Rundschreiben Nr. 08/2013 - Kassenärztliche Vereinigung ...

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Rundschreiben Nr. 08/2013 - Kassenärztliche Vereinigung ...

Kassenärztliche Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern

Körperschaft des öffentlichen Rechts

KV Mecklenburg - Vorpommern | Postfach 160145 | 19091 Schwerin

An alle niedergelassenen und

ermächtigten Ärztinnen und Ärzte,

psychologischen Psychotherapeuten

sowie Einrichtungen in

Mecklenburg-Vorpommern

Abrechnungsabteilung

Ansprechpartner(in):

Frau Gläser

--

Telefon: 0385.7431.299

Fax: 0385.7431.461

eMail: aschaarschmidt@kvmv.de

www.kvmv.de

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Datum: 19. Juni 2013

-

R U N D S C H R E I B E N N R . 8 / 2 0 1 3

zur Abrechnung der ärztlichen Leistungen im 2. Quartal 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

im letzten Abrechnungsrundschreiben haben wir Sie über den Zeitplan der anstehenden EBM-

Reform informiert.

Die KBV-Vertreterversammlung hat am 27. März 2013 ihre Beschlüsse vom 1. März 2013 zur

Weiterentwicklung des EBM nochmals konkretisiert und verfolgt nunmehr eine Umsetzung in zwei

Schritten.

Zum 1. Oktober 2013 wird in Teilen der Hausarzt-EBM eingeführt, der neben neuen

altersgewichteten Versichertenpauschalen und dem hausärztlichen Gespräch auch eine Änderung

der Berechnung des Chronikerzuschlages vorsieht.

Darüber hinaus werden neue Leistungen für die geriatrische, palliativmedizinische und

sozialpädiatrische Versorgung ohne Qualifikationsvoraussetzungen definiert.

Im fachärztlichen Versorgungsbereich werden über eine Pauschale zur Grundversorgung auch

weitere fachgebietsspezifische Grundleistungen aufgenommen.

Die endgültigen Beschlüsse des Bewertungsausschusses sind allerdings erst im Sommer zu

erwarten, so dass die angekündigte Neuauflage des EBM in Buchversion aufgrund der

anstehenden Änderungen nun doch verschoben wird. Wir werden Sie aktuell informieren.

Hinweise zur Abrechnung des 2. Quartals 2013 und weitere aktuelle Festlegungen:

Immer wieder erreichen uns Anfragen, ob die Verordnung einer

Mutter-Kind-Kur, ausgestellt vom Müttergenesungswerk, den

Anforderungen zur Abrechnung der GOP 01622 entspricht, da es sich

hierbei weder um das angegebene Vordruckmuster handelt, noch die

Institution eine Krankenkasse ist.

Nach Rücksprache mit der KBV wurden wir auf eine Vereinbarung

hingewiesen, wonach die Verordnung von medizinischer Vorsorge

für Mütter/Väter nach § 24 SGB V mit dem Formular des

Müttergenesungswerkes nach GOP 01622 berechnet wird.

Demzufolge wurde auf dem Antragsformular ein Hinweis

aufgenommen.

Eine Privatliquidation oder die Abrechnung einer medizinischen

Rehabilitation nach GOP 01611 scheidet in jedem Falle aus.

Verordnung einer

Mutter-Kind-Kur vom

Müttergenesungswerk

mit GOP 01622

Neumühler Straße 22 | 19057 Schwerin

Deutsche Apotheker- und Ärztebank Schwerin | Kto 0 003 053 393 | BLZ 300 606 01 | BIC DAAEDEDD | IBAN DE45 3006 0601 0003 0533 93 | IK 200 201 957

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Im Zuge der sachlich-rechnerischen Prüfung haben wir feststellen

müssen, dass für Patienten ab dem Alter von 55 Jahren der

Hämokulttest jedes Jahr durchgeführt und mit der GOP 01734

abgerechnet wird.

Ausdrücklich bitten wir, die in der Krebsfrüherkennungs-

Richtlinie des G-BA vorgeschriebenen Zeitintervalle zu berücksichtigen.

Entscheidet sich der Patient gegen die Vorsorgekoloskopie,

die im Abstand von zehn Jahren einmal, insgesamt zweimal

durchgeführt werden kann, ist als Alternative der Hämokulttest

nach GOP 01734 nur alle zwei Jahre berechnungsfähig.

Da es sich um eine präventive Leistung handelt, erfolgt die Streichung

bei jährlicher Durchführung und Abrechnung ersatzlos.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat einen Beschluss zur

Erweiterung des Ultraschall-Screenings in der Schwangerschaft

mit Wirkung zum 1. Juli 2013 gefasst und die Mutterschafts-

Richtlinie (MUVO) geändert. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger

erfolgte am 29. Mai 2013.

Die Neuaufnahme einer GOP im EBM steht noch aus.

Ärzte, die die geforderten Qualifikationsvoraussetzungen erfüllen,

sind berechtigt, ab 1. Juli 2013 das neue Ultraschall-Screening im

Zuge der Kostenerstattung nach GOÄ der Patientin in Rechnung

zu stellen.

Ultraschall-

Die GOP 01770 für die Mutterschaftsvorsorge ist nach dem EBM

darüber hinaus abzurechnen. Detaillierte Informationen zu den

Inhalten der Richtlinienänderungen werden allen Gynäkologen zugeschickt.

Fragen zu den Qualifikationsvoraussetzungen des neuen

Ultraschall-Screenings richten Sie bitte an den Geschäftsbereich der

Qualitätssicherung Frau Rothe unter der Tel.-Nr. 0385 7431-376.

Der Bewertungsausschuss hat in der 306. Sitzung beschlossen, mit

Wirkung zum 1. Juli 2013 neue Leistungen für das Screening auf

Gestationsdiabetes aufzunehmen. Grundlage ist die Änderung der

Mutterschafts-Richtlinie durch den G-BA am 3. März 2012.

GOP 01776

Vortest auf Gestationsdiabetes unter Gabe von 50 g Glukoselösung,

unabhängig vom Zeitpunkt der letzten Mahlzeit, und Entnahme von

Venenblut 1 h nach Gabe der Glukoselösung

GOP 01777

Oraler Glukosetoleranztest (oGTT) als Bestätigungstest unter Gabe

von 75 g Glukoselösung unter Einhaltung von mindestens 8 h

Nahrungskarenz und Entnahme von Venenblut (nüchtern, 1 h und 2 h

nach Gabe der Glukoselösung)

Die Glukoselösung ist in GOP 01776 und 01777 nicht enthalten

und über den Sprechstundenbedarf zu Lasten der AOK Nordost

zu beziehen. Beide GOP sind je Schwangerschaft einmal und

höchstens zweimal im Krankheitsfall berechnungsfähig. Die Beratung

und die Dokumentation im Mutterpass sind obligat.

GOP 01812

Glukosebestimmung im venösen Plasma im Rahmen des Gestationsdiabetes

nach den GOP 01776 und 01777, je Untersuchung

Mit Einführung der neuen Leistungen zum 1. Juli 2013 entfällt die

bis dahin praktizierte Kostenerstattung nach GOÄ gegenüber der

Versicherten. Die detaillierten Beschlüsse werden demnächst im

Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht.

Hämokulttest

nach GOP 01734 im

Alter ab 55 Jahre alle

zwei Jahre, wenn keine

Koloskopie

Neues Ultraschall-

Screening in der

Mutterschaftsvorsorge

zusätzlich zur

GOP 01770

ab 01.07.2013

Screening auf

Gestationsdiabetes

GOP 01776

GOP 01777

GOP 01812

ab 01.07.2013

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Unter der Fragestellung, ob die GOP 02310 auch berechnungsfähig

ist, wenn drei persönliche Arzt-Patienten-Kontakte (A-P-K)

stattgefunden haben, ohne in jedem Falle eine sekundär heilende

Wunde zu versorgen, müssen wir an dieser Stelle auf den obligaten

Leistungsinhalt verweisen.

Erfolgt eine sekundäre Wundversorgung und Abrechnung nach

GOP 02310, ist zu jedem A-P-K die Wundversorgung obligat.

Bei der Prüfung der Präventionsleistungen in den unterschiedlichen

Arztgruppen haben wir vermehrt feststellen müssen, dass bei

Abrechnung ausschließlich eines Behandlungstages im Behandlungsfall

z.B. neben dem Hautkrebs-Screening nach GOP 01745 oder der

J1-Untersuchung nach GOP 01720 ohne Dokumentation einer

kurativen Diagnose für den Patienten eine Grund- bzw. Versichertenpauschale

abgerechnet wurde.

Berücksichtigen Sie bitte, dass bei ausschließlich präventiver

Behandlung die Abrechnung einer Grund- bzw. Versichertenpauschale

entfällt. Da es sich hierbei nicht um Einzelfälle handelt,

bitten wir Sie um ordnungsgemäße Abrechnung. Dokumentieren Sie

im Falle einer gleichzeitigen kurativen Behandlung bitte den

entsprechenden ICD-Code.

Erleichtern Sie uns die Prüfung und ggf. Nachfragen in Ihrer Praxis.

Aus gegebener Veranlassung möchten wir auf ein Urteil des

Sozialgerichts Magdeburg verweisen (S 1 KA 1/11), in dem die

Voraussetzungen für die Abrechnung der GOP 03212 geklärt wurden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Dennoch haben Krankenkassen

die dortige Argumentation aufgegriffen und nach Prüfung mehrerer

Quartale festgestellt, dass nicht in jedem der vier Quartale vorher eine

medizinische Versorgung stattgefunden hat.

Entsprechend dem Leistungsinhalt der GOP 03212 ist eine

Krankheit dann schwerwiegend chronisch, wenn sie wenigstens

ein Jahr lang, mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt

wurde (Dauerbehandlung) und die in der Richtlinie des G-BA

aufgeführten Behandlungsmerkmale vorhanden sind.

Die Dauerbehandlung eines Patienten kann durch mehrere Ärzte in

den verschiedenen Versorgungsebenen ambulant, auch sektorenübergreifend

erfolgen und nicht in jedem Fall von ein und demselben

Arzt.

Wir empfehlen Ihnen, im Zweifel der vorangegangenen

Dauerbehandlung durch gezielte Nachfragen beim Patienten zu

ermitteln, ob im Beurteilungszeitraum und Abrechnungsquartal der

GOP 03212 eine schwerwiegende chronische Erkrankung nach dem

Inhalt der Richtlinie vorliegt.

Bitte nehmen Sie einen Vermerk in der Patientenakte auf, den Sie im

Einzelfall vorhalten können.

Vor einem Jahr wurden im EBM neue Gebührenordnungspositionen

für die Hörgeräteversorgung eingeführt.

Wir stellen in der Abrechnungsprüfung fest, dass die

Abrechnungseinschränkung der GOP 09374 auf zweimal im

Krankheitsfall von den HNO Ärzten nicht berücksichtigt wird.

Wir kommen nicht umhin, eine ersatzlose Streichung vorzunehmen,

da die Untersuchung der Ton-/Sprachaudiometrie im freien Schallfeld

unter Benutzung von Hörgeräten in einem schallisolierten Raum

durchgeführt wurde und somit unsererseits eine Umsetzung in die

GOP 09320 bzw. 09321 ausscheidet.

Behandlung einer

sekundär heilenden

Wunde mit drei

persönlichen A-P-K

GOP 02310

Versichertenpauschale

aus Abschnitt 3 oder 4

sowie

Grundpauschale

aus Abschnitt 10

neben Prävention nur

mit kurativer Diagnose

im BHF

Zusatzpauschale

bei chronischer

Erkrankung nach

Richtlinie des G-BA

GOP 03212

GOP 09374 für die

Nachsorge bei

Hörgeräteverordnung

nur zweimal im

Krankheitsfall

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Bei schmerztherapeutischen Injektionstechniken nach EBM-Ziffer

30724 und 30731 werden neben Lokalanästhetika auch

Kortikosteroide (vorwiegend Kristallsuspensionen) mit den Wirkstoffen

Triamcinolon, Dexamethason oder Betamethason verwendet. Die genannten

Wirkstoffe sind nicht zum Einsatz an neuralen Strukturen zugelassen.

Die Anwendungsgebiete umfassen in der Regel intraartikuläre

Injektionen bei chronisch entzündlichen Gelenkerkrankungen und

Infiltrationen bei Bursitiden, Tendinitiden, Tendovaginitiden.

Demnach ist der Einsatz von Kortikosteroiden beispielsweise bei der

intraartikulären Injektion in die Facettengelenke von der Zulassung

abgedeckt.

Auch eine Mischung von Lokalanästhetika und Kortikosteroiden stellt

in der periradikulären, epiperineuralen und epiduralen Applikation

einen Off-Labe-Use dar. Die GOP 30724 und 30731 können hierfür

nicht zu Lasten der GKV durchgeführt und abgerechnet werden.

(Anlehnung an eine aktuelle KBV-Information)

Zur Abrechnung von ambulanten Operationen nach dem Abschnitt 31

möchten wir nochmals auf die Präambel 2.1 Punkt 10 im Anhang 2

des EBM verweisen. Die Berechnung eines OPS-Codes mit dem


Befund und unter Vorhaltung der Histologie gegeben.

Unter Berücksichtigung der Größenbestimmung von mehr als 4 cm²

oder 1 cm³ ist gemäß 4.3.7 der Allg. Best. im EBM z.B. die radikale

und ausgedehnte Exision von erkranktem Gewebe an Haut und

Unterhaut: primärer Wundverschluss: Rücken, trotz Histographie

bei gutartigem Befund, nur die GOP 31101 (OPS 5-895.2a)

ansatzfähig, nicht aber die GOP 31102 (OPS 5-895.1a).

Aufgrund der gehäuften Nachfragen zu den OPS-Prozeduren war

trotz Hinweis im letzten Abrechnungsrundschreiben diese Regelung

der Abrechnung von ambulanten Operationen mit Vermerk


nicht ausreichend erläutert worden.

Der G-BA hat für die Osteodensitometrie, als anerkannte

Untersuchungs- und Behandlungsmethode in der vertragsärztlichen

Versorgung, die Indikationen neu gefasst und im Bundesanzeiger am

10. Mai 2013 veröffentlicht.

Sie ist mittels einer zentralen DXA-Messung für alle Patienten, bei

denen der Verdacht auf eine Osteoporose besteht, berechnungsfähig

und kann zur Optimierung der Therapieentscheidung frühestens

nach fünf Jahren wiederholt werden. Eine frühere Untersuchung ist

nur aufgrund besonderer therapierelevanter Befunde geboten.

Die Aufnahme einer dem Inhalt entsprechenden GOP im EBM ist erst

zum 1. Januar 2014 geplant, so dass die Osteodensitometrie nach

neuer Richtlinie nur auf dem Wege der Kostenerstattung nach

GOÄ mit Hinweis auf die DXA-Messung/Indikation vom Patienten

zu bezahlen ist. Die Erstattung erfolgt durch seine Krankenkasse.

Wichtiger Hinweis:

Die GOP 34600 im EBM ist mittels Photonenabsorptions-Technik,

ggf. auch CT-gestützt, weiterhin nach alter Richtlinie nur

berechnungsfähig, wenn die Untersuchung bei Patienten erfolgte, die

eine Fraktur ohne nachweisbares adäquates Trauma erlitten haben

und bei denen gleichzeitig aufgrund anderer anamnestischer und

klinischer Befunde ein begründeter Verdacht auf Osteoporose

besteht. Eine Einschränkung ausschließlich auf die zentrale DXA-

Messung ist hier nicht gegeben.

Einsatz von

Kortikosteroiden bei

schmerztherapeutischen

Injektionstechniken

GOP 30724

GOP 30731

ambulante Operationen

nach GOP 31102



malignem Befund

Knochendichtemessung

für neue Indikationen

nach GOÄ und nicht

nach GOP 34600

berechnungsfähig

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Der Bewertungsausschuss hat mit Beschluss zum 1. Juli 2013 die

Dialysesachkosten nach GOP 40823 bis 40838 im Abschnitt

40.14 des EBM neu definiert und bewertet. Die GOP 40800

bis 40813 wurden gestrichen.

Nicht geändert wurden die Dialyseleistungen für Patienten bis zum

18. Lebensjahr nach GOP 40820 40822. Unverändert bleiben

derzeit auch die Vergütungssätze, die für das KfH und für das DTZ

mit den Kassen vereinbart wurden.

Der Beschluss wurde im Deutschen Ärzteblatt Heft 15 am 12. April

2013 veröffentlicht.

Die Ärzte, die von der Neuregelung betroffen sind, wurden informiert.

Wir wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass Sanofi-Pasteur MSD

die Produktion der Monoimpfstoffe gegen Masern und gegen Röteln

eingestellt hat und die im Großhandel befindlichen Chargen für Röteln

im März 2013 und Masern im April 2013 verfallen sind. Prüfen Sie

bitte Ihre Impfstoffe. Ein neuer Monoimpfstoff ist seit 1. Juni 2013 nur

gegen Masern erhältlich.

Demzufolge ist die Einzelimpfung Röteln nach GOP 89123 nicht

mehr abrechnungsfähig. Alternativ stehen MMR-Impfstoffe zur

Verfügung unter Abrechnung der Dreifachimpfung nach GOP 89301.

An dieser Stelle geht ein Hinweis an die Notfallambulanzen, die im

Verletzungsfall bei Vorlage eines Impfzertifikates bzw.

Notfallimpfzertifikates bei Erwachsenen derzeit vorrangig die Tetanus-

Diphtherie-Impfung durchführen und nach GOP 89201 abrechnen.

Entsprechend der Schutzimpfungs-Richtlinie (SI-RL) wird

für Erwachsene empfohlen, bei der nächst fälligen Tetanus-

Impfung einmalig die Dreifachimpfung Td-ap durchzuführen.

Demzufolge sollten auch die Ärzte in den Notfallambulanzen unter

Berücksichtigung der Vorschriften in der SI-RL prüfen, ob, Einzelfälle

ausgenommen, eine Indikation zur Durchführung der

Dreifachimpfung Td-ap nach GOP 89303 besteht.

Rückwirkend zum 1. April 2013 wurde mit der AOK Nordost der

Betreuungsstrukturvertrag angepasst, so dass für den Haus- und

Facharztbereich gleichermaßen eine Diagnoseliste zur

Vergütung der betreuungsintensiven Patienten je gesicherter


Diese Pauschale ist bis maximal viermal pro Patient und Quartal

vergütungsfähig und wird bei den betreffenden Diagnosen von der

KVMV automatisch hinzugesetzt. Im Honorarbescheid erfolgt die



Häufigkeit der Diagnose / pro Patient.

Die Diagnoseliste zur Prüfung der eigenen

Patientendokumentation steht unter www.kvmv.de Verträge und

Vereinbarungen Betreuungsstrukturverträge zur Verfügung.

Patienten, die im Bereitschaftsdienst versorgt werden müssen,

erhalten grundsätzlich den Durchschlag des Notfallscheines

Muster 19 (Teil b) in die Hand. Bitte berücksichtigen Sie, dass dieser

Vordruck ordnungsgemäß mit dem Stempel des Arztes zu

versehen ist. Im Einzelfall gibt es Rückfragen vom

weiterbehandelnden Arzt, die ohne Stempel mit Vermerk der

Telefonnummer nicht an den Bereitschaftsarzt gerichtet werden

können. Hier bitten uns Ärzte, diesen Hinweis weiterzugeben.

Dialysesachkosten

nach

Abschnitt 40.14 EBM

ab 01.07.2013

neu definiert

Monoimpfstoff

Röteln wird nicht mehr

produziert

GOP 89123 entfällt

im Verletzungsfall

nach SI-RL

vorzugsweise

Td-ap Impfung

GOP 89303

Betreuungsstrukturvertrag

AOK NO

ab 01.04.2013

einheitliche Regelung

Haus- und Fachärzte

GOP 90050

Muster 19

Durchschlag (Teil b)

bei Behandlung im

Bereitschaftsdienst mit

Stempel versehen

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Im letzten Abrechnungsrundschreiben haben wir Sie darüber

informiert, dass Ärzte, die das Überweisungsverfahren nutzen, eine

Rückinformation benötigen, um ärztliche Maßnahmen zur

Weiterbehandlung des Patienten festzulegen.

Aufgrund der Information bitten uns nun die Ärzte, die die

Überweisung erhalten, um den Hinweis, dass die Überweisungsscheine

ordnungsgemäß vom Hausarzt auszufüllen sind, d.h. mit

Diagnose, Verdachtsdiagnose oder den notwendigen Befunden.

Nicht selten wird vermutet und dann vom Patienten bestätigt, dass die

angestellten nichtärztlichen Mitarbeiter in der Praxis die Überweisungsscheine

ausgestellt haben.

Also bitte, Ordnung muss sein. Die Ausstellung ist Aufgabe des

Vertragsarztes unter Erfüllung der gesetzlichen Regelungen in den

Bundesmantelverträgen § 24 (BMV-Ä) und § 27 (EKV).

Zur Aufnahme einer Psychotherapie durch psychologische

Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

benötigen diese den Konsiliarbericht nach

Vordruckmuster 22. Wir erhalten Hinweise, dass Ärzte die

Ausstellung aufgrund des enormen Aufwandes verwehren.

Auch wenn der Hausarzt die GOP 01612, kalkuliert in der

Versichertenpauschale, nicht gesondert abrechnen kann, sollte er im

Interesse seiner Patienten und im Hinblick auf die gemeinsame

Betreuung durch den Psychotherapeuten das Musters 22 als

Voraussetzung für die Beantragung einer Psychotherapie ausstellen.

Nach Aussage der Psychotherapeuten sind kurze, knappe Hinweise

der aktuellen Beschwerden, der Differenzialdiagnose, der

Medikamente und dem aktuellen körperlichen Befund völlig

ausreichend und vereinfachen damit die Ausstellung des Musters 22.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat uns darüber informiert,

dass das Leistungs- und Gebührenverzeichnis zum Vertrag der

Ärzte/Unfallversicherungsträger (UV-GOÄ) angepasst wurde.

Ab 1. April 2013 kann die Fertigung von Fotos im Hautarztverfahren

und in der dermatologischen Begutachtung nach Nr. 196 in

, unabhängig von der Anzahl der Fotos, abgerechnet

werden.

Ab 1. Juni 2013 wurde die besondere Heilbehandlung nach



Weitere Anpassungen erfolgten bei den Zuschlägen nach Nr. 2382

und 2404. Darüber hinaus wurde die Leistungslegende der Nr. 2001


Messung magnetisch ovozierter Potenziale (MEP) ergänzt.

Die Veröffentlichungen der Beschlüsse erfolgten im Dt. Ärzteblatt

Heft 11 vom 15. März 2013 und Heft 23-24 vom 10. Juni 2013.

Überweisungsscheine

Muster 6

ordnungsgemäß

ausfüllen

Muster 22

Konsiliarbericht vor

Aufnahme einer

Psychotherapie

GOP 01612

UV-GOÄ

Änderungen des

Leistungs- und

Gebührenverzeichnisses

zum

01.04.2013 und

01.06.2013

Wir möchten kurz auf eine Ergänzung unserer Grünen Erklärung

verweisen, wonach die Teilnahme an Modellvorhaben oder

sonstige Versorgungsformen, wozu auch Verträge zur integrierten

Versorgung zählen, anzuzeigen ist.

Gemeint sind hierbei unter anderem Verträge mit einem Krankenhaus

zur Erbringung ambulanter Operationen oder sonstiger Leistungen,

die als vertragsärztliche Leistungen nicht über die Kassenärztliche

Vereinigung abgerechnet werden.

Änderung der Grünen

Erklärung zur Angabe

besonderer Verträge

Abschließend bittet uns die Abteilung Sicherstellung und die Vertragsabteilung um folgende

Mitteilungen an Sie:

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Gewährung von fallzahlabhängigen Sicherstellungszuschlägen in von Unterversorgung

bedrohten Bereichen

Bereits seit dem Jahr 2008 konnten in einigen Landesteilen aufgrund einer drohenden

Unterversorgung für den hausärztlichen Versorgungsbereich Sicherstellungszuschläge in Höhe von

10,-

abgerechnet wurde. Grundlage für diese Zahlungen bildeten Beschlüsse des Landesausschusses

in Umsetzung der Bedarfsplanungsrichtlinie. Aufgrund einer Neufassung der

Bedarfsplanungsrichtlinie war es nunmehr erforderlich, dass der Landesausschuss sich noch

einmal mit der Feststellung einer drohenden Unterversorgung befasst. Glücklicherweise ist es in

diesem Rahmen gelungen, gemeinsam mit den Kassen eine Lösung zu finden, die es uns auch

weiterhin ermöglicht, Sicherstellungszuschläge zu gewähren, um der besonders schwierigen

Versorgungssituation in einigen Landesteilen angemessen Rechnung zu tragen. Allerdings hat sich

der Zuschnitt der für die hausärztliche Versorgung maßgeblichen Planungsbereiche geändert

(anstelle der bisherigen Kreise erfolgte eine kleinräumigere Unterteilung in so genannte

Mittelbereiche). Deshalb besteht die Möglichkeit, dass einzelne Praxen den Zuschlag, den sie in

der Vergangenheit bekommen haben, zukünftig nicht mehr erhalten werden, so lange für den

jeweiligen Bereich keine drohende Unterversorgung mehr besteht. Demgegenüber gibt es auch

Bereiche, die bislang keine Zahlungen erhalten haben, zukünftig aber Sicherstellungszuschläge

erhalten können. Weitere Informationen zur Umsetzung der neuen Bedarfsplanung und

insbesondere zu den Bereichen mit festgestellter drohender Unterversorgung erhalten Sie in der

Juli-Ausgabe des KV-Journals.

Honorarverteilungsmaßstab ab 1. Juli 2013

Am vergangenen Samstag hat die Vertreterversammlung der KVMV die beigefügte Anlage zum

HVM beschlossen. Die Anlage tritt am 1. Juli 2013 in Kraft. Die seit dem 1. Januar 2013 gültigen

Regelungen zur Honorarverteilung bleiben grundsätzlich bestehen und werden lediglich in wenigen

Punkten modifiziert. Die Anlage zum HVM versteht sich dabei als Übergangsregelung bis zu der für

das 4. Quartal 2013 angekündigten Anpassung des EBM. Die Einführung des neuen EBM der

Hausärzte bzw. der Pauschale für die fachärztliche Grundversorgung (PFG) sowie die Anpassung

der Trennung zwischen Haus- und Fachärzten erfordern dann eine grundsätzliche Überarbeitung

des HVM. Zur Stärkung der fachärztlichen Grundversorgung sollen bis zur Einführung der PFG die

für das Jahr 2013 erzielten Vergütungszuwächse asymmetrisch auf die Fachgruppen verteilt

werden. Die Fachgruppenkontingente aller Fachärzte werden dabei um die Steigerung der

diagnosebezogenen Veränderungsrate (1,6361 %) sowie die Anpassung des

Orientierungspunktwertes (0,9 %) erhöht. Alle weiteren mit den Krankenkassen vereinbarten

Zuwächse werden in Abhängigkeit von den durchschnittlich erzielten Überschüssen der jeweiligen

Arztgruppen verteilt. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage.

Auf unserer Internetseite www.kvmv.de Satzungen und

Richtlinien der KVMV Informationen bereit.

Die Mitarbeiter der Vertragsabteilung stehen Ihnen für Rückfragen unter der Telefonnummer 0385

7431-217 gern zur Verfügung.

Ihre Abrechnungsunterlagen des 2. Quartals 2013 können Sie, wie gewohnt, zur normalen

Geschäftszeit an folgenden Tagen abgeben:

01.07.2013 04.07.2013 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr

05.07.2013 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr

08.07.2013 10.07.2013 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Die Online-Abrechnung kann bis zum 10. Juli 2013 ohne Zeitvorgaben übermittelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Gläser

Abteilungsleiterin

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Anlage 1 zum RS 8/2013

Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern

Vertragsabteilung

Vorgaben der KBV zur Vergütung von Laborleistungen

Abstaffelungsquote 2. Halbjahr 2013

KVMV

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat Vorgaben zur Vergütung von Leistungen und Kostenpauschalen

der Laboratoriumsmedizin beschlossen. Die Vorgaben dienen der bundesweiten

Vereinheitlichung der Vergütung dieser Leistungen. Zur Glättung der Schwankungen der Abstaffelungsquote

für die Vergütung laboratoriumsmedizinischer Leistungen wird je Halbjahr eine

Gesamtquote vorgegeben. Die bundeseinheitliche Abstaffelungsquote „Q“ wird von der KBV

ermittelt und beträgt 91,81 Prozent für das 2. Halbjahr 2013.

Dabei ist zu beachten, dass derzeit Anpassungen des Teils E der KBV-Vorgaben mit Inkrafttreten

zum 1. Oktober 2013 beraten werden, die zu einer neuen Abstaffelungsquote für das 4.

Quartal 2013 führen könnten. Nach Beschlussfassung durch die KBV werden wir Sie gesondert

informieren.

Die Vergütung der Leistungen und Kostenpauschalen erfolgt gemäß § 5 Ziffer 1 HVM.

Ergänzende Regelungen gelten für die Vergütung der Kostenerstattungen des Kapitels

32.3 EBM der in unten aufgeführter Tabelle genannten Gruppen. Diese sollen neben der Abstaffelungsquote

„Q“ auch einer Budgetierung auf Basis von Referenzfallwerten unterliegen.

Die Höhe der Budgets ergibt sich für das 2. Halbjahr 2013 gemäß den Vorgaben der KBV aus

dem Produkt des für die Arztgruppe vorgegebenen, mit der bundeseinheitlichen Abstaffelungsquote

Q multiplizierten Referenzfallwertes und der Zahl der Behandlungsfälle des Abrechnungsquartals

der Arztpraxis.

Gruppe

Mit Quote „Q“ multiplizierter

Referenzfallwert

Rheumatologen, Endokrinologen 36,72 €

Nuklearmediziner, Hämatologen 19,28 €

Dermatologen, Gynäkologen, Pneumologen und Urologen 3,67 €

Notfallambulanzen an Krankenhäusern 3,67 €

Hier ist ebenfalls zu beachten, dass die laufenden Beratungen zur Anpassung der KBV-

Vorgaben Teil E zu Änderungen für das 4. Quartal 2013 führen können.

Es besteht die Möglichkeit, die Referenzfallwerte zu modifizieren bzw. die Budgetierung auszusetzen.

Diese Ausnahmen sind durch den Arzt zu beantragen.

Eine Ausnahmeregelung kann bis spätestens einen Monat nach Bekanntgabe des Honorarbescheids

beantragt werden. Maßgeblich für die Rechtzeitigkeit der Antragstellung ist der Zugang

bei der KVMV.

Die vollständige KBV-Vorgabe finden Sie als Link unter www.kvmv.de -> Recht/Verträge ->

Satzungen und Richtlinien -> Honorarverteilungsmaßstab.

Für Fragen steht Ihnen in der Vertragsabteilung Silke Schlegel (Tel.: 0385 7431 217) gern zur

Verfügung.

13.06.13 Seite 1 von 1

G:\Daten\Honorar\KVMV\Q_133\DB\Arzt\Anlage1_RS_8_13_Labor_2013HJ2 - Stand 2013-06-13.doc


Anlage zum Honorarverteilungsmaßstab Stand: 6. Juni 2013

Anlage zum

Honorarverteilungsmaßstab

(HVM) gemäß § 87b SGB V

der

Kassenärztlicher Vereinigung

Mecklenburg-Vorpommern

(KVMV)

mit Gültigkeit ab dem 01.07.2013

in der Beschlussfassung

der Vertreterversammlung der KVMV

vom 15. Juni 2013

Vorbehaltlich der Benehmensherstellung mit den

Landesverbänden der Krankenkassen und den

Ersatzkassen

G:\Daten\VA\HVM_ARL\VV 2013-06-15\HVM\Anlage zum HVM idF VV 2013-06-15 - Stand 2013-06-06_final.doc

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Anlage zum Honorarverteilungsmaßstab Stand: 6. Juni 2013

§ 1

Präambel

Nach aktueller Beschlusslage des Bewertungsausschusses (BA) bzw. der Kassenärztlichen

Bundesvereinigung (KBV) treten maßgebliche Änderungen des

Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) und Änderungen der Vorgaben der

Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gemäß § 87b Abs. 4 SGB V zur Honorarverteilung

frühestens zum 01.10.2013 in Kraft. Zu den maßgeblichen EBM-

Änderungen zählen z. B. die Weiterentwicklung des hausärztlichen EBM sowie

im fachärztlichen Versorgungsbereich die Aufnahme einer Pauschale für die

fachärztliche Grundversorgung. Diese Änderungen sollen insbesondere der Stärkung

und Förderung der haus- und fachärztlichen Grundversorgung dienen. Hinsichtlich

der Änderungen der KBV-Vorgaben ist beispielhaft die geplante Umstellung

des Trennungsbeschlusses auf feste Eurobeträge hervorzuheben.

Bis zu einer entsprechenden Beschlussfassung durch den BA bzw. die KBV und

einer hierauf basierenden Beschlussfassung der Vertreterversammlung der

KVMV zur Anpassung des Honorarverteilungsmaßstabes gilt der Honorarverteilungsmaßstab

in der Beschlussfassung der Vertreterversammlung der KVMV

vom 15.12.2012 mit den Anpassungen bzw. Ergänzungen nach dieser Anlage

fort.

§ 2

Vergütung innerhalb des hausärztlichen Versorgungsbereiches

1. Arztgruppen- und Verteilungskontingente

Die Vergütung der nachfolgend aufgeführten Arztgruppen erfolgt entsprechend

nachstehender Tabelle zusammengefasst in Verteilungskontingenten (VK).

zugehörige AG-Nrn. gem. Anlage

VK-Nr. Verteilungskontingent (Honorargruppe) zu § 6 Ziffer 1 a)

501 Allgemeinärzte und hausärztliche Internisten 101

502 Kinderärzte 102 und 170

Die Arztgruppen- und Verteilungskontingente werden in Analogie zu § 8 Ziffer 2

HVM gebildet. Hierbei finden die prozentualen Arztgruppenanteile aus der Anlage

zu § 8 Ziffer 2 des HVM Anwendung. Die Arztgruppenanteile werden dabei

um die im Jahr 2012 innerhalb des gemeinsamen Verteilungskontingentes des

hausärztlichen Versorgungsbereichs zwischen den einzelnen Arztgruppen verlagerten

Vergütungsbestandteile angepasst.

2. Auszahlungspunktwerte

Die Ermittlung der Auszahlungspunktwerte erfolgt in Analogie zu § 8 Ziffer 4

HVM getrennt für die Verteilungskontingente nach Ziffer 1.

G:\Daten\VA\HVM_ARL\VV 2013-06-15\HVM\Anlage zum HVM idF VV 2013-06-15 - Stand 2013-06-06_final.doc

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Anlage zum Honorarverteilungsmaßstab Stand: 6. Juni 2013

§ 3

Vergütung innerhalb des fachärztlichen Versorgungsbereiches

1. Asymmetrische Verteilung des Honorarzuwachses 2013

Die sich auf der Grundlage der Vereinbarung über die Vergütung vertragsärztlicher

Leistungen im Jahr 2013 gemäß § 87a SGB V (Vergütungsvereinbarung

2013) gegenüber dem Vorjahr ergebenden Vergütungszuwächse werden soweit

sie nicht auf die diagnosebezogene Veränderungsrate von 1,6361 % bzw. die

Anpassung des Orientierungswertes von 0,9% zurückzuführen sind, im Rahmen

eines Vorwegabzuges in Analogie zu § 8 Ziffer 1 a)ff separiert. Entsprechende

Vergütungsvolumen werden nach Berücksichtigung der Regelungen des § 9 Ziffer

5 HVM den Arztgruppenkontingente gemäß § 8 Ziffer 2 HVM asymmetrisch

zugeführt.

Zur Aufteilung auf die Arztgruppen werden im Rahmen der jeweiligen Quartalsabrechnung

die sich aus dem ZI-Praxis-Panel (Jahresbericht 2011 1 , Wirtschaftliche

Situation und Rahmenbedingungen in der vertragsärztlichen Versorgung

der Jahre 2007 bis 2009) ergebenden prozentualen Kostensätze den

durchschnittlichen Umsätzen (vor asymmetrischer Verteilung der Zuwächse) gegenübergestellt.

Soweit eine Arztgruppe hiernach den durchschnittlichen Gewinn

aller Arztgruppen des fachärztlichen Versorgungsbereichs (VK-Nr. 601-615) unterschreitet,

erhält sie entsprechend ihrer Differenz zum durchschnittlichen Gewinn

eine anteilige Erhöhung ihres Kontingentes aus dem Vorwegabzug nach

Satz 1.

2. Beschluss des Bewertungsausschusses in seiner 302. Sitzung zur extrabudgetären

Vergütung nephrologischer Leistungen i. V. m. Zweitem Abschnitt,

Ziffer 1.1 der Vergütungsvereinbarung 2013

Die Anlage zu § 6 Ziffer 3 HVM wird für die nachfolgenden Arztgruppen wie folgt

angepasst.

RLV-Fallwerte nach Altersklassen ab 1. Juli 2013

AG- Arztgruppen AKL 0-5 AKL 6-59 AKL ab60

Nr.

111 Internisten ohne Schwerpunkt

150 Internisten (Nephrologie)

Entsprechend den Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gemäß

§ 87b Abs. 4 SGB V zur Honorarverteilung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen

vom 16.05.2013 zur Ausdeckelung der nephrologischen Leistungen erfolgt

der Abzug des gesamtvertraglich vereinbarten Ausdeckelungsbetrags nach

der Trennung im jeweiligen Versorgungsbereich. Innerhalb der Versorgungsbereiche

erfolgt der Abzug anteilig aus den betreffenden Arztgruppenkontingenten.

1 Soweit für einzelne Arztgruppen für 2011 keine Werte vorliegen, wird der entsprechende Wert aus

dem ZI-Praxis-Panel 2010 verwendet.

G:\Daten\VA\HVM_ARL\VV 2013-06-15\HVM\Anlage zum HVM idF VV 2013-06-15 - Stand 2013-06-06_final.doc

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Anlage zum Honorarverteilungsmaßstab Stand: 6. Juni 2013

3. Neuropsychiatrische / neurologische Polysomnographie

Die Vergütung der neuropsychiatrischen / neurologischen Polysomnographie erfolgt

in Analogie zu § 8 Ziffer 1 HVM mit dem Orientierungspunktwert (3,5363 Ct.)

als Vorwegabzug im fachärztlichen Versorgungsbereich. Das nach § 8 Ziffer 5

HVM zu bildende Teilbudget wird um die entsprechenden Leistungen (Basis

2010) bereinigt.

G:\Daten\VA\HVM_ARL\VV 2013-06-15\HVM\Anlage zum HVM idF VV 2013-06-15 - Stand 2013-06-06_final.doc

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