen von Pharmako im Alter“ referierte Prof.

Drewelow zwei Stunden mit einer sich anschließenden

Diskussionsrunde, welche von allen teilnehmenden

Onkologen mit großer Resonanz angenommen wurde.

Im Weiteren hat die Geschäftsstelle der Onkologie-

Kommission der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

auf der Grundlage der „Onkologie-Vereinbarung“

(gemäß § 10 Abs. 1 Punkt 3)

8 Prozent der teilnehmenden Ärzte mit jeweils 20 Fällen

pro Jahr in Form einer stichprobenweisen Überprüfung

hinsichtlich einer einheitlichen Dokumentation zu

begutachten. Gemäß § 8 der Vereinbarung muss der

onkologisch qualifizierte Arzt eine patientenbezogene

Dokumentation nach den Vorgaben des Anhangs 1 der

Onkologievereinbarung, die eine ergebnisorientierte

und qualitative Beurteilung der Behandlung ermöglicht,

erstellen. Dies gilt insbesondere für histologische

Befunde, Operationsberichte, Bestrahlungspläne und

Protokolle sowie für die Dokumentation der systematischen

medikamentösen Therapie und deren Toxizität.

Die erste durch die Onkologie-Kommission durchgeführte

Stichprobenprüfung für das Jahr 2010 ergab

hinsichtlich der Vollständigkeit und der Orientierung

der Behandlung an den aktuellen, einschlägig interdisziplinär

abgestimmten Leitlinien bei den 4 zu prüfenden

Ärzten folgendes Ergebnis:

u 1 Arzt ohne Beanstandungen,

u 2 Ärzte mit geringen Beanstandungen und

u 1 Arzt mit schwerwiegenden Beanstandungen.


33

Genehmigungen

1.1.2011 31.12.2011

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 46 49

u

darunter Anzahl Ärzte zum 31.12.2011 in Neu-/Jungpraxen .............................................................................................. 1

u

darunter Anzahl Ärzte zum 31.12.2011 in Praxen, die aus Sicherstellungsgründen zugelassen wurden ............................ 10

Anzahl beschiedene Anträge 5

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 4

u

davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 1

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 1

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 1

Dokumentationsprüfung § 10

Anzahl abrechnender Ärzte (III. Quartal 2011) 47

Anzahl geprüfter Ärzte 4

Schmerztherapie

Qualitätssicherungsvereinbarung zur schmerztherapeutischen Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten

(Qualitätssicherungsvereinbarung Schmerztherapie), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit:

Neufassung 1.4.2005

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 26

Anzahl beschiedene Anträge 1

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 1

u

davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 1

Dokumentationsprüfung § 10

Anzahl Prüfungen 12

u

davon ohne Beanstandungen ............................................................................................................................................... 7

u

davon mit Beanstandungen .................................................................................................................................................. 5


34 Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Strahlendiagnostik/-therapie

Vereinbarung von Qualifikationsvoraussetzungen zur Durchführung von Untersuchungen in der diagnostischen

Radiologie und Nuklearmedizin und von Strahlentherapie (Vereinbarung zur Strahlendiagnostik und

-therapie), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: Neufassung 1.4.1993, zuletzt geändert: 1.10.2009.

Richtlinien über Kriterien zur Qualitätsbeurteilung in der radiologischen Diagnostik (konventionelle Röntgendiagnostik

und Computertomographie), Rechtsgrundlage: § 136 SGB V, Neufassung 9.10.2010; zuletzt

geändert 2.3.2011; Erstfassung 1.10.1992

Computertomographie

Genehmigungen § 4 und § 7

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 69

Anzahl beschiedene Anträge 5

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 5

u davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 1

Konventionelle Röntgendiagnostik

Genehmigungen § 4 und § 5

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 399

Anzahl beschiedene Anträge 20

u

davon Anzahl Genehmigungen .......................................................................................................................................... 20

u davon Anzahl Ablehnungen ................................................................................................................................................ 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 2

Nuklearmedizin

Genehmigungen § 10

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 22

Anzahl beschiedene Anträge 5

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 5

u davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

35

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 6

Osteodensitometrie

Genehmigungen § 4 und § 8

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 43

Anzahl beschiedene Anträge 1

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 1

u davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 3

Strahlentherapie

Genehmigungen § 9

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 9

Anzahl beschiedene Anträge 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 1


36 Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger

Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung, Anlage I Nr. 2: Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger,

Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 1 SGB V, Gültigkeit: seit 1.10.1991, zuletzt geändert: 12.6.2010

Die Drogensucht ist längst kein Randproblem mehr, sondern sie betrifft eine Vielzahl von Menschen unserer Gesellschaft.

Am weitesten verbreitet ist in Deutschland Cannabis. So ist jeder Zweite, der zum ersten Mal wegen Problemen

mit illegalen Drogen eine ambulante Suchthilfeeinrichtung aufsucht, ein Cannabiskonsument. Das überwiegend eingesetzte

Substitutionsmittel in Mecklenburg-Vorpommern ist Methadon. Seit mehreren Jahren steigt der Anteil beim

Einsatz von Buprenorphin und die Kombination Buprenorphin und Naloxon deutlich an.

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 31

Anzahl beschiedene Anträge 6

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................ 6

u

davon Anzahl Ablehnungen .................................................................................................................................................. 0

Anzahl Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgaben von Abrechnungsgenehmigungen 1

Anzahl Ärzte im Konsiliarverfahren22

Anzahl Praxen und Einrichtungen, die Substitutionen mit Diamorphin durchführen 0

Dokumentationsprüfungen § 9 Abs. 3

Anzahl geprüfter Ärzte 6

Anzahl geprüfter Fälle 21

u

keine Beanstandungen ....................................................................................................................................................... 17

u

geringe Beanstandungen ..................................................................................................................................................... 4

u

erhebliche Beanstandungen ................................................................................................................................................ 0

u

schwerwiegende Beanstandungen ...................................................................................................................................... 0

5-Jahres-Überprüfungen-Patienten § 9 Abs. 5

Anzahl geprüfter Fälle 50

u

davon ohne Beanstandungen ............................................................................................................................................. 50

u

davon mit Beanstandungen ................................................................................................................................................ 0

Patienten

Anzahl Patienten 357

u

davon Patienten mit Diamorphinsubstitution ....................................................................................................................... 0

An-/Abmeldungen

Summe Anzahl Patientenanmeldungen und -abmeldungen

153 + 24 Urlaubssubstitutionen


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

geprüfte Patienten keine Beanstandungen geringe Beanstandungen erhebliche Beanstandungen

37

2008 29 18 4 6

2009 29 22 1 3

2010 47 31 10 6

2011 21 17 4 0

Prüfung der Qualität und das Vorliegen der Voraussetzungen für eine substitutionsgestützte

Behandlung von 2008 bis 2011

50

45

40

35

30

25

20

15

10

5

0

geprüfte Patienten keine Beanstandungen geringe

Beanstandungen

erhebliche

Beanstandungen

2008

2009

2010

2011

schwerwiegende

Beanstandungen

Prüfung der Dokumentationen nach jeweils 5 Behandlungsjahren von 2008 bis 2011

60

50

40

30

20

Jahr insgesamt mit Fachkunde mit Konsiliar

2003 24 0 0

2004 18 9 7

2005 15 9 6

2006 21 10 11

2007 24 10 14

2008 28 11 17

2009 33 11 22

2010 26 10 16

2011 31 9 22

2008

2009

2010

2011

10

0

insgesamt geprüft keine Beanstandungen mit Beanstandungen

Substituierende Ärzte in MV von 2003 bis 2011

35

30

25

insgesamt

mit Fachkunde

mit Konsiliar

20

15

10

5

0

2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Substitutionsgestützte Behandlungen von 2003 bis 2010

400

350

300

250

200

150

100

50

0

2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010

insgesamt

männlich

weiblich


38 Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Ultraschalldiagnostik

Vereinbarung von Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Ultraschalldiagnostik (Ultraschall-Vereinbarung),

Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V, Gültigkeit: 2. Neufassung 1.4.2009, zuletzt geändert 1.7.2011; zuvor 1. Neufassung

1.4.1993, zuletzt geändert: 1.4.2005 (Anlage V Untersuchung der Säuglingshüfte); Erstfassung 1.4.1986

Genehmigungserteilung

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit mindestens einer Genehmigung 1192

Anzahl beschiedene Anträge (Ärzte) 92

u

davon Anzahl Genehmigungen ........................................................................................................................................... 92

u

davon Anzahl Ablehnungen ................................................................................................................................................. 0

neu

§ 14

Anzahl beschiedene Anträge (Anwendungsbereiche)

neu

u

davon Anzahl Genehmigungen ......................................................................................................................................... 183

u

davon Anzahl Ablehnungen ............................................................................................................................................... 58

§ 14 Abs. 6

Anzahl Kolloquien gemäß 3

u

davon bestanden ................................................................................................................................................................... 3

u

davon nicht bestanden .......................................................................................................................................................... 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen (Ärzte) 1

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen (Anwendungsbereiche) 1

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen (Ärzte) 36

Genehmigungsstand

Anwendungsbereiche

Anzahl Ärzte mit

Genehmigung

AB 1.1 Gehirn durch die offene Fontanelle 29

AB 2.1 Gesamte Diagnostik des Auges 20

AB 2.2 Biometrie des Auges sowie Messungen der Hornhautdicke 20

AB 3.1 Nasennebenhöhlen, A- und / oder B-Modus 69


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

39

Anwendungsbereiche

Anzahl Ärzte mit

Genehmigung

AB 3.2 Gesichts- und Halsweichteile (einschließlich Speicheldrüsen, B-Modus) 46

AB 3.3 Schilddrüse, B-Modus 416

AB 4.1 Echokardiographie, Jugendliche, Erwachsene, transthorakal 63

AB 4.2 Echokardiographie, Jugendliche, Erwachsene transoesophageal 1

AB 4.3

AB 4.4

Echokardiographie, Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder,

Jugendliche, transthorakal

Echokardiographie, Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder,

Jugendliche, transoesophageal

6

0

AB 4.5 Belastungsechokardiographie, Jugendliche, Erwachsene 30

AB 4.6

Belastungsechokardiographie, Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder,

Kinder, Jugendliche

0

AB 5.1 Thoraxorgane (ohne Herz), B-Modus, transkutan 74

AB 5.2 Thoraxorgane (ohne Herz), B-Modus, transkavitär 0

AB 6.1 Brustdrüse, B-Modus 74

AB 7.1

Abdomen und Retroperitoneum, Jugendliche, Erwachsene, B-Modus,

transkutan

509

AB 7.2 Abdomen und Retroperitoneum, B-Modus, transkavitär (Rektum) 6

AB 7.3 Abdomen und Retroperitoneum, B-Modus, transkavitär (Magen-Darm) 6

AB 7.4

Abdomen und Retroperitoneum, Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder,

Kinder, Jugendliche, B-Modus, transkutan

81

AB 8.1 Uro-Genitalorgane, B-Modus, transkutan 108

AB 8.2 Uro-Genitalorgane, B-Modus, transkavitär 60

AB 8.3 Weibliche Genitalorgane, B-Modus 212

AB 9.1 geburtshilfliche Basisdiagnostik, B-Modus 204

AB 9.2 weiterführende Differentialdiagnostik des Feten, B-Modus 32

AB 10.1 Bewegungsorgane (ohne Säuglingshüfte), B-Modus 87

AB 10.2 Säuglingshüfte, B-Modus 91

AB 11.1 Venen der Extremitäten, B-Modus 46

AB 12.1 Haut, B-Modus 3

AB 12.2 Subcutis und subkutane Lymphknoten, B-Modus 3

AB 20.1 CW-Doppler – extrakranielle hirnversorgende Gefäße 79

AB 20.2 CW-Doppler – extremitätenver-/entsorgende Gefäße 48

AB 20.3 CW-Doppler – extremitätenentsorgende Gefäße 0


40 Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Anwendungsbereiche

Anzahl Ärzte mit

Genehmigung

AB 20.4 CW- oder PW-Doppler – Gefäße des männlichen Genitalsystems 11

AB 20.5 PW-Doppler – intrakranielle hirnversorgende Gefäße 40

AB 20.6 Duplex-Verfahren – extrakranielle hirnversorgende Gefäße 66

AB 20.7 Duplex-Verfahren – intrakranielle hirnversorgende Gefäße 13

AB 20.8 Duplex-Verfahren – extremitätenver-/entsorgende Gefäße 52

AB 20.9 Duplex-Verfahren – extremitätenentsorgende Gefäße 0

AB 20.10

Duplex-Verfahren – abdominelle und retroperitoneale Gefäße sowie

Mediastinum

45

AB 20.11 Duplex-Verfahren – Gefäße des weiblichen Genitalsystems 9

AB 21.1

AB 21.2

AB 21.3

AB 21.4

Doppler-Echokardiographie (einschließlich Duplex), Jugendliche,

Erwachsene, transthorakal

Doppler-Echokardiographie (einschließlich Duplex), Jugendliche,

Erwachsene, transoesophageal

Doppler-Echokardiographie (einschließlich Duplex), Neugeborene,

Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, transthorakal

Doppler-Echokardiographie (einschließlich Duplex), Neugeborene,

Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, transoesophageal

63

1

7

0

AB 22.1 Duplex-Verfahren – fetales kardiovaskuläres System 14

AB 22.2 Duplex-Verfahren – feto-maternales Gefäßsystem 22

Geräteprüfungen/apparative Ausstattung

Baujahre der Ultraschallsysteme, die bis zum Inkrafttreten der Vereinbarung verwendet wurden, § 16 Abs. 6

(Übergangsregelung)

Anzahl insgesamt gemeldeter Ultraschallsysteme gemäß § 2c (Stichtag 28.02.2012) 1210

Apparative Ausstattung § 9 (Abnahmeprüfungen 2011)

Anzahl abgenommener Ultraschallsysteme 2011 182

Anzahl geprüfter Ultraschallsysteme gesamt 294

u

davon ohne Beanstandungen ............................................................................................................................................ 294

u

davon mit Beanstandungen .............................................................................................................................................. 0


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

41

Dokumentationsprüfungen

Überprüfung der ärztlichen Dokumentation § 11

§ 11 Abs. 2 § 11 Abs. 5

Anzahl Prüfungen:

Anzahl geprüfter Ärzte 34 3

u

davon ohne Mängel .............................................................................................................................. 5

u

davon mit Mängeln ............................................................................................................................... 29

.................... 0

.................... 3

Ergebnisse der Prüfungen (ärztliche Dokumentation mit zugehöriger Bilddokumentation):

Anzahl der geprüften ärztlichen Dokumentationen und zugehöriger

Bilddokumentationen 170 15

u

davon ohne Beanstandungen ............................................................................................................. 25

u

davon mit Beanstandungen ................................................................................................................ 145

.................... 0

.................. 15

Anzahl der geprüften ärztlichen Dokumentationen und zugehöriger

Bilddokumentationen 170 15

u

davon ohne Beanstandungen ............................................................................................................. 25

u

davon mit Beanstandungen ................................................................................................................ 145

.................... 0

.................. 15

Kolloquien gemäß § 11 Abs. 6 3

u

davon bestanden ................................................................................................................................................................... 2

u

davon nicht bestanden .......................................................................................................................................................... 1

Widerrufe:

Widerrufe der Abrechnungsgenehmigung 1

Säuglingshüfte

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 91

Anzahl beschiedene Anträge 2

u

davon Anzahl Genehmigungen ............................................................................................................................................. 2

u

davon Anzahl Ablehnungen ................................................................................................................................................... 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 1

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 3


42

Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

Dokumentationsprüfungen

Beurteilungen Dokumentationsprüfung gemäß § 8 i. V. m. § 3 (Anzahl geprüfter Ärzte mit Ergebnis)

Stufe II

0 1 2 3 4 5 >5

11 2 3 1 1 0 6

Stufe III

0 1 2 3 4 5 >5

23 1 0 0 0 0 0

Ergebnis Dokumentationsprüfung gemäß § 9 (Anzahl Ärzte)

sachge recht gem. § 9

Wieder holungsprüfung

6 Monate

Wieder holungsprüfung

3 Monate Widerruf

16 8 0 0

Beurteilungen Wiederholungsprüfung gemäß § 11 Abs. 2 (Anzahl geprüfter Ärzte mit Ergebnis)

Stufe II

0 1 2 3 4 5 >5

6 1 1 0 0 0 4

Stufe III

0 1 2 3 4 5 >5

9 2 0 0 0 0 1

Ergebnis Wiederholungsprüfung gemäß § 11 Abs. 2 (Anzahl Ärzte)

sachge recht gem. § 9

erneute Wiederholungsprüfung

6 Monate Widerrufe

7 4 1

Beurteilung erneuter Wiederholungsprüfung gemäß § 11 Abs. 3 S. 4 (Anzahl geprüfter Ärzte mit Ergebnis)

Stufe II

0 1 2 3 4 5 >5

0 0 0 0 0 0 0

Stufe III

0 1 2 3 4 5 >5

0 0 0 0 0 0 0

Ergebnis erneuter Wiederholungsprüfung gemäß § 11 Abs. 3 S. 4 (Anzahl Ärzte)

sachge recht gem. § 9

Widerruf

0 0

Zytologische Untersuchung

von Abstrichen der Zervix uteri

Vereinbarung von Qualifikationsmaßnahmen zur zytologischen Untersuchung von Abstrichen der Zervix

uteri (Qualitätssicherungsvereinbarung Zervix-Zytologie), Rechtsgrundlage: § 135 Abs. 2 SGB V,

Gültigkeit: 2. Neufassung 1.10.2007; zuvor erste Neufassung 1.7.1992; Erstfassung 1.2.1980

Genehmigungen

Anzahl Ärzte mit Genehmigung 11


Ausgewählte qualitätsgesicherte Bereiche

43

Anzahl beschiedene Anträge 0

Anzahl Präparateprüfung 0

Anzahl Praxisbegehungen 0

Anzahl der Widerrufe von Abrechnungsgenehmigungen 0

Anzahl Rückgabe/Beendigung von Abrechnungsgenehmigungen 0

Überprüfung der Präparatequalität und der ärztlichen Dokumentation (§ 7) – Prüfprozess

Anzahl abrechnender Ärzte (III/2011) 11

Anzahl geprüfter Ärzte gemäß § 7 Abs. 3 5

u

davon bestanden ................................................................................................................................................................... 5

u

davon nicht bestanden .......................................................................................................................................................... 0

Anzahl Wiederholungsprüfungen 0

Anzahl Kolloquien 0

Anzahl Widerrufe gemäß § 7 Abs. 6 0

Prüfung der Jahresstatistik (§ 8 Abs. 4) – Prüfprozess

Anzahl abrechnender Praxen (III. Quartal 2011) 9

Anzahl vorgelegter Jahresstatistiken 9

u

davon ohne Auffälligkeiten .................................................................................................................................................... 9

u

davon mit Auffälligkeiten ...................................................................................................................................................... 0

Anzahl Aufforderungen zu schriftlichen Stellungnahmen 0

Anzahl Kolloquien 0

Fortbildungsverpflichtung § 9

Anzahl Ärzte 11

Anzahl

Präparatebefunder

nach § 4 Abs. 2

insgesamt

Vorlage von

Unterlagen

gemäß

§ 9 Abs. 2

Anzahl Präparatebefunder, für die 2011 Unterlagen zur

Fortbildungsverpflichtung vorgelegt wurden

32 1

Recallsysteme § 10 Abs. 3

Anzahl Labore

Anzahl Labore,

in denen

RecallSystem

vorhanden

Labore < 5.000 Präparaten p. a. 2 2

Labore ≥ 5.000 Präparaten p. a. 7 7


44 Qualitätsbericht 2011

Stichprobenprüfungen § 136 Abs. 2

Die Kassenärztlichen Vereinigungen prüfen gemäß den geltenden Richtlinien und nach Maßgabe eigener

Beschlüsse die Qualität von Leistungen im Einzelfall durch Stichproben.

Computertomographie

Prüfumfang

Bei den Qualitätssicherungsbereichen zur Computertomographie,

zur Magnetresonanz-Tomographie, zur

Arthroskopie, zur konventionellen Röntgendiagnostik

und zu Langzeit-EKG-Untersuchungen werden im Bereich

der KV Mecklenburg-Vorpommern in der Regel

jährlich mindestens 4 Prozent der Ärzte zur Überprüfung

von Dokumentationen herausgefiltert. Unterschreitungen

des Stichprobenumfangs unter vier Prozent

sind zu dokumentieren und zu begründen. Die

Auswahl der zu überprüfenden Ärzte erfolgt per Zufallsgenerator

durch die Kassenärztliche Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern.

Anzahl abrechnender Ärzte (III. Quartal 2011) 69

Anzahl geprüfter Ärzte 1

Routineprüfungen 1

Kriterienbezogene Prüfung 0

Prüfergebnisse zur Anzahl geprüfter Ärzte, unterschieden nach:

Prüfungen gemäß

§ 4 Abs. 2:

u

keine Beanstandungen .......................................................................................................................................................... 0

u

geringe Beanstandungen ....................................................................................................................................................... 1

u

erhebliche Beanstandungen .................................................................................................................................................. 0

u

schwerwiegende Beanstandungen ........................................................................................................................................ 0

Gesamtanzahl Ärzte, denen eine schriftliche Empfehlung/

Verpflichtung zur Beseitigung von Mängeln erteilt wurde 1

Gesamtanzahl Ärzte, die zu einem Beratungsgespräch aufgefordert wurden 0

Gesamtanzahl Ärzte, bei denen eine Nichtvergütung oder Rückforderung

bereits geleisteter Vergütungen erfolgte 0

Kolloquien 0

Anzahl der Genehmigungswiderrufe 0

Anzahl der mit Auflagen versehenen Genehmigungen 0

Anzahl Ärzte, bei denen eine Praxisbegehung stattgefunden hat 0

Sofern bei der Stichprobenprüfung nur „keine” bzw. „geringe” Beanstandungen auftreten, kann die KVMV von

der Regelprüfung abweichen. Aus diesem Grund wurde die Stichprobenprüfung im Jahr 2011 ausgesetzt. Eine

erneute Prüfung erfolgt im Jahr 2012.


Qualitätsbericht 2011

45

Konventionelle Röntgendiagnostik

Prüfumfang

Anzahl abrechnender Ärzte (III. Quartal 2011) 329

Anzahl geprüfter Ärzte 18

Routineprüfungen 18

Kriterienbezogene Prüfung 0

Prüfergebnisse zur Anzahl geprüfter Ärzte, unterschieden nach:

Prüfungen gemäß

§ 4 Abs. 2:

u

keine Beanstandungen ........................................................................................................................................................ 2

u

geringe Beanstandungen ..................................................................................................................................................... 15

u

erhebliche Beanstandungen ................................................................................................................................................ 0

u

schwerwiegende Beanstandungen ...................................................................................................................................... 1

Gesamtanzahl Ärzte, denen eine schriftliche Empfehlung/

Verpflichtung zur Beseitigung von Mängeln erteilt wurde 16

Gesamtanzahl Ärzte, die zu einem Beratungsgespräch aufgefordert wurden 0

Gesamtanzahl Ärzte, bei denen eine Nichtvergütung oder Rückforderung

bereits geleisteter Vergütungen erfolgte 0

Kolloquien gemäß § 6 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3c und Nr. 4c 0

Anzahl der Genehmigungswiderrufe 0

Anzahl der mit Auflagen versehenen Genehmigungen 0

Anzahl Ärzte, bei denen eine Praxisbegehung stattgefunden hat 0

Magnetresonanz-Tomographie

Prüfumfang

Anzahl abrechnender Ärzte (III. Quartal 2011) 51

Anzahl geprüfter Ärzte 3

Routineprüfungen 3

Kriterienbezogene Prüfung 0

Prüfergebnisse zur Anzahl geprüfter Ärzte, unterschieden nach:

Prüfungen gemäß

§ 4 Abs. 2:

u

keine Beanstandungen .......................................................................................................................................................... 2

u

geringe Beanstandungen ....................................................................................................................................................... 0

u

erhebliche Beanstandungen .................................................................................................................................................. 1

u

schwerwiegende Beanstandungen ........................................................................................................................................ 0

Gesamtanzahl Ärzte, denen eine schriftliche Empfehlung/

Verpflichtung zur Beseitigung von Mängeln erteilt wurde 1


46 Qualitätsbericht 2011

Gesamtanzahl Ärzte, die zu einem Beratungsgespräch aufgefordert wurden 0

Gesamtanzahl Ärzte, bei denen eine Nichtvergütung oder Rückforderung

bereits geleisteter Vergütungen erfolgte 0

Kolloquien 0

Anzahl der Genehmigungswiderrufe 0

Anzahl der mit Auflagen versehenen Genehmigungen 0

Anzahl Ärzte, bei denen eine Praxisbegehung stattgefunden hat 0

Arthroskopie

Prüfumfang

Anzahl abrechnender Ärzte (III. Quartal 2011) 35

Anzahl geprüfter Ärzte 3

Routineprüfungen 2

Kriterienbezogene Prüfung 1

Prüfergebnisse zur Anzahl geprüfter Ärzte, unterschieden nach:

Prüfungen

gemäß

§ 4 Abs. 2:

Prüfungen

gemäß

§ 4 Abs. 3:

u

keine Beanstandungen ............................................................................................................................ 1

u

geringe Beanstandungen ......................................................................................................................... 1

u

erhebliche Beanstandungen .................................................................................................................... 0

u

schwerwiegende Beanstandungen .......................................................................................................... 0

.................... 1

.................... 0

.................... 0

.................... 0


Qualitätsbericht 2011

47

Gesamtanzahl Ärzte, denen eine schriftliche Empfehlung/

Verpflichtung zur Beseitigung von Mängeln erteilt wurde 3

Gesamtanzahl Ärzte, die zu einem Beratungsgespräch aufgefordert wurden 0

Gesamtanzahl Ärzte, bei denen eine Nichtvergütung oder Rückforderung

bereits geleisteter Vergütungen erfolgte 0

Kolloquien 0

Anzahl der Genehmigungswiderrufe 0

Anzahl der mit Auflagen versehenen Genehmigungen 0

Anzahl Ärzte, bei denen eine Praxisbegehung stattgefunden hat 0

Langzeit-EKG-Untersuchungen

Prüfumfang

Anzahl abrechnender Ärzte (III. Quartal 2011) 216

Anzahl geprüfter Ärzte 14

Routineprüfungen 14

Kriterienbezogene Prüfung 0

Prüfergebnisse zur Anzahl geprüfter Ärzte, unterschieden nach:

Prüfungen

gemäß

§ 4 Abs. 2:

u

keine Beanstandungen .......................................................................................................................................................... 7

u

geringe Beanstandungen ....................................................................................................................................................... 3

u

erhebliche Beanstandungen .................................................................................................................................................. 3

u

schwerwiegende Beanstandungen ........................................................................................................................................ 1

Gesamtanzahl Ärzte, denen eine schriftliche Empfehlung/

Verpflichtung zur Beseitigung von Mängeln erteilt wurde 7

Gesamtanzahl Ärzte, die zu einem Beratungsgespräch aufgefordert wurden 0

Gesamtanzahl Ärzte, bei denen eine Nichtvergütung oder Rückforderung

bereits geleisteter Vergütungen erfolgte 0

Kolloquien 0

Anzahl der Genehmigungswiderrufe 0

Anzahl der mit Auflagen versehenen Genehmigungen 4

Anzahl Ärzte, bei denen eine Praxisbegehung stattgefunden hat 0


48 Qualitätsbericht 2011

Qualitätsmanagement

Das am 1. Januar 2004 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung

verpflichtet niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten und medizinische Versorgungszentren, ein internes

Qualitätsmanagement einzuführen. Dabei wurde dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Aufgabe

der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung übertragen. Der G-BA hat hierzu eine „Qualitätsmanagement-

Richtlinie vertragsärztliche Versorgung“ erarbeitet, welche am 01.01.2006 in Kraft trat.

Den Stand der Einführung des Qualitätsmanagement

zu erheben, gehört zu den Aufgaben der KVen bzw. der

QM-Kommissionen. Zu diesem Zweck wird jährlich eine

Stichprobe von 2,5 Prozent der Vertragsärzte/-psychotherapeuten

als Grundlage der Erhebung gezogen. Die

zufällig ausgewählten Vertragsärzte/-psychotherapeuten

werden zu einer schriftlichen Darlegung des bisher erreichten

Einführungs- und Entwicklungsstandes ihres

QM-Systems aufgefordert. Aus der Darlegung müssen

der zeitliche Ablauf der Einführung und die ergriffenen

Maßnahmen gemäß der Phase 1 „Planung“, der Phase 2

„Umsetzung“, der Phase 3 „Überprüfung“ und der Phase

4 „Weiterentwicklung“ hervorgehen.

u Phase I „Planung”: In einem Zeitraum von längstens

zwei Jahren nach Aufnahme der vertragsärztlichen

Tätigkeit sind Maßnahmen zur Planung eines einrichtungsinternen

Qualitätsmanagements durchzuführen.

Dazu gehören beispielsweise eine Selbstbewertung,

die Festlegung von Zielen, die Teilnahme an einer QM-

Fortbildung und die Benennung der für QM zuständigen

Mitarbeiter.

u Phase II „Umsetzung“: In zwei weiteren Jahren sind

konkrete Maßnahmen bezüglich der Patientenversorgung

und der Praxisführung/Mitarbeiter/Organisation

zu ergreifen. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige,

strukturierte Teamsitzungen, die Erstellung von

Prozess- und Ablaufbeschreibungen, die Durchführung

von Patientenbefragungen und das Einleiten von Verbesserungen

durch ein Fehler- und Beschwerdemanagement.

u Phase III „Überprüfung“: In einem weiteren Jahr ist

eine erneute Selbstbewertung hinsichtlich aller in der

ÄQM-RL geforderten Grundelemente und Instrumente

durchzuführen.

Grundelemente sind im Praxisalltag integriert und die

Instrumente des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements

werden kontinuierlich angewandt.

Zu dem Einführungs- und Entwicklungsstand des praxisinternen

QM hat die KVMV im Jahr 2011 63 Vertragsärzte/-

psychotherapeuten befragt. Von den 58 zurückgesandten

Bögen befanden sich 5 Prozent in der Phase 1,

19 Prozent in der 2. Phase, 4 Prozent in der 3. Phase und

72 Prozent in der 4. Phase. Damit liegen die Praxen in

Mecklenburg-Vorpommern zeitlich bestens in der Umsetzung

des gesetzlich verankerten Phasenmodels.

Ist-Phasen als Übersicht (in %)

4

1

Anz.

Praxen

2

3

Anz.

Praxen

in %

Ist-Phase 0* 0 0

Ist-Phase 1 (Planung) 3 5

Ist-Phase 2 (Umsetzung) 11 19

Ist-Phase 3 (Überprüfung) 2 4

Ist-Phase 4 (Weiterentwicklung) 42 72

* Ist-Phase 0 beinhaltet fehlende, inkorrekte oder unvollständige

Rückläufe.

u Phase IV „fortlaufende Weiterentwicklung“: Spätestens

ab dem sechsten Jahr nach Aufnahme der

vertragsärztlichen Tätigkeit schließt sich die Phase der

fortlaufenden Weiterentwicklung an. Alle geforderten


Qualitätsbericht 2011

49

QEP im Überblick

Schritte Was? Wie? Wo bzw. wer?

Der Einstieg Fortbildung QEP-Einführungsseminar KV oder Berufsverband

Praxisleitung und

verantwortliche

Mitarbeiterin/ nen

Standortbestimmung

Qualitätszielkatalog

(Focus:Kernziele)

Checkliste

Praxisleitung/

Praxisinhaber

mit Team

Der Weg

Auswahl der ersten

Qualitätsziele und

schrittweises Umsetzen von

Verbesserungsmaßnahmen

Qualitätszielkatalog

Starterziele

Kernziele

QEP-Manual mit

Musterdokumenten

Praxisleitung/

Praxisinhaber

mit Team

Austausch und Motivation z. B. im Qualitätszirkel Praxisleitung/

Praxisinhaber

und ggf. verantwortliche

Mitarbeiterin (nen)

Ggf. Information und

begleitende Beratung

Infoline, Vor-Ort-Beratung

z. B. durch KVen

Ggf. ergänzende Fortbildung Diverse Seminarangebote z. B. bei KVen

Praxisleitung/

Praxisinhaber und/ oder

verantwortliche

Mitarbeiterin (nen)

Das Ziel

Aufbau und

Weiterentwicklung eines

QM-Systems

Qualitätszielkatalog

(Focus:Kernziele)

QEP-Manual mit

Musterdokumenten,

regelmäßige

Selbstüberprüfung

Praxisleitung/

Praxisinhaber

und verantwortliche

Mitarbeiterin (nen)

mit Team

Selbstbewertung

Qualitätszielkatalog mit

Checkliste (Focus:

Kernziele) oder

Selbstbewertungsbögen

im Manual

Praxisleitung/

Praxisinhaber

mit Team

Die Bestätigung

Fremdbewertung aller

Kernziele

Qualitätszielkatalog

Fremdbewertungsbögen,

QM-Praxishandbuch,

Überprüfung durch neutrale

Dritte (Visitoren),

Zertifizierung durch

akkreditierte

Zertifizierungsstellen

Vor-Ort-Visitation,

gesamtes Praxisteam


50 Qualitätsbericht 2011

Qualitätszirkel

Ein fachlicher Austausch zwischen Hausärzten, Fachärzten und Psychotherapeuten kann interdisziplinär

oder fachübergreifend – zum Beispiel im Rahmen von Qualitätszirkeln – erfolgen. Mit Unterstützung eines

Moderators, in gleichberechtigter Diskussion, können die Teilnehmer ihr eigenes Handeln kritisch hinterfragen

und Alternativen beraten.

Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

unterstützt ihre Mitglieder hierbei organisatorisch

und finanziell. Jährlich organisiert die Kassenärztliche

Vereinigung eine Moderatorenschulung

mit professionellen Trainern auf der Grundlage entsprechender

Vorstandsbeschlüsse, die eine Protokollierung,

Honorierung der Moderatorentätigkeit und

eine mit der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

abgestimmte Anerkennung im Rahmen des Fortbildungszertifikates

beinhalten. Nach dem Erhalt des

Moderatorenzertifikates hat der Moderator die Möglichkeit,

formlos an den Geschäftsbereich Qualitätssicherung

einen Antrag auf Gründung eines Qualitätszirkels

zu stellen. Nach entsprechender Prüfung durch

die Kassenärztliche Vereinigung erhält der Antragsteller

ein Anerkennungsschreiben des Qualitätszirkels

mit entsprechender Qualitätszirkel-Nummer. Des Weiteren

erhält der Antragsteller von der Ärztekammer

Mecklenburg-Vorpommern eine Teilnehmerliste mit

seiner persönlichen Qualitätszirkel-Nummer, welche

er zur Durchführung des Qualitätszirkels benötigt. Der

Qualitätszirkelmoderator schickt das Protokoll nach

dem Zirkel mit den vorgegebenen Angaben im Original

14 Tage nach Ablauf der Veranstaltung an den

Geschäftsbereich Qualitätssicherung der KVMV. Alle

4 Wochen werden die Teilnehmerlisten zur elektronischen

Erfassung des Barcodes an die Ärztekammer

geschickt. Mit diesem Leistungspaket fördert die

KVMV seit dem Jahr 2000 erfolgreich eine aktive Zirkelarbeit

in Mecklenburg-Vorpommern.

Moderatorenschulung unter Leitung der KVMV


Qualitätsbericht 2011

51

Entwicklung der Anzahl der Qualitätszirkel von 2000 bis 2011

Anzahl anerkannter Qualitätszirkel

in Mecklenburg-Vorpommern

Es bestehen 244 von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern anerkannte Qualitätszirkel.

15

4

20

26

55

6

11

9

6

9

17

2

22

7

5

16

6

8

Kreisfreie Städte

Schwerin (26); Rostock (55); Stralsund (17); Wismar (20); Greifswald (22); Neubrandenburg (16).

Landkreise

Nordwestmecklenburg (15); Ludwigslust (4); Parchim (9); Güstrow (11); Bad Doberan (6); Nordvorpommern (6);

Rügen (2); Demmin (5); Ostvorpommern (7); Uecker-Randow (8); Mecklenburg-Strelitz (6); Müritz (9).


52 Qualitätsbericht 2011

Service

A

QS-Gebiet von A bis Z Ansprechpartner Tel. 0385-7431-

Akupunktur Frau Bencke 249

Ambulantes Operieren Frau Moor 384

Apheresen Frau Schulz 383

B

C

D

Arthroskopie Frau Moor 384

Balneophototherapie Frau Bencke 249

Chirotherapie Frau Martensen 243

Computertomographie Frau Lanwehr 375

Diabetischer Fuß Frau Hahn 385

Dialyse Frau Schulz 383

DMP Asthma Frau Martensen 243

DMP Brustkrebs Frau Martensen 243

DMP COPD Frau Martensen 243

DMP Diabetes Typ 1 und 2 Frau Hahn 385

E

F

G

H

DMP KHK Frau Schulz 383

Entwicklungsneurologie Frau Voglau 377

Früherkennungsuntersuchung Frau Janik 177

Funktionsstörung der Hand Frau Tesch 382

Gestationsdiabetes Frau Hahn 385

Hautkrebsscreening Frau Bencke 249

Herzschrittmacher Frau Janik 177

HIV/Aids Frau Ohde 210

Homöopathie Frau Tesch 382

Humangenetik Frau Seemann 387

I

K

L

HZV Frau Janik 177

Impfen Frau Ohde 210

Interv. Radiologie Frau Lanwehr 375

Invasive Kardiologie Frau Janik 177

Koloskopie Frau Tesch 382

Künstliche Befruchtung Frau Seemann 387

Labor Frau Seemann 387

Langzeit-EKG Frau Janik 177


Qualitätsbericht 2011

53

M

N

O

P

Mammographie (kurativ) Frau Lanwehr 375

Mammographiescreening Frau Ohde 210

MRT /MR-Mamma/ MRA Frau Lanwehr 375

Neugeborenenscreening Frau Seemann 387

Nuklearmedizin Frau Lanwehr 375

Onkologie Frau Martensen 243

Osteodensitometrie Frau Lanwehr 375

Otoak. Emission Frau Ohde 210

Palliativversorgung Frau Voglau 377

PDT/ PTK Frau Tesch 382

Pflegeheimplus Frau Janik 177

Phys.-Med. Leistg. Frau Martensen 243

Praxisassistentin Frau Schulz 383

Psychosomatische Grundvers. Frau Voglau 377

Psychotherapie Frau Voglau 377

Q

R

S

Psychotherapie Informationsstelle Frau Bencke 249

Qualitätsmanagement Frau Lanwehr 375

Qualitätszirkel Frau Holzmann 244

Radiologie Frau Rothe 376

Rehabilitation Frau Ohde 210

Rheumatologie Frau Hahn 385

Schlafapnoe Frau Martensen 243

Schmerztherapie Frau Moor 384

Sozialpsychiatrie Frau Voglau 377

Soziotherapie Frau Voglau 377

Stoßwellenlithotripsie Frau Schulz 383

Strahlentherapie Frau Lanwehr 375

Substitutionsbehandlung Frau Ohde 210

T

U-Z

Suchtvereinbarung Frau Ohde 210

Tonsilotomie Frau Tesch 382

Ultraschall Frau Rothe 376

Vakuumbiopsie d. Brust Frau Lanwehr 375

Zytologie Frau Seemann 387


Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

Neumühler Straße 22 · 19057 Schwerin · Telefon: 0385.7431-0 · Fax: 0385.7431-222 · E-Mail: info@kvmv.de · www.kvmv.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine